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NEU: Neustart in Bremervörde
NEU: Vampir-Nacht wiederholt
NEU: TV-Film zu Geffken-Buch

Windindustrie

Nix mit
Isensee


Protest gegen Windindustrie in Osten

31. 10. 2011. Der (alte) CUX-Kreistag ist in seiner letzten Sitzung an diesem Montag der Empfehlung des Regionalausschusses gefolgt, den Windparkstandort Osten-Isensee aus dem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) zu streichen. Damit trug der Kreistag der Ablehnung des Projekts durch die Ostener Bevölkerung ebenso Rechnung wie der Befürchtung, eine Windindustrieanlage in weniger als drei Kilometern Entfernung von der Schwebefähre könne deren Weltkulturerbe-Chancen beeinträchtigen; die Kreispolitiker widersetzten sich dem Druck der Windlobby (siehe unten).

Hechthausen als
Grundzentrum

Ebenfalls folgte der Kreistag - bei Gegenstimmen lediglich der Hemmoorer Mitglieder Hans Wilhelm Saul (SPD) und Klaus Helmut Grube (CDU) - der vom Mittelzentrum Hemmoor bekämpften Ausschußempfehlung, dessen Nachbargemeinde Hechthausen zum Grundzentrum zu erheben.


Bevölkerung

Weiter
bergab


Titelbild der neuen Studie

1. 11. 2011. Pflichtlektüre nicht nur für Kommunalpolitiker: Daten über die demographische Abwärtsentwicklung im Cuxland - inklusive einer Bevölkerungsprognose bis 2025 - enthält der neue "Demographiebericht" der Bertelsmann-Stiftung, der hier zum Download bereitsteht.


Cuxland-Perspektive: Immer weniger

Frühere Beiträge unserer Website zum Thema Bevölkerungsentwicklung im Cux- und Osteland sind auf dieser SONDERSEITE zusammengestellt.


Oberndorf

Hoffmann
hat Fußpilz


Ein Schwammerl am Dichter-Denkmal

31. 11. 2011. Auf feuchtem Holz gedeihen Pilze. Keine Ausnahme bildet das hölzerne Denkmal auf dem Oberndorfer Ostedeich, das an den einstigen Fährgast Heinrich Hoffmann von Fallersleben erinnert. Bei einem Spaziergang entdeckten Bert und Marlene Frisch jetzt das Schwammerl am Stiefel des Dichters - und prompt berichteten die Skipper darüber im amüsanten Logbuch ihrer Yacht "Heimkehr": "Ungesundes Schuhzeug? Nasse Füße? Wie konnte das unserem Hymnendichter nur passieren..."

Mehr über das Denkmal und über Hoffmann in Hadeln auf unserer SONDERSEITE.


Politikwende

Rot-Grün will
Maiskataster

31. 11. 2011. Die neue Mehrheit im Maiskreis Rotenburg will offenbar die galoppierende Vermaisung der Oste-Wümme-Region (siehe SONDERSEITE) nicht tatenlos hinnehmen: Ein Kataster der von Biogas-Bauern genutzten Flächen soll nun angelegt werden. Diese und andere Pläne präsentiert das neue Bündnis aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft, das im ROW-Kreistag nach 60 Jahren die bisher stets schwarz dominierten Mehrheiten in die Opposition schicken will.

Etwas geradezu
Historisches...

"Jahrzehntelange Hinterzimmer- und Hochsitzpolitik ist nun beendet," kündigt der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ralf Borngräber (Foto) aus Rotenburg in der Lokalpresse an. Etwas "geradezu Historisches" vollziehe sich im Kreis Rotenburg, urteilt die Bremervörder Zeitung. Mehr...


Kirche

Thema Frieden
an Oste & Aue

31. 11. 2011. In der Zeit vom 6. bis 16. November veranstalten die evangelischen Kirchengemeinden Balje, Belum, Bülkau, Cadenberge, Geversdorf, Kehdingbruch, Neuhaus (auch kath.), Oberndorf und Osten die diesjährige "Friedensdekade an Aue und Oste". Den Auftakt bildet am Sonntag, 6. November, 18.30 Uhr, in der Cadenberger Kirche ein "Gottesdienst AltarNativ" zum Thema "Der ganz normale Wahnsinn". Am 12. November findet eine Konfirmandenfahrt ins einstige Oste-KZ Sandbostel statt. Werktäglich um 19 Uhr gibt es reihum in den Kirchen eine Friedensandacht von 30 bis 45 Minuten Dauer, die aktuelle Zeitungsmeldungen aufgreift (siehe Aushänge in den Kirchen).


Krimiland

Eine weitere
Vampirnacht


Roschen-Lesung in Kleinwörden

30. 10. 2011. Dutzende von weißen Vampir-Graffiti an den Bäumen einer Allee in Hechthausen-Kleinwörden wiesen den Weg. Am Ziel, in der Ferienpension "Berthof", erwarteten die Teilnehmer einer Lesung mit Axel Roschen aus dessen neuem Fledermaus-Krimi "Mausohrnächte" nicht nur Flattermänner an Decken und Wänden, sondern auch Weingummi-Leckereien in Fledermausform auf allen Stühlen. So stark war der Andrang im Fachwerkhof des Künstlerehepaars Gerd und Gisela Bertholdt, dass sich die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland entschied, die Lesung aus dem Debütroman des Diplom-Biologen Roschen am Sonnabend, 26. November, 19.30 Uhr, auf dem Berthof in Hechthausen-Kleinwörden, Wriethstraße 28, zu wiederholen (Eintritt 5 Euro, Karten auf dem Berthof, Tel. 04774-992030, Vorbestellung auch per E-Mail an renate.boelsche@gmx.de).

Ausführlicher Bericht über die Vampirnacht in unserem Kanal KRIMILAND.

Kritik feiert Öko-Krimi


ARD-Interview mit Roschen - ansehen

Axel Roschens Ökokrimi um die Fledermaus, das einzige fliegende Säugetier der Welt, hat ein Kenner von hohen Graden verfaßt. Schon als junger Wissenschaftler hatte Roschen einst Bremens Fledermäuse erforscht, wie ein TV-Beitrag von Radio Bremen zeigt, der hier in der ARD-Mediathek angesehen werden kann. Heute ist Roschen laut NABU "einer der profiliertesten Fledermausexperten Europas". Sein Krimi ist nach dem Urteil der Zeitschrift "Naturschutz heute" (November-Ausgabe) "eine mehrschichtige, humorvoll-hintersinnige, tiefgründige Story, die es mit den großen Klassikern der Kriminalliteratur durchaus aufnehmen könnte".


Musiker

Gerne in
Hemmoor


Thees Uhlmann in Hemmoor

30. 10. 2011. Ausgebuchte Hallen, starke Medienresonanz - Thees Uhlmanns Konzertreise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz ist ein voller Erfolg (siehe auch NEZ-Bericht). Wo immer er auftritt, bekennt sich der Hemmoorer Jung in Interviews zu seiner Heimatstadt, in der er "wahnsinnig gerne" ist ("ohne das romantisieren zu wollen") und wo "90 Prozent" seiner Stücke entstanden sind.

Sein Hemmoor-Lied "LAT- 53.7 LON- 9.11667" (die Position der Ostestadt) steht jetzt auch auf Youtube. Und hier noch einmal Text (zum Mitsingen?):

Ich wurde hier geboren, zwischen Torf und Grog,
Zwischen Eigenheim und Minirock,
Zwischen Schweinedisco, über Dörfer Fahrrad fahren
mit dem ständigen Wind, der von vorne kam.
Ich habe mit Freunden gegen Zäune gepisst.
Ich schwöre ein Gefühl, das du niemals vergisst.
Wir standen auf dem Deich, wenn der Herbststurm kam
100 Kilometer bis zur nächsten Autobahn.

Hier kommt ein Supermarkt auf zehn Personen,
die in kaputten Ehen in zwanzig Häusern wohnen.
Hier gibt es Restaurants, in die niemand geht,
weil das Essen um? Punkt sechs auf den Tischen steht.
Hier gibt es Kühe auf den Weiden und Atomkraftwerke
Und reden war noch niemals unsere stärkste Stärke.
Haben hohe Himmel im tiefsten Blau.
Hier nimmt man seine Jugendliebe noch zur Frau.


Wassersport

Herbst auf
der Oste


Kanutour auf flickr.com - ansehen

29. 10. 2011. Auch wenn der Sommer vorüber ist, stellt die Oste ein reizvolles Kanurevier dar. Aufnahmen von einer zünftigen Ostetour des Kanu Club Hanseat e.V. aus  Bremen im Oktober 2010 stehen hier im Fotoportal flickr.

Mehr über Wassersport auf der Oste unter www.blaues-netz-oste.de.


Windindustrie

Kreispolitiker
bleiben hart


Fraktionschefs Götjen, Johannßen

29. 10. 2011. Trotz stärkster Druckausübung durch die Windindustrie-Lobby - oste.deberichtete - wollen die Cuxhavener Kreispolitiker von CDU und SPD am kommenden Montag gegen den auch von der Bevölkerung abgelehnten Windpark in Osten-Isensee stimmen und damit dem Votum des parteiübergreifenden Regionalplanungsausschusses folgen. Das erklärten übereinstimmend die Fraktionsvorsitzenden Claus Götjen (CDU) und Claus Johannßen (SPD) gegenüber der NEZ (Wochenendausgabe).

"Diese massive Art, Druck auf Abgeordnete auszuüben, halte ich für nicht alltäglich," kommentiert Götjen in der NEZ den rüden Brief der Windindustrie-Lobbyisten. An der Ablehnung des Isensee-Projekts ändere sich auch nichts durch eine vom Landesamt für Denkmalpflege kurzfristig vorlegte, als vage empfundene Stellungnahme, versichert Johannßen.


Konservator Zittlau (in Osten)

In dem neuen Papier aus Hannover wird unterstellt, aus Unesco-Sicht könne ein Nebeneinander von Windindustrie und Weltkulturerbestätte als vereinbar durchgehen. Das klang allerdings schon mal ganz anders: Gegenüber Vertretern der Schwebefähren-Fördergesellschaft hatten schon vor Jahren Hauptkonservator Dr. Reiner Zittlau und Dipl.-Ing. Falk-Reimar Sänger vom Referat Bau- und Kunstdenkmalpflege des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege gewarnt, Windkraftanlagen könnten die "Raumbedeutsamkeit" der Schwebefähre und damit die Aussicht auf deren Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe gefährden.

Die Auseinandersetzung werde anhalten, kommentiert heute NEZ-Redaktionschef Ulrich Rohde: "Dazu stecken in dieser Thematik ganz einfach viel zu viele handfeste Interessen."

Weitere Einzelheiten in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.


Artenschutz

Störe auch
für die Stör


Stördenkmal in Itzehoe

28. 10. 2011. Nach dem Versuchsbesatz mit 500 Stören in der Oste (Bericht hier) sind die Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerkunde und Binnenfischerei in dieser Woche in der Stör tätig gewesen, um die Eignung auch dieses Elbnebenflusses als künftiges Revier des gleichnamigen Fischs zu untersuchen. Auch dort kam der Europäische Stör (Acipenser sturio) einst, bis zu seiner Ausrottung im vorigen Jahrhundert, massenhaft vor; ein Stördenkmal im Hafen von Itzhoe erinnert daran. - Ein Pressebericht über den Störbesatz in der Stör steht hier.

Wie "Störvater" Wolfgang Schütz von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste weiter mitteilt, ist ein weiterer Versuchsbesatz auch in der Havel (mehr) vorgenommen worden.


Rotenburg

CDU-Abo
gekündigt

28. 10. 2011. An der Oberen Oste, im Kreis Rotenburg, werden neue politische Akzente gesetzt. Die künftige Kreistagsmehrheit aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft will in dem zuvor seit Kriegsende ununterbrochen CDU-dominierten Landkreis künftig Bildung, Nahverkehr und Naturschutz stärken. Abgelehnt wird der Bau der umstrittenen Deponie Haaßel zu den jetzigen Bedingungen ebenso wie ein ungebremster Ausbau der Massentierhaltung: "Wir wollen keine Vechtaer Verhältnisse", zitiert dazu die Bremervörder Zeitung den SPD-Spitzenmann Bernd Wölbern. Mehr...

Kreistagsvorsitzender soll nach dem Willen der neuen Mehrheit der ehemalige Amtsgerichtsdirektor Friedhelm Helberg (SPD, Foto) aus Nartum werden. Er würde die Nachfolge von Reinhard Brünjes (CDU) antreten, der nicht wieder in den Kreistag gewählt worden ist. Mehr...

Wechsel auch in der
Stadt Bremervörde

29. 10. 2011. Auch in der Stadt Bremervörde hat die CDU die absolute Mehrheit verloren, auf die sie "jahrzehntelang ein Abonnement hatte" (Bremervörder Zeitung). SPD, Grüne/FDP und WG Pro Bremervörde haben sich auf eine "neuen Politik" für die Stadt verständigt. Mehr...


Krimiland

Nacht der
Mausohren


Dielenschmuck im Berthof

28. 10. 2011. Ein ulkiges Wesen schmückt zurzeit die Diele des idyllischen Ferienquartiers Berthof im Hechthausener Ortsteil Kleinwörden. Hausherr und AG-Osteland-Mitstreiter Gerd Bertholdt hat die dekorative Fleder-Maus als Dekoration für die (ausgebuchte) Krimilesung geschaffen, mit der an diesem Sonnabend, 29. Oktober, die AG Osteland die Reihe "Mörderischer Herbst" abschließt, in der Neuerscheinungen aus dem Krimiland Kehdingen-Oste präsentiert werden.

Elke Loewe in
Kranenburg

Der Förderverein der Kranenburger Michaelskapelle lädt zu einer Benefizlesung mit Osteland-Preisträgerin Elke Loewe (Geversdorf, früher Rönndeich) an diesem Sonntag, 30. Oktober, 18 Uhr, . In der Dorfkapelle stellt die Ostepreisträgerin bisher unveröffentlichte Kurzgeschichten vor. Elke Loewe hat vier Kriminalromane geschrieben, die im Krimiland Kehdingen-Oste spielen, ferner viele Historien- und Kinderbücher.

Jan Schröter
in Estorf


Krimiautor Jan Schröter (l.)

Am Freitag, 11. November, 20 Uhr, findet in der Aula der Grundschule Estorf ein Abend mit dem Titel "Kurz und gut -  Geschichten von Liebe, Mord und Totschlag" mit dem Krimiautor Jan Schröter statt (u. a. "Engel fallen tiefer", "Der Rikschamann", "Freundschaftsdienste"). Sein Motto: "Nichts ist so schrecklich, dass es nicht auch schon wieder komisch ist." Musikalisch begleitet wird Schröter von Christiane Heer-Michalsky (Gesang) und Thomas Stöver (Gitarre). Veranstalter ist der Verein der Freunde der Schule um AG-Osteland-Mitglied Peter Wortmann (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Platzreservierung unter Estorfkultur@gmx.de).

Mehr zum Thema in unserem Kanal KRIMILAND.


Windindustrie

Cux-Kreistag
unter Druck


Lobby-Brief an Abgeordnete

26. 10. 2011. Massiv unter Druck gesetzt sehen sich Mitglieder des (alten) Cux-Kreistages. Unmittelbar vor der Verabschiedung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) droht ihnen die Windindustrie-Lobby brieflich mit "langwierigen und kostenintensiven Rechtsstreitigkeiten".

Anlass ist der jüngst gefasste Beschluss des Kreis-Ausschusses für Regionalplanung, den von den Ostener Bürgern mit 82-Prozent-Mehrheit abgelehnten Windpark Osten-Isensee - in Sichtweite des potentiellen Weltkulturerbes Schwebefähre - nicht im RROP zu verankern. Ebenfalls gestrichen wurde ein Projekt in Steinau.


Anlass: der Beschluss vom 10. Oktober

Über ihre Justitiarin Claudia Steidle (Bietigheim-Bissingen) droht die Windindustriegruppe wpd onshore, laut Eigenauskunft Deutschlands größter Windpark-Entwickler und -Betreiber, in einem Brief vom 24. 10. dem Landkreis langwierige und teure Prozesse an. Ziel: den Bürgerwillen der Ostener und die Entscheidung des Fachausschusses auszuhebeln.

Einzelheiten lesen Sie bitte in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.


Todesschuss

"Es war
Notwehr"

27. 10. 2011. Von einer Kugel aus der Dienstwaffe eines 25-jährigen Polizeibeamten ist am Mittwoch gegen 18.30 Uhr im Cuxhavener Kreishaus (Foto) ein 47-Jähriger getötet worden, der zuvor randaliert und Dritte mit Stangen bedroht haben soll. Es habe sich um Notwehr gehandelt, teilte am Donnerstagmittag die Staatsanwaltschaft Stade mit.

Während einer Fortbildungsveranstaltung sei der zunächst unbekannte Mann erchienen, der die Teilnehmer des Seminars, Bürgerinnen und Bürger aus der Region, beleidigt und bedroht habe. Anschließend soll er, so die Staatsanwaltschaft, mehrere Unbeteiligte im Gebäude mit Metallstangen angegriffen und verletzt haben.

Die Polizei wurde per Notruf von der Rettungsleitstelle des Landkreises alarmiert und traf wenig später im Kreishaus ein. Laut Angaben von Zeugen befanden sich die Beamten in einer bedrohlichen Situation, als der Angreifer mit zwei Metallstangen, die er "wie Lanzen" hielt, auf die Beamten losging: "Es kam daraufhin zu einer Schussabgabe durch den 25-jährigen Polizeibeamten. Zeugenangaben zufolge habe der Beamte den Angreifer zuvor mehrfach aufgefordert, die Gegenstände hinzulegen. Der mutmaßliche Angreifer wurde durch den Schuss in den Oberkörper tödlich verletzt. Das Opfer wird am heutigen Nachmittag obduziert werden. Die Ermittlungen zur Rekonstruktion des Moments der Schussabgabe dauern an."

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei handele es sich bei dem 47-Jährigen um einen Mann aus dem Landkreis Cuxhaven, der derzeit ohne festen Wohnsitz ist. Er sei bereits mehrfach wegen Aggressionsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten.


Bundeswehr

Abbau an
der Oste

27. 10. 2011. Vom neuen Bundeswehr-Stationierungskonzept ist auch das Osteland betroffen. Der Standort Seedorf (Kreis ROW) bleibt zwar erhalten, aber die Stellenzahl wird von 3 490 Dienststellen auf 2 710 verringert, wie die Bremervörder Zeitung meldet.


Pferde

Ruin durch
Mais-Boom


TV-Bericht über Vermaisungsfolgen

27. 10. 2011. Über eine "Strohkrise" auf norddeutschen Reiterhöfen berichtet Radio Bremen (TV-Bericht ansehen): Aufgrund des Mais-Booms in der Landwirtschaft sind Heu und Stroh knapp geworden, allenfalls zu überhöhten Preisen erhältlich und obendrein aufgrund des feuchten Sommers von minderer Qualität. Die Lage sei für einige Pferdehalter existenzgefährdend, so der Fernsehbericht.

Mehr über die fatalen Folgen der Vermaisung für Landschaft, Artenvielfalt, Grundwasser und Tourismus steht auf unserer SONDERSEITE.


Freizeit

Dosenfischer
im Osteland


Werbevideo für Geocaching - ansehen

26. 10. 2011. Die Fans nennen sich "Dosenfischer", ihr Sport heißt Geocaching, die elektronische Version einer Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Seit mehr als fünf Jahren sind "Geochaches" auch im Osteland versteckt - und es werden, auch mit Hilfe der Touristiker, immer mehr. Allein im Wingster Wald sind über 50 Schätze verborgen. Mehr in der rechten Spalte.


Kreis Stade

Tschüß - und
ein Triumph


Nimmt Abschied: Heinrich von Borstel

26. 10. 2011. Kurz nach der Eröffnung der Kehdinger Wildganstage (unser Foto) hat sich der Wischhafener Bürgermeister Heinrich von Borstel (SPD) nach 47 Jahren aus der Kommunalpolitik zurückgezogen. Der Steuerberater und ehemalige Landtagsabgeordnete, dem zum Abschied allseits Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit und Beharrlichkeit bescheinigt wurden, hat auch als Kreispolitiker und in Vereinen weit über die Grenzen Nordkehdingens hinaus gewirkt, etwa als Vorsitzender des Tourismusvereins Kehdingen, der unter anderem im Zusammenwirken mit der AG Osteland den Aufbau der Deutschen Fährstraße zwischen Balje und Wischhafen und das Krimiland-Projekt aktiv unterstützt hat.

Der 75-jährige "Grandseigneur" (Stader Tageblatt), der mit 20 Jahren in die SPD eingetreten ist, konnte sich jüngst noch über einen Triumph der Sozialdemokraten bei der Kreistagswahl freuen: In allen Fachausschüssen des Stader Kreistags gibt es künftig eine rot-grüne Mehrheit. Im wichtigen Kreisausschuss, den die CDU mit ihren Mitstreiteren bislang dominierte, herrscht künftig ein Patt zwischen den Gruppierungen; die Stimme von Landrat Michael Roesberg kann bei strittigen Entscheidungen den Ausschlag geben.

"Chinesische
Mauer ist weg"

Der Buxtehuder Hans-Uwe Hansen (Foto), neuer SPD-Fraktionsvorsitzender im Stader Kreistag, freut sich denn auch über die "verbesserten Möglichkeiten, Positionen der Sozialdemokraten durchzusetzen". Gegenüber dem Tageblatt kommentierte er das Ende der sicheren CDU-Mehrheiten mit den Worten: "Die Chinesische Mauer ist weg. In den vergangenen 20 Jahren, in denen ich im Kreistag saß, sind wir immer gegen diese Mauer angerannt. Wir konnten gute Anträge stellen, die entweder der CDU gepasst haben, oder wir haben uns eine Beule am Kopf geholt."

Ebenso wie im Kreis Rotenburg (siehe unten) und im Kreis Cuxhaven (siehe hier) scheint nun also auch im Kreis Stade der Beginn einer neuen politischen Ära möglich zu sein.


Schifffahrt

Seemann,
dein Recht


TV-Bericht über Geffken-Buch - sehen

26. 10. 2011. Das Fernsehen von Radio Bremen hat dem Buch "Seeleute vor Gericht" (wir berichteten) des Cadenberger Anwalts und Arbeitsrechtlers Rolf Geffken am Montag einen Beitrag gewidmet, der hier in der ARD-Mediathek abgerufen werden kann.


Krimiland

Marathon
mit Voss
.
25. 10. 2011. Beim jetzt anlaufenden Berliner Krimimarathon wirkt auch ein Autor mit, der in der Region zwischen Elbe und Weser weithin vergessen ist, obgleich er zu den Vätern des Kehdingen-Oste-Krimis zählt: Mit zwei Lesungen ist bei dem Berliner Event auch Willi Voss vertreten, der Anfang der Achtziger zwischen Wischhafen und Drochtersen lebte und die dort angesiedelten Romane "Keine Tränen für das Opfer" und "Tränen schützen nicht vor Mord" verfasste. - Mehr über Voss, seine Bücher und seine Pseudonyme in unserem Kanal KRIMILAND und auf www.krimiland.de.


Esskultur

Butter bei
die Fische


Molkerei-Manager Horst von Thaden

25. 10. 2011. Butter und Fisch - das passt gut zusammen. Und so wird Niedersachsens einzige Fassbutter-Molkerei in Oberndorf-Hasenfleet vom 4. bis 6. November auf der Bremer Messe "SlowFisch" vertreten sein, einer Ausstellung "für Liebhaber des bewussten und nachhaltigen Genusses" (Messe Bremen, Hallen 1 und 2).

Damit spielt die kleine ländliche Molkerei mit in einer exklusiven Liga: "Nur qualitativ hochwertige und handwerklich hergestellte Produkte, die den Slow-Food-Kriterien entsprechen, sind auf der SlowFisch zu finden,"  teilen die Veranstalter mit: "Alle Produkte der Aussteller werden daher vorab von Slow Food Deutschland e. V. geprüft" - "von Gewürzen über Senf, fair gehandelten Bio-Kaffee, Backwaren, handwerklich hergestellten Wurst- und Käsewaren bis hin zu Fisch und Meeresfrüchten in verschiedensten Variationen" ist alles "100 Prozent Natur".

Die Molkereiverantwortlichen - Aufsichtsratsvorsitzender Adolf Nagel, Vorstandsvorsitzender Richard Schlichting, Geschäftsführer Horst von Thaden - schreiten damit fort auf dem Weg, sich als Qualitätsbetrieb und zugleich als Kultur- und Eventmolkerei zu positionieren.

Zimtbutter zur
Adventszeit

So werden nicht nur neue Produkte - etwa Zimtbutter zum Advent und Sylter Algenbutter - kreiert, alles ohne Konservierungsstoffe und Stabilisatoren. Zur Strategie des Betriebs, auf dessen Überleben vor zehn Jahren kaum jemand gewettet hätte, gehören die Umgestaltung zur "Gläsernen Molkerei", "Milchabitur"-Angebote für Vereine, der Einsatz für die Erweiterung der Niedersächsischen Milchstraße, die Kooperation mit dem Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste ("Der Milchkontrolleur") sowie eine kluge PR-Strategie (siehe Website), zu der eben auch die Zusammenarbeit mit Slow Food zählt.

Wer kennt unsere
regionalen Fische?


Zu Gast: Biologe Fredrich (in Oberndorf)

Kurzer Auszug aus dem Vortragsprogramm von SlowFisch:

Sonnabend, 5. November, 15.30 bis 16.45 Uhr: Aquakultur und Artenvielfalt - lässt sich jeder Fisch züchten / reproduzieren? (Dr. Andreas Müller-Belecke, Institut für Binnenfischerei e. V., Potsdam), 17  bis 17.45 Uhr: Perspektiven der deutschen Fischerei - Berufsbild und Zukunft in der Fischerei (Hermann Benecke, Vorstand Landesfischereiverband Niedersachsen).

Sonntag, 6. November, 11.15 bis 11.45 Uhr: Der Aal - Ein vom Aussterben bedrohter Meeresbürger? (Annett Storm, Projektmanagerin Projektbüro MeeresBürger), 12 bis 12.45 Uhr: Regionale Fische - Wer kennt Quappe, Blei & Co.? (Frank Fredrich, Meeres- u. Fischereibiologe, Woltersdorf). - Mehr...

Wer ist Slow Food? Der Verein propagiert eine neue Esskultur, macht Appetit auf vergessene oder bedrohte heimische Köstlichkeiten und ruft dazu auf, mutige Produzenten von Qualitätsware aus der jeweiligen Region zu unterstützen. - Mehr zum Thema Slow Food im SPIEGEL:

> Die Schlacht der Schnecken / Von Jochen Bölsche


Archäologie

Unter der
Ostestadt


Ausgrabungen in Bremervördes City

25. 10. 2011. Am Sonntag, 6. November, 15 Uhr, hält der Archäologe Wolfgang Scherf im Bremervörder Bachmann-Museum einen Vortrag (Eintritt 5  Euro, Anmeldung unter Tel. 04761-983 4603) über die Auseinandersetzungen um die Ostestadt im Dreißigjährigen Krieg, die 1646 zur vollständigen Zerstörung des alten Siedlungskerns durch die damalige dänische Burgbesatzung führten. Neue Erkenntnisse über diese Zeitphase sind Notgrabungen zu verdanken, die im vorigen Winter am "Großen Platz" in Bremervörde vorgenommen wurden, bevor dort mit dem Bau eines Seniorenheimes begonnen wurde.

Dank für Hinweis und Foto an Corinna Stier.


Schwebefähren

Show
in Blau


Lightshow in Middlesbrough - abspielen

24. 10. 2011.  Ein Youtube-Video in Premium-Qualität zeigt eine brillante Lightshow, mit der in Middlesbrough das 100-jährige Bestehen des "Blue Dragon", der weltgrößten Schwebefähre, gefeiert wird. - Wie vor 95 Jahren Zeppeline aus Nordholz die Schwebefähre in der nordenglischen Hafenstadt bombardierten, steht in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.


AG Osteland

450. Mitglied
aus Offensen


Oste-Anrainer Brandt (mit Ehefrau)

24. 10. 2011. Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland konnte am Wochenende ihr 450. Mitglied verzeichnen: Der "Lobby für die Oste" beigetreten ist Harald-Gerd Brandt, Rundfunkredakteur bei Radio Bremen, der mit Ehefrau Brigitte Kammigan-Brandt in Offensen bei Heeslingen lebt. Das Bauernhaus, direkt an der Oste gelegen, wird, so schrieb kürzlich die Zevener Zeitung, "schon seit einigen Jahren für kulturelle Veranstaltungen genutzt und ist mittlerweile ein beliebter Treffpunkt, nicht nur für die Dorfbewohner... Die Unterstützung Kulturschaffender in der ländlichen Region ist das erklärte Ziel des Ehepaares."

Nach etlichen Kunstveranstaltungen in "Heidjers Ruh" plant Harald-Gerd Brandt - laut Facebook-Vita nebenher auch "Gildemeister der Schafgilde Offensen a. d. Oste von 2001" - einen kritischen Themenabend über den Heimatforscher Hans Müller-Brauel, der aus Brauel an der Oste stammt und dem in Zeven ein Zimmer im Klostermuseum gewidmet ist.

Im kommenden Jahr hofft die 2004 gegründete Arbeitsgemeinschaft Osteland ihr 500. Mitglied begrüßen zu können.

Ein Aufnahmeformular kann hier heruntergeladen werden.


Schützen

Könige
der Oste

24. 10. 2011. Lars Zimmermann aus Himmelpforten und Tanja Rademacher aus Brobergen sind am Wochenende während des Balls der Oste-Pokal-Vereinigung in der Gaststätte Meyer in Gräpel zum neuen Königspaar proklamiert worden. Jugendmajestäten sind Nico Schütt aus Neuland und Christin Wassermann aus Großenwörden. Gastgeber war der Schützenverein Behrste. Die Oste-Pokalvereingung war 1959 von den Schützen aus Behrste, Brobergen, Estorf, Gräpel und Oldendorf gegründet worden; später kamen Burweg, Himmelpforten, Neuland, Großenwörden, Blumenthal, Kranenburg und Heinbockel hinzu. - Mehr auf der Ostepokal-Website.


Landkreis Harburg

Warten auf
'Hein Stör'


Stör-Bericht im Nordheide-Wochenblatt

23. 10. 2011. Die Oste entspringt in der Gemeinde Tostedt im Landkreis Harburg, 150 Kilometer von der Mündung entfernt. Auch in der Quellregion in der Nordheide hoffen Naturfreunde auf eine Rückkehr des "grauen Riesen", wie ein Bericht des in Buchholz erscheinenden "Nordheide-Wochenblatts" (Wochenendausgabe) über die in Oberndorf gestartete Besatzaktion mit 500 Jungstören zeigt. Der Artikel ist hier im Web verfügbar.- Zum selben Thema:

> Ein historischer Moment (Rotenburger Rundschau).

Dank für Hinweise an Kurt Ringen.


Zeitgeschichte

Sandbostel
überlebt


Frühere polnische Soldaten an der Oste

24. 10. 2011. Polnische Überlebende des Lagers Sandbostel haben jetzt die Gedenkstätte an der Oberen Oste besucht. Was sie über die Zeit ihrer Gefangenschaft berichten, hat die Lager-Stiftung in diesem Text zusammengefasst.


Neuhaus / Balje

Schatzsuche
im Natureum


Um diese Schatztruhe geht's

23. 10. 2011. Der Hamenfischkutter "Erna Becker HF 348" wurde im Jahre 1892 auf der Sietas-Werft in Cranz als Spiegelhecksegler gebaut. Das Wrack des auf der Elbe verunglückten Schiffs, heute aufbewahrt im Natureum Niederelbe auf der Oste-Halbinsel zwischen Balje und Neuhaus, steht im Mittelpunkt eines maritimen Suchspiels für Kinder. Ebenfalls diese Woche im Natureum: eine Halloween-Party. - Mehr in unserem Kanal BLAUES NETZ.


Cadenberge

... sind wir in
Gottes Hand


Neues Geffken-Buch (Ausschnitt)

23. 10. 2011. An diesem Montag, 24. Oktober, 19 Uhr, liest der Cadenberger Anwalt Rolf Geffken (Foto) in der Stadtbibliothek Bremerhaven, Bürgermeister-Smidt-Strasse, Hanse-Caree, aus seinem Buch "Seeleute vor Gericht". Geffken, der vor allem in den 80er Jahren zahlreiche deutsche und ausländische Seeleute vertreten hat, schildert in dem Buch Fälle und Verfahren, an denen er beteiligt war.

Der Verlag wirbt für das Buch mit den Worten: "Jeder kennt den Satz 'Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand'. Kaum jemand vermag die Richtigkeit dieser Erkenntnis so sehr zu bestätigen wie der Seemann, der nach seinem Aufenthalt auf hoher See nun auch noch in das Netz von Justitia gerät... Der Autor Rolf Geffken, aus Bremerhaven stammend und im Landkreis Cuxhaven lebend, war viele Jahre von Hamburg aus als 'Seeleuteanwalt' aktiv und skizziert mit seinen eindrucksvollen Erzählungen in diesem Buch zugleich ein Stück lange verdrängter deutscher Schifffahrtsgeschichte."


Meeresspiegel

Gefährdetes
Marschland


Klimaforscher Professor Graßl

23. 10. 2011. Der international renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Graßl, den das Natureum Niederelbe am Sonntag zum Vortrag über das Thema "Klimawandel und Marschniederungen" eingeladen hatte, warnt schon seit Jahren vor den Auswirkungen eines Meerespiegelanstiegs auf die Küstenregionen - und mahnt zugleich, das Probleme allein mit Deicherhöhungen in den Griff bekommen zu wollen. Bereits 2007 kam Graßl im SPIEGEL zu Wort. Damals hieß es:

Wer einzig auf Deicherhöhung setze, warnt der Hamburger Klimaforscher Hartmut Graßl, beschleunige noch die bedrohlichen Entwicklungen an der Waterkant. Die enge Eindeichung eines Stroms wie der Unterelbe habe in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, den Tidenhub und damit die Flutgefahr stetig steigen zu lassen, während die permanente Flussvertiefung zugleich die Entwässerung des Umlands beschleunige – und damit dessen weitere Absenkung.

Fatale Folge: In Norddeutschland liegen „immer mehr Gebiete bis zu zwei Metern unter Null“, so dass allein deshalb die Auswirkungen von Deichbrüchen ungleich verheerender wären als in früheren Jahrzehnten. Graßl: „Die Marschen sind zunehmend überflutungsgefährdet.“ Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Folgen des Klimawandels: Jede künftige Sturmflutwelle, erläutert der Wissenschaftler, „reitet schließlich auf dem gestiegenen Meeresspiegel“. Da könnten sich die Norddeutschen noch so sehr freuen, „dass sie wegen der trockenen und warmen Sommer häufiger im Straßencafé sitzen können“, sagt Graßl, „gleichzeitig werden ihre Häuser hinter dem Deich immer unsicherer“.

Der volle Wortlaut des Artikels "Zur Sicherheit einen Spaten mehr" von Jochen Bölsche steht hier im Netz.

Aktueller Vortrag von Graßl (Mai 2011, PDF-Datei) hier.

Graßl, 71, ist emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI) in Hamburg. Von 1994 bis 1999 war er Direktor des Weltklimaforschungsprogrammes der Vereinten Nationen in Genf. 1999 kehrte der gebürtige Bayer nach Hamburg zurück und übernahm bis 2005 neben seiner Professur an der Universität Hamburg erneut den Chefposten am MPI. Fünf Jahre lang war Graßl Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates "Globale Umweltveränderungen" der Bundesregierung.


Zeitgeschichte

Blutiges
Finale


Der Autor liest
in Bremervörde

23. 10. 2011. In der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges kamen noch Hundertausende von KZ- Häftlingen auf Fußmärschen und Bahntransporten ums Leben, zum Teil auch noch nach ihrer Befreiung. An den Massakern an den ausgehungerten Juden, Kriegsgefangenen, Sinti und Roma oder Kommunisten beteiligten sich viele "normale Bürger" - ein häufig verschwiegenes Kapitel der Zeitgeschichte. "Dass das lange tabuierte Thema nun in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt wird, ist nicht das geringste Verdienst des großen Werkes von Daniel Blatman," schreibt Die Zeit über dessen Buch "Die Todesmärsche 1944/45": In Blatman (Foto) habe "das blutige Finale des kollabierenden NS-Regimes einen ebenso genauen wie sensiblen Chronisten gefunden".

Vortrag am Dienstag
im "Ostel" Bremervörde

Blatman absolviert zur Zeit eine Lesereise, auf der er sein Buch vorstellt, das von der Fachwelt als bedeutende Forschungsleistung anerkannt wird. Mehreren Vereinen im Osteland  - dem Rosa-Luxemburg-Club Vörder Land, der Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel, dem GEW-Ortsverband Bremervörde - sowie der Buchhandlung Morgenstern ist es gelungen, den Autor für eine Lesung in Bremervörde zu gewinnen: An diesem Dienstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, im Ostel Jugendhotel findet eine Veranstaltung mit Blatman über "das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords" statt.

Blatman wird, wie der Mitorganisator und Oste-KulturpreisträgerDr. Klaus Volland mitteilt, auch die Gedenkstätte Lager Sandbostel besuchen. Sandbostel war wie Bremervörde im April 1945 Zielort von Häftlingstransporten und -märschen. Der Eintritt zu der Lesung, an die sich eine Diskussion anschließt, ist frei.

Mehr über Blatmans Forschungsergebnisse sowie Stimmen zu seinem Buch steht auf der Website des Rowohlt-Verlages.


Kehdingen - Oste

Festival
der Vögel


Von Borstel und Heinze in Freiburg

22. 10. 2011. Mit einem faszinierenden Festvortrag des Ostener Ornithologen und Naturschutz-Profis Gerd Michael Heinze wurde am Sonnabend im Freiburger Kornspeicher die Wildgans-Saison eröffnet. Mit seinen Zehntausenden von Brut- und Gastvögeln verfüge Kehdingen über einen "Naturschatz von immenser Bedeutung", hob der Vorsitzende des Tourismusvereins und scheidende Wischhafener Bürgermeister Heinrich von Borstel (SPD) hervor, der mit einem Blumenstrauß Heike Wagner (Foto) dankte, der Pressereferentin seines Vereins und Organisatorin der 6. Kehdinger Wildganstage. - Ein ausführlicher Bericht steht in unserem Kanal OSTELAND.


Natureum-Chefin Dr. Clivia Häse

21. 10. 2011. Aus Anlass der Wildganstage haben auch die Baljer Natureum-Chefin Dr. Clivia Häse und ihr Team ein üppiges Programm vorbereitet. Dazu zählen unter anderem vogelkundliche Exkursionen mit einem Traditionssegler zum Osteriff (mehr in unserem Kanal BLAUES NETZ OSTE).


Kommunalpolitik

SG Hemmoor
angeknackst


Osten und Hechthausen: Frust und
Gedanken an einen Partnerwechsel

22. 10. 2011. Zerbricht die Samtgemeinde (SG) Hemmoor? Äußerungen aus den Mitgliedskommunen Osten und Hechthausen deuten darauf hin, dass das Verhältnis zwischen den beiden kleineren Partnern und der ungeliebten Stadt Hemmoor massiv zerrüttet ist. Sogar über einen Partnerwechsel mit Umzug in den Landkreis Stade wird bereits laut nachgedacht. - Ausführlicher Bericht in der rechten Spalte.

Erdrutsch im
Kreistag ROW

Es hatte sich seit Tagen angedeutet (siehe unten: Rotenburg errötet).Jetzt ist es offiziell: Erstmals in der Geschichte des Oste- und Wümmekreises ROW schickt ein SPD-geführtes Bündnis mit Grünen und Unabhängigen die schwarze Union in die Opposition (ausführlicher Bericht heute in der Bremervörder Zeitung).

"Schritt für Schritt
bunt, grün und rot!"

Auf Facebook kommentiert heute der Cuxhavener SPD-Kreispolitiker Gunnar Wegener die Entwicklung im Kreis Rotenburg mit den Worten: "Und es geht weiter. Schritt für Schritt wird das Elbe-Weser-Dreieck bunt, grün und rot! Gut so!" - Lesen Sie bitte auch:

> Erste Ziele festgezurrt (Weser-Kurier)


Fernsehen

Liebe im
Osteschilf

22. 10. 2011. Das derzeit laufende Oste-Festival im Fernsehen - zwei Filme innerhalb von zwei Tagen! - verhilft dem Fluss wieder zu Tausenden von neuen Freunden. Von der Wiederholung des preisgekrönten Beitrags "Die Oste - Zwischen Moor und Marsch" aus der Reihe "Bilderbuch Deutschland" (mehr) am gestrigen Freitag auf N3 war auch Zuschauerin Ulla Schmidt-Martens angetan, speziell von einer bestimmten Passage:

"Ganz besonders hinreißend fand ich das Gedicht über die Oste mit dem 'verborgenen Plätzchen' im Schilf. Doch haben mich die Verschen des Vortragenden so entzückt, dass ich dem Text nicht mehr ganz folgen konnte. Sehen Sie die Möglichkeit, mir dieses kleine Gedicht (mit Verfasser) noch einmal in voller Gänze zu senden oder zumindest eine Quellenangabe? Ich wäre Ihnen unendlich dankbar," bat sie die AG Osteland.

Die "Lobby für die Oste" konnte helfen. Sie mailte der Ostefreundin den Wortlaut des Textes von Peter Schütt (Foto):

Die mich liebkoste
kam aus Osten an der Oste

Tief im hohen Schilfe
bat sie mich um Hilfe

Löse mir die Zöpfe
öffne mir die Knöpfe

Und so machte sie mich reich
gleich hinter dem Ostedeich.

Weitere Oste-Texte des Hamburger Schriftstellers Peter Schütt, eines gebürtigen Basbeckers, stehen auf der internationalen Schwebefähren-Website www.schwebefaehre.org unter "Literatur".

Heute wieder
ein Oste-Film


NDR-TV-Aufnahmeteam auf der Oste

Am Sonnabend hat N3 sein "Ostival" fortgesetzt: Wiederholt wurde der unlängst erstaufgeführte TV-Film "Eine Sommerreise entlang der Oste" aus der Reihe "die nordstory". Mehr hier und in der rechten Spalte (etwas scrollen).


Störe

Experiment
fortgesetzt


Störforscher auf der Oberen Oste

22. 10. 2011. Die Beobachtung der 500 Störe, die vor einer Woche bei dem in Oberndorf gestarteten Großversuch freigesetzt worden sind, durch  Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei wird fortgesetzt. Ein zweiter mit einem Mini-Sender versehener Jungstör ist am Dienstag in die Obere Oste entlassen worden.


Störvater Schütz, Bürgermeister Horeis

"Zur Zeit befindet sich dieser Stör in Höhe Ober Ochtenhausen", teilt Wolfgang Schütz (Osten) von der AG Wanderfische mit: "Es bleibt zu hoffen, dass auch dieser Stör nicht Opfer eines Raubfisches oder des Kormorans wird."

Der erste "besenderte" Stör hat das Bremervörder Wehr überwunden und ist dann in Richtung Elm weitergeschwommen, wo die Verfolgung mittels Radiotelemetrie aus technischen Gründen abgebrochen werden musste.


Stördenkmal "Hein Stör" in Oberndorf

In Oberndorf hat unterdessen Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) angeregt, das 2010 angedachte Projekt einer Fluß- und Wanderfisch-Infostube im Ortszentrum erneut aufzugreifen und im Zuge der Dorferneuerung bzw. der EU-Förderung zu realisieren. - Oberndorf ist bereits Standort des von Sponsoren aus der AG Osteland finanzierten, von Medien und Touristen stark beachteten Stördenkmals "Hein Stör".

Lesetipp

Heute in der Rotenburger Rundschau:

> Ein historischer Moment


Energie

Initiativen
im Netz

22. 10. 2011. In vielen Orten im Osteland wird derzeit diskutiert, wie die Energiewende an Fahrt gewinnen könnte. Nach einem ersten "Vernetzungstreffen" folgt am Donnerstag, 24. November, 18 Uhr, in Cadenberge im Marc 5 am Marktplatz ein "Energie-Netzwerktreffen. Ab 19 Uhr informiert M.A. Beate Fischer (Foto) aus Kassel über die Arbeit des bundesweiten Netzwerks der 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen. Zu den Einladern zählen Elke Roskosch-Buntemeyer (Umwelttreff Cuxhaven), Grünen-MdL Hans-Jürgen Klein und OstepreisträgerPeter Wortmann vom AK Energie in Oldendorf.


Landwirtschaft

Ini gegen
Monokultur

21. 10. 2011. Das verbreitete Unbehagen über die Vermaisung weiter Teile Norddeutschlands beginnt, in Bürgerprotest umzuschlagen. Im Raum Husum hat sich jetzt eine Bürgerinitiative formiert, die Front macht gegen die Mais-Monokulturen für die Biogasproduktion - Parole: "Stromerzeugung aus Getreide und Mais ist moralisch verwerflich." Die Initiative, die von der Politik eine Änderung des Energieeinspeisungs gesetzes fordert, hat binnen kurzem 500 Unterschriften gesammelt. - Bericht und Foto in der SHZ.

Lesen Sie bitte auch:

> Bienensterben durch Maisanbau? (Potsdamer Neueste Nachrichten)

Dank an Hinweise an Kurt Ringen u. a.


Jubiläen

Fährstadt im
Festrausch


100 Jahre Schwebefähre Middlesbrough

20. 10. 2011. Tausende von Schwebefähren-Freunden feiern seit Tagen das Hundertjährige der weltgrößten "transporter bridge" im nordostenglischen Middlesbrough. Das Fest begann mit 100 Bungee-Sprüngen von der Eisenstruktur, es folgten eine Parade von 850 Schülern, Malwettbewerbe, ein Feuerwerk (VIDEO) und Ausstellungen (mehr, mehr, mehr).


Feier in Middlesbrough - Bildergalerie

Auf Facebook besingen Heimatdichter den "Blauen Drachen": "Metallic symmetry of bygone years, / Memories still bear fruit... / Of blood sweat tears this town was born. / Here now, the gates for dawn reveal anew. / By riverside, by the old man Tees, / Lay the breathing dragon blue..."

Die mit einer Lightshow illuminierte Schwebefähre (VIDEO ansehen!!!) ist eines von weltweit nur noch acht erhaltenen Bauwerken dieser Art. Gemeinsam lassen derzeit die Schwebefähren-Gemeinden, darunter Hemmoor und Osten sowie Rendsburg und Osterrönfeld, einen Antrag erarbeiten, ihre Bauwerke nach dem Vorbild der weltältesten Fährbrücke in Bilbao zum Unesco-Weltkulturerbe zu erheben.

Drei Zeppeline aus dem Cuxland
bombardierten die Schwebefähre


Eröffnungsfeier 1911 in Middlesbrough

In einer Festschrift, die zum Jubiläum in Middlesbrough erschienen ist, wird auch an Bombenabwürfe dreier Nordholzer Zeppeline erinnert, die im Ersten Weltkrieg die britische Schwebefähre attackierten, sowie an Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg.

Mehr über die historischen Reminiszenzen steht in unserem Kanal DEUTSCHE FÄHRSTRASSE und auf der internationalen Schwebefähren-Website www.schwebefaehre.org.


Tourismus

Mais als
Magnet?


Naturschützer-Protest gegen Vermaisung

19. 10. 2011. Die zunehmende Verärgerung von Urlaubern über die endlosen Monokulturen im Maiskreis Rotenburg-Wümme (siehe unten: "Malaise mit Mais")kam in der jüngsten Mitgliederversammlung der ROW-Touristiker zur Sprache.

Selsingens neuer Samtgemeindebürgermeister Hans-Hinrich Pape merkte kritisch an, dass sich das Landschaftsbild im Oste- und Wümme-Landkreis durch den rasant zunehmenden Maisanbau verändere. Eine ganz eigene Idee "zur Problematik des Tourismus in der Maisregion" steuerte TouROW-Geschäftsführer Udo Fischer bei, wie heute der Bremervörder Anzeiger berichtet: "Das Maisproblem ist eine Herausforderung." Man überlege daher, so Fischer, "Bauernhofführungen mit Biogasanlagenbesichtigungen anzubieten".

Vermaisungstourismus als Chance? Mehr zum Thema Mais auf unserer SONDERSEITE und in der Presse:

Zuviel Mais für zu wenig Energie (SHZ)


Bremervörde

Basta mit
Bastapolitik


Designiert: Susanne Morgenstern

19. 10. 2011. In der Stadt Bremervörde sind sich SPD, Grüne und Wählergemeinschaft Pro Bremervörde einig: Nach dem Wahldebakel der jahrzehntelang dominierenden, aber verschlissenen CDU wollen sie der "Bastapolitik" der alten Mehrheit eine "neue Politik" mit intensiver Bürgermitsprache entgegensetzen. Das berichtet heute die Bremervörder Zeitung.

In Bremervörde-Mitte, wo erstmals ein Ortsrat gewählt worden ist, gilt die - unter anderem von der SPD - unterstützte Oste-Kulturpreisträgerin und Buchhändlerin Susanne Morgenstern als designierte Ortsbürgermeisterin.

Mehr über den politischen Erdrutsch im Osteland hier:

> Rotenburg soll erröten

> Zeitenwende im Cuxland


Oste

Stör lockt
Touristen


Oste-Stör im Magazin "Blinker"

19. 10. 2011. Die jüngste Aktion zur Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs in der Oste hat, wie berichtet, starke Resonanz in den Medien gefunden. Berichte in Sportfischer-Zeitschriften wie dem vielgelesenen "Blinker" tragen dazu bei, Interesse an der Ferien- und Angelregion Osteland im Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks zu wecken (der "Blinker"-Aktikel von C. W. Schmidt-Luchs steht hier online). Die Bremervörder Zeitung (Mittwoch-Ausgabe) veröffentlicht einen umfangreichen Bericht über die Stör-Aktion mit der Überschrift "Historischer Moment".


Bericht der "Bremervörder" (Ausschnitt)

Auch die Gesellschaft zur Rettung des Störs berichtet auf ihrer Website über den bislang umfangreichsten Versuchsbesatz in der Oste.


Experten Axel Fredrich, Frank Fredrich

Der an der Oberen Oste freigesetzte, mit einem Mini-Sender versehene Versuchsstör (Foto) hat am Dienstag erwartungsgemäß das Oste-Wehr bei Bremervörde erreicht, wie Sportfischer-Sprecher und Ostepreisträger Wolfgang Schütz (Osten) mitteilt: "Die ihn begleitenden Biologen Axel Fredrich und Frank Fredrichwarten nun, bis er über das Wehr 'hüpft', und werden ihn dann erst mal bis Elm verfolgen. Dann werden weitere Entscheidungen getroffen. Man geht davon aus, dass auch die anderen Störe bis dahin geschwommen sind. Der besendete Stör hat Glück gehabt, er ist weder von einem Raubfisch noch vom Kormoran gefressen worden."


Internet

Wingst an
der Oste


Oste-Seite auf www.wingst.de

18. 10. 2011. Die außerordentlich rührigen Touristiker der Samtgemeinde Am Dobrock um Michael Johnen widmen seit einigen Jahren der Ostemarsch zunehmend Aufmerksamkeit. Jetzt wurde im Rahmen des Webauftritts www.wingst.de eine spezielle Oste-Seite eingerichtet. Als Hintergrund dient ein Ausschnitt aus dem Oste-Großplakat des AG-Osteland-Arbeitskreises Blaues Netz Oste.


Osteland

ROTENburg
soll erröten


SPD-Mann Wölbern, Grüne Twesten

18. 10. 2011. Im Oste- und Wümme-Landkreis Rotenburg bahnt sich infolge der Kommunalwahl am 11. September - ebenso wie im Cuxland - ein dramatischer Umschwung an. Erstmals in der Geschichte des stets schwarz dominierten Landkreises scheint die CDU im Kreistag in der Opposition zu landen. Die SPD unter Fraktionschef Bernd Wölbern, die Grünen unter Elke Twesten und die Wählergruppierung WFB sind sich laut Lokalpresse "im Grundsatz" einig, mit ihrer knappen Mehrheit eine "echte Zäsur" einzuleiten und für frischen Wind zu sorgen.

Jetzt könnte sich rächen, dass die zunehmend selbstgefällig agierende CDU jahrzehntelang sämtliche repräsentativen Ämter für sich beansprucht hat; Anträge, zumindest eines davon an die SPD abzutreten, wurden stets abgelehnt. Die sich jetzt abzeichnende neue Mehrheit werde im Gegenzug bei der Wahl der drei ehrenamtlichen Vize-Landräte sowie des Kreistagsvorsitzenden und seiner Stellvertreter die CDU komplett leer ausgehen lassen, spekuliert die Zevener Zeitung.

Ließ Vermaisung
die CDU scheitern?

Zunächst hatte die CDU auf ein schwarz-rotes Bündnis gesetzt. Die Gespräche scheiterten offenbar - laut Rotenburger Rundschau - an unterschiedlichen Auffassungen über die ungebremste Vermaisung des Landkreises zugunsten der Biogas-Industrie (siehe unsere SONDERSEITE zum Thema Vermaisung).

Die ROW-CDU - die in Hannover zeitweise drei Minister stellte - ist zwar weiterhin die stärkste Partei im Kreistag, hat aber massive Einbußen erlitten, unter anderem in Bremervörde, wo sich die Partei heillos zerstritten präsentierte. Das trug dazu bei, dass sogar der agile Vize-Landrat Reinhard Brünjes seinen Einzug in den Kreistag verfehlte.


Tourismus

Reize eines
Radwegs


Oste-Radweg in der Nordsee-Zeitung

18. 10. 2011. Der von der AG Osteland propapierte Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus findet Resonanz in den Medien. "Von der Quelle bis zur See" heißt ein Beitrag der heutigen Nordsee-Zeitung, in dem Thomas Joerdens schreibt: "'Mensch, ist der Fluss schön! Warum geht der Weg denn nicht weiter?' Mit dieser Frage schauten in Bremervörde schon viele Radler die Oste flussaufwärts. Der Radfernweg Deutsche Fährstraße Bremervörde–Kiel führt nur am Unterlauf der Oste entlang. Seit diesem Monat gibt es nun die komplette Oste...

Die Routenplaner von der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. (AG) hoffen mit ihrer neuen Tour auf einen ähnlichen Erfolg bei den Radwanderern wie bei der Deutschen Fährstraße, die die AG vor sieben Jahren eröffnet hat. Die Touristiker hoffen zu Recht: Die 145 Kilometer des längsten Elbe-Nebenflusses bestechen mit sämtlichen landschaftlichen Reizen, die das Elbe-Weser-Dreieck zu bieten hat." Weiterlesen bitte hier...


Oste-Pütte bei Hechthausen-Klint

Unter der Überschrift "Die Sonnentage zum Radeln entlang der Oste nutzen" hatte zuvor bereits das Hamburger Abendblatt die Route vorgestellt: "Wenn sich der Herbst in diesen Tagen von seiner sonnigen Seite zeigt, zieht es auch in dieser Region viele Menschen ins Freie. Da passt es perfekt, dass jetzt zum ersten Mal ein neuer, 145 Kilometer langer 'Oste-Radweg' befahren werden kann."

Im kommenden Frühjahr soll die Route auch südlich von Bremervörde ausgeschildert sein. - Informationen über den Verlauf bietet die Osteland-Website www.oste-radweg.de.

Neue Website
freigeschaltet


Runderneuert: TouROW-Website

18. 10. 2011. Er sei "entzückt", begeistert sich Reinhard Brünjes, 1. Vorsitzender des Touristikverbandes Landkreis Rotenburg/Wümme (TouROW), über den rundum gelungenen, komplett neu gestalteten Webauftritt www.tourow.de, der jetzt von TouROW-Geschäftsführer Udo Fischer präsentiert wurde. - Mehr in unserem Kanal DEUTSCHE FÄHRSTRASSE.


Osten / Oberndorf

Symboltier
gewürdigt


"Vogel des Jahres" auf der Schwebefähre

17. 10. 2011. Die Dohle, seit Jahrzehnten Symboltier der Schwebefähre Osten - Hemmoor, ist vom Naturschutzbund (NABU) soeben zum "Vogel des Jahres 2012" gekürt worden.

"Sympathischer Vogel
mit Imageproblemen"

Obwohl Schwärme des ebenso geselligen wie intelligenten Singvogels im Osteland außer auf der Schwebefähre zum Beispiel auch rund um die Oberndorfer Flusskirche zu finden sind, werde sein Lebensraum bundesweit "immer mehr eingeengt", erklärt der Naturschutzbund, dessen Landesverband Niedersachsen der AG Osteland angehört. Dohlen stünden bereits in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten oder auf der Vorwarnliste.

Über kuriose Ostener Erfahrungen mit dem "sympathischen Vogel mit Imageproblemen" (NABU) berichtet Jochen Bölsche in seinem Artikel "Des Fährmanns schwarze Tauben".


Lesenswert im Oktober:

> Ferien auf dem Oste-Radweg (Nordsee-Zeitung)

> Morgensterns Kehdingen-Krimi "Milchfieber" (Tageblatt)

> Kreis ROW: Ende der CDU-Vorherrschaft (Zevener Zeitung)

> ROW: Machtwechsel wegen Vermaisung? (Rotenburger Rundschau)

> Naturzerstörung: Zuviel Mais für zu wenig Energie (SHZ)

> Thees Uhlmann, der Vorzeigeheld (Süddeutsche Zeitung)

> Kreidesee-Unglück: Ausrüstung falsch konfiguriert (tauchen)

> Mit Hermann Tödter die Oste entlang (Rotenburger Rundschau)

> Hemmoor verzichtet auf Millionenspritze (NEZ)


Oste

Jungstöre
putzmunter


Forschungsboot auf der Oste bei Brauel

17. 10. 2011. Die 500 am Wochenende in der Oste ausgesetzten Jung-Störe sind putzmunter. Das vermuten die Wissenschaftler, die zur Zeit die Signale auswerten, die mit Mini-Sendern bestückte Jungtiere (Foto) senden. Die Berliner Störexperten Frank Fredrich und Axel Fredrich, die auf dem flachen Oberlauf der Oste das Experiment rund um die Uhr von einem Schlauchboot aus verfolgen, stellten Beispiel fest, dass ein "besenderter", in Brauel ausgesetzter 15 Zentimeter großer Stör von Samstagabend an bis Sonntagmorgen zwölf Kilometer stromabwärts  zurückgelegt hat.

Gestern Abend wurde das Jungtier in der Höhe von Granstedt bei Selsingen geortet, wo erwartet wurde, dass dernachtaktive Fisch seine Wanderung in Richtung Bremervörder Wehr fortsetzt.

Mehr über den Störbesatz in der rechten Spalte.


Presse

Oste in den
Schlagzeilen


Biologe Dr. Geßner beim Störbesatz

17. 10. 2011. Die einst nahezu vergessene Oste macht Schlagzeilen. Das historische Ereignis der Rückkehr des Störs in die Oste findet heute auch überregionale Beachtung. Rundfunksender und Zeitungen in Hamburg und Schleswig-Holstein berichten über die Artenschutz-Aktion, die der Berliner Fischbiologe und Osteland-Preistrager Dr. Jörn Geßner leitet.


Stör-Seite der Niederelbe-Zeitung

Eine ganze Seite widmet die Niederelbe-Zeitung (NEZ) dem Stör-Projekt. In einem Kommentar schreibt Redaktionsleiter Ulrich Rohde unter anderem: "Der Stör ist nicht irgendein Fisch. Er ist ein Symbol für Artenreichtum, sauberes Wasser, eine gesunde Umwelt. Es ist fast hundert Jahre her, dass der letzte Stör in der Oste, in der es einst vor diesen imposanten Knochenfischen nur so wimmelte, gefangen wurde. ... Doch ebenso wie es mit beeindruckendem Einsatz zum Schutz bedrohter und zur Wiedereinbürgerung verschollener Arten gelungen ist den Lachs wieder in der Oste anzusiedeln, kehrt jetzt auch der Stör – gewonnen aus französischem Bestand – zurück in seine angestammten Laichgebiete. Die nur wenige Zentimeter großen Jungtiere werden noch viele Jahre benötigen, um eine eigene, stabile Population zu begründen. Eine Gewissheit für ihr Überleben gibt es noch nicht. Aber es gibt die begründete Hoffnung...


Markierter Oste-Besatzstör

Die schleswig-holsteinische Landeszeitung berichtet auf der Titelseite über das Ereignis. Auch die Sportfischer-Fachpresse, die seit Jahren das Oste-Projekt begleitet, war bei der jüngsten Besatzaktion mit ihrem Altmeister Carl Werner Schmidt-Luchs wieder prominent vertreten.

Das Hamburger Abendblattstellt heute den Zusammenhang zum nationalen Aktionsplan zur Rettung des Störs her: "Wissenschaftler und Umweltschützer haben 500 Jungstöre aus Frankreich im Kreis Cuxhaven in die Oste ausgesetzt. Weitere 500 Jungstöre sollen im kommenden Frühjahr hinzukommen, teilte Jochen Bölsche von der Arbeitsgemeinschaft Osteland mit. Die Aktion wurde vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei geleitet.

Der Europäische Stör (Acipenser sturio) ist in Deutschland um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts dezimiert worden, die letzten Exemplare besiedelten bis Ende der 1960er-Jahre die Eider, bevor die Art in hiesigen Gewässern ausstarb. Weltweit hat der Fisch allein in Südfrankreich überleben können, und auch dort leben nur noch wenige Hundert Tiere. 'Die Oste ist für die Störe gut geeignet', sagte Bölsche. Zu Forschungszwecken sind in den vergangenen zwei Jahren bereits 62 teils mit Minisendern versehene Störe in den Fluss gebracht worden. Im Rahmen des 'Nationalen Aktionsplans Stör' sollen Störe in Oder, Elbe und Rhein sowie in deren Nebenflüssen wieder heimisch werden. Die erste Aussetzaktion lief im Mai 2007 an der Oder. Auch dort trugen einige Tiere Sender, um ihr Verhalten beobachten zu können. Da die ehemaligen Ostseestöre jedoch Nachfahren des vor etwa 1000 Jahren eingewanderten Amerikanischen Atlantischen Störs (Acipenser oxyrinchus) sind, wurde hier diese Art freigelassen. 2008 folgten die ersten Europäischen Störe, die bei Lenzen in die Elbe gesetzt wurden."


Artenschutz

1000 Störe
für die Oste


Bürgermeister Horeis (l.) mit Störfreunden

15. 10. 2011. Bei den international beachteten Bemühungen um die Wiederansiedlung des Europäischen Störs in der Oste ist ein wichtiger Fortschritt erzielt worden. In Oberndorf hat das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei (IGB) am Sonnabend die größte bislang im Osteland vorgenommene Besatzaktion mit dem hier vor rund 100 Jahren ausgerotteten Kaviarfisch gestartet.


Start der Besatzaktion - VIDEO

Unter dem 2009 eingeweihten Stördenkmal "Hein Stör" am Oberndorfer Ostedeich sowie an drei Stellen im Oberlauf zwischen Bremervörde und Zeven wurden insgesamt 500 Jungstöre aus französischer Nachzucht dem längsten Nebenfluss der Niederelbe übergeben. "Oberndorf ist begeistert", freute sich Bürgermeister Detlef Horeis über den - wie mehrere Redner betonten - "historischen Moment".


Uwe Mählmanns Stör-Requiem - VIDEO

Zur Erinnerung an den vor 100 Jahren ausgerotteten Oste-Stör trug Osteland-Mitglied Uwe Mählmann, Vorsitzender der Seglergemeinschaft Oberndorf, ein Requiem auf den Kaviarfisch vor (VIDEO).

Weitere 500 Jungfische sollen sich vom kommenden Frühjahr in der Oste ausgesetzt werden - siehe ausführliche Berichte in der rechten Spalte.

Alle bisherigen Artikel dieser Website (seit 2001) zum Thema Oste-Stör stehen auf dieserSONDERSEITE.


Krimiland

Presse feiert
Morgenstern


Morgenstern-Lesung in Hasenfleet

17. 10. 2011. Die ersten Leser des neuesten Kehdingen-Krimis von Thomas B. Morgenstern sind begeistert: "Humorvolle wie ernste Geschichten vom Leben auf dem Lande... vertrackte und psychologisch ausgefeilte Kriminalgeschichte... schnörkellos, knorrig, packend" - so urteilt heute die "Niederelbe-Zeitung" über den soeben erschienenen Roman "Milchfieber". Und begeistert applaudierte auch das Publikum, als der schreibende Biobauer abends in der überfüllten Delikatess-Molkerei Hasenfleet aus dem dritten Band seiner Milchtrilogie las.

"Manchmal auch ganz
kurz zum Frösteln"

Im Stader Tageblatt (Dienstag-Ausgabe) schreibt Grit Klempow über den letzten Band der Morgenstern-Trilogie: "'Milchfieber' ist nicht nur der Titel, sondern auch Ausdruck des grenzenlosen Betrugs um Besitz, Lebensglück und sogar um die Hoffnung. Die Geschichte ist kurzweilig, launig, zum Schmunzeln und manchmal auch ganz kurz zum Frösteln."

Bitte lesen Sie weiter in unserem Kanal KRIMILAND:

Striptease, Güllebäder
und Landfrauentorte


Osteland

Herbstzeit,
Kalenderzeit


Ostekalender aus Fischerhude

15. 10. 2011. Den Titel "An der Oste" trägt ein neuer Oste-Kalender, der im Verlag Atelier im Bauernhaus in Fischerhude von Wolf-Dietmar Stock erschienen ist. Er enthält Fotos (auch als Postkarte verwendbar) unter anderem von den AG-Osteland-Mitgliedern Nikolaus Ruhl, Helmut Zwehl, Brigitta von Richmar und Elke Loewe (bestellen).


Kalender von Gundula Ida Gäntgen

Meisterhafte eigene Aufnahmen von der Oste hat die Hechthausener Fotografin und AG-Osteland-Mitstreiterin Gundula Ida Gäntgen zum Kalender "Ostebilder 2012" zusammengestellt (mehr über die Profifotografin hier).

Oste-Preisträger Nikolaus Ruhl aus Osten-Achthöfen legt für 2012 eine neue Ausgabe seines großformatigen Schwarz-weiß-Kalenders "Landschaft an der Unterelbe" vor (mit Oste-Motiven; Bestellmöglichkeithier).


oste.de
twittert


Schifffahrt

Bankengeld
für Museum?


Museumschef Volker von Bargen

12. 10. 2011. Volker von Bargen, verdienstvoller Chef von Deutschlands einzigem Museum für Küstenschiffahrt in Wischhafen, hat eine mögliche neue Finanzquelle ausgemacht. Seinen Vereinsmitgliedern hat er heute gemailt: "Die INGDiBa-Bank verteilt 1000 x 1.000 Euro an Vereine, die sich anmelden und auf der Seite www.ing-diba.de/verein aufgelistet sind. Also auf die o. a. Seite gehen und die Stimme für das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum abgeben! So kann man quasi, wenn es denn genügend sind, die es machen, auf Knopfdruck dem Museum 1.000 Euro zukommen lassen. Ich muss nicht betonen, wie wohl das dem Museum tun wird, sind wir doch gerade bei der Infahrtsetzung der 'Iris-Jörg'." Vielleicht klappt's...

Mehr zum Thema Schifffahrt auf www.blaues-netz-oste.de.


Plattdeutsch

Kulturpreis
für Jan Graf


NDR-Reporter Graf (in Oberndorf)

12. 10. 2011. Dem plattdeutschen Autor, Sänger und Hörfunkreporter Jan Graf (Buxtehude) ist heute der Niederdeutschen Kulturpreis der Stadt Kappeln und des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes zuerkannt worden.


Graf-Report in der Mediathek - hören

Der 38 Jahre alte Künstler war im Osteland zuletzt als Autor einer einstündigen plattdeutschen Sendung über die Oste bekannt geworden.

Der Beitrag kannnhieriin der NDR-Mediathek angehört werden.


Am Dobrock

Erdrutsch
mit Folgen

12. 10. 2011. Der politische Erdrutsch bei den jüngsten Wahlen in der Samtgemeinde Am Dobrock hat Folgen. Als gleichberechtigte Stellvertreter von Samtgemeindebürgermeisterin Bettina Gallinat (parteilos) sollen nach einem Bericht der NEZ künftig Wolfgang Heß (Cadenberge) und Detlef Horeis (Oberndorf) für die SPD sowie die Grüne Sabine van Gemmeren fungieren. Als Ratsvorsitzenden - bislang Georg Martens (CDU) - will die SPD Michael Schlobohm (Wingst; Foto) vorschlagen. - Alle sechs Genannten sind übrigens auch als Mitglied der AG Osteland für die Region aktiv. - Mehr in der NEZ.


Brauchtum

Vorfreude
auf Freitag


Windlichter-Basteln in Osten

11. 10. 2011.  Vorfreude auf den traditionellen Ostener Laternenumzug herrscht auch bei den "Schützenkids", die fleißig Windlichter für Freitag basteln, wenn sich um 18.30 Uhr am Schießstand in der Birkenstraße der Zug in Bewegung setzt. Mit dabei sind wieder Dr. Manfred Toborg und Günther Beckmann mit der Quetschkommode und Christoph Renelt mit der Posaune. Hinterher gibt's Waffeln und Würstchen.

Dank für Foto und Hinweis an Tanja Krack.


Weltkulturerbe

Windpark
abgelehnt


Illustration: Nikolaus Ruhl

10. 10. 2011. Der Regionalplanungsausschuss des Cux-Kreistages unter Vorsitz von Enak Ferlemann (CDU) hat am  Montag darauf verzichtet, den umstrittenenWindparkstandort Osten-Isensee im Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) zu verankern. Eine erneute Befassung mit dem Projekt - und auch mit dem bedenkenswerten Alternativstandort Altendorfer Moor - werde frühestens 2013 erfolgen.


CDU-Politiker Ferlemann (l.) - Foto: Ruhl

Damit trägt der Ausschuss - entgegen einer Empfehlung der Kreisverwaltung - dem Bürgerwillen Rechnung; über 80 Prozent der Ostener hatten bei einer Bürgerbefragung das Vorhaben abgelehnt. Hinter den Kulissen der Politik hatte sich unter anderem der neue Hemmoorer CDU-Kreistagsabgeordnete Lasse Weritz (Foto) für eine Erhaltung der Weltkulturerbe-Option für die Schwebefähre Osten-Hemmoor stark gemacht.

Das Kippen des Windparks war von Sprechern beider großer Fraktionen - Claus Johannßen (SPD) und Titus Nesper (CDU) - befürwortet worden. Beobachter der Sitzung wie Heiko Kämmerer von der Ostener Bürgerinitiative hoffen, dass der Kreistag am 31. Oktober dem interfraktionellen Votum des Ausschusses folgt. Windkraft-Befürworter hoffen, dass die Landes-Denkmalpflege die Auffassung der Kreisverwaltung stützt, dass 2,9 Kilometer Abstand zwischen Fähre und ihrem Projekt genügen.

Die AG Osteland - grundsätzlich eine Verfechterin erneuerbarer Energien - hatte vorige Woche mit einem Schreiben von Gerhard Reibe (Hechthausen, Foto) erneut auf eine Gefährdung des Weltkulturerbe-Titels für das nationale Baudenkmal Schwebefähre durch das Isensee-Projekt hingewiesen (siehe unten und FÄHRSTRASSE).


Krimiland

Tempo, Witz
und Kolorit


Liest Sonnabend: Autor Morgenstern

14. 10. 2011. Der Drochterser Bio-Bauer Thomas B. Morgenstern, Mitglied der AG Osteland und Träger des Oste-Kulturpreises "Goldener Hecht", hat soeben den mit Spannung erwarteten Abschlussband seiner Kehdingen-Krimitrilogie vorgelegt. Die ersten Leser des neuen Krimis mit dem Titel "Milchfieber" (MCE-Verlag) sind begeistert: ein Buch mit Tempo, Witz und viel Kehdinger Lokalkolorit.

Krimi-Lesungen
sind ausverkauft

Auf Einladung des Osteland-Projekts Krimiland Kehdingen-Oste liest Morgenstern an diesem Sonnabend, 15. Oktober, 19.30 Uhr, in der ländlichen Molkerei Hasenfleet in Oberndorf; die Veranstaltung ist ausverkauft. Mehr über den neuen Morgenstern-Krimi sowie Links zu zwei aktuellen NDR-TV-Beiträgen über den "Krimi-Bauern" gibt's in unserem Kanal KRIMILAND.

Eine weitere Krimilesung der AG Osteland mit Axel Roschen im "Berthof" in Kleinwörden am Sonnabend, 29. Oktober ist ebenfalls ausverkauft.


Osteland liest

> Tiefenrausch im Todessee (Die Welt),

> Kreidesee nicht "per se" gefährlich (NWZ),

> Bremervörde: Das Ende der CDU-Ära (Bremervörder Zeitung),

> Ufersicherung an der Ostemündung (Cuxhavener Nachrichten),

> Krimilesungen im Osteland (Treffpunkt Sittensen),

> 100 Jahre "Schwesterfähre" in Middlesbrough (Gazette),

> EU versalzt Zeitplan für Elbvertiefung (NEZ),

> Sandbostel: Umzug in die Gelbe Baracke (Zevener Zeitung).


Fährstraße

Operation
am Nerv


Leitstelle am Nord-Ostsee-Kanal-Tunnel

11. 10. 2011. Gewässerquerungen - von der Furt bis zur Schwebefähre - sind das Thema der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Zu den rund 50 matitimen Sehenswürdigkeiten entlang der Route von der Oste bis zur Ostsee zählen auch zwei Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK), darunter ein 60 Jahre alter Fußgängertunnel, der Rendsburg und die Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld verbindet.


Wird saniert: Nervenstrang des Tunnels

Zurzeit lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel das Bauwerk aufwändig sanieren. darunter auch dessen "Nervenstrang", den Betriebsgang in der Mittelwand, der bis Jahresende komplett entkernt wird.


Ostener Besuchergruppe im Kanaltunnel

Täglich arbeiten bis zu 60 Männer in zwei Schichten von 7 bis 19 Uhr auf dem Mittelstreifen des Tunnels und im Betriebsgang, wie die Lokalpresse in einer Reportage berichtet, die hier online steht.

Längste Rolltreppen
in Westeuropa

Der Tunnel ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn die benachbarte Schwebefähre ausfällt. Bis in die 50er Jahre hatte eine Straßen-Drehbrücke (Foto) die beiden Kanalufer verbunden. Nach deren Wegfall wurde von 1957 bis 1961 ein 1,2 Kilometer langer Autotunnel sowie von 1962 bis 1965 der Fußgängertunnel gebaut. In einer Röhre von 130 Metern Länge und einem Durchmesser von 4,50 Metern können Fußgänger und Radfahrer seither den Kanal unterqueren. Die 55 Meter langen Rolltreppen gelten als die längsten Westeuropas.

Mehr über Osterrönfeld, Osten und die Partnerschaft der beiden Schwebefährengemeinden steht auf dieser WEBSITE.


Tourismus

Freizeit und
"Fährien"


Touristiker auf dem Ostedeich

11. 10. 2011. Beruflich arbeiten die Touristikerinnen und Touristiker aus Otterndorf, der Wingst, Bad Bederkesa, Hemmoor und Bremerhaven seit langem eng zusammen. Aber was machen die Freizeitexperten in ihrer Freizeit? Michael Johnen (Wingst) verrät es auf Facebook: Sie nutzten einen freien Tag, um gemeinsam auf der  Deutschen Fährstraße bzw. dem Oste-Radweg zu radeln. Für die Stärkung sorgten sie selbst: Während der Tagestour auf der "Fährienstraße" wurde gemeinsam gekocht.


Tauchen

So geschah
das Unglück


Morgenpost-Reportage - online lesen

9. 10. 2011. Während das Drama im Kreidesee - eine Woche nach dem jüngstenTauchunfall, der zwei Tote gefordert hat - noch immer die Medien bewegt (siehe Morgenpost-Reportage), hat sich die Tauchbasis Kreidesee Hemmoor zu den Ursachen des Unglücks geäußert (Wortlaut hier): Es habe sich gezeigt, dass "gerade viele Taucher aus dem Ausland sowie Urlaubstaucher das Tauchen mit einem Zweitautomat nicht gewohnt sind". Probleme könnten auftreten, wenn "jemand seinen Tauchschein im warmen Wasser absolviert" und "Jahre später auch mal Kaltwassertauchgänge durchführt".


Noteinsatz am Kreidesee (Oste-Archiv)

Es sei deshalb zu wünschen, dass die Tauchverbände weltweit die Standards der Anfängerausbildung auf zwei separate Atemregler mit der richtigen Konfiguration erweitern würden, schreibt Tauchexperte Holger Schmoldt. Die  Rekonstruktion des Unfalls und ein Augenzeugenbericht stehen hier. Mehr auch weiter unten in dieser Spalte.
.

Zitat

Kreuze an
der B 73

"Nach meinem Empfinden ist das Gefährlichste an einem Tauchgang im Kreidesee die Autofahrt dorthin. Achten Sie mal auf die Kreuze am Fahrbahnrand der B73 zwischen Hamburg und Hemmoor."

Walter Comper vom Bremer Tauchernotruf in der Berliner Morgenpost ("Tiefenrausch im Todessee")


Landschaft

Windkraft
in XXXXXL


Windanlage bei Fulda (Foto: M. Reimers)

7. 10. 2011. Im Vorfeld der Kreistagsentscheidung über künftige Windkraft-Standorte im Kreis Cuxhaven verschärft sich der Widerstand gegen den Bau gigantischer Anlagen insbesondere in der Nähe der Schwebefähre (siehe Website der BI). Um sich ein Bild von den geplanten Auswirkungen zu machen, haben der Ostener Fotokünstler und Oste-Preisträger Nikolaus Ruhl (Foto) und Monika Reimers jetzt einen Windpark der neuesten Generation in Rixfeld bei Fulda besucht.

"Wahnsinn, wir
werden heulen"

Ruhls Eindruck von den gewaltigen, rund 180 Meter hohen Windrädern mit der Anmutung von Fernsehtürmen: "Ein Wahnsinn, der auf uns zukommt. Wir werden heulen, wenn die Dinger gebaut werden." Ruhl empört sich darüber, dass der alte Kreistag demnächst Beschlüsse zum Thema fassen will: "Warum wählen wir Volksvertreter ab, damit sie danach noch sehr wichtige Entscheidungen treffen? ... Warum diese Wind-Euphorie? Warum Volksbefragung wenn Volksvertreter darüber lächeln? Warum so eilig? ... Warum gleich auf einen Schlag 10 neue Windparks zu den bisherigen 24?"

Anzeigen mit dem Foto des hessischen "Giganten" ("keine Fotomontage") hat die BI in den Wochenendausgaben von NEZ und Cuxhavener Nachrichten geschaltet (siehe rechte Spalte).

In Leserbriefen an die NEZ (Freitag) haben sich zwei weitere Oste-Preisträger zu den im Umfeld der Schwebefähre geplanten Anlagen geäußert. "Sollte die Ausweisung als Windkraft-Gebiet bestehen bleiben, würde man sich zumindest eine Höhenbegrenzung wünschen," meint Dr. Manfred Toborg(Osten). Der "Stern"-Autor Wolfgang Röhl (Niederstrich) schreibt: "Monsterwindräder, um ein Mehrfaches höher als die örtlichen Kirchtürme, in die Ostemarsch zu klotzen, wäre nicht bloß sinnlos. Es wäre eine Schandtat an einer der letzten naturnahen Landschaften Norddeutschlands. Künftige Generationen würden uns dafür verfluchen." Röhl: "Windindustrieparks gehören aufs Meer."

Uwe und Anja Dawert aus Kranenweide kritisieren die Ankündigung von Landkreisvertretern, den Bürgerwillen missachten zu wollen: "Warum wurde eine Bürgerbefragung gemacht, wenn unsere Meinung doch nicht zählt?!"

Die AG Osteland hat sich, wie berichtet, gegen eine Gefährdung der Weltkulturerbe-Option für die Schwebefähre durch einen Windpark in weniger als drei Kilometern Entfernung von dem nationalen Baudenkmal ausgesprochen. Mehr zum Thema in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.

Oberndorf setzt
auf Sonnenkraft

In Oberndorf, wo Windkraftpläne ebenfalls umstritten sind, will eine Bürgergenossenschaft noch in diesem Jahr eine von vielen Bürgern mitgetragene Solaranlage auf dem Dach der Deckstation bauen (Bericht siehe rechte Spalte).


Windkraftanlagen in Dithmarschen

In Engelschoffverweist die dortige BI Gegenwind (Website) am Beispiel eindrucksvoller Luftaufnahmen aus Dithmarschen auf die drohende Landschaftszerstörung durch die Windindustrie.


Krimiland

Unbedingt
lesenswert


Eggers-Buchpremiere in Hüll

8. 10. 2011. Mit einem ganzseitigen Porträt würdigt die Journalistin Grit Klempow im Stader Tageblatt (Samstagausgabe) den Drochterser Anwalt und Krimiautor Wilfried Eggers, Osteland-Preisträger und eine der literarischen Leitfiguren des Krimilandes Kehdingen-Oste. Anlass ist das Erscheinen von Eggers' viertem Krimi, dessen Kehdingen-Premiere jüngst in Hüll stattfand (siehe unten). Die "berührende, aber auch erschütternde Geschichte" sei zwar "keine leichte Kost", aber "unbedingt lesenswert", urteilt die Rezensentin über den Psychokrimi "Die oder ich".

"Ich versuche, den Krimi-Begriff zu erweitern", zitiert das Tageblatt den Autor. "Das macht in Deutschland außer ihm eigentlich kein anderer", kommt in dem Artikel die Lektorin Ulrike Rodi vom grafit-Verlag zu Wort. "Wilfried Eggers ist ein wirklicher Geschichtenerzähler", lobt sie ihren Autoren, der es mit seinen vier Romanen auf mittlerweile rund 70 000 Bücher gebracht habe.

Grit Klempow charakterisiert den Drochterser Rechtsanwalt und Notar mit den Worten: "Er ist lange genug hier zu Hause, um so tief auf dem platten Land verwurzelt zu sein wie die monumentale Buche vor seiner Kanzlei. Er war oft genug weg, um trotz aller Nähe einen weiten Blick aufs Land und seine Leute zu haben. Wilfried Eggers, Anwalt aus Drochtersen, Krimi-Autor, Familienvater und Heimwerker mit Gartenleidenschaft, beobachtet genau - schafft es aber, sich dabei einen wohlwollenden Blick zu bewahren."


Osteland

Trauer um
Webmaster


Hartmut Jungclaus 1953 - 2011

7. 10. 2011. Nach langer Krankheit ist am Dienstag in Burweg-Bossel kurz vor seinem 58. Geburtstag der Landwirt Hartmut Jungclaus gestorben, der mit der von ihm ins Leben gerufenen heimatkundlichen und heimatgeschichtlichen  Homepage ostechronik.de ein bleibendes Denkmal im Internet gesetzt hat. Im Frühjahr 2005 wählte die Arbeitsgemeinschaft Osteland - damals gerade 100 Mitglieder stark - den Ostefreund in ihren Vorstand. Stark engagiert hat sich Hartmut Jungclaus als Webmaster im Oldendorfer Förderverein Lollipops e.V. für die Jugendarbeit in seiner Heimatgemeinde sowie als stellvertretender Vorsitzender im Wasser- und Bodenverband.

Die Trauerfeier findet am Montag, 10. Oktober, 14 Uhr, in der Friedhofskapelle zu Bossel statt.


Landkreis

Zeitenwende
im Cuxland


Neue SPD-Kreistagsfraktion

7. 10. 2011. Im Landkreis Cuxhaven, bisher schwarz majorisiert, bahnt sich eine politische Zeitenwende an. Vor der neuen SPD-Fraktion wies die SPD-Kreisvorsitzende Daniela Behrens unter Hinweis auf das "sehr gute Ergebnis" der Sozialdemokraten auf die nunmehr bestehende "historische Chance" hin, "im Landkreis einen Politikwechsel vorzunehmen": "Diese Verpflichtung nehmen wir Ernst."


Neuer Kreistag: "Sehr gutes Ergebnis"

Claus Johannßen (Foto) aus Otterndorf führt weiterhin die SPD-Fraktion im Cuxhavener Kreistag. Als Stellvertreter unterstützen den Vorsitzenden weiterhin Ullrich Köster (Stotel), Gunnar Wegener (Cuxhaven) und Daniela Behrens (MdL, Bokel). Schriftführer ist erneut Uwe Dubbert (Hechthausen). Die Geschäftsführung der Fraktion liegt weiterhin in den Händen von Birgit Johannßen.

"Befremdlich und
nicht akzeptabel"

Zur Konstituierung der SPD-Fraktion war auch der im Wahlkampf von der SPD unterstützte parteilose Landrat Kai-Uwe Bielefeld gekommen, dem Daniela Behrens "eine verlässliche, konstruktive und offene Zusammenarbeit" anbot. Als "befremdlich und nicht akzeptabel" bezeichnete Behrens das jüngste Verhalten der CDU-Kreistagsfraktion, dem Landrat die Entlastung zu verweigern. Mehr...


Plattdeutsch

Hemmoor
im Finale


Knallkööm-Song "Dieter"

7. 10. 2011. Mit ihrem Einsatz für die Pflege des Plattdeutschen machen Hemmoorer Schüler und Lehrer - insbesondere Ostepreisträger Hans-Hinrich Kahrs - immer wieder von sich reden. Nachdem Warstader Gymnasiasten im Frühjahr für ihr Platt-Engagement mit dem Kulturpreis "Goldener Hecht" geehrt worden waren, nehmen zwei Hemmoorer Schulbands am morgigen Finale des niedersächsischen Band-Contests "Plattsounds" teil.

Im Internet präsentiert die Band "Knallkööm" von der Osteschule Video und Text einer Dieter Bohlen-Persiflage und "Platt im Kopp" vom Gymnasium Warstade den von Lehrer Kahrs verfassten Text sowie eine Audiodatei ihres Anti-Atom-Songs "Goh mi af mit AKaWe".


Kunst

Neustart in
Kehdingen


Neue / alte Vorsitzende Rita Helmholtz

6. 10. 2011.  Einen Neustart wagt der seit einiger Zeit heimatlose Kunstverein Kehdingen (Website): In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung  wurden die frühere Vorsitzende und Fotografin Rita Helmholtz als 1. Vorsitzende sowie AG-Osteland-Mitglied Hans-Henning Keese aus Buxtehude als 2. Vorsitzender, Gründungsmitglied und Ex-Schulleiter Jörg Petersen (Foto) aus Freiburg als Schriftführer und der Computer-Experte und Krimi-Autor Kai Biebricher aus Drochtersen als Schatzmeister gewählt.

Pläne, das Gebäude des früheren Kunstraums Hüll für Vereinszwecke zu nutzen, wurden aus finanziellen Gründen ad acta gelegt. Stattdessen ist eine Kooperation mit dem Trägerverein des Historischen Kornspeichers in Freiburg vereinbart worden, der für Ausstellungen genutzt werden soll.


Tauchen

...launched
like a rocket


Kreidesee in Hemmoor

6. 10. 2011. Der Tauchunfall im Hemmoorer Kreidesee, der am Wochenende zwei Todesopfer und zwei Verletzte gefordert hat, bewegt weiterhin die Medien ("Hamburger Morgenpost": "Der Fluch des Todes-Sees") wie auch die Diver-Szene - obwohl die Staatsanwaltschaft Stade mitgeteilt hat, den Fall zu den Akten legen zu wollen (sachlicher Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen).

Zeugen schildern
das Tauchunglück

Mittlerweile haben Überlebende des Unglücks auf der Website ihres holländischen Clubs Duikvereniging Delta Duikteam das tragische Geschehen geschildert. Der Text über das "Duikongeluk Hemmoor", den die Sporttaucherin Sonja Regler ins Englische übersetzt hat, ist auf der Facebook-Seite der Kreidesee-Tauchbasis und auch hier nachzulesen: "Bart was launched like a rocket".

Nach aktuellen Medienberichten sind seit dem Jahr 2000 im Kreidesee zehn Taucher tödlich verunglückt. Zuvor bereits hatte "das 'Todesloch' von Hemmoor", wie der "Stern" in seiner Ausgabe 36/1999 berichtete, bereits "fünf Tote und ungezählte Unfälle" gefordert.


Natur

Malaise
mit Mais


Volland-Bericht im Sonntagsjournal

6. 10. 2011. Die Osteregion hat sich landesweit zu einem der Spitzenreiter in der Maisproduktion entwickelt - mit ersten Rückwirkungen auf den Tourismus in den Mais-Kreisen Rotenburg und Cuxhaven. Es störe die Radwanderer, "dass sie beim Radfahren in den Maisfeldern wie durch einen Tunnel fahren", räumt jetzt der Rotenburger Landvolk-Kreisgeschäftsführer Carsten Hipp gegenüber der Rotenburger Rundschau ein, die ihrerseits bemerkt hat: "Viele Bürger sind verärgert, wenn sie derzeit die vielen Mais-Transporte auf den Straßen sehen" (voller Wortlaut hier).

"Auf den Senkel", sagt auch der Bremervörder Historiker und Ostepreisträger Dr. Klaus Volland, gehe ihm die rapide zunehmende Vermaisung der Landschaft. Im Sonntagsjournal der Bremervörder Zeitung veröffentlichten er und seine Frau jetzt einen ganzseitigen Fahrtenbericht über eine Radtour rund um Bremervörde:

"O, traurig ist's, durch den Mais zu gehn! ... Bei uns sind inzwischen weit mehr als 50 Prozent der Ackerflächen mit systematisch als Futtermittel und zur Energiegewinnung in Biogasanlagen angepflanztem Mais bedeckt, der allen anderen Pflanzen und Tieren (abgesehen von Wildschweinrudeln) keine Lebenschance lässt. Von den 'Blühstreifen' und 'Blühfeldern' am Rande oder zwischen Maisfeldern, die jetzt zur Besänftigung der über die verödete Landschaft empörten Menschen hier und da angepflanzt werden, haben wir auf der von uns abgefahrenen Strecke nichts gesehen" (weiterlesen hier).


Maisfeld an der Oste (Foto: Ruhl)

Frank Kalff ausRotenburg schreibt in einem Leserbrief an die Rotenburger Rundschau unter anderem:

"Neben der rein optischen Verarmung der Landschaft - denn in vielen Bereichen wird tatsächlich fast nur noch Mais angebaut - gibt es noch eine Vielzahl von weiteren ernsthaften, eigentlich auch hinlänglich bekannten Problemen, die mit dieser Materie in Zusammenhang stehen. Massentierhaltung beispielsweise, denn nicht selten unterhalten die heute von ihren Dimensionen her eher als Agrar-Fabriken betriebenen ehemaligen Bauernhöfe neben endlosen Mais-Monokulturen auch riesige Ställe, in denen in großem Rahmen Schweine oder Geflügel, neuerdings auch Fische gemästet werden. Und wo viele Tiere gehalten werden, fallen auch viele Abfallprodukte an.

"Energie-Anbau, koste
er, was es wolle"


Mais-Monokultur an der Oste

Mit der Gülle werden dann in schöner Regelmäßigkeit die Felder regelrecht getränkt, auf denen dann im Frühjahr wieder Mais angebaut wird. Von Fruchtfolge, wie man sie früher einmal kannte, keine Spur mehr. Riesige Maschinen, kaputtgefahrene Feldwege (die auch unterhalten und natürlich bezahlt werden wollen), immer kleiner werdende Ackerrandstreifen, in denen Wildtiere Zuflucht finden, Grundwasserprobleme und überdüngte Gewässer durch die immer größer werdenden Mengen an Gülle, zum Teil rücksichtloses Verhalten der Fahrer von Erntemaschinen und eine ganze Reihe weiterer Punkte spricht dafür, dass man die Entwicklung in der Landwirtschaft vielleicht doch noch einmal einer genaueren Beobachtung und Analyse unterziehen sollte, damit man sie wieder in die richtigen Bahnen lenken kann."

Sicherlich ist die Vermaisung nicht allein ein Problem des Ostelandes, wie dieser Artikel ("Vermaist unsere Zukunft?") des süddeutschen Fachjournalisten Claus-Peter Lieckfeld über "Energie-Anbau, koste er, was es wolle" belegt.

Maisanbau hat das
Getreide überflügelt

Zwischen Elbe und Weser ist die Lage jedoch noch prekärer als anderswo. Das zeigen diese Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen: "Der in den letzten Jahren stetige Anstieg der Maisanbaufläche hat Niedersachsen zur größten  Maisanbauregion Deutschlands aufsteigen lassen. Fast jede vierte Maispflanze Deutschlands steht in Niedersachsen. Im Elbe-Weser-Dreieck ist der Mais mit 114.000 ha nicht nur die flächenmäßig größte Kultur, er hat auch die gesamte Anbaufläche von Getreide überflügelt. In den flächenstarken Landkreisen Rotenburg und Cuxhaven werden 55 % der Ackerfläche mit Mais bestellt. Der Landkreis Osterholz erreicht sogar einen Flächenanteil von 63 %. Neben der Rindvieh- und Schweinehaltung dominiert immer stärker die Biogasproduktion. So werden im Landkreis Rotenburg 42% der Maisanbauflächen (19.601 ha) für die Biogasnutzung benötigt."

Während die Maisgas-Industrie auf die Anpflanzung werbeträchtiger "Blühstreifen" setzt, um im Publikum die Akzeptanz für die Maisäcker zu erhöhen (Zevener Zeitung: "Viel Lob für die blühenden Streifen"), weisen andere Landwirte darauf hin, dass die Kräuterränder nur Promille der vermaisten Fläche ausmachen. Ein kritischer Landwirt aus dem Kreis Rotenburg hat errechnet, dass allein in dieser Region die Maisfelder inzwischen eine Fläche einnehmen, die größer sei als Bremen einschließlich Bremerhaven...

Auch in Schleswig-Holstein wächst die Kritik. Die Kieler Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf sagte, dass die Ausweitung des Silomaisanbaus neben der Veränderung des Landschaftsbildes und der zunehmenden Verkehrsbelastung regional vor allem zu einer zunehmenden Gefährdung des Grundwassers durch Stickstoffeinträge und zum Artenrückgang führen könne. Sie begrüßte, "dass zunächst mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung versucht wird, Empfehlungen zur Optimierung des Maisanbaus umzusetzen. Mehr...

Unsere bisherigen Berichte zum Thema Vermaisung des Ostelandes stehen auf dieser ARCHIV-SONDERSEITE.


Oberndorf

Überraschung
auf Helgoland


Hoffmann-Inspirationsort Helgoland

5. 10 2011. Eine Überraschung erlebten am Wochenende rund ein Dutzend Oberndorfer bei einer Ausflugsfahrt nach Helgoland: Dass dort - ebenso wie auf dem Deich in Oberndorf-Bentwisch - ein Denkmal an einen Aufenthalt des deutschen Nationaldichters Heinrich Hoffmann von Fallersleben erinnert, war den Gästen aus dem Osteland natürlich bekannt. Freudiges Erstaunen weckte jedoch eine Entdeckung in der Helgoländer Bücherhalle unweit des Hoffmann-Denkmals.


Denkmäler in Helgoland und Oberndorf

Dort liegt, herausgegeben von Jörg Hoffmann, Mitglied der Fallerslebener Hoffmann-Gesellschaft, ein bunter "Hoffmann-Kalender 2012" aus - mit nicht weniger als drei Bildmotiven aus Oberndorf: den Hoffmann-Eichen im Ortsteil Braak sowie dem neuen Hoffmann-Standbild in Bentwisch und einem Detail dieser Statue, nämlich dem Koffer des Fährgasts Hoffmann, aus dem die Noten der von ihm geschaffenen heutigen Nationalhymne herausragen.


Oberndorf-Motiv im Hoffmann-Kalender

In der Helgoländer Gemeindebücherei findet sich übrigens reichlich Literatur über den Dichter. Darin wird unter anderem die Stimmung beleuchtet, in der Hoffmann die Hymne schrieb. Als der politisch verfolgte Freiheitskämpfer auf dem britischen Helgoland das Deutschlandlied dichtete, stand er - wie sein Tagebuch zeigt - unter dem Einfluss eines Besuchs guter Hadler Freunde.


Hoffmann über seine Hadler Freunde

Am 23. August 1841 waren die Gäste gerade abgereist, der Dichter blieb auf der Insel zurück. "Das Wetter war schön, schöner noch die Erinnerung an diese lieben Leute aus dem Lande Hadeln in ihrem schlichten, treuherzigen Wesen, die mir so herzliche Theilnahme bewiesen hatten." Drei Tage darauf, am 26. August, entstand bei einsamen Spaziergängen auf der Klippe das Lied der Deutschen (siehe Tagebuch-Ausschnitt oben).

Alles über Hoffmann in Hadeln steht auf unserer SONDERSEITE.


Krimiland

Vier weitere
Lesungen


... und in Hechthausen und Otterndorf

6. 10. 2011. Der "Mörderische Herbst" im Krimiland Kehdingen-Oste hat begonnen (siehe unten). Wer die Buchpremiere am Freitag mit Wilfried Eggers in Hüll verpasst hat, konnte dem Autor am gestrigen Mittwoch, 5. Oktober, 19.30 Uhr, in der Buchhandlung Flaig, Hemmoor, Zentrumstraße 13a, zuhören.

Die Osteland-Veranstaltungsreihe wird mit einer Lesung von Thomas B. Morgenstern aus dessen neuestem Krimi "Milchfieber" am Sonnabend, 15. Oktober, 19.30 Uhr, in der Molkerei Hasenfleet (mit Milchbüffet) fortgesetzt - Karten in der Molkerei, Reservierung über renate.boelsche@gmx.de.

Krimi-Fans aus dem Raum Otterndorf können Morgenstern bereits am Freitag, 8. Oktober, in der dortigen Altstadtbuchhandlung zuhören.

Eine Krimilesung mit Tatjana Gräfin Dönhoff (Foto; Obenaltendorf), Kerstin Lorenz (Oldendorf) und dem Verleger und Osteland-Preisträger Wolf-Dietmar Stock (Fischerhude) mit Texten aus dem Teufelsmoor findet am Donnerstag, 13. Oktober, ab 19.30 Uhr, im "Café Zeit" in Hechthausen statt.

Roschen-Lesung
bereits ausverkauft

Eine Lesung mit Krimiautor Axel Roschen ("Mausohrnächte") zum Monatsende im Berthof in Kleinwörden ist bereits ausverkauft.

Mehr Neuigkeiten aus dem Krimiland Kehdingen-Oste in unserem Kanal KRIMILAND.


Naturschutz

Gold für
Baumert

5. 10. 2011. Eines der prominentesten Mitglieder der AG Osteland, Uwe Baumert aus Deinstedt (Kreis Rotenburg), ist jetzt mit der Goldenen Ehrennadel des Naturschutzbundes (NABU) ausgezeichnet worden. Als 2. Vorsitzender des NABU Niedersachsen ist Baumert Ehrenamtsbeauftragter und Experte für das Themengebiet "Regenerative Energien" mit dem Schwerpunkt "Energie aus Biomasse" tätig und setzt sich darüber hinaus aktiv für den Amphibienschutz ein. Der pensionierte Bundeswehroffizier engagiert sich seit 1998 ehrenamtlich im NABU. Seit 2001 ist Baumert Kreisvorsitzender des NABU Bremervörde-Zeven. Sein Kampf gegen die Vermaisung der Landschaft (siehe SONDERSEITE) habe "große Aufmerksamkeit bis nach Japan und den USA gefunden", sagte der Landevorsitzende Dr. Holger Buschmannbei der Ehrung in Osnabrück. - Der NABU-Landesverband ist 2010 der AG Osteland beigetreten.


Krimiland

Furioser
Auftakt


Psychokrimi erster Güte: Eggers in Hüll

1. 10. 2011. Mit einem furiosen Auftakt startete am Wochenende im Gasthaus Bartels in Drochtersen-Hüll die Veranstaltungsreihe "Mörderischer Herbst" des Projekts Krimiland Kehdingen-Oste: Der Drochterser Anwalt Wilfried Eggers (Website) präsentierte im Hinterzimmer des gastlichen Traditionslokals, umgeben von Halloween-Deko, seinen druckfrischen Roman "Die oder ich", einen "Psychokrimi allerster Güte", wie Diplom-Bibliothekarin Renate Bölsche von der veranstaltenden AG Osteland ankündigte.


Krimi-Publikum in Hüll: Atemlose Stille

Atemlose Stille herrschte im Lokal - in der Nähe einiger der fiktiven Tatorte der nunmehr vier Eggers'schen Kehdingen-Krimis -, als der Autor nicht nur seine intime Kennnis von Land und Leuten unter Beweis stellte, sondern auch mit feinen Gespür die Psyche eines zum Täter werdenden Außenseiters analysierte.

Eggers bestätigte einmal mehr, was Kritiker ihm immer wieder bescheinigen: "Lebensechte Charaktere, trockener Humor - Eggers kann es einfach".

Eine bedrückend eindringliche Hörprobe aus seinem neuen Roman, die erotisch beginnt und in blankem Horror mündet, hat Eggers hier ins Internet gestellt.

Die AG Osteland setzt die Reihe "Mörderischer Herbst" fort am Sonnabend, 15. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Molkerei Oberndorf-Hasenfleet. Dort liest der Aschhorner Biobauer Thomas B. Morgenstern aus seinem neuen Krimi "Milchfieber". Mehr unter www.krimiland.de/news.htm, begrenzte Platzzahl, Kartenreservierungen über renate.boelsche@gmx.de.

Touristiker werben
mit dem Krimiland


Neue Tourismus-Marketing-Website

Seit langem schon nutzen regionale Touristiker das von der AG Osteland entwickelte Konzept Krimiland Kehdingen-Oste für die Tourismuswerbung. Jetzt hat auch die Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH die Werbung für das Krimiland Kehdingen ("Schauriges aus dem Moor") in ihren Internet-Auftritt einbezogen. Für das kommende Jahr rechnet die AG Osteland mit dem Erscheinen des 50. Romans, der in der Region verfasst oder angesiedelt ist.


Weltkulturerbe

Bürgervotum
für die Katz?


Größenvergleich Fähre - Windrad

1. 10. 2011. Hatte die Ostener Bürgerbefragung (81 Prozent Nein-Stimmen) zum Windpark unweit der Schwebefähre "nur eine Feigenblattfunktion"? Riskiert der CDU-Politiker Enak Ferlemann (Foto), der voriges Jahr noch die Bedeutung dieser Befragung hervorgehoben hatte und der sie nun relativiert, als "Dampfplauderer" abgestempelt zu werden?

"Taktiker und
Strippenzieher"

Diese Fragen wirft Egbert Schröder in einem Kommentar der "Niederelbe-Zeitung" (NEZ) auf, nachdem Ferlemann - von der Zeitung erneut zur Thematik befragt - eher ausweichend geantwortet hat. Einerseits versicherte der "gewiefte Taktiker und Strippenzieher" (NEZ), "das Bürgervotum ernst nehmen und entsprechend beraten und abwägen" zu wollen, andererseits schiebt er den Schwarzen Peter der Gemeinde Osten zu (und damit seinem Parteifreund Bürgermeister Carsten Hubert): Osten habe es versäumt, so Ferlemann laut NEZ, im September 2010 "ausreichende Begründungen gegen die Ausweisung des Windparks zu liefern".

Vor den Wahlen
klang es anders

Hubert wirke angesichts dieser Situation "ratlos", schreibt heute die NEZ (Wortlaut des Artikels hier). Osten habe jetzt einen Brief an die Kreistagsspitzen - und damit auch an Ferlemann - geschrieben. Tenor: Angesichts der Vielzahl geplanter Windparks "scheint es hinnehmbar zu sein, auf den weiteren Standort in Osten-Isensee zu verzichten".

Bereits vorige Woche hatte die AG Osteland in einem Schreiben an den Landkreis auf die Diskrepanz zwischen Weltkulturerbe-Antrag und der Planung gigantischer Rotoren in weniger als drei Kilometern Entfernung von dem nationalen Baudenkmal hingewiesen. Die Kreisverwaltung hatte sich zuvor, wie berichtet, über einschlägige Bürgerbedenken brüsk hinweggesetzt.

Noch bei einem Wahlkampfauftritt auf der Ostener Schwebefähre vor etwa vier Wochen hatte Ferlemann in Anwesenheit von Carsten Hubert erklärt, er unterstütze den Weltkulturerbe-Antrag - wohl wissend, dass der vom Kreis befürwortete Windpark mit TV-Turm-großen Windrädern als Kulisse diese Hoffnungen zunichte machen könnte (siehe Elbe-Weser aktuell).

Ausführliche Berichte zur Kulturerbe-Thematik in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.


Wo sind die
alten Seiten?


25. 7. 2011. Diese Website ist neu strukturiert worden: Sie ist nach Sachgebieten geordnet, nicht mehr nach Orten. Die bisherigen Lokalportale werden nur noch im Ausnahmefall fortgeführt. Thema ist mehr denn je die gesamte Oste von der Quelle bis zur Mündung.

Wo sind die alten Gemeinde-Seiten geblieben? Ein Klick auf die jeweilige gelbe Ortstafel hilft bei der Suche. Alle früheren Meldungen aus dieser Spalte stehen hier, alle Bilder und Texte seit 2001 sind hier auffindbar.


Frühere Beiträge aus dieser Spalte:

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