Link-Liste - Ältere Texte - Termine 2010
Wochenende
der Neustarts
31. 5. 2010. Es war das Wochenende der Neustarts in Niedersachsen: Dank der umjubelten hannoverschen Abiturientin Lena ist Deutschland wieder wer in der europäischen Musikszene. Ex-Bischöfin Margot Käßmann wurde bei ihrem ersten Gottesdienst nach dem Rücktritt von Gläubigen gefeiert, die auf Transparenten eine "2. Amtszeit" forderten. Und vom Landesparteitag der Sozialdemokraten in Stade, wo ein neuer Spitzenmann gewählt wurde, kehrten auch die Delegierten aus dem Cuxland mit dem Gefühl zurück: "Die Niedersachsen-SPD ist wieder da."
Der neue Landesvorsitzende Olaf
Lies - Diplom-Ingenieur und Landrat aus dem Kreis Friesland
- "könnte Wulff schlagen", überschreibt die Nordsee-Zeitung
heute ihren Kommentar. Weiter heißt es darin: "Größere
Beteiligung der einfachen Mitglieder, Öffnung
der Partei nach außen und dennoch Geschlossenheit im politischen
Kampf. Dafür steht auch der neue Vorsitzende Olaf Lies aus Friesland.
Der 43-Jährige trat erst 2001 in die SPD ein, ist erst seit 2008 Landtagsabgeordneter
und hat seine politischen Erfahrungen dort gemacht, wo die Wähler
den Politikern noch
ganz nah sind: In der Kommunalpolitik. Funktionärsgelaber
ist dem neuen Landesvorsitzenden ebenso fremd wie Geklüngel in Hinterzimmern."
Im Aufwind sieht sich die Niedersachsen-SPD nicht nur wegen ihres neuen Vorsitzenden, wegen des Ausgangs der NRW-Wahl und des demoskopischen Tiefs der Union und der Westerwelleschen Mövenpick-Partei, sondern auch wegen des "politischen Stillstands" und der "kommunalfeindlichen Politik" (Lies) der Schwarzgelben in Hannover.
Der neue SPD-Spitzenmann Lies hatte bereits im Frühjahr bei einer Kandidatenvorstellungsrunde an der Basis nicht nur in Cadenberge, sondern auch landesweit am besten abgeschnitten. Und auf dem Landesparteitag am Sonnabend in Stade votierten 194 von 219 Stimmberechtigten für den 43-jährigen Landtagsabgeordneten aus Friesland, der die Partei weit öffnen will; das sind 91,1 Prozent der abgegeben gültigen Stimmen.
Lies folgt damit auf Garrelt Duin, der das Amt des SPD-Landesvorsitzenden seit 2005 innehatte. Der neue Spitzenmann forderte in einer flammenden Rede dazu auf, den "Raubzug der schwarzen Raubritter" durch die Kommunalkassen zu stoppen und versprach: "In 1000 Tagen werden wir Niedersachsen regieren." - Mehr unter spd-hemmoor.de.
Schlag ins
CDU-Kontor
Im Zeichen des Unmuts über umstrittene Personalentscheidungen der schwarzgelben Landesregierung stand der Kreisparteitag der ROW-CDU in Sottrum.
Verärgerung herrschte über den Abzug der gerade gewählten Stader Bundestagsabgeordneten Dr. Martina Krogmann als Staatssekretärin nach Berlin und die Abberufung der Kabinettsmitglieder Heiner Ehlen und Mechthild Ross-Luttmann (beide Kreis Rotenburg) durch Ministerpräsident Wulff.
Dieser Aderlass, eine dreifache politische Schwächung der Elbe-Weser-Region, wird von der Kreis-CDU als "Schlag ins Kontor" empfunden, so die Überschrift in der Montagsausgabe der Bremervörder Zeitung.
Krimiland
Blut und
Betrug
1. 6. 2010. Der Krimisommer kommt auf Touren. In maritimem Milieu werden demnächst im Krimiland-Kehdingen-Oste drei neue Romane vorgestellt: im Gewölbe einer Marinefestung und auf einem einstigen Ostseeschiff, in einer Fährstube und an einer historischen Prahmfähre.
In den Kasematten der Festung Grauerort an der Elbe bei Stade liest am kommenden Sonntag, 14.30 Uhr, der Aschhorner Biobauer Thomas Morgenstern, ausgezeichnet mit dem Ostepreis "Goldener Hecht", aus "Jacob Owens", einem Historienkrimi über die Gaunereien eines gleichnamigen Betrügers und Deichbauers im Raum Wischhafen (mehr auf der Website des Drochterser MCE-Verlages).
Eine Buchpremiere findet am Freitag, 18. Juni, 19.30 Uhr, im Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" statt. Autor Dr. Reinhold Friedl liest auf Einladung der AG Osteland auf der ehemaligen Ostsee-Fähre an der Flusskirche aus seinem neuen Elbe-Weser-Krimi "Große Hochzeit", der weitgehend an der Oste spielt. Wegen der begrenzten Platzzahl sollte der Vorverkauf genutzt werden. Karten gibt es absofort auf dem Ostekieker für 6 Euro (einschliesslich Grillwurst und Kartoffelsalat). Mehr unter DOBROCK.
Eine weitere Lesung mit Friedl findet am Freitag, 25. Juni, 19.30 Uhr, in der "FährStuv" an der Schwebefähre in Osten statt.
Der Stader Archäologie-Experte Dietrich Alsdorf (Foto), ebenfalls Träger des Oste-Kulturpreises, ist besonders produktiv: Nach dem jüngst erschienenen Roman "Isern Hinnerk" (siehe BREMERVÖRDE) legt er jetzt "Abels Blut" vor, eine Fortsetzung seines Historienkrimis "Anna aus Blumental".
Aus "Abels Blut" liest Alsdorf am Freitag, 18. Juni, im Dorfgemeinschaftshaus in Bützfleth und am Sonnabend, 24. Juli, 19 Uhr, in der Gaststätte "Plates Osteblick" an der Prahmfähre in Gräpel.
Mehr über das schaurig-schöne Krimiland an Elbe und Oste unter www.krimiland.de.
Hüll
Auftakt
mit
dem Juxkönig
31. 5. 2010. Mit der Ermittlung des "Juxkönigs" und dem traditionellen Kranzbinden auf dem Schützenplatz beginnt am Freitag, 4.Juni, das Schützenfest des Schützenvereins Hüll (Website). Offiziell eröffnet wird das Fest dann am Sonnabend um 12,30 Uhr mit dem Festumzug. Nach der Vorstellung der Kindermajestäten beginnt um 19 Uhr der Festball im Dorfgemeinschaftshaus. Am Sonntag um 12.30 Uhr, vor dem Festumzug, der Königstafel und dem abendlichen Festball werden die neuen Majestäten proklamiert.
Selsingen
Sonntags
ist
Mühlentag
31. 5. 2010. Im Sommerhalbjahr hat die Museumsmühle "Elisabeth" im schönen Selsingen an der Oberen Oste wieder regelmäßig geöffnet. Sonntags von 14 bis 18 Uhr gibt's Kaffee, Landfrauentorte und selbstgebackene Brote, Führungen und eine Hobbyausstellung.
Die Obere Oste, speziell die Samtgemeinde Selsingen (Website), wird, wie berichtet, im Rahmen der AG-Osteland-Aktion "Wir an der Oste" den Anwohnern der Unteren Oste als "Ausflugsziel des Jahres" empfohlen. - Der Landfrauenverein Bülkau unternimmt Anfang Juni einen Tagesausflug nach Zeven, der Heimatverein Oberndorf fährt im Sommer nach Sandbostel.
Osten
Es gilbt
so gelb...
Das Gegenteil
einer Ehrung
29. 5. 2010. Die Serie der Peinlichkeiten um eine Ehrung des in Warstade aufgewachsenen Peter Rühmkorf reisst nicht ab. Nachdem das Gymnasium und auch die Förderschule es abgelehnt haben, nach dem "Nationaldichter" ("Frankfurter Allgemeine") benannt zu werden, hat der Hemmoorer Stadtrat sich jetzt, so ein Ratsherr laut NEZ, auf den "kleinsten gemeinsamen Nenner" geeinigt: Der namenlose Verbindungsweg zwischen Hauptstraße und Altem Postweg (zwei Häuser, eine Telefonzelle, zwei Wegweiser, ein Zigarettenautomat, ein Papierkorb) soll künftig "Rühmkorf-Weg" heißen.
Die Benennung bezieht sich, wie ausdrücklich betont wurde, nicht speziell auf den Dichter, sondern auch auf seine Mutter Elisabeth Rühmkorf, die an der nahen Schule unterrichtet hat; der Vorname "Peter", der in der ursprünglichen Vorlage noch enthalten war, wurde gestrichen.
Der Vorstand der Förderschule hatte zuvor, wie berichtet, den Namen "Peter-Rühmkorf-Schule" mit einer bizarren Begründung abgelehnt: "Fehlender inhaltlicher Bezug der Schüler zur Familie Rühmkorf und den literarischen Werken."
Wir meinen: Nach zweijähriger Debatte einen unbedeutenden Weg gerade mal "halb" nach dem "größten Dichter der Bundesrepublik" (Radio Bayern 2) zu benennen, und das auch noch unter dem Protest der Anwohner - das ist das Gegenteil einer Ehrung.
Alles über den beschämenden Umgang der Hemmoorer mit dem größten Sohn ihrer Stadt auf dieser SONDERSEITE.
Gastronomie
Beglückt
von
Kranenburg
29. 5. 2010. Begeistert von dem schönen bäuerlichen Oste-Dorf Kranenburg (Bürgermeister seit 1972: Horst Wartner) ist die Gastronomin Marion Driller, die seit einigen Monaten den dortigen Schützenhof führt. In dem gemeindeeigenen Gastbetrieb, mitten im Ortskern, findet die Großenwördenerin viel Spaß daran, in den großzügigen und hellen, freundlichen Räumen (einschließlich Saal, Bundeskegelbahn, Bar und mehreren Klubzimmern) eine bunte Gästemixtur - Keglerinnen, Jäger, Reiter, Angler, Stammtische und die Dorfjugend - zu bewirten.
Besonders freut es Marion Driller, die der AG Osteland angehört, dass immer mehr Radwanderer in der Oste-Region unterwegs sind und auch im Gasthaus oder draußen im Biergarten Rast machen.
Die Karte des von Donnerstag bis Sonntag geöffneten Schützenhofs (neue Website) ist reichhaltig, auch ein Partyservice gehört zum Betrieb.
Das Drillersche Stammhaus in Großenwörden, der Großenwördener Hof (Website) neben der Kirche, ist weiterhin täglich außer Montag geöffnet.
Personalien
Ist Zydek
'geflohen'?
28. 5. 2010. Eine der wichtigsten touristischen Akteurinnen der Oste-Region wechselt das Tätigkeitsfeld: Bianka Zydek, Fachbereichsleiterin der Stadt Bremervörde für Tourismus, Wirtschaftsförderung und Kultur, übernimmt die Geschäftsführung des Tourismusverbandes Stade/Elbe, der touristischen Dachorganisation für den Landkreis Stade.
Frau Zydek, die einige Jahre lang auch als Vorstandsmitglied der AG Osteland wirkte, begründet ihre Entscheidung öffentlich mit dem Wunsch nach "persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung". In der "Bremervörder Zeitung" (Bericht hier) wird dagegen spekuliert, der "Führungsstil" von Bürgermeister Eduard Gummich (CDU) habe zum Weggang beigetragen. In der Kaufmannschaft - die Zydeks Arbeit als "sehr professionell und erfolgreich" lobt - und im Rathaus sei zu hören, Zydek sei (wie schon ihre Vorgängerin) aus Bremervörde "geflohen".
Einsatz
jetzt
bundesweit
Der Hemmoorer Johannes Schmidt, Ratsherr der SPD und Schatzmeister der Arbeitsgemeinschaft Osteland, ist zum Vorsitzenden der Konferenz der Landesvorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes gewählt worden. Er will sich künftig verstärkt auch bundesweit für Kinderbelange einsetzen.
Notschrei
des
Naturschutzes
28. 5. 2010. Seit 25 Jahren wirkt Werner Burkart als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Kreises Rotenburg; damit ist er auch für den größten Teil des Einzugsbereichs der Oste verantwortlich. Als der besonnene Fachmann jetzt dem ROW-Kreistag seinen Jahresbericht vorlegte, fand er ungewöhnlich scharfe Worte für Negativtrends wie die "beängstigende Verarmung und Trivialisierung" der Agrarlandschaft, vor allem durch Fehlentwicklungen in der Landwirtschaftspolitik (Grünland- und Artenschwund, Gewässerbelastung, Vermaisung).
"Der stumme
Frühling
ist bereits
Realität"
Parallel zu spektakulären Erfolgen wie der Rückkehr des Kranichs verliefen "beispiellose Bestandseinbußen" bei "volkstümlichen" Arten wie Feldlerche und Kiebitz, heißt es in dem Bericht, der sich wie ein Notschrei des Naturschutzes liest: "Der 'stumme Frühling' ist über weiten Bereichen der freien Landschaft bereits Realität."
Parallel zur Verbesserung der chemischen Gewässergüte zeige sich, "dass gerade die Quellbereiche und Oberläufe kleiner und kleinster Fließgewässer, die noch vor 30 Jahren nahezu unbelastet waren, durch das Vordringen landwirtschaftlicher Nutzung dramatische Qualitätsverluste erlitten haben."
Trotz Verbot
weiterhin
Grünlandvernichtung
Bereits im Frühjahr hatte Burkart heftige Kritik an der Amtsführung des inzwischen abgelösten hannoverschen Agrarministers Heiner Ehlen (CDU) geübt (mehr hier). Die Landesregierung wolle die "Welle von Grünlandumbrüchen" nicht wahrnehmen. Jetzt resümiert er, es gebe mittlerweile zwar eine Grünlandschutzregelung, "in der Praxis" zeige sich aber zunehmend, "dass trotz hohen bürokratischen Aufwandes durch fragwürdige Regelauslegung sich an der Misere kaum etwas geändert hat und der Grünlandschwund, meist zugunsten des Maisanbaues für Biogasanlagen, weiter anhält." Ähnlich hatte sich zuvor, wie berichtet, auch der Naturschutzbund geäußert.
Mehr als der Landwirtschaft lastet Burkart die Negativentwicklungen der schwarzgelben Landesregierung an, die den Naturschutz seit Jahren vernachlässige: "Dass sich unser Land hiermit schwer tut, haben mehrfache Ermahnungen und Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof bewiesen. Es entspricht nicht nur meiner persönlichen Einschätzung, dass der niedersächsische Naturschutz seit Jahren eine tiefe Talsohle durchschreitet."
"Banausentum"
- und
nur wenige
Lichtblicke
Auch in der Schlusspassage seines Jahresberichts spricht Burkart Klartext: Die "aktuell herrschende Naturschutzpolitik in Niedersachsen" sei "Ausdruck eines Banausentums", "dem es freilich an populistischer, selbstgefälliger Schläue nicht mangelt".
Allerdings gebe es auch Lichtblicke: Der Moorschutz sei voran gekommen, und Oste und Wümme seien von schutzbedürftigen Arten wie dem Lachs und der Meerforelle "in erfreulicher Weise - zumindest streckenweise - wieder besiedelt worden".
Burkart: "Dies ist allerdings weniger auf eine allgemeine Lebensraumverbesserung zurückzuführen als auf gezielte Maßnahmen zur Durchgängigkeit sowie die beharrliche Arbeit u. a. engagierter Sportfischer" (voller Wortlaut hier).
Eine Stellungnahme des Kreisvorsitzenden der Hadler Jägerschaft, Gerhard Klotz, zu diesem Bericht steht unterHEMMOOR.
Hemmoor
Das Lied
vom Tod
28. 5. 2010. Mit beeindruckenden und bedrückenden Zahlen unterstrichen Vertreter von IHK und Kommunen gestern in Hemmoor ihre Forderung nach einem beschleunigten Ausbau der überlasteten und gefährlichen B 73: "Täglich benutzen rund 40 000 Fahrzeuge diese Strecke, das sind 27 Fahrzeuge pro Minute. In den letzten zehn Jahren waren durch 3300 Verkehrsunfälle 82 Unfalltote auf der B 73 zu beklagen; rein rechnerisch passierte alle zwölf Meter ein Verkehrsunfall, wurde alle 120 Meter ein Mensch schwer verletzt und alle 1200 Meter ein Mensch getötet", heißt es in einer Resolution, die dem Berliner Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) übergeben wurde.
Der verkehrspolitische Skandal ist seit langem bekannt. So meldete die Landesverkehrswacht bereits 2004: "Nach wie vor gibt es auf der Bundesstraße 73 rund 62 Prozent mehr Unfälle als durchschnittlich auf anderen Bundesstraßen."
Dennoch wurde die Todesstraße - nicht zuletzt aufgrund der zeitgleichen Forcierung ebenso ehrgeiziger wie umstrittener Autobahnplanungen - von der Politik vernachlässigt und zum "vergessenen Projekt", so gestern die IHK.
Oberndorf
'Ging uns
zu Herzen'
27. 5. 2010. Ob im Kindergarten oder bei der Feuerwehr im ukrainischen Owrutsch - überall war dieser Tage die Freude groß über Geschenke und Hilfsgüter, vom Spielzeug bis zur Atemschutzmaske, die eine Delegation aus Oberndorf mitgebracht hatte.
"Das ging einem schon zu Herzen", berichtete uns Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) am Donnerstag nach der Rückkkehr der Gemeindevertreter, die in der Ukraine eine kommunale Partnerschaft mit Owrutsch besiegelt haben und fasziniert waren von der überwältigenden Gastfreundschaft. Für 2011 ist ein Gegenbesuch in Oberndorf vereinbart.
Mehr unter DOBROCK.
Bahn
HVV schmort
im Kreistag
28. 5. 2010. Am Mittwoch, 2. Juni, 14.30 Uhr, befasst sich der Regionalausschuss des Cux-Kreistages im Kreishaus erneut mit dem leidigen Thema der Wuchertarife für Bahnfahrer zwischen Hechthausen und Cuxhaven; diese Strecke gehört bekanntlich nicht dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) an.
Die SPD-Kreistagsfraktion hatte bereits im September 2008 den Antrag gestellt, dass der Landkreis Cuxhaven für die Schienenstrecke Cuxhaven - Hamburg die Vollmitgliedschaft im HVV anstreben möge. Seither schmort der Vorgang in den Cuxhavener Gremien.
Inzwischen liegen erste Berechnungsergebnisse des HVV vor, die in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Regionalplanung und Wirtschaft präsentiert werden sollen, ebenso wie eine Einschätzung der Situation durch den HVV. In diesem Zusammenhang soll laut Landrat Kai-Uwe Bielefeld auch über die aktuellen Planungen in Bezug auf den Niedersachsen- und den Metronom-Tarif berichtet werden.
CDU-ler
pro
Vertiefung
27. 5. 2010. Als Landrat in Winsen machte der CDU-Politiker Axel Gedaschko einst Front gegen Hamburg. Und sein Parteifreund Enak Ferlemann stritt gegen die hanseatischen Elbvertiefungspläne. Lang ist's her. Mittlerweile ist Gedachko zum Wirtschaftssenator in Hamburg reüssiert, und auch Ferlemann hat Karriere gemacht - er ist Verkehrsstaatssekretär in Berlin.
Wo das Duo heute steht, wurde bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates in Cuxhaven überdeutlich. Gedaschko forderte die Elbvertiefungsgegner auf, das Projekt "nicht wegen Grundsätzlichkeiten zu verneinen". Dazu meldet die Cuxhavener Zeitung: "Auf konkrete Nachfragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und faktischen Notwendigkeit - nur drei bis vier Prozent selbst der größten Schiffe können Hamburg heute gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erreichen - reagierte Gedaschko eher ausweichend".
Und Ferlemann? Der Staatssekretär unterstrich, dass es "für das Ministerium in Sachen Elbvertiefung keinen Spielraum" gibt: "Die Maßnahme ist beschlossen und hat Rechtskraft."
Für den Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung, Walter Rademacher, waren die Aussagen Gedaschkos wenig befriedigend, wie er den Wirtschaftssenator umgehend wissen ließ. "Die berechtigten Sorgen der Menschen um ihre Existenz lediglich als 'Befindlichkeiten' abzuqualifizieren, kommt bei den Betroffenen hier gar nicht gut an." So bestünden für das Regionale Bündnis auch nach jahrelanger Planung, öffentlicher Debatte und unzähligen Gesprächen immer noch erhebliche Informationsdefizite zwischen Gegner und Befürwortern. "Der Hamburger Senator sollte den Dialog nicht nur mit warmen Worten mit der örtlichen Wirtschaft, sondern auch mit den Menschen führen und konkrete Vorteile benennen", meinte Rademacher und lud Gedaschko zu einem Fachgesprächein.
Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Vertiefungsgegner bemerkt, Hamburg stehe noch immer in der Tradition von 800 Jahren kolonialistischem Umgang mit der Niederelbe-Region (mehr unter KEHDINGEN).
Rowdytum
gefährdet
Ruf
27. 5. 2010. Geschütztes Grünland wird weiter umgebrochen, als gäbe nicht es die niedersächsische Verordnung zur Erhaltung von Dauergrünland vom 6. Oktober 2009. Ständig erreichten den Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen Anrufe und auch schriftliche Hinweise aufgebrachter Bürger auf illegale Vorgänge, berichtet der Nabu-Vize und Bremervörder Kreisvorsitzender Uwe Baumert (Deinstedt).
Naturfreunde berichteten, so Baumert, von Grünlandumbrüchen in allen niedersächsischen Landschaften. "Unbelehrbare gefährden mit Rowdytum gegen die Natur nicht nur die Artenvielfalt und den gesamten Naturhaushalt im 'Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt', sondern auch das Ansehen eines ganzen Berufsstandes", erklärt Baumert. Der Grünlandumbruch zugunsten von Maisanbau und Biogasproduktion gehe ungebremst weiter.
So sei am Ufer eines Flusses Mutterboden abgetragen und zum Auffüllen einer Feuchtwiese verwendet worden, dann sollte der gesamte Bereich umgebrochen werden. "An einem Tag wird eine Wiese kartiert und schon am nächsten Abend erscheinen mehrere Schlepper, pflügen tief; anschließend wird neu eingesät. Eine ehemalige Wollgraswiese wird umgebrochen und Drainage eingebaut. Extensiv genutztes Grünland wird umgebrochen, tiefe Gräben werden eingezogen." - Weiterlesen ...
Vögel
Winzlinge
im
Buchsbaum
27. 5. 2010. Ein Winzling ist die Mönchsgrasmücke, und ihre Küken sind kaum größer als das Glied des kleinen Fingers einer menschlichen Hand. Die Jungen kamen Anfang der Woche in einer Buchsbaumkugel in Kleinwörden auf die Welt. Der Populärname dieses weit verbreiteten Singvogels stammt von der kleinen schwarzen Kappe, die das Männchen auf dem Kopf trägt.
Gleich ein Stückchen weiter zieht ein Kleiber seine Jungen in einem kuriosen Nistkasten aus Künstlerhand groß. - Fotos: Gerd Bertholdt.
Landschaftsschutz
Acht Monster
für
Isensee?
27. 5. 2010. Auch Freunde der Windkraft zeigen sich überrascht von den gigantischen Ausmaßen der Windkraft-Großanlagen, die Isenseer Landwirte in der Schwebefährengemeinde errichten wollen. Geplant sind, wie in der jüngsten Werbeveranstaltung in Osten publik wurde, insgesamt acht Anlagen vom Typ Enercon E 101 und E 82, die 186 bzw. 179 Meter hoch sind.
Zum Vergleich: Das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor als herausragendes Wahrzeichen der Elbe-Weser-Region misst gerade mal 38 Meter. Die geplanten Großanlagen übertreffen mit ihrer Höhe das 100 Jahre alten Symbol des Ostelandes also um etwa das Fünffache (exakt: das 4,9-fache bzw. 4,7-fache).
Welterbestatus
durch
Windindustrie
in Gefahr
Damit bahnt sich ein kulturpolitischer Konflikt an: Ein derartiges Windindustriegebiet würde mit einer - u. a. von CDU-Landeschef David McAllister und vom hannoverschen Wissenschaftsministerium unterstützten - Nominierung der Schwebefähre für das Weltkulturerbe der Unesco kollidieren.
Ein ähnlicher Streitfall bewegt seit Jahren Tausende von Menschen in Thüringen, wo ein geplanter Windpark den Weltkulturerbe-Status der 7 Kilometer entfernten Wartburg bei Eisenach gefährdet.
Konflikte
sind
programmiert
In dieser Angelegenheit hat sich unlängst die Thüringer Landesregierung geäußert: Dem Ausbau von Windenergie komme zwar eine "große Bedeutung" zu, erklärte Bauminister Christian Carius (CDU, Foto). Um aber die Akzeptanz für solche Bauwerke zu erhöhen, müssten energie- und industriepolitische Ziele mit dem Schutz von Natur und Kulturlandschaft in Einklang gebracht werden. "Ansonsten sind Konflikte beim Bau von Windenergieanlagen programmiert", warnte Carius im Thüringer Landtag mit Blick auf den Unsesco-Welterbestatus der Wartburg.
Im konkreten Fall sieht sich der Freistaat vor dem Verwaltungsgericht Meiningen als verklagte Seite, weil das Landesverwaltungsamt 2006 nach Protesten der Gemeinde Marksuhl, tausender Menschen und der Wartburg eine Baugenehmigung für Windkraftwerke für ungültig erklärt hatte.
Die Gemeinde Osten hat sich bereits im Mai 2009 gegen Windkraftwerke in ihren Grenzen ausgesprochen. Mehr in der Thüringer Allgemeinen und unter OSTEN.
Großenwörden
Dorf wird
umfahren
17. 5. 2010. Die Dorfstraße (L 113), seit der Frostperiode von Schlaglöchern übersät und mit Tempo 10 km/h belegt, soll laut Straßenbauamt noch in diesem Jahr saniert werden, teilt Bürgermeister Bernhard Witt auf der Gemeinde-Website mit: "Es wird die obere Schicht abgefräst und eine Verschleißschicht von ca. 6 cm wieder aufgebracht. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, aber ich denke, wenn es denn noch ein paar Monate dauert, können wir damit auch noch leben. Wenn dann zum Jahresende alles schön und neu ist, sollten wir zufrieden sein."
Für das "Biking auf der Milchstraße" - Motto: "Radeln für jedermann durch die Ostemarsch" - an diesem Sonntag, 30. Mai, kommt die Sanierung der Straße allerdings zu spät: Wegen der desolaten Straßenverhältnisse in Großenwörden wurde die Route geändert. Lediglich für die Hobbyfahrer gibt es auch in Großenwörden einen Startpunkt für die vom TSV Großenwörden unterstützte Veranstaltung.
Beim 5. Biking auf der Milchstraße werdenHimmelpforten, Breitenwisch, Neuland, Großenwörden, Engelschoff, Groß Sterneberg, Hammah und Mittelsdorf berührt. Der Streckenverlauf, Startbedingungen und mehr stehen auf dieser Website.
Ritter
Isern Hinnerk
kehrt zurück
27. 5. 2010. Der legendäre Oste-Raubritter "Isern Hinnerk" wird im zu neuem Leben erweckt. Der Stader Autor und Oste-Kulturpreisträger Dietrich Alsdorf, bekannt geworden mit dem historischen Kriminalroman "Anna aus Blumenthal", hat dem Volkshelden ein neues Buch gewidmet, das am 12. Juni in allen Buchhandlungen zwischen Elbe und Weser erhältlich sein soll.
Mehr über den neuen Roman und die historischen Hintergründe unter BREMERVÖRDE.
Selsingen
Getauft
mit
Ostewasser
27. 5. 2010. Bei einem großen Festgottesdienst am Osteufer wurden jetzt 17 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Godenstedt (Samtgemeinde Selsingen) von Pastor Andreas Pauli mit Ostewasser getauft. Foto und Bericht in der Nordsee-Zeitung.
Artenschutz
Riesentreppe
für
die Störe
26. 5. 2010. Während zur Zeit in der Stör und in der Oste die Vorbereitungen für die nächsten experimentellen Besatzmaßnahmen mit Jungstören getroffen werden, werden auch an der Elbe große Anstrengungen unternommen, den in Deutschland ausgestorbenen urtümlichen Kaviarfisch wieder heimisch zu machen: Am Stauwehr in Geesthacht - einer der größten Wasserbaustellen Deutschlands - steht jetzt der Bau einer neuen Fischtreppe vor der Vollendung.
Der Vattenfall-Konzern lässt die Aufstiegshilfe als ökologische Ausgleichsmaßnahme für sein Kohlekraftwerk in Moorburg bauen. Das 20 Millionen Euro teure Projekt soll es dem Stör und anderen Wanderfischen ermöglichen, problemlos die Laichgebiete im oberen Elbbereich zu erreichen. Die Anlage mit einer Gesamtlänge von 550 Metern besteht aus 45 einzelnen Becken, die jeweils links und rechts für die Fische durch zwei senkrechte Schlitze passierbar sind.
"Schwimmender
Dinosaurier"
"Für den Stör bietet die Fischaufstiegsanlage eine große Chance. Das Geesthachter Wehr ist für ganz Nordeuropa die entscheidende Stelle bei der Wiederansiedlung des Störs", sagt Henning von Nordheim von der Bundesanstalt für Naturschutz. Der Meeresbiologe engagiert sich seit zehn Jahren für den Fisch. "Er ist so etwas wie ein schwimmender Dinosaurier", sagt von Nordheim: "Der Stör ist historisch einer der bedeutendsten Wanderfische Deutschlands, den wir unbedingt wieder ansiedeln wollen."
An der Oste ist ein weiterer Versuchsbesatz mit Jungstören am Sonnabend, 19. Juni, 12 Uhr, im Raum Zeven geplant. Der Bau eines Umgehungsgerinnes bzw. einer Fischtreppe ist, wie berichtet, auch am Oste-Wehr in Sittensen vorgesehen.
Sittensen
Wanderziel
Oste-Burg
27. 5. 2010. Die einstige Burgstelle am Königshof in Sittensen, wo der Legende nach Karl der Große die Oste überquert hat, soll in einen kulturhistorischen Wanderweg einbezogen werden. Das wurde bei einem Ortstermin mitgeteilt, an dem unter anderem der Sittenser Bürgermeister Heinz-Hermann Evers, ROW-Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse, Vize-Landrat und Touristikchef Reinhard Brünjes, Ex-Minister Hans-Heinrich Ehlen und der Zevener Naturfotograf Hermann Tödter teilnahmen. - Mehr auf Treffpunkt Sittensen.
Niederelbe
'800 Jahre
Kolonie'
26. 5. 2010. "800 Jahre Kolonialismus" verbinden Hamburg mit Cuxhaven. Mit dieser Feststellung kommentiert Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung und Träger des Oste-Kulturpreises "Goldener Hecht", den für heute angekündigten Besuch des Hamburger Wirtschaftssenators Axel Gedaschko (CDU), der auf Einladung des Cuxhavener Wirtschaftsrates im Kreishaus zum Thema "Hamburgs Interessen an der Unterelbe" spricht.
"In dieser Themenstellung sind die Interessen der Cuxhavener Bevölkerung schon von vorneherein ausgeklammert", kritisiert Rademacher: "Es wäre im Hinblick auf Hamburgs 800-jährige kolonialistische Politik an der Unterelbe daher nicht überraschend, wenn erneut nur die überzogenen Forderungen der Hafenwirtschaft zum Besten gegeben werden."
Mehr auf www.kehdingen.org.
Oste-Stück
aus N.
Y.
26. 5. 2010. Am Sonntag, 6. Juni, 11 Uhr, findet in der Aula der Grundschule Estorf eine Jazz-Matinee mit dem New York Jazz Collective statt. Ein Trio, bestehend aus dem gebürtigen Oldendorfer Jonas Ganzemüller (Altsaxophon, 4. v. l.) sowie Nils und Bastian Weinhold (Gitarre und Schlagzeug), trifft auf zwei bedeutende Neuentdeckungen der New Yorker Jazzszene: Adam Larson (Tenorsaxophon) und Taylor Waugh (Bass). Ganzemüller hat eine Komposition über die Oste verfasst, die am 6. Juni in der Aula ihre Uraufführung erfährt (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Platzreservierung unter Estorfkultur@gmx.de oder unter Tel. 04140/8240).
Jonas Ganzemüller wirkte während seiner Schulzeit am Stader Vincent-Lübeck-Gymnasium in Frank Münters "Vincents Big Band" mit. Mittlerweile wohnt Jonas in New York und macht ein Masterstudium an der Manhattan School of Music. Aus seiner neuen Heimat kommt er am Freitag, 4. Juni, mit dem New York Jazz Collective zu einem Workshop für Grundschulkinder nach Estorf.
'Heimkehr'
in den
USA
25. 5. 2010. Nach einer über 7000 Seemeilen langen Reise, zu der die Oberndorfer Segler Marlene und Bert Frisch Mitte Juni letzten Jahres aufgebrochen sind, haben sie soeben die USA erreicht. In West Palm Beach, Florida, wurde die "Stars and Stripes" als Gastlandsflagge gesetzt.
Die USA sind der 30. Staat, den die Crew mit ihrem Motorsegler "Heimkehr" auf ihrer Reise bisher besucht hat. Der kleinste hatte 1600 Einwohner, der größte sind nun die Vereinigten Staaten.
Nordamerika mit dem eigenen Schiff zu besuchen, war ein Lebenstraum der beiden Oberndorfer. Geschäftlich war der Skipper schon viele Male in den USA, hatte allerdings nie Zeit. Das ist nun ganz anders, denn um der kommenden Hurrikan-Saison zu entfliehen, segeln die beiden die Ostküste der USA hoch, möglichst bis nach Kanada. Auf dem Weg dahin liegen Charleston, die große Chesapeake Bay, New York und Maine mit dem berühmten Indian Summer. Von da geht es dann im Herbst wieder nach Süden mit dem Ziel, Ende des Jahres nochmal eine Saison in der Karibik zu verbringen. Im Mai nächsten Jahres beginnt dann die Rückreise nach Oberndorf.
Über seine wohl wichtigste Reiseerfahrung berichtet Bert Frisch in einer Mail an www.oste.de: "Wir haben gelernt, dass in den meisten Ländern, die wir angelaufen haben, wir die Farbigen waren und wir die Ausländer. Alle, die wir kennengelernt haben, haben uns gut behandelt. Wir haben besonders in der Karibik und auf den Bahamas viel Fröhlichkeit und Kreativität getroffen. Etwas mehr karibisches 'Take it easy, man' würde sicher auch in unsere Welt zwischen Weser und Elbe passen."
Mehr auf der Website der Heimkehr.
Sportfischer
Neue Störe
erst im
Juni
25. 5. 2010. Nicht - wie zunächst angekündigt - Ende Mai, sondern erst im Juni wird der Versuchsbesatz der Oste mit Jungstören fortgesetzt. Als Termin ist aus organisatorischen Gründen jetzt der Sonnabend, 19. Juni, 12 Uhr, vorgesehen. Fische, die mit Minisendern ausgestattet sind, sollen im Raum Zeven in die Oste gesetzt werden, wie Wolfgang Schütz (Foto) mitteilt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste.
Mehr zum Thema auf sfv.oste.de.
Osten
Fähre
im
N3-Quiz
25. 5. 2010. Immer wieder mal geht es in TV-Quizsendungen um die Schwebefähre, die Deutsche Fährstraße oder die Krimistraße. Am Pfingstmontag war es wieder soweit: In der N3-Quizshow - Teilnehmer: "Supernase" Mike Krüger, Kabarettistin Gabi Decker, Stimmwunder Till Hoheneder, "Super-Merkel" Anne Adams und "Frauenversteher" Horst Schroth - fragte Carlo von Tiedemann,um welches Bauwerk es sich bei einem dazu gezeigten verschwommenen Bild handelt. "Antwort D" war richtig: die Schwebefähre über die Oste.
Obere Oste
Fische,
Pilger,
Wege-Scouts
24. 5. 2010. Ärger am Oberlauf: Der Neubau der Ostebrücke zwischen Granstedt und Rockstedt verzögert sich weiter (mehr).
Mehr von der Oberen Oste im Telegrammstil: Im Kreis Rotenburg wächst der Unmut über die Vermaisung der Landschaft im Zuge des Biogas-Booms (mehr). - Touristikverband schult "Wege-Scouts", die beim Aufbau eines Wanderwegenetzes helfen sollen (mehr). - Im malerischen Oste-Dorf Ober Ochtenhausen siedelt erstmals seit 50 Jahren wieder ein Storchenpaar (mehr). - Mitglieder von Soroptimist International haben auf einer Pilgerreise in der Gedenk- und Begegnungsstätte Sandbostel Station gemacht (mehr). - An einer Zevener Schule werden die Kinder von Oste-Kulturpreisträger Ernst Peters im Angeln unterrichtet (mehr).
Rekord-Baum
in Gräpel
24. 5. 2005. Der (wahrscheinlich) höchste Pfingstbaum im Osteland steht in Gräpel. Das ganze Dorf half dem traditionsgemäss von zwei "Bierknechten" befehligten "Maibaumclub" der Jugend, das 15-Meter-Monstrum am Gasthaus Meier zu schmücken und zu stemmen.
Ebenfalls sehr aktiv: der Maibaumclub (Website) von Brobergen, dessen Mitglieder in der Nacht zum Sonntag über 30 Birken aufstellten - viele Fotos unter OLDENDORF.
Auch in vielen anderen Orten an der Oste hat sich der Brauch erhalten, so wie in Kleinwörden, wo die Dorfjugend unter anderem auf dem Berthof (unser Foto) ein Baum pflanzte, und in Osten.
Dort hatten Mitglieder der örtlichen SPD um Lothar Klüser bereits am Freitag - wie in jedem Jahr - eine große Birke auf dem Fährplatz aufgestellt. Dazu gab's Freibier von Fährwirt Horst Ahlf und eine Tombola.
Der erste Preis, vergeben vom Ostener SPD-Vize Peter Offermann, war ein Vogelfutterhaus. Es wird künftig im Garten des Ostener Ehrenbürgers und SPD-Ehrenvorsitzenden Herbert Guthahn stehen. - Mehr unter OSTEN.
Tourismus
Ansturm
auf
Oste-Fähren
24. 5. 2010. Die Mocambo (Fahrplan) schipperte beglückte Fahrgäste durch ein maiengrünes Wunderland, Sportschiffer entdeckten zwischen den wogenden Schilfgürteln der Oste wilde Schwäne und Nilgansküken, und an sämtlichen Fähren - ob in Gräpel oder Brobergen, an der Schwebefähre in Osten oder der einstigen Ostseefähre "Ostekieker" in Oberndorf - hatten Fährleute und Gastwirte alle Hände voll zu tun.
So viele Radfahrer wie selten zuvor machten Rast im ehrenamtlich betriebenen Fährkrug Brobergen, wo sich auch Corinna Kolf (Foto), die Vorsitzende des dortigen Fährvereins, um die Gäste kümmerte, die in einem Kuchenzelt mit leckeren selbstgebackenen Landfrauentorten bewirtet wurden.
Die Helfer vom Fährverein zeigten sich erleichtert darüber, dass es ihnen trotz politischer Quertreibereien aus dem Samtgemeinderat Oldendorf gelungen ist, die historische Prahmfähre durch den TÜV zu bringen und zur Saison in Betrieb zu nehmen. Am 19. und 20 Juni soll der Fährprahm bei einem großen Fest mit Gottesdienst und Mittelaltermarkt getauft werden (mehr unter OLDENDORF).
Foto-Impressionen von der pfingstlichen Oste stehen auf www.blaues-netz-oste.de.
Überschattet wurden die Pfingsttage allerdings von einem Unfall im Alten Land.
26
Jugendliche
verletzt
in Jork
Ein Pfingstausflug endete am Sonntag in Jork auf tragische Weise. Dort stürzte in einem Kreisverkehr ein traktorgezogener landwirtschaftlicher Anhänger mit 26 Mädchen und Jungen im Alter von 15 bis 19 Jahren um. Dabei wurden zwei Jugendliche schwer verletzt, die anderen kamen mit leichteren Verletzungen davon. 10 konnten nach ambulanter Behandlung am Unfallort nach Hause entlassen werden, die anderen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Das Gespann gehörte zu einem Konvoi von etwa 30 Traktoren mit Anhängern, die mit insgesamt etwa 400 jungen Leuten auf dem Weg zum Pfingstmarkt in Neukloster waren. Mehr auf der Website der Stader Polizei.
Geversdorf
Stolz auf
Tabea
21. 5. 2010. Die Fussballfans an der Oste sind stolz auf die junge Geversdorferin Tabea Kemme, 18, die mit den Kickerinnen des Deutschen Meisters 1. FFC Turbine Potsdam zum zweiten Mal die europäische Krone erkämpft hat: Im ersten Endspiel der Champions League bezwang die Mannschaft den mehrfachen französischen Titelträger Olympique Lyon vor 10 372 Zuschauern im Coliseum Alfonso Pèrez im Madrider Vorort Getafe nach 18 Schützinnen mit 7:6 (0:0) nach Elfmeterschießen.
Ausführlicher Bericht unter DOBROCK.
Oldendorf
Ostetrauung
an der
Fähre
22. 5. 2010. Seit 2003 setzen sich "Mocambo"-Kapitän Caspar Bingemer und Eignerin Eibe von Glasow, beide Tourismus-Preisträger der AG Osteland, dafür ein, auf dem Oste-Oldtimer Mocambo (Website) auch Trauungen vornehmen lassen zu dürfen. Nach zähem Widerstand (siehe unsere SONDERSEITE "Bornierheit und Beharrungsvermögen") erteilten schließlich 2005 die Samtgemeinden Hemmoor und Am Dobrock ihre Zustimmung.
Am gestrigen Freitag - sieben Jahre nach den ersten Impulsen - durfte nun erstmals auch in der Samtgemeinde Oldendorf eine Oste-Trauung stattfinden: Auf dem Fluss in Gräpel, nahe der historischen Prahmfähre, gab sich ein Bremer Paar das Ja-Wort. Die Brautleute über das maritime Ambiente: "Es passt alles."
Mehr über Wassertourismus auf der Oste unter www.blaues-netz-oste.de.
Tipp: Veranstaltungen
im Natureum
in Balje
Eine Liste der Pfingst-Veranstaltungen im Natureum - darunter Sonderausstellung mit Tierfotografien und über das geheimnisvolle, vor der Ostemündung versunkene Mumienschiff - steht hier.
Hemmoor
Ideen aus
Buxtehude
21. 5. 2010. Buxtehuder Architekturstudenten haben Ideen für den einstigen Hemmoorer Zementhafen Schwarzenhütten entwickelt: ein Freilichttheater, ein Betonmuseum und Liegeplätze für Wohnboote. Mehr unter HEMMOOR.
Mord
beim
Oste-Pokal
20. 5. 2010. Einen "Oste-Pokal" gibt es wirklich: Die Trophäe wurde 2009 von der AG Osteland und der Samtgemeinde Börde Lamstedt gestiftet. Um den Pokal kämpften im vorigen August in Hollen Fussballer aus sechs Oste-Orten. Jetzt ist der Oste-Cup, verfremdet mit Elementen aus dem Raum Oberndorf/Geversdorf, literarisch verewigt worden - in dem in Kürze erscheinenden Elbe-Weser-Krimi "Die Große Hochzeit" von Dr. Reinhold Friedl, der lange im Krimiland Kehdingen - Oste gelebt hat.
Titel (Ausschnitt) des ersten Friedl-Krimis
Von Friedl stammt bereits der Oste-Krimi "Tödliches Tabu", der mit einem Leichenfund im Geversdorfer Schilf beginnt und dessen Titelbild neben Fixer-Utensilien die alte Geversdorfer Fähre und ein Anzeigenblatt ("Oste-Kurier") zeigt, das dem "Hadler Kurier" nachempfunden ist.
Kriminacht
auf
dem "Ostekieker" Ostekieker: Grillwurst und Gruseltaten Krimifreunde aus Oberndorf und umzu können den neuen Krimi erstmals am Freitag, 18. Juni, 19.30 Uhr, im Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" kennenlernen. Autor Dr. Friedl liest auf Einladung der AG Osteland auf der ehemaligen Ostsee-Fähre. Wegen der begrenzten Platzzahl sollte der Vorverkauf genutzt werden. Karten gibt es ab sofort auf dem Ostekieker für 6 Euro (einschliesslich Grillwurst und Kartoffelsalat). Eine weitere Lesung findet am Freitag, 25. Juni, 19.30 Uhr, in der "FährStuv" in Osten statt. |
Wer der grausamen Tat verdächtigt wird, steht unter DOBROCK und auf www.krimiland.de.
Tourismus
Helfer für
die
Reeperbahn
20. 5. 2010. Hemmoor sieht sich bei seinen Plänen zum touristischen Kooperation mit seinen Nachbargemeinden um Jahre zurückgeworfen. Nachdem Drochtersen und Lamstedt der Samtgemeinde einen Korb gegeben haben, hat der Hemmoorer Tourismusauschuss seinerseits eine von der Verwaltung vorgeschlagene "kleine" Ersatzlösung zur Zusammenarbeit mit den Kehdingern abgelehnt. Die NEZ kommentiert heute: "Die Formulierung 'Überwindung des Kirchturmdenkens' bleibt ein Fall für Sonntagsreden..."
Das kleine, über rührige Oberndorf nimmt unterdessen ein neues touristisches Projekt in Angriff: Ab Juni soll die dortige Reeperbahn, die historische Seilerei des Dorfes, für Besucher geöffnet werden. Der Heimatverein sucht noch ehrenamtliche Helfer. Mehr unter HEMMOOR / DOBROCK.
Estorf
'Scola'
führt
ins Mittelalter
20. 5. 2010. Die Grundschule in Estorf an der Oste macht immer wieder positiv von sich reden. Im Frühjahr erst wurde sie mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet (Begründung hier). Am Sonnabend, 29. Mai, 11 bis 16 Uhr, nun erwacht an der Grundschule das Mittelalter zu neuem Leben.
Während einer Projektwoche haben sich die Kinder der "Scola" zusammen mit dem Kollegium und mit tatkräftiger Unterstützung des Stader Mittelalterstammtisches handwerklich und gedanklich mit dem Mittelalter auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser Projektwoche sollen im Rahmen des alljährlichen Schulfests präsentiert werden. Hierzu laden die Schulleiterin Hildegard Ackermann und der Förderverein alle Kinder, Eltern sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein.
Zum Auftakt des Festes wird mittelalterlich getanzt und gesungen. Anschließend werden die Gäste in die bunte Welt des Mittelalters entlassen. Die Kinder stellen sebstgefertigte Waren vor, ausserdem werden Handwerksarbeiten von Mittelalterexperten feilgeboten. In der Projektwoche haben die Schüler gefilzt, geprägt, mit einer Feder geschrieben, Brot gebacken und auf offenem Feuer gekocht, Lederbeutel und Gewänder genäht, Burgen gebaut, gespielt, Steckenpferde gebastelt, getöpfert und über das Leben im Mittelalter allgemein und über die Wikinger speziell gesprochen.
Der Förderverein der Schule, der bei allen Aktionstagen tatkräftig mit anpackt, wird wie jedes Jahr eine große Tombola anbieten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn neben der Tombola bietet der Förderverein einen Kaffee- und Kuchenausschank an. Wer es lieber deftig mag, kann sich auf Gegrilltes freuen.
* Auf dem Foto ganz oben v. l. n. r.: Lehrerin Ina Stichtenoth (Lehrerin an der Schule), Iris Lüders von der Lieth (Elternvertreterin), Isolde Peters (Mutter von Ina Stichtenoth) und Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 3.
Unesco
Kampf um
Welterbe
20. 5. 2010. Nicht nur für die Schwebefähre Osten-Hemmoor wird, wie berichtet, der Titel Unesco-Welterbe angestrebt. Auch das Alte Land kämpft um die begehrte Anerkennung. Seit kurzem ist der "Verein zur Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der Unesco" im weltweiten Datennetz präsent - unter www.welterbe-altes-land.de.
Krimiland
Ein Dorf
wird
verraten...
20. 5. 2010. Ob es um die Ansiedlung von Windindustrie, Biokraft oder gar Flugzeugwerken geht - immer drohen Konflikte um Geld und Gier Dorfgemeinschaften zu zerstören, und häufig kollidiert kommunale Korruption mit dem Bürgerwillen. Nur wenige Autoren verstehen solche Szenarien besser zu schildern als Cäcilia Balandat, Jahrgang 1963, die seit Mitte der 1990er Jahre in Jork im Alten Land lebt und jetzt ihren zweiten Krimi vorgelegt hat. "Verratenes Dorf" ist im Drochterser MCE-Verlag erschienen (315 Seiten, 11,90 Euro).
Worum es in dem Roman geht, steht auf www.krimiland.de.
Oldtimer
Oben ohne
an die
Oste
19. 5. 2010. Der Fähr-Anleger in Gräpel, beim Gasthof Plate's Osteblick, war das Ziel von britischen "Morgan"-Fahrern, Liebhabern skurriler dreirädriger Wagen ohne Verdeck. Die "heißen Schlitten", die in der Abendsonne funkelten, zogen viele Blicke auf sich.
"Einer schöner als der andere," freute sich unsere Leserin Marie E.U. Schirrmacher-Meitz. Die Malerin aus Hechthausen ("Marie von der Oste", Website hier) schreibt zu ihren Morgan-Fotos: "Sich bei dem momentan feuchten Wetter ohne Verdeck auf die Reise zu begeben, fordert schon einigen Respekt. Aber die Stimmung im Gasthof war gut. Es wurde ausgiebig getafelt und gefeiert."
Mehr Fotos unter OLDENDORF.
Franz Alt
in
Bederkesa
19. 5. 2010. "Sonnige Aussichten - Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird" ist das Thema eines öffentlichen Vortrags von Dr. Franz Alt am Donnerstag, 27. Mai, 19 Uhr, im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa, Alter Postweg 2, 27624 Bad Bederkesa (Kostenbeitrag 7 Euro).
Dr. Alt ist TV-Journalist, Buchautor und Solarpionier und hält weltweit Vorträge zu Zukunftsfragen. Für seine Arbeit wurde er u. a. mit dem Europäischen Solarpreis und dem Umweltpreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.
Hechthausen
Flaschenpost
aus der
Oste.
18. 5. 2010. Bei einem abendlichen Deichspaziergang wurde ein Ehepaar, das gerade seinen Urlaub auf dem Berthof in Kleinwörden (Gemeinde Hechthausen) verbringt, auf einen glitzernden Gegenstand am Ufer der Oste aufmerksam. 300 Meter flussaufwärts vom Kleinwördener Schöpfwerk entfernt entdeckten die Eheleute eine Flaschenpost. Durch die Tide der Oste hatte es die Flasche nicht weit geschafft, obwohl sie schon zu Ostern von der 10-jährigen Wiebke aus Engelschoff den Fluten übergeben worden war.
Transurane
in der
Elbe
19. 5. 2010. Norbert Welker von der BUND-Kreisgruppe in Cuxhaven fordert vom Bundesumweltministerium, vom Bundesamt für Strahlenschutz, vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und von der Bundesanstalt für Gewässerkunde umfassend Auskunft über Plutonium, das Forschungsberichten zufolge im Elbwasser entdeckt worden ist. Bisherige Ausführungen der Behörden über die Herkunft - aus der Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague? - seien "vage, teilweise widersprüchlich", offenbar würden nicht alle Messdaten veröffentlicht.
Welker fordert laut Stader Tageblatt (Mittwochausgabe): "Bis zu einer zufriedenstellenden Klärung der Radioaktivitätsbelastung darf in der Elbe kein Kubikmeter mehr gebaggert werden." Entsprechend habe sich auch Walter Rademacher (Neuhaus) vom Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung geäußert.
"Plutonium
bringt
Omi um"
Das Tageblatt klärt seine Leser auf: Plutonium und andere im Elbwasser entdeckte Transurane kommen nicht natürlich vor, sie werden künstlich hergestellt und sind radioaktiv. Sie können sich in der Leber und im Knochenmark ablagern. Das Einatmen plutoniumhaltiger Stäube kann Lungenkrebs verursachen. Die Einnahme weniger tausendstel Gramm dieses Elements führt zu tödlichen Strahlenschäden.
Unter Atomgegnern kursiert seit langem der flapsige Spruch "Plutonium bringt Omi um."
Wassersport
"Hafenführer"
wirbt für
Oste
18. 5. 2010. Der von der Osteland-Fachgruppe "Blaues Netz" erstellte Hafenführer wirbt bereits an der gesamten Niederelbe für die Oste. Eddy Uhtenwoldt, Dieter Dede (l.) und Bernd Jürgens (r.) von der Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO) haben das 20-seitige Heft dieser Tage in ehrenamtlichem Einsatz in Dutzenden von Häfen in der Region ausgelegt, um auf das Wassersportrevier Oste aufmerksam zu machen. Das Gratis-Heft kann auch online über www.wingst.de bestellt werden (Rubriken Service und Prospektbestellung anklicken).
Auch mit Großplakaten ("Die Oste - Der Fluss, der alles hat") soll weiter geworben werden. Die nächste Werbetafel wird in Oberndorf aufgestellt. Das Motiv, gestaltet von dem Fotografen, Designer und Ostekulturpreisträger Nikolaus Ruhl, wird auch als Poster vertrieben (siehe Foto ganz oben; Kontakt: www.landbild.de).
Ergänzt wird die Werbeaktion, wie berichtet, durch Flaggen und Stander mit dem Slogan "Lust auf Osteland". Bei Bernd Jürgens, dem Sprecher des Blauen Netzes, sind schon mehr als 130 Fahnen bestellt worden. - Mehr unter www.blaues-netz-oste.de.
Der Oste-Aal
des Jahres
18. 5. 2010. Fast einen Meter lang und 2,1 Kilogramm schwer ist ein Oste-Aal, der heute die Lokaltitelseite der Bremervörder Zeitung beherrscht. Mit einem Tauwurm als Köder hatte der Hipstedter Sportfischer Heinrich Witten den "Traumfisch" nachts bei Nieder Ochtenhausen (nördlich der Stadt Bremervörde) erbeutet. Wittens Kommentar: "Die Oste zeigt immer wieder, welch tolles Angelgewässer sie ist."
Ausführlicher Bericht in der Online-Ausgabe der Heimatzeitung.
Oberndorf
Einsatz
in
der Ukraine
18. 5. 2010. Acht Oberndorfer - darunter Bürgermeister Detlef Horeis (SPD, Foto) - brechen diesen Mittwoch gegen 4 Uhr morgens zur achten Feuerwehr-Hilfsfahrt in die Kleinstadt Owrutschin der Ukraineauf. Der Kontakt zu dem gut 2000 Kilometer entfernten Ort (16.000 Einwohner) wurde vor rund zehn Jahren vom Oberndorfer Gemeindebrandmeister Heinz Hellwege geknüpft.
In seinem Gepäck führt Bürgermeister Horeis ein Schild mit der Aufschrift "Verbunden in Freundschaft Owrutsch - Oberndorf" mit; angestrebt wird eine Gemeindepartnerschaft (siehe dieses Ratsprotokoll mit einer detaillierten Darstellung der humanitären Hilfe und der bisherigen Entwicklung der Kontakte).
Brobergen
Ein Name
für
den Prahm
18. 5. 2010. Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und Umgebung e.V. veranstaltet auch in diesem Jahr wieder sein traditionelles Burgfest. Es findet am Wochenende 19. und 20. Juni am Fähranleger statt. Die Gäste erwartet ein mittelalterliches Heerlager mit Marktleuten, Handwerkern, Tänzerinnen und Musikern. Im Rahmen des zweitägigen Fests soll die Fähre "getauft" werden (anschliessend Gottesdienst).
Außerdem soll an diesem Wochende allen Helfern und Sponsoren gedankt werden, die den Weiterbetrieb der Fähre möglich gemacht haben.
Delikatessen
Käsepreis
für
Hasenfleet
18. 5. 2010. Die Oberndorfer Molkerei Hasenfleet macht nicht nur durch touristische Innovationen von sich reden (zuletzt das "Milchmagister" und die beiden neuen Milchstraßen-Routen), sondern auch durch die Qualität ihrer Produkte. Der Hasenfleeter Molkereimeister Horst von Thaden wurde jetzt gemeinsam mit Hartmut Kittler von der Meierei-Genossenschaft im schleswig-holsteinischen Holtsee-Ascheberg von der hannoverschen Agrarministerin Astrid Grötelüschen (CDU, Foto) mit dem Norddeutschen Käsepreis ausgezeichnet.
Sie freue sich, so die Ministerin, dass regionale Produzenten wie in Hasenfleet durch ihre gläserne Produktion zu einer Vertrauensbindung zwischen Verbraucher und Hersteller beitragen. Dr. Burchard Bösche von Slow Food Hamburg sagte in seiner Laudatio, die Molkerei in Hasenfleet habe sich mit ihren ausgesuchten Milcherzeugnissen unter Feinschmeckern im gesamten norddeutschen Raum einen Namen gemacht. Vor allem ihr handgeschöpfter Quark und "Omas Schichtkäse" aus bester, nicht homogenisierter Milch seien geschmacklich ein Erlebnis, das seinesgleichen suche.
"Die Winzer
des Nordens"
"Die Käseproduzenten sind für mich die Winzer des Nordens. Wie beim Wein haben sie es mit Rohstoffen aus der Natur zu tun. Vielleicht haben die Käsereien einen noch anspruchsvolleren Beruf als die Winzer, denn sie können ihr fertiges Produkt nicht in Flaschen abfüllen. Der Käse lebt weiter und man muss sich jeden Tag um ihn kümmern", schwärmte Dr. Bösche von der Arbeit der Käsereien.
Mehr über die Feierstunde im Gourmet-Report, über Slowfood im SPIEGEL, über Hasenfleet auf der Website der Molkerei.
Artenschutz
Störkathen
auch dabei
17. 5. 2010. Ein Fehler hat sich in unseren weiter unten stehenden Bericht über das wachsende "Störbewußtsein" am schleswig-holsteinischen Elbnebenfluss Stör eingeschlichen.
Nicht - wie gemeldet - nur die Gemeinden Bahrenfleth und Bekmünde haben den auch in der Stör wiederangesiedelten Kaviarfisch in jüngster Zeit in ihr Gemeindewappen aufgenommen, sondern insgesamt drei Orte, wie uns der Itzehoer Störkenner Uwe-Jens Lützen mitteilt. Seit einem Gemeinderatsbeschluß vom 16. Februar 2010 verfügt auch das Dorf Störkathen über ein Wappen mit Stör, das offiziell so beschrieben wird: "Über blauem Wellenschildfuß, darin ein silberner Stör, in Silber eine rote Kate."
Sportschiffer und Sportfischer von der Oste planen für Juni einen Törn in den "Schwesterfluss" Stör. Erste Kontakte zu den dortigen Störfreunden sind schon geknüpft worden.
Mehr über das Wiederansiedlungsprojekt an der Stör weiter unten, ein NEZ-Bericht über den aktuellen Stand des Oste-Projekts steht hier, frühere Stör-Berichte dieser Website (seit 2001) sind hier zusammengestellt.
Kehrtwende
in Hemmoor
17. 5. 2010. Große Pläne hegten die Spitzenvertreter von Hemmoor, Nordkehdingen und Drochtersen im Februar vorigen Jahres bei einem "Tourismus-Gipfel" in Osten: Ein kommunales Dreierbündnis sollte gemeinsam zwei von der AG Osteland entwickelte touristische Produkte vermarkten, das Krimiland Kehdingen-Oste und die Deutsche Fährstraße.
Das Projekt scheiterte, wie mehrfach berichtet, am Widerstand Drochtersens, angestachelt vom dortigen Gewerbevereinschef Thomas Nehrke. Nachdem Drochtersen mittlerweile eine eigene Tourist-Info eingerichtet hat, sucht Hemmoor eine "kleine Lösung", die an diesem Dienstag in einer öffentlichen Sitzung des Tourismusausschusses erörtert werden soll. Ebenfalls auf der Tagesordnung: Anruf-Sammeltaxen und touristische Leitlinien für die Schwebefähren-Samtgemeinde.
Ausführlicher Bericht unter HEMMOOR.
Popstars
'Magisches
Hemmoor'
16. 5. 2010. Der aus Hemmoor stammende "Tomte"-Star Thees Uhlmann, seit drei Jahren Vater, gibt in der "Welt" sehr ausführlich Auskunft über das Leben mit seiner Tochter und über seine eigene Kindheit im "magischen Hemmoor": "Ich war als Kind nie auf einem Spielplatz. Es gab bei uns auch überhaupt keine Spielplätze... Die Baustellen von entstehenden Einfamilienhäusern waren unsere Spielplätze. Wir machten Schneeballschlachten, aber ersetzten Schnee durch Sand, wobei es offiziell verpönt war, mit schwarzer harter Muttererde zu schmeißen, was aber trotzdem alle machten." Weiterlesen...
Tag des Denkmals
Ritter,
Met &
Ochsenaugen
16. 5. 2010. Die bunte, bewegte Vergangenheit des Ostelandes wurde am Sonntag, dem Internationalen Tag des Denkmals, in vielen Veranstaltungen thematisiert. In Neuhaus, Geversdorf und Oberndorf öffneten die Heimatstuben und -museen.
In Osten und Basbeck wurde das einzige Baudenkmal der Region von nationaler Bedeutung, die Schwebefähre Osten - Hemmoor, mit einem großen Fähr- und Fahrmarkt mit Oldtimer-Schau, Fahrradmeile und Darbietungen auf zwei Bühnen gefeiert. Da zu gab's regionale Spezialitäten vom Räucheraal über Osteland-Aquavit bis hin zu "Ochsenaugen" aus Großenwörden (mehr unter OSTEN).
11.000 Besucher
beim Blidenfest
Bereits am Sonnabend hatte das größte Historienspektakel des Elbe-Weser-Dreiecks begonnen: das Blidenfest in Beckdorf (an der Grenze zwischen den Landkreisen Stade und Rotenburg). Dort wurde mit einem zweitägigen Mittelaltermarkt mit Met und Schwertkämpfen rund um den Nachbau einer 700 Jahre alten Steinwurfschleuder (Blide) an die Eroberung der benachbarten Dannsee-Burg des sagenhaften Oste-Ritters "Isern Hinnerk" erinnert (mehr).
Insgesamt besuchten 11 000 Mittelalterfreunde das zweitägige Fest. Veranstalter war der überaus rührige Heimatverein "Die Kranzbinder" unter dem Vorsitz von Bürgermeister Siegfried Stresow (SPD), Organisator und Marktvogt war der Mittelalter-Experte Holger Göbel.
Göbel ist vielen auch bekannt als Fährmann in Brobergen, Vorstandsmitglied des dortigen Fährvereins und Autor eines Theaterstücks über den "Isern Hinnerk".
Literatur
Isern Hinnerk,
das Buch
16. 5. 2010. Während die gewaltige Blide (Wikipedia) in Beckdorf am Sonnabend allstündlich zentnerschwere dicke Brocken durch die Luft schleuderte, wurde zugleich eine Premiere gefeiert: Archäologie-Experte Dietrich Alsdorf (Stade) und Verleger Wolf-Dietmar Stock (Fischerhude) - beide Träger des Oste-Kulturpreises "Der goldene Hecht" - präsentierten den soeben erschienenen Historienroman "Isern Hinnerk" über den gleichnamigen Raubritter aus dem Osteland.
Aus der Feder von Alsdorf stammt auch der deutschlandweit beachtete, im Raum Himmelpforten angesiedelte Roman "Anna aus Blumenthal" über eine der letzten Hinrichtungen an der Oste. Maßgeblich beteiligt war Alsdorf an Ausgrabungsarbeiten in der durch Bliden-Einsatz eroberten Burg Dannsee (Tannensee) bei Beckdorf. Die Burgstätte - früher eine Insel in einem Moorsee - kann jederzeit besichtigt werden.
Noch bis Sonntagabend läuft in Beckdorf ein Fotowettbewerb: Das beste Foto von den Ritter-Darstellern beim Mittelalterfest soll den Titel der 2. Auflage des neuen Alsdorf-Romans zieren und mit 200 Euro und einem Mittelaltermahl prämiert werden.
Der Jury gehört neben Verleger Stock, Autor Alsdorf und dem Beckdorfer Bürgermeister Siegfried Stresow u. a. AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Osten) an. Die Wettbewerbsbedingungen stehen hier.
Dem "Isern Hinnerk" gewidmet ist auch eine in Horneburg aufgestellte Statue des Raubritters aus dem Atelier des verstorbenen Hemmoorer Bildhauer Frijo Müller-Belecke. Die Ritter an der Oste sind Thema einer Veröffentlichung der AG Osteland mit dem Titel "Die Oste - Fluss der Burgen", die hier als PDF-Datei zum Download bereitsteht.
Wieder ein
Tauchunfall
16. 5. 2010. Am Wochenende ist es im Kreidesee in Hemmoor erneut zu einem Tauchunfall gekommen. Am Sonnabend gegen 12.55 Uhr stieg ein 54-Jähriger unkontrolliert auf. Der Berliner wurde mit Atembeschwerden in die Uni-Klinik Kiel geflogen. Mehr auf der Website der Polizei.
Am 10. Mai hatte der See, wie berichtet, das neunte Todesopfer seit Juli 1999 gefordert.
Osteland
Trauer um
Lisa Peters
14. 5. 2010. Die Buxtehuder FDP-Politikerin Lisa Peters hat sich weit über ihre Heimatstadt hinaus für die Region engagiert; deshalb trat sie 2005 auch der AG Osteland bei. Jetzt ist die einstige Bundestagsabgeordnete nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben.
"Burschikos, herzlich, spaßig und temperamentvoll. Irgendwie sind wir alle diesem ländlichen Charme einmal erlegen," heisst es in einem Nachruf im Tageblatt (Wochenendausgabe) auf die Freidemokratin, "die 1972 aus dem bescheidenen Eilendorf als Landfrau und Mutter ausgezogen ist, um ihre (und unsere) kleine Welt ein bisschen besser zu machen" - eine FDP-Politikerin, die anders als viele ihrer jüngeren Parteifreunde nicht soziale Kälte ausstrahlte, sondern Warmherzigkeit und Menschlichkeit.
Hechthausen
Giftiger
Verdacht
14. 5. 2010. Ein Sprecher der Stader Staatsanwaltschaft hat laut Tageblatt (Freitag) bestätigt, dass gegen einen städtischen Mitarbeiter und gegen einen Mitarbeiter einer Firma aus Hechthausen wegen des Verdachts der Bodenverunreinigung im Bereich der neuen Stader Hafen-City in der Salztorsvorstadt ermittelt werde.
Anlass für den Anfangverdacht waren Telefonate, die von der Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft Verden bei der Verfolgung illegaler Preisabsprachen am Bau abgehört wurden (wir berichteten).
Störe
in
der Stör
14. 5. 2010. Die enormen Chancen, die eine Wiederansiedlung des Störs für den Tourismus bietet, sind auch an dem schleswig-holsteinischen Fluss Stör erkannt worden, in dem - ebenso wie in der Oste - derzeit ein Versuchsbesatz mit dem urzeitlichen Kaviarfisch läuft. An der Hafenstraße am Suderhafen in Itzehoe ist mittlerweile, wie auch in Oberndorf, ein Stördenkmal errichtet worden.
Nach einem Bericht der Lokalzeitung shz soll die Stör mit ihren Nebenflüssen (Gesamtlänge: 44 Kilometer) mit Millionenaufwand renaturiert werden. Gefördert werde das Projekt vom Land Schleswig-Holstein.
Störschipperfest
am Wochenende
In erheblichem Umfang sei, so die Medienberichte, auch rund um Itzehoe in Sachen Stör "das Bewusstsein der Bevölkerung gestiegen". So wird an diesem Wochenende, 15./16. Mai, in Itzehoe wieder ein großes Störschipperfest gefeiert (Programm hier).
Zwei Gemeinden an der Stör haben den Fisch in ihre neu gestalteten Wappen aufgenommen, ferner gebe es Vorträge und Rundfunkbeiträge zum Thema.
Vernetzung
per Stör?
Nach historischem Vorbild ist die Windfahne es 1578 erbauten sogenannten Tempels von Nordoe (Gemeinde Breitenburg) restauriert worden - mit einem stilisierten Stör; er gilt als der älteste bildliche Nachweis des archaischen Fisches in der Region (mehr im Stör-Anglerforum, dem auch das gelungene Windfahnen-Foto entstammt, und bei den Itzehoer Sportfischern).
Über die zunehmende touristische Bedeutung der Stör berichtete Olaf Prüß (Region Nord, Büro für Regionalentwicklung). Der Experte wünschte sich eine "noch bessere touristische Vernetzung mit dem ganzen Bereich der Unterelbe". Dabei könne der Stör als länderübergreifendes Element dienen.
In Oberndorf wird, wie berichtet, die Einrichtung eines Stör-Informationszentrums angestrebt.
Bremervörde
Hildebrandt
an der
Spitze
14. 5. 2010. Zum 1. Vorsitzenden des neu konstituierten Vereins Vörder Land Tourismus (Sitz: Bremervörde) wurde der Beverner Ortsbürgermeister und Oste-Kulturpreisträger Uwe Hildebrandt (mehr) gewählt. Über die in der Gründungsversammlung genannten Vereinsziele heisst es in der Bremervörder Zeitung (Freitag-Ausgabe) unter anderem:
"'Die Region wird durch vielfältige Aktivitäten unterschiedlicher Organisationen immer stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt - auch weit über unsere Grenzen hinaus', sagte Hildebrandt und nannte als Beispiel die Werbekampagnen der Osteland AG. Davon könne die neu gegründete Vörder Land Tourismus partizipieren und Aktivitäten auf den Weg bringen, damit einheimische Hotels und Vermieter profitieren könnten."
"HVV-Tarif
essentiell"
14. 5. 2010. Neben dem geplanten Neubau der maroden Straßenbrücke über die Oste (mehr) bewegt die politisch interessierten Bürger Hechthausens der am Dienstag vorgestellte Gemeindeentwicklungsplan (GEP), der zugleich eine Fundgrube für Informationen über den Ort und eine Art Bibel für die Zukunftsgestaltung ist.
Aus der Fülle der Forderungen und Vorschläge in dem 136 Seiten starken Plan - laut Bürgermeister Bodo Neumann (SPD) der "Grundstein für eine nachhaltige Gemeindepolitik" - ragen einige Aussagen von grundsätzlicher Bedeutung hervor.
Als "essentiell" für den Ort bezeichnet das Planungsbüro Dörr "die Aufnahme von Hechthausen in den Tarifverbund des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV)" (Seite 20), da sich dadurch "die Fahrtpreise für den Einzelnen und damit die Mobilitätskosten erheblich reduzieren würden" - eine alte Forderung auch der AG Osteland.
Unabdingbar sei es auch, das Erscheinungsbildes des heruntergekommenen Bahnhofs zu verbessern - vielleicht tut sich da ja doch mal was; Bahnfahrer David McAllister hatte, wie berichtet, schon mehrfach Verbesserungen für seinen "Lieblingsbahnhof" zugesagt.
Hervorgehoben wird die Bedeutung des Tourismus für das "Tor zum Cuxland": "Für die Ostegemeinde Hechthausen hat der Tourismus seit Anfang der 80er Jahre - Etablierung des Ferienparks Geesthof - kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Dabei ist vor allem in jüngster Zeit durch das Konzept rund um die Deutsche Fährstraße und die Ostelandregion eine weitere Belebung des Tourismus im Hinblick auf die Übernachtungszahlen, die Freizeit- und Naherholungsangebotesowie das Marketing zu verzeichnen".
"Zugänglichkeit
der
Oste erleichtern"
Das touristische Angebot müsse aber weiter gefördert werden, nicht zuletzt der Wassertourismus. "Zur Belebung des Wassertourismus in der Gemeinde reicht der Fahrgastschiffanleger in Hechthausen-Klint allein nicht aus. Um eine entsprechende Wertschöpfung zu erzielen, die Zugänglichkeit zur Oste für Wassersportler zu erleichtern und die Verweildauer der Gäste zu erhöhen, ist die Entwicklung ergänzender wassertouristischer Angebote sowie der Ausbau der wasser- und landseitigen Infrastruktur erforderlich" (sehr konkrete Vorschläge dazu auf Seite 92).
Eigenständigkeit
kontra
Eingemeindungsgelüste
Ziel Nummer eins des Konzepts für das Jahr 2020 ist der "Erhalt der kommunalen Eigenständigkeit im regionalen Kontext" (Seite 60) - ein Kurs, den die Hechthausener Kommunalpolitiker um Bodo Neumann trotz aller Hemmoorer Eingemeindungsgelüstekonsequent vertreten.
Hinweise zur generellen Bedeutung des GEP stehen hier auf der Hemmoor-Website.
Ein Download des reich bebilderten Gesamtplanes - zwar 36 MB umfassend, aber überaus lohnend - ist hier möglich (PDF-Datei). Der GEP sollte Pflichtlektüre für alle Hechthausener sein, die mitreden wollen über ihren Ort.
Osteland
Pläne
für
Oberlauf
14. 5. 2010. Über Pläne der AG Osteland für den Oberlauf des Flusses berichtet heute die Rotenburger Rundschau.
Tourismus
Ahoi, ahoi,
Germania!
13. 5. 2010. Immer mehr Schleswig-Holsteiner entdecken die Oste. Am Himmelfahrtstag legte die MS "Germania" aus Brunsbüttel in Oberndorf an - und folgte damit einer Einladung, die Bürgermeister Detlef Horeis bereits 2008 gegenüber dem Reeder und Käpt'n Brandt ausgesprochen hatte (kl. Foto).
Nachdem zuletzt das Fahrgastschiff "Nordstern" - das ebenfalls zur Brandtschen Reederei PSB gehört - die Oste zum Oberndorfer Weihnachtsmarkt angesteuert hatte, spazierten die Himmelfahrtspassagiere jetzt durch den Ort zum Dorfgemeinschaftshaus, wo Wirt Achim Neumann ein Zelt und Schlachtermeister Manfred Maire einen Grill aufgebaut hatte. - Für das zweite Halbjahr plant die Reederei weitere Oste- und Oberndorf-Törns.
Überall an der Oste waren zu Himmelfahrt trotz der relativ kühlen Witterung Vatertagstouristinnen und -touristen unterwegs, wie es im Stader Polizeibericht heißt. Man habe "alle Hände voll zu tun" gehabt, um die umherziehenden "vorwiegend betrunkenen Einzelpersonen und Gruppen davon abzuhalten, sich im fließenden Verkehr aufzuhalten und dadurch Unfälle zu vermeiden".
"Ein Drittel
vorher
völlig
betrunken"
Weiter heißt es: "Zeitgleich fanden an mehreren Stellen größere Veranstaltungen statt, wie die Rasenmähertrecker-WM auf Krautsand mit ca. 2.500 bis 3.000 Besuchern, von denen schon ein Drittel auf dem Fußmarsch zum Veranstaltungsort völlig betrunken war, die Kreispokalendspiele in Immenbeck und das Treffen der Vatertagstourer in Gräpel sowie das Auslaufen des Kreuzfahrtschiffes "Queen Mary 2" auf der Elbe. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und von Hundeführern gelang es jedoch, die Lage im Griff zu behalten und die Einsätze abzuarbeiten," meldet die Polizei. "So mussten die vorwiegend jugendlichen Betrunkenen von Schlägereien abgehalten, Streitigkeiten geschlichtet und Sachbeschädigungen aufgenommen und Körperverletzungen werden."
Auftrieb
für die
Fähre
Brobergen
Zahlreiche Besucher radelten auf ihrer traditionellen Vatertagstour auch an dieFährstelle Brobergen und ließen sich auf die andere Osteseite übersetzen. Zuvor konnten sich die Gäste aber noch mit selbstgemachten Kuchen und Torten, Eis und Wurst stärken. Der Fährverein freute sich, so die Vorsitzende Corinna Kolf, über "viel Lob zur Instandsetzung und zum Weiterbetrieb der Fähre".
Die teure Reparatur des schwimmenden Denkmals gelang dem Fährverein Brobergen auch dank vieler Spenden. Aber auch jeder Euro, der an Himmelfahrt gezahlt wurde, wird dem weiteren Betrieb der Fähre dienen und es dem Verein ermöglichen, auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen anzubieten, so Schatzmeisterin Antje Rieckmann. Mehr über das Sommerprogramm in Brobergen unter OLDENDORF.
Die Mitglieder der Seglergemeinschaft Oberndorf, an deren Anleger eine Bierflagge flatterte, hatten bereits am Vortag Grund zum Feiern gehabt - und das gleich zweimal: nachmittags in Eitzmühlen an der Oberen Oste und abends am Vereinssteg in Bentwisch.
Mehr unter DOBROCK.
Tourismus
Urfisch
wirbt
fürs
Osteland
14. 5. 2010. Die Wiederansiedlung des Störs in Elbe und Oste fasziniert seit Monaten die gesamte deutsche Sportfischer-Presse - von der Angelwoche (Ausschnitt oben) über den Blinker (Bericht hier) bis zu Fisch und Fang (Bericht hier).
So trägt das Stör-Projekt dazu bei, den lange Zeit "vergessenen Fluss" unter Sportfischern bundesweit bekannt zu machen - und vielleicht auch den einst blühenden Angeltourismus im Osteland wiederzubeleben.
Unter der Überschrift "Der Stör kommt wieder" berichtet jetzt die "Angelwoche" erneut über die Wiederansiedlung des europaweit nahezu ausgestorbenen Urzeit-Fisches sowie den "Stör-Gipfel" in Großenwörden (Download von Seite 1, Seite 2 als PDF-Datei). Ausführlich kommt Sportfischer-Sprecher Wolfgang Schütz zu Wort.
Bereits zu Jahresbeginn hatte die "Angelwoche" über die Aktivitäten an der Oste berichtet, beispielsweise über den "Tag der Fische" im Natureum.
Sehr viel ausführlicher ist ein aktueller NEZ-Bericht von Wiebke Kramp steht hier.
Unterstützt wird das Oste-Stör-Projekt von der ARGE Wanderfische Oste, in der unter anderem die Ostepachtgemeinschaften der Sportfischer und die AG Osteland kooperieren.
Gärten
Offene
Pforten
11. 5. 2010. Auf unserer Website www.oste.de hatte die Hüllerin Ulrike Grote, wie berichtet, kürzlich dazu aufgerufen, entlang der Deutschen Fährstraße eine Aktion offene Gärten zu starten - mit erfreulich starker Resonanz. Heute präsentierten die Touristikerinnen Silvia Wolter (Kehdingen) und Manuela Köster (Hemmoor) einen zwölfseitigen Folder mit dem Titel "Unterwegs auf der Fährstraße - Blick über den Gartenzaun", der in den Rathäusern und Tourist-Infos erhältlich sein soll.
An den Vorarbeiten beteiligt war auch Osteland-Vorstandsmitglied Sigrid Frömming (Foto), die in ihrem Großenwördener Landhaus in die Kunst des Papierschöpfens einführt. Zu den weiteren Angeboten zählen u. a. die Vorführung eines Melkcomputers, der Garten am Hemmoorer Landfrauencafé Hadler, ein Künstlergarten und ein Rundgang durch eine Handweberei.
Neuen Flyer mit allen Angeboten hier herunterladen: Vorderseite - Rückseite.
Artenschutz
Funk-Störe
für
die Oste
11. 5. 2010. Der Versuchsbesatz der Oste mit dem nahezu ausgestorbenen Europäischen Stör (Acipenser sturio) wird wahrscheinlich am Sonnabend, 29. Mai, in der Nähe von Zeven fortgesetzt. Die beteiligten Wissenschaftler setzen grosse Hoffnungen in die Eignung des längsten Nebenflusses der Niederelbe als Störgewässer. Das wurde jetzt in Fachtagungen in Hannover und Büsum deutlich, bei denen die Sportfischer von der Oste durch ihren Vorsitzenden Wolfgang Schütz (Osten) vertreten waren.
Bei einem Gespräch im hannoverschen Umweltministerium wurde, so Schütz, "deutlich gesagt, dass der Versuch der Wiedereinbürgerung zügig vorangetrieben werden soll". Weiterhin seien die Vorzüge der Oste deutlich hervorgehoben sowie eine Reihe von fachlichen Detailfragen geklärt worden - zum Beispiel habe Einigkeit bestanden, "dass das Wehr bei Bremervörde nicht wegen des Versuchsbesatzes zurückgebaut werden muss".
Schütz weiter: "Die hervorragende Pressearbeit vor Ort wurde ebenso hervorgehoben wie die langjährige Erfahrung der Oste-Sportfischer bei der Wiedereinbürgerung von Lachs, Meerforelle, Schnäpel und Aalquappe."
Ein Bericht über die Jahreshauptversammlung der Störschützer in Husum steht unter OSTEN sowie auf der Sportfischer-Website sfv.oste.de.
Ein NEZ-Bericht von Wiebke Kramp über das Stör-Projekt steht hier.
Osteland
Alle wollen
Flagge
zeigen
11. 5. 2010. Tag für Tag trudeln bei der AG Osteland neue Bestellungen ein: Die von dem Hemmoorer Grafiker Mike Behrens entworfene Flagge "Lust auf Osteland", erhältlich in drei Größen, soll nicht nur in Häfen und Fähren von Neuhaus bis Bremervörde flattern. Auch Gemeinden wie Osten, Neuhaus, Sittensen und Hemmoor, Tourismusbüros, Sportvereine oder Firmen wie das Oste-Hotel und der Geesthof haben die bunten Fahnen schon geordert - insgesamt fast hundert Bestellungen sind bisher eingegangen!
Die Flaggen werden von der AG Osteland zum Selbstkostenpreis abgegeben (Bestellschein mit Größen und Preisen hier).
Allerletzte Bestellungen sind am Sonntag beim Fährmarkt an den Ständen von Ulex / Osteland-Aquavit (in Osten) und der AG Osteland (in Basbeck) möglich. Am Montag soll dann die Sammelbestellung rausgehen, wie Bernd Jürgens vom Blauen Netz Oste mitteilt.
Foto der Woche
Gänse auf dem Berthof
(Foto: Bertholdt)
Modell-Fähre
für
Oberndorf
10. 5. 2010. Die Oberndorfer Fährpromenade, schon jetzt einer der reizvollsten touristischen Anlaufpunkte an der Oste, wird weiter aufgewertet: Ein neun Meter langes Modell der einstigen Oberndorfer Prahmfähre soll als eine Art Steg über den früheren Fährspecken an der Flusskirche führen. Das teilte Bürgermeister Detlef Horeis am Montag bei einem Pressegespräch mit. Nachdem der Antrag auf einen EU-Zuschuss von 9375 Euro zu den Nettokosten in Höhe von 12.500 Euro bewilligt worden ist, sei jetzt der Bauauftrag an die Niederstricher Firma Frank Meier herausgegangen. Horeis: "Das Holz ist schon bestellt."
Das Fährmodell im Maßstab 1:2, platziert unmittelbar an der Deutschen Fährstraße, soll Besucher an die Fährtradition der Gemeinde erinnern. Versuche der Gemeinde, das Original der einstigen Oberndorfer Prahmfähre - das seit Jahren auf dem Außendeichgelände der Großenwördener Baufirma Sentker verwittert - waren, wie berichtet, ergebnislos verlaufen.
Was für Oberndorf sonst noch geplant ist, steht unter DOBROCK.
Laichbetten
für
Lachse
10. 5. 2010. Dank guter Zusammenarbeit zwischen Zevener Anglern und dem Unterhaltungsverband Obere Oste ist jetzt im Fluss bei Tiste das achte "Laichbett" für Lachse und Meerforellen zwischen Brauel und Burgsittensen angelegt worden. "Lachsvater" Ernst Peters, Vorsitzender der Besatzgemeinschaft Oste I und Oste-Preisträger, sowie Verbandsgeschäftsführer Wilhelm Meyer - beide Mitglieder der AG Osteland - lobten die gute Zusammenarbeit.
Peters betonte, die die Lachs- und Forellenpopulation in der Oste müsse so weit vergrößert werden, dass sich die Fische eigenständig erhalten können. Dazu sei es nötig, das Ostewehr an der Sittenser Wassermühle mit einem Umgehungsgerinne zu versehen.
Ausführlicher Bericht in der Nordsee-Zeitung.
3. Toter
seit
10 Monaten
10. 5. 2010. Zum drittenmal binnen zehn Monaten endete am heutigen Montag ein Tauchgang im Hemmoorer Kreidesee tödlich.
Ein 30-jähriger Mann aus Südwestfalen war laut Polizei "als nicht unerfahrener Taucher einer Dreiergruppe aus Nordrhein-Westfalen gegen 12.30 Uhr aus noch unklarer Ursache plötzlich abgesackt". Der Tauchunfall soll sich in einer Tiefe von ca. 35 Metern ereignet haben. Mit dem U-Boot der Tauchbasis konnte der Gesunkene geortet und gegen 15 Uhr tot geborgen werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Erst im März war eine 40-jährige Tauchsportlerin aus Schwanewede nicht lebend von ihrem Tauchgang im Kreidesee zurückgekehrt. Davor war am 1. August des vorigen Jahres ein 23-jähriger Taucher aus dem Raum Lüneburg im Kreidesee tödlich verunglückt.
Der heutige Vorfall forderte das neunte Todesopfer seit Juli 1999 im Kreidesee, der in Internet-Taucherforen den Beinamen "Todessee" trägt. Nach NEZ-Recherchen ereigneten sich darüber hinaus allein in den Jahren 2006 bis 2009 im Kreidesee insgesamt 32 Tauchunfälle. Mehr...
Straßenbau
Schlaglöcher
und Autowahn
10. 5. 2010. "Das Land Niedersachsen lässt die Landesstraßen verkommen, während es gleichzeitig -zig Millionen Euro in die Planung einer überflüssigen Autobahn pumpt," kritisieren die Initiativen gegen die A 22. Zuerst müssten die Landesstraßen saniert werden, bevor weitere Millionen für den "Autowahn" und die "unbezahlbare Utopie einer Küstenautobahn" verschwendet würden.
Das Befahren der Landesstraßen gleiche einer "Schlagloch-Rallye" und sei abschnittsweise nur noch mit 30 km/h möglich: "Das ist nicht nur lästig und schädlich für die Fahrzeuge, sondern schadet auch der regionalen Wirtschaft. Es führt zu erheblichen Zeitverlusten bei Pendlern, Handwerksbetrieben und Transportunternehmen. Ein funktionstüchtiges Landstraßennetz ist für die regionale Wirtschaft von grundlegender Wichtigkeit, während der Nutzen der A 22 für die regionale Wirtschaft höchst strittig ist und darüber hinaus Natur, Landschaft und Lebensqualität der Bevölkerung erheblich unter der A 22 leiden werden," schreibt die Initiative.
Leser-Mail
Heute am
stillen
Fluss
10. 5. 2010. Aus dem bayrischen Schongau mailen uns die Oste-Fans Josef und Waltraud Schmidt: "Liebe Freunde, wir sind immer wieder von den Bildern der Gundula Ida Gäntgen begeistert, die ein 'gutes Auge' für die geliebte Natur hat und ein 'Händchen', es in ganz tolle Bilder umzusetzen. Ihr neuestes Werk wollen wir euch zeigen - aber ihr kennt ja bestimmt alle Bilder von ihr - oder? Liebe Grüße von Sepp und Walli."
Neuestes Oste-Foto "Heute Abend am stillen Fluss" hier.
Wahlen
SPD im
Aufwind
10. 5. 2010. Nach der Abwahl von Schwarz-Gelb in NRW sehen sich auch die hiesigen Sozialdemokraten im Aufwind. Niedersachsens SPD-Chef Garrelt Duin beurteilt das Düsseldorfer Wahlergebnis, wie er auf Facebook mitteilt, als "Anfang vom Ende von Schwarz-Gelb im Bund". Duin: "Das ist gut für die Menschen in Nordrhein-Westfalen, das ist gut für die SPD. Denn mit einem sozialdemokratisch regierten NRW wird es keine unseriösen Steuersenkungen auf Pump, keine unsoziale Kopfpauschale im Gesundheitswesen und keine unsinnige Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken geben."
Raubzug
durch
Rathauskassen
Bereits am Donnerstag hatte der designierte niedersächsische SPD-Chef Olaf Lies (Foto) die schwarz-gelbe Finanzpolitik in Berlin und Hannover scharf kritisiert. Städte, Gemeinden und Landkreise müssten bis Ende 2013 mit zirka 12 Milliarden weniger auskommen: "Für Niedersachsen bedeutet das ein Minus von rund 1,2 Milliarden Euro. Trotz gewaltiger Sparanstrengungen der Kommunalpolitiker in den vergangenen Jahren droht den niedersächsischen Kommunen der finanzielle Kollaps. Das sind die direkten Auswirkungen der unverantwortlichen Steuersenkungspolitik von CDU und FDP."
Ministerpräsident Wulff und Wirtschaftsminister Bode hätten im Bundesrat den schädlichen Steuergeschenken für Hotelketten und Millionenerben zugestimmt. Damit habe sich die Landesregierung als "Totengräber der niedersächsischen Kommunen" betätigt. Alleine das so genannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz nehme den Kämmerern bis 2013 über 500 Millionen Euro.
Die Konsolidierung der kommunalen Haushalte werde damit ebenso unmöglich gemacht wie notwendige öffentliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur, die zu 60 Prozent von den Kommunen getätigt werden: "Es ist an der Zeit, dass Herr Wulff ein klares Bekenntnis zur Sicherung der Kommunalfinanzen in Niedersachsen abgibt und sich nicht mehr am Raubzug durch die Kommunalkassen beteiligt."
Biking und
Fohlen-Gala
9. 5. 2010. Zwei attraktive Veranstaltungen stehen im Raum Großenwörden bevor. Am Sonntag, 30. Mai, beginnt um 13.10 Uhr das 5. Biking auf der Milchstraße - Motto: "Radeln für jedermann durch die Ostemarsch". Der Streckenverlauf, Startbedingungen und mehr stehen auf dieser Website.
Am Sonnabend, 5. Juni, 9.30 Uhr, beginnt auf dem Turnierplatz in Großenwörden die diesjährige Fohlen-Gala, für die mit den Worten geworben wird: "Raus aus dem Alltag, rein ins Pferdevergnügen". Weitere Fohlenschauen folgen am 18. Juni, 17 Uhr, auf dem Dobrock, am 19. Juni, 14 Uhr, in Freiburg, am 20. Juni, 13 Uhr, in der Hengststation Pape in Hemmoor und am 11. Juni, 18 Uhr, in Sittensen.
Lamstedt
Absage
an Aust
9. 5. 2010. Die Pläne des Lamstedter Journalisten Stefan Aust, mit Hilfe des Axel-Springer-Verlages eine Art Gegen-SPIEGEL zu gründen, haben sich zerschlagen. Der vor zwei Jahren vom SPIEGEL entlassene Chefredakteur (mehr) erfuhr jetzt von seinen Verhandlungspartnern: "Die potenziellen Gesellschafter des von Stefan Aust entwickelten Magazins 'Woche' haben sich entschieden, das Projekt im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld nicht weiterzuverfolgen." Mehr...
Bremervörde
Festival
an
der Oste
9. 5. 2010. Der 4. Bremervörder Kultursommer, vorbereitet vom Rathaus-Team um Fachbereichsleiterin und Osteland-Mitstreiterin Bianka Zydek, bietet dem Publikum auch in diesem Jahr auf dem Festivalgelände am Vörder See - unmittelbar an der Oste - einen bunten Strauß attraktiver Veranstaltungen. Ob Kulturfest, Peter Orloff und der Schwarzmeer-Kosakenchor oder Schlagerstar Ireen Sheer (Foto) � die Besucher werden wohl begeistert sein. Eröffnet wird der 4. Bremervörder Kultursommer am 23. Juli um 19 Uhr mit einem "Sinnes-Open-Air" in der Welt der Sinne im Natur- und Erlebnispark. - Mehr auf der Website der Stadt Bremervörde.
Osteland
Konzepte
für
die Oberoste
7. 5. 2010. Als fruchtbar und anregend beurteilten die Teilnehmer ein Arbeitstreffen zwischen der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. und der Lenkungsgruppe der Ilek-Region Börde Oste-Wörpe; der Lenkungsgruppe für die Obere Oste gehören unter anderem die Samtgemeindebürgermeister Johann D. Klintworth (Zeven), Werner Borchers (Selsingen) und Stefan Tiemann (Sittensen) sowie GLL-Dezernatsleiter Siegfried Dierken (Verden) an. Im Zevener Rathaus präsentierten die Osteland-Vorstandsvertreter Johannes Schmidt (Hemmoor) sowie Renate und Jochen Bölsche (Osten) ein Paket mit zehn Projekt- und Aktionsideen für die Obere Oste.
Als "tolle Idee" bewertete Borchers ebenso wie seine Kollegen den Vorschlag, einen flussbegleitenden "Oste-Trail" für Radwanderer zu entwickeln und zu bewerben. Der Radweg von der Quelle bis zur Mündung soll in eine für 2011 in einer Auflage von 100.000 Exemplaren geplante Faltkarte der gesamten Oste mit Radwegen, Häfen, Kanustationen und Wohnmobilplätzen einfließen.
Anklang fanden auch die neuen Großplakate mit dem Slogan "Der Fluss, der alles hat", die vom Osteland-AK Blaues Netz entwickelten Flaggen und Stander ("Lust auf Osteland") sowie die Ankündigung, den "7. Tag der Oste" mit der Verleihung des Oste-Kulturpreises im kommenden Jahr am Oberlauf zu veranstalten.
Die drei Bürgermeister, deren Kommunen ausnahmslos Mitglied der AG Osteland sind, regten an, das beliebte "Osteland-Magazin" der Lokalzeitungen künftig auch am Oberlauf zu verbreiten, und würdigten die Osteland-Aktion "Wir an der Oste", die auf eine Förderung des Binnentourismus in der Flussregion zielt. Erörtert wurde auch die Anregung, die Stör- und Lachsansiedlung durch je ein Wanderfisch-Infozentrum am Ober- und Unterlauf zu begleiten.
Der Gastgeber des Treffens, Zevens SG-Bürgermeister Klintworth (Foto), schloss die von Regionalmanager Holger Brörkens (GfL) geleitete Sitzung mit der Bemerkung, er hätte mit einer solchen Fülle von praktikabler Anregungen zur Förderung des Tourismus am Oberlauf des 150 Kilometer langen Flusses "nie gerechnet".
Wassersport
Hafenführer
vorgestellt
7. 5. 2010. Ein kostenloser zwanzigseitiger Oste-Hafenführer soll verstärkt Wassersportler auf die Oste locken. Die ersten Exemplare des reich bebilderten Heftes überreichten (v. l. n. r.) Caspar Bingemer, Eddy Uhtenwoldt und Albertus Lemke von der Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer ("Blaues Netz Oste") der AG Osteland am Rande der Cadenberger Tourismusveranstaltung der Dobrocker SG-Bürgermeisterin Bettina Gallinat. in der Samtgemeinde liegen rund ein halbes Dutzend Oste-Häfen und Vereinsanleger.
Das in einer Auflage von 3000 Exemplaren gedruckte Heft, das sämtliche Häfen und Anleger sowie Kanuverleiher am längsten Nebenfluss der Niederelbe auflistet und ein umfangreiches Oste-Porträt von Osteland-Vize Jochen Bölsche enthält, soll an der Küste und an der Elbe verbreitet und in der Fachpresse beworben werden.
Skipper von der Oste wollen außerdem den Hafenführer in diesem Sommer auf ihre Törns mitnehmen und in den von ihnen besuchten Häfen auslegen.
Gratis per
Mausklick
Das Heft soll auch in den Tourist-Infos und Rathäusern an der Oste erhältlich sein. Einzelexemplare können bereits jetzt bei www.wingst.de bestellt werden; auf der Startseite links "Service", dann "Prospektbestellung", dann "15. Hafenführer" anklicken.
Wie Tourismusexperte Johnen mitteilte, wird die Anregung der AG Osteland, die Ostehäfen nach dem Vorbild von Bremervörde wasserseitig mit einheitlichen Orientierungstafeln ("Gelbe Welle") auszuschildern, von der Samtgemeinde Am Dobrock unterstützt. Angestrebt werde auch der Bau einer WC-Anlage im Hafen Geversdorf.
Demokratie
Entscheidung
im Stadeum
7. 5. 2010. Die SPD Niedersachsen wählt ihren neuen Landesvorsitzenden Ende Mai in Stade. Als aussichtsreicher Kandidat tritt nach vielen Vorstellungsrunden an der Parteibasis der Wilhelmshavener Olaf Lies an. Der 43-jährige Elektroingenieur, der über Kommunalpolitik in die Landespolitik kam, gilt, so das Stader Tageblatt, als "unverbrauchter politischer Newcomer in der SPD".
Am Sonnabend, 29. Mai, 10 Uhr, kommen die Delegierten zum Parteitag im Stadeum zusammen. Als Gast und Hauptredner wird der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel nach Stade kommen. Der jetzige SPD-Landesvorsitzende Garrelt Duin wird nicht wieder kandidieren. Mehr unter www.spd-hemmoor.de.
Erfolgsserie
für
Horeis
5. 5. 2010. So macht Kommunalpolitik Spaß: Erst vor wenigen Wochen konnte Detlef Horeis, rühriger Bürgermeister von Oberndorf, stolz verkünden, er fahre "zum Geldholen nach Hannover": Dem Ort, der sich "das Herz der Oste" nennt, war es damals als einziger Gemeinde im Landkreis gelungen, an einem millionenschweren Breitband-Sonderprogramm für ein schnelleres Internet zu partizipieren.
An diesem Donnerstag reiste der Sozialdemokrat erneut "zum Geldholen" nach Hannover: Wiederum als einiger Ort im Cuxland hat das ebenso lebendige wie idyllische Ostedorf - nach recht erfolgreichem Abschneiden im letztjährigen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" - von der neuen Agrarministerin Astrid Grotelüschen die Zusage erhalten, in das Dorferneuerungsprogramm des Landes einbezogen zu werden, und das bereits zum zweitenmal in der Dorfgeschichte. Nun winken für öffentliche und private Investitionen hohe Zuschüsse. - Mehr unter DOBROCK.
Bereits am Dienstag dieser Woche erhielt Horeis vom Amt für Landentwicklung die Zusage, dass mit dem Bau des 2:1-Modells einer Prahmfähre begonnen werden kann, das künftig an der historischen Fährstelle vor der Kirche an die einstige Flussquerung erinnern soll.
Auch das Projekt "Historischer Deichwanderweg", in das Oberndorf einbezogen ist, steht laut Horeis vor der Realisierung: Viele bunte Info-Tafeln, entwickelt vom HeimatvereinsvorsitzendenHenning Kuhne, sollen auf geschichtsträchtige Plätze im einstigen Handels- und Fährort hinweisen, etwa auf die frühere Mühle und ehemalige Werften.
Informationen über das in Hannover vereinbarte kreisweit einzigartige Modellvorhaben Internetzugang durch "Funklaternen" (wir berichteten ausführlich) soll es in einer Bürgerveranstaltung am Donnerstag, 3. Juni, 19.30 Uhr, im Niederstricher Gasthaus Henning geben.
Im Laufe des Sommers kann, wenn die Arbeiten am Bentwischer Kanuten- und Radler-Zeltplatz abgeschlossen sind, auch der benachbarte schmucke neue Wohnmobilplatz am Sportboothafen feierlich eingeweiht werden, der bereits jetzt gut angenommen wird.
Ein weiterer erfreulicher Termin steht inzwischen fest: Das Dörfer-Duell "Crazy Competition", in dem sich Oberndorf im vorigen Jahr erfolgreich gegen die durch Cadenberge unterstützte Wingst durchgesetzt hat, wird am Donnerstag, 5. August, ab 20.15 Uhr auf Pro7 ausgestrahlt, wie Horeis mitteilt. Von der anderthalbstündigen Sendung erhoffen sich die Oberndorfer positive Impulse für den Tourismus. Mit der Siegprämie soll unter anderem der Kirchplatz ("Tor zur Oste") aufgewertet werden.
Zum Gedenken an den Sieg wird im Ort auf Anregung von Kaufmann Albertus Lemke ein von Sponsoren gestifteter Findling mit Inschrift aufgestellt werden. An die Niederlage der vereinigten Wingster und Cadenberger Streitmacht erinnert bereits seit letztem Jahr (den Spielregeln entsprechend) ein rosafarbener "Stein der Schande" vor der dortigen Tourismuszentrale.
Für seine Initiativen für Förderung des Tourismus war Oberndorf bereits 2009 mit dem "Goldenen Hecht" der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ausgezeichnet worden (Begründung hier).
Die künftige Tourismusentwicklung in der Samtgemeinde ist Thema einer Info-Veranstaltung am heutigen Donnerstag im Wingster Rathaus - mehr unter DOBROCK.
Razzia
Diebesbande
ausgehoben
6. 5. 2010. Bei einer Razzia in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Mittwoch eine Diebes- und Hehlerbande festgenommen. Den fünf Männern werden mehr als 50 Einbrüche allein im Stadtgebiet von Cuxhaven zur Last gelegt, teilte die Staatsanwaltschaft Stade mit. Ein Teil des Diebesguts wurde in Hemmoor sichergestellt. Mehr im Weser-Kurier.
Jetzt Mord
im
Moorexpress
6. 5. 2010. "Mord im Moorexpress und andere Geschichten aus dem Teufelsmoor" - unter diesem Motto versammelt der Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus Kurzgeschichten, die auch Krimis sein dürfen. Sie müssen erkennbar im Teufelsmoor zwischen Bremen und Bremervörde spielen; die Texte sollten nicht mehr als 10.000 Zeichen umfassen. Im Falle des Abdrucks wird ein Vertrag geschlossen, der dem Autor das branchenübliche Honorar zusichert. Die von Elke Loewe herausgegebene Anthologie wird im September 2010 mit einer Lesung im Moorexpress vorgestellt. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2010. Kontakt: Verlag Atelier im Bauernhaus, Wolf-Dietmar Stock, In der Bredenau 6, 28870 Fischerhude, Tel. 04293 491 / Fax: 1238.
Im selben Verlag ist im Jahr der Oste 2009 der von der AG Osteland herausgegebene Band "Mord an der Schwebefähre" erschienen.
Zoo
Ein Tag
für
die Lütten
6. 5. 2010. An diesem Freitag, 7. Mai, ab 13 Uhr veranstaltet der Förderverein Zoo in der Wingst einen Kindertag im Zoo. Auf dem Programm stehen zahlreiche Aktionen für die Lütten. Kinder haben freien Eintritt.
Fähren
Klempow
in Klint
6. 5. 2010. Der Heimatverein Hechthausen e. V. hält seine Mitgliederversammlung am Freitag, 7. Mai, 19 Uhr, im Restaurant "Zum Raubritter" in Hechthausen-Klint ab. Nach den Regularien steht ab 20 Uhr ein Vortrag der Journalistin, Buchautorin und Ostepreisträgerin Journalistin Grit Klempow zu Thema "Hol över � von Menschen und Fähren an der Oste" auf der Tagesordnung. Ihr Ostefähren-Brevier "Öber de Oost" ist inzwischen zum Kultbuch avanciert.
Allen Oste-Fans sei ein Besuch dieser Veranstaltung ans Herz gelegt. Zu dem Vortrag um 20 Uhr sind auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen, wie Vorsitzender Klaus Torborg (Foto) mitteilt. Der Eintritt ist frei.
Großenwörden
Mausklick
für
ein Voltipferd
5. 5. 2010. Das Großenwördener Voltigierpferd Roxanna ist krank. Mit einem einzigen Mausklick können die Besucher dieser Website dafür sorgen, dass die Großenwördener Voltigierkinder ein neues Pferd bekommen. - Mehr unter GROSSENWÖRDEN.
Schwebefähren
20 Mio.
zum
100-Jährigen
5. 5. 2010. Zum bevorstehenden 100-jährigen Bestehen der Schwebefähren- und Eisenbahnbrücke über den Nordostseekanal wird das Wahrzeichen der Stadt Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld grundlegend renoviert. Gut 20 Millionen Euro sollen in die Erhaltung der markanten Stahlkonstruktion investiert werden. Durch den Einsatz von Hängegerüsten wird die Schiffahrt auf dem Kanal nicht behindert. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. Die Rendsburger Hochbrücke wurde zwischen 1911 und 1913 erbaut. Sie ist eine der Hauptattraktionen der an der Oste konzipierten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel.
Auch an der 104 Jahre alten Schwebefähre im walisischen Newport finden zur Zeit Wartungs- und Reparaturarbeiten statt, deren Kosten auf 2 Millionen Pfund beziffert werden und die im Juli abgeschlossen sein sollen, wie es in der britischen Presse heißt.
Unterdessen bereitet sich die nordostenglische Stadt Middlesbrough auf den 100. Geburtstag ihrer Schwebefähre im kommenden Jahr vor. Geplant sind laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung der Bau von gläsernen Aufzügen, der Ersatz von Motoren sowie Reparaturen an der Gondel.
Zur Bedeutung des Bauwerks erklärte jetzt ein Stadtsprecher: "The Transporter Bridge is an iconic symbol for the region and a great tourist attraction for the town."
Die Straße
der Orgeln
3. 5. 2010. Findige Tourismusförderer könnten zwischen Elbe und Weser ohne weiteres eine "Orgelstraße" etablieren - so groß ist die Zahl wertvoller historischer Instrumente in den Kirchen rechts und links der Oste.
"Weltweit
einmalig"
Der in Stade ansässige Verein "Norddeutsche Orgelkultur in Niedersachsen und Europa" (Nomine) hat der "weltweit einmaligen Orgellandschaft" jetzt die Website www.nomine.net gewidmet, die zu rund 240 historischen Orgeln in Nord- und Nordwestniedersachsen führt - mit genauen Beschreibungen, Fotos und Bau- und Restaurierungsgeschichte. "Viele Menschen wissen überhaupt nicht, welch wertvolle Orgeln es in ihrer Heimat gibt", sagt Projektkoordinator Christoph Schönbeck.
Auf der Website finden sich auch Informationen über Orgelreisen, etwa mit der Mocambo zu den Oste-Orgeln. - Direkt zu den Orgeln an der Oste geht es hier.
Mai an der Oste
'Die 50er'
in
Iselersheim
3. 5. 2010. Der von Oste-Preisträger Hermann Röttjer geleitete Heimatverein Iselersheim zeigt im dortigen Findorffhaus eine originelle Sonderausstellung mit dem Titel "Die 50er Jahre - ein besonderes Lebensgefühl". Die von den Dorfbewohnern liebevoll zusammengestellte Schau weckt Erinnerungen an die Ära von Nierentisch und Petticoat, Mecki und Lurchi, Ahoi-Brausepulver und Flot-Frisiercreme.
Geöffnet ist die Ausstellung jeweils am 1. Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr; Sondertermine können unter Tel. 04769-1023 mit Hermann Röttjer vereinbart werden.
Der wunderschöne museale Moorhof in Augustendorf am Oste-Hamme-Kanal ist ab sofort wieder sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Einzelheiten hier.
Der Kornspeicher in Nieder Ochtenhausen, den der dortige Heimatverein - Mitglied der AG Osteland - betreibt, kann jeden ersten Sonntag im Monat besichtigt werden; den Besuchern wird Kaffee und Kuchen serviert.
Saison hat (seit Ostern) auch wieder das großartige, mehrfach preisgekrönte Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen (Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 18 Uhr, vom 1. Juli bis 30. September ist täglich geöffnet außer montags; Gruppen ab 10 Personen jederzeit nach Absprache). Zur Zeit werden Sonderausstellungen über Kümos, Sturmfahrten und Seekisten gezeigt.
Im Fährkrug
steht
ein Burgmodell
Anziehungspunkt für Radwanderer ist auch in diesem Jahr wieder die Museumsfähre in Brobergen mit dem an Wochenenden bewirtschafteten Fährkrug, in dem auch eine Ausstellung zur früheren Burg Brobergen zu sehen ist. Brobergen ist in diesem Sommer auch Ziel von Ausflugsfahrten mit der Europakutsche.
Torfkahnfahrt
in der
Morgendämmerung
Eine Torfkahnfahrt in der Morgendämmerung durchs Teufelsmoor bietet Axel Roschen, Diplom-Biologe und Leiter der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde, am 15. Mai und am 13. Juni jeweils ab 4 Uhr - wenn die Vögel erwachen - ab Gasthaus zur Kreuzkuhle in Gnarrenburg am Oste-Hamme-Kanal.
Einen Tag der Offenen Tür veranstaltet der Windsurfclub Bremervörde am Sonnabend, 8. Mai, ab 11 Uhr auf dem Vörder See unmittelbar an der Oste. Schnupperkurse für jedermann (ab 10 Jahre, nur Schwimmer) beginnen um 11, 13 und bei Bedarf um 15 Uhr.
AG Osteland
Großplakat
aufgestellt
1. 5. 2010. Das Blaue Netz Oste, die Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer der AG Osteland, hat jetzt die kürzlich angekündigte Werbekampagne für die Oste gestartet, den "Fluss, der alles hat". Diesen Slogan soll auch eine großformatige Werbetafel transportieren, das der Ostener Designer und Fotograf Nikolaus Ruhl für die AG Osteland gestaltet hat und die am Wochenende am Hemmoorer Bahnhofskreisel aufgestellt wurde.
Rund 20 Fotos demonstrieren das bunte Kaleidoskop der Möglichkeiten, die der Fluss Sport- und Naturfreunden bietet: Paddelboote an der Wassermühle in Eitzte, die Lachsbrutstation am Wehr in Sittensen, Natur pur bei Weertzen, Motoryachten im Bremervörder Hafen und die Prahmfähre in Brobergen sind ebenso zu sehen wie beispielsweise das schwimmende Stördenkmal in Oberndorf, Berufs- und Sportfischer am Unterlauf, Taucher in Hemmoor, Ruderer an der Schwebefähre in Osten, ein Ausflugsschiff am Natureum und Seehunde in der Mündung (Plakat anschauen hier).
Allen Gemeinden an der gesamten Oste, aber auch Vereinen und Tourismusverbänden wird die Werbetafel zum Selbstkostenpreis angeboten. Einzelheiten sind bei Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt, E-Mail: neusicht@aol.com, zu erfragen.
Das Plakat enthält an zentraler Stelle die Webadresse des soeben freigeschalteten Internet-Portals www.blaues-netz-oste.de, auf dem unter anderem ein "Blauer Kalender" über Veranstaltungen mit maritimem Charakter in der gesamten Flußregion informiert und auf der Häfen, Anleger, Slipanlagen, Bootsverleiher und Kanu-Ein- und Ausstiege an der Unteren und Oberen Oste verzeichnet sind.
In Kürze erscheint ein ebenfalls vom Blauen Netz der AG Osteland herausgegebener Hafenführer für die Oste.
Vereine
Fassbutter
&
Butterblumen
1. 5. 2010. Während die Veranstaltungen des Oste-Fähren-Tages in Osten, Brobergen und Gräpel am Samstagnachmittag zeitweise unter Regenschauern litten, war die vormittägliche Maiwanderung des TSV Oberndorf von trockenem Wetter begünstigt. Flankiert von Kühen, Pferden und Butterblumen, marschierten fast 50 Wanderer von Osten-Isensee zu Niedersachsens einziger Fassbutter-Molkerei in Hasenfleet, dem neuen Tourismusmagneten zwischen Oste und Elbe. Mehr unter DOBROCK.
Otter rücken
zur Oste
vor
1. 5. 2010. Eines der am stärksten bedrohten Säugetiere Europas kehrt in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet zurück. Der Fischotter nähert sich offenbar auf breiter Front von Süden her der Wümme und der Oberen Oste.
Im vergangenen Jahr hatte der Landkreis Rotenburg - wo vor dem Kreishaus eine Fischotter-Statue steht - von ersten Erfolgen im Fischotterschutz durch Förderprogramme und Flächenankäufe berichtet. Nachweise des vom Aussterben bedrohten Fischotters gab es bis zu diesem Zeitpunkt nur indirekt durch Kotspuren und Pfotenabdrücke. Dann wurde im Dezember auf der B 75 bei Rotenburg der Kadaver eines überfahrenen Fischotters gefunden.
Im März wurde bei Westervesede ein weiteres Exemplar des streng geschützten Tieres - ein Marder, der zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren zählt - zum Verkehrsopfer. Damals erklärte Sigrid Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Rotenburg, in Niedersachsen bestehe eine "Ausbreitungstendenz vom Osten in den Nordwesten�. Die seltene Art bewege sich aus dem Raum Gifhorn kommend Richtung Oste und Landkreis Cuxhaven. Die Oste sei "ein idealer Lebensraum" (mehr in der Rotenburger Rundschau).
Im April wurde nun auf der Landstraße zwischen Zeven und Sittensen ein drittes Tier überfahren. Das zweijährige Weibchen war vermutlich auf dem Weg zur Oste.
Der dritte Totfund binnen weniger Monate deutet laut ROW-Naturschutzchef Forstoberrat Jürgen Cassier darauf hin, "dass wir schon eine recht starke Fischotterpopulation im Einzugsberich der Wümme und Oste haben". Beim Neu- und Umbau von Brücken sollen jetzt sogenannte Fischotterbermen installiert werden, die den Tieren ein gefahrloses Passieren von Brücken ermöglichen.
Mehr über die faszinierende Tierart auf Wikipedia und der Website des Fischotterzentrums Hankensbüttel.
Gewässer
Oste in
neuer
Zuständigkeit
1. 5. 2010. Zum 1. Juli soll die Oste, wie berichtet, von einer Bundeswasserstraße in ein Landesgewässer I. Ordnung umgewandelt werden. Zu diesem Termin tritt auch eine neue Befahrensordnung in Kraft, die mit Verbänden und Kommunen abgestimmt ist und auf Drängen von Segler-, Angler- und Jagdorganisationen unter anderem das Jetski-Fahren auf dem Fluss untersagt (siehe blaues-netz-oste.de).
Bereits zum 1. Mai wurde die behördliche Zuständigkeit für die Ufersicherung am Unterlauf vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) auf den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) übertragen. Zu diesem Zweck wurde gestern, wie NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp auf einer Sonderseite der Heimatzeitung dokumentiert, der Basbecker Betriebshof des WSA an die NLWKN-Betriebsstätte Stade übergeben. In Stade ist der Wasserbau-Experte Martin Kogge unter der Regie des Betriebsstätten-Chefs Heinrich Pudimat jetzt nicht nur für die Unterhaltung des Unterlaufs, sondern auch für die Obere Oste zuständig (siehe unten).
Drei Fähren,
ein Ticket
25. 4. 2010. Auch in diesem Jahr wird am Sonnabend, 1. Mai, wieder ein Oste-Fähren-Tag gefeiert. Unter dem Motto "Drei Fähren - ein Fluss - ein Ticket" bieten die Oste-Fähren in Osten, Brobergen und Gräpel wieder gemeinsam das "Oste-Fähren-Ticket" an. Besucher können mit dem Ticket an diesem Tag die drei Ostefähren benutzen und das Rahmenprogramm genießen.
Der Vorstand des Fährvereins Brobergen um Corinna Kolf (l.) hat den Shantychor Hemmoor eingeladen, der ab 14.30 Uhr in Brobergen auftritt. Um 16 Uhr liest Ostekulturpreisträger Dietrich Alsdorf aus seinem neuen Buch "Isern Hinnerk". Der Musiker Jan de Grooth aus Oberndorf präsentiert ab 16 Uhr in einem Open-Air-Konzert an der Schwebefähre in Osten Hits von den Beatles bis Neil Young.
Der Ostefährentag geht zurück auf eine Initiative von Karl-Heinz Brinkmann, 2. Vorsitzender des Ostener Fährvereins.
Großenwörden
Witt droht
mit Protest
1. 5. 2010. Die Dorfstraße in Großenwörden, wo zur Zeit - wie berichtet - wegen nicht reparierter Frostschäden Tempo 10 vorgeschrieben ist, zählt laut Stader Tageblatt zu "den schlimmsten Schlaglochstrecken im Kreis Stade". Doch die Bürger wollen sich nicht damit abfinden, dass für eine Sanierung der frostgeschädigten Fahrbahn durch die zuständige Landesregierung angeblich kein Geld da ist.
Bürgermeister Bernhard Witt will jetzt alle Vereine auffordern, Argumente für eine dringend erforderliche Sanierung zu sammeln. Witt ist verärgert über den kostspieligen vierfachen Ministerwechsel im Niedersachsen-Kabinett. "Für so etwas ist Geld da", machte er in der jüngsten Ratssitzung seinem Unmut Luft.
Wegen der Tempobegrenzung auf 10 km/h - die auch Radfahrer kaum einhalten können - ist unter anderem die Teilnahme Großenwördens am traditionellen "Biking auf der Milchstraße" in diesem Jahr gefährdet.
Desaströse
Zustände
auch in
Freiburg/Elbe
Ähnlich desaströs ist zur Zeit der Straßenzustand in Freiburg/Elbe, wo im Ort wegen der Schlaglöcher ebenfalls teilweise 10 km/h vorgeschrieben sind.
Oberndorf
Mit dem
TSV
in den
Mai
1. 5. 2010. Auch in diesem Jahr - zum 34. Mal - hat das Oberndorfer AG-Osteland-Mitglied Albertus Lemke für den TSV Oberndorf eine Maiwanderung organisiert. Treffpunkt ist am 1. Mai um 8.30 Uhr am Sportplatz.
Auf kaum bekannten Wegen geht es unter anderem zur "Gläsernen Molkerei" nach Hasenfleet, wo Milch-Manager Horst von Thaden einen Imbiss hat vorbereiten lassen. Fotos von der Maiwanderung 2009 stehen auf dieser SONDERSEITE.
Anschließend ist Gelegenheit zum Besuch der Veranstaltungen des Oste-Fähren-Tages.
Neuer Prozess
um Oste-Mord
30. 4. 2010. Der 42-jährige Michael B. aus Himmelpforten wird sich erneut wegen des Mordes an der damals 16-jährigen Sonja Ady aus Ostendorf an der Oste vor Gericht verantworten müssen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat jetzt den Freispruch aufgehoben, mit dem im August 2009 der Prozess in Stade endete.
Die Schülerin war im August 1987 nach einem Discobesuch mit zahlreichen Schnitt- und Stichverletzungen getötet worden. Ihre nackte und gefesselte Leiche wurde auf einem Feldweg in Ebersdorf gefunden. - Mehr in der Bremervörder Zeitung.
Rückkehr
der
Überlebenden
29. 4. 2010. Mit einer Gedenkfeier haben Überlebende am Donnerstag an die Befreiung des NS-Lagers Sandbostel vor genau 65 Jahren erinnert. An mehreren Stellen auf dem 35 Hektar großen Gelände unweit der Oste im Kreis Rotenburg wurden Kränze niedergelegt.
Auf der Kriegsgräberstätte gedachten die Ex-Gefangenen mit Vertretern aus Politik, Diplomatie, Kirche und Militär der Abertausenden von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge, die während des Zweiten Weltkriegs in dem Lager getötet wurden. Der Boden, auf dem die Trauernden standen, sei gesättigt mit "Blut und Tränen", sagte Pastorin Esther Ockuhn (Foto) in ihrer Andacht.
Von 1939 bis 1945 seien an der Oste etwa eine Million Menschen inhaftiert gewesen, sagte Gedenkstätten-Leiter Andreas Ehresmann. Damit sei Sandbostel eines der größten Gefangenenlager der Wehrmacht gewesen; kein anderes Lager dieser Art ist baulich ähnlich gut erhalten.
Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war das Projekt "Eine Brücke über die Oste", das zwölf Schüler des Gymnasiums Othmarschen und des Hamburger Lycée Français in Kooperation mit der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr und der Stiftung Lager Sandbostel entwickelt hatten.
Von "Lilli
Marleen" bis
zu den
"Moorsoldaten"
Mit Soldaten- und Gefangenenliedern - von "Lilli Marleen" bis zu den "Moorsoldaten"- sowie mit Dokumentaraufnahmen und erschütternden Zitaten aus Zeitzeugen-Interviews stellten die jungen Deutschen und Franzosen in beeindruckender Weise die Lagergeschichte dar.
"Die Idee war, ein Programm für die Gedenkfeier zu gestalten, das nicht nur aus langweiligen Reden besteht", sagte der Othmarschener Gymnasiast Matthias Hansal, 18, dem Hamburger Abendblatt. "Also haben wir mit Menschen Kontakt aufgenommen, die das Lager überlebt haben oder als Außenstehende Einblick hatten. Wir haben sie zu ihren Eindrücken und Erlebnissen befragt und aus ihren Schilderungen ein Rollenspiel gemacht."
Über das Schülerprojekt informiert die Internetseite www.eine-bruecke-ueber-die-oste.de, die Matthias Hansal gestaltet hat.
Gedenken
an
"Klein-Belsen"
Den britischen Soldaten hatte sich im April bei der Befreiung auf dem 35 Hektar großen Areal ein Bild des Grauens geboten, das sie von einem "minor Belsen" sprechen liess, einem kleinen Bergen-Belsen. Sie trafen in Sandbostel etwa 14.000 Kriegsgefangene und rund 7000 KZ-Häftlinge an.
Die zur Zeit im Entstehen begriffene Gedenkstätte in Sandbostel wird bereits jetzt alljährlich von vielen Tausend Besuchern aufgesucht. Träger der Gedenkstätte ist die Stiftung Lager Sandbostel. Im vergangenen Jahr befanden sich unter den Besuchern rund 2000 Schülerinnen und Schüler, die aus den umliegenden Landkreises kamen. Zweitgrößte Besuchergruppe waren Bundeswehrsoldaten. Auch der Jahresausflug des Heimatvereins Oberndorf führt demnächst nach Sandbostel.
Ein ausführlicher Bericht von Thomas Schmidt über die Gedenkfeier steht in der Bremervörder Zeitung, unser Vorbericht zur Veranstaltung unter BREMERVÖRDE. Mehr über die Lagergeschichte auf SPIEGEL online: "Kannibalen im Stalag XB."
Auch der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. war bei der Gedenkfeier vertreten.
Für oste.de fotografierten in Sandbostel Curt Schuster und Jochen Bölsche.
Foto des
Monats
Gundula Ida Gaentgen: Keinen Schritt weiter
29. 4. 2010. Mit einer Collage wunderschöner Oste-Bilder, veröffentlicht auf fotocommunity.de, hat die Hechthausener Fotografin Gundula Ida Gaentgen dieser Tage einem Osteland-Mitstreiter zum Geburtstag gratuliert. Die gesamte Collage, der auch das Foto oben (Titel: "Keinen Schritt weiter") entstammt, kann hier betrachtet werden.
Oste wird
salziger
1. 5. 2010. Die Obstbauern an Elbe und Oste fürchten eine zunehmende Versalzung ihres Beregnungswassers, von Befürwortern einer weiteren Elbvertiefung wird dieser Effekt dagegen bestritten (wir berichteten). Jetzt widmet sich das Hamburger Abendblatt dem Thema.
Während die Behörden den Bauern die Ergebnisse amtlicher Messstationen vorhalten, machten die Obstbauern ganz andere Erfahrungen, schreibt das Blatt. Ein Beispiel sei der Obstbauer Thorben Sumfleth, der einen 28 Hektar großen Obsthof in Oederquart betreibt, das rund zehn Kilometer von der Elbe entfernt und rund 50 Kilometer hinter der Elbmündung liegt: "Wie auf anderen Höfen müssen die Äpfel im Frühjahr gegen den Frost beregnet werden, im Sommer zur Bewässerung und zur Kühlung. Die großen Wassermengen, die dazu nötig sind, entnimmt Sumfleth aus einem kleinen Kanal, der in den Elb-Nebenarm Oste mündet.
Entgegen aller Forschungsergebnisse habe er an dem Wasser sehr wohl Veränderungen festgestellt: "Wir haben teilweise Probleme, noch brauchbares Wasser aus dem Kanal zu holen. Denn der Salzgehalt erreicht, je nach Tide, teilweise 0,4 bis 0,5 Gramm pro Liter", so Sumfleth im Abendblatt:"Wir haben das Problem seit der letzten Elbvertiefung. Vorher gab es keine Probleme, salzarmes Wasser aus der Oste zu bekommen."
Bereits jetzt, so Sumfleth, verändere der höhere Salzgehalt die Arbeitsweise auf dem Hof. So müssten die Schleusentore zwischen der Oste und dem Kanal für die Bewässerung jetzt nachts geöffnet werden, weil das Wasser während der Ebbe weniger Salz mit sich führt. Und zur Kühlung der Äpfel im Sommer könne er das Wasser teilweise gar nicht mehr verwenden.
Andere Kollegen, deren Höfe näher an der Elbe liegen, seien noch schlimmer dran: "Die können das Wasser im Sommer nicht einmal mehr zur normalen Bewässerung nutzen." Was in Nordkehdingen bereits Realität ist, wird 80 Kilometer flussaufwärts im Alten Land bisher nur befürchtet.
Fazit des Abendblatts: "Was die Bauern im Alten Land befürchten, ist in Kehdingen Realität."
Offene Gärten
Im Juni
geht's
los
27. 4. 2010. Vor wenigen Wochen hatte Ulrike Grote aus Hüll auf dieser Website dazu aufgerufen, ein Projekt "Offene Gartenpforte" zu verwirklichen. Seither haben sich neun Familien bereitgefunden, ihre Gärten einem breiten Publikum zu öffnen. Die Flyer sind schon gedruckt, sie liegen ab sofort in Gärtnereien, Bäckereien, in den Tourismusbüros Hemmoor und Kehdingen sowie bei den Gemeinden und dem Landkreis aus. "Wir freuen uns auf eine große Schar interessierter Besucher," sagt Ulrike Grote. Und das sind die Besichtigungsorte und -termine:
> Sonntag, 13. Juni, 11 bis 18 Uhr: Hof Vollmers, Stubbenkamp 33, 21709 Himmelpforten; Holger und Ulrike Grote, Oberhüll 10, 21706 Drochtersen-Hüll; Hans-Jürgen und Sieglinde Ross, Landesbrück 49, 21734 Oederquart; Heike und Axel Dittmann, Ostende 65, 21734 Oederquart; Irmgard Biermann, Heilpraktikerin, Süderdeich-Ost 6, 21730 Balje; Familie Petersen (12. u. 13. Juni), Deichstraße 85, 21683 Stade-Bützfleth.
> Sonntag, 27. Juni, 11 bis 17 Uhr: Inge und. Herbert Kahrs, Tannenweg 27, 21739 Dollern; Agnes und Otto Hasenkamp, Am Walde 4, 21717 Fredenbeck; Dieter und Renate Gerlach, Delmer Bogen 61, 21614 Buxtehude.
Berufliches
Zum Abschied
eine Flunder
27. 4. 2010.Jochen Bölsche, AG-Osteland-Vize und oste.de-Webmaster, ist nach Erreichen des Rentenalters am Montag mit einem Empfang im Hamburger SPIEGEL-Verlag verabschiedet worden. Glückwünsche für den Ruhestand übermittelten unter anderem Verlagschef Ove Saffe und SPIEGEL-Chefredakteur Matthias Müller von Blumencron, der darauf hinwies, dass Bölsche, der als 20-Jähriger zum SPIEGEL kam, fast 45 Jahre als Redakteur, Ressortchef, Chefredakteur und Autor für das Hamburger Nachrichtenmagazin tätig war - länger als jeder andere Journalist des Hauses außer SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein. Dem Jungrentner schenkte die Chefredaktion zum Abschied ein brandaktuelles Elektronikprodukt, das zur Zeit weltweit als "Wunderflunder" gefeiert wird. Bölsche kündigte an, sich im Ruhestand weiterhin der ehrenamtlichen Arbeit für das Osteland widmen zu wollen.
Werbung
Flagge zeigen
für
die Oste!
1. 5. 2010. Zeigt Flagge für die Oste! Bernd Jürgens aus Hemmoor, Sprecher der Osteland-Fachgruppe "Blaues Netz" (Website), hat, wie berichtet, kürzlich neue Fahnen und Wimpel vorgestellt, die sich an jedem Boot, in jedem Hafen gut machen - aber auch an Flaggenmasten vor Rathäusern, in Gärten usw.
Bestellungen
bis zum
8. Mai
Auf Fahnen in zwei verschiedenen Grossformaten sowie auf einem Wimpel ist das neue Motiv demnächst erhältlich, zu Preisen von je 24 Euro, 22.50 Euro bzw. 12,50 Euro. Bei Grossbestellungen ermäßigen sich die Preise. "Bitte alle möglichen Interessenten abfragen," rät daher Jürgens, der bis zum 8. Mai verbindliche Bestellungen annimmt. Maße, Preise, Kontaktdaten auf dem Bestellschein, der hier als PDF heruntergeladen werden kann.
Der Herr
der Oste
23. 4. 2010. Wenn - voraussichtlich zum 1. Juli - die Zuständigkeit für die Untere Oste vom Bund auf das Land übergeht, ist Martin Kogge vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade der zuständige Mann für die jüngste Landeswasserstraße. Dieser Tage äußerte sich Kogge, der bisher schon für die Obere Oste verantwortlich war, besorgt über den Zustand mancher Uferstrecken.
"Wer Vieh hält, muss Vieh hüten," appelliert Kogge an die Grundstücksbesitzer an der Oste. Er erinnert daran, dass bei Viehbeweidung die Grundstücke so eingezäunt sein müssen, dass die Tiere nichts ans Wasser können: "Zum Schutz des Ufers und der Vegetation ist ein Abstand von zwei Metern optimal."
"Bei den jährlichen Gewässerschauen und auch anlässlich der Unterhaltungsarbeiten stellen wir immer wieder fest, dass Uferabschnitte der Oste, an denen Vieh weidet, häufig nicht eingezäunt sind. Dies führt zu Uferschäden durch Viehverbiss und Viehtritt", kritisiert der künftige Herr der gesamten Oste, der kürzlich sein neues Revier erstmals von Bord der Mocambo aus in Augenschein nahm und auch der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. angehört.
Die Ufervegetation, die das Ufer schützt und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bildet, werde beeinträchtigt und zerstört. Die Folge seien Uferabbrüche.
AG Osteland
'Lobby'
startet
Werbefeldzug
17. 4. 2010. Die 60 Mitglieder starke Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ("Lobby für die Oste") hat am Wochenende in Neuhaus eine Werbeoffensive für den Wassersport und den Wassertourismus an der Oste gestartet.
Geplant sind ein spezieller Internet-Auftritt, Grossplakate für zentrale Standorte, ein von Jochen Bölsche verfasster 20-seitiger Oste-Hafenführer, ein modernes Logo sowie ein Oste-Stander und eine Oste-Flagge für Boote bzw. Häfen und öffentliche Plätze. Die Werbekampagne steht unter dem Motto "Lust auf Osteland".
Ausführlicher Bericht unter DOBROCK.
Kehdingen
Fleckenfest
in Freiburg
16. 4. 2010. Der Flecken Freiburg/Elbe feiert am Wochenende 8./9. Mai ein großes "Fleckenfest". Auch der historische Kornspeicher ist geöffnet (Samstag von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr). An beiden Tagen werden im Kornspeicher historische Freiburg-Filme vorgeführt.
Mehr unter www.kehdingen.org.
Obstbau
in Sorge
13. 4. 2010. Die Obstbauern an der Niederelbe fürchten eine weitere Versalzung ihres Beregnungswassers, weil infolge der Elbvertiefungen die Brackwasserzone weiter flussaufwärts wandert. Zu salzhaltiges Wasser könnte die Obsternte binnen einer Nacht vernichten, brachten sie in einem Gespräch mit dem Berliner Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann in Jork zum Ausdruck. Der CDU-Politiker, so fasst das Tageblatt heute den Gesprächsverlauf zusammen, "teilt die Sorgen der Altländer nicht".
Hintergrund: Die Brackwasserzone in der Elbe verschiebt sich flussaufwärts und hat bereits die Lühe-Mündung erreicht. 1994 lag die obere Brackwassergrenze noch unterhalb der Schwinge-Mündung. Die Probleme werden sich "mit dem Klimawandel noch verschärfen", sagt Professor Dr. Wilfried Schneider von der TU Harburg. Gegenwärtig sei das Vorrücken in erster Linie auf die Veränderungen im Flussbett zurückzuführen, also die Eindeichungen und Vertiefungen der jüngsten Zeit.
Beregnungswasser
aus Lühe
und Este?
Schneider im "Tageblatt": "Der Salzwassereintrag ins Grundwasser wird sich erhöhen" - ein großes Risiko für die Bauern, die sauberes und salzarmes Wasser für die Frostschutzberegnung im Frühjahr und die "anfeuchtende" Beregnung im Sommer benötigen. Ein Großteil des verwendeten, in Gräben und Becken aufgestauten Wassers kommt aus der Elbe. Der Salzgehalt darf im Frühjahr ein Gramm/Liter, im Sommer 0,5 Gramm/Liter nicht übersteigen. Werte von 3,18 sind im Sommer jedoch schon gemessen worden.
Denkbar sei, erklärte Hans-Heinrich Witte, Direktor der Wasser- und Schifffahrtsdirektion, jetzt gegenüber den Obstbauern in Jork, die Bewässerungssysteme umzubauen: Dann könne sauberes Wasser aus der oberen Lühe, Este und Schwinge in die durch salziges Elbwasser gefährdeten Obstgärten geleitet werden.
Landrat
für
Groß-HVV
12. 4. 2010. Cux-Landrat Kai-Uwe Bielefeldunterstützt die Forderung der AG Osteland e. V., den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) über Himmelpforten hinaus auszuweiten, um den Raum Hemmoor / Wingst zu "attraktivieren". Auf dem CDU-Parteitag am Wochenende versprach er: "Wir arbeiten daran."
Noch zählen, wie mehrfach berichtet, große Teile des Ostelandes zu der verbundfreien "Wucherzone", in der HVV-Benutzer horrende Zuschläge zahlen müssen, wenn sie die HVV-Grenze überqueren. Etliche betroffene Gemeinden hatten Hoffnungen in den Amtsantritt des Cuxhavener CDU-Abgeordneten Enak Ferlemann als Verkehrsstaatssekretär gesetzt - bislang vergebens.
Unsere Berichte seit 2004 über das verkehrspolitische Dauer-Ärgernis stehen auf dieser SONDERSEITE.
Statt Blumen
Stör-Spende
1. 4. 2010. Der Sportfischer Kurt Meyer-Rochow, Jahrgang 1922, aus Tostedt, in der Nähe der Oste- und der Este-Quelle, hat sich viele Jahrzehnte lang für den Artenschutz eingesetzt. "Verdient gemacht" habe er sich um die Wiederansiedlung der Meerforelle, heisst aus auf der Website des Angelvereins Frühauf. Als der Naturfreund am 9. März im Alter von 88 Jahren starb, charakterisierte ihn sein Sohn Eddy Meyer-Rochow in der Todesanzeige mit den Worten: "In der Welt zu Hause und nie nachlassend, die Natur zu schützen."
Weil der Sohn (Foto) von den Bemühungen der Sportfischer an der Oste erfahren hatte, hier nach dem Lachs und der Meerforelle auch den Stör wieder anzusiedeln, und weil er sicher war, dass diese Arbeit ganz im Sinne des Verstorbenen ist, formulierte er nach Rücksprache mit Wolfgang Schütz (SFV Oste) die folgenden Zeilen für die Todesanzeige, die am vorigen Sonnabend im Hamburger Abendblatt erschien:
"Statt Blumen bitten wir um eine Spende zugunsten der 'Wiederansiedlung von Stören in der Oste', Sonderkonto Eddy Meyer-Rochow, Konto-Nr. 193041499, BLZ 29250150, KSK Wesermünde Hadeln, Kennwort: 'Stör'."
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