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März
2004
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Vereine Landfrauen
verwöhnen
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Literatur Kritikerin
spricht von
Begeistertes Echo: Autorin Elke Loewe 30. 3. 2004. "Simon, der Ziegler", der neue Roman von Elke Loewe, hat nicht nur beim Publikum, sondern auch bei der Kritik ein begeistertes Echo ausgelöst. Im "Stader Tageblatt" erinnert Sigrid Quäker an den Vorgänger-Band "Teufelsmoor", ein "anspruchsvolles und aufregendes, ebenso spannerndes wie zutiefst anrührendes Buch". Nun sei der Autorin vom Rönndeich mit dem Roman "Simon, der Ziegler", der in der versunkenen Welt der Ziegeleien zwischen Elbe und Oste spielt, eine "neue Glanzleistung" gelungen. Mehr zum Thema in unserer Rubrik LITERATUR.
Tourismus Osten/Oste
- immer
Der Frühling hat begonnen, die Großstädter entdecken wieder das Umland - und damit auch Osten. Was gefällt den Ausflüglern an unserem Ort? Wir haben einige gefragt. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
Vereine Horst
Ahlf zum
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Wassersport Neuer
Anleger noch
Der alte Anleger aus der Vogelperspektive Der bejahrte Anleger an der Schwebefähre (Foto) könnte noch in diesem Sommer durch eine stabile Anlage ersetzt werden, die besser für große Fahrgastschiffe geeignet ist. "Da bahnt sich was an", sagte Bürgermeister Carsten Hubert in der Hauptversammlung des Wassersportclubs Osten am Donnerstag im Fährkrug. Was dort sonst noch geschah, steht in unserer Rubrik WASSERSPORT.
Schwebefähre Grünes
Licht für
Blick in das filigrane Stahlfachwerk der Traverse Die Würfel sind gefallen, Denkmalschützer sprechen von einer historischen Entscheidung: Der Cuxhavener Kreisausschuss hat am 24. März einstimmig grünes Licht für die Instandsetzung der Schwebefähre Osten - Hemmoor gegeben. Das Nationale Baudenkmal soll - fünf Jahre vor seinem 100. Geburtstag - fit gemacht werden für den Schritt in das zweite Jahrhundert. In Kürze können nun die Ausschreibungen für den 1. Bauabschnitt (Erneuerung von Elektrik, Antrieb usw.) erfolgen, mit dessen Abschluss unter normalen Bedingungen in der 41. Kalenderwoche des Jahres zu rechnen ist. Die Fähre kann dann, nach zwei Jahren Stillstand, wieder in Betrieb genommen werden. Das Gesamtvolumen der Arbeiten - einschließlich der aufwändigen, mit Einrüstung und "Einwandung" verbundenen Entrostung und dem Endanstrich im kommenden Jahr - wird rund 1,1 Millionen Euro betragen.
Die Konferenz der Geldgeber In einer dramatischen Konferenz der Geldgeber-Institutionen hatte Bauamtfrau Birgit Greiner, die hoch motivierte Denkmalschutz-Expertin des Landkreises (dem die Fähre gehört), am Mittwoch nachmittag im Ostener Fährkrug bis zuletzt um die Finanzierung gerungen, an der sich vor allem die EU, aber auch Bund, Land und Kreis sowie mit kleineren Beträgen Samtgemeinde und Gemeinde beteiligen. Bis auf einige Zuwendungen von Stiftungen - die von deren Vertretern überwiegend in Aussicht gestellt, aber von den zuständigen Beschlußgremien noch nicht formal bewilligt worden sind - scheint die Finanzierung des ersten Bauabschnitts so gut wie gesichert.
Die Denkmalschützer sehen sich in einem Rennen gegen die Uhr, denn einige EU-Förderprogramme laufen in Kürze aus - wenn bis dahin die Finanzierung des 2. Bauabschnittes nicht gesichert ist, wäre womöglich auf lange Zeit die Chance vertan, das nationale Baudenkmal in der Samtgemeinde Hemmoor nachhaltig zu sichern.
Brückenbau-Experten Dipl.-Ing. Büsing, Prof. Schippke Allerdings scheinen die Aussichten auf die Stiftungsgelder gut. Vertreter der Stiftungen zeigten sich beeindruckt von dem Urteil des renommierten hannoverschen Brückenexperten Professor Dr.-Ing. Hans-Günther Schippke und seiner Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Carola Büsing (Website hier), die nicht nur die Einmaligkeit des Bauwerks hervorhoben, sondern auch berichteten, dass die Korrosionsschäden an dem 95 Jahre alten Bauwerk "erstaunlich gering" seien.
Korrosionsschäden "erstaunlich gering" Ausgesprochen positiv reagierten einige der Geldgeber auch auf die geplante "touristische Inwertsetzung" des Baudenkmals mit Hilfe der länderübergreifenden Deutschen Fährstraße, über die der 2. Vorsitzende des Schwebefähren-Verbandes, Jochen Bölsche, mit einer Bilder-Show referierte.
Hubert, Greiner und Ahlf mit Lienhard Varoga (2.v.r.) vom Amt für Agrarstruktur (EU-Mittel) in Bremerhaven Bürgermeister Carsten Hubert sprach den Wunsch an, die Entstehung und die technikgeschichtliche Bedeutung der Schwebefähre - nach dem Vorbild anderer Länder - eines Tages mit Hilfe eines Deutschen Fährmuseums in Osten zu verdeutlichen. Fährvereinsvorsitzender Horst Ahlf plädierte dafür, nach der Restaurierung für eine kontinuierliche Wartung der Fähre zu sorgen.
Durchgeschmorte Verteilerdose auf der Fähre Erneuert werden muss unter anderem die marode Elektrik (Foto oben). Hauptursache der Stilllegung war jedoch ein Riss in der Fahrschiene gewese (Foto unten), dessen Ursache mittlerweile als geklärt gilt.
Der folgenschwere Riss in der Fahrschiene Weil einer der beiden Antriebsmotoren schadhaft war, war er in früheren Jahren außer Betrieb gesetzt und eine Ausgleichswelle abgeflext worden (Foto unten), die für den Gleichlauf der vier Räder sorgen sollte.
Probleme durch eine abgeflexte Welle Durch das dadurch bewirkte "Eiern" der Laufkatze traten - laienhaft ausgedrückt - Kräfte auf, die unter anderem dazu führten, dass eine Schraube aus der Schienenbefestigung herausflog (Foto unten)...
Hier fehlt eine Verschraubung ... und die Gefahr des "Heraufreitens" der Laufräder auf die Schienen wuchs - mit auf lange Sicht möglicherweise fatalen Folgen für den Zustand der Radkränze (Foto unten).
Die Laufräder scheinen weitgehend intakt In der Sitzung am Mittwoch gingen die Fachleute davon aus, dass die riesigen Laufräder nicht erneuert werden müssen, sondern aufgearbeitet werden können. Unter diesen Umständen werde die Fähre bereits im Herbst in Betrieb genommen werden können. - Mehr zum Thema unter www.schwebefaehre.org.
Kirche Höhepunkte
im
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Literatur Erinnerungen
an
Von HEIKO VAN DIEKEN
Alter Fährkrug auf der Basbecker Seite Gute alte Schwebefähre: Noch immer überragt sie die Deiche des Dorfes, auch den stattlichen Kirchturm, dessen Uhr melodisch und leise die Stunden anzeigt und von dem die Glocken sonntags über die engen verträumten Gassen zu den flachen Marschwiesen hinüberklingen, die von einer lebhaften Autostraße durchschnitten werden... Mit diesen Worten beginnt ein Text des Hemmoorer Schriftstellers Heiko van Dieken über die Ostener Schwebefähre, die er in seinen Kindheitstagen kennengelernt hat. Der vollständige Text steht jetzt auf www.schwebefaehre.org in der Rubrik LITERATUR.
Naturerlebnisse Der
Vogelkieker
Von März bis Mitte Juni bietet der Verein zur Förderung von Naturerlebnissen wieder vogelkundliche Touren mit dem "Vogelkieker" durch Nordkehdingen an. Geldregenpfeifer, Nonnengänse und viele andere Vögel können von dem Doppeldeckerbus aus beobachtet werden, der jeden Sonnabend, 14 Uhr, in der Freiburger Bahnhofstraße zu einer dreistündigen Tour startet. Anmeldungen montags bis freitags unter 04141-12561.
Vereine Im
Hotel Fährkrug
Vorsitzender Ahlf liebt es eiskalt Im Ostener Hotel Fährkrug fand jetzt die Jahreshauptversammlung eines ziemlich coolen Vereins statt: Unter dem Vorsitz von Horst Ahlf tagte die Kalthausgemeinschaft Hasenfleet. Auf dem Gelände der kleinen, aber feinen Molkerei Hasenfleet ... ![]() ![]() In einem NEZ-Porträt hat Horst Ahlf vor einiger Zeit erklärt, von all den vielen Organisationen, denen er angehört, sei die Kalthaus-Gemeinschaft ihm die liebste...
Literatur Fast
100 Bücher
22. 3. 2004. Die vielen Fans der Rönndeicher Autorin Elke Loewe ("Teufelsmoor") können sich freuen: Soeben ist ihr neues Buch Simon, der Ziegler erschienen. Mit einer Lesung eröffnete die Autorin im überfüllten KunstRaum Hüll eine Ausstellung zum Thema Ziegel, Ziegeleien und Brennöfen (mehr hier). So begeistert ist das Loewe-Publikum, dass der Hemmoorer Buchhändler Peter Mügge innerhalb einer Stunde 98 Exemplare des neuen Romans verkaufte. Elke Loewe, urteilt ein Kritiker, schreibe "nicht im betulich-antiquierten Tonfall so vieler historischer Romane, sondern mit der Stimme von Elke Loewe: lakonisch, karg wie die Moorlandschaft und doch bildreich, warmherzig und voller Atmosphäre". Das neue Buch spielt in der Welt der Ziegeleien in der Region zwischen Elbe und Oste, zu der auch in unserer Rubrik GESCHICHTE viel zu erfahren ist. Im Klappentext heißt es über die Neuerscheinung: "Gründerzeit herrscht. Hamburg wächst, und auf dem Land schießen die Ziegeleien aus dem Boden. Auch Georg von Rönn aus dem Kehdinger Land hat einen Ofen. Den Boden stellt sein Nachbar Julius, der dafür Georgs Tochter zur Magd und später auch zur Frau bekommen soll. Aber Rieke hat sich längst in den Ziegeleiarbeiter Simon verliebt - Simon, den Taugenichts mit den feuerroten Haaren."
Ziegelei-Schornstein an der Ostener Fähre (um 1900) Der Verlag rechnet mit einer starken Nachfrage - schhließlich war "Teufelsmoor", ebenfalls ein aufwühlendes Famliendrama aus der Feder von Elke Loewe, schon nach 10 Wochen in der dritten Auflage. Mehr über die Autorin, die am Rönndeich lebt, an der so genannten "Deutschen Krimistrasse", steht unter deutsche-krimistrasse.de. Die Ziegel-Ausstellung - mit Bildern der dänischen Malerin Mette Ohlson und Fotos des Hemmoorer Fotografen Mike Behrens - ist bis zum 4. April mittwochs bis sonnabends von 16 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen, Eintritt 3 bzw. 2 Euro.
Parteien Lothar
Klüser in der
Klüser mit der scheidenden Kreisvorsitzenden Faße Der Ostener SPD-Vorsitzende Lothar Klüser ist in den Cuxhavener Hapag-Hallen zum stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Cuxhaven gewählt worden. Er erhielt 98 Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Der Ostener Polizeiberamte folgt Claus Johannßen nach, der sich nicht wieder zur Wahl gestellt hatte; Johannßen will sich weiterhin intensiv seiner Arbeit als Abgeordneter im Landtag und als Vorsitzender der Kreistagsfraktion widmen. Krause-Behrens löst Faße ab
Bei der CDU wurde am Wochenende Enak Ferlemann in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt. Carsten Hubert aus Osten gehört dem Vorstand als Beisitzer an.
Schwimmbäder Hemmoor
und Lamstedt
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Ideen Bahnverbindung
zwischen
Kinderbahn in Westersode Das diesjährige Bahnhofstraßenfest findet zwar erst am 28. August statt. Doch bereits jetzt liegen, so Mitorganisator Curt Schuster, einige sehr erfreuliche Zusagen vor: Sowohl Greenpeace als auch der WWF sind wieder dabei. Fast sicher sei auch die Teilnahme von Amnesty international und Ärzte ohne Grenzen. Neu dabei sein werden der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das UN-Weltkinderhilfswerk Unicef. Einen besonderen Knüller erwägen die Organisatoren des Festes für den Fall, dass die Schwebefähre dann wieder betriebsbereit ist: Eine Kinder-Lorenbahn könnte zwischen Fähre und Bahnhof pendeln, auf diese Weise die Verbindung zwischen den Gemeinden Basbeck und Osten stärken und zugleich für die Deutsche Fährstraße werben... Man sieht: An Ideen mangelt es den Initiatoren nicht.
Musik Blues
vom Feinsten
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Post Keine
Sondermarken
Ziemlich zynisch: Sondermarken-Reklame in Osten Seit kurzem gibt es in Osten einen Postshop. Dessen Kunden müssen jedoch eine traurige Erfahrung machen: Wer Spezialwünsche hat, zum Beispiel selbstklebende Marken oder Sonderbriefmarken wünscht, erfährt, dass die Post so etwas zum Bedauern der Firma Tank nicht für ihre Postshops vorgesehen hat. Keine Sondermarken für Dorfbewohner? Ostener bekommen im Papierhaus nur Standard-Briefmarken von der Rolle. Immerhin: Verpackt werden sie von der freundlichen Verkäuferin in einer Tüte, die bedruckt ist mit Werbung für Sondermarken: "Erleben Sie Deutschland auf kleinen Kunstwerken... ein Angebot, das sie sich nicht entgehen lassen sollten!"
Vereine Aerobic
mit Dorit Kram
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Lob vom Bürgermeister: Webmaster Brinkmann Ein ausführlicher Bericht über die Versammlung steht auf tsv-osten.de, der neuen Homepage des Vereins, mit der Webmaster Karl-Heinz Brinkmann im 111. Jahr des Bestehens für einen Durchbruch in der Öffentlichkeitsarbeit des TSV gesorgt hat und die in den Grußworten von Bürgermeister Carsten Hubert lobend erwähnt wurde. Auf der exzellent gestalteten Website steht übrigens mittlerweile auch viel Interessantes aus der Geschichte des Vereins. Die Kapitel tragen die Überschriften "Die Vereinsgründung", "Um die Jahrhundertwende", "Die Ära der Gebrüder Blank", "Zwischen den Kriegen", "Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg" und "Von 1956 bis heute". Besonders sehenswert: die unter Mitwirkung von Frank Strohschein erstellte Bildergalerie vom Kinderfasching 2004. Neu: Fotos von der Fitneß-Gruppe.
Geschichte Vettern
und Väter
"Daddy Longleg" in Brighton, bei Flut Über kuriose Kapriolen der Technikgeschichte referierte der Ostener Journalist Jochen Bölsche am Wochenende im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremen. Mit einer 45-minütigen Foto-Präsentation berichtete Bölsche, 2. Vorsitzender des Weltverbandes der Schwebefähren, über die Entstehung dieses Verkehrsmittels und über dessen "Vettern und Väter" - bizarre Vehikel, mit denen Ende des 19. Jahrhunderts das Problem gelöst werden sollten, Tidegewässer zu queren, ohne die Schifffahrt zu behindern. Einige dieser Fahrzeuge waren nach dem Prinzip "Schiene unten, Plattform oben" konstruiert. Das wohl seltsamste Gefährt war der "Pioneer", eine Art Straßenbahn auf Stelzen, die der britische Erfinder Magnus Volk 1895 im englischen Seebad Brighton in Betrieb nahm und die im Volksmund "Daddy Longleg" (Papa Langbein) hieß. Das Fahrzeug, das auf Unterwasser-Schienen lief und die Flagge der britischen Handelsmarine führte, wurde nach knapp einer Woche von einem Sturm zerschmettert.
"Pont roulant" in St. Malo, bei Ebbe Ein ähnliches Verkehrsmittel, die "pont roulant" zwischen St. Malo und St. Servan an der französischen Atlantikküste, versank 1923 nach einer Kollision mit einem norwegischen Frachter.
Erste Bleistiftskizze für die Ostener Schwebefähre Am Ende setzte sich bei der Querung von Tidegewässern das umgekehrte Prinzip durch: "Schiene oben, Plattform unten". Bahnbrechende Entwicklungen waren die von Alberto Palacio 1893 in Portugalete bei Bilbao realisierte erste Schwebefähre der Welt und die von dem Kölner Zuckerfabrikanten und Ottomotor-Erfinder Eugen Langen konstruierte Wuppertaler Schwebebahn, die 1901 eingeweiht wurde. Während der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg einen Vorschlag Langens als unausgereift verwarf, die Elbe mit einer Schwebefähre zu überqueren, entschieden sich die sehr viel mutigeren Gemeindeväter des 400-Einwohner-Dorfes Osten bereits 1899, die traditionelle Prahmfähre durch eine "Schwebebahn" über die Oste zu ersetzen.
Bölsche referierte im Deutschen Schiffahrtsmuseum Diese älteste Schwebefähre Deutschlands als Baudenkmal zu erhalten, sei aller Mühen wert, bekräftigte der Direktor des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Hans-Walter Keweloh. Kontovers diskutiert wurde von den in Bremen versammlten Experten der AG Binnenfähren die Frage, ob die in Hemmoor entworfene Deutsche Fährstraße auf den Norden der Bundesrepublik beschränkt sein soll. Für die AG Osteland vertrat Bölsche die Auffassung "Weniger ist mehr": Auf den 250 Kilometern zwischen Kiel und Bremervörde seien nahezu zehn Prozent aller 300 deutschen Binnenfährstellen - vom Fährprahm über Autofähren bis zur Schwebefähren - erfahrbar, darüber hinaus seien fast alle sonstigen Flußquerungsmöglichkeiten vertreten, von der einstigen Furt über Klappbrücken und Autofähren bis hin zum Rendsburger Kanaltunnel. Den Wünschen diverser weiterer Fährbetreiber in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, ebenfalls in die Deutsche Fährstraße integriert zu werden, hielt Bölsche entgegen, das Konzept sehe eine kompakt gehaltene Ferienroute vor, die per Rad binnen einer Woche zu bewältigen ist und die auch per Kajütboot in einem Zug befahrbar ist. Wichtig sei es, mit Unterstützung der Metropolregion Hamburg die letzten Prahmfähren auf der Oste in Betrieb zu halten, "damit man sie eines Tages nicht nur im Deutschen Schifffahrtsmuseum besichtigen kann".
Tourismus Kehdinger
Land sieht
Erfolgreiche Bilanz: Tourismus-Managerin Silvia Wolter 11. 3. 2004. "Gut aufgestellt" geht das Kehdinger Land in den Wettbewerb um Touristen. Diesen Eindruck vermittelten 1. Vorsitzender Heinrich von Borstel und Tourismus-Managerin Silvia Wolter am 11. März vor 50 Teilnehmern der Mitgliederversammlung des Touristikvereins Kehdingen e.V. im Asseler Bauernstübchen. Kooperation statt Kirchturmpolitik Im Gegensatz zur Kirchturmpolitik, die im Osteland noch immer vorherrscht, haben sich die Vereine im Raum Nordkehdingen und Drochtersen bereits vor geraumer Zeit zusammengeschlossen, um dank kluger Kassenführung (Schatzmeister: Jan Sumfleth) und beträchtlicher kommunaler Zuschüsse (pro Jahr 51 000 Euro) in Wischhafen ein gemeinsames Info-Center mit zwei engagierten Mitarbeiterinnen einzurichten - ein Erfolg, von dem man im Raum Hemmoor nur träumen kann.
Beliebt: Fahrten mit dem Moorkieker Der äußerst aktive Touristikverein Kehdingen könnte mit seinem Ideenreichtum und seiner Einsatzbereitschaft (pro Jahr elf Vorstandssitzungen sowie eine Klausurtagung) den eher behäbigen Kollegen im Osteland als Vorbild dienen. Das Angebot ist phänomenal: Moor- und Vogelkieker-, bald auch Tidekieker-Fahrten, allmonatliche Gratis-Gästeführungen in wechselnden Gemeinden, Messeauftritte der Kehdingerland-Königin, professionell geleitete Gästeführer-Kurse, Elberadeltag, Spaßangebote für Gruppen wie Kehdinger Fährfahrt, Kehdinger Apfelstunde, Kehdinger Matrosenpatent und und und... Geplant: Gründung einer Marketinggesellschaft, neue Flyer, neuer Internet-Auftritt, Blütenfeste in jedem Frühjahr...
Maritime Schätze herausstellen: Karin Warncke Bestärkt wurden die Kehdinger in ihrem Kurs in Richtung auf überörtliche Zusammenarbeit von der Hauptreferentin des Abends, Karin Warncke, Geschäftsführerin der Maritimen Landschaft Unterelbe in Grünendeich. Die einzelne Gemeinde könne wenig bestellen: "Der Gast macht nicht an Verwaltungsgrenzen halt." Die Region dürfe ihr maritimes Erbe - Warncke nannte die Ostener Schwebefähre ebenso wie die Prahmfähren - nicht verkommen lassen, sondern müsse sie touristisch "in Wert setzen". Vorsitzender Heinrich von Borstel sieht insbesondere im Rad-Tourismus ein Segment von wachsender Bedeutung. Kehdingen liegt unter anderem im Schnittpunkt der neu entwickelten Radwege "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" (Flyer hier) und "Deutsche Fährstraße" (Route hier). Kehdingen werde sich bemühen, bekräftigte der ebenso wie seine Vorstandskollegen einstimmig im Amt bestätigte Vorsitzende, "mit der Oste-Region enger zusammenzuarbeiten", um ein gemeinsames "Oste-Elbe-Konzept" zu entwickeln. Mehr über den Tourismus in Kehdingen auf unserer Schwesterseite www.huell.net.
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