Aus dem Archiv

Meldungen aus osten-oste.de und hemmoor.info

Januar / Februar 2004

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Kultur

2400 Euro für
einen guten Zweck


Bis auf den letzten Platz besetzt: Ostens Festhalle

Zu Wiener Caféhaus-Musik und einem Kaffee- und Kuchenbüffet hatte die Tschernobyl-Hilfe in die Festhalle Osten eingeladen. Im brechend vollen Saal spielte das  Salon-Orchester Niederelbe unter Willi Bardenhagen einen Strauß bekannter Melodien.


Das DRK hatte ein Tortenbüffet aufgebaut

Spenden in Höhe von 2400 Euro für die vom DRK beigesteuerten Torten kamen dem Cuxhavener Verein Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V. zugute. Dem Vorstand gehören neben dem Vorsitzenden Dr. Manfred Toborg als Stellvertreterin die Ärztin Gudrun Runge, als Kassenwart  Dr. med. Christoph de Greck und als Pressewartin Dr. med. Gisela Penteker an.


Organisiert die Tschernobyl-Hilfe: Manfred Toborg

Der Verein organisiert seit 12 Jahren ein Kinderferienprogramm. Jährlich werden 30 bis 35 Kinder aus Tscherikov und Umgebung für vier Wochen eingeladen. Die Kinder wohnen mit ihren Betreuern in der Wald-Jugendherberge in der Wingst. An den Wochenenden sind sie in Gastfamilien. Während des Aufenthaltes werden sie ärztlich und vor alle auch zahnärztlich betreut. Gastelternreisen führen alle zwei Jahre nach Minsk und Tscherikov.

Mehr über die Organisation steht hier. Wer helfen will: Spendenkonto: Volksbank Cuxhaven-Stade e.G., BLZ 24191015, Konto  3620777200. Ein Bericht über das Konzert folgt in unserer Rubrik KULTUR.


Wassersport

Mit "Godewind ahoi"
in die Skipper-Saison 2004

Hans König, Vorsitzender des  Wassersportclubs Osten e. V. (WSCO), hat mit einem "dreifach kräftigen 'Godewind ahoi!" soeben sein neues Jahresprogramm vorgelegt. Die Skippersaison 2004 beginnt nach dem Ausbringen der Bootsschlengel im Februar und März und einem gemeinsamen Kirchgang am 14. 3. mit dem traditionellen Skipperball in der Festhalle Osten am Sonnabend, 20. März, 20 Uhr (15 Euro pro Person, Anmeldung bis 15. 3. bei Hans König, Stiftpreise sind noch erwünscht) Am 25. 3. um 20 Uhr folgt die Jahreshauptversammlung im Fährkrug. Das komplette Jahresprogramm stewht auf der Website des Vereins: wsco.oste.de.


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Auch in Osten belebte der
Valentinstag das Geschäft


Osteland

"Die Reisemesse
hat sich gelohnt"


Auch Bederkesas Sonnenblumenkönigin war dabei

"Die Teilnahme an der Hamburger Reisemesse hat sich für das Osteland gelohnt." Dieses Fazit zog am Wochenende der 1. Vorsitzende der AG Osteland, der Tourismusexperte Gerald Tielebörger vom Reisebüro Hemmoor. Auf der Messe, an der rund 1000 Aussteller aus 75 Nationen ihre Angebote offerierten, war erstmals auch die kürzlich in Osten gegründete neue Deutschen Fährstraße präsent.

Für die neue Ferienstraße, die auf 250 Kilometern zwischen Kiel und Bremervörde rund 50 Fähren, Brücken und maritime Museen verbindet, wurden auf der Messe weit über 2000 Prospekte verteilt. Die Flyer, die auf dem Titelbild die Schwebefähre in Osten (Landkreis Cuxhaven) und die Prahmfähre in Gräpel (Landkreis Stade) zeigen, waren in Hamburg gleich an vier verschiedenen Messeständen erhältlich: Für die Deutsche Fährstraße warben die Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, der Tourismusverband Stade/Elbe e. V., die Tourist-Information Bremervörde und die Samtgemeinde Hemmoor.


Der Hemmoor-Stand mit dem Schwebefähr-Poster

Der Hemmoorer Messestand, geschmückt mit einem Großfoto des Technischen Baudenkmals Schwebefähre, war während der gesamten Reisemesse mit ehrenamtlich tätigen Kräften besetzt, die unter anderem von der Osteschiffahrt in Oberndorf, dem Geesthof in Hechthausen-Klint, dem Fremdenverkehrsverein Osten und der Arbeitsgemeinschaft Osteland gestellt wurden. Der Hemmoorer Stand war Teil des Cuxland-Präsenz, die vor Ort von dem Otterndorfer Fachbereichsleiter Tourismus, Folkert Jeske, koordiniert wurde.


Heise, Bölsche: Zusammenarbeit für die Deutsche Fährstraße

Am Rande der Messe berieten Johannes Schmidt (AG Ostelandr) und Jochen Bölsche (Osten) vom Weltverband der Schwebefähren mit der Geschäftsführerin der Tourist-Info Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, Monika Heise, unter anderem über gemeinsame Aktivitäten zum 100-jährigen Bestehen der Rendsburger Schwebefähre im Mai dieses Jahres und über kombinierte Fahrrad/Schiff-Angebote auf der Oste und dem Kanal.


Auch die Tourist-Info Stade präsentierte Fährstraßen-Flyer

Mit Jörg Lückemeyer vom Landesverband Bremen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurde eine Kooperation bei der Werbung für die Fahrrad-Routen im Südabschnitt der Deutschen Fährstraße erörtert.


Tourismus

Forschungsgegenstand
"Deutsche Fährstraße"


Carsten Hubert begrüßt die Kieler Geographin Bochmann

Professor Dr. Hans-Gottfried von Rohr vom Geographischen Institut der Universität Kiel will die Einrichtung der Deutschen Fährstraße - der von Osten aus initiierten jüngsten Ferienstraße - wissenschaftlich begleiten. Das Projekt ist Gegenstand einer Diplomarbeit an seinem Institut. Die Kieler Geographin Silvia Bochmann führte zu diesem Zweck jetzt an der Oste die ersten von rund 200 Interviews. Am Wochenende wurde sie im Fährkrug von Bürgermeister Carsten Hubert, Gründungsmitglied der AG Osteland, begrüßt.


Fasching

Wer hat sich denn
da als Lilo verkleidet?

Wer hat sich denn da als Lilo Wanders verkleidet? Die tollsten Kostüme waren jetzt im "Großenwördener Hof" zu sehen, wo die Faschingsfeier des dortigen TSV stattfand. Mehr Fotos aus der Nacht der Nächte auf unserer Schwesterseite www.grossenwoerden.oste.de.


Sportfischer

Professor analysierte
"Stör-Fall" in der Oste


Professor Rosenthal, SFV-Vorsitzender Schütz

Dem Vorsitzenden des Sportfischervereins "Oste" e. V., Wolfgang Schütz, war es gelungen, eine international angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Fischkunde nach Osten zu holen. Jetzt sprach der Ichthyologe Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Rosenthal in der Festhalle vor geladenen Mitgliedern des SFV über internationale Anstrengungen zum Schutz der Störe. Thema des Vortrages: "Der Stör-Fall an unseren Küsten - Natur, Kultur, Schutz". Rosenthal ist Präsident der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (Website hier).


Aufmerksame Zuhörer in der Festhalle

Veranstalter des Vortrages war die vom SFV federführend betreute Oste- Pachtgemeinschaft, die wiederum der deutschen Dachgesellschaft der Störschützer angehört.


Störfang in Osten Anfang des 20. Jahrhunderts

Der Stör war bis vor ca. 90 Jahren massenhaft auch in der Oste heimisch. Ostener Störfischer versorgten Hamburg mit Störfleisch und Kaviar. Dann wurde der Stör in den heimischen Gewässern u. a. durch Überfischung ausgerottet. Ausführlicher Bericht in der NEZ. Siehe auch Website der SFV "Oste".


Korbball

Wer möchte
mitspielen?

FOTO: STEFAN BUCK
Ostens Korbballerinnen (Foto: Stefan Buck)

Die Ostener Korbballerinnen suchen noch neue Mitspielerinnen ab 16 Jahren, Training ist immer samstags um 17.15 Uhr in der Ostener Sporthalle.


TSV

Tolles Echo auf die
neue Website


Die gelungene neue Website des TSV (Ausschnitt)

Gute Resonanz findet die neue Website tsv-osten.de. Im Gästebuch hat sich aus Oldenburg Niels Ahlff zu Wort gemeldet: "Ohne Onlinepräsenz zu zeigen, ist man in der heutigen Zeit nicht mehr 'in'. Die Website ist dem TSV meiner Meinung nach wunderbar gelungen, so dass ich hier in Oldenburg eine wunderbare Heimatseite mehr habe, die mich auf dem laufenden hält." Tina Wassermann wünscht sich "Weiter so!" und schreibt: "Ich freue mich über eine sehr gut gelungene Homepage des TSV. Sie ist informativ und ansprechend zugleich."

Gestaltet von Karl-Heinz Brinkmann (Foto), informiert die Homepage über Aktuelles und Termine, aber auch über die Geschichte des Vereins, der zur Zeit 545 Mitglieder hat (die 151 Mitglieder des FC Basbeck-Osten mitgerechnet). Die Seite enthält unter anderem die Adressen aller Vorstandsmitglieder, den Hallenplan (zum Download) und den Text des  TSV-Liedes. Letzte Strophe: "Aber eins, aber eins, das bleibt bestehn, der TSV wird niemals untergehn, aber eins, aber eins, das ist gewiß: vorm TSV da ham'se alle Schiß."


Gemeinden

Neuhaus: Eckstein
und Drehscheibe


Bürgermeister Georg Martens (2. v. l.) im Kornspeicher

Neuhaus an der Oste mit seinem alten Hafen als künftiger  Drehscheibe des Kanu- und Kajaktourismus und mit seinen ausgeprägten historischen, architektonischen und gastronomischen Reizen wird zu einem Eckstein der neuen Deutschen Fährstraße.

Diesen Eindruck vermittelte ein Meinungsaustausch, zu dem Vertreter von Gemeinderat, Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein mit dem Vorstand der AG Osteland im historischen Kornspeicher zusammenkamen.

Bürgermeister Georg Martens (CDU) betonte vor 20 Teilnehmern die Bedeutung der Gemeinde als "Basishafen für Wasserwanderer". Die Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, Ursel Wenzel, brachte das Interesse an vertiefenden Gesprächen über die lokale Ausgestaltung der Deutschen Fährstraße zum Ausdruck.


Gerald Tielebörger (r.) erläutert das Konzept

Gerald Tielebörger (Hemmoor) und seine Vorstandskollegen erläuterten die Ziele der AG Osteland, die ehrenamtlich übergreifende Konzepte  - "als Geschenk an die Gemeinden" - für die touristische und kulturelle Stärkung der Region beiderseits der Oste entwickeln wolle.

Dabei gelte es, gemeinsam mit der Maritimen Landschaft Unterelbe die vielen vorhandenen kommunalen Initiativen zu vernetzen:   "Insellösungen bringen uns nicht weiter." Ein Kanuhafen in Neuhaus beispielsweise sei von begrenztem toristischem Wert, wenn nicht auch andere Oste-Gemeinden in den Kreisen Cuxhaven und Stade   "kanugerechte Schlengelanlagen" bereit hielten, betonte auch Bürgermeister Martens.

Im Laufe der kommenden Wochen will die AG Osteland ähnliche Gespräche wie in Neuhaus auch in den anderen Oste-Anliegergemeinden vereinbaren, um ihr mit Videopräsentationen, Flyern und Referaten ihr Konzept vorzustellen und die Trassierung der Rad-, Auto- und Wasserwanderrouten zu komplettieren.


Justiz

Kirchenschändung:
Verfahren eingestellt


Verunreinigte Ostener Kirche (Foto: Wilfried Röndigs)

12. 2. 2004. Die Schändung der Ostener Kirche hatte jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Zwei der Angeklagten blieben dem Prozeß fern, der 24-jährigen Mittäterin wurden mildernde Umstände zugebilligt. Der Staatsanwalt sprach sich für eine Einstellung des Verfahrens aus. Ein aufschlußreicher NEZ-Gerichtsbericht von Frank Lütt - allerdings mit rätselhaften Andeutungen über "unmoralisches Verhalten" in der Kirche, "auf das hier bewusst nicht näher eingegangen wird" - steht in der Online-Ausgabe unserer Heimatzeitung.


Weltkulturerbe

Spanische Regierung
als Vorreiter für Osten


Schwebefähre Bilbao: Madrid unterstützt Antrag an Unesco

12. 2. 2004. Als erste der weltweit nur noch acht erhaltenen Schwebefähren soll die "Puente Vizcaya" in Portugalete bei Bilbao nach dem Willen der Regierung in Madrid in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden. Das hat Rafael Sarria, General Manager der Fähre, in gleichlautenden Briefen an den Bürgermeister der Gemeinde Osten, Carsten Hubert, und die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre mitgeteilt.

In dem Schreiben heißt es, "dass die Präsentation unserer Bewerbung von der spanischen Regierung unterstützt wird".

Das Land, in dem 1893 die älteste Schwebefähre der Welt gebaut worden ist,   verstehe sich, schreibt Sarria, als Vorreiter für die Interessen aller anderen sieben Schwebefähren: "Mit dem grenzüberschreitenden und typenbezogenen Konzept ebnen wir den übrigen Fährbrücken, einschließlich Ihrer Brücke, den Weg für einen leichteren Zugang zu dieser weltweiten Anerkennung."

Die Ostener Fördergesellschaft ihrerseits bemüht sich zunächst gemeinsam mit dem Eigentümer, dem Landkreis Cuxhaven, um die Anerkennung der Schwebefähre als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Ein entsprechender Antrag, der vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz gestellt worden ist und zur Zeit dem Bundeskanzleramt vorliegt, hat nach Informationen der Fördergesellschaft "sehr gute Chancen".

Im Namen der Fördergesellschaft hat deren 2. Vorsitzender Jochen Bölsche der spanischen Betreibergesellschaft für ihre "Pionierarbeit" in der Unesco  gedankt, "die sicherlich auch für uns von Nutzen sein wird". Bereits im vergangenen Jahr hatte der spanische König Juan Carlos I. den Ehrenvorsitz des neu gegründeten Weltverbandes der Schwebefähren übernommen, in dem auch die beiden deutschen Schwebefähren in Rendsburg und Osten vertreten sind.


Tourismus

"An der Oste liegen
Schätze verborgen"


Landrat Armonat hofft auf internationales Oste-Publikum

Die Oste sei für die Tourismusförderung in der Metropolregion Hamburg "enorm wichtig", erklärte Karin Warncke, Geschäftsführerin der Maritimen Landschaft Unterelbe, bei einem Treffen der Hauptverwaltungsbeamten aller Oste-Anliegergemeinden der Landkreise Cuxhaven und Stade im "Bördehuus" Lamstedt. Der Fluß, unbegradigt und idyllisch wie kaum ein anderer, berge die denkbar größten touristischen Potenziale, betonte Warncke: "An der Oste liegen Schätze, die es zu heben gilt."


Vorsitzender Tielebörger (r.), Bürgermeister Koch (2.v.r.)

Unter Leitung von Samtgemeindebürgermeister Jens Koch (Hemmoor) ließ sich die Runde der Spitzenbeamten ausführlich über das Konzept der Deutschen Fährstraße informieren. Die 250 Kilometer lange neue Ferienstraße, die zwischen Kiel und Bremervörde den Nord-Ostsee-Kanal sowie die Oste begleitet und die beiden einzigen deutschen Schwebefähren, Osten-Hemmoor und Rendsburg-Osterrönfeld, verbindet, war vom Weltverband der Schwebefähren, der Unternehmergemeinschaft Hemmoor  und der in Osten ansässigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. in ehrenamtlicher Arbeit entwickelt worden.

Das Konzept, das vier Vorstandsmitglieder der kürzlich gegründeten AG Osteland - Gerald Tielebörger, Jochen Bölsche, Johannes Schmidt und Bernd Brauer - mit Hilfe von Kurzreferaten, Flyern und einer Video-Schau präsentierten, wurde von den Kommunalvertretern mit Beifall aufgenommen.

Das Projekt, urteilte der Stader Landrat Gunter Armonat, übertreffe "alles, was ich erwartet habe". Die neue Ferienstraße (Motto: "Frohe Fährien im frischen Norden") sei, so Armonat, "einmalig in Deutschland" und "auch für ein internationales Publikum attraktiv". Anziehungspunkte wie die Schwebefähren habe "keine andere Landschaft zu bieten". Ausführlicher Bericht auf der Website der AG Osteland: www.osteland.info.


Jugend

Boarden und Skaten
auf der Langen Straße

Schwer was los war am 7. Februar auf der Langen Straße: Die Fahrbahn war vom Ordnungsamt freigegeben zum Boarden und Skaten.
Anlass war die Eröffnung des "Dschungel Skate Shop" im Blumenhaus Haack, wo die Gründerin der Skater-Initiative Osten (Skio), erika Haack, Skate-Zubehör aller Art anbietet.
Lobesworte und Orden gab es für Max, Flo, Ben und ihre Freunde, die in Eigenarbeit und von ihrem Taschengeld eine Rampe ("Fun Box") gebaut hatten.
Auch Pastor und Bürgermeister bewunderten das sportliche Talent der vielen jungen Ostener auf ihren rollenden Brettern.
Mehr Bilder und ein Video vom Skaten und Boarden auf der Langen Straße stehen auf dieser SONDERSEITE.

P.S. Für alle Ostener hat Erika Haack noch ein ganz besonderes Angebot parat: Sonntags ab 10 Uhr - wenn der Bäcker nebenan geschlossen hat - gibt es im Gemüseladen "Langschläferbrötchen" - so lange der Vorrat reicht.


Heimathof

Mit Erntewagen
von Hüll nach Osten


5500 Besucher: Historische Ansicht des Heimathofs

Eine beeindruckende Bilanz - auf Plattdeutsch vorgetragen - konnte der Vorstand des Heimatvereins Hüll und Umgebung am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus Gehrden vorlegen: Mehr als 5500 Menschen haben im vergangenen Jahr den Heimathof Hüll besucht.


Reger Vorstand: Birgit Kammann, Ewald Sölter, Helga Daß

Der ehemalige Moorbauernhof unweit der Ostener Grenze steht auch in diesem Jahr im Zentrum von zehn Veranstaltungen des Vereins, dem mittlerweile rund 380 Mitglieder angehören. Nächstes Jahr soll das 25-jährige Bestehen groß gefeiert werden, möglichst unter Beteiligung von Funk und Fernsehen. Unter anderem ist ein Umzug mit Erntewagen zum Gottesdienst in Osten geplant. Ein ausführlicher - plattdeutscher! - Bericht über die Jahreshauptversammlung  steht auf unserer Schwesterseite huell.net.


Trauerfeier

"Immer den Menschen mit 
einem Lächeln zugewandt"

In einer bewegenden Trauerfeier, mit gestaltet vom Gemischten Chor, dem er selber angehört hatte, nahm Osten am 6. Februar in der St.-Petri-Kirche Abschied von Jürgen Gerecke (siehe Nachruf unten). 

"Er war immer den Menschen mit einem Lächeln zugewandt", charakterisierte Pastor Dieter Ducksch den Mann, der sich so sehr für seinen Heimatort engagiert hatte. Dem Wunsch des Verstorbenen entsprechend spielte Monika Rondthaler an der Orgel keine klassische Trauermusik, der Chor sang "Lobe den Herrn", die Trauergemeinde stimmte jenes Lied an, das so gut zum Osteland paßt: "Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite..."

Statt Kränzen hatten Freundeskreis und Familie Spenden zugunsten der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre erbeten, für die er sich jahrzehntelang eingesetzt hatte. 

Bei der anschließenden Kaffeetafel nahm die Trauergemeinde von Jürgen Gerecke so Abschied, wie er es sich gewünscht hatte: mit einem Gläschen auf sein Gedenken und mit dem Lied, das er selber vielhundertfach angestimmt hat: "All wat von Land kumt, dat supt, dat supt, dat supt ... Un wenn wi duhn sind, denn goht wi slopen..."



Unser Osten ist
ärmer geworden

Jürgen Gerecke
23. 12. 1939 - 3. 2. 2004

Man mußte ihn einfach mögen, den Menschenfreund und Kunstliebhaber, den Schützen und Skatspieler, den Musikanten und Sangesbruder Jürgen Gerecke. 

Grundgut und gesellig, humorvoll und herzlich - so engagierte sich der gebürtige Wolfenbüttler in vielen Ostener Vereinen. Auf ungezählten Festen sorgte der Heinz-Erhard-Fan mit seinen Döntjes und Liedern für  Stimmung, im Ostener Chor war er der "Stimmführer Bass". 

Immer setzte er sich für das schöne Osten ein. Touristen zeigte er die geliebte Kirche und das Heimatmuseum, aus dem Lautsprecher an der Schwebefähre klang seine Stimme vom Band. In der "Katastrophen-Band" zupfte  er den selbstgebauten Teekisten-Baß, Rosenmontag zog er mit seiner Drehorgel durch den Ort. 

Mit der Aktion "Schweigen für den Frieden" demonstrierte er voriges Jahr auf dem Hemmoorer Rathausplatz wochenlang gegen George W. Bushs Kriegspolitik. 

Am Dienstag nachmittag erlag der Ostener aus Leidenschaft, der am Tag vor Heiligabend gerade 64 Jahre alt geworden war, einem Herzinfarkt. 

Osten ist erschüttert. Osten ist ärmer geworden. Osten trauert.


Liebe Webmaster, gerührt habe ich den Nachruf für meinen Bruder auf Eurer homepage gelesen. Ich wußte zwar, daß Jürgen ein Ostener geworden war, bin jedoch erstaunt, daß es ihm gelungen war, sich so mit Osten zu vereinigen, daß ihm ein solch liebevoller Nachruf gewidmet wurde. Auch im Namen meiner Familie ganz herzlichen Dank. Horst Gerecke



nternet

Lars Thorhorst
bietet Webdesign

Firmen oder Vereine wollen ins Internet? Der junge Ostener Lars Thorhorst (Foto) bietet Hilfe. "Sie möchten sich Ihren Kunden, Geschäftspartnern oder Freunden online präsentieren? Sie möchten aber kein teures Geld für eine Homepage ausgeben... Oder brauchen Sie technische Hilfe?  Dann sind Sie bei mir genau richtig...  Sie haben Fragen und brauchen die passenden Antworten, weil Sie z.B. nicht mit ihrer eigenen Webseite vorankommen? Auch dieses ist kein Problem", schreibt er auf seiner Website www.lthor-design.de.


CDU

Krogmann: "Girls' Day"
auch in Hadeln begehen

Der auf Neudeutsch so genannte "Girls’ Day" ("Mädchen-Zukunftstag 2004") wird in diesem Jahr am 22. April stattfinden. Dies gab unsere CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Krogmann gemeinsam mit dem Verein "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." jetzt bekannt. Krogmann ist Mitglied im Kuratorium des Vereins, der den Girls’ Day im Jahr 2001 ins Leben gerufen hat. Krogmann, Sprecherin für Neue Medien der CDU/CSU-Fraktion, bittet Unternehmen und Schulen aus der Region Stade/Hadeln, sich am Girls’ Day zu beteiligen. Ziel des Girls’ Day sei es, den Beschäftigungsanteil von Frauen in den zukunftsorientierten technischen Berufsfeldern langfristig anzuheben. Mädchen entschieden sich noch immer überproportional für "typisch weibliche" Dienstleistungsberufe. Mehr zum Thema auf der sehr informativen Krogmann-Website.

... und warum nicht auch ein "Boys' Day"?

Wir meinen: Gute Sache, dieser Girls' Day. Aber warum eigentlich gibt es keinen Boys' Day, der Jungen an "typisch weibliche" Berufsfelder, zum Beispiel Kindergarten und Grundschule, heranführt? Dass der Männermangel im Erziehungswesen schwere Defizite bei Jungen bewirkt, hat inzwischen auch der hannoversche Kultusminister Busemann gemerkt, der ja sogar schon eine "Männerquote" für Schulen ins Gespräch gebracht hat.


Schulen

Johannes Schmidt fordert
Anti-Mobbing-Programm


Kinderschutzbund-Vorsitzender Schmidt (in Hemmoor)

Nach den Gewaltattacken gegen einen Berufsschüler in Hildesheim fordert der Kinderschutzbund Niedersachsen ein Programm gegen Mobbing an Schulen. Nach Untersuchungen habe jeder sechste Schüler bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht, sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt (Hemmoor) in Hannover vor Pressevertretern. Schul-Mobbing gehöre auf den Lehrplan, etwa in Form von Anti-Aggressions-Training und Projekttagen. Unterdessen forderte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) bei einem Besuch in der Hildesheimer Werner-von-Siemens-Schule, alle Schulen in Niedersachsen sollten ein Sicherheitskonzept aufstellen. In Hildesheim hatten 17jährige Schüler einen Klassenkameraden Monate lang gequält, Videoaufnahmen davon gemacht und ins Internet gestellt.

Warum Schmidt, von Beruf Familienberater und Organisationsentwickler und im Ehrenamt Vorsitzender der SPD Hemmoor, sich für den Kinderschutz einsetzt, steht in diesem NEZ-Porträt.


Polizei

Arno Stabbert wird
Polizeipräsident

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat seine neuen Polizeipräsidenten ernannt. Zu ihnen gehört Arno Stabbert, bis zu seiner Berufung als Referent in das Ministerbüro Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) in Cuxhaven. Stabbert führt demnächst die Polizeidirektion "Zentrale Dienste". Er ist der Bruder von Rolf Stabbert, dem Leiter des Polizeikommissariats Hemmoor. Ein Porträt der Brüder Stabbert ist in der NEZ-Reihe "Zu Gast bei..." erschienen; der Text ist hier online verfügbar.


Schwebefähre

Ein 52 Jahre altes Foto
aus einer 10-Mark-Kamera

Als Henry Seebeck, Küster in Großenwörden und begeisterter Radfahrer, kürzlich von den Plänen hörte, in Osten ein Deutsches Fährmuseum einzurichten, kramte er ein seltenes Foto hervor: eine Aufnahme der Schwebefähre aus dem Juni 1952, die der "Landarb." - wie aus der Rückseite hervorgeht - mit einer einfachen Agfa-Box gemacht hatte, "die damals 10 Mark gekostet hat". Die Aufnahme, freut sich der 80-Jährige, hat in den 52 Jahren "kein bißchen gelitten".


Post

Jetzt gibt's in Osten
wieder Briefmarken


Nachmittags kamen die letzten Utensilien

Die Ostener müssen nicht mehr nach Hemmoor fahren, wenn sie Briefmarken brauchen. Im Papiergeschäft Tank ist am Montag ein Postshop eröffnet worden.


Frisch eingewiesen: die Drei von der Poststelle

Nachmiitags wurden Marianne Tank und ihre Mitarbeiterinnen von Post-Vertretern in die neue Arbeit eingewiesen. Seither hat Osten postalisch - immerhin - wieder den Zustand von 1762 erreicht, als hier laut Ortschronik erstmals die Existenz eines "Postbüros" oder einer "Poststube" nachgewiesen war.


Kaiserliches Postamt in Osten

Für die Zeit um 1870 wird die Existenz einer Postanstalt bezeugt, wahrscheinlich im Haus Fährstraße 24 (Schlachterei Guthahn). 1893 wurde das Kaiserliche Postamt in den Neubau des Kaufmanns Hermann Krome verlegt (jetzt: Fährstraße 4), siehe Fotos.

An die einstige postalische Nutzung des Gebäudes, das heute die BHW-Filiale von Doris Klüser beherbergt, erinnert nur noch der sorgfältig restaurierte Adler in der Fassade.


Internet

Web-Grußkarten
von der Oste

Einen tollen Service hat Karl-Heinz Brinkmann auf seiner Website brinkmann-osten.de eingerichtet. Von dieser Seite aus kann jeder elektronische Ansichtskarten mit Motiven aus Osten und von der Oste versenden. Einfach mal reinschauen...


Schwebefähre

Grün ist die Hoffnung,
grün ist der Kohl


Erst deftiger Grünkohl, dann gute Nachrichten

Die Freunde der Schwebefähre können hoffen: Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals ausgesprochen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zu Erhaltung der Schwebefähre am Freitag im "Fährkrug" bekannt.


Vorstandsmitglieder Borchers, Burmester, Ahlf

Erst gab es deftigen Grünkohl, dann gute Nachrichten: Vorsitzender Horst  Ahlf berichtete über ein Jahr voller Aktivitäten, dessen Höhepunkt die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren unter dem Ehrenvorsitz von König Juan Carlos I. in Madrid gewesen sei. Schatzmeister Peter Burmester meldete einen Mitglieder-Zustrom "wie noch nie zuvor" (21 Neuaufnahmen).


Vorstandsmitglieder Hubert, Bölsche

Nach dem Grußwort von Bürgermeister Carsten Hubert, der kraft Amtes dem Vorstand des Fährvereins angehört, berichtete der 2. Vorsitzende Jochen Bölsche in Vertretung der Landkreis-Denkmalschützerin Bauamtfrau Birgit Greiner über erfolgversprechende Entwicklungen: Am 28. Januar habe eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen.

Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, werde nach Mitteilung der Bundestagsabgeordneten Dr. Margrit Wetzel in Kürze der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß (Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien) zur Billigung vorgelegt. Am 27. Januar hatten in Osten Vertreter verschiedener Institutionen dem Landkreis weitere Fördermittel zugesagt, so dass die Schwebefähre unter günstigen Umständen im Herbst wieder in Betrieb genommen werden könne (siehe nächsten Bericht).


Großes Interesse im überfüllten Versammlungsraum

Mit einer Videopräsentation berichtete 2. Vorsitzender Bölsche über diverse Aktivitäten, die dazu beigetragen haben, die Ostener Fähre überregional bekannt zu machen und die Bereitschaft zur Bereitstellung von Geldern zu erhöhen. Insbesondere nannte er die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren im Herbst in Bilbao, das Projekt "Deutsche Fährstraße / Deutsches Fährmuseum", die unter dem Vorsitz von Gerald Tielebörger jüngst gegründete Arbeitsgemeinschaft Osteland, die Bemühungen um eine Sonderbriefmarke zum 100jährigen Bestehen und den Internet-Auftritt www.schwebefaehre.org.
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Frisch aus der Druckerei:
Werbeblatt der Deutschen
Fährstraße mit der
Ostener Schwebefähre.
Mehr...
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Die Diskussion wurde von Überlegungen beherrscht, verstärkt Werbung für die Schwebefähre zu treiben. Als beispielhaft wurde zum Beispiel die Adventstreff-Aktion der Ostener Grundschüler bezeichnet, die auf Anregung von Schulleiter Horst Puttfarken ein Fährmodell gebaut hatten. Carsten Hubert kündigte an, sich für die Einführung eines jährlich stattfindenden Fährmarkts in Osten einzusetzen. Ebenso wie Horst Ahlf will auch der Bürgermeister Kontakte zum Fernsehen aufnehmen, um Sendungen wie die plattdeutsche Talk-Show nach Osten zu holen.

SPD-Vorsitzender Lothar Klüser berichtete über Bemühungen, mit Hinweisschíldern verstärkt auf die Fähre hinzuweisen. Pastor Dieter Ducksch trug die Idee vor, die Fähre und die Region auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover zu präsentieren. Ortsheimatpfleger Rüdiger Toborg will weiterhin mit Fährkalendern auf das Bauwerk aufmerksam machen. Erwin Bergander - ein Enkel des ersten Ostener Fährmannes - stellte von ihm gefertigte Fährmodelle und Brandmalereien vor.

Einige Mitglieder der Fördergesellschaft wollen sich künftig gezielt um die Entwicklung von Werbeveranstaltungen und Veröffentlichungen, aber auch von neuen Schwebefähren-Souvenirs kümmern. Zur Mitarbeit für die Zukunft der Fähre und des Dorfes hat sich in der Jahreshauptversammlung eine ungemein starke Gruppe bereit gefunden: CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Toborg, SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Klüser, Pastor Dieter Ducksch, Kirchenvorstandsvorsitzende Magdalena Wassermann, Architekt Hannes Wesch, Heiko Kämmerer, Jürgen Gerecke, Heinz Thedrian sowie  Renate Wendt und Irmi Riedel, die den Auftritt des Fährvereins beim jüngsten Adventstreff organisiert hatten.

Viel Anklang fand ein von dem Ostener Fotokünster Nikolaus Ruhl (Website hier) gefertigtes Mini-Poster mit 25 Ansichten der Fähre (Foto oben). Das Bild, edel gerahmt, ist für 18 Euro bei Horst Ahlf im Hotel Fährkrug erhältlich; jeweils 4 Euro kommen der Fördergesellschaft zugute.



Schwebefähre

Wiederinbetriebnahme
noch im Herbst 2004?


Carsten Hubert (r.) folgt den Experten-Ausführungen

Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hat am 27. Januar ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel von 35 000 Euro eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern.

Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzungsarbeiten möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen.


Hier sind Reparaturarbeiten fällig

Bei einer Video-Präsentation im Fährkrug hatten die hannoverschen Fachleute am 27. Januar das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei.


Geeignet für ein Deutsches Fährmuseum?

Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England  seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.


Vereine

Arbeitsgemeinschaft Osteland
beantragt Gemeinnützigkeit

In der Kanzlei des Hemmoorer Notars Weritz hat der Vorstand der neuen AG Osteland soeben die Eintragung ins Vereinsregister beantragt. Darüber hinaus wird bei den Finanzbehörden zur Zeit die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für den Verein betrieben, der als "Lobby für das Osteland" unter anderem die Einrichtung einer Deutschen Fährstraße von Kiel nach Bremervörde vorantreibt und sich für Heimatpflege und umweltgerechten Tourismus in der Oste-Region einsetzt. Das Foto zeigt (v. l. n. r.) den 1. Vorsitzenden Gerald Tielebörger, Schriftführer Bernd Brauer, den 2. Vorsitzenden Jochen Bölsche und den Schatzmeister Johannes Schmidt.


Ehrung

Ein halbes Jahrhundert
im Schützenverein

Eine seltene Ehrung haben Schützenpräsident Herbert Guthahn und Vorstandsmitglied Anna Jegutzki vorgenommen: Hans König wurde an seinem Geburtstag, den er am selben Tag wie seine Ehefrau Hilde feiert, für 50-jährige Zugehörigkeit zum Schützenverein mit Urkunde und Orden geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Mehr zum Schützenwesen in Osten in unserer Rubrik SCHÜTZEN.


Internet

osten-oste.de begrüßt
den 40 000. Besucher

Am 27. Januar, exakt um 8.27 Uhr, hat diese ehrenamtlich betriebene Website - einschließlich der "Schwesterseiten" huell.net, hemmoor.info und grossenwoerden.de - den 40 000. Besucher verzeichnet. Seit dem Start von osten-oste.de sind ziemlich genau drei Jahre vergangen.

Eine der frühen Seiten aus dem Jahre 2001 - als die Website nur sehr selten aktualisiert wurde - ist hier zu sehen. Wer hinter dieser Homepage steckt und warum sie betrieben wird, steht hier, wie die Leser reagieren, kann im Gästebuch nachgelesen werden.


Die jüngste Schwester: hechthausen.org

Zur Feier des Tages wurde eine weitere Schwesterseite für den Südteil der Samtgemeinde freigeschaltet:www.hechthausen.org.


Landkreis

Martin Döscher für die
"Deutsche Fährstraße"


Döscher auf dem Ostener Schützenfest 2003

Der langjährige CDU-Politiker Martin Döscher wird am 31. Januar Ehren-Landrat und  ebenso wie Oberkreisdirektor Dr. Johannes Höppner seinen Posten räumen. Die beiden Ämter werden ab 1. Februar vom hauptamtlichen Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) in Personalunion wahrgenommen. Kurz vor dem Ausscheiden aus dem Amt hat der populäre CDU-Politiker Döscher der neuen Arbeitsgemeinschaft Osteland seine Hilfe zugesagt: Er hat sich bereit erklärt, eine Video-Präsentation des Hechthausener Web-Designers Markus Buck über die Deutsche Fährstraße auf Plattdeutsch zu vertonen: "Ich tue alles, was dazu beiträgt, die plattdeutsche Sprache zu erhalten," erklärte Döscher.  Die Aufnahme soll im  renommierten Hemmoorer Tonstudio Two Palms Production stattfinden, das für seine Arbeit unter anderem den Niedersächsischen Hörfunkpreis erhalten hat. - Die lesenswerte Website des verdienten Kommunalpolitikers Döscher ist hier abrufbar.


Sportfischer

Umweltschutz wird
groß geschrieben


Bürgermeister Hubert (r.) mit ausgezeichneten Anglern

Bei den Oste-Anglern wird der Natur- und Umweltschutz ganz groß geschrieben. Das zeigte sich auf der Jahreshauptversammlung des SFV "Oste" e.V.(370 Mitglieder, davon 45 Jugendliche) im Ostener Hotel Fährkrug. Der Verein bemüht sich nicht nur, bedrohte Fischarten zu schützen und die Ufer seiner Gewässer sauber zu halten, sondern engagiert sich auch für waidgerechtes Angeln und die Verbesserung der Fischdurchlässigkeit von Wehren und Pumpstationen, wie Vorsitzender Wolfgang Schütz betonte. Mehr in unserer Rubrik SFV.


Dieses wunderschöne Foto zeigt die H.M. Bark "Endeavour", eine Nachbildung des berühmten Schiffs von Käptn James Cook, auf dem Fluß Tees unter der Schwebefähre im englischen Middlesbrough. Anlass war der 275. Jahrestag der Geburt von James Cook Ende 2003. Mehr über die sieben Schwestern der Ostener Schwebefähre unter www.schwebefaehre.org. (Foto: Carol Green).


Theater

Dorschel und
die Badewanne


Tod in der Badewanne: Werbung für "Dorschel"

Mit "Dorschel" und zwei weiteren Theaterstücken wartet der Verein Kultur auf dem Land e. V. in den nächsten Wochen (7. Februar bis 24. April) auf.Gespielt wird im ganzen Osteland, Näheres auf der Website des Vereins um Stückeschreiber und Regisseur Hartmut Behrens, den die NEZ hier porträtiert.

Um was geht es in dem Auftaktstück "Dorschel" (7. Februar, Cadenberge, Postels Gasthof)? Der Verein erklärt dazu: "Rainer Dorschel ist Minister und er hat es sich zur Angewohnheit gemacht, unbequeme Mitmenschen abhören zu lassen. Sein Medienreferent Karl Sänger ist dabei derjenige, der sich die Hände schmutzig machen muss... Dies ist eine keineswegs dokumentarische Erinnerung an die Affäre Barschel, die bekanntlich in einer Badewanne endete: Es ist ein satirisches Stück über Macht und Mißbrauch."

Übrigens: Wer wissen will, wie die wirkliche Barschel-Affäre ablief, kann bei Amazon das Buch "Waterkantgate" des Ostener Autors Jochen Bölsche bestellen. Mehr aus dem Kulturleben im Osteland in unserer Rubrik MUSIK UND THEATER.


Kunst

Neuer Realismus
im KunstRaum

"Realismus? Landschaft zwischen Wirklichkeit und Konstruktion" ist das Thema der Ausstellung, die bis zum 22. Februar im KunstRaum Hüll gezeigt wird. Mehr über die Ausstellung hier. Mehr über Hüll auf unserer Schwesterseite www.huell.net.


Vereine

Es gibt noch ein
zweites "Osteland"

Als "Lobby für die Oste" (und Motor der neuen "Deutschen Fährstraße") hat sich jetzt eine "Arbeitsgemeinschaft Osteland" als Verein konstituiert (siehe NEZ-Artikel). Der Verein ist bereits unter www.osteland.info im Internet vertreten; ein Beitrittsformular kann hier ausgedruckt werden.
Es gibt im Web übrigens noch ein anderes Osteland - auf der dänischen Website www.osteland.dk. Verwechslungsgefahr besteht nicht: Im zweiten Osteland (vom dänischen "ost" = Käse) werden Delikatessen beworben...


Vereine

Eine Lobby für den
"vergessenen Fluss"

AG "Osteland" wird eingetragener Verein / Gerald Tielebörger an der Spitze / Hamburger Reisemesse mit "Deutscher Fährstraße"


Vereinsgründer Tielebörger, Brauer, Buck, Bölsche

Die Oste gilt unter Tourismus-Fachleuten noch immer als "vergessener Fluß". Das soll sich nach dem Willen der "Arbeitsgemeinschaft Osteland" ändern, die sich am 13. Januar im Ostener Hotel "Fährkrug" als Verein konstituiert hat. Die neue Arbeitsgemeinschaft versteht sich als eine Lobby für das Osteland und will sich - die Kreisgrenzen übergreifend - der Heimatpflege und der Bewahrung des Natur- und Kulturerbes der Flussregion widmen.

Zum 1. Vorsitzenden wurde der Hemmoorer Reisebüro-Unternehmer Gerald Tielebörger gewählt, zum 2. Vorsitzenden der Ostener Redakteur Jochen Bölsche, der die gleiche Funktion in der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten innehat. Kassenwart des Vereins ist der Initiator der Küstenklassik-Festspiele und niedersächsische Kinderschutzbund-Vorsitzende Johannes Schmidt. Als Schriftführer fungiert der Hemmoorer Druckerei-Unternehmer Bernd Brauer.


Gründungsmitglieder Carsten Hubert, Horst Ahlf

Zu den Gründungsmitgliedern der AG Osteland zählen Tourismus-Experten wie der Hechthausener Unternehmer Hubertus Freiherr von Marschalck ("Geesthof") und Kommunalpolitiker wie der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) oder der Vorsitzende des Hemmoorer Samtgemeinde-Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr, Horst Ahlf (SPD).

Zweck des Vereins, der ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt, ist laut einstimmig verabschiedeter Satzung neben der Wahrung des maritimen Erbes im Osteland die "Förderung eines Fähr- und Flußmuseums" sowie die "Erschließung der Natur- und Kulturgüter der Region durch einen umweltverträglichen Tourismus, insbesondere durch Förderung von Wander-, Rad- und Wasserwanderwegen im Zuge einer Ferienstraße (Deutsche Fährstraße)".


Zuständig für Finanzen: Johannes Schmidt

Wie der 2. Vorsitzende Bölsche berichtete, kommen die Arbeiten an dem Projekt "Deutsche Fährstraße" gut voran. Zur Zeit wird mit interessierten Verbänden, Firmen und Kommunen - von der Landeshauptstadt Kiel bis zur Stadt Bremervörde, von der Maritimen Landschaft Unterelbe bis zur Elbfähre Glückstadt-Wischhafen - die Gestaltung eines Werbeblattes über die  deutsche Ferienstraße abgestimmt.


Oste-Freunde Tielebörger, v. Marschalck, Schuster

Bereits auf der Hamburger Reisemesse Mitte Februar soll mit einer Video-Präsentation, entwickelt von Markus Buck (Hechthausen), und dem neuen Info-Material auf die attraktive Ferienroute hingewiesen werden, die mehr als 40 verschiedene Flußquerungsmöglichkeiten - von der Furt bis zur Schwebefähre - sowie ein halbes Dutzend maritimer Museen an Oste, Niederelbe und Nord-Ostsee-Kanal verbindet. Bis zum Frühsommer will der Verein gemeinsam mit lokalen Fachleuten die "Feintrassierung" des Radwanderweges Bremervörde - Neuhaus - Wischhafen beraten und die beteiligten Kommunen anregen, ihre Attraktivität durch eine entsprechende Ausschilderung  zu steigern.

Kassenwart Schmidt berichtete über Erfolg versprechende Kontakte mit Sponsoren und über ein Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche (Foto), der eine Einladung des Vereins entgegengenommen hat, sich vor Ort über das  Projekt "Deutsche Fährstraße" zu informieren. Im Namen des Fremdenverkehrsvereins Osten/Oste sicherte dessen Vorsitzender Horst Ahlf die Unterstützung der neuen Arbeitsgemeinschaft zu. Curt Schuster von der  "Interessengemeinschaft Bahnhofstraße" betonte die Bedeutung der neuen Ferienstraße gerade für Hemmoor.  Silvia Wolter überbrachte Glückwünsche der "TouristInfo Kehdingen", die von den Samtgemeinden Drochtersen und Nordkehdingen getragen wird; auch diese beiden Kommunen könnten von der Ferienroute profitieren.

Vorsitzender Tielebörger kündigte für die kommenden Monate eine Reihe von Informationsveranstaltungen für die Kommunalpolitiker in den Gemeinden entlang der Oste an und übermittelte die Grüße der  Unternehmergemeinschaft der Stadt Hemmoor, deren Vorsitzender Bernd Jürgens die Gründung der neuen Arbeitsgemeinschaft angeregt hatte.

In der Nähe dieser Kinder-Fähre am Vörder See in Bremervörde beginnt die geplante Deutsche Fährstraße. Auch die Stadt Bremervörde hat ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an dem Projekt erklärt.

Mehr unter deutsche-faehrstrasse.de und unter osteland.info, der Website der neuen AG Osteland.



 

SPD

Oste-Region besser
an Hamburg anbinden

Die Samtgemeinde Hemmoor soll touristisch stärker an die Metropolregion Hamburg angebunden werden und mit der Maritimen Landschaft Unterelbe kooperieren. Dafür will sich der Hemmoorer SPD-Ortsverein starkmachen, wie dessen Vorsitzender Johannes Schmidt ankündigt. Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsuitzenden und Hechthausener Bürgermeister Bodo Neumann (Foto) sollen zu diesem Zweck am 10. März in Hechthausen Vertreter von zehn benachbarten SPD-Ortsvereinen zusammenkommen und über Kooperationsmöglichkeiten diskutieren. - Am 23. März stehen im SPD-Ortsverein Hemmoor Neuwahlen an.


Vereine

Culturkreis bestätigt
Birte Zöllner im Amt

Birte Zöllner wurde in der Jahreshauptversammlung des Culturkreises Hemmor als stellvertretende Vorsitzende und Ellen Hagenah als Kassenführerin wiedergewählt. Als Kassenprüfer fungieren Edeltraut Kupke und Inge Masurkewitz. Vorstand und Kasse wurden entlastet. Mehr über den Verein auf der reichhaltigen und gut gepflegten Website www.culturkreis.de


Tourismus

Forschungsgegenstand
"Deutsche Fährstraße"


Carsten Hubert begrüßt die Kieler Geographin Bochmann 

Professor Dr. Hans-Gottfried von Rohr vom Geographischen Institut der Universität Kiel will die Einrichtung der Deutschen Fährstraße - der von Osten aus initiierten jüngsten Ferienstraße - wissenschaftlich begleiten. Das Projekt ist Gegenstand einer Diplomarbeit an seinem Institut. Die Kieler Geographin Silvia Bochmann führte zu diesem Zweck jetzt an der Oste die ersten von rund 200 Interviews. Am Wochenende wurde sie im Fahrkrug von Bürgermeister Carsten Hubert, Gründungsmitglied der AG Osteland, begrüßt.


Fasching

Wer hat sich denn 
da als Lilo verkleidet?

Wer hat sich denn da als Lilo Wanders verkleidet? Die tollsten Kostüme waren jetzt im "Großenwördener Hof" zu sehen, wo die Faschingsfeier des dortigen TSV stattfand. Mehr Fotos aus der Nacht der Nächte auf unserer Schwesterseite www.grossenwoerden.oste.de.


Kultur

2400 Euro für 
einen guten Zweck


Auch Dr. med. de Greck ließ sich den Kaffee schmecken

Zu Wiener Caféhaus-Musik und einem Kaffee- und Kuchenbüffet hatte die Tschernobyl-Hilfe in die Festhalle Osten eingeladen. Im brechend vollen Saal spielte das Salon-Orchester Niederelbe unter Willi Bardenhagen einen Strauß bekannter Melodien. Die 2400 Euro Spenden für die vom DRK beigesteuerten Torten kamen dem Cuxhavener Verein Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V. zugute. Dem Vorstand gehören neben dem Vorsitzenden Dr. Manfred Toborg als Stellvertreterin die Ärztin Gudrun Runge, als Kassenwart  Dr. med. Christoph de Greck (Foto) und als Pressewartin Dr. med. Gisela Penteker an. Mehr auf unserer Schwesterseite www.osten-oste.de.


Osteland

"Die Reisemesse
hat sich gelohnt"


Miss Bederkesa strahlte fürs Cuxland

"Die Teilnahme an der Hamburger Reisemesse hat sich für das Osteland gelohnt." Dieses Fazit zog am Wochenende der 1. Vorsitzende der AG Osteland, der Tourismusexperte Gerald Tielebörger vom Reisebüro Hemmoor. Auf der Messe, an der rund 1000 Aussteller aus 75 Nationen ihre Angebote offerierten, war erstmals auch die kürzlich in Osten gegründete neue Deutschen Fährstraße präsent. 


Auch das Oste-Hotel Bremervörde warb für die Fährstraße

Für die neue Ferienstraße, die auf 250 Kilometern zwischen Kiel und Bremervörde rund 50 Fähren, Brücken und maritime Museen verbindet, wurden auf der Messe weit über 2000 Prospekte aus der Firma Druckpartner Hemmoor verteilt. Die Flyer, die auf dem Titelbild die Schwebefähre in Osten (Landkreis Cuxhaven) und die Prahmfähre in Gräpel (Landkreis Stade) zeigen, waren in Hamburg gleich an vier verschiedenen Messeständen erhältlich: Für die Deutsche Fährstraße warben die Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, der Tourismusverband Stade/Elbe e. V., die Tourist-Information Bremervörde und die Samtgemeinde Hemmoor. 


Der Hemmoor-Stand mit dem Schwebefähr-Poster

Der Hemmoorer Messestand, geschmückt mit einem Großfoto des Technischen Baudenkmals Schwebefähre, war während der gesamten Reisemesse mit ehrenamtlich tätigen Kräften besetzt, die unter anderem von der Osteschiffahrt in Oberndorf, dem Geesthof in Hechthausen-Klint, dem Fremdenverkehrsverein Osten und der Arbeitsgemeinschaft Osteland gestellt wurden. Der Hemmoorer Stand war Teil des Cuxland-Präsenz, die vor Ort von dem Otterndorfer Fachbereichsleiter Tourismus, Folkert Jeske, koordiniert wurde. 


Heise, Schmidt: Power für die Deutsche Fährstraße

Am Rande der Messe beriet der Hemmoorer Johannes Schmidt, Vorstandsmitglied der AG Osteland, mit der Geschäftsführerin der Tourist-Info Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, Monika Heise, unter anderem über gemeinsame Aktivitäten zum 100-jährigen Bestehen der Rendsburger Schwebefähre im Mai dieses Jahres und über kombinierte Fahrrad/Schiff-Angebote auf der Oste und dem Kanal. Mit Jörg Lückemeyer vom Landesverband Bremen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wurde eine Kooperation bei der Werbung für die Fahrrad-Routen im Südabschnitt der Deutschen Fährstraße erörtert.


Gemeinden

Neuhaus: Eckstein
und Drehscheibe


Bürgermeister Georg Martens (2. v. l.) im Kornspeicher

Neuhaus an der Oste mit seinem alten Hafen als künftiger  Drehscheibe des Kanu- und Kajaktourismus und mit seinen ausgeprägten historischen, architektonischen und gastronomischen Reizen wird zu einem Eckstein der neuen Deutschen Fährstraße.

Diesen Eindruck vermittelte ein Meinungsaustausch, zu dem Vertreter von Gemeinderat, Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein mit dem Vorstand der AG Osteland im historischen Kornspeicher zusammenkamen.

Bürgermeister Georg Martens (CDU) betonte vor 20 Teilnehmern die Bedeutung der Gemeinde als "Basishafen für Wasserwanderer". Die Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, Ursel Wenzel, brachte das Interesse an vertiefenden Gesprächen über die lokale Ausgestaltung der Deutschen Fährstraße zum Ausdruck.


Gerald Tielebörger (r.) erläutert das Konzept

Gerald Tielebörger (Hemmoor) und seine Vorstandskollegen erläuterten die Ziele der AG Osteland, die ehrenamtlich übergreifende Konzepte  - "als Geschenk an die Gemeinden" - für die touristische und kulturelle Stärkung der Region beiderseits der Oste entwickeln wolle.

Dabei gelte es, gemeinsam mit der Maritimen Landschaft Unterelbe die vielen vorhandenen kommunalen Initiativen zu vernetzen:   "Insellösungen bringen uns nicht weiter." Ein Kanuhafen in Neuhaus beispielsweise sei von begrenztem toristischem Wert, wenn nicht auch andere Oste-Gemeinden in den Kreisen Cuxhaven und Stade   "kanugerechte Schlengelanlagen" bereit hielten, betonte auch Bürgermeister Martens.

Im Laufe der kommenden Wochen will die AG Osteland ähnliche Gespräche wie in Neuhaus auch in den anderen Oste-Anliegergemeinden vereinbaren, um ihr mit Videopräsentationen der Hechthausener Firma styled4web, Flyern und Referaten ihr Konzept vorzustellen und die Trassierung der Rad-, Auto- und Wasserwanderrouten zu komplettieren.


Unternehmer

Vorfreude auf das
Bahnhofstraßenfest

Vorfreude das das Bahnhofstraßenfest 2004 weckt ein Flyer der IG Bahnhofstraße (Faksimile hier), mit dem zu einem Vorbereitungstreffen am 13. Mai, 20 Uhr, in der Schlemmerbörse  Fritsche eingeladen wird. Eröffnet werden soll das 16. Straßenfest am 28. August um 14 Uhr - Termin schon mal vormerken. Was alles geboten wird, steht hier und auf der Website der Veranstalter
Zur Erinnerung: Fotos und Videos vom Bahnhofstraßenfest 2003 können hier betrachtet werden.


Tourismus

Warum die Urlauber 
das Osteland lieben


Eintragung  in einem Hemmoorer Fewo-Gästebuch

Immer wieder werden in unserer Region Urlauber geehrt, die seit zwei, drei oder sogar vier Jahrzehnten regelmäßig Ferien im Osteland machen. Was reizt die Urlauber am Elbe-Weser-Dreieck? Aufschluß gibt ein Blick in einige Gästebücher von Ferienhäusern an der Oste, die per Internet zugänglich sind..

Nette Vermieter und viele Entdeckungsmöglichkeiten - das rühmen zum Beispiel Gäste aus Brühl an der Ferienwohnung Möller in Hemmoor: "Wir sind für 11 Tage mit unserem 3 Monate altem Baby bei den Möllers zu Gast gewesen und waren rundherum zufrieden. Sehr nette Vermieter, eine grosse Wohnung mit allem, was man braucht und eine ruhige Lage, obwohl man in der Stadtmitte wohnt. Wir empfehlen allen Unternehmungslustigen noch die Nordwest-Entdeckercard, dann wird es auch  niemandem langweilig!"

Besucher aus Gevelsberg rühmen dieselbe Ferienwohnung mit einem Gedicht: "Sind nicht gekommen zum Angeln oder Tauchen, / hier kann man radeln, bis die Socken rauchen; zum Nordsee- oder Elbestrand, Bremerhaven oder ins Altes Land. / Mit Sonnenschein und steifer Brise, / Muskelkater, Sonnenbrand; alles inklusive."

Die "tolle und für Taucher absolut praktische Ferienwohnung" von Thorsten Meyer und Sabine Wulff in Hemmoor spricht vor allem Taucher an, wie die vielen witzigen Referenzen auf der Website zeigen (siehe Abbildung ganz oben): "In Hemmoor gibt's wirklich alles."

An der Ferienwohnung Gaetke in Hemmoor wird die gemütliche Einrichtung gelobt: "Eure Ferienwohnung erinnert mich immer etwas an zuhause. Das liegt wahrscheinlich an Eurer tollen Einrichtung. Außerdem wird man bei Euch sehr herzlich aufgenommen - ich denke dabei an den netten Kaffeenachmittag. Macht weiter so."


Ferienhaus-Website von der Oste

Was es alles in der Region zu entdecken gibt, zeigt beispielsweise das Landhaus Schliecker in Osten-Altendorf auf seiner Website, zu der ein vielseitiges "Erlebnismenü" gehört. - "Ausflüge sind bei jedem Wetter möglich," bestätigen Gäste, die ihren Urlaub im Ferienhaus am Rönndeich verbracht haben, an dem vor allem die idyllische Lage gefällt. 

"Keine Autos, kein Lärm, kein Stress - eine Oase der Ruhe und Erholung. Eine fantastisch schöne Zeit. Wir kommen gerne wieder", schrieben Urlauber aus Wiesbaden ins virtuelle Gästebuch. Junge Hamburger hinterließen ein Loblied auf die Einsamkeit hinterm Deich: Ihnen habe vor allem gefallen, "dass uns auf der Straße am Deich mehr Kaninchen als Autos begegnet sind".

Ein Verzeichnis aller Gastgeber in der Samtgemeinde Hemmoor steht hier.
 

Landkreis

Dreifache Gebühr
für "Schwarzbauer"

Für die nachträgliche Genehmigung einer ohne Baugenehmigung errichteten Baumaßnahme fällt zukünftig die dreifache Gebühr der für Neubauten festgelegten Genehmigungsgebühr an. Diese neue Regelung der Baugebührenordnung gilt für alle niedersächsischen Bauaufsichtsbehörden seit dem 1. Dezember 2003 und wird auch vom Landkreis Cuxhaven künftig angewendet, wie der Kreis auf seiner Website mitteilt.

Die Landesregierung hat diese Neuregelung der Baugebührenordnung damit begründet, dass der finanzielle Vorteil ausgeglichen werden soll, den die Bauherren solcher "illegaler" Baumaßnahmen aus dem frühzeitigen Baubeginn gegenüber anderen Bauherren haben. Außerdem soll der zusätzliche Prüfungsaufwand der Bauaufsichtsbehörden abgedeckt werden, der dadurch entsteht, dass diese neben der Zulässigkeit des Bauantrags auch die Vereinbarkeit der bereits errichteten Baumaßnahme mit den vorgelegten Unterlagen prüfen müssen. Nicht zuletzt erhofft sich die Landesregierung auch einen Abschreckungseffekt für künftige "illegale" Baumaßnahmen.


Tourismus

"An der Oste liegen
Schätze verborgen"


Landrat Armonat hofft auf internationales Oste-Publikum

Die Oste sei für die Tourismusförderung in der Metropolregion Hamburg "enorm wichtig", erklärte Karin Warncke, Geschäftsführerin der Maritimen Landschaft Unterelbe, bei einem Treffen der Hauptverwaltungsbeamten aller Oste-Anliegergemeinden der Landkreise Cuxhaven und Stade im "Bördehuus" Lamstedt. Der Fluß, unbegradigt und idyllisch wie kaum ein anderer, berge die denkbar größten touristischen Potenziale, betonte Warncke: "An der Oste liegen Schätze, die es zu heben gilt."


Vorsitzender Tielebörger (r.), Bürgermeister Koch (2.v.r.)

Unter Leitung von Samtgemeindebürgermeister Jens Koch (Hemmoor) ließ sich die Runde der Spitzenbeamten ausführlich über das Konzept der Deutschen Fährstraße informieren. Die 250 Kilometer lange neue Ferienstraße, die zwischen Kiel und Bremervörde den Nord-Ostsee-Kanal sowie die Oste begleitet und die beiden einzigen deutschen Schwebefähren, Osten-Hemmoor und Rendsburg-Osterrönfeld, verbindet, war vom Weltverband der Schwebefähren, der Unternehmergemeinschaft Hemmoor  und der in Osten ansässigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V. in ehrenamtlicher Arbeit entwickelt worden.

Das Konzept, das vier Vorstandsmitglieder der kürzlich gegründeten AG Osteland - Gerald Tielebörger, Jochen Bölsche, Johannes Schmidt und Bernd Brauer - mit Hilfe von Kurzreferaten, Flyern und einer Video-Schau präsentierten, wurde von den Kommunalvertretern mit Beifall aufgenommen. Das Projekt, urteilte der Stader Landrat Gunter Armonat, übertreffe "alles, was ich erwartet habe". Die neue Ferienstraße (Motto: "Frohe Fährien im frischen Norden") sei, so Armonat, "einmalig in Deutschland" und "auch für ein internationales Publikum attraktiv". Anziehungspunkte wie die Schwebefähren habe "keine andere Landschaft zu bieten".

Lesen Sie weiter auf der Website der AG Osteland osteland.info: Warum Lamstedt bedauert, keinen Ostehafen zu haben.


Fischerei

Professor analysierte den
"Stör-Fall" an der Oste


Störfang in der Oste Anfang des 20. Jahrhunderts

15. 2. 2004. Dem Vorsitzenden des Sportfischervereins "Oste" e. V., Wolfgang Schütz, war es gelungen, eine international angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Fischkunde nach Osten zu holen. Der Ichthyologe Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Rosenthal (Foto) sprach in der Festhalle vor geladenen Mitgliedern des SFV über internationale Anstrengungen zum Schutz der Störe. Thema des Vortrages: "Der Stör-Fall an unseren Küsten - Natur, Kultur, Schutz". Rosenthal ist Präsident der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (Website hier). Mehr über den Vortrag auf der Website des SFV "Oste".



Kunst

Neue Warstade-Bilder
von Fotokünstler Ruhl

Der Fotokünstler Nikolaus Ruhl hat eine Serie von Luftaufnahmen aus dem Landkreis Cuxhaven ins Netz gestellt, darunter Fotos von Warstade. Die einzigartigen Bilder - die bei Ruhl bezogen werden können - sind hier zu sehen.


CDU

Krogmann: "Girls' Day"
auch in Hadeln begehen

Der auf Neudeutsch so genannte "Girls’ Day" ("Mädchen-Zukunftstag 2004") wird in diesem Jahr am 22. April stattfinden. Dies gab unsere CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Krogmann gemeinsam mit dem Verein "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." jetzt bekannt. Krogmann ist Mitglied im Kuratorium des Vereins, der den Girls’ Day im Jahr 2001 ins Leben gerufen hat. Krogmann, Sprecherin für Neue Medien der CDU/CSU-Fraktion, bittet Unternehmen und Schulen aus der Region Stade/Hadeln, sich am Girls’ Day zu beteiligen. Ziel des Girls’ Day sei es, den Beschäftigungsanteil von Frauen in den zukunftsorientierten technischen Berufsfeldern langfristig anzuheben. Mädchen entschieden sich noch immer überproportional für "typisch weibliche" Dienstleistungsberufe. Mehr zum Thema auf der sehr informativen Krogmann-Website.

... und warum nicht auch ein "Boys' Day"?

Wir meinen: Gute Sache, dieser Girls' Day. Aber warum eigentlich gibt es keinen Boys' Day, der Jungen an "typisch weibliche" Berufsfelder, zum Beispiel Kindergarten und Grundschule, heranführt? Dass der Männermangel im Erziehungswesen schwere Defizite bei Jungen bewirkt, hat inzwischen auch der hannoversche Kultusminister Busemann gemerkt, der ja sogar schon eine "Männerquote" für Schulen ins Gespräch gebracht hat.


Kriminalität

Polizei erwischt
sieben Diebe

4. 4. 2004. In Hamburg hat die Polizei sieben Männer - darunter drei Hemmoorer - festgenommen, die  gerade einen Container mit Zigaretten im Verkaufswert von 1,8 Millionen  Euro stehlen wollten. Die Diebesbande steht offenbar  in enger Verbindung zu den kürzlich in Hemmoor ermittelten Kosovo-Albanern. Mehr unter www.nez.de.


Schulen

Johannes Schmidt fordert
Anti-Mobbing-Programm


Kinderschutzbund-Vorsitzender Schmidt (in Hemmoor)

Nach den Gewaltattacken gegen einen Berufsschüler in Hildesheim fordert der Kinderschutzbund Niedersachsen ein Programm gegen Mobbing an Schulen. Nach Untersuchungen habe jeder sechste Schüler bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht, sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt (Hemmoor) in Hannover gegenüber Pressevertretern. Schul-Mobbing gehöre auf den Lehrplan etwa mit Anti-Aggressions-Training und Projekttagen. Unterdessen forderte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) bei einem Besuch in der Hildesheimer Werner-von-Siemens-Schule, alle Schulen in Niedersachsen sollten ein Sicherheitskonzept aufstellen. In Hildesheim hatten 17jährige Schüler einen Klassenkameraden Monate lang gequält, Videoaufnahmen davon gemacht und ins Internet gestellt.

Warum Schmidt, von Beruf Familienberater und Organisationsentwickler und im Ehrenamt Vorsitzender der SPD Hemmoor, sich für den Kinderschutz einsetzt, steht in diesem NEZ-Porträt.


CDU

Wie sicher sind
die Ostedeiche?


Deicharbeiten an der Oste

Mit der Deichsicherheit an der Oste hat sich kürzlich die CDU Hechthausen befaßt. Die Ostedeiche, hieß es, würden im derzeitigen Zustand ohne Sperrwerk den Sturmfluten kaum standhalten können.  Die Elbdeiche seien etwa einen Meter höher als das Ostesperrwerk. Bei extremen Sturmfluten würde das 7,32 m hohe Sperrwerk überflutet. Das Ufer der Oste im Bereich Kleinwörden werde bereits zunehmend abgeschwemmt. Es sei zwingend erforderlich, durch geeignete Maßnahmen diese Gefährdung abzustellen, da der Deich hier im Ostebogen bei leicht erhöhter Flut bereits unterläufig sei. Mehr unter CDU Hemmoor.


SPD

Annette Faße MdB
bestätigt Rückzug

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Faße, 56, hat am 4. Februar gegenüber den Cuxhavener Nachrichten bestätigt, was seit längerem in der Partei ein offenes Geheimnis war: dass sie am 20. März nicht wieder für den Vorsitz des SPD-Unterbezirks  kandidiert, an dessen Spitze sie seit März 1988 steht. Bereits am Wochenende zuvor hatte der Ostener SPD-Vorsitzende Lothar Klüser ihr mit einem Präsent für ihre langjährige Arbeit gedankt (siehe Foto oben und Bericht unter spd-hemmoor.de).

Sie wolle sich künftig auf ihre Aufgabe als lokale Bundestagsabgeordnete konzentrieren, erklärte Faße. Dem Parteitagwerde sie Daniela Krause-Behrends als Nachfolgerin vorschlagen. - Ein NEZ-Porträt der Abgeordneten steht hier.


Polizei

Arno Stabbert wird
Polizeipräsident

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat seine neuen Polizeipräsidenten ernannt. Zu ihnen gehört Arno Stabbert, bis zu seiner Berufung als Referent in das Ministerbüro Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) in Cuxhaven. Stabbert führt demnächst die Polizeidirektion "Zentrale Dienste". Er ist der Bruder von Rolf Stabbert, dem Leiter des Polizeikommissariats Hemmoor. Ein Porträt der Brüder Stabbert ist in der NEZ-Reihe "Zu Gast bei..." erschienen; der Text ist hier online verfügbar.


Parteien

Grünen-Politiker Schröder
gegen "Vorverurteilung"

Der Grünen-Politiker Ulrich Schröder hat sich gegen eine "Vorverurteilung" seiner Person durch die Heimatpresse gewehrt. Seine Stellungnahme, dokumentiert von den "Cuxhavener Nachrichten", steht hier.


Kommunalpolitik

Neuer Name für
Hemmoorer Schule?

Wenn die "Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe Hemmoor" (so der offizielle Name) ihre Orientierungsstufe verliert, besteht die Chance, ihr einen neuen Namen zu geben - Stempel und Briefpapier müssen dann ohnehin neu gefertigt werden. Hinter den Kulissen der Kommunalpolitik wird schon heftig darüber nachgedacht, welchen Namen die Schule bekommen soll. An der Namenssuche sollen sich alle Hemmoorer beteiligen können, heißt es. Bislang scheint der Name "Schule an der Oste" favorisiert zu werden.


Werbung

Neuer Flyer soll
Touristen locken

Ein neuer Flyer (Produktion: Druckpartner Hemmoor) soll für die Deutsche Fährstraße werben, die an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal von Bremervörde nach Kiel führt und Dutzende von historischen und modernen Flußquerungen verbindet, darunter die beiden letzten deutschen Schwebefähren. Das Titelbild zeigt unter anderem die Schwebefähre zwischen Osten und Basbeck. Die Deutsche Fährstraße (Slogan: "Frohe Fährien") wird forciert von der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die sich jetzt als Verein konstituiert hat. Der Werbe-Flyer für die Fährstraße, der soeben aus der Druckerei gekommen ist, kann hier in Großaufnahme angesehen werden. Das Informationsblatt soll in großer Auflage verbreitet werden, unter anderem auf der Hamburger Reisemesse.


Schwebefähre

Grün ist die Hoffnung,
grün ist der Kohl


Erst deftiger Grünkohl, dann gute Nachrichten

30. 1. 2004. Die Freunde der Schwebefähre beiderseits der Oste können hoffen: Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals ausgesprochen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zu Erhaltung der Schwebefähre am Freitag im "Fährkrug" bekannt.


Peter Burmester: Eintritte wie nie zuvor

Erst gab es deftigen Grünkohl, dann gute Nachrichten: Vorsitzender Horst  Ahlf und Stellvertreter Jochen Bölsche berichteten über ein Jahr voller Aktivitäten, dessen Höhepunkt die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren unter dem Ehrenvorsitz von König Juan Carlos I. in Madrid gewesen sei. Schatzmeister Peter Burmester meldete einen Mitglieder-Zustrom "wie nie zuvor" (21 Neuaufnahmen). Ausführlicher Bericht auf unserer Schwesterseite www.osten-oste.de.


Menschen

Der "spiritus rector"
feierte 75. Geburtstag

Der Schriftsteller Peter Schütt nannte ihn in einem Aufsatz über seine Heimat den "spiritus rector des Hemmoorer Literaturbetriebes". Am 2. Februar feierte der pensionierte Studienrat Heiko van Dieken (Foto) seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlaß widmete die NEZ  ihm (und Ehefrau Ingeborg) ein von Respekt und Zuneigung geprägtes Porträt, das in der Reihe "Cuxland persönlich" erscheint. Das Lehrerehepaar "prägt die kulturelle Landschaft" in und um Hemmoor, urteilt darin NEZ-Redaktionsleiter Hans-Henning Kruse.

Erst im herbst 2003 hat van Dieken, von dem unter dem Titel "Marschbefehl und Krippenspiel" bereits vor einiger Zeit Jugenderinnerungen erschienen sind, in der Kulturdiele mit "Bombenkrieg und Kinderjahre" (De Utrooper-Verlag, Leer) Tagebuchnotizen aus seinen Schülerjahren vorgestellt, die vom Terror des Bombenkrieges geprägt waren. Auf dem Titelbild sind Todesanzeigen von Kindern wiedergegeben - so, wie der  Vierzehnjährige sie damals für sein Tagebuch abgezeichnet hat.  Besonders wichtig war dem Autor der Hinweis, dass es auch in England Proteste gegen das so genannte "moral bombing" gegeben hat - etwa von dem anglikanischen Bischof George Bell.

Alfred-Vagts-Straße für Hemmoor?

Wahrscheinlich kann man dem Geburtstagskind keinen größeren Gefallen tun, als ihm einen Wunsch zu erfüllen, den er in seinem neuen Buch vorträgt: eine Straße in Hemmoor nach Alfred Vagts zu benennen. Der aus Basbeck stammende Windmüller-Sohn Vagts, ein "scharfsinniger Kritiker des Nazismus", war in die USA emigriert, hatte sich dort aber aus humanitären Gründen gegen eine Flächenbombardierung deutscher Großstädte ausgesprochen, wie van Dieken in seinem Buch schreibt. In den USA hatte der weltweit bekannte Wissenschaftler und Militarismuskritiker eine Reihe bedeutender militärhistorischer Werke verfaßt. Alle Bücher von Vagts hier.-
 

Wer war Alfred Vagts?

Alfred Vagts, Lyriker und Historiker, wurde 1892 als Sohn des Windmüllers in Basbeck geboren. Er besuchte zunächst die "Vossische" Lateinschule in Otterndorf, machte sein Abitur in Hannover und ging dann zum Studium nach München, wo er rasch in Kontakt mit den führenden Repräsentanten des Expressionismus kam. In der Zeitschrift "Aktion" veröffentlichte Vagts, seit 1915 Kriegsteilnehmer, regelmäßig Gedichte gegen den Krieg, die er bei Kriegsende zu einem eigenen Band zusammenstellte: "Ritt in die Not". 1917 nimmt Alfred Vagts als Vertreter des "Rates der Offiziere" an den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk teil, 1919 beteiligte er sich aktiv an der Münchner Räterepublik, brach jedoch bald mit der radikalen Linken. In der Weimarer Republik arbeitete Vagts als Historiker am Hamburger Institut für auswärtige Politik. 1933 emigrierte er in die USA und lehrte später deutsche Geschichte an der Harvard University. Seine wissenschaftlichen und essayistischen Bücher, darunter sein Hauptwerk "History of Militarism", schrieb er durchweg auf englisch. 

Quelle: "Von Dichtern und Dörfern" (Peter Schütt)


Denkmalschutz

Berlin: Fachleute geben grünes
Licht für unsere Schwebefähre


Hier sind Reparaturarbeiten fällig

28. 1. 2004. Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals Schwebefähre Osten ausgesprochen. Am 27. Januar hat eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anzuerkennen und in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen. Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, wird dieser Tage der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß, Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien, zur Billigung vorgelegt, wie hemmoor.info von der hiesigen Bundestagsabgeordneten Dr. Margrit Wetzel erfahren hat.


Carsten Hubert (r.) folgt den Experten-Ausführungen

Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hatte einen Tag zuvor ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern.

Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzungsarbeiten möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen. Daraufhin könnte die vom TÜV vor zwei Jahren stillgelegte Fähre wieder für touristische Demonstrationsfahrten verwendet werden, wie der hannoversche Brückenexperte Prof. Dr. Schippke in Osten erklärte


Video-Präsentation von Schäden am Ostener Baudenkmal

In einer Videopräsentation im Fährkrug  (Foto oben) hatten die hannoverschen Fachleute das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Bürgermeister Carsten Hubert unterstrich das Interesse der Gemeinde Osten, die Fähre möglichst bald wieder in Betrieb zu nehmen. Horst Ahlf und Jochen Bölsche vom Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre berichteten über Pläne, die Fähre nicht nur für touristische, sondern auch für museumspädagogische Zwecke einzusetzen und sie verstärkt als Wahrzeichen des gesamten Ostelandes herauszustellen und in überregionale Konzepte einzubeziehen..

Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Neß ist der Verfasser des kürzlich vorgelegten wegweisenden Gutachtens (Wortlaut hier), das die Schwebefähre als Baudenkmal von nationaler Bedeutung einstuft. Auszug:

...dass es sich bei der Fähre in Osten um ein hochrangiges technikgeschichtliches Kulturdenkmal handelt, dessen denkmalpflegerische Bedeutung auf niedersächsischer Ebene zweifelsfrei ist. Auch auf Bundesebene ist festzustellen, dass die Besonderheit der technischen Konstruktion sowie der hohe Seltenheitswert und die Originalität des Objektes zweifellos eine hohe Wertigkeit darstellen. Da der reine Typus einer Schwebefähre wie dargelegt nur bei der Ostener Anlage gegeben ist, kommt dieser im Hinblick auf die bau- und technikgeschichtliche Bedeutung ein besonderer Wert zu. Hierzu ist ebenfalls im weltweiten Kontext festzuhalten, dass es sich bei der Ostener Konstruktion um eine sog. freitragende Trägerkonstruktion handelt, die im Vergleich zu den meisten noch bestehenden Schwebefährentypen als selten anzusehen ist. Die übrigen in Europa noch erhaltenen Bauten besitzen überwiegend eine abgehängte Trägerkonstruktion, die vom Prinzip her den Hängebrücken entspricht. Lediglich zwei der drei englischen Objekte zeigen eine freitragende Konstruktion (Middlesborough, Warrington). Beide sind jedoch zu späteren Zeiten als die Ostener Fähre errichtet... Somit ist die Ostener Fähre von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt anzusehen.Der sehr hohe Seltenheitswert einerseits der grundsätzlichen Konstruktion der Schwebefähren wie auch andererseits der Ostener Schwebefähre innerhalb der Bundesrepublik Deutschland setzt das Bauwerk auch in den Rang eines national herausragenden Kulturdenkmals.
Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei.

Geeignet für ein Deutsches Fährmuseum?

Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England  seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.

Am Rande der Veranstaltung führte der NDR ein Interview mit dem Fördervereins- Vorsitzenden Horst Ahlf über den Stand des Restaurierungsvorhabens.

Sitzungsleiterin Birgit Greiner, Bauamtfrau beim Landkreis Cuxhaven, wird über die Ergebnisse der Anhörung vom Dienstag  in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre an diesem Freitag dieser Woche um 20 Uhr im Fährkrug berichten (Grünkohlessen ab 19 Uhr).Wer vorher noch dem seit rund 30 Jahren bestehenden Förderverein beitreten will (Jahresbeitrag: 10 Euro), kann einen Aufnahmeantrag hier herunterladen.


Vereine

Arbeitsgemeinschaft Osteland
beantragt Gemeinnützigkeit

27. 1. 2004. In der Kanzlei des Hemmoorer Notars Weritz hat der Vorstand der neuen AG Osteland soeben die Eintragung ins Vereinsregister beantragt. Darüber hinaus wird bei den Finanzbehörden zur Zeit die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für den Verein betrieben, der als "Lobby für das Osteland" unter anderem die Einrichtung einer Deutschen Fährstraße von Kiel nach Bremervörde vorantreibt und sich für Heimatpflege und umweltgerechten Tourismus einsetzt. Das Foto zeigt (v. l. n. r.) den 1. Vorsitzenden Gerald Tielebörger, Schriftführer Bernd Brauer, den 2. Vorsitzenden Jochen Bölsche und den Schatzmeister Johannes Schmidt.


Kunst

Neues Mini-Poster
in Mini-Auflage

27. 1. 2004. Kann es einen schöneren Wandschmuck geben? Dieses Miniposter (Din A 3) hat der Altendorfer Fotokünstler Nikolaus Ruhl in einer Miniauflage für die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre hergestellt. Das wunderbare Bild, das 20 der schönsten Schwebefähren-Fotos vereint, ist ungerahmt für 8 Euro (z. Zt. bereits vergriffen) oder edel gerahmt für 18 Euro im Hotel Fährkrug erhältlich; jeweils 4 Euro davon kommen der Fördergesellschaft zugute.


Internet

Website begrüßt
den 40 000. Besucher

Am 27. Januar, exakt um 8.27 Uhr, hat diese ehrenamtlich betriebene Website - einschließlich der "Schwesterseiten" huell.net, osten-oste.de und grossenwoerden.de - den 40 000. Besucher verzeichnet. Seit dem Start ziemlich genau drei Jahre vergangen.

Wer hinter dieser Homepage steckt und warum sie betrieben wird, steht hier, wie die Leser reagieren, kann im Gästebuch von osten-oste.de nachgelesen werden.


Die jüngste Schwester: hechthausen.org

Zur Feier des Tages wurde eine weitere Schwesterseite für den Südteil der Samtgemeinde freigeschaltet: www.hechthausen.org.


Landkreis

Martin Döscher für die
"Deutsche Fährstraße"


Döscher auf dem Ostener Schützenfest 2003

27. 1. 2004. Der langjährige CDU-Politiker Martin Döscher wird am 31. Januar Ehren-Landrat und  ebenso wie Oberkreisdirektor Dr. Johannes Höppner seinen Posten räumen. Die beiden Ämter werden ab 1. Februar vom hauptamtlichen Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) in Personalunion wahrgenommen. Kurz vor dem Ausscheiden aus dem Amt hat der populäre CDU-Politiker Döscher der neuen Arbeitsgemeinschaft Osteland seine Hilfe zugesagt: Er hat sich bereit erklärt, eine Video-Präsentation des Hechthausener Web-Designers Markus Buck über die Deutsche Fährstraße auf Plattdeutsch zu vertonen: "Ich tue alles, was dazu beiträgt, die plattdeutsche Sprache zu erhalten," erklärte Döscher.  Die Aufnahme soll im  renommierten Hemmoorer Tonstudio Two Palms Production stattfinden, das für seine Arbeit unter anderem den Niedersächsischen Hörfunkpreis erhalten hat. - Die lesenswerte Website des verdienten Kommunalpolitikers Döscher ist hier abrufbar.


Kriminalität

Großer Erfolg der
Hemmoorer Polizei

Die Einbruchserie (mehr als 100 Delikte) in Hemmoor ist womöglich aufgeklärt. Am Wochenende nahm die Polzei zwei Kosovo-Albaner als mutmaßliche Täter fest, wie es in einem Exklusivbericht der NEZ (Montagsausgabe) heisst. Der Artikel von Frank Lüth steht auf der Homepage unserer Heimatzeitung. - Auch im Kreis Stade wurden jetzt drei Kosovo-Albaner festgenommen. Auch dort heißt es, eine Einbruchsserie stehe möglicherweise vor der Aufklärung, meldet das Stader Tageblatt.


Vereine

Sportangler danken
Helmut Oellrich


SFV-Vorsitzender Schütz ehrt Willi Kroisandt

Seinen Dank sprach der Vorstand des Sportfischervereins Oste e.V. dem Hemmoorer Unternehmer und Neumitglied Helmut Oellrich aus. Oellrich hat dem Angelverein einen Aufsitzrasenmäher zur Pflege des Geländes am Hackemühlener See gestiftet. Mit einer Ehrennadel dankte der Verein auch dem Hemmoorer Willi Kroisandt, dem langjährigen Jugendwart des SFV. Mehr über die Hauptversammlung der Oste-Sportfischer - die besten Angler, die größten Fische - auf der Homepage des Vereins unter www.sfv.oste.de.
 

Medizin

Ärzte planen ein
Gesundheitszentrum

Zu einem gesundheitspolitischen Fachgespräch war die SPD-Gesundheitspolitikerin Gudrun Schaich-Walch nach Hemmoor gekommen. In der Runde, der auch SPD-MdB Dr. Margrit Wetzel angehörte, wurde eine wichtige Neuigkeit bekannt: Die Hemmoorer Neurologin Dr. Annegret Lammers-Reißingund der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Matthias Walle, planen ein Gesundheitszentrum.


Ehrenamtliche

Auszeichnung für
Dietmar Weritz

Foto: Bölsche
Dietmar Weritz  (beim Küstenklassik-Festival)

Rund 120 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Niedersachsen sind in dieser Woche vom Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, David McAllister, für ihr soziales Engagement und ihre Verdienste um den Nächsten ausgezeichnet worden, darunter  Dietmar Weritz aus Hemmoor. Er führt seit vielen Jahren mit großem Engagement den Kreisverband Land Hadeln der Lebenshilfe und setzt er sich seit Jahrzehnten als sportlicher Leiter für Kinder und Jugendliche sowie im Stadtjugendring ein. Beim Festival Küstenklassik 2003 war er der Regisseur der unvergessenen Fackelschwimmer-Darbietung.

Foto: CDU Niedersachsen
Wie es auf der Website von David McAllister (Foto) heißt, ist das Ehrenamt  ein Kernelement einer humanen Gesellschaft und einer aktiven Bürgergesellschaft, ohne die die Demokratie nur eine dürre Hülse sei. Welch großartiger Einsatz insgesamt hinter dem Ehrenamt stecke, machte David McAllister an folgenden Zahlen deutlich: Etwa 12 Mio. Menschen oder 18 % der Bevölkerung in Deutschland seien bei den Kirchen, im Sport, in Initiativen und Selbsthilfegruppen sowie bei Wohlfahrtsverbänden tätig. Der Wert der Arbeit, soweit er beziffert werden könne, betrage rd. 17 Mrd. Euro. Dies könne gar nicht durch staatliche Leistungen ersetzt werden.


Havarie

Cadenberger Steinfrachter
lief auf unbemerkten Felsen


Wie ein gestrandeter Wal: die gekenterte "Rocknes"

Der Frachter "Rocknes", der vor der norwegischen Westküste kenterte und 18 Seeleute in die Tiefe riss, gehört nach einerm NDR-Bericht der Reederei Hans Jürgen Hartmann Kvitnes GmbH & Co. KG in Cadenberge. Auch die norwegische Presse nennt die "tyske rederiet AB Hartmann". Mibau-Chef Hartmann ist wichtigster Mann in der Kreidesee-Betreiberfirma "Hemmoorer Grundstücks- und Freizeit GmbH & Co." (HGF). Ein ausführliches Porträt Hartmanns steht hier auf der NEZ-Website. Eine Bilderserie der norwegischen Zeitung BA über die Tragödie kann hier abgerufen werden.


Die "Rocknes" war das weltgrößte Schiff ihrer Art

Die "Rocknes" war zeitlich befristet an die norwegische Reederei Jebsen Management AS verchartert worden, sagte eine Cadenberger Firmensprecherin. Das Schiff sei "gegen alle möglichen Risiken versichert", hieß es. Warum der 166 Meter lange Frachter, der steine transportierte, kenterte, war zunächst unklar; am Mittwoch verlautbarte der Germanische Lloyd, das Schiff sei auf einen Unterwasserfelsen gelaufen.

Eine ungenaue Seekarte könnte die Ursache für die Havarie gewesen sein. Der Unterwasserfelsen, der wahrscheinlich das Schiff zum Kentern brachte, ist laut einem Bericht des «Dagbladet»  auf älteren Seekarten nicht verzeichnet. Erst auf einer im  vergangenen Jahr neu  verlegten Seekarte ist der Felsen demnach vermerkt. Die Karte gibt die Meerestiefe in dem Raune-Fjord mit 29 Metern an. Das neu eingezeichnete Riff liegt mitten darin - nur neun Meter unter der Wasseroberfläche. "Rocknes" hatte einen Tiefgang von zehn Metern. Die norwegische Küstenbehörde wusste laut "Dagbladet" nichts von dem Felsen.


Theater

Hemmoor, 25. Februar:
Dorschel in der Wanne


Tod in der Badewanne: Werbung für "Dorschel"

Mit "Dorschel" und zwei weiteren Theaterstücken wartet der Verein Kultur auf dem Land e. V. in den nächsten Wochen (7. Februar bis 24. April) auf.Gespielt wird im ganzen Osteland, Näheres auf der Website des Vereins um Stückeschreiber und Regisseur Hartmut Behrens, den die NEZ hier porträtiert.

Um was geht es in dem Auftaktstück "Dorschel" (25. Februar, Hemmoor, Am Schützenpark)? Der Verein erklärt dazu: "Rainer Dorschel ist Minister und er hat es sich zur Angewohnheit gemacht, unbequeme Mitmenschen abhören zu lassen. Sein Medienreferent Karl Sänger ist dabei derjenige, der sich die Hände schmutzig machen muss... Dies ist eine keineswegs dokumentarische Erinnerung an die Affäre Barschel, die bekanntlich in einer Badewanne endete: Es ist ein satirisches Stück über Macht und Mißbrauch."

Übrigens: Wer wissen will, wie die wirkliche Barschel-Affäre ablief, kann bei Amazon das Buch "Waterkantgate" des Ostener Autors Jochen Bölsche bestellen. Mehr aus dem Kulturleben im Osteland in unserer Rubrik MUSIK UND THEATER.


Rinderwahnsinn

Cuxland: 22 Tiere ohne
BSE-Test geschlachtet


Wie groß ist das BSE-Risiko im Landkreis?

Im Cuxland gibt es nach Recherchen des Landtagsabgeordneten Claus Johannßen (Foto) in Sachen BSE-Prophylaxe "84 ungeprüfte Fälle" - nach Ansicht des wachsamen Sozialdemokraten schlicht ein Skandal. Die Zahl resultiert, wie die Kreisverwaltung soeben auf ihrer Website zu dem Schlamperei-Vorwurf erklärt, aus einem Datenabgleich zwischen den im Landkreis Cuxhaven geschlachteten und verendeten Rindern, soweit sie 24 Monate alt und älter sind und damit auch BSE-untersuchungspflichtig, und den für diese Rinder tatsächlich in einem Veterinärinstitut durchgeführten BSE-Tests. Von den 84 Rindern wurden 52 tatsächlich geschlachtet, die anderen sind verendet und in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt unschädlich entsorgt worden. 30 von diesen 52 Rindern konnten laut Kreisverwaltung inzwischen zuverlässig als BSE-getestet identifiziert werden, da die Unklarheiten auf Zahlendrehern beruhten.

"Das hätte nicht passieren dürfen"

Im Ergebnis sei also festzustellen, dass Fleisch von maximal 22 geschlachteten Rindern ohne die vorgeschriebene BSE-Untersuchung in den Verkehr gekommen ist, und zwar bei zwei Schlachtbetrieben und zwei Hausschlachtungen. Diesen "Versäumnisfällen" geht der Landkreis Cuxhaven mit Nachdruck nach, um eventuelle Schwachstellen sofort zu beseitigen. Kreisveterinär Dr. Dietrich Voß räumte gegenüber der Niederelbe-Zeitung ein: "Das hätte nicht passieren dürfen."

Drei Amtstierärzte suspendiert

In Norddeutschland wurden weit mehr Rinder ohne BSE-Test geschlachtet und weiter verarbeitet als bislang angenommen. Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums  in Hannover mitteilte, wurden in Niedersachsen bislang 228 Fälle ermittelt. 50 der insgesamt 1.250 Verdachtsfälle müssten noch geprüft werden. Drei Amtstierärzte wurden vom Dienst suspendiert, weil sie versäumt hatten, die vorgeschriebenen Untersuchungen einzuleiten. Mehr auf der Website des NDR.


Musik

Super-Service auf
www.culturkreis.de


Oldies-Night 2004 in Hemmoor (Foto: Culturkreis)

Larry & the Handjive legten schon vor zwei Jahren ein Top-Programm auf die Bühne und begeisterten das Publikum mit ihrer abgehangenen Musik und ihrer fesselnden Bühnenpräsenz. Die vier Bremer treten auch regelmäßig beim Bremer Sechstagerennen auf und sind europaweit die Begleitband des Früh-Beatles Tony Sheridan. Doch die Veranstalter vom Culturkreis Hemmoor setzen noch einen drauf: Mit dem Ohio Express verpflichteten sie eine absolute Topband der Endsechziger für die Oldies-Night 2004. Super-Service nach der Veranstaltung: Kaum war die Veranstaltung zu Ende, hatte Frank Zöllner bereits die ersten Fotos (siehe oben) auf die immer wieder sehenswerte Website www.culturkreis.de gestellt.

Wer die "Larrys" nicht erlebt hat, kann sich auf ihrer Website informieren. Dort heißt es unter anderem: "Durch zahlreiche Auftritte und viele Rundfunk- und Fernseheinsätze entwickelten sich LARRY AND THE HANDJIVE seit 1986 in Deutschland zu einer der besten und meistgebuchten Bands im Stil der 50er und 60erJahre. Das Erfolgsrezept der Gruppe ist die richtige Mischung aus dem Originalsound jener Zeit und einer einmaligen Bühnenshow. Mehrstimmiger Gesang, Glitzer-Sakkos und Originalinstrumente lassen die Kindertage des Rock'n'Roll wieder auferstehen."



Reet-Idylle im Osteland

Tischtennis

Hemmoorer siegte
in Großenwörden

Seit 35 Jahren ist Berthold Polnau (l.) Vorsitzender der Tischtennis-Abteilung im TSV Großenwörden - er versteht von dieser Sportart also eine ganze Menge. Zur Zeit ist er bannig stolz auf Joachim Schumacher (Hemmoor), der beim vereinsinternen Tischtennis-Pokalturnier den ersten Platz belegte. Mehr aus Großenwörden auf unserer Schwesterseite grossenwoerden.de.


Tourismus

Giganten hautnah:
Tall Ships in CUX

Das ganze Osteland könnte touristisch von einem maritimen Großereignis profitieren, das seine Schatten vorauswirft: Im Sommer 2004 ist die Nordseestadt Cuxhaven Endhafen des STI Tall Ships´ Race 2004. Die Traditionssegler-Regatta führt von Antwerpen (B) über Aalborg (DK) und Stavanger (N) nach Cuxhaven, wo die aus 60-80 Schiffen bestehende Flotte vom 15. – 18. August 2004 liegen wird.  Das Event ist in der Größenordnung vergleichbar mit der Sail Bremerhaven oder der Hanse Sail in Rostock. Der besondere Charakter aber liegt in der Beteiligung von 3.000 Trainees. An vier Veranstaltungstagen werden rd. 500.000 Besucher erwartet. Mehr unter cuxhaven2004.de.


Freizeit

ADFC verstärkt
in Hemmoor aktiv

Der Kreisverband Cuxhaven im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) bietet 2004 verstärkt Radtouren an, die ihren Ausgangspunkt im Raum Hemmoor haben. Am 12. Juni beginnt am Bahnhof Hemmoor eine "Rundtour durchs Kehdinger Land" (55 km), am 26. September eine Fahrt unter dem Motto "Mit dem Rad zum Apfelhof". Tourenleiter ist in beiden Fällen der Ostener Peter Prüß (Foto). Das gesamte Programm kann demnächst unter adfc-cuxhaven.de abgefragt werden; zur Zeit ist dort allerdings noch das Tourenverzeichnis für 2003 zu finden.



 

Rosenmontag

Erich Meyer - die Seele
des Kinderfaschings

Foto: Wendt
Zum traditionellen Rosenmontag luden der TSV Osten/Oste und der Schützenverein Osten auch dieses Jahr wieder ein. Auch diese beiden jungen Ostenerinnen hatten sich dafür hübsch gemacht.
Gegen 15 Uhr eröffnete Erich Meyer, seit Jahren die gute Seele des Kinderfaschings, mit einem zünftigen "Osten helau!" den Ringelpietz in der Festhalle. Viele Fotos stehen auf dieser SONDERSEITE.


Vereine

Silberner Fährmann
stakt fürs Osteland

Dieser hübsche silberfarbene Fährmann macht Werbung für das Osteland. Die Anstecknadel, etwa zwei Zentimeter lang, gibt's gratis als Mitgliederabzeichen der neuen AG Osteland, die sich als "Lobby für den vergessenen Fluß" versteht und Promoter der Deutschen Fährstraße ist, der jüngsten deutschen Ferienstraße. Für die Tourismus-Route wird mit einer neuen Internet-Präsenz geworben, die zur Zeit noch "under construction" ist. Wer mitmachen will: Das Aufnahmeformular steht hier.


Rotes Kreuz

Entertainer Heini
glänzte beim DRK

FOTOS: THEDRIAN
Volles Haus beim Roten Kreuz Osten: Rund 170 Gäste applaudierten beim Altennachmittag in Karnevalstimmung der DRK-Theatergruppe...
...und der Ballettgruppe der Kids aus Hechthausen. 
Wie in jedem Jahr brillierte, obwohl zur Zeit gesundheitlich angeschlagen, ein herrlich-dämlich verkleideter Heini Uthenwoldt als Alleinunterhalter und Stimmungskanone.


Kegler

Auch die "treue Riege" 
kämpft für die Fähre


Die "Riege" mit Beitrittsformularen - Foto vergrößern

Massive Verjüngung und Verstärkung für den Fährverein: Beim letzten Klubabend in der Gerichtsklause sind sämtliche anwesenden Kegler von "Hossis treuer Riege" (Website hier) mit ihrem Wirt Horst ("Hossi") Fiske geschlossen in die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten e.V. eingetreten. Zuvor hatte der 2. Vorsitzende des Fährvereins, Jochen Bölsche, mit einer Videopräsentation über die geplante Restaurierung und das Projekt Deutsche Fährstraße informiert. Bölsche erinnerte an den Wagemut und die Weitsicht der Ostener, die sich vor rund 100 Jahren an die Planung der Schwebefähre gemacht haben: "Dasselbe Engagement wie damals brauchen wir heute in Osten, wenn wir die Schwebefähre über die nächsten hundert Jahre bringen wollen." (Aufnahmeformular hier). 


Volkssturm 1945, Schriftsteller Schütt

Zeitgeschichte

Der Mann, der 1945 die
Schwebefähre rettete

Jeder Ostener weiß: Die Schwebefähre gäbe es nicht ohne die Fördergesellschaft um Horst Ahlf, die das heutige Baudenkmal vor 30 Jahren vor dem Abriss rettete. 

Kaum einer jedoch weiß: Unsere Schwebefähre gäbe es auch nicht, wenn der Vater des Schriftstellers Peter Schütt nicht 1945 den Befehl verweigert hätte, mit drei Panzerfäusten und ein paar Volkssturm-Männern das Bauwerk zu zerstören.

Der Website www.schwebefaehre.org stellte der Autor einen neuen Text über die Ereignisse in den letzten Kriegswochen zur Erstveröffentlichung zur Verfügung. Dazu schrieb Schütt: "Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Erfolg bei der neuerlichen Rettung der Schwebefähre."

Zum Schütt-Text geht es hier.


Wassersport

Osten hat auch
eine Muschelkönigin...

Dass es in und um Hemmoor viele Schützenköniginnen gibt, ist bekannt. Aber eine Muschelkönigin... Dieser Titel - und die dazugehörige Muschelkette - wurde in der Jahresversammlung der Hallengemeinschaft Basbeck verliehen. Wer zur Muschel-Majestät gekürt wurde (und warum), steht in unserer Rubrik WASSERSPORT.


Schützen

47 spielten Lotto 
um Fleischpreise

Sven Röndigs ("Lotto King Sven") und Thorben Gruschka ("Lotto King Thorben") freuten sich: Die beiden Umbüdler konnten beim diesjährigen Lottoabend des Schützenvereins im Fährkrug nicht weniger als 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen, darunter auch Bürgermeister Carsten Hubert. Besonders erfolgreich beim Kampf um die Fleischpreise: "AG 60plus"-Vorsitzender Tage Hansen und Schützenschwester Anna Jegutzki, die jetzt viele kräftige Eintopfgerichte kochen will.


Musik

Küstenklassik-Festival
auch in diesem Jahr

Das erfolgreiche Hemmoorer Küstenklassik-Festival wird in diesem Jahr wiederholt, und zwar vom 2. bis zum 4. Juli. Das teilte Organisator Johannes Schmidt jetzt mit, nachdem wichtige Sponsoren Förderzusagen gegeben haben.


Parteien

Lothar Klüser soll
Kreis-Vize werden

Foto: SPD
Ortsvorsitzender Schmidt, Distriktsvorsitzender Klüser

Der Ostener SPD-Vorsitzende Lothar Klüser soll stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks für den Kreis Cuxhaven werden, beschloß der Vorstand des Ortsvereins Hemmoor auf seiner Februarsitzung, "Wir sind sehr zufrieden mit der Bereitschaft des bewährten Ostener Distriktsvorsitzenden, dieses im Interesse der Hadler Sozialdemokraten zu tun", erklärte Ortsvorsitzender Johannes Schmidt, der sich froh darüber zeigte, "dass im Vorfeld der Parteitages die Personaldiskussion um die Hadler Vorstandsbesetzung ein konstruktives Ende gefunden hat". Schmidt: "Die Diskussion über die politische Ausgewogenheit von Mandat und Ämtern in der Kreis-SPD hat sich gelohnt."


SPD

Oste-Region besser
an Hamburg anbinden

Die Samtgemeinde Hemmoor soll touristisch stärker an die Metropolregion Hamburg angebunden werden und mit der Maritimen Landschaft Unterelbe kooperieren. Dafür will sich der Hemmoorer SPD-Ortsverein starkmachen, wie dessen Vorsitzender Johannes Schmidt ankündigt. Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsuitzenden und Hechthausener Bürgermeister Bodo Neumann (Foto) sollen zu diesem Zweck am 10. März in Hechthausen Vertreter von zehn benachbarten SPD-Ortsvereinen in Hechthausen zusammenkommen und über Kooperationsmöglichkeiten diskutieren. - Am 23. März stehen im SPD-Ortsverein Hemmoor Neuwahlen an.



 

Sport

TSV Osten sucht noch
Frauen- und Jugendwart


TSV-Chef Gerd Hoop beim Silvesterball des Vereins

Der TSV sucht noch engagierte Mitglieder für die Vorstandsarbeit. Die Ämter des Frauenwarts und des Jugendwarts sind zur Zeit vakant. "Falls es jemanden
gibt, der Interesse an der Vorstandsarbeit hat und den wir vielleicht übersehen haben sollten, so freuen wir uns doch über jeden, der mitmachen möchte," schreibt Vorsitzender Gerd Hoop auf der Vereins-Website tsv-osten.de. Ein weiterer Posten wird im März besetzt: Dann übernimmt Karl-Heinz ("Kuddel") Brinkmann, der die neue Website des Vereins gestaltet hat, offiziell das Amt des Presse- und Werbewarts.


Sportfischer

Ostener Angler-Jahrbuch
jetzt als Download im Web


Jahrbuch zusammengestellt: Torsten Thorhorst (lks.)

Schonzeiten, Schonmaße, Vereinsgewässer - diese Angaben und mehr, zum Beispiel die Liste der Vorstandsmitglieder, enthält das neue Jahrbuch 2004 des Sportfischervereins "Oste" e.V., das Torsten Thorhorst zusammengestellt hat und als PDF-Datei verfügbar ist: hier. Zum Betrachten der PDF-Datei ist der Acrobat-Reader erforderlich, der kostenlos heruntergeladen werden kann - hier.



 

Kino

"Linde" in Bornberg
zeigte Rocker-Kultfilm

Von THORBEN GRUSCHKA


"Rocker"-Szene aus Bornberg

Vor 33 Jahren wurde der Film „Rocker“ von Klaus Lemke gedreht. Rund 10 Minuten dieses Films spielen in Bornberg im Gasthaus Zur Linde. Am 5. März wurde dieser Film, der sich in Hamburg zum Kultfilm gemausert hat, am Orginalschauplatz bei Hörstensmeier in Bornberg auf dem Saal gezeigt. Die Szene oben wurde in Bornberg gedreht: Damals wurde ein Motorrad von einem Lastwagen überfahren und anschließend in Brand gesteckt. - Mehr auf unserer Schwesterseite hechthausen.org.



 

Jugend

Wie langweilig
ist Hemmoor?

Eine spannende Debatte läuft zur Zeit  im virtuellen Gästebuch der Stadt Hemmoor. Thema: Ist Hemmoor eine Stadt, in der junge Leute leben können? Mehr auf unserer Schwesterseite www.hemmoor.info


Verkehr

Vier Hemmoorerinnen
auf B 73 verunglückt

Foto: Landesverkehrswacht
Warnkreuze an der B 73: Noch immer gefährlich

10. 3. 2004. Vier junge Hemmoorerinnen - eine 20-jährige Fahrerin und ihre 15, 16 und 17 Jahre alten Mitfahrerinnen -  wurden Opfer eines schweren Unfalls auf der B 73; alle erlitten Verletzungen (siehe NEZ unter Mittwoch). "Nach wie vor gibt es auf der Bundesstraße 73 rund 62 Prozent mehr Unfälle als durchschnittlich auf anderen Bundesstraßen", beschreibt die Landesverkehrswacht auf ihrer Website die Lage.

Immerhin: Im Kreis Stade bahnt sich eine Entlastung an. Für den zweiten Abschnitt der A 26 von Horneburg bis Buxtehude liegt jetzt der Planbeschluss vor. Baustart kann im Herbst sein. "Das ist für die Region ein unglaublich wichtiger Tag", sagte Stades Kreisrat Michael Roesberg. Er erinnerte an die zahlreichen Verkehrsopfer auf der Bundesstraße 73. Mehr im Hamburger Abendblatt


Schulen

Schmidt: Überall
wird gemobbt

Mobbing sei allgegenwärtig – auch in der Schule, erklärte der Hemmoorer Familienberater und Kommunalpolitiker Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, in einem Referat vor dem Himmelpfortener Präventionsverein. Jeder sechste Schüler habe Mobbing-Erfahrung. Mehr über die Veranstaltung im Stader Tageblatt.


Justiz

Jetzt Haftbefehl gegen
Ostener Kirchenschänder

Das Jugendschöffengericht Otterndorf hat Haftbefehl gegen den 19- und den 32-jährigen Mann erlassen, die gestanden haben, die Ostener Kirche im November letzten Jahres geschändet zu haben (Foto: Röndigs). Die beiden Angeklagten haben sich zum zweiten Mal einem Verhandlungstermin entzogen, berichtet die NEZ. Das Verfahren gegen eine 24-jährige Mittäterin war mit einer Arbeitsauflage ausgegangen.

Vereine

Newsletter zum 
Fährstraßen-Projekt

"Fährplatz" ist der Titel eines Newsletters, der rund 100 Mitglieder, Freunde und Förderer der AG Osteland über den Stand des Projekts "Deutsche Fährstraße" informiert. Der Informationsbrief kann zum Ausdrucken als PDF-Datei hier heruntergeladen werden. Wer den Newsletter regelmäßig beziehen will, schickt einfach eine E-Mail mit der Betreff-Zeile "newsletter" an info@osteland.info.


Schwebefähre

Kanzleramt gibt
Fördergelder frei

9. 3. 2004. Nachdem die Schwebefähre Osten bereits zum Jahresbeginn vom Sachverständigenbeirat für das Programm "National wertvolle Kulturdenkmäler“ als förderungswürdig eingestuft worden war, hat soeben die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Dr. Christina Weiß (Foto), zuständig für Medien und Kultur, die Fördergelder für Osten freigegeben. Wie die von der Ostener Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre e. V. eingeschaltete Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel (SPD) in Erfahrung gebracht hat, wird das Bundesverwaltungsamt umgehend mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden in Kontakt treten; das Bundesverwaltungsamt stehe mit der Weiß-Behörde bereits wegen der Schwebefähre in Verbindung.

Die Cuxhavener Denkmalschutzbehörde geht davon aus, dass sich nun, nachdem die Berliner Finanzierungszusage beschlossene Sache ist, das Land Niedersachsen der Entscheidung des Bundes automatisch anschließt. Nach Mitteilung von Bauamtfrau Birgit Greiner hat der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Schwebefähre bereits von zwei Dienststellen - Gemeinsame Landesplanung und Amt für Agrarstruktur Bremerhaven - den "vorzeitigen Maßnahmebeginn" für die Bauarbeiten genehmigt bekommen.


Dohle auf der Schwebefähre

Es fehlen jetzt lediglich Zusagen der Klosterkammer und der EWE-Stiftung über vergleichsweise kleine Beträge. Vertreter dieser und anderer Geldgeber sowie des Planungsbüros Schippke und Partner sollen am  24. März, 14 Uhr, das Baudenkmal aus der Perspektive der Fährdohlen in Augenschein nehmen; beim ersten Vor-Ort-Termin im Januar hatten die Fachleute aus Witterungsgründen das Fährgerüst nicht besteigen können. 


27. Januar 2004: Experten inspizieren die Fähre

Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre hofft, dass die ausstehenden Bewilligungen noch vor der nächsten Sitzung des Kreisausschusses am 24. März eintreffen, so dass dieses Gremium unverzüglich die Bauarbeiten einleiten lassen kann. 

Für den Fall, dass alles planmäßig abläuft und die Laufräder nicht neu angefertigt werden müssen, rechnet das Planungsbüro Schippke mit einer Wiederinbetriebnahme der Fähre in der 33. Kalenderwoche, also Mitte August. 

In diesem Fall könnte die Fähre spätestens am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals und möglicherweise Termin des 1. Ostener Fährmarktes, wieder über die Oste schweben.


Ausflugstipp

Heimat von Jonni Hecht und 
dem "elmonesischen Kuss"

"Jonni Hecht", die Geschichte über den Hecht mit der goldenen Krone, ist ohne Zweifel das schönste Buch, das je der Oste gewidmet wurde. Jetzt hat Text-Autorin Elke Loewe (Porträt hier) mitgeteilt, wer Vorbild für die Zentralfigur der "Tante Tine" ist, die Illustratorin Jo du Bosque mit blauer Schürze und blauer Kanne verewigt hat: Modell stand "Tante Sophie" Wöltjen, die inzwischen verstorbene Fährfrau und Gastwirtin aus Elm bei Bremervörde. Dort, an der "Unteren Schiffstelle", wo laut Bilderbuch-Tine schon "mein Ururgroßvater die Fähre über die Oste stakte", betreibt mittlerweile Sophie Wöltjens Sohn die Schankwirtschaft an der ehemaligen Kahn-Fährstelle, an der heute die Deutsche Fährstraße vorbei führt.
Unter einem Gemälde, das den Fährkrug in alten Zeiten zeigt (Foto oben), schmeckt der Kaffee noch immer so gut wie einst aus der blauen Kanne von "Tante Tine". 
Gastwirt Wöltjen, auch nicht mehr der Jüngste, weiss die schönsten Geschichten von der Oste zu erzählen - und auch vom Elmer Karnevalsverein Elmona, in dem schon Mutter Sophie "Elmona tara" rief und wo man den Schlager singt: "In Elm küsst man nur elmonesich..."
In Elm lohnt eine Besichtigung der alten Windmühle "Henriette" ebenso wie ein Spaziergang auf den Elmer Berg mit seiner urtümlichen, in dieser Gegend kaum zu erwartenden Heidelandschaft. 
Mehr über den 900 Jahre alten Ort unter www.oste.de/elm. Nicht weit entfernt: Gräpel mit dem Gasthaus "Osteblick" und seiner berühmten handbetriebenen Prahmfähre - siehe www.oste.de/graepel.



 

Unternehmer

Wolfgang Fels löst
Bernd Jürgens ab


Jürgens geht (3.v.l.), Fels kommt (4.v.l.)

Ein "echtes Hadler Kind" - 52 Jahre alt, 5 Kinder, geschäftlich und familiär in drei Hemmoorer Ortsteilen verwurzelt - steht jetzt an der Spitze der Unternehmergemeinschaft Stadt Hemmoor e.V. : Wolfgang Fels, der seit Jahrzehnten einen Elektroinstallationsbetrieb mit bis zu 30 Mitarbeitern leitet, hat den Vorsitzenden Bernd Jürgens abgelöst. Zum Abschied wurde Jürgens, der den Verein seit 1996 geleitet hat, ein Präsent überreicht (Foto), tags darauf porträtierte ihn die NEZ in ihrer Reihe "Cuxland persönlich". Ausführlicher Bericht auf unserer Schwesterseite hemmoor.info.

Trends

Neue Schwebefähre
in NRW geplant


Müngstener Brücke über die Wupper

Wie schön, dass Osten und Hemmoor schon eine Schwebefähre haben! Zur Zeit kommt der Bau neuer Schwebefähren als Touristenattraktion offenbar in Mode. Die Arbeitsgemeinschaft Binnenfähren fragt sich bereits, ob ein "Boom" neuer kleiner Schwebefähren zu erwarten ist.

Jüngstes Beispiel: In der Nähe des höchsten deutschen Eisenbahn-Viadukts, der 1897 fertiggestellten Müngstener Brücke über die Wupper, ist zur Förderung des Tourismus eine neue Schwebefähre geplant. Ein entsprechender Plan, entworfen vom Berliner Landschaftsarchitekten Prof. Dipl.-Ing. Hans Loidl, bekam den ersten Preis in einem Wettbewerb zur Gestaltung eines "Bückenparks" im Rahmen der "Regionale 2006", eines vom Land NRW geförderten regionalen Entwicklungsprogramms der Städte Remscheid, Wuppertal und Solingen.

Zum Stand der Planung der neuen Schwebefähre hat Anette Kolkau von der "Regionale 2006 Agentur GmbH" in Wuppertal dem Weltverband der Schwebefähren jetzt auf Anfrage mitgeteilt: "Eine erste Machbarkeitsstudie zur Schwebefähre liegt vor. Die Realisierung mit Rampen und Seil ist tatsächlich an diesem Standort unter der Müngstener Brücke und im zukünftigen Brückenpark möglich. Jetzt sind wir aber dabei, folgendes zu überprüfen: Wie kann ein Betreiberkonzept aussehen? Wahrscheinlich wird die Fähre nur mit Personal laufen. Wir gehen jetzt Sicherheitsfragen, Finanzierung und TÜV etc. nach."


Geplante Schwebefähre in London (Modell)

Der Bau weiterer Schwebefähren wird zur Zeit in Hamburg, London und Hessen erörtert (ausführliche Berichte auf www.schwebefaehre.org, Rubrik INTERNATIONALES anklicken).


Veranstaltungen

Uns' Udo trat in
Cuxhaven auf

Der Shanty-Chor Cuxhaven unter der Leitung von Udo Brozio - bekanntlich ein Oestinger Jung -  lud am  7. März zum musikalischen Frühschoppen in die Shanty-Chor-Messe  in Cuxhaven ein. Der Chor stellte neue Seemannslieder und Shantys vor. Mehr über Udo Brozio hier.


Ehrenämter

Mitglied in 30 Vereinen -
wer hat mehr zu bieten?


 Mit Leidenschaft für die Heimatregion: Rüdiger Toborg

Bislang schon war Rüdiger Toborg - Unternehmer, CDU-Fraktionsvorsitzender und ehrenamtlicher Ortsheimatpfleger - Mitglied in 29 Vereinen. Auf der Hauptversammlung des Fremdenverkehrsvereins unterschrieb der leidenschaftliche Sammler und Heimatfreund jetzt seine Beitrittserklärung Nummer 30. Gibt es irgend jemanden, der im hiesigen Vereinswesen vielfältiger engagiert ist? (Hinweise bitte an osten@oste.de.)

Rüdiger Toborg will durch seinen Eintritt die neue Arbeitsgemeinschaft Osteland unterstützen, die sich als "Lobby für den vergessenen Fluß" für Heimatpflege, Kulturförderung und umweltverträglichen Tourismus entlang der Oste einsetzt und zur Zeit die Einrichtung der Deutschen Fährstraße betreibt. - Der Aufnahmeantrag mit Abbuchungserklärung (pro Jahr 10 Euro) kann hier ausgedruckt werden.


Gastronomie

"Seefahrer" mit neuer
Bewirtschaftung


Bald wieder geöffnet: Hotel Seefahrer

Das Ostener Hotel-Restaurant "Seefahrer", seit langem vakant, wird demnächst mit neuer Bewirtschaftung wiedereröffnet. Das teilte Horst Ahlf, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Osten, in der Hauptversammlung im "Fährkrug" am Mittwoch mit. 

Neben dieser erfreulichen Mitteilung beschäftigten einige bedenkliche Trends die gut 20 anwesenden Mitglieder. "Der Wind weht uns scharf ins Gesicht", kommentierte Ahlf die bei knapp 36 000 Übernachtungen pro Jahr stagnierende Tourismusentwicklung. Die Zahl der ein- und mehrwöchigen Aufenthalte, früher die Regel, nehme weiter ab, der Trend zum Tages- und Wochenendausflug halte an. Die Sperrung der Schwebefähre habe sich negativ auf die Busreisen nach Osten ausgewirkt.


Bürgermeister Hubert plädiert für Wellneß-Offerten

Bürgermeister Carsten Hubert sprach sich dafür aus, in der Werbung verstärkt die Möglichkeiten herauszustreichen, an der Oste Wellneß-Ferien zu machen: "Wir haben in Osten und Hemmoor zwei Massagepraxen, eine Wellneß-Oase und zwei Fitneßstudios." Auch im Tauch- und Bootstourismus sieht der Verein, wie Ahlf ausführte, Entwicklungschancen. 

Anleger teurer als erwartet

Allerdings ist der Bau eines neuen Gemeindeanlagers, an dem auch die "Mocambo" sicher festmachen kann, wieder unsicher: Statt auf die veranschlagten 32 000 Euro belaufen sich die Kosten nach Auskunft von Fachleuten auf das Doppelte bis Dreifache. Jetzt sucht Hubert auf Fehmarn und in der Hamburger Speicherstadt nach gebrauchten Pontons.

Für die nächsten Wochen kündigte der Bürgermeister die Verabschiedung einer Marktsatzung an, die für Osten einen Frühjahrs- und einen Fährmarkt vorsieht. Die Fähre - mit deren Inbetriebnahme im Herbst gerechnet wird - steht auch im Mittelpunkt der Deutschen Fährstraße, über deren Einrichtung Jochen Bölsche von der neuen AG Osteland mit einer Videopräsentation informierte.


Verkehr

In knapp drei Jahren
S-Bahn bis Stade


Bahnhof Hemmoor: Hamburg rückt näher 

Hamburg rückt näher. Die Hamburger S-Bahn wird nach einem Bericht des Stader Tageblatts bereits im Dezember 2007 stündlich bis nach Stade fahren. Diese politische Weichenstellung hätten Hamburg und Niedersachsen jetzt noch einmal bekräftigt. Montag bis Freitag sei im Berufsverkehr ein 20-Minuten-Takt ab Stade und ein 10-Minuten-Takt ab Buxtehude vorgesehen. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) werde schon im Winter 2004 sein Gebiet auf die Landkreise Harburg, Stade und Lüneburg erweitern. Mehr im Stader Tageblatt.


Umwelt

Jetzt den Kompostplatz 
im Garten einrichten


Schneeglöckchen in Osten

Schneller als man denkt, steht das Frühjahr vor der Tür, und die Gärten werden herausgeputzt. Bevor die Natur in der Wachstumsperiode so richtig loslegt, sollte die Frage, wie mit den anfallenden Gartenabfällen verfahren wird, beantwortet sein. Wer noch nicht kompostiert, aber naturnah gärtnern und seinem Garten damit Gutes tun möchte, muss sich rechtzeitig Gedanken um die Anlage eines Kompostplatzes machen. Die Wahl des Kompostierungssystems, etwa offene Miete oder geschlossener Komposter, ist genauso überlegenswert wie der Standort. Wie man's machen sollte, verrät der Lankreis Cuxhaven auf seiner Website.



 

Souvenirs

Oste-Kiesel - nur 
echt mit der Fähre

Ein Ferienort wie Osten braucht Souvenirs. Bei Tank gibt's jetzt Oste-Kiesel - nur echt mit der Schwebefähre.


Angler

Der Silberfisch
im Computer


Begeisterte Ostener Jungangler - Foto vergrößern hier

Silberfische gibt es nicht nur im Badezimmer. Das und mehr erfahren Angler in fischbase.org, der meistbenutzten Tierdatenbank der Welt (28400 Arten, 79100 Synonyme, 183300 Namen, 35600 Bilder, 32500 Referenzen, 1040 Partner, 8 Millionen Hits pro Monat). Gerade in einer Angelregion wie dem Osteland ist diese Datensammlung des Kieler Instituts für Meereskunde unentbehrlich. Mehr über das Sportfischen in der Oste unter sfv.oste.de und in unserer Rubrik ANGLER.

Geheimtipps für Osteangler

Besonders wichtig: ein 17-seitiges Heft mit guten Ratschlägen für Osteangler, konzipiert von Wolfgang Matthies und fortgeführt von Wolfgang Schütz. Die Geheimtipps (Köder, Fangplätze usw.) können als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.


Oste

Was wird aus der alten
Fähre in der Hörne?


Der Zahn der Zeit nagt am Fahrprahm in der Hörne

Früher lag sie als Museumsstück am Ostener Fährkrug, jetzt vermodert sie auf dem Deichvorland in der Hörne (Großenwörden): die alte Prahmfähre, die Bauer Georg Drewes dem Fährverein für eine symbolische Mark abgekauft und an Bauunternehmer Günter Sentker weitergegeben hat (unser Foto zeigt sie aus der Sicht des ehemaligen Fährhauses gegenüber am Sethlerhemmer Ufer).


Kleinwörden: Erinnerungen an alte Fährzeiten

Kann die alte Fährverbindung zwischen Sethlerhemm und der Hörne (unweit der Ostener Ortsgrenze) wiederbelebt werden?

In letzter Zeit wurde verstärkt der Ruf laut, den Prahm - ebenso wie die Fähren in Gräpel und bei Brobergen - als kulturhistorisches Erbe zu erhalten und in das touristische Angebot der Region einzubeziehen. 

Zu diesem Zweck hat Samtgemeindebürgermeister Jens Koch jetzt alle beteiligten Personen und Institutionen für den 23. März zu einem Abstimmungsgespräch in die Hemmoorer Kulturdiele eingeladen. Erörtert werden soll gemeinsam mit der Maritimen Landschaft Unterelbe, wie es möglich ist, "für die Fähren zusätzliche Gäste zu gewinnen und damit die wirtschaftliche Situation der Eigner / Betreiber zu verbessern bzw. deren Betriebs- und Einsatzbereitschaft sicherzustellen".


Fährkrug-Hinweis in der Nähe der Broberger Fähre

Erwartet werden unter anderem die Fährbesitzer Helmuth Plate aus Gräpel und Günter Sentker aus Großenwörden sowie Vertreter des Landkreises, von Gemeinden, Touristikverbänden und des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Osteland. Deren Projekt Deutsche Fährstraße kommt laut Bürgermeister Koch als "möglicher Partner der Fähren" in Frage.

Mehr zum Thema:Den Ostefähren widmet sich ein hoch informativer Text der Journalistin Grit Klempow im "Allgemeinen Haushaltungskalender 2003", Wortlaut hier.  Bereits im Jahre 1993 hat der Heimatkalender unter dem Titel "Fährmann, hol über!" die Geschichte der Fähren an Oste und Niederelbe dokumentiert. Der reich bebilderte Artikel (längere Ladezeit!) steht hier zur Verfügung.


Kunst

"Kreativ bei
jedem Wetter"

"Kreativ bei jedem Wetter" - das ist das Lebensmotto von Gerd und Gisela Bertholdt, die in Hechthausen in einem mit Reet gedeckten Niedersachsen-Bauernhaus  am Deich leben. Mit diesem Slogan werben sie auch für ihre Ferienwohnungen im schmucken "Berthof" (siehe die ebenso schmucke Website hier). Dort betreibt der international aktive Naturfotograf Gerd Bertholdt die kleinste Lichtdruckerei der Welt sowie eine Apfelwein-Mosterei (nach Rezepten aus seiner hessischen Heimat); Ehefrau Gisela offeriert selbst produzierte Marmeladen und Fotokarten.


Lichtbildner Bertholdt aus Hechthausen

Gern zu Gast im Haus, das übrigens unmittelbar an der neuen Deutschen Fährstraße gelegen ist, ist Bruder Jochen Bertholdt, ein renommierter Grafikdesigner aus Rostock, den eine besondere Beziehung mit Fähren verbindet: Nicht nur, dass er die Prahmfähren an der Oste gern in seinen Skizzenblock bannt ...


Fährprahm-Skizze von Jochen Bertholdt

... er ist auch der Schöpfer der Sondermarke der Post mit der Rendsburger Schwebefähre. Der Entwurf der Marke kann im Berthof in Augenschein genommen werden.


Der Entwurf der Schwebefähren-Sondermarke

Wer weiß: Vielleicht gewinnt der Oste-Freund auch noch den Wettbewerb um die Sondermarke, die sich der Ostener Fährverein zum 100-jährigen Bestehen der Schwebefähre am 1. Oktober 2009 wünscht...


Kommunales

Carsten Hubert für Ostener
Frühlings- und Fährmarkt


Fährplatz von oben: Markttrubel im September?

Die baldige Aufstellung einer Marktordnung für die Gemeinde Osten hat Bürgermeister Carsten Hubert in der Hauptversammlung der Unternehmergemeinschaft Hemmoor (siehe unten) angekündigt. Geplant seien ein Frühjahrsmarkt sowie ein herbstlicher Fährmarkt, jeweils an einem Sonntag; das biete der Ostener Unternehmerschaft laut Ladenschlußgesetz die Möglichkeit, so Hubert, an diesen Tagen "ihre Waren nicht nur zu zeigen, sondern auch zu verkaufen". 


Website zum Denkmalstag

Als Termin für den Fährmarkt - auf dem Platz vor dem Technischen Baudenkmal Schwebefähre - bietet sich alljährlich der 2. Sonntag im September an: An diesem "Tag des offenen Denkmals" (World Heritage Day) finden in aller Welt Veranstaltungen rund um Baudenkmäler ab. 

Wenn am 12. September dieses Jahres die Fähre wider Erwarten noch nicht in Betrieb sein sollte, könnte der Tag nach Ansicht der Cuxhavener Denkmalschützerin Birgit Greiner genutzt werden, das Publikum am "lebenden Objekt" über die Restaurierung eines Baudenkmals zu informieren.
 

Angeln

Wie "Nemo" in
die Oste kam

Man muss sich den Fisch so ähnlich vorstellen wie den Helden aus dem neuen Film "Findet Nemo" - bunt und quergestreift. So ein Fisch, kaum zu glauben, hing mal in der Oste an der Angel. Bezeugt wird das von dem Journalisten Manfred Bissinger, der seit Jahrzehnten in Engelschoff lebt. Die Geschichte, wie sie vor einiger Zeit im Medien-Fachblatt "W+V" stand, geht so: "Der Ex-Schriftführer des Vereins 'zur Erhaltung der Schwebefähre über die Oste' angelt. "'Ich will das bald wieder intensiver tun.' In der Vergangenheit hat er darüber Geschichten zum Besten gegeben, wie sie der gemeine Angler Nichtanglern stets gern aufbindet. 

Die schönste davon ist die von Leo. 'Der war Schutenkapitän und Fischereimeister an der Oste, hatte eine Hasenscharte und hielt sich für den größten Angler unter der Sonne.' Leo erklärte dem erfahrenen Fischer Bissinger, er (Bissinger) sei 'ptsu blöhmd pstum Anngeln'; es habe 'kain Ptzwäck', es ihm beibringen zu wollen. Irgendwann habe er (Bissinger) von einem Importeur 'grüngelbgestreifte exotische Fische mit bunten Punkten' aus Israel herbeischaffen lassen, danach bei Leo angerufen und ihn um 'eine letzte Chance' gebeten. Der habe eingewilligt. Daraufhin sei er (Bissinger) vor Tau und Tag an die Oste gegangen, habe, kurz bevor Leo aufgetaucht sei, einen Exoten auf den Haken gespießt, ihn ins Wasser geworfen und so getan, als bemerke er die zuckende Angel nicht. Leo habe laut schimpfend den Fisch aus dem Wasser gezogen, gestutzt und dann gesagt: 'Ptso am happ ich ptschonn lange nich mehr gehappt!' Dieser Satz sei ihm von Stund an bis ans Lebensende in jedem Wirtshaus an der Oste entgegengeschallt.

Manfred Bissinger (*1940) ist Geschäftsführer des Hoffmann und Campe Verlags -. Bis zum 8. März 2002 - an dem "Die Woche" ihr Erscheinen einstellte - war er deren Herausgeber. Gegründet hatte der "begnadete Blattmacher" (Branchenschnack) die Zeitung 1993; bis 2000 war er ihr Chefredakteur. Er war Reporter beim TV-Magazin "Panorama". Von 1967 bis 1978 schaffte er beim "Stern"; zuletzt als  stellvertretender Chefredakteur. Er war Pressesprecher des Hamburger Senats (1978-1981), Chefredakteur von "Konkret"; von 1985 bis 1988 Chefredakteur von "Natur". Von 1989 bis 1992 war er "Merian"-Chefredakteur; von 1991 bis 1993 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums BRD. Seit 1993 ist er "Merian"-Herausgeber. Von 1996 bis 2001 war er Co-Moderator der TV-Talkshow "3-2-1 " beim HR.


Karneval

"Osten helau, 
Fähre alaaf"


Der kommt einem doch irgendwie bekannt vor...

"Alles redet vom Fasching in Geversdorf - aber in Osten wird viel besser gefeiert - ohne Kommerz, reiner Straßen- und Familienkarneval." In dieser Meinung sah sich Ostens Bürgermeister Carsten Hubert (Foto oben) bestärkt durch den stimmungsvollen Rosenmontag-Abend. Sein Schlachtruf: "Osten helau, Fähre alaaf!"

Von Haus zu Haus zogen die munteren Grüppchen, begleitet von Musikanten mit "Quetsche".
Nachdem man überall herzlich bewirtet worden war...
... zogen die Karnevalisten in die Festhalle, wo der Abend ausklang. Viele weitere Fotos vom wunderschönen Ostener Rosenmontag auf dieser SONDERSEITE.
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Schwebefähre

Die Feuerwehr setzte 
die Fähre ins rechte Licht


Bild vergrößern? Hier klicken.

Das hatten die Ostener noch nie erlebt: Bei einer Beleuchtungsübung der Freiwilligen Feuerwehr...

...wurde die Schwebefähre am 22. Februar von 19 bis 19.40 Uhr so illuminiert, wie man es bislang nur von den Schwebefähren im Ausland kannte, zum Beispiel im britischen Newport ...
... oder in Marseille, wo eine im 2. Weltkrieg abgerissene Fähre rekonstruiert und liebevoll beleuchtet wurde (Foto unten).r
Alle Augenzeugen waren sich einig: Ein besserer Werbeeffekt für das gesamte Osteland ist kaum denkbar. 

Die Kosten für die Beleuchtung (weniger als 10 000 Watt) wurden von Experten auf 5 Euro pro Abend geschätzt, also in einer Wintersaison auf insgesamt ca. 600 Euro. Sollte das nicht zu wuppen sein? (Manche private Weihnachtsbeleuchtung in Osten kostet wahrscheinlich mehr...)
 

Unsere Fotos von der Beleuchtungsübung der Ostener Feuerwehr unter Ortsbrandmeister Karsten Heilemann stehen auf dieser SONDERSEITE. Weitere Aufnahmen hat Karl-Heinz Brinkmann auf seine Familien-Website gestellt.