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Gemeinden

Fusionen
ohne Ende?


Ferlemann-Plan (Ausriss) - Original

28. 2. 2011. Während das Thema Fusionen das Cuxland - keineswegs nur Osten - bewegt, erinnert die Nordsee-Zeitung jetzt an den Ausgangspunkt der Diskussion: "Offiziell losgetreten" habe die "Debatte über strukturelle Veränderungen" voriges Jahr die Kreis-CDU unter Vorsitz von Enak Ferlemann (Foto): "Nach einer parteiinternen Tagung von Kreisverband und Kreistagsfraktion war im April 2010 die Vision von vier Großkommunen im Landkreis geboren".

Der in der Presse veröffentlichte Ferlemann-Plan (siehe Ausriss oben), der einen beispiellosen Abbau von Bürgerbeteiligung bedeuten würde, sieht unter anderem vor, dass es mit dem - gerade besiegelten - Zusammenschluss der Samtgemeinden Hadeln und Sietland nicht getan ist: Das neu gebildete "HaSiland" soll am Ende mit Hemmoor, Dobrock und Lamstedt in einer einzigen Mammuteinheit aufgehen, die sich von Wanna bis Obenaltendorf und von Otterndorf bis Abbenseth erstreckt.

Hannover wedelt
mit dem Geldsack

Dieser Prozess soll nach dem Willen von CDU-Politikern und Rathausstrategen überdies einhergehen mit der Abschaffung bisher selbstständiger Gemeinden wie Osten. Die Folge wäre eine weithin unstrukturierte, anonyme Großsiedlung, ein hypertrophiertes Gebilde ohne bürgernahe Mitwirkungschance und ohne menschliches Maß, ganz nach dem Geschmack von Verwaltungstechnokraten.

Auch im Südkreis empfinde mancher Kritiker Fusionen à la Ferlemann als "Zwangsheirat" ohne Nutzen, schreibt das die Nordsee-Zeitung. Das Blatt zitiert aus einem Leserbrief aus Bad Bederkesa, in dem es mit Blick auf mögliche Entschuldungshilfen heisst: "Hannover wedelt mit dem Geldsack, und unsere Politiker eilen hinterher."

Welche bundes- und landespolitischen Ursachen die kommunale Finanznot hat, die jetzt als Vorwand für die Fusionspläne dient, steht auf unserer SONDERSEITE zur Debatte über Ostens Zukunft.


Himmelpforten

Klima-Prof
Latif spricht

28. 2. 2011. "Bringen wir das Klima aus dem Takt?" Diese und andere Fragen beantwortet der Kieler Klimaforscher Professor Mojib Latif (Foto) am Donnerstag, 3. März, 19 Uhr, in der Himmelpfortener Eulsete-Halle. Der international bekannte Wissenschaftler spricht als Gast der Stöver GmbH zum Auftakt der 7. Himmelpfortener Energiespartage. Mehr auf der Stöver-Website.


Neuhaus

Dr. ost.
in Serie


"Schildkröte" mit Schildkröte in Neuhaus

26. 2. 2011. Gleich serienweise wurden am Wochenende an der Oste Doktorarbeiten produziert: Angeregt durch den Plagiatsskandal um den falschen Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg (Foto), hatte der Neuhäuser Künstler und Grafiker Gerald Bruns, bekannt als Vater des Pappbootrennens, einen "Deplagiator" konstruiert: eine Maschine, die per "cut and paste" im Handumdrehen Dissertationen erstellt und automatisch alle Plagiatsspuren beseitigt...


Produziert falsche Titel: Bruns' Maschine

Bruns war, ebenso wie der neue AG-Osteland-Vize Walter Rademacher, mit Doktorhut zum "6. Internationalen Welttreffen der Dittsches" erschienen - und dazu natürlich im Bademantel.


Mit Doktorhut: Bruns und Rademacher

Denn wer mit einem Bademantel ausstaffiert war wie die TV-Kultfigur Dittsche (Foto) und dazu noch zünftig mit einer Aldi-Tüte voller Leergut bei Wirt Olaf Schlichting im Brauhaus Alt Neuhaus aufkreuzte, konnte zunächst mit Freibier und später mit freiem Eintritt rechnen, als der Dittsche-Kompagnon und Musiker Franz Jarnach, besser bekannt als "Schildkröte", die Festhalle rockte.


N3-Livesendung aus Neuhaus

Mit dem Dittsche-Event hatte Ulex-Chef und Gastronomie-Genie Schlichting gleich zwei TV-Teams an die Oste gelockt: N3 übertrug die Bademantel-Prozession durch den Ort sowie gegen 20 Uhr ein "Schildkröte"-Live-Interview aus der Festhalle.


Albertus Lemke im Heimat-live-Interview

Und der neue Regional-TV-Sender Heimat live (ab 1. März auf Sendung) zeichnete Gespräche mit Festhallengästen auf, unter anderem auch mit dem Oberndorfer Osteland-Aktivisten Albertus Lemke; auch er war natürlich im Bademantel à la Dittsche erschienen.

Film versäumt?
Hier ansehen!


NDR-Video der Neuhaus-Sendung

Sendung versäumt? Der Neuhaus-Beitrag von N3 kann hier in der NDR-Mediathek angesehen werden.

Ein lesenswertes "Schildkröte"-Porträt steht auf der Website der Frankfurter Rundschau.

Die wichtigsten Links zum Thema Guttenberg:

VIDEO: Betrug ist Betrug
MEINUNG: Wenn Wähler zu sehr lieben


Oste

Linker Grefe,
rechter Graf


Deichgrefe Saul, Deichgraf Wartner

27. 2. 2011. Links der Oste heißt der Verantwortliche für den Hochwasserschutz traditionell "Deichgrefe", rechts der Oste dagegen trägt er den dort überlieferten Titel "Deichgraf".

Oberdeichgrefe Hans-Wilhelm Saul, zugleich SPD-Bürgermeister in Hemmoor (Landkreis Cuxhaven), und Deichgraf Horst Wartner, zugleich WG-Bürgermeister von Kranenburg (Landkreis Stade), waren am Sonntag im Ostener Hotel "Fährkrug" zu Gast bei der 5700 Sportfischer starken Ostepachtgemeinschaft (OPG) - und hätten sich unterschiedlicher kaum aufführen können.

Ausführlicher Bericht unter OSTEN.


Großenwörden

Ehrung für
Sportfischer


Günter Kück und Berthold Polnau

27. 2. 2011. Für jeweils mehr als ein Dritteljahrhundert Vorstandsarbeit im Dienste der Sportfischerei und des Artenschutzes wurden am Wochenende in Großenwörden Günter Kück und Berthold Polnau geehrt. Mehr unter HIMMELPFORTEN.


Umwelt

Schon über
50 % Mais!


Biogas-Anlage im Osteland

26. 2. 2011. Neue Zahlen über die Vermaisung der Region an Oste und Wümme wurden jetzt bei einem Landwirtetreffen im Landkreis Rotenburg bekannt: Im Kreisgebiet, wo 112 Biogasanlagen gebaut oder genehmigt worden sind, werden mehr als 50 Prozent der Ackerfläche mit Mais bebaut.

Um auf die "zunehmende Ablehnung" der "merklichen Vermaisung" zu reagieren, wollen die Agrarenergierzeuger in Sichtweite von Wegen mindestens drei Meter breite "Blühstreifen" anlegen (etwa mit Hafer, Buchweizen, Sonnenblume und Rotklee) und Werbeschilder und -banner anbringen.

Jetzt was
fürs Auge

Bei dem Treffen in Gyhum (Kreis Rotenburg) traten elf Biogasbetreiber dem von Kreislandwirt Heinz Korte (siehe unten) konzipierten Verein "Bunte Felder" bei. Notwendig seien, so ein Teilnehmer, ein "absolut ehrlich gemeintes Zugehen auf die besorgte Bevölkerung“ und eine Einbindung des Naturschutzes.

Mehr in der Nordsee-Zeitung unter dem Titel "Bunte Felder für das Auge". Zu einem Weserkurier-Interview mit Kreislandwirt Korte geht es hier. - Unsere früheren Berichte zum Thema Vermaisung stehen auf dieser SONDERSEITE.


Oste-Hamme-Kanal

Blütenfest
am 10. April


Narzissen am Kanal (Archivbild)

26. 2. 2011. Wie in jedem Jahr lädt der Verein Touristik Gnarrenburg zu einem der schönsten Feste im Osteland ein: Am Sonntag, 10. April, ab 11 Uhr wird in der Teufelsmoorregion am Oste-Hamme-Kanal inmitten blühender Osterglocken und Narzissen das  traditionelle Blütenfest gefeiert. Mehr im Weser-Kurier.

Der Oste-Hamme-Kanal oder Hamme-Oste-Kanal (Geschichtsdaten hier) zweigt von der Oste bei Spreckens vier Kilometer oberhalb von Bremervörde ab und verläuft durch das frühere Teufelsmoor und Gnarrenburg, bis er bei Viehspecken die Hamme erreicht. Er  wurde 1769 bis 1790 durch Jürgen Christian Findorff zur Entwässerung des Teufelsmoors und für die Torfschifffahrt gebaut. Heute ist der Kanal zugewuchert und nur zeit- und abschnittsweise mit Kanus befahrbar.


UHV-Geschäftsführer Meyer (l.)

Dieser Tage hat um den Kanal ein "Pokerspiel" begonnen, wie die Zevener Zeitung meldet: Der Unterhaltungsverband Obere Oste (UHV) - Mitglied der AG Osteland - will angesichts erhöhter Kostenforderungen seitens des Lande die Unterhaltung des Kanals in eigene Regie übernehmen. Vorsitzender Angelus Pape und Geschäftsführer Wilhelm Meyer hoffen auf ein positives Ergebnis der zur Zeit laufenden Verhandlungen mit der Landesregierung. - Ausführlicher Bericht hier.


Wischhafen

1. Hochzeit
an Bord


Kehdinger Museumsschiff "Iris-Jörg"

26. 2. 2011.  Die Restaurierung des Museumsschiffes "Iris-Jörg" in Wischhafen kommt voran. Inzwischen wurde der Laderaum durch Fachleute mit einer professionellen Beleuchtung versehen. Eine erste Hochzeit im Laderaum ist für Mai bestellt, wie der rührige Verein Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum um Volker von Bargen mitteilt. Mehr auf unserer Seite www.kehdingen.org.


Neuhaus

Umzug im
Bademantel


Martens als Dittsche (Fotos: Bölsche)

26. 2. 2011. Es gehört schon zur Neuhäuser Tradition, in der Faschingszeit - wie Bürgermeister Georg Martens auf unserem Archivfoto -  im Brauhaus "Alt Neuhaus" im Bademantel und mit einer Aldi-Tüte voller Leergut aufzukreuzen. Zum sechsten Mal findet in diesem Jahr an diesem Sonnabend, 26. Februar, 17 Uhr, im Kultlokal von Olaf Schlichting das Welttreffen der Dittsches statt, das abends nach einem Bademantel-Umzug in der Festhalle fortgesetzt wird. .


TV-Star "Schildkröte" in Neuhaus

Wieder mit von der Partie ist TV-Star "Schildkröte", bekannt aus der Comedy-Serie "Dittsche", der wie in den Vorjahren das Publikum mit Rock, Country und Blues begeistern soll. Näheres hier.


oste.de
twittert

Alle Tweets von der Oste stehen hier.


Osteland

Bunter Rand
für Maisäcker


Naturschützer-Protest gegen Vermaisung

26. 2. 2011. Der Bremervörder Landvolkvorsitzende und Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, Heinz Korte (Foto), hat im Landkreis Rotenburg zunehmende Kritik an der Ausweitung des Maisanbaus festgestellt: "Biogas werten viele Menschen als gute Sache, aber der Maisanbau wird als störend empfunden". Mit bunten "Blühstreifen" am Maisackerrand soll nun "die Akzeptanz für die Bioenergieerzeugung gesteigert werden". Auf Initiative der Landvolkverbände in der Region hat sich daher ein Verein namens "Bunte Felder" gegründet, der die Betreiber von Biogasanlagen veranlassen möchte, an Maisflächen für die Erzeugung von Bioenergie einen bunten Saum anlegen.

Die Einsaat der Blühstreifen soll zentral in der zweiten Maihäfte vom Maschinenring übernommen werden, meldet der Landvolk-Pressedienst.

Mais - Gefahr
für Trinkwasser

25. 2. 2011. Die Vermaisung der Landschaft durch den Anbau von Biogas-Mais belastet das Grundwasser. Darauf macht jetzt das NDR-Fernsehen auf seiner Website aufmerksam. "Statt pflanzlicher Abfälle landet in 90 % der deutschen Biogasanlagen vor allem eines: Mais. Denn Mais bietet den höchsten Methanertrag und liefert damit die größte Energieausbeute... Und das hat Folgen für die Umwelt. Vor allem die Wasserwirtschaft schlägt Alarm: Sie sieht das Grundwasser in Gefahr," so der NDR.

Der viele Mais bringe hohe Konzentrationen von Stickstoff im Boden mit sich. Stickstoff, der in einigen Regionen durch den Umbruch vom Grünland freigesetzt wird, in anderen Regionen durch jahrzehntelange Düngung ohnehin schon im Boden schlummert: "Einen Teil dieses Stickstoffs braucht der Mais zum Wachsen. Doch längst nicht alles. Der Rest bleibt an den Bodenoberfläche, verwandelt sich in Nitrat und droht im Herbst ins Grundwasser 'ausgewaschen' zu werden...

Fast 100 Biogasanlagen stehen allein im Landkreis Cloppenburg. Um sie zu füttern, wird selbst in ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten mittlerweile Mais angebaut. Die Folge: deutlich erhöhte Nitratwerte im Grundwasser. 50 mg pro Liter sind vertretbar – bis zu 200 mg werden hier gemessen." Weiterlesen auf NDR online.

Alle früheren Berichte dieser Website zum Thema Vermaisung stehen auf dieser SONDERSEITE.

Dank für den Hinweis an Wolfgang Röhl.


Oberndorf

53° Nord
statt DGH


Gastwirt Göltzer, Bürgermeister Horeis

24. 2. 2010. Das gemeindeeigene Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Oberndorf bekommt zum 1. April nicht nur mit Marcel Göltzer aus Hechthausen einen neuen Wirt, sondern auch einen neuen Namen: 53° Nord - Restaurant und Café an der Oste. Das ist das Ergebnis eines Namensfindungswettbewerbs, zu dem Oberndorfer Bürgerinnen und Bürger insgesamt 60 Vorschläge einreichten, darunter übrigens viele mit den Namensbestandteilen "Oste", "Osteland" und "Stör".


Ratsherr von Thaden mit Vorschlagsliste

Die Entscheidung fiel am Donnerstag - einmütig - in einer Jury, der Bürgermeister Detlef Horeis, Ratsherr und Molkerei-Manager Horst von Thaden, Gastwirt Göltzer, Kaufmann Albertus Lemke und AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche angehörten.

Der ausgewählte Vorschlag stammte, wie der Jury im Nachhinein eröffnet wurde, von dem Oberndorfer Transatlantiksegler und Marketingexperten Bert Frisch, der vom neuen Wirt mit einem Drei-Gänge-Menü für zwei Personen belohnt werden soll. - Der neue Name bezieht sich auf die geografischen Koordinaten des maritim geprägten Ostedorfes: 53° 45' N, 9° 9' O.


Wingst

Einsatz für
ein Kleinod


Waldmuseum in Wingst-Wassermühle

26. 2. 2011. Als vor zwölf Jahren das Waldmuseum in der Wingst neu eröffnet wurde, waren Fachleute wie der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Dr. Wolfgang von Geldern, des Lobes voll für die "feine, kleine, moderne" Einrichtung, die "einen wichtigen Beitrag für die waldpädagogische Arbeit" und für die "Attraktivität des Fremdenverkehrsstandorts Wingst" leiste. Dennoch wollte der Kreis Cuxhaven das Museum vor zwei Jahren im Zuge seiner kulturpolitischen Sparexzesse schließen (ausführlicher Bericht hier im Archiv) - bis das Haus aufgrund vieler Proteste von der Kreis-Naturschutzstiftung aufgefangen wurde.

Jetzt soll sich ein Förderverein für das kulturelle Kleinod einsetzen, zu dessen Gründung am Sonnabend, 19. März, 10 Uhr, im Restaurant am Zoo alle Interessierten eingeladen sind.


Brobergen / Kranenburg

Fähre auf
Erfolgskurs


Marion Drillers Schützenhof in Kranenburg

24. 2. 2011. Im Kranenburger "Schützenhof" von Wirtin Marion Driller findet am Sonnabend, 26. März, 19.30 Uhr, die diesjährige Hauptversammlung des von der Broberger Diplom-Geografin und Verlegerin Corinna Kolf (Foto) geleiteten, überaus erfolgreichen Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen und Umgebung statt.

Der Verein hat, wie ausführlich berichtet, die drohende Zerstörung der Fährstelle und des Fährhauses Brobergen verhindert, Relikte der einstigen Broberger Burg gesichert, Mittelalterfeste, Lesungen und Krimi-Exkursionen organisiert, die historische Rolandfigur rekonstruiert und die Grabsteine des verschütteten alten Bauernfriedhofs geborgen.


Oste-Fähre und Fährhaus in Brobergen

Auf der Tagesordnung des Vereins, der eine der attraktivsten Stationen an der Deutschen Fährstraße betreut, stehen Neuwahlen, Mitglieder-Fahrpreisermäßigungen auf der Fähre "Helmut Hudaff", Deichbaumaßnahmen, ein Theater- und ein Mittelalter-Bauprojekt, eine Machbarkeitsstudie zum Fährstandort Brobergen und eine Beitragsbefreiung für Kinder bis zum vollendeten 17. Lebensjahr.


Gasmais

'So geht es
nicht weiter'

24. 2. 2011. Die Vermaisung des Ostelandes zwecks Biogasproduktion wird nicht nur vom Naturschutzbund NABU, der Jägerschaft und dem hannoverschen Umweltministerium kritisiert, die Monotonisierung der Landschaft weckt auch mehr und mehr politischen Widerstand bei Parlamentariern. Angesichts der hohen Dichte an Biogasanlagen im Landkreis Rotenburg bestehe Handlungsbedarf, sagte jetzt SPD-MdL Ralf Borngräber bei einem Besuch in Freetz an der Oberen Oste.

"Es ist der Punkt erreicht, an dem wir steuernde Elemente in die Biogasförderung einbauen müssen. So geht es nicht weiter. Wir können die Sache in der Region nicht ausufern lassen," zitiert die Zevener Zeitung den SPD-Politiker: "Wir brauchen ein Werkzeug, das uns wie im Bereich der Windkraft sagt: Hier macht eine Anlage Sinn, dort nicht. So etwas muss es geben." Mehr...

Dank für den Hinweis an Kurt Ringen.


Selsingen

Fest mit Met
und Gauklern

Foto: Bölsche
Selsinger Windmühle "Elisabeth"

23. 2. 2011. Die Oste-Gemeinde Selsingen, der Verein Landtouristik Selsingen und der örtliche Mühlenverein planen ein Mittelalter-Fest mit Met und Gauklern an der historischen Windmühle "Elisabeth". Vorgesehen ist das Wochenende 21./22. August. Mehr in der Zevener Zeitung.

Für 2011 werden die Samtgemeinden Selsingen und Am Dobrock von der AG Osteland, wie berichtet. im Rahmen der Aktion "Wir an der Oste" als Ziele für Schul-, Betriebs- und Vereinsausflügen empfohlen.


Oberndorf

Ein Dichter
am Deich

Foto: Eddy Uhtenwoldt
In Arbeit: Hoffmann-Statue im Atelier

22. 2. 2011. Neue Bereicherung für die Deutsche Fährstraße: Noch ist die überlebensgroße Holzstatue im Atelier des Nordholzer Bildhauers Dieter Holst im Rohzustand und nicht bemalt. Doch gut erkennbar sind schon die Konturen des Freiheitsdichters Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der einst unter anderem in Oberndorf Schutz vor Verfolgung durch die hannöversche Obrigkeit gefunden hat (mehr auf dieser SONDERSEITE) und dem Sponsoren u. a. aus der AG Osteland in Kürze an der historischen Fährstelle ein Denkmal setzen wollen.

Eingeweiht werden soll die Statue des wohl berühmtesten Oberndorfer Fährgasts, ebenso wie - am anderen Ufer - das Standbild eines Fährmanns, am Sonnabend, 2. April, dem 213. Geburtstag des Dichters, mit einem Fährfest am Deich.

Ausführlicher Bericht unter DOBROCK.


Bäume

Dem Profit
geopfert?

22. 2. 2011. Baumfällaktionen und radikaler Gehölzschnitt - muss das sein? Die Debatte an der Oste (siehe unten) hält an. In einem Leserbrief an die Bremervörder Zeitung schreibt Birgit Kullik aus Karlshöfen (Kreis Rotenburg): "...Nun kann man über das Thema sachgerechte Baum- und Heckenpflege zwar endlos streiten. Aber es gibt einem doch zu denken, dass vor allem in den typischen Fremdenverkehrsorten wie Wingst, Fischerhude, Worpswede etc. auch die grünen Patriarchen ihre Daseinsberechtigung im Straßenrandbereich haben, ohne durch unsachgemäßen Schnitt für immer entstellt zu werden. Dort werden sie offensichtlich nicht grundsätzlich als Gefahr für Verkehr und Menschheit angesehen.

Oder, um den Gedanken weiterzuführen: Welche Bäume sieht man denn als Motive für Postkarten und Fotokalender? Eigentlich nur solche, die in Würde altern durften. Als Beispiel seien hier die wunderschönen Alleen in Mecklenburg-Vorpommern, genannt.

Ich selbst bin auch für erhaltende und verjüngende Gehölzpflege, aber es kommt immer auf das 'Wie' an. Bei uns in Karlshöfen sind erschreckend viele stattliche Bäume der großen Auslichtungsaktion am Ortseingang zum Opfer gefallen. In Zeiten hoher Brennholzpreise drängt sich die Frage auf, ob sie alle der Vernunft oder teilweise doch dem Profit weichen mussten.

Es ist richtig, wenn die Einwohner ihren Unwillen darüber äußern, auch wenn die Erfahrung zeigt, dass sachliche Kritik an solchen Vorgehensweisen von offizieller Seite leider immer wieder nur abgetan wird."

Lesen Sie dazu bitte auch: Endspurt mit Kettensäge.


Foto des Tages

Abend an
der Oste


Foto: Gundula Ida Gäntgen

21. 2. 2011. Das berauschend schöne Bild "Februarabend an der Oste" ist der Hechthausener Fotografin und AG-Osteland-Mitstreiterin Gundula Ida Gäntgen an der Oste im Ortsteil Klint gelungen. Im Großformat kann die Aufnahme hier bei fotocommunity.de betrachtet werden, deren Mitglieder das Foto in einer Vielzahl begeisterter Kommentare rühmen, unter anderem: "Ein Super-Motiv perfekt inszeniert", "bezaubernde Landschaftsromantik, herrliche Farben, knackige Schärfe, elegante Bildkomposition, ein feines Bild".


Himmelpforten

Smarter
ohne Kater

21. 2. 2011. Der Präventionsverein Himmelpforten , der Straftaten vorbeugen will und vor allem die Jugend ansprechen will, ist dieser Tage online gegangen. Auf der neuen Homepage stehen unter anderem Informationen zu dem Anti-Suff-Projekt "Smarter ohne Kater".


Geversdorf

Osteländer
im HH-Senat


Designierter SPD-Senator Horch im TV

20. 2. 2011. Nach dem haushohen Wahlsieg der Hamburger SPD und der vernichtenden Niederlage der Christenunion galt es am Sonntagabend in der Hansestadt als sicher, dass Frank Horch, geboren in Geversdorf/Osteland, langjähriger Präses der Handelskammer und begeisterter SEgler auf Elbe und Oste, für die SPD als Wirtschaftsverantwortlicher in den künftigen SPD-Senat einzieht.

"Verkörpert
die neue SPD"


Horch (r.) in Osten (Foto: Bölsche)

Focus online berichtet über Horchs Auftritt bei der Wahlparty: "Horch verkörpert die neue SPD, er kommt aus der Wirtschaft, bis vor kurzem dachte man, der Präses der Handelskammer stehe der CDU näher. Der abgewählte Bürgermeister Christoph Ahlhaus wollte ihn im Sommer als Wirtschaftssenator gewinnen. Im neuen Senat wird Horch für die SPD das Amt bekleiden, Olaf Scholz hat das bereits vor Wochen verkündet. Horch sagt, mit 'bis zu 44 Prozent' für die SPD habe er gerechnet. Jetzt empfinde er sogar 'Mitleid' mit Ahlhaus".

Lesen Sie dazu bitte auch: Schwarz und Grün haken Hamburg ab.


Oberndorf

Skipper in
einem Boot


Einstimmig bestätigt: SGO-Vorstand

20. 2. 2011. Bis auf den letzten Stuhl besetzt war das Dorfgemeinschaftshaus, als die Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) am Wochenende in ihrer Hauptversammlung Zukunftspläne schmiedete, Bilanz zog und ihren Vorstand wählte. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Uwe Mählmann (2. v. l.), sein Stellvertreter Eddy Uhtenwoldt (r.), Schatzmeister Lothar Beisenherz (l.) und Schriftführerin Kerstin Mählmann.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte der Vorstand  auf enge Zusammenarbeit mit anderen Wasserfreunden - über Gemeinde-, Kreisgrenzen und sogar Landesgrenzen hinweg - zurückschauen. In einem Grusswort würdigte die AG Osteland die "Pionierarbeit" der SGO bei der Zusammenführung der Wasserfreunde vom gesamten Fluss im Blauen Netz Oste.

Ausführlicher Bericht unter DOBROCK.


Hechthausen

Frühschoppen
mit Ostemops


Rollmops mit Oste-Flagge (Foto: B. Gehring)

20. 2. 2011. Ein Rollmops, dekoriert mit der AG-Osteland-Flagge "Lust auf Osteland", ist der Mittelpunkt eines opulenten "Osteland-Frühstücks", das neuerdings in der wunderschönen Café-Galerie "KunstWerk" im ehemaligen Gefängnis hinter der Hechthausener Kirche serviert wird (Hutloher Straße, Tel. 04774-991101).


Das "KunstWerk" im früheren Knast

Am heutigen Sonntagmorgen erfreute die Wirtin, Malerin und Osteland-Mitstreiterin Monika Fels-Borgwardt ihre Gäste mit einem Jazzfrühschoppen ihrer Hausband, den Hot Coffee Skifflers, bei denen sie selber Gitarre spielt. Über die Band informiert eine von Web-Designerin Julia Pubanz (Hechthausen) attraktiv gestaltete Website.


Gitarristin Fels-Borgwardt (mit Eike Elser)

Geöffnet ist das Café samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr sowie, zum Beispiel für Familienfeiern,  nach Absprache. Für Radler interessant ist die Lage direkt am ADFC-Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus (Tourenplan zum Download hier).


Auf Vorbestellung: das Osteland-Frühstück

Mehr über das sympathische Café, eine der jüngsten gastronomischen Perlen des Ostelandes, steht auf der Website der Wirtin und auf Seite 18 der neuesten Ausgabe des Osteland-Magazins (PDF zum Download hier).


Landschaft

Endspurt mit
Kettensäge


Artikel in der Bremervörder Zeitung

20. 2. 2011. Vor dem Einsetzen des alljährlichen Baumfällverbots am 1. März haben überall an der Oste Gemeindearbeiter und Privatfirmen zum Endspurt mit der Kettensäge angesetzt. Im Elbe-Weser-Dreieck vergeht zur Zeit kaum ein Tag, an dem nicht in Zeitungsartikeln und Leserbriefen die Frage erörtert wird, ob die "Kahlschläge" wirklich der Natur- und Landschaftspflege dienen.

Dabei ist der Frontverlauf teilweise unübersichtlich. In Bremervörde, in Elm und in Hesedorf, wo auch kapitale Straßenbäume gefällt worden sind, verteidigt sogar der Naturschutzbund (NABU) die Maßnahmen, die teilweise mit der Verkehrssicherung und Schädlingsbefall begründet werden. "Weil jahrelang nichts gemacht wurde, blieb gar nichts anderes übrig, als in einigen Bereichen hart einzugreifen," zitiert die Bremervörder Zeitung den NABU-Landesvize und -Kreisvorsitzenden Uwe Baumert (Foto).

Auch im Heeslinger Pastorenholz, am südlichen Ufer der Oste, sollen demnächst "in großem Stil" Bäume gefällt werden, was laut Zevener Zeitung als "unumgänglich" gilt.


Baumschützerin Wocker in der Ratssitzung

Bedenklich scheint einigen Leserbriefschreibern im Kreis Rotenburg die Praxis von Gemeinden, Privatfirmen für deren Fällaktionen nicht zu bezahlen, sondern ihnen das dabei anfallende Feuerholz gratis zu überlassen - ein Anreiz, im Zweifel mehr als nötig wegzuhauen.

Anders ist die Lage in Oberndorf/Oste, wo kürzlich - wie berichtet - nicht Arbeiter einer Firma, sondern Gemeindebedienstete im Ortsteil Hasenfleet reihenweise Bäume fällten (Fotos) und wo privates Profitstreben mithin als Motiv ausscheidet.

Begründet wurde die vor Jahren beschlossene, aber wegen Personalengpässen mehrfach verschobene Aktion in der jüngsten Ratssitzung mit möglicher Gefährdung von Verkehrsteilnehmern und einer Beeinträchtigung von Telefonleitungen durch den Wildwuchs - Argumente, die der Anwohnerin Inga Wocker allerdings nicht recht einleuchteten. Ihre Fragen und die Antwort der Gemeinde, versehen mit kritischen Kommentaren, hat die Neu-Hasenfleeterin in ihrem Blog veröffentlicht.


Vermaisung

Kampf mit
Kalendern


Baumert-Visitenkarte gegen Vermaisung

20. 2. 2011. Auf originelle Weise kämpft Uwe Baumert (Foto), Landesvize des Naturschutzbundes (NABU) und AG-Osteland-Mitglied aus dem Kreis Rotenburg, gegen die dramatisch zunehmende Monotonisierung der Osteregion. "Vermaisung stoppen - Artenvielfalt fördern" steht auf einer Art Visitenkarte, die der Oberst a. D. aus Deinstedt und seine Frau Angelika verteilen und deren Rückseite mit einem Jahreskalender bedruckt ist. Über die Folgen der übersubventionierten Maisvergasung berichtete kürzlich auch die Fachzeitschrift Land und Forst; Wortlaut hier.

19. 2. 2011. In der Samtgemeinde Selsingen an der Oste wird die Zahl der Biogas-Anlagen in nächster Zeit voraussichtlich von 22 auf 35 ansteigen. Das meldet die Zevener Zeitung. Einzelheiten hier...

16. 2. 2011. Im Kreis Stade wächst der Widerstand gegen die "Vermaisung" der Landschaft zugunsten der Biogasproduktion - zum Beispiel in Harsefeld, wo zehn (!) neue Anlagen geplant sind und nun "Biogasexzesse" auf mehr als der Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche zu erwarten seien, wie der Grüne Ralf Poppe befürchtet: "Mit den zusätzlichen neuen Anlagen drohen Harsefeld und die Nachbargemeinden im Maislabyrinth zu verschwinden," warnt er in "Ralfs Blog". Weiterlesen...


Fernsehen

Heimat-TV
von der EWE


TV-Dreharbeiten (heute in Hechthausen)

20. 2. 2010. Zwei unterschiedliche Interessengruppen, Stromversorger und  Zeitungsverleger, drängen zur Zeit in Niedersachsen ins Privatfernsehen. In Hechthausen und anderswo finden zur Zeit bereits Dreharbeiten für "Heimat Live" statt, einen TV-Sender, den der Energiekonzern EWE - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - gegründet hat. "Heimat Live" soll EWE-Kunden ab März lokale Nachrichten ins Wohnzimmer liefern - zunächst per Kabel und Internet, später möglichst auch über Antenne.


Der Energieriese plant Lokalfernsehen

Starten soll der Sendebetrieb im Raum Cuxhaven sowie in Cloppenburg und Leer, wo neu eingerichtete Studios jeweils ein eigenständiges "Heimat Live"-Programm fertigen.

"Tarife senken statt
Fernsehen machen"

Geschäftsführer und Programmleiter von "Heimat Live" ist Ermo Goedelt (Foto), früher bei "Hamburg 1". Als Chefredakteur der EWE-Produktionsfirma B+B fungiert Stephan Mattukat, vormals Vize-Programmdirektor des umstrittenen Quiz-Senders "9Live" und Vorstand des Kanals "Help TV"; beide Sender haben sich auf das Fernseh-Geschäft mit kostenpflichtigen Telefon-Anrufen (Call-in) spezialisiert.

Kommunalpolitiker von der CDU bis zu den Linken kritisieren, wie oste.de bereits im Januar berichtete, das 100-Millionen-Vorhaben der EWE, ins Fernsehen zu drängen, um die Kundenbindung zu festigen, statt die Tarife für ihre Strom- und Gaskunden zu senken. "Nach der gültigen Satzung des EWE-Verbandes, der 74 Prozent an der EWE hält, ist die Beteiligung an Fernsehsendern nicht vorgesehen", erklärte die CDU im Kreistag von Leer. Mehr auf der Website der Energie-Initiative Oldenburg.

Bei der Landesmedienanstalt hat sich auch die "Nordwest-Zeitung" um Sendeplätze für einen "Friesischen Rundfunk" beworben, der in Hemmoor sowie in Leer, Norden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Wittmund tätig werden will. Mehr dazu  auf der Website von Radio Bremen.


Sittensen

Welttag der
Gästeführer


Sittenser Ostefreundin Erika Jaschinski

20. 2. 2011. Was es alles gibt: Der heutige Sonntag, 20. Februar, wird weltweit als "Tag der Gästeführer" begangen, in diesem Jahr unter dem Motto "Die Farbe Blau". Auch Gästeführerinnen von der Oste beteiligen sich, wie AG-Osteland-Mitglied Erika Jaschinski vom Touristikbüro der Börde Sittensen mitteilt. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen werden im Handwerkermuseum in der alten Wassermühle an der Oste (Sittenser Ortsmitte) das Handwerk des Blaudruckers vorstellen, einschlägige Redensarten und Sprüche erläutern und mit Kindern Stoffe blau bedrucken. Die Aktionen finden von 14 bis 18 Uhr statt. Alle Heimat- und Ostefreunde sind herzlich eingeladen.


Wassersport

Torte zum
Geburtstag


Blaues-Netz-Sprecher Bernd Jürgens

19. 2. 2011. Eine Kerze in Form einer Mini-Geburtstagstorte flackerte am Freitag bei der Versammlung des Blauen Netzes Oste in Cadenberge auf dem Platz von Bernd Jürgens, dem Sprecher der Osteland-Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer. Das Törtchen war ein Geschenk zum Einjährigen des maritimen Netzwerks, das am 12. Februar 2010 gegründet worden ist und dessen bisherige Arbeit laut AG Osteland "eine Erfolgsgeschichte" ist.


Mini-Geburtstagstorte zum Jubiläum

Themen der Tagung im Marc 5 waren unter anderem die Auswirkungen der Elbvertiefung auf den Wassersport, Tipps für Segler und die seit 20 Jahren veranstaltete Oberndorfer Regatta. Mehr unter DOBROCK.


Artenschutz

Fischer töten
"Oste-Stör"


Spanische Fischer mit 2,40-Meter-Stör

18. 2. 2011. "Eine Schande!", zürnt Sportfischer-Vorsitzender Wolfgang Schütz (Osten) von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste: Einer der letzten großen Störe jener strengstens geschützten Art, die noch vor 100 Jahren in der Oste massenhaft heimisch war, ist kürzlich von spanischen Fischern getötet worden.

Der "Oste-Stör" (Acipenser sturio) ist weltweit nahezu ausgerottet. Neben einer unbekannten Zahl dieser Urzeitfische im südfranzösischen Fluss Gironde und vor dessen Mündung existieren nur noch einige wenige - hoffentlich - fortpflanzugsfähige Tiere in Forschungsinstituten in Südfrankreich und Berlin-Friedrichshagen sowie ein Tier im Helgoländer Aquarium.

Einsatz für die
Letzten ihrer Art

"Wir kämpfen um jeden Acipenser sturio, den wir für die Wiedereinbürgerung in der Oste bekommen können, und anderswo wird ein ausgewachsener Stör getötet," empört sich "Störvater" Schütz (Foto). Der aktuelle Fall zeige, "wie wichtig ist doch die Öffentlichkeitsarbeit und die Einbeziehung der Berufsfischerei in dieses Projekt ist".

"Wieder ein Fisch auf der langen Liste, der durchIgnoranz ums Leben kam. Der Fischer kann sich rühmen, zur Gefährdung des Gironde-Bestandes einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet zu haben," kommentiert die Gesellschaft zur Rettung des Störs den Skandal um den 2,40 Meter langen getöteten Urzeitfisch auf ihrer Website.

Ein Fisch als
Leuchtturm


Schwimmendes Stördenkmal in Oberndorf

17. 2. 2011. Die Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs (Acipenser sturio), die seit zwei Jahren an der Oste betrieben wird, ist von der Bundesregierung im Rahmen ihrer "Strategie zur Erhaltung der Biodiversität" (Wortlaut) zu einem der "nationalen Leuchturmprojekte" erklärt worden.


Broschüren-Titelseite (Ausschnitt)

Wie die Gesellschaft zur Rettung des Störs mitteilt, charakterisiert das Bundesumweltministerium Leuchtturmprojekte als "Vorhaben zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, die in vorbildlicher Weise ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen". Sie sollen zugleich wegweisend für andere Projekte sein (siehe dazu auch diese Broschüre).

Mehr zum Thema auf der Website der Arbeitsmeinschaft Wanderfische Oste. - Alle früheren Berichte unserer Website oste.de zum Thema Stör (seit 2001) stehen in unserem ARCHIV.


Geversdorf / Oberndorf

Vereint fürs
Heimatdorf


Lunden mit Vorstandskolleginnen

18. 2. 2011. Rund 40 Heimatfreunde haben am Donnerstag in Geversdorf einen Heimat- und Kulturverein gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde einstimmig Ortsheimatpfleger und AG-Osteland-Mitglied Günter Lunden gewählt.


Köpke (r.) mit Vorgänger Kuhne

Nahezu zur selben Zeit wählten die Heimatfreunde Oberndorf den Steuerberater Dieter Köpke zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Henning Kuhne. - Ausführliche Berichte unter DOBROCK.


AG Osteland

Zuschuss für
Fähren-Buch


Heimatforscherin Tiedemann-Wingst

18. 2. 2011. Gute Nachricht für AG-Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt: Der Landschaftsverband Stade hat beschlossen, mit einem Zuschuss von 2000 Euro ein Buch über die Geschichte der Ostefähren zu fördern, das von der AG Osteland herausgegeben wird und von der Regionalforscherin und Ostepreisträgerin Gisela Tiedemann-Wingst (mehr) verfasst worden ist.

In rund 40 sorgfältig in Archiven der Landkreises Cuxhaven und Rotenburg, im Staatsarchiv Stade und in diversen Ortsarchiven recherierten Kapiteln beschreibt die Autorin die Geschichte der insgesamt  33 Fährstellen an der Oste - inklusive der in  Belum, von wo aus eine Segelfähre die Möglichkeit zur Elbquerung bot.


Wissenschaft

Leben am
Wasser


Die Oste - Thema am Wochenende

18. 2. 2011. Norddeutschlands Flüsse und Kanäle sind das Thema der Tagung "Leben am Wasser" am 18./19. Februar im Museum für Hamburgische Geschichte in Hamburg, Holstenwall 24. Über die Oste ("Der wilde und der gezähmte Fluss") spricht Prof. Dr. Norbert Fischer (Foto; Website), der für seine Forschungsarbeiten zur Geschichte der Ostedeiche mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden ist.

Das komplette Programm und Teilnahme-Infos stehen hier.


Qualzucht

Skandal im
Kreishaus


Peta-Video über Lohmann im Internet

17. 2. 2011. Tierschützer etwa von Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) sprechen schon seit Tagen von einem Skandal im Cuxhavener Kreishaus. Sie könnten recht haben. Heute hat auch der neue hannoversche Agrarminister Gert Lindemann (CDU) das zögerliche Verhalten der Cux-Kreisveterinäre bei möglichen Verstößen gegen den Tierschutz beim Cuxhavener Hühnerzüchter Lohmann kritisiert (wir berichteten).

"Ich bin mit dem Ablauf nicht zufrieden", sagte Lindemann im Landtag. Der Landkreis Cuxhaven habe ein Gutachten des Landesamtes für Verbraucherschutz ignoriert, das bereits im September 2008 die Amputation von Kämmen und Zehen bei Zuchtküken als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gewertet hat. Der Landkreis duldete die vom SPIEGEL enthüllten Praktiken bis zum vorigen Monat.

SPD-Abgeordnete
mahnt Resultate an

In soeben in Sachen Tierschutz vorgelegten Reformvorschläge des neuen Agrarministers Lindemann seien "erste Schritte in die richtige Richtung, die sich zum Teil mit Forderungen der SPD aus den vergangenen Monaten und Jahren decken", urteilt die SPD-Abgeordnete Daniela Behrens (Foto, Website) aus dem Kreis Cuxhaven. Lindemanns Tierschutzprogramm könne aber nur ein Einstieg sein. Entscheidend sei, "was als zähl- und nachprüfbares Ergebnis dabei herauskommt".

Behrens hält es für "problematisch", dass sich der Minister mit dem Erreichen der Ziele Zeit lasse bis 2018: "Das muss deutlich schneller gehen. Dass Minister Lindemann weiterhin auf freiwillige Leistungen der Branche setzt und die Tierschutzleitlinie konsensual weiterentwickeln will, kann nicht zufriedenstellen. Seit vielen Jahren bestehen bereits für den Tierschutz freiwillige Vereinbarungen mit Haltern und Mästern. Und es hat sich leider gezeigt, dass diese Vereinbarungen nicht den erhofften Erfolg bringen. Deshalb muss man stärker auf verbindliche und rechtlich durchsetzbare Regelungen setzen," fordert die SPD-Abgeordnete


Natur

Auch Ostetal
unter Schutz


Landrat Roesberg (Tag der Oste 2010)

18. 2. 2011. Teile des Ostetals (261 Hektar) mit den Landschaften Obere Bever und Reither Bach stehen ab sofort faktisch unter Naturschutz. Eine "einstweilige Sicherstellung" hat der Stader Landrat Michael Roesberg außerdem für das Schwingetal (1537 Hektar) zwischen Stade und Hagenah sowie für Randbereiche des Naturschutzgebietes Hohes Moor (220 Hektar) bei Oldendorf verordnet.

Die drei genannten Gebiete waren zuvor vom Land Niedersachsen nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) als besonders schützenswert nach Brüssel gemeldet worden. Die einstweilige Sicherstellung soll die Gebiete jetzt so lange vor weiteren ökologisch negativen Veränderungen - etwa vor Verwandlung von Grünland in Acker - bewahren, bis die Gebiete vom Kreistag unter Naturschutz gestellt sind. Mehr auf der Landkreis-Website.


Zeven

Landraub an
der Oste

18. 2. 2011. Teils seit Jahrzehnten nehmen Landwirte an der Oste einstige Wirtschaftswegeund ökologisch wertvolle Wegeseitenränder unerlaubt unter den Pflug. Heute wächst dort oft Mais. Der Landraub ist jetzt in Zeven aufgeflogen. Mehr in der Zevener Zeitung unter dem Titel "Der Bauer nimmt und schweigt"..


Krimiland

Gruseltour
durchs Moor


Titel-Entwurf für das neue Buch

17. 2. 2011. Vor zwei Jahren, zum Ostener Fährjubiläum, hat die Geversdorfer Krimi-Autorin Elke Loewe (Foto) für das Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste den Sammelband "Mord an der Schwebefähre" zusammengestellt. Zur Zeit arbeitet die Schriftstellerin an einer neuen Anthologie mit dem Titel "Mord im Moorexpress", die ebenso wie der Vorläuferband im Fischerhuder Verlag im Bauernhaus von Wolf-Dietmar Stock erscheinen soll.

Im neuen Buch, das dem 102 Jahre alten Moorexpress gewidmet ist, werden auch etliche Autoren von der Oste vertreten sein, die schon Crime-Storys zum Schwebefähren-Band beigesteuert haben, darunter Dr. Reinhold Friedl, Tatjana Gräfin Dönhoff und Christiane Oppermann. Vorgestellt werden soll das Buch in der Johannisnacht, am 24. Juni, bei einer nächtlichen "Gruselfahrt" mit dem Moorexpress. Am 26. Juni folgt eine Lesung im Bremervörder Bachmann-Museum.

Ebenfalls in Stocks Verlag, der diesen Sommer sein 35-jähriges Bestehen feiert, soll ein Sammelband mit Teufelsmoor-Texten von Rainer Maria Rilke, Hermann Löns, Manfred Hausmann und anderen Autoren erscheinen. Titel: "Fahrt im Moorexpress und andere aus dem Torf gegrabene Geschichten."


Tourismus

Radeln mit
den Reimers


Reisejournalisten-Ehepaar Reimer

17. 2. 2011. "Die schönsten deutschen Fluss-Radwege" heißt eine Multimedia-Show von und mit den Oste-Preisträgern Christine und Jürgen Reimer aus Hechthausen, die an diesem Sonnabend, 19. Februar, ab 19.45 Uhr im Stadeum gezeigt wird. Mit herrlichen Bildern, Witz und Lebendigkeit entführen die beiden Reisejournalisten, bekannt durch ihre Rekordreise mit der Europakutsche, das Publikum zu Plätzen, die zum nächsten Fahrrad-Urlaub animieren. Mit der gut 90-minütigen Show zeigen sie, wie schön die Welt am Wasser ist Karten kosten 14 und 15 Euro, unter 0 41 41/ 40 91 40, bei allen bekannten Stadeum-Vorverkaufsstellen.

Auch 2011 bieten die Reimers Kutschfahrten durch das Osteland an - Details hier im Netz.


Hechthausen

TV-Dreh mit
'Ostemops'


Café Kunstwerk in Hechthausen

16. 2. 2011. Am kommenden Sonntag, 20. Februar, findet im Galerie-Café  KunstWerk in Hechthausen, Hutloher Straße 5, im ehemaligen Gefängnis hinter der Kirche, ein Freiluft-Frühschoppen statt. Ab 11 Uhr heizen die Hot Coffee Skifflers ein. Dazu gibt's Bratwurst vom Grill, heißen Punsch und guten Kuchen. Ein "Osteland-Frühstück" (mit "Ostemops"!) gibt es auf Vorbestellung unter Tel. 04774-991101. Bitte pünktlich kommen: Ab 11 Uhr dreht das Fernsehen in der Galerie, wie KunstWerk-Chefin und AG-Osteland-Mitstreiterin Monika Fels-Borgwardt ankündigt.


Osten

Fährmann
in Weiß


Noch hält er sich aufrecht

16. 2. 2011. Noch konnten die leichten mittäglichen Plusgrade dem Schneemann kaum etwas anhaben, der wie eine Art Fährmann in Weiß vor der Schwebefähre in Osten Wache hält. Seine Überlebenschancen scheinen vorerst gut: Auch in den kommenden Nächten bleibt es laut wetter.de frostig kalt, und auch die morgendlichen Temperaturen sollen im Frostbereich zwischen minus 5 und minus 1 Grad liegen. In Bodennähe werde die Luft noch stärker abkühlen, so dass selbst geringe Mengen an Nässe gefrieren und Glätte verursachen können.


Der nächste Frühling kommt bestimmt

Dennoch: Die ersten Frühlingsboten machen sich bemerkbar - wie diese Schneeglöckchen, die sich unweit der Schwebefähre einen Weg ans Licht bahnen.


Internet

Gefälschter
Kettenbrief

16. 2. 2011.Im Osteland kursiert zur Zeit wieder einmal ein "Hoax": Ein gefälschter Kettenbrief fordert zur Knochenmarkspende auf - mehr hier. Bitte nicht weiterverbreiten!


Oberndorf

Pächter
gefunden


Oberndorfer Ratssitzung gestern abend

16. 2. 2011. "Froh und glücklich" zeigte sich Oberndorfs Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) in der Ratssitzung am gestrigen Dienstag: Mit der Familie Marcel Göltzer aus Hechthausen wird zum 1. April wieder ein Wirtspaar in das gemeindeeigene Dorfgemeinschaftshaus (DGH) einziehen. Bereits angelaufen ist ein Ideenwettbewerb um einen neuen Namen für das gemeindeeigene Haus, das jetzt modernisiert und neu bestuhlt werden soll. Erste Namensideen liegen schon vor - allein der Oberndorfer Kaufmann Albertus Lemke hat bei der Gemeinde (E-Mail: detlef_horeis@gothaer.de) zehn Vorschläge eingereicht. Dem Sieger winkt ein Drei-Gänge-Menü.


Internet

Zehn Jahre
osten-oste.de


Rosenmontag 2001 auf unserer Website

15. 2. 2010. Bald nach dem Start dieser Website www.osten-oste.de wurde - am 15. Februar 2001, also vor genau zehn Jahren - ein Zähler installiert (unten in dieser Spalte), der am heutigen Zehnjährigen die Marke 919.000 übersprungen hat. Mit dem millionsten Besucher unserer Website, die mittlerweile auch über www.oste.de aufgerufen werden kann und im Tagesschnitt gut 450 Besucher zählt, wird im August gerechnet - dann soll gefeiert werden. Einer der allerersten Berichte dieser Website handelte vom Rosenmontag 2001 in Osten - siehe diese Fotoseite.


Osteland

Resonanz
am Fluss


Osteland-Versammlung (Foto: Rademacher)

15. 2. 2011. Die Hauptversammlung der AG Osteland in der Wingst hat auch am Oberlauf, im Landkreis Rotenburg/Wümme, Resonanz gefunden - zu einem Bericht der Rotenburger Rundschau geht es hier. Beim neuen Vorstand der "Lobby für die Oste" trafen unterdessen viele Glückwünsche von Mitgliedern wie von Nichtmitgliedern ein.

So schrieb Hans-Henning Kruse (Foto), der 1. Vorsitzende des Presseclubs Cuxhaven von 1969 e. V., eine Mail, die mit den aufmunternden Worten endet: "Ohne Ihre kenntnisreiche und agile Arbeit wäre der Fluß nur ein bedeutungsloses Rinnsal geblieben. Weiterhin viel Spaß an unserer schönen Region."

Aus Kleinwörden mailten Gisela und Gerd Bertholdt: "Wo gibt es noch so einen Verein, wo der Saal bei einer Jahreshauptversammlung bis auf den letzten Platz besetzt ist? - Das ist das Lebendige an unserer Veranstaltung.
Es war wieder richtig spannend und kurzweilig... Wir wünschen dem Vorstand für die kommende Periode viel Schaffenskraft und Erfolge." - Mehr über die Versammlung unter DOBROCK.


Krimiland

Premiere mit
Blutorangen


2006: Mörderische Cocktails für 3 Euro

13. 2. 2011. Wirtin Mathilde Ahlf servierte einen knallroten Blutorangen-Cocktail namens "Blutrausch", als am 24. Februar 2006 im Hotel-Restaurant "Seefahrer" in Osten-Achthöfen das AG-Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste an den Start ging. In den fünf Jahren seit der Premiere (mit Krimiautor Thomas B. Morgenstern) haben an und auf der Oste mehr als 60 Krimi-Lesungen, -Schiffstörns und -Exkursionen stattgefunden, und Dutzende von Medien haben über den "schaurig-schönen Landstrich" berichtet.


Am Rönndeich fing alles an (Foto: W. Röhl)

Vorläufer war das private Projekt Deutsche Krimistraße im Rönndeich bei Osten gewesen. Ein kurzer Rückblick aus Anlass des Fünfjährigen steht unter OSTEN.


Vereine

Wachablösung
im Osteland


Der neue Vorstand - Foto vergrößern

12. 2. 2011. Die "Lobby für die Oste" hat sich neu aufgestellt. In ihrer Jahreshauptversammlung im voll besetzten Saal des Gasthauses "Lindenwirt am Zollbaum" in Wingst hat die über 420 Mitglieder starke gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. am Wochenende Jochen Bölsche (Osten/Oste) zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig votierten die Mitglieder für den Diplom-Ingenieur Walter Rademacher als 2. Vorsitzenden. Der Landwirt, Lehrer und Wasserbauer aus Neuhaus/Oste ist bislang vor allem als Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung hervorgetreten.

Foto: Rademacher
Hauptreferent: Jäger-Vorsitzender Klotz

Höhepunkt der Versammlung war ein beeindruckendes Referat des Vorsitzenden der Hadler Jägerschaft, Gerhard Klotz, über Flora und Fauna an der Oste.

Ausführlicher Bericht unter DOBROCK.


Justiz

Tierquälerei
im Cuxland?

13. 2. 2011. Nach Informationen des SPIEGEL sollen in der Cuxhavener Firmengruppe Lohmann Tierzucht (LTZ)  systematisch Tiere gequält worden sein. In den Ermittlungsunterlagen der Staatsanwaltschaft Stade sei von Amputationen und grundlosen Tötungen die Rede. LTZ habe über Jahre hinweg gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Mehr...

Tierschützer und Oppositionpolitiker kritisierten am Wochenende die schwarz-gelbe Tierschutzpolitik in Bund und Land als "halbherzig" und forderten schärfere Regeln für eine artgerechte Nutztierhaltung. Mehr...


Fernsehen

Hemmoorer
Friesen-TV

12. 2. 2011. Viele Fernsehzuschauer können bald ein neues Programm einschalten, nachdem die Landesmedienanstalt Niedersachsen jetzt die Lizenzen für das neue private Lokalfernsehen erteilt hat, das per Kabel ins Haus kommt. Zu den Lizenznehmern zählt der "Friesische Rundfunk", der Hemmoor sowie Leer, Norden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Wittmund bedienen soll und an dem die "Nordwest-Zeitung" beteiligt ist. Bedenken äußert die Medienexpertin der SPD im Landtag, Daniela Behrens (Foto) aus Hagen im Cuxland: In über 70 Prozent der Fläche in Niedersachsen gebe es nur noch eine Tageszeitung. Wenn diese dann auch noch ins Fernsehen einsteige, diene das nicht der Meinungsvielfalt, so Behrens.


Wingst

Grüne Lunge
der Nordsee


Wingst-Werbetext imInternet

10. 2. 2011. Die Touristiker in der Wingst haben in jüngster Zeit spürbar ihre Bemühungen verstärkt, den Bergwald an der Oste zu bewerben. Seit heute ist zum Beispiel hier im Internet ein Werbetext abrufbar, der die Wingst als "grüne Lunge der Nordsee" rühmt und der auf die Reize der Region hinweist.

Angesichts des touristischen Aufbruchs rund um die Wingst hat die AG Osteland, wie berichtet, dieses Jahr ihre beiden wichtigsten Veranstaltungen in die Samtgemeinde Am Dobrock gelegt: den Tag der Oste am 20. März und die Jahreshauptversammlung an diesem Freitag, 11. Februar - siehe nächsten Text.
 


Wissenschaft

Bilanz des
Störprojekts


Fachautoren Dr. Gessner und Schütz

10. 1. 2011. Eine erste Bilanz des international beachteten Oste-Stör-Projekts - eines der bedeutendsten europäischen Artenschutz-Vorhaben der Gegenwart - haben der Berliner Fischereibiologe Dr. Jörn Gessner und der Oste-Sportfischersprecher Wolfgang Schütz (Osten) in einem gemeinsamen Beitrag für die aktuelle Ausgabe des renommierten Fachblatts "Wasser und Abfall" gezogen.

In dem offiziellen Organ des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK) berichten die Autoren - die 2009 gemeinsam mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden sind (Foto oben) - unter dem Titel "Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs in der Oste / Strategie und erste Ergebnisse" ausführlich über das Vorhaben, die nahezu ausgerottete und weltweit nur noch in Südfrankreich heimische Störart Acipenser sturio in der Oste wieder anzusiedeln.


Projektbilanz von Gessner und Schütz

Als wichtiges Ergebnis des 2009 angelaufenen experimentellen Besatzes halten die Autoren fest: "Für den Bereich unterhalb Bremervörde kann ... eine gute Eignung des Lebensraumes für die einjährigen Fische postuliert werden." Diese Eignung und die "Unterstützung in der Region" seien "unabdingbare Voraussetzungen" für das Gelingen einer Wiedereinbürgerung des urtümlichen Kaviarfischs, der älter ist als die Dinosaurier.


Illustration aus "Wasser und Abfall"

Über in der Oste vorhandene Strukturmängel ("Erosion der Uferbereiche, Sohlgeschiebe und Eintiefung...") und die regionale Unterstützung der vom Bund geförderten Pläne heisst es in dem Beitrag: "Um gemeinsam die komplexen Ursachen für die derzeit beobachteten Probleme angehen zu können, wurde 2009 die ARGE Wanderfische Oste als gebietsweiter Zusammenschluss unter Einbeziehung der gemeinnützigen AG Osteland e. V., der Umweltämter der Landkreise Stade, Cuxhaven und Rotenburg sowie der Wasserwirtschaft gegründet."


Schwimmendes Stördenkmal in Oberndorf

Als "mittel- bis langfristiges Ziel" bezeichnen es Gessner und Schütz, das durch Wehre und Siele verbaute Flusssystem "unter anderem durch eine Renaturierung mit Mäandern und Sandfängen sowie durch Beseitigung oder Umgehung von Querverbauungen wieder wanderfischgerecht zu gestalten". Weil diese Arbeiten eine langfristige finanzielle Absicherung erforderten, sei es"umso erfreulicher, dass neben dem langfristigen Engagement des Bundesamtes für Naturschutz auch das Land Niedersachsen sein Engagement für das Projekt bekräftigt und sich für einen eigenen Projektanteil eingesetzt hat".

Schütz ist Sprecher der ARGE Wanderfische Oste, Dr. Gessner (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin) arbeitet für die Gesellschaft zur Rettung des Störs. Der Aufsatz in "Wasser und Abfall", der  viele Fakten u. a.  über die Geschichte der Störfischerei in der Oste enthält, steht in vollem Wortlaut hier im Netz, die Begründung für die Verleihung des Goldenen Hechts 2010 an Schütz und Gessner kann hier nachgelesen werden.


Tourismus

Messe mit
Fährstraße


MLU-Stand auf der Messe Reisen 2011

9. 2. 2011. Auf der Reisemesse in Hamburg, die am heutigen Mittwoch beginnt und bis Sonnabend dauert, präsentieren die regionale Tourismusverbände erstmals gemeinsam die Radrouten in der Metropolregion Hamburg. Alle Tourismusorganisationen bündeln ihre Informationen an einem Stand, an dem auch ein neuer Flyererhältlich ist. Zentral beworben werden unter anderem die von der AG Osteland entwickelte Deutsche Fährstraße, die Niedersächsische Milchstraße und die Oste-Kulturroute rund um Bremervörde. Der Flyer steht hier zum Download bereit.


Web- und Flyerwerbung für Radrouten

Zahlreiche Freizeit- und Naherholungsmöglichkeiten von Hamburg bis zur Nordsee präsentiert die Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) auf der Messe an einem Info-Stand (Halle B4, EG, Stand 519).


Nieder Ochtenhausen

Singen mit
Kathy Kelly


Bald an der Oste: Gospel-Star Kelly

10. 2. 2011. Ein ganz besonderes musikalisches Ereignis plant die Singgruppe des Oste-Dorfes Nieder Ochtenhausen: Der Chor übt zur Zeit jeden Freitagabend für ein Gemeinschaftskonzert mit der Gospelsängerin Kathy Kelly am Sonnabend, 5. März, 20 Uhr, in der Findorff-Kirche in Iselersheim. "Wir dürfen das Programm mit einigen Liedern mitgestalten und freuen uns schon sehr auf das Konzert", sagt Birgit Martins (Foto), die kürzlich für 25-jährige Arbeit als musikalische Leiterin der Singgruppe geehrt wurde  und die als Vorsitzende den sehr aktiven örtlichen Kultur- und Heimatverein in der AG Osteland vertritt. - Ein ausführlicher Vorbericht zum Kelly-Konzert steht auf www.osteweb.de.


Oste

Paradiese
im Visier


Für 2011 schon 24 Vorträge: Tödter

9. 2. 2011. "Oste - Faszination einer Landschaft" ist der Titel einer zweiteiligen Diaschau, die der Naturfotograf Hermann Tödter aus Zeven unter großem Beifall bereits an vielen Orten entlang des Flusses gezeigt hat. Jetzt hat Tödter eine dritte Oste-Diaschau  fertiggestellt - Titel: "Paradiese an der Oste". Allein für dieses Jahr sind die Oste-Vorträge des Fotokünstlers bereits 24 mal gebucht worden.

Schlagartig zugenommen habe das Interesse am Fluss, so Tödter, mit dem von der AG Osteland ausgerufenen "Jahr der Oste 2009": "Das hat eingeschlagen wie eine Bombe." Vorher habe sich "kaum einer für die Ostebilder interessiert".

Tödter (Website) hatte eine Auswahl seiner Oste-Fotos unter anderem in Neuhaus beim Osteland-Arbeitskreis Blaues Netz Oste sowie kürzlich vor den Oldendorfer Landfrauen in Gräpel und vor den Großenwördener Landfrauen in Breitenwisch gezeigt.


Landwirtschaft

Fischsterben
in Lamstedt


Vergiftete Fische (Foto: Wikipedia)

9. 2. 2011. "Bio" heißt Leben - doch Biogasanlagen können das Gegenteil bewirken: den Tod von Abertausenden von Fischen. Wer die Begriffe "Biogas" und "Fischsterben" googelt, stösst auf eine Vielzahl einschlägiger Vorkommnisse rund um Maisgas-Anlagen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, wie die Niederelbe-Zeitung meldet, wegen eines Vorfalls in Lamstedt-Nindorf.

In einem dortigen Forellenteich, in den Abwässer einer landwirtschaftlichen Biogasanlage eingeleitet worden sein sollen, ist es zum dritten Mal binnen kürzester Zeit zu einem Fischsterben gekommen. Der Eigentümer des etwa 1.000 Quadratmeter großen Fischteichs hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem örtlichen Angelsportverein insgesamt 2.800 Forellen in dem Gewässer ausgesetzt. (Mehr zum Thema Sportfischerei im Osteland unter www.sfv-oste.de.)

Damit ist in der Samtgemeinde Börde Lamstedt innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal ein Umweltskandal publik geworden. Kürzlich erst hatte die NEZ gemeldet, dass Lamstedter Klärschlamm mit Perfluorierten Tensiden kontaminiert ist, die toxisch wirken und als krebserregend gelten. Mehr in der NEZ.


Oberndorf

Top-Design
fürs Image


Oberndorferinnen Amthor und Schubert

7. 2. 2011. Zwei in Hamburg und Oberndorf tätige Top-Designerinnen, Sibyll Amthor und Barbara Schubert, gestalten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Oberndorf eine Image-Broschüre, in der sich sowohl Einheimische als auch Gäste über touristische, kulturelle und wirtschaftliche Angebote der quicklebendigen Gemeinde an der Oste informieren können.

Wer in der ca. 28 Seiten starken, einmal jährlich erscheinenden  Broschüre vertreten sein möchte, kann sich noch bis zu diesem Mittwoch, 9. Februar, bei Bürgermeister Detlef Horeis (Tel. 04772-861060) melden. Horeis (Foto) ist stolz, für die Gestaltung des Imageheftes zwei erfahrene ortsansässige Kreative gewonnen zu haben, die in ihrem Atelier im 2. Pfarrgang nicht nur, beispielsweise, ein sympathisches neue Corporate Design für die Molkerei Hasenfleet entwickelt haben, sondern darüber hinaus Werbemittel für eine Vielzahl renommierter Firmen und Institutionen in ganz Norddeutschland. Die Liste der Referenzen auf der Website der Oberndorfer Firma "einfach schön Design Entwicklungen" ist eindrucksvoll.


Website der Oberndorfer Designerinnen

In Oberndorf sind die beiden Designerinnen - die übrigens auch der AG Osteland angehören - seit Jahren bekannt, weil sie, gemeinsam mit Claudia Möller-Lemke, die Initiative Lichtspiele Oberndorf gegründet haben (nächste Vorstellung übrigens an diesem Mittwoch - mehr).


Schwebefähren

Facelifting
mit Liften


Ideenskizze aus Middlesbrough (Fotos: BBC)

7. 2. 2011. Zwei Jahre nach dem Hundertjährigen der ältesten deutschen Schwebefähre an der Oste steht jetzt - wie mehrfach bereichtet - im nordostenglischen Middlesbrough ein entsprechendes Jubiläum an. Zu den Feierlichkeiten soll der dortigen "transporter bridge" ein optisches "lifting" verpasst werden - unter anderem mit Hilfe gläserner Lifts. Das sehen Pläne vor, über die jetzt die BBC auf ihrer Website berichtete.


Rentnermodell der Jubiläumsfähre

Wie populär die 100-jährige Schwebefähre in Middlesbrough und Umgebung ist, zeigt ein weiterer BBC-Bericht über einen 63-Jährigen, der im Vorfeld des Jubiläums in dreimonatiger Arbeit ein Fährmodell gebaut hat, das in seinem Hinterhof besichtigt werden kann.

Mehr aus der Welt der Schwebefähren auf unserer Schwesterseite www.schwebefaehre.org.


Osten

Bürgernähe
bewahren


Eisbeinessen-Gastgeber Klüser

5. 2. 2011. Der von der Hemmoorer Verwaltung angestrebte Anschluss Ostens war wichtigstes Thema beim traditionellen Eisbeinessen der Sozialdemokraten am Sonnabend im Ostener Hotel "Fährkrug". SPD-Ortsvorsitzender Lothar Klüser sprach sich gegen eine "Fusion durchs Hinterzimmer", für eine breite öffentliche Debatte und die Bewahrung der Bürgernähe aus. - Bericht unter OSTEN.


Schifffahrt

Testkapitäne
auf NDR Info


Sonntag auf Sendung: Jörn Freyenhagen

18. 2. 2011. "Der erste Mann an Bord - Unterwegs mit einem Testkapitän in der Deutschen Bucht" heißt eine Reportage des Oste-Kulturpreisträgers Jörn Freyenhagen (mehr) aus Deinste, die am Sonntag, 20. Februar, von 6.30 bis 7 Uhr in der Sendereihe "Lokaltermin" auf NDR Info ausgestrahlt wird. Dazu schreibt der Autor: "Früher hatte jede Werft eigene Kapitäne und Schiffsingenieure, die ihre Neubauten zur Probe fuhren.

Heute greifen die Betriebe immer häufiger auf die Dienste eines Experten zurück: In Deutschland gibt es nur eine Handvoll hochspezialisierter Testkapitäne, die weltweit neue Schiffe vor ihrer Ablieferung auf Herz und Nieren prüfen. Sie  genießen wegen ihrer großen Erfahrung  hohes Ansehen bei den Werften. Ich hatte Gelegenheit, einen Testkapitän auf der zweitägigen Probefahrt für ein neues Schiff in der Nordsee zu begleiten."


Hemmoor

Skelett im
Kreidesee

Foto: Youtube
Unter Wasser: Flugzeugwrack mit Skelett

5. 1. 2011. Videos, die Taucher auf die Internet-Plattform Youtube hochgeladen haben, zeigen, was alles an Attraktionen im  Hemmoorer Kreidesee deponiert worden ist, in dem jedes Jahr Sportler tödlich verunglücken: Altautos, Flugzeugwracks - und auch ein Plastikskelett. Mehr unter HEMMOOR.


Osten

Begeistert
beigetreten


Vize-Bürgermeisterin Silke Mahler

5. 1. 2011. Zu den erfreulichsten Entwicklungen der letzten Jahre im Schwebefährendorf Osten zählt die Rettung und Restaurierung der 101 Jahre alten Kornmühle in der Fährstraße durch einen 2008 gegründeten Verein um Dr. med. Manfred Toborg. Ostens Vize-Bürgermeisterin Silke Mahler (Osten-Isensee), die am Freitag in der Hauptversammlung des Vereins die Grüße der Gemeinde überbrachte, war von der "tollen Initiative" so begeistert, dass sie dem Verein spontan beitrat. - Ausführlicher Bericht unter OSTEN.


Natur

Bund bremst
Vermaisung

4. 2. 2011. Endlich greift die Politik die Kritik auf, die Milchbauern sowie Naturschützer wie etwa der  Bremervörder Nabu-Vorsitzende Uwe Baumert und Jäger wie dem Hemmoorer Gerhard Klotz (Foto) - beide Mitglieder der AG Osteland - an der der zunehmenden "Vermaisung" und Monotonisierung der Natur üben (wir berichteten): Jetzt soll die bisherige Übersubventionierung der Maisvergasung abgebaut werden, wie gestern die Fachzeitschrift Land und Forst meldete; Wortlaut hier.

Jäger-Kreisvorsitzender Klotz wird zum Thema Mais und Wild im Rahmen eines Farbbildvortrages sprechen, den er in der Jahreshauptversammlung der AG Osteland an diesem Freitag, 11. Februar, 20 Uhr, im Gasthaus Butt in Wingst-Zollbaum hält.


Behörden

Frevel
vom Amt


Verschrottet: historisches Oste-Feuer

4. 2. 2011. Mit Empörung reagieren Freunde maritimer Seezeichen auf die unfassbare Freveltat einer Cuxhavener Behörde: Das dortige Wasser- und Schifffahrtsamt hat das historische Leuchtfeuer "Osteriff-Buhne" verschrotten lassen, das 52 Jahre lang Schiffern den Weg in die Ostemündung gewiesen hat und 1982 abgelöst und als maritimes Denkmal im Eingangsbereich des WSA aufgestellt worden war.

Jetzt wurde das historische Seezeichen verschrottet, angeblich um Platz für den Neubau des Maritimen Sicherheitszentrums zu schaffen. Das verantwortliche Amt verlautbarte gegenüber der Lokalpresse, das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven habe kein Interesse an einer Übernahme gezeigt. Andere potentielle Abnehmer - von Hafengemeinden in Kehdingen bis hin zu Mitgliedern der AG Osteland - sind wegen einer Übernahme des Oste-Feuers offenbar nicht befragt worden, ebensowenig wie die Initiatoren des künftig vereinigten Wrack- und Fischereimuseums in Cuxhaven.

"Ein Trauerspiel," kommentiert heute ein Leser der Cuxhavener Zeitung auf deren Website den Vorgang: "So geht nach und nach das schützenswerte und maritime Flair von Cuxhaven flöten." - Details über die Vergangenheit des  vernichteten Seezeichens stehen hier.


Heimatpflege

Ein Fährmann
für Oberndorf


Holst (2. v. l.) mit Ostefreunden

4. 2. 2011. Noch fehlen Feinschliff und Farbe, aber im Atelier des Nordholzer Bildhauers Dieter Holst nimmt die imposante Figur schon Gestalt an: Im April soll die Holzstatue eines Fährmanns - zünftig mit Holzschuhen und Fährknüppel - neben dem 1:2-Fährmodell aufgestellt werden, das letztes Jahr an der historischen Oberndorfer Fährdeichlücke eingeweiht worden ist.


Einweihung des Fährmodells 2010

Vom guten Fortgang der Arbeiten überzeugten sich jetzt bei einem Besuch in Nordholz der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis, die Osteland-Aktiven Albertus Lemke und Eddy Uhtenwoldt sowie Sponsor Wilmer Uhtenwoldt.

Erinnerung an den
berühmtesten Fährgast


Fährgast Hoffmann von Fallersleben

Sofort nach Beendigung der Arbeiten am Fährmann-Standbild macht sich Holzbildhauer Naujoks, dem Oberndorf bereits das viel fotografierteschwimmende Stördenkmal zu verdanken hat, an eine weitere Holzstatue. Sie soll gegenüber am Bentwischer Ufer aufgestellt werden und den wohl prominentesten aller Oberndorfer Fährgäste darstellen: den Nationaldichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben, .

Hoffmann hat der neben der Nationalhymne Aberdutzende populärer Lieder gedichtet ("Alle Vögel sind schon da", "Ein Männlein steht im Walde", "Summ, summ, summ", "Winter ade", "Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald", "Der Kuckuck und der Esel"...). Schutz vor politischer Verfolgung durch die Schergen der hannöverschen Obrigkeit fand der Freiheitsdichter in Oberndorf und anderswo in Hadeln.

Eine Dichter-Statue
zum 213. Geburtstag


Oberndorfer Rateteam im NDR-Fernsehen

Feierlich eingeweiht - natürlich mit Fallersleben-Liedern - werden die Fährmann- und Fährgast-Statuen am Sonnabend, 2. April, dem 213. Geburtstag des 1798 geborenen Dichters, in Anwesenheit eines Hoffmann-Nachkommen aus Fallersleben. Ebenfalls dabei: drei Fussballer aus dem heutigen Wolfsburger Stadtteil Fallersleben, die letztes Jahr ein Zehntel ihrer 20.000-Euro-Siegprämie aus einem NDR-Quiz für das Oberndorfer Fallersleben-Denkmal gespendet haben - alles in allem eine wunderbare Fügung von glücklichen Zufällen und günstigen Umständen.

Fußballer teilen
ihre Siegprämie


Wolfsburger Sponsoren-Trio (r.) beim Quiz

Die Kicker waren im TV-Quiz gegen den Oberndorfer Kaufmann Albertus Lemke und die Zwillinge Kati und Rike van der Weerd angetreten und hatten nur knapp gewonnen - was Anlass für ihre großzügige Spende war.

In Oberndorf erinnern bislang eine Fallersleben-Straße und die Fallersleben-Eiche an den Aufenthalt des berühmten Dichters, dessen Oste-Überquerung der Hamburger Schriftsteller Peter Schütt 2009 eine Erzählung gewidmet hat.


Fährmann-Denkmal in Wischhafen

Weitere Fährmann-Denkmäler entlang der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel  stehen an der Elbfähre in Wischhafen (von dem verstorbenen Hemmoorer Künstler Frijo Müller-Belecke) und an der Oste-Prahmfähre neben Plates Gasthaus in Gräpel (von Holzbildhauer Nick Blume aus Neuland).


Fährmann-Denkmal in Gräpel

Mehr auf unserer SONDERSEITE "Hoffmann in Hadeln".


Presse

Ostemagazin
heute neu


Osteland-Magazin-Macherin Holthausen

4. 2. 2011. Kleines Jubiläum im Verlag der Niederelbe-Zeitung: Seit fünf Jahren erscheint dort das "Osteland-Magazin", dessen jüngste Ausgabe die Abonnenten der Niederelbe-Zeitung, der Bremervörder Zeitung und die Osteanrainer unter den Lesern des Stader Tageblatts heute in ihrem Briefkasten finden. Unter der Verantwortung von NEZ-Redaktionsleiter Ulrich Rohde wird das beliebte Gratisblatt seit 2006 von Ursula Holthausen zusammengestellt, die voriges Jahr mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet wurde (Foto oben).


Titelbild der neuen Ausgabe

Auf 32 farbigen Seiten berichtet die in Zusammenarbeit mit der AG Osteland konzipierte neue Ausgabe, für die auf Seiten des Verlages die Osteland-Mitglieder Ralf Drossner und Alfred Skarneck verantwortlich zeichnen, unter anderem über die Osteland-Projekte Blaues Netz und Krimiland, die neue Historische Deichroute am Dobrock und die Museumsziegelei in Bremervörde-Bevern, die vielfältigen Aktivitäten rund um die Fähre in Brobergen und um die Kulturmühle in Osten, die Neuhäuser Fleckenmalerin Anja Seelke und den Wingster Kochkünstler Claus Peter, die Bremervörder Hotelchefin Sylke König-Sander und die Hechthausener Künstlerin Monika Fels-Borgwardt sowie neue Bücher der Ostepreisträger Gisela Tiedemann und Wolf-Dietmar Stock.


Kehdingen

Zydek frischt
das Logo auf


Stader Tourismus-Strategin Zydek

3. 2. 2011. Ein neues Logo (Foto) hat jetzt die Touristikerin Bianka Zydek (früher Stadt Bremervörde, jetzt Tourismusverband Stade) vorgestellt. Mit dem Slogan "Altes Land am Elbstrom" sollen zugleich auch Kehdingen und die Stader Geest vermarktet werden. Bewerben will die AG-Osteland-Mitsteiterin neben dem "Obstgarten des Alten Landes", dem Hauptzugpferd der Region, mit "unterschiedlich akzentuierten Werbemitteln" auch die "vielen tollen Sachen" in der Region - darunter, wie sie aufzählt, "Kultur und Kulinarisches, Naturerleben unter anderem mit Moorkieker, Tidenkieker und Vogelkieker, die Milchstraße und die Deutsche Krimistraße".


Deutsche Fährstraße

Kultur am
Wasser


Logo des Industriekultur-Projekts

Metropolregion-Seite mit Fährstraße (rot)

4. 2. 2011. Das Osteland, die Niederelbe und die Deutsche Fährstraße sind einbezogen in das größte denkmalschützerische Projekt des neuen Jahres: die "Tage der Industriekultur am Wasser", die vom 19. bis 21. August erstmals in der Metropolregion Hamburg veranstaltet werden.


Küstenschifffahrtsmuseum Wischhafen

Wie der bereits freigeschalteten Website zu entnehmen ist, empfehlen die Veranstalter unter anderem die Nutzung der von der AG Osteland konzipierten "Fährienstraße", an der eine Reihe von Zeugnissen maritimer Industriekultur besucht werden können, so das Detlefsen-Museum in Glückstadt, der Zollkreuzer "Rigmor von Glückstadt",das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum in Wischhafen, das Küstenmotorschiff "Iris-Jörg", die Schwebefähre Osten - Hemmoor und die Prahmfähre Brobergen.

Alle diese Ziele werden auf gesonderten Seiten in Wort und Bild vorgestellt.


Drochtersen

Trauer um
Rita Beer


Drochterser Sozialdemokratin Beer

3. 1. 2011. Drochtersen trauert um eine sozial und politisch engagierte Mitbürgerin, die im Alter von 54 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Rita Beer war nicht nur als Frauensprecherin und Kreisvorstandsmitglied im Sozialverbandaktiv, sondern gehörte von 2006 bis zu ihrem Tod auch dem Rat der Gemeinde Drochtersen an. Als Drochterser SPD-Vorsitzende und Mitglied des Unterbezirksvorstandes setzte sie sich vor allem für die Verbesserung der Jugend- und Seniorenpolitik im Landkreis ein.

In einem Nachruf der Gemeinde Drochtersen wird ihre stets "ruhige und hilfsbereite Art" hervorgehoben. Über die Kreisgrenze hinweg arbeitete sie eng mit den Sozialdemokraten von der Oste zusammen, mit denen sie gemeinsam die beliebten SPD-Hafenfesten an der Elbe feierte.


Landschaft

Vermaisung
lexikonreif


NABU-Chef Baumert mit Mais-Schlagzeile

2. 2. 2011. Amüsiert reagierte dieser Tage der niedersächsische Vizevorsitzende des Naturschutzbundes (NABU), Uwe Baumert, auf eine ihm gewidmete Jux-Ausgabe der "Bild" mit der Schlagzeile "Deutschland gratuliert - NABU stoppt Vermaisung." Ernster Hintergrund: Frühzeitig und intensiv kaum ein anderer Naturschützer hatte Oberst a. D. Baumert vor der ökologisch wie ästhetisch fatalen Monotonisierung der Landschaft durch hochsubventionierten Energiemaisanbau gewarnt (siehe auch Reportagen auf  Radio Bremen und im SPIEGEL). Mittlerweile hat Niedersachsens Umweltminister Heinrich Sander (FDP), wie berichtet, angekündigt, die Notbremse zu ziehen, um die Natur- und Landschaftszerstörung durch fehlgeleitete Subventionen zu stoppen - ein schöner Erfolg für Baumert und seinen 65.000 Mitglieder starken Landesverband.


Wikipedia mit neuem Stichwort

Grund zur Freude lieferte dem Naturschützer, dessen Verband soeben der AG Osteland beigetreten ist, auch das internationale Online-Lexikon Wikipedia, das - nach einigem Hin und Her - jetzt auch das von Baumert geprägte Stichwort "Vermaisung" enthält - mit einer Weiterleitung zum Kapitel "Energiemais".

Unmut bei Jägern
und Milcherzeugern

Kritik an der Vermaisung übte jetzt auch der landwirtschaftliche Berufs- und Beratungsring Lamstedt, der über erhöhte Pachtkosten infolge der Flächenkonkurrenz zwischen Milchviehhöfen und Biogasbetrieben Klage führt (siehe heutige NEZ online).

Wie berichtet, hat sich unlängst auch der Vorsitzende der Hadler Kreisjägerschaft, Gerhard Klotz (Hemmoor), zum Thema Mais geäußert - Wortlaut hier. Klotz wird dazu auch im Rahmen eines Farbbildvortrages in der Hauptversammlung der AG Osteland am 11. Februar, 20 Uhr, im Gasthaus Butt in Wingst-Zollbaum sprechen.


Oste

Schlick als
Bedrohung


Verschlickter Alter Hafen in Neuhaus

2. 2. 2011. Um das Thema Wassersport, einen wichtigen Tourismus-Faktor in Ostehäfen wie Neuhaus, Geversdorf und Oberndorf, geht es in der nächsten Sitzung des Osteland-Arbeitskreises"Blaues Netz Oste". Am Freitag, 18. Februar, 19.30 Uhr, im "MarC 5" in Cadenberge wird Peter Döscher (Hannover) vom Niedersächsischen Seglerverband über "Die Zukunft der Sportschifffahrt" und ihre Gefährdung sprechen.


Wasserbauer Walter Rademacher

Speziell mit der Elbvertiefung und der Verschlickung der Häfen im Elbästuar und in den Elbnebenflüssen wird sich auch auch der Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus) befassen, Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung. Außerdem berichten Uwe Mählmann und Henning Kuhne (Oberndorf) in Wort und Bild über "20 Jahre Regatten auf der Oste". Jens Nickel (Stade) spricht zum Thema "Vermessung von Kielschiffen". Mitveranstalter des Abends ist, wie Bernd Jürgens (Foto) vom "Blauen Netz" mitteilt, neben dem Seglerverband Niedersachsen auch die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor.

An der jüngsten Veranstaltung des Blauen Netzes, einem an zwei Abenden präsentierten Farbbild-Vortrag der Oberndorfer Transatlantik-Segler Bert und Marlene Fisch, hatten, wie berichtet, insgesamt rund 200 Besucher teilgenommen.


Medien

Oste in
Zeitlupe


Neu: Februar-Ausgabe des Gratisblattes

2. 2. 2011. Im neuen Oste-Kultur-Verlag der Broberger Fähr- und Ostefreundin Corinna Kolf ist soeben die neueste Ausgabe des Gratis-Monatsmagazins "Zeitlupe" erschienen. Auch diese Ausgabe des Monatsblattes, das in ausgewählten Geschäften im Elbe-Weser-Dreieck und in Hamburg ausliegt, widmet sich wieder diversen Oste-Themen, von der Jahresbilanz der AG Ostelandüber die Oberndorfer Transatlantik-Skipper Marlene und Bert Frisch bis hin zu Zoodirektor Dr. Rüdiger Wandrey und den Wölfen in der Wingst. Auch der Oberndorfer Ratsherr und Hobby-Autor  Dieter Mehnert (Foto) ist wieder mit einer plattdeutschen Geschichte vertreten.


Wassersport

Skipperleben
im Winter


Lohnendes Ziel: Elm an der Oste

2. 2. 2011. Hauke Storm (Mulsum), Vorsitzender des Bootsclubs Elm/Oste Website), ist ebenso wie sein Stellvertreter Hermann Wiebke (Bevern) und Kassenführer Reinhard Meyer in seinem Amt bestätigt worden. Um den Kontakt zum Osteland-Projekt Blaues Netz Oste zu festigen, ist Meyer der AG Osteland beigetreten.

In die AG Osteland aufgenommen wurde jetzt auch Niels Dehde, Vorsitzender des Wassersportclubs Osten (Website), der jetzt sein Jahresprogramm vorgelegt hat. Der Skipperball des WSCO findet am Sonnabend, 5. März, 20 Uhr, in der Ostener Festhalle statt, die Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 16. März, 20 Uhr, im WSCO-Clubhaus. Mehr...

Die Segler-Gemeinschaft Oberndorf (Website) lädt zu ihrer Jahreshauptversammlung am 19. Februar, 16 Uhr, im  Dorfgemeinschaftshaus Oberndorf, Hauptstraße 28. Um 18 Uhr folgt ein gemeinsames Essen.


AG Osteland

65.000 neue
Mitstreiter


Osteland- und NABU-Vertreter in Bremervörde

31. 1. 2011. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. hat ihren bislang kopfstärksten Mitgliedsverband aufgenommen: Der 65.000 Mitglieder zählende Landesverband Niedersachsen des Naturschutzbundes (NABU) ist am Montag in Bremervörde der gemeinnützigen "Lobby für die Oste" beigetreten.

Der Vize-Landesvorsitzende des NABU, Oberst a. D. Uwe Baumert (2. v. r.) aus Deinstedt, Samtgemeinde Selsingen, und Kreisvorstandsmitglied Hans-Hermann Tiedemann (r.) aus Bremervörde-Elm sowie die Osteland-Vorstandsmitglieder Jochen und Renate Bölsche (l.) aus Osten betonten bei einem Pressegespräch im Bremervörder "Oste-Hotel", genau an der Grenze zwischen Oberer und Unterer Oste, dass die satzungsmäßigen Ziele beider Organisationen - insbesondere die Erhaltung des Natur- und Kulturerbes - praktisch übereinstimmten.

Zwei Brüder
im Geiste

Baumert, der zugleich Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes Bremervörde / Zeven ist, sprach von "Brüdern im Geiste". Osteland-Vize Bölsche betonte, die beiden Verbände hätten sich im gemeinsamen Einsatz für die Oste-Region "gesucht und gefunden".

Der niedersächsische NABU-Vorstand habe, so Baumert, einstimmig für einen Eintritt votiert, um auf diese Weise ein "Signal" zugunsten der "sehr aktiven" AG Osteland zu setzen. Dem NABU gehören in der Osteregion insgesamt rund 4000 Mitglieder an, davon im Kreis Cuxhaven 711, im Kreis Stade 543 und im Kreis Rotenburg 2.701.

In der 2004 gegründeten AG Osteland, die am Freitag, 11. Februar, in Wingst ihre diesjährige Hauptversammlung mit Neuwahlen abhält, arbeiten 420 Mitglieder mit, darunter alle Städte und Samtgemeinden am Fluss.

Mehr zum Thema NABU und Oste: SPIEGEL-Reportage über die Moorschutzaktivitäten von Uwe Baumert und seinen Mitstreitern.


Fernsehen

Heim ohne
'Leuchte'


Sieg ganz knapp verfehlt: Horst Ahlf (r.)

30. 1. 2011. Von der jüngsten NDR-Quizshow mit Carlo von Tiedemann ist der niedersächsische Kandidat Horst Ahlf ohne die begehrte "Leuchte des Nordens" an die Oste heimgekehrt. Dem Ostener Hotelier gelang zwar der Aufstieg in die Endrunde, er unterlag aber in letzter Sekunde ("Wie viele Friesendörfer gibt es auf Föhr?") dem Hamburger Kandidaten.

Leicht zu beantworten gewesen waren für den Ostener Gastronomen Fragen etwa nach der Bettensteuer in Niedersachsen sowie - Zufall? - zur Ostener Schwebefähre: "Womit genau werden die Fahrgäste von einem Ufer zum anderen transportiert? A. Bob, B. Gleiter, C. Gondel, D. Hebebühne."


Osten auf N3: Werbung für den Fluss

Ahlf, der zu Beginn der Sendung das Publikum mit der Gastronomen-Version des Niedersachsenliedes ("Trinkfest und erdverwachsen...") amüsiert hatte, nutzte die gute Gelegenheit, für das nationale Baudenkmal über der Oste zu werben und das NDR-Publikum darauf hinzuweisen, dass er selber vor 35 Jahren einen Verein zur Rettung der Fähre gegründet habe - "und das ist mir gelungen".

Kurz vor Schluss ging Ahlf beim Punkteeinsatz noch einmal voll ins Risiko:"Sieg oder Tod." Der Sieg blieb dem Mutigen dann leider verwehrt - wenn auch nur äußerst knapp.


Bremervörde

AG Osteland
im Rennen


Ausschreibung des Nordwest-Awards

31. 1. 2010. Die Stadt Bremervörde hat die 420 Mitglieder starke gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. für den Nordwest-Award vorgeschlagen. "Wir könnten uns sehr gut vorstellen, dass die AG Osteland hier als 'Botschafter der Oste' mit ins Rennen geht, da Sie schon viele tolle Projekte umgesetzt und für die Oste-Region einiges bewegt haben," liess der Bremervörder Bürgermeister Eduard Gummich (CDU, Foto)  jetzt dem Osteland-Vorstand Jochen Bölsche (Osten) mitteilen.

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis wird von der Bremer Landesbank für "kreative und innovative Projekte in der Region" ausgeschrieben, erläutert der Bremervörder Rathaus-Touristiker Benjamin Bünning den Vorschlag der Ostestadt.

Die Bewerbung von der Oste liegt mittlerweile der prominent besetzten Jury vor, der Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) vorstehen.



Protest auf dem Deich bei Stade

30. 1. 2011. Mit rund 7.000 Fackeln haben Umweltschützer am Sonnabend in acht Bundesländern und 45 Städten entlang der Elbe, Saale, Schwarzen Elster und Donau gegen geplante Flussbauprojekte protestiert. Die Lichter wurden unter anderem in Cuxhaven, Balje, Hamburg, Grünendeich und Hitzacker entzündet, um gegen Vorhaben wie den "Luxusausbau" der Elbe zu demonstrieren. Bündnis-Sprecher und Oste-Preisträger Walter Rademacher (Foto) aus Neuhaus sprach bei klirrender Kälte von einem Erfolg der Aktion.


Fackeln am Lüheanleger bei Stade

Die Menschen protestierten damit an der Unterelbe bereits zum vierten Mal mit Fackeln gegen die geplante neunte Elbvertiefung und zum dritten Mal quer durch Deutschland gegen die Zerstörung der Flüsse durch diverse Neu- und Ausbauvorhaben mit geringem Nutzen auf Kosten des Steuerzahlers. Schwerpunkt an der Tideelbe war der Lüheanleger, an dem sich allein etwa 1000 Teilnehmer einfanden und zu den mitreissenden Klängen einer Sambagruppe aus Buxtehude auf dem Deich eine eindrucksvolle Kette bis zum Horizont bildeten.


Rund 1000 Teilnehmer am Lüheanleger

Besonders die ungelösten Probleme durch die Verschiebung der Brackwasserzone und die höheren Sturmflutwasserstände bereiteten den Menschen hier große Sorge.Seit der letzten Elbvertiefung fließt das Salzwasser deutlich weiter stromauf und dringt auch ins Grundwasser ein. Die Fluten laufen schneller und höher auf und stehen länger an den Deichen.

"Hoch riskanter
Luxusausbau"

"Hamburg fordert einen teuren und hoch riskanten Luxusausbau der Unterelbe. Während schon die weltgrößten Schiffe mit hohen Tiefgangs- und Ladungsreserven den Hafen regelmäßig anlaufen, wird die mit bis zu 2,42 Metern größte Vertiefung aller Zeiten der EU-Kommission als 'alternativlos' und 'zwingender öffentlicher Bedarf' dargestellt", bringt Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung und Mitglied der AG Osteland, den aktuellen Stand an der Unterelbe auf den Punkt, "denn selbst die Hamburger Wirtschaftsbehörde stellt die Erhebungen des Regionalen Bündnis über hohe Tiefgangs- und Ladungsreserven nicht in Abrede."


Gute Stimmung bei klirrender Kälte

"Der vierte Fackelprotest an der Tideelbe wird sicher nicht der letzte sein", versichert Rademacher, "solange in Hamburg keine Kompromissbereitschaft erkennbar ist und endlich bedarfsgerecht geplant wird. Schon ein oder zwei Begegnungsboxen würden Deichsicherheit und Umwelt schonen und den Verkehr der neuen breiteren Schiffe erheblich erleichtern."


Vierter Fackelprotest an der Elbe

"Für die Menschen ist das Leben am und mit dem Fluss eine Selbstverständlichkeit. Der heutige Zuspruch macht einmal mehr deutlich, dass sich die Menschen ihre Flüsse und ihre Heimat nicht nehmen lassen werden", erklärte Prof. Hubert Weiger, der Vorsitzende des  Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Gegen eine weitere Elbvertiefung haben sich auf die Sportfischer von der Oste ausgesprochen (mehr).

Lesen Sie bitte auch weiter unten in dieser Spalte: "Vertiefung überflüssig."


Sittensen

Oste wird
barrierefrei


Wanderfisch-Hindernis Mühlenwehr

30. 1. 2011. Damit Wanderfische wie Stör, Lachs und Meerforelle künftig das Mühlenwehr in der Oste passieren können, will Sittensen eine "Sohlgleite" bauen. Von den erforderlichen 300.000 Euro werden 90 Prozent durch Zuschüsse finanziert. Ausführlicher Bericht in der Rotenburger Rundschau, mehr unter www.oste-stoer.de.


Brobergen

Schürfen im
Ostebogen


Historisches Oste-Areal bei Brobergen

30. 1. 2011. Bevor der Ostedeich bei Brobergen verlegt und verkürzt wird, will die Stader Kreisarchäologie an der einstigen Uferwallsiedlung ("Müggenburg"), die zur Flutung vorgesehen ist, noch Schürfgrabungen vornehmen, um etwaige historische Relikte zu sichern. Die Grabung soll am Mittwoch beginnen, wie Corinna Kolf vom Fährverein Brobergen mitteilt.

Der Verein sowie die AG Osteland und viele Mitstreiter hatten erreicht, dass der Ostedeichverband 2007 auf seine ursprügliche Absicht verzichtet hatte, auch die Broberger Fähre und die Burganlage aus dem 13./14. Jahrhundert durch Ausdeichung zu fluten (siehe unsere Archivseite BROBERGEN).


Schwebefähren

Welterbe
in Arbeit


Referentin Greiner, Vorsitzender Ahlf

29. 1. 2011. Gut voran kommen die Arbeiten an einem internationalen Sammelantrag mit dem Ziel, nach dem Vorbild der Schwebefähre in Bilbao auch den übrigen sieben Schwebefähren in Großbritannien, Deutschland, Argentinien und Frankreich den begehrten Titel Unesco-Weltkulturerbe zu verleihen. Das berichtete in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor am Freitag im Ostener Fährkrug die Cuxhavener Ingenieurin Birgit Greiner, Denkmalschützerin beim Landkreis Cuxhaven, dem das nationale Baudenkmal gehört.

Der Welterbetitel wäre "die Krone meines Schaffens", bemerkte der Vorsitzende Horst Ahlf, der dem Verein seit 35 Jahren vorsteht und der in der Versammlung seinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit ankündigte: "Im nächsten Jahr ist Wachablösung."

Ausführliche Berichte unter OSTEN und unter www.schwebefaehre.org.


Gemeindetod

Wofür man
nicht kämpft

29. 1. 2011. Zu einem Aufruf an die Ostenerinnen und Ostener nutzte die Vorsitzende des Heimatvereins, Erika Borchers, ihr Grußwort in der Jahresversammlung des Fährvereins (siehe oben). Angesichts der Hemmoorer Fusionsbestrebungen seien die Ostener "jetzt gefordert", sich für ihre Eigenständigkeit einzusetzen, sagte die Rechtsanwältin und Notarin. Die langjährige Fährvereinsschriftführerin zitierte in diesem Zusammenhang den Publizisten Sebastian Haffner: "Wofür man nicht zu kämpfen bereit ist, das verliert man."


Blaues Netz

Full House in
Niederstrich


Zum zweitenmal rappelvoll: Segler-Vortrag

29. 1. 2011. Voll besetzt war erneut der schöne Saal des historischen Gasthauses "Zur Sietwende" von Uschi Henning in Oberndorf-Niederstrich, als dort die Transatlantik-Segler Bert und Marlene Frisch am Freitag zum zweitenmal faszinierende Bilder von ihrem Ozean-Törn mit dem Kutter "Heimkehr" zeigten.


"Heimkehr" auf Großer Fahrt

Auf Einladung der AG Osteland - Arbeitskreis Blaues Netz Oste - erlebten erneut rund 100 Wassersportfreunde, teils angereist aus Bremen und Hamburg, jenen Mix aus Heim- und Fernweh, der schon drei Wochen zuvor das Publikum hoch erfreut und tief berührt hatte. Abermals liess die "Heimkehr"-Crew mit der etwas ungewöhnlichen Rollenverteilung (sie Maschine, er Kombüse) die Zuhörer nicht nur ins Schiff, sondern auch in ihre Gefühlswelt blicken.


Am Beamer: Bert und Marlene Frisch

Eine von Eddy Uhtenwoldt (Oberndorf) vom Blauen Netz gestartete Spendensammlung zugunsten einer Neuauflage des erfolgreichen Osteland-Hafenführers ("Die - Oste, der Fluss, der alles hat") ergab 318,10 Euro.

Im Logbuch ihrer Website www.heimkehr-hamburg.de berichten die Eheleute Frisch heute über ihre Zukunftspläne: "Erstmal müssen wir die 'Heimkehr' über den Atlantik zurück nach Oberndorf segeln. Im Laufe des September wollen wir dann wieder in der Oste sein. Da liegt noch ein weiter, schwieriger Weg vor uns." - Unter @heimkehr7 senden die Frischs seit gestern auch über Twitter.



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