Archiv

April 2004
 


 Brauchtum

Der Hexer kam
zum Osterfeuer

Ein knappes Dutzend Gäste aus Großenwörden verliehen dem Osterfeuer 2004 in Osten eine besondere Note: Bernd Reimers, als Hexer verkleidet, feierte seinen Junggesellenabschied. Im Osterfeuer-Zelt des Schützenvereins stieg er auf eine Sitzbank und deklamierte unter dem Beifall der Anwesenden: "Ich bin ein großer Hexenmann, der Sommer fängt jetzt mächtig an... Man nennt mich Berni Blocksberg mit der großen Nase, und morgen kommt der Osterhase."
Bürgermeister Carsten Hubert zeigte sich hoch erfreut, dass der Nordwind den Anwohnern jede Belästigung durch das Osterfeuer ersparte. - Bilder vom Osterfeuer in Osten auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr, Fotos vom Osterfeuer in unserer Nachbargemeinde Großenwörden auf unserer Schwesterseite grossenwoerden.de.


Fremdenverkehr

Ein Satellit lockt
Touristen zu uns

Kaum zu glauben: Satelliten von diesem Typ locken Touristen an die Oste und speziell nach Osten. 

Die Satelliten versorgen das Global Positioning System (GPS) mit Funksignalen. Mit Hilfe eines GPS-Empfängers im Auto oder eines entsprechenden Mobilgeräts kann jedermann jederzeit weltweit seinen Standort bestimmen. Um die GPS-Technik hat sich in aller Stille ein neuer Sport entwickelt: Geocaching, ein Mittelding zwischen Rallye, Orientierungslauf und Schatzsuche.

Qvrfre Nqyre orjnpug qra Fpungm

Das funktioniert so: Jemand versteckt - zum Beispiel, wie geschehen, in Osten - eine Tupperdose mit einem "Schatz", veröffentlicht die Koordinaten des Startpunktes für die Schatzsuche (N 53*41.681' E 009*11.013) im Internet, und von überall her reisen Geocaching-Fans an, um im Suchgebiet verzwickte Rätsel zu lösen, chiffrierte Botschaften ("Qvrfre Nqyre orjnpug qra Fpungm") zu entschlüsseln und das Ziel, den mit Krimskrams gefüllten "Cache", zu finden.

Aus diesem Grund huschen etwa seit Ostern immer mal wieder Touristengruppen - darunter ganze Familien mit Kindern - mit GPS-Handy (Foto) über den Ostedeich. Die meisten hätten ohne das GPS-Spiel kaum je den Weg an die Oste gefunden. 

Alle bisherigen Teilnehmer an der Schatzsuche unter der so genannten Zauberbrücke im Zweistromland (Schwebefähre!) äußern sich begeistert über das Dorf  hinterm Deich. 

Im Web-Gästebuch heisst es über Osten: "Ein wunderschöner Ort in einer wunderschönen Gegend", "schön ruhig hier", "sehr schöner Cache", "hätte hier nie so ein Bauwerk vermutet, dolle Konstruktion".

Über Geocaching allgemein informiert diese Website, eine Karte mit allen deutschen Caches steht hier.


Wassersport

Jetzt kann die
Saison beginnen

9. 4. 2004. Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass die Wassersportsaison unmittelbar bevorsteht: Die Ostener lassen ihre Bootsanleger zu Wasser - seien es Privatleute wie an der Deichstraße (Foto), seien es die Vereinsmitglieder des WSCO, die dieser Tage besonders fleißig waren: Unter der Leitung ihres 1. Vorsitzenden Hans König brachten 20 Mann mit einem 100-PS-Trecker, einem Radlader und zwei Schleppbooten die 39 jeweils vier Meter langen Pontons des Anlegers I und die 13 Pontons des Anlegers II zu Wasser. Mehr in unserer Rubrik WASSERSPORT.


Europawahl

"Charmanter Ort,
imposanter Bau"


Lothar Klüser mit Schwebefähren-Poster für die SPD-Gäste

7. 4. 2004. Begeistert zeigte sich Franka Strehse (M.), die SPD-Kandidatin für die Europawahl, am 7. April bei ihrem ersten Besuch in Osten: "Ein charmanter Ort, ein imposantes Bauwerk", urteilte die 35-jährige Nachwuchspolitikerin über das Dorf und die Schwebefähre, die demnächst, vor allem mit EU-Geldern, restauriert wird. Gefallen fand bei Franka Strehse (Website hier) und bei Daniela Krause-Behrens, der neuen Kreisvorsitzenden der Sozialdemokraten, auch der neue Renner unter den Osten-Souvenirs: das prächtige Schwebefähren-Poster des hiesigen Fotokünstlers Nikolaus Ruhl. Was Franka Strehse sagte, steht  unter spd-osten.oste.de.


Fremdenverkehr

Tourismus: Es
geht bergauf

Foto: Bölsche
Frühling im Osteland

8. 4. 2004. Mit dem Tourismus im Cuxland geht es bergauf. Den größten Zuwachs meldet die Samtgemeinde Hemmoor (+ 15,4 %), gefolgt von der SG Am Dobrock (+ 4,3 %) und vom Nordseeheilbad Cuxhaven (+ 3,3 %). Der überdurchschnittliche Zuwachs in der SG Hemmoor ist auf die komplette Überarbeitung des Zweitwohnungsbereiches zurückzuführen, wie der Landkreis auf seiner Website mitteilt. Weitere Zuwächse sind dort bei den Übernachtungen in Privatzimmern zu verzeichnen.Mehr unter landkreis-cuxhaven.de.




Feste

Was Ostern mit 
Osten zu tun hat...


... und was nicht

Zuerst brachte ein Liederblatt, das in der Ostener St.-Petri-Kirche auslag, den Neubürger auf die Idee, dass beides etwas miteinander zu tun haben könnte: Osten, der Name des neuen Heimatorts, und Ostern, das älteste und höchste Fest der Christenheit. Weiterlesen hier...


Leichtathletik

Trainieren fürs
Sportabzeichen

Vom 12. Mai an kann beim TSV Osten wieder das Sportabzeichen erworben werden, und zwar immer mittwochs ab 19 Uhr am Sportplatz Osten. Der TSV rät auf seiner neuen Website: "Bis zum 12. Mai ist noch ein wenig Zeit, sich für das Sportabzeichen fit zu machen. Der Frühling hat begonnen und der 'Winterspeck' könnte auch mal weg. Da kommen unsere Sportangebote doch gerade recht, wie wäre es z.B. mit Fitness, Aerobic oder für die Damen mit Korbball?"


Antik

Zehn Jahre
"Segelfähre"

7. 4. 2004. Der kleine Ostener Antik-Laden "Segelfähre" von Joachim und Anneliese Schwenkkros (Foto) existiert jetzt seit 10 Jahren. Gefeiert werden soll das Jubiläum im Mai im neu errichteten Anbau. Zur Zeit im Angebot: Farbkopien von alten Ostener Ansichtskarten (Stück 1 Euro), darunter auch die Aufnahme unten vom wunderschönen einstigen Café Central (Oelrich-Haus) an der Kirche.
Wer das vernachlässigte, ungenutzte Gebäude mit seinem blätternden Anstrich heute betrachtet, den befällt tiefe Trauer darüber, wie manche Zeitgenossen mit den prächtigsten Exemplaren unseres architektonischen Erbes umgehen. Die alten Ostener Ansichtkarten sind besser erhalten...


Schützen

Wilfried Röndigs
neuer Präsident

7. 4. 2004.6Normalerweise trägt Schützen-Hauptmann Wilfried Röndigs (r. neben Präsident Herbert Guthahn) im Kreis der Ostener Schützenbrüder den Hut mit der längsten Feder - Schützenfest-Montag 2003 allerdings, als dieses Bild entstand, hatten die Schützendamen ihm und seinen Kameraden eine ganz andere Kopfbedeckung verpaßt. Neuerdings ist der Ostener mit der XXL-Feder  ranghöchster Schütze der Samtgemeinde. Hauptmann Röndigs, im Verein nicht zuletzt als bienenfleißiges Organisationstalent geschätzt, wurde an die Spitze des Präsidiums der Samtgemeinde-Schützenvereine gewählt. Auch osten-oste.de gratuliert.


Kunst

Maler Flecks
jetzt im Internet

6. 4. 2004. Der Ostener Maler W. M. Flecks hat sich einen alten Wunsch erfüllt: Seit kurzem ist er unter atelier-flex.com mit einer eigenen Website im Internet vertreten (siehe Ausschnitt oben).
Mitte Mai will der Künstler in der Deichreihe 9, unweit der Schwebefähre, sein "Atelier flex ART" eröffnen. Flecks ist der dritte Ostener, dessen Werke im Internet betrachtet werden können: Dort sind seit längerem auch Hans Nordmann und Hans Hätzel vertreten. Mehr in unserer Rubrik KUNST.


CDU

Protest gegen
Wahlkreis-Unsinn


Einig mit ihrer SPD-Kollegin: Dr. Martina Krogmann

6. 4. 2004. Immer mehr Gemeindevertretungen, unanhängig von der Parteimehrheit, protestieren gegen die geplante Wahlkreis-Reform, die den gerade erst geschaffenen Elbschienen-Wahlkreis 31 (Stade/Cuxhaven) zerstückelt und den Raum Hemmoor, Drochtersen, Himmelpforten, Oldendorf, Lamstedt, Nordkehdingen, Dobrock etc. der Weserschiene von Cuxhaven bis Hagen zuschlägt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Krogmann findet den Plan "absolut unakzeptabel", ihre SPD-Kollegin Dr. Margrit Wetzel spricht von einer "Katastrophe". Nach Großenwörden haben auch Düdenbüttel und Himmelpforten gegen die Zwangsvereinigung mit der Wesermarsch protestiert.

Der CDU-Kreisverband hat jetzt eine Protestaktion initiiert: Die Partei verteilt Postkarten, die von Bürgern an die Bundeswahlkreis-Kommission geschickt werden sollen. Zur Zeit bekommen die rund 1700 CDU-Mitglieder im Kreis Stade eine Protest-Postkarte zugeschickt. Weitere Postkarten sind in der Stader CDU-Geschäftsstelle erhältlich. Wer will, kann die Karte auch im Internet unter www.cdu-stade.de finden, ausdrucken und nach Berlin schicken.


Ein Traum in Gelb 
bei Diana Ahlff

Einen prächtigen Anblick bietet in diesen Tagen der Ahlff'sche Hof in Altendorf. Das Fachwerkhaus scheint in einem Meer von Osterglocken zu schwimmen. Diana Ahlffs erst kürzlich verstorbener Mann Dittmer Ahlff hatte die Blumen gepflanzt und durch Teilung jedes Jahr vermehrt  - und damit das Anwesen zum wohl schönsten weit und breit gemacht.


Großenwörden

Sechs tolle Frauen
verändern ein Dorf

6. 4. 2004. Ein Dorf ohne Bäcker, ohne Schlachter, ohne Gärtner, ohne Fischgeschäft, ohne Reinigung, ohne Post, ohne Café - sechs Frauen aus unserem Nachbarort Großenwörden mochten das nicht hinnnehmen. 
Sie taten sich zusammen und eröffneten jetzt einen Tante-Emma-Laden namens "Höker-Werkstatt": Räume zum Einkaufen, Klönen und Kaffeetrinken, in denen man auch Obst und Brötchen kaufen, Bücher leihen, Kleider zur Reinigung geben und auf Bestellung frischen Fisch und frisches Fleisch bekommen kann. Das Dorf ist begeistert. Mehr auf unserer Schwesterseite www.grossenwoerden.oste.de.


Feuerwehr

Viel Beifall für
die neue Website

9. 4. 2004. Eine erfreuliche Resonanz hat die neue, von Lars Thorhorst (Foto) gestaltete Website der Freiwilligen Feuerwehr Osten gefunden. Knapp zwei wochen nach Freischaltung hatten beeits 500 User die Homepage besucht. Im Gästebuch zollte auch Bürgermeister Carsten Hubert der Initiative Lob und Anerkennung: "Herzlichen Glückwunsch der -FF-Osten  zu dem gelungenen Internetauftritt. Sehr gut finde ich den Hinweis bezüglich der Gründung einer Jugendfeuerwehr in Osten! Macht so weiter! Euer Bürgermeister Carsten Hubert."


Unterricht

Ostenerin eröffnet
eine Kunstschule 

7. 4. 2004. Die Ostenerin Sigrid Beyer, bekannt als Inhaberin der "Galerie Ästhetik" an der Schwebefähre und als Vorstandsmitglied der Skio, eröffnet unter ihrem Künstlernamen Brigitta von Richmar eine Kunstschule in Neuhaus/Oste. Für monatlich 130 Euro einschließlich Material will die ausgebildete Kunsterzieherin Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wöchentlich drei Stunden Unterricht erteilen. Das neue Unternehmen heißt "brivori" - Abkürzung für Brigitta von Richmar, ein Porträt der Künstlerin steht hier. Tel. 04771-5275, E-Mail: brivori@web.de.



Bei schönstem Frühlingswetter macht diesen beiden
Ostener Jungs das Spielen auf der Straße richtig Spaß.


Familienforschung

Osten/Oste: Die 
Ahnen sind online

7. 4. 2004. Historische Adressbücher, eine wichtige Quelle für Familienforscher, sind jetzt im Internet recherchierbar. Die ersten niedersächsischen Orte, deren Adressbücher der Verein für Computergenealogie erfaßt hat, sind Altendorf-Achthöfen, Hechthausen, Hemmoor, Isensee und Osten. Wer unter www.adressbuecher.net zum Beispiel den Namen Hubert eingibt, erhält folgende Einträge aus dem Ostener Adreßbuch von 1926: Heinrich Hubert Schlachtermeister, Viehhändler, 78  Osten, Hinrich Hubert Viehhändler, 81 Osten, Karl Hubert Schlachter 84  Osten, o. A. Hubert Schlachterei, Gastwirtschaft 136 Osten, Otto Hubert Schlachter 63  Osten , Wilhelm Hubert Schlachtermeister 93  Osten. Ein tolles Instrument für Heimat- und Familienforscher! Einfach mal ausprobieren... Mehr zum Thema Familienforschung hier.


Tourismus

Weltweit Werbung
für die Fährstraße


Basbecker Blick auf die Schwebefähre

3.4.2004. In ihre aktuelle Kampagne „Deutsche Ferienstraßen“ will die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) demnächst die Deutsche Fährstraße einbeziehen, die auch durch Hemmoor, Hechthausen und Osten führt. Die jüngste deutsche Ferienstraße soll, wie Erika Melsbach von der DZT jetzt der AG Osteland mitteilte, in die offizielle Touristik-Website www.deutschland-tourismus.de eingebaut werden. In der Rubrik Reiseziel/Ferienstraßen werde, so Melsbach, das brandneue Angebot aus dem maritimen Norden dann „in zwölf Sprachen übersetzt und weltweit ins Netz gestellt“. 

Weitere Informationen enthält die 3. Ausgabe des Ferienstraßen-Newsletters "Fährplatz", die hier als PDF-Datei abgerufen werden kann.


Unternehmen

Schon als Kind ein
"begeisterter KFZler"

3. 4. 2004. Als umsichtigen Unternehmer würdigten vielen Festredner am 3. April den Altendorfer Johann Bremmenkamp, dessen Firma 75 Jahre alt wurde und der selber seit 40 Jahren im Betrieb tätig ist. Immer wieder fiel auch das Wort vom "begeisterten KFZler", der er allerdings schon viel länger ist, wie ein Foto beweist, das den kleinen Johann in einer Seifenkiste zeigt.
Bürgermeister Carsten Hubert würdigte in seinen Grußworten nicht nur die Leistung Johann Bremmenkamps und seiner Frau Jytte, sondern gab auch Erinnerungen an seine Jugendjahre preis, als er stolz gewesen sei, "einen Peugeot 406" zu fahren. Prompt berichtigte ihn der Fachmann: "...einen Peugeot 405". Wer sonst noch gratulierte und was die Gäste zur Regelung der Nachfolgefrage vorschlugen, steht in unserer Rubrik UNTERNEHMEN.


Jubiläen

Kanal-Schwebefähre Star
des Denkmalschutz-Tages


Jetzt 90 Jahre alt: unsere Schwester-Fähre am Kanal

Denkmalschutz und Wasser - das ist das Schwerpunktthema am „Tag des Offenen Denkmals“, der dieses Jahr am 12. September begangen wird. Die zentrale Veranstaltung für Schleswig-Holstein findet an der Rendsburger Schwebefähre statt, die seit genau 90 Jahren den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) überbrückt und nun zum „Star“ des Denkmalschutz-Tages 2004 wird, der unter dem Motto steht: „Wie läuft’s?". Zum Festakt zum 90-jährigen Bestehens der Schwebefähre im Rendsburger „Konventgarten“ will Bürgermeister Andreas Breitner  150 Gäste einladen.

In Osten, an der ältesten Schwebefähre Deutschlands, wird am selben Tag gemäß einem jüngst erfolgten Beschluß des Gemeinderates der 1. Ostener Fährmarkt abgehalten. Vertreter von Gemeinde, Vereinen, Kirche und Kunst sollen demnächst auf Einladung von Bürgermeister Carsten Hubert zusammentreffen und Ideen zur Gestaltung des Marktes einbringen.


Fährstraße

Monika Heise im 
Lenkungsgremium


Tourismus-Managerin Heise, AG-Osteland-Vize Bölsche

Die Vernetzung der norddeutschen Regionen Osteland und NOK-Region - beide aufgrund ihrer Küstenferne und Strukturschwäche touristisch benachteiligt - schreitet fort. Monika Heise, Geschäftsführerin der Tourist-Info Nord-Ostsee-Kanal, ist jetzt der in Osten gegründeten AG Osteland beigetreten, die sich als Lenkungsgremium für den Ausbau der Deutschen Fährstraße versteht. Web-Tipp: tourist-information.de.

Metropolregion HH: Richtiger Rahmen

Begleitende Bestrebungen im Umfeld der Sanierung der Ostener Schwebefähre wie der Ausbau der Deutschen Fährstraße sind nach dem Urteil der Metropolregion Hamburg „wichtig“. Zur Begründung führt die Förderinstitution laut einer Protokollnotiz an, dass solche Maßnahmen „die Region unterstützen, ihr mehr Attraktivität verleihen und damit auch der Fördermaßnahme den richtigen Rahmen bieten“.

BTE: „Fährstraße herausstellen“

Es sei „sinnvoll“, die Schwebefähren in Rendsburg und Osten und die letzten Prahmfähren an der Oste als ein „Alleinstellungsmerkmal“ der Region herauszustellen, heisst es auch in einem Konzeptentwurf des hannoverschen Beratungsunternehmens BTE Tourismus-Management. Die Fähren an der Oste fänden über das von der AG Osteland konzipierte neue touristische Produkt „Deutsche Fährstraße“ einen „zusätzlichen Zugang zur Region“.

Weitere Informationen enthält die 3. Ausgabe des Ferienstraßen-Newsletters "Fährplatz", die hier als PDF-Datei abgerufen werden kann.
 
 

Aprilscherze

30 NEZ-Leser wollten
Juan Carlos I. sehen


NEZ-Chef Kruse (lks.) weckte wilde Spekulationen

31.3.2004. Als NEZ-Redaktionsleiter Hans-Henning Kruse am Rande des McAllister-Besuchs (siehe unten) augenzwinkernd andeutete, morgen werde was ganz Wichtiges über die Schwebefähre im Heimatblatt stehen, aber weiter nichts verriet, mutmaßte Fährkrug-Wirt Horst Ahlf sofort, dass es sich nur um einen Aprilscherz handeln könne. 

Schon siebenmal, meinte Ahlf sich zu erinnern, habe die NEZ in den vergangenen Jahrzehnten ihre Leser zum 1. April mit intelligent erfundenen Schwebefähren-Meldungen verjuxt, immer nach dem Motto: Alle Details stimmen, aber nichts ist wahr... Da gab es zum Beispiel mal diese wunderbare Meldung, für einen Kriegsfilm, der an der Fähre gedreht werde,  würden noch jede Menge Komparsen in Militärklamotten gesucht...

Was würde sich die Redaktion diesmal einfallen lassen? In der Gaststube wurde am Abend des 31. März munter drauflos spekuliert. 

Wäre das nicht eine tolle Meldung:  Die Fähr-Freundin und SPD-Abgeordnete Dr. Margrit Wetzel hat Kanzler Schröder nach Osten bestellt  - für morgen, Punkt 10 Uhr? Oder läßt sich die Kanzler-Falschmeldung nicht noch irgendwie toppen? Die Spannung hielt an bis zum nächsten Morgen. 


Schön ausgedacht: Aprilscherz in der NEZ - vergrößern

Dann erschien die NEZ mit der schönen Schlagzeile: "Ein historischer Tag: Königspaar Juan Carlos I. und Sofia in Osten." (Faksimile hier).

Wirt Ahlf zählte am Vormittag - dem Termin des angekündigten Besuchs - an der Schwebefähre immerhin rund 30 NEZ-Leser, die vergebens nach dem Königspaar Ausschau hielten.

Deutsche Fährstraße

David McAllister: "Ein
richtig tolles Projekt"


McAllister bei der AG Osteland: "Vier-Sterne-Politiker"

31. 3. 2004. "Das ist ein richtig tolles Projekt." Mit diesen Worten lobte der niedersächsische CDU-Fraktionsvorsitzende David McAllister (Foto) am Mittwoch das in Osten entwickelte Projekt "Deutsche Fährstraße". Im Hotel Fährkrug, in einem "hochkarätigen Rahmen", so AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger (Hemmoor), informierte sich McAllister über die Pläne des neuen Vereins zur Belebung des Tourismus im Osteland. 

Anwesend waren auf Einladung der AG Osteland rund ein Dutzend Spitzenpolitiker aller Parteien aus der Samtgemeinde und den Gemeinden Hemmoor, Hechthausen und Osten.

Der Vizevorsitzende des Weltverbandes der Schwebefähren und 2. Vorsitzende der AG Osteland, Jochen Bölsche, hob hervor, dass McAllister zu den ersten Politikern gezählt habe, die im vorigen Herbst prompt und positiv auf das von ihm damals vorgelegte Konzept für eine neue deutsche Ferienstraße reagiert hätten. Bölsche: "In Sachen Bürgernähe ist McAllister ein Vier-Sterne-Politiker." Nach einem 30-minütigen Referat Bölsches über die Bedeutung der Schwebefähre, die Entwicklung der Deutschen Fährstraße, die Pläne zur Schaffung eines Deutschen Fährmuseums in Osten und weitere Schwerpunkte der künftigen Arbeit versprach der CDU-Politiker aus Bad Bederkesa den Initiatoren seine volle Unterstützung.

So wie die SPD-Abgeordnete Dr. Margrit Wetzel sich in Berlin für die Sanierung der Schwebefähre und deren Anerkennung als nationales Baudenkmal eingesetzt habe, werde er seinerseits versuchen, in der Landeshauptstadt "Türen zu öffnen", erklärte McAllister: "Ich stelle mich als Ihr Hilfsbotschafter in Hannover zur Verfügung", versprach der starke Mann hinter der hannoverschen Landesregierung. Nicht zuletzt von Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) erhoffe er sich "unbürokratische Hilfestellung" für das Tourismus-Projekt.

Anerkennende Worte fand McAllister auch für die Cuxhavener Bauamtfrau Birgit Greiner, die "leidenschaftlich" für die Schwebefähre und die Deutsche Fährstraße kämpfe, sowie für die "tolle Mischung" aus ehrenamtlichem, überparteilichem  Engagement der AG Osteland und die Kooperation mit hauptamtlichen Akteuren. 

Diesen Gesichtspunkt unterstrich auch Johannes Schmidt, Schatzmeister der AG Osteland und SPD-Vorsitzender in Hemmoor, der das Treffen mit dem Spitzenpolitiker arrangiert hatte. Schmidt: "Wir müssen über alle Parteigrenzen hinweg an einem Strang ziehen, wenn wir für unsere Region etwas erreichen wollen." Das strukturschwache Osteland, so Bölsche, brauche "Zuwendung und Zuwendungen".


Johannes Schmidt (2.v.r.) hatte das Treffen arrangiert

Der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) hob die Verdienste des Ehrenvorsitzenden des Schwebefähren-Weltverbandes, des spanischen Königs Juan Carlos I., hervor, dessen Engagement für das Baudenkmal wie eine "Initialzündung" gewirkt habe: "Wir waren plötzlich in aller Munde." Die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit habe den Weg geebnet für die Bewilligung von Mitteln für die jetzt anstehende Restaurierung. Mit einer Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre, erklärte die Landkreis-Vertreterin Greiner, sei unter günstigen Umständen im Oktober zu rechnen.

Hubert berichtete, auch mit dem Plan, zur Förderung des Wassertourismus einen neuen Anleger anzuschaffen, sei die Gemeinde "auf gutem Wege". Das zur Verfügung stehende Geld reiche voraussichtlich für den Ankauf eines gebrauchten Anlegers aus dem Hamburger Hafen. Der Bürgermeister, Gründungsmitglied der AG Osteland, setzte sich für die Schaffung von Ausstellungs- oder Museumsräumlichkeiten an der Schwebefähre ein, in denen vor allem Jugendlichen mit modernen Mitteln  - wie Modellen und Videopräsentationen  - die Geschichte der Schwebefähre nahegebracht werden kann.

Zu dem Wunsch der AG Osteland, der IG Bahnhofstraße und der Unternehmergemeinschaft Hemmoor, das leerstehende Hemmoorer Bahnhofsgebäude u. a. als Tourist-Center für den Südabschnitt der Deutschen Fährstraße sowie für den Karten- und Kioskverkauf, für den Fahrradverleih und die Buchung von Schiffstouren und Charterbooten zu nutzen (Ideenskizze hier), erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Jens Koch, man habe bereits einen Architekt beauftragt, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Im Übrigen, so Koch: "Die Samtgemeinde unterstützt das Projekt der AG Osteland, wo sie nur kann."

McAllister appellierte an die Vertreter Hemmoors, baldmöglichst Anträge auf eine Projektförderung vorzulegen. Er sei gern bereit, sich für die Wünsche der Kommune einzusetzen, wenn sie entsprechend artikuliert würden. Scherzhaft bemerkte der prominente Gast: "Hemmoor hat noch eins gut bei mir."

Uwe Kühne, Chef der Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung, erklärte, die Fachleute in Cuxhaven seien "gern bereit, das wirklich hervorragende Konzept der AG Osteland zu unterstützen".  Auch Kühne unterstrich die Notwendigkeit, den Tourismus im küstenfernen Teil des Ostelandes verstärkt zu unterstützen. Die Schwerpunkte an der Küste kämen auch allein zurecht: "Die tragen und vermarkten sich von selbst."

McAllister unterstrich abschließend seine Bereitschaft, sich in überparteilicher Kooperation für die Heimatregion einzusetzen. Er plane, in dieser Angelegenheit auch mit seinem sozialdemokratischen Landtagskollegen Claus Johannßen zusammenzukommen: "Bekriegen können wir uns dann im Wahljahr noch genug."


Ein Poster aus Osten für das Büro im Landtag

Zum Dank für seinen Besuch überreichte AG-Osteland-Vorsitzender Tielebörger dem Gast aus Hannover das neue Schwebefähren-Poster des Ostener Fotokünstlers Nikolaus Ruhl. Rechts: Bauamtfrau Greiner, Cuxhaven, und Bürgermeister Grube, Hemmoor.

Aufstellen zur Gruppenaufnahme auf der Gondel der Schwebefähre. Zu den Teilnehmern an der Geprächsrunde zählten ferner Rüdiger Toborg (AG Osteland, Ortsheimatpfleger und CDU-Fraktionsvorsitzender, Osten), Horst Ahlf (AG Osteland und Vorsitzender der Fördergesellschaft, Osten), Curt Schuster (AG Osteland und IG Bahnhofstraße Hemmoor), Siegfried Meinusch (SPD-Fraktionsvorsitzender, Hemmoor), Lothar Klüser (SPD-Vorsitzender, Osten, Bodo Neumann (SPD-Fraktionschef der Samtgemeinde und Bürgermeister, Hechthausen), Rolf Golloch (Stadtdirektor, Hemmoor), Klaus-Helmut Grube (CDU, Bürgermeister, Hemmoor), Ulrich Korff (CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, Hemmoor).
Wie die "Niederelbe-Zeitung" über die Konferenz berichtete, kann hier nachgelesen werden.


www.osten-oste.de