Borniertheit und
Beharrungsvermögen

Bordtrauungen auf der Oste -
ein Trauerspiel in 16 Akten
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Fast ein halbes Jahrzehnt hat es gedauert, bis die kommunale Bürokratie an der Oste ihren Widerstand gegen Bordtrauungen auf dem Fahrgastschiff "Mocambo" aufgegeben hat. Die folgende Zusammenstellung von Artikeln dieser Website dokumentiert, wie schwer eine gute Idee es haben kann, sich gegen Borniertheit und Beharrungsvermögen in den Rathäusern durchzusetzen.
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Schifffahrt

"Mocambo"-Trauung
"durchaus vorstellbar"

März 2003. Seit langem plant der Betreiber des Flußschiffes "Mocambo", Caspar Bingemer, auf der Oste Flußhochzeiten zu veranstalten. Seetrauungen sind bisher allerdings an bürokratischen Hürden gescheitert; die Gemeinde Oberndorf hat einen entsprechenden Antrag abgelehnt.

Jetzt sucht "Käptn Krock", wie Bingemer sich nennt, auf seiner Website einen "mutigen Standesbeamten", der Heiratswilligen zu einer Trauung an Bord verhilft. Der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Jens Koch kann sich Seetrauungen "durchaus vorstellen". Es müsste aber geprüft werden, ob es rechtliche Hindernisse gebe, sagte er der NEZ. Koch wartet jetzt auf einen offiziellen Antrag des Mocambo-Kapitäns.


Ideen

Ja-Wort auf der
Oste - warum nicht?

Juni 2003. Trauungen an ungewöhnlichen Orten liegen im Trend. Das Foto oben ist in Dresden entstanden, wo sich jedes Paar an Bord eines Elbschiffes das Ja-Wort geben kann (mehr hier). In Berlin ermöglicht der Bezirk Reinickendorf es allen Brautpaaren, sich freitags auf dem (am Ufer liegenden) Oldtimer-Schiff "Moby Dick" standesamtlich und kirchlich (!) trauen zu lassen (mehr hier). Im brandenburgischen Neuruppin stiessen wir kürzlich auf einen Bootsanleger mit dem Schild "Standesamt" (Foto unten).
Warum gibt es so etwas nicht beispielsweise in Osten - einem Ort, der ohne frische Impulse zum Geisterdorf zu verkommen droht?

Die Idee ist gar nicht mal neu: Caspar Bingemer, der kreative Käpt'n der "Mocambo" (Website hier), hat den Vorschlag schon vor einiger Zeit gemacht - allerdings ohne grosse Resonanz; er stiess auf bürokratische Hindernisse wie die Dienstzeitregelung. Bingemer meldet auf seiner Website enttäuscht: "Leider haben wir keinen mutigen Standesbeamten gefunden."

Dabei wäre es doch eine grossartige Kombination: Trauung auf der "Mocambo" (auf Deutsch: Glückseligkeit!), dem ältesten Fahrgastschiff Deutschland (mehr über die Geschichte des Schiffes steht hier) - und das vielleicht auch noch unter der ältesten Schwebefähre des Landes.

osten-oste.de meint: Gibt es eine romantischere Möglichkeit, in den neuen Lebensabschnitt zu schweben? Gibt es eine günstigere Chance, den schönen Ferienort Osten überregional ins Gespräch zu bringen? Wäre es nicht eine dankbare Aufgabe für unsere Kommunalpolitiker (und vielleicht auch die Kirche), sich einen Ruck zu geben, den Anstoss von Käpt'n Bingemer aufzugreifen, der Bürokratie Beine zu machen - bevor eine andere Oste-Gemeinde schneller ist und die wunderbare Idee klaut?

Was halten die Ostener und Hemmoorer von Bingemers Vorschlag? Stellungnahmen bitte an osten@oste.de.


Kommunalpolitik

Event-Trauungen: Sticht
Stade jetzt Hemmoor aus?

August 2003. In der Samtgemeinde Hemmoor wird seit langem über die Möglichkeit geredet, standesamtliche Trauungen auch an Bord der "Mocambo" zuzulassen - aber es wurde eben nur geredet. Jetzt könnte Stade uns in dieser Hinsicht ausstechen: Dort sind die Politiker womöglich schneller, wenn es darum geht, gute neue Ideen aufzugreifen.

Im Stader Tageblatt war jetzt zu lesen: "Heiraten im Heißluftballon über Stades Dächern oder sich das amtlich  Ja-Wort geben auf einer Tour mit dem Museumsschiff „Greundiek“. Ambiente- oder  Eventtrauungen nennt das der Stader CDU-Fraktions-Vize Oliver Grundmann. Er  möchte sie gerne in Stade einführen und die städtischen Standesbeamten aus dem  Rathaus locken. Und das auch an Sonnabenden.  „Immer mehr Paare verzichten auf eine kirchliche Hochzeit. Durch die  standesamtliche Trauung am Sonnabend bieten wir die Möglichkeit, gleich eine Feier  anzuschließen.“ Wichtig sind Grundmann dann auch andere Orte als der Trausaal im  historischen Rathaus, wenn es von dem Hochzeitspaar gewünscht wird. Denkbare  Orte für solche Standesamts-Events sind für ihn: Schiffe wie die „Greundiek“ ... Auch eine Heirat im alten Rathaus vor  einem Standesbeamten in mittelalterlicher Tracht kann sich der junge CDU-Ratsherr  vorstellen.  Klar ist Grundmann, dass die Stadt einen solchen Service nicht zum Nulltarif anbieten  kann: „Da müssen wir eben eine Gebührensatzung finden, die nach Aufwand  gestaffelt ist.“ Auf jeden Fall sei ein solcher Service bürgerfreundlich und eine gutes  Beispiel für eine dienstleistungsorientierte Verwaltung. In anderen Städten würden  solche Trau-Events längst angeboten.

Nach der Sommerpause möchte Grundmann seine Ideen in die politische  Diskussion bringen und die Verwaltung beauftragen, rechtliche Voraussetzungen und  Umsetzungsmöglichkeiten abzuklären. Innerhalb der Mehrheitsgruppe CDU/FDP und  WG hat Grundmann schon Zustimmung signalisiert bekommen."


Bürokratie

Ja-Wort im
Wasserturm

29. 1. 2004. Die Weigerung des Standesamts Bremerhaven, den historischen Wasserturm in Geestemünde als Trauungsort anzuerkennen, hat in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst. Auf das Brautpaar waren zum Teil wildfremde Menschen zugekommen: "Die haben sich alle aufgeregt, dass uns dieser Wunsch abgeschlagen wurde", berichtet die Braut.

Das bürokratische Verhalten der Standesbeamten kritisierte unter anderem Ewald Raasch, der früher als Gartenbaudezernent auch für das Standesamt zuständig war: "Wenn man dann so etwas hört, kann einen das schon irre machen"., zitiert ihn die Nordsee-Zeitung. Als ehrenamtlicher Standesbeamter sprang Raasch jetzt ein, um das Paar zu trauen,


Menschen

Hochzeit auf
dem Feuerschiff

10. 7. 2004. In maritimem Ambiente, auf dem Museumsfeuerschiff "Amrumbank" in Emden (Website hier), heiraten heute der Kommunikationselektroniker Lars Thorhost (Foto) und Stefanie Coordes. Lars, der in Emden studiert und nebenher lthor-design.de betreibt, ist Osten nach wie vor eng verbunden - zum Beispiel als Webmaster der neuen Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Osten, die hier aufgerufen werden kann. Wir gratulieren dem jungen Paar (E-Mail: dreamsanddolphins@gmx.de) ...

...und sind - das sei bei dieser Gelegenheit angemerkt - traurig, dass es trotz vielfältiger Anstöße unseren Ratshauspolitikern noch immer nicht gelungen ist, auch auf der Oste, auf der "Mocambo", Trauungen vornehmen zu lassen... Auf der Mocambo-Website heißt es seit zwei Jahren in der Rubrik "Seetrauung": "Leider haben wir noch keinen Standesbeamten gefunden. Wir müssen die Seetrauungswilligen daher um Geduld bitten."


Oste-Schifffahrt

Endlich Trauungen
auf der "Mocambo"?


Die "Mocambo" in Hemmoor

15. 7. 2004. Immer wieder - und zuletzt erst vor wenigen Tagen (siehe oben) - wurde auf dieser Website bedauert, dass Hemmoor keine Schiffstrauungen auf der "Mocambo" (Website mit Fahrplan hier) ermöglicht, obwohl Event-Trauungen überall in Deutschland im Trend liegen.


Schiffstrauung in Dresden

Jetzt wollen die Oberndorfer den Hemmoorern zeigen, wie clever sie sind: Bürgermeister Detlef Horeis kündigte in der jüngsten Sitzung des Oberndorfer Rates Bemühungen an, in der eigenen Gemeinde Eheschließungen auf der "Mocambo", dem ältesten motorbetriebenen Fahrgastschiff Deutschlands, zu ermöglichen.


Bürokratie

Tourismus - bitte
ohne Touristen?

Foto. Stadt Oldenburg/oldenburg.de
Riesenrad auf dem Oldenburger Kramermarkt

2. 10. 2004. Drei Brautpaare haben sich am 1. Oktober in Oldenburg das Ja-Wort in einem Riesenrad gegeben, wie dpa meldet: "Mit einem Standesbeamten und Trauzeugen schwebten sie in einer Gondel verlobt in die Höhe und schlossen die Ehe auf dem Scheitelpunkt der Kreisfahrt in 50 Metern Höhe. Getraut kamen sie unten wieder an." Nach den Angaben der Stadt Oldenburg stammen die Frischvermählten im Alter zwischen 38 und 52 Jahren aus Celle und Oldenburg.

Foto: Landeshauptstadt Kiel
Bordtrauung (in Kiel): Anderswo funktioniert's

Hunderte von Städten und Gemeinden haben ähnlich wie Oldenburg in jüngster Zeit mit unbürokratischer Flexibilität auf den bundesweiten Trend zur "Event-Hochzeit" reagiert. Auch im Elbe-Weser-Dreieck kann inzwischen auf etlichen Schiffen und Leuchttürmen geheiratet werden - allerdings nicht an der Oste.

Gastronomen-Paar die
Bordtrauung verweigert

Dort möchte ein junges Gastronomen-Paar gern auf der "Mocambo" heiraten, dem ältesten motorbetriebenen Fahrgastschiff Deutschlands. Doch der Oberndorfer Caspar Bingemer, der Kapitän, musste passen: Er sucht seit Jahren - vergebens - zwischen Hechthausen und Neuhaus einen Standesbeamten, der auch Trauungen am Schiffsanleger oder an Bord vorzunehmen bereit ist, was dank der anreisenden Hochzeitsgäste nicht zuletzt dem örtlichen Tourismus zugute kommen würde.


"Mocambo": Brautpaar sucht Standesbeamten

Ein Vorstoß des Oberndorfer Bürgermeisters Detlev Horeis zugunsten von Mocambo-Trauungen ist erst kürzlich von bürokratischem Denken in der zuständigen Samtgemeinde Am Dobrock ausgebremst worden. Begründung: Die Räumlichkeiten auf dem Schiff seien ungeeignet. Offenbar ungeeigneter als eine Leuchtturm-Kuppel oder eine Riesenrad-Gondel.

Wer in der heutigen Wochenend-Beilage der NEZ die Sonderseite mit der brillanten Analyse des touristischen Niedergangs der Wingst liest, ist geneigt, in der Mocambo-Entscheidung den speziellen Ausdruck eines generellen Problems zu sehen. Hotelier Wilhelm Has vom "Wikings Inn" wird von NEZ-Redakteurin Frauke Heidtmann mit den bitteren Worten zitiert, er habe das Gefühl, den Verantwortlichen wäre "am liebsten ein Tourismus, aber bitte ohne Touristen".

Mit der Fixigkeit und Flexibilität scheint es in der Samtgemeinde Hemmoor allerdings auch nicht immer sonderlich gut bestellt zu sein - auch dort hat man sich bislang nicht in der Lage gezeigt, Schiffstrauungen zu ermöglichen.

ostemarsch.de meint: Hätten nicht ausgerechnet wir im Osteland Wirtschaftsförderung jedweder Art dringend nötig? Zumal dann, wenn - wie im Falle der Schiffstrauungen - keinerlei Kosten für den Steuerzahler anfallen würden?

Genügt es wirklich, fünfstellige Summen für dicke Entwicklungsgutachten auszugeben (wie in Hemmoor geschehen) - um Konsequenzen daraus nur zögerlich oder gar nicht zu ziehen, wie der Ratsherr Matthias Poit in der jüngsten Samtgemeinderatssitzung bemängelte?

Machmal ist es schwer, bitterböse Ironie zu vermeiden. Wozu brauchen denn ausgerechnet wir Tourismus? Im Elbe-Weser-Dreieck haben wir schließlich eine blühende Fischindustrie, eine hochprofitable Milchviehwirtschaft, ein krisenfestes Bauhandwerk, zukunftsträchtige Aluwerke - und für die Frauen stabile Arbeitsplätze bei Karstadt in Stade und Cuxhaven. Da sollten sich die Urlauber doch lieber in Mecklenburg verwöhnen lassen...


Wirtschaftsförderung

Torpedo gegen
die Mocambo


"Mocambo"-Antrag abgelehnt

17. 12. 2004. Ist der Bürger für die Verwaltung da oder die Verwaltung für den Bürger? Diese Frage stellt sich heute den fassungslosen Lesern eines NEZ-Berichts über einen Schildbürgerstreich, den sich die rechte Ratsmehrheit und die Verwaltung der hoch verschuldeten Samtgemeinde Am Dobrock geleistet haben.

Die von der Gemeinde Oberndorf befürworteten Bordtrauungen auf der "Mocambo" werden von der Samtgemeinde blockiert - ein bürokratisches  Torpedo gegen einen der wichtigsten touristischen Leustungsträger im Osteland. Jetzt hofft Mocambo-Kapitän Caspar Bingemer auf Hemmoor.


Wirtschaftsförderung

Ein Sieg der
Ärmelschoner


Politisches Torpedo gegen die "Mocambo"

17. 12. 2004. Ist der Bürger für die Verwaltung da oder die Verwaltung für den Bürger? Diese Frage stellt sich heute den fassungslosen Lesern eines NEZ-Berichts über einen Schildbürgerstreich, den sich die rechte Ratsmehrheit und die Verwaltung der hoch verschuldeten Samtgemeinde Am Dobrock geleistet haben.

Statt jede Chance zu nutzen, den dahindämmernden Tourismus in der imagekranken Wingst zu nutzen, hat sich die Samtgemeinde einer originellen Initiative der Gemeinde Oberndorf und ihres Bürgermeisters Detlev Horeis entgegengestellt, standesamtliche Trauungen auch auf der "Mocambo" zu erlauben - ein politisches Torpedo gegen einen der größten touristischen Aktivposten im Osteland.


Schiffstrauung in Dresden: Woanders erlaubt

Gesiegt hat offenbar eine Koalition von politischer Begriffstutzigkeit und geistigem Ärmelschonertum in den Amtsstuben der Verwaltung.

Völlig zu Recht weist NEZ-Redakteurin Frauke Heidtmann heute in einem gepfefferten Kommentar auf die gängige Praxis von Kommunen mit flexibler, bürgernaher Verwaltung hin, "Event-Hochzeiten" an ausgewählten Orten (Leuchttürme, Museen, Feuerschiffe, auch auf Riesenrädern wie in Oldenburg) zu ermöglichen, um Brautleuten einen Wunschtraum zu erfüllen und nebenher die Wirtschaftskraft ihrer Region zu stärken. Heidtmann: "Verschenkt wurde eine touristische Attraktion."


Bordtrauung (in Kiel): Keine Probleme

Ein Antrag auf Mocambo-Trauungen liegt seit kurzem auch im Hemmoorer Ratshaus; selbst in dem Mittelzentrum, so ist zu hören, soll es innerhalb der Verwaltung noch Blockadebemühungen geben. Man darf gespannt sein, ob wenigstens Hemmoor die Chance ergreift, die sich hier bietet. Gerald Tielebörger, Vorsitzender der AG Osteland, hat bereits vor drei Wochen brieflich an die Verantwortlichen appelliert, in der Samtgemeinde standesamtliche Trauungen an Bord zu ermöglichen.

"Tourismus, aber bitte
ohne Touristen"

P.S. Nachdem Ende September ein erster Vorstoß des Oberndorfer Bürgermeisters Detlev Horeis zugunsten von Mocambo-Trauungen ausgebremst worden war, haben wir diese Entscheidung folgendermaßen kommentiert:

"Wer in der ... NEZ die brillante Analyse des touristischen Niedergangs der Wingst liest, ist geneigt, in der Mocambo-Entscheidung den speziellen Ausdruck eines generellen Problems zu sehen. Hotelier Wilhelm Has vom 'Wikings Inn' wird ... mit den bitteren Worten zitiert, er habe das Gefühl, den Verantwortlichen wäre 'am liebsten ein Tourismus, aber bitte ohne Touristen'."


Tourismus

Bohling reißt
das Ruder rum

14. 1. 2005. Beim Dobrocker Samtgemeindebürgermeister Jan-Erik Bohling (Foto) hat sich ein Sinneswandel vollzogen. Standesamtliche Trauungen auf dem Osteschiff "Mocambo" sollen nach Gesprächen mit Kapitän Caspar Bingemer nun doch möglich sein. Mehr in der Online-Ausgabe der NEZ.


Osteland

"Taufe mit
Ostewasser"


AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger

22. 1. 2005. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.  unterstützt seit längerem die Idee, standesamtliche Trauungen auf der "Mocambo" zu ermöglichen; kürzlich erst hat Vorsitzender Gerald Tielebörger an die Kommunalpolitiker appelliert, den Widerstand gegen solche "Erlebnishochzeiten" aufzugeben. Bürgermeister Jan Erik Bohling (Samtgemeinde Am Dobrock) hat bereits einen Kurswechsel signalisiert.

Jetzt ist die Idee einer Bordtrauung auf dem Osteschiff "Mocambo" von der "Bremervörder Zeitung" begeistert aufgenommen und weiterentwickelt worden.


Begeistertes Echo in der Bremervörder Zeitung

BZ-Redakteur Thomas Schmidt schreibt in einem Kommentar: "Heiraten auf der Oste: Das ist gewiss eine schöne Idee. Zu danken ist sie der Arbeitsgemeinschaft Osteland, diemächtig frischen Wind in die regionale Tourismusförderung gebracht hat...

Das Schöne an guten Ideen ist, dass sie sich endlos fortspinnen lassen. Wie wäre es eigentlich mit einer Eheschließung auf dem Vörder See? ...

Den Osteland-Aktivisten ist jedenfalls zu wünschen, dass möglichst viele Verliebte den Bund fürs Leben auf der ebenso romantischen und idyllischen Oste - inmitten einer faszinierenden Flusslandschaft - schließen werden. Eines ist dann natürlich Pflicht: Sollte sich Nachwuchs einstellen, müsste die Taufe natürlich mit Ostewasser erfolgen."

Der komplette Bericht der Bremervörder Zeitung über die Aktivitäten der AG Osteland steht hier.


Bürokratie

Jetzt Trauungen
auf der Medem


Medem-Schiff "Onkel Heinz"

9. 4. 2005. Erst nach unbegreiflich langem bürokratischem Widerstand hat sich die Samtgemeinde Am Dobrock kürzlich, wie berichtet, dazu durchringen können, Bordtrauungen auf dem Oste-Schiff Mocambo zu gestatten. Eine entsprechende positive Entscheidung aus Hemmoor, bereits im Dezember von AG-Osteland-Chef Gerald Tielebörger brieflich angemahnt, steht noch immer aus.

Im abgelegenen Sietland ist man auch nicht gerade schnell, aber immerhin doch etwas schneller als in der Zementstadt: Ab 1. Mai werden, wie am Wochenende bekannt wurde, Trauungen auch an Bord des Schiffes "Onkel Heinz" auf der schönen Medem möglich sein.


Am Dobrock

Rat genehmigt
Bordtrauungen


Hafen in Neuhaus (Oste)

22. 6. 2005. Nach jahrelanger Abwehr hat der Rat der Samtgemeinde Am Dobrock am Dienstag einstimmig "Außenstellen für externe Trauungen" genehmigt. Damit kann jetzt auch auf der "Mocambo" in Oberndorf oder etwa auf einem Segelboot in Neuhaus standesamtlich geheiratet werden.


Die Mocambo bei Achthöfen

In Hemmoor ist man offenbar weniger bürgernah und flexibel. Diese Samtgemeinde sieht sich weiterhin außerstande, "Mocambo"-Trauungen zu ermöglichen.


Tourismus

Hochzeit auf
einer alten Fähre


"Mocambo": Noch sagt Hemmoor nein

2. 7. 2005. Die Samtgemeinde Lühe bekommt nach einem Bericht des Stader Tageblatts vom heutigen 2. Juli neue Trauzimmer, unter anderem auf dem einstigen Fährschiff "Ole Fähr".

Einstimmig, so das Blatt, habe der Samtgemeinderat Lühe während seiner jüngsten Sitzung die Förderung von Fluß-Trauungen beschlossen.

Auch die Samtgemeinde Am Dobrock erlaubt, wie gemeldet, neuerdings Trauungen auf dem Fahrgastschiff Mocambo (Website).

Die Samtgemeinde Hemmoor dagegen sieht sich zur Zeit noch immer außer Stande, auch auf ihrem Territorium Trauungen auf der Oste zu ermöglichen. Allerdings sind nach einem kürzlich angesetzten Lokaltermin auf der Mocambo erste Anzeichen für ein Umdenken erkennbar.


Osterrönfeld

Bald Trauungen auf
der Schwebefähre?


Schwebefähre Osterrönfeld - Rendsburg

9. 7. 2005. Der Hochzeitstourismus in der neuen Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld bei Rendsburg boomt. Mittlerweile trauen Standesbeamte und Bürgermeister im dortigen Amt, im Schatten der Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal, mehr Paare von außerhalb als Einheimische.

Beliebt ist laut Kieler Nachrichten vom wochenende die Zeremonie im Herrenhaus Kluvensiek. Den neuen Hochzeitsboom fasse Osterrönfelds Bürgermeister Jörg Sibbel in nüchterne Zahlen: 2001 zählte das Amt 37 Trauungen im Jahr. 2004 waren es 123. Ein weiterer Grund für den Boom: Das Amt hat auch am Wochenende seine Traubeamten im Einsatz.

Die Osterrönfelder dächten, schreiben die Kieler Nachrichten, bereits über neue Orte für Trauungen nach, unter anderem "auf der Eisenbahnhochbrücke und der Schwebefähre". - Der komplette Zeitungsbericht steht hier.

In der Samtgemeinde Hemmoor sind, wie mehrfach berichtet, im Gegensatz zur Samtgemeinde Am Dobrock noch nicht einmal Trauungen auf dem Oste-Schiff "Mocambo" (Website) möglich.


Bürokratie

Die Oste und der
"Otto-Leuchtturm"


"Otto-Leuchtturm" bei Pilsum

12. 11. 2005. "Eventhochzeiten" auf Türmen, Schiffen, Riesenrädern boomen bekanntlich. Soeben meldet die Gemeinde Pilsum (Landkreis Aurich) die250. Trauungin ihrem rot-orange gestreiften Leuchtturm, der durch Filme des ostfriesischen Komikers Otto Waalkes überregional bekannt geworden ist.


Oste-Schiff Mocambo

Und was ist mit der Oste? Seit Jahren bemüht sich Mocambo-Käpt'n Caspar Bingemer um die Genehmigung von Trauungen an Bord des ältesten deutschen Fahrgastschiffes. Für ihren Abschnitt der Oste hat die Samtgemeinde Am Dobrock nach langem Hin und Her die Genehmigung für Bordtrauungen inzwischen erteilt.

In Hemmoor schmort der gleiche Antrag seit vielen Monaten. Absurde Folge:Was in Oberndorf erlaubt ist, ist in Osten verboten.


Verwaltung

64 Trauungen im
Cux-Leuchtturm

4. 1. 2006. Trauungen an ungewöhnlichen Orten sind angesagt. Am Silvestertag gab es laut Cuxhavener Nachrichten gleich zwei Trauungen im Leuchtturm „Dicke Berta” in Cuxhaven.

Sowohl der städtische Standesbeamte Detlef Rutsch als auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Fördervereins „Dicke Berta” fanden sich bereit zu einem Einsatz am späten Nachmittag des Silvestertags.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 64 Paare die Dicke Berta als Ort für ihre Trauung gewählt.

Schade: Trauungen auf dem Osteschiff Mocambo - vom Käpt'n seit Jahren gewünscht - scheitern auf Hemmoorer Gebiet noch immer am Widerstand der Hemmoorer Kommunalbürokratie...


Bordtrauung

Bürokratie gibt
Blockade auf


Per Schiff in den Hafen der Ehe

22. 7. 2006. Auf der Mocambo, dem ältesten Motor-Fahrgastschiff Deutschlands, wurde jetzt, direkt an der ältesten Schwebefähre Deutschlands, erstmals eine Bordttrauung vollzogen.

Vor dem Hemmoorer Standesbeamten gaben sich Gerhard und Iris Rohlfs-Kuhrmeier aus Buchholz (Nordheide) das Jawort.


Bordhochzeit

Die Mocambo und
die Glückseligkeit


Brautpaar Stefanie Meier und Nils Müller

17. 8. 2006. Mocambo, portugiesisch, heißt soviel wie Glückseligkeit. Wo könnte man die Reise ins Glück zu zweit eher antreten als auf einem Schiff gleichen Namens?

Am Donnerstagnachmittag gaben sich Stefanie Meier und Nils Müller aus Hemmoor - beide begeisterte Wassersportler - auf dem weißen Oste-Schiff das Jawort.

Auf dem ältesten motorbetriebenen Fahrgastschiff und unter der ältesten Schwebefähre Deutschlands vollzog der Hemmoorer Amtsleiter Leo Wittwer die standesamtliche Trauung.

Leo Wittwer (r.) traut das Paar

Zuvor war die Festgesellschaft mit der festlich geschmückten Mocambo, wo die Hochzeitstorte angeschnitten wurde, von Oberndorf nach Osten gefahren.

Am Fährkrug gratulierten viele Freunde mit ihren Kindern dem frischgebackenen Paar. Anschließend ging's nach Hemmoor, wo mit hundert Gästen gefeiert wurde.


Hemmoor

Faltblatt wirbt
für Trauungen


Neue Website aus Hechthausen

10. 4. 2007. Lange Zeit hat sich die Bürokratie in den Rathäusern an der Oste gegen Trauungen an ungewöhnlichen Orten gewehrt (siehe diese SONDERSEITE). Inzwischen ist eine Wende eingetreten. Gemeinden und Privatleute haben den Hochzeitstourismus als Erwerbsquelle entdeckt.

Für Hochzeiten auf dem Rittergut Hutloh in Hechthausen wirbt neuerdings eine eigene Website.


Lange umstritten: "Mocambo"-Trauung

Auch Hochzeiten auf dem Oste-Fahrgastschiff Mocambo (Website) sind nun in den Samtgemeinden Am Dobrock und Hemmoor akzeptiert.


Werbung auf der Hemmoor-Messe

Auf der jüngsten Hemmoorer Messe hat die Samtgemeinde Hemmoor die neuen - insgesamt sechs - Trauungsorte erstmals offensiv mit einem Faltblatt beworben: neben dem Hemmoorer Rathaus, dem Rittergut Hutloh und der Mocambo auch das Rathaus in Hechthausen, das Heimatmuseum in Osten und die Hemmoorer Kulturdiele.


www.ostemarsch.de