Raus
aus der
Wucherzone
Berichte dieser Website
zur HVV-Wucherzone
(älteste Texte
oben)
Verkehr
HVV-Tarif bis
in
den Kreis
Stade
29. 6. 2004. Einstimmig hat der Stader Kreistag beschlpossen, den HVV-Tarif Mitte Dezember in den Kreis Stade auszudehnen. In der Metropolregion Hamburg gibt es dann nur noch einen Tarif, einen Fahrschein und ein integriertes Verkehrsangebot mit Bussen und Bahnen. Bei rund 80 Prozent der Pendler im öffentlichen Nahverkehr wird die Fahrt künftig billiger werden. Rund drei Prozent müssen eine leichte Erhöhung hinnehmen. Mehr unter tageblatt.de.
Verkehr
Hemmoor
in den HVV!
24. 4. 2006. Die Samtgemeinde Hemmoor muß dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) angeschlossen werden, um auch als Wohnsitz für Pendler attraktiv zu bleiben und sie finanziell zu entlasten. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgt der dynamische neue Erste Samtgemeinderat Dirk Brauer, der zuletzt auf der CDU-Liste Samtgemeinde-Bürgermeister im Sietland geworden war und nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit im Herbst als Parteiloser für das Amt des Hemmoorer Samtgemeindebürgermeisters kandidiert.
In einem Bürgergespräch der Ostener SPD, die den Kommunalexperten unterstützen will, beeindruckte Brauer wie in vielen anderen Gesprächsrunden der letzten Monate durch Kreativität und exzellente Kenntnis der verschlungenen Wege zur Fördertöpfen.
Leidenschaftlich plädierte der jugendlich wirkende, seit langem in Hemmoor lebende Brauer dafür, das - wie auch die Wiedergeburt der Schwebefähre zeige - enorme kulturelle und touristische Potenzial der Samtgemeinde zu erkennen und zu nutzen. (...)
Verkehr
Billiger per
Bahn
nach Hamburg?
12. 2. 2006. Werden Bahnfahrten zwischen Hamburg und Orten außerhalb des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) wie Hemmoor und Hechthausen nächstes Jahr billiger?
Nach Informationen der Rotenburger Kreiszeitung erwägt der HVV - der bekanntlich nur bis Himmelpforten reicht - die Einführung eines Übergangstarifs, der für Bewohner einiger der außerhalb der neuen HVV-Grenzen liegende Orte mit nur einer Fahrkarte die Mitbenutzung des HVV-Angebots ermöglicht. "In die Betrachtungen einbezogen sind Cuxhaven, Bremervörde, Rotenburg, Soltau, Uelzen und Dannenberg", schreibt das Blatt.
Im Auftrag der Landkreise Cuxhaven, Lüchow-Dannenberg, Rotenburg, Soltau-Fallingbostel und Uelzen werde über die Schaffung von Übergangstarifen verhandelt, zunächst für die Schienen-Achsen von Cuxhaven, Bremervörde, Rotenburg, Uelzen und Dannenberg nach Hamburg.
Die Übergangskarte werde gegebenenfalls preislich günstiger sein als die Summe mehrerer Karten und es ermöglichen, aus dem Umland in den HVV zu fahren und dort beliebig oft auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.
Metronom
Weiter Ärger
über
HVV-Grenzziehung
19. 6. 2008. Eine "Vollmitgliedschaft" im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) liege "im Interesse der Region", hatten im April, wie berichtet, örtliche Kommunalpolitiker, darunter der Kreistagsabgeordnete Uwe Dubbert und Bürgermeister Bodo Neumann, auf einer SPD-Klausur in Hechthausen gefordert. Jetzt kommt möglicherweise Bewegung in das Thema.
Immer mehr Menschen empfinden es als Ärgernis ersten Ranges, dass beispielsweise ein Hemmoorer mit HVV-Gesamtkarte im Metronom pro Einzelfahrt (!) zusätzlich 3 Euro (im Zug 5 Euro) zahlen muss - im Gegensatz zu einem Himmelpfortener, dem kein Zuschlag abverlangt wird. Wer als Hemmoorer im HVV-Bereich im Zug nachlösen will, muss 40 Euro blechen.
Hintergrund: Große Teile des Ostelandes gehören zu den letzten Flächen in Deutschland, die keinem Verkehrsverbund angeschlossen sind - weder dem HVV noch dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN). Benachteiligt sind, neben Orten im Kreis ROW, Abertausende im Einzugsbereich der Bahnhöfe Hechthausen, Hemmoor, Wingst, Cadenberge, Otterndorf und Cuxhaven.
Das heißt: Ausgerechnet der strukturschwache ländliche Raum im Elbe-Weser-Dreieck, für den gute Verkehrsanbindungen (nicht nur per Autobahn!) eine Überlebensfrage sind, ist massiv benachteiligt. Soviel zum Thema "Förderung des ländlichen Raums"...
Zwar gibt es seit dem Frühjahr für Cuxländer Hamburg-Pendler mit Zeitkarte vergünstigte Tarife. Wer aber nur gelegentlich - als Teilzeitbeschäftigter, Theaterbesucher, Patient, Partygänger - nach Hamburg will, den trifft der "Provinzzuschlag" mit voller Wucht.
Andersherum: Hamburger, die ihre HVV-Karte am Wochenende für Umland-Ausflüge nutzen, überlegen dreimal, ob sie sich den teuren HVV-Grenzübertritt in Richtung Cux- und Osteland leisten. (In Stade oder Lüneburg - kein Zuschlag! - ist es auch ganz schön...) Die Folge sind spürbare Standortnachteile für den Oste-Tourismus.
Berufspendler haben bereits umgeschaltet: Auf den Parkplätzen am Bahnhof Hemmoor ist reichlich Platz, in Himmelpforten (HVV!) stauen sich morgens die Autos mit CUX-Kennzeichen. "Wer günstig nach Hamburg kommen will, der steigt zurzeit nicht in seinem Heimatort Hemmoor oder Hechthausen, sondern in Himmelpforten in den Metronom," beschreibt die NEZ (Donnerstag-Ausgabe) das Ärgernis.
Mißliches
im
"McAllister-Land"
CDU-Spitzenmann David McAllister aus Bad Bederkesa - mit persönlichem "Heimatbahnhof Hechthausen", wie er gern betont - will sich nicht nachsagen lassen, dass ausgerechnet in seinem Wahlkreis, im "McAllister-Land", so mißliche Tarifverhältnisse herrschen. Nach seinem verdienstvollen Einsatz für den Metronom hat er jetzt die Probleme an den HVV-Grenzen aufgegriffen.
Nach einem Gespräch mit Vertretern der AG Osteland im Mai in Cuxhaven hat der CDU-Fraktionschef in einem Brief an den Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen, Dr. Wolf Gorka, das Problem geschildert, dass Hechthausen und Hemmoor "im Gegensatz zu fast allen umliegendenm Bahnhöfen nicht von der Erweiterung des HVV profitieren". McAllister wörtlich: "Das führt in der täglichen Praxis für die Fahrgäste insbesondere beim Fahrkartenverkauf zu Problemen."
McAllister bat um Prüfung, "wie zum Beispiel nach dem Vorbild der praktizierten Regelung im Landkreis Soltau-Falligbostel eine Lösung im Sinne der Fahrgäste gefunden werden kann". (Der Süden des Landkreises Soltau-Fallingbostel ist inzwischen an den Großraumverkehr Hannover angebunden, der Norden mit Soltau per Anschlusstarif, allerdings nur für Zeitkartenbesitzer, an den HVV.)
Fachgespräch
Anfang
Juli
Gorka antwortete am 4. Juni, dass das Thema Hechthausen/Hemmoor mit der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO) "Anfang Juli" noch einmal "eingehend erörtert" werden soll.
VNO-Geschäftsführer Dietmar Opalka wiederum hat mittlerweile gegenüber der NEZ geäußert, es bestehe "ganz klar Handlungsbedarf" - er denkt (zunächst?) allerdings nicht an eine HVV-Erweiterung, sondern an weitere Übergangstarife auch für den "Ausflugs- und Freizeitverkehr".
Das heißt: Die Tarif-Barriere wird womöglich für Hemmoor und Hechthausen (warum nicht für die touristisch wichtige Wingst?) abgesenkt - aber sie bleibt, zum Nachteil der Region.
SPD
Raus
aus der
Wucherzone!
26.
6. 2008. Der Hechthausener Bürgermeister Bodo
Neumann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Samtgemeinderat Hemmoor
und alter Eisenbahner, will "Druck machen". Die Samtgemeinde Hemmoor
soll sich in Richtung HVV-Vollmitgliedschaft
(und damit raus aus der Wucherzone
zwischen den Verkehrsverbünden) bewegen, fordert seine Fraktion in
einem im Mai eingereichten Antrag, der am Donnerstag,
3. Juni, im zuständigen SG-Ausschuß behandelt werden
soll.
Wie berichtet, müssen Hamburg-Fahrer ohne Zeitkarte für eine Hin- und Rückfahrt insgesamt sechs Euro, bei Lösung im Zug sogar zehn Euro zum HVV-Ticket hinzuzahlen, wenn sie etwa in Hemmoor statt in Himmelpforten in den Metronom steigen. Die Wucherzone beginnt in Hechthausen. Auch CDU-Spitzenmann David McAllister hat sich des Themas angenommen.
WIR MEINEN:
Die umstrittene A 22 mag ja wichtig sein für die wirtschaftliche Entwicklung des Ostelandes. Mindestens ebenso wichtig aber sind Bahntarife, die Menschen im ländlichen Raum nicht diskriminieren - auch im Hinblick die zunehmende Entvölkerung und Überalterung der Region an der Oste. Im Übrigen: HVV-Tarife, die Hamburger Wochenendler davon abhalten, über Himmelpforten hinaus auch mal zur Schwebefähre, in die Wingst oder nach Otterndorf zu fahren, vemindern die Chancen des Tourismus, der neben der Landwirtschaft mehr und mehr zum zweiten Standbein der Region werden muss.
Ausführlicher Bericht unter HECHTHAUSEN.
HVV
Bodo Neumann
(SPD)
macht Druck
im Rat
26.
6. 2008. Der Hechthausener Bürgermeister Bodo
Neumann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Samtgemeinderat Hemmoor
und alter Eisenbahner, will "Druck machen". Hemmoor soll sich in
Richtung HVV-Vollmitgliedschaft bewegen,
fordert seine Fraktion in einem Antrag, der am Donnerstag,
3. Juni, im zuständigen SG-Ausschuß behandelt werden
soll. Wie berichtet, müssen Hamburg-Fahrer ohne Zeitkarte pro Hin-
und Rückfahrt insgesamt mindestens sechs
Euro zuzahlen, wenn sie in Hemmoor
oder Hechthausen in den Metronom steigen.
Hemmoor
Samtgemeinde
will
Einstieg in
den HVV
4.
7. 2008. Die Samtgemeinde Hemmoor will
raus aus der "Wucherzone" zwischen
Hechthausen und Cuxhaven, in der Bahnfahrer zusätzlich zum Tarif des
Hamburger
Verkehrsverbundes (HVV) maßlos überhöhte Zuschläge
zahlen müssen. Auf Antrag der SPD beschloß der Wirtschaftsförderungs-
und Tourismusausschuss jetzt einstimmig, eine HVV-Vollmitgliedschaft
anzustreben, "um die Wohnattraktivität der Samtgemeinde Hemmoor zu
erhalten", so SG-Bürgermeister Dirk Brauer
(Foto).
Dass viele Hemmoorer und Hechthausener Bahnpendler zur Zeit aus Tarifgründen per Auto zum Bahnhof Himmelpforten fahren, um dort in den Zug zu steigen, sei ökonomisch wie ökologisch unsinning, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Bodo Neumann den Vorstoß der Sozialdemokraten.
Freifahrt-Sonntag
Osteland
ist
außen
vor
17. 7. 2008. Hunderttausende von Hamburgern nutzen am 20. Juli den autofreien Sonntag, um im gesamten HVV-Verkehrsgebiet wieder kostenlos S-Bahn und Bus zu fahren.
Stade und Buxtehude, wo rund 100 Läden öffnen, sowie die HVV-Endstation Himmelpforten rechnen wieder mit einem gewaltigen Besucheransturm. Das Osteland ist wieder außen vor.
Weil eine Weiterfahrt in Richtung Hechthausen - Hemmoor - Höftgrube usw. einschließlich Rückfahrt sechs bis acht Euro kostet, werden die Wochenendler-Ströme an der Stader Kreisgrenze enden. Hechthausen, die Schwebefähre und die Wingst sind auch am Freifahrtag kaum Ziel für Hamburger Ausflügler.
Grund: Es gibt für sporadische Bahnnutzer noch immer keinen günstigen Übergangstarif in die jetzige "Wucherzone" zwischen Hechthausen und Cuxhaven.
Ökonomisch
absurd,
ökologisch
absurd
Viele Hemmoorer und Cadenberger Gelegenheitspendler steigen daher, wie berichtet, aus Tarifgründen immer erst in Himmelpforten in die Bahn ein - was individuell nachvollziehbar, aber, gesamtgesellschaftlich betrachtet, ökononisch wie ökologisch absurd ist.
Folge: Leere Parkplätze am Hemmoorer Bahnhof, überfüllte Parkplätze in Himmelpforten.
Letzte Meldung: Das Stader Tageblatt berichtet heute, dass die Samtgemeinde Himmelpforten einen Kaufvertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen hat. Himmelpforten erwirbt am Bahnhof eine Fläche, um weitere Parkplätze für Pendler zu schaffen. Wie SG-Bürgermeister Holger Falcke dem Rat mitteilte, soll nun ein Konzept erstellt werden, mit dem sich Fördergelder einwerben lassen.
CDU: Bahnhöfe
modernisieren
Einen anderen Mißstand an der Strecke, die vernachlässigten Bahnhofs, hat der niedersächsische CDU-Fraktionschef David McAllister aufgegriffen. "Für uns im Landkreis Cuxhaven sind besonders die Bahnhöfe in Wingst und Hechthausen sowie der direkt hinter der Kreisgrenze im Landkreis Stade liegende Bahnhof in Himmelpforten betroffen. Hier muss endlich etwas passieren", fordert McAllister. Bei diesen Bahnhöfen gebe es einen über Jahre aufgestauten Investitionsbedarf in sechsstelliger Höhe, Mängel an Bahnsteigen und an Wartehäuschen. In dieser Angelegenheit hat McAllister, wie er mitteilt, jetzt den Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), Dr. Wolf Gorka, um eine Stellungnahme gebeten.
Zuvor hatte sich, wie berichtet, der Hemmoorer Samtgemeinderat auf Antrag der SPD für eine Einbeziehung in den HVV ausgesprochen.
Verkehr
Autofrei
mit Auto
20. 7. 2008. Politik paradox: Der heutige autofreie Sonntag in Hamburg hat im Cuxland zu verstärkter Autonutzung geführt!
Am Bahnhof Himmelpforten hat am Sonntag - an dem der HVV gratis genutzt werden durfte - Parknot geherrscht, schreibt das Tageblatt in seiner Montagausgabe. Grund: Viele waren "im Pkw aus anderen Orten an die äußerste Bahnstation des riesigen HVV-Bereichs gefahren, in dem der Nulltarif galt". Viele Passagiere kamen laut Tageblatt aus Lamstedt, Hemmoor, Hechthausen, Geversdorf, Freiburg.
Die meisten dieser Orte liegen in der berüchtigten "Wucherzone", in der zusätzlich zumr HVV-Tarif überteuerte Übergangskarten gelöst werden müssen.
HVV
CDU teilt
Forderung
1.
8. 2008. Den Wunsch, den HVV in Richtung Osteland auszuweiten, hat
jetzt der niedersächsische CDU-Chef David
McAllister unterstützt. Im NEZ-Interview (Freitag-Ausgabe)
teilt er die vom Rat der Samtgemeinde Hemmoor
aufgegriffene Position der SPD Hechthausen, den Verkehrsverbund über
den bisherigen Endpunkt Himmelpforten
hinaus zu erweitern.
Wörtlich sagte McAllister im Gespräch mit NEZ-Redakteurin Frauke Heidtmann: "Unser nächstes Ziel muss es sein, dass der HVV-Tarif auch für die Bahnhöfe in Hemmoor und Hechthausen gilt. In dieser Frage führe ich laufende Gespräche mit dem Hamburger Verkehrsverbund, der Landesnahverkehrsgesellschaft und der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen."
Wingst im
Tiefschlaf
Von den Bahnhöfen Wingst und Cadenberge ist nicht die Rede, obwohl eine Einbeziehung in den HVV gerade für den kriselnden Wingst-Tourismus überlebenswichtig wäre. Allerdings scheinen die Dobrocker Politiker in sachen "Wucherzone" in Tiefschlaf verfallen zu sein.
Erneut setzte sich McAllister für eine Modernisierung der Bahnhöfe in Wingst, Hechthausen und Himmelpforten ein, wo es "einen über Jahre aufgestauten Investitionsbedarf in sechsstelliger Höhe" gebe.
Bahn-Wucherzone
"Das macht
keinen
Sinn"
4.
8. 2008. Der niedersächsische CDU-Landes- und -Fraktionsvorsitzende
David
McAllister, prominenter Gast beim traditionellen Ostener Schützenfrühstück
am Montag, griff in seiner Festrede das heiß diskutierte Thema der
HVV-Erweiterung
in Richtung Hechthausen und Hemmoor auf (siehe SONDERSEITE).
Es mache "ökonomisch und ökologisch keinen Sinn", wenn Pendler aus Osten oder Hechthausen erst mit dem Auto über die HVV-Grenze nach Himmelpforten führen, um dort in die Bahn zu steigen.
Zwar werde es keine Erweiterung des HVV auf den gesamten Kreis Cuxhaven geben, sagte McAllister, "aber vielleicht kriegen wir einen Tarif für einige Übergangsbahnhöfe hin".
Es gelte jetzt, unbürokratisch die Mehrkosten zu ermitteln und Kostenträger zu finden. "Wir arbeiten dran," versprach der CDU-Politiker, der zugleich mit einem Wort des Soziologen Max Weber daran erinnerte, dass Politik das "Bohren dicker Bretter mit Leidenschaft und Augenmass" sei.
HVV-Tarif
in Sicht?
27.
8. 2008. Kommt der HVV-Tarif für Hemmoor
und Hechthausen, seit langem eines der Schwerpunktthemen dieser
Website? Oder bleibt es dabei, dass Fahrgäste in der "Wucherzone"
an der Oste weiterhin mit dem Auto zunächst den HVV-Bahnhof
Himmelpforten anfahren müssen, wenn sie maßlos überhöhte
Zusatzkosten vermeiden wollen?
In die Angelegenheit ist Bewegung gekommen, nachdem der CDU-Abgeordnete David McAllister sich der Benachteiligung der Fahrgäste in seinem Wahlkreis angenommen hat. "Auf politischen Druck aus der Region ist erneut die Landesnahverkehrsgesellschaft eingeschaltet worden," meldet die NEZ (Mittwoch-Ausgabe). Die Gesellschaft läßt im September mit einer Kundenbefragung aktuelle Zahlen erheben, insbesondere mit dem Blick auf Fahrgäste aus Hemmoor und Hechthausen. Der Landkreis Cuxhaven habe signalisiert, möglicherweise an einer "Teillösung" bis Hemmoor mitwirken zu wollen.
Verkehr
Hoffen auf
den HVV
15.
9. 2008. Hoffnungen auf eine Einbeziehung
Hemmoors und Hechthausens in den HVV weckte am Wochenende der
CDU-Landesvorsitzende und Wahlkreisabgeordnete David
McAllister bei einem Besuch der Cuxlandausstellung in Hemmoor
(siehe nächsten Bericht). Der HVV und die
LNVG, die Nahverkehrsgesellschaft des Landes, hätten ihren grundsätzlichen
Widerstand gegen eine Erweiterung des Verbandsgebietes "aufgegeben". Das
sei, so der Politiker unter dem Beifall der Zuhörer, ein "erster
Durchbruch".
Hintergrund:
Ab Dezember 2009 könnte es möglicherweise
zu einer neuen Tarifgestaltung kommen, die zumindest die Bahnhöfe
Hechthausen und Hemmoor, möglicherweise auch weitere Bahnhöfe,
mit einbezieht. Die nunmehr vom HVV vorgesehene Lösung sehe folgenden
Zeitplan vor:
> bis Ende 2008 Erhebungen über die Pendlerzahlen auf der Strecke,
> im 1. Halbjahr 2009 Auswertung der Erhebungsergebnisse und der Vertriebsstatistik des Jahres 2008,
> danach Berechnung der Tarifmodelle,
> im Sommer 2009 Diskussion dieser Ergebnisse und die Gestaltung der notwendigen Verträge,
> mögliche Einführung des neuen Tarifsystems ab Dezember 2009.
Dabei geht es McAllister nicht um eine generelle Erweiterung des HVV auch für gelegentlich Nutzer, sondern lediglich um Erleichterungen für Pendler. Vorgesehen ist ein so genanntes Zeitkartenmodell, das heißt, das HVV-Tarifgebiet wird auf der Bahnstrecke nach Cuxhaven für Zeitkarten erweitert. "Für Pendler wird die Fahrt zur Arbeit damit günstiger", erläuterte David McAllister. Die entstehenden Einnahmeverluste müssten der Landkreis Cuxhaven bzw. die betroffenen Kommunen übernehmen. Um die Kosten für die Kommunen verträglich zu halten, sei eine sorgfältige Vorbereitung auf einer soliden Datenbasis notwendig.
"Für den Landkreis Soltau-Fallingbostel gibt es bereits ein solches Zeitkartenmodell. Seit Jahresbeginn 2008 fahren die Pendler von dort aus günstiger in das HVV-Gebiet. Auch für die Menschen im Landkreis Cuxhaven ist ein solches Modell eine gute Lösung"., meintMcAllister abschließend.
Hemmoor und Hechthausen gehören bislang zur verbundfreien "Wucherzone" zwischen HVV und VBN, in der viele Pendler, wie mehrfach berichtet, durch immense Tarifaufschläge vom Bahnfahren abgehalten werden.
HVV
Kehdingen
auch dafür
7.
11. 2008. Die Forderung "Osteland in den HVV"
wird jetzt auch von der Samtgemeinde Nordkehdingen
unterstützt. SG-Bürgermeister Edgar
Goedecke und die fünf Gemeindebürgermeister fordern
die Einbeziehung der Bahnhöfe zwischen Cadenberge
und Hechthausen, die auch von Bewohnern
des Kreises Stade genutzt werden, in den Hamburger Verkehrsverbund.
Zwar gehört Nordkehdingen selber bereits dem HVV an. Aber "über den HVV-Tarif können sich die Nordkehdinger nur bedingt freuen", schreibt das Stader Tageblatt: "Wenn sie den nächsten Bahnhof für ihren Reiseantritt wählen, zahlen sie immer noch die normalen Bahnpreise. Auch fehlt die Busanbindung an diese Stationen. Denn die Bahnhöfe liegen im Landkreis Cuxhaven... Von Balje nach Cadenberge sind es nur zehn Minuten Autofahrt, von Wischhafen nach Hemmoor braucht es eine Viertelstunde. Zum Stader Bahnhof fährt man dagegen mit dem Auto ab Balje mindestens 50 Minuten. Da ist es naheliegend, im Landkreis Cuxhaven in die Bahn zu steigen. Doch wer ab Cadenberge mit dem Metronom nach Hamburg fährt, zahlt 16,10 Euro für eine Tour. Dabei gilt ab Himmelpforten HVV-Tarif, also 6,90 Euro innerhalb der Großbereiches. Theoretisch kommt man mit zwei Fahrkarten günstiger weg: Bahnticket bis Himmelpforten für 4,90 Euro und HVV-Ticket zu 6,90 Euro. Nur praktisch kann der Bahnfahrer schlecht in Himmelpforten aussteigen, um ein neues Ticket zu lösen. Und wer im Metronom ohne gültige Fahrkarte erwischt wird, muss 40 Euro löhnen."
Mehr über den Kampf gegen die Wuchertarife für das Osteland auf dieser SONDERSEITE.
Verkehr
Auch ROW
in den
HVV
17.
11. 2008. Der Ruf "Osteland in den HVV"
findet zunehmend Widerhall. Zur Zeit werden Gespräche über eine
HVV-Ausweitung auf Teile des Kreises Rotenburg
geführt. Zumindest auf den Strecken Bremervörde
- Hamburg und Rotenburg - Hamburg
sollen Zeitkartenbesitzer zu HVV-Preisen fahren können, berichtet
die Bremervörder Zeitung unter
Berufung auf VNO-Geschäftsführer Dietmar
Opalka.
HVV-Mitgliedschaft
wird jetzt
geprüft
21.
12. 2008. Auf Initiative des SPD-Kreistagsabgeordneten Dubbert sprach
sich der Kreistag dafür aus, die Kosten für die Einbeziehung
hiesiger Bahnhöfe in den HVV zu prüfen. Wenn erste
Ergebnisse - wahrscheinlich im Frühjahr - vorliegen, sollen Verhandlungen
mit dem HVV aufgenommen werden. Im Erfolgsfall könnten zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2009 Übergangstarife zumindest für die Teilstrecke
Himmelpforten - Hemmoor in Kraft treten.
Verkehr
Hemmoor
in den
HVV
13. 8. 2009. Die Bahnhöfe Hemmoor und Hechthausen sollen in den HVV-Tarif einbezogen worden. Dafür hat sich aus Anlass eines Besuchs in Lamstedt auch der CDU- Landes- und Fraktionsvorsitzende David McAllister ausgesprochen. Noch gehört die Samtgemeinde Hemmoor einer verbundfreien Zone an, deren Bewohner bei Fahrten ins HVV-Gebiet wucherähnliche Zuschläge zahlen müssen.
Für eine Einbeziehung in den HVV hatte sich zuerst im vorigen Kommunalwahlkampf der heutige Hemmoorer Samrgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer eingesetzt. Auf Initiative des SPD-Kreistagsabgeordneten Uwe Dubbert (Hechthausen) sprach sich der Kreistag voriges Jahr dafür dafür aus, die Kosten für die Einbeziehung hiesiger Bahnhöfe in den HVV zu prüfen.
Sympathie für
Hechthausen
17. 2. 2010. Hechthausen hat beste Chancen, zum Grundzentrum befördert zu werden. Die entsprechende Forderung von Bürgermeister Bodo Neumann (SPD) stößt im Landkreis parteiübergreifend auf offene Ohren und Sympathie. Zustimmung signalisierten in der jüngsten Debatte über das Regionale Raumordnungsprogramm auch Ausschußvorsitzender Enak Ferlemann (CDU) und Erster Kreisrat Günther Jochimsen.
Neumann
unterstrich die Hechthausener Forderung, das "Tor zum Cuxland" in den Hamburger
Verkehrsverbund (HVV) einzubeziehen. Die Samtgemeinde Hemmoor gehört
bislang bekanntlich zu der "Wucherzone" zwischen Hechthausen und Cuxhaven,
in der Bahnfahrer zusätzlich zum Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes
(HVV) maßlos überhöhte Zuschläge zahlen müssen.
Verkehr
Bielefeld
für
Groß-HVV
12.
4. 2010. Cux-Landrat Kai-Uwe Bielefeld
unterstützt die Forderung, den Hamburger
Verkehrsverbund (HVV) über Himmelpforten hinaus auszuweiten,
um den Raum Hemmoor / Wingst zu "attraktivieren". Auf dem CDU-Parteitag
am Wochenende versprach er: "Wir arbeiten daran."
Noch zählen, wie mehrfach berichtet, große Teile des Ostelandes zu den verbundfreien "Wucherzonen", in denen HVV-Benutzer horrende Zuschläge zahlen müssen, wenn sie über die HVV- oder VBN-Grenze überqueren. Etliche betroffene Gemeinden hatten Hoffnungen in den Amtsantritt des Cuxhavener CDU-Abgeordneten Enak Ferlemann als Verkehrsstaatssekretär gesetzt - bislang vergebens.
Hechthausen
HVV-Tarif
"essentiell"
14. 5. 2010. Neben dem Neubau der maroden Straßenbrücke über die Oste (mehr) bewegt die politisch interessierten Bürger Hechthausens der am Dienstag vorgestellte Gemeindeentwicklungsplan (GEP), der zugleich eine Fundgrube für Informationen über den Ort und eine Art Bibel für die Zukunftsgestaltung ist. Aus der Fülle der Forderungen und Vorschläge in dem 136 Seiten starken Plan - laut Bürgermeister Bodo Neumann (SPD) der "Grundstein für eine nachhaltige Gemeindepolitik" - ragen einige Aussagen von grundsätzlicher Bedeutung hervor.
Als
"essentiell" für den Ort bezeichnet das Planungsbüro
Dörr "die Aufnahme
von Hechthausen in den Tarifverbund des
Hamburger Verkehrsverbundes (HVV)" (Seite 20), da sich dadurch "die Fahrtpreise
für den Einzelnen und damit die Mobilitätskosten erheblich reduzieren
würden" - eine alte Forderung auch der AG
Osteland.
Unabdingbar sei es auch, das Erscheinungsbildes des heruntergekommenen Bahnhofs zu verbessern - vielleicht tut sich da ja doch mal was; Bahnfahrer David McAllister hatte, wie berichtet, schon mehrfach Verbesserungen für seinen "Lieblingsbahnhof" zugesagt). (...)
Bahn
HVV schmort
im Kreistag
28. 5. 2010. Am Mittwoch, 2. Juni, 14.30 Uhr, befasst sich der Regionalausschuss des Cux-Kreistages im Kreishaus erneut mit dem leidigen Thema der Wuchertarife für Bahnfahrer zwischen Hechthausen und Cuxhaven; diese Strecke gehört bekanntlich nicht dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) an.
Die SPD-Kreistagsfraktion hatte bereits im September.2008 den Antrag gestellt, dass der Landkreis Cuxhaven für die Schienenstrecke Cuxhaven - Hamburg die Vollmitgliedschaft im HVV anstreben möge. Seither schmort der Vorgang in den Cuxhavener Gremien.
Inzwischen liegen erste Berechnungsergebnisse des HVV vor, die in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Regionalplanung und Wirtschaft präsentiert werden sollen, ebenso wie die Ergebnisse und eine Einschätzung der Situation durch den HVV. In diesem Zusammenhang soll laut Landrat Kai-Uwe Bielefeld auch über die aktuellen Planungen in Bezug auf den Niedersachsen- und den Metronom-Tarif berichtet werden.
Verkehr
ROW
kann's
5.
6. 2010. Seit Jahren ist das Osteland -
wie
vielfach berichtet - durch die Lage zwischen
den Verkehrsverbundsystemen VBN und HVV benachteiligt; wucherähnliche
Mehrkosten etwa für Nutzer der Bahnhöfe Hechthausen,
Hemmoor
oder Cadenberge sind die Folge. An
der Oberen Oste, im Kreis Rotenburg (ROW) ist das Problem
ab 1. Juli weithin gelöst, im Kreis Cuxhaven dagegen ist
der Tarifanschluss jüngst erneut auf die lange Bank geschoben worden.
ROW: Ab Juli gilt im gesamten Landkreis Rotenburg ein einheitlicher "ROW-Tarif", gestaltet in enger Anlehnung an den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen. Folge: Für Bürger etwa der Oste-Orte Bremervörde und Sittensen sinken die Ticket-Preise um bis zu 40 Prozent (!) auf das Niveau des benachbarten Verbunds. Ausführlicher Pressebericht hier.
Anders im CUX-Kreis: Hier schmort das Thema HVV-Erweiterung seit einem SPD-Vorstoss vor zwei Jahren im schwarzgelb beherrschten Kreistag. Seit der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses ist klar: Ein bereits durchgerechneter Anschluss an den HVV-Tarifbereich, der von Kreis und Gemeinden jährlich mit 670 000 Euro zu bezuschussen wäre, hätte zur Folge, dass z. B. Bahnpendler aus Cuxhaven 31 Prozent und Hechthausener 22 Prozent der bisherigen Kosten sparen könnten. Der Kreis will jedoch offenbar die Entwicklung eines Niedersachsen- bzw. eines speziellen Metronom-Tickets abwarten.
Für die Untere Oste bleibt es also vorerst bei der bisherigen Benachteiligung, die unter anderem dazu führt, dass das touristische Potential Cuxhavens oder der Wingst (außerhalb des HVV) nicht ausgeschöpft werden kann und dass der Verfall der Grundstückspreise jenseits der HVV-Grenzen weiter anhält.
Dubbert
fragt
nach HVV
XL
23.
10. 2010. Tausende von Pendlern aus dem Cuxland und dem Osteland leiden
daunter, dass ihre Region nicht zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gehört
und sie zum Beispiel für Hamburg-Fahrten Wuchertarife zahlen müssen.
Wann komt die Erweiterung des HVV - eine Art HVV XL - auf den Kreis Cuxhaven?
Was tut sich überhaupt in Sachen Nahverkehr?
Nachdem die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) in einer Presse-Information am 12. Oktober mitgeteilt hat, ab Ende 2012 werde in den in Niedersachsen verkehrenden Eisenbahnunternehmen ein einheitlicher Landestarif eingeführt, will der SPD-Kreistagsabgeordnete Uwe Dubbert (Website) aus Hechthausen, Mitglied des Regionalausschusses, nun wissen, wie es mit den Bemühungen um die Einführung des HVV-Tarifs steht und insbesondere welche Auswirkungen der Niedersachsentarif auf den HVV hat.