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Osten/Oste
Diese Website kommt aus Osten, wo die älteste deutsche Schwebefähre steht. Direkt zu den Seiten von der Oste geht es hier.

LINKS UNTEN

POST

Schwebefähren auf Briefmarken und auf Sonderstempeln - ausgefallenes Sammelgebiet eines Philatelisten aus Rendsburg. Mehr hier.

PUNK

"Transporter bridge, transport me away" - Refrain eines britischen Punkrock-Songs. Hörprobe hier, mehr in unserer Rubrik KUNST.

LYRIK

Immer wieder haben Schwebefähren  Dichter und Schriftsteller wie Peter Schütt (Foto)  fasziniert. Alle Gedichte auf unserer Seite LITERATUR.

FILM

Schwebefähren als Filmstars - in "The Young Girls of Rochefort" und auch in "Billy Elliott". Siehe ROCHEFORT und MIDDLESBROUGH.

TV

"Auf Wiedersehen, Pet" heisst die BBC-Kultserie um eine Schwebefähre - siehe MIDDLESBROUGH.

VIDEO

Exzellent gemachte Tonbildschau aus NEWPORT zum Download hier.

PLAN

Schwebefähren - Verkehrsmittel der Zukunft? Visionäre Planer wollen Fußgänger über die Themse (Foto) und über die Fulda schweben lassen: siehe INTERNATIONAL.

ARCHIV

Ältere Meldungen aus dieser Rubrik stehen hier:

2006
2005
2004
2003
Men are building too many walls, 
not enough bridges. Isaac Newton


Bitte besuchen Sie auch unsere Schwesterseite zur
Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Sie
verbindet die Standorte dreier früherer und heutiger 
 Schwebefähren: www.deutsche-faehrstrasse.de.

Tagesaktuelle Informationen
zur Deutschen Fährstraße hier.


Die Welt der Schwebefähren 2010

Newport

Youtube sperrt
Fähren-Rap


Warren und Wainwright auf Youtube

11. 8. 2010.  Die 1906 errichtete größte Schwebefähre der Welt im walisischen Newport, die zu Monatsbeginn nach zweijähriger Restaurierung (Kosten: 1,2 Millionen Pfund) wiedereröffnet worden ist, findet Erwähnung in einem Rap mit dem Titel "Newport (Ymerodraeth) State of Mind", der im Internet binnen kürzester Zeit zum Sensationserfolg wurde. Darin heißt es unter anderem: "So head over the water / on the transporter".

Das lokalpatriotische Video der Newporter Künstler Alex Warren, 24, und Terema Wainwright, 25, wurde bei der Wiedereröffnung der "transporter bridge" uraufgeführt. Daraufhin wurde es auf Youtube innerhalb von drei Tagen eine Million mal und insgesamt bisher über 2,6 Millionen Mal angeklickt - bis es gestern aus Copyright-Gründen gesperrt wurde. 

"Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von EMI Music Publishing Ltd nicht mehr verfügbar," heisst es jetzt.


Schwebefähre in Newport (Foto: Bölsche)

Bei dem Lied handelt es sich um eine Parodie auf den US-Nummer-1-Hit "New York Empire State of Mind".

Einige Teile der "Internet-Sensation" (so die britische Presse über den Newport-Rap) sind noch in den TV-Berichten der Sender  BBC und ITV über die Wiedereröffnung der Schwebefähre zu sehen, die weiterhin im Netz zugänglich sind.

Nachtrag: Unter dieser Adresse findet sich eine noch nicht gesperrte Version des Liedes - Dank für den Leserhinweis! 


Erster Schritt
zum Welterbe


Fährfreunde Breitner, Bölsche, Sienknecht

31. 3. 2010. Die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld soll - ebenso wie das Befestigungswerk Danewerk und der frühstädtische Handelsplatz Haithabu - zu einer der Welterbestätten des Landes Schleswig-Holstein werden, hat der Kieler Kulturminister Dr. Ekkehard Klug am heutigen Mittwoch angekündigt. Am Vorabend hatten Rendsburg und Osterrönfeld den ersten Schritt auf dem Weg zur Anerkennung von sieben Schwebefähren als Weltkulturerbe vollzogen: Beide Kommunen erteilten einen Auftrag zur Erstellung eines entsprechenden Antrags an die Unesco - federführend auch für die sechs Schwebefähren Osten - Hemmoor, Rochefort (Frankreich), Middlesbrough, Newport, Warrington (alle Großbritannien) und Buenos Aires (Argentinien). 

Bedeutender Tag
für das Osteland


Schwebefähren-Welttreffen in Rendsburg

Die Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg) und Bernd Sienknecht (Osterrönfeld) - beide sind ebenso wie ihre Kollegen Carsten Hubert (Osten) und Hans-Wilhelm Saul (Hemmoor) - Mitglied im Arbeitskreis deutsche Schwebefähren (AKDS) innerhalb der AG Osteland - folgten damit einer Strategie, die Anfang Oktober beim jüngsten Welttreffen der Schwebefähren-Vertreter in Osten und Rendsburg abgesprochen worden ist und in eine "Rendsburger Erklärung" einfloss. 

"Das ist ein bedeutender Tag auch für die Osteregion und für ihr überragendes Wahrzeichen," kommentiert AKDS-Sprecher Jochen Bölsche (Osten) die Bekanntgabe der Entscheidung in Rendsburg (aktuelles Foto hier). 

Den supranationale Sammelantrag an die Unesco soll von dem Darmstädter Industrie-Archäologen Rolf Höhmann vorbereitet werden, mit dem am Dienstag in Rendsburg ein entsprechender Vertrag unterzeichnet worden ist. 

Auch Osten an den
Kosten beteiligt


Archäologe Höhmann mit Carsten Hubert

Die Kosten in Höhe von 32 000 Euro trägt zu 45 Prozent die Aktivregion Mittelholstein, den Rest teilen sich Rochefort, Hemmoor und Osten sowie Rendsburg und Osterrönfeld. Die Kanalkommunen beziehen zu diesem Zweck Mittel aus der Gebietsentwicklungsplanung (GEP).

Bereits 2008 hatte die Unesco die weltweit erste Schwebefähre in Bilbao (Spanien) als Weltkulturerbe anerkannt. Dadurch ermutigt, haben sich die übrigen Fährorte entschieden, gemeinsam einen Erweiterungsantrag bei der Unesco zu stellen. 

Bessere Chancen
dank Argentinien


Schwebefähre am Kanal (Foto: Gruschka)

"Die Bilbao-Entscheidung zeigt, dass Schwebefähren grundsätzlich technische Denkmale sind", erläuterte Industrie-Archäologe Höhmann gegenüber der Presse. Verbessert würden die Chancen durch die Beteiligung Argentiniens. Höhmann: "Gerade in Südamerika ist die Unesco auf der Suche nach Weltkulturerbestätten, da es dort bislang so gut wie keine gibt."

Der Rendsburger Bürgermeister Breitner hofft, dass die Unesco über den Antrag bis zum 100. Geburtstag der Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal im Jahr 2014 entscheidet: "Das wäre ein Riesengewinn für ganz Schleswig-Holstein." 

Ein Schatz unter
der Hochbrücke


Bereits Welterbe: Schwebefähre in Bilbao

Sein Kollege Sienknecht erklärt für die Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld: "In Bilbao hat sich gezeigt, wie stark der Tourismus noch einmal ansteigt. Wichtig ist es aber auch für die Menschen in der Region, damit sie würdigen, was für einen Schatz sie hier unter der Hochbrücke hängen haben."


Haltekabel
gebrochen


Gesperrte Schwebefähre in Rochefort

2. 4. 2010. Schwere Havarie an der einzigen Schwebefähre Frankreichs in Rochefort: Experten fürchten nach einem Haltekabel-Bruch am Mittwoch um die Stabilität des 110 Jahre alten Baudenkmals. Die Fähre ist umgehend stillgelegt worden, die Charente wurde für den Schiffsverkehr gesperrt. Benachbarte Häuser mussten evakuiert werden. Der Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme ist nach französischen Presseberichten (hier und hier) nicht absehbar.


Weltschwebefähren-Konferenz in Rochefort

Rochefort war Tagungsort der 2. Weltschwebefähren-Konferenz Pfingsten 2005, bei der auch die deutschen Schwebefähren-Orte Osten und Osterrönfeld vertreten waren. - Mehr über die französische Schwebefähre auf unserer Welt-Schwebefähren-Website www.schwebefaehre.org.


Schwebefähre
mit Strumpfhose


Kunstobjekt Temenos in Middlesbrough

An der Schwebefähre im nordostenglischen Middlesbrough wird zur Zeit das weltgrößte moderne Kunstwerk geschaffen (mehr).


Temenos-Montage vor der Schwebefähre (l.)

Die Skulptur "Temenos" (griechisch = Tempel) des Star-Künstlers Anish Kapoor, die an eine gigantische Strumpfhose zwischen zwei Ringen erinnert, wird zwischen dem Fussballstadion des FC Middlesbrough und der Schwebefähre (Transporter bridge) errichtet. Die Kosten werden mit drei Millionen Euro beziffert.

Künstler inspiriert von
der Transporter bridge

In Middlesbrough, das mit der Entindustrialisierung in den 60ern in eine wirtschaftlichen Krise geraten ist und hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität aufweist, sieht man "Temenos" in erster Linie als Revitalisierungsmaßnahme. Der Großteil des Budgets kommt von der regionalen Entwicklungsagentur. Einer der Sponsoren ist der Fußballclub Middlesbrough.

Künstler Kapoor hat sich nach eigenen Angaben von der traditionellen Metall- und Schwerindustrie der Region  inspirieren lassen; auch die Schwebefähre über den River Tees habe ihn beeinflusst, heisst es in Medienberichten. Mehr...


In Argentinien
geht es voran


Vertragsunterzeichnung in Buenos Aires

31. 3. 2010. Die argentinischen Schwebefähren-Freunde haben Grund zur Freude. Wie die Stiftung X La Boca (FXLB), die sich für die Erhaltung der Schwebefähre in Buenos Aires einsetzt, dem Arbeitskreis deutsche Schwebefähren jetzt mitgeteilt hat, sind für den ersten Sanierungsabschnitt der Fähre 670 000 Pesos (etwa 130.000 Euro) bereitgestellt worden. Der Präsident der Stiftung, Oscar Andreani, und argentinische Regierungsvertreter haben am 25. März eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet (Youtube-Video hier).


Oste-Fähre auf argentinischer Website

Oste-Infomeile auf argentinischer Website

Die argentinische Regierung unterstützt, wie berichtet, auch den Sammelantrag auf Einbeziehung aller Schwebefähren der Welt in das Unesco-Welterbe, der unter der Federführung Rendsburgs erarbeitet wird.


Schwebefähren-Infozentrum Buenos Aires

Bereits im vorigen Jahr hatte die Stiftung X La Boca ein Schwebefähren-Infozentrum eingerichtet.

Auf der Website der Stiftung wird auch über das Welttreffen in Rendsburg und Osten berichtet (hier). Dazu sind Fotos von den Schwebefähren Osten - Hemmoor sowie Rendsburg - Osterrönfeld und von der Schwebefähren-Infomeile in Basbeck zu sehen.


Schwebefähre im
Zeppelin-Archiv


Schwebefähre in Marseille - vergrößern

12. 2. 2010. Ein sensationelles, bislang unbekanntes Foto der einstigen Schwebefähre in Marseille ist dieser Tage aufgetaucht. Das Foto, das uns der Krefelder Martin Jochim zu Verfügung stellt, wurde wahrscheinlich bei der ersten Südamerikareise des LZ 127 "Graf Zeppelin" an Bord gemacht. Der Photograph dieses Photos war, so Jochim, "höchstwahrscheinlich Rolf Hermann Carl, dessen Teilnahme an diesem Flug unter der Führung von Dr. Hugo Eckener  belegt ist. Carl war von 1929 bis 1933 Photograph beim Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen."


Zeppelin LZ 127 über Berlin

Nach Auskunft von Barbara Waibel vom Archiv Luftschiffbau Zeppelin GmbH war das Photographieren über Frankreich untersagt, deswegen wurden die Photoapparate der Fluggäste kurz vor der Überquerung der Grenze abgenommen wurden. Dies galt natürlich nicht für den Bordphotographen. 

Das Foto liegt zum Archiv Luftschiffbau Zeppelin GmbH und gehört zum Nachlass von Rolf H. Carl, um den sich Jochim kümmert und von dem auch diese Angaben über Carl stammen: Geboren 1908 in Landau Pfalz, Abitur 1927 in Wiesbaden, 1928 Fotographische Ausbildung München, 1929-1933 Luftschiffbau Zeppelin GmbH, bereits ab 1934 höchstwahrscheinlich bei Agfa, Experte für Schmalspurfilm 6mm, 1936-1937 Arktisexpedition mit dem "fliegenden Pater" Pater Paul Schulte, 1940 in einer Propagandakompanie, gefallen am 25. Juni 1941 vor Brest-Litowsk.

La photo est faite environ l'année 1931 au bord du zeppelin LZ127 "Graf Zeppelin". Le photographe etait probable Rolf Hermann Carl qui était photograph chez Luftschiffbau Zeppelin GmbH dans les années 1929-1933. Il est sûre qui'il était au bord du zeppelin en 1931, la première route à l'amerique de sud, avec Dr. Hugo Eckener.

Le renseignement de Barbara Waibel était qu'il était interdit de photographer sur la France. C'est pourquoi les voyageurs du zeppelin devaient céder les appareils photos avant passer la frontière francaise. 

La source du photo doit être: Archiv Luftschiffbau Zeppelin GmbH et Nachlass (succesion?)de Rolf H. Carl. Il était né en 1908 à Landau (Pfalz) baccalaureat à Wiesbaden en 1927, éducation photographique à Munic 1928, 1929-1933 Zeppelin, 1934 probablement chez Agfa jusqu'à l'année 1940 (experte pour des films de 6mm), 1936-1937 avec Pater Paul Schulte expédition à l'arctis, 1940 dans une compagnie de propaganda et mouri à la guerre le 25. juin 1941 prés de Brest-Litowsk.


Die Welt der Schwebefähren 2009

Gemeinsam zum 
Weltkulturerbe


Andreas Breitner eröffnet die Konferenz

3. 10. 2009. Die letzten noch existierenden historischen Schwebefähren der Welt streben die Anerkennung als Unesco-Kulturerbe an. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Delegierte aus Argentinien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Deutschland am 3. Oktober bei der "3. Weltschwebefährenkonferenz" im Rendsburger Hotel Conventgarten. 

Die Vertreter der überaus seltenen technischen Baudenkmale, darunter die deutschen Schwebefähren Osten - Hemmoor über der Oste (Niedersachsen) und Rendsburg - Osterrönfeld über dem Nord-Ostsee-Kanal (Schleswig-Holstein), wollen dem Beispiel Spaniens folgen, das für die 1893 erbaute älteste Schwebefähre der Welt in Bilbao bereits 2006 den begehrten Unesco-Titel erwirkt hat. 


Vertreter aus fünf Nationen an einem Tisch

In der vom Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner geleiteten Konferenz kamen die Delegierten überein, gegenüber den Regierungen ihrer jeweiligen Länder darauf hinzuwirken, mit Hilfe einer "gemeinsamen und seriellen Bewerbung" die Verleihung des Unesco-Prädikats auch für die Schwebefähren in Buenos Aires (Argentinien), Rochefort (Frankreich), Newport, Middlesbrough und Warrington (Großbritannien) sowie für die beiden deutschen Baudenkmale anzustreben.

Im Rahmen des sogenannten supranationalen Sammelantrags, so heißt es in der am Sonnabend unterzeichneten Deklaration, sei die Mitwirkung Argentiniens von "besonderer Bedeutung". Wie der deutsche Industriearchäologe und Unesco-Experte Rolf Höhmann (Darmstadt) erklärte, ist Lateinamerika bislang "stark unterrepräsentiert", was die Zahl der Weltkulturerbe-Stätten betreffe. Dies erhöhe die Chancen der ins Auge gefassten seriellen Bewerbung. 


Denkmalschützer Birgit Greiner und Wolfgang Neß

Die Mitglieder des 2003 unter der Ehrenpräsidentschaft des spanischen Königs Juan Carlos I. gegründeten Weltverbandes hatten zuvor die Schwebefähre an der Oste besucht, die zur Zeit mit einem viertägigen Fest ihr 100-jähriges Bestehen feiert. 

Der Vizepräsident des Weltverbandes, der Ostener Jochen Bölsche, bezeichnete die "Rendsburger Erklärung" als "großartiges Geburtstagsgeschenk" für das am 1. Oktober 1909 in Betrieb genommene filigrane Stahlbauwerk, das sich heute im Besitz des Landkreises Cuxhaven befindet. 

Zum Jubiläum war die Fähre in Osten von der Bundesingenieurkammer mit dem zuvor erst dreimal verliehenen Titel "'Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" ausgezeichnet worden. 

Der Vertreter der Schwebefähre in Buenos Aires, der Architekt Carlos Santa Cruz, übermittelte dem Verband die Einladung seiner Regierung, die nächste Konferenz der "World Transporter Bridges Association" in Argentinien stattfinden zu lassen. 


Vertreter der Fähre Osten - Hemmoor

Der Rendsbürger Bürgermeister Breitner, der gemeinsam mit seinem Osterrönfelder Kollegen Bernd Sienknecht die schleswig-holsteinische Schwebefähre vertrat, kündigte die Bereitschaft an, die Antragstellung mit Hilfe deutscher Unesco-Experten sowie in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz zu koordinieren. 

Die im Weltverband vertretenen acht Stahlfachwerkbauten sind die letzten von ursprünglich rund 20 Schwebefähren, die zwischen 1893 und 1915 errichtet worden sind, um die Querung von Tideflüssen und Meeresbuchten ohne Behinderung der damals vorherrschenden Segelschifffahrt zu ermöglichen. In der darauffolgenden Ära der Motorschifffahrt und des Stahlbetonbaus verloren die bizarr anmutenden Zwitterkonstruktionen - teils Brücke, teils Fähre - an Bedeutung. Die meisten wurden durch Straßenbrücken ersetzt oder durch Kriegseinwirkungen zerstört. 

Die deutschen Schwebefähren-Kommunen Rendsburg, Osterrönfeld, Hemmoor und Osten arbeiten seit 2006 in einem Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. zusammen, in dem auch der Kreis Cuxhaven als Träger der Oste-Fähre sowie deren Betreiberverein vertreten sind.


Alle Nationen
sind vertreten


Schwebefähren-Aktivistin Anne Gatehouse

29. 9. 2009. Beim Hundertjährigen der Schwebefähre Osten-Hemmoor werden Vertreter aller Schwebefähren-Nationen der Welt vertreten sein. Nachdem sich bereits vor einiger Zeit Delegierte aus Frankreich, Spanien und Argentinien für die Feierlichkeiten an der Oste und die anschließende Weltkonferenz in Rendsburg (1. bis 4. 10. 2009) angemeldet hatten, haben nun auch Gäste aus Großbritannien zugesagt.

Zwar kann Ann Gatehouse, Motor und Präsidentin der "Friends of Newport Transporter Bridge" (Fontb) in Newport (Wales), aus Krankheitsgründen nicht nach Deutschland kommen. Dafür haben aber der Newporter Verkehrs-Stadtrat David Atwell und Ehefrau Carole Atwell zugesagt, die zugleich Fontb vertreten. Councillor Atwell (Foto) kommt mit einer guten Nachricht nach Deutschland: Für die Restaurierung der Schwebefähre, die im Dezember 2007 aus Sicherheitsgründen stillgelegt worden ist, sind von der Regierung jüngst 800.000 Pfund bewilligt worden. Die Arbeiten sollen bis zum nächsten Jahr abgeschlossen sein, wenn in Newport der "Ryder Cup" ausgetragen wired, das wohl prestigeträchtigste Golfturnier der Welt, bei dem in zwei Mannschaften die besten Golfer Europas und der Vereinigten Staaten gegeneinander antreten.

Obgleich aus den beiden anderen britischen Schwebefähren-Städten Warrington und Middlesbrough keine Zusage vorliegt, werden dank der Vertreter aus Newport sämtliche Schwebefähren-Nationen bei der Weltkonferenz vertreten sein. Die Forderung, für alle Schwebefähren den Unesco-Welterbestatus zu beantragen, werde auch von den Briten unterstützt, erklärte Fontb-Präsidentin Anne Gatehouse gegenüber unserer Website: "It would be good for all bridges to gain World Heritage Status and I hope this can be achieved."

Die älteste Schwebefähre der Welt in Bilbao wird in Osten vertreten durch Vicky Buckton und José Maria Arriga. Für die letzte französische Schwebefähre in Rocheforte wollen Vizepräsident Henri Sanna (verantwortlich für das Kulturerbe der Stadt), die Tourismusexpertoin Sylvie Marcilly und ihr Kollege Remi Decoster den Ostenern gratulieren. Aus Argentinien reisen für die Schwebefähre in Buenos Aires Carlos Santa Cruz und Emilio Gómez Luengo an.


An der Oste wird
vier Tage gefeiert


Werbung für die Ostener Veranstaltungen

23. 9. 2009. Die Organisatoren des Jubiläums haben, wie Karl-Heinz Brinkmann vom Fährverein mitteilt, für die vier Festtage ein attraktives und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Nach dem Festakt am Donnerstag, 1. Oktober, 11 Uhr, wird ein Kaiser-Wilhelm-Imitator unter Schüssen der "Leher Salutbatterie" mit der Fähre einschweben. Am Nachmittag sorgt das Salon-Orchester-Niederelbe für  Unterhaltung sorgen und "Dinner for one op Platt“ die Lachmuskeln strapazieren. Aus Anlass des Fähr-Jubiläums kommt die Deutsche Post, die einen Sonderstempel herausgebracht hat mit dem "Mobilen Postamt" nach Osten. Für Kurzweil am Abend sorgen kurze Theaterstücke und Sketche aus dem Osteland.

Weitere Höhepunkte sind am Freitag, 2. Oktober, ein Bootskorso bei "Oste in Flammen“ sowie eine große Schlagerparty mit dem "Rex Richter Quintett" und Lilo Wanders, dem Stargast am Abend. Der Samstag beginnt mit einem Jazz-Frühschoppen der legendären "Katstrophenband“ und endet am Abend mit "Paddy goes to Holyhead“, Irish-Folk-Rock vom Feinsten. Manege frei, heißt es bereits am Nachmittag. Hier zeigen die Kinder vom Mitmachzirkus, was sie am Donnerstag und Freitag gelernt haben.

Der Sonntag beginnt um 9.15 Uhr mit einem Jubiläumsgottesdienst im Festzelt. Es folgt um 11 Uhr ein Country-Frühschoppen mit den "Blue Mountain Boys". Am Nachmittag formieren sich Vereine und Gewerbetreibende zum Festumzug. Im Anschluss wird Kaffee und Kuchen zu Bigband-Sound der Gruppe Soundtrain serviert.


Fährvereinsvize Brinkmann mit Festprogramm

An allen vier Tagen wird ein buntes Rahmenprogramm geboten. Auf der Oste können Museumsschiffe aus dem Museumshafen Oevelgönne bewundert werden. Wer möchte, kann mit Torfkähnen eine Rundfahrt auf dem Fluss unternehmen, bei entsprechender Witterung mit dem Heißluftballon aufsteigen oder über die bunte Marktmeile bummeln. Oldtimer und eine Ausstellung von historischen Postkarten, Briefmarken und Fotos runden das Programmangebot in Osten ab.

Auf Hemmoorer Seite dreht sich zum Fähr-Jubiläum alles um das Thema Wasser. Hier haben der Landfrauenmarkt Ihlienworth, der Kreisverband der Landfrauen Land Hadeln / Cuxhaven, die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und die Samtgemeinden Am Dobrock, Börde Lamstedt, Hadeln, Hemmoor und Sietland die "Erlebnismeile Wasserwelten“ unter dem Motto "Sehen – Staunen – Erleben – Mitmachen und vieles zum Mitnehmen" organisiert.

In Hemmoor werden ausgeschilderte Großraumparkplätze zur Verfügung gestellt. Von hier aus kann der Besucher mit einem Bus-Shuttle das Festgelände erreichen. Weitere Informationen zum Jubiläum unter www.schwebefaehre-osten.de.

Gemeinde druckt
Fähren-Faltblatt


Englischsprachiger Fähren-Flyer (Ausschnitt)

In Osten laufen unterdessen die Festvorbereitungen auf Hochtouren. So ging am Mittwoch ein von Nikolaus Ruhl gestaltetes und von der Gemeinde herausgegebenes zehnseitiges Faltblatt in Druck, das in zwei Versionen - auf deutsch und englisch - die Jubiläumsgäste über das hundertjährige Baudenkmal informieren soll. Die Texte (von Frank Auf dem Felde) und Illustrationen basieren auf den Info-Tafeln in der Ostener "Fährstuv".


Zusage sogar
aus Argentinien


Schwebefähre in Buenos Aires

10. 9. 2009. Aus Anlass des Hundertjährigen der Schwebefähre findet - wie mehrfach berichtet - Anfang Oktober in Deutschland eine Welt-Schwebefährenkonferenz statt. Dazu haben sich beim Organisationsbüro in Rendsburg Vertreter aus Frankreich, Spanien und sogar Argentinienangemeldet; mit einer Zusage aus Großbritannien wird noch gerechnet.

Die internationalen Gäste werden am Donnerstag, 30. September, in Osten erwartet, wo sie auf Einladung von Bürgermeister Carsten Hubert am folgenden Tag um 11 Uhr am offiziellen Festakt teilnehmen, auf dem Sozialstaatssekretärin Dr. Christina Hawighorst (Hannover), Landrat Kai-Uwe Bielefeld (Cuxhaven), Horst Ahlf (Fährverein) sowie und Jochen Bölsche(AK Deutsche Schwebefähren) sprechen werden.

Dritte Weltkonferenz
am Nord-Ostsee-Kanal

Am 2. Oktober fahren die internationalen Gäste zur zweitältesten deutschen Schwebefähre an den Nord-Ostsee-Kanal, wo sie von den Bürgermeistern Andreas Breitner (Rendsburg) und Bernd Sienknecht (Osterrönfeld) begrüßt werden und anderstags auf der 3. Welt-Schwebefährenkonferenz im Rendsburger Conventgarten-Hotel über die Möglichkeiten eines supranationalen Sammelantrags auf Einbeziehung aller Schwebefähren in das Unesco-Weltkulturerbe beraten. Am Rande der Konferenz können die Gäste an der Eröffnungszeremonie zum Eon-Hansecup teilnehmen, dem härtesten Ruderrennen der Welt, das unter der Rendsburger Schwebefähre ausgetragen wird.


Konferenz 2003 mit König Juan Carlos I. (M.)

Vertreter der weltweit acht noch existierenden Schwebefähren hatten erstmals im Herbst 2003 unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos I. in Madrid und Bilbao konferiert. Eine 2. Weltkonferenz fand 2005 im französischen Rochefort sur Mer statt.


Eine Ehrentafel für
das "seltene Juwel"


Gitterwerk der Schwebefähre Osten - Hemmoor

23. 9. 2009. Am 1. Oktober, zum 100. Geburtstag der Schwebefähre, verleiht die  Bundesingenieurkammer gemeinsam mit der Ingenieurkammer Niedersachsen dem Baudenkmal den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst Deutschland“. In der Begründung heißt es über das "seltene Juwel":

"Acht Schwebefähren sind weltweit von ehemals 20 Stück erhalten geblieben. Diese Raritäten, die eigentlich den Namen „Hängefähre“ verdient hätten, scheinen über das Wasser zu schweben - und hängen dabei an Seilen oder starren Trägern, die sie oberhalb des Wassers von einer Seite auf die andere ziehen. Völlig unabhängig von Wasserstand und Witterung gleiten sie sogar über zugefrorene Flüsse. Als Verkehrsmittel haben Schwebefähren schon lange ausgedient. Aufwendige Bauweisen und Unrentabilität waren Gründe für die seltene Erbauung dieser interessanten Ingenieurleistung.

Die letzten erhaltenen Schwebefähren sind Zeugen längst vergangener Tage. Sie dokumentieren als Historisches Wahrzeichen einen kurzen Zeitraum an der Schwelle zur Moderne. Die vielfältige Wertschätzung zeigt sich in den Gründungen von Vereinen und Freundeskreisen, den Ehrenvorsitz des Weltverbandes der Schwebefähren hat der spanische König Juan Carlos I. übernommen. Seit 2006 ist die Schwebefähre in Bilbao Weltkulturerbe und es gibt Bestrebungen, alle verbliebenen Schwebefähren in diesen Status mit einzubeziehen.

Die Auszeichnung 'Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland' ehrt die bedeutendsten historischen Ingenieurbauwerke unseres Landes. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bewahrt die Bundesingenieurkammer die Arbeit von Ingenieuren davor, in Vergessenheit zu geraten. Zusätzlich möchten die Kammern kommende Generationen darin bestärken, mit Mut und Kreativität außergewöhnliche Leistungen zu erbringen."

Auszeichnung erst
dreimal vergeben

Die Schwebefähre ist - nach dem Schiffshebewerk in Niederfinow, der Göltzschtalbrücke im Vogtland und dem Fernsehturm in Stuttgart - das vierte deutsche  Ingenieurbauwerk, das die begehrte Auszeichnung (Website) erhält.

Ausgewählt unter
77 Vorschlägen

Die Oste-Fähre wurde aus einer Vorschlagsliste (hier) ausgewählt, auf der 77 Bauwerke stehen.


FährStuv in Osten
feierlich eröffnet


Schlüsselübergabe an Horst Ahlf

30. 8. 2009. Viele Jahrzehnte lang konnten sich Osten-Besucher über die Schwebefähren der Welt nur mit Hilfe von ein paar Fotos zwischen der Herrentoilette und der Rezeption des Hotels Fährkrug informieren. Die Notwendigkeit eines Fährmuseum wurde bereits kurz nach der Jahrtausendwende diskutiert. Die Satzung der 2004 gegründeten AG Osteland nennt ein Fährmuseum an der Oste sogar als eines der Vereinsziele.

Am Sonntag - gerade mal einen Monat vor dem Hundertjährigen des nationalen Baudenkmals - konnte im ehemaligen Hammannschen Laden in der Fährstraße 1 wenigstens eine "Fähr-Stuv" mit Bildtafeln zur Fährgeschichte eingeweiht werden. Betrieben werden soll der freundlich gestaltete Info-Raum vom Fährverein, der auch für die laufenden Kosten aufkommt.


Fährmann  Erich Meyer vor einer der Tafeln

Bürgermeister Carsten Hubert liess noch einmal die wechselvolle Geschichte der Museumsplanung Revue passieren, in deren Verlauf ihn die AG Osteland - beim Festakt unter anderem vertreten durch ihren Vorsitzenden Gerald Tielebörger - immer wieder "begleitet und ermutigt" habe, die Pläne umzusetzen.

Ein ambitioniertes Konzept für ein "richtiges" Fähr- und Flussmuseum in der Hammann'schen Scheune scheiterte bekanntlich an der Finanzlage und dem Veto des Landkreises, der sich - obwohl Eigentümer des Baudenkmals - für die dazugehörige Informationseinrichtung offenbar nicht verantwortlich fühlte; der Landkreis war in der Feierstunde am Sonntag konsequenterweise nicht vertreten.

Nach dem Scheitern der Museumspläne, die unter starker Bürgerbeteiligung und Einschaltung auswärtiger Planungsbüros im Zuge des Ilek/Leader-Prozesses entwickelt worden waren, sahen sich die Ostener ganz allein auf sich gestellt. Während das Fährjubiläum immer näher rückte, erarbeiteten Vertreter von Fähr- und Heimatverein unter Huberts Federführung in elf Sitzungen ein Konzept für eine kurzfristig machbare Lösung in dem verwaisten Hammann'schen Ladenraum, in dem nun künftig während der Saison auch Fährtickets, Souvenirs und Fährliteratur erhältlich sein sollen.


Hemmoorer Info-Meile: Ideale Ergänzung

Spürbar erleichtert und sichtlich gerührt dankte Hubert denjenigen beiden Helfern, ohne deren Einsatz, wie er sagte, die fristgerechte Eröffnung kaum hätte gelingen können: dem Ostener Heimatpfleger Frank Auf dem Felde (verantwortlich für guten, kompakten Info-Texte) und dem Oste-Kulturpreisträger Nikolaus Ruhl (für die ansprechende grafische Gestaltung der Tafeln).

Herzlich dankte der Bürgermeister ferner Heinrich Uhtenwoldt (Farbkonzept), Jürgen Rüsch, Manfred Hinners und Manfred Riba (Licht), Rolf Licht (Boden), Günther Beckmann und Stefan Buck(Innenarbeiten) sowie Susanne Heinsohn und Silke Mahler (Eröffnungsempfang).


Gratulanten: Saul, Brauer, Tielebörger

Nach Ansprachen von Erika Borchers für den Heimatverein (der zur Überraschung vieler seine eigene Fährstube im Heimatmuseum weiterführen will) und Horst Ahlf vom Fährverein ergriffen drei Bürgermeister das Wort: Edgar Goedecke (Samtgemeinde Nordkehdingen) plädierte für eine grenzübergreifende Vernetzung der touristischen Angebote. Hans Wilhelm Saul (Stadt Hemmoor) zeigte sich "froh und dankbar", weil das Baudenkmal seit zwei Jahren "Schwebefähre Osten - Hemmoor" heißt, und wies darauf hin, dass die Ostener Fähr-Stuv und die einstimmig beschlossene Hemmoorer Infomeile einander ideal ergänzen. Dirk Brauer (Samtgemeinde) hob die Bedeutung des "guten Bürgerengagements" in Osten hervor und betonte, dass der Leader-Prozess und die AG Osteland "einiges in Bewegung gebracht" haben.


Neue Hymne für die
"Brücke von Welt"


Feiert heute Geburtstag: Schwebefähre bei Bilbao

28. 7. 2009. Während sich Osten und Hemmoor auf das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre am 1. Oktober vorbereiten, feiert das weltweit älteste Bauwerk dieser Art zwischen den Orten Portugalete und Getxo in der Nähe des spanischen Bilbao am heutigen Dienstag seinen 116. Geburtstag - mit Hüpfburgen, Kletterwänden, Reden und einer eigens komponierten Hymne. In der "Oda al puente universal" heisst es: "'De Portugalete a Getxo / sólo hay un trecho./ De Portugalete a Getxo/por el Puente Universal" ("Von Portugalete nach Getxo / gibt's nur einen Weg, / Von Portugalete nach Getxo / über die Brücke von Welt." 


Geburtstags-Pressekonferenz in Bilbao

Die spanische Schwebefähre war 2006 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden. In Bilbao wurde am 19. September 2003 der Schwebefähren-Weltverband (Website) gegründet. Mehr über die Geburtstagsfeier in der spanischen Presse.


Schwebefähren-Verbandsgründer in Spanien

Das Programm zum 100-Jährigen in Osten steht unter www.schwebefaehre.de.


Buchlesung zum
Tag der Fähren


Radfahrer stürmen die Schwebefähre

1. 5. 2009. Einen Riesenansturm von Passagieren - darunter viele Radfahrer - erlebte die Schwebefähre am 1. Mai, dem "Tag der Fähren" an der Oste. Am Nachmittag folgten rund 150 Besucher der Einladung des Fährvereins zur Vorstellung des soeben erschienenen Buches "Über die Oste - Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten - Hemmoor".


Jürgen Petschull, Gisela Tiedemann

Jochen Bölsche, Frank Auf dem Felde

Bei Bier und Bratwurst lauschten die Gäste den Autoren Gisela Tiedemann-Wingst, Jürgen Petschull, Frank Auf dem Felde und Jochen Bölsche, die hinterher viele Bücher signieren mußten.


Zuhörer der Autorenlesung an der Schwebefähre

Moderiert wurde die nachmittägliche Veranstaltung von Vereinsvize Karl-Heinz Brinkmann. Insgesamt verkaufte der Fährverein an diesem Tag eine dreistellige Zahl von Büchern.

Mehr über die Neuerscheinung weiter unten auf dieser Seite.


So urteilt die Presse:

Das hat im Oste-Jahr ja gerade noch gefehlt – und zwar wie! Doch seit gestern ist auch diese Lücke im Buchregal geschlossen: Mit "Über die Oste" haben Autoren aus dem Landkreis Cuxhaven der Schwebefähre ein literarisches Denkmal gesetzt. ... Es geht um Geschichte und Geschichten – rund um ein technisches Baudenkmal, das heute vorwiegend aus dem touristischen Blickwinkel interessant ist, aber eigentlich als Transportmittel für die Bevölkerung 1909 gebaut worden ist.Unter der Federführung von Gisela Tiedemann (Wingst) und Jochen Bölsche (Osten) hat ein Autorenteam „Kurioses, Geheimnisvolles, Spannendes, Skurriles und Wissenwertes“ zusammengetragen und auf mehr als 150 Seiten zu einer gelungenen Mischung präsentiert.

Egbert Schröder, NEZ

Weltweit sind nur noch acht Exemplare erhalten - die Schwebefähre in dem malerischen Dorf Osten reiht sich in den Reigen (fast) einmaliger technischer Baudenkmale ein. Vor 100 Jahren wurde sie gebaut. Jetzt gibt es über das historische Bauwerk das erste Buch. ... Mit seinen unterhaltsamen wie informativen Beiträgen erschließt sich die Fährgeschichte im Kontext der deutschen Regionalgeschichte der jüngsten 100 Jahre... Der großformatige Bildband (24 mal 29 Zentimeter) über die Schwebefähre und das Ostener Umfeld zeigt neben vielen historischen Fotos in zumeist hervorragender Qualität die kunst- und stimmungsvollen Aufnahmen des Ostener Fotografen Nikolaus Ruhl. Die Fotos sind echte Hingucker.

Hans-Lothar Kordländer, Stader Tageblatt


Fährenbuch hatte
Presse-Premiere


Vereinsvize Brinkmann (r.) präsentiert das Buch

28. 4. 2009. Das neue Buch "Über die Oste Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten - Hemmoor" ist am Dienstag an der Fähre der Presse vorgestellt worden. Wie Karl-Heinz Brinkmann, Vize-Vorsitzender der von Horst Ahlf geleiteten Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre, mitteilte, ist die Neuerscheinung ab Anfang Mai für 29,90 Euro erhältlich.

Foto: K.-H. Brinkmann
Hauptautoren Tiedemann-Wingst und Bölsche

Hauptautoren des 160 Seiten starken, großformatigen Buches sind die Heimatforscherin Gisela Tiedemann (Wingst) und der SPIEGEL-Autor und AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Osten). Einzelbeiträge stammen unter anderem von dem langjährigen "Stern"-Autor Jürgen Petschull (Altendorf), Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde und Kreisdenkmalschützerin Birgit Greiner, die wie Gisela Tiedemann Trägerin des Oste-Kulturpreises ist. Sehr behilflich bei den Archivrecherchen war der Hemmoorer Heimatpfleger Heino Grantz. Beraten wurde das Redaktionsteam von dem in Großenwörden lebenden Journalisten Klaus Liedtke ("National Geographic"). Alle Mitwirkenden gehören der AG Osteland an.

Für den Tag der Fähren, den 1. Mai, ab 16 Uhr hat die Fördergesellschaft, die das Buch herausgibt, eine öffentliche Lesung an der Schwebefähre angekündigt.


Schutzumschlag des Schwebefähren-Buches

In der Verlagsankündigung des Buches heißt es: "In 25 Geschichten aus 100 Jahren Fährgeschichte hat Bölsche Kurioses, Geheimnisvolles, Spannendes, Skurriles und Wissenswertes zusammengetragen. Intensiv in alten Dokumenten gestöbert hat Gisela Tiedemann und die detaillierte Geschichte der Fähre von ersten Planungen bis zur Stilllegung aufgearbeitet. Dieses Buch ist eine ebenso spannende wie ausführliche Dokumentation der Geschichte der Fähre, die heute als einmaliges Baudenkmal überregionale Beachtung findet."

Im Buch, dem der Fotograf und Designer Nikolaus Ruhl (Achthöfen) zu opulenter Optik verholfen hat, kann man schon jetzt, vor Verkaufsbeginn, blättern - hier auf der Website des MCE-Verlags.


"Der Kreis läßt uns
im Regen stehen"


Am Tag der Enthüllung strahlt die Sonne, ...

27. 3. 2009. Feststimmung herrschte am Freitag auf dem Basbecker Fährstück, wo die Eröffnung der weltweit einzigartigen Schwebefähren-Infomeile anstand. Klingende Sektgläser, frohe Gäste, strahlender Sonnenschein - bis SG-Bürgermeister Dirk Brauer in seiner Festrede auf den umstrittenen Cuxhavener Sparbeschluß einging.


... doch als Dirk Brauer "Landkreis" sagt, ...

Kaum hatte er das Wort "Landkreis" ausgesprochen, prasselten von einer Sekunde auf die andere erst Regentropfen, dann Hagelkörner auf das Festzelt und auf die noch verhüllten Info-Tafeln.


... schüttet und hagelt es wie aus Eimern

Brauer reagierte mit Blitz-Witz: "Das paßt gut zum Thema - der Kreis läßt uns im Regen stehen." Erst nach den Festansprachen flaute das Schauer ab, so dass das Publikum durch Hagelmatsch stiefeln und die Enthüllung der Tafeln verfolgen konnte, deren Einbindung in gefällige Stahlrahmen (Firma Bütje) und in vier ansprechend gestaltete Rastplätze allgemeine Anerkennung fand.


Kreis gibt Fähre
dem Verfall preis 


Bei der Schwebefähre Osten soll der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden. Das bedeutet, dass auch der Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert wird; Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen.

Kreistagsbeschluß vom 11. 3. 2009


Besucheransturm auf die Schwebefähre

13. 3. 2009. Fassungslos reagiert die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. auf den Beschluß des Cuxhavener Kreistages, aus Spargründen den Erhaltungsaufwand für das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor künftig auf "das Mindestmaß" zu reduzieren. "Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen," heißt es in dem am Mittwochabend ergangenen Kreistagsbeschluß weiter.

Mit der Entscheidung bahnt sich nach Ansicht der gemeinnützigen AG Osteland ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehens der ältesten Schwebefähre Deutschlands "eine Freveltat von nationalen Dimensionen" an: "Der Kreis, Eigentümer des Bauwerks, ist offenbar bereit, sein einziges Baudenkmal von nationaler Bedeutung kaputtzusparen." 

Der Beschluß habe zur Folge, dass eine Sanierung des am 1. Oktober 1909 in Betrieb genommenen Stahlbauwerks ausgeschlossen wäre, falls die als "Eiffelturm des Nordens" beworbene Fähre - wie zuletzt 2001 - erneut wegen Baumängeln stillgelegt werden müßte. 

Der finanzielle Aufwand für die Schwebefähre soll, heißt es weiter in dem Beschluß der Kreispolitiker, künftig auf das "Niveau der Verkehrssicherungspflicht" beschränkt werden. Nach Ansicht der AG Osteland bedeutet diese Klausel, dass künftig lediglich verhindert werde, "dass etwa herunterfallende Schrottteile Menschen gefährden". 

Mit der "faktischen Preisgabe der Fahrbereitschaft" des Baudenkmals, das im vergangenen Jahr Demonstrationsfahrten für 37.500 Fahrgäste absolviert hat und Ziel von über 300 Bussen war, wird nach Ansicht der 340 Mitglieder starken Arbeitsgemeinschaft Osteland "die Axt an die Wurzel des gerade aufkeimenden Tourismus an der Oste gelegt, der die größte Entwicklungschance für den peripheren ländlichen Raum in den Landkreisen Rotenburg/Wümme, Stade und Cuxhaven darstellt." Denn jedem Touristikexperten sei bekannt: "Nur eine Fähre, die fährt, ist ein Besuchermagnet." 

Die Schwebefähre über dem längsten niedersächsischen Nebenfluß der Elbe ist eines von nur acht weltweit noch erhaltenen Bauwerken dieser Art. Weithin bekannt geworden war das Baudenkmal während einer Stilllegungsphase im Herbst 2003, als der in Sachen Denkmalschutz engagierte spanische König Juan Carlos I. in seiner Eigenschaft als Ehrenpräsident des Weltverbandes der Schwebefähren an die Weltöffentlichkeit appellierte, die acht noch existierenden Schwebefähren zu erhalten: "Sie gehören der gesamten Menschheit." 

Das Baudenkmal an der Oste ist - ebenso wie die zweite deutsche Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld - Wahrzeichen der 2004 eröffneten "Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel", die rund 50 Fähren, Brücken, Scheusen, Sperrwerke und andere maritime Sehenswürdigkeiten verbindet und erheblich zur Stärkung der Wirtschaftskraft der küstenfernen Regionen entlang der Route beiträgt. 

Die Schwebefähre Osten - Hemmoor, ein Meisterwerk der Ingenieurkunst der Gründerzeit, war in den vergangenen Jahren wiederholt vom Fernsehpublikum zu einem der schönsten Bauwerke Norddeutschlands gewählt worden. Die Bundesingenieurkammer hat vor kurzem entschieden, ihr zur Feier des hundertjährigen Bestehens am 1. Oktober den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" zu verleihen. 

Nach einem Gutachten des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege ist die Schwebefähre über der Oste ein "Kulturdenkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung aus baugeschichtlichen, technikgeschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen". Sie sei "von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt" anzusehen. Im nationalen Maßstab stelle die Fähre den "einzigen noch erhaltenen reinen Schwebefährentypus" dar. 

Der Arbeitskreis deutscher Schwebefähren hat zum Jahresbeginn unter Federführung des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner eine Initiative gestaltet, die beiden letzten deutschen Schwebefähren - eine dritte stand bis 1923 in Kiel - zum Unesco-Weltkulturerbe erklären zu lassen. 


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Willkommen im Reich der filigranen Riesen

Jochen Bölsche
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Man nennt sie Schwebefähre, Fährbrücke, transporter bridge, pont transbordeur, puente transbordador, aerial transfer bridge, aerial ferry, zweefbrug, transportbrug oder zwevend veer (niederländisch), droghad ymmyrkey (gälisch), zubi transbordadorea (baskisch) oder Gondolový most (tschechisch) - allesamt sind sie Meisterwerke der Ingenieurskunst einer versunkenen Epoche. Die meisten sind längst verschrottet, nur acht sind weltweit noch als Baudenkmal erhalten wie die Schwebefähre in Osten an der Oste (Deutschland). Diese Website informiert auf über 30 Seiten über sämtliche Schwebefähren der Welt.-

Alle auf
einen Blick



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Dieses Schaubild - hier klicken - zeigt auf einen Blick sämtliche 20  Schwebefähren der Gegenwart und Vergangenheit.

Fast 10 Jahre
im Web

Über 45.000 Besucher haben die Website schwebefaehre.org besucht, seit sie im August 2000 freigeschaltet wurde. Nach drei Jahren wurde die  Seite stark erweitert und erneuert. Die alte Website kann hier noch eingesehen werden.

Stahlkoloss
mit Website

"Stählerner Koloss mit eigener Internet- Präsenz / Jochen Bölsche setzt sich mit Homepage für die Ostener Schwebefähre ein" - unter dieser Überschrift berichten die Cuxhavener Nachrichten 2003 über diese Website. Bericht lesen.

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