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Osten/Oste
Diese Website kommt aus Osten, wo die älteste deutsche Schwebefähre steht. Direkt zu den Seiten von der Oste geht es hier.

LINKS UNTEN

POST

Schwebefähren auf Briefmarken und auf Sonderstempeln - ausgefallenes Sammelgebiet eines Philatelisten aus Rendsburg. Mehr hier.

PUNK

"Transporter bridge, transport me away" - Refrain eines britischen Punkrock-Songs. Hörprobe hier, mehr in unserer Rubrik KUNST.

LYRIK

Immer wieder haben Schwebefähren  Dichter und Schriftsteller wie Peter Schütt (Foto)  fasziniert. Alle Gedichte auf unserer Seite LITERATUR.

FILM

Schwebefähren als Filmstars - in "The Young Girls of Rochefort" und auch in "Billy Elliott". Siehe ROCHEFORT und MIDDLESBROUGH.

TV

"Auf Wiedersehen, Pet" heisst die BBC-Kultserie um eine Schwebefähre - siehe MIDDLESBROUGH.

VIDEO

Exzellent gemachte Tonbildschau aus NEWPORT zum Download hier.

PLAN

Schwebefähren - Verkehrsmittel der Zukunft? Visionäre Planer wollen Fußgänger über die Themse (Foto) und über die Fulda schweben lassen: siehe INTERNATIONAL.

ARCHIV

Ältere Meldungen aus dieser Rubrik stehen hier:

2005

2004
2003

Men are building too many walls, 
not enough bridges. Isaac Newton


Bitte besuchen Sie auch unsere Schwesterseite zur
Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Sie
verbindet die Standorte dreier früherer und heutiger 
 Schwebefähren: www.deutsche-faehrstrasse.de.

Tagesaktuelle Informationen
zur Deutschen Fährstraße hier.


Die Welt der Schwebefähren 2006

Schwebefähre
unter den Top Ten

Foto: Jochen Bölsche
Fünftschönstes Bauwerk Niedersachsens

26. 12. 2006. Das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor ist das fünftschönste Bauwerk Niedersachsens. In ganz Norddeutschland belegt die Fähre den 9. von insgesamt 100 Plätzen.

Mit diesem großartigen Ergebnis endete am 2. Weihnachtstag eine Zuschauerumfrage des NDR-Fernsehens in der Reihe "Hitlisten des Nordens". Das Gesamtergebnis - zur Wahl standen 100 Bauwerke - kann hier betrachtet werden.

Auf Platz eins rückte das Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim. Besser als die Schwebefähre schnitten in Niedersachsen neben diesem Bauwerk nur noch der Hildesheimer Dom, das Wilhelmshavener Rathaus und die Bauernhäuser im Alten Land ab. Vor Osten rangieren in Schleswig-Holstein lediglich das Lübecker Holstentor und der Leuchtturm Westerheversand, in Bremen das Rathaus und in Hamburg die Köhlbrandbrücke.

Bemerkenswert, welche 91 zum Teil europaweit berühmten Bauwerke weniger Stimmen als der "Eiffelturm des Nordens" bekamen: in Hamburg zum Beispiel das Rathaus, der Michel und das Chilehaus, ferner das Schweriner Schloß, die Kaiserpfalz in Goslar und das Ehrenmal in Laboe.

Begeistert äußert sich der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland e. V. zu dem Ergebnis. "Das großartige Resultat bestätigt alle, die in den letzten Jahren für die Erhaltung und die Wiederinbetriebnahme des in seiner Art weltweit einzigartigen Baudenkmals an der Oste gekämpft haben," freut sich Sprecher Jochen Bölsche (Osten).

"Die Auszeichnung als fünftschönstes Bauwerk Niedersachsens ist von unschätzbarem Wert für die Förderung des Tourismus im wirtschaftsschwachen Elbe-Weser-Dreieck, speziell für die Propagierung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren überragendes Wahrzeichen die Schwebefähre an der Oste ist."

Bölsche weiter: "Die Beliebtheit der Schwebefähre muß künftig verstärkt genutzt werden, den Bekanntheitsgrad des gesamten Ostelandes zu erhöhen. Das Ergebnis ermutigt dazu, mit Blick auf das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre im Jahre 2009 den Aufbau des im Zuge des Ilek-Prozesses und der Ostener Dorfentwicklung geplanten Besucherzentrums mit Fluß- und Fährmuseum beschleunigt in Angriff zu nehmen und auf Landes- und Landkreisebene zügig in die Vorbereitung für angemessene Jubiläumsfeierlichkeiten für dieses Baudenkmal von nationalem und europäischem Rang einzusteigen."

Die Ostener Schwebefähre war  mit prächtigen Fotos von Nikolaus Ruhl (Altendorf) und mit einem informativen Text - in dem es natürlich auch um den Fährenfreund König Juan Carlos II. geht - auf dieser NDR-Website vorgestellt worden.


Japaner studieren
die "Fährienstraße"


Osteland-Vorsitzende mit japanischen Experten
25. 12. 2006. Die japanische Regierung will sich beim Ausbau ihres Ferienstraßen-Netzes an Erfahrungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen orientieren. Zu diesem Zweck hat das Tokioter Verkehrsministerium die Initiatoren der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel zu einem Symposium nach Japan eingeladen.

Bereits im Frühherbst hatten zwei Beauftragte der japanischen Regierung, Keisuke Ota und Akiko Miwa-Gonlin, Europa bereist, um in Frankreich, Italien und Deutschland diverse Versuche zu studieren, strukturschwache Regionen durch die Einrichtung von Ferienrouten zu stärken.

Auch die rund 150 deutschen Ferienstraßen stießen auf Interesse. Bei ihrem mehrtägigen Deutschland-Besuch richteten die Japaner ihr Augenmerk am Ende aber vor allem auf die 2003 eröffnete, 250 Kilometer lange "Fährienstraße", die von Bremervörde am Elb-Nebenfluß Oste in Niedersachsen bis zur Kieler Förde an der Ostsee führt.

Die länderübergreifende Route verbindet rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten und wird mit dem Slogan "Frohe Fährien im frischen Norden" beworben. Wahrzeichen sind die historischen Schwebefähren über den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld und über die Oste zwischen Osten und Hemmoor.

Experten Miwa und Ota in Gräpel

Besonders beeindruckt zeigte sich die japanische Delegation auch von der handbetriebenen Prahmfähre in Gräpel an der Oste (Landkreis Stade), die von Gastwirt Helmut Plate wie in alten Zeiten auf den Ruf "Fährmann, hol öber" hin betrieben wird.

In einem Schreiben an den Initiator der Ferienstraße, den Ostener SPIEGEL-Redakteur und Osteland-Vize  Jochen Bölsche, hoben die japanischen Experten im November auch den "umfassenden Einsatz von Massenmedien und Internet" zur Propagierung der Route hervor. Im Internet wird die Ferienstraße in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in zehn Weltsprachen beworben, darunter auch Chinesisch und Japanisch.

Als Besonderheit empfanden die Japaner den Umstand, dass das Ferienstraßenprojekt ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Privatleuten, darunter zunächst vor allem von Mitgliedern der Unternehmergemeinschaft Hemmoor (Vorsitz: Wolfgang Fels), und ohne staatliche Zuschüsse angekurbelt worden war; zu Beginn standen lediglich Sponsorengelder der Volksbanken Stade/Cuxhaven zur Verfügung.

"Ihr persönlicher Enthuasiasmus wird die japanischen Zuhörer beeindrucken," begründeten die Experten aus Fernost jetzt ihre Entscheidung, Vertreter des Trägervereins der Ferienroute, der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., nach Tokio einzuladen.


Osteland-Vize Bölsche stellt das Projekt vor

Im Rahmen der fünftägigen Reise in der letzten Januarwoche soll der AG-Osteland-Vorsitzende Gerald Tielebörger (Hemmoor) - einer von drei europäischen Gästen - vor allem erläutern, wie der Verein seine "effektive Informationsvermittlung" organisiert und wie er es geschafft hat, "das Engagement der Bürger und der Verwaltungen" in Niedersachsen und Schleswig-Holstein für die Ferienroute wachzurufen, wie Yoshiharu Namikawa vom Tokioter Verkehrsministerium das spezielle japanische Interesse an dem norddeutschen Tourismusprojekt begründet.

Der 2003 gegründeten und in Osten/Oste ansässigen AG Osteland, die sich als Lobby für das 1800 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Oste in den niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme versteht, gehören mittlerweile 158 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Einzelpersonen an, darunter mehr als 20 Bürgermeister von Kommunen zwischen Rendsburg und Bremervörde.

Die Deutsche Fährstraße bündelt entlang der stillen Oste, der mächtigen Niederelbe und des Nord-Ostsee-Kanals (NOK), der meistbefahrenen künstlichen Schiffahrtsstraße der Welt, drei spezielle Routen für Radler, Auto-, Wohnmobil- und Motorradfahrer sowie für Wasserwanderer.

Der Nordabschnitt der Deutschen Fährstraße, der auch als "NOK-Route" und als "Straße der Traumschiffe" beworben wird, ist nach einer Neugestaltung im vorigen Sommer vom Kieler Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen für die touristische Nutzung freigegeben worden.

Die Infrastruktur des niedersächsische Südabschnitt soll demnächst im Zuge der Integrierten Ländlichen Entwicklungsplanung (Ilek) des Landes Niedersachsen verbessert werden. Geplant sind Schiffs- und Bootsanleger, Orientierungstafeln und Schutzhütten.


Ostener Fährverein
jetzt online


Startseite der neuen Vereins-Website

20. 12. 2006. Pünktlich zum neuen Jahr hat sich die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre eine eigene Website mit Fahrzeiten, Fahrpreisen und anderen Daten zum nationalen Baudenkmal an der Oste zulegt.

Zu der von Beisitzer Karl-Heinz Brinkmann (Oste-Web-Design) gestalteten Homepage des Fährvereins geht es hier.


Neues Schwebefähren-Faltblatt (Vorderseite)

Neues Schwebefähren-Faltblatt (Rückseite)

In der Rubrik Download kann auch der ebenfalls von Brinkmann produzierte neue Flyer zur Schwebefähre betrachtet werden, der unter anderem auf der Internationalen Grünen Woche Ende Januar in Berlin präsentiert werden soll.


"Schwebefähre" ist
"eindeutig Seilbahn"


Die angebliche Schwebefähre im Internet

2. 10. 2006. Der Tourismusförderung soll eine sogenannte Schwebefähre dienen, die, wie mehrfach berichtet, in Kürze die Wupper unterhalb der berühmten Müngstener Eisenbahnbrücke überqueren soll. Nachdem bereits die Arbeitsgemeinschaft deutsche Schwebefähren öffentlich darauf hingewiesen hat, dass die Bezeichnung Schwebefähre für die neue Flußquerung unzutreffend ist, hat sich jetzt auch der TÜV Süd geäußert.

Wie das Solinger Tageblatt meldet,  hat der Experte Klaus Süfke vom TÜV geurteilt: "Wir haben es eindeutig mit einer Seilbahn zu tun" - also nicht mit einer Schwebefähre. Dennoch wird in der Tourismuswerbung der Region weiterhin die irreführende Bezeichnung verwendet. 

Mehr über die Mogelfähre hier.


Hundertjahrfeier
mit 14 000 Gästen


Wegweiser an der Schwebefähre in Newport

20. 9. 2006. Eine Fülle von Ideen für die Hundertjahrfeier der Schwebefähre an der Oste, die 2009 ansteht, haben Mitglieder der AG Osteland und der Ostener Fördergesellschaft von einer einwöchigen Erkundungstour zu den Schwebefähren Großbritanniens mitgebracht (große FOTO-SONDERSEITEhier).


14 000 Menschen feierten Newports Schwebefähre

Höhepunkt der Reise war am vorigen Wochenende ein mit enormem Aufwand vorbereitetes und mit großem Erfolg gefeiertes Festival, bei dem 14 000 Mewnschen das hundertjährige Bestehen der Schwebefähre in der walisischen Hafenstadt Newport feierten.


Schwebefähre in Middlesbrough

Zuvor waren die englischen Fährorte Middlesbrough, Warrington und Widnes-Runcorn besucht worden.

Auf Erkundungstour
durch Großbritannien


Osteland-Vize Bölsche besuchte vier Fährorte

Auch in England und Wales kennt man die Schwebefähre in Osten, wie die Besucher aus Deutschland feststellten. Neben der imposanten und prächtig illuminierten Newporter "transporter bridge" waren rechtzeitig zum Hundertjährigen Tafeln und Wegweiser montiert worden, die auf die weltweit sieben noch erhaltenen "Schwesterfähren" hinweisen, darunter die beiden deutschen in Osten/Hemmoor und in Rendsburg/Osterrönfeld. 


Schwebefähren-Besucherzentrum in Middlesbrough

Auch im Besucherzentrum an der Fähre im nordostenglischen Middlesbrough unterrichtet eine Informationstafel über den "Eiffelturm des Nordens" an der Oste.


Schwebefähren-Modell in Newport

Beeindruckt waren die Besucher aus dem Osteland von den Informationszentren und Museen an den Schwebefähren in Newport und Middlesbrough, in denen Interessierte nicht nur Souvenirs und Literatur bekommen, sondern sich auch an Fährmodellen und zum Teil am Computer-Monitor ein Bild von der Funktionsweise der technischen Wunderwerke machen können - Möglichkeiten, die nach dem Willen der Fördergesellschaft und der AG Osteland spätestens zum Hundertjährigen auch an der Oste geschaffen werden müssen.

100-Jahr-Feier im
Osteland 2009


Die Schwebefähre in Newport

Den Auftakt der Festwoche in der ehemaligen Stahlmetropole Newport bildete - exakt hundert Jahre nach der Inbetriebnahme der dortigen Schwebefähre - die Einweihung einer hypermodernen Fußgängerbrücke über den Fluß Usk durch britische Regierungsvertreter.

Im Stadtmuseum illustrierte unterdessen eine umfangreiche Foto- und Dokumentenschau mit dem Titel "Ferdinand's flying ferry" die Geschichte der Fähre, die der französische Ingenieur Ferdinand Arnodin konstruiert hat.

Zip-glide: Abseilen aus 50 Metern Höhe

Viel Zuspruch fand ein "zip-glide" genanntes Vergnügen: Gegen eine Spende konnten sich Wagemutige aus etwa 50 Metern Höhe von der Schwebefähre abseilen lassen.

Eine lokale Brauerei brachte zum Fest eine neue Biermarke mit Schwebefähren-Logo auf den Markt. Eine Kunstausstellung, eine Bootsregatta, Laientheater-Aufführungen und Darbietungen eines eigens gegründeten Chors namens "Steel Throats" (Stahlkehlen) ergänzten das Jubiläumsprogramm.

Abertausende beim
Jubiläumsfestival


Internationales Publikum in Newport

Zum Abschluß der Jubiläumswoche feierten Abertausende auf einer riesigen Grünfläche an der Fähre ein Festival mit buntem Programm und prominent besetzten Musikbühnen sowie rund hundert Fahrbetrieben, Imbiß- und Info-Ständen.


Bobbies wachen über das Fähr-Festival

Ein zwanzigköpfiger, aus Profis zusammengesetzter Organisationsstab sowie britische "bobbies" und an die zweihundert Security-Kräfte sorgten dafür, dass die Jubelfeier den Charakter eines friedlichen und beschwingten Familienfestes behielt.


Auch Horst Ahlf läßt sich in Newport inspirieren

Vor der Erkundungsreise nach Newport, wo sich unter anderem auch Horst Ahlf, Vorsitzender des Ostener Fährvereins, informierte, hatte  AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Schwebefähren, im nordenglischen Middlesbrough Gespräche mit Verwaltungsvertretern über die mit Erfolg betriebene Einbeziehung der dortigen Schwebefähre in das lokale Stadtmarketing geführt.


Schwebefähre als Mittel des Stadtmarketing

Die von wirtschaftlichem Niedergang betroffene Hafenstadt nutzt ihre mustergültig restaurierte Schwebefähre konsequent für die Imagebildung und für die Touristenwerbung.


Das neue Stadt-Logo: die stilisierte Fähre

Eine stilisierte Schwebefähre bildet auch das neue Stadt-Logo.

Nostalgie-Fotos im
"Old Transporter"


Runcorn: Hier stand einst der "Transporter"

Eher traurig stimmten Besuche in der Chemiestadt Warrington am Mersey, wo eine denkmalgeschützte Schwebefähre auf einem unzugänglichen Industriegelände vor sich hinrostet, und in der benachbarten Doppelstadt Widnes / Runcorn: Dort war 1961, nach Inbetriebnahme einer neuen Brücke, die alte Schwebefähre, eine der schönsten der Welt, verschrottet worden.


Gondel der verschrotteten Fähre in Runcorn

Heute erinnern sich viele Einheimische voller Wehmut an die alte "transporter bridge", die liebevoll "trannie" genannt wird, und bedauern die Freveltat von einst.


Schwebefähren-Theater in Runcorn

Ein kürzlich eingeweihtes Theater wurde nach einer Umfrage in der Bevölkerung auf den Namen "The Transporter Theatre" getauft.


Benannt nach der Schwebefähre: Pub in Runcorn

Auch ein Pub namens "The Old Transporter" mit vielen Nostalgie-Fotos hält die Erinnerung an das verschrottete Wunderwerk wach, dessen Schicksal der Schwebefähre an der Oste glücklicherweise erspart geblieben ist.


Geschmückte Fähr-Gondel in Newport

Im Osteland müßte, meint der Ostener Fährenfreund Bölsche, möglichst bald mit den ersten Überlegungen für das Jubiläum der 1909 eröffneten Schwebefähre begonnen werden.


Festival-Publikum in Newport

Bölsche: "Die 100-Jahr-Feier dieses nationalen Baudenkmals bietet die einmalige Chance, das Wahrzeichen des Ostelandes und damit die ganze Elbe-Weser-Region durch ein Festjahr mit bundesweiter Ausstrahlung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken."


Ein Festival mit
Atmosfähre

Worüber freut sich dieser Ostener Gastwirt so königlich?
Was treibt dieser komische Vogel am Drahtseil?
Was hat dieser Punk-Rocker mit der AG Osteland zu tun?
Und warum fliegen diese Piloten unter einer Schwebefähre hindurch?

Antworten liefert diese große SONDERSEITE mit den besten Fotos vom Festival zum 100-jährigen Bestehen der Schwebefähre im britischen Newport.


Webcam an der
Schwebefähre


Tielebörger und Brauer mit Webcam-Bildausdruck

2. 9. 2006. Die Schwebefähre Osten - Hemmoor im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven kann als erstes Bauwerk dieser Art in Kontinentaleuropa auf Livebildern im Internet betrachtet werden. 


Webcam-Bild aus Osten - aktualisieren

Pünktlich zum 1. September hat der Hemmoorer Erste Samtgemeinderat Dirk Brauer auf der kommunalen Website www.hemmoor.de eine Seite freigeschaltet, auf der minütlich aktualisierte Bilder zu sehen sind, die eine Webcam auf dem Turm der Ostener St.-Petri-Kirchengemeinde ins weltweite Netz sendet.

Als "Freudentag" für die Region zwischen Elbe und Weser bezeichnet Gerald Tielebörger, Vorsitzender der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die mit einer Spendenaktion zur Finanzierung beigetragen hat, den Tag der Inbetriebnahme. 

Zuvor waren im Internet nur aktuelle Bilder einer Schwebefähre im britischen Middlesbrough zu sehen gewesen, die eine BBC-Webcam rund um die Uhr einfängt.


"Perle der
Architektur"


Ostener Schwebefähre auf der NDR-Website

9. 8. 2006. Das NDR-Fernsehen sucht in seiner Reihe "Hitlisten des Nordens" zur Zeit "die schönsten Bauwerke Norddeutschlands".

Zu einer vom Sender zusammengestellten "Auswahl von 100 Perlen der Architektur" gehört auch die Ostener Schwebefähre. Alle Zuschauer sind aufgefordert, für ihre (bis zu fünf) Favoriten zu stimmen - auf dieser Website.


Wo steht Norddeutschlands schönstes Bauwerk?

Vorgestellt wird das Bauwerk vom NDR mit drei Fotos, unter anderem einer Nachtaufnahme, und dem folgenden Text:

Im Norden Niedersachsens zwischen Hamburg und Cuxhaven findet sich ein bundesweit ungewöhnliches Bauwerk, die sog. Schwebefähre über die Oste. Die Schwebefähre, das Wahrzeichen des Ostelandes, wurde im Auftrag der Gemeinde Osten von dem Eiffel-Schüler Louis Pinette entworfen und am 1. Oktober 1909 eingeweiht.

Die älteste Schwebefähre Deutschlands, rund 38 Meter hoch und 80 Meter lang, verband den blühenden Handelsplatz Osten auch bei Hochwasser und Eisgang mit der 1896 fertiggestellten Bahnlinie Harburg - Cuxhaven, ohne die rege Segelschifffahrt auf der Wasserstraße Oste zu behindern. Nachdem die Fährverbindung 1974 durch eine Straßenbrücke abgelöst worden war, verhinderte eine Bürgerinitiative den Abriss und erwirkte, dass das Bauwerk als erste Schwebefähre weltweit unter Denkmalschutz gestellt und 2004 als Baudenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt wurde.

Über vier Jahre lang wurde der Stahlfachwerkbau generalüberholt und nun schwebt sie wieder über den Ostefluss zwischen Hemmoor und Osten, für Radfahrer, Wanderer und Touristen. Für die Erhaltung der letzten acht - von einstmals 20 - Schwebefähren kämpft die 2003 gegründete World Transporter Bridges Association unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos I.

Zur Abstimmung.


100-Jahr-Feier
in Newport


Vorbericht zum Newport-Jubiläum

9. 8. 2006.  Die Schwebefähre im britischen Newport (Südwestwales) wird am kommenden 16./17. September 100 Jahre alt. Geplant sind ein Riesen-Festival, ein Vergnügungspark, Feuerwerk, Chöre, ein Zirkus und vieles mehr, wie das Stadt-Magazin "Newport Matters" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet. Das Blatt kann hier (PDF-Version) gelesen werden.


Vorbericht zum Newport-Jubiläum

Das komplette bunte Festivalprogramm steht unter www.crowpoint.co.uk.


"Goldie Lookin' Chain" an der Schwebefähre

Die Stadt-Offiziellen sprechen vom größten Fest, das Newport je erlebt hat. Mit dabei: die Newporter Erfolgsgruppe Goldie Lookin' Chain. 


Newporter Schwebefähre im Film "Tiger Bay"

Horst Buchholz in "Tiger Bay"

Zu den prominentesten Gästen zählt der Filmstar Hayley Mills


Übertragung unterbrochen

>Newporter Schwebefähren-Fördervereins und bekannt aus dem unter anderem an der Newporter Schwebefähre gedrehten Film "Tiger Bay" (mit Horst Buchholz).


"Mogel-Fähre"
vor dem Start


Geplante Seilbahn an der Müngstener Brücke

10. 8. 2006. Über der Wupper, unterhalb der Müngstener Brücke bei Solingen, soll, wie mehrfach berichtet, demnächst eine Seilbahn für Fußgänger in Betrieb gehen, die von den Tourismuswerbern der Region konsequent, aber falsch "Schwebefähre" genannt wird.

Dieser Tage wurde bereits das Kostüm präsentiert, das die sogenannten Fährleute auf der Seilbahn tragen sollen: eine "rustikale Streifenhose in bequemer Weite mit Hosenträgern und einer dazu passenden Bluse mit goldenen Knöpfen" sowie "einen schwarzen Hut mit orangefarbenen Band und einem weiten Umhang aus wasserabweisendem Stoff", wie das Solinger Tageblatt heute meldet.


Einstige (orange) und jetzige Schwebefähren

Dennoch - es bleibt dabei: In Europa gibt es lediglich sieben historische Schwebefähren (siehe Karte, eine achte noch existierende Schwebefähre befindet sich in Buenos Aires).

Dazu kommt eine touristischen Zwecken dienende Mini-Schwebefähre, die im Herbst 2003 bei Mönchengladbach über dem Flüßchen Niers in Betrieb genommen wurde - als "Erlebnisbrücke" an der deutsch-niederländischen Fahrradroute "Fietsallee" (siehe Foto).


ZDF-Osten-Film
auch im Internet


ZDF-Film über die Schwebefähre im Internet

5. 8. 2006. Der im Juni bundesweit ausgestrahlte ZDF-Film über die Ostener Schwebefähre ist auch als Video im Internet verfügbar.

Diese Website informiert über den Inhalt des Films; sie enthält unter anderem einen Link zu der Ostener Seite www.schwebefaehre.org.

Direkt zum Film-Start geht es hier.


Erste Schwebefähre
UN-Weltkulturerbe


Weltkulturerbe: Ostens Schwesterfähre in Bilbao

13. 7. 2006. Große Freude bei den Schwebefähren-Freunden in aller Welt: Das Welterbe-Komitee der Unesco, das zur Zeit im lettischen Vilnius tagt, hat am Donnerstag entschieden, die älteste Schwebefähre der Welt bei Bilbao (Spanien) auf die Liste der Weltkulturerbe-Stätten zu setzen. 

Der Arbeitskreis deutsche Schwebefähren, zu dem sich Vertreter der beiden einzigen deutschen Bauwerke dieser Art in Osten (Niedersachsen) sowie bei Rendsburg und Osterrönfeld (Schleswig-Holstein) im Rahmen der AG Osteland zusammengeschlossen haben, hat die Unesco-Entscheidung begrüßt und den spanischen Kollegen Glückwünsche übermittelt.

Nach Ansicht des Arbeitskreis-Sprechers Jochen Bölsche (Osten) verbessern sich durch die Unesco-Entscheidung die Aussichten, langfristig den begehrten Unesco-Titel auch für das norddeutsche Schwebefähren-Duo zu erlangen. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten vor kurzem die Bürgermeister von Rendsburg und Osterrönfeld, Andreas Breitner und Jörg Sibbel, sowie ihr Ostener Kollege Carsten Hubert abgegeben.

Die jetzt zum Weltkulturerbe erklärte Schwebefähre zwischen Portugalete und Getxo in der Nähe des baskischen Bilbao wurde 1893 gebaut und gilt als "Mutter aller Schwebefähren", von denen es ursprünglich weltweit rund 20 gab. Die acht noch existierenden Schwebefähren haben sich 2003 zu einem Weltverband zusammengeschlossen, dessen Schirmherr der spanische König Juan Carlos I. ist.

Während die Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal im Besitz des Bundes ist, gehört die Schwebefähre über die Oste dem Landkreis Cuxhaven, der die 1909 gebaute Stahlkonstruktion nach einer rund 1,5 Millionen Euro teuren Erneuerung im April wieder für touristische Demonstrationsfahrten freigegeben hat.

Die Ostener Schwebefähre war 2005 von der Bundesregierung auf die Liste der Baudenkmale von nationaler Bedeutung gesetzt worden. Im Herbst 2009 soll ihr 100-jähriges Bestehen unter anderem mit einem Treffen des Weltverbandes gefeiert werden.

Außer in Spanien und Deutschland existieren Schwebefähren noch in Buenos Aires (Argentinien), Rochefort (Frankreich) sowie in Newport, Middlesbrough und Warrington (Großbritannien).

Zur Unesco-Pressemitteilung.


Das virtuelle
Fährmuseum


Wandbemalung im Hemmoorer Lokal "Kochlöffel"

24. 6. 2006. Das von vielen geforderte Fährmuseum an der Oste-Schwebefähre läßt auf sich warten. Jetzt gibt es aber immerhin schon mal ein virtuelles Fährmuseum im Internet: Auf dieser Seite sind rund 50 Darstellungen der Schwebefähre Osten - Hemmoor aus zehn Jahrzehnten zu sehen: Bilder zwischen Kitsch und Kunst.


Tourismus-Boom an
der Ostener Fähre


Touristen-Ansturm auf die Schwebefähre

12. 6. 2006. Die Zahl der Busse, die sich seit der Wiederinbetriebnahme zu Besichtigungstouren zur Schwebefähre angemeldet haben, hat inzwischen die 200 deutlich überschritten

Das allein entspricht rund 10 000 Touristen, von denen rund zwei Drittel die hiesige Gastronomie nutzen. 

Darüber hinaus wächst stetig die Zahl der Busse, die ohne Anmeldung Osten ansteuern, sowie der Pkw-, Rad-, Motorrad- und Wohnmobil-Touristen.


Osten in der "Bild"-Zeitung - vergrößern

In den gut sechs Wochen seit der Wiederinbetriebnahme am 21. April haben nach Angaben der Fördergesellschaft rund 11 000 zahlende Passagiere die Schwebefähre benutzt. Eine der Ursachen des Besucheransturms ist die deutschlandweite Medienarbeit der Fördergesellschaft sowie der AG Osteland


Osten im "Kölner Stadt-Anzeiger" - vergrößern

Große TV- und Funkberichte sowie Artikel in Fachzeitschriften und Zeitungen über das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor sind nicht nur in Niedersachen, sondern bundesweit erschienen (Beispiele oben anklicken).


"Fährstraße ein
echtes Erlebnis"


Denkmalschutz-Sendung am Sonntag im ZDF

11. 6. 2006. Mit einer Empfehlung, die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel zu befahren und rund 50 Brücken, Fähren, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten kennenzulernen ("ein echtes Erlebnis"), klang am Sonntagmittag ein ZDF-Beitrag über das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor aus.


Hamburg zeigt
Schwebefähren


Marseille-Bild von Raoul Dufy

11. 6. 2006. "Marseille zu Gast - im Licht des Südens" heißt eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle (vom 16. Juni bis 17. September), die neben den Malern auch die Fotografen vorstellt, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der Provence-Metropole ihre Motive fanden.

Mit der rund 80 Werke umfassenden Auswahl, die aus dem Musée des Beaux-Arts und dem Musée Cantini in Marseille stammt, bringt die Schau erstmals alle Impulse zusammen, die von der Mittelmeerstadt in jener Zeit ausgingen. Überragendes Motiv: die damalige Schwebefähre.


Kunstpostkarte aus Marseille

Zu den wichtigsten Künstlern, die in Marseille wirkten, zählte Paul Cézanne, der Vater der Moderne. Georges Braque und Raoul Dufy vollzogen hier den Wandel zum Kubismus.

"Eine Ikone des
Industriezeitalters"

In der "Welt am Sonntag" heißt es heute über die Ausstellung, auch berühmte Fotografen wie Man Ray hätten Marseille geschätzt: "Ein technisches Meisterwerk zog sie an: 'Le Pont transbordeur', eine Schwebefähre über das Hafenbecken. Die Lichtbildner sahen in dem von gewaltigen Eisenträgern geprägten Bauwerk eine Ikone des Industriezeitalters sowie des 'Neuen Sehens' und fotografierten es aus allen erdenklichen Perspektiven."

Schwebefähren-Kunst aus Marseille hier.

Mehr in den Rubriken KUNST und MARSEILLE.


Fachblatt würdigt
"sagenhafte Arbeit"


"Industrie-Kultur"-Titelbild (Ausschnitt)

11. 6. 2006. Die international angesehene Fachzeitschrift "Industrie-Kultur" stellt in ihrer soeben erschienenen Ausgabe 2/2006 die letzten acht noch erhaltenen Schwebefähren der Welt vor. In dem Artikel würdigt Chefredakteur Sven Pardua die Arbeit der Ostener Fährfreunde.

In dem Betrag heißt es unter anderem: "Die verbliebenen Schwebefähren haben immer mehr Liebhaber gefunden, die sich weltweit organisieren. Das vorläufige 'Aus' der Schwebefähre in Osten wegen baulicher Mängel hatte die Freunde dort zu einer sagenhaften Lobbyarbeit angetrieben: Im Ergebnis wurde die seit 1974 nur noch für den Tourismus betriebene Schwebefähre umfassend saniert.


Gründungsmitglieder des Weltverbandes (2003)

Im Jahr 2000 hatte die Fördergesellschaft in Osten ihre Internetseite online gestellt, die aktuell und weltweit über die Schwebefähren-Landschaft berichtet, gestaltet von dem umtriebigen Webmaster Jochen Bölsche.

Nach dem Motto 'Gemeinsam sind wir stark' wurde so ein vorbildliches Netzwerk aufgebaut. 2003 hob die Ostener Fördergesellschaft auch den Weltverband der Schwebefähren mit aus der Taufe. Dir Ehrenpräsident ist der beliebte spanische König Juan Carlos. Noch in diesem Jahr soll die Schwebefähre im spanischen Portugalete Teil des Weltkulturerbes werden."

Der volle Wortlaut steht hier.


Bald Fährienstraße
durch halb Europa?


Karte von Nikolaus Ruhl für den Weltverband

6. 6. 2006. Für die Erweiterung der Deutschen Fährstraße zu einer Art Europäischen Fährstraße hat sich der Präsident des Weltverbandes der Schwebefähren, Javier Cardenal, gestern gegenüber der spanischen Presse ausgesprochen.

Die geplante Ferienroute solle nach Cardenals Vorstellungen sieben Schwebefähren in vier europäischen Ländern verbinden, meldet "Terra" (Wortlaut hier).


König Juan Carlos I. mit Welt-Präsident Cardenal

Zu den ins Auge gefaßten Etappenzielen zählen neben den Baudenkmalen bei Bilbao (Spanien) und in Rochefort (Frankreich) auch die britischen Fähren in Newport, Middlesbrough und Warrington sowie die deutschen Schwebefähren in Osten/Hemmoor und Rendsburg/Osterrönfeld.

Schon in Kürze
Weltkulturerbe?


Schwebefähre in Portugalete bei Bilbao

Der Plan soll auf einer Arbeitskonferenz des Weltverbandes am 7./8. September in Spanien erörtert werden. Der Verband, dessen Ehrenpräsident der spanische König Juan Carlos I. ist, rechnet für die nächsten Wochen mit der Ernennung der ältesten Schwebefähre der Welt in Portugalete bei Bilbao zum Unesco-Weltkulturerbe.

Bei der Konferenz wird der Arbeitskreis Deutscher Schwebefähren der AG Osteland e. V., wie dessen Sprecher Jochen Bölsche mitteilt, durch fünf seiner Mitglieder vertreten sein

Der Delegation des deutschen Dachverbandes gehören auch Bürgermeister Andreas Breitner (Stadt Rendsburg) und Bauamtfrau Birgit Greiner (Landkreis Cuxhaven) sowie Horst Ahlf und Peter Burmester von der Ostener Fördergesellschaft an.


Deutsche Fährstraße
weltweit beworben


Ausschilderung der Deutschen Fährstraße

1. 6. 2006. Die Schwebefähren in Osten - Hemmoor und Rendsburg - Osterrönfeld sind die Wahrzeichen der Im Mai 2004 eröffneten, 250 Kilometer langen Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. 


Die Deutsche Fährstraße auf Chinesisch

Inzwischen hat die Deutsche Zentrale für Tourismus die Ferienstraße in ihr deutsches "Top 50"-Angebot aufgenommen und ihr eine Seite in ihrem Internet-Angebot gewidmet (hier). 

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Fährstraßen-Werbung in vielen Sprachen

Seit dem Frühjahr 2006 wird die Deutsche Fährstraße von der DZT auch international beworben - bitte die jeweilige Flagge anklicken.


BBC-Webcam sendet 
Livebilder aus England

Die Transporter Bridge von Middlesbrough, die den River Tees überspannt, ist die größte noch in Betrieb befindliche Schwebefähre der Welt. Im Jahre 1907 erbaut (Video hier), befördert sie 750 Passagiere und 600 Fahrzeuge pro Tag. Eine BBC-Webcam (siehe Foto) überträgt tagsüber aktuelle Schnappschüsse von der Fähre. Mehr unter MIDDLESBROUGH.

Eine ähnliche Webcam soll auch an der Schwebefähre Osten - Hemmoor, auf dem Turm der Ostener St.-Petri-Kirche, installiert werden, wie Jochen Bölsche (www.schwebefaehre.org) in einem Interview der Niederelbe-Zeitung und der Cuxhavener Nachrichten ankündigt (Wortlaut hier).


Ein Festtag für
das Osteland


21. April: Die Schwebefähre fährt und strahlt

21. 4. 2006. Nach mehr als vierjährigem Kampf um die Wiederinbetriebnahme setzte sich um 11.57 Uhr bei strahlendem Sonnenschein die Schwebefähre Osten - Hemmoor, die mancher schon abgeschrieben hatte, wieder in Bewegung, nachts wurde sie erstmals illuminiert. 

Mehr über den Festtag für das Osteland auf dieser SONDERSEITE.

22. 4. 2006. Der 2. Vorsitzende der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor, Jochen Bölsche, hat sein Amt niedergelegt. Zur Begründung schrieb er am 21. April in einem Brief an den 1. Vorsitzenden Horst Ahlf: "Mit der heutigen Wiederinbetriebnahme ist das Ziel erreicht, das ich mir vor vier Jahren selbst gesetzt habe: die Fähre wieder zum Schweben zu bringen. Weil meine Kräfte begrenzt sind, konzentriere ich sie jetzt auf meine Arbeit als 2. Vorsitzender der AG Osteland."


Neues Osteland-Heft

In der Reihe "Osteland-Texte" der AG Osteland ist zur Wiederinbetriebnahme ein Heft mit dem Titel "100 Jahre in der Schwebe" erschienen. Der Text (Word-Datei) von Jochen Bölsche steht hier im Internet.


Schwebefähren sollen 
Weltkulturerbe werden


Die Mitglieder des Schwebefähren-Dachverbandes

13. 4. 2006. Die beiden einzigen noch erhaltenen deutschen Schwebefähren sollen in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden. Dieses langfristige Ziel haben sich die Vertreter der Fährorte Osten und Hemmoor sowie Rendsburg und Osterrönfeld gesetzt, die am Donnerstag in Osten einen "Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren / German Transporter Bridges Association" gegründet haben; der Dachverband hat rechtlich die Form eines Arbeitskreises innerhalb der AG Osteland e. V..


Hochbrücke mit Schwebefähre bei Rendsburg

Die  Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg), Jörg Sibbel (Osterrönfeld) und Carsten Hubert (Osten) sowie der 1. Samtgemeinderat Dirk Brauer (Hemmoor) und Bauamtfrau Birgit Greiner vom Landkreis Cuxhaven, dem Eigentümer der Oste-Fähre, wollen eng zusammenarbeiten, um den historischen Wert der technischen Baudenkmale, von denen weltweit nur noch acht existieren, hervorzuheben, sie verstärkt in den Mittelpunkt kultureller und touristischer Aktivitäten zu stellen und zu diesem Zweck gemeinsam mit europäischen "Schwesterfähren" EU-Fördermittel einzuwerben.

Für das länderübergreifende Projekt "Weltkulturerbe deutsche Schwebefähren" will sich der Arbeitskreis zunächst um Unterstützung durch die Landesämter für Denkmalpflege in Hannover und Kiel bemühen. Gemeinsam mit Schwebefährorten in Spanien, Frankreich und Großbritannien war bereits im vergangenen Jahr im französischen Rochefort eine europaweite Kooperation vereinbart werden.


Kommunalpolitiker Brauer, Breitner, Hubert, Sibbel

In ihrem Bemühen um den Unesco-Status sieht sich der deutsche Dachverband durch die älteste Schwebefähre der Welt bei Bilbao (Spanien) ermutigt, die nach Angaben des Arbeitskreis-Sprechers Jochen Bölsche (Osten) bereits im Sommer mit der Verleihung des begehrten Weltkulturerbe-Ranges rechnen kann wird. Für die einzige außereuropäische Schwebefähre in Buenos Aires ist ein entsprechendes Antragsverfahren zu Jahresbeginn eingeleitet worden.


Erwartet den UN-Status: Schwebefähre bei Bilbao

Die 1909 gebaute Schwebefähre bei Osten wird nach umfassender Sanierung vom 21. April an einmal stündlich für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung stehen. Die Schwebefähre am Nord-Ostsee-Kanal ist seit 1913 Teil der Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld und kann als Nahverkehrsmittel kostenlos benutzt werden.

Beide Schwebefähren, Wahrzeichen der jeweiligen Region, zählen zu den Hauptattraktionen der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren Projektmanagement der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. obliegt. Auf deren Initiative fand auch die Gründung des Dachverbandes statt. Gastgeber war Horst Ahlf, Vorsitzender der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor. - FOTO OBEN: KARSTEN HEILEMANN


Unesco-Prädikat
für Buenos Aires?

17. 3. 2006. Die Schwebefähre von Buenos Aires - einziges Bauwerk dieser Art außerhalb Europas - soll nach dem Willen argentinischer Denkmalschützer den Rang des Unescp-Weltkulturerbes erhalten. Zu diesem Zweck muss das Baudenkmal aufwendig restauriert werden. Die argentinischen Schwebefähren-Freunde haben Kontakt zu den Betreibern der ältesten Schwebefähre der Welt in Portugalete bei Bilbao im spanischen Baskenland aufgenommen, die im kommenden Sommer - wie hier berichtet - Weltkulturerbe werden soll.

Mehr in unserer Rubrik BUENOS AIRES.


Dachverband der
Schwebefähren


Die Ostener Gondel wird zur Zeit restauriert

17. 3. 2006. Ein nationaler Schwebefähren-Dachverband soll die beiden einzigen deutschen Baudenkmale dieser Art - über der Oste zwischen Osten und Hemmoor in Niedersachsen und über dem Nord-Ostesee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld - künftig gemeinsam bewerben und gegenüber europäischen Fördergremien vertreten. Die Dachorganisation wird sich am Gründonnerstag, 13. April, in Osten (Kreis Cuxhaven) konstituieren.

Das neue Bündnis zwischen der "Eisernen Lady", wie die Rendsburger ihr Bauwerk nennen, und der "horizontalen Schwester des Eiffelturms", so der Scherzname für die historische Fährbrücke über der Oste, ist als nationaler Dachverband im Rahmen bestimmter EU-Förderprogramme antragsberechtigt. Entsprechende nationale Vertretungen existieren bereits in Spanien, Frankreich und Großbritannien, wo ebenfalls Schwebefähren - Meisterwerke der Ingenieurkunst aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende - erhalten sind.

Zur Gründungssitzung im Ostener Hotel "Fährkrug" werden unter anderem die Bürgermeister von Rendsburg und Osterrönfeld, Andreas Breitner und Jörg Sibbel, sowie Bauamtfrau Birgit Greiner als Vertreterin des Landkreises Cuxhaven anreisen; der Kreis ist Träger des nationalen Baudenkmals über der Oste. 

Die Vertreter der beiden deutschen Schwebefähren arbeiten bereits in einem 2003 gegründeten Weltverband zusammen, dessen Ehrenpräsident der spanische König Juan Carlos I. ist. Seit 2004 existiert eine Arbeitsgemeinschaft Osteland, der das Projektmanagement der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel obliegt, die unter anderem der gemeinsamen touristischen Vermarktung der beiden Baudenkmale dient und in deren Rahmen nun die nationale Schwebefähren-Vertretung in Form einer Fachgruppe arbeiten wird. Die Fährorte Osten und Osterrönfeld sind voriges Jahr eine Gemeinde-Partnrschaft eingegangen.

Zu den Themen der Gründungskonferenz wird die Frage zählen, ob für die beiden Schwebefähren der Status des Unesco-Weltkulturerbes angestrebt werden soll. Diesen Weg haben, so Jochen Bölsche, Vizepräsident des Weltverbandes und Organisator des Treffens, zwei andere Nationen bereits eingeschlagen.

Die älteste Schwebefähre der Welt, die 1893 errichtete sogenannte "Mutter aller Schwebefähren" im spanischen Portugalete bei Bilbao, erwarte nach starkem Engagement des spanischen Königshauses und der Madrider Regierung für diesen Sommer die Verleihung des begehrten UN-Titels. Argentinische Denkmalschützer haben soeben angekündigt, nach einer gründlichen Restaurierung der Schwebefähre in Buenos Aires ebenfalls das Unesco-Prädikat anstreben zu wollen.

Der UN-Rang bewirkt nach deutschen Erfahrungen in aller Regel eine Vervierfachung der Touristenströme. Zu den Voraussetzungen für eine Verleihung des Unesco-Titels zählen eine möglichst originalgetreue Restaurierung, ein attraktives Umfeld und die Einbindung in kulturelle, pädagogische und touristische Konzepte. 

Eine Antragstellung gilt, wie Vorgespräche mit Vertretern des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege ergeben haben, als außerordentlich aufwendig, kostspielig und langwierig. Immerhin haben Experten wie der amerikanische UN-Berater Professor Eric Deloney zumindest dem Rendsburger Baudenkmal gute Chancen für den Unesco-Titel eingeräumt.

Die Rendsburger Schwebefähre, deren Erhaltung durch Verträge aus der Kaiserzeit gesichert ist, obliegt der Obhut der Wasserstraßenverwaltung des Bundes. Der Landkreis Cuxhaven als heutiger Eigentümer der 1909 eingeweihten Schwebefähre Osten hat das Bauwerk mit Fördergeldern - unter anderem der EU - in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro restaurieren lassen. 

Die Fähre wird nach der offiziellen Wiederinbetriebnahme im Rahmen eines Festakts am Freitag, 21. April, nach über vierjähriger Zwangspause erneut für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung stehen.


Festakt am
21. April


Wieder gut in Farbe: die Schwebefähre

14. 3. 2006. Die viereinhalbjährige Zwangspause für die Schwebefähre Osten - Hemmoor nähert sich ihrem Ende. Die Restarbeiten am nationalen Baudenkmal  kommen voran. 

Nachdem die Gemeinde Osten den maroden Zaun an der Slipanlage erneuert hat, macht sich die Firma Gaetke jetzt daran, den Fahrerstand und das Dach der Gondel herzurichten.

Anschließend wird die Firma Uthenwoldt aus Oberndorf die Scheinwerfer zur Illuminierung installieren, die durch eine Spendenaktion ermöglicht worden ist.

Für Freitag, 21. April, 11 Uhr lädt der Eigentümer der Fähre und Bauherr der Sanierungsarbeiten, der Landkreis Cuxhaven, rund 100 Gäste zu einer offiziellen Einweihungsfeier in den Ostener Fährkrug. Am selben Tag kann die Fähre von allen, die mitfeiern wollen, kostenlos benutzt werden.

"Eines der bedeutendsten
deutschen Denkmale"


Website des Landesamtes (Ausschnitt)

15. 3. 2006. Die Schwebefähre Osten - Hemmoor zählt aus Sicht der Landesregierung zu den wichtigsten Denkmalen ihrer Art in ganz Deutschland.

Auf der Website des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz heißt es wörtlich: "Für die niedersächsische Denkmalpflege war es eine große Herausforderung, dass es trotz der hohen Kosten gelungen ist, eines der bedeutendsten technischen Denkmale der Bundesrepublik in seinem äußeren Erscheinungsbild und insbesondere in seiner technischen Funktionsfähigkeit wieder herzustellen und der Öffentlichkeit weiterhin präsentieren zu können." Kompletter Text hier...


FAZ empfiehlt
schwebefaehre.org


Miniatur-Schwebefähre bei Mönchengladbach

9. 3. 2006. "Wer sich in der Welt der Schwebefähren umsehen möchte, ist im Internet mit www.schwebefaehre.org gut bedient", empfiehlt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Dienstag-Ausgabe) unsere Website. 

Aus Anlaß der Eröffnung einer Mini-Schwebefähre bei Mönchengladbach stellt die renommierte Zeitung ihren Lesern die weiteren acht weltweit noch existierenden Schwebefähren vor, unter anderem die Bauwerke in Osten - Hemmoor und Rendsburg - Osterrönfeld.

"Schwebefähren haben Betrachter stets fasziniert... Schwebefähre - schon der Begriff ist Poesie," schreibt die FAZ. Kompletter Wortlaut hier


Schwebefähre mit
neuem Namen


Der neue Name für das nationale Baudenkmal

28. 1. 2006. Obwohl nur jedes zweite Mitglied aus Osten stammt, galt die Schwebefähren-Fördergesellschaft jahrzehntelang zu Unrecht als rein Ostener Verein und das nationale Baudenkmal als eine Art Ostener Besitz. Im 31. Jahr seines Bestehens hat sich der Verein, der seit der Gründung 1975 von dem Gastwirt Horst Ahlf geführt wird, jetzt demonstrativ geöffnet und der historisch gewachsenen Rivalität zwischen Osten und Hemmoor eine Absage erteilt.


Rekordbesuch: 60 Mitglieder im Fährkrug

>>> Einmütig beschloß die Jahreshauptversammlung mit einer Rekordbeteiligung von 50 Mitgliedern am Freitag in Ahlfs Ostener Fährkrug, die Fähre - die bereits seit über 30 Jahren im Besitz des Landkreises ist - im Vereinsnamen als "Schwebefähre Osten - Hemmoor" zu bezeichnen (vorher: "Schwebefähre in Osten"); damit folge der Verein dem internationalen Brauch, Fähren nach beiden Orten zu benennen, die sie verbinden, begründete der 2. Vorsitzende Jochen Bölsche seinen Antrag.

>>> Ein weiterer von ihm gestellter Antrag, dem Vorstand solle kraft Amtes künftig nicht nur, wie bisher, der Bürgermeister von Osten angehören, sondern auch der jeweilige Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister, erweiterte die Versammlung auf Empfehlung des Ostener Bürgermeisters Carsten Hubert um die Einbeziehung auch des jeweiligen Stadthemmoorer Bürgermeisters; einstimmig wurde der Vorstand beauftragt, eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten.

>>> Mit Blick auf zusätzlichen Arbeitsaufwand  - im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier der Fähre und der Schwebefähren-Weltkonferenz 2009, dem Aufbau eines Fährmuseums/Besucherzentrums, der Kooperation im Rahmen der Deutschen Fährstraße, des Ilek-Planungsprozesses und der Beteiligung an EU-Förderprogrammenwurde der Vorstand um vier Beisitzer erweitert, von denen drei aus Hemmoor stammen.

Mit Hemmoor-Power
ins 2. Jahrhundert


Beisitzer Brauer, Brinkmann, Schuster, Kanthack

Zu Beisitzern wählte die Versammlung einstimmig den Ostener Postbediensteten und Internet-Experten Karl-Heinz Brinkmann, den neuen Hemmoorer Ersten Samtgemeinderat Dirk Brauer, den Hemmoorer IG-Bahnhofstraßen-Vorsitzenden Curt Schuster und den Hemmoorer Spitzenbeamten Kay Kanthack. Alle vier sind übrigens zugleich Mitglieder des "Schwestervereins" AG Osteland.

"Ein Dorfvorstand kann
das nicht mehr leisten"


Vorsitzender Horst Ahlf beim Tätigkeitsbericht

Die Blutzufuhr durch das neue vierköpfige Top-Team wurde vom Vorsitzenden Ahlf begrüßt: Die Verstärkung erleichtere es, das nationale Baudenkmal in sein 2. Jahrhundert zu führen, es überregional verstärkt touristisch zu vermarkten und seine Erhaltung langfristig politisch abzusichern. Diese Arbeit habe, so Ahlf, "Dimensionen angenommen, die ein Dorfvorstand nicht mehr leisten kann".

Der Hemmoorer Ratsherr Johannes Schmidt begrüßte die Beschlüsse als "wichtige Botschaft an die Adresse Hemmoors, dass der Fluß aus Ostener Sicht nichts Trennendes mehr darstellen darf".


Schatzmeister Burmester: 7197 Euro Spenden

Guter Kassenstand,
aber kein Geld

Alle bisherigen Vorstandsmitglieder waren zuvor pauschal und einmütig in ihren Ämtern bestätigt und für weitere drei Jahre gewählt worden: neben dem Vorsitzenden Ahlf und seinem Stellvertreter Bölsche auch Peter Burmester in seiner Doppelfunktion als 2. Stellvertreter und Schatzmeister, Erika Borchers als Schriftführerin, Erich Meyer als 2. Schatzmeister und Bärbel Zander als 2. Schriftführerin. Kassenprüfer bleiben Ewald Tietzel und Herbert Guthahn, der dem Schatzmeister saubere Arbeit bescheinigte.

Burmester hatte zuvor berichtet, dass sich das Spendenaufkommen vor allem durch die Aufrufe zur Illuminierung der Schwebefähre ("Die Oste leuchtet") auf insgesamt 7197 Euro vervielfacht habe. Allein durch die von der AG Osteland herausgegebenen Oste-Sondermarken der österreichischen Post seien 1688 Euro hereingekommen. Außerdem lägen Sachspenden-Zusagen für zwei Scheinwerfer vor.

Außer den sechs weiteren Scheinwerfern und der Verkabelung müsse der Verein dieses Jahr für die Umgestaltung der Gondel und des Umfeldes aufkommen, so dass er "zwar einen guten Kassenstand, aber eigentlich kein Geld" habe, erklärte Burmester und liess eine Spendendose herumgehen.


Samtgemeinde-Vertreter Brauer: Frischer Wind

Zu Beginn der Versammlung hatte Ahlf seine Freude darüber ausgedrückt, dass nach Jahren "mal wieder" die Samtgemeinde Hemmoor in der Jahreshauptversammlung vertreten war. Der neue Erste Samtgemeinderat Dirk Brauer (vorher erfolgreicher SG-Bürgermeister im Sietland und demnächst parteiloser Kandidat für das Hemmoorer SG-Bürgermeisteramt) wurde nicht nur umgehend Mitglied der Fördergesellschaft, sondern erweckte mit seinem Grußwort auch den Eindruck, dass im Rathaus schon jetzt ein frischer Wind weht.

Die Schwebefähre, der "Eiffelturm des Nordens", müsse in die Werbung für die Samtgemeinde Hemmoor "ganz intensiv" einbezogen werden. Wenn die Fähre erhalten und gefördert werde, geschehe das nicht als Wohltat für Osten und Hemmoor, sondern zur Förderung der gesamten Oste-Region.

Eine Webcam für
die Schwebefähre?


Heimatvereinsvorsitzende Erika Borchers

Am Rande der Versammlung schwärmte der neue Mann im Rathaus für die Idee, eine Webcam an der Schwebefähre zu installieren und mit den Live-Bildern die amtliche Samtgemeinde-Website www.hemmoor.de aufzuwerten.

Kay Kanthack als Vertreter der Stadt betonte die Bedeutung des Baudenkmals auch für Hemmoor, das, wie Brauer zuvor formuliert hatte, "so viele bedeutende Bauwerke ja nicht hat".

Für den Kreis erinnerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Johannßen daran, dass sein Ostener Fraktionskollege Herbert Guthahn "immer wieder für die Fähre getrommelt habe" und dass die Einwerbung von Fördergeldern und die positiven Beschlüsse der Kreisgremien ohne die Tüchtigkeit der  Denkmalpflegerin Birgit Greiner kaum gelungen wären.


Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger

Die Ostener Heimatvereinsvorsitzende Erika Borchers unterstrich in ihrem Grußwort die traditionell gute Zusammenarbeit beider Vereine. Für die AG Osteland berichtete Vorsitzender Gerald Tielebörger über die "stürmische Entwicklung" seines zwei Jahre alten Vereins, der sich als "Schwester" der Fördergesellschaft versteht und seinen Mitgliederbestand im vorigen Jahr verdoppelt hat. Sogar in der Versammlung der Fördergesellschaft wurden Tielebörger Aufnahmeanträge für die AG Osteland zugesteckt - von Landkreis-Vertreterin Birgit Greiner, Architekt Hannes Wesch und Fährvereins-Vize Peter Burmester.

Ostens Bürgermeister Carsten Hubert drückte seine Freude darüber aus, dass es gelungen sei, "durch Einsatz aller Kräfte über alle Parteigrenzen hinweg" die Wiederinbetriebnahme der Fähre zu erreichen. Der Wunsch, ein Fährmuseum oder Besucherzentrum möglichst zur 100-Jahr-Feier 2009 einzurichten, müsse zum  "Leitprojekt" im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (Ilek) Kehdingen-Oste erhoben werden.

Vorsitzender Ahlf, der zugleich dem Tourismus-Ausschuß der Samtgemeinde vorsteht, bekräftige den Wunsch verstärkter Zusammenarbeit über den Fluß hinweg: "Hemmoor sollte sich mit seinem Highlight identifizieren." Ahlf bedauerte jedoch, dass der Stadthemmoorer Bürgermeister Grube sein Versprechen nicht eingehalten habe, in der sogenannten "jungen Stadt an der Oste" einen Schiffsanleger vorzuhalten.

Die Deutsche Fährstraße, so Ahlf, "zeigt bereits Wirkung" in Form von Vorbestellungen: "Das Telefon steht nie still." Fast 50 Bus- und ungezählte Radgruppen hätten für die nächsten Monate "fest gebucht"


Kreis-Denkmalschützerin Birgit Greiner

In einer hochinformativen Fotopräsentation rief Landkreis-Bauamtfrau Birgit Greiner, verantwortliche Ingenieurin für die Sanierung, noch einmal die Zeit der Bauarbeiten in Erinnerung. Ab Ende Febraur sollen Fahrgaststand sowie Gondeldach und -verkleidung  erneuert und die Scheinwerfer angebracht werden. Wenn das Wetter mitspiele, könnten diese Abschlußarbeiten Mitte April beendet sein: "Versprechen kann ich nichts."

Die Reihe der Berichte endete mit einer Bilderpräsentation des 2. Vorsitzenden Jochen Bölsche, der über die Weltschwebefähren-Konferenz 2005 in Rochefort informierte. Er plädierte dafür, von den Erfahrungen der Franzosen zu lernen: Unverzichtbar für eine touristische Aufwertúng der Fähre seien neben der jetzt gesicherten Illuminierung sowie einem repräsentativ gestalteten Umfeld und einem Besucherzentrum im Ostener Ortskern auch die Einbeziehung von Künstlern und Werbeprofis und eine bessere interkommunale und internationale Zusammenarbeit.

Eine Stärkung der Verbindung nach Hemmoor war bereits 2004 in dieser Stellungnahme gefordert worden.


Schwebefähre auf
www.ostechronik.de


Erste Projektskizze zur Schwebefähre (1903)

16. 1. 2006. Ein bebilderter Beitrag über die Geschichte der Ostener Schwebefähre steht seit dem Wochenende auf der Website ostechronik.de.

Die äesenswerten Homepage wird gestaltet von dem Oldendorfer Pastor Burkhart Ziemens, dem Bosseler Landwirt Hartmut Jungclaus und dem Stader Archäologen Dietrich Alsdorf.




Erste Schwebefähre 
wird Weltkulturerbe

Schwebefähre in Portugalete bei Bilbao

1. 1. 2006. Der ältesten Schwebefähre der Welt im spanischen Portugalete bei Bilbao soll im neuen Jahr der Status des Weltkulturerbes der Unesco zuerkannt werden. Das erklärte Javier Cardenal, Präsident der "World Transporter Bridges Association"  (Weltverband der Schwebefähren), gegenüber der spanischen Presse.


König Juan Carlos I. mit Schwebefähren-Delegation

Cardenals deutscher Stellvertreter Jochen Bölsche (Osten/Niedersachsen) zeigt sich zuversichtlich, dass die Verleihung des begehrten Titels dazu beitragen wird, dass die technikgeschichtliche Bedeutung der übrigen sieben noch erhaltenen Bauwerke dieser Art - in Großbritannien, Frankreich, Argentinien sowie in Deutschland - zunehmend erkannt werde. 

Die beiden einzigen deutschen Schwebefähren überqueren den niedersächsischen Elbnebenfluß Oste zwischen Hemmoor und Osten sowie den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld.


Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld

Vor allem der Schwebefähre an der Rendsburger Hochbrücke werden in der internationalen Fachwelt gute Chancen eingeräumt, im Falle einer Antragstellung ebenfalls den Unesco-Status zuerkannt zu bekommen. 

Der amerikanische Wissenschaftler Professor Eric DeLoney vom federführenden UN-Beratungsgremium Icomos (International Council on Monuments and Sites) hatte bereits 2003 versichert, die Hochbrücke über den Kanal sei derart "unique" und "outstanding", dass der Unesco-Titel auch für sie gerechtfertigt wäre.

Für die 1893 von dem spanischen Ingenieur Alberto Palacio erbaute "Puente Colgante" an der Biskaya, die älteste Schwebefähre der Welt, war in den vergangenen Jahren auch der spanische König Juan Carlos I. als Fürsprecher aufgetreten. Das Staatsoberhaupt setzt sich seit 2003 als Ehrenpräsident des Weltverbandes der Schwebefähren für die Erhaltung der letzten Bauwerke dieser Art ein.

In Spanien ist am 1. September die "Evaluierung", der letzte Schritt auf dem Wege zur Vergabe des Welterbe-Titels, eingeleitet worden, die für das Frühjahr 2006 erwartet wird. Die Unesco ist spanischen Medienberichten zufolge verstärkt daran interessiert, die bei der Vergabe des Titels bislang vernachlässigten Industriebaudenkmale des 19. und 20. Jahrhunderts - "solange es sie noch gibt" - in das Welterbe aufzunehmen. 

Über die bevorstehende Auszeichnung äußert sich die spanische Presse begeistert. Die Zeitung "Bizkaya" erwartet, dass Bilbao durch das Unesco-Prädikat "in die Reihe der Haupttourismusströme der Welt katapultiert wird". Bereits heute gilt die Schwebefähre von Portugalete bei Bilbao nach dem dortigen Guggenheim-Museum als zweitstärkster Touristenmagnet des Baskenlandes.

Die Existenz der Schwebefähre an der Eisenbahn-Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg, die in der Obhut der Bahn und der Bundeswasserstraßenverwaltung steht, ist durch die Kanalverträge aus der Kaiserzeit gesichert; sie kann kostenlos benutzt werden. Mit der "Schwesterfähre" an der Oste verbindet sie die im Mai 2004 eröffnete, 250 Kilometer lange "Deutsche Fährstraße".


Schwebefähre in Osten/Oste

Die vor vier Jahren wegen Baumängeln stillgelegte Schwebefähre über die Oste war 1909 von dem Eiffel-Schüler Louis Pinette für die Gemeinde Osten erbaut worden. Sie ist heute im Besitz des Landkreises Cuxhaven, der das nationale Baudenkmal zur Zeit mit EU-Hilfe für rund 1,4 Millionen Euro wiederherstellen läßt. 

Vom Jahresende an soll die Ostener Fähre nachts illuminiert werden und wieder für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung stehen.

HINTERGRUND:

>>> Spanische Presseberichte zur Schwebefähre von Bilbao hier.

>>> Der Sprecher der Deutschen Unesco-Kommission, Dieter Offenhäußer, zur aktuellen Diskussion um das Welterbe hier.


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Willkommen im Reich der filigranen Riesen

Jochen Bölsche
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Man nennt sie Schwebefähre, Fährbrücke, transporter bridge, pont transbordeur, puente transbordador, aerial transfer bridge, aerial ferry, zweefbrug oder zwevend veer (niederländisch), droghad ymmyrkey (gälisch), zubi transbordadorea (baskisch) - allesamt sind sie Meisterwerke der Ingenieurskunst einer versunkenen Epoche. Die meisten sind längst verschrottet, nur acht sind weltweit noch als Baudenkmal erhalten wie die Schwebefähre in Osten an der Oste (Deutschland). Diese Website informiert auf über 30 Seiten über sämtliche Schwebefähren der Welt.-

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Dieses Schaubild - hier klicken - zeigt auf einen Blick sämtliche 20  Schwebefähren der Gegenwart und Vergangenheit.

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Über 15.000 Besucher haben die Website schwebefaehre.org besucht, seit sie im August 2000 freigeschaltet wurde. Nach drei Jahren wurde die  Seite stark erweitert und erneuert. Die alte Website kann hier noch eingesehen werden.

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"Stählerner Koloss mit eigener Internet- Präsenz / Jochen Bölsche setzt sich mit Homepage für die Ostener Schwebefähre ein" - unter dieser Überschrift berichten die Cuxhavener Nachrichten 2003 über diese Website. Bericht lesen.

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