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Osten/Oste
Diese Website kommt aus Osten, wo die älteste deutsche Schwebefähre steht. Direkt zu den Seiten von der Oste geht es hier.

LINKS UNTEN

POST

Schwebefähren auf Briefmarken und auf Sonderstempeln - ausgefallenes Sammelgebiet eines Philatelisten aus Rendsburg. Mehr hier.

PUNK

"Transporter bridge, transport me away" - Refrain eines britischen Punkrock-Songs. Hörprobe hier, mehr in unserer Rubrik KUNST.

LYRIK

Immer wieder haben Schwebefähren  Dichter und Schriftsteller wie Peter Schütt (Foto)  fasziniert. Alle Gedichte auf unserer Seite LITERATUR.

FILM

Schwebefähren als Filmstars - in "The Young Girls of Rochefort" und auch in "Billy Elliott". Siehe ROCHEFORT und MIDDLESBROUGH.

TV

"Auf Wiedersehen, Pet" heisst die BBC-Kultserie um eine Schwebefähre - siehe MIDDLESBROUGH.

VIDEO

Exzellent gemachte Tonbildschau aus NEWPORT zum Download hier.

PLAN

Schwebefähren - Verkehrsmittel der Zukunft? Visionäre Planer wollen Fußgänger über die Themse (Foto) und über die Fulda schweben lassen: siehe INTERNATIONAL.

ARCHIV

Ältere Meldungen aus dieser Rubrik stehen hier:

2006
2005
2004
2003
Men are building too many walls, 
not enough bridges. Isaac Newton


Bitte besuchen Sie auch unsere Schwesterseite zur
Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Sie
verbindet die Standorte dreier früherer und heutiger 
 Schwebefähren: www.deutsche-faehrstrasse.de.

Tagesaktuelle Informationen
zur Deutschen Fährstraße hier.


Die Welt der Schwebefähren 2007

Das erste deutsche
Schwebefähren-Buch


Soeben erschienen: ein Porträt der Kanalfähre

15. 12. 2007. Während die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor zur Zeit mit regionalen Verlagen Gespräche über die Herausgabe von Schwebefähren-Büchern zum 100. Jubiläum im Herbst 2009 führt, ist in Schleswig-Holstein soeben ein einschlägiges Werk erschienen - das erste deutschsprachige Buch über eines der technischen Wunderwerke von einst, in diesem Fall über Deutschlands zweitälteste Schwebefähre, die an der Hochbrücke zwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld hängt (84 Seiten, 12,90 Euro, Wachholtz-Verlag, Neumünster).

Weltkulturerbe ist
"vorrangiges Ziel"


Bau der Hochbrücke in Osterrönfeld

In einem gemeinsamen Vorwort weisen die Herausgeber, die Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg) und Bernd Sienknecht (Osterrönfeld), auf ihre Mitgliedschaft im 2006 gegründeten Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland e. V. hin und bezeichnen es als "vorrangiges Ziel", die beiden letzten deutschen Schwebefähren am Kanal und an der Oste "in das Unesco-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen".


Eindrucksvoll: großformatige Fotos

Der Autor des Buches, der frühere "Bauernblatt"-Chefredakteur Erich Thiesen, hat mit bislang unerschlossenen Quellen und größtenteils unveröffentlichtem Bildmaterial sowie Presseberichten aus der Bauphase die Bedeutung dieses herausragenden Bauwerkes dargestellt. Ganze Kapitel sind aber auch dem Schwebefähren-Weltverband, der Deutschen Fährstraße und dem angestrebten Weltkulturerbe-Status gewidmet; dabei stützt sich der Autor auf Texte der Ostener Website www.schwebefaehre.org.


Gründung des AK Deutsche Schwebefähren

Die Rendsburger Hochbrücke samt Schwebefähre galt nach Fertigstellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts als das weltweit größte Stahlbauwerk dieser Art; sie gehört seitdem zu den touristischen Hauptanziehungspunkten der Region. Seit 1988 steht sie unter Denkmalschutz. Das Kieler Landesamt für Denkmalpflege hat die Herausgabe des Buches finanziell gefördert.

"Hervorragend gestaltet
und flüssig zu lesen"

"Das Buch ist hervorragend gestaltet und flüssig zu lesen", lobte Rendsburgs Bürgermeister Breitner die Neuerscheinung, als er das Buch am Donnerstag gemeinsam mit dem Osterrönfelder Vize-Bürgermeister Klaus Ströh der Öffentlichkeit vorstellte.


TV-Star springt
von Schwebefähre


Schwebefähre im britischen Middlesbrough

15. 12. 2007. Rund 6,5 Millionen amerikanische TV-Zuschauer sind Zeuge, wenn am Montag, 17. Dezember, die NBC-Starmoderatorin Ann Curry einen Bungee-Sprung von der Schwebefähre im britischen Middlesbrough wagt. Mit dem spektakulären Sprung sammelt die prominente Journalistin, die schon aus Bagdad, Dafur, Ruanda, Sri Lanka und Rumänien berichtet hat, nach britischen Presseberichten 10 000 Dollar für wohltätige Zwecke. Die Fähre in Middlesbrough ist die weltweit größte Schwebefähre. Sie ist international bekannt aus dem Spielfilm "Billy Elliot" sowie durch die TV-Serien "The Fast Shoow", "Steel River Blues" und vor allem "Auf Wiedersehen, Pet"; in einer Folge wird sie an die Mafia verkauft, demontiert und in USA wieder aufgebaut. 


Schwebefähren-Film
auch im Internet


Schwebefähren-Besucher Juan Carlos im TV

11. 12. 2007. Am 11. Dezember hat 3Sat in der Reihe "Schätze der Welt" einen sehr sehenswerten Film über die "Mutter aller Schwebefähren" in Bilbao ausgestrahlt. Wer den Film über das "Unikum, das die ganze Welt faszinierte", versäumt hat, kann ihn im Internet betrachten - auf dieser Website.

In der Ankündigung des TV-Beitrages über die Fähre, deren Fahrstrecke seit der Eröffnung 1893 das Dreißigfache des Erdumfangs beträgt, hieß es:

"Am Anfang war sie nur ein kühner Einfall des Architekten Alberto de Palacio. Als sich der Einfall in ein gewaltiges Monument aus Eisen und Stahl verwandelt hatte, war sie eine Sensation, denn eine so eigenwillige Konstruktion zur Überquerung eines Flusses hatte die Welt noch nicht gesehen: Bis heute ist die Brückenkonstruktion "Puente Vizcaya", die 1893 in Portugalete bei Bilbao ihren Betrieb aufnahm, eine der größten Attraktionen im Baskenland.


Bauplan für die Schwebefähre in Bilbao

Rund um die Uhr schwebt ihre Gondel, an einer Brücke hängend, über den Fluss Nervíon und transportiert Menschen und Fahrzeuge hin und her. Dass die Konstruktion einzigartig ist, zeigt auch die sprachliche Hilflosigkeit: "Schwebefähre" wird sie im Deutschen genannt. Neben ihrem pragmatischen Nutzen sollte die gigantische Stahlfachwerk-Konstruktion laut Palacio auch einen "eleganten und grandiosen Akzent" an der Bucht von Biscaya setzen.

Er wollte mit seinem Wunder der Ingenieurskunst ein Symbol für eine ganze Region schaffen, eine ästhetische Illustration des industriellen Booms, den die expandierende Eisenindustrie in der Gegend um Bilbao ausgelöst hatte. Das ist ihm auf besondere Weise gelungen."


Eine der Schönsten
im ganzen Norden

8. 12. 2007. Monatelang hat der NDR sein Publikum über die schönste Brücke im Norden abstimmen lassen. Jetzt ist die Umfrage abgeschlossen. Ist die Schwebefähre Osten - Hemmoor, die hier mit 50 anderen Bauwerken nominiert war, wieder in der Spitzengruppe? Das Ergebnis soll, wie der NDR mitteilt, am Sonnabend, 12. Januar, ab 14 Uhr auf N3 zu sehen sein. - Bereits im Sommer war die Schwebefähre bei einer ZDF-Wahl der beliebtesten Baudenkmale in Deutschland auf dem dritten Platz gelandet. Ende 2006 rangierte sie bei einer NDR-Umfrage als fünftschönstes Bauwerk Niedersachsens.


schwebefaehre.de ist
Website des Monats


Ausgezeichnete Ostener Website

4. 12. 2007. Die Ergebnisse der NEZ-Aktion "Cuxland-Seite des Monats November" liegen vor. Ganz weit vorn liegt die von Karl-Heinz Brinkmann (Oste-Art-Design) gestaltete Homepage der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor e. V. mit 63,42 Prozent der Stimmen. Wir gratulieren!


Fährstraße wirbt mit
maritimen Jubiläen

Fotos: J. Schmidt
Expertenrunde mit Dirk Brauer (M.)

24. 11. 2007. Drei wichtige maritime Jubiläen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sollen in den beiden kommenden Jahren genutzt werden, die Ferienroute "Deutsche Fährstraße" Bremervörde - Kiel national und international zu vermarkten: Im Dezember 2008 wird die Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal, die Rendsburg und Osterrönfeld verbindet, 95 Jahre alt. Im Oktober 2009 feiert die Schwebefähre über der Oste zwischen Osten und Hemmoor ihren 100. Geburtstag. Und im selben Jahr wird die Elbfähre zwischen Wischhafen und Glückstadt 90 Jahre alt.


Diese drei Fähren feiern 2008/09 Geburtstag

Auch im Hinblick auf diese Jubiläen soll mit neuem Werbematerial auf die "Fährienstraße" hingewiesen werden, die 50 Fähren, Brücken und andere maritime Sehenswürdigkeiten verbindet, hieß es am Freitag bei einer Sitzung von Touristikern und Kommunalpolitikern aus den Anrainergemeinden und -kreisen am Südabschnitt der Route zwischen Bremervörde und Brunsbüttel. Eingeladen hatte Johannes Schmidt (Hemmoor), Sprecher des Arbeitskreises Kommunales der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., des Projektträgers der maritimen Route.

In der Sitzung des Arbeitskreises im Ostener Hotel "Fährkrug" berichtete Sylvia Wolter (Tourismus Kehdingen) von jüngsten Untersuchungen, nach denen die junge Themenroute an Oste, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal auf der Beliebtheitsskala der Bundesbürger bereits weit vorn im ersten Drittel der rund 150 deutschen Ferienstraßen rangiere.


Arbeitskreis-Tagung im Ostener Fährkrug

Eine immer wichtigere Zielgruppe auch für die Fährstraßen-Werbung bildeten die Senioren ("Silver Ager"), waren sich die Kommunal- und Tourismus-Profis einig, darunter - auf dem Foto von links nach rechts - Sabine Gütlein (Landkreis Cuxhaven), Bianka Zydek (Stadt Bremervörde), Dirk Brauer (SG Hemmoor), Nicole Brüchmann (Kreis Stade, verdeckt), Merle Tiedje (Stadt Brunsbüttel), Thomas Scharbatke (SG Oldendorf), Lothar Kelch (SG Am Dobrock), Edgar Goedecke (SG Nordkehdingen) und Dirk-Hasso Tetzner (Gemeinde Drochtersen, verdeckt).

Entlang für den Südabschnitt der Deutschen Fährstraße sollen in Zusammenarbeit mit der Qualitätsgastronomie verstärkt buchbare Angebotspakete entwickelt werden, die auch gehobenen Ansprüchen genügen. Osteland-Vorstandsmitglied Schmidt: "Die Senioren wollen nicht im Zelt wohnen, sondern bevorzugen den Komfort eines guten Hotels."


Schwebefähre
unter Top 12


Kalendermotive in "Brücken 2008" (Ausschnitt)

20. 11. 2007. Dass die Schwebefähre Osten-Hemmoor bundesweit von hoher Bedeutung ist, zeigt der neue Bildkalender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit dem Titel "Brücken 2008" (13,80 Euro): Als eines der zwölf schönsten Brückenmotive aus ganz Deutschland ist ein Foto der Schwebefähre von Nikolaus Ruhl ausgewählt worden (oben links), der soeben auch den Niederelbe-Kalender 2008 vorgelegt hat. Die Sanierung des nationalen Baudenkmals an der Oste war 2006 auch von der  Stiftung Denkmalschutz gefördert worden, deren Zeitschrift "Monumente" (9-10/2006) einen längeren Beitrag der Schwebefähre Osten - Hemmoor und der Deutschen Fährstraße widmete (Faksimile hier).


Heiße Debatte ums
Museumskonzept


Arbeitssitzung gestern im Fährkrug

13. 11. 2007.  Drei bewegte Stunden lang wurde am Montagabend im "Fährkrug" die zur Zeit wichtigste Zukunftsfrage der Gemeinde Osten erörtert: Nach welchen Konzept soll das geplante Fähr- und Flußmuseum in der Hammannschen Scheune, immerhin ein 300 000-Euro-Projekt, eingerichtet werden?


Um solche Fragen ging es

Unter der gekonnten Moderation von Planerin Christiane Sell-Greiser ging es unter anderem um die Abgrenzung zwischen dem geplanten neuen Museum an der Fähre und dem vorhandenen Heimatmuseum an der Kirche, in das die Gemeinde bereits viele tausend Euro investiert hat.

Zu Beginn des Abends - als "warming up" - befaßte sich die "Unterprojektgruppe" des Arbeitskreises Dorferneuerung, zu der sich rund anderthalb Dutzend Bürger eingefunden hatten, mit den Schwebefähren-Bildern aus unserem "virtuellem Fährmuseum" (hier im Netz).

Die anschließende Diskussion litt darunter, dass wichtige Gremien nicht vertreten waren. Durch Abwesenheit glänzten die Führungsspitzen der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor wie auch des Vereins Tourismus Osten e.V. sowie, von den beiden Ratsfrauen Brigitte Zühlke und Hildegard Kornetzki abgesehen, die Ostener Kommunalpolitiker.


Fährmuseum in Rochefort (Frankreich)

Bürgermeister Carsten Hubert mußte die Sitzung wegen eines anderen Termins bald nach der Eröffnung verlassen. "Wozu haben wir eigentlich drei Bürgermeister?", wunderte sich Ex- und Ehrenratsherr Herbert Guthahn.

Gar nicht eingeladen waren (soll demnächst nachgeholt werden) Vertreter aus Hemmoor zu der wichtigen Diskussion über die Gestaltung des künftigen Besucherzentrums der Schwebefähre Osten - Hemmoor. Die Debatte über die weitere Inwertsetzung des nationalen Baudenkmals bewegte sich denn auch innerhalb des Ostener Kirchturmumkreises.


Fährmuseum in Middlesbrough (England)

Für Irritationen sorgten vor allem neu aufgetauchte schriftliche Leitbild-Entwürfe, die plötzlich kein Fähr- und Flußmuseum mehr vorsahen (wie es seit vier Jahren an der Oste diskutiert und in diversen Ilek-, Leader- und REK-Gremien sowie im Rat beraten und beschlossen worden ist), sondern eine Art weiteres Heimatmuseum "mit dem Schwerpunkt 'Landleben im Kaiserreich'", das "schwerpunktmäßg die Zeit des Deutschen Kaiserreichs von 1871 - 1918" abbildet; ein solches Museum sei, so eine der Begründungen, den "Mitbürger/innen aus Isensee oder Altendorf" eher zu vermitteln als ein maritim ausgerichtetes Fährmuseum.


Fährmodell im Besucherzentrum Newport

Angesichts der Diskrepanzen war es nicht möglich, innerhalb der dreistündigen Sitzung einen Konsens zu finden. Die Gruppe vertagte sich auf den 12. Dezember (19 Uhr in der Festhalle). Vorher sollen die Vorstände des Heimatvereins und des Fährvereins - beide vorgesehen als Projektpartner des Museums - Gelegenheit haben, sich eine Meinung zum Charakter des künftigen Besucherzentrums und zur Aufgabenteilung zwischen den beiden künftigen Museen zu bilden.

Der Ratsbeschluß
zum Fährmuseum


Hier soll das Ostener Fährmuseum entstehen

2. 11. 2007. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ostener Rat mit der Einrichtung des Fähr- und Flußmuseums in der Hammannschen Scheune befaßt. In der Sitzungsvorlage heißt es über das Projekt, das bis zum "Jahr der Oste" 2009 verwirklicht sein soll, wörtlich:

Der Rat der Gemeinde Osten beschließt im Rahmen der Dorferneuerung Osten die Einrichtung eines Fähr- und Flussmuseums in der "Hammannschen Scheune". Der Bürgermeister und der Gemeindedirektor werden vorbehaltlich einer Förderung durch das Amt für Landentwicklung beauftragt weitere Vorbereitungen zu treffen. Zur Umsetzung der Maßnahme sind noch entsprechende Beschlüsse durch die Gremien zu fassen.

Seit der Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre am 21.04.2006 hat sich gezeigt, dass seitens der technisch interessierten Besucher ein erhöhter Informationsbedarf besteht, der zur Zeit nicht befriedigt werden kann. Durch Einrichtung eines Fährinformationszentrums in unmittelbarer Nähe zum technischen Baudenkmal „Schwebefähre Osten-Hemmoor“ könnte der Bedarf befriedigt werden und zusätzlich die Verweildauer der Touristen in der Gemeinde Osten erhöht und Interesse für weitere Gruppen geweckt werden. Im Rahmen des Dorferneuerungsprozesses hat sich der Arbeitskreis Ortskern für die Einrichtung eines solchen Museums in der unmittelbar benachbarten und unter Denkmalschutz stehenden „Hammannschen Scheune“ ausgesprochen.

Förderung wurde
in Aussicht gestellt


Stabilbaukasten-Modell der Schwebefähre

Nach Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde das Landkreises Cuxhaven bestehen grundsätzlich für die Nutzung des genannten Gebäudes als Museum keine Bedenken. Seitens des Amtes für Landentwicklung wurde ebenfalls eine grundsätzliche Förderung eines solchen Vorhabens in Aussicht gestellt. In einer pädagogisch aufgearbeiteten Dauerausstellung soll neben der Geschichte der Schwebefähre Osten-Hemmoor, auch die der weltweit noch weiteren sieben Schwebefähren sowie die des Fährwesens im Osteland veranschaulicht werden. Neben der bereits vorhandenen touristischen Infrastruktur in Osten und der Umgebung ist es notwendig gerade aufgrund der Einzigartigkeit der Schwebefähre (ca. 40.000 Fährgäste jährlich), das dahinter stehende Potential noch weiter auszuschöpfen.

Das Osteland bietet mit der durch die AG Osteland initiierten und sogar international beachteten „Deutschen Fährstraße“ eine gute Vermarktungsmöglichkeit dieses einzigartigen Museums. Aufgrund des nahenden Fährjubiläums ist die Fertigstellung einer solchen Einrichtung bis 2009 wünschenswert.

Projekt Fährmuseum
wurde 2003 angeregt


Nie gebaut: Schwebefähren-Entwurf für Hamburg

Das Projekt Fährmuseum geht zurück auf die im Herbst 2003 in zwei Versionen erstellte Denkschrift "Deutsches Fährmuseum / Deutsche Fährstraße" (hier im Netz). Die Anfang 2004 gegründete AG Osteland hat sich die Idee, ein Fährmuseum zu schaffen, zu eigen gemacht und in ihrer Satzung verankert, in deren § 2 (Vereinszweck) die "Förderung eines Fähr- und Flussmuseums" genannt wird.


Fähr-Ausstellung in Newport (Wales)

Die AG Osteland hat das Museumsprojekt in den Ilek/Leader-Planungsprozeß Kehdingen/Oste eingebracht, in dessen Verlauf das Fährmuseum zum "prioritären Projekt" erhoben wurde (hier im Netz, Seite 48 der PDF-Datei).

Teil des Regionalen
Entwicklungskonzepts


Osten im Webmuseum von Bilbao

Als Projektträger des "Besucherzentrums Schwebefähre Osten-Hemmoor mit Fähr- und Flussmuseum", veranschlagt auf 300 000 Euro, wird im Regionalen Entwicklungskonzept (REK) die Gemeinde Osten genannt, Projektpartner sind die Fördergesellschaft Schwebefähre, die AG Osteland e.V., der Heimatverein Osten und die Samtgemeinde Hemmoor. Inhaltlich soll sich das Fähr- und Flussmuseum mit der Schwebefähre, den Prahmfähren, sonstigen Fähren, Brücken, Furten als Formen der Flussquerung beschäftigen.

Im einzelnen heißt es im REK: "An der Schwebefähre Osten-Hemmoor soll ein Besucherzentrum mit Fähr- und Flussmuseum entstehen, um die Verweildauer der Schwebefährentouristen zu erhöhen. Dadurch erfolgt die touristische In-Wert-Setzung der Schwebefähre als nationales Baudenkmal und Wahrzeichen der Kehdingen-Oste Region sowie der Deutschen Fährstraße. Die bestehenden Museen in Oberndorf, Geversdorf und Osten werden in das Konzept für das Besucherzentrum eingebunden.


Schwebefähren-Vorläufer Seilfähre

Ziel: Entwicklung und Vernetzung bestehender Angebote und Schaffung neuer touristischer Angebote und Produkte. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des überregional bedeutenden Tourismusangebotes und somit können wichtige wirtschaftliche Impulse erwartet werden."


SPIEGEL online
über die Oste-Fähre


Text auf SPIEGEL online (aufrufen)

7. 12. 2007. Ein ausführlicher Bericht über die Geschichte der Schwebefähre Osten - Hemmoor (Überschrift: Würdig wie Apollo, stark wie Herkules")steht seit kurzem auf einestages.de, im neuen Zeitgeschichtsportal der Online-Ausgabe des SPIEGEL. Verfasser ist der in Osten lebende SPIEGEL-Autor Jochen Bölsche, Sprecher des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren und Macher des internationalen Schwebefähren-Website schwebefaehre.org. Direkt zu dem SPIEGEL-Onlinetext geht es hier.

Die von dem Ostener Karl-Heinz Brinkmann gestaltete lokale Vereinsseite schwebefaehre.de ist von den NEZ-Lesern zur "Cuxland-Website des Monats" gekürt worden. 


Routen auf
GoogleEarth


Digital von der Oste zur Ostsee

1. 8. 2007. Die Auto- und die Radroute der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel sind ab sofort auch auf GoogleMaps und GoogleEarth verfügbar.


Autorouten-Ausschnitt auf GoogleMaps

Nach dem Anklicken von Google Maps (längere Ladezeit) erscheint auf dem Bildschirm die rund 300 Kilometer lange Autoroute, in die bis hinab zu den Straßennamen hineingezoomt werden kann, mit ausgewählten Wegpunkten, an denen sich Fotos von allen Fluß- und Kanalquerungen öffnen lassen.


Autorouten-Ausschnitt auf GoogleEarth

Bei Google Earth erscheint die Autostrecke als Overlay zu Satellitenbilder (leider unterschiedlicher Qualität), die ebenfalls stark vergrößert und auch stufenlos gekippt werden können (siehe obiges Foto).

Auch die Fahrradroute kann auf GoogleMaps und GoogleEarth aufgerufen werden.


Start-/Endpunkt in Kiel auf GoogleEarth

Dieses jüngste Internetprojekt der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., der Trägerin der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße, befindet sich zur Zeit noch in der Testphase.


Interaktive Karte des VCD

Seit über einem Jahr ist die Fährstraße bereits Bestandteil einer interaktiven Karte des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), die auch mit der Bahnauskunft verlinkt ist.

Klassische Übersichtskarten (Autoroute/Fahrradroute) stehen hier auf der Fährstraßen-Website bereit.

Eine weitere Orientierungsmöglichkeit bietet die CD-ROM Top 50 der Landesvermessung (mehr hier). Mit dem Overlay faehrstrasse.ovl - Download mit linker Maustaste (Explorer), nicht GPS-geeignet - können mit Hilfe dieser CD-ROM Routen-Karten in beliebigen Maßstäben gefertigt werden.

Für Anhänger klassischer Medien gibt es weiterhin ein zwölfseitiges kostenloses Gratis-Faltblatt zum Südteil der Deutschen Fährstraße, das hier online bei der Samtgemeinde Hemmoor geordert werden kann.

Einen seit längerem geplanten Radwanderführer zur Gesamtroute hat die ehrenamtlich tätige AG Osteland e. V. aus finanziellen Gründen bisher nicht herausgeben können; Landes- bzw. EU-Zuschüsse dafür sind der Arbeitsgemeinschaft verweigert worden.


Metropolregion 
stellt Fähre vor


Osten auf der Website der Metropolregion

27. 7. 2007. Die Metropolregion Hamburg stellt auf ihrer Website jetzt die Schwebefähre Osten - Hemmoor und die Deutsche Fährstraße vor. Zu dem Artikel geht es hier.


Unesco-Welterbe
nicht vor 2015?


Hat bereits den UN-Titel: Schwebefähre Bilbao

25. 7. 2007. Der Wunsch, den Weltkulturerbe-Status der Unesco für die beiden letzten deutschen Schwebefähren in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu erwirken, kann erst langfristig, nach 2017, in Erfüllung gehen. Ein vorgezogener Antrag, den begehrten Titel für die historischen Bauwerke über der niedersächsischen Oste in Osten/Hemmoor sowie über dem Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg/Osterrönfeld zu erwirken, würde nach Ansicht der niedersächsischen Landesregierung die Unesco-Chancen für andere bedeutsame Kulturdenkmäler in Norddeutschland mindern.


Niedersächsischer Kulturminister Stratmann

Wie es in einer Stellungnahme des niedersächsischen Kulturministers Lutz Stratmann (CDU) zu einer entsprechenden Anregung des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland e. V. heißt, wird die von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossene aktuelle deutsche Anmeldeliste für das Unesco-Weltkulturerbe frühestens 2017 abgearbeitet sein.

Eine nachträgliche Nominierung der Schwebefähren für die bereits geschlossene "Tentativliste" würde laut Stratmann die Anerkennung der schon angemeldeten und mit den anderen Bundesländern abgestimmten beiden niedersächsischen Vorschläge, die Oberharzer Wasserwirtschaft und das Faguswerk in Alfeld, gefährden.


Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld

Die Landesregierung sei jedoch bereit, "auf jeden Fall die Schwebefähre als eines der möglichen Objekte für die Erweiterung der Liste nach 2017 zu berücksichtigen", heißt es in einem Schreiben Stratmanns an den niedersächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden David McAllister, der sich für eine Prüfung dieser Frage eingesetzt hatte.

Für die Zeit nach 2017 lägen allerdings, so Stratmann, bereits jetzt Anregungen vor, den Unesco-Titel für die Kulturlandschaften Altes Land und Lüneburger Heide sowie für die Altstädte Lüneburg und Celle zu beantragen. Daher sei "zunächst innerhalb Niedersachsens eine Auswahl zu treffen, welche Stätten mit welcher Prioritätensetzung in die Gremien der KMK eingebracht werden".


Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren (2006)

Stellung bezieht der Minister auch zu der vom Sprecher des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland, Jochen Bölsche (Osten), vorschlagenen Alternative, nach der - im vorigen Sommer bereits vollzogenen - Anerkennung der weltältesten Schwebefähre im spanischen Bilbao als Weltkulturerbe nun die Kooperation den drei weiteren Schwebefähren-Staaten Argentinien, Frankreich und Großbritannien zu suchen und einen "seriellen transnationalen Erweiterungsantrag" zu stellen.


Frühere (rot) und jetzige (gelb) Schwebefähren

Eine derartige Strategie, die "die neu in der bisherigen Nominierungsgeschichte" wäre, sei, so Stratmann, skeptisch zu betrachten. Eine "kleine Chance" billigt der Minister aber der von der Kieler Landesregierung bevorzugten Alternative zu, "dass Argentinien veranlaßt wird, seinen Antrag für die Schwebefähre in Buenos Aires zu einem transnationalen seriellen Antrag zu erweitern, der als außereuropäischer Antrag bessere Chancen beim Welterbekomitee hätte und nicht die deutsche Tentativliste belasten würde".


Schwebefähre Buenos Aires (historisches Foto)

Niedersachsen sei daher bereit, erklärt Stratmann, die Schwebefähre nicht nur als möglichen niedersächsischen Vorschlag für die Zeit nach 2017 zu berücksichtigen, sondern auch bereits vorher "einen eventuellen transnationalen Antrag Argentiniens zu unterstützen".

Darüber hinaus sollen bereits jetzt "informelle Gespräche mit der deutschen KMK-Beauftragten beim Welterbekomitee geführt" werden, "um alle Möglichkeiten auszuloten".


Fährenfreund McAllister (l.) bei der AG Osteland

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende McAllister dazu in einem Schreiben an das Mitglied des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren, den stellvertretenden Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor, Johannes Schmidt, versichert, sei das Land zuversichtlich, die Schwebefähre auch ohne den gewünschten Status langfristig erhalten zu können.

McAllister bezieht sich damit auf die Einschätzung Stratmanns, dass aufgrund der bereits vorgenommenen Einstufung als "national wertvolles Kulturdenkmal" eine Förderung durch Bundes- und EU-Mittel möglich sei: "Eine weiter gehende Begünstigung bei der Vergabe von EU-Mitteln kann durch den Welterbestatus nicht erreicht werden," schreibt Stratmann abschließend.

In das Weltkulturerbe der Unesco sind bislang 33 deutsche Objekte aufgenommen worden. Niedersachsen ist bislang mit nur zwei Welterbe-Stätten vertreten, der Altstadt Goslar samt dem Erzbergwerk Rammelsberg sowie den romanischen Kirchen St. Michael und Dom in Hildesheim.

Von den weltweit einstmals rund 20 Schwebefähren existieren nur noch acht. Nachdem die 1893 erbaute Schwebefähre in Bilbao mit Unterstützung des Königshauses und der Regierung in Madrid im Sommer vorigen Jahres den Unesco-Titel erhalten hat, haben die Städte Buenos Aires und Newport (Großbritannien) sowie die in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Schwebefähren vereinten Bürgermeister von Rendsburg, Osterrönfeld, Osten und der Samtgemeinde Hemmoor ihre Bemühungen um eine Anerkennung intensiviert.


NOK-Schwebefähre
jetzt live im Internet


NOK-Schwebefähre im Netz - aktualisieren

5. 7. 2007. Nachdem die Schwebefähre Osten - Hemmoor bereits seit dem 1. September 2006 über eine Webcam verfügt (Vorgeschichte hier), gibt es neuerdings im Internet auch Live-Bilder von der zweiten deutschen Schwebefähre am Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg. Wie der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren mitteilt, hat die Rendsburger Canal-Cup Projekt GmbH hat die Eisenbahnhochbrücke mit der Schwebefähre, Rendsburgs Wahrzeichen und gleichzeitig Ziellinie des längsten und härtesten Ruderrennens der Welt, jetzt online in Szene gesetzt. Die Rendsburger Kamera zeigt live den Blick auf Ostens Partnergemeinde Osterrönfeld.


Ruderregatta unter der Schwebefähre

Nicht nur beim Eon-Hansecup vom 28. bis 30. September wird es spektakuläre Bilder geben. Vielmehr ist auch dafür gesorgt, dass die als "Seh-Leute" bekannten Fans der Traumschiffe und Kreuzfahrer im Nord-Ostsee-Kanal keine Passage mehr verpassen.


Schiffsidentifizierung per AIS-System

Der Clou: Zusätzlich zur Kamera sorgt das AIS-Ortungssystem dafür, dass die Positionsdaten von Passagierschiffen jederzeit für jedermann sichtbar sind. Die Durchfahrten der Ozeanriesen wie zum Beispiel der "Norwegean Dream" werden funkgestützt minutengenau angezeigt. Dazu steht eine Landkarten- und Satellitenbild-Darstellung zur Verfügung. Besucher der Internetseite www.canalcup-cam.de können also die Schiffspositionen live am Computer mit verfolgen und sich dann rechtzeitig auf den Weg an den Kanal machen.

Natürlich kann auch die Durchfahrt der Schiffe unter der Eisenbahnhochbrücke von zu Hause aus rund um die Uhr über die Internet-Kamera verfolgt werden. Die kostenlose Benutzung dieser vielfältigen Funktionen wird durch Sponsoren ermöglicht und erfordert keine besonderen Kenntnisse.

Die nächsten Kreuzfahrer im Ortungsbereich der Webcam:

6. Juli: Discovery (ca. 4 Uhr)
6. Juli: Astoria (ca. 23.30 Uhr)
9. Juli: Rhapsody (ca. 14.30 Uhr)
11. Juli: Regatta (ab ca. 4.30 Uhr).

Unmittelbar nach Freischaltung der Rendsburger Kamera waren die Verantwortlichen "überwältigt" vom Interesse: "Aufgrund der hohen Zugriffszahl kommt es teilweise zu einem verlangsamten Seitenaufbau," teilten sie mit.

Nachbesserung der Webcam
an der Oste wäre angebracht


Livebild der Ostener Kirchturm-Webcam - größer

Livebild der Rendsburger Kanal-Kamera - größer

Die Qualität der Kanal-Webcam unterscheidet sich hinsichtlich Bildschärfe, Format, Aktualisierungsfrequenz und Einsatzdauer (rund um die Uhr) positiv von der Kamera im Ostener Kirchturm. Vielleicht wäre an der Oste eine Nachbesserung auf den Stand der Technik angebracht - an Geld dürfte es dem Fährverein angesichts des Ansturms von Zehntausenden zahlender Touristen (Fahrpreis: 1,50 Euro) schließlich nicht mangeln.

Nach den Webcams an der Ostener Schwebefähre, an der Schleuse Brunsbüttel, an der NOK-Lotsenstation Nübbel, in Schacht-Audorf, an der Schleuse Kiel-Holtenau und der Kieler Förde handelt es sich bei der Rendsburg-Kamera mittlerweile um die siebte Webcam an der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel.

Von den weltweit acht noch erhaltenen Schwebefähren sind nun drei mit Livebildern im Web vertreten. Neben Osten und Rendsburg ist (seit längerem) auch die Schwebefähre im englischen Middlesbrough im Visier einer Internet-Kamera.


dpa-Bericht über
Schwebefähren


dpa-Bericht auf STERN ONLINE

3. 7. 2007. Die Deutsche Presseagentur (dpa), wichtigste Info-Quelle für deutsche Medien, berichtet heute bundesweit über den Arbeitskreis deutsche Schwebefähren und die beiden einzigen Baudenkmale dieser Art in der Bundesrepublik.

Einziger Fehler im dpa-Bericht: Aufgeführt wird dort auch "falsche" Schwebefähre von Stalingrad (siehe unsere Rubrik "Fähren gestern").

Der ansonsten sehr informative Bericht, der sich weitgehend auf Angaben von dieser Website stützt, kann unter anderem auf stern.de nachgelesen werden. 


CDU-Spitzenmann
für Weltkulturerbe


McAllister an der Schwebefähre Osten - Hemmoor

15. 6. 2007. Das Land Niedersachsen soll sich dafür einsetzen, dass die beiden einzigen historischen Schwebefähren Deutschlands am niedersächsischen Elbnebenfluß Oste und am schleswig-holsteinischen Nord-Ostsee-Kanal zum Weltkulturerbe der Unesco erhoben werden. Dafür hat sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, David McAllister, in Briefen an den hannoverschen Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) und an den stellvertretenden Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor, Johannes Schmidt (SPD), ausgesprochen.


Gründung des Schwebefähren-Dachverbandes

Schmidt hatte sich gegenüber McAllister für die Forderung des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland e. V. stark gemacht, den beiden Bauwerken aus der Kaiserzeit denselben Status zu verleihen wie der ältesten Schwebefähre der Welt im spanischen Baskenland. 

Die 1893 in Portugalete bei Bilbao erbaute "Mutter aller Schwebefähren" war im Juli vorigen Jahres nicht zuletzt dank der Fürsprache des spanischen Königs Juan Carlos I. von einer Unesco-Konferenz im litauischen Vilnius mit dem begehrten Weltkulturerbe-Status ausgezeichnet worden. 

Für die einzige außereuropäische Schwebefähre in Buenos Aires läuft seit Anfang vorigen Jahres ein entsprechendes Antragsverfahren. 

Parallel zu der niedersächsischen Initiative für die 1909 erbaute Schwebefähre zwischen Osten und Hemmoor - eines von weltweit nur noch acht erhaltenen Bauwerken dieser Art - setzt sich die schleswig-holsteinische Landesregierung für die Vergabe des Unesco-Titels auch an die Schwebefähre unter der Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld ein (mehr hier). 

Nach Angaben des Sprechers des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren, Jochen Bölsche (Osten), wirkt zur Zeit auf Initiative des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner auch der Chef der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Heinz Maurus, auf eine Einbeziehung der Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal in das Weltkulturerbe der Unesco hin. 

Bei der Rendsburger Hochbrücke handelt es sich nach dem Urteil des Kieler Landeskonservators Dr. Michael Paarmann um das bedeutendste technische Baudenkmal in Schleswig-Holstein.


Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld

In seinem Brief an Wissenschaftsminister Stratmann schreibt McAllister: "Die beiden letzten Schwebefähren in Deutschland sind wie die älteste Schwebefähre bei Bilbao technische Denkmäler von nationaler Bedeutung. Sie zeugen von einer technischen Meisterleistung in der Vergangenheit und sind Wahrzeichen sowie Alleinstellungsmerkmale in der jeweiligen Region. Es gilt, diese auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren. 

Der Status als Weltkulturerbe hilft darüber hinaus, langfristig den Erhalt der Schwebefähren zu garantieren und das technische Denkmal noch bekannter zu machen. Außerdem können Fördermittel der Europäischen Union leichter eingeworben werden, wenn es sich um die Bewahrung eines Weltkulturerbes handelt."

In seinem Brief hebt McAllister die touristische Bedeutung des sogenannten "Eiffelturms des Nordens" hervor, der laut einer Abstimmung unter ZDF-Zuschauern zu den vier schönsten Baudenkmalen Deutschlands zählt und nach mehreren Instandsetzungen seit April 2006 wieder für touristische Zwecke in Betrieb ist.


Einweihung der Ostener Schwebefähre 1909

Die Bauwerke bei Osten und Rendsburg lägen, so McAllister, "beide an der sogenannten Fährstrasse Bremervörde - Kiel", die im Mai 2004 eröffnet wurde und rund 50 maritime Sehenswürdigkeiten verbindet. "Im Interesse des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren/German Transporter Bridges Association hoffe ich auf Ihre wohlwollende Unterstützung," heißt es abschließend in dem Brief an den Wissenschaftsminister. 

Dem im April 2006 gegründeten Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren, einer Untergliederung der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., gehören unter anderem die Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg), Bernd Sienknecht (Osterrönfeld), Dirk Brauer (Hemmoor) und Carsten Hubert (Osten) sowie als Vertreterin des Landkreises Cuxhaven, des Trägers der Oste-Fähre, die Denkmalschützerin Birgit Greiner an. 

Im Weltverband der Schwebefähren / World Transporter Bridges Assiciation arbeitet die deutsche Dachorganisation mit Vertretern der Schwebefähren-Städte Rochefort (Frankreich), Portugalete (Spanien), Buenos Aires (Argentinien) sowie Newport, Middlesbrough und Warrington (Großbritannien) zusammen.

WEB-TIPPS:

www.schwebefaehre.org
www.schwebefaehre-osten.de


"Die Menschen sind
sehr stolz darauf"

Auszüge aus dem Brief McAllisters an den niedersächsischen Wissenschaftsminister Stratmann


Oste-Schwebefähre (Foto: Karsten Röndigs)

Die Schwebefähre in Osten/Hemmoor kenne ich sehr gut. Sie führt im Landkreis Cuxhaven über den linkselbischen Fluss Oste und wurde im Jahre 1909 in Betrieb genommen. 1974 stellte die Schwebefähre ihren Betrieb ein, da in der Nähe flussabwärts eine Brücke gebaut wurde. Zunächst sollte die Fähre abgerissen werden. Doch die zuständige Denkmalschutzbehörde verhinderte diesen geplanten Abriss und stellte in demselben Jahr die Schwebefähre als technisches Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.

Zunächst hatte der Altkreis Hadeln, nach der Kreisreform dann der Landkreis Cuxhaven die Fähre übernommen und 1988 der „Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Oste e.V.“ zur Nutzung übertragen. Das Land Niedersachsen hat zwischenzeitlich mehrere Instandsetzungen der Anlage übernommen, bevor die Schwebefähre für touristische Zwecke von 1994 bis 2001 wieder in Betrieb war. Nachdem 2001 mehrere erhebliche Mängel festgestellt werden mussten, wurde die Schwebefähre erneut saniert. Seit einem Jahr ist sie wieder für touristische Zwecke in Betrieb. 

Bei der erneuten Inbetriebnahme Mitte April 2006 hat auch die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Frau Dr. Christiane Segers-Glocke, teilgenommen. Die Vierteljahreszeitschrift „Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen“ widmete ihre Titelgeschichte der Schwebefähre in der Ausgabe 01/2006.

Diese Schwebefähre zwischen Oste und Hemmoor ist das einzige Baudenkmal im Landkreis Cuxhaven mit dem Prädikat „nationale Bedeutung“. Die Menschen im Landkreis Cuxhaven sind alle sehr stolz darauf, dass die Schwebefähre nicht wie die meisten Schwebefähren der Welt abgerissen wurde, sondern erhalten werden konnte. Diese sowie die Schwebefähre in Schleswig-Holstein sind die einzigen deutschen der nur noch insgesamt acht weltweit erhaltenen Schwebefähren. Sie liegen beide an der so genannten Fährstrasse Bremervörde - Kiel. 

Die älteste Schwebefähre der Welt, nämlich die in Portugalete bei Bilbao aus dem Jahre 1893, zählt seit Sommer 2006 zum Unesco-Weltkulturerbe. Für die einzige außereuropäische Schwebefähre in Buenos Aires läuft ein entsprechendes Antragsverfahren seit Jahresbeginn 2006. 

Die beiden letzten Schwebefähren in Deutschland sind wie die älteste Schwebefähre bei Bilbao technische Denkmäler von nationaler Bedeutung. Sie zeugen von einer technischen Meisterleistung in der Vergangenheit und sind Wahrzeichen sowie Alleinstellungsmerkmale in der jeweiligen Region. Es gilt, diese auch für die zukünftigen Generationen zu bewahren. Der Status als Weltkulturerbe hilft darüber hinaus, langfristig den Erhalt der Schwebefähren zu garantieren und das technische Denkmal noch bekannter zu machen. Außerdem können Fördermittel der Europäischen Union leichter eingeworben werden, wenn es sich um die Bewahrung eines Weltkulturerbes handelt.

Aus den dargestellten Gründen bitte ich um wohlwollende Prüfung des Vorschlags, die beiden letzten deutschen Schwebefähren in das Unesco-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen. Im Interesse des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren/German Transporter Bridges Association hoffe ich auf Ihre wohlwollende Unterstützung.


Sondermarke zum
Fährjubiläum?


Osteland-Vize Bölsche mit neuester Spanien-Marke

28. 4. 2007. Mit einer neuen Sondermarke, erschienen am Freitag, 26. April, hat die spanische Post die älteste Schwebefähre der Welt in Portugalete bei Bilbao gewürdigt. Das Postwertzeichen zeigt ein Segelschiff unter dem 1893 eröffneten Baudenkmal, das seit vorigen Sommer zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. hat aus diesem Anlass erneut an die Deutsche Post appelliert, zum hundertjährigen Bestehen der Schwebefähre Osten - Hemmoor im geplanten "Jahr der Oste" 2009 dem nationalen Baudenkmal eine Sondermarke zu widmen.

Einen entsprechenden Antrag hatte der Ostener Jochen Bölsche, Sprecher des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland, bereits im Januar 2004 mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2009 an den zuständigen "Programmbeirat für Sonderpostwertzeichen" beim Bundesminister der Finanzen gerichtet. Damals konnte das Ministerium dem Vizepräsidenten des Weltverbandes der Schwebefähren nur mitteilen, der Antrag sei "für die Planung des Sonderpostwertzeichen-Programms 2009 vorgemerkt worden", eine Entscheidung werde im Herbst 2007 fallen. Mittlerweile hat der Ostener Vorstoss gewichtige politische Unterstützung erfahren. 

Mehr in unserer Rubrik FILATELIE.


Inspiration durch
Schwebefähren


Bericht im April/Mai-Heft von "mare"

29. 4. 2007. Schwebefähren haben schon immer Künstler aller Art inspriert. In einem neun Seiten langen Artikel in ihrer April/Mai-Ausgabe stellt die Zeitschrift "mare" dar, wie die einstige Schwebefähre im Hafen von Marseille ("zwei Jahrzehnte lang das Wahrzeichen der Mittelmeermetropole") von einer Gruppe avantgardistischer Fotografen zu einer "Ikone der Kunstgeschichte" gemacht wurde. Dazu zeigt das Magazin Aufnahmen von Man Ray, László Moholy-Nagy und anderen Fotokünstlern. 

Der komplette "mare"-Bericht steht hier.

Mehr in unserer Rubrik KUNST.


Spitzenseite
freigeschaltet


Weltbeste Fähren-Website - Video abspielen

29. 4. 2007. Eine der weltweit besten Websites über Schwebefähren unterhält die spanische Zeitung "El correo". Dort kann unter anderem ein Video aufgerufen werden, das die Schwebefähre bei Bilbao vorstellt, die seit dem Sommer 2006 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.


Osten auf der Bilbao-Website - mehr Fotos

Die Website führt aber auch zu Bildern aller anderen derzeitigen und früheren Schwebefähren; zu sehen sind unter anderem auch historische Fotos aus Osten, Kiel und Rendsburg.


Gesamtes Schaubild anzeigen

Besonders eindrucksvoll: ein riesiges Poster (siehe kleinen Ausschnitt oben), das über die Technik der Bilbao-Fähre informiert.


Mehr Fotos von der Schwebefähre in Bilbaohier

Außerdem zu sehen: viele Fotos aus der Geschichte der ältesten Schwebefähre der Welt, der "Mutter aller Schwebefähren".


Liebling Nr. 4
der Deutschen


Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor

11. 4. 2007. Die Schwebefähre Osten - Hemmoor war 2006 das viertbeliebteste Baudenkmal des ZDF-Publikums.

Das ergab eine Erhebung des ZDF und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Stiftung berichtet über die Umfrage nach dem "Lieblingsdenkmal 2006" jetzt auf ihrer Website.

Nicht ganz zutreffend ist die Darstellung der Niederelbe-Zeitung, die in ihrer Donnerstagausgabe die Fähre sogar als "drittbeliebtestes Denkmal" hinstellt - der 1. Platz war doppelt vergeben worden, und zwar an das Palais im Großen Garten in Dresden (kleines Bild links) und an das Bodemuseum in Berlin (kleines Bild rechts). Platz 2 ging an ein 1923 fertiggestelltes Luckenwalder Fabrikgebäude, das der Architekt Erich Mendelsohn entworfen hatte.

Im vorigen Jahr hatte eine Abstimmung des TV-Senders N3 ergeben, dass das nationale Baudenkmal an der Oste auf Platz 5 der "schönsten" Bauwerke in Niedersachsen und auf Platz 9 der schönsten Bauwerke in Norddeutschland rangiert - noch vor dem Hamburger Michel.

AG Osteland regt
Sondermarke an.
.

Rendsburg

Rochefort

Bilbao

.
Schwebefähren auf Briefmarken

Der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland hat aus Anlaß der ZDF-Umfrage seinen Appell an das Berliner Finanzministerium wiederholt, der Ostener Schwebefähre zu deren 100. Bestehen im Jahre 2009 eine Sondermarke der Post zu widmen, wie es sie bereits seit Jahren zur Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld gibt (siehe Abbildung oben).

Zu dieser Anregung war dem Arbeitskreis-Sprecher Jochen Bölsche (Osten) bereits Anfang 2004 mitgeteilt worden, der Antrag sei "für die Planung des Sonderpostwertzeichen-Programms 2009 vorgemerkt worden". Alle für 2009 vorliegenden Vorschläge würden vom Programmbeirat bei einer Sitzung, die voraussichtlich im November 2007 stattfinden werde, erörtert. "Eine endgültige Entscheidung über das Ausgabeprogramm wird dann aufgrund der Empfehlung des Programmbeirats zu Beginn des Jahres 2008 getroffen". Pro Jahr werden rund 50 Sondermarken herausgegeben.

Nach der Aufnahme der weltweit ältesten Schwebefähre im spanischen Bilbao voriges Jahr in das Unesco-Weltkulturerbe ist das Ergebnis der ZDF-Erhebung nach dem Urteil des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren ein erneuter Beleg dafür, dass der kulturhistorische Wert dieser einzigartigen Baudenkmale zunehmend erkannt wird. Erfreulicherweise sei das technikgeschichtliche Banausentum auf dem Rückzug, das noch vor wenigen Jahren in der Debatte um eine Erhaltung von Schwebefähren stellenweise den Ton angegeben habe.

Der Landkreis Cuxhaven, Eigentümer der Fähre, kommentiert die ZDF-Erhebung auf seiner Website mit den Worten: "Die Begeisterung für das fast einhundert Jahre alte technische Baudenkmal Schwebefähre Osten lässt sich vielleicht am ehesten damit erklären, dass alle Besucher, die bislang in den Genuss einer romantischen Fahrt mit der Schwebefähre gekommen sind, einhellig von der feingliedrigen Konstruktion und der einzigartigen Technik fasziniert waren."


Schwebefähre
unter den Top Ten

Foto: Jochen Bölsche
Fünftschönstes Bauwerk Niedersachsens

1. 1. 2007. Das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor ist das fünftschönste Bauwerk Niedersachsens. In ganz Norddeutschland belegt die Fähre den 9. von insgesamt 100 Plätzen.

Mit diesem großartigen Ergebnis endete am 2. Weihnachtstag eine Zuschauerumfrage des NDR-Fernsehens in der Reihe "Hitlisten des Nordens". Das Gesamtergebnis - zur Wahl standen 100 Bauwerke - kann hier betrachtet werden.

Auf Platz eins rückte das Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim. Besser als die Schwebefähre schnitten in Niedersachsen neben diesem Bauwerk nur noch der Hildesheimer Dom, das Wilhelmshavener Rathaus und die Bauernhäuser im Alten Land ab. Vor Osten rangieren in Schleswig-Holstein lediglich das Lübecker Holstentor und der Leuchtturm Westerheversand, in Bremen das Rathaus und in Hamburg die Köhlbrandbrücke.

Bemerkenswert, welche 91 zum Teil europaweit berühmten Bauwerke weniger Stimmen als der "Eiffelturm des Nordens" bekamen: in Hamburg zum Beispiel das Rathaus, der Michel und das Chilehaus, ferner das Schweriner Schloß, die Kaiserpfalz in Goslar und das Ehrenmal in Laboe.

Begeistert äußert sich der Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren innerhalb der AG Osteland e. V. zu dem Ergebnis. "Das großartige Resultat bestätigt alle, die in den letzten Jahren für die Erhaltung und die Wiederinbetriebnahme des in seiner Art weltweit einzigartigen Baudenkmals an der Oste gekämpft haben," freut sich Sprecher Jochen Bölsche (Osten).

"Die Auszeichnung als fünftschönstes Bauwerk Niedersachsens ist von unschätzbarem Wert für die Förderung des Tourismus im wirtschaftsschwachen Elbe-Weser-Dreieck, speziell für die Propagierung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren überragendes Wahrzeichen die Schwebefähre an der Oste ist."

Bölsche weiter: "Die Beliebtheit der Schwebefähre muß künftig verstärkt genutzt werden, den Bekanntheitsgrad des gesamten Ostelandes zu erhöhen. Das Ergebnis ermutigt dazu, mit Blick auf das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre im Jahre 2009 den Aufbau des im Zuge des Ilek-Prozesses und der Ostener Dorfentwicklung geplanten Besucherzentrums mit Fluß- und Fährmuseum beschleunigt in Angriff zu nehmen und auf Landes- und Landkreisebene zügig in die Vorbereitung für angemessene Jubiläumsfeierlichkeiten für dieses Baudenkmal von nationalem und europäischem Rang einzusteigen."

Die Ostener Schwebefähre war  mit prächtigen Fotos von Nikolaus Ruhl (Altendorf) und mit einem informativen Text - in dem es natürlich auch um den Fährenfreund König Juan Carlos II. geht - auf dieser NDR-Website vorgestellt worden.


Fährstraße in
Japan vorgestellt


Tielebörger mit Dolmetscherin und Gastgebern

3. 2. 2007. Begeistert über die Professionalität, Herzlichkeit und Freundlichkeit seiner japanischen Gastgeber ist der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., Gerald Tielebörger, am Wochenende von einer fünftägigen Fernost-Reise in seinen Heimatort Wingst (Landkreis Cuxhaven) zurückgekehrt. Die AG Osteland war von der Tokioter Regierung eingeladen worden, über den Aufbau der ehrenamtlich von ihr konzipierten, im Mai 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel zu berichten, die den Japanern als Vorbild für eigene Themenrouten in strukturschwachen Regionen dienen soll.


Video-Präsentation der "Fährienstraße" in Tokio

Kaum war Tielebörger wieder an der Oste eingetroffen, erreichten ihn und seinen Mitvorsitzenden Jochen Bölsche (Osten) E-Mails der japanischen Gastgeber. Der Regierungsbeauftragte Keisuke Ota bedankte sich für den Vortrag in Tokio ("a great success") und für eine von Bölsche zusammengestellte Dia-Präsentation mit 65 Fotos von der maritimen Ferienroute ("a delightful scenario").

Ota: "Wir verstehen jetzt, warum die Fährstraße so gut angenommen wird."


Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld

Im Zentrum eines fünftägigen Programms mit Stadtrundfahrten, einem Karaoke-Abend und mit Spezialitäten von Sushi bis Sake stand ein ganztägiges Symposium im Tokioter Conference Center Sabo Kaikan mit rund 60 Teilnehmern, je zur Hälfte Mitarbeiter von Consulting-Firmen und hohe Beamte des japanischen Verkehrsministeriums.

Aufmerksam verfolgten die Experten den Bericht des AG-Osteland-Mitbegründers Tielebörger, der im Hauptberuf das Reisebüro Hemmoor leitet, über die Bemühungen der gemeinnützigen "Lobby für die Oste", Wirtschaft und Tourismus im Elbe-Weser-Dreieck zu beleben.

Assistiert von einer Deutsch-Japanisch-Dolmetscherin, zeigte sich Tielebörger beeindruckt von der Professionalität und dem Nachdruck, mit der die japanische Regierung dieses Projekt angehe. "Hätten wir von amtlicher Seite die gleiche Unterstützung, wären wir heute ein gutes Stück weiter",  bemerkte Tielebörger und nannte zum Abschluß seines Vortrages die "Hauptgründe unseres bisherigen Erfolges": Es sei gelungen, "die richtigen Mitstreiter zu finden", eine "vortreffliche PR für das Vorhaben" zu organisieren und "Stetigkeit und Kontinuität" unter Beweis zu stellen.


Tielebörger-Publikum in Japan

Tielebörgers Abschiedsworte: "Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg für ihre Arbeit, und – den gleichen Spaß, den wir dabei haben."

Bereits im vorigen Herbst hatten - wie berichtet - zwei Beauftragte der japanischen Regierung Europa bereist, um in Frankreich, Italien und Deutschland diverse Versuche zu studieren, strukturschwache Regionen durch die Einrichtung von Ferienrouten zu stärken.

Auch die rund 150 deutschen Ferienstraßen stießen auf Interesse. Bei ihrem mehrtägigen Deutschland-Besuch richteten die Japaner ihr Augenmerk am Ende aber vor allem auf die 250 Kilometer lange "Fährienstraße", die rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten verbindet und mit dem Slogan "Frohe Fährien im frischen Norden" beworben wird. Wahrzeichen sind die historischen Schwebefährenüber den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld und über die Oste zwischen Osten und Hemmoor.


Japanisches Vorauskommando an der Oste

Besonders beeindruckt zeigte sich das japanische Vorauskommando auch von der handbetriebenen Prahmfähre in Gräpel an der Oste (Landkreis Stade), die von Gastwirt Helmut Plate wie in alten Zeiten auf den Ruf "Fährmann, hol öber" hin betrieben wird.


Japanisches Info-Blatt mit Oste-Fotos

In einem Schreiben an den Initiator der Ferienstraße, den Osteland-Vize Bölsche, hoben die japanischen Experten im November vor allem den "umfassenden Einsatz von Massenmedien und Internet" zur Propagierung der Route als beispielhaft hervor.

Im Internet wird die Ferienstraße in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismusmittlerweile in zehn Weltsprachen beworben, darunter auch in Chinesisch und Japanisch.


Tielebörger mit Dolmetscherin Susanne Elfferding

Als bemerkenswert empfanden auch die Zuhörer des Tielebörger-Vortrages in Tokio den Umstand, dass das Ferienstraßenprojekt ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Privatleuten - darunter zunächst vor allem Mitglieder der Unternehmergemeinschaft Hemmoor - und ohne staatliche Zuschüsse angekurbelt worden ist; zu Beginn stand den Initiatoren lediglich eine Starthilfe der Volksbanken Stade/Cuxhaven zur Verfügung.


Fünf Tage Japan mit Rahmenprogramm

"Ihr persönlicher Enthuasiasmus wird die japanischen Zuhörer beeindrucken," begründeten die Experten aus Fernost ihre Entscheidung, die AG Osteland als Trägerverein der Ferienroute nach Tokio einzuladen.

Das Interesse der Gastgeber zielte unter anderem darauf, wie der in Osten ansässige Verein seine "effektive Informationsvermittlung" organisiert und wie er es geschafft hat, "das Engagement der Bürger und der Verwaltungen" in Niedersachsen und Schleswig-Holstein für die Ferienroute wachzurufen, wie Yoshiharu Namikawa vom Tokioter Verkehrsministerium das spezielle japanische Interesse an dem norddeutschen Tourismusprojekt begründet.


Blick aus dem Tielebörger-Hotel auf Tokio

Der 2004 gegründeten AG Osteland, die sich als Lobby für das 1800 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Oste in den niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme versteht, gehören mittlerweile rund 170 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Einzelpersonen an, darunter mehr als 20 Bürgermeister von Kommunen zwischen Rendsburg und Bremervörde.

Die Deutsche Fährstraße bündelt entlang der stillen Oste, der mächtigen Niederelbe und des Nord-Ostsee-Kanals (NOK), der meistbefahrenen künstlichen Schiffahrtsstraße der Welt, drei spezielle Routen für Radler, Auto-, Wohnmobil- und Motorradfahrer sowie für Wasserwanderer.

Der Nordabschnitt der Deutschen Fährstraße, der auch als "NOK-Route" und als "Straße der Traumschiffe" beworben wird, ist nach einer Neugestaltung im vorigen Sommer vom Kieler Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen für die touristische Nutzung freigegeben worden.

Die Infrastruktur des niedersächsische Südabschnitt soll demnächst im Zuge der Integrierten Ländlichen Entwicklungsplanung (Ilek) des Landes Niedersachsen verbessert werden. Geplant sind Schiffs- und Bootsanleger, Orientierungstafeln und Schutzhütten.

Was Tielebörger
sagte und zeigte

1. 2. 2007. Was Tielebörger in Tokio sagte und welche Fotos von der "Fährienstraße" er zeigte, ist auf dieser SONDERSEITE dokumentiert.


Osteland-Chef
fliegt nach Tokio


Tagungshotel "Imperial" in Tokio

25. 1. 2007. Gerald Tielebörger, Vorsitzender der AG Osteland e. V., packt den Koffer. Am Montag, 29. Januar, startet er auf Einladung der japanischen Regierung – wie berichtet – zu einer fünftägigen Reise nach Tokio, um über die Entstehung der Deutschen Fährstraße Bremervörde – Kiel zu informieren.


Fährstraßen-Website auf Japanisch

Aus dem Programm, das der AG Osteland jetzt übermittelt worden ist, geht hervor, dass das Treffen am Dienstag mit einem "Getting Together" in der Lobby des Imperial Hotels in Tokio-Uchsaiwai ("The legendary grand dame of Tokyo's hotels") beginnt.


Tielebörger 2004 bei der Eröffnung der Fährstraße

Höhepunkt ist am nächsten Tag ein sechsstündiges Seminar, bei dem Tielebörger, assistiert von einem Deutsch-Japanisch-Dolmetscher, mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation mit 65 Fotos berichtet, wie 2004 durch Privatinitiative die "Fährienstraße" eingerichtet worden ist.


Blick aus dem "Imperial Hotel" auf Tokio

Die Deutsche Fährstraße war von japanischen Experten bei einer Europabereisung im vorigen Herbst – neben einer italienischen und einer französischen Ferienroute –  aus dem gesamten einschlägigen europäischen Angebot als beispielhaft ausgewählt worden. Als besonders bemerkenswert galt den Japanern die von der AG Osteland betriebene "umfassende Nutzung von Internet und Massenmedien" zur Propagierung der Deutschen Fährstraße.

Nach einem abendlichen Dinner auf Einladung des japanischen Verkehrsministeriums, das seinerseits nach europäischem Vorbild die Einrichtung von Ferienstraßen in wirtschaftsschwachen Regionen vorantreiben will, folgt am Donnerstag eine tourismuskundliche Exkursion. Stationen sind unter anderem der "Tokyo Tower" und ein Schiffstour auf dem Sumida-Fluß.

Über seine Eindrücke in Japan wird Tielebörger unter anderem Mitte Februar auf der Jahreshauptversammlung der AG Osteland berichten.


Japaner studieren
die "Fährienstraße"


Osteland-Vorsitzende mit japanischen Experten
1. 1. 2007. Die japanische Regierung will sich beim Ausbau ihres Ferienstraßen-Netzes an Erfahrungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen orientieren. Zu diesem Zweck hat das Tokioter Verkehrsministerium die Initiatoren der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel zu einem Symposium nach Japan eingeladen.

Bereits im Frühherbst hatten zwei Beauftragte der japanischen Regierung, Keisuke Ota und Akiko Miwa-Gonlin, Europa bereist, um in Frankreich, Italien und Deutschland diverse Versuche zu studieren, strukturschwache Regionen durch die Einrichtung von Ferienrouten zu stärken.

Auch die rund 150 deutschen Ferienstraßen stießen auf Interesse. Bei ihrem mehrtägigen Deutschland-Besuch richteten die Japaner ihr Augenmerk am Ende aber vor allem auf die 2003 eröffnete, 250 Kilometer lange "Fährienstraße", die von Bremervörde am Elb-Nebenfluß Oste in Niedersachsen bis zur Kieler Förde an der Ostsee führt.

Die länderübergreifende Route verbindet rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten und wird mit dem Slogan "Frohe Fährien im frischen Norden" beworben. Wahrzeichen sind die historischen Schwebefähren über den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld und über die Oste zwischen Osten und Hemmoor.

Experten Miwa und Ota in Gräpel

Besonders beeindruckt zeigte sich die japanische Delegation auch von der handbetriebenen Prahmfähre in Gräpel an der Oste (Landkreis Stade), die von Gastwirt Helmut Plate wie in alten Zeiten auf den Ruf "Fährmann, hol öber" hin betrieben wird.

In einem Schreiben an den Initiator der Ferienstraße, den Ostener SPIEGEL-Redakteur und Osteland-Vize  Jochen Bölsche, hoben die japanischen Experten im November auch den "umfassenden Einsatz von Massenmedien und Internet" zur Propagierung der Route hervor. Im Internet wird die Ferienstraße in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile in zehn Weltsprachen beworben, darunter auch Chinesisch und Japanisch.

Als Besonderheit empfanden die Japaner den Umstand, dass das Ferienstraßenprojekt ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Privatleuten, darunter zunächst vor allem von Mitgliedern der Unternehmergemeinschaft Hemmoor (Vorsitz: Wolfgang Fels), und ohne staatliche Zuschüsse angekurbelt worden war; zu Beginn standen lediglich Sponsorengelder der Volksbanken Stade/Cuxhaven zur Verfügung.

"Ihr persönlicher Enthuasiasmus wird die japanischen Zuhörer beeindrucken," begründeten die Experten aus Fernost jetzt ihre Entscheidung, Vertreter des Trägervereins der Ferienroute, der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., nach Tokio einzuladen.


Osteland-Vize Bölsche stellt das Projekt vor

Im Rahmen der fünftägigen Reise in der letzten Januarwoche soll der AG-Osteland-Vorsitzende Gerald Tielebörger (Hemmoor) - einer von drei europäischen Gästen - vor allem erläutern, wie der Verein seine "effektive Informationsvermittlung" organisiert und wie er es geschafft hat, "das Engagement der Bürger und der Verwaltungen" in Niedersachsen und Schleswig-Holstein für die Ferienroute wachzurufen, wie Yoshiharu Namikawa vom Tokioter Verkehrsministerium das spezielle japanische Interesse an dem norddeutschen Tourismusprojekt begründet.

Der 2003 gegründeten und in Osten/Oste ansässigen AG Osteland, die sich als Lobby für das 1800 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Oste in den niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme versteht, gehören mittlerweile 158 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Einzelpersonen an, darunter mehr als 20 Bürgermeister von Kommunen zwischen Rendsburg und Bremervörde.

Die Deutsche Fährstraße bündelt entlang der stillen Oste, der mächtigen Niederelbe und des Nord-Ostsee-Kanals (NOK), der meistbefahrenen künstlichen Schiffahrtsstraße der Welt, drei spezielle Routen für Radler, Auto-, Wohnmobil- und Motorradfahrer sowie für Wasserwanderer.

Der Nordabschnitt der Deutschen Fährstraße, der auch als "NOK-Route" und als "Straße der Traumschiffe" beworben wird, ist nach einer Neugestaltung im vorigen Sommer vom Kieler Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen für die touristische Nutzung freigegeben worden.

Die Infrastruktur des niedersächsische Südabschnitt soll demnächst im Zuge der Integrierten Ländlichen Entwicklungsplanung (Ilek) des Landes Niedersachsen verbessert werden. Geplant sind Schiffs- und Bootsanleger, Orientierungstafeln und Schutzhütten.


Ostener Fährverein
jetzt online


Startseite der neuen Vereins-Website

1. 1. 2007. Pünktlich zum neuen Jahr hat sich die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre eine eigene Website mit Fahrzeiten, Fahrpreisen und anderen Daten zum nationalen Baudenkmal an der Oste zulegt.

Zu der von Beisitzer Karl-Heinz Brinkmann (Oste-Web-Design) gestalteten Homepage des Fährvereins geht es hier.


Neues Schwebefähren-Faltblatt (Vorderseite)

Neues Schwebefähren-Faltblatt (Rückseite)

In der Rubrik Download kann auch der ebenfalls von Brinkmann produzierte neue Flyer zur Schwebefähre betrachtet werden, der unter anderem auf der Internationalen Grünen Woche Ende Januar in Berlin präsentiert werden soll.


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Willkommen im Reich der filigranen Riesen

Jochen Bölsche
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Man nennt sie Schwebefähre, Fährbrücke, transporter bridge, pont transbordeur, puente transbordador, aerial transfer bridge, aerial ferry, zweefbrug, transportbrug oder zwevend veer (niederländisch), droghad ymmyrkey (gälisch), zubi transbordadorea (baskisch) oder Gondolový most (tschechisch) - allesamt sind sie Meisterwerke der Ingenieurskunst einer versunkenen Epoche. Die meisten sind längst verschrottet, nur acht sind weltweit noch als Baudenkmal erhalten wie die Schwebefähre in Osten an der Oste (Deutschland). Diese Website informiert auf über 30 Seiten über sämtliche Schwebefähren der Welt.-

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Dieses Schaubild - hier klicken - zeigt auf einen Blick sämtliche 20  Schwebefähren der Gegenwart und Vergangenheit.

Neun Jahre
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Über 45.000 Besucher haben die Website schwebefaehre.org besucht, seit sie im August 2000 freigeschaltet wurde. Nach drei Jahren wurde die  Seite stark erweitert und erneuert. Die alte Website kann hier noch eingesehen werden.

Stahlkoloss
mit Website

"Stählerner Koloss mit eigener Internet- Präsenz / Jochen Bölsche setzt sich mit Homepage für die Ostener Schwebefähre ein" - unter dieser Überschrift berichten die Cuxhavener Nachrichten 2003 über diese Website. Bericht lesen.

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