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Osten/Oste
Diese Website kommt aus Osten, wo die älteste deutsche Schwebefähre steht. Direkt zu den Seiten von der Oste geht es hier.

LINKS UNTEN

POST

Schwebefähren auf Briefmarken und auf Sonderstempeln - ausgefallenes Sammelgebiet eines Philatelisten aus Rendsburg. Mehr hier.

PUNK

"Transporter bridge, transport me away" - Refrain eines britischen Punkrock-Songs. Hörprobe hier, mehr in unserer Rubrik KUNST.

LYRIK

Immer wieder haben Schwebefähren  Dichter und Schriftsteller wie Peter Schütt (Foto)  fasziniert. Alle Gedichte auf unserer Seite LITERATUR.

FILM

Schwebefähren als Filmstars - in "The Young Girls of Rochefort" und auch in "Billy Elliott". Siehe ROCHEFORT und MIDDLESBROUGH.

TV

"Auf Wiedersehen, Pet" heisst die BBC-Kultserie um eine Schwebefähre - siehe MIDDLESBROUGH.

VIDEO

Exzellent gemachte Tonbildschau aus NEWPORT zum Download hier.

PLAN

Schwebefähren - Verkehrsmittel der Zukunft? Visionäre Planer wollen Fußgänger über die Themse (Foto) und über die Fulda schweben lassen: siehe INTERNATIONAL.

ARCHIV

Ältere Meldungen aus dieser Rubrik stehen hier:

2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003

Men are building too many walls, 
not enough bridges. Isaac Newton 

schwebefaehre.org,,twittert

Mehr Tweets von der Oste hier.



Bitte besuchen Sie auch unsere Schwesterseite zur
Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Sie
verbindet die Standorte dreier früherer und heutiger 
 Schwebefähren: www.deutsche-faehrstrasse.de.


Die Welt der Schwebefähren 2011

Neujahrsgrüße aus Nantes, wo sich Schwebefährenfreunde für den Bau einer neuen pont transbordeur einsetzen - siehe unten.


Bilbao

Erster Preis für
"Blitzlicht-Foto"


Siegerfoto von Gilles Bourdoiseau

5. 1. 2012. Gilles Bourdoiseau (Foto) heißt der Sieger eines Fotowettbewerbs, bei dem jetzt die eindrucksvollsten Bilder von der ältesten Schwebefähre der Welt in Portugalete bei Bilbao im spanischen Baskenland prämiert wurden. Die Jury lobte "die Kraft und Originalität des Bildes", das die 2006 zum Weltkulturerbe erhobene "Mutter aller Schwebefähren" im Gewitter zeigt. 

Hervorgehoben wurde ferner, wie gut die Aufnahme das neue Weinrot zur Geltung bringt, mit dem die puente transbordador im vorigen Jahr neu gestrichen worden ist. An dem Wettbewerb, der am 23. November gestartet worden war, haben sich 122 Einsender mit 215 Fotografien beteiligt. Sieger Bourdoiseau wurde mit 300 Euro und einer Brückenführung für zwei Personen belohnt. 


Osten / Rendsburg

Hobbys rund
um die Fähre


Oste-Fähre: Luftbild per Lenkdrachen

20. 12. 2011. Faszinierende Hobbys gibt's: Kite Aerial Photographer (KAP) - Drachen-Luftfotografen - nennt sich eine kleine Gilde von Fotofreunden, die ihre Kamera an einem Lenkdrachen befestigen und auf diese Weise Luftaufnahmen fertigen, wie man sie selten zu sehen bekommt. Informationen über die verschiedenen Aufnahmetechniken, aber auch viele gelungene Fotos - unter anderem ein Dutzend Aufnahmen von der Schwebefähre an der Oste, die 2009 entstanden sind - zeigt diese sehenswerte Website.

Schwebefähren faszinieren
auch Modelleisenbahner


Modell der Rendsburger Schwebefähre

Natürlich begeistern sich auch Modellbauer immer wieder für die beiden letzten deutschen Schwebefähren, etwa die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs (MEC) Pfullendorf,. Für ihre jüngste Ausstellung bauten sie einen Teil des Nord-Ostsee-Kanals nach: ein Teilstück der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld sowie des Rendsburger Hafens samt Schwebefähre. "Bis ins Detail stimmt alles," lobte der Südkurier die schwäbischen Tüftler und Bastler.

Statt Maerklin und Trix:
simulierte Eisenbahnen


Virtuelle Bahnanlage mit Schwebefähre

Allerdings: Elektrische Eisenbahnen sind längst nicht mehr der letzte Schrei. Eine neue Generation von Eisenbahnfreunden werkelt statt mit Trafo und Metallschienen, Gipsbergen und Plastikhäuschen lieber mit Maus und Tastatur: Für Freunde elektronisch simulierter Bahnanlagen gibt es bereits ein Fachmagazin (PDF-Datei), und Spezialhändler halten per E-Shopping eine Vielzahl von Modulen bereit. 

Für 2,20 Euro gibt's die
virtuelle Schwebefähre


Eine Schwebefähre aus Bit und Bytes

Schöne neue Welt: Mit speziellen Programmen wie "Eisenbahn.exe Professional", so die Werbung, ist es "möglich, seine ganz persönliche kleine Welt auf seinem Bildschirm zu erschaffen. Dabei braucht man sich keine Gedanken zu machen, wie groß diese Anlage mal werden soll. Die Grenzen werden lediglich durch die Größe der Festplatte im Rechner bestimmt. Im Gegensatz zu einer realen Modell-Eisenbahn reicht hier ein Platz, wo ein Rechner mit einem Monitor sowie eine Tastatur und eine Maus stehen können. Ein weiterer Vorteil ist, daß man sich so viele Anlagen aufbauen kann, wie man will. Einfach die Software kaufen, installieren, starten und schon kann der Spaß beginnen. ... 

Angefangen vom Verlegen der Gleise und Straßen, dem Bau eines Dorfes oder einer großen Stadt, bis hin zur Gestaltung der Landschaft mit Bergen, Wälder, Flüssen und Seen, entsteht auf diese Weise eine eigene kleine Welt auf dem Bildschirm, wie sie realistischer auf einer echten großen Modell-Eisenbahn kaum sein kann." 

Die virtuelle Schwebefähre kann man hier für 2,20 Euro bestellen. Ein Video ist hier abrufbar.




Rochefort

Eine Medaille
zum Advent

15. 12. 2011. Frankreich, das einst weltweit die meisten Schwebefähren baute, ist stolz auf seine Ponts transbordeur. Die Schwebefähre in Rochefort schmückt eine Medaille aus der Münze von Paris, die Schwebefähren-Fans am dritten Adventswochenende zum Preis von 2 Euro im Fährmuseum "Maison du transbordeur" an der 111 Jahre alten Schwebefähre über der Charente erhalten können. 
Zuvor war bereits eine Medaille zur Erinnerung an die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schwebefähre von Marseille herausgegeben worden. Ebenso wie die beiden noch erhaltenen deutschen Schwebefähren Rendsburg - Osterrönfeld und Osten - Hemmoor und fünf weitere Fährbrücken sowie strebt auch Rochefort, wie berichtet, per Sammelantrag an die Unesco den Weltkulturerbe-Titel an.

Mehr zum Thema auch in unserer Facebook-Gruppe.


Nantes

Nachbau
bis 2015?


Darstellung aus der Vogelperspektive

28. 11. 2011. Frankreich war bis zum Zweiten Weltkrieg das Land der Schwebefähren. Den Krieg überstand jedoch lediglich die "pont transbordeur" über die Charente in Rochefort. Jetzt wird in der Stadt Nantes der Vorschlag diskutiert, eine neue Schwebefähre über die Loire zu errichten. Die Zeitung "Presse-Océan" hat zum Wochenende Animationen des Vorhabens veröffentlicht, das von Befürworten als "Projekt des 21. Jahrhunderts" gefeiert wird.


Frühere Fähre in Nantes: 1958 abgerissen

Verfechter der erstmals 2008 vorgestellten Idee ist der Verein Les Transbordés um den Architekten Paul Poirier, wie die französische Presse - hier - berichtete.

Die 50 Meter hohe und 90 Meter lange frühere Schwebefähre über der Loire war von dem berühmten französischen Ingenieur Ferdinand Arnodin entworfen worden. Das Bauwerk hatte 55 Jahre lang das Stadtbild beherrscht, bevor es 1958 demontiert wurde. Mit dem Abriß sei die "Identität" der Stadt zerstört worden, sagt Poirier.


Entwurf des Architekten Paul Poirier

Unter Berufung auf den touristischen Wert der Schwebefähren in Bilbao (Unesco-Weltkulturerbe) und im britischen Newport setzt sich der Architekt für einen "multifunktionalen" Nachbau ein, der Fußgänger, Radler und eventuell Busse transportieren soll. Auf der Traverse könne, so Poirier, ein Panorama-Restaurant eingerichtet werden. Das "Symbol der Vergangenheit und Zukunft" könnte, hoffen Befürworter, bis Anfang 2015 realisiert werden.

In Frankreich sind einst sechs Schwebefähren betrieben worden, außer in Nantes auch in Bordeaux, Brest, Marseille, Rouen und Rochefort


Osten-Hemmoor

Freier Blick
aufs Welterbe


Weltkultuerbe Lübeck auf 100-Euro-Münze

22. 11. 2011. Gefährden Windindustrieanlagen in nächster Nachbarschaft die Chancen der Ostener Schwebefähre, zum Unesco-Welterbe erhoben zu werden? Das war in den letzten Monaten eine der am heißesten umstrittenen Fragen der Kommunalpolitik an der Oste. Über einen ähnlichen Konflikt berichtete am gestrigen Montag das N3-Kulturjournal. Der Beitrag ist hier in der NDR-Mediathek verfügbar.

Angekündigt worden war die Sendung mit dem Hinweis: "Die Stadtwerke Lübeck und die Stockelsdorfer Gemeindewerke planen, vor den Toren der Stadt die größte kommunale Windkraftanlage Schleswig-Holsteins zu bauen. Neue grüne Energie - eigentlich ein Grund zu feiern. Doch das Projekt gefährdet den Weltkulturerbe-Titel der Stadt, denn die Unesco verlangt den freien Blick auf Lübecks sieben Türme. Nun streiten Befürworter und Gegner des Windparks über Sichtachsen. Viel steht auf dem Spiel..."


Icomos-Experte Dr. Zittlau (in Osten)

Dr. Reiner Zittlau vom Unesco-Denkmalpflege-Rat Icomos (International Council on Monuments and Sites) hatte bereits im Vorfeld klargestellt: "Zum Welterbe-Status gehören die Sichtachsen, ohne dass sie beeinträchtigt werden." Aus diesem Grund hatte die Stadt Lübeck untersuchen lassen, von welchen Punkten um Umkreis von knapp 20 Kilometern Windanlagen den Blick auf die Welterbe-Türme der Lübecker Altstadt verstellen würden.

Quelle: Hansestadt Lübeck
Lübeck: Nur drei geeignete Standorte

Resultat: Im gesamten Umland der Stadt gibt es lediglich drei "Eignungsgebiete für Windkraftanlagen" (siehe Karte, schraffiert). Nur wenn einer dieser Standore ins Auge gefasst würde, stünde einem Bau von Windindustrieanlagen im Umfeld der Hansestadt nichts im Wege, folgert die Stadt laut Lübecker Nachrichten.

In der flachen Ostemarsch sind die von einer Interessentengruppe in Osten-Isensee angestrebten, jedoch von Bürgern wie vom Kreistag abgelehnten Windkraftanlagen nicht einmal drei (!) Kilometer von der potenziellen Welterbestätte entfernt.


N3-Beitrag in der Mediathek - ansehen

Der gestern abend für N3 interviewte Icomos-Experte Dr. Zittlau hatte bereits vor Jahren bei einem Besuch in Osten in seiner Funktion als niedersächsischer Hauptkonservator davor gewarnt, Windkraftanlagen im Umfeld der Schwebefähre zu planen.


Middlesbrough

Queen
in Gold


Gestiftetes Bild von Mackenzie Thorpe

9. 11. 2011. Die Schwebefähre über den River Tees im nordenglischen Middlesbrough, liebevoll bezeichnet als "Queen of the Tees" und als "Lady of the North", hat zu ihrem 100. Geburtstag im Oktober der städtischedn Benefiz-Stiftung "Middlesbrough and Teesside Philanthropic Foundation" zu viel Geld verholfen. Die Versteigerung eines Schwebefähren-Bildes des heimischen Künstlers Mackenzie Thorpe erbrachte 15,250 Pfund, weitere Erlöse sind dem Verkauf einer Schwebefähren-Goldmedaille (Foto) zu verdanken. Insgesamt kamen 40.000 Pfund für wohltätige Zwecke zusammen, wie die britische Presse berichtet. - Mehr aus der bunten Welt der Schwebefähren auch auf Facebook.


Osten - Hemmoor

Kreistag pro
Schwebefähre


Im Sommerhalbjahr 52.000 Fahrgäste

31. 10. 2011. Der Cuxhavener Kreistag ist in seiner letzten Sitzung an diesem Montag der Empfehlung des Regionalausschusses gefolgt, den Windparkstandort Osten-Isensee aus dem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) zu streichen. Damit trug der Kreistag der Ablehnung des Projekts durch die Ostener Bevölkerung ebenso Rechnung wie der Befürchtung, eine Windindustrieanlage in weniger als drei Kilometern Entfernung von der Schwebefähre könne deren Weltkulturerbe-Chancen beeinträchtigen; die Kreispolitiker widersetzten sich massivem Druck der Windlobby.

Im Winter anmelden

Bis zum Saisonstart am 1. April geht die Schwebefähre Osten - Hemmoor (Foto: oste.de-Archiv) in die Winterpause. Wie es auf der neu gestalteten Website der Fördergesellschaft heißt, verkehrt Deutschlands älteste Schwebefähre im Winterhalbjahr nur sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr sowie nach Anmeldung. Im Sommerhalbjahr hat die 102 Jahre alte Fährbrücke rund 52.000 zahlende Fahrgäste befördert. 

Sammlung übergeben


Fähren-Fan Bergander (Foto: Bölsche)

9. 11. 2011. Seine umfangreiche Sammlung zum Thema Schwebefähre hat der Fährfreund und ehrenamtliche Fährmann Erwin Bergander aus Osten jetzt der dortigen Fährstuv übergeben. - Mehr auf der Osten-Website de-oestinger.de von Fährvereins-Vize Karl-Heinz Brinkmann.


Middlesbrough

Erinnerungen 
an Zeppeline


Zeppelin in der Schwebefähren-Chronik

20. 10. 2011. Im britischen Middlesbrough wird diese Woche das Hundertjährige der weltgrößten Schwebefähre gefeiert. Der "blue dragon", liebevoll auch als "old Tranny" bezeichnet,  gilt als das überragende Wahrzeichen der nordostenglischen Industriestadt. "The Transporter Bridge is to Middlesbrough what the Empire State Building is to New York", ist zu lesen. Während der Festivitäten werden allerdings immer wieder mal Erinnerungen an düstere Zeiten wach - insbesondere an deutsche  Luftangriffe in den beiden Weltkriegen


Middlesbrough feiert den "Blue Dragon"

Zum Hundertjährigen der "transporter bridge" am 17. Oktober ist eine exzellente Chronik erschienen, deren Autor Dave Allan ein Kapitel ("The Bridge that Beat the Bomb") den deutschen Versuchen gewidmet hat, die 1911 gebaute Schwebefähre über dem River Tees zu zerstören. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Marineflughafen Nordholz bei Cuxhaven.


Luftschiff "L 11" landet in Nordholz

Im Ersten Weltkrieg, in der Nacht zum 2. April 1916, warf ein in Nordholz gestarteter fast 200 Meter langer Zeppelin vom Typ L 11 zwischen 20 und 30 Bomben über Sunderland in der Nähe von Middlesbrough ab. Der Angriff forderte 22 Tote und über 100 Verletzte. Weitere Bomben gingen über der Schwebefähre nieder. Ein Polizeisergeant beobachtete, wie eine der Bomben durch das Gitterwerk der Fähre herabfiel - "landing safely in the river below". 


Eröffnung 1911 - mehr historische Fotos

Während die deutsche Marine verlautbarte, der Zeppelin habe anderthalb Stunden lang Industrie- und Hafenanlagen in Sunderland und Middlesbrough bombardiert, bemühte sich das British War Office, die Folgen herunterzuspielen. Die Zeitung "Gazette" mokierte sich über "German Bombs - and Bombast!"

Wie Recherchen des Cuxhavener Heimatforschers Peter Brandt im Marine-Luftschiffmuseum bestätigen, stand der auf dem Marineluftschiffplatz Nordholz gestartete Zeppelin unter dem Kommando des Kaiserlichen Korvettenkapitäns Victor Schütze (Foto), der aus Südhannover stammte. Gut ein Jahr später wurde Schütze mit dem Luftschiff L 48 bei einem Angriffsflug über Südengland abgeschossen. "Hannover ist stolz auf diesen Sohn," schrieb die Presse des Kaiserreichs.


Nordholzer Luftschiff L 21

Einen weiteren Angriff auf Middlesbrough flog am 2./3. Mai 1916 das Luftschiff K 21 unter Kommando von Kapitänleutnant d. R. Max Dietrich.  Diesmal gingen 1175 Kilogramm Bomben über der Industriestadt nieder.


Nordholzer Luftschiff L 22

Am 8./9 August 1916 schließlich steuerte Kapitänleutnant Martin Dietrich mit dem Luftschiff L 22 Middlesbrough an. Über der Stadt und verschiedenen Seezielen fielen 1000 Kilogramm Bomben.

Im Zweiten Weltkrieg, am 27. Juni 1940, attackierte die Luftwaffe die Schwebefähren-Stadt, zerstörte Wohnhäuser und Industrieanlagen und bedachte bei einem Nachtangriff auch die Schwebefähre mit "a shower of bombs". An der Fähre bewirkte der Angriff allerdings lediglich Schäden an der Plattform; drei Tage später schwebte die Gondel wieder. 

Dank für Informationen und Fotos an Peter Brandt und Heiko Völker.


Middlesbrough

Blue Dragon
feiert 100.


Feier in Middlesbrough - Bildergalerie

18. 10. 2011. Tausende von Schwebefähren-Freunden feierten gestern das Hundertjährige der "transporter bridge" im nordostenglischen Middlesbrough. Das Fest begann mit 100 Bungee-Sprüngen von der Eisenstrukrur, einer Parade von 850 Schülern, Malwettbewerben, Ausstellungen und Feuerwerk (mehr, mehr, mehr).


Gemäldeausstellung in Middlesbrough

Auf Facebook besingen Heimatdichter den "Blauen Drachen": Metallic symmetry of bygone years, / Memories still bear fruit... / Of blood sweat tears this town was born. / Here now, the gates for dawn reveal anew. / By riverside, by the old man Tees, / Lay the breathing dragon blue..."

Die zur Zeit festlich illuminierte Schwebefähre (VIDEO ansehen!!!) ist eines von weltweit nur noch acht erhaltenen Bauwerken dieser Art. Gemeinsam lassen die Schwebefähren-Gemeinden, darunter Hemmoor und Osten sowie Rendsburg und Osterrönfeld, derzeit einen Antrag erarbeiten, die Bauwerke nach dem Vorbild der weltältesten Fährbrücke in Bilbao zum Unesco-Weltkulturerbe zu erheben.

Mehr zum Thema:

> Der "Guardian" über das Jubiläum

> Das Jubiläumsprogramm zum Hundertjährigen


Osten

Das Fantom
spukt weiter


Legenden um den Bau der Schwebefähre

28. 9. 2011. Die Legende lebt, das "Fantom der Fähre" spukt weiter durch die Medien. Die Nordsee-Zeitung verbreitet heute (in einem Artikel über ihren Reiseführer "Entdeckertouren") die längst widerlegte Mär vom angeblichen Eiffel-Schüler, der die Schwebefähre über der Oste gebaut habe.

Im Zeitungstext heißt es über die 102 Jahre alte Fährbrücke: "Sie hat einen berühmten großen Bruder, den Eiffelturm in Paris. Der ist mindestens so bekannt wie die Golden Gate Bridge. Der Erbauer der Schwebefähre, Louis Pinette, war Schüler Gustave Eiffels."

Wie die Legende um Louis - der nie existiert hat - entstanden ist und wer in Wahrheit damals die Bauleitung innehatte, steht in dem Buch "Über die Oste" (MCE, Drochtersen 2009) von Gisela Tiedemann und Jochen Bölsche. Das Kapitel über das Lügenmärchen um den falschen Pinette ist hier im Netz verfügbar.


Bilbao

Makeup für die
alte Dame (108)


Neue Farbe: Schwebefähre in Bilbao

19. 9. 2011. Mit einer Festveranstaltung haben die Spanier am gestrigen Montag den Abschluss der Renovierung ihrer einzigen Schwebefähre bei Bilbao an der Biskaya gefeiert. In Anwesenheit von Ministern der baskischen Regierung, die über eine Million Euro beisteuerte, wurde daran erinnert, dass es sich um die größte Restaurierung in der 108-jährigen Geschichte des Bauwerks gehandelt habe, wie finanzas.com berichtet. 


Seit 2006 Welterbe: Fähre bei Bilbao

Für die Arbeiten war die Schwebefähre, die von der Unesco bereits 2006 zum Weltkulturerbe erklärt worden ist, für zehn Monate geschlossen worden. Die gesamte Struktur, früher dunkelgrau, erhielt einen weinroten Anstrich; mehr darüber im Blog der Zeitung El Correo, die auf ihrer Website auch eine eindrucksvolle Fotogalerie veröffentlicht.


Juan Carlos mit Schwebefähren-Vertretern (2003)

In Nachbarschaft der "Mutter aller Schwebefähren" war 2003 - unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos I. - der Weltverband der Schwebefähren gegründet und die Einrichtung einer Deutschen Fährstraße unter Einbeziehung der Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal vorbereitet worden. Zur Zeit lassen die beteiligten Fährstädte einen internationalen Antrag auf Einbeziehung aller übrigen Schwebefähren in das Unesco-Weltkulturerbe erarbeiten.

Zur Website der spanischen Schwebefähre (mit eindrucksvoller 3-D-Animation) geht es hier


Osten

Osteland feiert
seine 33 Fähren


Fähren-Forscherin Gisela Tiedemann-Wingst

30. 7. 2011. Mit Shantys und "Prahmfährenkuchen", einem Fähren-Bilderrätsel und einer Lesung feiert die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. am Sonnabend, 13. August, 15.30 Uhr, ein Fest für die 33 historischen Fährstellen an der Oste. Anlass der Veranstaltung in der Festhalle des Schwebefähren-Dorfes Osten ist die Präsentation eines von der AG Osteland herausgegebenen neuen Buches, in dem die bekannte Regionalhistorikerin Gisela Tiedemann-Wingst "Die Geschichte der Fähren an der Oste" (so der Titel) beleuchtet.

Umfassend wie nie zuvor wird darin auf über 200 Seiten mit zum Teil unbekanntem Quellenmaterial das Fährwesen am längsten Nebenfluss der Niederelbe zwischen Sandbostel (Landkreis Rotenburg) und Balje (Landkreis Stade) behandelt. Ob einfacher Kahn oder Prahmfähre, ob muskel-, motor- oder strömungsgetrieben - Gisela Tiemann beschreibt alle diese Flußquerungen und leistet damit, so die AG Osteland, "einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Elbe-Weser-Dreiecks".


Tiedemann-Buch: Premiere in der Festhalle

Umrahmt wird die Premiere des druckfrischen Buches auf der Ostener Festhallenbühne vom Shantychor Hemmoor unter Leitung von Rainer Kupke und Gerd Drewes mit einem bunten Reigen maritimer Weisen. Buchverleger Wolf-Dietmar Stock (Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude) präsentiert dazu eine "Beamershow mit Fährenrätsel", und AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche führt in die Thematik des neuen Buches ein, dessen Veröffentlichung durch den Landschaftsverband Stade gefördert worden ist.


Vor Fährkulisse: Shantychor Hemmoor

Die Regionalhistorikerin Tiedemann-Wingst war 2008 für ihre Verdienste um die Oste mit dem Oste-Kulturpreis "Der Goldene Hecht", Kategorie Wissenschaft, ausgezeichnet worden (Laudatio hier). Zuletzt war die Heimatforscherin unter anderem als Mitautorin des Bild-Text-Bandes "Über die Oste" sowie als Autorin eines Buches über die Mühlen im Elbe-Weser-Dreieck hervorgetreten. Ein ausführlicher Bericht über das neue Tiedemann-Buch folgt demnächst.

In der Veranstaltung (Eintritt 2 Euro) wird zum Kaffee auf Wunsch "Prahmfährenkuchen" nach einem Rezept von Verleger Stock serviert (6,50 Euro inkl. Eintritt). Anmeldungen erbittet die AG Osteland bis zum 6. August per E-Mail an osteland@gmx.de.


Rendsburg

Unesco-Titel
in Gefahr?


Zurzeit in Reparatur: NOK-Schwebefähre

26. 7. 2011. Mit Besorgnis reagiert die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. im niedersächsischen Osten (Landkreis Cuxhaven) auf jüngste Meldungen aus Schleswig-Holstein, denen zufolge der angestrebte Weltkulturerbe-Status für die 102 Jahre alte Schwebefähre Osten - Hemmoor ebenso gefährdet ist wie die Vergabe des Unesco-Titels für die zweitälteste deutsche Schwebefähre in Rendsburg und für fünf weitere Bauwerke dieser Art in Argentinien, Frankreich und Großbritannien.


Breitner (2.v.l.), Bürgermeister-Kollegen

Ursache der Befürchtungen ist eine Novellierung des schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetzes, das nach Auffassung von Kritikern den Schutzstatus von Welterbestätten vermindert und negative Reaktionen der Unesco provozieren könnte.


Unesco-Experten verärgert über Denkmalschutzgesetz: "Reine Makulatur" / Auswirkungen auf sieben historische Fährbrücken möglich / Stadt Rendsburg und AG Osteland befürchten "gravierende Folgen" für die Kanal- und die Oste-Region

Aus Sicht des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner (SPD) gefährdet das Land dadurch nicht nur die bereits existierenden und beantragten Unesco-Weltkulturerbestätten in Schleswig-Holstein wie die Altstadt von Lübeck, das Dannewerk und die Rendsburger Schwebefähre mit Eisenbahnhochbrücke. Betroffen seien auch die anderen Schwebefähren, die auf Initiative Rendsburgs einen gemeinsamen Antrag an die Unesco stellen wollen.

Der Rendsburger Bürgermeister begründet seine Auffassung mit einer von ihm eingeholten Stellungnahme der Unesco-Welterbebeauftragten der Kultusministerkonferenz, Dr. Birgitta Ringbeck, die beim Weltkulturerbekomitee in Paris die nationalen Interessen Deutschlands vertritt. 

Sie erklärt in einer Stellungnahme zur Novelle des schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetzes wörtlich: "Der Erhalt bestehender und potentieller Welterbestätten in Bestand und Wertigkeit ist durch das neue Gesetz nicht mehr gewährleistet. Im Gesetz sind nicht - wie in der Welterbekonvention festgeschrieben - 'Authentizität und Integrität' die entscheidenden Prüfkriterien bei der Veränderung von Denkmalen, sondern ein nicht näher definierter Denkmalwert."

Weiter kritisiert Dr. Ringbeck: "Mit § 6 des neuen schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetzes wird zudem die Durchsetzbarkeit des Denkmalschutzes stark eingeschränkt, selbst in der Umgebung von Welterbestätten dürfte es schwierig werden, Veränderungen zu verhindern, zumal diese nicht explizit mit den gängigen Begriffen, sondern nur deren Auswirkungen mit der vagen Formulierung 'Gefahr für den Denkmalwert' beschrieben sind. Und selbst in dem zu den Welterbestätten einschlägigen § 21 wird anderen öffentlichen Belangen Vorrang eingeräumt. Die Aufnahme des Welterbeschutzes in das Gesetz scheint mir vor diesem Hintergrund reine Makulatur zu sein, da entsprechende Regelungen für einen tatsächlich wirksamen Schutz fehlen. Auf dem Verordnungswege wird dieser Mangel kaum zu beheben sein. Die Fachbehörde wird derart geschwächt, dass mit dieser Novellierung in der Tat nicht der in § 5 der Welterbekonvention formulierten Aufforderung Rechnung getragen wird, 'eine allgemeine Politik zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, dem Kultur- und Naturerbe eine Funktion im öffentlichen Leben zu geben und den Schutz des Erbes in erschöpfende Planungen einzubeziehen'."

Rendsburgs Bürgermeister Breitner schlägt daher Alarm: "Schleswig-Holstein muss aufpassen, dass der Welterbestatus von der Unesco nicht aberkannt bzw. weitere Anträge abgelehnt werden. Das hätte gravierende touristische und damit auch negative wirtschaftliche Folgen für unser Land. Das neue Denkmalschutzgesetz muss noch vor seiner Verabschiedung dringend auf Unesco-Tauglichkeit geprüft werden. Wir sollten nicht den Dresdner Weg gehen und damit riskieren, uns international lächerlich zu machen", fügt Breitner unter Hinweis auf die 2009 ergangene Unesco-Entscheidung, das Dresdner Elbtal wegen des Baus der umstrittenen Waldschlößchenbrücke von der Liste der Weltkulturerbestätten zu streichen. 

Geteilt werden die Befürchtungen des Bürgermeisters vom Vorsitzenden der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., Jochen Bölsche (Osten/Oste), der mit Breitner und anderen Kommunalpolitikern aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen dem Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren angehört. Aufgrund der Kieler Pläne drohe ein "schwerer Rückschlag" für die Bemühungen, die Schwebefähre über dem Elbnebenfluss Oste, das Wahrzeichen des Ostelandes, weiter zu einer Touristenattraktion von nationalem und internationalem Rang aufzuwerten.

Weltweit existieren nur noch acht Schwebefähren, die in einem 2003 gegründeten Weltverband unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Juan Carlos I. zusammenarbeiten. Die weltälteste Schwebefähre im spanischen Bilbao wurde 2006 zum Weltkulturerbe erhoben. Der Schwebefähre Osten - Hemmoor verlieh der Verein Deutscher Ingenieure im Herbst 2009 den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst". Die Schwebefähren über der Oste und dem Nord-Ostsee-Kanal sind die Wahrzeichen der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel.


Schwebefähren

Filmjubiläum
in Rochefort


Ballett auf der Schwebefähre Rochefort

22. 7. 2011. Frankreich feiert in diesem Sommer den 45. Geburtstag der Filmkomödie "Demoiselles de Rochefort"  ("Die Mädchen von Rochefort") von Regisseur Jacques, die unter anderem auf der Schwebefähre über die Charente Demy mit Catherine Deneuve und Gene Kelly gedreht wurde. 

Das Tourismusbüro von Rochefort bietet Spezialofferten mit Ballett auf der Schwebefähre an. Außerdem gibt es ein Smartphone-App, mit dem sich Szenen des populären Musical-Films an den Originaldrehorten auf dem Handy-Display ansehen lassen; die Smartphones können auch im Tourist Office der Stadt ausgeliehen werden. Mehr...


Osten / Hemmoor

Filmpremiere 
mit Ostefähre


Werbung für die neue Filmkomödie

22. 7. 2011. Die Schwebefähre Osten - Hemmoor und das Klimahaus in Bremerhaven zählen zu den Schauplätzen der deutschen Filmkomödie "Arschkalt", die in dieser Woche Premiere hatte. Für Filmzwecke durfte im SEptember vorigen Jahres per Sondergenehmigung ein Tiefkühlwagen mit der Schwebefähre befördert werden. (Fotos von den  Dreharbeiten stehen auf der lokalen Schwebefähren-Website schwebefaehre-osten.de.)


Im Film möglich: Lkw auf der Gondel

Die Qualität des Films über einen zynischen Auslieferer von Tiefkühlkost, der allmählich "auftaut", ist umstritten. Im Rezensionsportal filmjournalisten.de sieht sich ein Kritiker in der Ansicht bestätigt, dass die Deutschen - anders als die Franzosen - das Genre Filmkomödie nicht beherrschen: "Eine weitere dieser schwachbrüstigen deutschen Komödien, die vermutlich der Fernsehdenke voll Genüge tun, die aber im Kino nichts zu suchen haben. Insofern muss ein Film mit dem Titel 'Arschkalt' den Kommentar 'am Arsch vorbei' aushalten können."


Filmszene aus "Arschkalt"

Der Autor vergleicht die Schwebefährenszenen in "Arschkalt" und in dem in Rochefort gedrehten Kultfilm von Jacques Demy (siehe oben): "Es gibt Szenen mit einer ganz langsamen Schwebefähre..., so wie sie wunderbar in den 'Demoiselles de Rochefort' zu sehen ist; bei dem Gedanken an Jacques Demy will einem hier schier das Blut gerinnen oder man kriegt Magenkrämpfe angesichts dieser Gefrierkomödie." 

Man müsse sich fragen, "wie es möglich wird, dass solch ein unausgegorener Film überhaupt gemacht, mit öffentlichen Geldern gefördert wird und in die Kinos kommen soll", heißt es weiter


Bilbao

Erfundene
Königsreise


Aprilscherz in der NEZ vom 1. 4. 2004

19. 7. 2011. "Sogar der spanische König war schon da" - mit diesen Worten wird ein merkwürdiger Artikel der linksalternativen "tageszeitung" (taz) über die Schwebefähre an der Oste angekündigt. Autor Frank Keil berichtet in der Hamburg-Ausgabe der taz über einen angeblichen Besuch von König Juan Carlos I. im "Fährkrug" und über ein Gespräch, das er mit "Fährkrug"-Wirt Horst Ahlf geführt hat.

"Der König war natürlich
schon im Fährkrug"

Wörtlich heißt es in dem "taz"-Bericht, dessen voller Wortlaut hier online nachgelesen werden kann, über die beantragte Ernennung der Oste-Schwebefähre und ihrer "Schwesterfähren" zum Weltkulturerbe: "Hilfreich dabei war auch Ahlfs Gründung eines Weltverbandes der noch erhaltenen Schwebefähren samt prominenter Unterstützung: Verbandspräsident ist Spaniens König Juan Carlos I., der - natürlich - auch schon hier in Osten war, auf der Fähre und im 'Fährkrug'. Jetzt muss Ahlf mal in die Küche. Es ist bald Mittag, Gäste kommen, die wollen was auf dem Tisch stehen haben..."

Wer hat da wem einen
Bären aufgebunden?

Falsch ist natürlich, dass Schwebefähren-Schirmherr Juan Carlos I. jemals im Fährkrug oder überhaupt in Osten gewesen ist.

Richtig ist, dass die Niederelbe-Zeitung am 1. April 2004 in einem von NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp verfassten  Aprilscherz-Artikel einen solchen Besuch frei erfunden hat; der Wortlaut des amüsanten Kramp-Textes steht hier.

Radakteurin amüsiert
sich "königlich"...

NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp (Foto) meldete sich am Dienstag per Facebook zu dem "taz"-Bericht zu Wort: "Kann mich 'königlich' darüber amüsieren, dass so alter Spinnkram zur Legendenbildung taugt." Dann verfasste sie für die NEZ-Mittwochausgabe einen funkelnden Kommentar mit dem Titel "Von aufgebundenen Bären", in dem sie unter anderem darauf hinweist, dass das Internet "voller Fallstricke" sei: "Das erfährt aktuell auch der Journalist Frank Keil der linksalternativen 'tageszeitung' (Regionalausgabe Hamburg) auf www.osten-oste.de, wo 'Senor Osteland" Jochen Bölsche genüsslich dessen 'Erfundene Ostereise' outet..."

Das Phantom
von der Fähre

Trotz aller Aufklärungsversuche: Zu befürchten ist, dass der erfundene Königsbesuch in Osten ähnlich lange durch die Medien geistern wird wie ein anderes in Osten in die Welt gesetztes Phantom: jener "Eiffelschüler Louis Pinette", der angeblich die Fähre konstruiert, aber in Wahrheit nie existiert hat (mehr hier).


Bilbao

Schwebefähre
jetzt weinrot

14. 7. 2011. Eine Woche lang war die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao wegen Renovierung geschlossen, jetzt erstrahlt das 2006 zum Weltkulturerbe erhobene Bauwerk komplett in Weinrot ("vena roja"). Der Farbton RAL 3005 war nach einer Bürgerbefragung auch deshalb ausgewählt worden, weil er das Stahlgerüst eher vor hitzebedingten Verformungen bewahrt wird als das zuvor verwendete Schwarz.


Fotografie

"Tourist's most
wanted hotspots"


Newport-Schwebefähre auf Worldflicks

8. 7. 2011. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte: Schwebefähren und Brücken ziehen Touristen an wie ein Magnet ("tourist's most wanted hotspots") - und zählen zu den beliebtesten Fotomotiven


Bilbao-Schwebefähre auf worldflicks

Das zeigt die Website www.worldflicks.org, auf der Qualitätsfotos von Sehenswürdigkeiten aus dem Webportal fotolia eingebettet werden in die Satellitenbilder von Google Earth. 



Oste-Schwebefähre auf Worldflicks

Auf einen Blick erkennbar sind die attraktivsten Fotoperspektiven, ein Klick auf das Kamerasymbol öffnet die jeweilige Ansicht im Großformat samt Kommentarfeld.


Kanal-Schwebefähre auf worldflicks

Zu den beliebtesten Motiven an der Deutschen Fährstraße zählen natürlich die Schwebefähren Osten - Hemmoor  sowie Rendsburg - Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal.


Buenos Aires

Schwebefähre
ganz in Gold


Likör-Weltpremiere in Buenos Aires

5. 7. 2011. Sie war heruntergekommen, das häßliche Entlein unter den letzten acht Schwebefähren der Welt - am Wochenende aber war die Puente Transbordador in Buenes Aires ganz in goldenes Licht getaucht, angestrahlt mit 270.000 Watt. Anlass war eine Premiere: Die Spirituosenfirma Bols präsentierte auf der goldenen Schwebefähre "Neggo", den angeblich weltweit ersten Likör mit Lebkuchengeschmack.

Die einzige Schwebefähre Südamerikas bereitet sich zur Zeit auf ihr Hundertjähriges im Jahr 2013 vor. Buenos Aires ist zugleich federführend für den in 2003 in Osten angeregten und derzeit im Auftrag der Stadt Rendsburg ausgearbeiteten Antrag an die Unesco, die noch erhaltenen Fährbrücken nach dem Vorbild der "Mutter aller Schwebefähren" im spanischen Bilbao zum Unesco-Weltkulturerbe zu erheben. 


Fähre (o. l.) über vergiftetem Riachuelo

Die Schwebefähre überspannt den massiv mit giftigen Abwässern belasteten Riachuelo, dessen Umweltprobleme dieser Tage Thema einer Kunstausstellung waren (siehe Abb. oben).


Rochefort / Bilbao

Die Regatta der
Schwebefähren


Segler unter der Schwebefähre bei Bilbao

23. 6. 2011. Am Sonnabend, 2. Juli, starten in Frankreich 16 Yachten zu einer 36-Stunden-Regatta über die Biskaya. Start und Ziel der Regatta sind die einzigen Schwebefähren Frankreichs und Spaniens in Rochefort und bei Bilbao. Mehr...


Rendsburg

Mit Hochdruck
Richtung Welterbe


Wahl-Website von Breitner (2010)

22. 6. 2011. "Unsere Chancen steigen!" Mit diesen Worten hat sich der Rendsburger Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Andreas Breitner (SPD) am heutigen Mittwochnachmittag über die Aussichten der Schwebefähren am Kanal und an der Oste geäußert, zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben zu werden.

Nach einem Gespräch mit dem Kieler Kulturminister Dr. Ekkehard Klug (FDP) erklärte Breitner auf Facebook, das Land Schleswig-Holstein stehe dem gemeinsamen Projekt "sehr positiv" gegenüber: "Der Minister wird es gemeinsam mit Niedersachsen in die Kultusministerkonferenz einbringen. Die Technik ist anerkannt und eine serielle Bewerbung wird federführend aus Buenos Aires eingebracht." - Ein aktueller Zeitungsbericht über den Welterbe-Vorstoß zugunsten der Fähren in Rendsburg und Osten steht hier.

"Die Chancen 
sind sehr gut"

9. 6. 2011. Andreas Breitner, mit Riesenmehrheit wiedergewählter Bürgermeister der Schwebefährenstadt Rendsburg, zählt zu den Politikern, die viel Wert auf Bürgerinformation legen. Fast täglich meldet sich der bienenfleißige Stadtpolitiker beispielsweise über facebook zu Wort, wo bereits 2099 "Followers" seine Nachrichten verfolgen. Heute berichtet Breitner über Fortschritte bei seinen Bemühungen, zugleich auch für alle anderen Schwebefähren den Unesco-Weltkulturerbetitel zu erlangen. 

Breitner: "Heute Gespräch mit Kulturabteilung des Landes über Weltkulturerbe Schwebefähre Rendsburg. Wir werden eine serielle Bewerbung aller acht Schwebefähren in Richtung Unesco schicken. Die Chancen sind sehr gut. Unsere Vorbereitungen laufen weiter auf Hochdruck. Ein Industriearchäologe berät uns."

Fähren auf der
Expertenliste


Bereits Welterbe: Schwebefähre Bilbao

8. 6. 2011. Die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco-Welterbestätten ist Thema einer Tagung der Denkmalpflegereferenten der Bundesländer in Erfurt. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, macht sich Schleswig-Holstein - neben einem Projekt zum Wikinger-Kulturerbe mit Dänemark, Island und Norwegen - für die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld als Teil eines transnationales Vorhabens stark, während Niedersachsen die Schwebefähre Osten - Hemmoor in dieses Projekt einbringen will. 

Wilhelm Lucka vom Kulturministerium in Hannover weist der Presse gegenüber darauf hin, dass die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao bereits Weltkulturerbe ist. - Die Welterbeliste der Unesco umfasst bisher 911 Denkmäler in 151 Ländern

Mehr auf der Website des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Osteland. 


Middlesbrough

Prachtband zum
Hundertjährigen


Das neue Schwebefähren-Buch

7. 6. 2011. In diesem Jahr feiert, wie mehrfach berichtet, die Schwebefähre im britischen Middlesbrough ihr hundertjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat der Autor Dave Allan einen reich bebilderten Jubiläumsband verfasst, der den Titel "The Transporter" trägt und der hier in der nordenglischen Lokalpresse ("remarkable") vorgestellt wird (mit einigen historischen Fotos). 


Bau der Schwebefähre im Sommer 1911

Ein ähnliches Buch über die Geschichte der 1909 erbauten ältesten deutschen Schwebefähre (Gisela Tiedemann, Jochen Bölsche: "Über die Oste", MCE-Verlag, Drochtersen) ist noch im örtlichen Buchhandel und in der Ostener "Fährstuv" erhältlich.


Osten - Hemmoor

Das neue
Fähren-Lied


"Liederjan"-Werbebanner in Estorf

24. 5. 2011. Erstmals seit der Eröffnung der Ostener Schwebefähre im Jahre 1909 hat mit Folk-Formation "Liederjan" eine prominente Gruppe deutscher Musiker dem markanten maritimen Bauwerk über dem Ostestrom ein Lied gewidmet (siehe unten). "Liederjan"-Texter, -Komponist, -Musiker und -Sänger Jörg Ermisch hat uns dankenswerterweise den stimmungsvollen und historisch stimmigen Text zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:
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Die fliegende Fähre

Premiere in Estorf - Video auf youtube

Die Oste floss ruhig durch ein Land voller Grün
von Deichen umrahmt an den Seiten.
Den Fluss auf und ab sah man Lastschiffe ziehn
in lang vergangenen Zeiten.
Bei Osten gab es einen Fährprahm
seit hunderten von Jahren.
Und wenn ein Fuhrwerk ans Ufer kam
und sollte nach drüben fahren 
rief der Kutscher: Fährmann, hal över!
Fohr mi mol röber, fohr mi mol röber,
fohr mi mol röber na de anner Siet he,n
fohr mi mol röber, fohr mi mol röber, 
röber na de anner Siet hen.

Doch bei Eisgang und Sturm wurd' es ruhig am Fluss.
Da gab's nur eins, das war Warten.
Und wenn einer meinte: "Ich muss rüber, ich muss!"
hatte der ganz schlechte Karten.
Im Lande ging's mit der Wirtschaft voran
doch Osten drohte die Pleite.
Man hatte zwar schon die Eisenbahn -
doch leider auf der falschen Seite. 
Und immer noch rief man: Hal över!...

"Wi brukt een Brüch" sahen einige ein.
Doch die Masten der Ewer sind lang.
Es müsste eine zum Aufklappen sein.
"Da föhrt se denn dörch, mittenmang."
Man rechnete hin, man rechnete her,
man erwog das Wider und Für.
Doch am Ende ging überhaupt nichts mehr.
Es war klar: Dat Ding is to dür,
da möt wi allwedder ropen: Hal över!...

Doch da hörten die Bürger, was noch möglich ist
mit einem anderen Plan:
Aus eisernen Trägern ein hohes Gerüst
mit einer Gondel daran.
Man heuerte Nietenklopper an,
die bauten sonst Schiffe aus Stahl.
Und das Klingen der Hämmer zeigte an:
Bald hört man zum letzten Mal:
Fährmann, hal över!...

Bei der Einweihungsfeier für den mächtigen Bau
war die Stimmung zunächst leicht beklommen.
Es wa'rn alle da: Mann, Kind und Frau,
nur der Kaiser, der war nicht gekommen.
Doch nach ein paar Bieren war das einerlei.
Die Stimmung kam mächtig in Gang.
Und ein Männerchor brachte frisch, fröhlich und frei
einen seltsam vertrauten Gesang: 
Fährmann, hal över!...

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Ode an ein
Oste-Kleinod


Wortmann begrüßt das Publikum

22. 5. 2011. Weit über Norddeutschland hinaus bekannt ist die vor über 35 Jahren gegründete Folk-Gruppe "Liederjan" (Website). Die, wie Spötter sagen, "dienstälteste deutsche Boygroup mit Dame" (Michael Lampelius, Jörg Ermisch, Hanne Balzer) reüssierte nicht nur mit irischen Stücken und altbekanntem deutschem Liedgut, sondern auch mit fast vergessenen Liedern. Später textete und komponierte Liederjan immer häufiger eigene Werke. Dabei verwendet das Trio, das mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden ist, auch ungewöhnliche Zupf- und Streichinstrumente.


Fünf Minuten lang besungen: Ostens Fähre

Für den jüngsten Auftritt am Sonnabend zum Auftakt der 900-Jahr-Feier im Oste-Dorf Estorf hat die Gruppe auf Anregung von AG-Osteland-Mitglied und Veranstalter Peter Wortmann ("Kultur in der Aula") eine fünfminütige Ode an ein maritimes Kleinod getextet und komponiert: ein wunderbares Stück über die 102-jährige Geschichte der Schwebefähre.

Dazu hat sich Jörg Ermisch - der nach der Uraufführung die Glückwünsche des Vorstands der AG Osteland entgegen nahm - gründlich mit der Vergangenheit des Baudenkmals befasst, vor allem durch die Lektüre des Bild- und Textbandes "Über die Oste" von Gisela Tiedemann und Jochen Bölsche.


Aufmarsch der Gruppe Liederjan in Estorf

Bevor das Trio das neue Schwebefähren-Lied intonierte, stimmte Michael Lampelius das Publikum mit einem Gedicht  des in Basbeck aufgewachsenen Schriftstellers Peter Schütt ein, das mit den Zeilen beginnt: "Die Sonne geht im Orient auf. / Der Mond nimmt in Osten seinen Lauf. / Gottes himmlische Galeere / fährt am liebsten Schwebefähre" (voller Wortlaut hier).

Dutzende von Liederjan-Stücken aus dem 35-jährigen Schaffen der Gruppe sind mittlerweile als Video auf youtube.de verfügbar - seit diesem Wochenende auch die Estorfer Uraufführung des Schwebefähren-Liedes, von dem zu hoffen ist, dass es noch viele Menschen entlang der Oste in Live-Konzerten erleben können.


Osten / Osterrönfeld

Fünf Jahre
Freundschaft


Neue Website zum Fünfjährigen: hier

19. 5. 2011. Zum fünften Mal jährt sich diesen Monat die Besiegelung der Gemeinde-Partnerschaft zwischen den Schwebefähren-Orten Osten und Osterrönfeld. Aus diesem Anlass ist unsere Website zur "Freundschaft im Zeichen der Schwebefähre" neu gestaltet worden: www.oste.de/osterroenfeld.htm.


Newport

Glückliche
Heimkehr


Rob und Maureen im TV - abspielen

27. 4. 2011. Besser als erwartet ist der Erlös der Motorradtour der britischen Benefiz-Biker zu allen sieben europäischen Schwebefähren ausgefallen: Statt der angestrebten £1000 kamen £1800 an Spendengeldern für die Nierenforschung zusammen. Nach der glücklichen Heimkehr gaben Maureen Hendon, die vier Nierentransplanationen hinter sich hat, und ihr Partner Rob Reese im walisischen Newport Presse- und ITV-Interviews (sieheITV-Beitrag hier auf youtube), in denen sie über ihre "great and successful tour" berichteten.

Jetzt bedankten sich die Motorrad-Fans beim Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland, "that we had so much publicity", und erinnerten sich an die "really good time in Osten". Zum 1. Juni wollen Rob und Maureen ein Quiz mit Fragen zum Thema Schwebefähren organisieren, um weitere Spenden für die Nierenforschung zu akquirieren.


Osten / Hemmoor

Fundsache
im Internet


Karl-Heinz Brinkmann im TV-Interview

13. 4. 2011. Wer sich für Schwebefähren interessiert und im Internet recherchiert, stösst immer wieder auf Fundstücke wie einen ausführlichen Bericht des privaten TV-Produzenten radioweser.tv über die Fährbrücke über der Oste. Für den bereits 2009 hergestellten, nach wie vor sehenswerten Beitrag wurden Fährvereins-Vize Karl-Heinz Brinkmann und Fährmann Erwin Bergander interviewt. Der knapp 20 Minuten lange Beitrag kann hier auf youtube betrachtet werden.


Schwebefähren

Mit der 5. Niere
auf Europa-Trip


Ankunft am Donnerstag in Osten

8. 4. 2011. Vier Nierentransplantationen hat Maureen Hendon (49) hinter sich. Um die Nierenforschung zu unterstützen und für Organspenden zu werben, absolviert die Britin zur Zeit gemeinsam mit ihrem Partner Robert Reese (52) eine 3200-Kilometer- Marathontour per Motorrad durch Europa, bei der das Paar vorgestern im schleswig-holsteinischen Osterrönfeld bei Rendsburg und gestern und heute an der (leider zur Zeit in Reparatur befindlichen) Schwebefähre Osten - Hemmoor Station machte. 


Veranschiedung am Montag in Newport

Die Motorradfreunde aus der südwalisischen Schwebefähren-Stadt Newport haben sich zum Ziel gesetzt, binnen zehn Tagen alle sieben noch erhaltenen europäischen "transporter bridges" zu besuchen, wie die Briten die skurrilen Bauwerke mit ihren "fliegenden Gondeln" nennen, die um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden sind.


Besuch der Schwebefähren-Infomeile

Den architektonischen und technikgeschichtlichen Reiz der "faszinierende Brücken", die sich zur Zeit per Unesco-Sammelantrag um den Weltkulturerbe-Titel bewerben, erlebten bei beiden Briten zunächst in ihrem Heimatland. Nach der Verabschiedung durch den Bürgermeister von Newport und einer Zwischenstation in Warrington am River Mersey besuchten sie die nordenglische Hafenstadt Middlesbrough, die gerade das 100-jährige Bestehen ihrer Schwebefähre feiert.

Nach der Überfahrt per Fährschiff nach Amsterdam nahmen die Biker die Schwebefähre unter der gigantischen Eisenbahnbrücke über den "Kiel Canal" in Augenschein, bevor sie nach einem Stopp in Osterrönfeld ihre schwere BMW per Elbfähre Glückstadt - Wischhafen über die Deutsche Fährstraße an den Elbnebenfluss Oste steuerten.


Ein Erinnerungsteller vom Bürgermeister

An Deutschlands 1909 erbauter ältester Schwebefähre erlebten die britischen Fährfreunde norddeutsche Gastlichkeit. Bürgermeister Carsten Hubert überreichte ihnen vor der TV-Kamera von Heimat-live(Sendetermin: heute, 17 Uhr) den Ehrenteller der Gemeinde (der natürlich die Schwebefähre zeigt). 


Mit Frank Auf dem Felde in der FährStuv

Im Hotel "Fährkrug" berichtete Hotelier und Fährvereinsvorsitzender Horst Ahlf über seinen Newport-Besuch 2006 zum Hundertjährigen der dortigen "transporter bridge", während sein Stellvertreter Karl-Heinz Brinkmann die 101 Jahr alte Fähre präsentierte und Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde durch die museale "FährStuv" des Dorfes führte.


Vor der Info-Tafel über die Heimatfähre

Jochen Bölsche und Torsten Wichmann vom Vorstand der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. stellten auf der Fährstraße im benachbarten Hemmoor die von der "Lobby für die Oste" konzipierte "Internationale Schwebefähren-Infomeile" vor. Dabei freuten sich die Newporter besonders über die Darstellung ihrer heimischen Fährbrücke, die Zeitgenossen bei der Eröffnung 1906 als "so stark wie Herkules, so schön wie Apoll" rühmten.

Weil die historischen Oste-Prahmfähren in Gräpel und Brobergen (Landkreis Stade) erst in Kürze in die Saison starten, inspizierten die britischen Gäste ersatzweise in Oberndorf das unlängst eingeweihte 1:2-Fährmodell samt der neuen Fährmann- und Fährgast-Denkmäler sowie das Sperrwerk und die Klappbrücke an den einstigen Fährstellen in Neuhaus und Geversdorf.


Absinth und Aquavit von Olaf Schlichting

Bei Stippvisiten in der Gastronomie gewannen die Biker am Nachmittag und am Abend auch einen Eindruck von der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Menschen an der Unteren Oste. Im "Cronemeyer's", bei Neuhäuser Bier, überraschte Wirt Olaf Schlichting die Besucher mit einem Absinth- und Osteland-Aquavit-Präsent aus eigener Produktion. 


Web-Star "Löpel-Hans" gibt ein Ständchen

In der urigen Oberndorfer Gaststätte "Störtebecker" zeigte "Löpel-Hans" Bünning, bekannt als "Johnny the Spoon" und Internet-Star mit über 17.000 Visitors, mit einem Ständchen die hohe Kunst des "playing the spoons". Und in Ostens "Altem Amtsgericht" von Jan Nachtigall erfuhren die Briten, wie köstlich sich ein "German Schnitzel" zubereiten lässt

Am heutigen Freitagmorgen um 8.45 Uhr, nach einem Continental Breakfast in Horst und Gisela Ahlfs "Fährkrug", brachen die Fährfreunde zu ihrer nächsten Station auf, der "pont transbordeur" über die Charente in Rochefort an der französischen Atlantikküste. 


Wünschen gute Fahrt: Hubert und Wichmann

Auch in Frankreich sowie zum Abschluss ihrer Tour, an der "puente transbordador" im spanischen Bilbao, will Maureen Hendon auf die Website www.justgiving.com/r-mbiketour hinweisen, auf der sie um Direktspenden an die walisische Nierenstiftung "Kidney Wales Foundation" bittet. Ihr nicht allzu hochgestecktes Mindestziel, mit Hilfe ihrer Charity-Tour Spenden in Höhe von 1000 Pfund (rund 1200 Euro) für die Stiftung zu akquirieren, hatte sie zu etwa 60 Prozent erreicht, bevor sie in Osten zu den beiden letzten Stationen aufbrach. 

Eine Spende nahm sie auch von dem Ostekrimi-Autor und früheren Nierenpatienten Dr. Reinhold Friedl mit, der sich zur Begrüßung der Besucher ebenfalls in Osten eingefunden hatte.


Welcome: Brinkmann, Wichmann, Friedl

"Als langjährige Nierenpatientin habe ich erfahren, dass mehr Forschung notwendig ist, für die wiederum Spendengelder erforderlich sind," hatte die Fährenfreundin Maureen Hendon bei ihrem Start gegenüber der britischen BBC ihre Beweggründe dargelegt, über die sie auch an der Oste vor der TV-Kamera sprach. An allen sieben Stationen ihrer Reise hielt Maureen Hendon außerdem Informationsmaterial bereit, mit dem sie die Bereitschaft zur Organspende fördern möchte.

Berichte über die Tour stehen u. a. auf der Website der BBC und im South Wales Argus


Schwebefähren

Über 7 Fähren 
musst du fahr'n


Hendon und Reese starten in Newport

3. 4. 2011. An diesem Montag, 4. April, um 10.30 Uhr starten zwei englische Motorradfreunde zu einer Marathon-Tour durch Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien, um die sieben letzten europäischen Schwebefähren zu besuchen. Ziel des Europa-Trips ist es, Geld für die Unterstützung von Nierenpatienten und für die Nierenforschung zu sammeln. Am Mittwoch, 6. April, werden die britischen Benefiz-Biker an der Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld erwartet, wo sie im Hotel "O'felder" einsteigen. Am Donnerstag, 7. April, treffen sie an der Schwebefähre Osten - Hemmoor ein, gebucht ist ein Aufenthalt im Ostener Hotel Fährkrug. 

Die Idee zu der Fundraising-Tour stammt von Maureen Hendon aus der südwalisischen Schwebefähren-Stadt Newport. Die 49-Jährige hat seit einer schweren Nierenerkrankung vor 17 Jahren vier Organtransplantationen hinter sich gebracht, fühlt sich heute fit und möchte um Spenden für die gemeinnützige "Kidney Wales Foundation" werben, die Patienten und Forscher unterstützt.


Hat 100. Geburtstag: Fähre Middlesbrough

Am Montag will Maureen Hendon die 3200-Kilometer-Reise auf dem Rücksitz der BMW-Maschine ihres Partners Robert Reese, 52, beginnen. Die Route führt von Newport zu den beiden anderen noch erhaltenen britischen "transporter bridges" in Warrington am Fluss Mersey sowie in der Hafenstadt Middlesbrough in Nordostengland, wo in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen der dortigen Schwebefähre gefeiert wird.

Per Fährschiff geht es dann über Amsterdam weiter nach Deutschland. Dort wollen die Spendenwerber mit Hilfe der beiden letzten Schwebefähren des Landes den Nord-Ostsee-Kanal und die Oste überqueren. Begrüßt werden die Reisenden von Mitgliedern des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren innerhalb der in Osten ansässigen gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland.


Schwebefähren-Infomeile in Hemmoor

An der Oste wollen die Briten natürlich - kurz nach 14 Uhr - die 2009 eröffnete internationale Schwebefähren-Infomeile in Hemmoor-Basbeck besuchen, für die AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche auf acht großen Tafeln Informationen in Wort und Bild über alle noch erhaltenen "transporter bridges" zusammengestellt hat. 


Frank Auf dem Felde in der "Fährstuv"

Und natürlich interessieren sich die beiden auch für die museale Fährstuv auf der Ostener Seite, durch die Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde -Autor der dortigen Infotafeln - die Gäste gegen 15 Uhr führen wird.

Der Osteland-Vorsitzende freut sich, dass die Briten mit ihrer Tour die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die acht Schwebefähren lenken (sieben Schwebefähren in Europa, eine im argentinischen Buenos Aires), die mit Hilfe der jüngst beschlossenen, federführend vom Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner vorangetriebenen Sammelbewerbung in das Unesco-Weltkulturerbe einbezogen werden sollen (siehe unten). 


Eine der acht Info-Tafeln in Basbeck

Nach der Fahrt auf der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße, die Deutschlands Schwebefähren verbindet, soll es weiter nach Rochefort gehen, wo die letzte von einstmals sechs französischen Schwebefähren die Ufer der Charente verbindet. Endstation des Motorrad-Trips ist das nordspanische Bilbao mit der bereits 1893 fertiggestellten "Mutter aller Schwebefähren", der "puente transbordador", der 2006 der begehrte Weltkulturerbe-Titel bereits zuerkannt worden ist.


Etappenziel Oste-Schwebefähre

Schon jetzt werben die beiden Briten im Internet auf der Website www.justgiving.com/r-mbiketour um Direktspenden an die britische Nierenstiftung. Insgesamt, so haben sie sich vorgenommen, wollen sie mit Hilfe ihrer Tour 1000 Pfund (rund 1200 Euro) zusammenbekommen. Über Firmen, die sich per Spende als Sponsoren betätigen, würde sie sich freuen.

"Als langjährige Nierenpatientin habe ich erfahren, dass mehr Forschung notwendig ist, für die wiederum Spendengelder erforderlich sind," sagte Maureen Hendon gegenüber der britischen Presse. An den sieben Stationen ihrer Reise will Maureen Hendon auch Informationsmaterial verteilen, das die Bereitschaft zur Organspende fördern soll.


Osten

Saisonstart
am 1. April


Oste-Schwebefähre (Foto: Brinkmann)

29. 3. 2011. Am Freitag, 1. April, 11 Uhr,startet die Schwebefähre Osten-Hemmoor in die neue Saison. Auch die "FährStuv", der museale Fährinformationsraum an der Schwebefähre, wird dann wieder geöffnet sein. Am 5. Juni, 11 bis 18 Uhr, folgt dann der Fährmarkt, und vom 19. bis 21. August beteiligt sich der Schwebefährverein, wie dessen 2. Vorsitzender Karl-Heinz Brinkmann (Foto) mitteilt, an den "Tagen der Industriekultur am Wasser" in der Metropolregion Hamburg. Am 21. August wird die Wingster Regionalhistorikerin Gisela Tiedemann ihr von der AG Osteland herausgegebenes neues Buch "Die Fähren an der Oste" n der "FährStuv" vorstellen. Der Tag des offenen Denkmals am 11. September steht dieses Jahr unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". - Die Website des Fährvereins gibt es jetzt auch in einer Handy-Version.

Am Sonnabend, 2. April, 14 Uhr, wird in Oberndorf/Oste ein Doppeldenkmal zur Erinnerung an die Fährleute von einst und deren berühmten Fährgast Hoffmann von Fallersleben eingeweiht. Mehr...


Unesco

Bereits 2015 
Welterbe? 


Schwebefähre Osten - Hemmoor

23. 3. 2011. Bereits 2015 könnten sieben Schwebefähren - darunter die deutschen Fährbrücken Osten - Hemmoor und Rendsburg - Osterrönfeld - den begehrten Titel Unesco-Weltkulturerbe führen. Diese Hoffnung äußerte gestern der Rendsburger Oberbürgermeister Andreas Breitner (SPD), der - federführend für die beiden deutschen Schwebefähren - einen entsprechenden Sammelantrag vorantreibt. 


Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren

Breitner beruft sich auf einen Zeitplan, den der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann vorgelegt hat, der von den Kommunen mit der Erstellung des supranationalen Antrags beauftragt worden ist. Höhmann hat während der letzten Monate Kontakte zu allen Schwebefähren in Frankreich, Großbritannien und Argentinien sowie in Spanien geknüpft; die älteste Schwebefähre der Welt im baskischen Bilbao ist bereits vor Jahren als Weltkulturerbe anerkannt worden.


Breitner (r.) mit Berater Höhmann

Mit "großer Freude" hat die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. auf die gute Nachricht reagiert. "Der Welterbe-Titel würde eine enorme Stärkung der Region zwischen Elbe und Weser bedeuten," freut sich Jochen Bölsche, Vorsitzender des in Osten beheimateten Vereins, in dessen Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren die Welterbe-Strategie vorbereitet worden war. In dem Arbeitskreis arbeiten unter anderem die Bürgermeister der vier deutschen Schwebefähren-Gemeinden zusammen. Bei einem Weltschwebefähren-Treffen 2009 in Rendsburg wurde die Vorgehensweise konkretisiert.

Bürgermeister Breitner hofft, wie die Kieler Nachrichten heute berichten, auf einen deutlichen touristischen Aufschwung aufgrund des Unesco-Titels. Es gebe sogar "Globetrotter, die von Weltkulturerbe zu Weltkulturerbe" reisten. Breitner will Fördermittel des Bundes und der EU für Informationstafeln, Parkplätze und Werbung einwerben.


Schwebefähren-Weltkonferenz 2009

Als potentielle Weltkulturerbestätten sind auch die Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal international bereits seit dem Frühjahr 2003 im Gespräch. Damals hatte das ausschlaggebende Unesco-Beratungsgremium, das "International Council on Monuments and Sites" (Icomos), zunächst allerdings lediglich drei der acht Baudenkmale - darunter weder Osten noch Rendsburg - für den Unesco-Titel nominiert. 

Nach einer Intervention aus Osten begründete der Icomos-Vorsitzende Professor Eric DeLony (Foto) aus Washington das Fehlen der deutschen Fähren auf der Vorschlagsliste damit, dass man diese Bauwerke erst in Augenschein genommen habe, nachdem die seinerzeitige Liste schon abgeschlossen worden sei. Wenig später revidierte DeLony immerhin sein Urteil über die Chancen der Schwebefähre an der Rendsburger Hochbrücke: Sie sei, so der Brückenexperte, "unique" und "outstanding" (einzigartig und herausragend).

Mehr über die Vorgeschichte und die Hintergründe der Nominierung in dieser Pressemitteillung vom März 2003.


Breitner: "Unser 
Ziel ist ereichbar"

Schwebefähre in Newport

23. 3. 2011. "Betrachtet man die Situation in den verschiedenen Schwebefähren-Standorten, zeigt sich, dass die Voraussetzungen für eine gemeinsame serielle Bewerbung gegeben sind." Mit dieser Feststellung fasste der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann heute in Rendsburg das Ergebnis mehrmonatiger Recherchen zusammen, die das Ziel hatten, die Chancen eines Weltkulturerbe-Antrags an die Unesco zu ergründen.  Finanziell unterstützt wurde diese Untersuchung von der Gebietsentwicklungsplanung Region Rendsburg, der Aktiv Region Eider und Kanal und den Schwebefährenstandorten Rochefort und Osten.


Weltkonferenz in Rochefort

Besonders aktiv zeigt sich, so Höhmann, das französische Rochefort. Dort werden inzwischen von einem Comité Technique mehrere Treffen organisiert, um die Vorbereitungsarbeiten zu koordinieren und weiterzuführen. In einem weiteren Termin soll das Projekt in Paris noch einmal vorgestellt werden, um dann in die offizielle französische "Tentativliste" aufgenommen zu werden können.

An den drei Schwebefährenstandorten in Großbritannien - Warrington, Middlesbrough und Newport - haben die vorbereitenden Arbeiten gemäß den Forderungen der Operational Guidelines begonnen, wie zum Beispiel Sammlung der Dokumentationen. Die Ergebnisse sollen dann in einer Tagung in Middlesbrough diskutiert werden, die voraussichtlich im September 2011 stattfindet.


Schwebefähre in Buenos Aires

Über die seit 2009 bestehenden Kontakte zu den mit der Revitalisierung des Stadtviertels La Boca befassten Architekten konnten die Informationen über die Schwebefähre in Buenos Aires aktualisiert werden. Zur Zeit wird ein städtebauliches Projekt zur Revitalisierung der Umgebung der Brücke durchgeführt, in dessen Rahmen bereits auch die parallele Straßenbrücke (ehemalige Hubbrücke) instandgesetzt wurde.

Dokumentationen und Veröffentlichungen zu der Schwebefähre in Osten sind laut Höhmann ausreichend vorhanden. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Niedersachsen habe sich positiv über das Antragsverfahren und die grundsätzlichen Chancen geäußert.


Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld

In Rendsburg/Osterrönfeld befindet sich die Brücke im Besitz des Bundes. Sie wird zur Zeit aufwendig saniert. Aufgrund der laufenden Unterhalts- und Reparaturarbeiten  liege eine gute Dokumentationslage vor. Die Landesdenkmalpflegebehörde des Landes Schleswig-Holstein unterstütze die Antragsbemühungen der Stadt Rendsburg. 

Bei einer Veranstaltung von Icomos (Vereinigung der Landesdenkmalpfleger der Bundesrepublik Deutschland - Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege, und Deutsches Nationalkomitee von ICOMOS) in Berlin im November 2009 waren die Weiterführung der deutschen Tentativliste und mögliche neue Kandidaten für diese Liste vorgestellt und diskutiert worden. Unter den drei Vorschlägen befanden sich auch die Schwebefähren, die als Erweiterungsantrag von Bilbao die Zahl der möglichen deutschen Tentativanträge nicht belasten.

Die Vereinigung der Landesdenkmalpflegerhat ihre Arbeitsgruppe Industriedenkmale mit der Prüfung dieser Vorschläge beauftragt. Sie wurden in der Arbeitsgruppe vorgestellt und diskutiert. Die Arbeitsgruppe hat dem Projekt Schwebefähren zugestimmt, eine Befürwortung durch die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger ist zu erwarten. 


Bereits Welterbestätte: Fähre in Bilbao

Nach Sichtung der bereits vorhandenen Dokumentationen und dem Besuch einiger der Brücken wird laut Höhmann deutlich, dass der bereits mit der Ernennung der Schwebefähre Bilbao-Portugalete zum Welterbe bestätigte generelle Wert für die einzelnen Brücken noch verfeinert bzw. individuell beschrieben werden muss. 

Insgesamt ist, so Höhmann, festzustellen, dass alle Brücken in ihrer Originalkonstruktion erhalten sind. Lediglich in Bilbao war eine umfassende Erneuerung nach den Zerstörungen im Bürgerkrieg erforderlich, hier wurde auch die Fähre selbst modernisiert und vergrößert. Alle Brücken stehen an ihrem originalen Platz und sind vollständig erhalten.


Breitner (l.) mit Fährfreunden

Aktuell komme es darauf an, den außerordentlichen universellen Wert ("Outstanding Universal Value") in den Mittelpunkt zu stellen und zu belegen. Dies werde Mitte 2012 abgeschlossen sein. Mit einer Dokumentation wird dann der Antrag zur Aufnahme in die Tentativliste der einzelnen Staaten gestellt.

Rendsburgs Bürgermeister Andreas Breitner zog vor der Presse das Fazit: "Wir kommen gut voran bei den Vorbereitungen unseres Antrags. Unser Ziel, Nordeutschlands technisches Kulturdenkmal Nummer eins, die Rendsburger Schwebefähre, zum Unesco-Weltkulturerbe zu machen, ist erreichbar. Die Vorbereitung einer Kontinente überspannenden seriellen Bewerbung ist zwar aufwendig, aber Erfolg versprechend. Das Prädikat Weltkulturerbe hätte dank der großen touristischen Effekte eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für Schleswig-Holstein."


Großbritannien

Schwebefähre
als Schulstoff


Britische Schüler mit Schwebefähren-Modell

18. 3. 2011. Vielleicht eine Anregung für Pädagogen an der Oste: Schüler im britischen Newton haben sich jetzt an einem Wettbewerb teilgenommen, bei dem es galt, eine funktionstüchtige Schwebefähre zu konstruieren. Darüber berichtet jetzt die "Newton News".

Vor 20 Jahren
in Otterndorf...

Eine Schwebefähre als Unterrichtsstoff - das gab es bereits vor gut 20 Jahren, im Technikunterricht der 8. Klasse einer Hauptschule in Otterndorf., die von Hans-Otto Funke unterrichtet wurde. Der Pädagogik-Professor Hartmut Sellin berichtete darüber in der Zeitschrift Kultur & Technik (1/1991): "Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit Grundproblemen der Statik und Festigkeit auseinander, wie es im Lehrplan vorgesehen ist. ... In einer Arbeitsgemeinschaft wurde mit Unterstützung der Fördergesellschaft ein Modell im Maßstab 1:50 gebaut." Der komplette Wortlaut des Sellin-Artikels steht hier im Web.


Middlesbrough

Frauendemo und
Bungee-Jumping


Weltfrauentag-Demo in Middlesbrough

11. 3. 2011. Im 100. Jahr ihre Bestehens rückt die Schwebefähre in Middlesbrough verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. So nutzten Frauen,  wie die BBC hier berichtet, das Bauwerk am Weltfrauentag, um für den Bau von "Brücken zu Frieden und Fortschritt" zu demonstrieren - getreu dem diejährigen britischen Frauentagsmotto: "Stärkere Frauen können Brücken des Friedens bauen."


Bungee-Springer in Middlesbrough

Unterdessen hat ein britischer Sender"Britain's Top Five Bungee Jumping Locations" veröffentlicht. Die Schwebefähre in Middlesbrough gehört dazu - als landesweit einzige Gelegenheit zum Brücken-Jumping.


Buenos Aires

Ruderregatta als
Demonstration


Schwebefähre von Buenos Aires

10. 3. 2011. Die einzige Schwebefähre Lateinamerikas in Buenos Aires war, wie die dortigen Fährfreunde mitteilen, Schauplatz eines  Ruderrennens, an dem 150 Boote mit 300 Sportlern teilnahmen. Das Rennen, das zum fünftenmal stattfand, gilt zugleich als eine Demonstration für die Gesundung des verschmutzten Riachuelo.


Technikgeschichte

Elbtunnel oder
Schwebefähre?


Verworfen: Elb-Schwebefähre

6. 3. 2011. Während in Norddeutschland jahrein, jahraus über einen neuen Elbtunnel bei Drochtersen gestritten wird, bereitet Hamburg den 100. Jahrestag der Eröffnung des alten Elbtunnels in Altona am 7. September vor. Aus Anlass des bevorstehenden Tunneljubliäums haben soeben die Bundes- und die Hamburgische Ingenieurkammer das Buch "Der alte Elbtunnel Hamburg" (Abb.) von Sven Bardua vorgestellt, der das Bauwerk als "historisches Wahrzeichen" würdigt (mehr). Das Buch, schreibt die Tageszeitung "Die Welt", stelle den Tunnel "in eine Reihe mit herausragenden Ingenieurbauwerken in Deutschland ... darunter der Leuchtturm Roter Sand und die Schwebefähre Osten-Hemmoor". 


100 Jahre alt: Hamburger Elbtunnel

Dem Leuchtturm und der Schwebefähre hatte die Ingenieurkammer bereits in den Vorjahren den Titel "Historisches Wahrzeichen" verliehen - Begründung auf dieser Website.


Geplant: Elbtunnel bei Drochtersen

Was in Hamburg leider ein wenig in Vergessenheit geraten ist, ist die Vorgeschichte des Tunnelbaus: Ursprünglich wollte der Senat die Elbe mit einer Schwebefähre überbrücken. Doch die Hanseaten verwarfen den Plan, gingen auf Nummer Sicher und entschieden sich für den Tunnel. Zur selben Zeit bewiesen die Ostener Honoratioren Wagemut und beschlossen den Bau einer Schwebefähre...

Ostener wagemutiger
als Hamburgs Senat


Schwebefähren-Chronik - Info / Kauf

In dem 2009 erschienenen Buch "Über die Oste" widmet Jochen Bölsche (Osten) der Entstehung des Elbtunnels und der Schwebefähre ein eigenes Kapitel, das mit den Absätzen beginnt: 

Die eine Baustelle liegt gleich gegenüber vom weltberühmten Amüsierviertel St. Pauli, die andere 55 Kilometer Luftlinie entfernt tief in der hannöverschen Provinz. Fast gleichzeitig beginnen im Hochsommer des Jahres 1907 in der Metropole Hamburg und im Dörfchen Osten die Arbeiten an zwei Bauprojekten, die beide demselben Zwecke dienen und die beide als Pionierleistungen in die deutsche Technikgeschichte eingehen werden. 

Am 22. Juli 1907 unternehmen Arbeiter der Baufirma Philipp Holzmann im neuen Hamburger Hafenstadtteil Steinwerder die ersten Spatenstiche für die Untertunnelung des Elbstroms. Dieses Bauwerk wird hundert Jahre später als "Alter Elbtunnel" bezeichnet werden - und als "vermutlich einmalig in der Welt" ("Frankfurter Allgemeine Zeitung"). 

Wenig später, am 1. August 1907, bewilligt in Osten der Gemeindeausschuß mit einer Gegenstimme die Ausgabe von 50 Mark für Bohrungen zum Bau der ersten deutschen Schwebefähre - eine im Kaiserreich noch nie zuvor erprobte Form der Gewässerquerung, die hundert Jahre darauf als Baudenkmal von nationaler Bedeutung gefeiert werden soll.

Ob Osten an der Oste, ob Hamburg an der Elbe Auen - beide Orte stehen seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts vor dem gleichen Problem... Weiterlesen hier.


Newport

Britische Fähren
beraten Antrag


Schwebefähre in Newport (Foto: Bölsche)

28. 2. 2011. Vertreter der drei britischen Schwebefähren-Städte Newport, Middlesbrough und Warrington haben jetzt in einer Konferenz über ihren jeweiligen Beitrag zu dem Sammelantrag an die Unesco beraten, der auf eine Anerkennung aller noch erhaltenen Schwebefähre als Weltkulturerbe zielt. Das berichtet die britische Presse aus Newport. Im September wollen sich die Delegationen in Middlesbrough treffen.

Der Rang der
Lady Liberty


Bericht über Schwebefähren-Initiative

3. 3. 2011. Auch die gerade 100 Jahre alt gewordene Schwebefähre im britischen Middlesbrough könnte eines Tages das Prestige der Freiheitsstatue, des Eiffelturms und der Chinesischen Mauer erreichen. So kommentiert der englische Evening Standard die aktuellen Bemühungen der drei britischen Schwebefährenstädte um den Weltkulturerbe-Titel der Unesco

Das Blatt hebt hervor, dass die Wertschätzung der Transporter Bridges vom spanischen König Juan Carlos I. geteilt werde, mit dessen Hilfe es bereits gelungen sei, der Schwebefähre bei Bilbao zu dem begehrten Titel zu verhelfen. 

Die Briten wollen sich einem supranationalen Sammelantrag anschließen, der von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwebefähren innerhalb der AG Osteland angeregt worden. Der Antrag soll, wie berichtet, unter Federführung Argentiniens bei der Unesco eingereicht werden. 


Bilbao

Outdoor-Museum
für Spanien-Fähre


Hier sollen Fähr-Exponate gezeigt werden

18. 2. 2011. Auf einem Platz an der weltältesten Schwebefähre im spanischen Bilbao, die seit 2006 den Titel Weltkulturerbe trägt, soll ein Fährmuseum unter freien Himmel eingerichtet werden. Gezeigt werden sollen unter anderem eine Dampfmaschine, die einst die Fähre antrieb, sowie über 100 Jahre alte Kabel und Kabeltrommeln. Das berichtet die Zeitung El Correo auf ihrer Website.


Newport

Abseilen für
die Krebshilfe


Krebshelfer an der Schwebefähre Newport

13. 2. 2011. Immer wieder inspirieren Schwebefähren in aller Welt Helfer zu guten Taten. Für April planen, wie berichtet, zwei englische Motorradfreunde eine Marathon-Tour durch Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien, um die sieben letzten europäischen Schwebefähren zu besuchen und dabei Geld für die Unterstützung von Nierenpatienten und für die Nierenforschung zu sammeln. 

Am heutigen Sonntag kündigt die britische Presse ein Benefiz-Projekt an der Schwebefähre im walisischen Newport an: Dort können sich am 26. Juni Wagemutige gegen Entgelt von der Spitze der Transporter Bridge abseilen. Der Erlös soll der Krebshilfe (Macmillan Cancer Support) zugute kommen.


Middlesbrough

Facelifting
mit Liften


Ideenskizze aus Middlesbrough (Fotos: BBC)

7. 2. 2011. Zwei Jahre nach dem Hundertjährigen der ältesten deutschen Schwebefähre an der Oste steht jetzt - wie mehrfach bereichtet - im nordostenglischen Middlesbrough ein entsprechendes Jubiläum an. Zu den Feierlichkeiten soll der dortigen "transporter bridge" ein optisches "lifting" verpasst werden - unter anderem mit Hilfe gläserner Lifts. Das sehen Pläne vor, über die jetzt die BBC auf ihrer Website berichtete.


Rentnermodell der Jubiläumsfähre

Wie populär die 100-jährige Schwebefähre in Middlesbrough und Umgebung ist, zeigt ein weiterer BBC-Bericht über einen 63-Jährigen, der im Vorfeld des Jubiläums in dreimonatiger Arbeit ein Fährmodell gebaut hat, das in seinem Hinterhof besichtigt werden kann. 


Osten / Hemmoor

Welterbe-Antrag
kommt gut voran


Fähre um 1960 (Illustration: Gerd Bertholdt)

29. 1. 2011. Gut voran kommen die Arbeiten an einem internationalen Sammelantrag mit dem Ziel, nach dem Vorbild der Schwebefähre in Bilbao auch den übrigen sieben Schwebefähren in Großbritannien, Deutschland, Argentinien und Frankreich den begehrten Titel Unesco-Weltkulturerbe zu verleihen. Das berichtete in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor am Freitag im Ostener Fährkrug die Cuxhavener Ingenieurin Birgit Greiner, Denkmalschützerin beim Landkreis, dem das nationale Baudenkmal gehört.


Referentin Greiner mit Ahlf und Burmester

Das Darmstädter Fachbüro Höhmann sei dabei, den deutschen Teil des Antrags abzuschließen und kooperiere zur Zeit mit der Schwebefähre im französischen Rochefort, deren Träger das Projekt "sehr stark" unterstützten. Anschließend folge die Aufarbeitung der Daten der der britischen Schwebefähren in Middlesbrough, Newport und Warrington. Federführund für die Antragstellung sei Buenos Aires, dessen Schwebefähre 2014 ihr Hundertjähriges feiere. Aus Unesco-Gremien sei zu hören, dass der Sammelantrag "positiv beurteilt" werde. 

"Das wäre die Krone 
meines Schaffens"

Der Welterbetitel wäre "die Krone meines Schaffens", bemerkte der 1. Vorsitzende Horst Ahlf, der dem Verein seit 35 Jahren vorsteht und der in der Versammlung den Rückzug aus seinem Vorstandsmt ankündigte: "Im nächsten Jahr ist Wachablösung." Ahlf berichtete, die Fähre habe 2010 ihre Position als "Flaggschiff für das Osteland" behauptet, der Fährbetrieb (11 Helfer, 47.000 Fahrgäste, 100.000 Besucher pro Jahr, 11 TV-Beiträge, bereits über 100 Bus- und Gruppenanmeldungen für 2011) bleibe der wichtigste Tourismusmagnet am Fluss. Mit der "Fährstuv" verfüge der Verein außerdem über eine "kleine neue Perle".


Vorstandsmitglieder Klüser und Brinkmann

Ahlfs Stellvertreter Karl-Heinz Brinkmann wies ergänzend auf die kulturelle Bedeutung der "Fährstuv" hin, in der 2011 auch schon eine Krimiland-Lesung sowie die Stör-Ausstellung der AG Osteland und der Sportfischer (mit internationalen Gästen) stattgefunden haben. Neben dem Fährmarkt am 5. Juni 2011 stehe im Herbst die Teilnahme an den "Tagen der Industiekultur am Wasser" sowie eine Reihe von EWerbeeinsätzen des "Promotion Teams" um Lothar Klüser an. In der Fährstuv sollen die Besucher in der kommenden Saison neue Werbeartikel kaufen und per Großmonitor historische Fährfotos sehen können; eindrucksvolle Kostproben servierte Brinkmann den Teilnehmern mit einer Beamer-Show.

Das jüngste Mitglied
ist eine Woche alt

Schatzmeister und Vizevorsitzender Peter Burmester berichtete, dass die Mitgliederzahl - zur Zeit 239 - gehalten werden konnte, auch dank der Aufnahme des bislang jüngsten Mitglieds, des am 20. Januar 2011 geborenen Jonas Röndigs. Der Kassenstand  wurde, nachdem er im Jubiläumsjahr 2009 (Burmester: "Katastrophenjahr") von rund 28.000 Euro auf 755 Euro abgeschmolzen war, auf immerhin rund 10.000 Euro aufgestockt.


Bürgermeister Hubert beim Grußwort

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Bürgermeister Carsten Hubert den Fährmännern gedankt und sich erfreut über die Entwicklung der "Fährstuv" ("ein kleines Tourismusbüro") gezeigt. Während eine Neugestaltung des Fährplatzes 2011 finanziell nicht realisierbar sei, seien Leader-Fördermittel für die Zuwegung zum Anleger bereits zugesagt worden.

Einen Kurzüberblick über die Entwicklung der internationalen Schwebefähren-Szene gab Jochen Bölsche vom Vorstand der AG Osteland.


Middlesbrough

Im Zeichen
der Tranny


Schwebefähre in Middlesbrough

28. 1. 2011. "Tranny" ist im Englischen eine populäre Kurzform von Transvestit (frührer auch von "Transistor") - und das volkstümliche Lürzel für "transporter bridge", Schwebefähre. Im nordostenglischen Middlesbrough, gewöhnlich "Boro" abgekürzt, steht das neue Jahr, wie mehrfach berichtet, im Zeichen der Tranny, die nun - zwei Jahre nach ihrer kleinen "Schwesterfähre" an der Oste - 100 Jahre alt wird. Die Lokalpresse hat heute begonnen, an wichtige und skurrile Ereignisse aus dem Jahrhundert der Schwebefähre zu erinnern - mehr hier und auf unserer internationalen Schwebefähren-Website www.schwebefaehre.org.


Newport

Über 7 Fähren
musst du fahr'n


Hendon und Reese in Newport

6. 1. 2011. Für das kommende Frühjahr planen zwei englische Motorradfreunde eine Marathon-Tour durch Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien, um die sieben letzten europäischen Schwebefähren zu besuchen. Ziel des Europa-Trips ist es, Geld für die Unterstützung von Nierenpatienten und für die Nierenforschung zu sammeln. Im April werden die britischen Benefiz-Biker an den beiden deutschen Schwebefähren Osten - Hemmoor und Rendsburg - Osterrönfeld erwartet.

Die Idee zu der Fundraising-Tour stammt von Maureen Hendon aus der südwalisischen Schwebefähren-Stadt Newport. Die 49-Jährige hat seit einer schweren Nierenerkrankung vor 17 Jahren vier Organtransplantationen hinter sich gebracht, fühlt sich heute fit und möchte um Spenden für die gemeinnützige "Kidney Wales Foundation" werben, die Patienten und Forscher unterstützt.

Am 4. April will Maureen Hendon die 3200-Kilometer-Reise auf dem Rücksitz der BMW-Maschine ihres Partners Robert Reese, 52, beginnen. Die Route führt von Newport zu den beiden anderen noch erhaltenen britischen "transporter bridges" in Warrington am Fluss Mersey sowie in der Hafenstadt Middlesbrough in Nordostengland, wo in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen der dortigen Schwebefähre gefeiert wird.

Per Fährschiff geht es dann über Amsterdam weiter nach Deutschland. Dort wollen die Spendenwerber mit Hilfe der beiden letzten Schwebefähren des Landes den Elbnebenfluss Oste und den Nord-Ostsee-Kanal überqueren. Betreut werden sollen die Reisenden von Mitgliedern des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren innerhalb der in Osten ansässigen gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland


Etappenziel Schwebefähre in Osten

Die deutschen Fährfreunde freuen sich, so deren Sprecher Jochen Bölsche, dass die Briten mit ihrer Tour die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auch auf die acht noch erhaltenen Industriedenkmaler dieser Art lenken (sieben Schwebefähren in Europa, eine im argentinischen Buenos Aires), die per Sammelbewerbung an die Unesco in das Weltkulturerbe einbezogen werden wollen. Einen entsprechenden Antrag läßt der bei diesem Projekt federführende Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner zur Zeit von einem Darmstädter Fachbüro erarbeiten.

Nach der Fahrt auf der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße, die Deutschlands Schwebefähren verbindet, soll es weiter nach Rochefort gehen, wo die letzte von einstmals sechs französischen Schwebefähren die Ufer der Charente verbindet. Endstation des Motorrad-Trips ist das nordspanische Bilbao mit der bereits 1893 fertiggestellten "Mutter aller Schwebefähren", der "puente transbordador", der 2006 der begehrte Weltkulturerbe-Titel bereits zuerkannt worden ist.

Schon jetzt werben die beiden Briten im Internet auf der Website www.justgiving.com/r-mbiketour um Direktspenden an die britische Nierenstiftung. Insgesamt, so haben sie sich vorgenommen, wollen sie mit Hilfe ihrer Tour 1000 Pfund (rund 1200 Euro) zusammenbekommen. Über Firmen, die sich per Spende als Sponsoren betätigen, würde sie sich freuen. 

"Als langjährige Nierenpatientin habe ich erfahren, dass mehr Forschung notwendig ist, für die wiederum Spendengelder erforderlich sind," sagt Maureen Hendon. An den sieben Stationen ihrer Reise will Maureen Hendon Informationsmaterial verteilen, das die Bereitschaft zur Organspende fördern soll.


Marseile

Visionen
für 2050


Schwebefähren-Entwurf für Marseille

3. 1. 2011. Wovon träumen Franzosen, wenn sie an die Zukunft denken? Von der Wiederauferstehung ihrer Schwebefähren, bei deren Bau die Nation einst - dank des genialen Ingenieurs Ferdinand Arnodin (Foto) - weltweit führend war. In ihrer  Neujahrsausgabe fragte die südfranzösische Zeitung "La Provence", wie das Marseille des Jahres 2050 aussehen könnte. Im Mittelpunkt der Vision (Text hier) stand die Wiederkehr der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schwebefähre (siehe Illustration oben).


Schwebefähren-Entwurf für Nantes

Bereits im vorigen Jahr hatten Schwebefährenfreunde in Nantes den Wiederaufbau der ebenfalls zerstörten "pont transbordeur" propagiert. Außer in Nantes und Marseille baute Frankreich einst Schwebefähren auch in Rochefort (als einzige erhalten) sowie in Bordeaux, Brest und Rouen.


Middlesbrough

Kultserie mit 
Schwebefähre


Middlesbrough: Schwebefähre als TV-Star

2. 1. 2011. Die Schwebefähre im nordostenglischen Middlesbrough, die im neuen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert, ist in Großbritannien bekannt geworden als "Star" der TV-Kultserie "Auf Wiedersehen, Pet". Alle Serienteile sind jetzt bei youtube.com gratis verfügbar - darunter auch die legendäre dritte Episode, in der die "Transporter Bridge" demontiert und nach Arizona geschickt wird (abspielen).


Szene aus "Auf Wiedersehen, Pet"

Der Abriss der Schwebefähre wurde in der TV-Serie so eindrucksvoll geschildert, dass viele Engländer - trotz einer Klarstellung durch die BBC - glauben, die "Trannie" stehe wirklich nicht mehr in Middlesbrough.

Mehr auf der Fanseite zur  BBC-Serie, auf der auch alle Drehorte aufgeführt sind.


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Willkommen im Reich der filigranen Riesen

Jochen Bölsche
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Man nennt sie Schwebefähre, Fährbrücke, transporter bridge, pont transbordeur, puente transbordador, aerial transfer bridge, aerial ferry, zweefbrug, transportbrug oder zwevend veer (niederländisch), droghad ymmyrkey (gälisch), zubi transbordadorea (baskisch) oder Gondolový most (tschechisch) - allesamt sind sie Meisterwerke der Ingenieurskunst einer versunkenen Epoche. Die meisten sind längst verschrottet, nur acht sind weltweit noch als Baudenkmal erhalten wie die Schwebefähre in Osten an der Oste (Deutschland). Diese Website informiert auf über 30 Seiten über sämtliche Schwebefähren der Welt.-

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"Stählerner Koloss mit eigener Internet- Präsenz / Jochen Bölsche setzt sich mit Homepage für die Ostener Schwebefähre ein" - unter dieser Überschrift berichten die Cuxhavener Nachrichten 2003 über diese Website. Bericht lesen.

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