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Osten/Oste
Diese Website kommt aus Osten, wo die älteste deutsche Schwebefähre steht. Direkt zu den Seiten von der Oste geht es hier.

LINKS UNTEN

POST

Schwebefähren auf Briefmarken und auf Sonderstempeln - ausgefallenes Sammelgebiet eines Philatelisten aus Rendsburg. Mehr hier.

PUNK

"Transporter bridge, transport me away" - Refrain eines britischen Punkrock-Songs. Hörprobe hier, mehr in unserer Rubrik KUNST.

LYRIK

Immer wieder haben Schwebefähren  Dichter und Schriftsteller wie Peter Schütt (Foto)  fasziniert. Alle Gedichte auf unserer Seite LITERATUR.

FILM

Schwebefähren als Filmstars - in "The Young Girls of Rochefort" und auch in "Billy Elliott". Siehe ROCHEFORT und MIDDLESBROUGH.

TV

"Auf Wiedersehen, Pet" heisst die BBC-Kultserie um eine Schwebefähre - siehe MIDDLESBROUGH.

VIDEO

Exzellent gemachte Tonbildschau aus NEWPORT zum Download hier.

PLAN

Schwebefähren - Verkehrsmittel der Zukunft? Visionäre Planer wollen Fußgänger über die Themse (Foto) und über die Fulda schweben lassen: siehe INTERNATIONAL.
Men are building too many walls, 
not enough bridges. Isaac Newton

ARCHIV: TEXTE AUS DEN JAHREN 2003 und  2004

Neue Schwebefähre
in Mönchengladbach

Foto: Prof. Vladimir Spacek / Stadt Mönchengladbach
17. 12. 2004. Wer hätte das gedacht? Es gibt in Deutschland drei (und nicht zwei) und weltweit neun (und nicht acht) Schwebefähren! Bereits im Herbst 2003 wurde bei Mönchengladbach eine kleine Schwebefähre über das Flüßchen Niers in Betrieb genommen - als "Erlebnisbrücke" an der deutsch-niederländischen Fahrradroute "Fietsallee". Die Strecke folgt einer vor fast 200 Jahren von Napoleon ersonnenen, aber nie realisierten Kanalverbindung zwischen Antwerpen und dem Rhein (siehe Nordkanal-Website). Foto: Prof. Vladimir Spacek.


Schwebefähre soll
illuminiert werden


So könnte die Fähre illuminiert werden

21. 2. 2005. Noch im Jahr 2005 soll die Schwebefähre in Osten nachts angestrahlt werden, wenn sich genügend Sponsoren für die Beschaffung von sechs Scheinwerfern finden. Dann würde das Bauwerk so ähnlich aussehen wie während einer Beleuchtungsübung der Ostener Feuerwehr im Frühjahr 2004 (Foto).


Die Kabel für die Strahler sind schon verlegt

Für die entsprechende Verkabelung hat der Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre 2500 Euro bewilligt.


Jubeltage für die
Schwebefähren


Rendsburger Schwebefähre (mit MS "Europa")

12. 9. 2004. Die beiden letzten deutschen Schwebefähren in Rendsburg (Schleswig-Holstein) und Osten/Oste (Niedersachsen) waren Mittelpunkt zweier Festveranstaltungen zum "Tag des offenen Denkmals", der diesem Jahr dem Schwerpunktthema Wasser gilt.

Die Rendsburger Schwebefähre, die seit 90 Jahren unter einer Eisenbahnhochbrücke den Nord-Ostsee-Kanal überquert, ist unter den 310 maritimen Denkmalen in Schleswig-Holstein als Schauplatz der landesweiten Auftaktveranstaltung ausgewählt worden, weil sie nach dem Urteil des Kieler Landeskonservators Dr. Michael Paarmann zu den prominentesten Denkmalen im Lande gehört. Die Hochbrücke und die Fähre seien, so Paarmann, "Markenzeichen für die gesamte Region".

Die fünf Jahre ältere Ostener Schwebefähre über den Elbe-Nebenfluss Oste, die im Frühjahr von der Bundesregierung als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft worden ist und zur Zeit mit Hilfe der EU in zwei Bauabschnitten mit einem Gesamtaufwand von 1,1 Millionen Euro restauriert wird, stand bereits am 10. September im Mittelpunkt einer Festveranstaltung.


Blaupause für die Ostener Schwebefähre (1903)

Mit einer historisch-literarischen Revue zum Denkmalschutztag gedachte die Gemeinde der 100. Wiederkehr des 1. September 1904, an dem der Rat des damaligen 600-Seelen-Dorfes den mutigen Beschluss gefasst hatte, eine europaweit einzigartige Fährbrücke zu bauen: Unter einem 38 Meter hohen Stahlgittergerüst verkehrt eine starr aufgehängte elektrisch betriebene Gondel, die den Fluss queren kann, ohne den Schiffsverkehr zu behindern.

Als die von dem Eiffel-Schüler Louis Pinette konstruierte Ostener Schwebefähre am 1. Oktober 1909 ihrer Bestimmung übergeben wurde, galt sie als "achtes Weltwunder" und als "Eiffelturm des Nordens". Nachdem 65 Jahre später eine Straßenbrücke die Funktion der Schwebefähre übernommen hatte, retteten Denkmalschützer gemeinsam mit einer Bürgerinitiative das Bauwerk vor dem drohenden Abriss; die Schwebefähre wurde 1975 als weltweit erste ihrer Art zum Baudenkmal erklärt und fortan für touristische Demonstrationsfahrten genutzt.

Die Vorsitzende des Heimatvereins Osten, Erika Borchers, rief die Bevölkerung zu breiter Unterstützung des Denkmalschutzes auf: "Engagement erwächst nicht aus passivem Wohlwollen, sondern aus aktiver Mitwirkung."

Der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert und seine Amtskollegen Andreas Breitner (Rendsburg) und Jörg Sibbel (Osterrönfeld bei Rendsburg) hatten bereits vor einem Jahr gemeinsam mit Vertretern aus Großbritannien, Frankreich, Spanien und Argentinien im spanischen Bilbao, dem Standort der 1893 errichteten ältesten Schwebefähre der Welt, einen Weltverband der Schwebefähren gegründet.

Der Ehrenpräsident des Verbandes, der spanische König Juan Carlos I., forderte aus diesem Anlass bei einer Audienz im Zarzuela-Palast bei Madrid zur Erhaltung der weltweit nur noch acht (von ursprünglich 20) Schwebefähren auf: "Diese Brücken gehören der gesamten Menschheit." Der "Appell von Madrid" habe entscheidend dazu beigetragen, in Deutschland das öffentliche Bewußtsein für die kultur- und technikgeschichtliche Bedeutung dieser Baudenkmale zu schärfen, erklärte jetzt in der Ostener Festveranstaltung der Vorsitzende der "Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre",Horst Ahlf.

Der Ostener Bürgermeister Hubert betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der deutschen Schwebefähr-Kommunen auf den Gebieten des Tourismus und des Denkmalschutzes; langfristig wird für die beiden Bauwerke der Weltkulturerbe-Status der Unesco angestrebt. Bereits seit Mai fungieren die Schwebefähren in Osten und Rendsburg als Wahrzeichen der jüngsten deutschen Ferienstraße. Die "Deutsche  Fährstraße" verbindet auf einer Strecke von 250 Kilometern rund 50 Fähren, Brücken und maritime Sehenswürdigkeiten zwischen Bremervörde und Kiel.

Bundesweit haben am "Tag des offenen Denkmals" mehr als 6700 Bauten in über 2500 Städten und Gemeinden ihre Türen für Besucher geöffnet. Im vergangenen Jahr waren mehr als vier Millionen Besucher gezählt worden.


Breitner: Aus dem
Kleinod mehr machen


Schwebefähren-Workshop in Rendsburg

1. 9. 2004. Die Stadt Rendsburg sei fest entschlossen, aus ihrem "Kleinod" Schwebefähre "mehr zu  machen", erklärte der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner zur Eröffnung eines Workshops in der Nordakademie zur "touristischen Inwertsetzung" der Rendsburger Schwebefähre, zu dem rund 20 Experten aus Wirtschaftsförderung, Wasserbau, Tourismus und Kommunen eingeladen worden waren.

Breitner erklärte, auch den Einheimischen werde seit der Gründung des Weltverbandes der  Schwebefähren immer klarer, dass das Baudenkmal "in der ganzen Welt etwas Besonderes" sei: "Jede Gemeinde kann froh sein, wenn sie ein solches Alleinstellungs-merkmal besitzt." 


Tagungsthema Deutsche Fährstraße

Die Hauptreferate des Workshops galten dem geplanten Radwanderweg in der Kanalregion (Monika Heise) und der Deutschen Fährstraße (Jochen Bölsche). Der Wortlaut des Vortrages über die Fährstraße steht auch im Internet:

www.deutsche-faehrstrasse.de/rendsburg/referat.pdf

Meistgehörter Vorschlag in den Arbeitskreisen war die Forderung nach einem Fährmuseum. Im Protokoll heißt es dazu: "Fährmuseum um jeden Preis! Es schreit alles nach einem Museum!"


Gedenkblatt
zum Jubiläum


Gedenkblatt der Rendsburger Sammler

1. 9. 2004. Zum 90-jährigen Bestehen der Schwebefähre hat der Rendsburger Briefmarkensammlerverein ein Gedenkblatt herausgegeben, das am 12. September, dem Tag des Offenen Denkmals, erscheint.

Die Deutsche Post AG will aus diesem Anlass einen Sonderstempel (siehe Abbildung) herausgeben. 

Auf der Vorderseite zeigt das Gedenkblatt eine historische Ansicht der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal, auf der Rückseite steht ein Text mit dem Titel "Die Schwebefähren in aller Welt", in dem es heißt:

"Unsere Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke Rendsburg reiht sich ein in eine Reihe von mehr als 20 Schwebefähren, die es weltweit gab. Es gibt oder gab Schwebefähren in Spanien (1), in Frankreich (6), in Großbritannien (5), in den USA , in Argentinien (je 2) und in Brasilien und Tunesien je 1. Nicht zuletzt gab es in Deutschland, in Kiel, Osten/Oste und in Rendsburg, einst 3 Schwebefähren. 

Nur noch 5 von ihnen versehen den ihnen einst zugedachten Dienst; andere sind heute technisch überholt und sind ersetzt oder infolge von Kriegseinwirkungen zerstört. Schwebefahren dokumentieren eine kurze, aber interessante Phase im Brücken- und Fährenbau im Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert. 

Ihr Ende kam, als nach dem 1. Weltkrieg der Brückenbau durch die Anwendung neuer, modernerer Bauverfahren (Stahlbeton / Spannbeton) einen riesigen Aufschwung nahm und die Schwebefähren überholte. 

Die Schwebefähren in Rochefort sur mer (F), Middlesbrough (GB) und in Osten / Oste sind heute schon als Technische Denkmäler erhalten und geschützt. In Bilbao (E), Newport / Usk (GB) und in Rendsburg sind sie noch im jeweiligen Verkehrsverbund im Einsatz.

Am 20. September 2003 gründete sich in Bilbao - dem Standort der ältesten Schwebefähre überhaupt, der "Puente Colgante de Vizcaja" (seit 1893) - unter der Schirmherrschaft König Juan Carlos I. von Spanien ein Weltverband der Schwebefähren. In ihm haben sich Betreiber und Fördervereine noch vorhandener Schwebefähren zusammengeschlossen. 

Sie streben einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander an, sie suchen nach Mitteln und Wegen, die vorhandenen Schwebefähren fur die Nachwelt zu erhalten und zu sichern. Die Mitglieder setzen sich aber auch dafür ein, die Erinnerung an die inzwischen verschwundenen Anlagen und ihre vielfältige Technik wach zu halten. So wird z. B. auch angestrebt, die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke wegen ihrer besonderen Bedeutung und Einmaligkeit in die Liste der UNESCO als Weltkulturerbe aufzunehmen." 


Das achte Weltwunder
von Osten an der Oste


Ostener Delegierte bei Juan Carlos I. (2003)

14. 8. 2004. Unter der Überschrift "Königliche Hilfe - Schwebefähre von Osten wird restauriert" heißt es in einem Bericht, den die Nachrichtenagentur ddp am Freitag bundesweit verbreitete, wörtlich:

Osten (ddp-nrd). Die vor drei Jahren stillgelegte Schwebefähre von Osten bei Cuxhaven wird dank ideeller Hilfe von Spaniens König Juan Carlos I. restauriert. Bereits Ende Oktober soll das 95 Jahre alte Verkehrsmittel über dem Fluss Oste wieder in Betrieb gehen, wie die Arbeitsgemeinschaft Osteland am Freitag in Osten mitteilte. Juan Carlos habe als Ehrenvorsitzender des Weltverbandes der Schwebefähren mit seinem Appell zum Erhalt des Baudenkmals entscheidend zur Aufnahme der Erneuerungsarbeiten beigetragen.

Der «Eiffelturm des Nordens», wie die Fährbrücke wegen ihrer Stahlfachwerk-Bauweise genannt wird, war bei der Eröffnung 1909 im Kaiserreich als «achtes Weltwunder» gefeiert worden. 65 Jahre lang beförderte eine Gondel, die in Straßenhöhe über dem Fluss schwebt und an einem 30 Meter hohen Gerüst hängt, Personen und Fahrzeuge von Ufer zu Ufer.

Als 1974 eine neue Straßenbrücke die Funktion der vom Verkehr überlasteten Schwebefähre übernahm, sollte die «eiserne Lady» dem Schneidbrenner zum Opfer fallen. Doch eine Bürgerinitiative verhinderte den drohenden Abriss. Die Schwebefähre wurde als erste ihrer Art weltweit zum Baudenkmal erklärt und stand fortan Touristen für Demonstrationsfahrten zur Verfügung. Im Herbst 2001 wurde der Gigant wegen Baumängeln allerdings vom TÜV stillgelegt.

Vor wenigen Monaten setzte das Bundeskanzleramt die Schwebefähre auf die Liste der national bedeutsamen Baudenkmale. Mehr als ein halbes Dutzend Geldgeber - von der Gemeinde über Kreis, Land und Bund bis hin zu diversen Stiftungen und zur EU - beteiligen sich an den Restaurierungskosten von rund 350 000 Euro. Schwebefähren gibt es außer in deren Ursprungsland Spanien neben Deutschland nur noch in Großbritannien, Frankreich und Argentinien."


Die Reparatur
hat begonnen

1. 9. 2004. Anfang August hat die von der Cuxhavener Kreisverwaltung seit langem vorbereitete Reparatur der Schwebefähre begonnen, deren Eigentümer der Landkreis ist. Der erste Bauabschnitt, der im Herbst abgeschlossen sein soll, umfasst unter anderem die Wiederherstellung des Antriebs und der Elektrik des nationalen Baudenkmals; die Kosten werden auf rund 350 000 Euro veranschlagt. 

Für das kommende Jahr plant der Landkreis - wiederum mit hohen Zuschüssen von EU, Bund, Land und vielen anderen Geldgebern - einen zweiten Bauabschnitt, zu dem Entrostung, Schutzanstrich und andere werterhaltende Maßnahmen gehören. Einzelheiten enthält ein Pressetext der Kreisverwaltung Cuxhaven vom 4. 8. 2004.


Vier Schwebefähren
in zwei Wochen


Grüße aus Bilbao: Biker Borja auf seiner BMW 

18. 6. 2004. Eine tolle Tour hat sich Borja Irazu Rivero aus dem spanischen Getxo vorgenommen: Mit seiner BMW will der 29-jährige Eisenbahn-Ingenieur, der in der Nähe der "Mutter aller Schwebefähren" bei Bilbao lebt (Website hier), innerhalb von zwei Wochen sämtliche noch erhaltenen Schwebefähren Kontinentaleuropas kennenlernen. Als er am Freitag in Osten eintraf, hatte er bereits die Fährbrücke im französischen Rochefort besichtigt (Website hier). Nach einem zweistündigen Aufenthalt ging es auf der neuen Deutschen Fährstraße weiter nach Rendsburg, wo die "Eiserne Lady" über dem Kiel-Kanal schwebt (Website hier).


Borja vor Erwin Berganders Bilbao-Fähre

"So schöne Dörfer wie Osten gibt es bei uns nicht," freute sich Borja beim Zwischenstopp an der Schwebefähre über die Oste. Er staunte nicht schlecht, als er im Hotel Fährkrug zwei Modelle der Fähre in seiner Heimatstadt entdeckte, die kürzlich der Ostener Erwin Bergander fertiggestellt hatte.

Beeindruckt war er von der Fülle der Souvenirs und Bilder, Bücher und Zeitungsartikel über die spanische Schwebefähre, die von den Ostener Fähr-Fans zusammengetragen worden sind. Und schmunzelnd hörte der junge Ingenieur zu, als ihm die Fährvereinsvertreter vom jüngsten Aprilscherz der "Niederelbe-Zeitung" erzählten, die detailliert über einen Besuch des spanischen Königs in Osten berichtet hatte...

Auf die Ostener Schwebefähre war Borja durch einen Artikel in der spanischen Zeitung DEIA (hier nachzulesen) aufmerksam geworden, den er in der Packtasche mit sich führte. Darin wird über die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren im vorigen Jahr in Bilbao und die Baudenkmäler in "las ciudades alemanas de Osten y Rendsburg" berichtet - das weckte seine Neugierde auf die deutschen Schwestern seiner heimatlichen Schwebefähre.
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Neue Schwebefähre
in NRW geplant


Müngstener Brücke (Foto: regionale2006)

In der Nähe des höchsten deutschen Eisenbahn-Viadukts, der 1897 fertiggestellten Müngstener Brücke über die Wupper, entsteht als Touristenattraktion eine neue Schwebefähre. Der Bau weiterer Schwebefähren ist zur Zeit in Hamburg, London und Hessen im Gespräch (siehe Berichte unter INTERNATIONAL).


Riesen-Run auf neues
Schwebefähren-Poster


So berichtet die NEZ - Artikel vergrößern

"Das ist das schönste Kunstwerk, das je mit Ostener Motiven erschienen ist." So und ähnlich lauten die begeisterten Urteile über das neue Poster der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten, für das der Altendorfer Künstler Nikolaus Ruhl 25 seiner schönsten Aufnahmen zusammengestellt hat.


Künstler Ruhl (r.) mit Bürgermeister Carsten Hubert

Schon bevor die NEZ in einer Besprechung auf das "besonders schöne Foto-Poster" mit den "bestechenden Bildern" hinwies (Text hier), hatte der Run auf das Mini-Plakat begonnen, das unter anderem in Osten für 2,50 Euro erhältlich ist; davon spendet Ruhl jeweils 50 Cent für die Erhaltung der Schwebefähre.

Zu den ersten Käufern zählten Bürgermeister Carsten Hubert und Erika Borchers, Vorsitzende des Heimatvereins. Der Ostener Heinz Funck erwarb auf einen Schlag zehn Exemplare, andere kauften gleich mehrere Poster auf, um sie - statt Karten - zur Konfirmation oder, als Andenken, an Feriengäste zu verschenken.

Ruhl hat in diesen Tagen, rechtzeitig zum Saisonbeginn, auch eine Reihe neuer, wunderschöner Ansichtskarten gestaltet, die Osten, die Oste und das Nationale Baudenkmal Schwebefähre zeigen.


Aprilscherz mit der
Ostener Schwebefähre

Rund 30 Neugierige erschienen am 1. April 2004 an der Ostener Schwebefähre, um den spanischen König Juan Carlos I. zu sehen. Sie waren auf einen geschickt komponierten Aprilscherz der Niederelbe-Zeitung hereingefallen, die einen Blitzbesuch des Ehrenpräsidenten des Weltverbandes der Schwebefähren an der Oste angekündigt hatte. Der Wortlaut des NEZ-Berichts steht hier.


Historisches Datum für
"unseren Eiffelturm"

Als "lange ersehnten Durchbruch" und als "historisches Datum für den Denkmalschutz" bewertet die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten/Oste e. V. die Entscheidung des Landkreises Cuxhaven vom 24. März, grünes Licht für die Instandsetzung des Nationalen Baudenkmals am niedersächsischen Elbe-Nebenfluß Oste zu geben. 

Bereits in Kürze soll die Ausschreibung der Restaurierungsarbeiten an der europaweit einzigartigen Schwebefähre erfolgen, für deren Erhaltung sich im vergangenen Jahr unter anderem der spanische König Juan Carlos I. mit den Worten stark gemacht hatte: "Diese Brücken gehören der ganzen Menschheit." In Spanien, in der Nähe von Bilbao, war 1893 die erste Schwebefähre der Welt gebaut worden, die von der Madrider Regierung im Februar für das Weltkulturerbe der Unesco vorgeschlagen worden ist; der spanische könig ist Ehrenpräsident des 2003 gegründeten Weltverbandes der Schwebefähren.


Der fatale Riss in der Schiene - Details hier

Die norddeutsche "Schwester" der spanischen Fährbrücke war wegen technischer Mängel (u. a. ein Riß in der Fahrschiene) vor zwei Jahren stillgelegt worden. Sie kann nach Abschluß des 1. Bauabschnittes (Erneuerung von Antrieb und Elektrik) voraussichtlich im Oktober dieses Jahres wieder als Touristenattraktion in Betrieb genommen werden, wie das hochrenommierte hannoversche Planungsbüro Dr. Schippke und Partner kalkuliert. Die Gesamtkosten von 1,1 Millionen Euro, die auch die Entrostung und einen neuen Schutzanstrich für das filigrane Stahlfachwerk umfassen, werden unter anderem von der EU, dem Bund, dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Cuxhaven, der Samtgemeinde Hemmoor und der Gemeinde Osten getragen. 

Der Landkreis ist allerdings zusätzlich auf Zuwendungen von der EWE-Stiftung und der Niedersächsischen Lotto-Stiftung, der Metropolregion Hamburg und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz angewiesen, die sich 2004 unter dem Motto "Wie läuft's?"dem Schwerpunktthema Wasser widmet. Die Stiftungsgelder bilden die Voraussetzung für die Zahlung hoher Komplementärzuschüsse aus EU-Programmen, deren Laufzeit eng begrenzt ist. Die Denkmalschützer sehen sich daher in ihrem Bemühen, das 1909 von dem Eiffel-Schüler Louis Pinette konstruierte Bauwerk, den so genannten "Eiffelturm des Nordens", fünf Jahre vor seinem 100. Geburtstag nachhaltig für das zweite Jahrhundert zu sichern, in einem "Rennen gegen die Zeit". 

Außer den  beiden deutschen Schwebefähren in Osten und in Rendsburg - die seit kurzem durch die Ferienroute "Deutsche Fährstraße" verbunden sind - existieren weltweit nur noch sechs (von ursprünglich 21) Exemplaren dieser Gattung. chwebefähren wurden um die vorletzte Jahrhundertwende gebaut, um tideabhängige Flüsse und Meeresarme auch bei Eisgang oder extremen Wasserverhältnissen überqueren zu können, ohne die damals vorherrschenden hochmastigen Segelschiffe zu behindern. 

Einzelheiten über die Schäden an der Fähre und die Restaurierung in unserer Rubrik OSTEN.


Jetzt amtlich: Schwebefähre
ist nationales Kulturdenkmal

Es war schon vorigen Monat durch die Medien publik geworden, nun ist es amtlich: Auf der Website der Bundesregierung (hier) ist seit dem 25. März niedergelegt, dass die Schwebefähre vom Bund offiziell als "Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung" geführt und gefördert wird.

Das Ostener Bauwerk steht damit in einer Reihe mit denDomen in Speyer, Mainz, Worms, Naumburg, Brandenburg, Merseburg, Hildesheim und Stendal, der Nikolai- und der Peterskirche in Leipzig, dem Hamburger Michel, dem historischen Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar sowie dem Kaiserbahnhof in Potsdam und dem Anhalter Bahnhof in Berlin. Mehr...

Bund hilft bei
der Sanierung

Am 9. 3. 2004 meldete die Deutsche Presseagentur: Bund hilft bei Sanierung der Ostener Schwebefähre mit 35 000 Euro / Osten (dpa) - Die Schwebefähre in Osten (Kreis Cuxhaven) kann saniert werden. Der Bund habe einen Zuschuss in Höhe von rund 35 000 Euro freigegeben, teilte der Förderverein am Dienstag mit. Nun setze man auf die bereits gegebenen Zusagen weiterer Geldgeber für die dringend notwendige Reparatur. Wenn alles glatt laufe, könne die Fähre Mitte September wieder über die Oste schweben. Der Durchbruch gelang nach Angaben des Vereins, nachdem der Bund die Schwebefähre als «national wertvolles Kulturdenkmal» anerkannt hatte.


10 000 Watt ließen 
die Fähre erstrahlen

Das hatten die Ostener noch nie erlebt: Bei einer Beleuchtungsübung der Freiwilligen Feuerwehr wurde die Schwebefähre am 22. Februar von 19 bis 19.40 Uhr so illuminiert, wie man es bislang nur von Schwebefähren im Ausland kannte Alle Augenzeugen waren sich einig: Ein besserer Werbeeffekt für das gesamte Osteland  ist kaum denkbar. Die Kosten für die Beleuchtung (weniger als 10 000 Watt) wurden von Experten auf 5 Euro pro Abend geschätzt, also in einer Wintersaison auf insgesamt ca. 600 Euro. Die besten Fotos von der Beleuchtungsübung der Ostener Feuerwehr unter Ortsbrandmeister Karsten Heilemann stehen auf dieser SONDERSEITE.


Der Mann, der 1945
die Fähre rettete
-

Volkssturm 1945, Schriftsteller Schütt

Sprengung befohlen: Schwebefähre in Osten

Jeder Ostener weiß: Die Schwebefähre gäbe es nicht ohne die Fördergesellschaft um Horst Ahlf, die das heutige Baudenkmal vor 30 Jahren vor dem Abriss rettete. 

Kaum einer jedoch weiß: Unsere Schwebefähre gäbe es auch nicht, wenn der Vater des Schriftstellers Peter Schütt nicht 1945 den Befehl verweigert hätte, mit drei Panzerfäusten und ein paar Volkssturm-Männern das Bauwerk zu zerstören. 

Der Website www.schwebefaehre.org stellte der Autor einen neuen Text über die Ereignisse in den letzten Kriegswochen zur Erstveröffentlichung zur Verfügung. Dazu schrieb Schütt: "Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Erfolg bei der neuerlichen Rettung der Schwebefähre."

Zum Schütt-Text geht es hier


Grün ist die Hoffnung,
grün ist der Kohl


Erst deftiger Grünkohl, dann gute Nachrichten

30. 1. 2004. Die Freunde der Schwebefähre können hoffen: Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals ausgesprochen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zu Erhaltung der Schwebefähre im "Fährkrug" bekannt.


Vorstandsmitglieder Borchers, Burmester, Ahlf

Erst gab es deftigen Grünkohl, dann gute Nachrichten: Vorsitzender Horst  Ahlf berichtete über ein Jahr voller Ereignisse, dessen Höhepunkt die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren unter dem Ehrenvorsitz von König Juan Carlos I. in Madrid gewesen sei. Schatzmeister Peter Burmester meldete einen Mitglieder-Zustrom "wie noch nie zuvor" (21 Neuaufnahmen). 


Vorstandsmitglieder Hubert, Bölsche

Nach dem Grußwort von Bürgermeister Carsten Hubert, der kraft Amtes dem Vorstand des Fährvereins angehört, berichtete der 2. Vorsitzende Jochen Bölsche in Vertretung der Landkreis-Denkmalschützerin Bauamtfrau Birgit Greiner über erfolgversprechende Entwicklungen: Am 28. Januar habe eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen. Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, werde nach Mitteilung der Bundestagsabgeordneten Dr. Margrit Wetzel in Kürze der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß (Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien) zur Billigung vorgelegt. Am 27. Januar hatten in Osten Vertreter verschiedener Gremien Fördermittel zugesagt, so dass die Schwebefähre unter günstigen Umständen im Herbst wieder in Betrieb genommen werden könne (siehe nächsten Bericht). 


Großes Interesse im überfüllten Versammlungsraum

Mit einer Videopräsentation berichtete 2. Vorsitzender Bölsche über diverse Aktivitäten, die dazu beigetragen haben, die Ostener Fähre überregional bekannt zu machen und die Bereitschaft zur Bereitstellung von Geldern zu erhöhen. Insbesondere nannte er die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren im Herbst in Bilbao, das Projekt "Deutsche Fährstraße / Deutsches Fährmuseum", die unter dem Vorsitz von Gerald Tielebörger jüngst  gegründete Arbeitsgemeinschaft Osteland, die Bemühungen um eine Sonderbriefmarke zum 100jährigen Bestehen und den Internet-Auftritt www.schwebefaehre.org.

Die Diskussion wurde von Überlegungen beherrscht, verstärkt Werbung für die Schwebefähre zu treiben. Als beispielhaft wurde zum Beispiel die Adventstreff-Aktion der Ostener Grundschüler bezeichnet, die auf Anregung von Schulleiter Horst Puttfarken ein Fährmodell gebaut hatten. Carsten Hubert kündigte an, sich für die Einführung eines jährlich stattfindenden Fährmarkts in Osten einzusetzen. Ebenso wie Horst Ahlf will auch der Bürgermeister Kontakte zum Fernsehen aufnehmen, um Sendungen wie die plattdeutsche Talk-Show nach Osten zu holen. 

SPD-Vorsitzender Lothar Klüser berichtete über Bemühungen, mit Hinweisschíldern verstärkt auf die Fähre hinzuweisen. Pastor Dieter Ducksch trug die Idee vor, die Fähre und die Region auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover zu präsentieren. Ortsheimatpfleger Rüdiger Toborgwill weiterhin mit Fährkalendern auf das Bauwerk aufmerksam machen. Erwin Bergander - ein Enkel des ersten Ostener Fährmannes - stellte von ihm gefertigte Fährmodelle und Brandmalereien vor. 

Einige Mitglieder der Fördergesellschaft wollen sich künftig gezielt um die Entwicklung von Werbeveranstaltungen und Veröffentlichungen, aber auch von neuen Schwebefähren-Souvenirs kümmern. Zur Mitarbeit für die Zukunft der Fähre und des Dorfes hat sich in der Jahreshauptversammlung eine ungemein starke Gruppe bereit gefunden: CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Toborg, SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Klüser, Pastor Dieter Ducksch, Kirchenvorstandsvorsitzende Magdalena Wassermann, Architekt Hannes Wesch, Heiko Kämmerer, Jürgen Gerecke, Heinz Thedrian sowie Renate Wendt und Irmi Riedel, die den Auftritt des Fährvereins beim jüngsten Adventstreff organisiert hatten.

Viel Anklang fand ein von dem Ostener Fotokünster Nikolaus Ruhl (Website hier) gefertigtes Mini-Poster mit 25 Ansichten der Fähre (Foto oben). Das Bild, edel gerahmt, ist für 18 Euro bei Horst Ahlf im Hotel Fährkrug erhältlich; jeweils 4 Euro kommen der Fördergesellschaft zugute.



Wiederinbetriebnahme
im Herbst 2004?

Hubert (r.) folgt den Experten-Ausführungen

27. 1. 2004. Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hat ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel von 35 000 Euro eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern. 

Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzungsarbeiten möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen. 


Hier sind Reparaturarbeiten fällig

In einer Videopräsentation im Fährkrug hatten die hannoverschen Fachleute am 27. Januar das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei. 


Geeignet für ein Deutsches Fährmuseum?

Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England  seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.


Mit dem Tandem zu
vier Schwebefähren


Einladung nach Osten: Fähr-Fans Huw und Gwenaelle

Ein rothaariger Waliser und eine kaffeebraune Französin, beide Anfang 30 und Lehrer in Großbritannien, hatten im vorigen Sommer eine grandiose Idee - und haben sie Wirklichkeit werden lassen: Per Tandem wollen sie zugunsten des britischen Roten Kreuzes 15 000 Kilometer absolvieren - und dabei auch für die Erhaltung der Schwebefähren werben. Vier der acht letzten Schwebefähren der Welt - in Newport, Rochefort, Bilbao und Buenos Aires - haben sie bereits besucht. In den Adventswochen radelten sie durch Argentinien in Richtung Feuerland. Weihnachten bekamen sie eine E-Mail von Jochen Bölsche aus Osten: Der Vizevorsitzende des Schwebefähren-Weltverbandes hat das Tandem-Duo gebeten, im nächsten Jahr auch das Technische Baudenkmal an der Oste zu besuchen. Mehr...


"Besondere nationale
kulturelle Bedeutung"
-
Neues Gutachten über Ostener Schwebefähre 


"Eine Instandsetzung ist unabdingbar"

Die Schwebefähre in Osten ist ein "Kulturdenkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung aus baugeschichtlichen, technikgeschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen". Zu diesem Urteil ist die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Christiane Segers-Glocke (Foto), gekommen. In einem Brief (Faksimile hier) appelliert die Landeskonservatorin an das Bundesverwaltungsamt, die höchste einschlägige Instanz, der Ostener Schwebefähre den entsprechenden Status zuzuerkennen. Eine "Instandsetzung des Bauwerkes" sei aus Sicht des Denkmalschutzes "unabdingbar".

"Älteste freitragende 
Schwebefähre der Welt"

Beigefügt ist dem Brief ein umfangreiches, hochkompetentes Gutachten des Landesamtes, das auf bisher beispiellose Weise die nicht nur nationale, sondern auch globale Bedeutung der Schwebefähre herausarbeitet.  Die Fähre an der Oste sei "von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt" anzusehen. Im nationalen Maßstab stelle die Ostener Fähre den "einzigen noch erhaltenen reinen Schwebefährentypus" dar.

Wegen der herausragenden Bedeutung des Gutachtens für die Zukunft der gesamten Osteregion wird es hier im vollen Wortlaut wiedergegeben.


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"IG Osteland" entwirft
"Deutsche Fährstraße"

Eine neue deutsche Ferienstraße an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal, von Bremervörde bis Kiel, soll unter dem Namen "Deutsche Fährstraße" Touristen ins Elbe-Weser-Dreieck locken. Um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen, hat sich jetzt auf Anregung der Unternehmergemeinschaft der Stadt Hemmoor e. V. bei einer Sitzung im "Kaiserhof" eine "Arbeitsgemeinschaft Osteland als Verein konstituiert. Wer in der AG Osteland mitwirkt, was sie plant, wer sie unterstützt, steht auf der Website www.osteland.info.


Ein Eiffel-Brunnen 
für die Schwebefähre?

FOTO: DANTZER
Ein Eiffel-Brunnen an der Oste, ein Fährmuseum im alten Bahnhof von Hemmoor oder in Osten, eine neue Ferienstraße ("Deutsche Fährstraße") von Bremervörde bis Kiel - diese und andere Denkanstöße enthält ein Diskussionsbeitrag von Jochen Bölsche vom Ostener Schwebefähren-Verein, veröffentlich in der Niederelbe-Zeitung vom 27. September 2003. Kernaussage: Die Schwebefähre - überragendes Symbol des Ostelandes - ist für die imagekranke Stadt Hemmoor mindestens ebenso wichtig wie für Osten. Der Artikel  kann hier nachgelesen werden.


"Die Brücken gehören
der Menschheit"


Spaniens König Juan Carlos I. mit dem
Ostener Bürgermeister Carsten Hubert

Unter starker Anteilnahme der Medien - sechs TV-Teams erschienen zur Abschluss-Pressekonferenz - ging am 20. September im spanischen Portugalete eine  Konferenz der Vertreter jener acht Städte zu Ende, in denen die letzten Schwebefähren der Welt stehen. Nach der formellen Gründung der "Asociation Mundial de Puentes Transbordadores" wurden der Spanier Javier Cardenal und der Deutsche Jochen Bölsche zum Präsidenten und Vizepräsidenten des Weltverbandes der Schwebefähren bestellt. Wie Präsident Cardenal, Vertreter der 1893 gebauten und 1998 mustergültig restaurierten ältesten Schwebefähre der Welt, den Delegierten eröffnete, will der Schirmherr der Organisation, Spaniens König Juan Carlos I., den Verband nicht nur repräsentieren, sondern auch "persönlich mitarbeiten". Zum Abschluss einer einstündigen Audienz im Zarzuela-Palast bei Madrid hatte der Monarch zuvor erklärt, die letzten erhaltenen Exemplare dieser "liebenswerten alten Brücken" - drei in Großbritannien, zwei in Deutschland und je eine in Frankreich, Argentinien und Spanien - seien "ein Teil unser aller Geschichte". An die Fährstädte richtete der König den Appell: "Erhaltet sie!" Mehr...


Drei Bürgermeister 
und eine Idee


Fährort-Bürgermeister Breitner, Sibbel, Hubert

Zur touristischen Attraktion könnte eine neue deutsche Ferienstraße - nach dem Muster der Deutschen Weinstraße oder der Romantischen Straße - im maritimen Norden der Bundesrepublik werden: eine "Deutsche Fährstraße", die die Standorte der beiden letzten deutschen Schwebefähren in Hemmoor/Osten (Niedersachsen) und Rendsburg/Osterrönfeld (Schleswig-Holstein) verbindet und die an der Kieler Förde enden könnte, wo bis 1923 eine dritte deutsche Schwebefähre die Zufahrt zur ehemaligen Kaiserlichen Werft überbrückte. 


Abgerissene Schwebefähre in Kiel

Diese kühne Idee, skizziert am Wochenende am Rande der Konferenz des Schwebefähren-Weltverbandes in Madrid und Bilbao, wollen die drei Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg), Jörg Sibbel (Osterrönfeld) und Carsten Hubert (Osten) demnächst bei einer Zusammenkunft an der Oste erörtern. 

Entlang der ins Auge gefaßten Ferienroute reihen sich maritime Monumente von höchstem Reiz wie Perlen in einer Kette. Auf den gut 200 Kilometern zwischen Bremervörde am Endpunkt der idyllischen Tide-Oste und der Einmündung des "Kiel-Kanals" in die Förde ließen sich Dutzende von modernen und historischen Flußquerungsmöglichkeiten besichtigen. 


Rendsburger Kanalbrücke mit Schwebefähre 

Im Osteland ist bei Gräpel die letzte handbetriebene Prahmfähre in Betrieb. Es folgen moderne Straßen- und Klappbrücken unterschiedlicher Bauart, bevor der Nebenfluß in der Nähe des bedeutendsten niedersächsischen Küstenschutzbauwerks, des Ostesperrwerks, bei Neuhaus die Elbe mündet. 

Die Elbfähre Wischhafen - Glückstadt, angebunden durch reizvolle Routen durch die Elbmarschen, verbindet die Oste-Region mit dem Landstrich entlang dem Nord-Ostsee-Kanal, dem meistbefahrenen Schiffahrtsweg der Welt. Neben dem Blick auf die durchs Land gleitenden weißen Traumschiffe böte die Deutsche Fährstraße  Gelegenheit, Dutzende von Brücken und Fähren zu nutzen, die neben dem Kanaltunnel, der Hochbrücke und der Schwebefähre Rendsburg/Osterrönfeld den einstigen Kaiser-Wilhelm-Kanal queren.

In der gesamten gesamte Region gibt es Museen mit mehr oder weniger maritimem Bezug - darunter das Museum der Oste-Stadt Bremervörde, die ihren Namen einer Furt verdankt, das Ostener Heimat- und Buddelmuseum, das auch eine Fährstube umfasst, das Natureum an der Ostemündung bei Neuhaus, das Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen, das Kanalmuseum in Brunsbüttel und diverse Museen in Rendsburg und Kiel. 


Schwebefähre in Osten (2003)

Betreut werden könnte eine Deutsche Fährstraße in ihrem schleswig-holsteinischen Bereich nach Ansicht des Rendsburger Bürgermeisters Breitner vom bereits existierenden Tourismusverband Nord-Ostsee-Kanal. Im angrenzenden Niedersachsen hat ein Arbeitskreis des Unternehmerverbandes der Stadt Hemmoor auf Anregung des Fährvereinsvertreters Jochen Bölsche bereits Anfang des Monats die Initiierung einer "Interessengemeinschaft Osteland" beschlossen, die unter dem Arbeitstitel "Fährroute" entlang der Tideoste Radfahr- und Wasserwander-Wege verknüpfen soll. 

Ebenso reizvoll wie für Wasser- und Radsportler (Boat and Bike) ist das Osteland für Wassertouristen; auf der Oste verkehrt mit der "Mocambo" das älteste Fahrgastschiff Deutschlands, das 1872 in Hamburg als Alsterdampfer in Betrieb genommen worden war. Die Kanalregion wiederum ist sogar durch eine ganze Reihe von Fahrgastschiffen erschlossen. 


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Willkommen im Reich der filigranen Riesen

Jochen Bölsche
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Man nennt sie Schwebefähre, Fährbrücke, transporter bridge, pont transbordeur, puente transbordador, aerial transfer bridge, aerial ferry, zweefbrug oder zwevend veer (niederländisch), droghad ymmyrkey (gälisch), zubi transbordadorea (baskisch) - allesamt sind sie Meisterwerke der Ingenieurskunst einer versunkenen Epoche. Die meisten sind längst verschrottet, nur acht sind weltweit noch als Baudenkmal erhalten wie die Schwebefähre in Osten an der Oste (Deutschland). Diese Website informiert auf über 30 Seiten über sämtliche Schwebefähren der Welt.-

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Dieses Schaubild - hier klicken - zeigt auf einen Blick sämtliche 20  Schwebefähren der Gegenwart und Vergangenheit.

Sechs Jahre
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Über 15.000 Besucher haben die Website schwebefaehre.org besucht, seit sie im August 2000 freigeschaltet wurde. Nach drei Jahren wurde die  Seite stark erweitert und erneuert. Die alte Website kann hier noch eingesehen werden.

Stahlkoloss
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"Stählerner Koloss mit eigener Internet- Präsenz / Jochen Bölsche setzt sich mit Homepage für die Ostener Schwebefähre ein" - unter dieser Überschrift berichten die Cuxhavener Nachrichten 2003 über diese Website. Bericht lesen.