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Hemmoor

Rösser und Rosen
an der alten Fähre


Rosenschau bei Gärtner Sumfleth

14. 6. 2009. Hemmoor brummt an diesem Wochenende mal wieder vor Aktivität.

Hunderte kamen zu den Rosentagen der Gärtnerei Sumfleth und zur Fohlenschau der Hengststation Pape, beides Qualitätsunternehmen in Sichtweite des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor und der Internationalen Schwebefähren-Infomeile. Bei Sumfleth  erfreuten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen über eine duftenden Rosenlandschaft. Die Ostetorten der Landfrauen waren der Renner.

Fohlenschau in der Hengststation Pape

Ebenfalls zu diesem Wochenende hatte die Freiwillige Feuerwehr Basbeck zu ihrem 10. "Feuerwehrmarsch" eingeladen; 36 Mannschaften nahmen teil (weitere Fotos demnächst hier).


36 Mannschaften und beste Stimmung

Außerdem: Der Schützenverein Westersode von 1900 feierte sein diesjähriges Fest. Zum Westersoder Vereinsblatt "Der Schützi" (PDF) geht es hier. - Für oste.de fotografierten am Sonntag Jochen Bölsche und Johannes Schmidt.


Hemmoor in Kürze

Heino Grantz, Vorsitzender des Hemmoorer Geschichts- und Heimatvereins, lädt gemeinsam mit der Kulturstiftung "Zement aus Hemmoor" am Sonntag, 28. Juni, zum Back- und Schutenfest auf dem Museumsgelände bei der Zementschute mit Flohmarkt und Tanzgruppentreffen ein. Programm hier.

Dirk Brauer, Samtgemeindedirektor in Hemmoor, teilt mit: Das Hemmoorer Hallenbad bleibt wegen Wartungsarbeiten vom 24. Juni bis zum 6. Juli geschlossen. Das Strandbad ist bei entsprechender Wetterlage während dieser Zeit kostenlos nutzbar.

David McAllister, CDU-MdL, hat in Hannover in Erfahrung gebracht: Aus dem Konjunkturpaket II werden für die Sanierung der Sporthalle der Grundschule Basbeck vom Land bis zu 232.000 Euro bereitgestellt.

Johannes Schmidt, Hemmoor, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, freut sich über einen "langjährig erkämpften Erfolg": Am Mittwoch, 17. Juni, wird der Landtag aller Voraussicht nach die Kinderrechte in der Landesverfassung verankern. Der Verband will mit einem Kinderchor im Landtag die "Freude über das schon Erreichte mit einem kurzen Ständchen hör- und sichtbar machen".

Dr. Reinhold Friedl (früher Geversdorf), Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, wurde von dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Prof. Dr. Vernor Munoz, eingeladen, an dessen Hauptbericht 2010 mitzuarbeiten, der dem  Recht auf Bildung für Flüchtlinge und Migranten gewidmet ist.


Hemmoor

Operation Sicherheit
an Basbecker B 73


Hemmoorer SPD-Fraktion beim Lokaltermin

13. 6. 2009. An der B 73 mit ihrem bisweilen autobahnähnlichen Verkehr und der breiten Schneise durch Hemmoor, die eine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger - vor allem Schulkinder - darstellt, muß etwas geschehen. Und das nicht nur nach Ansicht der örtlichen SPD-Fraktion, die sich jetzt samt Bürgermeister Hans Wilhelm Saul noch einmal vor Ort kundig machte.


Die B 73 in Grundschulnähe

Die Niedersächsische Landesbehörde für Strassenbau und Verkehr plant gemeinsam mit der Stadt Hemmoor den Umbau der Ortsdurchfahrt Hemmoor-Basbeck im Zuge der B 73. Die ins Auge gefasste "Operation Sicherheit" sei ein "Schlüsselprojekt für Stadtentwicklung im Hemmoorer Stadtteil Basbeck", urteilt der Ratsherr Johannes Schmidt, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses.

Schmidt weiter: "Die gesamte zukünftige Verkehrssituation im Zuge der Autobahnplanungen wird die Stadt Hemmoor erheblich tangieren. Darum müssen wir ein absolut offenes Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürger führen. Aber nicht nur die Vorstellung der Planungen, sondern auch der Austausch von Argumenten für die dann beste Variante im Sinne der Sicherheit für die Menschen in diesem Stadtteil ist oberste Priorität."


Soil umgebaut werden: B 73 in Hemmoor

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hemmoor hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, darüber in einer Anliegerversammlung eingehend zu informieren. Die Informationsveranstaltung findet statt am Dienstag, 23. Juni, 20 Uhr in der "Schlemmerbörse" von Helmut Fritsche, Stader Straße 107 in Hemmoor.


Oberndorf

Noch Restkarten für
die 2. Kaviarnacht


Stör-Forscherin Tiedemann bei der 1. Kaviarnacht

9. 6. 2009. Der bundesweit beachtete Besatz der Oste mit jungen Stören ist Thema von Info-Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., in denen es um den urzeitlichen Kaviarfisch geht. Nachdem eine erste "Kaviar-Nacht" an Bord des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" komplett ausgebucht war (Bericht weiter unten), hat die AG Osteland einen zweiten Termin festgesetzt: An diesem Freitag, 12. Juni, 20 Uhr, geben erneut zwei sachkundige Referenten Auskunft über die Störfischer an der Oste, die Hamburg einst mit Kaviar versorgt haben, die Ausrottung des Fisches vor rund 100 Jahren und die Bemühungen um Wiederansiedlung.


Alles inklusive: Ostekieker-Fischteller mit Kaviar

Die Regionalforscherin Gisela Tiedemann-Wingst spricht über die historischen Fakten, der Vorsitzende der Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer, Wolfgang Schütz (Osten), über die aktuellen Bemühungen der Gesellschaft zur Rettung des Störs. Außerdem informiert Schütz, Vertreter von über 5700 Anglern aus 21 Vereinen, über die gelungene Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle in der Oste, die als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" gilt.

Restkarten (15 Euro) für die Veranstaltung, zu der bei maritimer Musik ein Fischteller samt Kaviar und einem Glas Oste-Aquavit gereicht wird, sind ab noch im Restaurantschiff "Ostekieker" an der Oberndorfer Fährpromenade erhältlich.


Wassersport

Regatta-Serie
auf der Oste


Kerstin Mählmann mit Regattaplakat - GRÖSSER

1. 6. 2009. Im Jahr der Oste 2009 findet eine Rekordzahl von Regatten statt. Auf dem von Ebbe und Flut regierten Unterlauf veranstaltet der Verein Wasserfreunde Hemmoor an diesem Wochenende, vom 5. bis zum 7. Juni, einen maritimen "Ostemarathon" über 86 Kilometer sowie zwei Trimmregatten für Ruderer und Kanuten aus ganz Deutschland. Ebenfalls aus Anlaß des Festjahrs haben die Wasserfreunde und der Deutsche Ruderverband für den 20. Juni eine bundesweite Gemeinschaftsfahrt über 100 Oste-Kilometer ausgeschrieben.

Der Sonnabend, 22. August, wird der Tag der Paddler sein. Während anläßlich eines Sommerfests am Gemeindeanleger in Oberndorf Kanuten vom gesamten Fluß ihre Kräfte messen können, beginnt beim traditionellen Hafenfest in Neuhaus, nahe der Ostemündung, wieder ein Wassersport-Event mit Spaßfaktor: Beim "Internationalen Pappbootrennen" werden die aus Papier und Klebstoff gebastelten skurrilen Wasserfahrzeuge strapaziert bis zum Untergang.


Pappbootrennen in Neuhaus

Romantisch wird es eine Woche später, am 29. August ab 19 Uhr zugehen: Dann gibt der Wassersportclub Osten an seinem Vereinsanleger unweit der Schwebefähre den Startschuß zu einem abendlichen Bootskorso aller Motor- und Segelboote, die aus diesem Anlaß liebevoll mit Lampions geschmückt werden. Der Abend endet mit einem Skipperfest am Clubhaus hinterm Ostedeich.

Ein soeben vorgestelltes Plakat, gestaltet von Kerstin Mählmann (Oberndorf) weist darauf hin, dass die Oste vom 11. bis zum 13. September im Blickpunkt der Segelwelt rechts und links der Niederelbe steht. An diesen Tagen endet mit der traditionellen Herbstregatta "Rund um den Medemgrund" der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) eine Serie von drei großen Wettfahrten um den begehrten "Nordsee-Elbe-Cup".


Regatta "Rund um den Medemgrund"

Veranstaltet wird die größte Regatta an der Unterelbe von der SGO gemeinsam mit der Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB), der Segler-Vereinigung Cuxhaven (SVC), der Seglervereinigung Freiburg (SVF) und der Segler-Vereinigung des TSV Otterndorf (SVO). Aus Anlaß des Oste-Festjahrs verlängert die SGO ihr Regattafest, bei dem wieder der beste Skipper als "König der Elbmündung" ausgezeichnet wird, um einen dritten Tag; erstmals wird auch die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor teilnehmen.


Oberndorf

"Dieses Bild wird
um die Welt gehen"


Die Kiebitzschüler ziehen...

... die Plane vom Stör-Denkmal

30. 5. 2009. In Anwesenheit internationaler Gäste und unter starker Beteiligung der Bevölkerung wurde am Pfingstsonnabend in Oberndorf mit einem Deichfest das erste schwimmende Stördenkmal der Welt eingeweiht und auf den Namen "Hein Stör" getauft. Zu der Zeremonie, der rund 500 Zuschauer bei Sonnenschein und in Volksfeststimmung beiwohnten, war auch der Präsident der Weltgesellschaft zur Rettung des Störs, Prof. Dr. mult. Harald Rosenthal, angereist, begleitet von dem Stör-Experten Prof. Dr. Georgii Ruban von der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau.


Prof. Rosenthal mit Bürgermeister Horeis

Prof. Rosenthal hob die Bedeutung des experimentellen Stör-Besatzes der Oste auch im globalen Maßstab hervor: "Die Oste ist interessanter und bekannter, als Sie selber glauben." (Ein weltweit verbreiteter Bericht über die Oste steht hier.)

Als Jungen und Mädchen der Oberndorfer Kiebitzschule gegen 15.30 Uhr die auf den Namen "Hein Stör" getaufte schwimmende Statue enthüllten und Ostekieker-Gastronom Hans Bünning den hölzernen Stör zu einer Sekt-Dusche verhalf, erklärte Prof. Rosenthal tief beeindruckt: "Dieses Bild wird um die Welt gehen."


Hafenkonzert der Freiwilligen Feuerwehr

Zuvor hatte der Oberndorfer BürgermeisterDetlef Horeis (SPD), der neben SG-Bürgermeisterin Bettina Gallinat und vielen Kommunalpolitiker-Kollegen sowie dem Vorstand der AG Osteland um Gerald Tielebörger auch eine Delegation aus Witkowo, der polnischen Partnerstadt der Samtgemeinde Am Dobrock, begrüßen konnte, den in Oberndorf herrschenden Bürgersinn gerühmt; das habe dazu geführt, dass das Denkmal allein durch Sponsoren finanziert worden sei.


Polnische Delegation auf der "Mocambo"

Jochen Bölsche von der AG Osteland hob in seiner Festansprache besonders die Verdienste der rund 5700 Sportfischer an der Unteren Oste hervor, die sich nach der erfolgreichen Wiederansiedlung des Lachses nun auch für die Rückkehr des vor rund 100 Jahren ausgerotteten Kaviarfischs einsetzten.


Geschenk aus Nordholz: geschnitzter Seehund

Die Störstatue, so Bölsche, solle nicht nur ein Mahnmal sein, das zu pfleglichem Umgang mit unserer Umwelt aufruft, sondern auch ein "Ehrenmal für die Artenschützer unter den Sportfischern an der Oste, deren Fleiß und Naturverbundenheit, deren Idealismus und unverbrüchlicher Optimismus vorbildlich sind" (mehr weiter unten).

Für den Initiatoren- und Sponsorenkreis aus Osteland-Mitgliedern trug Uwe Mählmann (Seglergemeinschaft Oberndorf) ein Gedicht über die Ausrottung des Störs vor ("Die Gier / macht den Menschen zum bösen Tier...").


Ein-Mann-Band Uwe Prüß sorgt für Stimmung

Edfried Uhtenwoldt dankte allen beteiligten Institutionen, von der Kiebitzschule über den Spielmannszug der Feuerwehr und die Isenseer Bauernkapelle bis hin zur "Ein-Mann-Band Uwe Prüss".


Künstlerpaar Dieter Holst und Sigrid Naujoks (r.)

Besonderes Lob ging an das Nordholzer Künstlerpaar Dieter Holst und Sigrid Naujoks, die wiederum ihrerseits den Oberndorfern für gute Zusammenarbeit einen hölzernen Seehund schenkten.


Edfried Uhtenwoldt ehrt Georg Mix (mit Lachs)

Der Preis für den besten Namensvorschlag, "Hein Stör",  ging am Albertus Lemke (Oberndorf). Das Gewicht der Holzstatue (108,3 kg) am besten geschätzt hatte Georg Mix (Cadenberge), der dafür mit einem kapitalen Lachs ausgezeichnet wurde. Für 69 Schüler, die Stör-Bilder gemalt haben, dindet demnächst eine "Mocambo"-Tour zu den einstigen Laichplätzen des Kaviarfischs statt


Zugleich Mahnmal
und Ehrenmal

Festansprache von Jochen Bölsche (AG Osteland) 
zur Einweihung des Stördenkmals in Oberndorf


Oste-Störbesatz auf internationaler Website

Vor genau 100 Jahren wurde die Schwebefähre über die Oste gebaut - zum Glück für unseren Fluß, bis auf den heutigen Tag; darum feiern wir 2009 das Hundertjährige der Fähre, des Wahrzeichens unserer Region, mit einem Jahr der Oste. - Zur selben Zeit, vor 100 Jahren, hat sich im Fluss aber auch ein Unglück vollzogen: Damals verschwand aus der Oste der Stör, dieser urtümliche Kaviarfisch, dieses merkwürdige lebende Fossil, dessen Vorläufer 200 bis 300 Millionen Jahre alt sind, älter als die Dinosaurier.

Seit undenklichen Zeiten hatte dieser schwimmende Riese, bis zu sechs Metern lang, bis zu sechs Zentnern schwer, die Menschen an der Oste  ernährt, bis schließlich, um 1909, die Bestände zusammenbrachen - durch Verbauung der Laichgründe, durch die Motorschifffahrt, vor allem aber durch Überfischung mit Netzen, die immer engere Maschen hatten.


Forscherin Tiedemann (am Osteland-Stand)

Im Jahre 1911, so schreibt die Chronistin Gisela Tiedemann, war die Berufsfischerei hier an der Oste "so gut wie am Ende", der Stör einer "erbarmungslosen Jagd" zum Opfer gefallen.

Ich überspringe fünfzig Jahre: Um 1960 - man feiert das 50-Jährige der Schwebefähre -, erleidet der zweite wichtige und wertvolle Oste-Fisch das traurige Schicksal des Störs: Damals verschwindet auch der Lachs aus in der Oste, der mächtige, silbrige König der Fische, der edelste aller Edelfische meidet unseren Fluss ebenso wie alle anderen Flüsse im Lande.

Ursache seines Aussterbens ist, wie der Verband Deutscher Sportfischer rückblickend urteilt, ein "heute unfassbarer Wahnsinn im Umgang mit der Umwelt" - in jener Zeit, in der unsere heutigen Kläranlagen noch nicht gebaut und die Grünen noch nicht gegründet waren. Damals haben, so der Sportfischerverband, "viele unserer Flüsse mehr Chemie- und Kloaken-Cocktail als Wasser" enthalten.

Der bekannte Naturschützer Horst Stern schreibt in diesen Jahren einen Nachruf auf den Lachs, in dem es heißt: "Für Abwasserkanäle ist er nicht geschaffen." Und Stern schließt mit der bangen Frage: "Wird er je wiederkommen können?"

Dass der Lachs inzwischen tatsächlich zurückgekommen ist in die Oste, das ist, wie wir wissen, ein Verdienst der Sportfischervereine am Fluss.


Lachs-Pioniere Matthies (l.), Boschen 1984

Männer wie Ernst Peters aus Zeven und Egon Boschen aus Lamstedt, die dafür 2005 mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland geehrt wurden, haben mit vielen Mitstreitern in mühevoller Arbeit den Lebenszyklus des Lachses studiert, Brut zunächst aus Norwegen importiert, Laichgründe aufbereitet - bis sich  um die Jahrtausendwende vollzog, was in die Geschichte des deutschen Artenschutzes als "Wunder an der Oste" eingegangen ist: die Rückkehr des Königs der Fische. Unsere Oste gilt seither als "Deutschlands Lachsfluß Nummer eins".

Und mit demselben Optimismus, mit dem die Ehrenamtlichen - übrigens ohne staatliche Zuschüsse - vor Jahrzehnten darangegangen sind, dem Lachs (und auch der weniger prominenten Meerforelle) den Weg zurück in die Oste zu bahnen, setzen sie weiterhin auf eine Gesundung der Umwelt, die unseren Fluß auch wieder zur Heimat des Störs macht.

Schon vor 25 Jahren sondierte der - inzwischen verstorbene - damalige Ostener Sportfischervorsitzende, der unvergessene Wolfgang Matthies, Möglichkeiten zur Wiederansiedlung des Störs. Zehn Jahre später, 1994, wurden die Ostener Angler - nunmehr unter dem Vorsitz von Wolfgang Schütz - als erster deutscher Verein Gründungsmitglied und Mitfinanzier der Gesellschaft zur Rettung des Störs.

Und nun, abermals anderthalb Jahrzehnte später, mit dem experimentellen Erstbesatz der Oste mit 50 Jungstören am 18. April könnte der alte Traum in Erfüllung gehen: dass nach dem verschollenen Lachs auch die hier ausgerottete Stör-Art heimkehrt in sein altes Revier zwischen Tostedt und Neuhaus.


"Hein Stör" bei auflaufendem Wasser

Die schwimmende Stör-Statue - privat finanziert zwar nicht von der AG Osteland, aber von Mitgliedern der AG Osteland - soll nicht nur ein Mahnmal sein, das zu pfleglichem Umgang mit unserer Umwelt aufruft, sondern auch eine Art Ehrenmal für die Artenschützer unter den Sportfischern an der Oste, deren Fleiß und deren Naturverbundenheit, deren Idealismus und deren unverbrüchlicher Optimismus vorbildlich sind.


Kaviarnacht

"Wir hoffen auf ein
zweites Wunder"


Sportfischer-Vertreter Schütz (mit Stör-T-Shirt)

30. 5. 2009. Dass in der Oste, seit einigen Jahren "Deutschlands Lachsfluß Nummer eins", die Wiederansiedlung des Lachses, des "Königs der Fische", gelungen ist, wertete die Presse als "Wunder an der Oste". Jetzt hoffen Naturschützer und Sportfischer auf ein "zweites Wunder", nämlich die Wiederansiedlung des urtümlichen Kaviarfisches Stör, sagte Wolfgang Schütz, Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft von 22 Angelvereinen mit 5700 Mitgliedern, am Freitag bei der 1. Kaviar-Nacht der AG Osteland e. V. im Großen Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker".


Delikat: Ostekieker-Fischteller mit echtem Kaviar

Gut einen Monat mach dem "experimentellen Erstbesatz" der Oste mit 50 markierten Jungstören berichtete Schütz, der im T-Shirt mit dem Aufdruck "Die Oste - Fluss der Störe, Fluss der Lachse" erschienen war, über die jahrzehntelangen Bemühungen der Sportfischer um die Rettung verschollener und aussterbender Fischarten.

Der Wortlaut des Schütz-Vortrages steht als "Osteland-Text 18/2009" hier im Netz (Word-Datei).


Hanni Milan und Hans Bünning spielen "Kalinka"

Bevor die Heimatforscherin und Oste-Kulturpreisträgerin Gisela Tiedemann (Wingst) lebendig und detailreich über die Ausrottung des heimischen Störs (Acipenser sturio) vor rund 100 Jahren berichtete, genossen die Gäste, darunter auch Bürgermeister Detlef Horeis, delikaten Fisch, frisch aus dem Rauch, mit russischem Kaviar und einem Gläschen "Oste-Aquavit" aus der Neuhäuser Firma Ulex. Dazu intonierten Hanni Milan (Schifferklavier) und Hans Bünning (Spoons) das russische Volkslied "Kalinka".


Moderator Bölsche liest aus dem Oste-Buch

Jochen Bölsche von der AG Osteland, der den Abend moderierte, führte in das Thema ein und wies auf das neu erschienene Buch "Über die Oste" hin, das unter anderem einen Beitrag über die Ausrottung und Wiederansiedlung von Lachs und Stör in der Oste enthält.

Der kompletter Wortlaut des Buch-Kapitels steht als Leseprobe hier.

Schütz und Tiedemann verstanden es, die faszinierenden Dimensionen des zur Zeit in der Oste ablaufenden fischbiologischen Experiments zu verdeutlichen: Es wird versucht, einen Fisch, dessen Vorläuferälter als die Saurier sind, der 300 Millionen Jahre lang auf der Erde lebte und der binnen weniger Jahre in der Oste und anderswo ausgerottet worden ist, vor dem endgültigen Verschwinden zu retten.


Gebannte Zuhörer: Stör-Forscherin Tiedemann

Heute existieren, so Schütz, von der einst in der Oste vertretenen Art, die bis zu sechs Metern lang und bis zu sechs Zentnern schwer werden konnte, weltweit kaum mehr als ein Dutzend Elterntiere.


Auch Bürgermeister Horeis (r.) singt mit

Der Abend endete mit maritimer Musik - und mit einer Premiere: Erstmals öffentlich vorgetragen wurde das "Lied vom Stör", das die Hemmoorer Juristin Hanni Milan getextet hat und dessen eingängiger Refrain (Melodie: An der Nordseeküste...) lautet: "In der schönen Oste, im plattdeutschen Land, will der Stör wieder leben, drum gebt ihm 'ne Chance" (VIDEO 1 hier).

Den Höhepunkt erreichte die Stimmung , als Uwe Mählmann, Vorsitzender des Oberndorfer Seglervereins, sein "Lied vom Hecht" vortrug, das kürzlich zu einem Plattdeutsch-Liederwettbewerb des NDR eingereicht worden ist: Da wurde aus dem Informations-, Musik- und Schlemmerabend auch noch ein Schunkelabend (VIDEO 2 hier).


Viel bewundert: die 2,50 Meter lange Stör-Statue

Ebensoviel Freude wie die Stör-Statue, die am Vorabend der Enthüllung auf dem Achterdeck erstmals nach Farbgebung in Augenschein genommen werden konnte, lösten andere Kunstwerke aus: 69 Kinder der Oberndorfer "Kiebitzschule" hatten im Unterricht bunte Störbilder gemalt, die an diesem Abend auf dem "Ostekieker" zu sehen waren.


Kiebitzschul-Kinder malten den Kaviarfisch

Weil die "Kaviar-Nacht" kurz nach ihrer Ankündigung ausgebucht war, wird sie am Freitag, 12. Juni, 20 Uhr, wiederholt.

Restkarten sind für 15 Euro (inkl. Fisch- und Kaviarteller mit Oste-Aquavit) ausschließlich im Vorverkauf an Bord des "Ostekieker" erhältlich.


Oberndorf

Drei Einbäume für
die Kiebitzschule


Das "Blaue Klassenzimmer" in Oberndorf

29. 5. 2009. Nicht erst im Jahr der Oste bezieht die Oberndorfer Grundschule - jetzt auf den Namen Kiebitzschule getauft - den Fluß mit ein in den Unterricht. Schon im vorigen Jahr wurde gemeinsam mit dem Oberndorfer Diplom-Kunsttherapeuten Michael Bungard (Foto), der mit Ehefrau Angela das Kunstwerk Grün betreibt (Website hier), das Projekt "Blaues Klassenzimmer" gestartet: Ein blaues "K" im Bentwischer Vordeichgelände, das von der Familie Scheske zur Verfügung gestellt wurde, markiert ein Areal, auf dem auf dem naturnaher Unterricht praktiziert werden kann. Jetzt, im Oste-Jahr, baut Bungard mit den Kiebitz-Schülerinnen und -Schülern drei Einbäume: eines der Boote soll auf dem Schulhof aufgestellt werden, das zweite am Blauen Klassenzimmer, das dritte in der Oste zu Wasser gelassen werden. Schulleiterin Christiane Möller dankte anläßlich der Schul-Namensgebung der KSK und der Firma Uhtenwoldt für die finanzielle Unterstützung des Kunstprojekts.


Hemmoor

Vom Bund über
400 000 Euro

26. 5. 2009. Die Stadt Hemmoor erhält auf ihren Antrag für die Kindertagesstätte "Kinderreich der Lebenshilfe" Fördermittel des Bundes in Höhe von 435.000 Euro. Dazu kommen noch vergleichsweise bescheidene 23.000 Euro vom Land Niedersachsen. Die Gesamtinvestition für die Einrichtung mit 30 Plätzen beläuft sich auf 920.000 Euro.


Oberndorf

Die Tage
des Störs

Foto: Holger Kuhne
Noch ohne Farbe: der Stör aus Silberpappel

25. 5. 2009. In Oberndorf (Gemeinde-Website) steht das kommende Wochenende ganz im Zeichen des Störs. Am Pfingstsonnabend, 30.Mai, ab 15 Uhr soll, wie angekündigt, mit einem kleinen Volksfest das schwimmende Stör-Denkmal eingeweiht werden. Dazu hat sich - neben Vertretern der 22 Sportfischervereine an der Unteren Oste - auch der Präsident des Weltverbandes zur Erhaltung des Störs (World Sturgeon Conservation Society),  Prof. Dr. Harald Rosenthal, angesagt.

Der Wissenschaftler wird neben Bürgermeister Detlef Horeis (Oberndorf), Jochen Bölsche (AG Osteland) und Uwe Mählmann (Seglergemeinschaft Oberndorf) ein Grußwort sprechen. Die Oste ist, wie berichtet, der erste Fluß in Niedersachsen, in dem der seit rund 100 Jahren verschollene urzeitliche Kaviarfisch wieder angesiedelt werden soll.

Platzkonzert und
Nacht-Überraschung


Horeis (r.) mit einem Teil der Stör-Sponsoren

Die Rückkehr des Störs in die Oste soll am Pfingssonnabend ab 15 Uhr unter anderem mit einem Platzkonzert, einer Tombola, einem Stör-Gewichtsschätzen, dem Besuch einer Delegation der polnischen Partnerregion der Samtgemeinde Am Dobrock und ab 22 Uhr mit einer "Überraschung auf der Oste" gefeiert werden, wie der 15-köpfige Initiatoren- und Sponsorenkreis aus Mitgliedern der AG Osteland mitteilt, der das Fest organisiert und finanziert. Die schwimmende Stör-Statue soll von Oberndorfer Kindern enthüllt werden.


Stör-Experte Wolfgang Schütz (Osten)

Am Vorabend, dem 29. Mai, ab 20 Uhr, findet im Großen Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" eine - schon jetzt komplett ausgebuchte - "Kaviar-Nacht" mit Informationen über die Ausrottung des Störs um 1910 und über dessen Wiederansiedlung statt; Moderator ist Jochen Bölsche, es referieren Heimatforscherin Gisela Tiedemann-Wingst und Wolfgang Schütz, 1. Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft. - Die Kaviar-Nacht wird am Freitag, 12. Juni, 20 Uhr, wiederholt (Karten ausschließlich im Vorverkauf auf dem Ostekieker).


Auf diesem Zapfen (l.) wird der Stör montiert

22. 5. 2009. Beim Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis sind bereits über 30 Ideen eingegangen, wie der Holzfisch heißen soll, der am Pfingstsonnabend als Stör-Denkmal in der Oste platziert wird. Auch die Halterung, auf der sich die 2,50 Meter lange Nachbildung des Kaviarfischs - je nach Tide - über oder unter Wasser drehen soll, ist bereits an einer Dalbe neben dem "Ostekieker" montiert worden.


Wassersport

Von Hans Wilczak
fehlt jede Spur


Das Wrack in Neuhaus (Foto: Helenius-Scharten)

23. 5. 2009. Zwei Tage nach dem Bootsunfall auf der Unterelbe, bei dem eine Frau ums Leben kam, fehlt von dem 75 Jahre alten SchiffsführerHans Wilczak weiter jede Spur. Der Rentner sei bisher nicht gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend.

22. 5. 2009.  Vor der Ostemündung  in Höhe der Fahrwassertonne 51 sind am Donnerstag der Armstorfer Freizeitskipper Hans Wilczak und dessen Frau mit dem Boot "Quintett" verunglückt. Während die Leiche der 48-jährigen Frau in der Kajüte tot aufgefunden wurde, galt der 75-Jährige am Freitagmittag als verschollen. Das Ehepaar hatte sich gegen 16 Uhr am Oberndorfer Sportboot-Anleger verabschiedet und als Ziel des Törns Brunsbüttel angegeben.

Am Abend meldete der Lotse der elbaufwärts fahrenden "NYK Apollo" der Revierzentrale, dass er in Höhe der Ostemündung ein Sportboot kieloben treibend gesehen habe. Eine Person habe sich noch an dem Havaristen festgehalten.


Das Unglücksschiff im NEZ-online-Archiv

Die Wasserschutzpolizei leitete umfangreiche Suchmaßnahmen ein, an denen die "Bürgermeister Brauer", der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms", das Seenotrettungsboot "Gillis Guldbransson", ein SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine sowie weitere kleinere Fahrzeuge beteiligt waren. Gegen 23.30 Uhr wurden die Suchmaßnahmen eingestellt. Das Sportboot wurde in den Hafen von Neuhaus/Oste geschleppt. Taucher entdeckten in der Kajüte den Leichnam der Frau sowie einen toten Jack-Russell-Terrier.

Am Morgen wurden die Suchmaßnahmen wieder aufgenommen, die von der Besatzung der "Bürgermeister Brauer" koordiniert werden.

Reportage über
die "Schiffslok"

Auf dem selbstgebauten Aluminiumboot "Quintett", dessen markantes Profil an eine Lokomotive erinnert und dessen Tiefgang 40 Zentimeter beträgt, war vor vier Jahren nach einem Kurzschluss ein Brand ausgebrochen. Ein Hund kam dabei ums Leben, nur der Schiffsrumpf blieb damals erhalten. - Eine NEZ-Reportage über die "Quintett" ("Mit 'Schiffslok' aus Alu auf Tour") steht hier.

Wasserschutzpolizei:
Boot nicht seetüchtig

23. 5. 2009. Laut Wasserschutzpolizei deute alles darauf hin, dass das Boot - ohne Kiel und Tiefgang sowie hohen Aufbauten und nur mit Mini-Außenborder - nicht seetüchtig gewesen sei, schreibt das "Stader Tageblatt" in seiner Wochenendausgabe.. "Aus seemännischer Sicht Wahnsinn damit loszufahren", wird Polizeisprecher Andreas Schöpflin zitiert. Die Elbe sei zum Zeitpunkt der Havarie zwar "etwas kabbelig" gewesen, aber insgesamt wurden die Wetterverhältnisse als "normal" bezeichnet.


Oberndorf

Kennt Ji all
dat niege Leed?


Festzelte auf dem SGO-Gelände

21. 5. 2009. Fast 50 Mitglieder und Gäste, darunter auch Bürgermeister Detlef Horeis, konnte Vorsitzender Uwe Mählmann am Vorabend des Himmelfahrtstages zum traditionellen Angrillen der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (Website) begrüßen. In zwei eigens errichteten Zelten im Deichvorland und in der renovierten Schutzhütte auf dem Anleger wurde bei bester Stimmung der Saisonbeginn gefeiert.


Oberndorfer Segler-Vorsitzender Mählmann

Zugleich fand an diesem Abend eine musikalische Premiere statt: Abgespielt wurde erstmals eine DVD mit Liedern von Uwe Mählmann und Hanni Milan, die 14 Oberndorfer Sängerinnen und Sänger - darunter viele SGO-Mitglieder - kürzlich in einem Geversdorfer Musikstudio aufgenommen haben.


Hanni Milan (Hemmoor) im Tonstudio

Zu hören sind auf der DVD die Lieder "Das Herz der Oste", "Der Stör" und "Dat Leed vun'n Hero".


Musikaufnahme in Geversdorf

"Dat Leed..." ist inzwischen für den Liederwettbewerb "NDR 1 Radio MV un dat Nordmagazin säuken niege Lieder up Platt" eingereicht worden. Mehr...


Foto der Woche

Gesehen auf dem Ostedeich bei Niederstrich


Souvenirs

Als Hemmoor noch
die Fähre "besaß"...


Hemmoor-Souvenir aus den Siebzigern

19. 5. 2009. Einer der besten Schwebefähren-Kenner der Welt, der ehemalige Rendsburger Bundeswehroffizier Klaus Schmidt (Foto), reiste dieser Tage an die Oste, um mit Vertretern des Fährvereins und der AG Osteland eine Ausstellung von Schwebefähren-Postkarten, -Briefmarken und -Stempeln für das Jubiläum Anfang Oktober vorzubereiten. Im Gepäck hatte Osteland-Mitglied Schmidt bemerkenswerte Souvenirs aus einer Zeit, als Osten das Bauwerk noch nicht komplett für sich vereinnahmt hatte: Wandbilder und Schüsseln, auf denen Hemmoor mit der Schwebefähre für sich wirbt.


Hemmoorer Souvenir-Wandkachel

Die Wandkachel (Foto oben) datiert aus dem Jahr 1974 - also aus jenem Jahr, als die bis dahin Osten gehörende Fähre ihren regulären Betrieb einstellte, um bald darauf in den Besitz des Kreises Land Hadeln überzugehen. Hemmoorer sahen damals offenbar keinen Grund, darauf zu verzichten, mit der Fähre zu werben, zumal sie ja mit zwei Beinen in ihrer Gemeinde steht - und nahmen sie mental "in Besitz".


Hemmoorer Souvenir-Schälchen (um 1974)

Lang ist's her, ein Dritteljahrhundert ist seither vergangen. Als tonangebende Ostener in den folgenden Jahrzehnten die kreiseigene Fähre zunehmend für sich allein reklamierten (der Fährverein hat übrigens seit seiner Gründung nicht ein einziges Mal auf der Hemmoorer Seite getagt), gingen viele Hemmoorer gefühlsmäßig zunehmend auf Distanz zu dem Bauwerk - eine Trotzhaltung, die inzwischen allerdings überwunden scheint, spätestens seit der Einweihung der Internationalen Schwebefähren-Infomeile in Basbeck.


Postkarten-Text: "Basbeck-Osten Schwebefähre"

Wer weiß - vielleicht glückt der Stadt Hemmoor irgendwann einmal, was Osten trotz immer wiederkehrender Ankündigungen nicht gelungen ist: ein kleines Fähr- und Flussmuseum einzurichten, vielleicht neben der geplanten Tourist-Info im alten Bahnhofsgebäude, das zur Zeit renoviert wird...


Ostener Träume: Immer nur Ankündigungen?

Osten dürfte sich dann kaum beschweren: Es hat schließlich 100 Jahre Zeit gehabt, selber ein Fährmuseum auf die Beine zu stellen...


Hemmoor

1500 Schüler in
Warstade erwartet

18. 5. 2009. Am 19. und 20. Mai 2009 finden auf dem Sportplatz am Gymnasium Warstade die Kreisschulmeisterschaften in der Leichtathletik statt. An diesem Sportfest, das vom Kreisleichtathletikverband, dem Kreissportbund, der Fachberaterin Schulsport, der Kreissparkasse sowie dem Landkreis Cuxhaven organisiert wird, nehmen Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen (1. Tag) und 5. und 6. Klassen (2. Tag) aus dem gesamten Kreisgebiet teil. Nach den Erfahrungen der vergangenen Veranstaltungen ist mit insgesamt 1500 Schülern zu rechnen.


Neuhaus

Besucher kamen
wie Heuschrecken


So grüßt Neuhaus seine Gäste im Ostejahr

17. 5. 2009. "Wie die Heuschrecken" - so einer der Mitveranstalter - kamen Besucher aus Nah und Fern am Sonntag nach Neuhaus, um die "Albatros" zu bewundern und die "kulinarische Meile" am neuen Hafenzu besuchen, die von den Ehrenamtlichen um Klaus-Dieter Scholz vom 600-Jahrfeier-Komitee organisiert worden war. "Die laufen uns die Bude ein," meldete Gastronom Olaf Schlichting.


Unerwartet rasch waren alle Fässer leer

So gewaltig war das Interesse, dass binnen kurzem alle Fisch-Delikatessen vergegriffen waren und wenig später sogar das Bier ausging.


Zufrieden: Organisator Klaus-Dieter Scholz

Ähnlich ging es am Nachmittag im Kornspeicher zu: Die 17 Landfrauen-Torten waren lange vor der Kaffeezeit verputzt. Vorübergehend wurde auch der Kaffee knapp: Als zeitweise fünf Kaffeemaschinen gleichzeitig liefen, fiel der Strom aus.


Ursula Schröder mit Museumsgästen

Viel Zulauf hatte die Heimatstube in den Obergeschossen, wo sich interessierte Besucher von der unermüdlichen Ursula Schröder die Sammlungen erläutern ließen.


Großartige Oste-Fotos im Kornspeicher

Hoch zufrieden war auch Bürgermeister Georg Martens über das unerwartetet starke Interesse an den maritimen Veranstaltungen zum Oste-Jahr: "Die Stände hätten das Doppelte verkaufen können."


Jahr der Oste

Ein Wochenende der
Segler und Museen


Die Albatros in Oberndorf - FOTOSONDERSEITE

16. 5. 2009. Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der Museen, der Traditionsschiffe und der maritimen Musik. Der Dreimaster "Albatros" - zur Crew gehören viele Mitglieder der AG Osteland - lag am Samstag in Oberndorf; von 15 bis 17 Uhr war dort "Open Ship". Anschließend luden Gemeinde und Oste-Tourismus e. V. zu einem Hafenfest mit "Gesang, Grillen und Gemütlichkeit" ein. Verlassen wird der Traditionssegler Oberndorf am Sonntag gegen 6.30 Uhr in Richtung Neuhaus, wo das Schiff den Tag am Gemeindeanleger verbringen wird (siehe unten).

Fotos von der Albatros auf der Oste stehen auf dieser SONDERSEITE.


Shanty-Konzert in Oberndorf

Auf Einladung der Hemmoorer Segler hatte bereits am Freitag der Segellogger "Vegesack" im Vereinshafen Geversdorf angelegt, um am Sonnabend nach Schwarzenhütten weiterzufahren, wo das Schiff am Sonntag besichtigt werden kann. Im Hafen Hemmoor-Schwarzenhütten beginnt am Sonntag um 11 Uhr ein großes Hafenfest mit einem Shanty-Festival.


Werbung für das Shanty-Festival

Auftreten werden sechs Chöre von der gesamten Deutschen Fährstraße (Koordination: Osteland-Mitglied Gerd Drewes), dazu gibt es viele Info-Stände, unter anderem von der AG Osteland, ferner eine Ausstellung bzw. ein Schaufahren von Buddel- und Modellschiffen.

Alle Museen
sind geöffnet


Heimatpfleger Petrich am Hemmoorer Museum

Parallel dazu wird an diesem Sonntag, 17. Mai, auch an der Oste der "Internationale Tag der Museen" begangen. Von 10 bis 17 Uhr sind die schönen Heimatmuseen und -stuben in Neuhaus, Geversdorf, Oberndorf, Hemmoor und Osten geöffnet.


Hemmoor sucht das Supermodel

So kann man sich beispielsweise im Museum an der Hemmoorer Kulturdiele von Ortsheimatpfleger Tjark Petrich die rund 25 000 Jahre alten Venus-Figuren (Foto oben) oder das hinter Panzerglas gesicherte Original des berühmten Hemmoorer Eimers erklären lassen, dazu Saurierrelikte und vieles mehr.


Geversdorfer Heimatpfleger Lunden

In Geversdorf zeigt Heimatpfleger Günter Lunden auf dem Freigelände vor dem Museum zusätzlich alte landwirtschaftliche Geräte vom Mähwerk bis zum Trecker. - Die Mocambo bietet Fahrten von Museum zu Museum an (Details unter www.osteschifffahrt.de).

Böllerschüsse für
die "Albatros"


Das Plakat zum Fest in Neuhaus

Ebenfalls am Sonntag, 17. Mai, ab 11 Uhr veranstalten der Gewerbeverein Neuhaus und das Komitee "600 Jahre Neuhaus" eine Kulinarische Meile längs der Oste vom neuen Hafen bis zum Ostepavillon. Der Tag begint mit einem Fischerfrühstück mit Matjes, Brathering, Räucherlachs und vielem mehr.

Die einlaufende "Albatros" wird mit einem traditionellen Böllerschuß aus der Schützenkanone begrüßt. Die heimische Brauerei von Olaf Schlichting und 20 Stände bieten vielerlei zum Genießen und Verwöhnen. Ab 14 Uhr gibt es Kaffee und die berühmten Oste-Torten der Landfrauen zum Oste-Museumstag im Kornspeicher.

In der Samtgemeinde Selsingen eröffnet SG-Bürgermeister Werner Borchers, Mitglied der AG Osteland, ebenfalls am Sonntag, 17. Mai, um 14 Uhr am Millenniumswald eine "Steinerlebnisroute" entlang der Oberen Oste - Näheres in der Nordsee-Zeitung.


Gut Hörne lädt zur Konzertlesung

Bereits am Sonnabend, 16. Mai,  hatten die Osteland-Mitglieder Kuno und Meike von Zedlitz zu einer Konzertlesung mit Till Sailer und Gudula Senftleben auf ihr Gut Hörne eingeladen. - Details zu allen Veranstaltungen unter www.jahr-der-oste.de.

Ebenfalls am 16. Mai war die AG Osteland mit einem Info-Stand bei dem großen Fest zur Einweihung des neu gestalteten Graf Bremerschen Gutsparks in Cadenberge vertreten.


In Cadenberge informiert die AG Osteland

Am Freitagabend hat der Krimi-Sommer auf der komplett ausgebuchten "Mocambo" begonnen. Auf dem Programm standen Lesungen u. a. vonOste-Kulturpreisträgerin Elke Loewe sowie zwei der Siegerinnen des Kurzkrimiwettbewerbs "Mord an der Schwebefähre", Tatjana Gräfin Dönhoff und Nana Rademacher. Mehr unter www.krimiland.de.


Hemmoor

Rathaus-Magazin
jetzt erschienen


Titelkopf der neuen Rathaus-Zeitschrift

16. 5. 2009. Die für Ende April angekündigte erste Ausgabe der Samtgemeindezeitschrift "Hemmoor Magazin" ist mit zweiwöchiger Verspätung an diesem Wochenende erschienen. Das im Rathaus gestaltete Blatt, das viele lesenswerte Berichte aus Verwaltung und Vereinen enthält und dessen Titelkopf das SG-Wappen und das Fährstraßen-Logo zeigt, sollte auch auf der Rathaus-Website hemmoor.de zum Download zur Verfügung stehen, ist dort allerdings zur Stunde nicht auffindbar. Die zweite Ausgabe ist für September angekündigt.


Oberndorf

2. "Kaviar-Nacht"
zum Thema Stör


Neu in der Oste: Stör (mit Markierung)

10. 5. 2009. Der bundesweit beachtete Besatz der Oste mit jungen Stören ist Thema von zwei Info-Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., in denen es um den urzeitlichen Kaviarfisch geht. Nachdem eine erste "Kaviar-Nacht" an Bord des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" binnen weniger Tage komplett ausgebucht war, hat die AG Osteland jetzt einen zweiten Termin festgesetzt: Am Freitag, 12. Juni, 20 Uhr, geben erneut zwei sachkundige Referenten Auskunft über die Störfischer an der Oste, die Hamburg einst mit Kaviar versorgt haben, die Ausrottung des Fisches vor rund 100 Jahren und die Bemühungen um Wiederansiedlung.

Die Regionalforscherin Gisela Tiedemann-Wingst spricht über die historischen Fakten, der Vorsitzende der Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer, Wolfgang Schütz (Osten), über die aktuellen Bemühungen der Gesellschaft zur Rettung des Störs. Außerdem informiert Schütz, Vertreter von über 5600 Anglern aus 21 Vereinen, über die gelungene Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle in der Oste, die als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" gilt.


Hier wird über den Kaviarfisch informiert

Karten (15 Euro) für die Veranstaltung, die Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche (Osten) moderiert und zu der bei maritimer Musik ein Fischteller samt einem Klecks Kaviar und einem Glas Fischer-Köm gereicht wird, sind ab sofort ausschließlich im Restaurantschiff "Ostekieker" an der Oberndorfer Fährpromenade erhältlich.

Bereits am Pfingstsonnabend, 30. Mai, 15 Uhr, soll in Oberndorf, wie berichtet, ein Stör-Denkmal eingeweiht werden. Zu der Feierstunde, der sich ein Platzkonzert anschließt, hat Bürgermeister Detlef Horeis unter anderem Vertreter aller Sportfischervereine an der Oste eingeladen.


Lieder

Erst der Hunger,
dann die Gier...


Liedertafel bei der Probe - VIDEO

11. 5. 2009. Die fidele Liedertafel "Störtebecker" aus Oberndorf hat am Wochenende auf dem Restaurantschiff "Ostekieker" begonnen, ein Lied auf den Stör einzustudieren, der zur Zeit, 100 Jahre nach seiner Ausrottung, in der Oste wieder angesiedelt wird. Den Text zur Melodie "An der Nordseeküste" hat Hanni Milan (Hemmoor) geschrieben:
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Stör aus der Oste (um 1900)

Der Stör

1. Es ist schon so lange, so lange her,
da gab's in der Oste Madame und Herrn Stör.
Sie schwammen bei Ebbe, sie schwammen bei Flut,
doch der Mensch nahm ihn'n alles, sogar ihre Brut.

Refrain: 
In der schönen Oste, im plattdeutschen Land,
will der Stör wieder leben,
drum gebt ihm 'ne Chance.
In der schönen Oste, im plattdeutschen Land,
will der Stör wieder leben,
drum gebt ihm 'ne Chance.

2. Erst war es der Hunger, dann war es die Gier,
so verschwanden die Störe, die Störe von hier.
So zogen aus Oste, aus Elbe und Stör
in den Westen und kamen nie wieder hierher.

Refrain: In der schönen Oste...

3. Jetzt gibt's wieder Menschen mit Fleiß und viel Mut,
sie holten nach Hause den Stör, das ist gut.
Wenn er schwimmt gen Atlantik und k-o-mmt zurück,
dann bringt er uns Freude und wir hätten Glück.

Refrain: In der schönen Oste...

Ein Video von der ersten Liedertafel-Probe steht auf hier auf youtube.de


Internet

Planer kritisieren
Rathaus-Website


Website hemmoor.de: "wenig informativ"

9. 5. 2009. Schlechte Noten erteilt das Hechthausener Planungsbüro Dörr der Internetseite der Samtgemeinde Hemmoor. Im Entwurf des Gemeindeentwicklungsplanes für Hechthausen (hier im Internet) urteilen die Planer, "insbesondere die wenig informative Internetpräsenz 'Tourismus' auf der Seite der Samtgemeinde" sei "überarbeitungs- und ergänzungsbedürftig".  Auch die Internetpräsentation von verfügbaren Baugrundstücken (Wohnen und Gewerbe) auf der Website der Samtgemeinde weise einige "essentielle Mängel" auf. So fehlten "beispielsweise direkte Links zu den rechtsverbindlichen Bebauungsplan-Darstellungen sowie Informationen über die konkrete räumliche Lage der Baugebiete. Besondere Vorzüge einzelner Standorte werden kaum herausgestellt oder fallen dem Interessenten zu wenig ins Auge. Die eingefügten Fotos sind in der Regel wenig aussagekräftig, die Angaben teils veraltet. Ferner bedarf es einer besseren graphischen Aufbereitung."

In der Außendarstellung der Gemeinde Hechthausen würden "die besonderen Stärken der Gemeinde als Wohnstandort (z. B. die Möglichkeiten der Kinderbetreuung, die vorhandenen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen) kaum aufgezeigt".

Das "Senioren-Service-Schaufenster" auf der Samtgemeinde-Website sei "aufgrund der Navigationseinrichtung ... - nicht nur für Senioren - sehr schwer auffindbar". Darüber hinaus beeinträchtigten "die Mängel in der graphischen Gestaltung, die geringe Übersichtlichkeit sowie die z. T. nicht aktuellen Daten (z. B. unvollständige Angaben zu Physiotherapieangeboten) die Zielsetzung, ein seniorengerechtes Serviceangebot aufzubauen und ältere Menschen in ihrer Lebensführung zu unterstützen".


Hemmoor

Simulierte
Tötungen

8. 5. 2009. Die Große Koalition hat sich Medienberichten zufolge auf eine Verschärfung des Waffenrechts verständigt, das unter anderen die kurzfristige Einführung eines bundesweiten Waffenregisters vorsieht. Demnach sollen Waffenschränke künftig mit biometrischen Systemen gesichert werden sowie Waffenbesitzer verdachtsunabhängig kontrolliert werden können.

Einigkeit herrscht vor allem darüber, dass Spiele wie Gotcha (Paintball) verboten werden sollen. Dabei bekriegen sich Teams mit Luftdruckwaffen, die Plastikkugeln mit Farbfüllung verschießen. Das Verbot von "simulierten Tötungshandlungen" würde unter anderem Paintball-Fans treffen, die den Hemmoorer Westerberg für Gotcha-Spiele nutzen, die sie auf diesem Video bei Youtube und einem aktuellen Film auf pbtube dokumentiert haben.

Mehr Bilder vom 12 Hektar großen Spielfeld für das Schießen auf lebende Zielscheiben stehen in diesem Album, die Diskussion innerhalb der Paintball-Szene findet unter anderem hier statt. Das Areal in der Nähe des Fernsehturms ist sonntags geöffnet, als Spielfeldgebühr werden 10 Euro erhoben (Details).

Während die Paintballszene Protestaktionenplant, wird das Verbot etwa vom Leitartikler der Niederelbe-Zeitung begrüßt: "Endlich gibt es erste Ergebnisse hinsichtlich eines schärferen Waffenrechts. Paintball – Kriegspiele mit Gewehren, Pistolen und kleinen Farbkugeln – soll verboten werden. Warum auch nicht? Denn wer braucht solch einen Stumpfsinn, der bestenfalls eine Art Hightech-'Cowboy und Indianer' ist, schlimmstenfalls das Ausleben von Kriegs- und Allmachtsfantasien? Da soll mir irgendjemand erklären, dass dieser Mordsspaß nicht zu einer Verrohung der Sitten und vor allem des Geistes führt. Denn es ist was anderes, ob Kinder im Wald mit Stöcken aufeinander anlegen und lauthals 'Peng, Du bist tot!' rufen oder ob sie als Jugendliche mit Farbkugeln aufeinander feuern..."


Oberndorf

Kaviarnacht und
Stördenkmal


Stör-Bericht in der Bremervörder Zeitung

7. 5. 2008. Das Oberndorfer Stördenkmal (Einweihung am 30. Mai) und die Kaviarnacht am 29. Mai auf dem Ostekieker machen im Nachbarkreis Rotenburg Schlagzeilen. Ein Bericht der Bremervörder Zeitung kann hier nachgelesen werden.


Hemmoor

Studenten-Pläne für
Schwarzenhütten


Ilek-Ideen für den alten Hemmoorer Hafen

5. 5. 2009. Eine Gruppe Studenten der Buxtehuder Hochschule 21 hat heute morgen begonnen, Ideen zur touristischen und kulturellen Nutzung des Hafenareals in Schwarzenhütten unter Einbindung der Nutzungsinteressen der Seglervereinigung Hemmoor und des weiteren Privateigentümers Schlüer zu sammeln. Die Arbeit, betreut von Prof. Jasper Herrmann, geht auf eine Initiative der Stadt Hemmoor zurück. - Ideen für Schwarzenhütten waren bereits im Zuge des Ilek-Prozesses entwickelt worden. Am 17. Mai wird der alte Hafen, wie berichtet, im Rahmen des Jahres der Oste Schauplatz eines Shanty- und Modellboot-Festivals mit Großsegler-Besuch sein.


Bahn

Lok-Taufe auf den
Namen "Hemmoor"


Mit 260 Kindern nach Cuxhaven

5. 5. 2009. Das paßt gut ins Jahr der Oste : Am Montag, 11. Mai, nehmen etwa 260 Kindergarten- und Grundschulkinder der Samtgemeinde Hemmoor einen metronom-Zug unter die Lupe. Anlass ist die Taufe einer metronom-Lok gegen 9.30 Uhr am Bahnhof in Hemmoor. Gleichzeitig nutzt die niedersächsische Eisenbahngesellschaft diese Gelegenheit, um zusammen mit der Bundespolizei schon kleine Kinder für Gefahren auf Bahngleisen zu sensibilisieren.


Taufen die Lok: Bürgermeister Saul und Brauer

Die 260 Kinder kommen aus der Kita Lebenshilfe, dem DRK-Kiga Hemmoor, dem DRK-Kiga Osten, dem Ev. Kinderhaus St. Marien, dem Spielkreis Klint und den Grundschulen Basbeck, Althemmoor und Hechthausen. Sie werden den metronom-Sonderzug um 9.36 Uhr am Hemmoorer Bahnhof erwarten. Pünktlich um 9.40 Uhr werden einige Kinder zusammen mit Bürgermeister Hans Wilhelm Saul und Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer die Lok auf den Namen "Hemmoor" taufen und das Stadtwappen an der Lok enthüllen.

Gegen 9.51 Uhr brechen die Knirpse dann zu ihrer ersten Fahrt ohne Eltern mit dem frisch getauften Zug nach Cuxhaven auf. Für Proviant an Bord ist gesorgt: Äpfel aus dem Alten Land, Müsliriegel, Getränke und etwas Zuckerwerk werden von den Fahrgastbetreuern verteilt. Wer von den Kleinen mal als "Junior-Fahrgastbetreuer" Fahrkarten kontollieren und abknipsen oder durch die Lautsprecheranlage im Zug sprechen will, kann sich schon einmal eine Rede zurecht legen.


Metronom-Sprecherin Tatjana Festerling

Diese Aktion mit Kindergarten- und Grundschulkindern hat, so metronom-Sprecherin Tatjana Festerling, auch einen ernsten Hintergrund: Gemeinsam mit der Bundespolizei nimmt die metronom-Eisenbahngesellschft die Taufe zum Anlass, den Kindern der Samtgemeinde die Gefahren an Bahngleisen zu vermitteln. Um die Kleinen auf ihren Besuch am Bahnhof und die Fahrt mit dem metronom vorzubereiten, werden Detlef Moors, Polizeihauptmeister und Präventionsbeauftragter der Bundespolizeiinspektion Bremen, und Reiner Urban, Polizeihauptmeister und Bürgerkontaktbeamter der Bundespolizeiinspektion Hamburg, bereits am Donnerstag und Freitag zuvor in die Grundschulen und Kindergärten gehen und erklären, wie man sich richtig am Bahnsteig, im Zug, an Bahnübergängen und in der Nähe von Gleisen verhält.

Bereits vor der Betriebsaufnahme im Dezember 2007 hatte sich die metronom-Eisenbahngesellschaft in Hemmoor im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Die Loktaufe konnte damals aus betrieblichen Gründen nicht vollzogen werden. Sie wird nun nachgeholt, damit das Stadtwappen Hemmoors auf einer der Loks prangt, die täglich auf der Strecke verkehren.


Hasenfleet

Spaß für Jung und
Alt in Hasenfleet


Emma malt eine Kuh bunt an

2. 5. 2009. Schätzungsweise 5000 Besucher hatten am Sonnabend Spaß beim "1. Hasenfleeter Milchtag". Viele Fotos stehen auf dieser SONDERSEITE.


Oberndorf

Rosen auch fürs
Freudenhaus


In Oberndorf werden Rosen gepflanzt

1. 5. 2009 (C. B.). Nach der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" fragten sich die in den Arbeitsgruppen engagierten Oberndorfer Bürger, was denn nun mit ihren vielen guten Ideen und Vorschlägen passieren würde. Einig war man sich, dass der Gedankenaustausch, der erstens Spaß gemacht und zweitens zu etlichen mit vergleichsweise geringem Aufwand umzusetzenden Ideen geführt hat, auf jeden Fall fortgesetzt werden müsse. Also traf man sich und beschloss, gar nicht erst lange zu fackeln, sondern lieber gleich die Ärmel aufzukrempeln und einige der Ideen umzusetzen.


Apfelbaum-Pflanzung am Dorfgemeinschaftshaus

So wurden zur Verschönerung des Ortsbildes in einer konzertierten Aktion mit der Gemeinde - federführend: Bürgermeister Detlef Horeis - bereits etliche Häuser entlang der Hauptstraße mit Rosen versehen, wobei man es sich auch nicht nehmen ließ, das Freudenhaus in die Pflanzaktion einzubeziehen.


In Oberndorf wird jetzt Boule gespielt

Mit der Einrichtung eines Bouleplatzes als Spaß- und Kommunikationsfaktor auf der freien Fläche zwischen der Gaststätte "Störtebeker" und dem "Dorfgemeinschaftshaus" soll nun das öffentliche Leben im Ort weiter kultiviert werden. Die Familie Alpen und sogar ein Osteland-Mitglied aus Osten haben spontan zwei Boule-Spiele gestiftet, die ab sofort allen Spielwilligen zur Verfügung stehen. Sie können nebst Spielanleitung im Störtebeker oder im Dorfgemeinschaftshaus gegen eine Spende von 1 Euro ausgeliehen werden.

Für heiße und kühle Getränke während des Spiels sorgt die Gastronomie. Und damit der Platz ein wenig heimeliger wird, hat die Gruppe um Ilse Erasmi, das Ehepaar Köpcke und Eibe von Glasow auch gleich noch zwei "Nasch"-Apfelbäume gestiftet und in einer gemeinsamen Aktion gepflanzt.


Oberndorf

1. Kaviar-Nacht
ist ausgebucht

7. 5. 2009. Die Kaviar-Nacht (siehe unten) ist ausgebucht. Zur Zeit wird geprüft, ob eine zweite Veranstaltung am Freitag, 12. Juni, mit dem gleichen Programm angeboten werden kann.
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Kaviar-Nacht
auf dem Ostekieker

am Vorabend der Einweihung
des schwimmenden Stördenkmals

Gisela-Tiedemann (Wingst)
Regionalforscherin und Autorin ("Hamburger Kaviar"):
Ausrottung des Oste-Störs um 1909

Wolfgang Schütz (Osten)
Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer:
Rückkehr des Oste-Störs 2009

Moderation: Jochen Bölsche (AG Osteland e. V.)

FREITAG, 29. MAI, 20 UHR, OBERNDORF,
AUF DEM OSTEKIEKER, GROSSER SALON

Eintritt 15 Euro incl. Fischteller, Russ. Ei mit
Kaviar, Fischerschnaps und martimer Musik

Begrenzte Platzzahl.
Kartenverkauf ab sofort nur auf dem Ostekieker


Hemmoor

Jetzt "Futterhaus"
im ehemaligen Aldi


Dirk Brauer (r.) gratuliert Geschäftsführer Friedel

30. 4. 2009 (J. S.). Leerstehende Einzelhandelsflächen sind eines der größten städtebaulichen Probleme in Hemmoor. Jetzt ist in einem Fall eine Lösung gefunden: Im ehemaligen Aldi, Am Zentrum 6 - 8, hat Geschäftsführer Daniel Friedel in Anwesenheit von Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer am Mittwoch ein "Futterhaus"eröffnet.


Das neue "Futterhaus" an der Zentrumstraße

Brauer gratulierte dem Unternehmen zu der Entscheidung, neben der Filiale in Stade auch im Mittelzentrum Hemmoor ein großes Futterhaus mit breitem Tierzubehör-Sortiment einzurichten: "Vielen Tierhaltern bleibt nun der Weg nach Stade erspart." Friedel seinerseits dankte der Verwaltung für die "große Unterstützung gegenüber der Genehmigungsbehörde in Cuxhaven".

Mit der Ansiedlung des "Futterhauses" sind vier neue Arbeitsplätze in Hemmoor geschaffen worden. Auch Kommunalpolitiker wie SPD-Ratsherr Johannes Schmidt begrüßten den "hoffnungsvollen Schritt gegen den Leerstand in zentraler Lage". Schmidt: Hemmoor zieht an." Speziell für junge Unternehmer werde die Stadt angesichts der mittelfristigen Verkehrsplanung und ihrer Funktion als Mittelzentrum "immer interessanter".

Rathaus-Seite jetzt auch
mit Branchenverzeichnis

Die Samtgemeinde Hemmoor hat auf ihrer Homepage (Startseite / linke Menüspalte) soeben ein Branchenverzeichnis eingestellt. Insgesamt 118 Gewerbebetriebe aus der Samtgemeinde haben die kostenlose Werbemöglichkeit genutzt und sich in das neue Branchenverzeichnis eintragen lassen. Damit haben potentielle Kunden eine einfache Möglichkeit, sich einen Überblick über ortsansässige Anbieter zu verschaffen. Sie können Waren und Dienstleistungen wohnortnah nachfragen. Die Samtgemeinde möchte damit, so der Erste Samtgemeinderat Wolfgang Poit (Foto), insbesondere kleineren Betrieben eine Werbemöglichkeit bieten und die heimische Wirtschaft stärken.


Jahr der Oste

"Wasserwelten"
an der Fährstraße


Ideengeber: Touristiker und Landfrauen (2008)

27. 4. 2009. Die Idee entstand vor knapp einem Jahr, im Mai 2008, bei einem Gespräch im Hemmoorer Rathaus: Hadler Touristiker und Landfrauen, die unter dem Motto "Erleb das Land" kooperierten, entwickelten einen speziellen Beitrag zum Jahr der Oste, der im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) weiterentwickelt wurde und nun in der LAG Hadler Region seinen Hafen gefunden hat. Gemeinsam ziehen der Kreisverband der Landfrauen Land Hadeln/Cuxhaven, der Landfrauenmarkt Ihlienworth e.V., die Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und die fünf ILEK-Samtgemeinden Am Dobrock, Börde Lamstedt, Hadeln, Hemmoor und Sietland nun an einem Strang, um das Projekt "Wasserwelten" zu realisieren.

Mit diesem Vorhaben werden sie unter Federführung der LAG in Zusammenarbeit mit vielen regionalen Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen zum 100. Geburtstag der Schwebefähre Osten - Hemmoor vom 1. bis zum 4. Oktober überraschende Akzente setzen. Auf der Fährstraße in Hemmoor-Basbeck - der Internationalen Schwebefähren-Infomeile - sollen in vielen Zelten die "Wasserwelten" präsentiert werden.


Hier finden im Oktober die "Wasserwelten" statt

So planen der Wasserverband Wingst und der Wasserversorgungsverband Land Hadeln, die Kirche und viele Wassersportvereine ihre Beteiligung mit Darbietungen rund um das kostbare Lebenselixier. Angereichert sind die "Wasserwelten“ mit weiteren Themen und Aktivitäten, die Osteland und Hadelner Region eng miteinander verknüpfen. So bietet der Landfrauenmarkt Ihlienworth einen Kreativmarkt – mit Filzen, Weben, Schneidern – und einer Fülle selbst hergestellter Produkte.

Ein Melkmobil offeriert Kraft spendende Milchprodukte. Die Touristiker der fünf Samtgemeinden werden sich dem Thema Wasser widmen. Künstler der Kunstschule KUBE wollen das Schwebefähren-Jubiläum in Farbe festhalten. Zudem sind alle an den "Wasserwelten“ Mitwirkenden in ein großes und spannendes Kinder-Animationsprogramm eingebunden.

Das Konzept ist intensiv auf die Einbindung der Besucher ausgerichtet, Mitmachen überall erwünscht und das Mitgeben (Ideen, Tipps, Rezepte, Broschüren etc.) garantiert. Neben dem Jubiläumsfest liegt der LAG Hadler Region beim Projekt "Wasserwelten“ die Vernetzung von Rad- und Wanderwegen, des Wasserwanderns, der Naturerlebnispfade usw. am Herzen, um hier ein attraktives nachhaltiges touristisches Angebot zu schaffen.


Polizei

Mutige Seniorin
rettet Hunde-Opfer

23. 4. 2009. Am vorigen Freitag gegen 19 Uhr griff ein Rottweiler auf dem Fußweg eine 38-jährige Radlerin an, die an der B 73 in Warstade unterwegs gewesen ist. Nach Kenntnis der Polizei verbiss sich der Hund im Bein der Frau und verletzte sie dabei schwer. Eine mutige Seniorin, die die Szene aus ihrem Auto heraus beobachtet hatte, hielt ihren Wagen umgehend an und eilte der Radlerin zu Hilfe. Dabei griff sie sich den erstbesten Gegenstand, ein Metallteil, und schlug mit diesem auf den aggressiven Hund ein. Ein etwa 60-jähriger Mann aus Hechthausen, der mit seiner Frau vorbeikam, griff sich kurzerhand den Gehstock seiner Gattin und half der 73-Jährigen aus der Gemeinde Scharnhorst (Kreis Celle). Den beiden Rettern gelang es gemeinsam, den Hund in die Flucht zu schlagen. Das Opfer, die 38-jährige Radlerin, wurde anschließend mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Hund, der sich aus seinem Zwinger befreien konnte, auf Veranlassung seines Halters kurz nach dem Vorfall eingeschläfert.


B 73

Frau stirbt im
Straßenbaum

11. 4. 2009. Eine 27-jährige Fahrerin befuhr mit ihrem VW Polo am Ostersonnabend die B 73 von Hemmoor in Richtung Cadenberge, wo sie in der Gemarkung Wingst-Dobrock vermutlich bei zu geringem Sicherheitsabstand den vorausfahrenden Ford Mondeo eines 22-jährigen Fahrers überholte, ihn rammte und über die Gegenfahrbahn und über einen Graben hinweg in eine Baumgruppe katapultiert wurde. In etwa zwei Metern Höhe blieb der PKW in mehreren Bäumen stecken. Die Frau verstarb im Wrack, der Tod wurde durch den Leitenden Notarzt aus Neuhaus festgestellt.

Der Fahrer des Ford Mondeo geriet durch den Heckanprall ebenfalls ins Schleudern, konnte sein Fahrzeug aber im rechten Seitenraum abfangen und zum Stehen bringen. Seine 19-jährige Beifahrerin erlitt einen leichten Schock.

Um an das in den Bäumen hängende Wrack zu gelangen, mußten mehrere Bäume an der unmittelbaren Unfallstelle durch die Feuerwehr Wingst zersägt werden. Ein Rettungshubschrauber, der zeitgleich für einen Notfall in Hechthausen im Anflug war, wurde zur Unfallstelle umgeleitet.


Oberndorf

60-Jähriges
ganz in Gelb


Jubiläumsausstellung auf dem Firmengelände

4. 4. 2009. Sonnengelb blühten die Osterglocken auf dem Festgelände, in Sonnengelb - der Hausfarbe der Oberndorfer Firma Uhtenwoldt - war am Wochenende auch das Festzelt dekoriert: Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Oberndorfer Traditionsfirma  ihr 60-jähriges Bestehen. Hunderte kamen zum Gratulieren, darunter auch Samtgemeinde-Bürgermeisterin Bettina Gallinat, Bürgermeister Detlef Horeis, Innungmeister Wolfgang Fels sowie Kunden, Freunde und Nachbarn. Kein Wunder: Edfried und Nils Uhtenwoldt (Foto) haben sich nicht nur einen Namen als Profis für erneuerbare (und andere) Energien gemacht, sondern auch einen guten Ruf als Mäzene und Sponsoren erworben.

Nils Uhtenwoldt, Nachfolger seines Vaters an der Spitze der Interessengemeinschaft Oberndorfer Vereine, wurde Ende Februar - zusammen mit dem Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis - mit dem Osteland-Kulturpreis "Goldener Hecht" für Verdienste um die Tourismus-Förderung ausgezeichnet. - Der Erlös einer Spendensammlung auf dem Jubiläumsfest ist für den Förderverein der Kiebitz-Grundschule und für den neuen Fahrgastschiffanleger bestimmt.


Hadler Region

LAG ist jetzt
endlich online


Startseite mit falscher Gebietskarte

4. 4. 2009. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) im Leader-Bezirk Hadler Region ist nach längeren Geburtswehen endlich online. Die von der Firma Karl-Heinz Roghöfer aus Otterndorf gestaltete Website enthält neben Protokollen und Samtgemeinde-Porträts auch eine - vorerst nur dünn bestückte - Rubrik Aktuelles; berichtet wird dort mit vielen Fotos und knappem Text über die Einweihung der Schwebefähren-Infomeile in Basbeck, das bislang einzige bislang realisierte regionale Leader-Projekt. Eine "Gebietskarte" auf der Startseite verwirrt leider: Dort werden fälschlicherweise die Gemeinden Osten, Oberndorf und Geversdorf (LAG Kehdingen-Oste) der LAG Kehdinger Region zugeschlagen.


Oberndorf

Jahresheft jetzt
auch im Web


Auch die Ratsmitglieder sind aufgeführt

13. 3. 2009. Seit vielen Jahren nimmt der Oberndorfer SPD-Ratsherr Fred Dobrinkat einmal im Jahr die Mühe auf sich, ein Heft mit den Ereignissen in den vergangenen zwölf Monaten zusammenzustellen. Viele Oberndorfer sammeln diese liebevoll zusammengestellten Jahreshefte. Auf diese Weise entsteht im Laufe der Zeit eine Dorfchronik eigener Art. Der jüngste Jahresrückblick ist hier im Internet als PDF-Datei verfügbar.


Veranstaltungen

NDR-Sommertour
kommt am 30. Juli


Sommertour des NDR (Foto: Archiv)

11. 3. 2009. Hemmoor und Osten sollen, wie berichtet, am Donnerstag, 30. Juli - kurz vor dem Ostener Schützenfest - Ziel der NDR-Sommertour 2009 sein. Was auf die Gemeinden zukommt, geht aus einem NDR-Merkblatt hervor. Darin heißt es über die NDR1-"Sommertour mit Lars und Ludger":

"Wir berichten mit dem meistgehörten Radioprogramm und dem Regional-Fernseh-Programm für Niedersachsen über Ihren Ort und das touristische Angebot. Sie müssen dafür Zeit, Engagement und Teamgeist mitbringen.

Der Fernsehmoderator Ludger Abeln und der NDR1-Hörfunkmodertor Lars Cohrs laden Zuschauer und Hörer dazu ein, eine besonderen Ferientag mit Ihnen zu erleben. Radeln, wandern, skaten, reiten - 9 Rundtouren an 9 Tagen, und eine könnte bei Ihnen sein.

10 Stunden Vorbereitung auf
eine abendliche Motto-Party


Moderator Ludger Abeln (in Osten)

Doch die Tour ist nicht alles: auf den Start- und Zielort wartet auch noch eine besondere Herausforderung. Er soll Teamgeist beweisen und für den Abend eine Mottoparty auf die Beine stellen! Dass es eine Party für die "tapferen Teilnehmer" geben soll ist sicher, das Motto gibt der NDR vor und zwar erst am Vormittag. Für die Detail-Vorbereitung bleiben also 10 Stunden Zeit!

Soviel Tatkraft soll belohnt werden: Hörfunk und Fernsehen berichten mit Übertragungswagen ausführlich über die Tour, den Tag und die Party. Dazu erwarten wir 500 Teilnehmer - das hängt natürlich auch vom Wetter ab.

Was wir bieten: Wir bieten zwei sehr bekannte Moderatoren, die Publikum anziehen. Die beiden fahren, wandern oder reiten mit und moderieren auch abends gemeinsam die Fernsehsendung. Beide Medien berichten ausführlich. Sowohl das touristische Angebot soll positiv dargestellt werden, als auch Ihr Engagement und Teamgeist.

Für die Party bringen wir einen dritten Moderator mit, der die Besucher auf dem Platz begrüßt und unterhält - von 17 bis 21 Uhr. Auch eine Beschallung für den Start am Morgen ist vorgesehen."


Neuhaus

Goldener Hecht für
Walter Rademacher


Rademacher (3. v. l.) bei der Preisverleihung

1. 3. 2009. Neben den Goldenen Hechten für Oberndorf (siehe oben) ging am Wochenende ein weiterer Osteland-Kulturpreis in die Samtgemeinde Am Dobrock. Den  "Oste-Oscar" in der Kategorie Umwelt verlieh die AG Osteland in diesem Jahr dem Wasserbauer Walter Rademacher (Neuhaus) für seine Arbeit im Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung. Wie Torsten Wichmann, Obstbauer in Osten und Vorstandsmitglied der AG Osteland, die Preisvergabe begründete, kann hier nachgelesen werden.


Neu: Osteland-Bier aus Neuhaus

Zu den Gästen aus Neuhaus zählten Bürgermeister Georg Martens, der zugleich die Samtgemeinde vertrat, und Gastronom Olaf Schlichting, der zum Jahr der Oste nicht nur - wie berichtet - einen Oste-Aquavit kreiert, sondern auch ein Osteland-Bier gebraut und die Tombola mit attraktiven Preisen ausgestattet hat.


Gut gelaunt: Ballgäste aus Neuhaus

Ebenfalls unter den Ballgästen aus Neuhaus: das nimmermüde Ehepaar Irma und Willi Gerst, das durch seine Aktivitäten in ADFC, AG Osteland und für die Dorfgemeinschaft weit über Neuhaus hinaus bekannt geworden ist.


Hemmoor

Seezeichen sollen
zwei Kreisel zieren


Beliebter Straßenschmuck: Seetonnen

28. 2. 2009. Nach dem Vorbild anderer Gemeinden - siehe Foto - will auch die Stadt Hemmoor ihr Ortsbild durch ausrangierte und aufpolierte Seezeichen aufwerten: Auf den beide Kreiseln an der Zentrumstraße soll im Jahr der Oste je eine Tonne  maritime Akzente setzen. Die Kosten für die zum Schrottpreis erworbenen Seezeichen werden überwiegend durch Spenden aufgebracht. - Wie der Hemmoorer Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (SPD) am Freitag am Rande einer Veranstaltung des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren weiter mitteilte, wird am Ende der Basbecker Fährstraße - wo, wie berichtet, zur Zeit auch eine Internationale Schwebefähren-Infomeile entsteht - ein fester Stromanschluß für die dort im Jahr der Oste geplanten Veranstaltungen geschaffen; für die Kosten kommen weitgehend die Unternehmergemeinschaft und die EWE auf.


Elbvertiefung

Deichgrafen bald
ohne Klagerecht?


Protest gegen Elbvertiefung (in Neuhaus)

9. 2. 2009. Die Deichverbände an Oste und Elbe sind im Begriff, ihr Klagerecht gegen die Elbvertiefung zu verkaufen. Diese Schlußfolgerung legt eine Stellungnahme nahe, die jetzt die Hemmoorer Ratsfrau und Rechtsanwältin Jutta Popp gegenüber der NEZ (Montag-Ausgabe) abgegeben hat. Die Juristin, neu gewähltes Mitglied im Ostedeichverband, schreibt zum geplanten Elbe/Oste-Deal: "... In dem (NEZ-)Artikel vom 15. Dezember wurde zutreffend festgestellt: 'Die Eibvertiefung ist doch Bestandteil des Deich-Vertrages.' Man kann hier weiter lesen, dass die Vertiefung der Elbe sogar 'wesentliches Merkmal' des Vertrages ist. Alles, was in dem Vertrag vereinbart wird, gilt nur, wenn die Elbe vertieft wird. Der ursprüngliche Vertrag sah einen Klageverzicht der Deichverbände vor...


Auch der Deichverband kennt die Risiken

Den abgeänderten Vertrag halte ich für wesentlich bedenklicher: Mit der Unterschrift verzichten die Deichverbände auf die Berücksichtigung ihrer Einwendungen und Stellungnahmen im laufenden Planfeststellungsverfahren. Alle Einwände der Deichverbände brauchen im Planfeststellungsverfahren nicht mehr geprüft zu werden. Zweck des Vertrages ist es, das Planfeststellungsverfahren möglichst schnell zu beenden. In einem Planfeststellungsverfahren kann zwar 'jedermann' Einwendungen erheben. Geprüft werden aber nur 'relevante Einwendungen', das heißt solche, die später als mögliche Klage Erfolg haben können.

Die Landesregierung und auch Umweltminister Sander haben immer wieder betont, dass es kein Einvernehmen des Landes zur Eibvertiefung ohne Deich- und Ufer-Sicherheit gibt. Die Deichsicherheit steht über allem und ist damit der wichtigste Einwand im laufenden Planfeststellungsverfahren.

Zweck des Vertrages ist es, diesen Einwand auf elegante Art zu entkräften: Mit der Unterschrift verzichten die Deichverbände auf die Berücksichtigung ihrer Einwände, und damit verzichten sie auch auf ein Klagerecht. Der Vertrag räumt die Hindernisse zur Eibvertiefung aus dem Weg."


Oberndorf

Kaffeeklatsch
mit McAllister

6. 2. 2009. Einen Herzenswunsch hat der CDU-Landeschef David McAllister der Oberndorferin Edith Kreimeyer (Foto) erfüllt. Nachdem die sympathische Bäckersfrau im NEZ-Fragebogen geäußert hatte, sie würde gern mal McAllister kennenlernen, sagte der sich umgehend bei ihr zum Kaffeetrinken an. Wiebke Kramp von der NEZ war dabei - und verrät an diesem Freitag, worüber bei Apfeltorte und Kokosmakronen geplaudert wurde: Die "bunte Themenpalette" reichte "von aktueller Bundes- und Landespolitik über Elbvertiefung bis zum Jahr der Oste".


Hemmoor

Elf neue Ersthelfer
an der Osteschule


Alle haben die Prüfung bestanden

29. 1. 2009. Zum fünften Mal schloss an der Osteschule Hemmoor ein großer Erste-Hilfe-Lehrgang für Schulsanitäter ab. Alle elf Jugendlichen bestanden die Abschlussprüfung, die wie in den Vorjahren von Ausbilder Wolfgang Stührenberg (2. v. r.) vom DRK abgenommen wurde. Damit wurden, wie die Betreuungslehrerin Mona Paschedag (r.) anmerkt, bereits über 100 Schülerinnen und Schüler für diesen Dienst ausgebildet, der sich in vielen Einsätzen, darunter auch lebensrettenden, bewährt hat und nebenbei eine deutliche Entlastung von Lehrkräften und den Ärzten in der Umgebung der Schule bedeutet.

Die Ausbildung gibt den Jugendlichen nicht nur etwas für das ganze Leben mit, es stärkt auch ihre gesamte Persönlichkeit, betont Mona Paschedag, die von Torsten Rehm (2. v. l.), Hausmeister und aktiver Rettungssanitäter, unterstützt wird. Schulleiter Jürgen Witt (.) ist dem DRK und Ausbilder Stührenberg für die großzügige Unterstützung nicht nur im Ausbildungsbereich, sondern auch mit Diensten und Sachmitteln dankbar. Dies zeigt sich auch bei dem jährlichen Ausflug, den der Schulsanitätsdienst der Hemmoorer Osteschule zu Hilfseinrichtungen wie DRK, Feuerwehr und ähnlichen Organisationen unternimmt, wobei das DRK Transportunterstützung gibt.



Neujahr

Hochstimmung
und Prügeleien


Silvesterfeier in Oberndorf

1. 1. 2008. Wirt Hans Bünning ("Löpel-Hans")  im roten Frack, Heimatvereinsvorsitzender Henning Kuhne im Kilt - wie hier im Oberndorfer Gasthaus "Störtebecker" wurde überall im Osteland ins Neue Jahr hineingefeiert.

Amputationen
und Augenschäden

Die Einsatzleitstelle des Landkreises Cuxhaven registrierte zwischen Mitternacht und 6.30 Uhr über 30 Einsätze. Ursache waren zum Teil schwere Verletzungen durch Feuerwerk. Die Folgen reichten laut NEZ (Freitagausgabe) bis hin zu Gliedmaßenamputationen und Augenschäden: "Mangels eines augenärztlichen Notdienstes mussten Rettungsfahrzeuge mit Verletzten aus Otterndorf und Hemmoor zum Teil bis nach Bremen fahren."

Raketen gegen
Rettungskräfte


Brennender Balkon in Stade (Polizeifoto)

Aus der Region Stade werden neben einem Großbrand rund 50 Polizei- und 40 Notarzteinsätze gemeldet. Raketen setzten einen Balkon in Brand, randalierende Jugendliche bewarfen Retter mit Feuerwerkskörpern (ausführlicher Polizeibericht hier).

Polizei Hemmoor
im Dauereinsatz

Im Raum Hemmoor war die Polizei in der Silvesternacht im Dauereinsatz. Gemeldet wurden mehrere Körperverletzungsdelikte unter Alkoholeinwirkung in Gaststätten in der Wingst und Hechthausen. Bei den Schlägereien wurden eine weibliche und eine männliche Person verletzt. - Ein bisher unbekannter Täter wurde in Hemmoor von einer Zeugin dabei beobachtet, wie er mehrere Feuerwerkskörper in Gebäudenähe in ein offenes Feuer warf. Da das Feuer sofort gelöscht werden konnte, entstand kein größerer Schaden. Am Brandort wurden an einem Schuppen Rußspuren bis in einer Höhe von drei Meter festgestellt. Der Schuppen ist baulich mit dem Wohnhaus verbunden.

Ein 26-Jähriger aus der Wingst befuhr mit dem PKW seiner Freundin eine Gemeindestraße in Wingst-Voigting in Richtung Cadenberge. Vermutlich aufgrund Alkoholeinwirkung - später ergab ein Test 1,9 Promille - geriet der Fahrzeugführer mit dem PKW ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und landete auf dem Dach im Straßengraben. Der Fahrzeugführer entfernte sich anschließend von der Unfallstelle, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Eine sofort gestartete Fahndung war erfolgreich. Der Führerschein wurde sichergestellt.


Kriminalität

Polizei Hemmoor
faßt Serientäter

31. 12. 2008. Noch während der Tatortaufnahme zu einem Einbruchdiebstahl in der Nacht zum ersten Weihnachtstag in einen Landmaschinenhandel in Lintig wurde durch die Spurensicherung aus Cuxhaven ein 19-jähriger Armstorfer am Tatort festgenommen. Ein zweiter Täter, 20-jährig und jetzt in Bremerhaven wohnend, konnte während der Fahndung im Bereich Drangstedt mit einem entwendeten Fahrrad angetroffen und ebenso vorläufig festgenommen werden. Da beide Männer für eine Reihe von Einbrüchen im Bereich Hemmoor und Lamstedt in Frage kamen, nahmen die Hemmoorer Polizeibeamten in Zusammenarbeit mit ihren Langener Kollegen noch am ersten Weihnachtstag die gemeinsamen Ermittlungen auf. In ihren Vernehmungen gaben die beiden Beschuldigten bisher 25 Straftaten zu. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Einbrüche in Schmieden und Betriebe aus dem landwirtschaftlichen Bereich.

Erste Einbrüche datieren aus dem Frühjahr 2008. Bargeld und Laptops waren dabei das bevorzugte Stehlgut. Die genaue Schadenshöhe steht zwar noch nicht fest, sie dürfte sich allerdings in mehrstelliger Höhe bewegen. Die Ermittlungen dauern derzeit an. Die Staatsanwaltschaft Stade erließ mangels Haftgründen bisher keinen Haftbefehl gegen die Männer. Sachdienliche Hinweise in dieser Angelegenheit nimmt die Polizei Hemmoor unter Tel. 04771 / 6070 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


Cadenberge

Massenschlägerei in
der Heiligen Nacht

27. 12. 2008. Zu einer Massenschlägerei kam es in der Heiligen Nacht, am 25. Dezember morgens um 2.10 Uhr, in der Schulstraße in Cadenberge. Die Polizei berichtet von tätlichen Auseinandersetzungen zwischen "13 teilweise alkoholisierten Personen" in der Wohnung eines "amtsbekannten" Einwohners und später auf dem Bürgersteig. Dabei flogen nicht nur die Fäuste, sondern auch Bretter, Tischbeine und Flaschen wurden eingesetzt. Neun Personen wurden verletzt.  Von den eingesetzten Polizeikräften konnte die Art der Beteiligung vor Ort aufgrund widersprüchlicher Aussagen nicht geklärt werden, weitere Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung müssen folgen.

Ebenfalls am 1. Weihnachtstag entdeckte die Polizei bei einem 50-Jährigen aus Cadenberge eine sogenannte Schreckschusspistole, ohne dass die vorgeschriebe Genehmigung mitgeführt wurde. Auf der Langenstraße in Cadenberge wurde ein 22-jähriger Einwohner aus Hollern-Twielenfleth angehalten, der unter Drogeneinfluss am Steuer sass.

Spritztour im
Elternauto

Am 27. Dezember gegen 3.40 Uhr unternahmen vier Jugendliche aus Hemmoor im Alter von 14 bis 16 Jahren mit dem elterlichen Ford eine Spritztour von Hemmoor nach Stade und zurück. Dabei wechselten sie sich am Steuer ab. In Hemmoor wurde das Quartett von der Polizei angehalten und die Fahrt beendet. Den Autoschlüssel hatte einer der Beteiligten in einem unbeobachteten Moment aus einer Nachttischschublade des Elternschlafzimmers an sich genommen.


Neuhaus

Holzschnitzen
ist sein Hobby


Weihnachtsbogen von Willi Gerst

21. 12. 2008. Das Ehepaar Irma und Willi Gerst (kleines Foto) ist weit über Neuhaus hinaus bekannt und beliebt. Als Mitglieder im ADFC und der AG Osteland sind sie, obwohl beide über 70 Jahre alt, bei Radtouren, unter anderem auf der Deutschen Fährstraße, gern dabei. Im Winter haben aber ein andere Hobbys Vorrang. Dann gilt Willis Leidenschaft der Holzschnitzerei - das Erzgebirge läßt grüßen.

Jetzt um die Weihnachtszeit war der Neuhauser stark beschäftigt. "Es ist ein Traum," schwärmte Willis ADFC-Freund Peter Prüß aus Osten nach einem Werkstattbesuch: "Ein Zimmer ist voller Weihnachtsbögen. Jeder Raum ist hell erleuchtet. Die Leute bleiben vor dem Gebäude stehen und staunen nur. Der größte Knüller ist die Dresdner Frauenkirche. Als ich diese sah, habe ich mir sie sofort bestellt. Meine Gäste sind ganz begeistert, wenn sie die Kirche ansehen. Willi stellt diese Werke nicht nur zur Weihnachtszeit her; er macht auch Leuchttürme, Hamburger Motive und und... Die Ausstellung befindet sich in einem ehemaligen Tante-Emma-Laden. Etliche Exponate von damals sind noch vorhanden. Rechts vom Eingang war früher eine kleine Kneipe."

"Willi war früher einmal Marathonläufer. Er ist ganz stolz, daß er schon den New-York-Marathon absolviert hat," verrät Peter Prüß. Auch Ehefrau Irma Gerst hat kunsthandwerkliches Talent: Sie fertigt seit etlichen Jahren Postkarten für Geburtstage, Weihnachten, Hochzeiten usw. sowie Stickereien auf Pullover,T-Shirts und vielen anderen Sachen.

An der Gestaltung des Dorfleben sind beide aktiv beteiligt. Irma Gerst arbeitet ehrenamtlich für das DRK. Willi hat gemeinsam mit Neuhäuser Mitbürgern den schönen Radler-Pavillon am Yachthafen in Neuhaus gebaut.



 

Schulen

Geld für Basbeck
und Althemmoor

20. 12. 2008. Im neuen Jahr fließen 1,4 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land für die Sanierung von Schulen in den Samtgemeinden Sietland und Hemmoor. Für die Sanierung der Grundschulen in Basbeck, Althemmoor und Wanna stehen insgesamt 1,4 Millionen Euro bereit. Bewilligt sind, wie der Abgeordnete David McAllister in Erfahrung gebracht hat,  880.308 Euro für die Grundschule Wanna, 275.760 Euro für die Grundschule Basbeck und 246.523 Euro für die Grundschule Althemmoor. Mit dem Geld ist es möglich, die Energieeffizienz der Schulgebäude durch Umbauten wie zum Beispiel Dachsanierungen deutlich zu steigern.

"Dies ist sowohl für die Kommunen als auch für die regionale Bauwirtschaft ein bedeutender Anreiz", erklärte David McAllister. Das Land übernehme bei diesem Investitionsprogramm einen Anteil von 19 Millionen Euro. "Mit dem Investitionspakt leistet Niedersachsen einen Beitrag, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und Energie einzusparen. Diese Investitionen helfen vor allem auch der Bauwirtschaft und damit dem regionalen Mittelstand. Jeder Euro seitens des Landes löst erfahrungsgemäß Folgeinvestitionen in achtfacher Höhe aus."


Wettbewerb

Anerkennung
für Oberndorf


Landrat Bielefeld gratuliert Detlef Horeis (r.)

13. 12. 2008. Die Ostedörfer Osten (2.) und Oberndorf (3.) haben zwei der drei ersten Plätze beim Cux-Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" belegt. Platz 1 ging in den Südkreis nach Lunestedt. Die Besten hätten "eng beieinander" gelegen, sagte ein Jury-Mitglied bei der Preisverleihung am Freitag.


Oberndorfer Wettbewerbs-Team (im November)

Über die Eindrücke in Oberndorf heißt es auf der Website des Kreises: "Oberndorf konnte bei strahlendem Sonnenschein besichtigt werden und stellte sich als Kleinod an der Oste dar. Kultur wird in Oberndorf groß geschrieben; selbst die Kleinsten haben durch das 'Kunstwerk Grün' die Möglichkeit, den Zugang zur Kunst zu finden.


Preisverleihung am Freitag im Kreishaus

Einer der wenigen Molkereibetriebe vermittelte das Thema Milch in allen Erscheinungsformen und die Grundschule, in der die Kinder u.a. Japanisch lernen können, rundete das Bild eines umtriebigen Dorfes ab."

Warum der erste Platz nach Lunestedt ging, steht hier.


Oberndorf

"Hol över" ist 2008
das Geschenk Nr. 1


Der Weihnachtsmann vor der Mocambo

1. 12. 2008. Tausende von Besuchern drängten sich schon am Sonnabend auf dem Oberndorfer Weihnachtsmarkt, dem wohl stimmungsvollsten vorweihnachtlichen Fest an der Unteren Oste.


Stark nachgefragt: Lachs von Lemke

Am Sonntag wurde das Programm fortgesetzt. Einer der Höhepunkte war der Besuch des Fahrgastschiffs "Germania" aus Brunsbüttel (mehr über das Programm weiter unten).


Erstmals dabei: die AG Osteland

Erstmals vertreten ist auf dem Weihnachtsmarkt die AG Osteland. An ihrem Stand - und auch an anderen Ständen - interessierten sich die Besucher ganz besonders für das gerade erschienene Buch "Hol över", das Oste-Kulturpreisträgerin Grit Klempow über die Geschichte der Ostefähren verfaßt hat. Ebenfalls gern gekauft: der Farbkalender von Nikolaus Ruhl zum Ostejahr.


Seglerinnen servieren in der "Hafenbar"

Bis spät in den späten Abend wurde auf dem "Ostekieker" gefeiert, der an den beiden Markttagen noch einmal geöffnet hatte und der bis auf den letzten Platz besetzt war.


Gibt es an der Oste auch Rentiere?

Das komplette Festprogramm steht hier im Internet.

Viele Fotos vom Weihnachtsmarkt auf dieser SONDERSEITE.


Natur

Fliegender Diamant
an der Unteren Oste


Seltener Gast: Eisvogel (Archivbild)

1. 12. 2008. Zu unserem Bericht über die letzten Eisvogel-Vorkommen an der Oberen Oste schreibt unser Leser Marc Peter aus Oberndorf: "Moin moin! ... Ich habe in diesem Spätsommer einen (?) Eisvogel in Bentwisch und am Niederstricher Deich gesehen. Wollen wir hoffen, dass der 'fliegende Diamant' auch im nächsten Jahr wieder auftaucht."


Verkehr

Endlich Geld
für Bahnhöfe


Metronom im Bahnhof Wingst (Höftgrube)

29. 11. 2008. Drei marode Bahnhöfe im Osteland sollen endlich teilsaniert werden. In Hechthausen (590.000 Euro) und Wingst (540.000 Euro) und Himmelpforten (1,28 Mio. Euro) werde die Bahnsteige erneuert, für Himmelpforten sind außerdem zwei Wetterschutzhäuschen vorgesehen. Bund, Land und Bahn wollten im Rahmen eines neuen Bahnhofsprogramms bis 2013 insgesamt rund 100 Millionen Euro in 40 Bahnhöfe investieren, teilt dazu der CDU-Abgeordnete David McAllister mit, der wiederholt auf den unzureichenden baulichen Zustand der Bahnhöfe und auf deren Bedeutung für den täglichen Berufsverkehr hingewiesen hatte. - Keine neuen Informationen gibt es zur Zeit über die vieldiskutierte Einbeziehung der Bahnhöfe in Hechthausen, Hemmoor und Wingst in das HVV-Tarifsystem.


Veranstaltungen

Mode aus Oberndorf
begeistert Hemmoor

Foto. J. Schmidt
Modenschau im Hemmoor-Center

23. 11. 2008. Die Oberndorfer Modeschöpferin Nina Schwarz (Website) begeisterte am Wochenende das Hemmoorer Publikum. Im Hemmoor-Center wurden pfiffige und extravagante Kreationen der Schnitt- und Fertigungsdirektrice gezeigt. Rund 200 modeinteressierte Besucher verfolgten die Präsentation, die unter dem Motto "Natürlich sinnlich", stand und in der neben schicken Abendkleidern auch Hochzeitskleider in allen Variationen auf den Laufsteg gebracht wurden. Alle Modelle waren von Nina Schwarz für diese erste Modenschau im Hemmoor-Center angefertigt worden, wo die Oberndorferin im Juni in den Räumen der ehemaligen Buchhandlung von Peter Mügge ein Modegeschäft eröffnet hat.


Verkehr

Schnee im Cuxland
führt zu 15 Unfällen


Nistplatz in Hemmoor (Foto: Barbara Gehring)

22. 11. 2008. Aufgrund des Schneefalls ereigneten sich im Kreis Cuxhaven allein bis Freitagmittag 15 witterungsbedingte Unfälle. Drei Verkehrsteilnehmer wurden bei den Unfällen leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Blechschäden. Die Polizei wies in diesem Zusammenhang auf die Pflicht hin, Winterreifen aufzuziehen. Auf wenig Verständnis stieß bei der Polizei auch der Umstand, dass viele Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt mit dem Rad zur Schule geschickt haben: "Auch Kinder im Grundschulalter waren wackelig auf ihren Rädern unterwegs. Zu der Zeit waren noch nicht alle Radwege geräumt."


Cadenberge

Konsequenzen aus
Schranken-Unglück


Fragt nach: Abgeordnete Dr. Wetzel

17. 11. 2008. Das Unglück am Cadenberger Bahnübergang ist noch in Erinnerung. Die Nachricht, dass sich die Bahn trotz anderer Ankündigung wegen der Automatisierung des Bahnübergangs bisher nicht direkt an die Kommune gewandt hat, hatte die Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel (SPD), wie berichtet, zum Anlass genommen, nochmals in der Sache aktiv zu werden.

"Die Bahn hat mir nun geantwortet und  bestätigt, dass an einer technischen Unterstützung für den Bahnübergang in Cadenberge gearbeitet wird, der in Zukunft menschliches Versagen verhindern soll. Die hierfür entwickelte Schaltung liegt dem Eisenbahn-Bundesamt zur Überprüfung vor. Nach der Genehmigung soll mit der ortsbezogenen Planung begonnen werden. Dann wird auch die Kommune zwecks Abstimmung des gemeinsamen Vorgehens kontaktiert", erklärt die Wahlkreisabgeordnete: "Alle projektbezogenen  und organisatorischen Rahmenbedingungen befinden sich nach Auskunft der Bahn aber in der Vorbereitung. Ich hoffe, dass die Überprüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt schnellstmöglich erfolgt und dann die angekündigten Schritte zügig umgesetzt werden, damit die Sicherheit am Bahnübergang in Cadenberge bald verbessert wird."


Oberndorf

Workshop zum
Thema Dorftreff


Oberndorfer Bürgermeister Horeis

25. 10. 2008. Der kleine Oste-Ort Oberndorf vibriert vor Ideen und Energie. Kaum ist der neue Schiffsanleger eingeweiht und der Beitrag der Gemeinde zum Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" eingereicht, wendet sich der Ort einem neuen Projekt zu: einem Mehrgenerationentreff. Soll dafür ein Neubau entstehen? Oder soll eines der ungenutzten historischen Gebäude im Ortskern umgestaltet werden? Um über solche und ähnliche Fragen zu diskutieren, lädt Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) alle Oberndorfer Bürger, insbesondere natürlich die Vereinsvertreter, zu einem Workshop am Montag, 27. Oktober, 19 Uhr, in der Gaststätte Henning in Oberndorf-Niederstrich ein.

Wettbewerbsbeitrag
jetzt online verfügbar

Die Selbstdarstellung der Gemeinde Oberndorf für den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" kann hier nachgelesen werden: 1. Erläuterungsbericht, 2. Anlage (Word-Dateien).


Oberndorf

Ein Füllhorn
voller Ideen


Oberndorfer Abordnung in Cuxhaven

17. 8. 2008. Fristgerecht zum Abgabeschluß haben der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis (3. v. r.) und einige Vertreterinennen und Vertreter der Dorfgemeinschaft jetzt die Unterlagen für den Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beim Landkreis Cuxhaven abgegeben. In den Wettbewerbspapieren hat die Gemeinde ein wahres Füllhorn an Ideen zusammengetragen (ein ausführlicher Bericht folgt). Am 5. November, 19 Uhr, treffen sich alle Oberndorfer Zukunftsarbeitskreise in der Heimatstube, um die Details des Besuchs des Bewertungskommission am 17. 11. zu besprechen.



 

AG Osteland

Oste-Ausstellung
für 2010 geplant


Oste-Konferenz auf der Oste

10. 10. 2008. Die Gemeinden entlang des längsten niedersächsischen Elbnebenflusses wollen auch über das "Jahr der Oste" 2009 hinaus eng kooperieren. Bei einer schwimmenden "Oste-Konferenz" an Bord des Oberndorfer Restaurantschiffs "Mocambo" befürworteten die Hauptverwaltungsbeamten und Tourismusverantwortlichen aller Anrainer-Kommunen zwischen Selsingen und Nordkehdingen am Wochenende das Vorhaben der gemeinnützigen AG Osteland e. V., im Sommer 2010 in Bremervörde eine "Osteland-Schau" mit den Schwerpunkten Tourismus und Kultur zu veranstalten. An Bord der "Mocambo" konnte AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger neben den Bürgermeistern der Oste-Samtgemeinden aus dem Kreisen Rotenburg, Stade und Cuxhaven sogar auch Vertreter aus Schleswig-Holstein begrüßen, deren Gemeinden durch die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel mit der Oste-Region verbunden sind. Die Stadt Brunsbüttel erklärte ihre Bereitschaft, ebenfalls an der Osteland-Schau mitzuwirken.

Das Vor-Ort-Management der Ausstellung, die von der Buxtehuder Festivitas Veranstaltungsservice GmbH ausgerichtet werden soll, wird die Stadt Bremervörde übernehmen, wie deren Bürgermeister Eduard Gummich sagte. Positiv äußerte sich auch Regierungsdirektor Siegfried Diercken vom Amt für Landentwicklung, der anregte, in die Vorbereitung der Osteland-Schau auch das Regionalmanagement der Leader-Regionen entlang der Oste einzubinden.


Bürgermeister vor der "Mocambo"

Zuvor hatte Osteland-Vorstandsmitglied Johannes Schmidt, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hemmoor, das Konzept der Ausstellung präsentiert, mit der sich das "gelebte Netzwerk von der Quelle bis zur Mündung der Oste in seiner bunten Vielfalt" vorstellen soll. Die Messe werde den Menschen eine "anschauliche und erlebbare Möglichkeit zur Identifizierung mit ihrer Kulturregion" bieten und zugleich als "Informations-, Kommunikations- und Aktionsforum" dienen.

Als mögliche Schwerpunkte nannte Schmidt die Themenfelder Kultur, Archäologie, Fischerei, Deichbau, Literatur, Krimiland, Fähren, Museen, Gastronomie, Fotokunst, Radtourismus, Küche sowie die Partnerschaft mit der schleswig-holsteinischen Kanalregion rund um die Rendsburger Schwebefähre. Bei der Gestaltung der Ostelandschau sollen auch die Erfahrungen berücksichtigt werden, die in dem bevorstehenden "Jahr der Oste" 2009 gesammelt werden, das die AG Osteland aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens der Schwebefähre Osten - Hemmoor ausgerufen hat.

Erfreut zeigten sich die Kommunalpolitiker über den Erfolg der 2004 von der AG Osteland konzipierten Deutschen Fährstraße, die, wie berichtet, jüngst bei einer Publikumsumfrage für das mdr-Fernsehen den 2. Platz unter den rund 150 deutschen Ferienstraßen belegte.


SPD

Vier Kandidaten
stellten sich vor


Klüser (l.) mit den Bewerbern

10. 10. 2008. Die vier Bewerber für die Kandidatur zur Bundestagswahl stellten sich in der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Hemmoor in der Kantine 'Old Fiede' vor. Der Ortsvereinsvorsitzende Lothar Klüser konnte Gunnar Böltes aus Langen, Stefan Dilbat aus Bad Bederkesa, Claus Johannßen aus Otterndorf und Thurid Küber aus Cuxhaven begrüßen. Mehr unter www.spd-hemmoor.de.


Hochwasserschutz

Kleiboden aus Hemm
für höhere Ostedeiche


Oberdeichgrefe Hans-Wilhelm Saul

1. 10. 2008. Der erste Bauabschnitt der Reparaturarbeiten an den 22./23. Januar abgesackten Ostedeiche am Vörder See ist abgeschlossen. Am Montag hat ein Unternehmen aus Balje bereits mit der Kalkung und der Ansaat begonnen. Für die Deichsanierung mußte der Ostedeichverband (Website) 1200 Kubikmeter Kleiboden aus Hemm nach Bremervörde transportiert werden.

Weil der auf Moorboden stehende Deich zum Absacken neigt, ist am Vörder See die Sollhöhe von vier Metern vorsichthalber um 30 Zentimeter überschritten worden. In dieser Woche beginnen, wie Oberdreichgrefe Hans-Wilhelm Saul mitteilt, die Kleitransporte für einen zweiten Bauabschnitt zwischen Bremervörde und Nieder Ochtenhausen.


Oberndorf

Oktoberfest mit der
Cheerleader-Gruppe


Oberndorfer Cheerleader-Gruppe

1. 10. 2008. Beim Oberndorfer Oktoberfest am Freitag, 3. Oktober, ab 10.30 Uhr im Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus tritt erneut die Oberndorfer Cheerleader-Gruppe auf, die beim Anlegerfest viel Beifall gefunden hat. Hervorgegangen ist die Gruppe 2006 aus einer zwei Jahre zuvor entstandenen Theatergruppe. Die Gruppe, geleitet von Silke Engelking und Angelika Sanft, besteht aus 20 Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren und trainiert pro Woche 60 Minuten lang beim TSV Oberndorf.


Auftritt beim Anlegerfest

Bei den bisherigen Auftritten - etwa bei Schützenfesten und Sportfesten - konnte die tolle Truppe immer wieder ihr Können unter Beweis stellen.


Oberndorf

"Stolz und glücklich"
über neuen Anleger


Die Mocambo erstmals am neuen Anleger

26. 9. 2008. Die Kehdinger Ziehharmonikagruppe spielte "Eine Seefahrt, die ist lustig", und auf dem liebevoll geschmückten Ostedeich applaudierten die Zuschauer, als die "Mocambo", über die Toppen geflaggt, am Sonntagmittag mit vielen Ehrengästen aus Politik und Vereinsleben erstmals am neuen, silbrig schimmernden Oberndorfer Schiffsanleger festmachte. Am Nachmittag folgte ein buntes Deichfest mit vielen Attraktionen.

Während die "Mocambo" zur Anleger-Einweihung eine "Ehrenrunde" drehte, unterstrich Schiffsführer Caspar Bingemer - zur Feier des Tages erstmals in Kapitänsuniform - über Bordlautsprecher die Bedeutung der neuen Oberndorfer Errungenschaft für den Ostetourismus, dessen Potential "riesengroß" sei. Der AG Osteland dankte Bingemer für deren Öffentlichkeitsarbeit für den Fluß, "ohne die wir nur halb so viele Fahrten hätten".


Empfang durch Kehdinger Ziehharmonikagruppe

Zuvor hatte sich Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) bei einem Empfang im Festzelt auf dem Kirchplatz "froh und glücklich" über den Anleger gezeigt, dessen Verwirklichung "in superschneller Zeit" und dessen "überregionale Bedeutung" auch Bettina Gallinat, die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Am Dobrock, hervorhob. Horeis kündigte an, Oberndorf habe noch viel vor und erwähnte insbesondere den vom Heimatverein konzipierten historischen Deichwanderweg, für dessen Info-Tafeln erste Entwürfe vorliegen.

Hobbypaddler und Vize-Landrat Hans-Volker Feldmann (CDU), der die Oste "eine der Perlen des Landkreises" nannte, dankte wie zuvor auch Horeis dem Oberndorfer Deichanrainer Wilfried Oldhafer (Foto), der für das Projekt einen Teil seines Grundstücks zur Verfügung gestellt hatte, und ebenfalls der AG Osteland für die "Hervorhebung der Oste". Oberndorf beweise, so Feldmann, was alles mit "Bürgersinn und Bürgerengagement" bewegt werden könne.

Alle Redner würdigten den wichtigen finanziellen Beitrag - 40.000 von insgesamt 300.000 Euro - des Tourismusvereins unter Niels Uhtenwoldt, der im Namen der Interessengemeinschaft Oberndorfer Vereine zusagte, eine Ruhebank für den Anleger zu stiften.


Bölsche (AG Osteland) gratuliert Horeis

Für die AG Osteland gratulierte Jochen Bölsche der kleinen Gemeinde, die sich "momentan wie kein anderes Dorf an der Unteren Oste mit Ideen und Tatkraft für die Förderung des Ostetourismus einsetzt".


Festlich geflaggt: Schiffe vor Oberndorf

Oberdeichgrefe und Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (Hemmoor) zeigte sich, ebenso wie Bürgermeister Horeis, erfreut über die gute Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Promenade im Vordeich. Zum Abschluß des Empfangs, für den der Oberndorfer Gastronom Achim Neumann ein viel gelobtes Büffet angerichtet hatte, beteuerte der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert (CDU), er sei "überhaupt nicht neidisch" auf den Oberndorfer Anleger, sondern freue sich mit dem Nachbarort.


Besucherandrang beim Anlegerfest 2008

Der seit Jahren diskutierte Ostener Anleger werde, sagte Hubert, rechtzeitig im Jahr der Oste 2009 zur Verfügung stehen: "Dann wird bei uns eine unendliche Geschichte ein gutes Ende finden."


Tourismus

"Durch Oberndorf geht
ein sichtbarer Ruck"


Werbung für das Deichfest am Sonntag

26. 9. 2008. Davon träumt manche Nachbargemeinde: Der neue Oberndorfer Anleger ist fertig. Eröffnet werden soll er - ebenso wie die neue Uferpromenade - an diesem Sonntag, 28. September. Schon vor dem Fest seien Anleger und Promenade von vielen Bürgern als "Treffpunkt" angenommen worden, schreibt die "NEZ", der auch das Engagement der Oberndorfer und ihres Bürgermeisters Detlef Horeis für den Ort aufgefallen ist: "Durch Oberndorf geht ein sichtbarer Ruck."


Der neue Anleger für Sportboote und Mocambo

Wie Horeis mittelt, beginnt am Sonntag um 13 Uhr das Sommerfest der Oste-Touristik Oberndorf e. V. mit einem Kanurennen und halbstündigen Schnuppertouren auf der Mocambo. Abends treten Patricia Salas und Tim Swan auf.  Foto: Curt Schuster.


Cuxland

"Schule ist heute
teurer denn je"


Johannssen mit Felix Köhn und Wiebke Tiedemann

27. 9. 2008. Der Vorsitzende des Kreisschülerrates, Felix Köhn (Otterndorf), und seine Stellvertreterin Wiebke Tiedemann (Hemmoor) haben als Gäste an der jüngsten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion teilgenommen, in der es um die Situation an den Schulen im Landkreis Cuxhaven und den Ausbau der Kindertagesstätten mit Krippen- und Hortplätzen ging. Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Claus Johannßen berichteten die Schülervertreter über ihre Arbeit und ihre Wünsche.

"Schule ist heute teurer denn je. Viele Eltern haben große Probleme, die Kosten für Schule zu bezahlen", sagte Felix Köhn. Bücher, Taschenrechner und Klassenausflüge belasteten sehr. Köhn und Tiedemann appellierten an die SPD-Kreistagsfraktion, bei der Forderung nach einer Winterregelung im Schülertransport nicht nachzulassen. "Wir brauchen dringend eine Verbesserung", so Wiebke Tiedemann. Johannßen sicherte zu, dass die SPD-Kreistagsfraktion weiter für dieses Thema kämpfen werde.

Mehr unter www.spd-hemmoor.de.

Friedl las in
Hamburg

29. 9. 2008. Am Wochenende las der ehemalige Geversdorfer Ratsherr Dr. Reinhold Friedl im Hamburger Kurt-Schumacher-Haus vor gut sechzig Teilnehmern des SPD-Forums Internationales aus seinem Politroman "Genfer Schlendertage - Diplomatisches Spiel mit dem Feuer und der Friedenstaube". Bericht unter www.spd-hemmoor.de.


Cuxland-Schau

Das Geheimnis der
drei jungen Tenöre


Die drei Tenöre: Die Spiralfedern bringen's

14. 9. 2008. Als vollen Erfolg wertet die Unternehmergemeinschaft Hemmoor die Cuxland-Ausstellung, die am Sonntag endete. Vorsitzender Wolfgang Fels schätzte am Abend die Zahl der Besucher auf 4000 am Sonnabend und auf 8000 am Sonntag.


Hier gibt es Wein und Ziegenkäse aus Couhé

Am meisten umlagert war das Delikatessenangebot der französischen Partnerkommune Couhé am Stand der Stadt Hemmoor. Umjubelte Publikumslieblinge auf der NEZ Showbühne waren die "Drei jungen jungen Tenöre", deren Präsentation allen Gesetze der Schwerkraft zu widersprechen schien. Um ihr Geheimnis zu lüften, genügte ein Blick hinter die Verkleidung des Podests.


Bürgermeister Saul an der Lostrommel

Viel Interesse fand auch ein "Hemmoor-Quiz". Die Namen der Gewinner wurden unter der Aufsicht von Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul von zwei Ratshaus-Azubis aus einer Waschmaschinen-Trommel gezogen.


Die Verwaltungsspitze informiert sich

Das Lösungswort "Schwebefähre" hatte herausfinden können, wer zum Beispiel wußte, welche Musikgruppe ihre Wurzeln in Hemmoor hatte (Tomte? Revolverheld? Cats TV?), wer der berühmte Hemmoorer Peter Rühmkorf war (Bildhauer? Schriftsteller? Maler?) und an welcher Ferienstraße die Stadt liegt (Märchenstraße? Fährstraße? Mühlenstraße?).


Guter Rat: Dr. Hermine Schuster, Stern-Apotheke

Schwerpunkt der Cuxlandausstellung war das Thema Gesundheit. Die Bandbreite reichte von vielen Werbeständen der Pharma-Industrie, die Apotheker-Funktionär Heinz-Günter Wolf nach Hemmoor geholt hatte, über Wellness- und Sanitär-Anbieter bis zu so segensreiche Institutionen wie dem DRK .


Bei SPD-Vize Jan Tiedemann gibt's Äpfel satt

Bei den Sozialdemokraten gab es neben Informationen diesmal - gesund, gesund - Äpfel vom Basbecker Obsthof Stechmann gab.


Fernsehen

Bürgermeister
gut im Bilde


Quizteilnehmer Detlef Horeis mit Claudia Roth

5. 9. 2008. "Wie deutsch bist Du wirklich?" - so hieß am Donnerstag ein ARD-Quiz rund um den Einbürgerungstest. Das beste Ergebnis erzielte die Gruppe der 45 Bürgermeister, in der das Osteland und Kehdingen - wie berichtet - mit Bettina Gallinat, Detlef Horeis, Dirk Brauer und Hans-Wilhelm Bösch gut vertreten waren, mit 20,4 Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgten Lehrer (19,2), Schüler (16,5) und Paßanwärter (15,4).


Comedian Cantz, Bürgermeister mit Amtskette

Wiederholt in Großaufnahme zu sehen war der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer - allerdings nur, weil er direkt neben einem Kollegen saß, der wegen seiner dekorativen Amtskette von dem kölschen Comedian Guido Cantz mehrfach angepflaumt wurde (man müsse den Mann nach seinem Tod wegen des vielen Blechs verschrotten statt kompostieren); nach der Sendung entschuldigte sich Cantz bei dem Bürgermeister (unser Foto).

Nach der Übertragung nutzten einige der Gäste - darunter Oberndorfs Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) - die Gelegenheit zum Smalltalk mit der Prominentenriege.

Beckmann
statt Pilawa


Bushido, Gallinat, Lauterbach

Brauer, Roth, Horeis

4. 9. 2008. Drei Prominente aus dem Osteland treten an diesem Donnerstag, 4. September, 20.15 Uhr, im ARD-Fernsehen auf: Die Bürgermeister Bettina Gallinat (SG Am Dobrock), Dirk Brauer (SG Hemmoor) und Detlef Horeis (Oberndorf) nehmen an einem Quiz rund um den Einbürgerungstest teil. Thema: "Wie deutsch bist Du wirklich?" Weitere Kandidaten sind unter anderem der Rapper Buschido, der Schauspieler Heiner Lauterbach und die Grünen-Politikerin Claudia Roth.


Moderator Beckmann beim Bürger-Quiz

Der ursprünglich vorgesehene Moderator Jörg Pilawa wird wegen eines Infekts von Reinhold Beckmann vertreten.. - Hintergrund: Wer Deutscher werden will, muss seit dem 1. September viele Fragen beantworten. Über den bundesweiten Einbürgerungstest wird seit Monaten heftig gestritten und diskutiert, in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien oder den Niederlanden ist ein solcher Test schon Realität.

Abgefragt wird in der TV-Sendung das Wissen in den Kategorien Politik, Geschichte, Geografie und Gesellschaft - mit Original-Fragen aus dem Test, aber - tückischerweise - auch zu verwandten Themen.

"Erste Garde
war zu feige"

Live im Studio stellen sich verschiedene Testgruppen (Bürgermeister, Schüler, Lehrer, Pass-Anwärter) dem Experiment. Die drei Osteland-Bürgermeister haben auf Anfrage einer Casting-Agentur spontan zugesagt, beim Quiz mitzumachen.

Anders die erste Garde jener Politiker, die einst für den Test gestimmt hatten: "Kein einziger wollte in der Show auftreten", kritisierte Quiz-Erfinder Pilawa im Berliner Kurier. Wer waren die "Nein-Sager"? "Diejenigen, die Angst hatten, sich zu blamieren", lästerte der Moderator vom Krankenbett: "Wir haben 50 Anfragen an Politiker aller Parteien rausgeschickt. Hut ab vor Claudia Roth. Sie hat sofort zugesagt – obwohl die Grünen-Politikerin den Test gar nicht wollte."


Hemmoor

Sauber halten
und pflegen


Satellitenbild des Hemmoorer Ratshausplatzes

4. 9. 2008. In Hemmoor hält die Kritik an der Entscheidung an, einen großen Teil der ISEK-Zuwendungen in Höhe von rund Million Euro in den "toten Platz" am Rathaus zu stecken (siehe unten). In der NEZ vom Donnerstag schreibt Leser Hermann Tampke aus Hemmoor:

"Da wird der Architektur-Charme der 60er-Jahre als veraltet angesehen. Neues muss erstellt werden und ist bereits geplant in eben dieser Form. Vorhanden sind ein hervorragendes Pflaster, ein hervorragender Baumbestand (Roteichen, Plantanen, Weißbuchen, Linden, Zedern) und nach meinem Dafürhalten nicht zu beanstanden oder zu verbessern, wenn denn alles sauber gehalten und gepflegt wird!!! Ein Tipp zur Umgestaltung: Erstellung einer Hütte, eines Teiches mit Uferbepflanzung, Bepflanzung der vorhandenen Rabatten und dann alles entsprechend pflegen. Die Zentrumstraße befindet sich in einem nicht zu beanstandenen Zustand."


Balje

Wie lange hält das
Sperrwerk noch?


WSA-Chef Witte, Deichgraf Armonat, Bgm. Bösch

31. 8. 2008. Vierzig Jahre lang hat das Ostesperrwerk die Flußanrainer vor mörderischen Katastrophen wie der Sturmflut 1962 bewahrt. Im Schnitt 40 mal pro Jahr wurden seither die jeweils 70 Tonnen schweren Segmenttore geschlossen, um die Deiche entlang des Flusses zu entlasten, wie Dr. Hans-Heinrich Witte, Chef der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Kiel, in seiner Festrede sagte. "Unser Jubilar ist in einem guten Zustand," bedankte sich der WSD-Präsident (Auto-Kennzeichen: BW 1 - 1) für die gute Wartung und für die Arbeit der Baljer Sperrwerks-Crew um Gerd Tielke (Foto).


Sturmflut 1962: Deichbruch in Hemmoor

"Mehr als 40 Jahre" werde das Sperrwerk noch in diesem Zustand bleiben, fügte Witte hinzu. "Die Hundert erreicht unser Sperrwerk," gab er sich sicher.

Kritische Stimmen wurden nur aus dem Publikum laut, das den "Tag der offenen Tür" nutzte, um sich von Experten über das Sperrwerk und durch die Maschinenhäuser führen zu lassen oder an Bord der Barkasse "Bärbel" das Bauwerk von unten zu betrachten.


Mit Barkasse "Bärbel" unters Sperrwerk

Wird der "Achtundsechziger mit der großen Klappe" tatsächlich noch in 60 Jahren allen Anforderungen genügen, wo doch die Elbdeiche schon heute einen Meter höher sind als das vor über 40 Jahren konzipierte Bauwerk in Balje? Was ist, wenn ein Schiff - wie in diesem Sommer - mit dem Sperrwerk kollidiert? Wenn ein Tor klemmt? Was geschieht bei Stromausfall und Eisgang?


Viel gefragt: WSA-Expertin Britta Rögelein

Die Antworten der vertrauenerweckend offen und kompetent auftretenden Leiterin des Außenbezirks des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven, Britta Rögelein, waren dazu angetan, die allermeisten Skeptiker zu beruhigen. Eine Überflutung des Sperrwerks sei weniger dramatisch als eine Überflutung von Elbdeichen, versicherte sie. Bei einem Blackout sorgten Notstromaggregate und selbstschließende Tore für Sicherheit. Die angeblich noch immer existierenden "riesigen Kolke" unter dem Sperrwerk seien ein Gerücht, die "Fehlstellen" längst ausgefüllt.


Elbvertiefungsgegner Rademacher in Balje

Auch der Neuhauser Dipl.-Ing. Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Aktionsbündnisses gegen die Elbvertiefung, war einer der rund 800 Besucher des Jubelfestes. Er sieht manches kritisch: Die Zunahme der Fließgeschwindigkeit der Oste - in Folge der vielen bisherigen Elbvertiefungen - belaste zunehmend das "Nadelöhr" bei Balje, fürchtet er. Seines Wissens werde am Sperrwerk bedauerlicherweise nicht die Strömungsgeschwindigkeit erfaßt.

Experten erklären immer wieder, dass die Existenz des Sperrwerks - auch wenn es sich noch nach 100 Jahren als funktionsfähig erweisen sollte - keineswegs eine Erhöhung der Ostedeiche überflüssig mache, wie Laien annehmen könnten. So wurde allein aufgrund von Starkregen im Januar der Ostedeich bei Bremervörde überflutet, wie Oberdeichgrefe Hans-Wilhelm Saul in seinem Grußwort, zugleich auch im Namen von Geschäftsführer Hans-Ulrich Gerdes (Foto), in Erinnerung rief.


Elbvertiefung: Der Deichverband mahnt (2006)

Als einziger Redner wies Saul nicht nur an die Auswirkungen des Klimawandels auf den Meereswasserspiegel hin, er hielt auch nicht damit hinter dem Berg, dass die Elbvertiefung den Ostedeichverband "mit großer Sorge erfüllt", weil "bereits die Auswirkungen und nachteiligen Veränderungen der letzten Vertiefung nicht zu übersehen sind, aufgrund unvollständiger Beweissicherungen im Bereich der Oste aber keine Ansprüche gestellt werden können" (siehe Wortlaut der Saul-Rede hier).


Cuxhavener WSA-Chef Bernhard Meyer

Die mahnenden Worte Sauls ließen die Behördenvertreter offenbar nicht völlig unbeeindruckt. "Die Sorgen sind angekommen," versicherte Bernhard Meyer, Chef des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven, in seinem Schlußwort, bevor die Gäste mit Sekt auf die Zukunft des Alt-Achtundsechzigers anstießen.


AG-Osteland-Vertreter mit Gästen

Während des Tages der Offenen Tür informierte die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in einem Info-Zelt über ihr Tourismusprojekt Deutsche Fährstraße, zu deren Attraktionen neben rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen und maritimen Museen auch die Sperrwerke an Oste und Stör zählen. Als Standbesucher konnten die Osteland-Vertreter Johannes Schmidt (2. v. l.) und Renate Bölsche (r.) unter anderem (v. l. n. r.) den Altendorfer Deichgraf Heino Schmidt, Cux-Vize-Landrat Hans-Volker Feldmann und Baljes Bürgermeister Hermann Bösch sowie WSA-Chef Meyer begrüßen.

Meyer ist mit fast allen Gewässerquerungen an der "Fährienstraße" bestens vertraut: Er war lange Zeit für die Hochbrücken am Nord-Ostsee-Kanal zuständig, darunter auch das gigantische Bauwerk zwischen Rendsburg und Osterrönfeld, unter dem die zweitälteste deutsche Schwebefähre pendelt.


Keine Schwebefähre: Portalkran in Balje 1967

Mit einer Fotoausstellung informierte das WSA auf dem Sperrwerksgelände über seine Arbeit und insbesondere über die Bauphase 1967/68. Eine Aufnahme - sie zeigt einen Portalkran - erinnert übrigens ein wenig an eine Schwebefähre.


WSA-Schiff "Prahm 1265" mit Stackbusch in Osten

Andere Fotos sowie Faltblätter und Filme führten den Besuchern die Wasserfahrzeuge und die vielfältigen Aufgaben der regionalen Schifffahrtsverwaltung vor Augen, die sich seit kurzem mit einem neuen Logo und einem neuen Slogan ("wsv.de - Wir machen Schifffahrt möglich") präsentiert.

Der Herr
der Oste


Ostesperrwerk (Foto: Google Earth)

Ein Porträt des Ostesperrwerk-Leiters und -Webmasters Gerd Tielke ist dieser Tage unter dem Titel "Der Herr der Oste" in der NEZ erschienen. Der Text kann hier nachgelesen werden.


"Deichverband
in großer Sorge"

Das Grußwort von Oberdeichgrefe Saul zum
40-jährigen Bestehen des Ostesperrwerks

Das Ostesperrwerk schützt uns jetzt schon 40 Jahre vor den Sturmfluten; vor dem Blanken Hans, wie man hier sagt, und es hat seine Aufgabe hervorragend erfüllt. Auslöser für den Bau war, wie bekannt, die verheerende Sturmflut am 16./17. Februar 1962. Es war die höchste bisherige Sturmflut mit 61 Deichbrüchen in Niedersachsen. Betroffen war vor allem das Elbegebiet mit seinen Nebenflüssen. 340 Tote, davon 19 in Niedersachsen. Ca. 28.000 Wohnungen bzw. Häuser wurden beschädigt, ca. 1.300 völlig zerstört. Insgesamt wurden mehr als 400 km Deich vernichtet oder erheblich beschädigt. 

Und die Bedeutung wird immer größer, wie die langjährigen Beobachtungen zeigen und uns die Klimaforscher vorhersagen. Allein aufgrund des erwarteten Meeresspiegelanstieges in den nächsten 100 Jahren wird seit Juli 2007 in Niedersachsen ein Vorsorgemaß von 50 cm bei Deichhöhenberechnungen berücksichtigt. Und auch die Intensität der Stürme könnte zunehmen.

Zentrales Element
im Schutzsystem

Das Ostesperrwerk ist für den Ostedeichverband das zentrale Element im Schutzsystem vor den Fluten. Ohne dieses Bauwerk hätten die Deiche an der Oste bis nach Bremervörde, immerhin mit einer Gesamtlänge von ca. 140 km, sehr aufwändig erhöht und verstärkt werden müssen. Insbesondere in den eng bebauten Bereichen der Ortschaften hätten sich kaum zu überwindende technische Schwierigkeiten und auch erhebliche Beeinträchtigungen für die Wohn- und Lebensqualität der hier lebenden Bürger ergeben.

Das Schutzsystem besteht im weiteren aus 5,1 km Hauptdeich an der Elbe und 67,5 km Schutzdeich an der Oste. Der notwendige Höhe des Schutzdeiches ist auf der Grundlage eines hydrodynamisch-numerischen Modells der Universität Hannover für den Fall berechnet worden, dass in verschiedenen Lastfällen das Ostesperrwerk über 2 bzw. 3 Tiden geschlossen bleiben muss, ein 10- bzw. 200-jährliches Hochwasserereignis das Wehr Bremervörde vom Oberlauf der Oste erreicht und die 42 Schöpfwerke 60 Kubikmeter je Sekunde in die Oste fördern. 

Und zu guter Letzt gehört dazu auch der Polder Fresenburg stromab des Bremervörder Sees mit einer Fläche von 384 ha, in den über eine befestigte Überlaufschwelle Wasser abgeschlagen und damit eine Hochwasserwelle gekappt werden kann.

Trotz Sperrwerk sind
die Deiche wichtig


Deicherhöhung bei Kranenburg

Wie ernst dies auch mit Sperrwerk zu nehmen ist, zeigte sich bei dem extremen Oste-Hochwasser am 22. und 23. Januar diesen Jahres. Auch ohne Sturmflut lief an einem Deichabschnitt im Bereich des Bremervörder Sees das Wasser schon über den Deich und die Feuerwehr musste sehr kurzfristig eine Sandsacksicherung herstellen. Auch der Polder Fresenburg wurde mit einer erheblichen Wassermenge beschickt.

Damit kommen wir auch schon zu den Investitionen, die nach wie vor im Bereich der Ostedeiche zu tätigen sind. In Bremervörde auf einer Länge von ca. 750 m und in einem weiteren Abschnitt in Nieder-Ochtenhausen auf einer Länge von ca. 250 m muss die fehlende Deichhöhe noch in diesem Jahr wieder hergestellt werden. Die Kosten in Höhe von ca. 590.000 Euro werden aus Küstenschutzmitteln der EU (Programm ELER Ziel 1) und des Landes finanziert. Intensiv vorbereitet wird der Neubau einer ca. 6 km langen Deichstrecke zwischen Lamstedt-Nindorf und Ostendorf. Auch hier hat der Deich auf der gesamten Strecke eine Fehlhöhe von bis zu 1,00 m. Das Planfeststellungsverfahren wird im kommenden Jahr durchgeführt, mit den Bauarbeiten soll spätestens 2010 begonnen werden.

Gravierende 
Landverluste

Abschließend muss ich noch die Gelegenheit nutzen, dass Herr Witte als Leiter der WSD Nord anwesend ist, und darauf hinweisen, dass die geplante Elbvertiefung, auch Fahrrinnenanpassung genannt, auch den Ostedeichverband mit großer Sorge erfüllt. Dies auch, weil bereits die Auswirkungen und nachteiligen Veränderungen der letzten Vertiefung nicht zu übersehen sind, aufgrund unvollständiger Beweissicherungen im Bereich der Oste aber keine Ansprüche gestellt werden können. 

Ich nenne hier nur die sich erheblich beschleunigenden, gravierenden Landverluste im Ostebogen Kleinwörden, die jetzt auch konkret zu einer Gefährdung der Deichsicherheit führen, oder die großen Verluste im Vorland des Belumer Sommerdeiches. Eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht hingenommen werden. 

Ufer-Verfall
nimmt zu

Und erlauben Sie mir an dieser Stelle auch noch den Hinweis auf die Unterhaltung der Osteufer, deren Zustand auf großer Länge auch die Deichsicherheit beeinflusst. Die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung fühlt sich aus rechtlichen Gründen seit einigen Jahren dafür bis auf wenige Reststrecken nicht mehr verantwortlich. Das Land Niedersachsen hält diese Rechtsauffassung für falsch. Und der Ostedeichverband steht dazwischen und beobachtet mit großer Sorge den zunehmenden Verfall der Uferbefestigungen. Hier muss dringend eine klare Regelung her. 

Vielleicht kann der zur Zeit diskutierte Tausch der Zuständigkeiten für die Unterhaltung der Uferstrecken an Elbe und Oste die notwendige Klarheit bringen.


Polizei

Fußgänger (blau)
begeht Unfallflucht

30. 8. 2008. Am Freitag um 17.15 Uhr lief ein augenscheinlich betrunkener Jugendlicher in Höhe der Einmündung zum Alten Postweg in Hemmoor auf die B 73 und stieß dort mit dem Pkw eines 19-jährigen Hemmoorers zusammen. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro. Ernsthafte Verletzungen zog sich der Fußgänger offensichtlich nicht zu, da er sich noch unerkannt entfernen konnte. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Hemmoor unter der Rufnummer 04771-6070 zu melden.

Oberndorf: Unfall
mit fünf Verletzten

Gut zwei Stunden später befuhr ein 22-jähriger Oberndorfer mit seinem Pkw die K 24 von Oberndorf in Richtung Wingst. Bei einem Überholversuch stieß er mit dem entgegenkommenden Pkw eines 19-jährigen Cuxhaveners zusammen. Durch die Wucht des Zusammenpralls schleuderte der Wagen des Cuxhaveners gegen einen weiteren Pkw einer 30-jährigen Frau aus Oberndorf. Dabei wurde ein 21-jähriger Mitfahrer im Cuxhavener Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Vier weitere Unfallbeteiligte wurden leicht verletzt. Die alarmierten Feuerwehren Oberndorf und Cadenberge nahmen die Bergung des Schwerverletzen vor. Die Rettungsdienste verbrachten die Verletzten in die Krankenhäuser nach Stade und Otterndorf. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 24.000,- Euro geschätzt.

Verkehrsunfall
mit Rettungswagen

Am 30. August gegen 15.25 Uhr befuhr ein Rettungswagen unter Nutzung von Wegerechten die B 73 in Hemmoorin Richtung Stade. Während andere Verkehrsteilnehmer dem Einsatzfahrzeug durch Ausweichen nach rechts freie Fahrt gewährten, setzte eine 21-Jährige mit ihrem offenen   Cabrio zum Überholen eines abbremsenden Pkw an und kollidierte mit dem von hinten herannahenden Einsatzfahrzeug. Es entstand Sachschaden von ca. 2500 Euro.

Bei Rot über
die Ostebrücke

Rechtzeitig von der Polizei gestoppt wurde am Sonntag gegen 4.50 Uhr ein 22-Jähriger aus Ihlienworth mit seinem Pkw in Oberndorf in der Bahnhofstrasse, wo er zuvor durch äusserst unsichere Fahrweise aufgefallen war. Unter anderem missachtete er das Rotlicht an der Ostebrücke und kam mehrmals nach rechts von der Fahrbahn ab. Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, war der Grund dafür übermäßiger Alkoholgenuss. Nach einer Blutentnahme wurde der Führerschein in Verwahrung genommen.


Einheitsgemeinde

Schützenhilfe vom
Rechnungsprüfer


Will drei Räte einsparen: SG-Bürgermeister Brauer

29. 8. 2008. Im Streit um eine Eingemeindung Ostens und Hechthausens hat der Hemmoorer Stadtdirektor Dirk Brauer am Freitag Schützenhilfe vom Leiter des Kreis-Rechnungsprüfungsamtes, Hermann Herbrig, bekommen. Der Mann mit dem spitzen Bleistift bestätigt, dass eine quasi ersatzlose Abschaffung der Gemeinderäte in Osten und Hechthausen sowie des Stadtrates in Hemmoor tatsächlich zumindest die von Brauer errechnete Einsparung ergeben würde. Zudem werde, fügt er hinzu, dadurch auch sein eigener Aufwand im Cuxhavener Rechnungsprüfungsamt verringert. Wir dokumentieren den Herbrig-Brief hier.

Brauer selber zeigt sich verstimmt darüber, "dass die SPD Osten es bisher nicht für erforderlich hielt, die Verwaltungsstudie mit mir zu erörtern". Den Vorwurf, mit "geschönten" Zahlen gearbeitet zu haben, weist er zurück: "Die Zahl der Rats- und Fachausschusssitzungen ist anhand vergleichbarer Einheitsgemeinden im Landkreis Cuxhaven ermittelt worden."
.

Sehr geehrter Herr Brauer,

mit Neugierde verfolge ich die Überlegungen der Samtgemeinde, ihre finanzielle Leistungskapazität durch Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde zu erhöhen. Ich begrüße es ausdrücklich dass Sie Ihre Überlegungen und Berechnungen in der Verwaltungsstudie auch jedem Bürger durch Veröffentlichung im Internet ermöglichen.

Die Berechnungen habe ich mit Interesse nachvollzogen. Ich möchte Ihnen - bevor das Rechnungsprüfungsamt sich im Rahmen der Prüfung der Jahresrechnung bzw. in einer von der Kommunalaufsicht geforderten Stellungnahme zum Haushaltssicherungsbericht auch zum Einsparpotential in der Samtgemeinde Hemmoor äußert - vorab mitteilen, dass sich das Einsparpotential bei einem Zusammenschluß auf weit mehr als die genannten rd. 112.000 € Verwaltungskosteneinsparung belaufen wird. Beispielsweise wird sich bei einer Einheitsgemeinde auch der Prüfungsaufwand des Rechnungsprüfungsamtes verringern (1 zu prüfende Jahresrechnung statt 4). Die jährliche Einsparung liegt - wie bei anderen Einheitsgemeinden im Landkreis ersichtlich - zwischen 3.500 und 5.000 €. Weitere Synergieeffekte durch schnellere Bearbeitung, Einsparung von Sachkosten, Reduzierung der Buchungskosten (1 Haushalt statt 4) und Verzicht auf Abstimmung und Ausgleich bei Verrechnungen zwischen den Gemeinden und der Samtgemeinde usw. sind in der Studie explizit nicht erwähnt, dürften aber ebenfalls einen 5-stelligen Betrag ausmachen.

Die mir aus der Presse bekannten Äußerungen über eine Vernachlässigung von kleineren Ortsteilen oder Ortschaften zugunsten einer Stärkung des Hauptortes kann ich aus der Erfahrung und dem Wissen des Rechnungsprüfungsamtes (auch über die Kreisgrenzen hinweg) nicht bestätigen. Die Erfahrung meiner Amtskollegen aus den Nachbarkreisen und meine eigene ist die, dass gemeindliche investive Maßnahmen in erster Linie in gerade diesen "entfernteren" Ortsteilen bzw. Ortschaften stattfinden. Die Einheitsgemeinden vermeiden es geradezu "panisch", dass der Eindruck einer Vernachlässigung zugunsten des Hauptortes entstehen könnte.

§ 16 NGO fordert, dass das Gemeindegebiet so zu bemessen ist, dass "die Leistungsfähigkeit der Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben gesichert ist". Sie haben in Ihrer Verwaltungsstudie nachgewiesen, dass die Samtgemeinde Hemmoor - die finanzielle Teilentschuldung des Landes vorausgesetzt - aus eigenen Kräften in der Lage wäre, die kommunale Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Ich kann nur wünschen, dass die Überlegungen auch umgesetzt werden können und alle Beteiligten die nötige Weitsicht beweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Herbrig, Landkreis Cuxhaven, Amtsleiter, Rechnungsprüfungsamt


Hemmoor

Ein Kriminalist
geht in Pension

29. 8. 2008. Die Polizeiinspektion Cuxhaven-Wesermarsch verabschiedet an diesem Freitag, 29. August, ihren langjährigen Mitarbeiter Günther Borkmann (Foto). Gefeiert wird im Kreise der Kollegen des Polizeikommissariats Hemmoor in Himmelpforten. Von der Schule ist Günter Borkmann direkt in die Polizeiausbildung gegangen. Er versah zunächst Dienst in Uniform, wechselte aber schon kurze Zeit später in den Kriminaldienst. Bei der Kriminalpolizeiinspektion Stade war er lange Zeit im so genannten Erkennungsdienst als Spezialist für Tatortsicherung tätig. Berufsinterne Weiterbildungen brachten ihm 1994 die Möglichkeit, in den Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariates Hemmoor zu wechseln. Todesursachen- und Brandermittlungen sowie die Bearbeitung von Betrugsfällen machten ihn in insgesamt 43 Dienstjahren auch über die Grenzen von Stade und Cuxhaven hinaus zum gefragten Mitarbeiter. Die Kollegen hoffen,  ihn auch nach seiner Pensionierung, bei der einen oder anderen Gelegenheit auf der Dienststelle wiedersehen zu können.


Hemmoor

Wie populär sind die
Rathausplatz-Pläne?


Satellitenbild des Hemmoorer Ratshausplatzes

28. 8. 2008. Wenn Leserbriefe immer repräsentativ wären, müßten sich die großen Hemmoorer Ratsparteien ernsthaft Gedanken über die Weisheit ihrer Entscheidung machen, einen Großteil der ISEK-Zuwendungen von rund einer Million Mark in die Neugestaltung ihres Ratshausplatzes zu stecken. (Der ausführlich begründete Antrag zur Umgestaltung des Platzes steht hier im Netz. Gutachten und Pläne können hier und hier abgerufen werden.)

In einem Leserbrief an die NEZ (Donnerstag) schreibt die Hemmoorerin Anita Nieczik über ihre Eindrücke von der jüngsten Ratssitzung (siehe unten): "Ich hatte noch geglaubt, es solle erst beraten werden, ob das Geld aus dem ISEK für den Rathausplatz oder für andere eventuell wichtigere Anliegen investiert wird. Nein, es stand bereits fest - eine Neugestaltung muss her. Die Ratsmitglieder sind - bei Stimmenthaltung der BgH - von der Notwendigkeit überzeugt: Das diene der 'Belebung'. Inwieweit die Bürger, zum Beispiel aus Althemmoor und Westersode, das wohl so sehen?"

In derselben Ausgabe kommt Ex-Kapitän Thomas Wieken (Foto) aus Hechthausen zu Wort: "Wie umsichtig in Hemmoor geplant wurde und wird, davon zeugen diverse Investitionsruinen im Stadtbereich, und immer noch kommen neue Bausünden hinzu. Da soll mit einer Riesensumme der Rathausplatz neu gestaltet werden, der von vornherein ein totgeborenes Kind war und in der Zwischenzeit einen völlig verwahrlosten Eindruck macht - daneben dann die Investitionsruinen und auf der anderen Seite der B 495 die neuen Verkaufsscheunen. Nein danke!" - Unter Hinweis auf die bisherige Stadtentwicklungspolitik äußert Wieken die Ansicht, Hechthausen wäre "gut beraten", bei den Hemmoorer Eingemeindungsplänen "nicht mitzuspielen": "Das hat uns gerade noch gefehlt! Schon wieder prescht der Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor vor und möchte Hechthausen und Osten mit einer 'Einheitsgemeinde' beglücken. Ich möchte den Hechthausener Gemeinderat nur daran erinnern, was nach der Eingemeindung Hechthausens in die Samtgemeinde Hemmor in den 70er-Jahren passiert ist. ... Als wir uns seinerzeit hier in Hechthausen ein Haus kauften, sollte als Beispiel mit bescheidenen Mitteln ein Freibad gebaut werden. Das wurde abgewürgt. Stattdessen baute Hemmoor ein wettkampfgerechtes Schwimmbad, das bis heute riesige Kosten verursacht hat und das man lieber heute als morgen loswerden möchte."


Kommunales

Oberndorf will
Sieger werden


Info-Veranstaltung im Gasthaus Henning

27. 8. 2008. In Oberndorf tut sich was. Bereits am 9. September wird der neue Fahrgastschiff-Anleger verfügbar sein, wie Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung im Bentwischer Gasthaus Henning mitteilte. Spontan fanden sich 21 der rund 40 Anwesenden bereit, den Oberndorfer Beitrag für den Wettbewerb "Unsere Gemeinde hat Zukunft" zu erarbeiten. "Wir wollen Sieger werden," heiß es.

Oberndorf hat viel zu bieten: Als Heimathafen der Mocambo ist es unbestritten das Zentrum der Fahrgastschiffahrt auf der Oste, zugleich dank der SGO Oberndorf auch der wichtigste Regattaort am Fluß. Die Inwertsetzung der Fährtradition hat mit der Neugestaltung der historischen Fährlücke bereits begonnen; ein Nachbau der Prahmfähre ist angedacht.


Oberndorfer Bürgermeister Horeis (SPD)

Die kleine, aber feine Molkerei Hasenfleet, die zur Milchinformationszentrum entwickelt wird, liegt im Mittelpunkt dreier neuer Routen der Niedersächsischen Milchstraße. Touristisches Potential bieten auch der "Ostekieker", die Hoffmann-von-Fallersleben-Eichen, die Kirche am Fluß mit ihren Kunstausstellungen, der neue, demnächst begrünte Wohnmobil-Stellplatz, der Weihnachtsmarkt, die "Reeperbahn", die regelmäßigen Krimilesungen in der Hexenbucht, die Heimatstube und vieles mehr.

In der Veranstaltung betonte Oste-Kulturpreisträger Caspar Bingemer ("Mocambo"), dass im Ort bereits jetzt eine "gewisse Aufbruchstimmung" herrsche und das Dorf sich in jüngster Zeit "gut entwickelt" habe; daran gelte es anzuknüpfen.

In Erinnerung blieben aus der lebhaften Debatte insbesondere Wortbeiträge von Ilse Erasmi, Günther Behrens, Albertus Lemke, Hans Poser, Dieter Köpcke und Rechtanwältin Karin Ritter.

Mehr über den Wettbewerb "Unsere Gemeinde hat Zukunft" hier.


Lamstedt

Geldspritze gegen
Kassennotstand

26. 8. 2008. Die Samtgemeinde Börde Lamstedt erhält eine Bedarfszuweisung aus dem Landeshaushalt in Höhe von 800.000 Euro. Diese Nachricht übermittelte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, David McAllister, heute telefonisch dem Samtgemeindebürgermeister Werner Otten (Foto). Die vom Land Niedersachsen gewährte Bedarfszuweisung diene dazu, einen "drohenden Kassennotstand" der Samtgemeinde Börde Lamstedt abzuwenden und den im Verwaltungshaushalt 2006 entstandenen Sollfehlbetrag teilweise auszugleichen.


Hemmoor

Lob und Kritik zum
Rathausplatz-Umbau


BgH-Vertreterin Helene Hadler

22. 8. 2008. Einen Großteil der bereits im Mai bewilligten Europa-Gelder in Höhe von einer Million Euro will die Stadt Hemmoor, wie berichtet, in eine Umgestaltung des Rathausplatzes investieren. Im Stadtentwicklungsausschuß wurde das Projekt am Mittwoch von SPD und CDU begrüßt. Doch auch erste kritische Stimmen werden bekannt.

Im Rat stimmte die Bürgergemeinschaft Hemmoor (BgH) geschlossen gegen den Platzumbau. Vize-Bürgermeisterin Helene Hadler (BgH) hatte zuvor schon bemerkt: "Viele Leute fragen sich, ob wir wirklich dafür Steuergelder ausgeben sollten."

Wer mitreden will, findet viele Informationen im Internet. Der ausführlich begründete Antrag zur Umgestaltung des Platzes steht hier im Netz. Gutachten und Pläne können hier und hier abgerufen werden.


Hemmoor

Schmidt schwärmt
von "neuer Achse"


Baubetrieb an der Otto-Peschel-Straße

15. 8. 2008. In Hemmoor entsteht zur Zeit mit dem Combi-Markt das größte Kaufhaus zwischen Cuxhaven und Stade. Kräne und Baufahrzeuge beherrschen das Bild auch an der benachbarten Aldi-Baustelle (neben dem Discounter Lidl) an der Otto-Peschel-Strasse - Projekte, die im Rat und seinen Ausschüssen lange umstritten waren. Während die CDU, wie berichtet, eine "Kannibalisierung des Zentrums" befürchtete, setzte die SPD auf die Möglichkeit, durch die Veräußerung eines Areals "wenigstens aus städtebaulicher Sicht Einfluß zu nehmen".

"Umstritten und nun unumgänglich" - so kommentierte die NEZ am 20. Dezember den Combi-Baubeginn. "Hier ensteht hoffentlich ein auf Dauer angelegter Einkaufsbereich," urteilt heute der Kommunalpolitiker Johannes Schmidt(Foto). Der frühere SPD-Chef und derzeitige Vorsitzende des städtischen Planungsausschusses betrachtet den Combi-Markt, ein Kaufhaus "mit gehobenem Produkt-Sortiment", als Teil einer "neuen zentralen Stadtentwicklungsachse von Hemmoor".

"An dieser Achse sollten sich nach Möglichkeit noch weitere kleinere Fachgeschäfte ansiedeln," wünscht sich der Ratsherr, der in Hemmoor einen "Trend" verspürt, "dass neben den grossen Discountern spezialisierte Fachgeschäfte ihren Markt finden". Schmidt verweist in diesem Zusammenhang auf Beispiele wie eine Maßschneiderei für Braut- und Abendkleidung, den Buchladen und die Brillen-, Schuh- und Modefachgeschäfte.

Bahnhof vor
dem Umbau?


Baustelle des neuen Combi-Marktes

"Auch der Bahnhof, dessen Umbau nun bald beginnen soll, wird zu einem zentralen Punkt auf dieser Achse und einem Schlüsselprojekt für die touristische Entwicklung der Region werden," hofft Schmidt. "Auch hier könnten kleine Geschäfte in einer hervorragenden verkehrsgünstigen Lage den Trend verstärken."


Auch für Aldi wird gebuddelt (Fotos. Schmidt)

Der für Fantasie- und Einfallsreichtum bekannte Ratspolitiker schwärmt bereits von einer "Schlendermeile" vom Hemmoor-Center über den Rathausplatz, die Otto-Peschel-Strasse, die Bahnhofstrasse und die Basbecker Fährstrasse - künftig "Infomeile" für die Schwebefähren der Welt - bis hin zur Oste."

Rathausplatz soll zur
"Visitenkarte" werden


Jetziger Rathausplatz: "Öde und unansehnlich"

Ein "zentraler Schritt der Stadtentwicklung" werde die Umgestaltung des Rathausplatzes und eines Teils der Zentrumstrasse zur "Visitenkarte der Stadt" werden. Im jetzigen Zustand sei der Platz "öde und unansehnlich". Die Umgestaltung solle eine "Identifikation mit Hemmoor" erleichtern und müsse daher unter "unbedingter Bürgerbeteiligung" vollzogen werden. Schmidt schgwebt ein "Platz der Phantasie" vor: "Die Einwohner sind gefordert und gefragt."

Der Fachausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus werde sich, so Schmidt, am Mittwoch, 20. August, 19.30 Uhr, in der Kulturdiele in öffentlicher Sitzung erstmals mit diesem Vorhaben beschäftigen. - Der Rat der Stadt tagt am Donnerstag, 21. August, 20 Uhr, im Westersoder Dorfkrug.


Jugend

Bilder von der
Ferienpaß-Aktion


Rudern mit der Bürgergemeinschaft Hemmoor

13. 8. 2008. Ein paar Dutzend der schönsten Fotos von der diesjährigen Ferienpaß-Aktion hat die Samtgemeinde Hemmoor ins Netz gestellt. Die Bilder können hier betrachtet werden.


Pflanzen

Jetzt kommen
die Kugelpilze


Boviste bei Hemmoor (Foto: Gehring)

13. 8. 2008. "Das sind keine Bälle, sondern riesige Boviste, die nach dem Dauerregen von vor 10 Tagen in der Hitze der letzten Woche aus dem Boden geschossen sind," schrieb uns kürzlich unsere Leserin Barbara Gehring aus Hemmoor zu diesem Foto: "Ich sehe sie in der Abendsonne wie auf dem Foto oder morgens beim Laufen in meiner Ecke und habe diesmal meine Kamera mitgenommen." Mehr über Boviste hier.


Ostesperrwerk

Jubiläum mit
kleinem Volksfest


Werbung für den Tag der offenen Tür

12. 8. 2008. Ein bedeutendes Jubiläum, wichtig für das gesamte Osteland, wird am Monatsende gefeiert: Aus Anlaß des 40-jährigen Bestehens desOstesperrwerksbei Neuhaus findet dort am Sonnabend, 30. August, ab 11 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Auch die AG Osteland e. V. wird mit einem Infostand vertreten sein.


Ostesperrwerk (Foto: Google Earth)

Auf Kinder warten ein Karussell und eine Hüpfburg. Für das leibliche Wohl wird am Grill (WSC Neuhaus) und am Tresen (Ulex, Neuhaus) gesorgt. Auch Kaffee und Kuchen werden angeboten. Anmeldungen zum Flohmarkt erbittet Sperrwerksleiter Gerd Tielke bis zum 15. August unter 04753 / 844910.


Maritimes Erbe

Hamburg und Stade
retten ihre Kräne


Verschrottet: Hafenkran in Hemmoor

7. 8. 2008. In Hemmoor wurde der historische Schwarzenhüttener Hafenkran (NEZ: "die Kugelbake von Hemmoor") kürzlich, wie berichtet, frevelhafterweise verschrottet. Wie in geschichtsbewußten Städten mit dem maritimen Erbe umgegangen wird, zeigen die beiden folgenden Meldungen:


Bewahrt: Hafenkräne in Hamburg und Stade

>>> Der erste von drei historischen Kränen hat am Donnerstag, 7. August, seinen neuen Platz am Hamburger Sandtorhafen gefunden. Das 1958 in der Barmbeker Kampnagel-Fabrik gebaute Hebegerät vom Typ "Hamburger Kurvenkenker" soll Teil des im September öffnenden Traditionsschiffhafens in der Hafen-City werden, teilte der Verein Hamburg Maritim mit. Zwei weitere der Stückgut-Kräne mit drei Tonnen Hubkraft stehen noch am südlichen Elbufer bei den sogenannten 50er-Schuppen, Hamburgs letzten Kaischuppen aus der Kaiserzeit. Dort wurden die Technik-Denkmäler von Mitarbeitern des Vereins "Jugend in Arbeit" instand gesetzt.

>>> Durch das Engagement mehrerer Privatpersonen konnte Stades historischer Hafenkran im Jahr 2007 zum zweiten Mal vor der Verschrottung gerettet werden. Eigentümer ist nun die Stader Stiftung für Kultur und Geschichte. Am 4. Juni 2009 erfolgte der Wiederaufbau am Stadthafen. Zur Zeit wird Spendengeld für Wartungsarbeiten gesammelt. Mehr auf der Website der Kran-Stiftung.


Oberndorf

Hafenpromenade
am "Ostekieker"


Erste Erdarbeiten an der alten Fährdeichlücke

5. 8. 2008. Einer der schönsten Plätze an der Unteren Oste ist der Außendeich zwischen der Oberndorfer Kirche und dem schwimmenden Restaurant "Ostekieker". Nachdem dort in letzter Zeit bereits eine Sitzgruppe montiert und die alte Fährdeichlücke geöffnet worden ist, soll nun der Uferweg verlängert werden. Die Arbeiten haben am Montag begonnen: An der Fährlücke wurde mit der Erdauffüllung begonnen, so dass dort die bisherige "Uferpromenade" in Richtung Brücke verlängert werden kann. Mit der Eröffnung des neuen Fahrgastschiff-Anlegers wird, wenn nichts dazwischen kommt, am 5. September gerechnet. Auch das Wasser- und Schifffahrtamt hat dem Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis (Foto) sein Einverständnis signalisiert.


Am Dobrock

Wetzel in
der Wingst


Wahlkreisabgeordnete Wetzel in der Wingst

6. 8. 2008. Vor kurzem haben die SPD-Fraktionsmitglieder in der Wingst der Wahlkreisabgeordneten Margrit Wetzel die Pläne für einen "Outdoor Training Park" bei einer Ortsbegehung vorgestellt. Geplant ist eine Anlage, auf der sich die Teilnehmer im Bogenschießen, Floßbau und Floßfahren sowie dem Klettern in einem Hochseilgarten üben können. Margrit Wetzel hörte interessiert den Ausführungen der Ratmitglieder zu und wünschte eine zügige Realisierung, damit in der nächsten Saison schon Kletterbegeisterte in die Wingst kommen.


Hemmoor

Mühle ohne Flügel
in neuen Händen


Besitzer gewechselt: die Mühle am Kreidesee

29. 7. 2008. Die flügellose Mühle von Warstade, die - wie berichtet - lange zur Zwangsversteigerung anstald. hat den Besitzer gewechselt. Der ungenannte Käufer hat ein Bauwerk erworben, das 1894 von dem Müller Johann C. Steffens errichtet worden war. Am 17. Juni 1896 traf ein Blitzstrahl die Mühle. Sie wurde aber noch am 1. Oktober desselben Jahres zwei Stockwerke höher wieder aufgebaut. Am 29. Dezember 1898 brannte die Mühle ab, konnte jedoch nach dem Wiederaufbau bereits am 13. Juni 1899 wieder in Betrieb genommen werden. Vor 1928 waren die Müller Gerling und Ehrich Eigentümer. Danach erwarb Dietrich Haack die Mühle. Er betrieb sie mit seinem Sohn bis in die 70-er Jahre. 1968 wurden die Flügel bei einem Sturm beschädigt und abmontiert. Sie waren rund 23 Meter lang und 2 Meter breit.


Hemmoor

Ratsherr erlebt
Barack Obama


Obama an der Siegessäule

25. 7. 2008. Der Hemmoorer Ratsherr und Ex-Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Johannes Schmidt, hat bei einer Berlin-Reise den Auftritt von Barack Obama vor 200 000 Zuhörern miterlebt.


 200 000 Menschen hören zu (Fotos: Schmidt)

Mit seiner "beindruckenden Persönlichkeit" wirke der Präsidentschaftskandidat als "Motivator für positive Stimmung", berichtet Schmidt: "Man kann sich davon anstecken lassen." Nun wünscht sich der Kommunalpolitiker "ein klein wenig Regional-Visionäres davon in Hemmoor"...


Hemmoor

"Speedy" Grantz
im neuen "kicker"


HSV-Fan Heiko Grantz mit Rafael van der Vaart

17. 7. 2008. Was wäre der HSV ohne seine Fans? Einer der eifrigsten, Heiko Grantz aus Hemmoor, wird im heute erschienenen "kicker" vorgestellt. Grantz, "den alle nur Speedy nennen", gehört zu rund 20 HSV-Anhängern, die den Fußballern ins österreichische Trainingslager nachgereist sind und im Trikot oder Fan-Shirt jede Trainingseinheit verfolgen. "Über die Jahre kennen uns die Spieler," wird Grantz zitiert, der seit zehn Jahren fast jedes Trainingslager miterlebt hat. Am morgigen Freitag will die Mannschaft ihre Anhänger in einer eigens gemieteten Kneipe in Längsfeld besuchen und mit ihnen plaudern. "Speedy" freut sich schon.


Landkreis

Johannßen spricht
von Unverschämtheit


Kreistag-Fraktionschef Claus Johannßen

17. 7. 2008. Massive Kritik an der Finanzausstattung der Kreise durch die niedersächsische Landesregierung hat der SPD-Fraktionsvorsitzende im Cuxhavener Kreistag, Claus Johannßen, in einem NEZ-Interview (Donnerstagausgabe) geübt.

Bedauerlicherweise sei die Kreis-CDU aus parteipolitischem Kalkülk nicht bereit, gemeinsam mit der SPD "der Landesregierung deutlich zu machen, dass der kommunale Finanzausgleich nicht mehr funktioniert". Johannßen: "Seit 1988 ist der Anteil der Kommunen an der Finanzmasse um 25 Prozent zurückgefahren worden – durch die Regierungen Albrecht, Schröder und Wulff. Wir müssen verdeutlichen, dass die Landesregierung ihre Kommunen so ausstatten muss, dass sie ihre Aufgaben auch wahrnehmen können. Die niedersächsischen Kommunen sind die finanziell am schlechtesten ausgestatteten Kommunen in ganz Deutschland."

Wenn der CDU-Fraktionschef im Cuxland, Götjen, stattdessen zur Sanierung des Kreisetats eine Anhebung der kommunalen Steuerhebesätze verlange (wie berichtet), sei das eine "Unverschämtheit". Johannßen: "Auch sein Umgang mit frei gewählten, unabhängigen Kommunalpolitikern ist absolut dreist. Jemanden, der die hauptamtlichen Bürgermeister als 'frech wie Oskar' bezeichnet, kann ich nicht mehr ernst nehmen."

Erneut bekräftigte Johannßen die Entscheidung der SPD, den Sitzungen einer von CDU und FDP gewünschten informellen "Finanzkommission" fernzubleiben. Ein solches Gremium sei durch die Landkreisordnung nicht gedeckt. Außerdem habe die SPD die Erfahrung machen müssen, "dass Beschlüsse und Empfehlungen, die einvernehmlich in einer solchen Finanzkommission verabschiedet wurden, anschließend von Teilen der CDU-Fraktion in öffentlicher Sitzung wieder gekippt wurden". Johannßen: "Das setzt sich bei aktuellen Themen jetzt fort."


Landkreis

"Das Waldmuseum
nicht verramschen"


Wingster Waldmuseum-Betreuerin Reyelt

15. 7. 2008. Die CDU im Kreis Cuxhaven will bei der Gestaltung des Kreis-Etats "alles auf den Prüfstand stellen", aber "nichts verramschen", hat der Fraktionsvorsitzende Claus Götjen im NEZ-Interview (Dienstagausgabe) erklärt. Das gelte auch für das Waldmuseum Wingst, für das jedoch die Gemeinde Wingst "künftig die Betreuung vor Ort sicherstellen" müsse. - Mehr zur Bedeutung des Waldmuseums auf dieser SONDERSEITE.

Elternbeiträge und
Steuersätze rauf

Die kreis- und gemeindefeindliche Politik des CDU/FDP-regierten Landes wird von Götjen erwartungsgemäß nicht thematisiert. Stattdessen kündigt er an, die unterschiedlichen Steuersätze und Elternbeiträge in den Gemeinden im Cuxland müssten angeglichen werden (soll offenbar heißen: nach oben), weil der Kreisetat schon "fast wie eine Zitrone ausgepreßt" worden sei.

Auf den Hinweis des Interviewers Egbert Schröder, "Damit greifen Sie in die kommunale Selbstverwaltung der Gemeinden ein", antwortet der CDU-Politiker: "Klar."

Die Verbesserung der Finanzlage des Kreises - zu Lasten der Kommunen - soll auf Initiative von CDU und FDP in einer nichtöffentlich tagenden,  gesetzlich nicht vorgesehenen "Finanzkommission" auf Kreisebene vorbereitet werden. Die SPD, die eine Teilnahme verweigert, besteht dagegen auf Beratungen im regulären Finanzausschuß des Kreistages.

"Vom Kreis nur
markige Polemik"

Sämtliche hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Cuxhaven hatten unlängst kritisiert, die "Konsolidierung" des Kreishaushaltes sei bislang schon zu über 90 Prozent von den Gemeinden und Samtgemeinden finanziert worden, die selber ihre Haushalte nicht ausgleichen können. Dem dazu geäußerten Unmut der Verwaltungschefs sei jedoch "nur mit markiger Polemik" begegnet worden. Der Sprecher der Bürgermeisterkonferenz, Hemmoors Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer (Foto), beanstandete weiter, der Kreis habe mit seiner Weigerung, die zu Lasten der Gemeinden erhobene Kreisumlage zu senken, unberücksichtigt gelassen, dass "unmittelbare Interessen der Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden bei den freiwilligen Leistungen wie z. B. der Vereinsförderung betroffen" sind. Kommunen mit defizitären Haushalten dürften solche Ausgaben grundsätzlich nicht leisten. Es könne nicht angehen, dass die Höhe der Kreisumlage stattdessen ausschließlich nach den Ausgabewünschen des Kreises bemessen werde.

Ein von Landrat Kai-Uwe Bielefeld angekündigtes Gespräch am Runden Tisch mit den Gemeinden müsse, hatte Bürgermeister-Sprecher Brauer gefordert, "geführt werden, bevor die Würfel beim Landkreis bei der Haushaltsplanung für das kommende Jahr gefallen" seien. Götjen erklärt zu diesem Punkt im heute veröffentlichten NEZ-Interview, das Gespräch mit den Kommunen solle zwar vor dem Aufstellen des Etats durch die Verwaltung gesucht werden, aber erst nachdem sich die sogenannte "Finanzkommission" auf Ergebnisse geeinigt habe.

Die Entscheidung der SPD, in dieser Kommission nicht mitzuarbeiten, kritisiert der CDU-Fraktionschef als "nicht nachvollziehbar".

Unser Fazit: Alles bleibt wie gehabt. Das Land saniert sich auf Kosten der Kreise, der Kreis saniert sich auf Kosten der Gemeinden und damit der Bürger. Damit die Wähler nicht gegen das Land aufmucken, verteilt Hannover über seinen Behördenapparat großzügig EU-Gelder - und erweckt dabei den Eindruck, es handele sich um Geschenke eines gemeindefreundlichen Landes.


Schulden

Ein Zwegat
für Hemmoor


RTL-Schuldnerberater Peter Zwegat

15. 7. 2008. Millionen kennen den TV-Schuldnerberater Peter Zwegat. Jetzt bekommt auch Hemmoor eine Art Zwegat.

In den zurückliegenden Jahren sind die Fälle von Überschuldungen und Privatinsolvenzen auch entlang der Oste enorm gestiegen. Als Verband der freien Wohlfahrtspflege sieht die Arbeiterwohlfahrt (Awo) es deshalb als eine ihrer vordringlichen Aufgaben an, für Betroffene helfend und unterstützend tätig zu sein.

Der steigende Beratungsbedarf hat deshalb zu einer Angebotsausweitung bei der Awo geführt. Davon profitiert auch die Samtgemeinde Hemmoor. Am Freitag, 25. August, wird der Schuldnerberater Udo Reichardt seine Arbeit aufnehmen. Er steht den Hilfesuchenden jeweils montags von 8 bis 12 Uhr im Rathaus Hemmoor, Zimmer 5, zur Verfügung. Während der Beratungsstunden ist er telefonisch unter 04771/602-115 zu erreichen.


Sport

Skandal um stärkste
Boxerin der Welt

12. 7. 2008. Zu einem Boxskandal kam es am Wochenende in der Rundturnhalle in Cuxhaven, wo Weltmeisterin Natascha Ragosina gegen Conjestina Achieng ihre Titel der Verbände WIBF und GBU im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigte. 1100 Zuschauer - darunter viele  aus dem Cuxland und dem Osteland - quittierten den Sieg der Russin jedoch mit einem Pfeifkonzert, Gegenstände flogen in den Ring, die Halle wurde zum Hexenkessel. Unserer Leser Dr. Reinhold Friedl war Augenzeuge. Sein Bericht:

>"Natascha Ragosina (Russia/Magedeburg und Conjestina Achieng (Kenya/Kenya) - die stärkste Frau Afrikas forderte die stärkste Frau der Welt heraus. Obwohl es zunächst so aussah, als ob die fast eine Kopf kleinere Afrikanerin der Weltmeisterin unterlegen sein könnte, stellte sich das Gegenteil heraus. Conjestina Achieng dominierte von der ersten bis zur zehnten Runde eindeutig den Kampf und versetzte der Weltmeisterin in jeder Runde bemerkenswerte Treffer.

Die Weltmeisterin tänzelte 10 Runden lang nur im Ring herum und versetzte der Afrikanerin keinen einzigen erkennbaren Treffer (Zurufe an die Weltmeisterin: "Nun box doch endlich mal"). Nach dem Kampf war dem Publikum klar, dass die Afrikanerin ohne jeden Zweifel gewonnen hat. Als das Urteil der Kampfrichter bekannt gegeben wurde, dass die amtierende Weltmeisterin mit den Stimmen aller drei Punktrichter zur Siegerin erklärt worden war, erhob sich in der Cuxhavener Arena eine tumultartige Empörung des Publikums. Es waren nur noch Rufe wie "Schiebung". "Betrug" und "Wieviel haben die Kampfrichter bekommen?" vernehmbar.

Die zur Siegerin erklärte Natascha Ragosina, die anfänglich etliche Sympathien des Publikums hatte, wurde bei der Siegerpose mit erhobenen Armen nur mit Buh- und Pfui-Rufen bedacht, so dass sie schnell und ohne Interview für die live übertragenden TV-Sender DSF und REN TV in der Kabine verschwand. Der aus Berlin angereiste Botschafter Kenias, mit den Worten angesprochen "Herr Botschafter, jeder hier im Publikum sah ihre Boxerin als eindeutige Siegerin", antwortete: "Richtig, mit Ausnahme der Kampfrichter." (Original: Mr. Ambassador, everybody in the audience saw your girl as the winner. Answer: Right, except the judges). Ein Mitarbeiter des Botschafters zu diesem Thema: "Das ist der Lauf dieser Welt. Wo das Geld ist, da ist der Sieger."

Unter der anwesenden Prominenz waren nicht nur Boxweltmeister Felix Sturm und Cuxhavener Lokalpolitiker, sondern auch Halbweltlerz wie Karl-Heinz Schwensen ("Neger-Kalle") aus dem Hamburger Rotlichtmilieu."

Was die NEZ zum Boxskandal schreibt, steht hier.


Hemmoor

Samtgemeinde will
Einstieg in den HVV


Hellblau: Wucherzone zwischen den Verbünden

4. 7. 2008. Die Samtgemeinde Hemmoor will raus aus der "Wucherzone" zwischen Hechthausen und Cuxhaven, in der Bahnfahrer zusätzlich zum Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) maßlos überhöhte Zuschläge zahlen müssen. Auf Antrag der SPD beschloß der Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschuss jetzt einstimmig, eine HVV-Vollmitgliedschaft anzustreben, "um die Wohnattraktivität der Samtgemeinde Hemmoor zu erhalten", so SG-Bürgermeister Dirk Brauer (Foto).


Metronom in Hechthausen: Überhöhte Preise

Dass viele Hemmoorer und Hechthausener Bahnpendler zur Zeit aus Tarifgründen per Auto zum Bahnhof Himmelpforten fahren, um dort in den Zug zu steigen, sei ökonomisch wie ökologisch unsinning, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Bodo Neumann den Vorstoß der Sozialdemokraten.

Großer Hintergrundbericht über den Tarifärger weiter unten.


Osteschule

Brauer: "Sei du selbst
die Veränderung..."

Fotos: Heinrich Uhtenwoldt
Die 113 Absolventen - Bild vergrößern

4. 7. 2008. In einer zweistündigen Entlassungsfeier verabschiedete Schulleiter Jürgen Witt heute 113 Absolventinnen und Absolventen der Hemmoorer Osteschule, einer Grund- und Hauptschule, die sich vorgenommen hat, "die Entwicklung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler, ihre soziale Verantwortung und ihre Lern- und Leistungsfähigkeit in einem freundlichen Schulklima" zu fördern, wie es im pädagogischen Leitbild auf der Schul-Website heißt.


Gäste Brauer, Saul, Peters in der Osteschule

Als Ehrengäste waren Vize-Landrat Herbert Peters, Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul undStadtdirektor Dirk Brauer gekommen, der den Jugendlichen ein Wort von Mahatma Gandhi mit auf den Weg gab: "Sei du selbst die Veränderung, diee du dir wünschst für diese Welt." Schulleiter Witt ehrte verdiente Schüler, allen voran für besondere schulische und ehrenamtliche Leistungen die Schwestern Pia und Jennifer Engler. Abends stand ein Abschlußball auf dem Programm.


Oberndorf

Anleger-Einweihung
mit Kuhboot-Regatta


Horeis mit SGO- und Osteland-Akteuren - größer

1. 7. 2008. Dank der Entschlossenheit und Geschlossenheit der Oberndorfer Rats- und Tourismusakteure sind in weniger als neun Monaten alle Hindernisse auf dem Weg zum neuen Fahrgastschiff-Anleger ausgeräumt. Während in Osten (nach fast neun Jahren Ratsdebatte) noch nicht einmal der künftige Anleger-Standort endgültig gesichert scheint, stellte die Hechthausener Firma Hahn am Dienstag in Oberndorf bereits das Bauschild auf - zur Freude von Bürgermeister Detlef Horeis (2. v. r.), Uwe Mählmann (2. v. l.) , Vorsitzender der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO), SGO-Jugendwart und Segellehrer Bernd Jürgens (r.) und Osteland-Mitglied Albertus Lemke (l.).


Oberndorfer Liegeplätze aus Satellitensicht

Ob Oberndorf nun das "Herz der Oste" ist, wie es in einer neuen Dorf-Hymne heißt - auf jeden Fall nutzt der Ort mehr und mehr seine Lage am Fluß und sein maritimes Erbe, um Besucher zu gewinnen. Schon jetzt verfügt Oberndorf, Heimathafen der "Mocambo" und Liegeplatz des Restaurantschiffs "Ostekieker", über eine stattliche Anzahl von Liegeplatzen (siehe Satellitenbild). Die SGO-Segelregatta zählt zu den Höhepunkten des Jahres.


Radler-Rast im Oberndorfer Außendeich

Das schöne Außendeichgelände mit Rastplätzen an der Kirche wurde, wie berichtet, kürzlich vom "Cux-Journal" als "Lieblingsplatz" Hadler Radler bezeichnet.

Nach Freilegung der alten Fährdeichlücke und kleineren Erdarbeiten am Westufer soll dort eine Mini-Promenade mit Info-Tafeln zum Fährwesen, mit einer gesponsorten maritimen Statue und zusätzlichen Rastbänken entstehen.

Bereits auf dem Weg sind die Förderanträge zur Umgestaltung der Molkerei Hasenfleet zu einem Milch-Infozentrum mit Probierstube an den geplanten neuen Routen der Niedersächsischen Milchstraße (Federführung: Detlef Horeis).

Erst angedacht ist eine kommunale Partnerschaft mit einem ähnlich maritim geprägten Ort gleich jenseits der Elbe.

Relativ konkret sind dagegen Überlegungen des Heimatvereins (Vorsitz: Henning Kuhne), die alte Reeperbahn (Seilerei) hinterm Deich für touristische Zwecke zu nutzen.


Kuhbootrennen in Oberndorf (2007)

Alle Arbeiten wollen der Gemeinderat und begeisterte Ehrenamtliche möglichst zum Jahr der Oste 2009 erledigt haben. Zur Anleger-Einweihung in diesem Herbst (der Termin wird noch bekannt gegeben) veranstaltet der Tourismusverein um Niels Uhtenwoldt wieder ein großes Deichwiesenfest mit "Kuhboot"-Regatta.


Hemmoor

Was wird aus dem
Hafen ohne Kran?

Foto: oste.de
Verschrottet: der historische Kran (Archivbild)

27. 6. 2008. Verwundert zeigt man sich in Kreisen der Metropolregion Hamburg über Hemmoor: Stadt und Samtgemeinde bemühen sich seit längerem, wie berichtet, den einstigen Zementhafen Hemmoor-Schwarzenhütten touristisch zu nutzen. Die Kommunalpolitiker konnten es aber nicht verhindern, dass der Besitzer der Anlagen, der Cadenberger Kaufmann Sch., am Nachmittag des 6. Mai den historischen Hafenkran abgerissen hat, um ihn verschrotten zu lassen.

Ironie der Geschichte: SG-Bürgermeister Dirk Brauer und Hemmoors Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul weilten am 6. Mai zufällig mit einer Gruppe pontenzieller Investoren bzw. Sponsoren auf dem Hafengelände, während die Freveltat begangen wurde. Über eine rechtliche Handhabe, die Demontage zu verhindern, verfügten sie offenbar nicht.

Bei der Erarbeitung des Integrierten Städtischen Entwicklungskonzepts (ISEK) war noch wenige Monate vorher festgestellt worden, "dass insbesondere der Wassertourismus auf der Oste große Wertschöpfungspotenziale bietet". Wörtlich hieß es: "Die Stadt Hemmoor kann hieran vermehrt partizipieren, wenn es stärker als bisher gelingt, eigene Angebote zu entwickeln". Einer der "Maßnahmenschwerpunkte" sei "die Revitalisierung des Hafens Schwarzenhütten".


Isek-Projektwerbung (2007): Alles durchkreuzt?

Weiter im Text: "Ziel ist es, den Hafen, der nördlich von Warstade unmittelbar an der Oste liegt, als attraktives maritimes Ausflugsziel in Wert zu setzen und in den sich entwickelnden Ostetourismus einzubinden. Mit dem Bau eines Anlegers für größere Passagierschiffe soll Besuchern und Einheimischen die Möglichkeit eröffnet werden, die Oste stärker von der Wasserseite zu erleben und touristische Ziele an der Oste erstmalig von Hemmoor aus zu erreichen. Ein besonderes Flair soll der Hafen dabei durch die Verknüpfung maritimer Erlebnisangebote mit dem industriegeschichtlichen Erbe des Standortes erhalten.

Neben der Sanierungdes vorhandenen alten Packhauses und der ehemaligen Verladeanlagen wäre die Einrichtung eines Ausstellungsbereiches mit Informationen und Exponaten über die ehemalige industrielle Nutzung des Hafens und über die Oste denkbar. Zur Verbesserung der Attraktivität (ist) flankierend ... eine Verknüpfung mit dem Deutschen Zementmuseum und dem Kreideseebereich (Bodenabbau, Zementherstellung) erforderlich."

Nun fehlt dem Hafen sein Symbol, der Hafenkran. Ein weiteres Stück des maritimen Erbes zwischen Elbe und Weser ist verschwunden, mögliche Fördermittelgeber sind irritiert.

Sind die schönen Hemmoorer Schwarzenhütten-Pläne jetzt perdu? Soll wirklich noch ein Großschiffhafenin Schwarzenhütten angestrebt werden, das nach dem Kran-Abriss nicht mehr zu sein scheint als eine gewöhnliche Industriebrache? Wozu die Restaurierung der Pferdebahnbrücke, die nur als Verbindung nach Schwarzenhütten Sinn macht?


Geretteter Stader Hafenkran

P. S. Wie anderswo Kommunen und Bürger für die Erhaltung ihres historischen Erbes kämpfen, zeigt diese Website über die Rettung des blauen Hafenkrans in Stade.
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WIR MEINEN:

Wer hat Schuld an dem im Mai begangenen Frevel am maritimen und industriehistorischen Erbe Hemmoors, der einige der kommunalen Akteure offenbar derart schockiert hat, dass es ihnen wochenlang die Sprache verschlagen hat? 

Bevor schnelle Schuldzuweisungen getroffen werden, sei darauf hingewiesen, dass sich jetzt vielfach Fehler der Vergangenheit rächen. Dass die Stadt über Schwarzenhütten nicht frei verfügen kann, liegt darin begründet, dass das Gelände fahrlässigerweise aus der Hand gegeben worden ist und Tourismusförderung bis in die jüngste Vergangenheit für manch einen in Hemmoor ein Unwort war. 

Auch am Kreidesee hat das Rathaus wegen der Abtretung dieses städtischen Filetstücks an eine Interessentengruppe heute nur begrenzte Einflußchancen (die allerdings konsequent genutzt werden müssten). Und dass eine Rettung der baufälligen "Mühle ohne Flügel" heute vergleichsweise teuer ist, hat seine Ursache ebenfalls in jahrzehntelanger Vernachlässigung dieses Symbolbauwerks.

Um so wichtiger ist es, die vorhandenen Spielräume zu nutzen - also beispielsweise kulturelle Alleinstellungsmerkmale (neben Vagts vor allem Rühmkorf!) in den Dienst der Imagebildung zu stellen, sei es durch eine repräsentative Benennung, sei es durch die Gründung einer Hemmoorer Kulturstiftung, wie sie seit kurzem in den Rathauskulissen und in der regionalen Wirtschaft ventiliert wird.


Metronom

Weiter Ärger über
HVV-Grenzziehung


3 bis 5 Euro "Hemmoor-Zuschlag"

19. 6. 2008. Eine "Vollmitgliedschaft" im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) liege "im Interesse der Region", hatten im April, wie berichtet, örtliche Kommunalpolitiker, darunter der Kreistagsabgeordnete Uwe Dubbert und Bürgermeister Bodo Neumann, auf einer SPD-Klausur in Hechthausen gefordert. Jetzt kommt möglicherweise Bewegung in das Thema.

Immer mehr Menschen empfinden es als Ärgernis ersten Ranges, dass beispielsweise ein Hemmoorer mit HVV-Gesamtkarte im Metronom pro Einzelfahrt (!) zusätzlich 3 Euro (im Zug 5 Euro) zahlen muss - im Gegensatz zu einem Himmelpfortener, dem kein Zuschlag abverlangt wird. Wer als Hemmoorer im HVV-Bereich im Zug nachlösen will, muss 40 Euro blechen.


Hellblau und benachteiligt: das Osteland

Hintergrund: Große Teile des Ostelandes gehören zu den letzten Flächen in Deutschland, die keinem Verkehrsverbund angeschlossen sind - weder dem HVV noch dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN). Benachteiligt sind, neben Orten im Kreis ROW, Abertausende im Einzugsbereich der Bahnhöfe Hechthausen, Hemmoor, Wingst, Cadenberge, Otterndorf und Cuxhaven.


Der HVV (rot), andere Verbunde (blau) und
die allerletzten weißen Flecken Deutschlands
wie das strukturschwache Cux- und Osteland

Das heißt: Ausgerechnet der strukturschwache ländliche Raum im Elbe-Weser-Dreieck, für den gute Verkehrsanbindungen (nicht nur per Autobahn!) eine Überlebensfrage sind, ist massiv benachteiligt. Soviel zum Thema "Förderung des ländlichen Raums"...


Metronom: Strafzuschlag für Provinzler

Zwar gibt es seit dem Frühjahr für Cuxländer Hamburg-Pendler mit Zeitkarte vergünstigte Tarife. Wer aber nur gelegentlich - als Teilzeitbeschäftigter, Theaterbesucher, Patient, Partygänger - nach Hamburg will, den trifft der "Provinzzuschlag" mit voller Wucht.

Andersherum: Hamburger, die ihre HVV-Karte am Wochenende für Umland-Ausflüge nutzen, überlegen dreimal, ob sie sich den teuren HVV-Grenzübertritt in Richtung Cux- und Osteland leisten. (In Stade oder Lüneburg - kein Zuschlag! -  ist es auch ganz schön...) Die Folge sind spürbare Standortnachteile für den Oste-Tourismus.

Berufspendler haben bereits umgeschaltet: Auf den Parkplätzen am Bahnhof Hemmoor ist reichlich Platz, in Himmelpforten (HVV!) stauen sich morgens die Autos mit CUX-Kennzeichen. "Wer günstig nach Hamburg kommen will, der steigt zurzeit nicht in seinem Heimatort Hemmoor oder Hechthausen, sondern in Himmelpforten in den Metronom," beschreibt die NEZ (Donnerstag-Ausgabe) das Ärgernis.

Mißliches im
"McAllister-Land"

CDU-Spitzenmann David McAllister aus Bad Bederkesa - mit persönlichem "Heimatbahnhof Hechthausen", wie er gern betont - will sich nicht nachsagen lassen, dass ausgerechnet in seinem Wahlkreis, im "McAllister-Land", so mißliche Tarifverhältnisse herrschen. Nach seinem verdienstvollen Einsatz für den Metronom hat er jetzt die Probleme an den HVV-Grenzen aufgegriffen.

Nach einem Gespräch mit Vertretern der AG Osteland im Mai in Cuxhaven hat der CDU-Fraktionschef in einem Brief an den Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen, Dr. Wolf Gorka, das Problem geschildert, dass Hechthausen und Hemmoor "im Gegensatz zu fast allen umliegendenm Bahnhöfen nicht von der Erweiterung des HVV profitieren". McAllister wörtlich: "Das führt in der täglichen Praxis für die Fahrgäste insbesondere beim Fahrkartenverkauf zu Problemen."


Kümmert sich: CDU-Spitzenmann McAllister

McAllister bat um Prüfung, "wie zum Beispiel nach dem Vorbild der praktizierten Regelung im Landkreis Soltau-Falligbostel eine Lösung im Sinne der Fahrgäste gefunden werden kann". (Der Süden des Landkreises Soltau-Fallingbostel ist inzwischen an den Großraumverkehr Hannover angebunden, der Norden mit Soltau per Anschlusstarif, allerdings nur für Zeitkartenbesitzer, an den HVV.)

Fachgespräch
Anfang Juli

Gorka antwortete am 4. Juni, dass das Thema Hechthausen/Hemmoor mit der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO) "Anfang Juli" noch einmal "eingehend erörtert" werden soll.

VNO-Geschäftsführer Dietmar Opalka wiederum hat mittlerweile gegenüber der NEZ geäußert, es bestehe "ganz klar Handlungsbedarf" - er denkt (zunächst?) allerdings nicht an eine HVV-Erweiterung, sondern an weitere Übergangstarife auch für den "Ausflugs- und Freizeitverkehr".

Das heißt: Die Tarif-Barriere wird womöglich für Hemmoor und Hechthausen (warum nicht für die touristisch wichtige Wingst?) abgesenkt - aber sie bleibt, zum Nachteil der Region.


Samtgemeinden

DoHeLa statt
Einheitsbrei?


Samtgemeinden Dobrock, Hemmoor, Lamstedt

19. 6. 2008. Beim Klönschnack-Nachmittag der SPD-AG 60 plus in der Ostener Festhalle ging der neue Hemmoorer SPD-Ortsvorsitzende Lothar  Klüser auf aktuelle Fragen der Kommunalpolitik ein. Die in der Stadt Hemmoor gelegentlich geforderte Eingemeindung Ostens und Hechthausens lehnt er - im Einklang mit einstimmigen Beschlüssen der dortigen Räte - entschieden ab; der damit verbundene Verlust von Bürgernähe sei nicht hinnehmbar.

Trotzdem sei er bereit, über eine rationellere Verwaltung nachzudenken, sagte Klüser. In einigen Köpfen - "auch in meinem" - gehe der Gedanke um, nach dem Muster des angedachten Zusammenschlusses der Samtgemeinden Hadeln und Sietland (Stichwort: "HaSi-Land") über "ein großes Gebilde", ebenfalls auf Samtgemeindeebene, nachzudenken - "unter Beibehaltung der selbständigen Mitgliedsgemeinden", also etwa Osten und Hechthausen.


SPD-Vorsitzender Klüser (r.) bei der AG 60plus

Die SG Hemmoor habe schon heute "viele Berührungspunkte mit den Samtgemeinden Börde Lamstedtund Am Dobrock", sagte Klüser. Nach dem "HaSi-Land" also bald eine Arnt Samt-Samtgemeinde DoHeLa?

Vom Publikum in der Festhalle wurde Klüsers Versuch, Bürgernähe und Effizienz auf einen Nenner zu bringen, trotz einiger skeptischer Anmerkungen überwiegend positiv aufgenommen.

Bereits im vorigen Jahr hatte der CDU-Fraktionssprecher im Samtgemeinderat, Carsten Hubert (Osten), erklärt, er könne sich durchaus vorstellen, dass die drei Samtgemeinden zum Beispiel bei den Bauhöfen, in einem gemeinsamen Boden- und Immobilienmanagement und beim Tourismus zusammenarbeiten könnten. Die CDU hatte damals sogar einen Zweckverband der drei Samtgemeinden ins Gespräch gebracht, der von der Mehrheit allerdings als zu weitgehend abgelehnt worden war.


SPD

Außen Post,
innen privat?


Postpoint-Eröffnung in Oberndorf (2007)

18. 6. 2008. "Die Post will ihre Dienstleistung an Private übergeben und verspricht dabei, alles werde besser“, resümiert die Wahlkreisabgeordnete Dr. Margrit Wetzel skeptisch die jüngsten Ankündigungen aus dem gelben Konzern. "Was eigentlich als Armutszeugnis über die Qualität der eigenen Arbeit verstanden werden kann, sehe ich eher als Augenwischerei gegenüber den Verbrauchern. Alle noch selbst betriebenen Postfilialen sollen bis 2011 in private Hände gegeben werden. Dass Wohl und Zufriedenheit der Kunden hierbei im Vordergrund stehe, kaufen aufgeklärte Verbraucher der Post nicht ab.“

Margrit Wetzel erinnert an die zahlreichen Einschränkungen im Service, den die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Jahren hinnehmen mussten, als laufend Filialen eschlossen oder in Schmalspurservicestellen umgewandelt wurden. Gerade in ländlichen Gebieten, in den verstreut liegenden kleinen Orten, wurde das Postfilialnetz ausgedünnt - auch wenn die Post betont, dass sie ihrer Verpflichtung, bundesweit mindestens 12.000 Postdienstleistungsstationen anzubieten, nachkommt.


Postkritikerin Margrit Wetzel

Der Totalausverkauf der selbst betriebenen Filialen soll ebenfalls ohne weitere Reduzierung der Postanlaufstellen verbunden sein. Ob allerdings der vollumfängliche Postfilialservice auch von Postvertragspartnern in Einzelhandelsläden oder Supermärkten angeboten werden kann, dürfe angezweifelt werden.

Wetzel: "Ich habe große Achtung vor der Arbeit, die die Betreiber von privatisierten Postagenturen leisten. Aber ihnen würde die Post kein Stück vom Kuchen des Postgeschäftes abgeben, wenn sie sich damit nicht Personalkosteneinsparungen ausrechnen würde. Mit anderen Worten: sie leisten die Arbeit für weniger Geld. Außerdem erhalten sie kaum die Aus- und Weiterbildung, die die Post ihren eigenen Angestellten bietet."

Die SPD-Abgeordnete weiter: "Die Post folgt dem unrühmlichen Beispiel anderer Unternehmen, sich aus der Verantwortung für qualifizierte, fair bezahlte Arbeitsplätze zu stehlen. Gute Arbeit ist aber langfristig für Dumpinglöhne nicht zu haben. Das Thema gesetzlicher Mindestlöhne gewinnt an neuer Stelle Aktualität."


Tourismus

Weiter Zuwachs
in der Ostemarsch


Oste-Tourismuswerbung (Grüne Woche 2007)

27. 5. 2008. Trotz des schlechten Sommers 2007 war die Tourismus-Entwicklung in der Ostemarsch zugfriedenstellend. Während das Sietland und die Börde Lamstedt Rückgänge bei den Übernachtungszahlen hinnnehmen mußten, ging es in den Samtgemeinden Am Dobrock (plus 6 Prozent) und Hemmoor (plus 3,2 Prozent) weiter bergauf - nachdem Hemmoor bereits in den Vorjahren die steilste Steigerung im gesamten Cuxland registriert hatte. Gegenüber der Presse zeigte sich der Hemmoorer SG-Bürgermeister Dirk Brauer zufrieden mit der Entwicklung: "Unser Bekanntheitsgrad ist in den vergangenen Jahren sehr gestiegen." Neben dem stark zunehmenden Tauchtourismus am Kreidesee sei auch die AG Osteland dafür verantwortlich, "dass sich ein Urlaub in Hemmoor und umzu durchaus lohnt".


Schwebefähre

Ein Großplakat
zum Jubiläum


Neues Großplakat in Hemmoor

25. 5. 2008. Einen Vorgeschmack auf das 100-jährige Bestehen des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor und auf das Jahr der Oste 2009 vermittelt ein neues Großplakat der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.. Das Schild wurde am Wochenende von den Hemmoorer Osteland-Aktiven Johannes Schmidt, Gerald Tielebörger und Bernd Brauer (v. l. n. r.) an der Kulturdiele angebracht, unmittelbar an der Autoroute der Deutschen Fährstraße. Gestaltet worden ist das Plakat von dem Achthöfener Fotokünstler und Oste-Kulturpreisträger Nikolaus Ruhl.


Cadenberge

Serieneinbrecher
festgenommen

14. 6. 2008. Beamte der Polizei Hemmoor konnten in der Nacht zu Mittwoch, 11. Juni, in Cadenberge drei Einbrecher auf frischer Tat festnehmen. Es handelte sich um drei Cadenberger im Alter zwischen 19 und 31 Jahren, die einen Einbruch in das Vereinsheim des Cadenberger Schützenvereins begangen hatten und das erlangte Diebesgut noch bei sich trugen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Festgenommenen für rund 25 weitere Einbrüche in Cadenberge und Umgebung verantwortlich sind. Sie hatten es hauptsächlich auf Bargeld, Zigaretten, Alkohol und elektronische Artikel abgesehen. Gegen den 31-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.


Vortrag

Blauhelm-Chefin
zu Gast bei Friedl


Friedl nach dem Sahara-Benefizlauf

12. 6. 2008. Die Chefin der UN-Blauhelme, Dr. Ingunde Fuehlau, hält am Dienstag, 17. Juni, 18 Uhr, in der Universität Oldenburg (Hörsaalzentrum A04, Raum 5-516) einen öffentlichen Gastvortrag im Rahmen eines Migrationsseminars von Dr. Reinhold Friedl (ehemals Geversdorf) am Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM). Auch Friedl, Leiter der Regionalstelle Nord der UNO-Flüchtlingshilfe in Oldenburg, ist, wie ausführlich berichtet, mit der Problematik des saharauischen Volkes vertraut. Erst im Februar hatte er in der algerischen Sahara an einem Benefiz-Marathon zugunsten der Flüchtlinge teilgenommen. - Die Saharauis sind vor über 30 Jahren aus der Westsahara, ihrer ursprünglichen Heimat, vertrieben werden. Seither leben sie unter unvorstellbar harten Bedingungen als Flüchtlinge in der westalgerischen Sahara.


Oste

Bund gefährdet
Deichsicherheit


Oste-Schiff "Mocambo" (in Oberndorf)

9. 6. 2008. "Durch den weitgehenden Rückzug des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven aus der Unterhaltung der Osteufer ergeben sich zunehmend Gefahren für die Deichsicherheit." Das stellte Oberdeichgrefe Hans-Wilhelm Saul (Hemmoor) bei einer Besichtigungstour mit der "Mocambo" fest, zu der sein Ostedeichverband eingeladen hatte. Demonstriert wurde die Berechtigung der Saulschen Warnungen unter anderem an Uferabbrüchen am Deichfuß in Kleinwörden.


Kreispolitik

Linke gegen "Arroganz
und Selbstherrlichkeit"


Infostand der Linken in Cuxhaven

6. 6. 2008. Neueste Umfragen, nach denen sie womöglich bald gleichauf mit der SPD liegt, beflügeln die Partei Die Linke auch im Kreis Cuxhaven. Jetzt meldet sich der Kreisverband im Internet mit scharfer Kritik an der schwarz-gelben Kreistagsmehrheit zu Wort: "Mit nicht zu überbietender Arroganz und Selbstherrlichkeit" hätten die CDU- und die FDP-Kreistagsfraktion durch die Festsetzung einer zu hohen Kreisumlage allen Gemeinden und Städten im Landkreis "schweren finanziellen Schaden zugefügt".


Waldmuseum: Schließung wegen 8000 Euro?

Ein "besonders beschämendes Beispiel" für die CDU/FDP-Kreispolitik sei auch die ins Auge gefaßte "vollkommene Streichung des Zuschusses für das kleine aber feine Waldmuseum in der Wingst mit weit über tausend Besuchern, das im Jahr sagenhafte 8000 Euro 'verschlingt'," spotten die Cux-Linken auf ihrer Website und weisen ironisch darauf hin, dass der "kaum in Anspruch genommene" Zivilflughafen Nordholz den Landkreis "nur läppische 250 000 Euro jährlich" koste: "Dafür hat der Landkreis allerdings insgesamt schon über 6 Millionen Euro ausgegeben, das macht allein ein Zehntel seiner Schulden aus."

Foto: Wikipedia
Flughafen Nordholz: 6 Millionen Euro ausgegeben

In der Stellungnahme heißt es weiter: "Fast alle Gemeinden sowie die Stadt Cuxhaven haben keine ausgeglichenen Haushalte und träumen von so geringen Defiziten, wie sie der Landkreis hat. Schlimmer noch, das Land verlangt von diesen hoch verschuldeten Kommunen eine deutliche Verringerung ihrer Ausgaben, nachdem die CDU/FDP-Kreistagsmehrheit sie gerade erst mit zwei Millionen Euro belastet hat!"

"Das ist ein Teufelskreis, das Land spielt Kreis und Kommunen gegeneinander aus, um von sich selbst abzulenken, und CDU/FDP spielen sowohl auf Landes- wie auf Kreisebene munter mit," empört sich Ulrich Schröder (Foto), der bislang einzige Kreistagsabgeordnete der Linken. Seit 1996 seien die Finanzmittel, die das Land Niedersachsen an die Kommunen zahle, um insgesamt 3800 Millionen Euro gesenkt worden. Dadurch sind in den Landkreis Cuxhaven rund 100 Millionen Euro weniger geflossen. In Niedersachsen seien die Kreise, Städte und Gemeinden beim Finanzausgleich wesentlich schlechter gestellt als in den anderen Bundesländern. Das Land Niedersachsen müsse diese "unverantwortlichen Kürzungen rückgängig machen" und den Kommunen ihren finanziellen Spielraum zurückgeben, fordert Schröder.

Stattdessen habe die Kommunalaufsicht des Landes mehrere Kommunalhaushalte im Landkreis Cuxhaven nicht genehmigt und verlange weitere Kürzungen, insbesondere bei den wenigen verbliebenen freiwilligen Leistungen. Das bedeute im Klartext Kürzungen bei den geringen Zuschüssen im Bereich der ehrenamtlichen und kulturellen Arbeit - Beispiel: Waldmuseum.

Ferlemann im Einsatz
für schwarze Nullen

Unterdessen hat der geschäftsführende CDU-Kreisvorstand am Donnerstag erklärt, angesichts der angespannten Lage des Kreishaushaltes seien die "Maßnahmen der CDU-Kreistagsfraktion und der Kreisverwaltung zur Haushaltskonsolidierung" notwendig gewesen. "Oberstes Gebot" müsse jetzt sein, den Kreis zu entschulden, argumentiert der CDU-Kreisvorsitzende Enak Ferlemann (Foto). Dazu zähle, die Kreisumlage nicht zu senken, obwohl dies gegenwärtig eine Belastung für die Gemeinden darstelle. Ferlemann abschließend: "Für uns ist klar, die schwarze Null muss für die Kreishaushalte stehen."

Bürgermeister behandelt
als Spielball und Tanzbär

Auf die Entscheidung der Kreistagsmehrheit, den Cux-Kreis auf Kosten der Gemeinden und der Bürger zu sanieren, hatten zuvor, wie berichtet, viele Bürgermeister mit Enttäuschung und Empörung reagiert. DDer Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer (Foto) sprach gegenüber der Lokalpresse von einem "Schlag ins Kontor"; der Kreis habe die Kommunen "verschaukelt". Sein Kollege Werner Otten (Lamstedt) sieht die Börde "ausgequetscht wie eine Zitrone". Sven Wojzischke (SG Bederkesa) protestierte brieflich gegen den "finanzpolitischen Chaos-Betrieb" des Kreises, der die Kommunen zum "Spielball" und zum "Tanzbären" mache. - Nachdem trotz langer Verhandlungen nun nicht einmal mehr eine geringfügige Senkung der Kreisumlage zu erwarten ist, muss zum Beispiel die Samtgemeinde Hemmoor weitere 268.700 Euro aufbringen, die Samtgemeinde Hadeln noch einmal 170.000 Euro streichen.


Balje

Sommerfest
im Natureum


Saurierausstellung an der Ostemündung

8. 6. 2008. Am Sonntag veranstaltete der Förderverein des Natureums Niederelbe das zweite große Sommerfest mit vielen Aktionen zum Mitmachen für Groß und Klein. Kinder konnten auf Islandpferden reiten, sich schminken lassen oder Bernsteine schleifen, Karussell fahren, basteln und Spiele spielen. Leckeres vom Grill oder aus dem chinesischen Wok, kalte Getränke, Waffeln, Popcorn und ein Kaffee- und Kuchenbuffet luden zum Schlemmen ein. Wer das Natureum und das riesige Naturschutzgebiet von der Wasserseite aus erkunden mochte, konnte mit der "Mocambo" in See stechen.


Oberndorf

Oste - Fluss der
guten Nachbarn


Schöner Brauch: Buchsbaumherz (Zoom)

21. 5. 2008. So eng ist die Nachbarschaft am Fluss, dass in aller Regel - ob in Freud', ob im Leid - herzliche Anteilnahme gepflegt wird. Selbst eine (aus Trauergründen) stille Trauung, hundert Kilometer entfernt, bleibt da nicht ganz geheim, so dass das Brautpaar damit rechnen muss, aus heiterem Himmel mit liebevoll gewundenem Buchsbaumherzen nebst Brautkranz, akkordeonbegleiteten Ständchen und einem Meer von roten Rosen überrascht zu werden. So geschah es es am Dienstag in Oberndorf zwei frisch Vermählten, die dem Freundeskreis auf diesem Wege herzlich Dank sagen.


Westersode

"Wir sind keine
Hemmoorer"


Gut gepflegt: Ortsmittelpunkt von Westersode

12. 5. 2005. "Wir sind keine Hemmoorer." Mit diesen Worten brachte eine Einwohnerin gegenüber der NEZ-Reporterin Frauke Heidtmann das Selbstverständnis der Westersoder auf den Punkt, die am Wochenende das 925-jährige Bestehen ihres Ortsteils feierten. Mehr in der Niederelbe-Zeitung.



Kreidesee

"Es müssen nicht
die Tropen sein"


Am Kreidesee in Hemmoor

19. 5. 2008. "Auch in Deutschland sind Taucherlebnisse möglich", schreibt heute die Kölnische Rundschau; es müßten "nicht immer die Tropen sein": "Zwar fehlt der Farbenrausch der Tropen, aber ein zwei Meter langer Wels, riesige Karpfen, Jungfischschwärme, Krebse, grazile Quallen und grüne Unterwassergärten sind auch nicht zu verachten."

Eine der Empfehlungen des Blattes: "Mit seinem Rüttler, einem zwölf Meter hohen, betauchbaren Betongebäude, einer kleinen Brücke und klarem Wasser ist auch der in einer Kreidegrube entstandene See von Hemmoor bei Cuxhaven spannend." Mehr...


Fährpatent

Sponsorenpreise
für die Besten


Siegerehrung in Basbeck - Bild vergrößern

16. 5. 2008. An der Schwebefähre, auf der Hemmoorer Seite, wurden am Freitag in Anwesenheit von Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul die Sponsorenpreise an die punktbesten Gewinner des "Fährbeppel-Patents" überreicht, das beim jüngsten Fährmarkt erworben werden konnte. Zum ersten Mal fand in diesem Jahr eine mit dem Festausschuss des Ostener Fährmarkts gemeinsam geplante Veranstaltung der Hemmoorer IG Bahnhofstraße statt. Die Durchführung auf der Hemmoor - Basbecker Seite übernahmen die Interessengemeinschaft Bahnhofstraße und der Culturkreis Hemmoor. Beide organisieren sonst gemeinsam das Hemmoorer Bahnhofstraßenfest.


Bürgermeister Saul mit Organisator Schuster

Neben einer "Haifischbar", einem Stand mit maritimen Leckereien und einem Obst- und Saftstand des Obsthofes Stechmann an der Anlegestelle der Schwebefähre war Hauptanziehungspunkt für Groß und Klein der Erwerb des "Fährbeppel-Patents". Hierfür mussten verschiedene Geschicklichkeitsübungen erfolgreich absolviert werden und ein Fragebogen zur Schwebefähre beantwortet werden.


Diese Sponsoren haben zum Erfolg beigetragen

Begrüßt wurden die Gewinner von Curt Schuster, Sprecher der IG Bahnhofstraßesowie Vorstandsmitglied der AG Osteland und der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor.

Den erfolgreichsten Teilnehmer, nach Altersgruppen getrennt, wurden die Preise der Sponsorenüberreicht: Metronom, Stadt Hemmoor, Marktkauf, Fahrgastschiff "Mocambo", Natureum Niederelbe, "Schuhtick" Hemmoor und die Europakutsche, die den Hauptgewinn gestiftet hatte,  eine "Fahrt ins Blaue". Die Gewinner sind:

>>> Kinder und Schüler:

3 bis 5 Jahre: Jannik Heinrichs, Hemmoor, und Merten Ole Borchers, Hemmoor.

6 bis 8 Jahre:  Christina Spoto, Osten, Edgar Blockhaus, Oppeln, Antonia Schütt, Hemmoor, Sophia Schlichtmann, Hemmoor.

9 bis 11 Jahre Lena Krüscke, Hemmoor, Jonas Brauer, Hemmoor, Julius von Bremen, Hollern-Twielenfleth, Alexander von Holten, Hemmoor, Marie Deuter, Hemmoor, Anna-Lena Pape, Harsefeld, Sabrina Otto, Hemmoor.
12 bis 14 Jahre Aaron König, Osten, Marcel Seidel, Hemmoor.

>>> Erwachsene:

Dieter Ducksch, Osten, Britta Christiansen, Hemmoor, Jan Wegener, Hemmoor, Imke Kröncke, Hemmoor, Jürgen Preuschoff, Hemmoor , Georg Eilers, Oberndorf, Erika Hagenah, Hemmoor, Ute Pieloth-Meyer, Osten, Harald Köhler, Osten, Renate Meinusch, Hemmoor, Jürgen Hoberg, Nordleda, Hans-Wilhelm Saul, Hemmoor, Erna Deede, Hechthausen, Günter Tiedemann, Hemmoor, Thomas Grambow, Neu Wulmsdorf, Christa Elfers, Hemmoor.

Die schönsten Fotos vom gelungenen Hemmoorer Fährmarkt-Beitrag stehen auf dieser SONDERSEITE.


Oberndorf

Horeis-Brief jetzt
online verfügbar


Bürgermeister Horeis, Horeis-Brief

18. 5. 2008. Das ist vorbildlich: In einem acht Seiten langen Schreiben hat der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis über sämtliche Aktivitäten informiert, die örtliche Vereine für Kinder und Jugendliche anbieten. Die lange Liste reicht vom Schießsport über Fußball, Schimmen und Reiten bis zum Mitmachen in der Jugendfeuerwehr und zum Segeln mit der Seglergemeinschaft Oberndorf. Informationen gibt es auch donnerstags von 15 bis 18 Uhr im Jugendheim, das nach der Renovierung letztes Jahr wieder allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht.

Das Infoblatt ist hier online verfügbar (PDF-Datei).


Hemmoor

Hadeln macht mit
beim "Jahr der Oste"


Arbeitskreis "Erlebtes Land" plant für 2009

14. 5. 2008. Auch Landfrauen und Touristiker aus dem Altkreis Land Hadeln wollen Ideen und Veranstaltungen in das "Jahr der Oste" einbringen, das die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. für 2009 ausgerufen hat. Das ist das Ergebnis einer Vorbereitungskonferenz in Hemmoor, in der Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche am Mittwochmorgen über den Stand der Planungen für das Jubiläumsjahr sprach, für das allein an der Unteren Oste bereits mehr als ein Dutzend Veranstaltungen fest terminiert sind.

"Das wird ein ereignisreiches Jahr," freute sich Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer, der Gastgeber der Gesprächsrunde im Sitzungssaal des Hemmoorer Rathauses war. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass sich "möglichst viele Vereine und Gemeinden in das Festjahr einspleißen".

Etliche ohnehin geplante Veranstaltungen, etwa ein "Themenpark Wasser" der Hadler Landfrauen, fügten sich perfekt in das Konzept des "Jahres der Oste", erklärte Annette Butzke (Wanna) vom Arbeitskreis "Erlebtes Land", in dem unter anderem Elke Busch (Landfrauenmarkt Ihlienworth), Petra Botter (Sietland), Heino Schiefelbein (Lamstedt), Michael Johnen (Wingst) und Manuela Köster (Hemmoor) mitwirken.

Der "Themenpark Wasser" soll an eine der geplanten Großveranstaltungen rund um die Schwebefähre angekoppelt werden. Mitmachaktionen und kulinarische Angebote mit dem Schwerpunkt Fischgerichte sollten, so Annette Butzke, nicht zu kurz kommen. Dabei werde auch die Zusammenarbeit mit Gastronomen, Sportfischern sowie Deich- und Unterhaltungsverbänden gesucht.

Zuvor hatte Osteland-Sprecher Bölsche über einige der bereits feststehenden Höhepunkte des Festjahres berichtet, das von Januar bis Dezember und von der Quelle bis zur Mündung unter dem Motto "Ein Fluß feiert seine Fähren und Brücken" begangen werden soll.

Auf eine symbolhafte Kunstaktion zur Jahreswende folgt am 28. Februar der "Ball der Oste" in Iselersheim, in der Nähe des "Osteland-Ecks" der Anrainer-Kreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg. Am 14. April werden in Osten die Sieger des bundesweiten Kurzkrimi-Wettbewerbs "Mord auf der Schwebefähre" ausgezeichnet.

Am 9. und 10. Mai lädt der Heimat- und Geschichtsverein Hemmoor zu einem großen Mittelaltermarkt rund um die Kulturdiele, mit dem zugleich das 50-jährige Vereinsbestehen gefeiert wird. Am darauf folgenden Sonntag, 17. Mai, findet im Oste-Hafen Schwarzenhütten ein Hafenkonzert mit Shantychören von der gesamten Deutschen Fährstraße statt. Zur gleichen Zeit sollen dort Modellbauclubs aus der Region zwischen Bremervörde und Kiel ihre schönsten Schiffe präsentieren; eventuell steuert auch ein Großsegler den historischen Zementhafen an.

Am 24. Mai wiederum steigt in Osten und Basbeck der 4. Schwebefährmarkt. Dort will unter anderem die Ostepachtgemeinschaft, der Vereine mit 5600 Anglern angeschlossen sind, über die Sportfischerei und über den "Fluß der Lachse" informieren.

Den ganzen Sommer über folgen dann diverse (zum Teil noch nicht terminierte) Großveranstaltungen - vom Pappbootrennen in Neuhaus über das Deichwiesenfest in Oberndorf und das Bahnhofstraßenfest in Hemmoor bis zu Freilichtveranstaltungen in Brobergen und Gräpel  und einem Klassikkonzert am "Kilometer Null" der Tide-Oste in Bremervörde.

Ein kulturelles Großereignis bietet die Gemeinde Hechthausen am 30. August: Am künftigen Fahrgastschiff-Anleger im Ortsteil Klint sollen ein Uferwanderweg eröffnet und ein Open-Air-Konzert der Hechthausener Ostemusikanten und verschiedener Bläserchöre von der gesamten Oste veranstaltet werden.

Ebenfalls in die Sommermonate 2009 fallen voraussichtlich eine Ausstellung zum 50. Todestag des "Oste-Malers" Diedrich Rusch in Osten, die Eröffnung eines "Oste-Trails" für Wanderreiter und Kutschfahrer und eine Ausstellung zur Geschichte der ländlichen Reiterei anläßlich des 100-jährigen Bestehens des Reitvereins Großenwörden.

Für 2009 erhofft sich die AG Osteland auch die Eröffnung eines Milch-Informationszentrums in der Faßbutter-Molkerei Hasenfleet und dreier neuer Routen der Niedersächsischen Milchstraße, die durch Osten, Oberndorf, Geversdorf und Balje-Hörne führen.

Maritime Akzente setzen diverse Wassersportvereine mit Regatten, Oldtimer-Besuchen, Floß- und Lampionfahrten sowie einer Staffelfahrt mit "Kuhbooten", einer Art Drachenboot mit Kuhkopf, das sich nach Vorstellungen Oberndorfer Wasserfreunde zu einem der Wahrzeichen des Flusses entwickeln könnte.

Im Sommer 2009 soll, wie Jochen Bölsche weiter ankündigte, auch das fünfjährige Bestehen der Deutschen Fährstraße gefeiert werden, die Oste und Ostsee verbindet. Angedacht sei eine Gruppenreise mit Kutschen, Schiffen und Fahrrädern.

Zum Saisonbeginn will die AG Osteland mit Unterstützung des Ostener Fährvereins in einem Bielefelder Fachverlag einen repräsentativen spiralgebundenen Reiseführer herausgeben, passend für die Lenkradtaschen der Fernradler.


Höhepunkt 2009: das Fest an der Fähre

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Osteland-Mitglieder zur Zeit an neuen Büchern über den Fluß und seine Fähren und Wanderwege. Eine Schwebefähren-Chronik soll rechtzeitig zum Hundertjährigen des nationalen Baudenkmals erscheinen, das vom 1. bis 4. Oktober 2009 gefeiert wird und den Höhepunkt des Festjahres darstellen wird.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann, so hofft die AG Osteland, zumindest der Abschluß der Renovierungsarbeiten für das Fähr- und Flußmuseum in Osten und die Inbetriebnahme eines neuen Gemeindeanlegers in der Nähe der Schwebefähre gefeiert werden.

Einbezogen werden sollen in die Festlichkeiten an der Oste auch die Freunde von der "Schwesterfähre" zwischen Rendsburg und Osterrönfeld sowie Vertreter des Schwebefähren-Weltverbandes aus Frankreich, Spanien, Großbritannien und Argentinien, die Bürgermeister Carsten Hubert an die Oste eingeladen hat.

"Selbst wenn der spanische König Juan Carlos II., der Schirmherr des Weltverbandes der Schwebefähren, nicht kommen sollte, können wir uns auf ein großartiges Festjahr freuen, schloß Bölsche.

Der jeweils aktuelle Stand der Planungen ist der von Karl-Heinz Brinkmann (Osten) unterhaltenen Website www.jahr-der-oste.de zu entnehmen. Dort sollten Vereine und Kommunen auch alle bereits terminierten Veranstaltungen für 2009 möglichst frühzeitig bekannt machen.


Schwarzenhütten

Sänger, Segler und
Bastler feiern 2009


Hemmoorer Shantychor (beim Hafenfest 2005)

10. 5. 2008. Auch in Hemmoor kommen die Planungen für das Jahr der Oste 2009 gut voran, zu dem die AG Osteland e. V. aufgerufen hat. Schon jetzt steht fest, dass am Sonntag, 15. Mai, nächsten Jahres ab 10.30 Uhr ein großes Hafenkonzert in Schwarzenhütten stattfinden wird. Dazu lädt der Shanty-Chor im Geschichts- und Heimatverein Hemmoor - chorische Leitung: Rainer Kupke - zur Zeit acht Chöre von der gesamten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel ein.

"Die Seglergemeinschaft wird uns hierbei unterstützen," freut sich Gerd Drewes vom Organisationsteam des Chores. Am schönsten wäre es, meint er, wenn es gelänge, einen Traditionssegler in den alten Zementhafen einzuladen. - Bereits 2005 hatte in der Bootshalle in Schwarzenhütten ein hervorragend besuchtes Hafenkonzert von Radio Bremen stattgefunden. Die Organisation lag damals in den Händen der Seglervereinigung Oste Hemmoor (SVO) unter dem Vorsitz von Jürgen Hinck (Foto).


Hafenkonzert 2005 in Schwarzenhütten

Gerd Drewes (Foto), zugleich Vorsitzender des Schiffs-Modellbau-Clubs (SMC) Hemmoor, plant noch eine andere ganz besondere Attraktion: Wahrscheinlich am selben Tag sollen ebenfalls in Schwarzenhütten Bastler aus verschiedenen "Fährienstraßen"-Orten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in einem riesigen Becken ihre schönsten Modellschiffe vorstellen.


Energie

Oste - Fluß der
Solarkraft


Werbung für die Solar-Woche

7. 7. 2008. An der bundesweiten "Woche der Sonne" vom 16. bis 25. Mai beteiligt sich auch die Oberndorfer Elektrofirma von Nils Uhtenwoldt (Foto). Unter dem Motto "Am Ufer der Solaranlagen" lädt Uhtenwoldt zu einer Fahrt mit der "Mocambo" am Sonnabend, 24. Mai, 18 Uhr, ab Anleger Oberndorf ein. Karten können unter 04772-358 gebucht oder gegen Kauf eines Warengutscheins über 5 Euro pro Person in der Firma in Oberndorf-Wingst abgeholt werden.


Schwebefähre

Gratis und nonstop -
das war der Clou


Über 1500 Passagiere fuhren nach Basbeck

7. 5. 2008. Dass der Fährmarkt 2008 zu einem überragenden Erfolg wurde, ist vor allem den Hemmoorer Aktiven von der IG Bahnhofstraße und vom Culturkreis zu verdanken: Sie haben mit einer kleinen Budenstadt und witzigen Fährdiplom-Prüfungen den Basbecker Fährkopf zu einem attraktiven Ziel für weit über 1500 Fährpassagiere gemacht und damit erstmals das maritime Baudenkmal verdientermaßen in den Mittelpunkt des Festes gerückt.


Mitorganisator Curt Schuster (IG Bahnhofstraße)

Die Entscheidung, die Fähre nonstop und gratis (gegen Spende) verkehren zu lassen, tat ein übriges, um diesem 3. Fährmarkt ein Gepräge zu geben, das kein frühreres Ostener Fest und kein anderes Dorf- oder Straßenfest weit und breit je zu bieten hatte - eben mangels eines Anziehungspunktes wie der einzigartigen Schwebefähre Osten - Hemmoor.


Ständchen der Musikschule an der Oste

Der Erfolg des vorigen Wochenendes kann nur dazu ermutigen, fortan - und insbesondere im Jahr der Oste 2009 - das Basbecker Fährstück frühzeitig in sämtliche Ostener Planungen einzubeziehen.

Die schönsten Fotos
aus Basbeck im Netz


Erschwingliche Delikatessen am Fischstand

Die besten Fotos vom Basbecker Teil des Fährmarkts stehen jetzt auf einer neuen .SONDERSEITE.


Schwebefähre

Großplakat zum
Fährjubiläum


Plakatentwurf von Nikolaus Ruhl - vergrößern

6. 5. 2008. Eine etwa drei mal vier Meter große Plakatwand soll schon in Kürze in Hemmoor die Bevölkerung auf das bevorstehende Jahr der Oste und das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre Osten - Hemmoor im Oktober 2009 einstimmen. Einen entsprechenden Entwurf des Ostener Fotografen Nikolaus Ruhl hat der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. in seiner jüngsten Sitzung am Montag im Ostener Hotel "Fährkrug" verabschiedet. Das Großplakat soll nahe der B 73 an der Hemmoorer Kulturdiele stehen und mit dem Hinweis "3 km links" auch als Wegweiser zum nationalen Baudenkmal an der Oste dienen, wie Osteland-Vorstandsmitglied Johannes Schmidt sagte. Außerdem weist das Plakat auf die Webadressen der Deutschen Fährstraße und der AG Osteland hin.


Früheres Großplakat in Hechthausen (2006)

Schon in früheren Jahren hatte die AG Osteland wiederholt mit Großplakaten - in Bremervörde, Osten, Hemmoor und Hechthausen (siehe Foto) - für das Ferienland an der Oste und die Deutsche Fährstraße geworben.

Jetzt 270 Mitglieder
in der AG Osteland

Erfreut zeigt sich der gemeinnützige Verein über die anhaltend positive Mitgliederentwicklung. Allein in der jüngsten Vorstandssitzung konnten 16 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden, darunter der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis. Damit ist die "Lobby für die Oste" jetzt 270 Mitglieder stark.


Milchstraße Nord

Auch Baljer Hofladen
denkt ans Mitmachen


Das freundliche Team vom Hofladen Bösch

17. 4. 2008. Die Idee einer Norderweiterung der Niedersächsischen Milchstraße in Richtung Ostemündung (siehe SONDERSEITE) stößt auf zunehmende Resonanz. Jetzt hat sich auch Osteland-Mitglied Annette Bösch vom Hofladen Bösch (Website) an der Einrichtung eines Melkhus und an einem Anschluß an die Milchroute interessiert gezeigt. Der Hof liegt nur 1000 Meter von der Cuxhavener Kreisgrenze entfernt und in unmittelbarer Nähe von Geversdorf-Itzwörden (siehe Karte). Bisher hatten bereits die Molkerei Hasenfleet, in der mit EU-Hilfe eine Milchprobier- und Info-Stube eingerichtet werden soll, sowie Milchbetriebe in Wingst, Geversdorf, Oberndorf und Osten-Altendorf erstes Interesse an einer Mitarbeit bekundet. Vorgesehen ist, dass Touristen an der Route nach dem Vorbild der erfolgreichen Milchstraße im Kreis Stade auch ein "Milchmagister" ablegen können. - Zur Website des Baljer Hofladens geht es hier.

Sogar elf Melkhüs
für den Kreis ROW?

9. 4. 2008. Deutlich schneller als im Cuxland vollzieht sich die Verlängerung der Niedersächsischen Milchstraße im Kreis Rotenburg/Wümme . Dort solle sie bereits zum diesjährigen Saisonstart erfolgen, berichtet die Zevener Zeitung. Derzeit haben elf potenzielle Melkhus-Betreiber aus dem Kreisgebiet ihr Interesse bekundet. TouROW-Geschäftsführer Udo Fischer freut sich: "Elf Melkhüs in einem Landkreis, das gibt es noch nirgends." Mehr...


Jugendkriminalität

Auf frischer
Tat erwischt

2. 5. 2008. Schnelle Aufklärung: Am Donnerstag, 1. Mai, gegen 17.45 Uhr, brachen ein 13- und ein 16-Jähriger aus Hemmoor in eine ehemalige Tankstelle ein. Während ihrer Tat fuhren zwei Jugendliche mit ihrem Fahrrad am Gebäude vorbei, beobachteten verdächtige Bewegungen und informierten über einen Nachbarn die Polizei. Während der Anfahrt der Polizei flüchteten die jungen Einbrecher durch ein Fenster, konnten aber von der Polizei gefasst werden und gestanden die Tat.

In Drochtersen hat ein unbekannter Betrüger eine 80-Jährige abgezockt. Mehr unter KEHDINGEN.


Hemmoor

Polizei faßt
Bootsmarder

25. 4. 2008. Seit Oktober 2007 bis Ende März 2008 wurden im Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizei Stade vermehrt Einbrüche in die Bootshallen der hiesigen Yachtvereine (Stade, Wischhafen, Barnkrug, Abbenmfleth, Hemmoor) gemeldet. Jetzt wurden durch die Wasserschutzpolizei Stade 56 Taten aufgeklärt. Die nächtliche Kontrolle eines verdächtigen Autos durch Polizeibeamte aus Hemmoor führte zu einer heissen Spur. Mehr...


Hemmoor

Einsatz am
Vörder See

21. 4. 2008. Hemmoorer Polizeibeamte mußten in Bremervörde helfen, 15 alkoholisierte Jugendliche und junge Männer in Schach zu halten. Die Trunkenbolde hielten am Wochenende zunächst die örtliche Polizei auf dem Grillplatz am Vörder See, unweit der Oste, in Atem. Ein von der Stadt Bremervörden beauftragter Sicherheitsdienst hatte um 22.30 Uhr am Grillplatz eine Gruppe ausgemacht, die äußerst aggressiv war. Da in diesem Bereich der öffentliche Alkoholkonsum untersagt ist, informierte der Ordnungsdienst die Polizei. Zwei Streifenwagenbesatzungen gegenüber verhielten sich die jungen Männer ebenfalls äußerst aggressiv, sodass die Polizisten Verstärkung anforderte. Einem mehrfach ausgesprochenen Platzverweis kam die Gruppe nicht nach. Erst als weitere Funkstreifen aus Hemmoor, Stade und Zeven sowie Diensthundeführer eintrafen und die Gruppe abdrängten, entfernten sich die Personen.

Aus der Gruppe heraus griff plötzlich ein 25-jähriger Bremervörder einen Polizisten gezielt an und hieb ihm mehrfach die Faust ins Gesicht. Der Polizei gelang es, den 25-Jährigen zu überwältigen. Dabei setzten die Beamten Pfefferspray ein. Gefesselt wurde der Mann zu einer Untersuchung in das Bremervörder Krankenhaus und schließlich in das Kommissariat gebracht. Dort wurde dem Mann eine Blutprobe abgenommen und er musste eine Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Noch am nächsten Morgen hatte der Beschuldigte bei einem freiwillig abgegebenen Alkoholtest weit über ein Promille Alkohol im Blut. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingeleitet.


Sport

Osteschule zu Gast
bei Werder Bremen


Cheftrainer Schaaf (2. v. l.) mit Hemmoorer Gästen

15. 4. 2008. Am Montag trafen sich 60 Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen und Bremen im Weserstadion, um hinter die Kulissen von Werder Bremen zu blicken, darunter auch Vertreter der Hemmoorer Osteschule. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts "100 Schulen – 100 Vereine" statt Unser Foto zeigt Trainer Thomas Schaaf mit den Hemmoorern Eric Bolowski, Mara Heier und Betreuer Torsten Rehm. Ein ausführlicher Bericht steht hier (Word-Datei).


Geversdorf

Glückwünsche
für Karin Bicker
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Am Donnerstag eröffnet: der neue Laden

10. 4. 2008. Große Freude in Geversdorf: seit diesem Donnerstag ist die Nahversorgung des Oste-Ortes wieder gewährleistet. Karin Bicker hat in der Deichstraße 10 einen "Oste-Kiosk" eröffnet, in dem es frische Brötchen, Brot und Kuchen von Bäcker Ahrens gibt, außerdem Milchprodukte, Eis, Süßwaren, Getränke und Zeitschriften. Bürgermeister Wilhelm Hottendorff gehörte zu den ersten Gratulanten; auch die AG Osteland überbrachte der sympathischen Geschäftsfrau Glückwünsche.


Hemmoor

Swinger-Keller seit
halbem Jahr gesperrt


Behördenschreiben am Swingerclub-Zugang

10. 4. 2008.Genau ein halbes Jahr ist vergangen, seit der Landkreis Cuxhaven am 10. Oktober 2007 mitgeteilt hat, das Kellerlokal des Hemmoor-Centers sei behördlich versiegelt worden. Dort hatten Investoren um einen namhaften Hemmoorer CDU-Ratsherrn bekanntlich ohne Genehmigung einen Swingerclub betreiben wollen.

Zur Erinnerung: Damals verlautbarte der Landkreis, die Investoren hätten versucht, "in einem Wohn- und Geschäftshaus Räume für eine unzulässige kommerzielle Lokalität zu nutzen, obwohl der Landkreis einen entsprechenden Bauantrag bereits im Sommer rechtskräftig ablehnen musste". Weiter hieß es: "Nun erhielt die Bauaufsichtsbehörde den Hinweis auf eine Internet-Annonce, in der eine gewerbliche Veranstaltung in dem nicht genehmigten Gebäudeteil beworben wurde. Das Bauamt reagierte sofort – und versiegelte die Räumlichkeiten, um der rechtswidrigen Nutzung einen Riegel vorzuschieben." Der Erste Kreisrat Günter Jochimsen (Foto) erklärte damals gegenüber der Presse (kompletter Wortlaut hier) über dier "illegale Lokalität": "Es ist – schon im Interesse aller rechtstreuen Bürger – unakzeptabel, wenn Einzelne das Recht in ihre Hand nehmen und versuchen, ihren Willen auch gegen die berechtigten Interessen von Nachbarn durchzudrücken. Wer sich sogar über rechtskräftige Entscheidungen hinwegsetzt und meint, er könne sein Vorhaben dennoch unbehelligt umsetzen, zwingt uns zum Handeln."


Warstade

Freude wie
bei der WM


Autokorso am Donnerstag in Hemmoor

10. 4. 2008. Flatterndes Schwarzrotgold, hupende Autos - die Freude war so groß wie bei der WM: Am Donnerstag feierten Warstader Gymnasiasten mit einem Mini-Autokorso ihr Schuljahrsende. Mehr über die Schule hier.


Verkehr

Quadfahrer von
Seniorin übersehen

25. 3. 2008. Eine 86-Jährige befuhr am Ostersonntag gegen 12.55 Uhr mit einem Pkw die Hemmoorer Otto-Peschel-Straße in Richtung Zentrum und übersah beim Abbiegen nach links auf ein Grundstück einen entgegenkommenden 23-jährigen Quadfahrer. Nach dem Zusammenstoß schleuderte der Quadfahrer gegen einen geparkten Pkw und verletzte sich leicht. Der Gesamtschaden beträgt rund 10.000 Euro.


Metronom

Schnellbremsung für
Hemmoorer Trinker

Werkfoto
Ein 18-jähriger stoppte den Metronom

21. 3. 2008. Am Gründonnerstag gegen 14.10 Uhr beobachtete der Triebfahrzeugführer des Metronom 36619 bei Einfahrt in den Bahnhof Hamburg-Harburg einen jungen Mann, der die Gleise verbotenerweise überquerte. Der aus Richtung Tostedt einfahrende Metronomzug wurde durch den Triebfahrzeugführer umgehend durch eine Schnellbremsung zum Halten gebracht. Eingesetzte Bundespolizisten der Bundespolizeiinspektion Hamburg (Revier Harburg) konnten den 18-Jährigen aus Hemmoor noch am Bahnsteig stellen.

Polizeibeamte führten den offensichtlich alkoholisierten Mann zur Feststellung der Personalien dem Bundespolizeirevier in Harburg zu. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Nach jetzigem Sachstand wurden Reisende in dem Metronomzug durch die Schnellbremsung nicht verletzt. Gegen den Mann aus Hemmoor fertigten die Beamten eine Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr an.


Oste

Hochwasser
und Sturm


Hochwasser im Alten Hafen von Neuhaus

25. 2. 2008. Hohe Wasserstände und orkanartige Böen - das Osteland erlebte in der Nacht zum Sonnabend den bislang schwersten Sturm des Jahres. In Neuhaus fotografierte unsere Leserin Siw-Evelin Helenius-Scharten von der Kleinen Galerie am Alten Hafen (Website).


Raubüberfälle

Eine Spur führte
nach Hemmoor


Teile des sichergestellten Diebesguts

22. 2. 2008. Einer aufmerksamen Verkäuferin und den intensiven Ermittlungen des Fachkommissariates für Jugendsachen der Polizeiinspektion Stade ist es zu verdanken, dass bisher sieben Raubüberfälle auf einzelne Personen aus der letzten Zeit aufgeklärt werden konnten. Der Verkäuferin war am vergangenen Freitag ein junger Mann an ihrer Kasse aufgefallen, der mit einer EC-Karte bezahlen wollte und dabei offenbar Schwierigkeiten mit der Unterschrift hatte. Sie informierte die Polizei, die einen 16-jährigen Jugendlichen aus Drochtersen festnehmen konnte. Im Rahmen der Vernehmungen gab der Jugendliche dann insgesamt sechs Überfälle in Stade und einen Überfall in Buxtehude zu. Bei drei Durchsuchungen in Stade und Hemmoor, an denen insgesamt 16 Beamte von mehreren Dienststellen sowie ein Polizeihund beteiligt waren, konnten diverse Beweismittel wie Schreckschusswaffen und Beute in großen Mengen, wie Handtaschen, EC-Karten, Kreditkarten, Führerscheine und andere Papiere sichergestellt werden.

Zusätzlich fiel den Beamten auch noch Beute aus bisher nicht bekannten Diebstählen in Discotheken in Stade und Wohnungen in Hemmoor in die Hände. Ein 27-jähriger Mittäter, der u. a. im Verdacht steht, die geraubten EC-Karten zur Verwendung an noch weitere fünf Tatverdächtige weitergegeben zu haben, wurde ebenfalls festgenommen.

Mit den geraubten EC-Karten hatten die verschiedenen Täter inzwischen Waren im Wert von mehreren tausend Euro für sich eingekauft. Unter anderem wurde damit bei einem Juwelier eine Goldkette für ca. 800 Euro erstanden. Die benachrichtigten Opfer, die teilweise ihr Eigentum bereits wieder bei der Polizei abholen konnten, zeigten sicht erleichtert über den Erfolg der Ermuittler und darüber, dass sie offensichtlich nur zufällig und nicht gezielt von dem Täter für seine Überfälle ausgesucht worden waren. Der Jugendliche, der Polizei aus vorherigen Ermittlungsverfahren gut bekannte Intensivtäter, der kurz vorher bereits eine Haftstrafe von über einem Jahr wegen diverser Diebstahls- und Raubdelikte abgesessen hatte, musste nach seinen Vernehmungen wieder auf freien Fuß gesetzt werden, die Prüfung eines Haftbefehls gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft steht zur Zeit noch aus. Die Ermittlungen gegen alle Beteiligten dauern zur Zeit noch weiter an.


Polizei

Ein Unbekannter
spukt im Milchraum

8. 2. 2008. Am Donnerstag, 2 Uhr nachts, drang ein unbekannter Täter in die Milchkammer eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Dorfstraße in Hemmoor ein und versuchte von dort aus, eine Tür zum Wohnraum aufzuhebeln. Der Täter ergriff die Flucht, nachdem Anwohner durch den Lärm geweckt wurden. Entwendet wurde offensichtlich nichts. Zeugen, denen verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, werden gebeten, sich an die Polizei Hemmoor zu wenden (Rufnummer 04771 / 6070).

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatten noch unbekannte Täter mit einem Feldstein die Schaufensterscheibe eines Verbrauchermarktes in Wingst-Dobrock eingeworfen. Anschließend wurden diverse Tabakwaren entwendet. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 500 Euro. Die Polizei Hemmoor schließt einen Zusammenhang mit weiteren Taten, die in der gleichen Nacht in der Wingst verübt worden sind, nicht aus.

So wurde in der Molkereistraße ein Zigarettenautomat, der an einem Imbiss aufgestellt war, aufgehebelt; daraus wurden die Zigaretten entwendet. Zudem brachen Unbekannte in ein Gartenhaus im Kirchenstieg und in ein weiteres Gartenhaus am Waldmuseum ein. Ob daraus etwas entwendet wurde, ist noch unklar. Zeugenhinweise erbittet die Polizei Hemmoor unter der Rufnummer 04771/6070.


Kriminalität

Weniger Straftaten,
mehr Aufklärung


Vize-Inspektionsleiter Kliem

29. 1. 2008. Nach einer ersten Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik in der Polizeiinspektion Cuxhaven / Wesermarsch ist die Aufklärungsquote um 3,53 Prozentpunkte gestiegen und die Anzahl der insgesamt bekannt gewordenen Straftaten leicht zurückgegangen.

Im Jahr 2007 wurden insgesamt 18.744 Straftaten verzeichnet. Davon konnten bisher 10.616 Taten in beiden Landkreisen aufgeklärt werden. Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 56,64 Prozent. 2006 waren hingegen 10.337 von insgesamt 19.465 Taten aufgeklärt worden (53,11 Prozent).

"Wir haben wie in den Vorjahren eine konstant hohe Aufklärungsquote erreicht und nochmals eine Steigerung der Quote erzielen können", sagt der stellvertretende Inspektionsleiter, Polizeioberrat Holger Kliem. Der Erfolg sei, so Kliem, der "hohen Professionalität" seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken.


Polizei

Rücklicht defekt,
Führerschein weg

29. 1. 2008. Ein defektes Rücklicht wurde einer Fahrzeugführerin aus dem Raum Hechthausen zum Verhängnis. Aufgrund dieses Defektes wurde sie  von der Hemmoorer Polizei kontrolliert. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft der Frau fest. Ein Test am Atemalkoholgerät ergab einen Wert von 1,5 Promille. Der Führerschein der Frau wurde beschlagnahmt.

Aus Unachtsamkeit kam am Montagmorgen eine 35-jährige Fahrzeugführerin in der Wingster Straße Wassermühle in einer Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Opel Corsa der Wingsterin prallte im Seitenraum gegen einen Baum. Die alleinbeteiligte Unfallfahrerin wurde durch den Aufprall leicht verletzt. Der Schaden betrug etwa 4000 Euro.

Bei Laumühlen bemerkte ein offensichtlich erheblich zu schnell fahrender Fahrzeugführer den Messwagen und vollzog, um nicht gemessen zu werden, eine unkontrollierte Vollbremsung. Dadurch verlor der Mann die Gewalt über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet am Montag gegen 10 Uhr  in den Straßenseitenraum der L 116, wobei ein Leitpfosten überfahren wurde. Witerer Schaden entstand nicht, auch verletzt wurde niemand. Gemessen wurde allerdings doch.


Hemmoor

Verkehrswegeplan
wird überarbeitet

24. 1. 2008. Die Hemmoorer SPD-Fraktion hat eine Überarbeitung des Generalverkehrswegeplans der Stadt auf den Weg gebracht, um den weiter steigenden Anforderungen an die Straßen und den sich verändernden Verkehrsströmen gerecht zu werden. Es sei an der Zeit, erklärt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Hinck (Foto), den Bedarf für den Neu-, Um- und Ausbau von Straßen zu ermitteln. Von der Generalüberarbeitung erwartet die SPD konkrete Ergebnisse zu den Punkten öffentlicher Personennahverkehr sowie Straßen-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Weitere Fragestellungen betreffen Fußgängerzonen, Tempo 30, Verkehrssicherheit für Kinder, ältere und behinderte Menschen, Parkraumplanung und Verkehrsmanagement.

In der von Johannes Schmidt, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, mitunterzeichneten Erklärung heißt es, die Stadt Hemmoor habe sich in der Vergangenheit, im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes und der Nutzung und Änderung von Bebauungsplänen, erheblich gewandelt. So seien der Bahnübergang mit behindertengerechten Bahnsteigen, neue Straßen, Verkehrsberuhigungszonen, Wohngebiete und Einkaufsschwerpunkte hinzugekommen.

"Dem Bedarf an Gewerbe- und Industrieflächen wurde Rechnung getragen, weitere Flächen müssen für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen ausgewiesen werden. Aus diesen Entwicklungsprozessen heraus gibt es konkret spürbare Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen, den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit, insbesondere auch in Wohngebieten. Der Verkehr hat sich neue Hauptverbindungs- und Zubringerwege gesucht," erklärt die SPD. Der Bereich der Verkehrsentwicklung sei Teil eines umfassenden zielgerichteten Stadtentwicklungsprozesses in den nächsten Jahren.

Bürgerbeteiligung in Form einer Bürgerinformations- und Diskussionsveranstaltung werde für die SPD auch hier wieder ein wichtiger Aspekt für die Problemfeststellung und für die Entwicklung von Lösungsansätzen sein.


Pädagogik

Wie spannend ist
Hemmoors Museum?


Selbst bemalt: Souvenir-T-Shirt für Hemmoor

19. 1. 2008. Wie spannend Jugendliche Museumsbesuche finden können, wurde bei der 12. Museumspädagogischen Woche des Landschaftsverbandes Stade in Hemmoor ergründet. Ein ausführlicher Bildbericht von Hubert Hansel, hauptamtlicher Museumsberater beim Landschaftsverband, steht hier.


Volksbank

Geld für zehn
Organisationen

18. 1. 2008. Über eine Finanzspritze von insgesamt 3750 Euro aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens der Volksbank Stade-Cuxhaven freuen sich folgende zehn Vereine und Institutionen aus der Region: die Fördervereine der Grundschulen Althemmoor und Osten, die Schützenvereine Basbeck und Lamstedt, der Schützenbund der Börde Lamstedt, die Jugendfeuerwehren Basbeck und Westersode, der Verein zur Hilfe von Tschernobylkindern, die Arbeitsgemeinschaft Osteland sowie der Kirchenchor Cadenberge. Zur Übergabe der Spenden hatte Helmut Michaelis (Foto) von der Volksbank Hemmoor die Vertreter der Vereine zu einer Feierstunde eingeladen: „Die Vereine sind auf Spenden angewiesen, um ihre Arbeit auszuüben. Das Geld kommt den Menschen aus unserer Region zugute, und daher unterstützen wir gerne unsere Vereine aus den Erträgen des VR-Gewinnsparens.“


Hemmoor

Wahlgeschenk
aus Hannover


Isek-Runde in Hemmoor: Verdienst der Bürger

17. 1. 2007. Unmittelbar vor der Wahl hat das niedersächsische Sozialministerium, wie berichtet, zugunsten diverser Kommunen - darunter Hemmoor - deren Konzepte zur "Erneuerung und Entwicklung städtischer Gebiete“ und Anträge auf eine EU-Ziel-1-Förderung nach dem EFRE-Programm anerkannt.

Die Termingestaltung hat niedersächsische Zeitungen zu bissigen Kommentaren veranlasst. Die Cellesche Zeitung schreibt: "Rechtzeitig vor der Landtagswahl macht sich die CDU/FDP-Regierung in Hannover ans Geschenkeverteilen. Dass die Präsente dabei von der EU bezahlt werden, tritt in den Hintergrund."

Was die Beschlüsse konkret für die Gemeinden bedeuten, ist offen. "Diese Grundsatzentscheidung beinhaltet noch keine Festlegung der jeweiligen Fördersumme beziehungsweise von Fördergebieten im Einzelnen", zitiert das Blatt den Ministeriums-Sprecher Christian Stichternath (siehe auch nächsten Text).

Wahlkampf
mit EU-Geld

16. 1. 2008. Kaum eine Woche vergeht derzeit, im Vorfeld der Landtagswahl, in der CDU-Abgeordnete nicht gute Nachrichten für die Region verbreiten. Das weckt Mißtrauen. "Wenn die Pfadfinder nach ihrem Motto 'Jeden Tag eine gute Tat' handeln, dann ist das ehrlich und gut", sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Claus Johannßen (Foto) aus Otterndorf. "Wenn aber Abgeordnete der Regierungsparteien jeden Tag in der Presse eine Wohltat für unsere Region verkünden, tut man gut daran, das mal zu hinterfragen." Dabei denkt der SPD-Abgeordnete auch an die kürzlich in der Presse verkündete Meldung über zugesagte EU-Mittel für LEADER-Regionen und ISEK-Projekte in Bad Bederkesa, Otterndorf und Hemmoor.

"Dass diese Gelder  hier ankommen, ist das Verdienst vieler Bürgerinnen und Bürger, die in vielen Arbeitsgruppen gute Konzepte für Projekte in unserer Region ausgearbeitet haben. Denn gute, stimmige Konzepte sind die Voraussetzung für die Mittelbewilligung in diesen Förderprogrammen".

Daher hält Claus Johannßen es für unredlich, so zu tun, als würde das Land hier große Summen in den Landkreis Cuxhaven leiten. "Das sind EU–Mittel, erworben durch Fleiß und Engagement vieler Leute, keine Gelder vom Land Niedersachsen. Auf Gelder vom Land warten nämlich viele Kommunen schon viele Jahre lang, da kommt fast nichts. Also werden EU-Mittel schnell mal als Erfolg des Landes verkauft. Das ist schon fast als 'Fielmann–Politik' zu bezeichnen: denn das Land hat kaum einen Cent dazu bezahlt."


Finanznot

Johannßen unterstützt
Bürgermeister-Vorstoß


Bürgermeister-Sprecher Dirk Brauer

6. 1. 2008. Hemmoors Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer ist Wortführer einer Konferenz der hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Cuxhaven, die zu Jahresbeginn erneut eine Senkung der Kreisumlage um 2,5 Prozentpunkte gefordert haben. Der Landkreis habe, so Brauer, das altbewährte Prinzip verlassen, die Kreisumlage so festzusetzen, dass sich die Defizite von Kreis und Gemeinden im Gleichklang entwickeln.

Der Landtagsabgeordnete Claus Johannßen, zugleich Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, hat den Protest der Bürgermeister jetzt öffentlich unterstützt: "Die SPD-Kreistagsfraktion fordert schließlich schon seit Jahren, zum finanziellen Interessenausgleich zwischen dem Landkreis und seinen Kommunen zurückzukehren", so  Johannßen. "Es kann nicht sein, dass der Landkreis überwiegend von der besseren Finanzkraft der öffentlichen Haushalte profitiert, er aber gleichzeitig durch das übermäßige Abschöpfen der kommunalen Steuereinnahmen seine Gemeinden dem Finanzkuratel des Niedersächsischen Innenministers ausliefert." Die SPD-Kreistagsfraktion hatte bereits am 20. Dezember die Absenkung der Kreisumlage um 2,5 Prozent beantragt und damit ihre Forderung aus den Vorjahren erneuert. Dieses würde eine Entlastung der Gemeinden um drei Millionen Euro ergeben. Johannßen: "Ich appellierte an den Landrat Bielefeld, endlich von seiner starren Haltung abzurücken, um den kommunalen Frieden im Landkreis endlich wieder herzustellen."

"Aber ich gehe davon aus, dass auch die CDU-Kreistagsfraktion ihre Verweigerungshaltung zur Entlastung der Gemeinden aufgeben wird, obwohl der CDU-Kreistagsabgeordnete Ferlemann noch Ende Dezember eine Senkung der Kreisumlage ausgeschlossen hat", so Johannßen. Als erster werde der CDU-Fraktionsvorsitzende Goetjen umfallen und in den nächsten Tagen eine Absenkung der Kreisumlage fordern, sagt Johannßen voraus.


Hemmoor

Hans-Wilhelm Saul
zog im Rat Bilanz


Frischer Wind für Hemmoor: Saul und Brauer

22. 12. 2007. In der jüngsten Sitzung des Hemmoorer Stadtrats zog Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (SPD) zum Abschluss des Jahres 2007 Bilanz. Dies sind die wichtigsten Punkte, die der Rat und die Verwaltung unter der Leitung von Stadtdirektor Dirk Brauer abgehakt haben.

Stadtplanung:

• Für die Erweiterung der Verkaufsfläche des Möbelhauses Steffens in Lamstedt wurde zunächst die Zustimmung zur Verlagerung der mittelzentralen Funktion in Bezug auf den Möbeleinzelhandel versagt, da die Interessen des Mittelzentrums Hemmoor in erheblichem Maße betroffen waren. Nach intensiven Verhandlungen über das ganze Jahr gelang in dieser politisch und rechtlich schwierigen Angelegenheit eine vertragliche Lösung zwischen dem Landkreis Cuxhaven, der Börde Lamstedt sowie der Stadt Hemmoor.

• Die Stadt hat im Verbund der Hadler Region am ILEK-Prozess mitgewirkt. Der Prozess konnte mit der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes im Umfang von mehr als 100 Projekten abgeschlossen werden. Aufbauend darauf wurde ein Wettbewerbsbeitrag zum LEADER-Wettbewerb erarbeitet. Die Hadler Region wurde als Förderregion ausgewählt und mit zusätzlichen Fördergeldern bedacht.

• In sehr kurzer Zeit, über die Sommermonate hinweg, wurde auch der ISEK-Prozess umgesetzt und ein städtisches Entwicklungskonzept zur Erlangung von Städtebaufördermitteln eingereicht.

• Für die Stadtteile Althemmoor und Westersode wurde vorbehaltlich der Beschlussfassung des Rates gegenüber den betreffenden Grundstückseigentümern sowie dem Amt für Landentwicklung die Beantragung eines Flurbereinigungsverfahrens angeregt. Auf einem Informationsabend ist bereits ein Arbeitskreis zur Vorbereitung einer Entscheidung gebildet worden.

Verkehrsprojekte und -maßnahmen:

• Es wurde nach Einholung differenzierter Gutachten beschlossen, die Bahnbrücke im Zuge der Hafenstraße zu sanieren; Baubeginn ist im Frühjahr 2008. Es eröffnet sich damit die Option, den Hafen Schwarzenhütten zu neuem Leben zu erwecken.

• Der Schwarzenhüttener Weg wurde saniert.

• In Westersode / Althemmoor ist in erheblichem Umfang eine Pflege bzw. Unterhaltung von Wirtschaftswegen erfolgt. Bürgermeister und Stadtdirektor haben sich selbst ein Bild vom Zustand gemacht und mit den dort wirtschaftenden Landwirten diskutiert.

• Die Stadt hat den Umbau und die Neugestaltung der B 73 im Zuge der Ortsdurchfahrt Basbeck beantragt. Das Planfeststellungsverfahren soll in 2008 beginnen. Zuvor soll eine Bürgerinformation stattfinden.

• Im ablaufenden Jahr wurden folgende Verkehrsprojekte umgesetzt:

• Aufstellung von Straßenbeleuchtung an der B 495 von Osten nach Hemmoor, Restarbeiten erfolgen in 2008,

• Erstellung eines Treppenaufganges am Bahnhof

• In Vorbereitung zweier Sanierungsmaßnahmen hat vor Beschlussfassung eine Anliegerversammlung mit den Anliegern der Bergstraße und des Hüttenstieges statt gefunden. Die Ergebnisse werden in die Entscheidungsvorbereitung mit einbezogen.

• In  der Stadt Hemmoor werden insgesamt 13 Schülerwartehäuser erneuert.

• Im Baugebiet „An der Reithalle“ konnten insgesamt 5 Baugrundstücke veräußert worden.

• In Gedenken an die Basbecker Familie Rosenthal, die Opfer der Greuel des Holocausts geworden ist,  ist im Stadtteil Basbeck ein bislang unbenanntes Straßenstück in Rosenthalweg benannt worden.

Öffentliche Sicherheit und Ordnung:

• Für den notwendigen Neubau des Feuerwehrhauses in Basbeck hat die Stadt ein geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt.

• Für die Sicherheit der Kinder hat die Samtgemeinde Hemmoor einen Zebrastreifen an der Elsa-Brändström-Straße erstellt. Für diesen Bereich sowie den Schulweg im Zuge der Bergstraße wurde durch die Samtgemeinde Hemmoor zusätzlich Tempo 30 angeordnet.

Kindertagesstätten

• Mit Beginn des Kindergartenjahres 2007/2008 ist in der Stadt ein neues Betreuungsangebot für unter 3-Jährige (Krippe) sowie für Schulkinder (Hort) geschaffen worden. Die Stadt gehört damit auf Kreisebene zu den Vorreitern bei der Einführung neuer Kindertagesstättenangebote.

• Des Weiteren ist die Ganztagesbetreuung, eine weitere Integrationsgruppe für den Kindergarten der Lebenshilfe sowie die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe beschlossen worden.

Tourismus und Marketing:

• Zur Revitalisierung des Bahnhofs ist zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzung der Bebauungsplan aufgehoben worden. Die Stadt hat mit dem Investor zudem zahlreiche Gespräche hinsichtlich der Sanierung des Bahnhofs geführt.

• In Ergänzung zum touristischen „Zugpferd“, der Schwebefähre, wurden Gespräche über die Wiederherstellung der Schiffsanlegestelle Basbeck geführt.

• Auf schriftlichen Antrag der Stadt Hemmoor hat der Landkreis Cuxhaven die Schwebefähre Osten in Schwebefähre Osten-Hemmoor umbenannt.

• Mit der Eigentümergemeinschaft Kreidesee sind mehrere Gespräche zur touristischen Öffnung und Entwicklung des Kreideseeareals geführt worden. Der Dialog wird fortgesetzt.

• Die Nutzungsordnung für die Kulturdiele wurde neugefasst, so dass das Gebäude für jedermann zur Verfügung steht.

• Am 2. und 3. Oktober hat die Stadt ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Festball und einem bunten Programm gefeiert.

• Die Stadt hat sich auf der Fachmesse für Gewerbeimmobilien EXPANSION 2007 in Hamburg präsentiert und an der Elbe-Weser-Messe am Kreidesee teilgenommen.

Gewerbe und Wirtschaft:

• Die Stadt hat die Ergänzung des Facharztangebotes finanziell gefördert.

• Erste Gespräche zur Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes am Stadtrand von Basbeck sind geführt worden.

• An der Otto-Peschel-Straße wurde der Neubau von zwei Verbrauchermärkten im Interesse einer geordneten städtebaulichen Entwicklung planungsrechtlich gesteuert.

• Ein Problem bereitet der Leerstand von Ladenflächen; die Stadt bemüht sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Nachnutzung.

• Schließlich ist über die Schaffung einer Einheitsgemeinde Hemmoor beraten worden.

• Zu weiteren Projekten sind erste Gespräche geführt worden.

Fazit: Die Stadt ist bemüht, auf vielen Feldern etwas für die Bürger zu erreichen."

Haushalt 2008
verabschiedet

In der Sitzung wurde der Haushalt 2008 der Stadt verabschiedet. Die Haushaltsrede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Hinck steht auf spd-hemmoor.de.


Verbände

Kinderschützer
sind enttäuscht

15. 12. 2007. Der Kinderschutzbund Niedersachsen zeigt sich "erstaunt, dass sich trotz politischer Absichtserklärungen, die Rechte von Kindern in die Verfassung aufzunehmen, keine verfassungsgestaltende Mehrheit in Regierung und Landtag findet, die die Verankerung von Interessen der Kinder über Parteipolitik stellt". Mit seiner Initiative "Nimm mich auf – Kinderrechte in die Landesverfassung" wollte der Verband ein Umdenken im Umgang mit Kindern bewirken und die Schutz-, Förderungs- und Beteiligungsrechte von Mädchen und Jungen stärker verankern, heißt es in einer Stellungnahme des Landesvorsitzenden Johannes Schmidt (Hemmoor). Mehr...


Einheitsgemeinde

"Schlag unter
die Gürtellinie"


Will eine Einheitsgemeinde: Dirk Brauer

15. 12. 2007. Die Gemeinden Osten und Hechthausen haben sich bislang stets gegen eine Art Eingemeindung nach Hemmoor ausgesprochen. Die Stadt Hemmoor dagegen hat kürzlich, wie berichtet, ihren Wunsch nach einer Einheitsgemeinde bekräftigt.

In einer Mail an diese Website hat sich jetzt Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer - zugleich Stadtdirektor in Hemmoor sowie Gemeindedirektor in Osten und Hechthausen - in dieser Frage eindeutig zu der Stadthemmoorer Position bekannt.

Anlaß für Bauers Stellungnahme war unser bereits im Oktober erschienener Kommentar "Städter beharren auf Einheitsbrei" (siehe unten). Brauer wörtlich:

"Ich bin erschrocken über Ihren Bericht über die Bemühungen zur Bildung einer Einheitsgemeinde Hemmoor. Die Bezeichnung Hemmoors als identitätskrank und gesichtslos ist ein Schlag unter die Gürtellinie. Hemmoor hat gewiss Defizite, aber auch eine durchaus gute Infrastruktur, die Stadt hat Chancen und ist im Aufbruch begriffen, der durch diesen Bericht nicht gefördert sondern gedämpft wird.


Hemmoor und umzu (Foto: Google Earth)

Gerade der seinerzeitige Zusammenschluss im Jahre 1968 der sechs ehemaligen konkurrierenden Gemeinden hat, gemessen an dem damaligen Status Quo, zu einem erheblichen Aufschwung sowie zu einer bemerkenswert positiven Entwicklung beigetragen. Beispielshaft sei die Ansiedlung der Fachärzte genannt. In vielen Gesprächen etwa mit Investoren ist die Größe der Stadt Hemmoor, ihre Aufwertung als Mittelzentrum und Schwerpunktort sowie die wirtschaftliche Entwicklung ein überaus großes Pfund. Wäre es damals bei einer Samtgemeinde Warstade geblieben und hätten die seinerzeitigen Kommunalpolitiker nicht zukunftsweisend die Einheitsgemeinde Hemmoor beschlossen, hätte es viele positive Entwicklungen in Hemmoor nicht gegeben.

Der jetzige nochmalige Vorstoß zur Bildung einer größeren Einheitsgemeinde Hemmoor bringt abermals fast nur Vorteile. Die argen Finanzprobleme der Gemeinde Osten sind aus eigener Kraft wohl nicht mehr lösbar. Die Finanzierung zuknftsweisender touristischer Projekte ist fraglich. Die Gemeinden Osten und Hechthausen erhalten mit einer Fusion den Status eines Mittelzentrums sowie einer Stadt und profitieren wie alle Mitgliedsgemeinden von der Reduktion von  Bürokratiekosten. Mehr Gemeinschaftlichkeit ist das Gebot der Stunde und nicht die Betonung des eigenen Kirchturms. Die Welt dreht sich und verändert sich vor unser aller Augen, wir arbeiten jedoch noch in den kommunalen Strukturen der 70er Jahre.

Und was die Bürgernähe anbetrifft: Diese geht dabei nicht verloren. Das zeigen die Beispiele anderer größerer Einheitsgemeinden im Südkreis des Landkreises Cuxhaven. Aus Schiffdorf, der Stadt Langen oder in Loxstedt ist ein Mangel an Bürgernähe mir noch nicht bekannt geworden. Die Argumente gegen eine Einheitsgemeinde dokumentieren eher Ängste vor Veränderung und mangelndes Vertrauen."

Der Beitrag, gegen den sich Brauer wendet, steht hier.


Hemmoor

Eröffnung am
Ziegelkamp

25. 11. 2007. Am Wochenende wurde das Senioren- und Pflegeheim "Haus der Pflege Ziegelkamper Höhe" in Hemmoor offiziell eröffnet. Am kommenden Wochenende ziehen die ersten Bewohner in ihr neues Zuhause. Mehr auf der Website des Heims.


Medizin

Hemmoorer Ärztin
sprach in Oldenburg


Dr. Penteker in Oldenburg (mit Dr. Friedl)

12. 11. 2007. Das Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Flüchtlingsrates, Dr. med. Gisela Penteker, hielt einen Gastvortrag an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg über traumatisierte Flüchtlinge und die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und Migranten. Dr. Penteker, die als Ärztin in Hemmoor praktiziert, referierte auf Einladung von Dr. Reinhold Friedl in dessen Seminar "Weltflüchtlingsproblematik und Bildungsprogramme der Vereinten Nationen" am Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen. Friedl, der auch Vertreter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland ist, wies darauf hin, dass Unterstützung von traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern ein Schwerpunkt seiner Organisation sei.

Penteker führte aus, dass das Asylverfahren heute häufig als eine traumatische Sequenz nach den bereits traumatisierenden Erfahrungen im Herkunftsland und auf der Flucht angesehen werde. Die Lebensbedingungen im deutschen Exil seien oft geprägt von Ablehnung und Entmündigung. Das führe zu Kompetenzverlust und einer Chronifizierung der Traumastörung. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen leiden etwa 40 Prozent  der Flüchtlinge infolge von Traumatisierung an psychischen Krankheiten.

Der Zugang zur Gesundheitsversorgung sei, so Penteker weiter, für Flüchtlinge und Migranten voller Hürden: Einschränkungen der Leistungen durch das Asylbewerberleistungsgesetz, Sprachschwierigkeiten, Überlastung und Gleichgültigkeit von Ärzten sowie fehlende Informationen über das deutsche Gesundheitswesen. Nach dem Gesetz hätten auch Menschen ohne Papiere Anspruch auf Gesundheitsversorgung. Penteker: "Das können sie jedoch kaum in Anspruch nehmen, weil sie die Ausweisung riskieren."


Kinderschutz

Unterhaltsreform
durchgesetzt


Aktuelle SPD-Information (Ausriß)

12. 11. 2007. "Diese Reform dient den Interessen der Kinder," freut sich der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes, Johannes Schmidt (Hemmoor), über die soeben vom Bundestag beschlossene Reform des Unterhaltsrechts. Laut Schmidt, der auch der SPD in der Samtgemeinde Hemmoor vorsteht, hat sich die SPD mit ihrem Konzept zur Reform des Unterhaltsrechts "auf ganzer Linie durchgesetzt".

Die SPD faßt in einer Mitgliederinformation die Vorteile der Reform so zusammen:

 Endlich werden weniger Kinder auf Sozialhilfe angewiesen sein.

 Endlich werden die Elternteile, die Kinder betreuen, nicht mehr danach unterschieden, ob sie mit dem bzw. der Unterhaltspflichtigen verheiratet waren oder nicht.

Das Gesetz stellt klar: Zuerst kommen die Ansprüche der Kinder, danach kommen die Ansprüche derer, die Kinder betreuen. Im Kern verändert die Reform die Rangfolge der Unterhaltsberechtigten in so genannten Mangelfällen. Ein Mangelfall liegt vor, wenn nach der Trennung oder Scheidung das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht für Kinder und Ehe- bzw. Lebenspartner ausreicht. Künftig gilt:

 An erster Stelle stehen unterhaltsberechtigte Kinder. Der Kindesunterhalt hat Vorrang vor allen anderen Unterhaltsansprüchen. Das gilt für eheliche wie nichteheliche Kinder gleichermaßen.

 An zweiter Stelle stehen alle kinderbetreuenden Elternteile. Ist nach Zahlung des Kinder-Unterhaltes der Selbstbehalt (das Einkommen, das der Unterhaltspflichtige für seinen eigenen Lebensunterhalt benötigt) noch nicht erreicht, haben alle kinderbetreuenden Elternteile – unabhängig davon, ob sie mit dem bzw. der Unterhaltspflichtigen verheiratet sind oder waren – für drei Jahre einen Unterhaltsanspruch. Ebenfalls an zweiter Stelle stehen jene Unterhaltsberechtigte, die nach langer Ehedauer geschieden werden, da hier über Jahre hinweg Vertrauen in die eheliche Solidarität gewachsen ist.

 An dritter Stelle stehen Geschiedene, die nur kurz mit dem bzw. der Unterhaltspflichtigen verheiratet waren und keine Kinder betreuen. Sie erhalten Unterhalt, sofern der Selbstbehalt nicht durch Befriedigung der Unterhaltsansprüche des zweiten Rangs erreicht ist.

Fazit der SPD: "Mit dem neuen Unterhaltsrecht rücken wir das Kindeswohl weit in den Vordergrund. So verstehen wir Reformen für ein soziales Deutschland."


Hemmoor

Mieter für den
Bahnhof gesucht


Der Bahnhof soll revitalisiert werden
Fotos: Schmidt
Ein Schild wirbt für Gewerbeflächen

25. 10. 2007. Das Konzept für die Revitalisierung des Hemmoorer Bahnhofsgebäudes steht (siehe unten), jetzt werden Pächter für die Gewerbeflächen gesucht, wie ein Transparent am Gebäude verrät. Als Termin für die Fertigstellung wird der Herbst 2008 genannt.


Hemmoor

Beharren die Städter
auf dem Einheitsbrei?


Hemmoorer Stadtbürgermeister Saul

12. 10. 2007. Die Stadt Hemmoor will, wie sich auf der jüngsten Ratssitzung am Donnerstag zeigte, nicht von der Idee ablassen, gemeinsam mit Osten und Hechthausen eine Einheitsgemeinde zu bilden. Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (SPD) und Stadtdirektor Dirk Brauer sollen auf Antrag der CDU entsprechende "nachhaltige Verhandlungen" mit den beiden Nachbargemeinden führen.

Das Ergebnis dürfte bereits feststehen: Beide Gemeinden hatten voriges Jahr jeweils einstimmig abgelehnt, sich von Hemmoor schlucken zu lassen bzw. zu fusionieren, und dabei auf das derzeit deutlich höhere Maß an Überschaubarkeit und Bürgernähe hingewiesen. Ähnlich argumentierte jetzt auch Jutta Popp (Bürgergemeinschaft) im Hemmoorer Stadtrat.

In Hechthausen und Osten überwiegt nach wie vor die Furcht, bei Aufgabe der Selbständigkeit und Abschaffung der eigenen Gemeinderäte könne eine weiteres identitätsschwaches Retortenprodukt entstehen wie die Stadt Hemmoor, das die Ausmerzung der einst selbständigen, lebendigen Dorfgemeinden bis heute nicht überwunden hat; das erklärt laut dem jüngsten ISEK-Papier (siehe nächsten Text) ja auch einen Teil der "negativen Stimmung", die bis heute in Hemmoor vorherrsche.

Schmidt hielt eine
historische Rede


SPD-Kommunalpolitiker Schmidt (Foto: Archiv)

Einen Lichtblick in der Debatte bot allerdings eine bemerkenswerte Rede des SPD-Ratsherrn und -Ortsvorsitzenden Johannes Schmidt.

Er übte scharfe Kritik am Stil des Vorgehens ("zu respektlos gegenüber den Menschen") und plädierte dafür, auch mögliche negative Folgen - Beispiel: Identitätsverlust, niedrigere Wahlbeteiligung und sonstige "Frustrationskosten" - in die Überlegungen einzubeziehen und in einer "Erkenntnisstudie" alle Aspekte zusammenzutragen und öffentlich diskutieren zu lassen. Am Ende solle eine Bürgerbefragung stehen.

Die Schmidt-Rede, die in die Stadtgeschichte eingehen könnte, ist wegen ihrer Bedeutung hier im Wortlaut dokumentiert.

Die Grundsatzrede ließ offenbar auch die CDU nicht unbeeindruckt. Nach einer Sitzungsunterbrechung kam der Rat überein, die von Schmidt angesprochenen Aspekte in die Gespräche mit Osten und Hechthausen einfließen zu lassen.

Einstimmig verabschiedete der Rat das "Integrierte Städtische Entwicklungskonzept" ISEK (siehe unten) sowie einen Antrag, die Basbecker Fährstraße mit Info-Tafeln in eine "Welt-Schwebefähren-Infomeile" zu verwandeln (wir berichteten); der Beschluß erfolgte insbesondere im Hinblick auf das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre und das von der AG Osteland ausgerufene "Jahr der Oste" 2009.


"Tendenz zu einer
negativen Stimmung"

Titelbild der neuen Isek-Studie für Hemmoor

In Hemmoor herrsche eine "negative Grundstimmung", heißt es im neuen Integrierten Städtischen Entwicklungskonzept (ISEK). Zitate:

Die Stärken und Schwächen-Analyse sowie die Diskussionen mit den TeilnehmerInnen während der Stadtwerkstatt-Veranstaltungen haben deutlich gemacht, dass die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt nur gering ausgeprägt ist, die Bürgerbeteiligung häufiger gering ausfällt und eine Tendenz zu einer negativen Grundstimmung vorhanden ist. Die Gründe hierfür sind vielfältig und vorwiegend zu suchen:



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Hemmoorer Defizite in der Isek-Studie

• in der historischen Entwicklung aus sechs Einzelgemeinden, die zwar flächenhaft aber emotional und funktional noch nicht gänzlich zusammengewachsen sind

• im Fehlen eines gewachsenen Stadtzentrums als attraktiven Anziehungspunkt und Impulsgeber für die Stadt

• in der geringen Zahl an identifikationsstiftenden Bauten (z. B. historische Gebäude, herausragende architektonische Bauten) und der vielfach geringen Inwertsetzung vorhandener kultureller und naturräumlicher Besonderheiten (z. B. Kreidesee)

• in der geringen Diversität kultureller Angebote, dem Mangel an gehobenen Einkaufsmöglichkeiten und gehobener Gastronomie, die die Bürger dazu veranlassen, im Umland entsprechende Angebote wahrzunehmen

• in der geringen Wirtschaftskraft der Kommune

• im kaum ausgeprägten Imageprofil der Stadt...

Demgegenüber stehen die Stärken der Stadt Hemmoor, zu denen die sehr gute schulische und medizinische Versorgung, das gute Wohnumfeld, das aktive Vereinsleben in über 40 verschiedenen Vereinen und das ehrenamtliche Engagement vieler BürgerInnen (z. B. AG Osteland, Culturkreis Hemmoor e. V., IG Bahnhofstraße etc.) zählen...

Der volle Wortlaut des ISEK-Papiers steht hier.


Hemmoor

40 000 Euro für
den Bahnhof

Foto: Dubbert
Interessierter Zuhörer: Investor Badenhoop

6. 10. 2007. Als interessierter Zuhöer nahm der Hemmoorer Investor Dipl.-Ing. Rainer Badenhoop an der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses im Cuxhavener Kreistag teil. Es ging um die Revitalisierung des von Badenhoop erworbenen Hemmoorer Bahnhofsgebäudes, die nach einstimmigem Beschluß vom Kreis mit maximal knapp 40 000 Euro bezuschußt werden soll.

In dem Beschluß heißt es: "Der Landkreis Cuxhaven gewährt dem Eigentümer des Bahnhofgebäudes Hemmoor, aufgrund seines Antrags vom 30. 5. 2007 bei entsprechender Förderung durch das Land Niedersachsen einen Zuschuss in Höhe von 12,5% der durch das Land Niedersachsen als zuwendungsfähig anerkannten Kosten, maximal jedoch 39.416,60 €, für die Revitalisierung des Bahnhofsempfangsgebäudes am Bahnhof in Hemmoor."

Zur Begründung wird angeführt, der private Investor plane, "das Gebäude zu sanieren, zur Gewerbeimmobilie zu entwickeln und bahnhofstypische ÖPNV- und SPNV-Angebote zur Verfügung zu stellen. Im Gebäude soll ... künftig Folgendes vorgehalten werden: Wartemöglichkeiten,  Fahrkartenverkauf und Informationen zum Angebot der DB AG, öffentliche Toiletten und Behinderten-WC, Reisendenbedarf. ... Das Vorhaben ist  ... als Komplettierung eines Gesamtpakets zu sehen. Nachdem das Bahnhofsumfeld saniert und aufgewertet worden ist und auch die Bahnhofsanlage seitens der DB AG entsprechend modernisiert worden ist, fehlt nur noch die Instandsetzung und Revitalisierung des Bahnhofsgebäudes."


Bargstedt

Weltmarktführer
stärkt Hemmoor


Website der Firma Bargstedt

6. 10. 2007. Die Homag Group AG wird noch in diesem Jahr in ihre deutschen Standorte in Hemmoor und im schwäbischen St. Johann-Lonsingen investieren und die Produktionsflächen bei zwei Tochtergesellschaften erweitern. "Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass Deutschland für unsere hochwertigen und anspruchsvollen Produkte ein attraktiver Standort ist. Die aktuellen Investitionen belegen diese Aussagen", erklärte Dr. Joachim Brenk, Vorstandssprecher bei dem weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie.

Bei der Tochtergesellschaft Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH in Schwaben wird die Produktionsfläche um 2.800 qm erweitert. Ebenfalls beschlossen ist die Erweiterung der Produktionsfläche um 2.000 qm bei der Bargstedt Handlingsysteme GmbH in Hemmoor, dem Spezialisten für Maschinen und Anlagen für Transport und Handling innerhalb der Homag Gruppe. Ziel dieses Ausbaus, der Ende des Jahres beginnt und bis zum Frühjahr 2008 abgeschlossen sein soll, ist die weitere Professionalisierung des wachsenden Projektgeschäfts.

Als Unternehmensgruppe mit weltweit 14 Produktionsgesellschaften sowie weiteren 21 konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften und ca. 60 exklusiven Vertriebspartnern gilt die die Homag Group AG als hervorragend positioniert und mit ihrem Portfolio als umfassender Systemanbieter und Technologiepartner einzigartig. Der nach eigener Einschätzung weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie in den Bereichen Möbel- und Bauelementeproduktion sowie Fertighausbau beschäftigt rund 4.890 Mitarbeiter. Zudem bietet die Unternehmensgruppe ihren Kunden zahlreiche Dienstleistungen im Umfeld der produzierenden Maschinen und Anlagen.


Post

Hemmoorer
waren Spitze

6. 10. 2007. Rund 3,2 Millionen Bundesbürger beteiligten sich an der Aktion "Ihre Stimme für Ihren Postboten", mit der die Deutsche Post die 1.000 Briefträger des Jahres suchte. "Die Aktion war ein Riesenerfolg", sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief und Paket Deutschland der Deutschen Post World Net. "Wir hatten überwältigend viele positive Rückmeldungen."

In "dünn besiedelten, entlegenen Gebieten" war die Beteiligung laut Post besonders hoch: Im Hemmoor, heißt es in einer Pressemitteilung der Post, beteiligten sich 97,1 Prozent der Haushalte an der Aktion.


Jubiläum

Die Dörfer-Stadt
feierte Geburtstag


Plakat zum Jubiläum

3. 10. 2007. Am 1. Oktober 1982 verlieh der damalige Landesinnenminister Möcklinghoff der Gemeinde Hemmoor die Stadtrechte. Aus diesem Anlaß wurde zwei Tage lang gefeiert – bei einem Festakt, mit Umzügen und einem Kinderfest (siehe Plakat).

Über die Entstehungsgeschichte der Stadt gingen während eines Festaktes insbesondere Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul und der CDU-Fraktionsvorsitzende David McAllister ein, der von der Stadt eingeladen worden war. Mehr in der NEZ.

Dire Strats zum
25. Geburtstag

25. 9. 2007. Zum 25. Geburtstag der Stadt Hemmoor hat der Culturkreis eine Coverband engagiert, die Musik einer berühmten Gruppe präsentiert, die genau in der Zeit der Stadtwerdung ihre größten Erfolge feierte. Den "Dire Strats" fehlt bezüglich ihres Vorbilds Dire Straits nur ein "i". Ihr Können werden sie an diesem Sonnabend, 29. September, ab 20 Uhr in der Hemmoorer Kulturdiele unter Beweis stellen. Einlass ist um 19.30 Uhr. Noch gibt es Karten im Vorverkauf für 10 Euro. An der Abendkasse, sofern noch vorhanden, kosten die Karten 12 Euro. Reservierungen per E-Mail an Birte@culturkreis.de. Mehr über die Band hier.


Jubiläum

Bahnhofstraße
als "Mini-Möncke"


Deko im Stil der Achtziger

27. 9. 2007. Ein voller Erfolg war das "Night shopping" aus Anlaß des 25-jährigen Bestehens der Stadt Hemmoor am Donnerstagabend in der Bahnhofstraße, die "jetzt den Titel 'Mini-Möncke' verdient hätte" (in Anlehnung an die Hamburger Mönckebergstraße), wie Anlieger und Ratsherr Johannes Schmidt begeistert urteilte.


Unwiderstehlich: Charme und Schuhe

Zum 25. Geburtstag der Stadt hatte sich die Interessengemeinschaft Bahnhofstrasse um Curt Schuster einiges einfallen lassen.


Abends gab es Prozente und Kulinarisches

Viele Schaufenster waren mit Motiven aus den 80ern dekoriert - jener Zeit, in der Hemmoor Stadt wurde. In den Geschäften gab es Prozente und Kulinarisches - eine rundum gelungene Aktion zum Auftakt der Jubiläumstage.


Archäologie

Hemmoorer packen
Schatz in Zucker

27. 9. 2007. Im Schlamm der Schwinge, in der Nähe von Stade, wurde jetzt ein 1,20 Meter langes Heckruder entdeckt, das offenbar fast eineinhalb Jahrtausende bestens konserviert im Modder überstanden hat. "Demnächst werden es Experten in Hemmoor in einer Zuckerlösung konservieren, um das Holz vor dem Zerfall zu retten", schreibt heute das Hamburger Abendblatt über den Aufsehen erregenden Fund. Mehr...


Dorfladen

"Normalerweise
nicht existenzfähig"


Ehepaar Lemke (M.) im Oberndorfer "Postpoint"

26. 9. 2007. Dem Kaufmanns-Ehepaar Albertus und Renate Lemke mitsamt der ganzen Familie haben es die Oberndorfer zu verdanken, dass es in ihrem Ort nach über drei Jahren wieder eine postalische Anlaufstelle gibt - und weiterhin einen Dorfladen mit erstaunlich breitem Sortiment, bis hin zum Frischfisch.

Bei der Eröffnung des "Postpoints" heute mittag (siehe linke Spalte) sagte Lemke, dass ein Dorfladen in einem Ort wie Oberndorf "heute normalerweise nicht existenzfähig" sei. Das Einzelhandelsgeschäft gebe es nur noch, "weil wir mit der ganzen Familie dahinterstehen" - und weil es "richtig Spaß macht", treue Kunden zu versorgen.


Der Ersttagstempel aus Oberndorf

Nachdem er mit 63 Jahren aus dem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden sei, habe er sich entschieden, fortan im Hintergrund für den Laden da zu sein, obwohl das "viel Arbeit" bedeute. Nur durch persönlichen Einsatz sei es möglich, die Ladenpreise wenigstens "auf einem Niveau zwischen Aldi und Tankstelle zu halten". So müsse er beispielsweise selber regelmäßig Ware von Herstellern und Händlern heranschaffen, die sich heute außerstande zeigten, kleine Einzelhandelsgeschäfte zu erschwinglichen Konditionen zu beliefern.

Vertreter der "Deutschen Post World Net - Mail, Express, Logistics, Finance" appellierten an die Oberndorfer, den Postpoint nun auch zu nutzen, damit er aufrecht erhalten werden könne.

Wem das Dorf die neue Poststelle zu verdanken hat, steht weiter unten.


Geversdorf

Scheck für die
Uni Oldenburg


Scheck-Überbringer Friedl (r.) in Oldenburg

25. 9. 2007. Der in Geversdorf ansässige Dr. Reinhold Friedl, Leiter der Regionalstelle Nord der Uno-Flüchtlingshilfe, hat in Oldenburg einen Scheck in Höhe von 6.000 Euro an Prof. Dr. Rolf Meinhardt (Foto M.) vom Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen überreicht. Die Spende der Uno-Flüchtlingshilfe ist bestimmt für den Modell-Studiengang "Interkulturelle Bildung und Beratung" für hochqualifizierte Flüchtlinge und MigrantInnen an der Universität Oldenburg.

Die Uno-Flüchtlingshilfe unterstützt den weltweit einzigartigen Studiengang, so Friedl, weil ihm eine begrüßenswerte Vorbildfunktion zukomme.  Mehr auf der Website der Universität.


Hemmoor

"Große Lösung"
für Aldi und Combi

22. 9. 2007. Der Hemmoorer Stadtrat hat am Donnerstag mit knapper Mehrheit für die "große Lösung" zur Ansiedlung von Aldi und Combi gestimmt. Damit sind eine Mitsprache der Stadt und eine verstärkte Durchgrünung möglich, wenn nach dem - ohnehin stattfindenden - Aldi-Umzug im nächsten Jehr die Discounter-Gebäude in der Nähe des jetzigen Lidl-Marktes errichtet werden.

Die CDU-Argumentation, durch eine Ablehnung des Antrags könne der Aldi-Umzug verhindert werden, vermochte auch die Niederelbe-Zeitung nicht recht zu überzeugen. Diese "unbelegte These" - dargeboten von den CDU-Ratsherren Harald Neese und Winfried Weritz - stehe "im klaren Widerspruch zu allen planerischen Fakten", schreibt NEZ-Autorin Natascha Saul in der heutigen Samstagausgabe. Mehr ...

Stadtrat behandelt
Aldi-Umzugspläne

20. 9. 2007. In seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 20 Uhr, in der Kulturdiele dabattiert der Hemmoorer Stadtrat den geplanten Aldi-Umzug in die Nähe des Discounters Lidl am Ziegeleiweg. Den Umzug kann der Rat aufgrund der gegebenen Beschlußlage zwar nicht verhindern, wohl aber die Gestaltung des neuen Einkaufszentrums beeinflussen. Um eine attraktive Bebauung auf einer durchgrünten Fläche zu ermöglichen, will die SPD ein zusätzliches städtischen Grundstück zur Verfügung stellen (mehr dazu in der NEZ).

Weiter geht es um die Projektauswahl zum Integrierten Städtischen Entwicklungskonzept (ISEK). Beim letzten ISEK-Workshop war unter anderem die Neugestaltung des Rathausplatzes favorisiert worden.


Bahnhofstraße

Zu viele Feste - IG
will 2008 pausieren


Auch Zierkürbisse aus Großenwörden gab's

9. 9. 2007. Es war wieder ein buntes, sympathisches Fest, wenn auch wegen des immer wieder einsetzenden Nieselregens diesem Jahr weniger Besucher als 2006 den Weg in die Bahnhofstraße fanden. In seiner eröffnungsansprache fand Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul anerkennende Worte für das enorme Engagement der Interessengemeinschaft Bahnhofstraße, der es wieder gelungen war, rund 100 Aussteller zu mobilisieren.


Der neue "metronom" weckt viel Interesse

Eine besondere Attraktion bot die IG Bahnhofstraße in diesem Jahr mit der "metronom"-Gesellschaft, deren Info-Stand viel Interesse weckte und die zu Schnupperfahrten mit dem neuen Zug einlud, der von Dezember an fahrplanmäßig zwischen Hamburg und Cuxhaven verkehrt.


Info-Stand des Arbeitskreises Krimiland

Eine weitere Premiere war der Stand des AG-Osteland-Arbeitskreises Krimiland Kehdingen-Oste, an dem die Besucher bei einem Quiz ihre Regionalkrimi-Kenntnisse testen konnten.


Wilfried Eggers in Wiebuschs Gewächshaus

Außerdem gab's eine Art Schnupperlesung: Im Gewächshaus der Gärtnerei Wiebusch las der Drochterser Krimi-Autor Wilfried Eggers.


Süßer Protest gegen Atomkraft

Ein hochaktuelles Thema griff die Tschernobyl-Initiative auf, die eine Abschaltung der Pannen-Reaktoren an der Elbe forderte.


Kapitän Wieken informiert über die Elbvertiefung

Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung nutzte das Fest, um über die Risiken der Hamburger Pläne zu informieren. Auskünfte aus erster Hand erteilte unter anderem der Hechthausener Ex-Kapitän Thomas Wieken. Auch Greenpeace, der ADFC und die A-22-Gegner waren vertreten.


Feine Konfitüren vom Berthof in Kleinwörden

An Dutzenden von weiteren Ständen konnten sich die Besucher Delikatessen schmecken lassen, ein Gläschen trinken, sich über das Angebot heimischer Firmen informieren und auf den Auftritt der Westernhagen-Coverband "Pfefferminz"freuen.


Festorganisatoren Curt Schuster und Birte Zöllner

Dass die IG Bahnhofstraße das beliebte Fest 2008 ausfallen lassen will, begründet Organisator Curt Schuster ("Stern-Apotheke") zum einen mit der "Fülle der Feste" in der Region, die "einfach erschlagend" sei.


Beim ADFC konnten Räder codiert werden

Zum anderen wolle man sich ganz auf das 20jährige Jubiläum konzentrieren, das in den Sommer 2009 fällt, also in das Jahr der Oste. Dann soll es ein Fest geben, "das alles Dagewesene übertrumpft", kündigte Birte Zöllner an.


Hemmoor

Tourismus - jetzt
geht's looooooos


"International zum Markenzeichen geworden"

7. 9. 2007. Jahrelang wurde, weitgehend folgenlos, über die Defizite der Hemmoorer Tourismuspolitik geredet. Unvergessen ist das Urteil eines Landkreis-Experten aus dem Jahre 2004, Hemmoor entwickele sich in Sachen Tourismus "vom Null-Image zum Negativ-Image". Doch seit dem Mehrheitswechsel im vorigen Herbst weht nun ein frischer Wind in der Samtgemeinde. Am gestrigen Donnerstag hat der Samtgemeinderat im Gasthaus Hörstensmeier in Bornberg einstimmig für die Aufstellung eines professionellen Tourismuskonzepts votiert.


Tourismus-Ausschußvorsitzender Schmidt

Zuvor war der Beschluß einvernehmlich im Samtgemeindeausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus vorbereitet worden. Ausschußvorsitzender Johannes Schmidt (SPD) zeigte sich "zufrieden mit dem Beschluss und der gemeinsamen konstruktiven Debatte mit den anderen Fraktionen": "Wir wollen das gemeinsam weiterentwickeln."

Ausgangspunkt der Diskussion über den "grossen Schritt für die touristische Zukunft unserer Oste-Region" (Schmidt) war ein von SPD-Fraktionschef Bodo Neumann (Foto) vorgelegter Antrag (siehe unten). Jetzt soll die Verwaltung unter SG-Bürgermeister Dirk Brauer möglichst in Kooperation mit den Nachbargemeinden konkrete Vorschläge erarbeiten. SPD-Tourismussprecher Schmidt erwartet eine "spannende Debatte zu den Haushaltsberatungen", weil dann richtig "Geld angefasst werden" müsse.

NEZ: Tourismus
jetzt im Aufwind

Die NEZ widmet der Sitzung einen ausführlichen Bericht. Darin heißt es: "Der Tourismus zählte jahrelang nicht gerade zu den Themen, die in Hemmoor höchste Priorität genossen. Das hat sich geändert: Ob 'Deutsche Fährstrasse', Tauchtourismus oder Oste-Schifffahrt – Hemmoor dreht im Fremdenverkehr auf. Und das soll sich jetzt auch in einem professionelleren Management niederschlagen.

Dass sich der Tourismus im Aufwind befindet, hatte erst vor kurzem der Landkreis Cuxhaven in einer Präsentation der Bilanz 2006 verdeutlicht. Die Übernachtungszahlen in der Samtgemeinde seien um mehr als fünf Prozent gestiegen; viele andere Urlaubsregionen hätten dagegen Verluste hinnehmen müssen. Nach Einschätzung des Landkreises habe dazu insbesondere das Konzept rund um die 'Deutsche Fährstrasse' mit der einzigartigen Ostener Schwebefähre beigetragen.".
 

Antrag

Tourismusentwicklung 
in der Samtgemeinde Hemmoor

Die SPD-Fraktion beantragt, von der Samtgemeindeverwaltung prüfen zulassen, welche Organisationsstrukturen für eine professionelle Tourismusplanung und -steuerung in der Samtgemeinde Hemmoor  notwendig sind.

Die Samtgemeindeverwaltung wird im Zusammenwirken mit dem Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschuss beauftragt, ein Forum aller derer, die in die Tourismuswirtschaft privatwirtschaftlich und/oder ehrenamtlich eingebunden sind,  einzuberufen.

Begründung

Der Tourismus in der Samtgemeinde Hemmoor gewinnt an Fahrt. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt lassen sich schon jetzt belegen. Der "Ostelandtourismus"ist gemeinde-, kreis- und  länderübergreifend und auch durch das nationale Baudenkmal Schwebefähre Oste-Hemmoor international zum Markenzeichen unserer Region geworden (Deutsche Fährstrasse). 

Touristische Wirtschaftsbetriebe, die drei Mitgliedsgemeinden und die ehrenamtlich arbeitenden Verbände und Vereine  in unserer Samtgemeinde richten ihre zukünftigen Handlungskonzepte schon jetzt an dieser Entwicklung aus. 

Der Kulturtourismus wird in unserer Ferienregion eine wichtige wirtschaftliche Rolle einnehmen. Im Zuge der in Deutschland mit großer Intensität vorangetriebenen touristischen Gesamtstrategie müssen daher auch bei uns in der Ferienregion Osteland die Weichen nachhaltig und auf Zukunft neu gestellt werden. 

Unsere touristischen Alleinstellungsmerkmale sind einzigartig und verdienen größte Anstrengungen, in ein wirksames touristisches Handlungskonzept einbebettet zu werden. Dafür sind die organisatorischen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen in unserer kommunalen Zuständigkeit zu entwickeln und zu organisieren. 

Aus der Sicht der SPD wird einer zukünftigen hauptamtlichen Managementstruktur eine herausragende Bedeutung beigemessen. Ehrenamtliches Engagement ist für den Aufbau von touristischen Rahmenbedingungen (Organisationsstrukturen) nicht zuständig und  auch überfordert. 

Das ehrenamtliche Bürgerengagement muss in den vielen kleinen kulturtouristischen Projekten vor Ort durch professionelle Marketingstrategien und kooperative Planungsprozesse eingebunden, begleitet und stabilisiert werden.

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Internet

Brauer schaltet
Website frei


Neu gestylte Samtgemeinde-Homepage

6. 9. 2007. Der tüchtige neue Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer (Foto) hat sein Versprechen eingelöst, die amtliche Website neu gestalten zu lassen. Aus Anlaß der Freischaltung der neu gestylten Seite hemmoor.de erklärt Brauer: "Ich freue mich, dass der Informationsgehalt gegenüber der alten Seite deutlich gesteigert und die Gestaltung dem heutigen Standard angepasst werden konnte. Mit dem neu eingeführten so genannten Content-Management-System möchte ich gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Aktualität verwirklichen und so die Transparenz, den Dialog und den Bürgerservice verbessern. Die neue Internet-Seite ist zudem barrierefrei, d. h. sie ist auch von Menschen mit Behinderungen nutzbar."

Neu ist auch, dass Veranstaltungen, die in der Samtgemeinde Hemmoor stattfinden sollen, von den Organisatoren selbständig in den Veranstaltungskalender eingetragen werden können. Ärzte, Apotheken und sonstige Dienstleister im Gesundheitswesen sowie die Vereine in der Samtgemeinde Hemmoor können sich ebenfalls selbständig in die Rubrik "Gesundheitsforum" bzw. "Vereine und Verbände" eintragen. Brauer: "Ich würde mich freuen, wenn von diesen Möglichkeiten reger Gebrauch gemacht wird."

Für wichtige andere Teile der Website ist selbstverständlich nach wie vor die Verwaltung verantwortlich - zum Beispiel dafür, dass unter Rathaus / Ratsinformation / Osten / Niederschriften kein einziges Ratsprotokoll aus dem laufenden Jahr zu finden ist...


SPD

Wahlkampf gegen
"Wackel-Wulff"
.



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Niedersächsische SPD-Wahlkampf-Website

1. 9. 2007. In Niedersachsen hat der Landtagswahlkampf begonnen. CDU-Minister schwärmen aus zu Good-will-Touren durchs Land, die SPD hat die Website www.wackel-wulff.de hochgeladen, die über den Zickzackkurs des Ministerpräsidenten Wulff informiert.

Auch die SPD Hemmoor bereitet sich auf die Landtagswahlvor. Am Mittwoch, 19. September, 19 Uhr,soll im Seehotel Dock in Bederkesa über das Wahlprogramm diskutiert werden. Mehr auf der Website der SPD Hemmoor.


Hemmoor

Es brummt im
Industriegebiet


Website der Firma Bargstedt

24. 8. 2007. Schon im Mai schrieb das Hamburger Abendblatt, wie berichtet, von einem "Jobwunder" bei der Firma Bargstedt in Hemmoor. Und es brummt weiterhin im Industriegebiet. Immer mehr LKWs aus dem europäischen Ausland haben die Firma zum Ziel. Die Firma Bargstedt Handlingsysteme GmbH (Website) ist Spezialistin für Transport und Handling. 1972 gegründet, hat sich Bargstedt von Anfang an konsequent auf das Marktsegment Transport und Handling für plattenförmige Holzwerkstoffe spezialisiert. Mit intelligenten Materialfluss-Lösungen hat sich Bargstedt in den 35 Jahren seines Bestehens die Marktführerschaft erarbeitet.

Fotos. J. Schmidt
Heute ist das Unternehmen in der Branche weltweit ein Begriff für automatisches Beschicken, Fördern, Stapeln, und Lagern und damit für die Stadt ein bedeutender Arbeitgeber mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen.


Oberndorf

Familie Lemke
als Posthalter


Demnächst mit Postpoint: Kaufmann Lemke

31. 8. 2007. Der für Oberndorf vorgesehene sogenannte "PostPoint" wird am Mittwoch, 26. September, im "Grünen Laden" von Albertus und Renate Lemke eröffnet.

Um die Frage, wem es zu verdanken ist, dass die Post sich nun doch nicht völlig aus dem Oste-Ort zurückzieht, hat sich ein bizarrer Wettstreit der beiden örtlichen Bundestagsfrauen entwickelt.


Krogmann auf ihrer Website

In einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung erweckt Dr. Martina Krogmann (CDU) den Eindruck, die Urheberschaft für den Postpoint gebühre ihr. In dem Text, der auch auf ihrer Website steht, gibt sie nicht nur die Oberndorf-Entscheidung der Post bekannt, sondern reklamiert auch gleich noch die Rettung der Neuhäuser Postvertretung für sich: "Bereits vor zwei Jahren war es Krogmann gelungen, die Postagentur in Neuhaus /Oste am Leben zu erhalten", schreibt sie.

Wetzel
war fixer

Allerdings war Krogmanns Konkurrentin Dr. Margrit Wetzel (SPD) in Sachen Post diesmal deutlich fixer. Nicht nur, dass sie auf ihrer Website bereits im Juni, zehn Wochen vor Krogmann, die Rettung der Oberndorfer Poststelle publik gemacht hat. Wetzel führt im Netz auch den Nachweis, dass sie sich "regelmäßig und beharrlich ...seit Schließung der alten Filiale an die Konzernleitung gewandt und die Argumente für die Notwendigkeit stationärer Postdienstleistungen vorgetragen" hat.

Auf unserer Website war dazu am 19. Juni zu lesen:
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SPD

"Postpoint"
für Oberndorf


Demnächst mit Post: Oberndorf

19. 6. 2007. Beharrlichkeit führt zum Erfolg: Nach jahrelangen Bemühungen ist es der SPD-Abgeordneten Dr. Margrit Wetzel (Foto) jetzt gelungen, die Post zur Einrichtung eines sogenannten "Postpoints" in Oberndorf zu bewegen. Am gestrigen Montag konnte Wetzel dem Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) die gute Nachricht übermitteln. Aus dem idyllischen Osteort hatte sich die Post 2004 komplett zurückgezogen. Nach dem damaligen Postkonzept hatte Oberndorf keine Chance, an der Testphase für die neu eingeführten "Postpoints" teilzunehmen. Man wolle zunächst nur an solche Orte gehen, in denen seit Jahren keine Postdienste mehr angeboten wurden, hieß es etwa im Sommer 2005 aus der Konzernzentrale. Wetzel ließ sich nicht entmutigen und startete mehrere Initiativen, um die Post zum Einlenken zu bewegen (mehr hier) - mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt.

Dass die Post mit ihrem bescheuerten Denglish-Fimmel die neuen Filialen anglisierend "Postpoint" nennt, wird zunehmend kritisiert - zum Beispiel hier.

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Der Erfolg hat
viele Mütter

Ein Link verwies schon damals auf frühe Initiativen Wetzels aus dem Jahre 2005 für eine Rückkehr der Post nach Oberndorf.

Wie heißt es doch gleich: Der Erfolg hat viele Väter. Heute müßte es wohl heißen: "...oder Mütter".


Gymnasium

Erweiterungsbau
wird gefeiert

29. 8. 2007. Mit dem Schulbeginn steht am Gymnasium Warstade der für 2,8 Millionen Euro fertiggestellte Erweiterungsbau zur Verfügung. Das soll gefeiert werden. Am Freitag, 14. September, erfolgt die offizielle Einweihung durch den Landkreis Cuxhaven. Am darauffolgenden Sonnabend von 11 bis 15 Uhr veranstaltet das Gymnasium einen Tag der offenen Tür.. Die Freunde des Gymnasiums Warstade e.V. laden ein zu einem Festball in der Bördehalle Lamstedt am 15. September, 20 Uhr. Anlaß ist die Einweihung des Erweiterungsbaus am Gymnasium Warstade. Alle Ehemaligen, Eltern, Schüler und Lehrer sind herzlich willkommen. Die Kartenbestellung erfolgt durch Einzahlung des Eintrittspreises von 8 Euro zuzügl. 1 Euro Versandpauschale auf das Konto des Vereins, Nr. 172 650 321 BLZ 292 501 50 (KSK Wesermünde-Hadeln), genaue Adressangabe erforderlich!


Küstenschutz

Wieder Monatsdemo
gegen Elbvertiefung

Foto: oste.de
Containerschiff vor der Ostemündung

28. 8. 2007. Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung ruft zum Sonnabend, 1. September, 19 Uhr, zur traditionellen Monatsdemo auf. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Beseitigung einiger Schäden durch die letzte Elbvertiefung durch Sandaufspülungen und Deckwerksreparatur im Altenbrucher Bogen allein nicht schon die Voraussetzung für die weitere Vertiefung sein kann.

Die dringend notwendigen Reparaturarbeiten seien zugleich das Eingeständnis der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dass bereits die letzte Elbvertiefung Schäden an Deichen, Deckwerken, Vorland und Watt verursacht habe.

In Otterndorf wird Pastor Heinrich wieder um 18.45 Uhr eine Fürbittenandacht abhalten. Es sind alle herzlich eingeladen, besonders die Mandatsträger der Kommunalpolitik.

Warnung für
die Waterkant

26. 8. 2007. Vor mehr Unwettern und Flutkatastrophen hat der Hamburger Klima-Experte Prof. Hartmut Grassl die Küstenbewohner gewarnt. "Mit jedem Tag steigt das Risiko für jedes Haus hinter dem Deich", sagte er zum Hamburger Abendblatt unter Hinweis beispielsweise auf Otterndorf.

Bei einem Anstieg des Wasserspiegels der Deutschen Bucht um 30 Zentimeter im 20. Jahrhundert sei der Ausbau von Wohngebieten am Wasser sehr kritisch zu sehen. Allein durch Elbvertiefung und Eindeichung habe das mittlere Hochwasser in St. Pauli in den vergangenen 100 Jahren um einen halben Meter zugenommen, so Grassl. Die Entwicklung werde sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch beschleunigen.

Der Wortlaut des Artikels, der auch Oste-Anrainer betrifft, steht hier.


Hemmoor

Krimi-Quiz auf dem
Bahnhofstraßenfest


Zwei Tische voller Regionalkrimis

26. 8. 2007. Der Osteland-Arbeitskreis Krimiland Kehdingen-Oste wird auf dem Bahnhofstraßenfest in Hemmoor am Sonnabend, 8. September, erstmals mit einem Info-Stand präsent sein. Bei einem Regionalkrimi-Quiz sind unter anderem Buchpreise zu gewinnen.

Den Zugang zu spannender Regional-Lektüre wird jetzt auch durch das Oste-Huus an der Schwebefähre in Osten erleichtert. Auf zwei Tischen hält Inhaberin Corinna Kolf ab sofort sämtliche Krimis bereit, die an Oste und Elbe spielen.


Präsentkorb für Loewe-Fans

Für Freunde von Loewe-Krimis gibt es im Oste-Huus jetzt auch ein Präsentkörbchen mit dem Loewe-Krimi "Herbstprinz", Apfel-Servietten und zwei kleinen Buddeln Herbstprinz-Obstler. - Mehr zum Thema unter www.krimiland.de.


Hemmoor

Es brummt im
Industriegebiet


Website der Firma Bargstedt

24. 8. 2007. Schon im Mai schrieb das Hamburger Abendblatt, wie berichtet, von einem "Jobwunder" bei der Firma Bargstedt in Hemmoor. Und es brummt weiterhin im Industriegebiet. Immer mehr LKWs aus dem europäischen Ausland haben die Firma zum Ziel. Die Firma Bargstedt Handlingsysteme GmbH (Website) ist Spezialistin für Transport und Handling. 1972 gegründet, hat sich Bargstedt von Anfang an konsequent auf das Marktsegment Transport und Handling für plattenförmige Holzwerkstoffe spezialisiert. Mit intelligenten Materialfluss-Lösungen hat sich Bargstedt in den 35 Jahren seines Bestehens die Marktführerschaft erarbeitet.

Fotos. J. Schmidt
Heute ist das Unternehmen in der Branche weltweit ein Begriff für automatisches Beschicken, Fördern, Stapeln, und Lagern und damit für die Stadt ein bedeutender Arbeitgeber mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen.


Lebenshilfe

Offene Tür im
Oestinger Weg

25. 8. 2007. Am Sonnabend, 8. September, von 10 bis 17 Uhr, lädt der Werkhof Lebenshilfe Cuxhaven gGmbH, Zweigwerkstatt Hemmoor, zu einem Tag der offenen Tür in den Oestinger Weg 33 (Tel. 6006-3) ein.

Werkhof-Zweigstelle in Hemmoor

Auf dem Programm stehen ein Bücherflohmarkt, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Parallel dazu wird ein Schaufahren des
Schiffs-Modellbau-Clubs Hemmoor e.V. veranstaltet.


Hemmoor

"Hinterzentrum war
Fehlentscheidung"


Viel Leerstand in Hemmoor

22. 8. 2007. Die vom SPD-Ortsvorsitzenden Johannes Schmidt beklagten Leerstände in Hemmoor - siehe unten - werden in der Stadt heftig diskutiert. Jetzt greift auch die Niederelbe-Zeitung (Mittwochausgabe) das Thema auf. Unter Hinweis auf die Website der SPD Hemmoor zitiert sie das Schmidt-Wort von den "Hinterlassenschaften von Heuschreckenmentalität" und befragt den neuen Samtgemeindebürgermeister und Hemmoorer Stadtdirektor Dirk Brauer (Foto). Brauer, der seinerseits keine "Patentlösung" für das Problem anbieten kann, kritisiert die früheren Planungen eines "Hinterzentrums" abseits der Zentrumstraße, gleichsam in der zweiten Reihe, als "Fehlentscheidung". Nicht ausschließen will Brauer die Möglichkeit, eine nichtgewerbliche Lösung für die Räumlichkeiten vorzusehen. Doch seien dies "noch vage Überlegungen, bislang nur Utopien". Brauer zur NEZ: "Es wird schwierig."


Hemmoor

Rüpelhafter
Rollerfahrer

21. 8. 2007. Ein Rollerfahrer fuhr am Sonntag gegen 17.30 Uhr auf eine Gruppe Jugendlicher zu, die sich auf dem Bürgersteig der Straße Am Schulzentrum in Hemmoor aufhielt. Dadurch waren, wie die Polizei mitteilt,  die vier Jugendlichen gezwungen, zur Seite zu springen. Eine 15-Jährige aus Hemmoor und ein 15-Jähriger aus Osten wurden dennoch vom Roller erfasst und erlitten dabei leichte Verletzungen. Kurz nachdem es zum Zusammenstoß zwischen dem Zweirad und den Jugendlichen gekommen war, hielt der Rollerfahrer an, stieg ab und ging auf die Jugendlichen zu. Anstatt sich um die Verletzten zu kümmern, nahm er seinen Helm ab und beleidigte und beschimpfte die Gruppe. Anschließend flüchtete der Rollerfahrer, der von der Polizei als 18-jähriger Oberndorfer ohne Führerschein identifiziert wurde.


Hemmoor

Der Bürgermeister
zeigt, wie's geht...

Foto. J. Schmidt
Hans-Wilhelm Saul beim SPD-Kinderfest

18. 8. 2007. Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul ließ es sich nicht nehmen, beim Kinderfest 2007 der SPD Hemmoor - zeitgleich mit dem Fest des Geselligkeitsverein Harmonie - zu demonstrieren, wie man richtig mit Kugel und Kegeln umgeht. Viele Fotos vom Kinderfest stehen auf dieser SONDERSEITE.


Hemmoor

Droht ein neues
MGH-Problem?

16. 8. 2007. Die Hemmoorer erinnern sich noch gut an das Bild von Verfall und Niedergang auf dem früheren MGH-Gelände. Steht die Stadt jetzt vor einem zweiten MGH-Problem im "Hinterzentrum", wo sich die Leerstände ballen, Hinterlassenschaften von "Heuschreckenmentalität", wie der Hemmoorer SPD meint? Wie die Sozialdemokraten das Problem beurteilen, steht unter www.spd-hemmoor.de.


Schifffahrt

"Küstengang" bei
der Küstenpolizei


Margrit Wetzel bei der Bundespolizei See

13. 8. 2007. Mitglieder der sogenannten SPD-Küstengang aus der Bundestagsfraktion der Partei begleiteten die Bundespolizei See dieser Tage uf Streifenfahrt in die Deutschen Bucht. Vorher gab es eine umfassende Unterrichtung über die Aufgabenbereiche auf See und anstehende Neuordnung der Bundespolizei.

Der Anti-Terror-Kampf hat das Bewusstsein für mögliche Bedrohungen von See aus geschärft, die Bundespolizei war von jeher gut dafür gerüstet. Die ständige Präsenz der "Küstenwache" ist die beste Prävention, Verstöße werden weniger.

"Dennoch wurde uns sehr schnell klar, dass die Einsatzmittel derer, die uns schützen sollen, auch den Mitteln möglicher Bedroher oder Be-drohten entsprechen müssen", zieht die Lotsin der SPD-Küstengang, Dr. Margrit Wetzel, das Fazit: „Handels- und Kreuzfahrtschiffe werden immer größer und schneller, bei Neubeschaffungen von Überwachungsschiffen müssen wir – ähnlich wie bei den Notschleppern – ohne Scheuklappen vor den Augen prüfen, was für die Zukunft zeitgemäß ist."

Unser Foto zeigt von rechts nach links: POK Torsten Hallmann, stellv. Leiter der Bundespolizeifliegerstaffel Nord, Margrit Wetzel MdB, Lotsin der SPD-Küstengang. Holger Ortel MdB, Sprecher der SPD-Landesgruppe Niedersachsen, EPHK Ralf Gütlein, stellv. Amtsleiter des Bundespolizeiamtes See.


Reitsport

Weltbeste kommt
aus Hemmoor


Weltmeisterin Susan Pape im Internet

7. 8. 2007. Freudentränen rollten bei der Siegerehrung: Die Hemmoorerin Susan Pape von der gleichnamigen Hengststation (Website) errang beim Internationalen Dressur- und Spring-Festival in Verden mit der Westfalenstute Cayenne W bei den fünfjährigen Dressur-Pferden ihren ersten Weltmeistertitel.

Die Hemmoorerin, die für Großbritannien startete und dem Reitverein Neuhaus-Oste angehört, wird demnächst,  vom 15. bis zum 19. August, beim 100. Dobrock-Turnier in der Wingst antreten, über das schon jetzt eine Website der Reitsportexpertin und NEZ-Redakteurin Frauke Heidtmann informiert.

Gesellschaftlicher Höhepunkt des Verdener Turniers mit 40 000 Gästen war der sportliche Auftritt von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Sattel des Hengstes Breitling. "Ein Traumpferd," freute sich die Ministerin.


Website des Gestüts Pape, Hemmoor

Neben von der Leyen glänzte laut Fachpresse der Chefredakteur Stefan Aust aus Lamstedt, der neben Dressur-Ass Isabell Werth einen Jux-Wettbewerb gewann.


Kriminalität

Hemmoorer VW-Bus
in Balje gestohlen

7. 8. 2007. Eine böse Überraschung erlebte ein Mann aus Hemmoor, als er am Sonntag seinen VW-Bus vom Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses in Balje abholen wollte. Er hatte das Fahrzeug am Samstagabend dort abgestellt und an einer Feier teilgenommen, von der er sich später abholen ließ. Am Sonntag musste er feststellen, dass der graue VW-Bus mit dem Kennzeichen CUX-PT 358 gestohlen worden war. Hinweise bitte an die Polizeistation Freiburg unter Tel. 04779/8008.


Elbvertiefung

Landtag will
Mitsprache


SPD-Abgeordneter Johannßen

2. 8. 2007. Umweltminister Sander hat in der jüngsten Landtagsdebatte um die Elbvertiefung Falschinformationen geliefert. In ihrer entsprechenden Auffassung sieht sich die SPD-Fraktion jetzt durch den Gesetzgebungs- und Beratungsdienst bestätigt. "Entgegen Herrn Sanders Aussage fordern wir in unserem Entschließungsantrag nichts 'rechtlich Unzulässiges', wenn wir dem Landtag ein Mitspracherecht bei den Plänen zur Elbvertiefung einräumen wollen", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Claus Johannßen . "Die Landtagsjuristen haben uns bestätigt, dass unser Antrag nicht rechtswidrig ist." - In der Plenarsitzung am 12. Juli hatten sich Sander und CDU-Fraktionschef McAllister kritisch zu einer Beteiligung des Niedersächsischen Landtages an der Entscheidung über die Elbvertiefung geäußert. Dabei hatte Sander behauptet, der SPD-Entschließungsantrag (Drucksache 15/3908) fordere etwas "rechtlich Unzulässiges".


Fackeln gegen Elbvertiefung (in Belum)

Nach Prüfung des Sachverhaltes kommt dagegen der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst in einem Schreiben an die SPD-Fraktion zu dem Schluss: "Im Ergebnis halten wir die von Ihrer Fraktion beantragte Entschließung daher nicht für rechtswidrig."

Die SPD-Fraktion hält daher an ihrer Forderung fest: "Ohne eine Empfehlung des niedersächsischen Landtages darf die Landesregierung das zur Elbvertiefung notwendige Einvernehmen nicht erklären", so Johannßen. "Tausende von Einwendungen der betroffenen Landkreise, Institutionen und von Privatpersonen aus dem Hadler Bereich dokumentieren das herausragende öffentliche Interesse an der geplanten Elbvertiefung auf niedersächsischer Seite."


Jubiläum

Hemmoor
wird 25

24. 7. 2007. Am 1. Oktober 1982 verlieh der damalige Landesinnenminister Möcklinghoff der Gemeinde Hemmoor die Stadtrechte. In diesem Jahr wird die Stadt also 25. Am Dienstag, 2. Oktober, sind alle Bürgerinnen und Bürger zum Festakt in die Festhalle Basbeck eingeladen; dort spricht Innenminister Uwe Schünemann. Im Anschluss bittet die Pallas-Show-Band beim Bürgerball zum Tanz (Vorverkauf im Gasthof Ohl, Tel.
20 55) und im Rathaus (Tel. 60 2-0). Am 3. Oktober folgt ein Kinderfest (Eintritt frei). Zur Vorbereitung einer Ausstellung sind alle Bürger aufgerufen, Objekte aus dem Jahr 1982 beizusteuern (Kontakt: Andrea Köver im Rathaus Hemmoor, Tel. 6 02-1 43.


Kirche

"Bundesweit die
erste Massentaufe"

FOTOS: KLINGENBERG

16. 7. 2007. Einen solchen Ansturm erleben die christlichen Kirchen heutzutage eher selten: In einem Gottesdienst unter freiem Himmel der Lamstedter, Hemmoorer, Hechthausener und Ostener Gemeinde haben Pastoren der hannoverschen Landeskirche am Sonntag am Heidestrandbadsee in Hemmoor 39 Kinder und zwei Erwachsene getauft. Etwa 400 Paten, Familienangehörige und Gemeindemitglieder kamen zu der Massentaufe, die nach Angaben der Initiatoren "die bundesweit erste am Ufer eines Badesees" war.

Den Gottesdienst gestalteten sechs Pastoren. "Gottes Liebe ist tiefer als dieser See", sagte Pastor Wilfried Behr in seiner Predigt vor dem festlich geschmückten Altar. "Wir feiern dieses Tauffest, weil wir hoffen, dass es Kreise und Wellen schlägt, die sich auf euer Leben auswirken", rief er den Täuflingen im Alter zwischen zwei und 25 Jahren zu. "Alles, was nicht gut ist, soll abgespült werden in die Tiefen dieses Sees. Wer getauft ist, ist komplett gereinigt."
Bei strahlendem Sonnenschein, als wollte Petrus das Vorhaben gut heißen, hatten sich die Menschen auf dem Seeufer auf Bänken und Stühlen, auf den Uferstufen oder im Sand nieder gelassen. Die Kinder sahen den feierlichen Ablauf eher gelassen und genossen mehr das Urlaubsambiente mit Wasser, Sand und Spielgeräten, ohne dass jemand Anstoß daran nehmen musste.

Johannes der Täufer

Die Taufe am See habe ein biblisches Vorbild, sagte der hannoversche Oberlandeskirchenrat Hans Christian Brandy dem Evangelischen Pressedienst. "Sie erinnert direkt an Jesus Christus, der sich von Johannes dem Täuferim Jordan taufen ließ." Menschen ließen sich zu solchen Anlässen gerne einladen, betonte der leitende Theologe, der die Initiative in Hemmoor lobte. Er verwies aber auch darauf, dass die meisten Kinder noch immer in Kirchen getauft werden. "Das ist der Ort, der eine besondere Festlichkeit verleiht."


Sechs Pastoren gestalteten den Gottesdienst

Fast 200 Menschen in der Region, die noch nicht getauft sind, waren per Post von den Kirchengemeinden zu dem Fest gebeten worden. "Manche haben einfach den richtigen Zeitpunkt verpasst, andere scheuen hohe Kosten für ein Tauffest", sagte Pastor Behr, der sich über die große Resonanz auf die Einladung freute.

Musikalisch wurde der Gottesdienst untermalt von den Posaunenchören aus Osten und Lamstedt und vom Gospelchor „The Christian’s“ aus Hemmoor. Die Vorkonfirmanden aus Hechthausen hatten das Evangelium des Tages (Markus 10. 10-13) „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ in eine Spielszene umgesetzt, die – eben so wie die musikalischen Darbietungen der Posaunenchöre, des Gospelchors und seiner Solisten und der Pastoren – mit viel Applaus bedacht wurden, sonst ein eher rares Element eines Gottesdienstes.

Nach der Tauffrage an Täuflinge, Eltern und Paten und dem Glaubensbekenntnis verteilten sich die Pastorin und Pastoren am Seeufer, um ihre Schäfchen zu taufen. Es folgten das Vaterunser, erst gesungen, dann gesprochen, und ein weiteres gemeinsames Lied.

Nach dem Abschluss des Gottesdienstes waren alle Teilnehmer zu einem zünftigen Grillfest eingeladen, das sich noch bis in den Nachmittag hin zog.


Stadtwerkstatt

Das Hemmoor
von morgen


1. Stadtwerkstatt (in der Osteschule)

14. 7. 2007. "Gestalten Sie heute das Hemmoor von morgen mit" - mit dieser Aufforderung wendet sich die Stadt an ihre Bürger und Bürgerinnen, sich am kommenden Donnerstag, 19. Juli, 19 Uhr, in der Kulturdiele bei der "2. Stadtwerkstatt" aktiv an der Entwicklung des "Integrierten Städtischen Entwicklungskonzeptes" (ISEK) zu beteiligen. Die Stadtverwaltung hofft diesmal auch auf mehr junge Leute als bei der Auftaktveranstaltung.


Parteien

Weritz über
Demographie

11. 7. 2007. Eine anspruchsvolle politische Information zur demographischen Entwicklung der Region Hemmoor erhielten die Mitglieder der CDU-Seniorenunion der CDU-Samtgemeindevereinigung Hemmoor / Börde Lamstedt bei ihrem traditionellen Matjesessen im Stadtteil Heeßel. Ausgehend von der Grundlage einer Hausarbeit im Studiengang "Pflegepädagogik" referierte CDU-Ratsherr, Rechtsanwalt und Notar Winfried Weritz (Foto) in der Schützenhalle in Heeßel über eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Das Referat steht als Powerpoint-Datei hier.


Ilek

"Haus der Region"
als Leitprojekt


Johannes Schmidt (r.) auf der Ilek-Messe

26. 6. 2007. Ein "Haus der Region", wie es von Hemmoorer Bürgern vorgeschlagen worden ist, zählt zu den acht ausgewählten "Leitprojekten" für das Ilek Hadler Region, wie jetzt Cornelius Obier vom Projektbüro Project M bei der Ilek-Ergebnis-Präsentation in Ilienworth bekanntgab. - Bei dem Haus der Region handelt es sich um ein regionales Messezentrum zur Darstellung der heimischen Wirtschaft mit monatlich wechselnden Themen, beispielsweise Gerontotechnik, Reisen, Bauen, Automobile. Ein Kreis um den Hemmoorer SPD-Kommunalpolitiker und SG-Vizebürgermeister Johannes Schmidt, den Vorsitzenden des Samtgemeinde-Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus, hatte das  Konzept "Messestadt Hemmoor" für die Ilek-Prozess erarbeitet.

Als weitere Leitprojekte nannte Obier unter anderem die Bereiche "kulturelle Vernetzung (musikalische Bildung)", "Naturerlebnis und Umweltbildung" und "Wassertourismus"; dazu war von der Stadt Hemmoor ein Plan zur Revitalisierung von Schwarzenhütten und von Hubertus Freiherr von Marschalck vom Ferienzentrum Geesthof das Projekt "Püttenhüpper" entwickelt worden.

Als Vertreter des Bremerhavener Amtes für Landentwicklung griff Siegfried Dierken die in den letzten Wochen angeschwollene Kritik an Ilek auf ("Ilek war keine Beschäftigungstherapie") und stellte Fördergelder eventuell bereits für den Spätsommer in Aussicht.

In der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für den Leader-Prozeß soll der Raum Hemmoor nach dem Willen der Bürgermeister unter anderem durch Birte Zöllner (Culturkreis), Curt Schuster (IG Bahnhofstraße) und Gerald Tielebörger (AG Osteland) - sogenannte "private Akteure - vertreten sein.


Regierungsamtliche Folie zu Leader

Im Nachbar-Ilek- Kehdingen-Oste muss, wie berichtet, nach Kritik an Demokratie- und Transparenzmängeln am Montag, 2. Juli, die Aufstellung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) durch Nachwahlen nachgebessert werden.

Damit soll der zuvor von der Administration mißachteten EU-Vorgabe Rechnung getragen werden, dass die LAG - das Entscheidungsgremium für die nächsten sechs Jahre - paritätisch aus öffentlichen und privaten Akteuren zusammengesetzt sein und transparent arbeiten soll (siehe obige Bildtafel der Landesregierung, die zwar in der Ilek-Region Hadeln, nicht aber in der Ilek-Region Kehdingen-Oste präsentiert worden war).


Zukunft

Bürgerbeteiligung
überstrapaziert?

25. 6. 2007. Ist die Mitwirkungsbereitschaft der Hemmoorer Bürger im vorhergegangenen Ilek-Prozeß "überstrapaziert" worden, wie Stadtdirektor Dirk Brauer mutmaßt? Jedenfalls folgten nur rund 30 Hemmoorerinnen und Hemmoorer - darunter viele Ratsmitglieder - der Einladung (siehe unten) zur "1. Hemmoorer Stadtwerkstatt" in der Osteschule. Wieder einmal wurden Pappkarten mit Angaben zu Stärken und Schwächen der Stadt auf Stellwände gepinnt - Voraussetzung für die Erarbeitung eines "Integrierten Stadtentwicklungskonzepts" (Isek), das Hemmoor bereits am 30. August verabschieden will, um rasch an Zuschüsse für wichtige und wichtigste Projekte kommen zu können.

Drei für jedermann offene Arbeitsgruppen (Wirtschaft, Tourismus;  Kultur, Sport und Soziales; Landschaftsentwicklung) sollen sich nach den Ferien treffen. Einmal im Jahr sollen bei einem gemeinsamen Abstimmungstreffen und Meinungsaustausch neue Projekte vorgestellt und in die Stadtentwicklungsplanung eingebracht werden.

Trotz des schwach besuchten Starts zeigte sich SPD-Ortsvorsitzender und -Ratsherr Johannes Schmidt zuversichtlich: "Der Anfang ist getan. Darauf läßt sich aufbauen." Bürgerbeteiligung, von der früheren Ratsmehrheit bisweilen eher als Störfaktor empfunden, werde in Hemmoor "in Zukunft groß geschrieben".


Kommunalpolitik

"Gebt der Stadt
eure Ideen"


Saul und Brauer laden zum Samstagstreffen

22. 6. 2007. Das Mittelzentrum Hemmoor richtet an diesem Sonnabend, 23. Juni, von 10 bis 16 Uhr in der Osteschule, Am Schulzentrum 1, erstmals eine bürgerbeteiligende "Stadtwerkstatt"ein. Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul und Stadtdirektor Dirk Brauer laden alle interessierte Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt auch die Jugendlichen zum Mitmachen ein.

Der Rat der Stadt Hemmoor hatte sich in seiner Sitzung am 31. Mai für die Aufstellung eines integrierten städtischen/regionalen Entwicklungs- und Wachstumskonzepts (ISEK) für den Zeitraum bis 2020 ausgesprochen. An den Arbeitskreisen zu den Themen Wirtschaft einschließlich Tourismus, Infrastruktur und Umwelt, Wohnen, Soziales und Kultur sowie Landschaft, Grün- und Freiraumstruktur kann sich jeder betreiligen, insbesondere Jugendliche sind willkommen.

Wenn die Discounter
sich kannibalisieren

Als Folge der euphorischen Verdichtungspolitik mit ihren geschäftlichen Monokulturen ist es seit Anfang der siebziger Jahre auch in Hemmoor zur verstärkten Kannibalisierung durch national und international agierende Discounter gekommen. Diese Planungsstrategien, auf der Basis rechtsverbindlicher Ratsbeschlüsse (Bauleitplanungen), prägen noch heute das aktuelle Stadtbild. Die Folgen sind nicht zu übersehen.

"Jetzt müssen wir das Beste draus machen und gerade auch über die Bürgerbeteiligung eine qualifizierte Veränderung im Stadtentwicklungsprozess einleiten, " sagt der Ratsherr und SPD-Ortsvorsitzende Johannes Schmidt: "Die Stadt darf nicht mehr wie das Kaninchen auf die Schlange starren." Die Stadtpolitik werde verstärkt den Rahmen vorgeben müssen, an dem sich dann auch Investoren orientieren können.

Bürgerbeteiligung statt
Verwaltungsdominanz

Schmidt: "Der ständige Konflikt zwischen Steuereinnahmen und qualitativer Stadtentwicklung muss kein Gegeneinander sein, er muss ein demokratischer, kreativer  und für jeden Bürger offener Planungs- und  Umsetzungsprozess bleiben. Verwaltungsdominanz verstärkt die Abkehr von Bürgerbeteiligung. Darum legen der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung und der Stadtrat großen Wert auf diesen Ansatz der Stadtentwicklung."

Die Qualitäten der Stadtteile stärken, Menschen für Hemmoor gewinnen und den Ort zu einer attraktiven, lebenswerten Stadt für neue Bewohnerinnen und Bewohner weiterzuentwickeln - das seien die wichtigsten Aufgaben dieser 1. Hemmoorer Stadtwerkstatt. Dabei stünden zum Beispiel die Entwicklung touristischer Schwerpunkte und umweltschonender Naturräume, attraktiver Wohnraum für verschiedene Nachfragegruppen, eine gesicherte Nahversorgung,  Bildung-, Kultur- und Sozialangebote sowie die Entwicklung von Gewerbeflächen im Mittelpunkt.

Schmidt: "Dem Mittelzentrum Hemmoor eine eigene hochwertige Identität zu geben - das ist das zentrale Ziel der jetzt angeschobenen bürgerbeteiligenden Stadtentwicklung. Nutzt die Chance und gebt der Stadt eure Ideen und euer Engagement."


Kommunales

Land fördert
Kooperationen


Vorgeschlagenes Dreierbündnis an der Oste

21. 6. 2007. Das Land Niedersachsen fördert Kooperationen wie das von der CDU ins Gespräch gebrachte Dreier-Bündnis "An der Oste" (siehe nächsten Text). Darauf weist die Landes-CDU in einer Pressemitteilung hin.

Darin heißt es, die Chancen der interkommunalen Zusammenarbeit müssten nach Ansicht der Landtagsfraktionen von CDU und FDP stärker als bisher genutzt werden: "Die Koalitionsfraktionen wollen, dass die Anzahl der Kooperationen erhöht und die Qualität der Zusammenarbeit verbessert wird. Die interkommunale Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde. Die zunehmende räumliche Verflechtung und der Strukturwandel erfordern eine intensivere Kommunikation über Verwaltungsgrenzen hinweg", begründet der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz Rolfes einen Entschließungsantrag von CDU und FDP. Seit Beginn des Jahres fördere das Land Niedersachsen bereits besonders die Startphase kommunaler Kooperationen. Dafür habe der Landtag für das Haushaltsjahr 2007 und die beiden Folgejahre jeweils 300.000 Euro in den Landeshaushalt eingestellt.

Dreier-Bündnis
"An der Oste"?


CDU-Politiker Hubert auf der Oste

19. 6. 2007. Der CDU im Samtgemeinderat Hemmoor scheint die Oppositionsrolle gut zu bekommen. Nach dem von übler Polemik geprägten Wahlkampfjahr 2006 findet sie nun mehr und mehr zur Sacharbeit. Kürzlich hat sich die Parteigliederung, wie berichtet, erstmals fundiert zum Thema Demographie geäußert (siehe unten), und jetzt präsentiert die Samtgemeinde-Fraktion unter dem Vorsitz von Carsten Hubert einen bemerkenswerten Antrag auf Bildung eines Interkommunalen Zweckverbandes "An der Oste", dem die Samtgemeinden Hemmoor, Börde Lamstedt und Am Dobrock angehören sollen.

In dem Antrag heißt es: "Kurzfristig könnte der Zweckverband 'An der Oste' an folgenden Projekten arbeiten:

a) Anpassung der Infrastruktur an den demographischen Wandel (Schwerpunkte: Nahverkehr, Dorfgemeinschaftshäuser, Einbindung der Senioren) sowie die Entwicklung neuer Infrastrukturangebote im Bereich Tourismus.

b) Gemeinsames Boden- und Immobilienmanagement zur Revitalisierung von leer stehenden Gebäuden bis hin zu Dorf- (Stadt-) Gestaltungsbaumassnahmen in den Kommunen,

c) Zusammenarbeit der kommunalen Verwaltungen (z. B. im Kassen-, Finanz- und Steuerwesen, in der Personalverwaltung, im Versicherungsmanagement, Beschaffung, Arbeit der Bauhöfe),

d) Schaffung Interkommunaler Gewerbegebiete."

In dem gesamten Prozess sollten laut CDU "die Bürger der Region mit eingebunden werden, z. B. durch die Gründung eines 'Fördervereins An der Oste e. V.'."

Die Grundidee ist
sechs Jahre alt...


SPD-Politiker Schmidt auf der Oste

Die Idee zu einer interkommunalen Kooperation der drei Samtgemeinden - allerdings auf schmalerer Basis - war bereits 2001 im Offenen Forum Tourismus (OFT) entwickelt worden, dessen damaliger Lenkungsgruppen-Sprecher Johannes Schmidt die Etablierung einer Urlaubsregion Wingst/Osteland vorschlug. In der NEZ (siehe Archiv) umriß der SPD-Ortsvorsitzende Schmidt - heute stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Hemmoor - das Kooperationskonzept mit den Worten: "Der Kirchturm bleibt in den Dörfern, aber es wird gemeinsam geläutet." Zu den Vorzügen einer touristischen Zusammenarbeit der drei Samtgemeinden sagte er 2001, die Wingstsei mit Baby-Zoo und Spiel- und Sportpark, aber auch mit ihrem Übernachtungsangebot führend in der Region, Hemmoor wiederum könne "mit dem Kreidesee und dem Tauchsport brillieren, die Börde Lamstedt mit dem Steingarten, mit Reitwegen und einer ursprünglichen Landschaft".

Schmidt laut NEZ vor sechs Jahren: "Wir müssen jetzt etwas für die Region tun, damit die Zeit nicht verschlafen wird." Trotz des dringenden Appells war die Zeit damals offenbar in der unter CDU-Vorherrschaft stehenden Region noch nicht reif für gemeinsames Agieren. Umso besser, wenn nun, ein halbes Dutzend Jahre später, bei allen Beteiligten die Einsicht in die Notwendigkeit einer interkommunalen Zusammenharbeit wächst.


Soziales

Wald-Kindergarten
in Hemmoor geplant


Hemmoorer Kinder-Demonstration

14. 6. 2007. In der Stadt Hemmoor werden Familien und Kinder in Zukunft ein zeitgemäßes Kinderbetreuungsangebot vorfinden. Der Rat der Stadt Hemmoor entschied sich am Dienstag einstimmig für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung. Von diesem Sommer an wird das Angebot von der Krippe, der Erweiterung der Ganztagsbetreuung in den Kindergärten bis zur Einrichtung der Hortbetreuung schrittweise ausgebaut. Die Lebenshilfe Hemmoor (Website) erweitert ihr Angebot durch die Einrichtung eines Waldkindergartens.

Im Jahr 2010 soll in Umsetzung des Tagesstättenausbaugesetzes (TAG) dem Rechtsanspruch eines jeden Kindes auf das gesamte Angebot Rechnung getragen werden können. "Dies ist eine Investition in die Zukunfsfähigkeit unserer Stadt," kommentierte Ratsherr Johannes Schmidt (SPD), Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, im Einklang mit der Opposition.

Die "Kindertagesbetreuungsplanung" soll regelmäßig fortgeschrieben werden. Voraussetzung ist die systematische Erfassung des künftigen Bedarfs an diesen Angeboten. Die beiden Kindergartenträger DRK Hadeln und Lebenshilfe Hemmoor sind laut Ratsbeschluß verpflichtet, zu drei Terminen im Jahr eine entsprechende Meldung an das Rathaus abzugeben, damit die Auslastung der Kinderbetreuungsplätze von der Verwaltung gesteuert werden kann. Das verhindert negative Parallelstrukturen mit unnötigen Kosten.

Beabsichtigt sind auch die Meldung der Anzahl von Kindern mit Migrationshintergrund, die gleichmäßige Auslastung der Einrichtungen von Kindern mit problematischen familiären Hintergründen, die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfestation und die Ermittlung der Schülerzahlen an den Grundschulen - mit dem Ziel, dass in die freiwerdenden Räumlichkeiten die Hortgruppen  einziehen könnten, da die Schülerzahlen auch in der Stadt Hemmoor rückläufig sein werden. Die Erhebung all dieser Daten kann als Einstieg in den von der SPD geforderten kommunalen Kinderbericht gewertet werden.

Die Stadt Hemmoor gewinnt mit diesen Ratsbeschlüssen den Anschluß an die positive Gesamtentwicklung beim Ausbau der Kindertagesbetreuung. Eltern, die Bedarf an Krippen-, Kindergarten- oder Hortplätzen haben, sollten sich umgehend bei einer der beiden Kindertagesstätten anmelden. Die Bedarfsermittlung muss zügig und möglichst konkret erfolgen.


Bahnhofstraße

Schwebend ins
Weinlädchen


IG Bahnhofstraße auf der Fähre

7. 6. 2007. Mit der Schwebefähre Osten - Hemmoor setzte bei einer abendlichen Radtour der Festausschuß der Hemmoorer IG Bahnhofstraße nach Osten über. Ziel war das "Kleine Weinlädchen" von Erika Kämmerer in Osten-Achthöfen, wo eine Weinprobe auf dem Programm stand.

Die rührige Interessengemeinschaft um Curt Schuster hat begonnen, das 19. Hemmoorer Bahnhofstraßenfest vorzubereiten. Das Fest findet in diesem Jahr wegen der späten Sommerferien erst am 8. September statt.

Die Veranstalter wollen an den großen Erfolg des letzten Jahres anknüpfen: Fast 10.000 Besucher an einem Nachmittag hier in Hemmoor, 128 Teilnehmer, viele Informationen für Groß und Klein, Verbände, Vereine und Organisationen stellten ihre Programme vor, ein reichhaltiges Angebot an Essen und Trinken und ein buntes Unterhaltungsprogramm für alle Generationen machten aus der Hemmoorer Bahnhofstraße eine bunte Festmeile.

Mehr unter www.hemmoorer-bahnhofstrassenfest.de.


Hemmoor

Eine "Pinwand"
unter Wasser


Kreidesee in Hemmoor

7. 6. 2007. Taucher im Hemmoorer Kreidesee können sich jetzt unter Wasser verewigen!

Auf der Website kreideseetaucher.de heißt es: "Damit jeder Taucher seine Anwesenheit den nachfolgenden Tauchern beweisen kann, haben wir jetzt eine Baustahlmatte versenkt, wo man seine Ente, Bratpfanne oder sonstige Grüße mit Kabelbindern anheften kann! Diese Pinwand hängt am Westufer zwischen Polo und Flieger auf 6 - 11 m Tiefe unter einer roten Boje! Ab sofort bitte keine Gegenstände mehr am Rüttler befestigen. Auch das 'Schmieren' mit Kreide sollte ab sofort unterlassen werden!"


Schulen

Das blaue K
am Osteufer


Bentwischs "Blaues Klassenzimmer"

4. 6. 2007. Seit ein paar Tagen kann Mocambo-Käpt'n Caspar Bingemer seinen Passagieren eine weitere schöne Geschichte von der Oste erzählen: Schräg gegenüber vom Oberndorfer Osteufer, auf der Bentwischer Seite, ist ein blaues K zu sehen. Die Landmarke wurde gestaltet von dem Oberndorfer Diplom-Kunsttherapeuten Michael Bungard (Foto), der gemeinsam mit Ehefrau Angela das Kunstwerk Grün betreibt (Website hier). Der Buchstabe markiert das sogenannte "blaue Klassenzimmer" der Grundschule Oberndorf: ein von der Familie Scheske zur Verfügung gestelltes Vordeichgrundstück, auf dem naturnaher Unterricht praktiziert werden soll und das dieser Tage im Beisein von Bürgermeister Detlef Horeis, Deichgraf Heino Schmidt und Schulleiterin Eva Möller eingeweiht wurde.


Hemmoor

Leere Schulen,
ausgeblutete Orte

4. 6. 2007. Der demografische Wandel vollzieht sich schneller als erwartet. "Schon in wenigen Jahren werden im Cuxland womöglich die ersten Kindertagesstätten leer stehen, dann die Grundschulen. Sogar die Aufgabe ganzer Dörfer droht: Der demografische Wandel erfasst auch den Landkreis - aber viel schneller, als bisher angenommen," zieht die Nordsee-Zeitung das Fazit eines Vortrags von Steffen Kröhnert(Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung) im Kreishaus.

Für den Kreis Cuxhaven rechnet der Wissenschaftler vor, dass bis 2020 die Zahl der Kinder bis sechs Jahre um 13 Prozent sinken wird, bei den 6- bis 16-Jährigen beträgt das Minus sogar 26 Prozent und bei den 16- bis 20-Jährigen 18 Prozent. Deutlich steigen werde der Prozentsatz der 60- bis 75-Jährigen (plus 11 Prozent) und der über 75-Jährigen (plus 37 Prozent).

Was der demografische Wandel für Hemmoor bedeutet, hat Monika Weritz in einer mit "Sehr gut" bewerteten Hausarbeit im Hauptstudiengang Pflegepädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Hannover untersucht, die hemmoor.info zur Verfügung gestellt worden ist und die hier heruntergeladen werden kann.

Die Weritz-Arbeit hat bereits wichtige Impulse für die Hemmoorer Kommunalpolitik geliefert. Nachdem die SPD-Fraktion im Samtgemeinderat bereits im April 2006 auf Anregung von Uwe Dubbert einen ersten Vorstoss vorgenommen (Word-Datei hier) und damit bei den Christdemokraten wenig Resonanz gefunden hatte, schob die CDU - jetzt in der Opposition - nunmehr eigene Vorstellungen nach, etwa einen Antrag auf Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses, die sich weitgehend auf die Arbeit von Monika Weritz stützen.

2020 ist jeder elfte
Hemmoorer über 80

Über die zu erwartende Entwicklung in Städten vom Typ Hemmoor schreibt die Autorin: "Die bereits in der Vergangenheit deutlich erkennbaren Alterungsprozesse werden sich in Zukunft fortsetzen. Allein der Anteil der über 80-Jährigen wird sich bis 2020 verdoppeln und nahezu 9 % an der Gesamtbevölkerung in der Kommune betragen. Ein Drittel aller Einwohner wird im Jahre 2020 bereits das 60. Lebensjahr überschritten haben. In den kommenden Jahren werden die Schrumpfungs- und Alterungsprozesse erhebliche soziale, wirtschaftliche und technische Anpassungsmaßnahmen erfordern."

Konkret zu Hemmoor heißt es unter anderem: "Nach Berechnungen des Landesamtes für Statistik wird die Anzahl der Nutzer/innen von ambulanten Pflegeeinrichtungen in dem Raum Hemmoor bis 2015 um 39,1 % steigen ..., eine ortsnahe Versorgung mit teilstationären Pflegeangeboten ist überhaupt nicht gegeben, hier wird mit einem entstehenden Bedarf gerechnet. ... In der gesamten Region herrscht im Pflegebereich ein Fachkräftemangel. Grund hierfür ist die mangelnde Ausbildungsbereitschaft der relativ kleinen Pflegeeinrichtungen."

"Ziel muss es sein, durch eine Mindestausstattung mit sozialen Infrastrukturen und ein Mindestangebot mit privaten und öffentlichen Dienstleistungen eine bedarfsgerechte Infrastrukturversorgung sicherzustellen. Gerade dieses kann bei Städten wie Hemmoor, die ohnehin bereits eine schwache wirtschaftliche Basis haben und die überdurchschnittlich von dem demografischen Wandel betroffen sind, zu einem Dilemma führen. Dazu kommt der Zwang zur weiteren Kosteneinsparung angesichts defizitärer Haushalte. Insoweit sind Anpassungsmaßnahmen durch eine Integration unterschiedlicher Leistungsangebote gemäß dem Leitsatz 'Denken in Funktionen statt in Einrichtungen' zu fordern...

"Bei sämtlichen Infrastrukturangeboten sollte der Schwerpunkt vom Neubau zum Erhalt der Systeme verlagert werden. Um ein ausreichendes Infrastrukturangebot zu halten, müssen die Kommunen versuchen, Angebote räumlich zu bündeln, Synergieeffekte zu nutzen und Lasten auf mehrere Träger zu verteilen...

"Verweigerungshaltung der
Hemmoorer Verwaltung"

Eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Gestaltung des demografischen Wandels kann Städten wie Hemmoor nur im Zusammenspiel mit ihren Bürgern und Akteuren vor Ort gelingen. Hierfür sollte durch bürgerliches oder ehrenamtliches Engagement eine Anerkennungskultur entwickelt werden. Dazu muss eine Unterstützungsstruktur wie z.B. Schaffung von Seniorenbüros sowie von zentralen Vernetzungsstellen von Ansprechpartnern geschaffen werden. Dieses wird alles nur möglich sein, wenn eine Identität der Bürger der Stadt Hemmoor mit ihrer Kommune geschaffen wird. Die Menschen sind die besten Botschafter für ihren Wohnstandort nach innen und außen und am ehesten bereit, sich für ihre Stadt und deren Belange aktiv einzusetzen."

In Hemmoor, urteilt Monika Weritz in ihrer im März abgeschlossenen Arbeit, reagierten "Politik und Verwaltung auf die demografische Herausforderung nur zögerlich": "So ist ein demografisches Handlungskonzeptim Entstehen. Umsetzungsstrategien zur Schaffung eines notwenigen Demografieberichtes sind bisher im Wesentlichen an der Verweigerungshaltung der Verwaltung gescheitert."

Weitere Texte zum Thema Demografie im Cuxland auf dieser SONDERSEITE.


Stadtrat

Hemmoor gibt
sich einen Ruck


Soll umbenannt werden: Schwebefähre

1. 6. 2007. Nach Jahren der Stagnation hat sich die Stadt Hemmoor am Donnerstag einen Ruck gegeben und richtungweisende Beschlüsse gefaßt. Einstimmig beschloss der Rat in der "Schlemmerbörse", ein "integriertes städtisches / regionales Entwicklungskonzept" aufzustellen, um Fördermittel für die Erneuerung und Entwicklung städtischer Gebiete beantragen zu können. Der Beschluß war überfällig. "Noch nie wurde von Investoren in Hemmoor so stark angeklopft wie heute," erklärte Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (Foto). Nun sollen die Rahmenbedingungen für die zu erwartende Entwicklung der Stadt geschaffen werden.

"Die SPD-Fraktion hat starke Argumente und konnte mit Entschlußkraft dieWichen für die Zukunft stellen," kommentierte SPD-Ortsvorsitzender Johannes Schmidt den Sitzungsverlauf gegenüber hemmoor.info. Geschäfts- und  Gewerbeansiedlung, Tourismus und Kindergartenentwicklungsplan seien die Themen der Zukunft.

Stichwort Tourismus: Der Verwaltungsausschuss der Stadt Hemmoor hat dem Landkreis jetzt vorgeschlagen, die Schwebefähre Osten in Schwebefähre Osten - Hemmoorumzubenennen.


Soll saniert werden: Pferdebahnbrücke

Stadtdirektor Dirk Brauer wurde beauftragt, die finanziellen Rahmenbedingungen zu entwickeln, damit die Sanierung der "Pferdebahnbrücke" (mehr) sowie das von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Tourismuskonzept "Industriebrache Schwarzenhütten" (mehr weiter unten) umgesetzt werden können.


Soll reaktiviert werden: Schwarzenhütten

Die einstimmig beschlossene Aufstellung eines Entwicklungs- und Wachstumskonzepts ermöglicht es, Ziel-1-Mittel aus dem Brüsseler EFRE-Fond zu erlangen. Gefördert werden können mit diesen Geldern etwa der Ausbau und Sanierung stadttechnischer Infrastruktur als Voraussetzung für Gewerbe und Dienstleistung am Standort, Imageverbesserung und Attraktivitätssteigerung von Geschäftsstraßen, die Entwicklung und Reaktivierung brachliegender Industrieflächen (z. B. des Geländes der früheren Hemmoor-Zement AG) für Zwecke des Tourismus,
Stadtbildpflege und Gestaltung von Plätzen und Straßen, die Verbesserung der verkehrlichen und sozialen Infrastruktur, die Sanierung und Erweiterung von Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen.

SPD-Ratsherr Schmidt: "Mit diesen Beschlüssen geht Hemmoor den Weg der positiven Stärkung des Mittelzentrums konsequent weiter."


Arbeitsmarkt

"Jobwunder"
in Hemmoor


Homepage der Firma Bargstedt

2. 6. 2007. Das "Jobwunder" - der konjunkturelle Aufschwung - hat nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts auch die Region an Elbe und Oste errreicht. 3300 Menschen hätten im April im Agenturbezirk Stade ihre Arbeitslosigkeit beendet. Viele Jobs würden von den Firmen vergeben, ohne dass die früheren Arbeitsämter eingeschaltet werden, wird Thomas Falk zitiert, der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Stade.

Das Jobwunder komme ohne Umweg, lasse die Agenturen für Arbeit links liegen. Kleine und mittlere Unternehmen würden direkt einstellen: "Einen Tischler hier, einen Fräser dort," schreibt das Abendblatt. Deshalb zeige sich das Jobwunder "nicht in Masseneinstellungen, sondern eher unauffällig breit gestreut. Oder versteckt in der Provinz: Die Bargstedt GmbH in Hemmoor, ein Experte für Transportautomation in der Holzindustrie, sucht gleich mehrere Ingenieure", beerichtet die Zeitung.


Internationales

UN-Generalsekretär
fährt Geversdorfer


"Generalsekretär" Schulze in Oldenburg

31. 5. 2007. Der in Geversdorf und Oldenburg lebende Ex-Uno-Bedienstete, Ex-Ratsherr, Lehrbeauftragte und Krimiautor Dr. Reinhold Friedl (Foto), seines Zeichens ehrenamtlicher Leiter der Regionalstelle Nord der UNO-Flüchtlingshilfe, staunte nicht schlecht. Mit einer Luxuskarosse, die von einem Oldenburger Autohaus zur Verfügung gestellt worden war, holte ihn heute morgen der Generalsekretär der Vereinten Nationen zu Hause ab. Friedl augenzwinkernd: "Das war selbst für mich eine Premiere - den UNO-Generalsekretär persönlich als Fahrer."

Allerdings handelte es sich bei diesem Generalsekretär um den Oldenburger Gymnasiasten Timo Schulze von der "Modell-Uno" OLMUN (Oldenburg Model United Nations). Die UNO-Simulation von Schülern tagt zur Zeit unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff in Oldenburg.

Vor den etwa 100 Länderdelegationen, die dort die Arbeit des UN-Menschenrechtskomitees simulieren, sprach Friedl zum Thema "Weltflüchtlingsproblematik, Vereinte Nationen und Menschenrechte - unter besonderer Berücksichtigung von Flüchtlingsfrauen und -kindern".

Dabei überbrachte Friedl den Schülern auch die Grüße und besten Wünsche des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) für ihre Konferenz. Friedl, früher beim UNHCR in Genf für die Bildung und Ausbildung von Flüchtlingen zuständig, zeigte sich "begeistert von dem Engagement, der Sprachkompetenz und der Professionalität der Schüler".

Mehr über die Schüler-Uno unter www.olmun.org.


Foto der Woche


Abendstimmung in Oberndorf


Neuhaus

Regen vertrieb die
Stimmung nicht


Deichstraßenfest in Neuhaus

30. 5. 2007. Trotz anfänglicher Regenschauer ließ sich Neuhaus beim diesjährigen Deichstraßenfest die Stimmung nicht verregnen. Viele Fotos von Alfred Amann auf dessen gut gepflegter Neuhaus-Website.




Tourismus

Die Brücke
zur Oste


Brücke mit Pferdebahn um 1884

29. 5. 2007. Auf der Tagesordnung des Stadthemmoorer Tourismusausschusses am heutigen 29. Mai um 19 Uhr im Rathaus steht nicht nur die Umbenennung der Schwebefähre Osten in Schwebefähre Osten - Hemmoor, sondern auch die Wiederinstandsetzung der Brücke zum alten Industriehafen Schwarzenhütten im Zuge der Hemmoorer Hafenstraße.


Die gesperrte Pferdebahn-Brücke heute

Das Bauwerk überquert die Bahnstrecke nach Cuxhaven und ist seit geraumer Zeit für den Verkehr gesperrt.


Hafen Schwarzenhütten um 1900

Das historische Bauwerk, das 2009, im "Jahr der Oste", 125 Jahre alt wird, wurde 1884 gebaut, um die Strecke der Unterelbischen Eisenbahn (heute Bundesbahn) zu überbrücken.


Hemmoorer Pferdebahner vor 1900

Die Loren wurden damals noch von Pferden, zumeist aus Belgien, gezogen.


Ein Straßenname erinnert an alte Zeiten

Daran erinnert noch heute der Straßenname "Pferdebahn" im Stadtteil Warstade. Später zog eine Lok die Loren.


Hafenbahn in Schwarzenhütten

Im Zuge der Hemmoorer Tourismus- und Stadtentwicklung sind - wie berichtet - für den alten Industriebereich Hafen Schwarzenhütten interessante Projektideen entwickelt worden, etwa der Bau eines Fahrgastschiffanlegers, der im Zusammenhang mit dem Deutschen Zementmuseum und dem Kreidesee zu sehen ist.


Güterumschlag in Schwarzenhütten 1982

Nach einer Wiederinstandsetzung der Brücke über die Eisenbahn könnte die historische Verbindung wieder mit Leben erfüllt werden und an die Industriegeschichte Hemmoors erinnern.


Tourismusprojekt Schwarzenhütten

Die Pläne für Schwarzenhütten sind Thema des nächsten Klönschnacks der SPD-AG 60plus am Donnerstag, 21. Juni, 15 Uhr, in der Festhalle Osten.

Es spricht Jürgen Hinck, SPD-Ratsherr in Hemmoor und Vorsitzender der örtlichen Segelvereinigung. Eintritt mit Kaffee und Kuchen 4 Euro, Gäste willkommen, Anmeldung bitte bei Tage Hansen, Tel. 04771 - 3204.

Historische Fotos aus der "Chronik ZEMENT aus Hemmoor - Gründung, Blütezeit, Niedergang 1866-1983", Hg. Stadt Hemmoor, Red. Herbert Müller. Mit freundlicher Unterstützung durch Günter Tiedemann, heute Ratsherr der SPD in Hemmoor.


Verschlossene Tore und Stolperfallen

31. 5. 2007. Zur Zeit stoßen Besucher in Schwarzenhütten auf traurige Zustände, wie jetzt Fotos des ortskundigen SPD-Ratsherrn Siegfried Meinusch den Handlungsbedarf dokumentieren: Tore an Wanderwegen sind mit Ketten und Schlösser verrammelt, aus dem Boden ragen Stolperfallen...


Denkmäler

Der Fluß der
traurigen Mühlen


Lichtdruck der früheren Mühle in Neuhaus

28. 5. 2007. Vom 14. Deutschen Mühlentag, der Pfingsten gefeiert wurde, war an der Unteren Oste wenig zu vernehmen. Die meisten Mühlen sind verschwunden, die drei Exemplare in der Samtgemeinde Hemmoor - in Achthöfen, am Kreidesee und in Hechthausen - sind in mehr oder weniger beklagenswertem Zustand.

Aus Anlaß des Mühlentages zeigen wir eine Abbildung der ehemaligen Mühle von Neuhaus an der Oste. Es handelt sich um eine original Lichtdruckreproduktion nach einer Lithographie, hergestellt in der kleinsten Lichtdruckerei der Welt in Kleinwörden im Format 11,5 mal 17 cm. - Eine Liste der Mühlen, die im Norden zu besichtigen sind, steht unter www.muehlen-dgm-ev.de.


Bullenberg

Räte für Abriß
des Funkturms


Frühere Hawk-Stellung bei Nindorf

12. 5. 2007. In einem einstimmig verabschiedeten Appell an Verteidigungsminister Franz Josef Jung haben die Räte der Samtgemeinde Börde Lamstedt und aller Mitgliedsgemeinden gefordert, den Richtfunkturm auf dem Bullenberg bei Nindorf zu demontieren. Damit soll verhindert werden, dass der Turm, der bis 2002 Teil einer Hawk-Raketenstellung war und im Verdacht steht, Auslöser von Krebserkrankungen zu sein, künftig von Mobilfunkbetreibern genutzt wird.

Bundeswehr soll
Daten freigeben

11. 5. 2007. Eine Offenlegung der Bundeswehr-Daten über die Radaranlagen der früheren Hawk-Stellung auf dem Nindorfer Bullenberg hat der Wissenschaftler Dr. H.-Peter Neitzke vom hannoverschen Institut für sozial-ökologische Forschung gefordert.

Neitzke sprach vor 150 Interessierten in der Lamstedter Bördehalle. Veranstalter war die "Initiative zum Schutz vor Schäden durch Elektrosmog, Börde Lamstedt" um Katja Specht, Ulli Wilkens, Maren Reimann und Anke Wienberg. Die Initiative, die sich auf 1500 Unterschriften von Gleichgesinnten stützt, fordert eine Aufklärung der Ursachen der in der Börde gehäuft auftretenden Krebserkrankungen.

Mehr zum Thema in unserem Bericht "Das Geheimnis vom Bullenberg" vom Februar dieses Jahres.


Schulen

Werder-Interview
jetzt im Internet


Zu Gast in Bremen: Nina Draack, Torsten Rehm, Klaus Allofs, Niklas Rehm, David Rust, Malte Rehm, Klaus-Dieter Fischer

24. 4. 2007. Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer empfing im Rahmen des Projektes "100 Schulen – 100 Vereine" vier Schüler und Schülerinnen der Osteschule aus Hemmoor zum Interview.


Fischer beim Interview mit Osteschülern

Fischer stellte sich, wie es auf der Werder-Website heute heißt, den "knallharten Fragen" der Nachwuchsjournalisten, die ihn im Rahmen des Zeitungsprojektes "SCHmaTZ" (Schüler machen Tageszeitung) der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung interviewten: Bleiben Frings und Klose? Welche Spieler werden verpflichtet? Ist die Meisterfeier schon geplant? Wie kann man Balljunge werden?

Anschließend organisierte der Geschäftsführer noch fix da, wo die Weser einen Bogen macht, eine Führung durchs Stadion.

7. 5. 2007. Das Interview der Hemmoorer Schüler steht hier im Internet.


Ärzte

Dr. Pentekers Kritik
am Ausländerrecht

5. 5. 2007. Handeln Ärzte gesetzeswidrig, wenn sie illegal in Deutschland lebende Patienten behandeln? Die Katholische Kirche schätzt die Zahl Illegaler auf 500 000 bis eine Million. Den rechtlichen Status der Ärzte in den Praxen und Krankenhäusern bei der Behandlung von "Papierlosen" hat jetzt die Hemmoorer Medizinerin Dr. Gisela Penteker gegenüber der Ärztezeitung kritisiert. Wortlaut...


Literatur

"Größter lebender
deutscher Dichter"


Peter Rühmkorf 1933 in Warstade

28. 4. 2007. Peter Rühmkorf, aufgewachsen im Hemmoorer Ortsteil Warstade, ist nach dem Urteil von Hans Magnus Enzensberger der "größte lebende Dichter deutscher Zunge". Das Zitat findet sich in der Süddeutschen Zeitung, die dieser Tage ein großes Interview veröffentlicht hat, das die Journalistin Franziska Augstein mit dem zur Zeit erkrankten Schriftsteller geführt hat. Das Interview kann hier nachgelesen werden.

Die Stadt Hemmoor, die noch immer zur Geschichts- und Kulturvergessenheit neigt, hat es bislang versäumt, auf ihren größten Sohn angemessen hinzuweisen, während beispielsweise die Stadt Otterndorf ihn mit dem Johann-Heinrich Voß-Preis geehrt hat und Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann (CDU) ihm vor einiger Zeit in Agathenburg den Nicolas Born-Preis für Literatur verliehen hat.


Kempowski und Rühmkorf - der Oste verbunden

Mehr über die Schriftsteller von der Oste, dem "Fluß der großen Dichter", in der gleichnamigen Schrift der AG Osteland (PDF-Datei hier).


1. Mai

Knast für
Birkengrün


Maiplakat aus dem Jahr 1894

27. 4. 2007. Die Geschichte des 1. Mai im Cuxland und an der Oste war Thema eines faszinierenden Vortrags des Autors Hans-Jürgen Kahle, Inhaber des Wilhelm-Heidsiek-Verlags in Cuxhaven, bei einem Seminar des DGB-Ortsverbandes Land Hadeln im Restaurant "Lütt Mandus" in Wingst-Westerhamm.

Zur Vorgeschichte des 1. Mai zitierte Kahle aus seinem Buch "Maibanner leuchten versöhnendes Rot" Beispiele dafür, wie die Organisatoren von Maikundgebungen im Kaiserreich schikaniert wurden. Als Straftatbestände galten beispielsweise das Schmücken zum 1. Mai mit Birkengrün oder das Heraushängen eines roten Bettlakens (rote Fahne). Harte Strafen wurden dafür verhängt: zwischen 15 und 25 Mark Geldstrafe, was einem Wochenlohn entsprach. Wer nicht zahlen konnte, musste die entsprechende Anzahl Tage Haft absitzen.

Eine ausführliche Darstellung der Mai-Geschichte im Cuxland mit Beispielen aus den Oste-Dörfern steht hier.

Termine von aktuellen Mai-Kundgebungen im Elbe-Weser-Dreieck stehen hier.


Hemmoor

Zufrieden mit
der Automeile


Am Sonntag eröffnete die Automeile

22. 4. 2007. Gemeinsam mit Wolfgang Fels, dem Vorsitzenden der Hemmoorer Unternehmergemeinschaft, und Stadtdirektor und SG-Bürgermeister  Dirk Brauer eröffnete der Hemmoorer Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul (SPD) am Sonntag die 1. Hemmoorer Automeile.


Hans-Wilhelm Saul und Wolfgang Fels

Die „imposante Veranstaltung", erklärte Saul, biete die Möglichkeit, Neuheiten vorzustellen und Hemmoor in seiner Funktion als Mittelzentrum zu stärken.


Bürgermeister Saul als Testfahrer

Kommunalpolitiker wie der SG-Vizebürgermeister Johannes Schmidt bewerteten die Messe als vollen Erfolg.


Kann man ein Auto noch tiefer legen?

21. 4. 2007. Die 1. Hemmoorer Automeile, die an diesem Sonntag, 22. April, zwischen  Rathausplatz und Zentrumstraße stattfindet, wird mit einer Werbeeinblendung im ffn-Hörfunk als "die heißeste Meile im Cuxland" beworben - hier anhören.


Ilek-Messe

Große Pläne für
Schwarzenhütten


Auch Bürgermeister Saul (M.) informiert sich

15. 4. 2007. Neben diversen anderen Vorhaben zur Aufwertung der Stadt Hemmoor fand ein Konzept zur Revitalisierung des alten Zementhafens Schwarzenhütten am Sonnabend auf der Projektmesse des Ilek Hadler Region besondere Beachtung.


SG-Vizebürgermeister Schmidt (r.)

Wir dokumentieren hier den Wortlaut des Konzeptpapiers:
.

Fahrgastschiffanleger in Hemmoor

Touristische Inwertsetzung des Packhauses

Bewahrung des industriekulturellen Erbes 
der Hemmoor-Zement AG

Touristisches Gesamtnutzungskonzept für die öffentliche Nutzung der alten Industriehafenaanlage Schwarzenhütten


Ehemaliger Zementhafen Schwarzenhütten

Schwerpunkte dieser Konzeption beinhalten

• den Bau eines Fahrgastschiffanlegers,

• die verkehrliche Infrastruktur auf der alten Abraumhalde mit der Wiederinstandsetzung der Eisenbahnbrücke,

• die Erstellung eines Deichverteidigungsweges Richtung Siethwende mit öffentlicher Nutzung und Integration in das Wander- und Radwegenetz.

Ebenso soll der mittlerweile urwüchsige Charakter der Hafenumgebung landschaftsplanerisch so einbezogen werden, dass der Stadtteil Hemm durch Rad- und Wanderwege integriert wird.

Die Osteregion, von der Mündung bis nach Bremervörde, gewinnt zunehmend an touristischer Bedeutung. Dieser regionalen und überregionalen  Entwicklung  muss auch die Ostestadt Hemmoor Rechnung tragen.


Blick von Basbeck über die Oste

Auf unserem Stadtgebiet steht ein international beachtetes nationales Baudenkmal, als eine von acht Schwebefähren der Welt. Dieses herausragende Leitbildprojekt muss für die  touristische Gesamtentwicklung mit anderen Erlebnisprojekten unserer Stadt ergänzt und als eine wirtschaftliche Chance angesehen und genutzt werden. Wir müssen auf die Nachfragetrends reagieren. Unsere örtlichen Stärken gegenüber anderen Kommunen konkurrenzfähig machen. Unsere regionalen Angebote in überregionale Angebote integrieren, Wertschöpfung in der Stadt Hemmoor ermöglichen und die Vernetzung der Osteorte voranbringen. Schwarzenhütten gehört zu den ältesten Ansiedlungen von Warstade. Lange bevor der Hafen 1868 an den Besitzer der Zementfabrik - Jürgen Hinrich Hagenah - verkauft wurde, diente er als Umschlag- und Liegeplatz für Segelschiffe. Seit 1881 ist er im Besitz der Portland Cementfabrik.

Erst in der Rückschau erschließt sich die Bedeutung, die dem Hafen Schwarzenhütten für die Bemühungen der Portland Cementfabrik um Absatzausweitung und Materialbeschaffung zukommt. Schwarzenhütten bietet mit der einmaligen Industriegeschichte der ehemaligen Portland Cemenrfabrik einen geschichtlichen Hintergrund, den es im Zusammenhang mit dem Deutschen Zementmuseum, der Kulturdiele, der Kroppscheune. dem heutigen Taucherparadies, dem Kreidesee, und weiteren interessanten Bezugspunkten unserer Stadt zu verbinden gilt.

Den ungebrochenen Besuchertrend zur Schwebefähre muss die Stadt Hemmoor mit einem spannenden und erlebnisreichen Konzept nutzen.

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Für Hemmoor ein
"Haus der Region"

Infotafel am Kreidesee-Stand

Der auf dieser Website letzten Monat vorgestellte Vorschlag, in Hemmoor ein Messe- und Veranstaltungszentrum als "Schaufenster der Region" bzw. als "Haus der Region" zu schaffen, fand Anklang. Die Idee soll als "Leuchtturmprojekt" gefördert werden, erklärte Agrar-Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke. - Als erfreulich bewerteten Hemmoorer Kommunalpolitiker, dass sich die Kreidesee-Betreiber mit einem Info-Stand und frischen Ideen in die Zukunftsplanung der Stadt eingebracht haben.


Thema Konservatorium: Knoch mit McAllister

Die Vielzahl der in Lamstedt vorgestellten Vorschläge zur Aufwertung von Hemmoor umfasst unter anderem den Aufbau eines Musikkonservatoriums (siehe NEZ-Wochenendausgabe) sowie

> die Umnutzung des vakanten Bahnhofsgebäudes,
> die Revitalisierung des Zentrums am Rathaus,
> ein attraktives "Stadtportal" am Kreidesee (mehr),
> die Umgestaltung des "Fährstücks" zur Infomeile (mehr),
> ein Messe- und Veranstaltungszentrum (mehr).


Das Team der Hemmoorer Ideengeber

Ausgearbeitet hat diese Ideen eine Hemmoorer Arbeitsgruppe, der unter anderem SG-Bürgermeister Dirk Brauer und dessen Stellvertreter Johannes Schmidt sowie Ute Petersen, Helene Hadler, Birte Zöllner, Curt Schuster und Peter Knoch angehören. Die Visionen sind vom Ostener Fotokünstler und Osteland-Kulturpreisträger Nikolaus Ruhl in eine imposante Videopräsentation umgesetzt worden.

Ausschnitte aus der Hemmoor-Präsentation auf dieser SONDERSEITE.


Fotos von der Ilek-Messe: Curt Schuster, Nicolaus Ruhl, Johannes Schmidt, Jochen Bölsche

Messe ohne
Fährverein


SG-Bürgermeister Otten vor Broberger Fährbild

15. 4. 2007. Optisch war die Fähre Brobergen auf der Ilek-Projektmesse präsent - mit einem Großfoto von Nicolaus Ruhl am Hemmoor-Stand. Dem Broberger Fähr- und Geschichtsverein dagegen war eine Teilnahme, wie gemeldet, aus formalen Gründen nicht erlaubt worden.


Bürgerversammlung des Fährvereins Brobergen

11. 4. 2007. Entgegen einer Ankündigung auf der jüngsten Vollversammlung (siehe unten) wird sich der neue Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und Umgebung wahrscheinlich doch nicht auf der Projektmesse des Ilek Hadler Region am Sonnabend in der Lamstedter Bördehalle vorstellen können. Den Vereinsvorstand hat in der Woche vor Ostern eine Absage der Ilek-Steuerungsgruppe erreicht, die damit begründet wurde, dass die Broberger Fährstelle "nicht in das Gebiet der Hadler Region fällt".

Tatsächlich folgt die Kreis- und Ilek-Grenze an dieser Stelle aufgrund historischer Zufälligkeiten über wenige Kilometer ausnahmsweise nicht dem Verlauf der Oste.


Die Fähre am Rande der Ilek-Region Hadeln

Die Vereinsvorsitzende Corinna Kolf (Porträt hier), die sich zur Zeit in England aufhält, reagiert auf die Entscheidung mit Bedauern.

Sie weist in ihrer Antwort darauf hin, dass die Fährstelle auf dem Gelände der historischen Burg Brobergen "für die Hadler Region große Bedeutung und überregionale Wirkung" hat: "Die Fähre Brobergen liegt im Schnittpunkt vieler Radwanderwege, zum Beispiel des Prahmweges von Bremerhaven nach Stade, der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel und einer Route der Niedersächsischen Milchstraße."

Unverständnis für die Ilek-Entscheidung äußert auch der Oldendorfer Ratsherr Peter Wortmann: "Gäbe es nicht einen Platz in Lamstedt, in der diejenigen Projekte für Unterstützung werben, die über die jeweilige ILEK-Region hinaus wichtig sind für die gemeinsame Oste-Region?"

In einer E-Mail an die Ilek-Verantwortlichen fragt Wortmann: "Hat sich da der Fährverein Brobergen zu weit vorgewagt beim Denken über die Kirchturmsgrenzen?"

Sämtliche Brobergen-Texte dieser Website seit 2005 können hier nachgelesen werden.


CDU

Ausgleich statt
Aggressivität

14. 4. 2007. Die CDU Hemmoor hat einem neuen Vorstand. An der Spitze steht jetzt Dörte Kühlcke. Die sympathische, auf Ausgleich und Zusammenarbeit bedachte 41-Jährige gehört seit 16 Jahren der Partei an. Sie löst Lothar Domann ab, der von vielen Hemmoorern für den aggressiven Stil des letzten Wahlkampfes verantwortlich gemacht wird - und damit letztlich für die Niederlage der Stadthemmoorer CDU-Gruppe um den Hemmoorer Rechtsanwalt Grube und dessen Moisburger Anwaltskollegen und gescheiterten SG-Bürgermeisterkandidaten Weritz. An der Versammlung in Ohl's Gasthof nahm auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Krogmann teil.


Hallenbad

Dienstag schwimmen
Hemmoors Babys

6. 4. 2007. Im Hallenbad Hemmoor wird ab sofort Baby-, Bambini-, Kleinkinder- und Delphinschwimmen unter neuer Leitung der Fachsportleiterin Yvonne Schwarz aus Wischhafen angeboten. Die Kurse finden dienstags vormittags statt. Informationen bei Yvonne Schwarz unter Telefon 04770/ 78 28.


Zukunft

Erlebnisbereich
Kreidesee


Kreidesee-Zufahrt: Verwahrlostes Umfeld

9. 3. 2007. Wie soll das Hemmoor der Zukunft aussehen? In lockerer Folge werden auf dieser Website IDEEN FÜR HEMMOOR vorgestellt, die Bürger in den Planungsprozeß im Rahmen des Ilek Hadler Region (Website) eingebracht haben. HEUTE: die Sanierung der Zufahrt zum Kreidesee - mit dem Ziel, einen freundlichen Stadteingang zu schaffen und die bislang getrennten "Erlebniseinheiten" im alten Industriebereich der Portland-Zementfabrik zusammenwachsen zu lassen.


Erster Samtgemeinderat Wolfgang Poit

Als Hemmoors neuer Erster Samtgemeinderat Wolfgang Poit dieser Tage in einer öffentlichen Veranstaltung gefragt wurde, welche Maßnahmen er zur Förderung des Tourismus in Hemmoor für besonders dringlich halte, nannte er unter anderem den Wunsch, den Eingangsbereich zum Kreidesee ansprechender zu gestalten.

Wie das geschehen könnte, ist Gegenstand einer Projektidee, die der Vizebürgermeister der Samtgemeinde und Osteland-Vorstand Johannes Schmidt (Foto) zur bevorstehenden Ideenmesse des Ilek Hadler Region (Website) am 14. April in der Bördehalle Lamstedt erarbeitet hat. Auszüge: "Im Zusammenhang mit der touristischen Gesamtentwicklung der Oste-Stadt Hemmoor bekommt der so genannte Eingangsbereich der Stadt eine prägende Funktion. Der erste Eindruck entscheidet sehr häufig darüber, ob Neugierde auf die städtische Landschaft, die Einrichtungen und Projekte der Stadt geweckt wird und jemand dann aucn halt macht.


Ehemalige Skaterhalle am Kreidesee

Dieser erste Eindruck soll durch eine Sanierung des Ortseingangs auf Höhe des Kreidesees, des internationalen Tauchsees mit 30 000 Besuchern im Jahr, des Ausstellungsgeländes zur alten Industrieanlage (Deutsches Zementmuseum) und des Hemmoorer
Heimatmuseums aufgebessert werden.

Schlüsselprojekt des Stadtmarketing

Als Schlüsselprojekt im Rahmen einer mittelfristig angelegten Stadtmarketingstrategie wird dieser Gesamtkomplex für die Zukunft eine entscheidende Verbindungsfunktion zwischen dem touristischen Schwerpunkt Oste / "Deutsche Fährstrasse", dem Flussfahrgastschiffanleger  Industriehafen Schwarzenhütten, dem Ausstellungsgelände und dem Tauchsee darstellen.


Eingang zum Kreidesee-Gelände

Diese wertvolle historische "Industrieachse" wirkt durch den neuralgischen Punkt der Bundesstrassenquerung und sein verwahrlostes Umfeld zur Zeit unattraktiv und abstoßend. ...

Fußgängerbrücke mit Aussichtsplattform

1. Der alte Industrieparkplatz sollte zu einer Grünflächemit Sitzgelegenheiten und Informationstafeln über die Stadt Hemmoor umgebaut werden.

2. Zwischen dem erlebnisorientierten Zementmuseum und dem gegenüberliegendem Tauchersee kann eine in Industriearchitektur angefertigte Fußgängerbrücke mit am Ende integrierter Aussichtsplattform den Blick auf das naturbelassene Refugium von ca. 1,5 km Wasserfläche zum Erlebnis werden lassen. Die Wohnqualität gerade auch für einheimische Bürgerinnen und Bürger würde dadurch gesteigert werden.

3. Von dort könnte dann auch der Blick auf das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor fallen, ein weiteres Ziel auf dem Rundweg zur Hemmoorer Geschichte.


Ein Glanzstück: Oste-Schute mit Zementmuseum

4. Das alte HGF-Haus beherbergt heute schon Ferienwohnungen für Taucher und ein Wellness-Center. Diese Anlage sollte in eine offene Geländestruktur eingebettet werden, da der Blick auf das Tauchergelände zum Erkunden dieses interessanten Freizeitgeländes mit Ferienhäusern einlädt."

Weiter schlägt Schmidt vor, Großplakatwände aufzustellen, die über das Gesamtangebot von Hemmoor informieren. Zwischen dem Kreidesee und dem Fußweg entlang der Bundesstraße sollte ein "architektonisch interessanterer Zaun" gezogen werden. Der See sollte teilweise für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer von der Strasse aus besser einsehbar sein. Die Auffahrt zum Kreidesee sei großzügig und für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlich und gefahrmindernd saniert werden.

Die Serie IDEEN FÜR HEMMOOR wird in Kürze fortgesetzt. - Bisherige Folgen:

1. Das Fährstück als Fähren-Infomeile
2. Hemmoor als Messestadt


Krebsfälle

Auch Radar
unter Verdacht


Hawk-Radaranlage (Foto: Landesregierung)

8. 3. 2007. Bei der Suche nach den Ursachen der Krebshäufung in der Samtgemeinde Lamstedt wird nach dem Richtfunk jetzt verstärkt die Radaranlage der früheren Hawk-Stellung auf dem Bullenberg als mögliche Quelle in Erwägung gezogen.

Das geht aus einem NEZ-Bericht (Donnerstag) über einen Besuch des Berliner Strahlenexperten Dr. Bernd Ramm hervor.

Über die Radarstrahlung vom Bullenberg war auf dieser Website am 17. Februar berichtet worden (siehe unten).


CDU

Europaabgeordnete
besuchte Sandbostel


Europaabgeordnete Ewa Klamt

9. 3. 2007. Auf Initiative des Vereins Pro Europa e.V. hat die CDU-Europaabgeordnete Ewa Klamt am 8. März die Gedenkstelle Sandbostel, das ehemalige "Oste-KZ", besucht. Nach einer Führung über das Lagergelände unter Leitung von Osteland-Kulturpreisträger Dr. Klaus Volland folgte ein Empfang durch die Gemeinde Sandbostel im Gasthof "Grüner Jäger". Erörtert wurden Pläne zur möglichen künftigen Gestaltung des ehemaligen Lagerbereichs, der derzeitige Planungsstand und Fördermöglichkeiten im Rahmen der europäischen Strukturfonds. Am Abend fand im Gasthof "Grüner Jäger" in Sandbostel eine öffentliche Vortragsveranstaltung des Vereins Pro Europa zum Thema "Europa für Bürger" mit Ewa Klamt statt.


Verwaltung

Brauer Sprecher
der Rathauschefs



.
Viele Funktionen: Bürgermeister Brauer

3. 3. 2007. Der Hemmoorer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer wird mit Ämtern, Ehren und Lasten überhäuft. Jetzt haben die Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Cuxhaven den Hemmoorer, der zugleich Stadt- bzw. Gemeindedirektor von Hemmoor, Osten und Hechthausen ist, bei einem Treffen in Schiffdorf zu ihrem Sprecher gewählt.


Raumordnung

Dubbert: Kreis soll
Einigung fördern

2. 3. 2007. “Die anhaltende kontrovers geführte Diskussion um die geplante Erweiterung des Möbelhauses in Lamstedt schadet allen Beteiligten und muß schnellstens beendet werden.“ Das fordert der Hechthausener SPD-Kreistagsabgeordnete Uwe Dubbert.

Schon in der letzten Fachausschußsitzung hatte Dubbert sich für einen schnellen Interessenausgleich ausgesprochen. Wegen der anhaltenden öffentlich geführten kontroversen Debatte geht der Abgeordnete nun einen Schritt weiter. Der Kreis solle sich aktiv einschalten und ein Szenario für einen Einigungsprozeß zum Interessenausgleich entwickeln.

Die momentane öffentliche Diskussion laufe auf eine Verhärtung der Fronten hinaus und drohe in eine Sackgasse zu führen. Sollte die Lamstedter Erweiterung die Hemmoorer Interessen nicht ausreichend berücksichtigen, könnte die angedeutete Hemmoorer Klage das Lamstedter Projekt längerfristig blockieren. Sollte andererseits die Erweiterung völlig scheitern, würde eine wünschenswerte Wirtschaftsentwicklung verhindert werden, so Dubbert.


Zukunft

Hemmoor als
Messestadt


Cuxland-Schau in Hemmoor (Foto: Archiv)

23. 2. 2007. Wie soll das Hemmoor der Zukunft aussehen? In lockerer Folge werden auf dieser Website IDEEN FÜR HEMMOOR vorgestellt, die Bürger in den Planungsprozeß im Rahmen des Ilek Hadler Region (Website) eingebracht haben. HEUTE: Der Aufbau eines regionalen Messe- und Veranstaltungszentrums zur Darstellung der heimischen Wirtschaft mit monatlich wechselnden Themen, beispielsweise Gerontotechnik, Reisen, Bauen, Automobile. Der Hemmoorer SPD-Kommunalpolitiker Johannes Schmidt, Vorsitzender des Samtgemeinde-Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus, hat unter anderem ein Konzept "Messestadt Hemmoor" für die Ilek-Prozess erarbeitet.


Frühlingsmesse 2007 in Hemmoor

Kern-Idee: Hemmoor, günstig gelegen an der Schnittstelle der Bundesstraßen 73 und 495, soll zum "Schaufenster der Region" werden. Angedachter Standort des Ausstellungszentrums: das Areal am Restaurant Am Schützenpark und am ehemaligen Aldi. Träger soll eine Schaufenster der Region GmbH sein. Als Kooperationspartner denkbar seien Stadt, Unternehmergemeinschaft, private Investoren, Kommunen, Wirtschaft, Vereine, Verbände, Investoren, Firmen". Stattfinden könnten dort auch Sport- und Kulturveranstaltungen. Eine Nutzung durch Vereine, auch durch Privatpersonen, sollte möglich sein.


Auftaktveranstaltung zum Ilek Hadler Region

Als Ziele des Vorhabens nennt Schmidt: > zeigen, was die regionale Wirtschaft kann, > Demonstration der Leistungsfähigkeit, > themenzentrierte Messen / Ausstellungen, > Plattform für Einmann-/-frau-Betriebe (Kleinstbetriebe), > Messen mit integrierter Beratung für Marketingstrategien des Handwerks, > Entwicklungsprozesse der Region aufzeigen (neue Gewerbegebiete), > regionale Trends zeigen, > Zusammenarbeit mit dem Existenzgründerzentrum, > Zusammenarbeit mit IHK, Einzelhandels- und Unternehmensverbänden, > kulturelle Veranstaltungen, > regionale Events, > Vermarktung, Werbung, Präsentation der Gewerbebetriebe Hemmoors.

Die Serie IDEEN FÜR HEMMOOR wird in Kürze fortgesetzt. - Teil 1 der Serie steht hier.


Regionalplanung

Hemmoor will
nicht ausbluten


Steffens-Werbung: Hemmoor gibt's nicht

23. 2. 2007. Einhellig stimmte der Hemmoorer Rat am Donnerstag gegen die geplante Erweiterungspläne des Möbelhauses Steffens in Lamstedt. Die Stadt fürchtet, dass sich im Grundzentrum Lamstedt auf der grünen Wiese zusätzlich zum Möbelhaus weitere Geschäfte ansiedeln könnten, was zum "Ausbluten" (Stadtdirektor Dirk Brauer) von Hemmoor führen würde.

Nach Auffassung von des SPD-Kreistagsabgeordneten Uwe Dubbert sollten zwischen Lamstedt und der Stadt Hemmoor Verhandlungen geführt werden , bevor - wie es die Kreistagsmehrheit will - eine Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms vorgenommen wird. "Die beste Lösung ist, wenn die Kommunen sich einigen," schreibt Dubbert auf seiner Website.


Zukunft

Das Fährstück als
Fähren-Infomeile


Basbecker Fährstraße auf alter Postkarte

23. 2. 2007. Wie soll das Hemmoor der Zukunft aussehen? In lockerer Folge werden auf dieser Website IDEEN FÜR HEMMOOR vorgestellt, die Bürger in den Planungsprozeß im Rahmen des Ilek Hadler Region (Website) eingebracht haben. HEUTE: Die Zukunft der Basbecker Fährstraße, der Verbindung zwischen dem Bahnhof Hemmoor (früher: Basbeck-Osten) und dem nationalen Baudenkmal Schwebefähre Hemmoor - Osten.


Endabschnitt der Fährstraße heute

Noch immer lassen Teile des sogenannten Fährstücks erahnen, welcher Reiz einst von der Allee ausging, über die Kutschen vom Bahnhof zur Schwebefähre rollten und an deren Ende zwei Gasthäuser standen.

Dank für das Foto an H.-G. Alstedt, Hechthausen
Einstiges "Gasthaus Zur Fähre"

Einige Abschnitte sind allerdings heute durch häßliche Lagerplätze entwertet.

In jüngster Zeit gab er erste Initiativen, das Basbecker Fährstück - Teil der Deutschen Fährstraße - touristisch besser nutzbar zu machen. So markierte die AG Osteland 2005 einen "Historischen Fährweg" Osten - Basbeck - Osten, der unter anderem über das Fährstück führt. Der dazugehörige Wanderführer ist zur Zeit vergriffen, aber im Internet - hier - noch abrufbar.


Schwebefähren-Einweihung 1909 in Basbeck

In Osten wächst die Einsicht, dass spätestens 2009 das bisherige Kirchturmdenken überwunden sein sollte und der Fährmarkt auf beiden Seiten der Schwebefähre gefeiert werden muss - so wie im Jahre 1909 die Einweihung der Schwebefähre.

In der jüngsten Mitgliederversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor e. V.  trug  Osteland-Vorstandsmitglied und SPD-Kommunalpolitiker Johannes Schmidt die Idee vor, entlang des Fährstücks Info-Tafeln mit Fotos aller weltweit noch existierenden Schwebefähren aufzustellen.


Planungsgebiet des Ilek "Hadler Region"

Und soeben hat Curt Schuster (Foto), Sprecher der Hemmoorer IG Bahnhofstraße, einen noch weitergehenden Antrag in das Ilek-Planungsverfahren eingebracht. Unter dem Titel "Entwicklung und Ausbau der Fährstraße Hemmoor zur Weltschwebefähren-Infomeile" ergänzt er den Schmidt-Vorschlag um weitere Punkte: > Verbesserung der Beschilderung, > Ausbau der Straße, > Schaffung von Parkplätzen, > Infostand an der Schwebefähre, > Neuanlage eines Caravan-Stellplatzes an der Fährstraße, > Ausbau und Entwicklung der Fährstraße zur Weltschwebefähren-Infomeile unter Berücksichtigung des 100-jährigen Jubiläums der Schwebefähre Osten – Hemmoor im Jahre 2009."


Messe

Frühling erwacht auf
2600 Quadratmetern


Es grünt so grün rund um den Kreidesee

23. 3. 2007. Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul  hat am Donnerstag die Elbe-Weser-Messe "Frühlingserwachen" am Kreidesee mit 80 Ausstellern auf 2600 Quadratmetern eröffnet (Programm hier).


Große Sprünge auf dem Freigelände

Die Stärken, aber auch die Schwächen dieses Messestandorts haben am Rande der Veranstaltung die Diskussion darüber belebt, wie sich Hemmoor nachhaltig mit Erfolg als Ausstellungsplatz profilieren kann.


Eine der Attraktionen: Strauße aus der Wingst

Zu diesem Thema ist im Zuge des Ilek-Prozesses, wie berichtet, ein Projekt entwickelt worden, das bei der Ilek-Ideenmesse am 14. April in Lamstedt von 2. Samtgemeindebürgermeister Johannes Schmidt präsentiert werden soll.


Beste Aussicht auf Hemmoor

In der Projektbeschreibung heißt es: Hemmoor, günstig gelegen an der Schnittstelle der Bundesstraßen 73 und 495, soll zum Schaufenster der Region werden. Angedachter Standort des Ausstellungszentrums: das Areal am Restaurant Am Schützenpark und am ehemaligen Aldi. Träger soll eine Schaufenster der Region GmbH sein.

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Kreidesee

Tauchbasis ist
weltweit einmalig


Tauchbasis-Chef Schmoldt

23. 3. 2007. "Einmalig auf der Welt" sei das Tauchrevier Kreidesee, zitiert die Niederelbe-Zeitung den Leiter der Tauchbasis, Holger Schmoldt, in einem großen Porträt, das auch online zur Verfügung steht.


Messestand der Tauchbasis

Erneut kündigte der aus Hechthausen stammende ehemalige Polizeitaucher an, die Disziplin der Taucher fördern zu wollen, um das Risiko tödlicher Unfälle (laut NEZ bislang fünf) zu reduzieren.

Tieftauchverbot
an den Ostertagen


Kreidesee-Gelände in Hemmoor

15. 3. 2007. Über Ostern gilt am Kreidesee ein Tieftauchverbot, wie die dortige Tauchbasis per Newsletter mitteilt. "Da erfahrungsgemäß gerade das Osterwochenende das erste lange Wochenende im Jahr ist, wo die ersten Taucher nach der langen Winterpause wieder aktiv werden, passieren bei uns mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Notaufstiege aufgrund eingefrorener Automaten. Das noch winterlich kalte Wasser und die hohe Atemfrequenz aufgrund der langen Winterpause führen leicht zu Vereisern", heißt es. Aus diesem Grund sei für die Zeit vom 5. bis 9. April das Tiefenlimit für Sporttaucher bei 40 Metern festgesetzt worden.


Natureum

Metropolregion
stellt sich vor


Auch das Cuxland zählt zur Metropolregion

13. 3. 2007. Stille Natur und geschäftige Großstadt - die Metropolregion Hamburg vereinbart beides miteinander. Aus der Zusammenarbeit Hamburgs mit den umliegenden Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist in den letzten Jahren die Idee der Metropolregion entstanden: ein Konzept, das Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellt, Widersprüchliches miteinander verbindet und Besonderes - auch die besonderen Naturschätze der Region - erhalten will. Jetzt ist im Natureum Niederelbe in einer Wanderausstellung der Metropolregion der Facettenreichtum dieser Stadt und Naturlandschaft an der Elbmündung zu sehen.

Auf 51 Tafeln werden die Geschichte und die aktuellen Herausforderungen der ältesten deutschen Metropolregion gezeigt. Die Ausstellung wird noch bis zum 25. März präsentiert.

Öffnungszeiten: täglich außer Montag von 10  bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 4,00 € bzw. 3,00 €. Info-Telefon: 04753/844 480. Hunde dürfen nicht auf das Museumsgelände.


Bundeswehr

Das Geheimnis
vom Bullenberg


Strahlungsstudie des Landes Niedersachsen

17. 2. 2007. Was ist los am Bullenberg? Radio Bremen spricht im Zusammenhang mit den mysteriösen Krebserkrankungen in Mittelstenahe von einem "Geheimnis der Bundeswehr".


TV-Turm in Wohlenbeck (Foto: Radio Bremen)

Sicher ist: Mittelstenahe liegt im Schnittpunkt zweier Richtfunkverbindungen. Die eine führt vom Funkturm Wohlenbeck (bei Hemmoor) nach Südwesten. Die andere verbindet den mehr als 30 Meter hohen Funkmast in der früheren Flugabwehrraketen-Stellung auf dem Nindorfer Bullenberg mit Nordholz, wo das Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" stationiert ist.

"Was ist denn das
für ein Turm?"

Diese Richtfunkverbindung werde für "Notfälle noch gebraucht", habe die Samtgemeindeverwaltung nach eigener Darstellung durch Zufall erfahren, schreibt das Osterholzer Kreisblatt. Ein Investor für das verwaiste Areal hatte lapidar angefragt: "Was ist denn das für ein Turm?"


Standorte der HF-Sender und Radaranlagen der
Bundeswehr. O. lks.: Marinefliegergeschwader 3
"Graf Zeppelin" in Nordholz, Mitte: die letzten
vier HAWK-Wechselstellungen, u. a. in Nindorf
(Quelle: Wehrbereichsverwaltung Nord)

Auf dem Bullenberg die letzte Einheit des HAWK-Raketensystems in Niedersachsen stationiert, zu der vier Wechselstellungen in Ebersdorf, Deinstedt, Vollersode und Nindorf gehörten. Das geht aus einem Bericht der Landesregierung über hochfrequente elektromagnetische Felder in Niedersachsen hervor (PDF-Datei hier im Internet).

In diesem Bericht, der die "gesundheitlichen Auswirkungen" dieser Strahlenfelder zum Thema hat, wird ausführlich das HAWK-System abgehandelt, das während des Kalten Krieges zwischen dem Nike-Raketengürtel und der innerdeutschen Grenze stationiert war (siehe graue Symbole auf der kleinen Karte links). Nach der Wiedervereinigung entfiel der Sinn des FlaRak-Gürtels. Es folgten Umorganisationen und Verbandsauflösungen. Trotzdem vergingen noch etliche Jahre, bis die letzte dieser Stellungen in Niedersachsen aufgegeben worden ist: Erst 2002 war auf dem Bullenberg endgültig Schluß, heute gibt es hier keine Hawk-Stellungen mehr, wie es auf einer Website über militärische Relikte heißt (weitere Informationen hier).

Niedersachsens letzte
Hawk-Stellung

Der niedersächsische Regierungsbericht - Stand: 2001 - enthält eine längere Passage über die (damals noch aktiven) letzten HAWK-Stellungen zwischen Cuxhaven und Bremervörde:


Abbildung aus dem Regierungsbericht

Das Luftabwehrsystem HAWK wurde Anfang der sechziger Jahre in Betrieb genommen und war lange Zeit ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Luftverteidigung (Truppenpraxis, 4/94). Allerdings werden die HAWK-Einheiten zurzeit durch modernere, mobile Systeme ersetzt. In Niedersachsen ist nach Angaben der Wehrbereichsverwaltung Nord (WBV Hannover, 2001) zurzeit nur noch eine HAWK-Einheit aktiv. In der achtziger Jahren gab es in Norddeutschland etwa 50 Standorte. Die folgenden Ausführungen zum HAWK-System basieren ebenfalls auf Informationen der Wehrbereichsverwaltung Nord.

Zu einer HAWK-Stellung gehören zum jetzigen Zeitpunkt vier Radargeräte. Dies sind zwei Rundsuchradargeräte (PAR, CWAR) und zwei Zielverfolgungsradargeräte (Beleuchtungsradar HPIR), die jeweils auf Fahrzeuganhängern montiert sind... Trotz dieser Mobilität ist das HAWK-System nicht ohne räumliche Restriktionen einsetzbar, sondern wird in speziell hierfür vorbereiteten Wechselstellungen betrieben. Für die einzige in Niedersachsen stationierte HAWK-Einheit sind dies vier Wechselstellungen im Raum Bremervörde (Ebersdorf, Deinstedt, Vollersode und Nindorf)... Aber auch in diesen Wechselstellungen wird das HAWK-System nicht im Dauereinsatz betrieben. Unter durchschnittlichen Bedingungen ergeben sich monatliche Einschaltzeiten für die Rundsuchradargeräte von etwa 300 Stunden und für die Zielverfolgungsradargeräte (Beleuchtungsradar) etwa 190 Stunden je Gerät.

Was heißt "eher
unwahrscheinlich"?

Die Radargeräte des HAWK-Systems senden elektromagnetische Felder in Form eines scharf gebündelten Strahls aus. So beträgt beispielsweise beim Zielverfolgungsradar der Strahldurchmesser etwa 3.5 m in einem Abstand von 100 m. Für die einzelnen Radaranlagen der HAWK-Einheit sind die nominellen Sicherheitsabstände für den Expositionsbereich 1 nach DIN/VDE 0848 Teil 2 (Entwurf 1991) ... angegeben. Diese Sicherheitsabstände werden bereits für den ungünstigsten Fall des Aufenthalts in der Strahlmitte berechnet. Eine solche Konstellation ist jedoch für die Wohnbevölkerung eher unwahrscheinlich, da im normalen Betrieb die Radarstrahlen in den Luftraum ausgerichtet sind..."

Unumstritten ist, dass Bundeswehr-Radaranlagen bei Bundeswehr-Personal Krebs ausgelöst haben. Dazu heißt es im folgenden Absatz des Regierungsberichts wörtlich unter der Überschrift "Expositionen von Radartechnikern der Bundeswehr":

Pber 200 Radartechniker
"schwer erkrankt"

In der Öffentlichkeit hat das Thema der Erkrankungen von Radartechnikern der Bundeswehr in der jüngeren Zeit viel Beachtung gefunden. Bei der Bundeswehr haben seit ihrer Gründung mehrere Tausend Radartechniker an Radargeräten gearbeitet, von denen eine größere Zahl schwer (z.B. an Krebs) erkrankt ist. Über 200 Radartechniker haben bislang Anträge auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung gestellt.

Neben hochfrequenten elektromagnetischen Feldern entsteht in den Generatorröhren, die in älteren Radaranlagen verwendet wurden, als unerwünschtes Nebenprodukt auch ionisierende Röntgenstrahlung (Störstrahlung), deren Gefährdungspotenzial für die menschliche Gesundheit bekannt ist und in entsprechenden Grenzwertfestsetzungen berücksichtigt ist.

Üblicherweise wird ein Austritt der Röntgenstrahlung durch Bleiabschirmungen an den Geräten verhindert. Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten wurde aber teilweise ohne die Abschirmung gearbeitet. Da die Reichweite von Röntgenstrahlung nur einige Dezimeter bis wenige Meter beträgt, können die am Radar arbeitenden Personen im Einzelfall gefährdet werden.

Radarkrebs - aber keine
allgemeine Gefährdung

Ausdrücklich warnt der Regierungsbericht davor, die Diskussion über die Gefährdung der Radartechniker (die übrigens lange Zeit vertuscht und bestritten wurde) mit der Frage einer allgemeinen Gefährdung der Bevölkerung zu verquicken:

"Es muss ... betont werden, dass es sich hier ausschließlich um ein Arbeitsschutzproblem handelt. Eine gesundheitliche Gefährdung der Allgemeinheit in der Nachbarschaft von Radaranlagen durch die Röntgenstrahlung kann aber ausgeschlossen werden.

Die Frage einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung der Nachbarschaft durch die nichtionisierenden hochfrequenten elektromagnetischen Felder bleibt hiervon unberührt. In weiten Teilen der Berichterstattung in den Medien wird dieser Unterschied zwischen ionisierender und nichtionisierender Strahlung, der für die sachliche Diskussion ausgesprochen wichtig ist, nur unzureichend dargestellt."

Auf dem Bullenberg waren Experten zufolge jahrzehntelang Radaranlagen der folgenden Typen aktiv:

>>> PAR (Pulse Acquisition Radar) - AN-MPQ 501 XD = Impuls-Erfassungsradar zur Luftraumüberwachung mit 110 km Reichweite, auf Anhänger.

>>> CWAR (Continuous Wave Acquisition Radar) - AN-TPQ 30-15 = Dauerstrich-Erfassungsradar zur Zielerfassung, auf Anhänger.

>>> ROR (Range Only Radar) - AN-MPQ 34 = Entfernungsmeßradar, auf Anhänger.

>>> HPIR (High Powered Illuminator Radar) - AN-MPQ 33 = Zielverfolgungsradar zur  Lenkung der Flugkörper ans Ziel, auf Anhänger, je Batterie 2 Geräte.

Expertenstreit um
Richtfunk-Gefahren

Wenn diese Geräte in der Nachbarschaft keine Schäden verursachen - kommen dann eher die Richtfunkverbindungen in Frage? In dem Regierungsbericht heißt es dazu eher vorsichtig:

Es ist ... davon auszugehen, dass die Exposition der Anwohner durch die Richtfunksendeanlage äußerst gering ist und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.


Sozialministerin Ross-Luttmann

Allerdings räumt auch die niedersächsische Sozialministern Mechthild Ross-Luttmann ein, dass der Kenntnisstand generell noch unzureichend sei. "Die Frage, ob durch elektromagnetische Hochfrequenzfelder Krebserkrankungen ausgelöst werden können, ist derzeit in der Wissenschaft noch stark umstritten," sagt sie im NEZ-Interview (Samstag-Ausgabe).

Von einer Gefährdung durch Richtfunk geht zum Beispiel Dr. med. Wolfgang Köstler aus, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Onkologie. Er erklärte in einem Interview zum Thema Hirntumore:

Der Mensch von heute ist einer solchen Unzahl von gepulsten Mikrowellen ausgesetzt, die zu Summationen der Feldstärken außerhalb und innerhalb des Körpers, speziell aber im Kopfbereich und im sehr stark verästelten und räumlich stark untergliederten Knochenmark fuhren können. So ist eine Zunahme der Hirntumore und der leukämischen Erkrankungen in nächster Zukunft zu erwarten.

Geht man einer Hirntumorerkrankung nach und fragt den Patienten, ob er wusste, wer noch in seiner Umgebung einen Hirntumor entwickelt hatte, bekommt man nicht selten rasch einige Namen genannt. Nimmt man anschließend eine Landkarte oder Stadtkarte zur Hand und trägt die Wohnorte der Betroffenen und gleichzeitig die elektromagnetische Wellen abstrahlenden Sender der verschiedensten Provenienz (Radar, Fernsehsender, Richtfunkstrecken, Mobilfunksender) ein, so ergibt sich der Verdacht auf eine Fokussierung der Hirntumorhäufigkeiten dort, wo auch eine Summation der Feldstärken und der einstrahlenden Frequenzen gegeben ist.

Sabine van Gemmeren
ist "sehr betroffen"

Heftige Reaktionen in der Bevölkerung hat die Weigerung von Landrat Kai-Uwe Bielefeld (Foto) aufgelöst, den Landkreis Cuxhaven im Fall Mittelstenahe einzuschalten. So erklärten die Kreis-Grünen, die Kreisverwaltung sei in der Pflicht, sich für die betroffenen Bürger einzusetzen und für finanzielle Unterstützung bei den jetzt anstehenden Untersuchungen zu sorgen. Außerdem: "Die Art und Weise, in der diese Fälle einer schwerwiegenden Gesundheitsgefährdung erst nach einer so langen Zeit bekannt wurden, macht uns sehr betroffen", erklärte Grünen-Kreissprecherin und AG-Osteland-Mitglied Sabine van Gemmeren (Belum-Kehdingbruch).

Nachdem er von mehreren Leserbriefschreibern heftig attackiert worden ist, rudert der Landrat jetzt zurück. Kai-Uwe Bielefeld habe "inzwischen auch öffentlich einräumt, dass er die Lage in Mittelstenahe zunächst falsch eingeschätzt habe", meldet die NEZ in ihrer Wochenendausgabe.

Wie die Bullenberg-Affäre begann, schilder das "Osterholzer Kreisblatt" so:

In dem sonst beschaulichen 260-Seelen-Örtchen Mittelstenahe im Landkreis Cuxhaven sind die Menschen alarmiert: Mehr als 30 Dorfbewohner starben oder erkrankten schwer in den vergangenen zehn Jahren an Krebs. Die Bewohner haben einen konkreten Verdacht: Elektrosmog. Denn im Dorf schneiden sich eine Richtfunkstrecke der Bundeswehr und eine Sendetrasse der Telekom.

Leukämie, Nieren- und Lungenkrebs, mehrere Hirntumor-Fälle - in einem Dorf wie Mittelstenahe, wo jeder noch jeden kennt, sind solche Krankheiten in Windeseile Dorfgespräch. "Erst haben die Menschen nur gemunkelt, dass sich die Krebserkrankungen auffällig häufen, dann haben einige das Thema an den Bürgermeister herangetragen", berichtet Werner Otten (Foto), der Bürgermeister der Samtgemeinde Lamstedt, die Vorgeschichte.

"Werner Otten nahm
die Sache Ernst"

Dorfbürgermeister Günter Helck informierte Otten, beide hätten die Sache "gleich Ernst genommen". Ernst genommen wird der Krebsalarm auch im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. "Wir haben uns umgehend damit beschäftigt", erklärt Christian Stichternath, der Sprecher von Ministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). Das Landesgesundheitsamt ist in den "Fall Mittelstenahe" eingeschaltet. Die Experten wollen jetzt jeden Krebsfall genau analysieren. Anschließend wird mit Vergleichszahlen ermittelt, ob und in welchem Ausmaß es sich tatsächlich um eine alarmierende Häufung von Todesfällen und Erkrankungen handelt."

Man erwartet eine lückenlose Aufklärung", schildert Otten die Stimmung im Dorf. Der Samtgemeindebürgermeister jedenfalls hat den "starken Verdacht", dass die Funkstrecken zumindest eine Ursache für die zahlreichen Krebserkrankungen sein könnten. In Lamstedt-Wohlenbeck gibt es einen mächtigen Fernsehturm, eine der Funkstrecken soll über Mittelstenahe verlaufen."

"De Bullenbargers"
schalten sich ein

Inzwischen steht die "HAWK-Stellung Nindorf" zum Verkauf (Einzelheiten hier). Als Verkaufshindernis erweist sich der Umstand, dass der Richtfunkturm nach Auskunft der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben "militärisch nicht entbehrlich”" ist. "Damit schränkt sich die Nutzbarkeit des rund zehn Hektar großen Areals ein", schreibt die NEZ.

Gegen Pläne, auf dem Bullenberg eine Biogas-Anlage zu bauen, haben sich inzwischen rund 60 Bürgerinnen und Bürger unter dem Vorsitz von Hartmut Tiedemann zu einem Verein namens "De Bullenbargers" zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Das Gelände soll renaturiert und ebenso wie die Gebäude für kulturelle und gemeinnützige Zwecke genutzt werden. Geplant ist außerdem eine Ausstellung "Der Bullenberg ­ früher ­ gestern ­ heute ­ morgen" .


Lamstedt

Initiative will den
Ortskern stärken

9. 2. 2007. Die Lamstedter Erweiterungspläne stoßen nicht nur in Hemmoor auf Widerstand, das seine Stellung als Mittelzentrum gefährdet sieht. Auch in Lamstedt regt sich Widerspruch. Dort hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, die den gewachsenen Ortskerns durch Fortentwicklung der bestehenden Geschäfte und durch Ansiedlung eines Discounters im Ortskern stärken will.

"Dementsprechend ist natürlich die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel am südlichen Ortsrand (für die Eingesessenen: südlich von "Möbel") der Interessengemeinschaft ein Dorn im Auge, befürchtet sie doch, dass das zu einem Ausbluten des Ortskerns führen könnte", heißt es auf der neuen Website der IG.


Elbvertiefung

Otterndorf: Der
Protest wächst


Website der Elbvertiefungsgegner

7. 2. 2007."Der Protest gegen die Elbvertiefung wächst", schreibt das "Hamburger Abendblatt" angesichts der jüngsten Proteste unter anderem in Otterndorf (siehe nächsten Text), wo Anfang März eine große Demonstration der Gegner geplant ist. Cuxhaven habe kürzlich mit Klagen gedroht, und die Gemeinderäte von Jork und Lühe, die das Projekt ablehnen, wollten ein Ingenieurbüro beauftragen, das die Planunterlagen unter die Lupe nimmt. Das Abendblatt" weiter: "Die Zustimmung zur Elbvertiefung gerade in Niedersachsen ist daher längst noch nicht sicher." Mehr...


Elbvertiefungsgegnerin Margrit Wetzel

Die SPD-Abgeordnete Dr. Margrit Wetzel (Stade) begründet ihre ablehnende Haltung zur Elbvertiefung in diesem 10-Punkte-Papier.

In einem NDR-Bericht heißt es: "In zahlreichen Gemeinden in den Elbmarschen gibt es Befürchtungen, die geplante Vertiefung der Fahrrinne um einen weiteren Meter könnte zu höheren Sturmfluten führen und die Standsicherheit der Deiche gefährden. Auch der Naturschutzbund NABU warnt vor den Gefahren einer Vertiefung, die durch den drohenden Anstieg der Meeresspiegel noch verstärkt werden könnten. Laut NABU zeigen neueste Untersuchungen zum Klimawandel, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um bis zu 60 Zentimeter steigen wird. Wenn die Fahrrinne ausgegraben werden sollte, würde dadurch noch mehr Wasser in die Elbe fließen und den Druck auf die Deiche erhöhen, sagte Landesgeschäftsführer Ingo Ludwichowski."

Debatte zur
Elbvertiefung


Protest in Cuxhaven (Archivbild)

6. 2. 2007. Für Dienstag, 6. Februar, ab 19.30 Uhr ist in der Stadthalle Otterndorf zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung der AG Unterelbe und des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung (Website) geladen worden. In der Ankündigung heit es: "Auf dem Podium werden sowohl Gegner der Maßnahme als auch Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Gelegenheit zur Stellungnahme haben. Erwartet werden niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander, Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte, Otterndorf, zugleich Vorsitzender der AGU, Baudirektor Detlef Wittmüß, WSA Hamburg, als Vertreter des Vorhabensträgers, Klaus Schroh, BUND Cuxhaven (Sedimenttransport und Baggergutmengen), Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg (Gesamtökologie), Torsten Heitsch, Geschäftsführer des Hadelner Deich- und Uferverbandes, Otterndorf, (Wattabtrag und Deichsicherheit), Oberbürgermeister Arno Stabbert, Cuxhaven (Sicht der Stadt Cuxhaven und rechtliche Aspekte). Im Publikum steht Baudirektor Bernhard Meyer, WSA Cuxhaven, für Fragen bereit; er ist zuständig für die Fahrrinne im Bereich vor Otterndorf und Cuxhaven. Auch die Parteien erhalten Gelegenheit zu einer kurzen Stellungnahme. Für die SPD wird Dr. Margrit Wetzel MdB zur Elbvertiefung sprechen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Niedersächsischen Landtag, David McAllister, hat seine Anwesenheit ebenfalls zugesagt. Er trägt als direkt gewählter Vertreter des hiesigen Wahlkreises und als Fraktionsvorsitzender der Mehrheitsfraktion eine besondere Verantwortung, weil das Land Niedersachsen sein Einvernehmen noch nicht erklärt hat und die politische Entscheidung damit noch offen ist. MdL Hans-Jürgen Klein wird für die Grünen sprechen.


Hemmoor

Frühlingsmesse
am Kreidesee

1. 2. 2007. Vom 22. bis 25. März findet jeweils von 10 bis 18 Uhr eine "Elbe-Weser-Messe" am Kreidesee in Hemmoor statt. Unter dem Motto "Frühlingserwachen in Hemmoor" kann sich das Publikum auf 14.000 Quadratmetern und in fünf Zelten über verschiedene Themenbereichen informieren:

Zelt 1 ("Frühlingserwachen"): Garten- und Landschaftsbau, Teiche und Zubehör, Garten und Zubehör, Gartenmöbel, Blumen usw.

Zeit 2 ("Leben im besten Alter"): Seniorenheime, Pflegedienste, mobile Hilfen, Wohlfahrtsverbände, Sanitätshäuser, gesunde Ernährung, Optiker, Hörgeräteakustiker, Sozialverbände, Massagen usw.

Zelt 3 ("Hochzeit und Lebensart"): Braut- und Herrenmode, Abendkleider, Fotografen, Trauringe, Kosmetik, Beauty und Wellness, Friseure, Blumen, Standesamt und Kirche usw.

Zelt 4 ("Rund ums Tier"): Hund, Katze und andere Streicheltiere, die auch in den Altenheimen gehalten werden, Ernäbrungsberatung, Zubehör, Futter, Betreuung, eventuell Fohlenschau.

Zelt 5 ("Freizeit und Reisen"): Für Haus und Garten, Camping und Zubehör, Tauchen, Trecking, Wohnwagen und -mobile, Reiseangebote, Boote und Zubehör.

Zelt 6 (Festzelt): Gastronomie, Bühne für Veranstaltungen - Vorführungen - Präsentationen - Diskussionen

Mitwirken werden die Bremer Musical Company, eine Indianergruppe aus Peru, ein Gospelchor aus Hemmoor, vier Shantychöre aus der Region und die Musikschule aus Hemmoor.

Auf dem Außengelände gibt es Imbiss- und Getränkestände. Die Besucher können Bürsten- und Korbmachern bei der Arbeit über die Schulter schauen oder in der Gondel eines riesigen Autokrans einen Blick auf den Kreidesee werfen. Die Kleinen können sich auf einem großen Trampolin mit Bungee-Seilen austoben.


Oberndorf

Schunkeln vor der
Hochzeitssuppe


Stimmungskanone Gerd Wichers (r.)

14. 1. 2006. Der Oberndorfer Kaufmann Albertus Lemke und Ehefrau Renate sind mit ihrem "Grünen Laden" eine Institution an der Unteren Oste. Am Sonntag feierte das beliebte Paar im Gasthaus "Zur Sietwende" von Uschi Henning achtern Diek in Niederstrich ein Doppelfest: Beide sind gerade 65 Jahre alt geworden.


Ein Ständchen für das Geburtstagspaar (r.)

Höhepunkt des Frühschoppens mit anschließendem Hochzeitsuppenessen war der Auftritt der großartigen Isenseer Bauernkapelle unter der Leitung von Gerd Wichers. Der Ostener Vize-Bürgermeister und CDU-Kommunalpolitiker verstand es, mit seinen Döntjes op Platt Bombenstimmung in den voll besetzten Saal zu zaubern und die Gäste schon vor der Hochzeitssuppe zum Schunkeln und Tanzen zu verführen.


Fährstraßen-Chorleiter Uwe Mählmann (M.)

Dem Geburtstagspaar gratulierten neben der großen Familie auch die Vertreter von diversen Stammtischen und Vereinen, darunter die Tischtennisspieler des TSV Oberndorf. Gemeinsam mit dem von Uwe Mählmann geleiteten Oberndorfer "Fährstraßen-Stammtisch" schmetterten Albertus und Renate Lemke zwischendurch die neue Oberndorf-Hymne - Refrain: "Das Herz der Oste ist Oberndorf, man fühlt sich einfach wohl..."


Reiterei

Susanne Pape
setzt Maßstäbe


Superstar Baroncelli (Foto: ingo-pape.com)

13. 1. 2006. Beim 32. Verdener Hallen-Reitturniers legte gleich das erste Paar, Susanne Pape (RV Neuhaus-Oste) mit dem neunjährigen Hannoveraner Baroncelli (Website) aus Hemmoor, die Messlatte so hoch, dass sich alle anderen daran die Zähne ausbissen. Mehr in der Kreiszeitung.


Gemeinden

Johannßen: Land
bricht Zusagen

11. 1. 2007. In der Presse verkündet die Niedersächsische Landesregierung immer ihre Erfolge bei der finanziellen Unterstützung der niedersächsischen Kommunen. „Doch die Realität sieht anders aus“, sagt der Landtagsabgeordnete Claus Johannßen (Foto). „Ich weiß von Bürgermeistern und Verwaltungsvertretern, dass viele Kommunen sehr lange auf die Bedarfszuweisungen warten müssen, so auch die Stadt Langen, bis Ende 2006 noch nicht einmal die Bedarfszuweisungen aus dem Jahr 2004 erhalten hatte."

Ausführlicher Bericht auf spd-hemmoor.de.


ARCHIV STADTLEBEN HEMMOOR 2006

ARCHIV STADTLEBEN HEMMOOR 2005

ARCHIV STADTLEBEN HEMMOOR 2004