Die älteste
Schwebefähre
Deutschlands

Diese Seiten stellen die in Europa einzigartige Schwebefähre im niedersächsischen Osten (Kreis Cuxhaven) vor. Zur Navigation bitte die gelben Tasten im linken Kasten benutzen.
 

Die Fähre
als Souvenir
Kaffeebecher

Geschirrtuch

Schnapsglas

T-Shirt

Kerze

Untersetzer

 

 

OSTEN - HEMMOOR / DIE FÄHRE

Premiere mit 
der Ostefähre


Werbung für die Filmkomödie

22. 7. 2011. Die Schwebefähre Osten - Hemmoor und das Klimahaus in Bremerhaven zählen zu den Schauplätzen der deutschen Filmkomödie "Arschkalt", die in dieser Woche Premiere hatte. Für Filmzwecke durfte im SEptember vorigen Jahres per Sondergenehmigung ein Tiefkühlwagen mit der Schwebefähre befördert werden. (Fotos von den  Dreharbeiten stehen auf der lokalen Schwebefähren-Website schwebefaehre-osten.de.)


Im Film möglich: Lkw auf der Gondel

Die Qualität des Films über einen zynischen Auslieferer von Tiefkühlkost, der allmählich "auftaut", ist umstritten. Im Rezensionsportal filmjournalisten.de sieht sich ein Kritiker in der Ansicht bestätigt, dass die Deutschen - anders als die Franzosen - das Genre Filmkomödie nicht beherrschen: "Eine weitere dieser schwachbrüstigen deutschen Komödien, die vermutlich der Fernsehdenke voll Genüge tun, die aber im Kino nichts zu suchen haben. Insofern muss ein Film mit dem Titel 'Arschkalt' den Kommentar 'am Arsch vorbei' aushalten können."


Filmszene aus "Arschkalt"

Der Autor vergleicht die Schwebefährenszenen in "Arschkalt" und in dem in Rochefort gedrehten Kultfilm von Jacques Demy: "Es gibt Szenen mit einer ganz langsamen Schwebefähre..., so wie sie wunderbar in den 'Demoiselles de Rochefort' zu sehen ist; bei dem Gedanken an Jacques Demy will einem hier schier das Blut gerinnen oder man kriegt Magenkrämpfe angesichts dieser Gefrierkomödie." 

Man müsse sich fragen, "wie es möglich wird, dass solch ein unausgegorener Film überhaupt gemacht, mit öffentlichen Geldern gefördert wird und in die Kinos kommen soll", heißt es weiter


Das Phantom
der Fähre


Eiffel: Legenden um einen angeblichen Schüler

4. 6. 2008. Wer hat die fast 100-jährige Ostener Schwebefähre konstruiert? Als Erbauer nennen über hundert Websites - laut Google mindestens 140 - einen "Louis Pinette", der regelmäßig als "französischer Ingenieur" und als "Schüler des Eiffelturm-Erbauers Gustave Eiffel" bezeichnet wird.


Eröffnung 1909: Kein Pinette beim Festakt

Diese - zweifellos werbewirksame - Version ist Nonsens, wie ein Blick in die Archive verrät, die zur Zeit, ein Jahr vor dem 100-jährigen Bestehen des nationalen Baudenkmals, verstärkt genutzt werden, um die Geschichte der Fähre zu rekonstruieren.

War der "Franzose" ein
Hugenotte aus Berlin?


Skizze aus den Gemeindeakten: Idee aus Osten

Verblüffendes Resultat: Einen "Louis Pinette" hat es nie gegeben. Dutzende von vergilbten Originalschreiben sind vielmehr mit "Max Pinette" unterschrieben, der 1908/09 als "Bauleiter" die Montage der Schwebefähre überwacht hat.


Pinette-Unterschrift: Der "Louis" hieß Max

Dieser Max Pinette war offenbarh kein Franzose, sondern wahrscheinlich ein in Berlin-Charlottenburg lebender deutscher Hugenotten-Abkömmling mit französisch klingendem Namen; irgendeine Verbindung mit Eiffel ist bis zur Stunde nicht belegt.

Sicher ist, dass Max Pinette die Ostener Schwebefähre weder erdacht oder gar konstruiert hat.

Eine (namentlich nicht gezeichnete) Bleistiftskizze, die mit alten Ratsprotokollen aus dem Jahre 1903 abgeheftet worden ist, deutet darauf hin, dass die Idee, in Osten statt der ursprünglich projektierten Drehbrücke eine der damals populären Schwebefähren zu bauen, im Kreise der lokalen Honoratioren entstanden ist.

Ein Neuhäuser zeichnete
die ersten Blaupause



Blaupause aus dem Jahre 1903 - gez. Abraham

Auch eine in den Akten befindliche erste Blaupause, auf 1903 datiert, stammt nicht von Pinette (von dem in Osten damals vermutlich niemand wußte), sondern von dem Neuhäuser Wasserbauinspektor Abraham. Konstruiert worden ist die Fähre - wie man sieht: weitgehend nach Abrahams Vorstellungen - dann im MAN-Werk Gustavsburg. Der von der Gemeinde Osten per Beschluß vom 27. April 1908 als Bauleiter angeheuerte Berliner Dipl.-Ing. Max Pinette (Monatsgehalt: 350 Mark plus 100 Mark Bauzulage) hat die Montage der angelieferten Fertigteile überwacht und einige statische Änderungen durchgesetzt.

Wie ist die Legende von dem "französischen Ingenieur" und "Eiffel-Schüler" namens "Louis Pinette" entstanden? Noch in der 1985 erschienenen  "Chronik des Kirchspiels Osten" von Ortsheimatpfleger R. A. Rüsch wird der Bauleiter korrekt als Berliner Ingenieur Pinette (ohne Vornamen und ohne Eiffel-Konnex) bezeichnet.

Irgendwann in den 90ern
taucht plötzlich Louis auf


Bericht von 1998: Geburtsstunde des Phantoms?

Der falsche "Louis" Pinette in Verbindung mit dem Eiffelturm-Erbauer taucht erst Ende der 90er Jahre auf - unklar ist, wem das Gespenst zuerst erschien. In einer Reportage der Deutschen Presseagentur (dpa), die am 3. August 1998 u. a. in der "Rhein-Main-Presse" abgedruckt wurde und als einzigen Gewährsmann einen Ostener Gastwirt namentlich nennt, heißt es wörtlich: "1909 konstruierte Louis Pinette, ein Schüler des berühmten Ingenieurs Alexandre Gustave Eiffel, die Schwebefähre in Osten" (Wortlaut hier).

Die griffige und scheinbar schlüssige Lesart wurde in den folgenden zehn Jahren von vielen aufgegriffen und (mangels besseren Wissens) weiterverbreitet. In Presse, Funk und Fernsehen sowie im Internet, von der Website des Fährkrugs bis hin zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz, geistert seither der falsche Louis umher. Bis zur Stunde treibt er auch auf vielen noch nicht durchkorrigierten Archivseiten von ostemarsch.de, schwebefaehre.org oder schwebefaehre.de sein Unwesen.

Erste Zweifel waren aufgekommen, als es dem Ostener Journalisten und Schwebefähren-Anwohner Jochen Bölsche im Vorfeld des Hundertjährigen  nicht gelang, irgendein Foto des vermeintlichen Eiffel-Schülers "Louis" aufzutreiben. Internet-Recherchen nach Männern namens Pinette führten zwar auf die Spuren des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten und zu jüdisch-hugenottischen Familien in Berlin, aber nicht zum gesuchten Louis.

Die Ostener wollten
Max Pinette lynchen


Pinette-Telegramm: "Leider verhindert"

Erst eine Sichtung der Originalakten von einst brachte Aufschluß über den Ingenieur aus Berlin, der in Osten vor 100 Jahren nicht eben gut gelitten war. Nach Unfällen im Zusammenhang mit dem Bau der Schwebefähre drohten Bürger, Pinette zu lynchen. An der Einweihung des Bauwerks am 1. Oktober 1909 nahm Pinette nicht teil; er entschuldigte sich per Telegramm, er sei "leider letzten Augenblick verhindert"). Es folgte eine lange, heftige Kontroverse mit Bürgermeister W. A. Lohse über die Frage, ob Pinette nach Bauabschluß noch zur Rechnungsprüfung verpflichtet war.

Ein Phantom im Dienste
des Fremdenverkehrs

Archiv Bardenhagen
Ostener Werbe-Klappkarte aus den Siebzigern

Auf "Louis Pinette", das Phantom im Dienste des Fremdenverkehrs, muß die Tourismuswerbung nun verzichten - ebenso wie auf die in den Siebzigern verbreitete Flunkerei, das Bauwerk in Osten sei "Europas einzige Schwebe-Fähre" (in Wahrheit gab es natürlich sechs weitere).

Was bleibt? Zweifellos hat die Aussage Bestand, dass die Ostener Schwebefähre in jener Stahlfachwerkbauweise konstruiert worden ist, der Gustave Eiffel mit seinem Turm zum Weltruhm verholfen hat. Die Bezeichnung der Fähre als "Eiffelturm des Nordens" sollte also erlaubt bleiben - Louis hin, Max her.

Ostepreisträgerin arbeitet
Ostens Fährgeschichte auf


Pinette-Brief: Immer wieder Max - nicht Louis

Damit sich das ominöse Phantom der Fähre nicht auch noch in die geplante Chronik zum Hundertährigen einschleicht, ist die renommierte Regionalhistorikerin und Oste-Kulturpreisträgerin Gisela Tiedemann-Wingst gebeten worden, die 65 Dienstjahre der Schwebefähre (1909 bis 1974) und deren Vorgeschichte anhand der Originalquellen neu aufzuarbeiten und von Legenden zu befreien.


Heimatforscherin Gisela Tiedemann-Wingst

Beim Stöbern in den Archiven geht ihr zur Zeit der Hemmoorer Ortsheimatpfleger Heino Grantz zur Hand. Die Chronik, herausgegeben von der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor und vorbereitet von einem Arbeitskreis unter der Federführung des 2. Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann, soll zum Jahr der Oste 2009 im Drochterser MCE-Verlag erscheinen. - Wer Informationen zum Thema Max Pinette beitragen kann (von ihm ist nicht einmal ein Foto bekannt), kann sich an die Redaktion dieser Website wenden.


Schwebefähre als
Titelbild-Star

25. 4. 2006. Das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor ist Titelthema der Vierteljahreszeitschrift "Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen".

In einem mehr als fünf Seiten umfassenden Beitrag beleuchten die Cuxhavener Denkmalschützerin Dipl.-Ing. Birgit Greiner sowie Dipl.-Ing. Wolfgang Neß vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die Geschichte und die Sanierung der Fähre.

"Der Einfachheit halber
eine Welle abgetrennt"

Der Artikel schildert mit großer Präzision den Zustand der Fähre bis zur Sanierung und den Ablauf der Bauarbeiten. Über die lange diskutierte Ursache der Stillegung vor vier Jahren heißt es darin unter anderem:

"Für den Antrieb waren ursprünglich zwei Elektromotoren zuständig, von denen bis zur jetzigen Stillegung nur noch ein Motor in Betrieb war. (Im Herbst 2001) wurden Schäden unbekannter Herkunft am Schienenträger festgestellt, die eine umgehende Stilllegung der Fähre nach sich zogen. ... Da die Fähre auch bei extrem verlangsamter Fahrt sehr unruhig lief und starke Erschütterungen im Bereich der Gondel auftraten, war sehr schnell klar, dass die Schadensursache nicht im Tragwerk, sondern innerhalb der Betriebstechnik zu suchen war.

Die Gondel wurde ursprünglich über eine Gleichlaufwelle von den beiden vorhandenen Motoren über vier Antriebsräder in Bewegung gesetzt. Durch Ausfall eines Motors wurde vor Jahren der Einfachheit halber eine Welle zu den hinteren beiden Rädern (Richtung Oste) abgetrennt, so dass die Gondel nur noch über die beiden vorderen Räder (Richtung Hemmoor) gezogen bzw. beim Zurückfahren geschoben wurde. Vermutlich aufgrund des geänderten Antriebes mit fehlendem Gleichlauf und dadurch sich ungleichmäßig abnutzenden Wellen und Zahnkränzen lief der obere Fahrwagen aus der Spur und wurde regelmäßig gewaltsam nur durch Motorkraft in seine ursprüngliche Lage zurückbefördert. Das abrupte Zurückfallen der schweren Gondel in die ursprüngliche Position verursachte die schweren Erschütterungen, die letztendlich zu den festgestellten Schäden an den Trägerverbindungen und der Schiene geführt haben."

Die Zeitschrift (Einzelpreis 5,50 Euro plus Versandkosten) erscheint im Verlag C. W. Niemeyer in Hameln.


Birgit Greiner ist
Ehren-Fährfrau


Denkmalschützerin Greiner mit Landrat Bielefeld

21. 4. 2006. Den Titel einer "Ehrenfährfrau" trägt seit Freitag die Cuxhavener Bauamtfrau Birgit Greiner, die gemeinsam mit ehrenamtlichen Denkmalschützern - und teilweise gegen das Unverständnis gewisser Kreispolitiker - für die Sanierung der des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor gekämpft hat.

Die Verdienste der Cuxhavenerin, der bereits im vorigen Jahr der "Goldenen Hecht" der AG Osteland verliehen worden war, wurden bei der festlichen Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre am Freitagmittag von Landrat Kai-Uwe Bielefeld und dem Ostener Bürgermeister Carsten Hubert unter starken Beifall des Publikums gewürdigt; Hubert verlieh der Ausnahmebeamtin auf Anregung des Landrats den Ehrentitel.


Die erste Fahrt der reparierten Fähre

Wie sehr die wieder intakte Fähre die Anrainer-Ortschaften Osten und Hemmoor verbinden kann und wie weit historisch begründete Antipathien in manchen Köpfen bereits überwunden sind, demonstrierte die Basbecker IG Bahnhofstraße, die mit einem Transparent und einem Blumengruß die aus Osten eintreffenden Fährpassagiere begrüßte.

Höhepunkt des Tages war gegen 21.30 Uhr die von dieser Website initiierte Illuminierung der Schwebefähre. Zwischen Bier- und Wurstbude herrschte Volksfeststimmung, als die acht Scheinwerfer - spendenfinanziert durch die Aktion "Die Oste leuchtet" - aufflammten: "Das ist die Nacht der Nächte", kommentierten begeisterte Zuschauer, ein Ostener äußerte begeistert: "In Osten geht die Sonne auf." Allgemeines Urteil: "Mit Osten geht es bergauf."


Fährkrug bei Nacht (Foto: Lea Thorhorst)

Viele Bilder vom Festtag stehen auf dieser SONDERSEITE.


Einsatz für das
"alte Schätzchen"


Seit Donnerstag hängen die Girlanden

21. 4. 2006. Seit Freitagfrüh war alles vorbereitet für den großen Festakt zum Neustart des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor, zu dem Landrat Kai-Uwe Bielefeld rund 120 Ehrengäste eingeladen hat. Unter anderem wird die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Christiane Segers-Glocke, ein Grußwort sprechen und die Zeitschrift „Berichte zur Denkmalpflege“ vorstellen, die sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte und Sanierung der Schwebefähre Osten befasst.

Ein Text des Landkreises zur Bedeutung der Fähre steht hier im Internet.


Brückenbau-Experte Schippke (Foto: Schuster)

Schippke-Mitarbeiter beim Projekt Schwebefähre

Bereits Donnerstagabend hatte Dr. Hans-Günther Schippke von der renommierten Brückenbau-Firma Dr. Schippke + Partner im Fährkrug vor rund 30 Zuhörern einen faszinierenden Vortrag über die Welt der beweglichen Brücken gehalten.


Von Schippke betreute Brückenbauwerke

Am Rande der Veranstaltung lobte Schippke das Engagement der Ostener Fährfreunde: "Es ist schön, wie sich hier interessierte Laien um das alte Schätzchen kümmern, um ein Beispiel dafür zu erhalten, wie früher gebaut wurde."

"Höchstes Lob" zollte Schippke auch den an den Bauarbeiten beteiligten mittelständischen Firmen: "Hut ab, die haben diszipliniert gearbeitet und voll dahinter gestanden."

Im Fährkrug war auch eine kleine Ausstellung historischer Plakate und Texte zur Schwebefähre zu sehen, die Ortsheimatpfleger Rüdiger Toborg zusammengestellt hatte.


Das Hemmoorer Transparent wird angebracht

20. 4. 2006. Mit einem Transparent ("Fährmann hol öber - Willkommen in Hemmoor"), das am Donnerstag auf der Basbecker Seite angebracht wurde, würdigt Hemmoor den Neustart der Schwebefähre Osten - Hemmoor.


Einer fehlt auf 
dem Fährmann-Foto


Warten auf den Start: Thedrian, Ahlf, Meyer

21. 4. 2006. Schon am Vortag der Wiederinbetriebnahme zeigten Fernseh- und Pressevertreter großes Interesse für das nationale Baudenkmal an der Oste. Die Fährmänner Heinz Thedrian, Horst Ahlf und Erich Meyer posierten für ein Foto, das heute auf der Titelseite der Niederelbe-Zeitung steht. Der vierte Fährmann, Erwin Bergander, war leider nicht im Lande.


Auch Rendsburg
will anstrahlen


Hochbrücke mit Schwebefähre bei Rendsburg

20. 4. 2006. Auch die zweitälteste deutsche Schwebefähre soll - nach Ostener Vorbild - angestrahlt werden. Das haben die Bürgermeister der Fährorte Rendsburg und Osterrönfeld, Andreas Breitner und Jörg Sibbel, gegenüber den Kieler Nachrichten (Donnerstag-Ausgabe) angekündigt. In dem Artikel zur Gründung des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren kürzlich in Osten wird auch über die Absicht berichtet, für die beiden deutschen Schwebefähren den Status des Unesco-Weltkulturerbes zu beantragen.


Dachverbandsgründung Gründonnerstag  in Osten

Wörtlich heißt es dazu:

"Für den Antrag ist es wichtig, dass die beiden deutschen Schwebefähren mit einer Stimme sprechen", sagt Breitner. Etwa zwei Jahre werde das Antragsverfahren dauern. Jörg Sibbel sieht in der seit 1988 unter Denkmalschutz gestellten Anlage einen noch ungeschliffenen Edelstein: "Viele sehen Brücke und Fähre vor allem als alltägliches Nahverkehrsmittel. Dabei ist es ein technisches Denkmal von nationaler Bedeutung." Diese Bedeutung soll stärker für den Tourismus genutzt werden. "Dieses Denkmal ist das Wahrzeichen und Alleinstellungsmerkmal unserer Region", betont Andreas Breitner.

Der Status als Weltkulturerbe soll langfristig den Erhalt von Hochbrücke und Schwebefähre garantieren und das technische Denkmal noch bekannter machen. "Es kommen bereits viele Touristen. Wir wollen die Hochbrücke aber noch intensiver touristisch nutzen", berichtet Jörg Sibbel. Für ein Erbe der Weltkultur sei es einfacher möglich, Fördermittel der Europäischen Union einzuwerben.

Bei der Steigerung der Attraktivität haben die beiden Bürgermeister bereits konkrete Vorstellungen. Ein Informationszentrum oder Museum soll Besuchern die Geschichte und Bedeutung des Bauwerks näher bringen. Favorit der Planung ist die Illumination von Fähre und Brücke. Die Silhouetten sollen nachts in hellem Licht erstrahlen. "Eine solche Beleuchtungsanlage kostet rund 100000 Euro. Dafür brauchen wir dringend Fördermittel", sagt Breitner.

Konkret geplant ist bereits ein Buch über die Hochbrücke. Es soll Ende des Jahres erscheinen. Nachgedacht wird außerdem über einen Fahrstuhl zur Aussichtsplattform der Brücke und eine Jugendherberge.

Kompletter Wortlaut hier.


Girlanden für die
Wiedergeburt der Fähre

19. 4. 2006. Elf fleißige Ostenerinnen und Ostener haben 50 Meter Girlande für den Festakt zur Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre (am Freitag ab 11 Uhr) gebunden. Das Grün hat, wie Fährvereinsvorsitzender Horst Ahlf mitteilt, Hubertus Freiherrr von Marschalck (www.geesthof.de) gestiftet.
Während der Bauhof der Samtgemeinde am Mittwoch das Treibsel von der Fähr-Slipanlage abfuhr, ließ die Gemeinde die Mauer der Fährdeichlücke neu verfugen.
Ehrenamtliche Helfer wie Erich Meyer (Foto oben) und Klaus Kirmes (unten) säuberten und reparierten den Anleger.
Am Donnerstag sollen letzte Verschönerungsarbeiten folgen. Auf der Basbecker Seite werden Fahnenmasten für ein Transparent aufgestellt, mit dem Hemmoor die Fähre begrüßt.
Für das Fest am Freitag hat nach dem Landkreis jetzt auch das Reisebüro Hemmoor ein Faß Freibier gestiftet.


Vorbereitungen für den
1. Ostener Fährmarkt


Kinderzeichnung von der Schwebefähre

19. 4. 2006. Rund 45 Teilnehmer schmiedeten am Dienstag im Hotel-Restaurant "Seefahrer" Pläne für den 1. Ostener Fährmarkt am 27./28. Mai. Nach jüngstem Stand wird auch auf der Basbecker Seite reges Leben herrschen. Neu im Programm: ein Schwebefähren- Malwettbewerb für Kinder.

Ein ausführlicher Bericht folgt auf der von Karl-Heinz Brinkmann gestalteten Website www.faehrmarkt.de.


Horst Ahlf als
Schutzpatron


Schwebefähren-Förderer Horst Ahlf

18. 4. 2006. In der Nordsee-Zeitung (Dienstagausgabe) heißt es unter der Überschrift "Ostens Wahrzeichen schwebt bald wieder über den Fluss" unter anderem:

"Paris hat den Eiffelturm - und Osten seine kleine Schwester, die Schwebefähre. Gebaut von einem Schüler Gustave Eiffels, spannt sich eine kühne Stahlkonstruktion über den Fluss. Still ruht das technische Wunderwerk, seit fast fünf Jahren. Aber nicht mehr lange: Ab Freitag schwebt die weltweit einzigartige Gondel wieder über die Oste. Repariert, entrostet, mit neuen Motoren, neuer Gondel, neuem Anstrich.

Horst Ahlf taucht die letzten Gitterstreben in frisches Grün. Der Gastwirt des 'Fährkrugs' am Ufer der Oste ist der Schutzpatron der Schwebefähre. Und er ist glücklich. "Ich freu´ mich riesig", gesteht der 65-Jährige. Als kleiner Junge schon hat er die Gondel heimlich gesteuert, als Vorsitzender des Fördervereins kämpft er seit über einem Vierteljahrhundert für den Erhalt der Fähre...."


Spenden für
eine Webcam


Brauer (l.) bei der Kutschen-Verabschiedung

17. 4. 2006. Die Reinerlöse aus der Abgabe der neuen österreichischen Sondermarke zur Europa-Tour der Osteland-Kutsche sollen der Samtgemeinde Hemmoor helfen, eine Webcam auf der Ostener Kirche zu installieren, die Live-Bilder von der Schwebefähre ins Internet schickt - eine Idee, die auch der neue 1. Samtgemeinderats Dirk Brauer (Foto oben) unterstützt.

Die ersten Marken erwarb am Ostermontag der hannoversche Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen (CDU), der am Rande des Kutschenfests auch Gespräche mit dem Ostener Bürgermeister, seinem Parteifreund Carsten Hubert, führte.


Carsten Hubert im Gespräch mit Minister Ehlen

Die letzten Sondermarken (im Schmuck-Faltblatt, inklusive Spende 5 Euro) werden am Donnerstag um 19 Uhr beim Vortrag des Brücken- und Fährenexperten Schippke im Fährkrug  und (falls der Vorrat reicht) am Freitag ab 11 Uhr bei der Fähren-Einweihung erhältlich sein.

Viele Fotos vom Start der Europa-Kutsche stehen auf dieser SONDERSEITE.


Osten: Neustart 
am 21. April


Der Fährverein bereitet sich auf die Saison vor

8. 4. 2006. Freitag, der 21. April, soll ein Festtag für die ganze Oste-Region werden: Nach viereinhalbjähriger Zwangspause und einer rund 1,5 Millionen Euro teuren Generalüberholung wird um 11 Uhr vormittags in Osten das Nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor feierlich wieder in Betrieb gehen.

Abends soll die neue Beleuchtungsanlage den "Eiffelturm des Nordens", das herausragende Wahrzeichen des Elbe-Weser-Dreiecks, erstmals strahlend illuminieren.

Eigentümer der 1909 von einem Eiffel-Schüler gebauten ältesten Schwebefähre Deutschlands ist der Landkreis Cuxhaven. Daher wird Landrat Kai-Uwe Bielefeld in einer Feierstunde an der Fähre Vertreter vieler Förderinstitutionen begrüßen können, die geholfen haben, die Restaurierung zu finanzieren. Neben Festreden wird es den gesamten Tag über Freifahrten für die Bevölkerung geben.

Osten steht schon jetzt ganz im Zeichen der Fähre. Ein Dutzend Ostenerinnen und Ostener bereiten sich darauf vor, Grün zu holen und 50 Meter Girlanden zu binden. Bier- und Wurstbuden werden organisiert. Und mit Sandpapier, Pinsel und Farbe verleihen Mitglieder der 31 Jahre alten "Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre" verleihen zur Zeit der Fährgondel, dem Fahrerstand und den Schranken ehrenamtlich den letzten Schliff.


Stefan Haak streicht den Fahrerstand

Nach dem Festakt der Kreisverwaltung am 21. April lädt die Fördergesellschaft alle Interessierten für 15 Uhr zu einer Videopräsentation über Schwebefähren und andere bewegliche Brücken in den Fährkrug.


Beleuchtungsprobe in Osten

Seinen Höhepunkt wird der Festtag gegen 22 Uhr erreichen, wenn nach einem Konzert mit dem bekannten Pianisten Gottfried Böttger in der Ostener St.-Petri-Kirche die laubgrün gestrichene 38 Meter hohe und 80 Meter lange Fähre erstmals von acht Scheinwerfern illuminiert wird. Die Kosten für die Beleuchtungsanlage haben heimische Firmen und private Sponsoren ihm Rahmen der Spendenaktion "Die Oste leuchtet" aufgebracht, für die unter anderem Schmuckblätter mit Fähren-Sondermarken der österreichischen Post verkauft wurden.

Die strukturschwache Region an der idyllischen Oste erhofft sich von der Wiederaufnahme der touristischen Demonstrationsfahrten mit der Schwebefähre, die 2001 wegen Baumängeln stillgelegt werden mußte, eine spürbare Belebung. Die Hoffnung scheint nicht zu täuschen. Beim ehrenamtlichen Fährmann Horst Ahlf, zugleich Hotelier im benachbarten "Fährkrug", sind in den letzten Wochen fast hundert Anfragen von Busunternehmern eingegangen; mehr als 60 Busgesellschaften haben Fährfahrten für die kommenden Monate bereits fest gebucht.

In ihrer jüngsten Vorstandssitzung am Freitag verabschiedete die Fördergesellschaft neue Tarife; die alte Tabelle stammte noch aus der DM-Zeit. Kinder bis 6 Jahren sollen künftig gratis über die Oste schweben können, für Erwachsene kostet die Tour Osten - Hemmoor und zurück 1,50 Euro. Rad- und Motorradfahrer zahlen einen Zuschlag, Busgesellschaften und Schulklassen erhalten Rabatt.


Vorstandsmitglieder Brauer, Kanthack, Brinkmann

Vorstandsmitglied Dirk Brauer, seit kurzem als Erster Samtgemeinderat im Hemmoorer Rathaus auch für Touristik zuständig, möchte die Werbewirkung der Schwebefähre für die Region noch erhöhen. Auf dem Ostener Kirchturm soll eine Webcam installiert werden, so dass Fährfreunde in aller Welt auf der kommunalen Website www.hemmoor.de Live-Bilder von dem filigranen Stahlriesen an der Oste betrachten können.


Die Scheinwerfer 
sind montiert


In Kürze wird das Baudenkmal nachts beleuchtet

7. 4. 2006. Die Inbetriebnahme des Nationalen Baudenkmals Osten - Hemmoor am 21. April rückt näher. Jetzt hat die Firma Uhtenwoldt aus Oberndorf die ersten Scheinwerfer montiert, mit denen das Wahrzeichen des Ostelandes nachts beleuchtet werden soll. Durch die Aktion "Die Oste leuchtet", zu der auch diese Website aufgerufen hatte, waren - wie berichtet - mehr als 8000 Euro Sponsorengelder zugunsten der Illuminierung aufgebracht worden.


Sondermarke für die Stromkosten

Unter anderem hatte die AG Osteland mit einer (inzwischen vergriffenen) Oste-Sondermarke der österreichischen Post Spenden zur Begleichung der Stromkosten eingeworben.


Beleuchtungsprobe in Osten

Zu einem ersten Eindruck vom Effekt der Illuminierung verhalfen 2004 und 2005 Beleuchtungsproben der Freiwilligen Feuerwehr Osten und der Firma Uhtenwoldt.


Fährgondel: Neue Fenster, neue Bretter

Die Arbeiten an der Fährgondel, die wegen der Schlechtwettertage unterbrochen waren, gehen dem Ende entgegen. Holzverkleidung und Fenster des Fahrerstandes sind bereits ersetzt worden.


Weiteres Aquarell
von 1945 aufgetaucht


Das Schwebefähren-Bild der Familie Mangels

6. 4. 2006. Einen Tag nach unserem Bericht über das Schwebefähren-Aquarell der rätselhaften Malerin Angelika Werenberg (oder so ähnlich; siehe nächsten Artikel) ist ein zweites Bild aus dem Jahre 1945 aufgetaucht. Es zeigt dasselbe Motiv in anderer Technik.


Signatur: Jan (oder Hans) Biozej (oder Blozej)

Dazu schreibt uns Stefan Mangels aus Engelschoff: "Hallo Osten-Oste Team, gerade habe ich den Artikel über das Aquarell, welches Horst Ahlf erhalten hat, gelesen. Vielleicht interessiert es euch, daß wir ebenfalls im Besitz eines Aquarells sind, welches dem von Horst Ahlf sogar etwas gleicht. Aus Engelschoff grüßt euch Familie Mangels."

Wer kennt
Angelika W.?


Ahlf mit dem Werk der Unbekannten

5. 4. 2005. Ein wunderschönes Aquarell von Osten und der Schwebefähre aus dem September 1945 wirft Rätsel auf.

Vor kurzem übergab der Gast Uwe Henri - Nachfahre einer Basbecker Gastronomen-Familie - dem Ostener Fährkrugwirt Horst Ahlf ein Bild aus dem Nachlaß seiner Eltern. Nach deren Erzählungen hatten sie es von ihrem Vorgänger, dem Wirt des früheren "Hotel Wilkens"  - von Osten gesehen auf der linken Seite des Basbecker Fährstücks - übernommen. Wilkens wiederum habe es im Herbst 1945 von einem Gast erhalten, der kein Geld hatte, seine drei Übernachtungen zu bezahlen.

Der Name Künstlername, mit Bleistift auf dem Blatt vermerkt, ist schwer zu entziffern, er scheint nach nochmaliger Überprüfung Angelika Werenberg zu lauten.

Jetzt wüßte Horst Ahlf natürlich gern, wer die Unbekannte war.


Dieses Bild vergrößern

Gemälde von dem filigranen Riesen über der Oste haben übrigens Seltenheitswert. Maler scheinen sich nicht oft an dieses schwierige Motiv heranzuwagen.

Der aus Basbeck stammende Historiker Alfred Vagts jedenfalls schreibt in einen (unveröffentlichten) Erinnerungen über Oste-Besuche auswärtiger Freunde in der Zeit zwischen den Weltkriegen: "Das technische Wunderwerk der Schwebefähre, das inzwischen sogar Automobile über den Fluss transportierte, löste bei den Hamburger Soziologen und Politologen viel Verwunderung aus. Ganz anders reagierten dagegen meine Künstlerfreunde, die zuweilen aus Bremen und Worpswede zu Besuch herüberkamen. Sie konnten mit der kühnen Eisenkonstruktion nichts anfangen, vermissten Backstein und Fachwerk und ließen sich auch nicht dazu überreden, ein Bild der Fähre zu malen, obwohl der sanfte Fluss darunter ganz nach ihrem rustikalem Geschmack war."


Schwebefähren sollen 
Weltkulturerbe werden


Die Mitglieder des Schwebefähren-Dachverbandes

13. 4. 2006. Die beiden einzigen noch erhaltenen deutschen Schwebefähren sollen in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden. Dieses langfristige Ziel haben sich die Vertreter der Fährorte Osten und Hemmoor sowie Rendsburg und Osterrönfeld gesetzt, die am Donnerstag in Osten einen "Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren / German Transporter Bridges Association" gegründet haben; der Dachverband hat rechtlich die Form eines Arbeitskreises innerhalb der AG Osteland e. V..


Hochbrücke mit Schwebefähre bei Rendsburg

Die  Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg), Jörg Sibbel (Osterrönfeld) und Carsten Hubert (Osten) sowie der 1. Samtgemeinderat Dirk Brauer (Hemmoor) und Bauamtfrau Birgit Greiner vom Landkreis Cuxhaven, dem Eigentümer der Oste-Fähre, wollen eng zusammenarbeiten, um den historischen Wert der technischen Baudenkmale, von denen weltweit nur noch acht existieren, hervorzuheben, sie verstärkt in den Mittelpunkt kultureller und touristischer Aktivitäten zu stellen und zu diesem Zweck gemeinsam mit europäischen "Schwesterfähren" EU-Fördermittel einzuwerben.

Für das länderübergreifende Projekt "Weltkulturerbe deutsche Schwebefähren" will sich der Arbeitskreis zunächst um Unterstützung durch die Landesämter für Denkmalpflege in Hannover und Kiel bemühen. Gemeinsam mit Schwebefährorten in Spanien, Frankreich und Großbritannien war bereits im vergangenen Jahr im französischen Rochefort eine europaweite Kooperation vereinbart werden.


Kommunalpolitiker Brauer, Breitner, Hubert, Sibbel

In ihrem Bemühen um den Unesco-Status sieht sich der deutsche Dachverband durch die älteste Schwebefähre der Welt bei Bilbao (Spanien) ermutigt, die nach Angaben des Arbeitskreis-Sprechers Jochen Bölsche (Osten) bereits im Sommer mit der Verleihung des begehrten Weltkulturerbe-Ranges rechnen kann wird. Für die einzige außereuropäische Schwebefähre in Buenos Aires ist ein entsprechendes Antragsverfahren zu Jahresbeginn eingeleitet worden.


Erwartet den UN-Status: Schwebefähre bei Bilbao

Die 1909 gebaute Schwebefähre bei Osten wird nach umfassender Sanierung vom 21. April an einmal stündlich für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung stehen. Die Schwebefähre am Nord-Ostsee-Kanal ist seit 1913 Teil der Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld und kann als Nahverkehrsmittel kostenlos benutzt werden.

Beide Schwebefähren, Wahrzeichen der jeweiligen Region, zählen zu den Hauptattraktionen der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren Projektmanagement der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. obliegt. Auf deren Initiative fand auch die Gründung des Dachverbandes statt. Gastgeber war Horst Ahlf, Vorsitzender der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor. - FOTO OBEN: KARSTEN HEILEMANN


Grünes Licht für
2. Bauabschnitt

25. 4. 2005. Der Hochbauausschuss des Kreistages unter Vorsitz von Hans-Wilhelm Saul (Hemmoor) hat am Montag einstimmig den Startschuss für den 2. Bauabschnitt der kreiseigenen Schwebefähre Osten - Hemmoor gegeben. Nachdem die Reparatur der Antriebskomponenten weitgehend abgeschlossen ist, kann jetzt die Ausschreibung der umfangreichen Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten für das Nationale Baudenkmal vorgenommen werden.


Hans-Wilhelm Saul (l.) leitete die Sitzung

Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt zu sensationell günstigen Bedingungen: Von den auf 1,1 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten des 2. Abschnitts werden werden dank der Bemühungen der unermüdlichen Kreis-Denkmalschützerin Birgit Greiner rund 90 Prozent von EU, Bund, Land und diversen Stiftungen getragen.

Fähre als Schnäppchen:
Osten zahlt nur 1 Prozent

Er habe in seiner gesamten Zeit als Kreistagsabgeordneter noch nie ein Projekt mitbeschlossen, bei dem beim Kreis "nur 10 Prozent Eigenanteil hängenbleiben", lobte Herbert Guthahn (SPD) die rührige Verwaltung.

Die Hauptnutznießer der Restaurierungsarbeiten, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten, sind an den Kosten des 2.   Bauabschnitts sogar nur mit weniger als je einem Prozent beteiligt. Von ihrem jeweiligen Anteil von 13 000 Euro übernimmt die Kasse der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre jeweils 3000 Euro.


Horst Ahlf sagte Unterstützung zu

Außer diesen insgesamt 6000 Euro steuert der Verein, wie Vorsitzender Horst Ahlf vor dem Ausschuß erklärte, vor allem mit Hilfe von Spenden 9000 Euro für die Illuminierung der Schwebefähre bei, außerdem übernimmt der Verein in Eigenarbeit die Restaurierung der hölzernen Gondel und die Herrichtung des Umfeldes (insgesamt über 10 000 Euro).

Auch Fördergesellschaft
greift tief in die Tasche

Das beispielhafte Beteiligung der Fördergesellschaft und ihrer Spender - nach Ahlfs Schätzungen alles in allem 26 000 Euro - wurde von der Verwaltung und von Sprechern aller Fraktionen ebenso anerkannt wie das Engagement der Bürgermeister der SG Hemmoor und der Gemeinde Osten, Jens Koch und Carsten Hubert. Beide hatten bei einem Vorgespräch am Freitag im Kreishaus, an dem auch Horst Ahlf, Peter Burmester und Jochen Bölsche von der Fördergesellschaft teilnehmen, vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Räte zugesagt, für den 2. Bauabschitt je 10 000 Euro beizusteuern.

Die "positiven Signale aus der Region", erklärte Kreisrat Günter Jochimsen, hätten es den Kreispolitikern erleichtert, trotz der äußerst schwierigen Finanzlage grünes Licht zu geben. Zugunsten der Fähre sollten andere Bauvorhaben notfalls gestreckt werden; die Kreditaufnahme des Kreises erhöhe sich daher nicht.


"Positives Signal" von Bürgermeister Hubert (l.)

Jochimsen hatte zuvor erläutert, dass dem Landkreis das Nationale Baudenkmal Schwebefähre - das einzige Bauwerk dieser Kategorie im Kreisgebiet - "lieb und teuer" ist. Der Kreis sah sich unter Zeitdruck und in Zugzwang: Die 472 000 Euro von der EU verfallen endgültig, wenn sie nicht in diesem Herbst abgerechnet sind - eine Restaurierung der Fähre wäre dann wohl für alle Zeiten chancenlos.

"Deckel auf dem
Kostentopf halten"

in der Sitzung des Hochbauauschusses hob auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Claus Goetjen (Lunestedt) hob das Engagement der Kreis-Denkmalschützerin Greiner hervor: "Sie hat zurecht den Goldenen Hecht der AG Osteland bekommen."


Lob von allen Seiten: Bauamtfrau Greiner

Um "den Deckel auf dem Kostentopf" zu behalten, brachte Goetjen den einstimmig verabschiedeten Antrag ein, der Ausschuss solle die endgültige Bewilligung des Zuschusses erst nach Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse vornehmen; falls die Arbeiten teurer als erwartet würden, müsse das Leistungspaket notfalls abgespeckt werden.

SPD-Sprecher Guthahn zeigte sich zuversichtlich: "Wenn die Fähre wieder fährt, wird sie noch mehr als bisher zur Touristenattraktion und damit zum Wirtschaftsfaktor für die Region."

Dafür werde nicht zuletzt die Fördergesellschaft sorgen, "die mit ihrer PR-Arbeit in Presse und Internet regional und überregional zeigt, dass sie nicht schläft". Wenn der Verein nach fast vierjähriger Pause erst wieder Einnahmen aus dem Fährverkehr erziele, werde er bald schon wieder "auf eine ordentliche finanzielle Basis gestellt sein"; daher sei es vernünftig, dass sich auch die Fördergesellschaft jetzt finanziell für eine dauerhafte Wiederherstellung der Fahrbereitschaft engagiere.


Austria-Post zeigt
Schwebefähre Osten

7. 4. 2005. Auf einer soeben erschienenen 0,55-Euro-Briefmarke zeigt die Österreichische Post AG die 1909 erbaute historische Schwebefähre zwischen Osten (Oste) und Hemmoor im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Damit verwendet die Wiener Postverwaltung zum erstenmal ein deutsches Baudenkmal als Motiv für ein amtliches Postwertzeichen. 

Als jetzt die ersten Bogen der neuen Marke aus der Österreichischen Staatsdruckerei bei der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten e.V. eintrafen, zeigte sich der 1. Vorsitzende Horst Ahlf begeistert von Gestaltung und Druckqualität: „Das ist ein Leckerbissen für alle Heimatfreunde und Philatelisten.“ Mehr bei openpr.de.


Inbetriebnahme
erst im Sommer

24. 2. 2005. Nach neuesten Informationen wird es Sommer, bis die im Herbst 2001 stillgelegte Schwebefähre in Osten wieder in Betrieb genommen werden kann. Die vier riesigen Laufräder müssen neu angefertigt werden. Die soeben mit dem Auftrag betraute Duisburger Firma rechnet aber angesichts der Lage auf dem Stahlmarkt mit einer Lieferzeit von 20 Wochen. Nach den Worten von Horst Ahlf, des Vorsitzenden der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre, ist die neuerliche Verzögerung eine "Katastrophe" für den Tourismus im Osteland. Hintergrund der neuen Schwierigkeiten sind extrem lange Lieferzeiten auf dem Welt-Stahlmarkt, der nach Ansicht von Experten "von den Chinesen leergesaugt" ist.


36 Neumitglieder
in einem Jahr


Bauamtfrau Greiner mit dem Vorsitzenden Ahlf

29. 1. 2005. Immer mehr Menschen identifizieren sich mit der Schwebefähre Osten - Hemmoor, dem überragenden Wahrzeichen des gesamten Ostelandes.

Das zeigte nicht nur der Rekordbesuch bei der 30. Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten e.V. am Freitag im Hotel Fährkrug, sondern auch der Bericht des Vizevorsitzenden und Schatzmeisters Peter Burmester: Durch 36 Neuaufnahmen ist der bisherige Höchststand von 163 Mitgliedern erreicht worde. Nur weniger als die Hälfte (75) leben in Osten, die meisten  außerhalb, davon 23 in Hemmoor.


Rekordandrang im Fährkrug

Dass die Bedeutung des nationalen Baudenkmals zunehmend erkannt wird, zeigte auch die Zahl der Ehrengäste, die Vorsitzender Horst Ahlf begrüßen konnte, darunter Kreisrat Günther Jochimsen vom Landkreis Cuxhaven (dem Eigentümer des Baudenkmals) und der  Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Claus Johannßen MdL. Ebenfalls dabei: Ehrenbürgermeister Siegfried Wichmann, Bürgermeister Carsten Hubert, Tourismusausschuss-Vorsitzende Susanne Heinsohn und fast alle anderen Ratsmitglieder sowie die Vereinsvorsitzenden Erika Borchers (Heimatverein) und Gerald Tielebörger (AG Osteland), Ortsheimatpfleger Rüdiger Toborg und Pastor Dieter Ducksch.

Inbetriebnahme
verzögert sich

Im Hauptreferat des Abends berichtete die Cuxhavener Bauamtfrau Birgit Greiner überausdetail- und kenntnisreich über die schwierigen Restaurierungsarbeiten, speziell über jüngst aufgetretene Verzögerungen: Wie bereits im Dezember auf dieser Website zu lesen war, kann wegen unerwarteter technischer Probleme der für die Reparatur veranschlagte Zeit- und Kostenrahmen nicht eingehalten werden.

Weil die vier großen Laufräder - Umfang: 3,70 Meter - mehr Schäden aufwiesen als zunächst angenommen, müssten sie neu angefertigt werden, berichtete die Denkmalschützerin. Aufgrund der langen Lieferzeit, etwa 16 Wochen, sei mit der Wiederinbetriebnahme der im Herbst 2001 stillgelegten Fähre frühestens im Mai 2005 zu rechnen. Bislang war der Förderverein von einem Abschluss der Reparaturen zu Ostern ausgegangen.

Kreisrat Jochimsen hatte in seinem Grusswort hervorgehoben, dass für das "Kleinod" an der Oste im vergangenen Jahr schon "viel geschafft" worden sei; die Wiederinbetriebnahme nannte er einen "ersten wichtigen Schritt".

 Ehrenbürgermeister Wichmann, Kreisrat Jochimsen

Die Finanzierung des anschließend geplanten 2. Bauabschnitts, so Jochimsen weiter, sei jedoch wegen der "ausgesprochen engen Haushaltssituation des Landkreises" noch nicht voll gesichert; mangels Eigenmitteln müsse versucht werden, private Sponsoren zu gewinnen.

SPD-Kreistagsfraktion
bereist die "Fährstraße"

Der SPD-Kreis- und Landespolitiker Johannßen merkte an, dass der Landkreis als Eigentümer dieses Baudenkmals - wie jeder private Eigentümer auch - "eine große Verantwortung dafür trägt, es zu erhalten". Die SPD-Kreistagsfraktion, kündigte Johannßen an,  plane eine Bereisung der Deutschen Fährstraße und werde aus diesem Anlass auch die Schwebefähre besuchen.


Vizevorsitzender Burmester, Bürgermeister Hubert

Bürgermeister Hubert würdigte wie viele andere Redner auch den unermüdlicher Einsatz der Denkmalschützerin Greiner für die Schwebefähre.

Partnerschaft mit
Osterrönfeld?

Hubert berichtete außerdem über Bemühungen des Rates, eine Partnerschaft mit dem Schwebefährendorf Osterrönfeld bei Rendsburg zu knüpfen; ein entsprechender Brief sei bereits seinem dortigen Amtskollegen Jörg Sibbel zugegangen.

Die hervorragende Zusammenarbeit beider Vereine hob die Heimatvereinsvorsitzende Borchers hervor. Als bestes Beispiel nannte sie die zum Tag des Denkmalschutzes 2004 gemeinsam von Fähr- und Heimatverein veranstaltete literarisch-historische Revue "Ein Jahrhundert in der Schwebe", bei der das Fährkrug-Restaurant "bis auf den letzten Platz besetzt" war.

Deutscher Kirchentag mit
Schwebefähren-Modell

Pastor Dieter Ducksch berichtete, dass die Kirchengemeinde mit einem Modell der Schwebefähre auf dem diesjährigen Kirchentag in Hannover vertreten sein werde. Ausserdem kündigte er den Eintritt von Superintendent Hilmar Menke in die Fördergesellschaft an.

Vorsitzender Horst Ahlf und sein Stellvertreter Jochen Bölsche blickten in ihren Tätigkeitsberichten zurück auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr. Zu den Höhepunkten zählten die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die Ahlf als "hervorragende Bereicherung unseres Raumes" bezeichnete, und die Eröffnung der Deutschen Fährstraße, die auf eine Initiative der Deutschen Sektion des Weltverbands der Schwebefähren zurückgeht und die unter anderem der gemeinsamen touristischen Vermarktung der beiden letzten deutschen Schwebefähren in Rendsburg und Osten dient.

Ein-Euro-Kräfte
für die Gondel?

In den kommenden Monaten sollen unter der Regie der Fördergesellschaft die Aufbauten der Fährgondel renoviert werden; dabei könne der Verein, wie Ahlf berichtete, nach ersten Kontaktgesprächen mit der Hilfe von Ein-Euro-Kräften rechnen.


Stefan Buck (2.v.r.): Dank für Einsatzbereitschaft

Zwei Vereinsmitglieder, Heinrich Uthenwoldt und Heinz Thedrian, haben sich bereit erklärt, ehrenamtlich den Schaukasten an der Fähre zu erneuern. Besonderen Dank sprach der Vorsitzende, der auch über die erfolgreiche Teilnahme am Adventstreff und am Vereinsschießen berichtete,  stellvertretend für alle anderen ehrenamtlichen Helfer dem Vereinsmitglied Stefan Buck aus.

Kassenprüfer Herbert Guthahn bescheinigte dem Schatzmeister Peter Burmester eine vorbildlliche Kassenführung. Guthahn wurde in seinem Amt bestätigt; zu einem weiteren Kassenprüfer wurde Ewald Tietzel gewählt.


Wiederinbetriebnahme
im Herbst 2004?


Carsten Hubert (r.) folgt den Experten-Ausführungen

27. 1. 2004. Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hat ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel von 35 000 Euro eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern. 

Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzungsarbeiten möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen. 


Hier sind Reparaturarbeiten fällig

In einer Videopräsentation im Fährkrug hatten die hannoverschen Fachleute am 27. Januar das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei. 


Geeignet für ein Deutsches Fährmuseum? 

Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England  seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.


Lobbyarbeit für den
"vergessenen Fluss"

Unter dieser Überschrift hat die "Niederelbe-Zeitung" am 17. 1. 2004 über die Gründung der AG Osteland berichtet, die mit einer Deutschen Fährstraße die beiden letzten deutschen Schwebefähren in Osten und Rendsburg verbinden und bewerben will. Ein Faksimile des Artikels steht hier, die Website des Vereins hat die Adresse www.osteland.info.

"Das Wort 'Ferien' muß neu
neu buchstabiert werden"

"Entlang der Oste wird man in den kommenden Jahren 'Ferien' neu buchstabieren müssen. Mit dem Begriff 'Frohe Fährien im frischen Norden' soll touristisch für die Region die Werbetrommel gerührt werden", heißt es in einem Artikel über die Vorstellung des Projekts "Deutsche Fährstraße" im Rat der Stadt Hemmoor.


Mit dem Tandem zu
vier Schwebefähren


Einladung nach Osten: Fähr-Fans Huw und Gwenaelle

Ein rothaariger Waliser und eine kaffeebraune Französin, beide Anfang 30 und Lehrer in Großbritannien, hatten im vorigen Sommer eine grandiose Idee - und haben sie Wirklichkeit werden lassen: Per Tandem wollen sie zugunsten des britischen Roten Kreuzes 15 000 Kilometer absolvieren - und dabei auch für die Erhaltung der Schwebefähren werben. Vier der acht letzten Schwebefähren der Welt - in Newport, Rochefort, Bilbao und Buenos Aires - haben sie bereits besucht. In den Adventswochen radelten sie durch Argentinien in Richtung Feuerland. Weihnachten bekamen sie eine E-Mail von Jochen Bölsche aus Osten: Der Vizevorsitzende des Schwebefähren-Weltverbandes hat das Tandem-Duo gebeten, im nächsten Jahr auch das Technische Baudenkmal an der Oste zu besuchen. Mehr...


"Besondere nationale
kulturelle Bedeutung"
-
Neues Gutachten über Ostener Schwebefähre 


"Eine Instandsetzung ist unabdingbar"

Die Schwebefähre in Osten ist ein "Kulturdenkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung aus baugeschichtlichen, technikgeschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen". Zu diesem Urteil ist die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Christiane Segers-Glocke (Foto), gekommen. In einem Brief (Faksimile hier) appelliert die Landeskonservatorin an das Bundesverwaltungsamt, die höchste einschlägige Instanz, der Ostener Schwebefähre den entsprechenden Status zuzuerkennen. Eine "Instandsetzung des Bauwerkes" sei aus Sicht des Denkmalschutzes "unabdingbar".

"Älteste freitragende 
Schwebefähre der Welt"

Beigefügt ist dem Brief ein umfangreiches, hochkompetentes Gutachten des Landesamtes, das auf bisher beispiellose Weise die nicht nur nationale, sondern auch globale Bedeutung der Schwebefähre herausarbeitet.  Die Fähre an der Oste sei "von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt" anzusehen. Im nationalen Maßstab stelle die Ostener Fähre den "einzigen noch erhaltenen reinen Schwebefährentypus" dar.

Wegen der herausragenden Bedeutung des Gutachtens für die Zukunft der gesamten Osteregion wird es hier im vollen Wortlaut wiedergegeben.


-
"IG Osteland" entwirft
"Deutsche Fährstraße"

Eine neue deutsche Ferienstraße an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal, von Bremervörde bis Kiel, soll unter dem Namen "Deutsche Fährstraße" Touristen ins Elbe-Weser-Dreieck locken. Um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen, hat sich jetzt auf Anregung der Unternehmergemeinschaft der Stadt Hemmoor e. V. bei einer Sitzung im "Kaiserhof" eine "Arbeitsgemeinschaft Osteland als Verein konstituiert. Wer in der AG Osteland mitwirkt, was sie plant, wer sie unterstützt, steht auf der Website www.osteland.info.


Grünes Licht für
die Restaurierung


Blick in das filigrane Stahlfachwerk der Traverse

25. 3. 2004. Die Würfel sind gefallen, Denkmalschützer sprechen von einer historischen Entscheidung: Wie in der Nacht zum Donnerstag auf allen Kanälen durchsickerte, hat der Cuxhavener Kreisausschuss einstimmig grünes Licht für die Instandsetzung der Schwebefähre Osten - Hemmoor gegeben. Das Nationale Baudenkmal soll - fünf Jahre vor seinem 100. Geburtstag - fit gemacht werden für den Schritt in das zweite Jahrhundert. 

In Kürze können nun die Ausschreibungen für den 1. Bauabschnitt (Erneuerung von Elektrik, Antrieb usw.) herausgehen, mit dessen Abschluss unter normalen Bedingungen in der 41. Kalenderwoche des Jahres zu rechnen ist. Die Fähre kann dann, nach zwei Jahren Stillstand, wieder in Betrieb genommen werden.  Das Gesamtvolumen der Arbeiten - einschließlich der aufwändigen, mit Einrüstung und "Einwandung" verbundenen Entrostung und dem Endanstrich im kommenden Jahr - wird rund 1,1 Millionen Euro betragen.


Die Konferenz der Geldgeber am Mittwoch

In einer dramatischen Konferenz der Geldgeber-Institutionen hatte Bauamtfrau Birgit Greiner, die hoch motivierte Denkmalschutz-Expertin des Landkreises (dem die Fähre gehört), am Mittwoch nachmittag im Ostener Fährkrug bis zuletzt um die Finanzierung gerungen, an der sich vor allem die EU, aber auch Bund, Land und Kreis sowie mit kleineren Beträgen Samtgemeinde und Gemeinde beteiligen. Bis auf einige Zuwendungen von Stiftungen - die von deren Vertretern überwiegend  in Aussicht gestellt, aber von den zuständigen Beschlußgremien noch nicht formal bewilligt worden sind - scheint die Finanzierung des ersten Bauabschnitts so gut wie gesichert.

Den politischen Durchbruch brachte wohl das internationale Engagement, vor allem des spanischen Königs Juan Carlos I. (Foto) und von Vertretern der Unesco-Beratungsgremiums Icomos, für die Erhaltung der weltweit letzten acht Schwebefähren. Eine weitere wichtige Etappe war die vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz vorgenommene Einstufung der Schwebefähre als Baudenkmal von nationalem Rang, der sich die Bundesregierung  Anfang des Jahres anschloss. Andere Geldgeber, so urteilte am Mittwoch der Vertreter der Bezirksregierung, Dr. Klaus Püttmann, waren beeindruckt von der "Seriosität" und dem "Engagement", mit dem der Landkreis - gemeint: Bauamtfrau Greiner - das große Vorhaben still und energisch vorantrieb. - Noch ist der Kampf um die Zuschüsse nicht beendet. Nur wenn die zum Beispiel von der Lotto-Stiftung, der EWE-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Metropolregion Hamburg erwarteten kleineren Beträge rechtzeitig fließen, kann die Komplementärfinanzierung durch EU-Zuschüsse einsetzen. Die Denkmalschützer sehen sich in einem Rennen gegen die Uhr, denn einige EU-Förderprogramme laufen in Kürze aus - wenn bis dahin die Finanzierung des 2. Bauabschnittes nicht gesichert ist, wäre womöglich auf lange Zeit die Chance vertan, das nationale Baudenkmal in der Samtgemeinde Hemmoor nachhaltig zu sichern.


Brückenbau-Experten Dipl.-Ing. Büsing, Prof. Schippke

Allerdings scheinen die Aussichten auf die Stiftungsgelder gut. Vertreter der Stiftungen zeigten sich beeindruckt von dem Urteil des renommierten hannoverschen Brückenexperten Professor Dr.-Ing. Hans-Günther Schippke und seiner Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Carola Büsing (Website hier), die nicht nur die Einmaligkeit des Bauwerks hervorhoben, sondern auch berichteten, dass die Korrosionsschäden an dem 95 Jahre alten Bauwerk "erstaunlich gering" seien. 


Korrosionsschäden "erstaunlich gering"

Ausgesprochen positiv reagierten einige der Geldgeber auch auf die geplante "touristische Inwertsetzung" des Baudenkmals mit Hilfe der länderübergreifenden Deutschen Fährstraße, über die der 2. Vorsitzende des Schwebefähren-Verbandes, Jochen Bölsche, mit einer Bilder-Show referierte. 


Hubert, Greiner und Ahlf mit Lienhard Varoga (2.v.r.) 
vom Amt für Agrarstruktur (EU-Mittel) in Bremerhaven

Bürgermeister Carsten Hubert sprach den Wunsch an, die Entstehung und die technikgeschichtliche Bedeutung der Schwebefähre - nach dem Vorbild anderer Länder - eines Tages mit Hilfe eines Deutschen Fährmuseums in Osten zu verdeutlichen. Fährvereinsvorsitzender Horst Ahlf plädierte dafür, nach der Restaurierung für eine kontinuierliche Wartung der Fähre zu sorgen.


Durchgeschmorte Verteilerdose auf der Fähre

Erneuert werden muss unter anderem die marode Elektrik (Foto oben). Hauptursache der Stilllegung war jedoch ein Riss in der Fahrschiene gewese (Foto unten), dessen Ursache mittlerweile als geklärt gilt.


Der folgenschwere Riss in der Fahrschiene

Weil einer der beiden Antriebsmotoren schadhaft war, war er in früheren Jahren außer Betrieb gesetzt und eine Ausgleichswelle abgeflext worden (Foto unten), die für den Gleichlauf der vier Räder sorgen sollte. 


Probleme durch eine abgeflexte Welle

Durch das dadurch bewirkte "Eiern" der Laufkatze traten - laienhaft ausgedrückt - Kräfte auf, die unter anderem dazu führten, dass eine Schraube aus der Schienenbefestigung herausflog (Foto unten)...

Hier fehlt eine Verschraubung

... und die Gefahr des "Heraufreitens" der Laufräder auf die Schienen wuchs - mit auf lange Sicht möglicherweise fatalen Folgen für den Zustand der Radkränze (Foto unten).


Die Laufräder scheinen weitgehend intakt

In der Sitzung am Mittwoch gingen die Fachleute davon aus, dass die riesigen Laufräder nicht erneuert werden müssen, sondern aufgearbeitet werden können. Unter diesen Umständen werde die Fähre bereits im Herbst in Betrieb genommen werden können. - Mehr zum Thema unter www.schwebefaehre.org..


Freunde der Fähre
können aufatmen

29. 1. 2004. Die Freunde der Schwebefähre können aufatmen: Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals ausgesprochen. Am 27. Januar hat eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anzuerkennen und in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen. Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, wird dieser Tage der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß, Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien, zur Billigung vorgelegt. 


Carsten Hubert (r.) folgt den Experten-Ausführungen

Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hatte einen Tag zuvor ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern. 

Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzung möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen. Daraufhin könnte die vom TÜV vor zwei Jahren stillgelegte Fähre wieder für touristische Demonstrationsfahrten verwendet werden, wie der hannoversche Brückenexperte Prof. Dr. Schippke in Osten erklärte


Video-Präsentation von Schäden am Ostener Baudenkmal

In einer Videopräsentation im Fährkrug  (Foto oben) hatten die hannoverschen Fachleute das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Bürgermeister Carsten Hubert unterstrich das Interesse der Gemeinde Osten, die Fähre möglichst bald wieder in Betrieb zu nehmen. Horst Ahlf und Jochen Bölsche vom Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre berichteten über Pläne, die Fähre nicht nur für touristische, sondern auch für museumspädagogische Zwecke einzusetzen und sie verstärkt als Wahrzeichen des gesamten Ostelandes herauszustellen und in überregionale Konzepte einzubeziehen..

Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Neß ist der Verfasser des kürzlich vorgelegten wegweisenden Gutachtens (Wortlaut hier), das die Schwebefähre als Baudenkmal von nationaler Bedeutung einstuft. Auszug:

...dass es sich bei der Fähre in Osten um ein hochrangiges technikgeschichtliches Kulturdenkmal handelt, dessen denkmalpflegerische Bedeutung auf niedersächsischer Ebene zweifelsfrei ist. Auch auf Bundesebene ist festzustellen, dass die Besonderheit der technischen Konstruktion sowie der hohe Seltenheitswert und die Originalität des Objektes zweifellos eine hohe Wertigkeit darstellen. Da der reine Typus einer Schwebefähre wie dargelegt nur bei der Ostener Anlage gegeben ist, kommt dieser im Hinblick auf die bau- und technikgeschichtliche Bedeutung ein besonderer Wert zu. Hierzu ist ebenfalls im weltweiten Kontext festzuhalten, dass es sich bei der Ostener Konstruktion um eine sog. freitragende Trägerkonstruktion handelt, die im Vergleich zu den meisten noch bestehenden Schwebefährentypen als selten anzusehen ist. Die übrigen in Europa noch erhaltenen Bauten besitzen überwiegend eine abgehängte Trägerkonstruktion, die vom Prinzip her den Hängebrücken entspricht. Lediglich zwei der drei englischen Objekte zeigen eine freitragende Konstruktion (Middlesborough, Warrington). Beide sind jedoch zu späteren Zeiten als die Ostener Fähre errichtet... Somit ist die Ostener Fähre von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt anzusehen. Der sehr hohe Seltenheitswert einerseits der grundsätzlichen Konstruktion der Schwebefähren wie auch andererseits der Ostener Schwebefähre innerhalb der Bundesrepublik Deutschland setzt das Bauwerk auch in den Rang eines national herausragenden Kulturdenkmals
Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei. 

Geeignet für ein Deutsches Fährmuseum? 

Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England  seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.


Ostener Fähre soll
Sondermarke zieren

Januar 2004. Die Motive der deutschen Briefmarken werden langfristig geplant. Aus diesem Grund hat der kürzlich in Spanien gegründete Weltverband der Schwebefähren an den "Beirat Sonderbriefmarken" des Bundesfinanzministeriums jetzt den Antrag gerichtet, mit einer Sondermarke das 100-jährige Bestehen des Technischen Baudenkmals Schwebefähre in Osten/Oste im Oktober 2009 zu würdigen.

In dem Antrag weist der Vizepräsident des Verbandes, Jochen Bölsche (Osten), darauf hin, dass die Schwebefähre - eines von weltweit nur acht noch erhaltenen Exemplaren dieser Art - kürzlich vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz als "Kulturdenkmal von besonderer nationaler kultureller Bedeutung" eingestuft worden ist. Außerdem sei das Baudenkmal das Wahrzeichen der im Entstehen begriffenen "Deutschen Fährstraße", der jüngsten Ferienstraße in der Bundesrepublik.

Wenn dem Antrag stattgegeben wird, wäre das Ostener Bauwerk die weltweit vierte Schwebefähre, die eine Briefmarke ziert. Die französische Post hat schon 1968 eine Marke mit der Schwebefähre in Rochefort herausgegeben. Eine Marke der spanischen Post aus dem Jahre 1997 zeigte aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens der Ingenieurschule von Bilbao die dortige Schwebefähre. Die deutsche Post hat im April 2001 eine Marke mit der Eisenbahnhochbrücke und der  Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg herausgegeben.

Die Ostener Schwebefähre war bislang lediglich Motiv von Sonderstempeln, die zum Beispiel 1989 und 1994 verwendet wurden. Sonderstempel wurden auch der Schwebefähre im englischen Middlesbrough sowie ihren längst demontierten französischen "Schwestern" in Nantes und Marseille gewidmet.

Der jährlich tagende Fachbeirat des Finanzministeriums plant die Sondermarken-Editionen langfristig mit Hilfe von so genannten Vorratsbeschlüssen. Als einzige Vertreterin aus der Region gehört die Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel (SPD) dem Entscheidungsgremium an. Wetzel hat dem Schwebefähren-Verband bereits zugesagt, den Ostener Wunsch nach einer Schwebefähren-Sondermarke zu unterstützen.


Ein Denkmal für 
Mut und Bürgersinn

Sie ist die älteste Schwebefähre Deutschlands und auf Grund ihrer Bauweise einzigartig in Europa. 1909 erbaut, wurde sie 1974 - sozusagen im Rentenalter - durch eine Straßenbrücke ersetzt, aber nicht stillgelegt: Für Touristen gab es Demonstrationsfahrten - bis der TÜV im Herbst 2001 wegen fälliger Reparaturen ein Betriebsverbot verhängte. Weil die Finanzierung der Instandsetzungarbeiten nicht gesichert ist, sah die Lokalpresse im Sommer 2003 die "Fähre in der Schwebe" ("Stader Tageblatt). Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre drängt auf baldige Sanierung des Technischen Baudenkmals: "Das ist unser Eiffelturm."

Die Schwebebahn ist nicht nur ein Denkmal für den technischen Wagemut, mit dem vor fast hundert Jahren die Aufgabe gemeistert wurde, eine von Tide und Eisgang unabhängige Flussquerung zu konstruieren, sondern auch ein Beleg für bürgerschaftliches Engagement in den letzten drei Jahrzehnten: Nachdem eine Strassenbrücke die Fähre als Verkehrsweg überflüssig gemacht hatte, verhinderte eine Ostener Bürgerinitiative den Abriss des Bauwerks.

In zwei Dritteln aller Fälle ist das nicht gelungen - die meisten Schwebefähren existieren nicht mehr (siehe ÜBERSICHT). Daher kämpft die Fördergesellschaft für die Erhaltung der Schwebefähre Osten e.V.  dafür, die Fähre als Technisches Baudenkmal für künftigen Generationen zu bewahren, damit sie nicht eines Tages nur noch im Internet schwebt.


Ein Stahlwürfel von 
3,2 m Kantenlänge...

Paris und Osten haben eines gemeinsam: Der 1889 erbaute Eiffelturm und die 1909 fertiggestellte Schwebefähre nutzen beide die konstruktiven Möglichkeiten der Stahlfachwerk- Bauweise. Dieses Prinzip - von Eiffel in Paris ebenso angewandt wie 20 Jahre später von dem Eiffel-Schüler Pinette in Osten - ermöglicht bei vergleichsweise geringem Materialaufwand die Bewältigung enormer Druck- und Zugkräfte.
Ein Rechenexempel verdeutlicht die Genialität dieser Bauweise: Der für den Eiffelturm benötigte Stahl entspricht einem kompakten Würfel von zehn Metern Kantenlänge; das in der Schwebefähre bei Osten verbaute Material würde lediglich einen Würfel von 3,2 Metern Kantenlänge ergeben. 

Mehr zu diesem Thema in einem der besten Beiträge über Konstruktion, Geschichte und Bedeutung der Schwebefähre, einem Aufsatz des Oldenburger Technik-Didaktikers Professor Hartmut Sellin (siehe auch nächsten Artikel).


Professor warnt vor dem
"Tod" der Schwebefähre

"Der technikgeschichtlichen Präsentation geht es nicht nur darum, ein äußerlich scheinbar gut erhaltenes Denkmal zu bewahren: Die Schwebefähre soll in Funktion gezeigt und im wahrsten Sinne des Wortes 'erfahren' werden können. Ein funktionsloses Denkmal, das nicht mehr benutzt werden kann, ist tot."

Mit diesen Worten warnt Hartmut Sellin, emeritierter Professor für Didaktik der Technik/Technologie an der Universität Oldenburg, vor einer Stilllegung der Ostener Schwebefähre. Die Mahnung entstammt einem bereits 1991 in der Zeitschrift "Kultur & Technik" veröffentlichten Sellin-Aufsatz mit dem Titel "Schwebend über dem Wasser", der so aktuell wirkt, als wäre er heute geschrieben. Der für unsere Region außerordentlich wichtige Text kann jetzt auch im Internet nachgelesen werden.

In seinem Beitrag hebt Sellin die Einzigartigkeit des Ostener Bauwerks hervor, das mit der völlig anders gearteten Rendsburger Hochbrücke nicht vergleichbar ist.

Sellin: "Der Anwendungsbereich für Stahlfachwerke ist klein geworden. Das Zeitalter der eindrucksvollen Stahlfachwerke ist vorüber... Schon 1928 war die Schwebefähre in Kiel abgebaut worden. Seitdem ist die Schwebefähre von Osten das letzte Beispiel eines Verkehrsbauwerks in Deutschland, das für die Entstehungszeit um die Jahrhundertwende charakteristisch ist." Der komplette Sellin-Text steht hier
 


Ein Eiffel-Brunnen 
für die Schwebefähre?

FOTO: DANTZER
Ein Eiffel-Brunnen an der Oste, ein Fährmuseum im alten Bahnhof von Hemmoor oder in Osten, eine neue Ferienstraße ("Deutsche Fährstraße") von Bremervörde bis Kiel - diese und andere Denkanstöße enthält ein Diskussionsbeitrag von Jochen Bölsche vom Ostener Schwebefähren-Verein, veröffentlich in der Niederelbe-Zeitung vom 27. September 2003. Kernaussage: Die Schwebefähre - überragendes Symbol des Ostelandes - ist für die imagekranke Stadt Hemmoor mindestens ebenso wichtig wie für Osten. Der Artikel  kann hier nachgelesen werden.


Sofortmaßnahmen 
kosten 300 000 Euro

Mit einer Inbetriebnahme der im Herbst 2001 vom TÜV stillgelegten Ostener Schwebefähre ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Die anstehenden Arbeiten gestalten sich umfangreicher als erwartet, wie die zuständige Denkmalschützerin beim Landkreis Cuxhaven, Bauamtfrau Birgit Greiner, bereits im Juni der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten/Oste mitgeteilt hat. Wie der Cuxhavener Kreisdezernent Günter Jochimsen jetzt gegenüber der NEZ (30. 7, 2003) bestätigte, werden die Kosten einer Komplettsanierung auf eine Million Euro geschätzt.

Antrieb und Elektrik defekt

Nach einem jetzt vorliegenden Gutachten des hannoverschen Ingenieurbüros Dr. Schippke + Partner müssen vor einer Inbetriebnahme der defekte Antrieb und die abgängige Elektrik komplett erneuert sowie diverse Reparaturen am 94 Jahre alten Stahlgerüst vorgenommen werden. 

Für diese "dringlichen" Maßnahmen werden - einschliesslich Mehrwertsteuer und "Aufschlag für Unvorhersehbares" - knapp 300 000 Euro veranschlagt.


Inspektion der Fähre durch hannoversche Fachleute

"Weniger dringlich", aber auf Dauer unumgänglich sind nach Ansicht der Gutachter weitere Sanierungsmaßnahmen, vor allem eine Ausbesserung des Korrosionsschutzes. Wenn die Fähre eines Tages auf diese Weise komplett auf Vordermann gebracht werden sollte, würden für Rostschutz- und diverse andere Arbeiten, etwa neue Geländer und Holzbohlen, weitere 430 000 Euro anfallen.

Anträge an elf Geldgeber

Und wenn danach noch, vor allem aus optischen Gründen, ein einheitlicher dritter Deckanstrich aufgebracht werden sollte, wären weitere 210 000 Euro fällig (wiederum einschliesslich 16 Prozent Mehrwertsteuer und "Unvorhersehbarem"). Eine komplette Rundumsanierung würde im Laufe der Zeit also summa summarum eine runde Million Euro kosten. Um das in seiner Art europaweit einzigartige Technische Baudenkmal sanieren zu können, hat der Landkreis Cuxhaven als Eigentümer Förderanträge an elf Behörden und sonstige Institutionen gerichtet: 

> das Amt für Agrarstruktur (EU-Strukturhilfe),
> das Bundesverwaltungsamt (Bundesmittel), 
> die Bezirksregierung Lüneburg (Landesmittel), 
> den Hamburg-Niedersachsenfonds, 
> die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 
> die Lotto-Gesellschaft, 
> den Landschaftsverband Stade, 
> die Klosterkammer Hannover, 
> die Kulturstiftung der Kreissparkassen, 
> die Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken,
> die EWE-Stiftung.


Denkmalschützerin Greiner an der Schwebefähre

Allen potenziellen Geldgebern hat Denkmalschützerin Greiner (auf unserem Foto mit Meinhard Varoga vom Amt für Agrarstruktur) eine Farbdokumentation zusammengestellt, die den Adressaten eindringlich die Geschichte und die Bedeutung der Fähre vor Augen führt - aber auch das Ausmaß der Sanierungsbedürftigkeit. Die Passage über die festgestellten Schäden und ein Auszug aus den Empfehlungen der Gutachter können hier nachgelesen werden.

Über die Bedeutung "unseres Eiffelturms" (so die Ostener Fördergesellschaft)  heisst es in der Dokumentation des Landkreises wörtlich:

Lediglich acht zum Teil in Größe und Funktion recht unterschiedliche Schwebefähren konnten noch auf der Welt erhalten werden. Sie befinden sich in Bilbao (Spanien), Rochefort (Frankreich), Newport, Middlesborough und Warrington (England), La Boca (Argentinien), Rendsburg und Osten (Deutschland). 
Derzeit laufen Bestrebungen, diese Schwebefähren gemeinsam in die Unesco-Liste als "Weltkulturerbe" einstufen zu lassen. Initiator der Idee zur Gründung einer "World Transporter Bridge Association" ist Javier Cardenal Abaitua, Vorsitzender der ersten und ältesten Schwebefähre der Welt (erbaut 1893) in Bilbao. Ehrenvorsitzender dieses Verbandes ist der spanische König, Juan Carlos I.


Juan Carlos I. auf der Schwebefähre bei Bilbao

Aus dem vorangegangenen Text wird deutlich, dass erst in den letzten Jahrzehnten den Verantwortlichen bewußt geworden ist, welch enormer kulturgeschichtlicher Wert hinter diesen filigranen Riesen aus Stahl steckt. Schwebefähren sind Verkehrsbauwerke, wie sie charakteristischer für die letzte Jahrhundertwende des vergangenen Jahrtausends nicht sein können. An ihnen läßt sich die stetige Weiterentwicklung der seit dem 18. Jahrhundert sich entwickelnden Industrialisierung nachvollziehen. Die Beherrschung und sich entwickelnde Großproduktion des Materials Stahl, die Idee, mit Stahl feingliedrige und doch tragfähige und für damalige Verhältnisse preiswerte Bauwerke in klaren geometrischen Formen zu gestalten, ist sicherlich kennzeichnend für diese Zeit.

Eines der faszinierendsten Bauwerke der Welt

Die günstigen Trageeigenschaften der genieteten Fachwerkkonstruktionen hielten den Materialaufwand gering, so dass Schwebefähren gegenüber Dreh- oder Klappbrücken oder der Kombination von festen Brücken mit hohen Zufahrtsrampen erhebliche wirtschaftliche Vorteile boten. Mit hohem ingenieurtechnischen Wissen wurden die betriebstechnischen Anlagen konstruiert und eingebaut. Aus diesen Gründen zählen Schwebefähren heute zu den faszinierendsten kultur- und technikgeschichtlichen Bauwerke der Welt und gelten als Meisterwerke der Ingenieurskunst einer verflossenen Epoche.

So weit der Landkreis. Die Hoffnung auf EU-Gelder kommt nicht von ungefähr. Mit Hilfe enormer Brüsseler Zuschüsse wurden bereits etliche andere Schwebefähren restauriert, unter anderem im britischen Newport. 

Die dortige "transporter bridge" (Foto) war vor zehn Jahren ebenso sanierungsbedürftig wie die in Osten. Mit Brüsseler Hilfe wurden über 3 Millionen Pfund für Sanierung, Illumination und Besucherplattform ausgegeben. Dazu heißt es auf einer EU-Website:

Structural defects led to the bridge being closed to traffic in 1985, but ten years later it was back in use. Between 1992 and 1995, a £1.3 million ERDF grant helped fund a £3 million refurbishment of the bridge itself, and a second phase of development work provided floodlighting and a viewing area. In 1997, the project received a Europa Nostra Diploma in recognition of the high quality of the restoration work. The tourist potential of the Transporter Bridge is being developed in a fourth phase of work: redeveloping former office accommodation to provide a visitor interpretation facility, aimed at increasing the tourist potential of the bridge. The facility also provides appropriate educational displays and exhibition material and improved access for disabled visitors. Konver has contributed nearly £62,000 towards a total cost of £130,000 for this fourth phase. 

Eine Info-Grafik mit den 12 bereits zerstörten und den weltweit 8 noch erhaltenen Schwebefähren steht hier.

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"Mut und Weitblick
sind wieder gefragt"
Als unsere Altvorderen vor hundert Jahren die Ostener Schwebefähre planten, standen Wagemut und Weitblick Pate. Diese Tugenden sind jetzt wieder gefragt.

Es geht darum, ein beispielloses Bauwerk - von dem Rendsburger Brückenanhängsel abgesehen die einzige Schwebefähre in Deutschland, neben der Kugelbake in Cuxhaven die wohl wichtigste Landmarke im Elbe-Weser-Dreieck - für kommende Generationen zu erhalten. 

Ostenerinnen und Ostener waren es, die vor rund 30 Jahren dafür gesorgt haben, dass die Fähre vor der Verschrottung gerettet wurde, und die, nebenbei bemerkt, Pionierarbeit im Weltmaßstab geleistet haben: Als erste "transporter bridge" weltweit wurde die Ostener Fährbrücke 1975 zum Baudenkmal erklärt. 

Manch einer hat diesen Schritt damals noch nicht nachvollziehen können. Zu Recht bemerkt der Landkreis in seiner Dokumentation, "dass erst in den letzten Jahrzehnten den Verantwortlichen bewußt geworden ist, welch enormer kulturgeschichtlicher Wert hinter diesen filigranen Riesen aus Stahl steckt".

Die Zeiten haben sich gewandelt. Überall ist die - keineswegs nur touristische, sondern vor allem kultur- und technikgeschichtliche - Bedeutung der letzten acht erhaltenen Schwebefähren erkannt worden. Nicht ohne Grund stehen einige dieser Bauwerke bereits jetzt auf einer Unesco-Vorschlagsliste für das Weltkulturerbe der Vereinten Nationen.

Ob in Spanien, Frankreich oder Großbritannien  - überall sind Millionenbeträge, nicht zuletzt mit Brüsseler Hilfe, für die Sanierung und Restaurierung von Schwebefähren aufgebracht worden.

In Spanien hat sich König Juan Carlos I. an die Spitze derer gestellt, die in Portugalete bei Bilbao die prächtige "puente transbordador", die "Mutter aller Schwebefähren", gerettet haben (Foto). Die Londoner Regierung hat drei Millionen Pfund Sterling (!) aufgetrieben, um eine "transporter bridge" in Wales in ein Schmuckstück und einen Touristenmagneten zu verwandeln - Beispiele, die Mut machen sollten.

Deutschland darf den Kampf um "unseren Eiffelturm" nicht allein einem kleinen Hotelier in 21756 Osten überlassen. 

Brüssel wiederum darf der Bundesrepublik nicht jene Hilfen vorenthalten, mit denen beispielsweise die marode Schwebefähre in Newport wieder in jenen Zustand versetzt worden ist, in dem sie bei ihrer Einweihung 1906 die Zeitgenossen begeisterte  - "würdig wie Apollo, stark wie Herkules".

Geiz gilt unserer Generation als geil. Doch auch wir Deutschen sollten nicht knickerig und knauserig sein, wenn es um die Erhaltung von Unersetzlichem geht.

Jochen Bölsche

2. Vorsitzender der 
Fördergesellschaft für die Erhaltung der Schwebefähre Osten  e. V.


Sanierung 
ist ungewiss

Pressemitteilung des Landkreises 
vom 6. August 2003 

Aufgrund von festgestellten Schäden zunächst unbekannter Herkunft an den tragenden Elementen der  Fährkonstruktion des technischen Baudenkmales Schwebefähre Osten wurde der Fährbetrieb im Herbst  2001 vom Landkreis Cuxhaven untersagt. 

Nach diversen Prüfungen und Berechnungen durch Vermessungsingenieure, Tragwerksplaner, Elektro -  und Maschinenbauingenieure konnte in den vergangenen beiden Jahren schließlich Schadensursache und Sanierungsbedarf ermittelt werden. 

Das Ingenieurbüro Prof. Dr. Schippke + Partner aus Hannover erstellte eine umfangreiche  Bestandsaufnahme zur Konstruktion und der betriebstechnischen Anlagen und erarbeitete erforderliche  Sanierungsalternativen. 

Das etwa 100 Seiten starke Gutachten des Ingenieurbüros beinhaltet neben der Brückenhauptprüfung  nach DIN 1076 auch die fachtechnische Beurteilung der festgestellten Schäden, Vorschläge zur Sanierung und gibt Zeitplan und Kostenschätzung für die Beseitigung der Schäden vor. 

Für die festgestellten Schäden an Trägern und Schiene zeichnete z.B. (durch sich ungleichmäßig  abnutzende Wellen und Zahnkränze) ein fehlender Gleichlauf der Gondel verantwortlich. Es verhält sich  mittlerweile so, dass der obere Fahrwagen aus der Spur läuft und durch vom Motor erzwungenes späteres  Rückfallen in seine ursprüngliche Lage die schweren Erschütterungen verursacht, die letztendlich zu den  festgestellten Schäden an den Trägerverbindungen und der Schiene geführt haben. 

Aufgrund der Tatsache, dass sich der Fahrwagen immer weiter aus der Spur bewegt, wurde auch im  Gutachten eindringlich davor gewarnt, den Fährbetrieb wieder aufzunehmen. 

Darüber hinaus wurden Korrosionsschäden ermittelt, die zur Auswechselung einzelner Bleche und Stäbe der Stahlkonstruktion führen bzw. zur Erneuerung des Anstriches. 

Die Brückenprüfung endet mit der Aussage : "Die Instandsetzung einzelner besonders geschädigter   Bauteile ist umgehend erforderlich. Weitere Instandsetzungen infolge Korrosion schadhafter Bauteile sind  mittelfristig notwendig". 

Für die Sanierung der Schäden wurde vom Ingenieurbüro Dr. Schippke eine Kostenschätzung erarbeitet,  die mit einem Gesamtaufwand von ca. 1,1 Mio € abschließt. 

Der Landkreises Cuxhaven sieht sich, auch mit Unterstützung der Gemeinde Osten und der Samtgemeinde Hemmoor, finanziell nicht in der Lage, diese Kosten allein zu tragen. 

Deshalb wird Sanierung derzeit nicht angegangen. Vielmehr wird versucht, Zuschüsse für die Sanierung  und Wiederherstellung des Fahrbetriebs einzuwerben und einen für den Landkreis tragbaren Eigenanteil  festzuschreiben. 

Der Schwebefähre wurde im Jahre 1992 bereits vom Landesamt für Denkmalpflege eine nationale  Wertigkeit bescheinigt. Sie gilt als "einzigartiger Zeitzeuge technisch - industrieller Baukunst" und stellt  eine für die Region bedeutsame Attraktion für den Fremdenverkehr dar. 

Das Ziel, das Brückenbauwerk als hochrangiges und funktionsfähiges Baudenkmal zu erhalten, wird   derzeit versucht, potentiellen Zuschussgeber nachzubringen. 

Vom Landkreis Cuxhaven wurden in der vergangenen Woche Förderanträge an Behörden  (Bezirksregierung Lüneburg, Amt für Agrarstruktur Bremerhaven, Metropolregion Hamburg,  Landschaftsverband Stade und Klosterkammer 

Hannover) und Stiftungen (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Kulturstiftungen der Kreissparkasse und  der Volks- und Raiffeisenbank) abgesandt. 

Der Erfolg dieser Aktion ist zunächst abzuwarten, bevor eine abschließende Entscheidung der  Kreisgremien über den Fortgang von Sanierungsmaßnahmen erfolgen kann. 


"Diese Fähre ist 
ein wahrer Knüller"

Die Geschäftsführerin der "Maritimen Landschaft Unterelbe", Karin Warncke, hat gegenüber der Niederelbe-Zeitung (16. 8. 2003) betont, dass ihre Organisation bereit sei, auch Gemeinden im Land Hadeln zu unterstützen. Vor allem Neuhaus verfüge diesbezüglich über "Potenziale", doch auch Osten sei in Sachen Wassertourismus aktiv geworden. Erste Pauschalangebote würden bereits über die Plattform der Maritimen Landschaft Unterelbe vermarktet. Mit der zur Zeit stillgelegten Schwebefähre habe die Gemeinde einen wahren "Knüller" zu bieten, urteilt die Geschäftsführerin. Mehr in der NEZ.


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www.schwebefaehre.org

 

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Osten (1909). Es el más pequeno de los puentes existentes (79 metros de distancia entre torres y 35 metros de altura cada una). Aunque es proptedad del Estado, su mantenimiento y funcionamiento corre a cargo de una fundación creada para su comervacion, presidida e impulsada por Horst Ahlf, importante hotelero de la zona. Su principal atracción es turistica (Fomento).
 


El puente transbordador alemán construido en Osten exantado sobre un dique que data de 1815. El puente salva una distancia de 79 metros, llegando sus torres a alcanzar una altura de 35 metros. La inauguradón tiene lugar en el otono de 1909, un ano más tarde se construyen unas taquillas en las inmediaciones. En la actualidad este transbordador es propiedad del estado de la región, endo este monumento uno de los principales focos de atracción turistica.


The German transporter bridge at Osten is built over a dock dating back to 1815. The bridge covers a distance of 79 metres, and the towers are 35 metres high. It was inaugurated in the autumn of 1909, and one year later ticket offices were built near the bridge. At the present time this bridge belongs to the regional government, being one of the main tourist attractions in the area.

Alfredo Pérez Trimino: "Puente Vizcaya - mi vida en imágines", Bilbao, 2000.


Le timbre personnalisé émis en mai 2005 par la Poste autrichienne représente le Pont transbordeur localisé entre Osten sur Oste et Hemmoor, dans l'arrondissement de Cuxhaven, Land de Niedersachsen (Allemagne). Il fut étudié par Louis Pinette, un élève de Gustave Eiffel sur commande de la ville d'Osten et inauguré le 1.10.1909. C'est le plus vieux pont transbordeur d'Allemagne, d'une hauteur de 38 m. et d'une longueur de 80 m. Sans géner la navigation sur la rivièe Oste, il assurait la liaison entre Osten, centre d'activité commerciale, et la ligne de chemin de fer Harburg - Cuxhaven, achevée en 1896, et ce, par tous les temps: en pèriode de grande eau comme de fort gel. Après le remplacement de cette liaison par un pont routier en 1974, il faillit être détruit. Il est aujourd'hui classé monument historique d'intérêt national. Depuis sa restauration, il est utilisé pour des transports touristiques.L'émission de ce timbre personnalisé résulte d'une demande présentée aux Postes autrichiennes par la World Transporter Bridge Association dont le Président d'Honneur est le Roi d'Espagne Juan Carlos I.