Seit 1913 in Betrieb: die Schwebefähre über den Kiel-Kanal.

LINKS UNTEN

Sehr gute Website von Alexander Kaczmarek (Foto) über die Schwebefähre
von Rendsburg
Informative
Website über den
Kiel-Kanal

Website der
Stadt Rendsburg
über die 
Schwebefähre

Brücken-Historie
bei brueckenterrassen.de

Die Kanal-Brücken

WSA Kiel-Holtenau

Dienstreise zur Audienz
RENDSBURG

"Der Anblick dieser
ungeheuren Gerüste"

Rendsburgs "Eiserne Lady"

Beliebt bei Touristen - wie bei dem Motorrad-Club aus Heide/Holstein auf dem Foto oben - ist die Rendsburger Schwebefähre. 

Sie ist das Anhängsel einer grossen Eisenbahnbrücke und daher - im Gegensatz zu der zweiten deutschen Schwebefähre in Osten - eher untypisch für ihre Gattung. 
Weil Hochbrücke und Fähre im Besitz des Bundes und beide noch in Betrieb sind, braucht sich in Rendsburg niemand Sorgen um den Fortbestand des Bauwerks zu machen. Die erst vor einiger Zeit renovierte Schwebefähre "kann gerne noch in 100 Jahren schweben", sagt ein Mitarbeiter des neuen Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner (SPD), der sich für eine Werbebroschüre vor dem Bauwerk fotografieren ließ. 
Durch die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren im September 2003 in Madrid und Portugalete in Anwesenheit der Bürgermeister Andreas Breitner (Rendsburg) und Jörg Sibbel (Osterrönfeld) sowie ihres Ostener Kollegen Carsten Hubert (r.) geriet die Kanalfähre verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. 
Das Schleswig-Holstein-Magazin (Fotos oben und unten) berichtete ebenso wie die Lokalpresse über die Spanienreise der Kommunalpolitiker und über die einzigartige Schwebefähre. Ein Interview mit Breitner steht hier.

Recht gut ist das Konstruktionsprinzip der 90 Jahre alten Schwebefähre auf einer Sondermarke der Post zu erkennen.

Seit 1913 befördert die Rendsburger Schwebefähre Personen und Fahrzeuge zwischen Rendsburg und Osterrönfeld über den Wasserweg, der damals Kaiser-Wilhelm-Kanal und heute Nord-Ostsee-Kanal heisst. In der Bevölkerung war der Bau zunächst umstritten. Zwei Osterrönfelder Kätner, die Angst um ihre durch Reetdachhäuser unterhalb der Brücke habben, erhoben Einspruch gegen die Hochbrücke: Sie sahen ihren Besitz durch eventuellen Funkenflug aus den Dampflokomotiven gefährdet. Diese Häuser erhielten daraufhin ein feuerfestes Dach. 

Über den Anblick dieser geplanten Stahlkonstruktion teilten sich die Meinungen der Bürger. Einige sahen in der Hochbrücke das bedeutendste Stahlbauwerk Europas. Von anderen Bürgern heißt es "... und es bleibt nur den Bewohnern der Stadt der tägliche Anblick dieser ungeheuren Gerüste vor ihren Türen. Einen Vorzug können wir in der Herstellung dieser Baulichkeiten dafür in keiner Weise erblicken, müssen sie im Gegenteil für nachteilig halten.". 

Das 14 Meter lange und 6 Meter breite Stahlgestell der "Eisernen Lady", wie der im Volksmund sie nennt, ist mit vier Trageseilen und acht Versteifungsseilen an zwei Wagen aufgehängt, die an den Brückenrändern auf Schienen laufen. Angetrieben werden die Wagen durch einen Elektromotor. Die  Schwebefähre wird vor allem von Fußgängern und Radfahrern genutzt.

Kulturerbe Hochbrücke:
"Unique and outstanding"

Die Schwebefähren in Portugalete, Rochefort und Middlesbrough sind vom "International Council on Monuments and Sites" (ICMS), einem Unesco-Beratungsgremium, für das "Weltkulturerbe" der Vereinten Nationen  vorgeschlagen worden. 

Dass keine der beiden deutschen Schwebefähren bislang auf der Vorschlagsliste für die Unesco steht, hat der ICMS-Vorsitzende Eric DeLony (Washington) damit erklärt, dass er diese Bauwerke erst in Augenschein genommen habe, nachdem die Liste abgeschlossen worden sei. Den deutschen  Denkmalsschutzbehörden, erklärte DeLony im Frühjahr gegenüber der Fördergesellschaft für die Erhaltung der Schwebefähre in Osten/Oste, obliege es, einen Konsens über eine etwaige nachträgliche Nominierung herzustellen.

Dabei scheinen die Chancen zumindest für die Schwebefähre an der Rendsburger Hochbrücke nicht schlecht, die DeLony, Chef des "Historic American Engineereing Record", als "unique" und "outstanding" (einzigartig und herausragend) bewertet. Bisher stehen mit dem Bergwerk Rammelsberg in Goslar und der saarländischen  Eisenhütte Völklingen erst zwei deutsche Technik-Bauwerke auf der Unesco-Liste; darüber hinaus hat die Kultusministerkonferenz die historische Zeche Zollverein XII in Essen zur Aufnahme in die Liste vorgeschlagen.


Zwitter zwischen 
Brücke und Fähre 

Patrick Goeser (Rendsburg) über Schwebefähren 

Die junge Kunst des Eisen- und Stahlhochbaus gebar in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis dahin ungeahnte Möglichkeiten des Brückenbaus. Neben feste Brücken wie Bogen- oder Hängebrücken trat eine Vielzahl beweglicher Brücken, darunter Weiterentwicklungen traditioneller Klappbrücken, aber auch neuartige Hebe- und Drehbrücken. Eine Sonderstellung nimmt dabei die Schwebefähre ein. Weiter...


Zwei Live-Sendungen
über Schwebefähren


Bürgermeister Breitner im NDR-Interview

1. 9. 2004. Gleich in zwei TV-Live-Sendungen berichtete NDR 3 in der Reihe "DAS unterwegs" über die beiden letzten deutschen Schwebefähren. 

Der  Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner und sein Osterrönfelder Kollege Jörg Sibbel wiesen auf die wachsende touristische Bedeutung der Schwebefähre hin. „Wer in Paris den Eiffelturm gesehen hat, sollte sich auch in Rendsburg die Schwebefähre anschauen", sagte Breitner.

In einem Einspielfilm wurde auch die Ostener Schwebefähre vorgestellt. Die Arbeiten zur Restaurierung des 95 Jahre alten Baudenkmals haben im August begonnen. In einer weiteren "DAS"-Sendung war zuvor Jochen Bölsche (Weltverband der Schwebefähren, AG Osteland) über das Engagement des spanischen Königs Juan Carlos I. für die Erhaltung der beiden Baudenkmale interviewt worden.


Breitner: Aus dem 
Kleinod mehr machen


Schwebefähren-Workshop in Rendsburg

1. 9. 2004. Die Stadt Rendsburg sei fest entschlossen, aus ihrem "Kleinod" Schwebefähre "mehr zu  machen", erklärte der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner zur Eröffnung eines Workshops in der Nordakademie zur "touristischen Inwertsetzung" der Rendsburger Schwebefähre, zu dem rund 20 Experten aus Wirtschaftsförderung, Wasserbau, Tourismus und Kommunen eingeladen worden waren.

Breitner erklärte, auch den Einheimischen werde seit der Gründung des Weltverbandes der  Schwebefähren immer klarer, dass das Baudenkmal "in der ganzen Welt etwas Besonderes" sei: "Jede Gemeinde kann froh sein, wenn sie ein solches Alleinstellungs-merkmal besitzt." 


Tagungsthema Deutsche Fährstraße

Die Hauptreferate des Workshops galten dem geplanten Radwanderweg in der Kanalregion (Monika Heise) und der Deutschen Fährstraße (Jochen Bölsche). Der Wortlaut des Vortrages über die Fährstraße steht auch im Internet:

www.deutsche-faehrstrasse.de/rendsburg/referat.pdf

Meistgehörter Vorschlag in den Arbeitskreisen war die Forderung nach einem Fährmuseum. Im Protokoll heißt es dazu: "Fährmuseum um jeden Preis! Es schreit alles nach einem Museum!"


Gedenkblatt
zum Jubiläum


Gedenkblatt der Rendsburger Sammler

1. 9. 2004. Zum 90-jährigen Bestehen der Schwebefähre hat der Rendsburger Briefmarkensammlerverein ein Gedenkblatt herausgegeben, das am 12. September, dem Tag des Offenen Denkmals, erscheint. 

Die Deutsche Post AG will aus diesem Anlass einen Sonderstempel (siehe Abbildung) herausgeben. 

Auf der Vorderseite zeigt das Gedenkblatt eine historische Ansicht der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal, auf der Rückseite steht ein Text mit dem Titel "Die Schwebefähren in aller Welt", in dem es heißt:

"Unsere Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke Rendsburg reiht sich ein in eine Reihe von mehr als 20 Schwebefähren, die es weltweit gab. Es gibt oder gab Schwebefähren in Spanien (1), in Frankreich (6), in Großbritannien (5), in den USA , in Argentinien (je 2) und in Brasilien und Tunesien je 1. Nicht zuletzt gab es in Deutschland, in Kiel, Osten/Oste und in Rendsburg, einst 3 Schwebefähren. 

Nur noch 5 von ihnen versehen den ihnen einst zugedachten Dienst; andere sind heute technisch überholt und sind ersetzt oder infolge von Kriegseinwirkungen zerstört. Schwebefahren dokumentieren eine kurze, aber interessante Phase im Brücken- und Fährenbau im Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert. 

Ihr Ende kam, als nach dem 1. Weltkrieg der Brückenbau durch die Anwendung neuer, modernerer Bauverfahren (Stahlbeton / Spannbeton) einen riesigen Aufschwung nahm und die Schwebefähren überholte.

Die Schwebefähren in Rochefort sur mer (F), Middlesbrough (GB) und in Osten / Oste sind heute schon als Technische Denkmäler erhalten und geschützt. In Bilbao (E), Newport / Usk (GB) und in Rendsburg sind sie noch im jeweiligen Verkehrsverbund im Einsatz.

Am 20. September 2003 gründete sich in Bilbao - dem Standort der ältesten Schwebefähre überhaupt, der "Puente Colgante de Vizcaja" (seit 1893) - unter der Schirmherrschaft König Juan Carlos I. von Spanien ein Weltverband der Schwebefähren. In ihm haben sich Betreiber und Fördervereine noch vorhandener Schwebefähren zusammengeschlossen. 

Sie streben einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander an, sie suchen nach Mitteln und Wegen, die vorhandenen Schwebefähren fur die Nachwelt zu erhalten und zu sichern. Die Mitglieder setzen sich aber auch dafür ein, die Erinnerung an die inzwischen verschwundenen Anlagen und ihre vielfältige Technik wach zu halten. So wird z. B. auch angestrebt, die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke wegen ihrer besonderen Bedeutung und Einmaligkeit in die Liste der UNESCO als Weltkulturerbe aufzunehmen." 


Rendsburg will Fähre
besser vermarkten

8. 4. 2004. Fast jede Stadt hat eine Fußgängerzone, ein Schwimmbad oder einen Park. Die Schwebefähre aber ist einmalig - und das will die Stadt künftig besser nutzen. "Die Fähre soll besser vermarktet werden", hat sich Bürgermeister Andreas Breitner vorgenommen. Erster Schritt: In einer großen Runde wollen alle Institutionen, die mit der Schwebefähre zu tun haben, Ideen sammeln. Nach der Ideenwerkstatt und einer "Machbarkeitsstudie" sollen Fördermittel von der EU fließen.

Nachdem Rendsburgs Verwaltungs-Chef Andreas Breitner und Osterrönfelds Bürgermeister Jörg Sibbel dem spanischen König Juan Carlos die Kanal-Schwebefähre in Madrid vorgestellt hatten, kam ein Anruf vom Geschäftsführer der Investitionsbank - mit der Anregung, die Schwebefähre noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen und sich um Fördermittel zu bemühen. 

"Wir Rendsburger merken kaum noch, welches Kleinod wir in der Stadt haben, weil wir die Fähre als Transportmittel begreifen", sagte Breitner. Wie das zu ändern ist, wollte er nicht vorwegnehmen. "Ich bin da kein Experte, aber die Touristen brauchen beispielsweise einen Ansprechpartner an der Fähre. Das könnte man mit einem Andenkenkiosk verbinden." Noch mehr Ideen soll die "Werkstatt" produzieren, an der unter anderem Vertreter von Wasser- und Schifffahrtsdirektion, aus Rendsburg und Osterrönfeld, aber auch von Lotsen, Tourist-Information, K.E.R.N. und Wirtschaftsförderung beteiligt sein sollen. Die Ideen werden dann in einer "Machbarkeitsstudie" überprüft - Voraussetzung für den Antrag auf EU-Mittel.

Wann mit der Umsetzung der Pläne zu rechnen ist, steht noch nicht fest - im September aber soll die Schwebefähre auf jeden Fall bereits im Mittelpunkt stehen. Dann wird die zentrale Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals im Conventgarten stattfinden. "Dann werden wir viele Angebote zur Hochbrücke und natürlich auch zur Schwebefähre machen", verspricht Breitner. Aus: SHZ

Am 12. September 2004 wird die Rendsburger Schwebefähre im Mittelpunkt der zentralen schleswig-holsteinischen Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals stehen. "Dann werden wir viele Angebote zur Hochbrücke und natürlich auch zur Schwebefähre machen", verspricht Breitner. 

 

Willkommen im Reich der filigranen Riesen


Because of its characteristics the Rendsburg transporter bridge could be called an "architectural spectacle". The railway line that crosses over its upper span makes it worthy of its name. The bridge is really an elevated railway line, that has a gondola hanging from one of its spans, that transports passengers from one bank to the other of the Kiel canal. The towers of the bridge measure 70 metres, boom of 140 metres. The present gondola is driven by a driver at the top of the gondola. Among the points that make it special is that it has a radar to control navigation. One of the most unusual professions on this bridge is the Job of "rivet inspector", whose job it is to control the 5,000 rivets that hold the bridge together, section by section. At the present time the bridge works non stop being the symbol of the town of Rendsburg.

Alfredo Pérez Trimino: "Puente Vizcaya - mi vida en imágines", Bilbao, 2000.


Rendsburg (1913). Situado en el canal de Kiel, es en realidad una vía de ferrocarril elevada que pasa sobre e travesano de 140 metros de longitud, a una altura de 70 metros sobre el agua. Per debajo del travesano pasa la barquilla para trasladar personas y vehiculos de una a otra orilla. Posee un radar para controlar la navegación fluvial en este importante canal. Junto al puente está la oficina de bienvenidos de la Cámara de Comercio, Industria y Navegación de Rendsburg, donde Erik, ex capitán de la Marina y gran concedor del puerto de Bilbao, iza la bandera del pais de cada embarcación que atraviesa el puente y emite por altavoces el himno nacional national correspondiente (Fomento).
 


Tor sus caracteristicas bien se le podia denominar al puente transbordador de Rendsburg el calificativo de "espectaculo arquitectonico". El paso por encima de su travesano de una via ferrea es lo que le hace merecedor de este calificativo. El puente es en si una via de ferrocarril elevada, de donde cuelga en uno de sus trarnos una barquilla para trasladar personas de una orilla a otra del canal de Kiel. Los pilares del puente tienen una altura de 70 metros, uniendo el travesano una distancia de 140 metros. La actual barquilla es manejada por un operario ubicado en lo alto de la misma. Entre sus particularidades cabe mencionar que posee un radar para un mejor control de la navegacion fluvial. llno de los puestos de trabajo más curiosos que origina este puente es el de "Controlador de remaches", consistiendo la labor de este operario en el control de los más de 5.000 remaches que tiene, seccion por seccion. Actualmente funciona con toda normalidad, siendo el simbolo de la localidad de Rendsburg.

Alfredo Pérez Trimino: "Puente Vizcaya - mi vida en imágines", Bilbao, 2000.