ARCHIV
TOURISMUS
OSTEN
2008
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Schwebefähre

Neue Fahrbahn
für die Gondel


Reparatur fällig: Schwebefähre Osten - Hemmoor

14. 6. 2009. Der in den letzten Jahren - unter anderem durch die Hufeisen von Kutschpferden - stark in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahnbelag der Schwebefähre Osten – Hemmoor wird vom 22. bis 26. Juni erneuert. Neben der Fahrbahnsanierung werden in dieser Zeit weitere Wartungsarbeiten vorgenommen. Daher werden in dieser Woche keine Fährfahrten stattfinden können.

Kein Fährverkehr
vom 22. bis 26. Juni

Rechtzeitig zum Vorstellungsbeginn auf dem Hamburger Theaterschiff "Das Schiff" am 26. Juni um 19.30 Uhr wird die Schwebefähre ihren Dienst wieder aufnehmen und Theatergäste zum WSA-Anleger in Hemmoor übersetzten.


Tourismus

Oste - Märchenfluss
mit Gleisanschluss


Das Osteland im Metronom-Kundenblatt

13. 6. 2009. Über die "bislang umfangreichste Werbeaktion für die Region an der Oste" freut sich die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.: Ab sofort macht die Bahngesellschaft Metronom den Kunden auf ihren niedersächsischen Bahnstrecken die Reize der Flußlandschaft schmackhaft, die sich zwischen Himmelpforten und Neuhaus in den Landkreisen Stade und Cuxhaven erstreckt.

In einer Auflage von 35.000 Exemplaren ist ein plakatgroßes Faltblatt erschienen, dessen Umfang acht DIN-A-4-Seiten entspricht. Den überwiegenden Teil der Texte und Fotos hat die ehrenamtlich tätige AG Osteland beigesteuert. Deren Vorstandsmitglied Jochen Bölsche zeichnet gemeinsam mit Tatjana Festerling, der Leiterin der Metronom-Unternehmenskommunikation, für die Redaktion der Oste-Spezialausgabe der Kundenzeitschrift "momente" verantwortlich.


Acht eng bedruckte DIN-A-4-Seiten für die Oste

Unter der Überschrift "Märchenfluss mit Gleisanschluss" informiert das reich illustrierte Faltblatt darüber, dass die "stille Idylle im Zweistromland zwischen Elbe und Weser" auch per Bahn und Rad erfahren werden kann. Ein Kalender zum "Jahr der Oste" macht auf attraktive Veranstaltungen aufmerksam, eine Landkarte zeigt unter anderem Freizeitrouten von der "Deutschen Fährstraße" bis zur "Tortenstraße" der Landfrauen.

In Rubriken wie "Wasserfreuden", "Naturerlebnisse" oder "Gastronomie" weist die AG Osteland (unter Angabe von Web-Adressen) die niedersächsischen Bahnfahrer auf Kurioses und Sehenswertes hin. Das Spektrum reicht von "Deutschlands kleinster Lichtdruckerei" in Kleinwörden über die führerscheinfreien Wohnboote in Klint, die Absinth-Herstellung in Neuhaus, das Natureum in Balje, den familienfreundlichen Zoo am Deutschen Olymp, die Wasserskianlage im Ostesee, die Prahmfähre in Brobergen und das Hemmoorer Zementmuseum bis hin zum "Edelrestaurant am Schienenstrang" direkt am Bahnhof Wingst.


Festerling (Metronom), Schuster ( AG Osteland)

Schwerpunkt des Faltblatts, dessen Untertitel "Tipps für Aussteiger und Entdecker" verspricht, sind Tourenvorschläge von Bahnhof zu Bahnhof entlang der Metronom-Strecke im Cux- und Osteland samt Hinweisen auf stationsnahe, flexible Fahrrad-Leihmöglichkeiten in Cuxhaven, Otterndorf, Cadenberge, Hemmoor und Himmelpforten. Motto: "Anreisen mit dem Metronom, vor Ort ein Rad mieten und losradeln."


Radhof in der Hemmoorer Bahnhofstraße

AG-Osteland-Vorstandsmitglied Curt Schuster (Hemmoor) ist des Lobes voll über die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Bahngesellschaft. Deren Managerin Tatjana Festerling habe im Zusammenspiel mit den lokalen Touristikern entscheidend dazu beigetragen, die Fahrradverleihstationen im Cux- und Osteland zu vernetzen, so dass es nun möglich ist, ein irgendwo an der Strecke zwischen Himmelpforten und Cuxhaven geliehenes Rad in einem anderen Radhof wieder abzugeben.


Veranstaltungen

Sommerfest an
der Grundschule


Auch für eine Rutsche ist gesorgt (oste.de-Archiv)

13. 6. 2009. An diesem Sonnabend feierte die Grundschule Osten ihr Sommerfest. Der Schulchor sang unter anderem ein Lied aus dem Kindermusical "Eine Reise nach Rio", das zum Fährgeburtstag am 2. Oktoberim Festzelt aufgeführt wird.

FOTO: GRUNDSCHULE OSTEN
Meike Buhrfeind beim Milch-Aktionstag

In der Grundschule veranstalteten Iris Brandt und Meike Buhrfeind vom Landfrauenverein "An der Oste" vor kurzem zwei Aktionstage zum Thema “Milch macht alle Kinder munter!". Ein ausführlicher Bericht steht auf der Website der Schule.


Immobilien

Ostener Villa jetzt
unterm Hammer


Villa in der Fährstraße (u. r.)

6. 6. 2009. Eine prächtige, unter Denkmalschutz stehende Ostener Jugendstilvilla steht demnächst in Rostock zur Versteigerung an (mehr unter ostsee-auktionen.de). Das Mindestgebot für das seit Jahren leerstehende teilsanierte Haus in der Fährstraße wurde auf 89 000 Euro festgelegt.


Hörfunk

NDR-Tour durch
das Osteland


NDR-Moderator Ludger Abeln in Osten

6. 6. 2009. Die NDR-Moderatoren Lars Cohrs und Ludger Abeln sind in Niedersachsen vom 25. Juli bis 2. August unterwegs. Zum Abschluss eines jeden Tages soll der besuchte Ort eine große Motto-Party veranstalten. Bevor am 30. Juli die Fahrradtour durch die Samtgemeinde Hemmoor startet, wird es noch einmal so richtig spannend. Um 8.40 Uhr wird das Thema der Motto-Party bekannt gegeben. Der NDR erwartet rund 500 Teilnehmer auf der 50 Kilometer langen Tour durch die Samtgemeinde. Mehr...


Tourismus

Freude, Spaß,
Erholung pur...


Die Teilnehmer der Tour - Bild vergrößern

1. 6. 2009. Nun ist sie vorüber - die Jubiläumsbefahrung der Deutschen Fährstraße. Wohlbehalten sind die rund 20 Teilnehmer wieder eingetroffen, im Gepäck jede Mende Fotos. Zu den beliebtesten Motiven zählten die Traumschiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal, mit denen um die Wette geradelt werden konnte, und natürlich die Schwebefähre in Rendsburg, betrachtet von der Hochbrücke herab.


Gedichtautorin Maria Kurz (mit Ehemann Karl)

Maria Kurz, mit 79 Jahren eine der ältesten Radlerinnen, widmete den Ostener Tourenleitern Peter und Monika Prüß (ADFC / AG Osteland) nach Abschluß der Fahrt ein Gedicht, in dem es unter anderem heißt:

Wunderschön war's wieder mal
entlang zu radeln am Nord-Ostsee-Kanal,
an Oste, Elbe, durch's weite Land –
ja, bis hinauf zur Waterkant !
Wir ADFC-ler auf 5-Tages-Tour - das hieß:
Freude, Spaß, Erholung pur !
Hieß: lecker schmausen,
vergnügliche Pausen,
ganz viel sehen, hören, lernen
und jeden Tag von neuem schwärmen,
denn eins steht fest:
So die Heimat erradeln, dat's allerbest!


Faszinosum Nord-Ostsee-Kanal (Fotos: Prüß)

... Und wir grüßen Euch
mit Klingeling und fröhlichem "Tschüß"
bis zur nächsten Tour,
ihr lieben Moni und Peter Prüß.


Vogelperspektive: Rendsburger Schwebefähre

Weitere Fotos von der Jubiläumstour zum fünfjährigen Bestehen der "Fährienstraße" folgen demnächst auf dieser Website.

Jubiläumstour
ohne Platten


Tourenleiter Prüß (l.) mit Teilnehmern

Am Donnerstag ist die Jubiläumstour von AG Osteland und ADFC zum fünfjährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße zuende gegangen. Die rund 20 Teilnehmer - darunter als ältester Karl Kurz (82) - erlebten eine fünftägige Fahrt "ohne Platten, ohne Pannen", so die Tourenleiter Peter und Monika Prüss (Osten).

Zu den Höhepunkten zählten die Besteigung der Schwebefähren-Hochbrücke in Rendsburg, die Begegnungen mit den Traumschiffen auf dem Nord-Ostsee-Kanal, eine Kanalfahrt im Börteboot, Besuche in Orten wie Burg und Wilster und Schlemmerabende mit regionalen Spezialitäten von Aal bis Spargel. Einen Tag lang wurde die Gruppe von Klaus Ströh begleitet, dem Vize-Bürgermeister der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld.


Jubi-Tour in Bremervörder Zeitung (größer)

Ein Artikel über den Starttag steht heute in der Bremervörder Zeitung.


Schwebefähre

Neuer Flyer mit
Festprogramm


Titelblatt des neuen Faltblatts (Ausschnitt)

1. 6. 2009. Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre hat einen sehr ansprechenden Flyer vorgelegt (Gestaltung: Karl-Heinz Brinkmann), der das gesamte Programm der vier Jubiläumstage Anfang Oktober enthält. Die Termine können auch hier im Internet nachgelesen werden.


4. Ostener Fährmarkt

Rund 5000 feierten
Fest der Superlative


Pastor Ducksch bei der Eröffnungsandacht

24. 5. 2009. Superwetter, Superbesuch, Superprogramm - fast 5000 Besucher genossen am Sonntag in Osten einen Fährmarkt der Superlative. Als Höhepunkt empfanden viele die erstmals mögliche Besichtigung der 100 Jahre alten Kornmühle, für deren Restaurierung sich immer mehr Ostener begeistern, die Präsentation der Sportfischer von der gesamten Tide-Oste, die erstmals die Öffentlichkeit über ihre Arbeit und ihre Artenschutz-Erfolge informierten, ferner die enge Verbindung zwischen Osten und Hemmoor mit Gratis-Pendel-Dauerdienst der Fähre, das Schlemmermeilen-Angebot der Unternehmergemeinschaft am Basbecker Ufer unweit der Schwebefähren-Infomeile, den Besuch von fast 20 Gästen samt Feuerwehr-Fahrzeug aus der Partnergemeinde Osterrönfeld und und und.


Die Mühle von 1909 - ein Kleinod wird entdeckt

Alles in allem: ein Fährmarkt vom Feinsten, der so richtig ins Jahr der Oste passte und einmal mehr zeigte, was Ehrenamt und Bürgersinn gerade in kleineren Gemeinden bewirken können.


Immer wieder attraktiv: Oldtimer in Osten

Bei der Eröffnung nach einem Freilicht-Gottesdienst mit Pastor Dieter Ducksch konnte Bürgermeister Carsten Hubert seine Kommunalpolitiker-Kollegen Bernd Sienknecht und Klaus Ströh (Osterrönfeld), Jürgen Hinck (Hemmoor) und Detlef Horeis (Oberndorf) begrüßen.


Künstler entdecken die Kulturmühle

Bevor Hubert im Namen der Gemeinde Osten und der Stadt Hemmoor - die Zusammenarbeit wird immer besser! - alle Besucher auf ein Glas Freibier einlud, lobte er die Initiative von Dr. Manfred Toborg und des Vereins Kulturmühle, die sich an die Rettung gleich zweier historischer Gebäude im Ortskern herangemacht haben.


Prosit auf den Laden von Belinda Lehmann (r.)

Die folgenden Stunden bestätigten Huberts Aussage: "Die ganze Oste feiert das Jahr der Oste - und Osten feiert mit."


Erstmals dabei: die Sportfischer von der Oste

Wichtigstes Gesprächsthema auf dem Fährmarkt waren die langfristige Sicherung der Betriebsfähigkeit der Fähre und die Sparbeschlüsse des Kreises, die weit überwiegend auf Verständnislosigkeit stießen.


Wiedersehen mit Gästen von der Schwesterfähre

Den ganzen Tag über war der Ansturm auf den Markt so stark, dass an vielen Ständen die Vorräte zur Neige gingen. Bei der Feuerwehr etwa waren die Bratwürste ausverkauft, lange bevor der Markt gegen 18 Uhr endete.

Viele Fotos vom Markt stehen auf dieser SONDERSEITE.


Schwebefähre

Wie sicher sind die
Fähren-Fundamente?


Irritiert: Rebecca Harms (r.) im Fährkrug

25. 5. 2009. Wie sicher sind die Fähren-Pfeiler und -Fundamente? Irritiert war die EU-Spitzenkandidatin der Grünen, Rebecca Harms, am Wochenende bei einem Besuch in Osten von der Aussage des Fährkrug-Hoteliers und Fährvereins-Vorsitzenden Horst Ahlf, die Schwebefähre samt Pfeilern und Fundamenten sei "absolut in Ordnung", die Reparaturen der letzten Jahre garantierten den Betrieb "für mindestens 20 Jahre", die Kritik an den Beschlüssen und Aussagen von Kreis und Land "aufgebauscht".

Warum der (verkaufswillige) Hotelier die Perspektiven für die Schwebefähre schönredet, während sein Stellvertreter Karl-Heinz Brinkmann und die Bürgermeister aller Samtgemeinden und Gemeinden der Region Alarm geschlagen haben, war für die den meisten der angereisten Gäste nicht durchschaubar.


Pfeiler und Fundamente der Schwebefähre

Besonders verwirrend wirkte auf Gäste die Aussage Ahlfs, eine Sanierung der vier Fundamente sei überflüssig, Geld für die noch ausstehenden Schönheitsreparaturen an einem der Pfeiler sei beim Verein hinreichend vorhanden. Dabei hatte ein Fachbericht für den Hochbauausschuss des Kreistages bereits im Mai vorigen Jahres die Kosten für eine binnen zehn Jahren auszuführende Kernsanierung der vier Fundamente auf insgesamt 350.000 bis 400.000 Euro beziffert.


NEZ-Bericht vom 25. Mai 2008

Wörtlich heißt es in dem "Sachstandsbericht "Schwebefähre Osten-Hemmoor - Fundamentsanierung" des Landkreis-Amtes Wasser- und Abfallwirtschaft für den Ausschuss für Hochbau, Straßen und Verkehr vom 21. Mai 2008:
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Die Stahlkonstruktion der Schwebefähre Osten-Hemmoor wurde in den vergangenen Jahren mit einem erheblichen Aufwand saniert und instandgesetzt. Seitdem ist die Schwebefähre für die Nutzung wieder freigegeben und wird ihrer Funktion als bedeutendes technisches Baudenkmal und als Touristenmagnet wieder voll gerecht.

Die Sanierung eines der Betonfundamente ist bisher nicht erfolgt und ist noch nachzuholen. Vor der Erteilung eines entsprechenden Auftrages wurde das Ingenieurbüro Dr. Ropers & Partner aus Bremen, das in den vergangenen Jahren die regelmäßigen Prüfung der Kreisstraßenbrücken durchgeführt hat, aufgefordert, den genauen Umfang der erforderlichen Arbeiten zu ermitteln und eine Kostenschätzung abzugeben. 

Die Prüfung des Betonfundamentes ergab, dass umfangreiche Maßnahmen erforderlich sind, um das Fundament in einen haltbaren Zustand zu versetzen und die Standsicherheit langfristig zu gewährleisten. Hierzu ist es erforderlich, den Fundamentkern mit einer Silikonmikroemulsion zu verpressen und die Außenschale zu erneuern. Insbesondere dem Verpressen kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Betonfundamente nicht nur dem Anfahrschutz dienen, sondern gemeinsam mit dem Stahlkern auch statische Funktionen erfüllen. 

Da nach Feststellung des Ingenieurbüros bisher an keinem der Fundamente eine Verpressung des Kerns stattgefundenen hat, ist diese Maßnahme aus Standsicherheitsgründen letztlich an allen Betonfundamenten vorzunehmen. 

Die erforderlichen Sanierungsarbeiten sind mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Pro Fundament liegt dieser nach der Schätzungen des beauftragten Büros ca. zwischen 88.000 € und 97.000 €. Da diese Mittel vom Landkreis allein nicht aufzubringen sind, wird derzeit versucht, Förderzusagen von verschiedenen Stellen zu erhalten.

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Die Aussage Ahlfs, die letzte Sanierung sichere die Fähre für "mindestens 20 Jahre", also etwa bis zum Jahr 2030, läßt im Übrigen die Notwendigkeit außer Acht, den Stahlbau im Schnitt etwa alle sieben Jahre zu entrosten und neu zu streichen; dazu muss die Fähre aufgrund von Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen jeweils mit Gerüst und Planen umbaut werden (siehe auch Bericht über die Sanierungsarbeiten am Eiffelturm).

Alle bisherigen Veröffentlichungen zum Sparvertrag des Kreises mit dem Land stehen hier.


Fährmarkt

Markt beginnt mit
Freilicht-Andacht


Fährmarkt in Osten (Archivbild)

23. 5. 2009. Im Jahr der Oste, dem Jubiläumsjahr der Schwebefähre Osten-Hemmoor, haben sich die Fährmarkt-Organisatoren wieder einiges einfallen lassen. Bevor der Fährmarkt am Sonntag, 24. Mai, 11 Uhr, von Bürgermeister Carsten Hubert eröffnet wird, findet um 10.30 Uhr eine Andacht auf dem Kirchplatz statt. Anschließend erwartet die Besucher bis 18 Uhr eine bunte Marktmeile mit Flohmarkt und einem abwechslungsreichen Angebot.

Das umfangreiche, auf zwei Bühnen stattfindende Unterhaltungsprogramm reicht von Shantys, Traditionellem und Big-Band-Sound bis hin zu  Tanzvorführungen der Volks- und Kindertanzgruppen aus Hemmoor und Hüll sowie der Aerobic Kids vom TSV Osten. Das komplette Programm zum Download (PDF) steht hier.

Auch die Osterrönfelder
haben sich angesagt

Erwartet werden auch in diesem Jahr viele Oldtimer, darunter ein Feuerwehrauto aus der Partnergemeinde Osterrönfeld.

Erstmals präsentiert sich im Jahr der Oste die Ostepachtgemeinschaft der Sportangler der Öffentlichkeit. Sie informiert unter anderem über die Rückkehr von Lachs und Stör in die Oste.


In Basbeck lockt die Schwebefähren-Infomeile

Mit der Schwebefähre fahren die Besucher am Markttag kostenlos zwischen Osten und Basbeck, wo die Unternehmergemeinschaft Hemmoor eine "Schlemmermeile" mit Rahmenprogramm organisiert. Die neu errichtete Internationale Schwebefähren-Infomeile lädt zu einem Spaziergang. (Mehr über die Infomeile in der Nordsee-Zeitung.)

Auf der Marktmeile ist auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) mit einem Stand zur Fahrradcodierung vertreten. Dort kann jedes Fahrrad zur eigenen Sicherheit codiert werden. Mitzubringen sind Rad, Kaufbeleg und Personalausweis. Die Kosten betragen 5 Euro für ADFC-Mitglieder, sonst 8 Euro. Gastronomin Marion Tants (Foto) will beim Fährmarkt in einem Schankmaid-Gewand bedienen und unter anderem eine "Schwebefährentorte" anbierten. Vvon jeden verkauftem Stück will sie 50 Cent für die Erhaltung der Schwebefähre spenden.

Musical-Klänge
zum Fährmarkt


Drochterser TVG-Tänzerinnen in Osten

12. 5. 2009. Wieder einmal hat der Verein "Die Hökerstube e. V." einen Teil seines Erlöses ausgeschüttet. Mit einer Spende in Höhe von 300 Euro wurde diesmal die Kirchenmusik in Drochtersen unterstützt. Zuletzt war, wie berichtet, die Ballettgruppe der TVG Drochtersen bedacht worden. Beim Fährmarkt am Sonntag, 24. Mai, um 14.30 Uhr wollen sich die Ballettänzerinnen in Osten mit Kostproben aus Carmen, Cats und Aschenputtel bedanken, wie Hökerstuben-Initiatorin Petra Vogel (Hüll) mitteilt.


Tourismus

"Drochtersen wird
zur isolierten Insel"


SPD-Kommunalpolitiker Lothar Klüser

21. 5. 2009. Mit der Ablehnung einer touristischen Zusammenarbeit mit Hemmoor schadet sich Drochtersen nur selber. Das schreibt Lothar-Klüser, SPD-Vorsitzender sowie Ratsherr im Rat der Samtgemeinde Hemmoor, in einer Stellungnahme, die wir hier im Wortlaut dokumentieren:

"Da hat jemand zu kurz gedacht. Der Vorsitzende des Gewerbevereins Drochtersen, Thomas Nehrke (Foto), begründete in der öffentlichen Fachausschußsitzung seine ablehnende Haltung zur Zusammenarbeit der Samtgemeinden Nordkehdingen, Hemmoor und der Einheitsgemeinde Drochtersen auf dem Tourismussektor im Touristikverein, die SG Hemmoor werde nur Kaufkraft aus Drochtersen abziehen. Er schaffte es schließlich, den Verwaltungsausschuß Drochtersen zur mehrheitlichen Ablehnung der Kooperation zu bewegen. Ob das im Interesse der Gewerbetreibenden der Gemeinde Drochtersen ist, bleibt sehr fragwürdig. Etliche Bewohner der SG Hemmoor kaufen ihre Autos bei Händlern in Dornbusch, Drochtersen und Assel und lassen ihre Autos dort in die Werkstatt warten und reparieren. Viele haben ihr Konto bei einer Bank in Drochtersen und suchen dabei die örtlichen Geschäfte für den Einkauf auf. Jeden Morgen holen Pendler in dreistelliger Größenordnung ihren Tagesbedarf bei Bäckern in Dornbusch und Drochtersen.


Drochterser Rathaus: Kaufkraft vernichtet

Die Cafés in Dornbusch, Drochtersen, Krautsand und Ritschermoor haben einen Großteil an Kunden aus der Nachbargemeinde. Ach ja, es vergeht kein Wochenende, an dem man auf Krautsand  keinen Einwohner aus Hechthausen, Hemmoor und Osten antrifft - und sie lassen Geld dort. Versicherungsbüros, Steuerberater, Copy-Shops und Bauunternehmen profitieren von den Kunden aus der nun ungeliebten Nachbargemeinde. Zusammengerechnet bringen die jetzt verärgerten Kunden jährlich einen höheren sechsstelligen Betrag in Richtung Drochtersen.

Diese Menschen überlegen es sich nun vielleicht, wo sie ihre Geschäfte zukünftig tätigen. Der eindeutige Erfolg des Vorsitzenden des Gewerbevereins Drochtersen wird darin bestehen, dass er in die Geschichtsbücher eingeht - als größter Kaufkraftvernichter der Gemeinde. Herzlichen Glückwunsch!

Und jedes Mitglied des Verwaltungsausschusses Drochtersen, das dafür seine Hand gehoben hat, kann sich auf die Schulter klopfen und stolz verkünden: 'Ich habe dazu beigetragen.' Drochtersen wird zu einer isolierten Insel der Glückseligkeit werden, in der das Kirchturmdenken die Politik und das Gewerbe bestimmt."

Lothar Klüser,
Ratsherr im SG-Rat Hemmoor


Tourismus

Fährmuseum
für Hemmoor?


Ostener Träume: Nur leere Versprechungen?

19. 3. 2009. Auch im Jubiläumsjahr ist - trotz jahrelanger Ankündigungen - in Osten noch immer kein "Fluß- und Fährmuseum" in Sicht, auch ein "Laden mit musealem Charakter" existiert noch nicht, und auch den "Informationspavillion" an der Fähre gibt es nicht, den die Mehrheitspartei bereits im vorletzten (!) Kommunalwahlkampf versprochen hat.

Ein Trauerspiel, und Besserung ist kaum abzusehen: Die Ostener Politik scheint, mangels Masse, in jeder Hinsicht mit einem solchen Projekt überfordert. Wie geht es weiter? Wird irgendwann womöglich Hemmoor eine Fluß- und Fähr-Information einrichten, vielleicht unter einem Dach mit der künftigen Tourist-Info im alten Bahnhof, der zur Zeit renoviert wird?


Hemmoor hat's: das Fähren-Freilichtmuseum

Das ist zwar Zukunftsmusik - aber nicht völlig undenkbar. Fest steht: Die Stadt Hemmoor hat die langjährige emotionale Distanz gegenüber der Fähre überwunden. Und die Hemmoorer Ratsmehrheit hat mit der Internationalen Schwebefähren-Infomeile, einer Art Open-Air-Fährmuseum, unter Beweis gestellt, dass sie gute Ideen kompetent und kurzfristig umsetzen kann.

In Osten dagegen wird der gute Wille der Bürger in endlosen Planungs- und Beteiligungsdebatten auf eine harte Probe gestellt - ohne dass für die Öffentlichkeit viel mehr dabei herauskommt als ein Schiffsanleger, über den bereits vor einem Jahrzehnt debattiert worden ist...

Mehr unter HEMMOOR.


Schwebefähre

"Die Haltung des
Landes ist zynisch"


Baudenkmal Schwebefähre (Foto: Brinkmann)

19. 5. 2009. "Ernüchternd" findet Daniela Behrens, Landtagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, die Antwort der Landesregierung auf ihre mündliche Anfrage zur Schwebefähre in Osten. Behrens hatte nachgefragt, ob denn die finanz- und haushaltspolitischen Zwänge, die das Land den Kommunen und so auch Cuxhaven, dem Träger der Schwebefähre, auferlegt haben, mit dem Denkmalschutz vereinbar seien.

Der Landkreis Cuxhaven als Eigentümer der Schwebefähre, die als Baudenkmal gemäß dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz eingestuft ist, ist verpflichtet, die Schwebefähre instand zu halten und zu pflegen. Die schwierige finanzielle Situation in Cuxhaven führte jetzt dazu, dass nun nur noch jährlich 20.000 Euro zur Pflege der Schwebefähre aufgewendet werden können, da das Land den Kommunen strenge Zielvereinbarungen zur Haushaltskonsolidierung auferlegt, um Bedarfszuweisungen des Landes zu erhalten.


Abgeordnete Behrens in Osten (Archivbild)

"Zynisch" findet Behrens die Antwort der Landesregierung auf ihre Frage, wieso das Land so hohe Zielvereinbarungen stelle, dass die Kommunen bestimmte Leistungen wie Denkmalschutz kaum noch leisten könnten. "Zu schreiben, das Land zwinge keiner Kommune strenge Zielvereinbarungen zur Haushaltskonsolidierung auf, die Teilnahme sei freiwillig, ist ein Hohn für alle finanzschwachen Kommunen, die ohne die Bedarfszuweisungen des Landes handlungsunfähig würden", so Behrens. "Natürlich ist die Teilnahme am Bedarfszuweisungsverfahren freiwillig – aber für finanzschwache Kommunen eben ein überlebenswichtiges Muss!"

Die Landesregierung hält die 20.000 Euro des Landkreises für ausreichend, um die Schwebefähre zu erhalten. "Eine Einschränkung oder Einstellung des Betriebes ist gegenwärtig nicht absehbar und würde zudem die Erhaltung des Denkmalswertes nicht in Frage stellen", heißt es in der Antwort der Landesregierung.

"Lebendige Geschichte, eine funktionierende Schwebefähre, dies ist für die Landesregierung wohl unwichtig", vermutet Behrens, die die Argumentation der Landesregierung nicht nachvollziehen kann. "In der Antwort heißt es, wenn ein größerer Sanierungsbedarf entstehen würde, dann würde auch das Land Mittel zuschießen – aber beim Erhalt lässt man den Landkreis allein", fasst Behrens zusammen. "Vorzusorgen wäre hier besser."

Im März hatte, wie ausführlich berichtet, die CDU-geführte Kreistagsmehrheit beschlossen: "Bei der Schwebefähre Osten soll der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden. Das bedeutet, dass auch der Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert wird. Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen."

Alle bisherigen Veröffentlichungen zum Sparvertrag des Kreises mit dem Land stehen hier.


Denkmalschutz

Eiffelturm wird alle
7 Jahre gestrichen


Blick vom Eiffelturm (Foto: Wikipedia)

19. 5. 2009. Die Schwebefähre sei ja erst vor gut zwei Jahren entrostet und gestrichen worden - daher werde "mindestens 20 Jahre" nicht mehr in die Fahrbereitschaft investiert werden müsse, ist dieser Tage gelegentlich von Ignoranten und von Interessenvertretern zu hören, die den fatalenSparbeschluß des Kreistags schönreden wollen. Wer so argumentiert, läßt zweierlei außer acht:

1. Auch die modernste Farbtechnologie erfordert bei Stahlbauten dieser Art alle sieben Jahre einen Neuanstrich. Das gilt übrigens auch für den Eiffelturm, der alle sieben Jahre komplett mit zwei Schichten Rostschutz und einer Schicht Farbe versehen wird, wie ein jetzt erschienener lesenswerter Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung belegt.

Wer an die regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten unterläßt, spart das Dernkmal unweigerlich kaputt. Denn: Der schlimmste Feind jeder Schwebefähre ist der Rost.


NEZ-Bericht vom 25. Mai 2008

2. Auch nach Auffassung des Landkreises, dem seit vorigem Sommer ein entsprechendes Gutachten vorliegt, ist binnen zehn Jahren eine Kernsanierung der Pfeilerfundamente notwendig, deren Kosten laut NEZ (siehe Ausschnitt) auf rund 400 000 Euro veranschlagt werden.

Dennoch hat, wie ausführlich berichtet, die CDU-geführte Kreistagsmehrheit am 11. März beschlossen: "Bei der Schwebefähre Osten soll der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden. Das bedeutet, dass auch der Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert wird. Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen."


Tourismus

Warnung vor dem
"Tod" der Fähre


Didaktik-Professor Sellin

19. 5. 2009. "Der technikgeschichtlichen Präsentation geht es nicht nur darum, ein äußerlich scheinbar gut erhaltenes Denkmal zu bewahren: Die Schwebefähre soll in Funktion gezeigt und im wahrsten Sinne des Wortes 'erfahren' werden können. Ein funktionsloses Denkmal, das nicht mehr benutzt werden kann, ist tot." Mit diesen Worten plädierte Hartmut Sellin, Professor für Didaktik der Technik/Technologie an der Universität Oldenburg, bereits 1991 für eine nachhaltige Sicherung der Betriebsbereitschaft des technischen Baudenkmals über der Oste.

Die Mahnung entstammt einem in der Zeitschrift "Kultur & Technik" veröffentlichten Sellin-Aufsatz mit dem Titel "Schwebend über dem Wasser", der so aktuell wirkt, als wäre er heute geschrieben. Der für unsere Region außerordentlich wichtige Text kann auch im Internet nachgelesen werden.



 

Landschaftsschutz

Für ein Osten
ohne Windkraft


Anti-Windkraft-Sticker (von Prof. Werner Nöfer)

8. 5. 2009. Für die Aussparung der Gemeinde Osten bei der Planung von Windkraftanlagen haben sich in einem gemeinsamen Brief Bürgermeister Carsten Hubert und die Fraktionsvorsitzenden im Rat, Susanne Heinsohn (CDU) und Lothar Klüser (SPD), ausgesprochen. Zur Begründung heißt es in der an Landrat Kai-Uwe Bielefeld adressierten Resolution wörtlich:

Pressepräsenz lockt
jährlich Tausende


Bürgermeister Carsten Hubert (oste.de-Archiv)

"Aufgrund des Wandels der letzten Jahrzehnte ist die Gemeinde Osten inzwischen vom Tourismus abhängig. Anderweitige Einnahmequellen bewegen sich Richtung Null. Mit dem Tourismusmagneten Schwebefähre liegt ein einmaliges Baudenkmal von nationaler Bedeutung im Gemeindegebiet, welches in den Jahren 2005/2006 für 1,4 Millionen Euro restauriert wurde und aufgrund der stetigen Pressepräsenz jährlich tausende Menschenin die Gemeinde lockt. Seit der Wiederherstellung der Fahrbereitschaft haben sich die Besucherzahlen sprunghaft bis in fünfstellige Höhen bewegt, was erhebliche finanzielle Mittel in die Gemeinde fließen ließ. Es besteht inzwischen sogar die einmalige Chance, mittelfristig zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben zu werden. Dies würde einen zusätzlichen Aufschwung im Tourismus bedeuten, von dem die Gemeinde auch bei den Steuereinnahmen sehr stark profitieren kann.

Zuzüge mit
Außenwirkung


Fraktionsvorsitzende Heinsohn, Klüser

Inzwischen ist die Gemeinde Osten in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Bei den dazugehörigen Planungen kristallisierte sich die Entwicklungsrichtung Tourismus unter Beteiligung großer Anteile der Bevölkerung eindeutig heraus. Geplante Maßnahmen, wie z. B. der Fahrgastschiffanleger, zielen auf eine Stärkung  und den Ausbau des touristischen Bereiches. Gleiches gilt für die grenzübergreifenden Planungen der ersten ILEK-Region Kehdingen-Oste, in welche die Gemeinde Osten eingebunden ist.

Durch die vielfältigen Aktivitäten entwickelt sich eine gehobene Wohnqualität und der Wohnwert in der Gemeinde steigt kontinuierlich. Dies ist unter anderem feststellbar an den enormen Zuzügen aus dem literarisch-journalistischen Bereich, die besonders in den letzten Jahren zu verzeichnen sind. Auch dadurch erzielt Osten eine nicht zu unterschätzende Außenwirkung.

Auch der Oste-Stör
zieht Besucher an

Ein besonderer Aspekt liegt noch bei den Anglern, die inzwischen bundesweite Beachtung finden und Freizeitfischer aus entfernten Regionen an die Oste locken. Die gerade jetzt stattfindende Wiederansiedlung des Oste-Stör wird überregional verfolgt und führt zu einem starken Anstieg der Besucherzahlen.


Windkraftgegner im Cuxhavener Kreistag

Die Fläche von ca. 48 qkm Gemeindegebiet weist eine Besonderheit bei der Siedlungsstruktur auf, da es eine Zersiedelung gibt. Neben dem Ortskern und der langgezogenen, geschlossenen Bebauung des Ortsteiles Isensee findet man eine verstreute Besiedelung, die keine riesigen Freiflächen ohne Bebauung vorweist.

Mangel an
Freiflächen

Es herrscht somit ein Mangel an weitläufigen Freiflächen, die eine problemlose Aufstellung großer Windenergieanlagen zulassen würde. Anwohner der schwächer besiedelten Gemeindegebiete äußern gegenüber den Ratsvertretern ihre nachvollziehbaren Befürchtungen hinsichtlich der Belastungen für die Gesundheit. Hierbei spielen Schlagschatten, Infraschall und die erforderliche Flugbefeuerung eine wesentliche Rolle. Aber auch der finanzielle Aspekt des Verlustes der Alterssicherung durch starken Wertverlust bei Häusern und Grundstücken belastet die Bewohner.

Mögliche fiktive, aber doch sehr geringe Steuereinnahmen durch Windenergieanlagen können dies nicht ausgleichen.

Sorge um Ostener
Dorfgemeinschaft

Bisher gibt es in der Gemeinde Osten eine intakte Dorfgemeinschaft mit einem aktiven, verzahnten und gemeinsamen Vereinsleben. Eine Spaltung der Bevölkerung in Befürworter und Gegner von Windenergieanlagen würde diese Gemeinschaft zerstören. Der Bau solch großer Anlagen im Gemeindegebiet führte zu sofortigem Verlust der Möglichkeit, die Schwebefähre Osten zum Weltkulturerbe erheben zu lassen. Der aufstrebende Tourismus und die damit verbundene Einnahmemöglichkeit der Gemeinde wärenzunichte gemacht. Dies drückten auch über 50 % der wahlberechtigten Bürger innerhalb von nur einer Woche bei einer Unterschriftenaktion aus.

Die Mitglieder des Gemeinderates Osten sehen sich gegenüber der Mehrheit der Bewohner in der Pflicht und bitten nach intensiven Beratungen daher den Landrat und den Kreistag, aus den aufgezeigten Gründen das Gebiet der Gemeinde Osten bei der Fortschreibung des RROP, Teilbereich Windenergie, auszusparen."


Kirche

Soldaten pilgern
von Fähre zu Fähre


Zwischenziel des Pilgerzugs: Ostener Kirche

8. 5. 2009. Am Sonnabend, 16. Mai, kommen am Vormittag rund 80 Pilger - Mitglieder der Gemeinschaft evangelischer Soldatinnen und Soldaten - durch Osten. Sie halten hier in der Kirche eine Andacht und machen bei gutem Wetter vor der Kirche, sonst im Gemeindehaus Mittagessenpause. Sie pilgern, wie Pastor Dieter Ducksch mitteilt, vom Schwebefähren-Standort Rendsburg nach Bremen zum 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag.


Schwebefähre

"Nicht im Einklang
mit Beschlußlage"


 Landrat Bielefeld (mit Osteland-Fährmann-Nadel)

5. 5. 2009. Kurz vor der Sondersendung des Nordwestradios zu dem umstrittenen Schwebefähren-Sparbeschluß des Kreistags hat Landrat Kai-Uwe Bielefeld zu der Thematik Stellung genommen. Seine - in sich widersprüchlich erscheinende - Antwort auf einen Brief (siehe unten) des Hechthausener SPD-Abgeordneten Uwe Dubbert (Foto) wirft die Frage auf, ob der Kreis einlenkt. - Das Schreiben des Landrats steht hier (PDF-Datei), Dubbert hat darauf unter dem heutigen Datum erwidert - wir dokumentieren seinen Brief:
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Sehr geehrter Herr Landrat, 

für Ihr Schreiben vom 29. 4. 2009 sage ich herzlichen Dank.

Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, daß Sie auch künftig Mittel für Unterhaltungsmaßnahmen in der gleichen Höhe wie in den letzten Jahren bereitstellen wollen.

Auch die angekündigte Vorsorge zur Einhaltung der Zweckbindungen begrüße ich eingedenk der durch die Zielvereinbarung hervorgerufenen großen Sorgen der Betroffenen ausdrücklich. 

Ich entnehme Ihren – aus meiner Sicht sehr begrüßenswerten – Aussagen, daß Sie die umstrittene Passage der Zielvereinbarung faktisch für erledigt erklären. Der von mir in dieser Sache ebenfalls kontaktierte Herr David McAllister hat mir ebenfalls bestätigt, daß der Landkreis zu Erhaltungsmaßnahmen (mit der Einschränkung aus § 7 Absatz 4 NDSchG) verpflichtet sei.

Da sich Ihre Erklärungen m. E. nicht im Einklang mit der im Kreistag am 11. 3. 2009 gefaßten Beschlußlage befinden, besteht bezüglich der von mir aufgeworfenen Fragen weiter Klärungsbedarf: 

Nach der Zielvereinbarung dürfen Mittel über die Erhaltung der Verkehrssicherungspflicht hinausgehend nicht verwendet werden. Der im Rahmen Ihrer obigen Erklärung erfolgte Mitteleinsatz kann unter Berufung auf die Zielvereinbarung jederzeit beanstandet und damit gestoppt werden. Solange die Zielvereinbarung besteht, erscheinen Mittel haushaltsrechtlich nicht abgesichert.

Damit ist nach wie vor bedeutsam, ob die Vereinbarung im Hinblick auf § 7 Absatz 4 NDSchG Bestand haben kann. Konkret: M. E. erscheint es bedenklich, unter Berufung auf mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit denkmalsrechtliche Verpflichtungen vertraglich quasi "auf Null zu stellen" (Verkehrssicherungspflicht).

Bliebe es dabei, würde eine politische Prioritätenfestlegung, wie sie im Kulturausschuß anklang ("man muß eben Prioritäten setzen") den Denkmalsschutz politisch aus den Angeln heben können. Es muß an dieser Stelle nicht weiter betont werden, daß die gesetzliche Verpflichtung zum Denkmalschutz Vorrang vor freiwilligen Leistungen hat. Bevor sich also der Eigentümer auf mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit bei der Erfüllung von Pflichtaufgaben beruft, sind die freiwilligen Leistungen einer ausgewogenen Prüfung zu unterziehen.

Nach wie vor erscheint eingedenk anderer Ausgaben bedenklich, ob die von Ihnen lediglich pauschal angeführte Beschränkung der Leistungspflicht Rechtfertigungsgrund für die getroffene Zielvereinbarung sein kann. In diesem Zusammenhang darf ich auf die gegenüber privaten Eigentümern erhöhte Verpflichtung hinweisen.


NEZ-Bericht vom 22. Mai 2008

Daß diese Frage von großer praktischer Bedeutung ist, zeigt sich an folgendem:

Nach Zusicherung von Herrn Jochimsen im letzten Kulturausschuß sollen Maßnahmen an einem zumindest optisch schadhaften Pfeiler vor den Jubiläumsfeierlichkeiten abgeschlossen sein. Die Notwendigkeit einer Grundsanierung aller Pfeiler wurde im Hochbauaussschuß thematisiert. Nach Ihren Ausführungen stünden keine unaufschiebbaren Erhaltungsmaßnahmen an, die in den nächsten 5 bis 10 Jahren für den Bestandserhalt erforderlich seien. Demgegenüber führt Herr McAllister in seinem o. g. Schreiben aus, daß das Niedersächsiche Amt für Denkmalspflege von Schäden am Fundament nur aus der Zeitung erfahren habe und nicht informiert worden sei.

In diesem Zusammenhang wird auch eine finanzielle Förderung durch das Land erwähnt. Diese ist ohne finanzielle Beteiligung des Kreises schwer denkbar. 

Daher ist bedeutsam, ob der Kreis künftig Mittel verwenden darf, die über das "Niveau der Verkehrssicherungspflicht" hinausgehen.

Ich bitte deshalb erneut um Prüfung, ob der Beschluß des Kreistages mit den Vorschriften des Denkmalsrechts kollidiert und deshalb zu beanstanden ist.

Einer kurzfristigen Antwort sehe ich mit Interesse entgegen

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Dubbert


Geburtstag

Party an
der Oste


Geburtstagsfeier auf dem Ostedeich

5. 5. 2009. Er ist in Osten aufgewachsen und heute in Berlin beschäftigt. Um seinen 30. Geburtstag zu feiern, kam der Journalist Sebastian Bertram an die Oste. "Es wurde Kanu gefahren, geschwommen - und auf dem Deich angestoßen," schreibt er zu dieser Aufnahme vor dem abendlichen Himmel. Sein begeistertes Urteil über den Mai im Osteland: "Warum nach Ibiza fliegen, wenn das Gute liegt so nah?" Aus Osten hat Bertram das neue Schwebefähren-Buch ("Über die Oste") mit zurück nach Berlin genommen.


Kommunalpolitik

SPD trauert um
"Edu" Strohschein

4. 5. 2009. Am heutigen Montag verstarb im Alter von 71 Jahren das langjährige Ostener SPD-Vorstandsmitglied Eduard Strohschein. "Edu", zuletzt aktiv an der Seite von Tage Hansen in der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, hatte jahrelang auch dem Ostener Gemeinderat angehört und sich als Gewerkschafter aktiv für Vertretung von Arbeitnehmerinteressen eingesetzt. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 6. Mai, ab 14 Uhr in der Friedhofskapelle Osten statt. - Ein Nachruf des SPD-Ortsvorsitzenden Lothar Klüser steht auf spd-osten.de.


Partnergemeinde

15 Millionen Euro
für Osterrönfeld


Schwebefähre in Osterrönfeld

4. 5. 2009.  Mit 15 Millionen Euro unterstützt Schleswig-Holstein den Bau eines neuen Hafens am Nord-Ostsee-Kanal in der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) überreichte den Betreibern am Montag einen Förderbescheid über 12,4 Millionen Euro, die übrigen 2,6 Millionen Euro sollen folgen. Der Hafen unweit der zweitältesten deutschen Schwebefähre bringe beste Voraussetzungen mit, um stark gefragter Anlaufpunkt der Logistik-Branche zu werden. - mehr über die Partnerschaft zwischen Osten und "Ofeld" steht auf dieser SONDERSEITE.


Tag der Fähren

Bier, Bratwurst
und Buchlesung


Radfahrer stürmen die Schwebefähre

1. 5. 2009. Einen Riesenansturm von Passagieren - darunter viele Radfahrer - erlebte die Schwebefähre am 1. Mai, dem "Tag der Fähren" an der Oste. Am Nachmittag folgten rund 150 Besucher der Einladung des Fährvereins zur Vorstellung des soeben erschienenen Buches "Über die Oste - Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten - Hemmoor".


Jürgen Petschull, Gisela Tiedemann

Jochen Bölsche, Frank Auf dem Felde

Bei Bier und Bratwurst lauschten die Gäste den Autoren Gisela Tiedemann-Wingst, Jürgen Petschull, Frank Auf dem Felde und Jochen Bölsche, die hinterher viele Bücher signieren mußten.


Zuhörer der Autorenlesung an der Schwebefähre

Moderiert wurde die nachmittägliche Veranstaltung von Vereinsvize Karl-Heinz Brinkmann. Insgesamt verkaufte der Fährverein an diesem Tag eine dreistellige Zahl von Büchern.

Mehr über die Neuerscheinung weiter unten auf dieser Seite.


So urteilt die Presse:

Das hat im Oste-Jahr ja gerade noch gefehlt – und zwar wie! Doch seit gestern ist auch diese Lücke im Buchregal geschlossen: Mit "Über die Oste" haben Autoren aus dem Landkreis Cuxhaven der Schwebefähre ein literarisches Denkmal gesetzt. ... Es geht um Geschichte und Geschichten – rund um ein technisches Baudenkmal, das heute vorwiegend aus dem touristischen Blickwinkel interessant ist, aber eigentlich als Transportmittel für die Bevölkerung 1909 gebaut worden ist.Unter der Federführung von Gisela Tiedemann (Wingst) und Jochen Bölsche (Osten) hat ein Autorenteam „Kurioses, Geheimnisvolles, Spannendes, Skurriles und Wissenwertes“ zusammengetragen und auf mehr als 150 Seiten zu einer gelungenen Mischung präsentiert.

Egbert Schröder, NEZ

Weltweit sind nur noch acht Exemplare erhalten - die Schwebefähre in dem malerischen Dorf Osten reiht sich in den Reigen (fast) einmaliger technischer Baudenkmale ein. Vor 100 Jahren wurde sie gebaut. Jetzt gibt es über das historische Bauwerk das erste Buch. ... Mit seinen unterhaltsamen wie informativen Beiträgen erschließt sich die Fährgeschichte im Kontext der deutschen Regionalgeschichte der jüngsten 100 Jahre... Der großformatige Bildband (24 mal 29 Zentimeter) über die Schwebefähre und das Ostener Umfeld zeigt neben vielen historischen Fotos in zumeist hervorragender Qualität die kunst- und stimmungsvollen Aufnahmen des Ostener Fotografen Nikolaus Ruhl. Die Fotos sind echte Hingucker.

Hans-Lothar Kordländer, Stader Tageblatt


Literatur

Fährenbuch hatte
Presse-Premiere


Vereinsvize Brinkmann (r.) präsentiert das Buch

28. 4. 2009. Das neue Buch "Über die Oste Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten - Hemmoor" ist am Dienstag an der Fähre der Presse vorgestellt worden. Wie Karl-Heinz Brinkmann, Vize-Vorsitzender der von Horst Ahlf geleiteten Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre, mitteilte, ist die Neuerscheinung ab Anfang Mai für 29,90 Euro erhältlich.

Foto: K.-H. Brinkmann
Hauptautoren Tiedemann-Wingst und Bölsche

Hauptautoren des 160 Seiten starken, großformatigen Buches sind die Heimatforscherin Gisela Tiedemann (Wingst) und der SPIEGEL-Autor und AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Osten). Einzelbeiträge stammen unter anderem von dem langjährigen "Stern"-Autor Jürgen Petschull (Altendorf), Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde und Kreisdenkmalschützerin Birgit Greiner, die wie Gisela Tiedemann Trägerin des Oste-Kulturpreises ist. Sehr behilflich bei den Archivrecherchen war der Hemmoorer Heimatpfleger Heino Grantz. Beraten wurde das Redaktionsteam von dem in Großenwörden lebenden Journalisten Klaus Liedtke ("National Geographic"). Alle Mitwirkenden gehören der AG Osteland an.

Für den Tag der Fähren, den 1. Mai, ab 16 Uhr hat die Fördergesellschaft, die das Buch herausgibt, eine öffentliche Lesung an der Schwebefähre angekündigt.


Schutzumschlag des Schwebefähren-Buches

In der Verlagsankündigung des Buches heißt es: "In 25 Geschichten aus 100 Jahren Fährgeschichte hat Bölsche Kurioses, Geheimnisvolles, Spannendes, Skurriles und Wissenswertes zusammengetragen. Intensiv in alten Dokumenten gestöbert hat Gisela Tiedemann und die detaillierte Geschichte der Fähre von ersten Planungen bis zur Stilllegung aufgearbeitet. Dieses Buch ist eine ebenso spannende wie ausführliche Dokumentation der Geschichte der Fähre, die heute als einmaliges Baudenkmal überregionale Beachtung findet."

Im Buch, dem der Fotograf und Designer Nikolaus Ruhl (Achthöfen) zu opulenter Optik verholfen hat, kann man schon jetzt, vor Verkaufsbeginn, blättern - hier auf der Website des MCE-Verlags.


Windkraft

Ostemarsch
freihalten!


Fotomontage der Windkraftgegner

29. 4. 2009. Die Windkraftgegner an der Oste machen mobil. Rund 180 Zuhörer drängten am Dienstag ins Lokal "Zur Sietwende" am Niederstricher Deich zu einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative gegen Windindustrie an der Oste .

Die Veranstalter hatten zuvor, wie sie mitteilten, erneut an Landrat Kai-Uwe Bielefeld appelliert, den Kriterienkatalog "Windenergie" des Regionalen Raumordnungsprogramms korrigieren zu lassen. Ihre Forderung: "Aufgrund der besonderen Empfindlichkeit und Charakteristik der Osteniederung und des Verschlechterungsverbots wird der Ist-Stand festgeschrieben: Keine Erweiterung und keine neuen Vorranggebiete in der Osteniederung von Belum bis Laumühlen/Kranenburg." Bekräftigt wurden die Forderungen von den beiden Referenten des Abends, der Rechtsanwältin Dr. Jutta Engbers (Friesoythe) und dem Diplom-Sozialökonomen Thomas Heinzow (Hamburg).

Die Anwältin führte aus, im Landesraumordnungsprogramm sei die Windkraftleistung des Landkreises Cuxhaven mit 300 Megawatt beziffert, die längst überschritten sei. Im übrigen umfasse die Ostemarsch ein FFH-Gebiet sowie Landschafts- und Naturschutzgebiete mit Bestandsschutz.

In Flugblättern der BI heißt es: "Liebe Bürgerinnen und Bürger in Oberndorf, Geversdorf und Osten, wussten Sie, dass sehr wahrscheinlich auch Ihr Haus in Kürze nur 500 bis 100 m von einem geplanten Windpark entfernt ist? In einem langen Band links und rechts der Oste, von der Mündung bis an die Landkreis-Grenze, gibt es wohl keinen Quadratmeter Land, der nicht schon von einer Windkraft-Firma beplant ist. Die Landwirte wissen es, denn es werden schon lange Verhandlungen mit den Grundeigentümern geführt und Verträge gemacht.


Windräder bei Geversdorf

Der Kriterienkatalog im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des 'Regionalen Raumordnungs-Programms' wird die Oste-Niederung nur in einem Abstand von 750 m schützen. Durch die Möglichkeit der lückenlosen Erweiterung des bestehenden Windparks am Wetterdeich (gehört zum Landkreis Stade) und lediglich eines Abstands von 2 km zu einem bestehenden Windpark in einem Nachbarlandkreis wird es möglich, von Geversdorf / Oberndorf-Bentwisch bis hinter Osten links und rechts Windmonster aufzustellen -180 m hohe, Tag und Nacht blinkende Anlagen. Selbstverständlich wird das zu einem enormen Werteverlust Ihrer Häuser führen und auch das zartkeimende Pflänzchen 'Tourismus' an der Oste negativ beeinflussen. Wollen Sie das? - Wehren Sie sich! Solche 180-Meter-Ungetüme gehören auf See, wo sie Sinn machen und nicht in den Naturraum Oste-Niederung."


Radwandern

Rast bei Rita
in Isensee

27. 4. 2009. "Ritas Fahrradtankstelle" an Siethwende 4 in Osten-Isensee lädt am 2. Mai ab 11 Uhr zum "Tag der offenene Tür" ein. Die Radler-Raststätte ist freitags und sonnabends von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


Tourismus

"Seefahrer" öffnet
zum Monatsende


Flußhotel Seefahrer in Achthöfen

25. 4. 2009. Das Flußhotel Seefahrer in Osten-Achthöfen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Jetzt könnte ein neues Kapitel beginnen.


Eine Tafel verkündet den Neubeginn

Eine gute Nachricht für Fahrradtouristen verkündet ein Kreidetext auf einer Tafel am Eingang: Das Haus - direkt an der Deutschen Fährstraße gelegen - soll am 30. April als "Kaffeehaus mit kleiner Küche" wiedereröffnet werden. Außerdem sollen Fremdenzimmer und Ferienwohnungen zur Verfügung stehen, heißt es.


Handwerk

Ganz Osten feiert
seinen Schlachter


Ausgezeichnet: Detlef und Iris Brandt

19. 4. 2009. "Ganz Osten" hat am Wochenende das 75-jährige Bestehen der Schlachterei Guthahn gefeiert, die Detlef und Iris Brandt 1995 von Herbert Guthahn übernommen haben. Während an der Fährstraße / Ecke Lange Straße mit Häppchen, Tombola, Bier, Wein und der - wie es allgemein heißt - besten Bratwurst im ganzen Osteland gefeiert wurde, überbrachte Zimmermeister Werner Kutz (Wanna) die Glückwünsche der Kreishandwerkerschaft und der Fleischer-Innung Cuxhaven / Land Hadeln sowie eine prächtige Ehrenurkunde. Kutz sagte in seiner Rede unter anderem:

"Als Sie, Herr Detlef Brandt, 1995 von Herrn Guthahn den 1934 gegründeten Fleischereibetrieb übernahmen, ahnten Sie sicher nicht, daß wir uns heute hier zum 75jährigen Jubiläum versammeln würden. Mit Ihren durchgeführten umfangreichen Umbauarbeiten und der Erweiterung bzw. Vergrößerung des Verkaufsgeschäftes vor einiger Zeit haben Sie eine erfolgreiche Betriebsentwicklung vorangetrieben. Durch mutiges fortschrittliches Denken haben Sie Ihren betrieb stets an die wirtschaftlichen gegebenheiten angepasst. Dabei haben Sie sich immer frisch und modern präsentiert, aber trotzdem die traditionellen Werte nicht außer Acht gelassen.

Daß Innovation der Schlüssel für unsere Region ist, haben Sie schnell erkannt. Bei der Betriebsübernahme 1995 haben Sie auf Kontinuität, aber auch Neuerung gesetzt. Ihr Engagement im Fleischerhandwerk ist vorbildlich. Handwerklicher Einsatz liegt bei Ihnen wohl in der Familie, so ist auch ihr Bruder Heiko Brandt im Handwerk, nämlich dem Elektrohandwerk tätig.


Viel gerühmt: Die beste Bratwurst im Osteland

Mit einem guten Gespür für die wirtschaftlichen Situationen hat Ihr Betrieb seit nunmehr 75 Jahren beständig auch für die Ausbildung im Fleischerhandwerk aktiv stark gemacht und so Ihren Beitrag für die Zukunft des Fleischerhandwerks geleistet. Mit der Erfahrung als Meister - es sind nun fast 18 Jahre seit der Ablegung der Meisterprüfung im Fleischerhandwerk am 28. Februar 1991 vor der Handwerkskammer Frankfurt/Main vergangen - konnten Sie dem einen oder anderen Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch diese Leistung wollen wir heute gebührend würdigen. Trotz des hohen Zeit- und Arbeitsaufwandes, den die Führung eines Betriebes erfordert, haben Sie nie den Stellenwert der Familie vergessen. Ihre Frau und Ihre beiden Söhne sind es, die Sie stets tatkräftig unterstützen. All die Leistungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gründen auf dieser familiären Unterstützung und Zusammenarbeit und verlangen uns Respekt und Anerkennung ab.

Dass dieser Betrieb sich trotz aller Krisen, trotz aller Umbrüche und trotz aller Veränderungen so erfolgreich entwickeln konnte, hat sehr viel mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Menschen, die in der Region leben, mit der Fähigkeit sich zu engagieren, zu tun. Das handwerkliche Können, die Findigkeit, die Kreativität sowie die Zuverlässigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ihr Erfolgsrezept. Mit ihrem langjährigen Pesonal, von denen Sie zwei auch im letzten Jahr mit einer Ehrenurkunde für die 25jährige Betriebszugehörigkeit geehrt haben, haben Sie ein starkes Team hinter sich. Selbstverständlich aber auch mit den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Meine Glückwünschen verbinde ich daher natürlich auch mit einem herzlichen Dankeschön an die Familienangehörigen und die Belegschaft, ohne deren Engagement und Einsatz ein solch langes Bestehen nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre.


Volksfeststimmung vor der Schlachterei

Neben diesem beruflichen Engagement waren und sind Sie auch in der Fleischer-Innung - der Sie seit der Übernahme 1995 angehören - sehr engagiert. So sind Sie seit Mai 2000 stellvertretender Lehrlingswart und seit dem Jahr 2003 stellvertretender Schriftführer. Trotz des betrieblichen zeitlichen Aufwandes und des Innungsengagements finden Sie Teit für Ihr Vorsiteznden-Amt im örtlichen Schützenverein Zollbaum-Wingst. Es freut mich, daß Sie Ihre Freizeit für diese geselligen Ereignisse nutzen. Abschließend wünsche ich der Fleischerei Brandt ... weiterhin wirtschaftlichen Erfolg, immer volle Auftragsbücher und zahlungskräftige Kunden."


Kirche

Der Pastor pflanzt
zwei Apfelbäume


Pastor Ducksch  und Küsterin Groß

18. 4. 2009. Pastor Dieter Ducksch hat bei der Bewerbung für die nationale Bio-Apfelbaum-Pflanzaktion von Rewe zwei Bäumchen für die Kirchengemeinde in Osten gewonnen. Am Sonnabend konnten Küsterin Manuela Groß und Pastor Ducksch die Jungapfelbäume vom Rewe-Markt Hemmoor in Empfang nehmen. Sie werden beim Gemeindehaus in Osten an der Fährstraße gepflanzt, damit die zukünftigen Früchte von jung und alt geerntet werden können.


Schwebefähren

Tangogrüße aus
Buenos Aires


Ansichtskarte aus Argentinien

16. 4. 2009. "Unter der Fähre tanzen sie Tango" heißt es seit vielen Jahren auf unserer Schwester-Website www.schwebefaehre.org über Buenos Aires. Dieser Tage ist ein fotografischer Beleg für diese Aussage in Osten eingetroffen - in Form einer Ansichtskarte der Ostenerin Elke von Daak, die auf ihrer jüngsten Kreuzfahrt auch in Argentinien Station gemacht hat.


Schwebefähren-Foto von Elke von Daak

Darüber hinaus hat uns die pensionierte Lehrerin, die inzwischen wieder wohlbehalten an der Oste eingetroffen ist, ein aktuelles Foto des jahrzehntelang vernachlässigten Baudenkmals übermittelt, um dessen Restaurierung sich zur Zeit die Stiftung "Fundacion X La Boca" (Website) kümmert.


Schwebefähre

Entrüstung
und Sorge


Poster von Leser Kugelmann

15. 4. 2009. Verständnislosigkeit über den Investitionsstopp des Landkreises für die Schwebefähre Osten - Hemmoor  und den Anlegestopp der Mocambo herrscht nicht nur in Osten. Zu beiden Themen schickt uns Leser und Oste-Fan Klaus Rüdiger Kugelmann aus Nordrhein-Westfalen eine selbstgefertigte Fotomontage, zu der er schreibt: "... diesmal nichts von oder über Herrn Bielefeld, sondern aus Bielefeld. Ein Schrei der Entrüstung und Sorge! Was macht Ihr da eigentlich an der Oste und in Osten? Spart bitte nicht alles kaputt!

Oder wollt Ihr Eure gute Luft nur für euch alleine haben? Wo sollen wir Urlaub machen? Wo sollen wir unsere Freunde besuchen? Wir wollen weiterhin mit der Gruppe 60plus in Osten Kaffee trinken. - Mit freundlichen Grüßen Klaus Rüdiger Kugelmann. - P.S. Wenn Sie wollen, dürfen Sie mein Poster veröffentlichen!"

Kugelmann ist 2. Vorsitzender des Shanty-Chors Bielefeld.


Gastronomie

Die Fährentorte
war der Renner


Schwebefährentorte von Marion Tants

13. 4. 2009. Absoluter Renner in Marions Café und Klönstübchen in Osten war während der Festtage die neue Schwebefährentorte, eine Eierlikör-Kirschtorte. Die Chefin konnte, wie sie sagt, "gar nicht so schnell nachkommen mit der Herstellung".


Foto der Woche

Ostern
in Osten


Deko in Richters' Laden (Foto: Brinkmann)


Schwebefähre

Neue Stimme aus
dem Lautsprecher

10. 4. 2009. Die Schwebefähre überraschte die Gäste zum Saisonbeginn mit einer neuen Stimme: Die Aufzeichnung der Lautsprecheransage, zuvor von Fährvereinschef Horst Ahlf gesprochen, ist aktualisiert worden - die sympathische Stimme, die jetzt die Passagiere mit der Geschichte der Schwebefähre vertraut macht, gehört Meike Brinkmann (Foto), der Ehefrau des 2. Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann. - Das Promotion-Team der Fördergesellschaft ist unterdessen weiter aktiv. So warb es am 5. April beim Blütenfest in Drochtersen für das Fährjubiläum Anfang Oktober. Geplant sind weitere Auftritte beim Frühlingsfest am Rauhen Berg in Hemmoor am 26. April, bei der Rasenmäher-WM auf Krautsand am 21. Mai und natürlich beim Fährmarkt in Osten am 24. Mai.


Schwebefähre

Hubert kritisiert:
Das ist ein Unding


Ostener Bürgermeister Carsten Hubert

3. 4. 2009. "Ein Unding" sei es, wie der Landkreis mit der Gemeinde Osten umgehe, machte Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) vor dem Rat seinem Unmut über den Schwebefähren-Sparbeschluß Luft: Die Gemeinde sei davon nicht einmal vorab informiert worden. (Zuvor hatte, wie berichtet, auch Vize-Landrat Hans-Volker Feldmann kritisiert, der Kreis-Kulturausschuß sei an der Entscheidung der CDU-geführten Kreistagsmehrheit über die Zukunft des Baudenkmals nicht beteiligt worden.)

Auf Skepsis bei Berliner Politprofis stößt die im Gemeinderat angedachte Möglichkeit, die Schwebefähren-Trägerschaft vom Kreis auf die Bundesregierung zu verlagern: Denkmalschutz sei als Bestandteil der Kulturhoheit der Länder nun einmal nicht Bundessache, stellte die Bundestagsabgeordnete Annette Faße gegenüber der NEZ (Freitagausgabe) klar.

Dass der Bund für die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld zuständig ist, ist eine Folge der anhaltenden Bedeutung der dortigen Hochbrücke für den Bahnverkehr und für den bundeseigenen Kanal sowie von Verträgen aus der Kaiserzeit. Fazit: Der Landkreis Cuxhaven muss sich zu seiner Verantwortung für das kreiseigene Baudenkmal bekennen - auch wenn es nicht in Otterndorf oder Bederkesa steht, sondern, aus Sicht des Kreishauses, tief im Hinterland, im letzten Dorf vor der Kreisgrenze...

Kreis drückt sich vor
seiner Verantwortung


Fährvereins-Vize Brinkmann (beim Tag der Oste)

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte der 2. Vorsitzende der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre, Karl-Heinz Brinkmann, erneut darauf hingewiesen, dass der Kreis im Begriff ist, sich komplett aus der Verantwortung zu ziehen. Wenn der Landkreis erkläre, den "Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht" beschränken zu wollen, lasse er außer acht, dass die Verkehrssicherungspflicht nach dem geltenden Betreibervertrag bereits der Fördergesellschaft obliege. In § 5 Absatz 2 stehe ausdrücklich: "Die Fördergesellschaft übernimmt die Verkehrssicherungspflicht für den Betrieb der Fähre."

Auf der von Brinkmann betreuten Website der Fördergesellschaft sind über 30 bisher erschienene Print- und Online-Berichte über den fatalen Beschluß zusammengestellt.


Denkmalschutz

"Das darf doch
nicht wahr sein"


Gäntgen-Foto auf fotocommunity.com

3. 4. 2009. Auch in Hechthausen hat der Beschluß der CDU-geführten Kreistagsmehrheit, die Schwebefähre dem Verfall preiszugeben, Empörung ausgelöst. Bürgermeister Bodo Neumann hat mit seinen Kollegen aus Hemmoor und Osten einen Offenen Brief auf den Weg gebracht, Kreistagsmitglied Uwe Dubbert ist auf vielfache Weise initiativ geworden. "Das darf doch nicht wahr sein," hat sich auch die Hechthausener Hobby-Fotografin Gundula Gäntgen gesagt. Die Osteland-Mitstreiterin hat ein besonders gelungenes Schwebefähren-Foto mit entsprechendem Kommentar auf die Seiten von fotocommunity.de (eine Million Mitglieder) gestellt. Bislang haben schon mehrere hundert Besucher den Beitrag aufgerufen, und etliche haben Kommentare hinterlassen. Leseproben:

Ich liebe diese Relikte... Die Erhaltung ist doch sinnvoll... Als Kind war ich oft in Basbeck bei meiner Großmutter und ein Onkel ging immer zum Aale angeln an die Oste in die Nähe der Schwebfähre. Ein schönes Industriedenkmal... Bin über das Vorhaben entsetzt... Schade, das sind die berühmten Rechenschieberakrobaten... Null Ahnung, aber alles vernichten. Wenn's weg ist, wird gejammert... Wo soll ich unterschreiben? Alles Kulturbanausen und Kurzsichtige... Staatlich gefördert werden nur Banken und Neuauto-Käufe... Habe mir eben mal den Protestbrief der 4 Bürgermeister zu Gemüte geführt... jedenfalls ein wichtiges Anliegen... Man darf solch etwas tatsächlich nicht einfach abwracken. Das ist eine Besonderheit, die erhaltenswert ist...

Mehr Fotos von Gundula Ida Gäntgen hier.


Schwebefähre

Karfreitag
geht es los


Fähre Osten - Hemmoor (Foto: Brinkmann)

2. 4. 2009. Vor 100 Jahren haben die Arbeiten für ein Bauwerk begonnen, das die Region verändern sollte. Unübersehbar, das Landschaftsbild prägend, steht sie seitdem da, die Schwebefähre Osten – Hemmoor. Und nun startet sie in ihre Jubiläums-Saison, in das 100. Jahr seit der feierlichen Eröffnung am 1. Oktober 1909. Ab Karfreitag, 10. April, schwebt sie wieder täglich von 11 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde über den Fluss an die Basbecker Seite, wo die jüngst eröffnete Internationale Schwebefähren-Infomeile besucht werden kann.

Im Jahr der Oste wird erstmals, am 1. Mai, ein "Oste-Fähren-Tag" gefeiert. Unter dem Motto "Drei Fähren, ein Fluss, ein Ticket" soll an jeder der drei Ostefähren, in Gräpel, Brobergen und Osten, den Besuchern ein buntes Programm geboten werden. In Brobergen zum Beispiel wird Grit Klempow aus ihrem Fährenbuch lesen. Als besonderes Extra soll es eine Tageskarte geben, mit der alle drei Fähren benutzt werden können. Dieses Fähr-Kombi-Ticket ist am 1. Mai auf den Ostefähren für 3 Euro pro Person erhältlich.

Fährstraße fit für
den Saisonbeginn


Bremervörder Zeitung vom 2. April

Fit für den Saisonbeginn ist auch die Deutsche Fährstraße: Der neue Radwanderführer (BLV-Verlag, 9,95 Euro), herausgegeben von der AG Osteland, ist seit voriger Woche bundesweit erhältlich. Zur Zeit berichten Funk und Zeitungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausführlich über die Neuerscheinung und die Radroute von der Oste zur Ostsee..


Mocambo

Osten aus dem
Fahrplan getilgt


Kein Stopp in Osten: die Mocambo

1. 4. 2009. Kein Aprilscherz: Ausgerechnet im Jahr der Oste wird das einzige Fahrgastschiff auf der Oste, die Mocambo, in Osten nicht festmachen. Mocambo-Käpt'n Caspar Bingemer hat das Schwebefährendorf kurzerhand aus dem Fahrplan gestrichen. Grund: Tourismuschef Horst Ahlf hat den alten Schiffsanleger an einen Privatmann verkauft, ohne dass ein Termin für die Eröffnung des neuen Anlegers in Sicht wäre.


Mocambo-Team Bingemer / von Glasow

In höchstem Maße verärgert schreiben Bingemer und Reederin Eibe von Glasow auf ihrer Homepage: "Wie wir soeben in Erfahrung gebracht haben, hat der Vorstand des Ostener Touristikvereins den alten Anleger an der Schwebefähre verkauft, obwohl der neue noch nicht fertiggestellt ist. Das heißt, für die Mocambo besteht derzeit keine Möglichkeit, in Osten anzulegen!

Da mit der Auftragsvergabe für den neuen Anleger erst Anfang April gerechnet wird, scheint es zumindest fraglich, ob er zur Sommersaison noch fertiggestellt werden kann. In Oberndorf hat die Umsetzung im vergangenen Jahr bei ähnlicher Zeitplanung bis Ende September gedauert.

Wir bedauern außerordentlich, dass wir unter diesen Umständen gezwungen sind, bis auf weiteres alle gebuchten Fahrten von und nach Osten stornieren bzw. umdisponieren zu müssen! Und das ausgerechnet zum Jahr der Oste! Unser Fahrplan bleibt davon ansonsten unberührt. Lediglich auf den Halt in Osten müssen wir verzichten."

Vorteil: Mehr Platz
für Fährkrug-Gäste

Seit fast zehn Jahren wird in Osten, wie mehrfach berichtet, über einen neuen Fahrgastschiff-Anleger politisch debattiert. Nachdem ein neuer Anleger voriges Jahr endlich realisierbar schien, blockierte der Fährkrug-Hotelier sowie Ostener Tourismus- und Fährvereinschef Ahlf eine aus statischen Gründen verlangte Verlegung des Anlegerplatzes um zehn Meter, so dass ein neues Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt werden mußte. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Tourismusvereins hat Ahlf unterdessen den alten Anleger verkauft, ohne dass abzusehen gewesen wäre, wann der neue zu Wasser gebracht werden kann; der Ostener Cheftouristiker selber machte sich für eine Verlegung des Anlegers in den Nachbarort Basbeck stark.


Eigenmächtige Fährplatz-Sperrung (2007)

Für Osten mag die Streichung aus dem Mocambo-Fahrplan ein touristisches Desaster sein - für den Hotelier, der seit Jahrzehnten den Tourismusverein dirigiert, hat der Anlegeverzicht auch etwas Gutes: Horst Ahlf muss sich nicht länger über die Nutzung der Parkflächen auf dem Fährplatz durch Mocambo-Passagiere grämen, die mit dem Auto anreisen.

Ein Versuch des Hoteliers, Teile des Fährplatzes durch eigenmächtig aufgestellte Verkehrsschilder für solche Schwebefährenbesucher zu sperren, die keine Fährkrug-Gäste sind, war bekanntlich von den Behörden binnen kurzem durchkreuzt worden.


Denkmalschutz

"Hilfsbotschafter"
soll jetzt helfen


Schwebefähren-Freund McAllister 2004 in Osten

26. 3. 2009. David McAllister soll helfen. Der CDU-Politiker, der bereits im März 2004 bei einer Schwebefähren-Konferenz in Osten angeboten hat, er wolle gern in Hannover als "Hilfsbotschafter" für die Schwebefähre wirken und "Türen öffnen", soll jetzt helfen,  das nationale Baudenkmal vor allmählicher Zerstörung zu bewahren. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der SPD-Kreistagsabgeordnete Uwe Dubbert (Hechthausen) soeben an den CDU-Spitzenmann gerichtet hat. Darin macht der Jurist aus Hechthausen darauf aufmerksam, dass der Kreis Cuxhaven sich möglicherweise strafbar macht, wenn er sein Baudenkmal durch Nichtstun der Zerstörung preisgibt.

Die Fähre - ein Fall für
die Staatsanwaltschaft?

Die Schwebefähre - eventuell ein Fall für die Staatsanwaltschaft?

Wir dokumentieren den Wortlaut des Dubbert-Briefes:
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Herrn
Landtagsabgeordneten
David McAllister
Hannover 

Schwebefähre Osten:  Zielvereinbarung

Sehr geehrter Herr McAllister,

Nach § 6 NDSchG besteht für Kulturdenkmale die Pflicht zur Erhaltung. Kulturdenkmale sind instand zu halten, zu pflegen, vor Gefährdung zu schützen und, wenn nötig, instand zu setzen. Kulturdenkmale dürfen nicht zerstört oder gefährdet werden.

Nach dem im Kreistag am 11.3.2009 mehrheitlich gefaßten Beschluß soll bei der Schwebefähre „der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden.“

Bei dieser Sachlage ist fraglich, ob die Zielvereinbarung mit der vertraglich festgelegten Pflicht, von Maßnahmen über dem Niveau der Verkehrssicherungspflicht zu verzichten, der gesetzlich normierten Pflicht zur Instandhaltung bzw. Instandsetzung widerspricht.

Ich habe deshalb Herrn Landrat Bielefeld um Prüfung gebeten, ob der Beschluß des Kreistages mit den Vorschriften des Denkmalsrechts kollidiert und deshalb ggf gemäß § 59 NLKO zu beanstanden ist.

Unabhängig davon stellt sich die politische Frage, wie weit das Land Niedersachsen mit der getroffenen Zielvereinbarung seinem - aus den eigenen gesetzlichen Vorgaben des NDSchG ersichtlichen – strengen Anspruch an die Qualität des Denkmalschutzes gerecht wird.

Immerhin ist die Schwebefähre ein Bauwerk, das sich um die Einstufung als Weltkulturerbe bemüht, was Sie  - dankenswerterweise – auch öffentlich positiv unterstützt haben.

Nicht unerwähnt bleiben soll die Ihnen bestens bekannte Tatsache, daß sich die Fähre zunehmend zu einem Tourismus-Schwerpunkt entwickelt.

Es erscheint absolut widersprüchlich, wenn das Land durch strenge und gute Gesetze für den Denkmalschutz sorgt, Tourismusanstrengungen fördert und andererseits dem an der Fährstraße sich entwickelndem Besuchermagneten mit der o.g. Zielvereinbarung finanziell das Wasser abgräbt.

Ich wende mich deshalb - gerade auch im Hinblick auf die irritierten Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Förderer der Schwebefähre - an Sie mit der Bitte um klarstellende Worte.

Ihrer geschätzten Antwort sehe ich mit Interesse entgegen

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Uwe Dubbert

.
Rücksprache mit dem
Ortsheimatpfleger

Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde

Zugleich hat Dubbert - nach Rücksprache mit Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde - auch an den Cuxhavener Landrat Kai-Uwe Biefefeld geschrieben:
.

Herrn
Landrat Bielefeld
Landkreis Cuxhaven

Schwebefähre Osten:
Zielvereinbarung

Sehr geehrter Herr Landrat,

Durch Beschluß des Kreistages vom 23. 6. 1975 wurde die »Schwebebahn Osten« als technisches Baudenkmal in die Trägerschaft (Eigentum) des Kreises Land Hadeln, Rechtsvorgänger des Landkreises Cuxhaven, übernommen.

Seit 1975 ist die Fähre Technisches Baudenkmal und damit Kulturdenkmal im Sinne des § 3 Absatz 1 Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz (NDSchG).

Nach § 6 NDSchG besteht für Kulturdenkmale die Pflicht zur Erhaltung. Kulturdenkmale sind instand zu halten, zu pflegen, vor Gefährdung zu schützen und, wenn nötig, instand zu setzen. Kulturdenkmale dürfen nicht zerstört oder gefährdet werden.

Welcher Stellenwert dem Erhalt der Denkmäler beigemessen wird, ist daran zu erkennen, daß die Zerstörung durch § 34 NDSchG sogar strafbewehrt ist.

Nach dem im Kreistag am 11. 3. 2009 mehrheitlich gefaßten Beschluß soll bei der Schwebefähre „der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden.“ Weiter heißt es in der Anlage zur beschlossenen Vorlage: „Das bedeutet, daß auch der Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert wird. Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen.“

Diese Sachlage stellt sich - auch nach Beratung mit dem Ostener Ortsheimatpfleger - als bedenklich dar. Insbesondere ist fraglich, ob die Zielvereinbarung mit der vertraglich festgelegten Pflicht, von Maßnahmen über dem Niveau der Verkehrssicherungspflicht zu verzichten, der gesetzlich normierten Pflicht zur Instandhaltung bzw. Instandsetzung widerspricht.

Wenn dabei der Aufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht reduziert wird, dürfte sich weiter die Frage stellen, ob dem gesetzlichen Gebot, das Denkmal zu pflegen und vor Gefährdung zu schützen, auch nur annähernd Genüge getan wird.

Bei einer nicht ausreichenden Pflege wird zwangsläufig die Gefährdung des korrosionsbedrohten Gebäudes eintreten. Die Verkehrssicherungspflicht dürfte Stillegung und schließlich Abriß gebieten.

Im Hinblick auf die erhöhte Verpflichtung des § 7 Absatz 4 NDSchG dürfte eingedenk anderer Ausgaben mangelnde finanzielle Leistungsfähigkeit kein Rechtfertigungsgrund für die getroffene Zielvereinbarung sein.

Ich bitte deshalb um Prüfung, ob der Beschluß des Kreistages mit den Vorschriften des Denkmalsrechts kollidiert und deshalb ggf. gemäß § 59 NLKO zu beanstanden ist.

Einer kurzfristigen Antwort sehe ich mit Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Uwe Dubbert

Denkmalschutz - keine
"freiwillige Aufgabe"

Denkmalschutz ist für Landkreise keine freiwillige Aufgabe, der sie sich entledigen können, wenn das Geld knapp ist. Das geht aus dem Denkmalschutzgesetz (Wortlaut) hervor:

§ 6 Pflicht zur Erhaltung

(1) Kulturdenkmale sind instand zu halten, zu pflegen, vor Gefährdung zu schützen und, wenn nötig, instand zusetzen. Verpflichtet sind der Eigentümer oder Erbbauberechtigte und der Nießbraucher; neben ihnen ist verpflichtet, wer die tatsächliche Gewalt über das Kulturdenkmal ausübt.

(2) Kulturdenkmale dürfen nicht zerstört, gefährdet oder so verändert oder von ihrem Platz entfernt werden, dass ihr Denkmalwert beeinträchtigt wird.

§ 7 Grenzen der Erhaltungspflicht

(1) Erhaltungsmaßnahmen können nicht verlangt werden, soweit die Erhaltung den Verpflichteten wirtschaftlich unzumutbar belastet.

(2) Ein Eingriff in ein Kulturdenkmal ist zu genehmigen, soweit

1. der Eingriff aus wissenschaftlichen Gründen im öffentlichen Interesse liegt,

2. ein überwiegendes öffentliches Interesse anderer Art den Eingriff zwingend verlangt,

3. die unveränderte Erhaltung den Verpflichteten wirtschaftlich unzumutbar belastet.

(3) Unzumutbar ist eine wirtschaftliche Belastung insbesondere, soweit die Kosten der Erhaltung und Bewirtschaftung nicht durch die Erträge oder den Gebrauchswert des Kulturdenkmals aufgewogen werden können. Kann der Verpflichtete Zuwendungen aus öffentlichen oder privaten Mitteln oder steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen, so sind diese anzurechnen. Der Verpflichtete kann sich nicht auf die Belastung durch erhöhte Erhaltungskosten berufen, die dadurch verursacht wurden, dass Erhaltungsmaßnahmen diesem Gesetz oder sonstigem öffentlichen Recht zuwider unterblieben sind.

(4) Absatz 1 und Absatz 2 Nr. 3 gelten nicht für das Land, die Gemeinden, die Landkreise und die sonstigen Kommunalverbände. Sie sind zu Erhaltungsmaßnahmen im Rahmen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit verpflichtet.


Gemeinderat

Kreis-Beschluß auf
der Tagesordnung


Schwebefähre als Hauswandschmuck in Osten

24. 3. 2009. Der Schwebefähren-Beschluss des Landkreises ist Gegenstand einer öffentlichen Ratssitzung der Gemeinde Osten am Dienstag,  31. März, 20 Uhr, in der Festhalle Osten. Außerdem geht es um die Beschilderung des Leader-Projekts Historischer Deichwanderweg. Beide Punkte stehen auch auf der Tagesordnung der am selben Tag um 18.45 Uhr in der Festhalle beginnenden öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschusses, wie Gemeindedirektor Dirk Brauer mitteilt. Mehr zum Thema Schwebefähre weiter unten.


Denkmalschutz

"Abwrackprämie" für
die Schwebefähre?


Flugblattaktion am Wochenende (in Hemmoor)

22. 3. 2009. Erstmals seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. eine Flugblatt-Aktiongestartet. Zunächst in Hemmoor, Osten, Geversdorf und Oberndorf wurde am Wochenende der Wortlaut eines "Offenen Briefes" an den Cuxhavener Landrat Kai-Uwe Bielefeld verbreitet, in dem sich alle vier Bürgermeister aus dem Raum Hemmoor - Dirk Brauer (Samtgemeinde, parteilos), Hans Wilhelm Saul (Stadt Hemmoor, SPD), Carsten Hubert (Osten, CDU) und Bodo Neumann (Hechthausen, SPD) - gemeinsam gegen eine Preisgabe des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor durch deren Eigentümer, den Kreis Cuxhaven, aussprechen.

"Diese wichtige Stellungnahme soll möglichst vielen Bürgern im Originaltext zur Kenntnis gebracht werden, weil der Sachverhalt für unsere Region von existenzieller Bedeutung ist," begründet AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger die Aktion. Die Verteilung der Flugblätter soll in den nächsten Wochen bei Veranstaltungen im Rahmen des "Jahres der Oste" fortgesetzt und auf sämtliche Orte an der Unteren Oste ausgedehnt werden.

In einer Rundmail hat die AG Osteland am Sonntag an ihre 350 Mitglieder appelliert, den Bürgermeisterbrief - hier im Netz - auszudrucken, zu kopieren, auszuhängen oder auf sonstige Weise zu verbreiten, etwa durch Verlinkungen im Internet.

Vier Bürgermeister
in einem Boot

Die AG Osteland will auf diese Weise den parteiübergreifenden Vorstoß der vier Bürgermeister unterstützen, die in ihrer gemeinsamen Stellungnahme darauf hinweisen, dass das "möglicherweise absehbare Sterben der Schwebefähre dem Tourismus in der Region schweren Schaden zufügt und zum unwiederbringlichen Verlust eines außerordentlich bedeutsamen kulturhistorischen Objektes führt".


Vor der Eröffnung: die Schwebefähren-Infomeile

Die AG Osteland als ehrenamtlich tätige Initiatorin und Trägerin des Projekts "Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel" und als Unterstützerin der vor der Eröffnung stehenden "Internationalen Schwebefähren-Infomeile" in Hemmoor unterstreicht die Kritik der Bürgermeister an dem Beschluß der Kreistagsmehrheit, die Schwebefähre aus finanziellen Gründen bei Störungen nicht länger in einem fahrbereiten Zustand zu halten. Die Schwebefähre könne ihre touristische Wirkung nur entfalten, solange sie auch funktionstüchtig ist, heißt es auf dem Flugblatt. Das habe sich "sehr deutlich während der Zeit der Stilllegung gezeigt".

Landkreis verspielt
Unesco-Chancen

Die Entscheidung der Kreistagsmehrheit konterkariere darüber hinaus "auf eine sehr drastische Art" nicht nur die Bemühungen vieler ehrenamtlich Tätiger, die Osteregion touristisch zu beleben. Durchkreuzt zu werden drohe auch die Absicht, die beiden deutschen Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal als Unesco-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

Die AG Osteland teilt die Auffassung der vier Bürgermeister, "kein einziges anderes historisches Bauwerk im Landkreis Cuxhaven und darüber hinaus" komme "für eine derartig bedeutsame Anerkennung in Betracht". Ein Baudenkmal, dessen Träger - wie der Landkreis - ausdrücklich erkläre, er sei zu einer nachhaltigen Sicherung nicht bereit, verspielt, so die Arbeitsgemeinschaft, von vornherein jede Chance auf den begehrten Unesco-Titel.

Sollte die Kreistagsmehrheit ihre Haltung nicht revidieren, ist nach Ansicht der 350 Mitglieder starken Arbeitsgemeinschaft auch der Sinn einer kürzlich beschlossenen Schwebefähren-Weltkonferenz stark in Frage gestellt, auf der vom 1. bis 4. Oktober in Rendsburg, Osten und Hemmoor mit Vertretern der noch existierenden Schwebefähren in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Agentinien nicht nur das das Hundertjährige gefeiert, sondern auch ein etwaiger transnationaler Antrag auf Unesco-Anerkennung erörtert werden sollte.

Auf der Weltkonferenz
droht eine Blamage


Der Arbeitskreis deutscher Schwebefähren

"Wie es jetzt aussieht, wird es bei den Jubiläumsveranstaltungen an der Oste mehr zu betrauern als zu feiern geben," fürchtet Osteland-Vize Jochen Bölsche, Sprecher des Arbeitskreises deutscher Schwebefähren, in dem unter anderem die Bürgermeister aller deutschen Schwebefähren-Orte vertreten sind. Wenn Deutschland seine älteste Schwebefähre verkommen lasse, könnte eine in der Bundesrepublik abgehaltene Weltkonferenz in eine "Blamage auf internationalem Partett" münden. Daher müsse jetzt erörtert werden, ob es unter diesem Umständen nicht besser sei, die Einladungen zu einer Weltkonferenz in Deutschland, die den ausländischen Gästen bereits vor Wochen avisiert worden waren, zu stornieren.

Sponsoren-Absprung
gefährdet das Jubelfest

Bereits unmittelbar nach dem umstrittenen Kreistagsbeschluß hatte die AG Osteland erklärt, wenn der Landkreis die Fähre tatenlos dem Rostfraß überlasse, werde nicht nur das Wahrzeichen der touristisch aufstrebenden Osteregion kaputtgespart, es drohe auch eine kulturhistorische "Freveltat von nationalen Dimensionen".

Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre wiederum erklärte, durch drohenden Absprung von Sponsoren sei auch ein Teil der in Osten geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten gefährdet.

Von den Passanten wurde die Protestaktion der AG Osteland in Dutzenden von Gesprächen begrüßt. Es könne nicht angehen, war zu hören, dass der Landkreis die an Sparauflagen gebundene Bedarfszuweisung von Landesgeldern als "Abwrackprämie für die Schwebefähre" mißverstehe.

Wenn die Schwebefähre
in Bederkesa stünde...

Als "typisch" bezeichneten es Hemmoorer Bürger, dass der Kreis Cuxhaven "wieder einmal in den armen Grenzgemeinden" an der Oste spare, während die fettesten Brocken aus den erhofften Landeszuweisungen sicherlich anderswo landen würden. "Wenn die Schwebefähre in Bederkesa oder Otterndorf stehen würde, hätte der Kreistag so einen Quatsch nie beschlossen," machte einer seinem Unmut Luft.

Von anderen Passanten hörten die Osteland-Akteure, es sei skandalös, dass der Kreis ein eigenes Baudenkmal - noch dazu von nationalem Rang - offenbar einfach dem Verfall preisgeben dürfe, während er selber als Untere Denkmalschutzbehörde private Besitzer denkmalgeschützter Häuser mit peniblen Auflagen überziehe.


Schwebefähre

Förderverein sieht
Jubiläum gefährdet


Werbebanner für das Hundertjährige


Bei der Schwebefähre Osten soll der Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränkt werden. Das bedeutet, dass auch der Aufwand auf ein Mindestmaß reduziert wird. Von neuen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Verkehrsbetriebes wird abgesehen.

Kreistagsbeschluß vom 11. 3. 2009
.

19. 3. 2009. Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor sieht durch den Beschluß des Kreistags, nicht länger die Fahrbereitschaft des kreiseigenen Baudenkmals zu garantieren, ihre Arbeit massiv beeinträchtigt. Angesichts des Sparkurses sei "nicht nur die Schwebefähre, sondern auch die Jubiläumsfeier im Oktober gefährdet", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme der Fördergesellschaft. Sponsoren, die den Verein bei der Gestaltung der 100-Jahr-Feier unterstützen sollte, stellten sich die Frage, "ob sie jetzt die Schwebefähre bezahlen sollen". Es könne "keiner verstehen, dass ein technisches Baudenkmal von nationaler Bedeutung einen solchen Sparkurs zum Opfer fallen soll".

100 000. Fahrgast
zu Ostern erwartet


Bericht in der Niederelbe-Zeitung

Die Erfolge der letzten drei Jahre sprächen für die touristische Bedeutung des Bauwerks: Zu Ostern werde der 100.000ste Fahrgast seit der Wiederinbetriebnahme auf der Fähre erwartet.

Die Fördergesellschaft wirft in ihrer Erklärung die Frage auf, ob die Schwebefähre Osten - Hemmoor angesichts der fehlenden Bereitschaft des Kreises zur Unterhaltung seines Baudenkmals "noch Aussicht auf den Status des UNESCO-Weltkulturerbes" habe.


Bericht im Stader Tageblatt

Weiter nimmt der Verein Anstoss an der Formulierung des Beschlusses der Kreistagsmehrheit, der Landkreis werde den Betriebsaufwand auf das Niveau der Verkehrssicherungspflicht beschränken. Die Verkehrssicherungspflicht obliege nach den geltenden Verträgen ohnehin nicht dem Kreis, sondern der Fördergesellschaft. Im Betreibervertrag, § 5 Absatz 2, stehe ausdrücklich: "Die Fördergesellschaft übernimmt die Verkehrssicherungspflicht für den Betrieb der Fähre."

Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor e.V.", heißt es abschließend, sei "bestrebt, die Schwebefähre mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fahrbereit zu halten". - Der volle Wortlaut der Erklärung steht auf der Website des Vereins.


Sportschiffer

Hoffen auf das
Jahr der Oste

Google Earth
WSCO-Anleger (o.): Bald mehr Gastlieger?

19. 3. 2009. Bringt das Jahr der Oste mit dem Fährjubiläum dem Wassersportclub Osten (WSCO) mehr Gastlieger und damit mehr Liegegebühren in die leere Vereinskasse? Läßt sich durch eine kostenpflichtige Mitbenutzung des Clubheims durch Dritte die finanzielle Belastung verringern, die das Haus jedes Jahr mit sich bringt? Diese Hoffnungen bestimmten die 31. Jahreshauptversammlung des WSCO am Mittwoch im Clubheim unter der Straßenbrücke.

Auf den Vorstandswechsel im vorigen Jahr - die Ära König ging damals zu Ende - sowie einen Kassensturz und eine Karteibereinigung folgte ein jähes Erwachsen. Die Mitgliederzahl hat sich auf 95 reduziert, der Vereinsbetrieb ist defizitär; die Anlegestellen sind teils verschlickt, die 52 Pontons teils reparaturbedürftig; der Verein ist stark überaltert; niemand erklärt sich bereit, als Festwart die Verantwortung für Geselliges zu übernehmen oder sich als Jugendwart um die Nutzung der noch vorhandenen Jugendjolle und den Aufbau einer Jugendabteilung zu kümmern; beide Ämter sind seit längerem unbesetzt.


Vorständler Schläfer, Dehde, Pegler, Bohmbach

Um so bewundernswerter erscheint die Bereitschaft des neuen Vorstandes - Niels Dehde und Manfred Pegler (1. und 2. Vorsitzender) sowie Andreas Schläfer (Kasse) und Johann Bohmbach (Schriftführer) - , nüchtern und ohne Schönfärberei die kritische Lage zu analysieren, nach Lösungen zu suchen und einen Neustart zu wagen. Hilfreich ist dabei die von den Rechnungsprüfern gelobte exzellente Kassenführung durch Schatzmeister Schläfer und die Bereitschaft etlicher Ehrenamtlicher, weiter zupackend an der Problemlösung mitzuwirken.

Zunächst will der Club einen konsequenten Sparkurs steuern, nach Möglichkeit die Werbung für das Oste-Revier in Kooperation mit anderen Clubs verstärken und eventuell die Bandbreite der Veranstaltungsangebote im Clubhaus erweitern. Zugleich aber soll - zum Teil leicht verändert - all das fortgeführt werden, was seit langem mit Erfolg betrieben wird: der allseits gerühmte Skipperball, zuletzt am vorigen Wochenende, die beliebten Ferienspaßaktionen (künftig mit "Kinderpatent") und die alljährliche Lampionfahrt auf der Oste.


Einzelhandel

Bald Deko-Artikel
im Oellrich-Haus


Belinda Lehmanns Belflair-Website

18. 3. 2008.Belinda Lehmann bleibt Osten erhalten. Die Kauffrau gibt zwar ihr Schreibwarengeschäft auf, eröffnet aber im Mai in dem seit Jahren leerstehenden Oellrich-Haus - ehemals Café Central, Am Markt 2  - ein Ladengeschäft ihrer Firma "Bel Flair - Wohn- und Gartenaccessoirs mit Stil". Neben Dokorativem für Haus und Garten soll es auch weiterhin einen Büchershop mit Schulbuch-Service geben.


Früheres Café Central: Neues Leben ab Mai

Einen Eindruck vom künftigen Angebot vermittelt schon jetzt Belinda Lehmanns Website www.belflair.com, auf der für Erstbestellungen bei Eingabe des Codes 9459740340 ein Rabatt in Höhe von 15 Prozent gewährt wird.


Kirche

Erstaunen beim
Sonnenuntergang


Pastoren schweben über der Oste

18. 3. 2009. Mit einer Andacht, gehalten von Pastor Dieter Ducksch, in der Ostener St.-Petri-Kirche und mit einer Schwebefähren-Fahrt im Abendrot begann am Montag eine Veranstaltung des Arbeitskreises "Kirche im Tourismus" der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.  Im Fährkrug sprach Ostejahr-Koordinator Jochen Bölsche (Osten) von der AG Osteland e. V. vor Pastoren und kirchlichen Mitarbeitern zum Thema "2009 - Jahr der Oste". In Anwesenheit der scheidenden Superintendentin Almuth von der Recke befaßte sich der Arbeitskreis mit dem Jubiläumsjahr an der Oste als "Herausforderung für die Region, für Kirche und Tourismus".


Osteland-Vize Bölsche im Fährkrug

Mit Erstaunen vernahmen die Teilnehmer, dass die CDU-geführte Mehrheit des Kreistages die Fahrbereitschaft der kreiseigenen Schwebefähre, eines Baudenkmals von nationaler Bedeutung, nicht länger garantieren will, obwohl sich Hunderte von Bürgern ehrenamtlich für die Erhaltung des Wahrzeichens eingesetzt haben und die touristische und technikgeschichtluiche Bedeutung des Wahrzeichens der Region unumstritten sind.


St.-Petri-Gemeinde auf dem Kirchentag 2005

Auch die Ostener Kirchengemeindesetzt sich seit Jahren für eine wirtschaftliche Stärkung der Region durch Tourismusförderung und daher auch für die Erhaltung der Schwebefähre ein. So wurde bereits auf dem hannoverschen Kirchentag 2005 ein von Ostener Schülern gebautes Pappmodell der Fähre gezeigt und ein Flyer über den Ferienort Osten verteilt (siehe Fotos von Elke Kirmes in unserem ARCHIV).


Sportfischer

Premiere im April:
Störe für die Oste


V. l.: Egon Boschen (Lamstedt), Wolfgang Schütz
(Osten) und Jörn Gessner (Berlin) beim Stör-Gipfel

17. 3. 2009. Die Oste wird als erster Fluß in Niedersachsen versuchsweise mit dem seit Jahrzehnten in Deutschland verschollenen Europäischen Stör besetzt. Am Sonnabend, 18. April, gegen 12.30 Uhr sollen 55 Jungfische nördlich von Bremervörde in der Unteren Oste ausgesetzt werden. Das wurde bei einem "Stör-Gipfel" im Bremervörder Kreishaus bekannt, bei dem der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)rund 20 Vertreter der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg sowie der Sportfischer- und der Naturschutzverbände des Ostelandes begrüßen konnte.


Telematik-Forschungsboot der Stör-Retter

Die Entscheidung, gerade die Oste für einen "experimentellen Besatz" mit dem urtümlichen Kaviarfisch auszuwählen, begründeten Fachleute von der Gesellschaft zur Rettung des Störs, Sitz Rostock, mit der Gewässer- und Strukturgüte der Oste, der geringen Beeinträchtigung durch die Schifffahrt und mit der geplanten Beseitigung von Wanderhindernissen wie dem Wehr in Bremervörde.


Hinweis auf Artikel dieser Website

Ausschlaggebend für die Wahl der Oste seien aber auch die Verdienste der hier ansässigen Sportfischervereine um die erfolgreiche Wiederansiedlung des Lachses gewesen, ferner die intensive Öffentlichkeitsarbeit für den Artenschutz, erklärte Projektleiter Jörn Gessner(Berlin) unter Hinweis auf die Stör-Artikel dieser Website, die auch in Berlin und Rostock wahrgenommen worden waren.

Im Übrigen, so Gessner, stelle das "Jahr der Oste" einen guten Zeitpunkt für den "Startschuß" an der Oste dar.


Jahr der Oste gut für den Startschuß

Als "Ritterschlag für die Oste" empfanden die Vertreter der Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer sowie der Arbeitsgemeinschaft Osteland die Entscheidung der Experten, den längsten niedersächsischen Nebenfluss der Elbe für das spektakuläre Experiment auszuwählen. Die OPG, der 22 Vereine mit 5600 Sportanglern angehören, unterstützt bereits seit 1995 die Arbeit der Stör-Gesellschaft, der sie, so Vorsitzender Wolfgang Schütz (Osten), als erste deutsche Sportfischervereinigung beigetreten war.


Preisträger Peters (4.v.r.) auf dem "Stör-Gipfel"

Die Sportfischer an der Oste hätten, wie Projektleiter Gessner hervorhob, bei der Nachzucht von Lachsen einen großen Erfahrungsschatz gesammelt. Den aktiven Sportanglern rund um die Zuchtanlagen in Lamstedt, Sittensen und Zeven ist es zu verdanken, dass die Oste seit Jahren als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" gilt. Zu den Teilnehmern des "Stör-Gipfels" zählten auch die für ihre Wiederansiedlungserfolge mit dem Osteland-Kulturpreis ausgezeichneten Sportfischer Egon Boschen (Lamstedt) und Ernst Peters (Zeven).


Für den Besatz vorgesehene Jungstöre

Um das Verhalten der Oste-Störe nach der Besetzmaßnahme erforschen zu können, sollen alle Jungfische markiert und einige zusätzlich mit Ultraschallsendern ausgestattet werden, deren Signale von stationären Bojen und von einem Forschungsboot aus telemetrisch erfasst werden können. Wenn das Experiment positiv verläuft, soll der Fluß, sobald genügend Besatzmaterial verfügbar ist, in eine größer angelegte Einbürgerungsaktion einbezogen werden - mit dem Ziel, in der Oste einen "sich selbst etablierenden Bestand" zu schaffen.


Solche Störe schwammen einst in der Oste

Scharf kritisierten die Experten Versuche von Anglern, exotische Störe, die in Baumärkten, Gartencentern und im Internet frei erhältlich sind, in heimischen Gewässern auszusetzen. Solche Faunenverfälschung durch konkurrierende Arten könne Fischkrankheiten auslösen und gefährde die jetzt betriebene Ansiedlung des Europäischen Störs, der bis vor knapp 100 Jahren im Einzugsbereich der Elbe heimisch war und von dem nur noch ein winziger Bestand in der französischen Gironde existiert und in begrenztem Umfang Nachzuchten ermöglicht.


Logo der Oste-Stör-Aktion 2009

In Flüssen wie der Oste hätten sich bereits seit einem halben Jahrhundert keine heimischen Störe mehr vermehrt, erklärte Gessner. Gesichtet würden allenfalls von Laien eingesetze Exemplare fremder Herkunft. "Diese Leute müssen zur Räson gebracht werden," kritisierte der Projektleiter die schwarzen Schafe unter den Anglern, die beispielsweise Gewässer im Einzugsbereich der Ucker und der Ems mit exotischen Stören besetzt hätten.


Stör-Besatzaktion an der Oberelbe

Oft würden solche Tiere in dem Irrglauben ausgesetzt, auf diese Weise ließen sich die überhand nehmenden Wollhandkrabben in den Vereinsgewässern reduzieren.


Junger Stör (Foto: Gessner)

Zu Beginn der Sitzung hatte NLWKN-Vertreter Ralf Gros mitgeteilt, die experimentelle Besatzmaßnahme werde vom Bund mitfinanziert und sei Teil nationaler und internationaler Aktionspläne zum Wiederaufbau von Störbeständen. Die Oste sei auch aus seiner Sicht prädestiniert für eine Einbeziehung in Besatzprogramme. Wichtig sei, dass auch hier Hindernisse für Wanderfische beseitigt würden, so wie derzeit auch an der Elbschleuse in Geesthacht der Bau einer störgerechten Fischtreppe angestrebt werde.


Schwebefähre

Der Prachtband geht
demnächst in Druck

Foto: Bölsche
Arbeitsgruppe Fährchronik in Osten

14. 3. 2009. Die Arbeit ist so gut wie geschafft, der Prachtband "Über die Oste", der 100 Jahre Schwebefähren-Geschichte beleuchtet, geht in diesen Tagen in Druck. Zum 1. Mai, dem Tag der Ostefähren, soll das opulent illustrierte 160-Seiten-Buch auf den Markt kommen. Zur letzten Sitzung der Arbeitsgruppe Chronik trafen sich am Wochenende im Fährkrug (v. l. n. r.) Heimatforscherin Gisela Tiedemann-Wingst, Karl-Heinz Brinkmann (Fördergesellschaft) , Frank Auf dem Felde (Ortsheimatpfleger), Horst Ahlf (Fördergesellschaft) sowie die Journalisten Klaus Liedtke (National Geographic), Jürgen Petschull (Stern), Peter von Allwörden und Nikolaus Ruhl (MCE-Verlag) sowie - nicht im Bild - Jochen Bölsche (Der Spiegel).


Umschlag des neuen Osten-Buches

Mehr über das Buch und seinen Inhalt steht hier.


Kirche

Alltagsszenen aus
DDR-Pfarrhäusern

10. 3. 2009. Aus seinem Buch "Lebensraum zwischen Barrikaden - Alltagsszenen aus einem Pfarrhaus in der DDR" (Frieling-Verlag) liest Wilhelm Schlemmer am Sonntag, 22. März, 15 Uhr, im Gemeindehaus in Osten. Die Lesung, veranstaltet von der Kirchengemeinde, ist, wie Pastor Dieter Ducksch mitteilt, durch Vermittlung von Heike Offermann, Gerichtsstraße, zustande gekommen. Das Buch soll, wie der Verlag mitteilt, "denen, die nach der Wende geboren sind, und denen, die im Westen Deutschlands leben, einen Blick 'hinter die Kulissen' gewähren und die Frage beantworten, was die Menschen im Osten so geprägt hat, wie es sich in ihrem Handeln und Denken heute noch offenbart."
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Bei denen, die wie Schlemmer (Foto)  im Osten Deutschlands gelebt haben, soll die Erinnerung wach gehalten werden, damit sie die Erfahrungen von damals für die Bewältigung des Alltages heute verwenden können. Wilhelm Schlemmer stellt Schlüsselszenen aus den Jahren 1952 bis zur Wende dar und gewährt einen Gesamtblick auf Rolle und Funktion der evangelischen Kirche in der DDR.


Schwebefähre

Der Prachtband geht
demnächst in Druck

Foto: Bölsche
Arbeitsgruppe Fährchronik in Osten

14. 3. 2009. Die Arbeit ist so gut wie geschafft, der Prachtband "Über die Oste", der 100 Jahre Schwebefähren-Geschichte beleuchtet, geht in diesen Tagen in Druck. Zum 1. Mai, dem Tag der Ostefähren, soll das opulent illustrierte 160-Seiten-Buch auf den Markt kommen. Zur letzten Sitzung der Arbeitsgruppe Chronik trafen sich am Wochenende im Fährkrug (v. l. n. r.) Heimatforscherin Gisela Tiedemann-Wingst, Karl-Heinz Brinkmann (Fördergesellschaft) , Frank Auf dem Felde (Ortsheimatpfleger), Horst Ahlf (Fördergesellschaft) sowie die Journalisten Klaus Liedtke (National Geographic), Jürgen Petschull (Stern), Peter von Allwörden und Nikolaus Ruhl (MCE-Verlag) sowie - nicht im Bild - Jochen Bölsche (Der Spiegel).


Umschlag des neuen Osten-Buches

Mehr über das Buch und seinen Inhalt steht hier.


Windkraft

Schutz für die
Osteniederung?


Höhenvergleich: Windkraftanlage und Fähre

28. 2. 2008. An der Oste wächst der Widerstand gegen Windkraftanlagen (WKA). Nachdem kürzlich der Lüneburger Landschaftsplaner Prof. Dr. Ing. Karsten Runge (Foto) in einem Landkreis-Hearing geraten hatte, bei der Planung von WKA-Parks charakteristische Landschaftsteile wie die Osteniederung freizuhalten, hat sich jetzt mit einer öffentlichen Erklärung erneut die Bürgerinitiative gegen Windkaft an der Oste zu Wort gemeldet. Darin heißt es wörtlich: "Mit Entsetzen und Empörung verfolgen wir nun schon seit Monaten die erneuten Pläne des Kreistages im Rahmen der Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogrammes, Teilbereich Windenergie, weitere Windparkflächen auszuweisenund vorhandene Windindustrieanlagen zu repowern, obwohl die Vorgaben für unseren Landkreis an Windenergie längst erfüllt wurden. Nun soll auch die Gemeinde Osten, deren Gemeinderat sich seit zehn Jahren konsequent gegen Windenergie ausspricht und ihre Energie, zusammen mit engagierten Bürgern, erfolgreich in die Ankurbelung des Tourismus steckt, betroffen sein. Geplant wird von finanzstarken Investoren ein Windpark mit zehn bis 17 Anlagen in unserer Gemeinde. Die Industrieanlagen der neuesten Generation sind bis zu 180 Metern hoch und würden das Ortsbild unwiederbringlich zerstören! Der Antrag auf Aufnahme der Ostener Schwebefähre in das Weltkulturerbe ist dann sicher hinfällig! Wir appellieren an den Kreistag, die Fortschreibung auszusetzen, die Landschaft nicht weiter zu verschandeln, Rücksicht auf die Bürger, die sie wählten, zu nehmen und die Forschung im Bereich Offshore abzuwarten."


Vereine

Kontroverse über
Tourismus-Kurs


Ende der Amtszeit: Anke Moje, Sigrid Frömming

5. 3. 2009.Unterschiedliche Vorstellungen zur künftigen Organisation des privaten Tourismus in der Samtgemeinde Hemmoor kamen am Mittwoch in der Hauptversammlung des Vereins Tourismus Osten / Oste e. V. zur Sprache.

Bis vor kurzem noch war von einer anzustrebenden Verschmelzung der Tourismusvereine in Osten und Hemmoor gesprochen worden. Jetzt überraschte Vorsitzender Horst Ahlf mit der Information, dass in Hemmoor gar kein rechtsfähiger Verein existiere. Daher sei daran gedacht, dass der Ostener Verein seinen Namen und seine Satzung ändert und seinen Wirkungsbereich auf die Samtgemeinde und eventuell darüber hinaus auszuweitet. Zu diesem Zweck wolle er alle Hemmoorer und Hechthausener Zimmervermieter einladen, sich seinem Ostener Verein anzuschließen, sagte Ahlf.

Auf Augenhöhe mit
den Nachbargemeinden

Eine Gegenposition skizzierte der Ostener Ehrenbürger Herbert Guthahn. Er fragte, warum es nicht möglich sei, den Ahlf-Verein aufzulösen und einen Neubeginn mit einem neuen Verein für die samtgemeinde zu wagen, in dem sich Tourismusinteressierte aus Osten, Hemmoor und Hechthausen auf Augenhöhe begegnen können.

Die Frage blieb in der Versammlung ungeklärt. Nun müsse geprüft werden, bilanzierte der Hemmoorer Erste Samtgemeinderat Wolfgang Poit, welche der beiden denkbaren Lösungen sinnvoller sei: eine Neugründung oder eine Fortführung des von Ahlf geführten Vereins mit Einbindung Dritter.

Zwei Frauen
mit Verdiensten

Horst Ahlf (Foto) kündigte an, für ihn sei es nach 43 Jahren an und in der Spitze des Vereins eigentlich "Zeit aufzuhören", trat dann aber doch noch einmal - ohne Gegenkandidaten - für den Vorsitz an und wurde ohne Gegenstimmen gewählt; komme es zu einer Erweiterung der Vereinsaufgaben, werde er Neuwahlen ansetzen. Zwei seiner Mitstreiterinnen stellten sich nicht mehr für die Vorstandsarbeit zur Verfügung. Schriftführerin Anke Moje zog sich nach über 30 Jahren zurück, um einen "Neuanfang" zu unterstützen. Die bisherige 2. Vorsitzende Sigrid Frömming (Großenwörden) lehnte eine erneute Kandidatur für das Amt des Ahlf-Vize "aus persönlichen Gründen" ab; ungesagt blieb in der Versammlung, dass Sigrid Frömming sich um eine Modernisierung des früheren Fremdenverkehrsvereins mit neuem Logo und Slogan und attraktiverem Gastgeberverzeichnis verdient gemacht hat.

Zum 2. Vorsitzenden gewählt wurden auf Vorschlag Ahlfs der soeben erst eingetretene Hechthausener Gerhard Reibe (Bootszubehör und -verleih). Als Schriftführer wurde der Gemeindebedienstete Torsten Juhls zin die Pflicht genommen; Schatzmeisterin Iris Brandt wurde einstimmig in ihren Amt bestätigt. Zur Verantwortlichen für Zimmernachweis und Werbung wurde (Nichtmitglied) Manuela Köster gewählt.

In der Aussprache zeigte sich Herbert Guthahn erfreut, dass der vor 48 Jahren von Wilhelm Jonscheck gegründete Verein jedenfalls in seiner bisherigen Form "bald ein Ende hat", obwohl dieses "Ende ziemlich spät" komme - der angedachte Zusammenschluß, erklärte Guthahn als bekennender Gegner von Kirchturmpolitik, "wäre viel früher fällig gewesen".


Tourismus-Kooperation Kehdingen - Hemmoor

Tendenziell positiv war die Reaktion auf die von der Verwaltung angeregte Beteiligung Hemmoors an den Personalkosten der Kehdinger Touristikerin Sylvia Wolter, die - nach einem auf drei Jahre angelegten probeweisen Eintritt Hemmoors in den Tourismusverband Kehdingen (Jahresbeitrag: 20 000 Euro) - auch den Hadler Teil der Deutschen Fährstraße und des Projekts Krimiland mit bewerben soll (wir berichteten ausführlich). Das Kooperationsvorhaben steht auf der Tagesordnung der nächsten öffentlichen Fachausschußsitzung am 10. März, 19 Uhr, in der Hemmoorer Kulturdiele.

Positiv entwickelt sich, wie in der Veranstaltung gelobt wurde, auch die lockere Zusammenarbeit der Samtgemeinde Hemmoor mit der SG Am Dobrock und der SG Börde Lamstedt. Die drei Körperschaften seien bemüht, ihre werblichen Aktivitäten zu koordinieren. So werde im April ein gemeinsamer Veranstaltungskalender erscheinen.

Letztes Jahr 536 Busse
an der Schwebefähre

Der Tagestourismus in Osten hat sich dank der Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre weiter erfreulich entwickelt. 2008 steuerten, so Ahlf, 536 Busse die Schwebefähre an. Bedauerlich nannte der Vorsitzende das "Einschlafen" des Fährmuseumsprojekts, als erfolgverheißend schätzt Ahlf die Herausgabe des demnächst erscheinenden Osteland-Fahrradführers "Deutsche Fährstraße" und die Voerbereitungen des Fährjubiläums ein, das - unter anderem mit dem Besuch von sieben historischen Schiffen - "weit über Norddeutschland hinaus" ausstrahlen werde.

Am Rande der Veranstaltung stellte die Ostenerin Erika Haack ihr neues Gästeführungsangebot und einen druckfrischen Wellness-Prospekt für die Obere Oste vor. Lothar Klüser (Fördergesellschaft) berichtete über rege Promotion-Arbeit für das Hundertjährige, Jochen Bölsche (AG Osteland) über das erfolgreich angelaufene Jahr der Oste, für das mittlerweile über 320 Veranstaltungen gemeldet seien.


Tourismus-Experten Poit und Köster

Über die mit Beifall aufgenommenen Referate des Hemmoorer Ersten Samtgemeinderats Wolfgang Poit und der SG-Touristikerin Manuela Köster berichten wir auf der Seite HEMMOOR.


Internet

Jubiläums-Website
jetzt freigeschaltet


Neue Website zum Hundertjährigen

26. 2. 2009. Karl-Heinz Brinkmann, Vizevorsitzender und Webmaster der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre, hat soeben die Website 100-jahre.schwebefaehre-osten.de freigeschaltet, auf der alle Informationen über die 100-Jahr-Feier Anfang Oktober konzentriert sind. Aktuelles zum Jahr der Oste findet sich weiterhin auf www.jahr-der-oste.de.


Dorferneuerung

Tourismus stärken
im "Jahr der Oste"


CDU-Politiker McAllister (Foto: Wikipedia)

25. 2. 2009. "Mit dem neuen Schiffsanleger können zukünftig auch größere Ausflugsschiffe in Osten halt machen. Passend zum 'Jahr der Oste' wird dies die gesamte Oste-Region für den Tourismus noch ein Stück attraktiver machen." Mit diesen Worten kommentiert der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende David McAllister die Mitteilung der Landesregierung, sie werde durch eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro den wesentlichen Teil der Baukosten für den neuen Fahrgastschiffsanleger unweit der Schwebefähre tragen. Für das Vorhaben sind Gesamtkosten von ca. 133.500 Euro vorgesehen. Zur gezielten Unterstützung des Tourismus im ländlichen Raum habe die Landesregierung die notwendigen Fördermittel aus der Dorferneuerung bereit gestellt.


Alter Schiffsanleger (auf Google Earth)

Die Gemeinde Osten war im Juni 2006 in das Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen worden. Der alte Schiffsanleger am Hotel Fährkrug, der bei Hochwasser die Schwebefähre blockierte, galt seit Jahren als nicht mehr tauglich für die Personenschifffahrt.


Literatur

Vier kleine
Eiffeltürme


Schwebefähren-Poet Peter Schütt

19. 2. 2009. In Basbeck aufgewachsen, in Hamburg lebend, hat der Schriftsteller Peter Schütt immer wieder Gedichte über die Schwebefähre verfaßt (siehe hier). Zum Hundertjährigen und zum Jahr der Oste hat Schütt uns den folgenden Text übermittelt:

SCHWEBEGEFÄHRLICH

Als ich meiner afroamerikanischen Frau
und ihrer, unserer Tochter
bei unserem ersten Besuch zuhause
auch die Schwebefähre über die Oste
zeigte, waren beide entzückt.
Wonderful, rief Liz.
Marvellous, ergänzte Ingrid,
she looks like the Brooklyn Bridge
in New York. Ich war stolz,
stolz auf meine Fähre, stolz auf meine Frauen.
Warum sagst du "she"?, fragte ich
meine Tochter. She is female, I think,
she looks like a ship, a ferry boat
Liz lobte die filigrane Konstruktion der Fähre,
ihre spinnenbeinschlanken Pfeiler.
Der Architekt, erklärte ich noch stolzer,
war ein Schüler des Eiffelturmerbauers.
Unbelievable, meinte meine Frau,
aber ihre Tochter gab zu bedenken:
der Eiffelturm sieht viel stabiler aus.
Vielleicht, gab ich ihr Recht, aber dafür stehen hier
vier kleine Eiffeltürme auf einmal
und halten sich gegenseitig fest.
Und die Gondel da oben,
wollte Ingrid wissen, wer hält die fest?
Die schwebt, schwärmte ich,
ganz von allein hin und herüber,
like a ferryboat.
Ich lud Frau und Tochter
zu einer Überfahrt über die Oste ein.
Nein danke, entschied Ingrid,
next time, bitte. Dann bring ich
die Schwimmweste aus dem Flugzeug mit!


Energiewende

Rund 300 Gegner und
Befürworter kamen


Windkraft-Protest im Cuxland-Kreistag (2008)

17. 2. 2009. Am Dienstag stand die mit Spannung erwartete Experten-Anhörung des Regionalausschusses in Sachen Windenergie auf der Tagesordnung des Cux-Regionalausschusses. 300 Befürworter und Gegner prallten im Zuhörerraum aufeinander. Mehr in der NEZ.

8. 2. 2009. Eine turbulente Sitzung des Kreis-Regionalausschusses erwartet der SPD-Abgeordnete Uwe Dubbert (Hechthausen). "Geballter Sachverstand wird bei der Experten-Anhörung des Regionalausschusses in Sachen Windenergie am 17. Februar zu erwarten sein - aber auch unversöhnlich kontroverse Meinungen dürften aufeinanderprallen," schreibt Dubbert auf seiner Website: "Wie bei der ersten Sitzung des Ausschusses zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms Ende des letzten Jahres dürfte das Zuschauerinteresse wieder außergewöhnlich groß sein. Kein Wunder: Immerhin geht es um viel Geld, Ideologie, Ökologie und nicht zuletzt das Lebensgefühl vieler Menschen. Dies alles unter einen Hut zu bringen, ist die schwere Aufgabe des Ausschusses."

Die Sitzung am Dienstag, 17. Februar, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Kreishauses in Cuxhaven ist öffentlich. Die Teilnehmer werden Gelegenheit haben, Sachverständige zu dem von der Kreisverwaltung vorgelegten Kriterienkatalog für das Repowering sowie für neue Vorrangstandorte für Windenergieanlagen zu befragen. Folgende Fachleute sind eingeladen:

> Dr. Hans-Joachim Stietzel, Leiter der Agentur für Wirtschaftsförderung im Landkreis Cuxhaven, wird zur wirtschaftlichen Bedeutung der Windkraft für Gebietskörperschaften im Landkreis Cuxhaven sprechen.

> Dipl.-Ing. Andrè Kiewitz aus Bremerhaven ist Gutachter und wird über notwendige Abstände und Anwohnerschutz, insbesondere im Hinblick auf Schall- und Schattenwurf-Immissionen referieren.

> Professor Dr.-Ing. Karsten Runge ist Professor an der Universität Lüneburg und wird zum Thema Freiräume zwischen Windparks und notwendige Puffer zu sonstigen Gebieten Ausführungen machen.

> Dr. Hermann Hötker, Leiter des Michael-Otto-Instituts im Nabu, referiert über das Thema „Auswirkungen von hohen Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse“.

> Professor Dipl.-Ing. Henry Seifert von der Hochschule Bremerhaven wird über Auswirkungen des Repowering auf Energieertrag, Anlagenzahl und Landschaftsbild sprechen.

Außerdem werden Vertreter der Regierungsvertretung Lüneburg und Oldenburg für Fragen zu den Regelungen und Vorgaben des Landes Niedersachsen in Bezug auf die Windenergiegewinnung zur Verfügung stehen.


Geplanter Windpark in Isensee (hellblau)

Für besondere Brisanz könnten auch die mittlerweile sehr konkreten Pläne der Unternehmensgruppe WindStrom aus Oyten bei Bremen sorgen: Sie plant einen Windpark im Ostener Ortsteil Isensee.


Schreiben der Firma WindStrom

Zwischen Niederstrich und Kajedeich sei eine Windparkfläche möglich, wenn man die aktuellen Abstandskriterien berücksichtige, heißt es in der Projektbeschreibung.


WindStrom-Kalkulation (Ausschnitt)

Den Landwirten wird ein jährliches Nutzungsentgelt von 1500 bis 1800 Euro pro Hektar in Aussicht gestellt. - Bürger aus dem Bereich Bentwisch und Achthöfen hatten bereits Ende letzten Jahres, wie berichtet, Windkraftanlagen in der Ostemarsch generell den Kampf angesagt. Seither hat sich nach Ansicht von Kommunalpolitikern die Stimmung in einigen Gemeinden allerdings gewandelt: Aufgrund einer Gesetzesänderung fließt den Standort-Gemeinden künftig ein höherer Gewerbesteueranteil aus den Gewinnen der Windkraftfirmen zu (siehe unten).

Das Thema Windkraft wird auch die Mitglieder des Hemmoorer Samtgemeinderates beschäftigen. SPD-Ratsherr Johannes Schmidt (Hemmoor) kündigt an, er werde sich in der nächsten Sitzung unter "Anfragen" die Pläne für Isensee zur Sprache bringen.


Fernsehen

Carlo wußte es
wohl nicht besser


Moderator Carlo von Tiedemann

16. 2. 2009. Wer kennt sich am besten in der norddeutschen Heimat aus? Fünf Ratefüchse aus den norddeutschen Bundesländern kämpfen auf N 3 immer wieder um den Titel der "Leuchte des Nordens" - zuletzt am Sonntagabend. Seit Jahren fühlte Moderator Carlo von Tiedemann seinen Kandidaten auf den Zahn mit Fragen wie etwa: "Wie wird die Aalraupe in Niedersachsen auch genannt?" oder "Was gilt als typisches Accessoire der friesischen Tracht?". Gestern abend lief es so ab: "Wo liegt die Schwebefähre? Osten, Norden, Süden, Westen?" Ein Bremer antwortet richtig und sagt: "Osten". Woher wissen Sie das?, fragt Carlo." Habe ich mal gehört, daß es ein Baudenkmal sein soll." Wo liegt denn Osten? Kandidat: "Ich glaube in Schleswig-Holstein". Carlo, der Schnacker und Kultmoderator, ließ die Antwort unerwidert - er wußte wohl auch nicht, wo Osten liegt. (Dank an Monika Prüß.)


Gastronomie

"Moorkate" in
neuen Händen


Gaststätte "Moorkate" in Hamelwördenermoor

13. 2. 2009. Die Gaststätte "Zur Moorkate" in Hamelwördenermoor - unweit der Ostener Ortsgrenze - ist ab diesem Sonnabend, 14. Februar, 14 Uhr, in neuen Händen. Der Käufer, André Winkel, ist seit 1975 in der Gastronomie tätig. Der gelernte Koch will Einheimischen und Touristen gepflegte Küche - von altdeutsch bis international - und einen gemütlichen Treffpunkt bieten. Geöffnet ist täglich außer Montag ab 16 Uhr. Sonntags ab 10 Uhr ist Frühschoppen. Die Gaststätte ist Vereinslokal des Schützenvereins "Jägerlust".


Artenschutz

Der Kaviarfisch
soll heimkehren


Ostener Störfischer (um 1900)

11. 2. 2009. Als "schönstes Geschenk" zum Jahr der Oste begrüßt die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. aktuelle Pläne, den vor rund hundert Jahren ausgerotteten Stör im längsten niedersächsischen Nebenfluß der Elbe wieder anzusiedeln. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) plant für das Oste-Festjahr erstmals einen "experimentellen Besatz mit Stören in der Oste". Zu einem Informationsgespräch über die Wiederansiedlung des urtümlichen Kaviarfisches in der Oste hat die Betriebsstelle Lüneburg des NLWKN zum 16. März Vertreter der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/Wümme sowie von Sportfischer- und Naturschutzverbänden nach Bremervörde eingeladen.


Ostestör in Osten um 1900

Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. hofft auf ein zweites "Wunder in der Oste", wie die Presse vor einigen Jahren die Wiederansiedlung des hier ebenfalls ausgestorbenen Lachses kommentierte.

Beim "König der Fische"
funktionierte das Wunder

Quelle: LAVES 2005
Lachsvorkommen heute: Obere Oste vorn

Den Sportfischern an der Oste war es nach jahrzehntelangen Versuchen mit Import-Lachsbrut und mit Hilfe von Brutstationen in Zeven, Sittensen und Lamstedt gelungen, den seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts verschollenen "König der Fische" wieder in der Oste heimisch zu machen, die inzwischen laut Fachpresse als "Deutschlands Lachsfluß Nummer eins" gilt.


Oste-Lachs auf der Website des ASV Zeven

Auch der Verein deutscher Sportfischer bezeichnet den Fluß als "Paradegewässer für die Wiedereinbürgerung von Großsalmoniden".

Für ihre Verdienste um die Wiederansiedlung des Lachses in der Oste waren Egon Boschen (Lamstedt) und Ernst Peters (Zeven) 2005 mit dem Osteland-Preis "Der Goldene Hecht" ausgezeichnet worden. Inzwischen kehren nach Schätzungen des Vorsitzenden der Ostepachtgemeinschaft, Wolfgang Schütz (Osten), jährlich rund 600 hier aufgewachsene Lachse von ihrer langen Wanderung nach Island und Grönland wieder in die Oste zurück. Sensationelle Fotos vom Aufstieg der Lachse in der Oberen Oste stehen hier.


Lachs auf der Website der Wümme-Angler

Der sehr viel empfindlichere Stör war bereits vor rund hundert Jahren durch Überfischung und Umwelteinflüsse aus der Oste verschwunden, nachdem die Störfischerei dort zuvor einer der wichtigsten Wirtschaftszweige gewesen war.

Die "friedlichen Wale"
wogen bis zu 6 Zentner


Präparierter Störkopf (im Fährkrug)

So gewaltige Schwärme zogen alljährlich von Mai bis Juli aus der Nordsee in die Laichgebiete in der Elbe und ihren Zuflüssen, dass allein das Hamburger Fischgeschäft Hagenbeck Mitte des 19. Jahrhunderts jeden Sommer um die 5000 Störe verarbeitete. Aus der Oste wurden beispielsweise zwischen Rönndeich und Achthöfen, unmittelbar ober- und unterhalb von Osten, jedes Jahr 80 bis 100 der im Volksmund so genannten "friedlichen Wale" gezogen, die bis zu drei Meter lang und sechs Zentner schwer werden können.


Störverarbeitung in Osten um 1900

Der Fisch war allein schon wegen seines Fleischs beliebt. Auf dem Ostener Schützenfest wurde er, wie die Regionalhistorikerin Gisela Tiedemann-Wingst berichtet, an Ort und Stelle geschlachtet und pfundweise als Delikatesse verhökert. Vor allem aber war der Stör wegen seines Rogens begehrt: Aus einem einzigen weiblichen Tier ließen sich bis zu 30 Kilo Kaviar gewinnen, mit dem die Dörfer an der Oste jahrzehntelang Hamburger Feinschmecker belieferten.

Selten wie die
Blaue Mauritius

Im Jahre 1911 jedoch, so die Heimatforscherin Tiedemann-Wingst, war die "erwerbsmäßige Berufsfischerei so gut wie am Ende" und der Großfisch einer "erbarmungslosen Jagd" zum Opfer gefallen. In einem Aquaristik-Portal ist über den Stör ("Panzerkreuzer in heimischen Gewässern") zu lesen, dieser Urzeitfisch, der die Saurier überlebt hat, sei heute "in Deutschland selten wie die Blaue Mauritius, wertvoll wie die englische Köniskrone".

Der "Russenstör" aus
dem Zierfischhandel

Zwar ging den Sportfischern an der Oste - zuletzt in Ahrensflucht, Hemmoor und Brobergen - später immer mal wieder ein Stör an die Angel, doch dabei handelte es sich kaum je um den verschollenen Europäischen Atlantische Stör (Acipenser sturio), sondern meistens um verirrte oder ausgesetzte Exemplare etwa des sogenannten Russenstörs oder Waxdick (Acipenser gueldenstaedti), der bei Gartenteichfreunden beliebt ist und zu Preisen zwischen 50 und 100 Euro im Zierfischhandel gekauft werden kann.


Präsident Rosenthal, OPG-Vorsitzender Schütz

Seit Jahren bereits sondiert die Ostepachtgemeinschaft (OPG), in der 21 Sportfischervereine mit 5600 Mitgliedern zusammengeschlossen sind, die Möglichkeiten einer Wiederansiedlung des Europäischen Störs in der Oste. Dazu führte der OPG-Vorsitzende Schütz in Osten unter anderem Fachgespräche mit dem dem Ichthyologen Prof. Dr. Harald Rosenthal, dem Präsidenten der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (WSCS), der auch die OPG als förderndes Mitglied angehört.

Nachdem mit finanzieller Unterstützung auch der Oste-Sportfischer in den vergangenen Jahren zunächst in der Oder versuchsweise Jungstöre ausgesetzt worden waren, wurde am 4. September 2008 erstmals eine experimentelle Wiederansiedlung von Stören im deutschen Nordsee-Einzugsgebiet versucht, in der Nähe der brandenburgischen Elbgemeinde Lenzen.

Stör- und Lachsschützer
beim Ostener Fährmarkt

Vor dem Beginn des nun geplanten Versuchsbesatzes in der Oste will das NLWKN bei dem bevorstehenden Fachgespräch in Bremervörde über "nationale Strategien zur Umsetzung des Internationalen Aktionsplans zur Rettung des Störs" und über "Ergebnisse aktueller Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Wiedereinbürgerung des Störs an der Oder" informieren. Außerdem soll das konkrete Vorgehen beim Versuchsbesatz in der Oste erörtert werden.

Die Ostepachtgemeinschaft wird ihre Bemühungen um Artenschutz und Wiedereinbürgerung von Lachs und Stör im Rahmen des "Jahres der Oste" erstmals in drei Info-Zelten und -Pavillons beim Ostener Fährmarkt am 24. Mai einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Frühere Beiträge dieser Website zum Thema Stör stehen auf dieser SONDERSEITE..

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"Fang streng 
verboten"

Präparierter Stör im Natureum Niederelbe

Der Europäische Atlantische Stör ist der größte Wanderfisch Westeuropas. Er laicht im Süßwasser und verbringt bis zu sieben Jahre in den Flussmündungsgebieten, bevor er ins Meer abwandert. Auf seinen Wanderungen im Meer legt er zum Teil mehr als 3000 km zurück, bis er im Alter von 12 bis 15 Jahren zur Vermehrung wieder in sein Heimatgewässer zurückkehrt. Während dieser langen Zeit gilt es, das Überleben der letzten Tiere trotz der hohen Fischereiintensität in den europäischen Meeren und Küstengewässern zu sichern. Zu diesem Zweck koordiniert die Gesellschaft zur Rettung des Störs, die sich mit ihren Projektpartnern seit vierzehn Jahren für die Erhaltung und Wiederansiedlung des Störs in Deutschland einsetzt, die Kampagne des französischen Fischereiverbandes in Deutschland.


Störschutz-Flyer - Download hier

Gemäß vieler wichtiger internationaler Vereinbarungen zum Natur- und Artenschutz (CITES, Washingtoner Artenschutzabkommen, Bonner Konvention zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tiere, Berner Konvention, OSPAR-Konvention zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks) gehört der Europäische Atlantische Stör heute zu den am meisten bedrohten Tierarten Europas. Darüber gehört er seit 1992 zu den streng geschützten Arten, für die entsprechend der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie von der Europäischen Union vorrangig Arterhaltungs- und Wiederansiedlungsmaßnahmen gefordert werden. Frankreich und Deutschland haben seine Erhaltung zu einer der wichtigsten Herausforderungen ihrer nationalen Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erklärt.

Zurzeit laufen umfangreiche Maßnahmen, um die Art in europäischen Gewässern wieder anzusiedeln. Eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen ist dabei die Einbeziehung aller Fischer in Europa. Zwar sind Fang, wie auch Transport und Verkauf der national und international geschützten Art streng verboten, doch kommt es jedes Jahr in der Fischerei zu einer Vielzahl von unbeabsichtigten Stör-Beifängen. Um den Stör zu erhalten und zu schützen, ist es daher von grundlegender Bedeutung, dass der verantwortungsvolle Fischer jedes noch lebende Exemplar nach dem Fang wieder freilässt.

Mehr zum Thema unter www.sturgeon.de.


Schwebefähre

Drei Teams trommeln
für das Hundertjährige


Vorstandsmitglieder Zander und Brinkmann

31. 1. 2009. Drei jeweils sechsköpfige "Promotion-Teams" um Bärbel Zander, Lothar Klüser und Karl-Heinz Brinkmann haben damit begonnen, mit Informationsständen auf Festen und Messen für das Hundertjährige der Schwebefähre vom 1. bis 4. Oktober zu trommeln. Die bislang 15 Anlässe, bei denen die Ostener auftreten wollen, reichen vom "Ball der Oste" in Iselersheim über die Matjestage in Glückstadt bis zur Rasentrecker-WM auf Krautsand, kündigte Klüser, frisch in den Vorstand gewählt, in der Hauptversammlung des Fährvereins im Fährkrug an.

Für die Besucher wird ein Fest vorbereitet, wie es Osten bislang nicht gesehen hat. Erstmals soll in großem Stil auch die Basbecker Seite einbezogen werden, wie Bärbel Zander ankündigte. Dort sollen ein Heißluftballon und Rettungsboote der Firma Hatecke gezeigt werden und eine Reihe von Oldtimern liegen. Die Landfrauen an der Oste werden dort ein buntes Programm präsentieren. Ein "Themenpark Wasserwelt" bietet viele Attraktionen vom Apnoetauchen bis zu Fischspezialitäten.


Folie für die Jubiläumswerbung

Der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Brinkmann - seit Monaten so professionell wie unermüdlich im Einsatz - gab einen Überblick über das Festprogramm, das über die bislang bekannten Programmpunkte hinaus - Festakt, Show, Musik usw. - auch ein Programm "Oste in Flammen" mit Schiffslampionkorso, Illuminierung und Fackeln auf dem Deich umfassen wird, ferner Auftritte der "Katastrophenband", von "Sound Train" und der Irish-Rock-Folk-Band "Paddy goes to Holyhead". Über die geplanten Besuche von Oldtimern (siehe unten) berichtete Vorsitzender Horst Ahlf.

Lothar Klüser legte dar, dass die gesamte Verkehrsplanung für das Ereignis, bei dem mit Zehntausenden von Besuchern gerechnet wird, bereits abgeschlossen werden konnte. Von Hemmoor aus, wo Parkmöglichkeiten angeboten werden soll, sei ein Shuttle-Service mit Kutschen und Bussen geplant. Der Fährplatz, auf dem das zentrale Festzelt stehen wird, ist während der Festtage komplett für den Autoverkehr gesperrt.

Wie Cheforganisator Brinkmann weiter mitteilte, hat auch der NDR Interesse am Jubiläum bekundet und bereits Vereinsvertreter in die "NDR-Plattenkiste" und in eine Platt-Sendung eingeladen. Erfreulich auch: Zum Jubiläum wird die Bundesingenieurkammer der Schwebefähre den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" verleihen.


Soll jetzt saniert werden: der Schandpfeiler

Die Schwebefähre wird bereits am 18. April im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, wenn in der Festhalle die Sieger des Krimiwettbewerbs "Mord an der Schwebefähre" geehrt werden, den das Projekt "Krimiland Kehdingen-Oste" der AG Osteland ausgeschrieben hat.

Im Mai soll auf der Schwebefähre der Prachtband "Über die Oste" ("Geschichten aus 100 Jahren Schwebefähre Osten-Hemmoor") vorgestellt werden, für den unter anderem Gisela Tiedemann (Wingst) und Jochen Bölsche (Osten) Beiträge verfaßt haben; das Buch wird von der Fördergesellschaft im Drochterser MCE-Verlag herausgegeben.


Gute Nachrichten: Landkreis-Vertreterin Greiner

Mit einer hoch erfreulichen Mitteilung konnte Birgit Greiner aufwarten, die Denkmalschützerin des Landkreises, dem die Fähre gehört: Der unansehnliche. nicht sanierte Pfeiler auf der Basbecker Seite, seit langem als "Schandpfeiler" kritisiert, soll bis zum Jubiläum renoviert werden; zur Zeit würden Kostenangebote  und Zuwendungszusagen eingeholt. Der Pfeiler werde "ganz sicher zur 100-Jahr-Feier" ferig sein, versprach die Oste-Kulturpreisträgerin Greiner.

In einem Grußwort hatte zu Beginn der Versammlung der Kreispolitiker Claus Johannßen (SPD) Plänen der Kreisverwaltung für eine "Abgabe der Schwebefähre" an Dritte eine Absage erteilt. Die SPD-Kreistagsfraktion werde "da nicht mitmachen", erklärte der Fraktionschef: "Der Landkreis als Eigentümer des Baudenkmals muß sich seiner Verantwortung stellen."


Bürgermeister Hubert (CDU) und Saul (SPD)

Hemmoors Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul äußerte sich erfreut über die Verbesserung des Verhältnisses zwischen den beiden Fährorten: "Früher bin ich nicht immer nach Osten eingeladen worden." Mit der neuen Internationalen Schwebefähren-Infomeile wolle Hemmoor seine Basbecker Fährstraße attraktiver machen. Der Fähre, "die ja jetzt Schwebefähre Osten - Hemmoor heißt", sei als Wahrzeichen auch der Stadt akzeptiert. Bei etwaigen Problemen würde Hemmoor aher "den Ostenern behilflich sein".


Spatenstich für Schwebefähren-Infomeile

Darauf könnte der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert womöglich angewiesen sein, der in seinem Grußwort eingestand, dass das Fähr- und Flußmuseum - seit einem halben Jahrzehnt diskutiert und zentrales Projekt der Dorferneuerung - aus Mangel an Eigenmitteln von Osten vorerst nicht realisiert werden kann; über ein Provisorium im Hamann'schen Laden soll demnächst mit dem Fährverein gesprochen werden. Immerhin konnte Hubert zusagen, dass der seit Jahren angemahnte neue Fahrgastschiff-Anleger (160 000 Euro) im Jubiläumsjahr zu Wasser gebracht werde.


AG-Osteland-Vorsitzender Tielebörger

Die Grüße der AG Osteland überbrachte deren Vorsitzender Gerald Tielebörger. Er machte darauf aufmerksam, dass seine noch im Vorjahr verwendete Bezeichnung "kleine Schwester der Fördergesellschaft" für die AG Osteland nicht mehr zutreffe, weil sie mit 325 Mitgliedern den Fährverein (225 Mitglieder) mittlerweile überholt habe. Das gute Verhältnis der beiden Vereine zueinander zeige sich daran, dass der Fährverein die Herstellungskosten des ehrenamtlich erstellten, am 15. März erscheinenden "Spiralo"-Radwanderführers "Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel" der AG Osteland bezuschußt habe.

Zu dem von der AG Osteland ausgerufenen und ausgerichteten "Jahr der Oste" - Motto: "Ein Fluß feiert seine Fähren" - sind bereits 250 Veranstaltungen gemeldet.


Neuer AG-Osteland-Raderwanderführer

Horst Ahlf betonte in seinem Tätigkeitsbericht, die abgelaufenen zwölf Monate seien ein "arbeitsreiches Jahr, vor allem für Karl-Heinz Brinkmann" gewesen, seinen Stellvertreter. Insgesamt seien 37.500 Fahrgäste befördert und 332 angemeldete Busse begrüßt worden, ohne Anmeldung seien weitere rund 150 Busse gekommen. In seiner Eigenschaft als Schatzmeister berichtete Peter Burmester über Einnahmen von rund 29.000 Euro, vor allem Fahrgelder, und Ausgaben von rund 26.000 Euro, den größten Einzelposten machten die Zahlungen an die vier Fährleute aus.


Kommt nach Osten: "Hoop op Welvaart"

Zu Rechnungsprüfern wurden Wilfried Röndigs und Horst Heywinkel gewählt. Mehr über den Verein auf dessen Website www.schwebefaehre-osten.de.


Schwebefähren

Welterbe-Stätte
schon 2013?


AG-Osteland-Mitglied Breitner

1. 2. 2009. Der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner strebt an, die Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal - gemeinsam unter anderem mit der Oste-Fähre - schon 2013 zum 100-jährigem Bestehen der Rendsburger Baudenkmals  zur Unesco-Weltkultuererbestätte erklären zu lassen. Das bekräftige Breitner gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Angestrebt wird, wie berichtet, ein Sammelantrag unter Federführung Argentiniens.

"Ich hatte ein Gespräch mit Birgitta Ringbeck, der Delegierten der Kultusministerkonferenz beim Welterbe-Komitee der Unesco", sagte Breitner dem Abendblatt, "sie hat uns sehr darin bestärkt, dass sich alle Schwebefähren zusammen bewerben." Argentinien habe nur wenige Welterbestätten, daher sei eine Bewerbung aussichtsreich. An der grundsätzlichen Anerkennung der Fähre habe er keine Zweifel. Ein ähnliches Modell im spanischen Bilbao sei bereits von der Unesco in die Liste aufgenommen worden.

In absehbarer Zeit könnten laut Abendblatt im Norden weitere Stätten hinzukommen. Für das Wattenmeer fällt Ende Juni die Entscheidung über die Aufnahme in die Weltnaturerbeliste. Schleswig-Holstein möchte außerdem die Wikingerkulturstätte Haithabu zusammen mit dem Danewerk beantragen und mit bereits bestehenden Wikinger-Welterbestätten in Island, Dänemark und Schweden zusammenfassen. Einen Antrag gibt es noch nicht.

Schon weiter ist Niedersachsen: Der Antrag für das Fagus-Werk in Alfeld an der Leine wird noch 2009 gestellt. Die Schuhleisten-Fabrik wurde von Walter Gropius 1911 entworfen. Auch der Goslarer Erweiterungsantrag für das "Oberharzer Wasserregal", eine Anlage mit zahllosen künstlich angelegten Kanälen und Teichen, ist bereits in Arbeit.

In Hamburg soll das Chilehaus gemeinsam mit Kontorhaus-Viertel und Speicherstadt Weltkulturerbe werden. Die Aufnahme ist aber nicht vor 2014 zu erwarten.

Bürgermeister Breitner sagt, ginge es nach ihm, dann sollte die Schwebefähre bereits zu ihrem 100. Geburtstag 2013 zum Weltkulturerbe gehören.

Deutsche setzen
auf Argentinien


Schwebefähre in Buenos Aires (Postkarte)

29. 1. 2009. Die gemeinnützige AG Osteland e. V. setzt darauf, dass ein jüngst erfolgter politischer Vorstoß der Stadt Rendsburg die Chancen der beiden deutschen Schwebefähren vergrößert, den Weltkulturerbe-Rang der Unesco zu erhalten. Der begehrte Status war 2007 bereits der 1893 erbauten ältesten Schwebefähre der Welt in Bilbao zuerkannt worden. Als potenzielle Weltkulturerbestätten sind auch die Schwebefähren an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal international bereits seit einem halben Jahrzehnt im Gespräch, sagt Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche, Sprecher des Arbeitskreises Deutscher Schwebefähren innerhalb der AG Osteland.

Zwar hatte das ausschlaggebende Unesco-Beratungsgremium, das "International Council on Monuments and Sites" (Icomos), bis 2003 nur drei der acht Baudenkmale - darunter zunächst weder Osten noch Rendsburg - für den Unesco-Titel nominiert. Dass die deutschen Schwebefähren damals auf der Vorschlagsliste fehlten, begründete der Icomos-Vorsitzende Professor Eric DeLony (Washington) damit, dass man diese Bauwerke erst in Augenschein genommen habe, nachdem die seinerzeitige Liste schon abgeschlossen worden sei. Mittlerweile hat DeLony, der auch für den "Historic American Engineereing Record" zuständig ist, immerhin ein Urteil über die Chancen der Schwebefähre an der Rendsburger Hochbrücke gefällt: Sie sei, so der Brückenexperte, "unique" und "outstanding" (einzigartig und herausragend).

Unter Federführung des Rendsburger Bürgermeisters und AG-Osteland-Mitglieds Andreas Breitner (SPD) streben die deutschen Schwebefähren derzeit eine internationale Gemeinschaftsbewerbung von sieben Schwebefähren an, um den Unesco-Titel zu erlangen. Gestellt werden soll der Antrag von der argentinischen Regierung. Einer Bewerbung aus Südamerika, das bislang auf der Liste der Welterbestätten stark unterrepräsentiert ist, werden die besten Chancen eingeräumt.


Gründung des AK Deutsche Schwebefähren

Erörtert wurde die deutsche Strategie im Dezember in einer Konferenz im Rendsburger Rathaus, nachdem auch die schleswig-holsteinische Staatskanzlei und das Kieler Landesamt für Denkmalpflege ihre Unterstützung für ein solches internationales Vorgehen signalisiert hatten.

Der hannoversche Kultusminister Lutz Stratmann billigt dem Weg über Argentinien bereits seit längerem gewisse Chancen zu. Auch der CDU-Politiker ist der Auffassung, dass eine solche Bewerbung "als außereuropäischer Antrag bessere Chancen beim Welterbekomitee hätte". Außerdem würde ein Sammelantrag aus Argentinien nicht die derzeitige deutsche Anmeldeliste für das Welterbe belasten. Die von der Kultusministerkonferenz (KMK) bereits beschlossene sogenannte "Tentativliste" werde "frühestens 2015" abgearbeitet sein, teilte Stratmann dem niedersächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden David McAllister mit, der schon 2007 eine Prüfung der Thematik angeregt hatte.

Die niedersächsische Landesregierung ist laut Stratmann bereit, "einen eventuellen transnationalen Antrag Argentiniens zu unterstützen". Andernfalls werde Hannover, so der Minister, "auf jeden Fall die Schwebefähre als eines der möglichen Objekte für die Erweiterung der Liste nach 2017 berücksichtigen".

Lesen Sie dazu bitte auch den Artikel in der Süddeutschen Zeitung: "Hat eine Schwebefähre das Zeug zum Weltkulturerbe?"


Schwebefähre

1. Spatenstich für
Open-Air-Museum


Probedruck für eine der acht Infomeilen-Tafeln

22. 1. 2009. Die Gründung des Ostener Fährmuseums kommt nicht so recht voran - dafür erfolgt bereits am Mittwoch, 28. Januar, auf dem Basbecker Fährstück der erste Spatenstich für die internationale Schwebefähren-Infomeile, eine Art Open-air-Fährmuseum mit Tischen, Bänken und acht türgroßen Text- und Bildtafeln über die acht noch existierenden Schwebefähren der Welt, deren Geschichte und deren Vorläufer. Der symbolische Spatenstich stellt den Auftakt der Hemmoorer Beiträge zum Jahr der Oste dar. Demnächst folgt, wie berichtet, eine Ausstellung von Schülerarbeiten zum Thema Oste im Rathaus.


Basbecker Fährstück auf historischer Postkarte

Ein Probedruck einer der Info-Folien, die noch vandalismussicher auf Metallplatten montiert werden sollen, wurde jetzt im Rathaus geprüft und drucktechnisch für gut befunden. Die Inhalte der Tafeln sind von dem Ostener Journalisten Jochen Bölsche (AG Osteland) ehrenamtlich für die Samtgemeinde Hemmoor recherchiert und redaktionell erarbeitet worden; Bölsche hat zuvor sämtliche Schwebefährenorte in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland bereist. Die grafische Umsetzung oblag dem Dipl.-Designer Nikolaus Ruhl (Achthöfen), die Plattenträger fertigt die Basbecker Landtechnik- und Metallbaufirma Bütje.

Die Basbecker Fährstraße, im Volksmund "Fährstück" genannt, ist Teil der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße sowie des 2006 eingeweihten Historischen Fährwegs Basbeck - Osten - Basbeck. Er soll auch einbezogen werden in den zur Zeit im Entstehen begriffenen Historischen Deichweg Belum - Hemmoor.


Radtourismus

ADFC präsentiert
Jahresprogramm


Prüß mit neuem Veranstaltungskalender

21. 1. 2006. Auf 48 Seiten präsentiert der Kreisverband Cuxhaven des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sein stattliches Jahresprogramm für 2009. Der Veranstaltungskalender enthält wieder eine Reihe von Touren im Raum Hemmoor, meistens ausgearbeitet von Peter Prüß (Osten) und veranstaltet in Kooperation mit der AG Osteland. In Osten beginnt das Vereinsjahr am Montag, 2. März, 19 Uhr, mit einem Klönschnack im Hotel Fährkrug. Dabei referieren zwei Ostener ADFC-Mitglieder: Horst Ahlf vom Fährverein spricht zum Thema "100 Jahre Schwebefähre"), Jochen Bölsche von der AG Osteland über den Ablauf des von ihm koordiniertenFestjahres.

Bereits ausgebuchte ist eine Jubiläumstour auf der Deutschen Fährstraße, die vom 24. bis 28. Mai stattfindet. Der neue Radler-Pavillon an der Oste ist Ziel zweier Touren -  sowohl von Cuxhaven als auch von Bad Bederkesa - nach Neuhaus am Sonnabend, 27. Juni; in Neuhaus steht ein gemütliches Grillen mit den Ehepaaren Gerst und Prüß sowie den Tourenleiter Wolfgang Prenntzell und Jürgen Brüschke auf dem Programm. Am Sonntag, 12. Juli, geht's per Rad durchs Krimiland Kehdingen-Oste; Details der Tour werden zur Zeit erarbeitet. Am Sonntag, 8. August, um 9.45 Uhr beginnt am Bahnhof Hemmoor eine Tour zum Milch-Infozentrum Hasenfleet.


So wirbt die Samtgemeinde um Touristen

Der Veranstaltungskalender, in dem auch die Samtgemeinde Hemmoor mit einer Annonce ("Urlaub an der Deutschen Fährstraße") vertreten ist, liegt in einer Reihe hiesiger Geschäfte aus.


Wassersport

Oste 2009: So belebt
wie lange nicht mehr


Kommt nach Osten: "Hoop op Welvaart"

20. 1. 2009. Osteland maritim: Vereine und Gemeinden organisieren zum Jahr der Oste 2009 am ganzen Fluß eine Vielzahl von Segelregatten, Ruderrennen, Windjammertreffen, Shantykonzerte, Hafenfeste und andere Höhepunkte. Die Terminplanung für die maritimen Veranstaltungen ist weitgehend abgeschlossen, wie der ehrenamtliche Koordinator des Festjahrs, Jochen Bölsche vom Vorstand der AG Osteland, mitteilt. Beim Hundertjährigen der Schwebefähre am 1. Oktober etwa werden in Osten die Böllerschüsse einer Salutbatterie, die aus dem ostfriesischen Leer anrückt, nicht nur den Beginn der viertägigen Feierlichkeiten zum Jubiläum signalisieren, sondern auch ein Geschwader von Oldtimern begrüßen, das aus diesem Anlaß herbeischippert.

Angesagt haben sich in Osten und Hemmoor für die Zeit zwischen dem 1. und 4. Oktober nicht nur Fischkutter von der Elbmündung und Torfkähne aus dem Teufelsmoor. Auch der Besan-Ewer "Möwe" und die Tjalk "Hoop op Welvaart" aus dem Hamburger Museumshafen Övelgönne werden erwartet, dazu ein Wasserschutzpolizeiboot aus alten Zeiten. Die Krautsander Werft Hatecke, Weltmarktführer auf ihrem Gebiet, will nicht nur ein Rettungsboot neuester Bauart präsentieren, sondern auch einen antiken Vorläufer.

Open-Ship-Nachmittag
an der Fährpromenade


Kommt nach Oberndorf: "Seute Deern II"

Einer der ersten maritimen Höhepunkte des Jahres wird das Wochenende 16./17. Mai sein, wenn mehrere Vereine und Gemeinden zu Hafenfesten und Museumstörns einladen und stolze Traditionssegler auf der Oste aufkreuzen. So wird die 1939 erbaute Gaffelketch "Seute Deern II" den Hafen von Oberndorf ansteuern, wo der Segelschoner bei einem "Open Ship"-Nachmittag besichtigt werden kann und wo bei maritimer Musik an der Fährpromenade unterhalb der Flußkirche gefeiert wird.

Am selben Wochenende wird in der benachbarten Marina Schwarzenhütten, dem Vereinshafen der Seglervereinigung "Oste" Hemmoor, der Oldtimer "Vegesack" erwartet, ein Fischereifahrzeug aus dem Jahr 1895 mit mehr als 400 Quadratmetern Segelfläche. Empfangen wird das Schiff am 17. Mai mit einem Hafenkonzert von sechs norddeutschen Shantychören und einer gemeinsamen Schauveranstaltung von  Schiffsmodellbauclubs aus der Region.

Windjammer-Treffen
Ostern in Wischhafen


Kommt nach Hemmoor: "Vegesack"

Am selben Tag offeriert das 1872 gebaute älteste dienstbereite Motorfahrgastschiff Deutschlands, der einstige Alsterdampfer "Mocambo", Sonderfahrten zu Heimatmuseen und Heimatstuben entlang des Flusses. In den Oste-Orten Neuhaus, Geversdorf, Oberndorf und Osten werden maritime Exponate präsentiert. Im nahen Hemmoor, in einer ehemaligen Zementschute, sind den ganzen Sommer lang  Schaustücke zur Schifffahrts- und Industriegeschichte des Ostelandes zu sehen.

Wer bereits am Ostersonntag, 12. April, erfahren will, welche Schiffe einst die Oste und andere Nebenflüssen der Niederelbe befahren haben, kann ab 10 Uhr das Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseums in Wischhafen besuchen. Im dortigen alten Hafen findet zur Saisoneröffnung des mehrfach ausgezeichneten Museums wieder ein Oldtimer-Schiffstreffen statt.

Rekordzahl von Regatten
für Ruderer und Segler


Ostemarathon der Wasserfreunde Hemmoor

Wassersportliche Höhepunkte auf der Oste sind 2009 eine Rekordzahl von Regatten. Auf dem von Ebbe und Flut regierten Unterlauf startet der Verein Wasserfreunde Hemmoor vom 5. bis zum 7. Juni einen maritimen "Ostemarathon" über 86 Kilometer sowie zwei Trimmregatten für Ruderer und Kanuten aus ganz Deutschland. Ebenfalls aus Anlaß des Festjahrs hat der Deutsche Ruderverband für den 20. Juni eine bundesweite Gemeinschaftsfahrt über 100 Oste-Kilometer ausgeschrieben.

Der 22. August, ein Sonnabend, wird der Tag der Paddler sein. Während anläßlich eines Sommerfests am Gemeindeanleger in Oberndorf Kanuten vom gesamten Fluß ihre Kräfte messen können, beginnt beim traditionellen Hafenfest in Neuhaus, nahe der Ostemündung, wieder ein Wassersport-Event mit Spaßfaktor: Bei einem "Internationalen Pappbootrennen" werden die aus Papier und Klebstoff gebastelten skurrilen Wasserfahrzeuge strapaziert bis zum Untergang.

Ende August wird es
in Osten romantisch


Pappbootrennen in Neuhaus

Romantisch wird es eine Woche später, am 29. August, ab 19 Uhr zugehen: Dann gibt der Wassersportclub Osten an seinem Vereinsanleger unweit der Schwebefähre den Startschuß zu einem abendlichen Bootskorso aller Motor- und Segelboote, die aus diesem Anlaß liebevoll mit Lampions geschmückt werden. Der Abend endet mit einem Skipperfest am Clubhaus hinterm Ostedeich.

Vom 11. bis zum 13. September wiederum steht die Oste im Blickpunkt der Segelwelt rechts und links der Niederelbe. An diesen Tagen endet mit der traditionellen Herbstregatta "Rund um den Medemgrund" der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) eine Serie von drei großen Wettfahrten um den begehrten "Nordsee-Elbe-Cup".

Größte Segelregatte
der Unterelberegion


Regattaboote an der Klappbrücke in Oberndorf

Veranstaltet wird die größte Regatta an der Unterelbe von der SGO gemeinsam mit der Seglervereinigung Brunsbüttel (SVB), der Segler-Vereinigung Cuxhaven (SVC), der Seglervereinigung Freiburg (SVF) und der Segler-Vereinigung des TSV Otterndorf (SVO). Aus Anlaß des Oste-Festjahrs verlängert die SGO ihr Regattafest, bei dem wieder der beste Skipper als "König der Elbmündung" ausgezeichnet wird, um einen dritten Tag; erstmals wird auch die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor teilnehmen.

Das gesamte Jahr über werden Freizeitskipper für ihr Hobby werben und Heimatfreunde über die reiche Schifffahrtsgeschichte des Flusses informieren, auf dem früher Walfänger zu Fangreisen bis nach Grönland aufbrachen. Der Regionalhistoriker Rainer Brandt etwa eröffnet am Montag, 9. März, 18 Uhr, in der Volksbank-Schalterhalle in Bremervörde, Alte Straße 17, eine Fotoausstellung mit dem Titel "Der Bremervörder Hafen auf alten Fotografien". Gezeigt werden 60 Exponate aus der Sammlung des Heimatforschers, der auch den Festvortrag über den einstmals größten Stackbuschhafens Europas halten wird.

Geversdorf präsentiert
seine Flußgeschichte


Kann besichtigt werden: die "Ostetal"

Im Heimatmuseum des früheren Werft-Orts Geversdorf informiert Ortsheimatpfleger Günter Lunden vom 27. bis zum 30. August mit einer Ausstellung unter dem Titel "Ein Dorf und sein Fluss" über den Wandel an der Oste. Im Geversdorfer Hafen lädt der letzte Berufsfischer am Fluß, Walter Zeeck, zur Besichtigung seines Kutters "Ostetal" ein, mit dem er und seine Söhne Aale und Stinte aus Elbe und Oste holen.

Andere Fischarten waren in den vergangenen Jahrzehnten aus der Oste völlig verschwunden, vor allem Lachs und Stör. Um die Bemühungen zur Wiederansiedlung informiert die Ostepachtgemeinschaft (OPG), zu der sich über 20 Angelvereine mit 5600 Mitgliedern zusammengeschlossen haben, in einem Info-Zeit auf dem Fährmarkt, der am 24. Mai an der Ostener Schwebefähre gefeiert wird. Die beharrlichen Artenschutzbemühungen der Angelvereine waren, so OPG-Vorsitzender Wolfgang Schütz, so erfolgreich, dass die Oste seit einiger Zeit als "Deutschlands Lachsfluß Nummer eins" gelte.

An und auf allen
Fähren wird gefeiert


Mittelalterfest an der Fähre Brobergen

Gefeiert wird 2009 nicht nur an der 100 Jahre alten Schwebefähre, sondern auch an den beiden letzten historischen Prahmfähren, die auf den Ruf "Fährmann, hol över" noch immer den Fluß queren. An der Fähre in Brobergen steigt Pfingsten ein zweitägiges Mittelalterfest, an der benachbarten Fähre in Gräpel (ebenfalls Kreis Stade) findet am 20. Juni ein Open-Air-Konzert und am 6. September ein Fischerfest statt. In Bremervörde wird es zum Ostejahr wieder ein Hafenfest geben, es soll am Sonnabend, 15. August, stattfinden.

Einen spürbaren Schub erhoffen sich die Veranstalter des Festjahres für die Fahrgastschiffahrt auf der Oste. Nach der Inbetriebnahme moderner Oste-Anleger in Balje (Kreis Stade) und Oberndorf (Kreis Cuxhaven) sollen 2009 mit EU-Unterstützung neue Anlegemöglichkeiten auch in Osten und Hechthausen geschaffen werden; am künftigen Anleger im Hechthausen-Klint plant die Gemeinde für den 30. August ein Blaskonzert mit Musikanten von allen Flußabschnitten.

In die Hexenbucht und
in die Rammelbucht


Mocambo-Ziel Ostemündung

Während die Mündung mit dem Natureum, einem Naturkundemuseum zum Thema Elbe und Oste, seit einiger Zeit verstärkt auch von Fahrgastschiffen aus Brunsbüttel und Cuxhaven angesteuert wird, lädt die in Oberndorf/Oste beheimatete "Mocambo" 2009 zu einer Rekordzahl von Fahrten zwischen Bremervörde und den Seehundbänken in der Rammelbucht im Ostewatt ein (Infos: www.osteschifffahrt.de).

Zu dem Mocambo-Angebot zählen auch sieben abendliche Krimilesungen unter dem Motto "Mord an Bord im Abendrot" in der Hexenbucht bei Hemmoor.


Senioren

Einbeiniger springt
von Schwebefähre

Foto: Bölsche
Schwebefähre im britischen Middlesbrough

14. 1. 2009. Ein schwerbehinderter 81-Jähriger träumt von einem Bungee-Sprung von der Schwebefähre im nordenglischen Middlesbrough. Wie die britische Presse berichtet, will der Rentner George Swales, der 1968 bei einem Eisenbahnunglück ein Bein verloren hat, von der transporter bridge - einer von dreien in Großbritannien - springen. Der bislang älteste Bungee-Springer in Middlesbrough soll ein 70-Jähriger gewesen sein.


Bungee-Freund Swales

Mehr über Swales steht hier in der Evening Gazette, mehr über die letzten acht Schwebefähren der Welt auf www.schwebefaehre.org.


Energie

Windkraftgegner
sind in Sorge


Osten verspargelt - Montage von Nikolaus Ruhl

15. 1. 2009. In großer Sorge zeigen sich die Windkraftgegner an der Oste. Seit eine Art "Goldrausch" - so die Lokalpresse - ausgebrochen ist und der Run auf mögliche Standorte begonnen hat, fürchten sie, dass es an der Oste bald ähnlich aussehen könnte wie auf einer Fotomontage, auf der Nikolaus Ruhl, der Fotokünstler aus Achthöfen, seine Ängste vor einer "Verspargelung der Ostedeiche" zum Ausdruck bringt.

Letztes Jahr hatte der Regionalausschuß des Kreistages seine WKA-Standortentscheidungen zunächst verschoben - nicht nur angesichts demonstrierender Windkraftgegner aus Osten und Oberndorf, sondern auch in Erwaltung eines neuen Gesetzes, das mittlerweile in Kraft getreten ist und Anreize für Gemeinden enthält, die Windkraftanlagen beherbergen.

Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens für das Jahressteuergesetz 2009 hat der Gesetzgeber einen neuen Aufteilungsmaßstab für Windenergie-Unternehmen beschlossen. Danach können nunmehr auch die Standortgemeinden durch eine Steigerung des Gewerbesteueraufkommens in weitaus größerem Umfang als bisher von den Erträgen der Betreiberunternehmen profitieren.


Anti-WKA-Demo im Kreistag (Foto: Dubbert)

Bisher fiel die Gewerbesteuer für diese Betriebe dort an, wo die Arbeitnehmer des Unternehmens beschäftigt sind, also am Standort des Geschäftssitzes. Deshalb konnten die Gemeinden, in denen die Unternehmen die einzelnen Windkraftanlagen betreiben, nicht an den Erträgen partizipieren. Es fehlte daher der Anreiz, neue Vorranggebiete für die Ansiedlung von Windkraftanlagen auszuweisen.

Nun wird der zugrunde zu legende Steuermessbetrag zu lediglich 30 Prozent nach dem Zerlegungsmaßstab "Arbeitslöhne“ ermittelt. Zu 70 Prozent werden die bilanziellen Ansätze für das Sachanlagevermögen, bezogen auf die jeweiligen Standorte, ins Verhältnis gesetzt. Laut IHK Stade hat der Gesetzgeber damit die Möglichkeit dafür geschaffen, "dass Standortgemeinden, die für die Ansiedlung von Windkraftanlagen bereit sind, Einschränkungen beispielsweise im Tourismus hinzunehmen, einen finanziellen Ausgleich und damit einen Anreiz zur Förderung von Ansiedlungen erhalten".


Literatur

Fünf Juroren prüfen
94 Fähren-Morde

Die Jury-Vorsitzende Elke Loewe und die Krimi-Fans Hajo Morgenstern, Mirko Schädel, Claudia Vogeler und Renate Bölsche (v. r. n. l.) sichteten und bewerteten die Einsendungen zum Krimi-Wettbewerb

11. 1. 2009. In der Vollmondnacht zum Sonntag standen fünf Frauen und Männer in einem Reetdachhaus nahe der Oste vor einer schwierigen Aufgabe: Es galt, aus einem riesigen Stapel eingesandter Kurzkrimis zum Thema "Mord an der Schwebefähre" die besten Beiträge auszuwählen. Der Wettbewerb, ausgeschrieben zum "Jahr der Oste 2009" und zum 100-jährigen Bestehen der Schwebefähre Osten-Hemmoor, bildet den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im "Krimiland Kehdingen-Oste", wie die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ihr vor zwei Jahren gestartetes Literatur- und Tourismusförderungsprojekt nennt.


Ein Baudenkmal als fiktiver Tatort

Erfreut zeigte sich die Vorsitzende der Kurzkrimi-Jury, die Erfolgsautorin Elke Loewe aus Drochtersen-Hüll (Landkreis Stade), über die hohe Zahl von Einsendungen: Nicht weniger als 94 Autorinnen und Autoren aus den Oste-Landkreisen Rotenburg, Stade und Cuxhaven, aber auch aus anderen Bundesländern und sogar aus Österreich und Spanien hatten spannende Mordfälle konstruiert, die rund um das nationale Baudenkmal über der Oste spielen.

Außer Elke Loewe hatten vier weitere Juroren die 94 Mordfälle zu prüfen: Diplom-Bibliothekarin Renate Bölsche vom Arbeitskreis Krimiland aus Osten/Oste (Landkreis Cuxhaven), der Buchhändler Hajo Morgenstern aus Bremervörde (Landkreis Rotenburg), der Krimimuseumsleiter Mirko Schädel aus Stollhamm-Butjadingen (Landkreis Wesermarsch) und - als Krimi-Fan - Claudia Vogeler aus Hamburg, Witwe des Autors Volker Vogeler, der an der Oste eine dreistellige Zahl von Drehbüchern für TV-Krimis verfaßt hat.

Die Jury hat sich zu strengstem Stillschweigen verpflichtet. Erst bei der Preisverleihung am Sonnabend, 18. April, unter der Schwebefähre sollen die Namen der Preisträger bekannt gegeben werden. Rund zwei Dutzend der besten Kurzkrimis werden, wie der Mitveranstalter Wolf-Dietmar Stock ankündigt, im Verlag Atelier im Bauernhaus in Fischerhude (Landkreis Verden) als Taschenbuch mit dem Titel "Mord auf der Schwebefähre" erscheinen.

Fortsetzung auf www.krimiland.de.


Gastronomie

Festhalle weiter
in guten Händen


Ehepaar Dick beim Begrüßungsempfang

11. 1. 2009. Über hundert Ostenerinnen und Ostener gratulierten am Sonntag bei einem Begrüßungsempfang dem Gastronomen-Ehepaar Imke und Sascha Dick zur Übernahme der Festhallenpacht. Bürgermeister Carsten Hubert dankte dem bisherigen Wirt Klaus Licht und äußerte seine Freude darüber, dass es der Gemeinde gelungen sei, eine erfahrene Gastwirtsfamilie zu gewinnen, die in fünfter Generation den "Lindenwirt am Zollbaum" in der Samtgemeinde Am Dobrock bewirtschaftet.

Hubert erinnerte daran, dass die Halle in den 30er Jahren aus dem Material der vormaligen Schützenhalle erbaut und als Turnhalle genutzt worden war, nach dem Krieg zeitweise auch für Unterrichtszwecke. Dort wurden in den 50er und 60er Jahren die großen Dorffeste wie der Rosenmontag und das Schützenfest gefeiert. Nachdem Osten in den 70ern eine neue Sporthalle errichtet hatte, wurde der Bau unter dem damaligen Bürgermeister Siegfried Wichmann - der ebenfalls dem Empfang beiwohnte - 1986 in einen flexiblen Festsaal umgewandelt.

Für die Ostener Schützen gratulierte Präsident Wilfried Röndigs, der anschließend das Ostener Schützenlied anstimmte. Glückwünsche überbrachten auch Vertreter der Kirche, der Feuerwehr sowie vieler Vereine, darunter DRK und TSV, CDU und SPD, Fördergesellschaft Schwebefähre, Sportfischer, Wassersportler, Kulturmühle und die AG Osteland, die in der Festhalle an diesem Dienstag ihr fünfjähriges Bestehen feiert (sie unten).

Wirtin Imke Dick - Schwester von Iris Brandt (Schlachterei Brandt) - hat sich als Fußballerin und Trainerin sowie als 1. Vorsitzende des Tourismusvereins Wingst einen Namen gemacht.



Oste bei Niederstrich (Foto: Wolfgang Röhl)


Osterrönfeld

Ostens reiche
Partnergemeinde


Schwebefähre in Osterrönfeld

11. 1. 2009. Der Startschuss ist gefallen. In der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld, am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals unweit der zweitältesten deutschen Schwebefähre, soll in den kommenden Jahren ein Schwerlasthafen entstehen. Mit dem Okay des Kreis-Hauptausschusses konnte die zukünftige Betreibergesellschaft des Hafens, die "Neuer Hafen Kiel-Canal GmbH", die europaweite Ausschreibung für den Bau des 30-Millionen-Euro-Projektes starten.

Hintergrund der Pläne ist die Ansiedlung des Windenergieanlagen-Herstellers "Repower", der in Osterrönfeld ein großes Werk plant. In Zukunft sollen über den Hafen Osterrönfeld die Windenergieanlagen abtransportiert und vorgefertigte Teile aus aller Welt angelandet werden. Bis Mitte März sollen die Erdarbeiten beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, machen Anfang 2011 die ersten Schiffe fest.


Tourismus

Ferienquartier
direkt am Ufer


Brigitte Zühlkes "Osteperle"

30. 12. 2008. In Osten steht jetzt eine Ferienwohnung direkt an der Oste zur Verfügung. Über die "Osteperle" von Brigitte Zühlke informiert die neue Website osteperle.de. Brigitte Zühlke hat sich einen Namen als Ratsfrau (SPD-Fraktion) und durch ihr soziales Engagement für Alte und Kranke gemacht. - Bis Ende April gelten in der Ferienwohnung günstige Eröffnungspreise.

Dorf der Gastlichkeit
am Fluß der Lachse

Vor rund 100 Jahren gab es in Osten 16 Gasthöfe, schreibt die Oste-Kulturpreisträgerin Gisela Tiedemann-Wingst in der NEZ-Silvesterausgabe (Leseprobe hier). - Die Verdienste des Oste-KulturpreisträgersEgon Boschen aus Lamstedt um die Wiederansiedlung des Lachses in der Oste waren dieser Tage ebenfalls Thema in der NEZ (Leseprobe hier).


Jahr der Oste

Fünfer-Team plant
für die Festtage


Das Planungsteam für das Fährjubiläum

17. 11. 2008. Der Höhepunkt des Jahres der Oste 2009, das viertägige Fest zum 100-Jährigen der Schwebefähre vom 1. bis 4. Oktober, wird von einem Planungsteam der Fördergesellschaft vorbereitet, dem Bärbel Zander, Horst Ahlf, Thomas Ahders (Fa. Harlos), Lothar Klüser und Karl-Heinz Brinkmann (v. l. n. r.) angehören. Für alle Generationen soll ein abwechslungsreiches Programm angeboten werden. So wird - leicht anachronistisch - ein Doppelgänger von Kaiser Wilhelm I. an der Schwebefähre erwartet. Museumsschiffe, Torfkähne und anderen Wasserfahrzeuge geben sich auf der Oste ein Stelldichein. Musikalische Höhepunkte bilden eine Irish-Folk-Rock-Nacht mit "Paddy goes to Holyhead" und eine große Schlagerparty mit dem Rex-Richter-Quintett. Während des Jahres der Oste wird sich das Planungsteam auf verschiedenen Festen und Märkten mit einem Infostand zur 100-Jahr-Feier präsentieren.

Eingeleitet wird das Fest am 1. Oktober mit den Schüssen einer Salutbatterie, wie Horst Ahlf am Montag vor dem Verein Tourismus Osten e. V. ankündigte. Die Landfrauen werden sich auf dem Basbecker Ufer unter dem Motto "Wasserwelten" präsentieren. Die Fördergesellschaft gehe für das Jubiläum von Kosten in Höhe von rund 65 000 Euro aus.

70 000 Besucher in
diesem Jahr in Osten

Die Schwebefähre hat, so Ahlf weiter, in diesem Jahr bereits 35 000 zahlende Fahrgäste transportiert. Die Zahl der Osten-Besucher schätzt der Vereinsvorsitzende in diesem Jahr auf 70 000. Eine der Ursachen für die starke Resonanz sei die anhaltend intensive Medienberichterstattung über die Oste.


Schwebefähre

Förderverein geht
auf Werbereise

Foto: Ruhl
Vorstand der Fördergesellschaft

14. 12. 2008. Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre schickt im Jahr der Oste ein Promotion-Team auf den Weg, um mit Info-Ständen für das große Fährfest Anfang Oktober zu werben. Vorgesehen sind Auftritte unter anderem bei der Kieler Woche, Dorffest Osterrönfeld, beim Ball der Oste der AG Osteland, den Matjestagen in Wischhafen, beim Blütenfest in Drochtersen und natürlich beim Fährmarkt in Osten und beim Bahnhofstraßenfest in Hemmoor.

Die Jahreshauptversammlung des Vereins findet am Freitag, 30. Januar, 20 Uhr, im Ostener Fährkrug statt.


Tourismus

"Metronom" wirbt
für den Fährweg


Wanderführer zum Historischen Fährweg

13. 12. 2008. Ein 2005 eröffneter Wanderweg zwischen Osten und Basbeck findet jetzt landesweit Aufmerksamkeit. Die Kundenzeitschrift "momente", die in allen niedersächsischen Metronom-Zügen ausliegt, wirbt in ihrer aktuellen Ausgabe für den Historischen Fährweg in der Samtgemeinde Hemmoor.


"metronom"-Kundenzeitung "momente"

Auf dem Rundweg, heißt es, "erwandern Sie auf gut sechs Kilometern ein Jahrhundert Verkehrs- und Kulturgeschichte". Die Kundenzeitung, in der regelmäßig "die schönsten Lauf-, Wander- und Radwege in der Natur entlang der Metronom-Strecken" vorgestellt werden, empfiehlt: "Erleben Sie eine erholsame und spannende Zeitreise auf dem Rundwanderweg der alten Fährstraße bei Hemmoor im Osteland."


Eröffnung des Fährwegs im Herbst 2005

Über den Streckenverlauf heißt es in "momente": "Die Wanderung beginnt nahe dem Schnittpunkt von B 73 und B 495 am Parkplatz vor der Kirche. Hier endet der Rundweg auch wieder." Selbstverständlich können die Metronom-Passagiere aber auch den Bahnhof Hemmoor als Ausgangs- und Endpunkt wählen.


Verlauf des des Historischen Fährwegs (lila)

Der Historische Fährweg war 2005 von Jochen Bölsche für die AG Osteland konzipiert und im Herbst desselben Jahres eröffnet worden. Das Begleitheft mit vielen heimatkundlichen und -geschichtlichen Informationen ist mittlerweile vergriffen, weil sich kein Sponsor für einen Nachdruck gefunden hat. Allerdings kann der reich bebilderte Wanderführer - worauf auch die Metronom-Zeitung hinweist - aus dem Internet als PDF- oder Word-Datei heruntergeladen werden - unter www.niederelbe.de/faehrweg.

Leider hat die "momente"-Redaktion es versäumt, darauf hinzuweisen, dass der Fährweg vom Jahr der Oste an über eine weitere, weltweit einmalige Attraktion verfügen wird: eine "Schwebefähren-Infomeile", an der acht von der AG Osteland gestaltete Großtafeln in Wort und Bild über die acht noch existierenden Schwebefähren informieren.


Schwebefähren

Lichterglanz für die
Rendsburger Brücke


Illuminierte Rendsburger Schwebefähre

13. 12. 2008. Osten hat es vorgemacht: Seit zwei Jahren wird die Fähre allabendlich illuminiert. Das ist jetzt auch für die Hochbrücke und die Schwebefähre zwischen Rendsburg und Osterrönfeld vorgesehen, die bisher nur bei besonderen Anlässen angestrahlt wurde.

Geplant wird die Illuminierung von der Arbeitsgemeinschaft "Eider- und Kanalregion", zu der sich 21 Gemeinden und zwei Städte mit 75000 Einwohnern zusammengeschlossen haben. Vor allem im Tourismus soll die Kleinteiligkeit ein Ende haben.

Unter anderem soll der vorhandene Radweg am Kanal - der Nordabschnitt der Deutschen Fährstraße - aufgepeppt werden kann, wie Monika Heise von der Tourist Information Nord-Ostsee-Kanal (tinok.de) ankündigt. Nachgedacht wird über Herbergen für Radwanderer an den Ufern, einen neuen Wohnmobilstellplatz an der Fähre in Schacht-Audorf, einen maritimen Erlebnisspielplatz für Kinder und Erwachsene an der Osterrönfelder Seite der Schwebefähre sowie die Beleuchtung der Eisenbahnhochbrücke. Finanziert werden sollen die Maßnahmen aus einem 600000-Euro-Topf mit Geldern von Bund, Land und Aktiv-Region-Kommunen, schreiben die Kieler Nachrichten.


Feuerwehr

Nikolaus seilt sich
von der Fähre ab

13. 12. 2008. Feuerwehrmänner im Nikolaus-Kostüm haben sich von der Schwebefähre im britischen Middlesbrough abgeseilt. Mit der Aktion wollten die Firefighters auf die gesteigerte Brandgefahr in der Weihnachtszeit hinweisen, berichtet die britische Presse. Auch in England gibt es im Dezember mehr Wohnungsbrände als in jedem anderen Monat.


Presse

Journal-Bericht
zum Jubeljahr


Das Jahr der Oste im Cux-Journal

29. 11. 2008. Vier Wochen vor dem Beginn des Jahres der Oste, das von der AG Osteland ausgerufen worden ist, hat das "Cux-Journal", das im gesamten Kreis Cuxhaven verbreitet wird, die Pläne für das Festjahr vorgestellt. In dem zweiseitigen Bericht wird auch auf die Website www.jahr-der-oste.de hingewiesen, die über den aktuellen Planungsstand berichtet. Zuvor bereits hatten unter anderem die Niederelbe-Zeitung, die Bremervörder Zeitung und die Zevener Zeitung auf Sonderseiten über das bevorstehende Festjahr berichtet. - Die Planungen für 2009 stehen auch im Mittelpunkt der nächsten Vorstandssitzung der AG Osteland an diesem Montag, 1. Dezember, im Gasthaus Pülsch in Iselersheim.


Jahr der Oste

Fünfer-Team plant
für die Festtage


Das Planungsteam für das Fährjubiläum

17. 11. 2008. Der Höhepunkt des Jahres der Oste 2009, das viertägige Fest zum 100-Jährigen der Schwebefähre vom 1. bis 4. Oktober, wird von einem Planungsteam der Fördergesellschaft vorbereitet, dem Bärbel Zander, Horst Ahlf, Thomas Ahders (Fa. Harlos), Lothar Klüser und Karl-Heinz Brinkmann (v. l. n. r.) angehören. Für alle Generationen soll ein abwechslungsreiches Programm angeboten werden. So wird - leicht anachronistisch - ein Doppelgänger von Kaiser Wilhelm I. an der Schwebefähre erwartet. Museumsschiffe, Torfkähne und anderen Wasserfahrzeuge geben sich auf der Oste ein Stelldichein. Musikalische Höhepunkte bilden eine Irish-Folk-Rock-Nacht mit "Paddy goes to Holyhead" und eine große Schlagerparty mit dem Rex-Richter-Quintett. Während des Jahres der Oste wird sich das Planungsteam auf verschiedenen Festen und Märkten mit einem Infostand zur 100-Jahr-Feier präsentieren.

Eingeleitet wird das Fest am 1. Oktober mit den Schüssen einer Salutbatterie, wie Horst Ahlf am Montag vor dem Verein Tourismus Osten e. V. ankündigte. Die Landfrauen werden sich auf dem Basbecker Ufer unter dem Motto "Wasserwelten" präsentieren. Die Fördergesellschaft gehe für das Jubiläum von Kosten in Höhe von rund 65 000 Euro aus.

70 000 Besucher in
diesem Jahr in Osten

Die Schwebefähre hat, so Ahlf weiter, in diesem Jahr bereits 35 000 zahlende Fahrgäste transportiert. Die Zahl der Osten-Besucher schätzt der Vereinsvorsitzende in diesem Jahr auf 70 000. Eine der Ursachen für die starke Resonanz sei die anhaltend intensive Medienberichterstattung über die Oste.


Schwebefähre

Windkraft gefährdet
Kulturerbe-Status


Schwebefähre Osten - Hemmoor (Foto: W. Röhl)

8. 11. 2008. Goldgräberstimmung zwischen Elbe und Weser: Im Kreis Cuxhaven haben Interessenten mehr als 150 Windkraft-Standorte beantragt. Über die Genehmigung von Standorten befindet der Regionalausschuß des Kreises am Mittwoch, 19. November, 14.30 Uhr, im Kreishaus.

Bislang steht nur fest: Ausgeschlossen sind Standorte in Einflugschneisen, in Wohn- und Naturschutzgebieten und an Bahnstrecken. Auf ein anderes mögliches Ausschlußkriterium haben Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege bereits vor drei Jahren bei einem Fachgespräch in Osten hingewiesen.

Danach würden Windkraftanlagen in Sichtweite der Schwebefähre eine Erhebung des nationalen Baudenkmals in den begehrten Stand des Unesco-Weltkulturerbes verhindern, weil sie die Wirkung dieser Landmarke beeinträchtigen würden.

Die Schwebefähre als Weltkulturerbe - das ist kurzfristig kaum durchsetzbar, langfristig aber nicht ausgeschlossen. Wie der niedersächsische Kulturminister Lutz Stratmann (CDU) 2007 zu einer entsprechenden Anregung des Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland e. V. erklärte, wird die von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossene aktuelle deutsche Anmeldeliste für das Unesco-Weltkulturerbe frühestens 2017 abgearbeitet sein. Eine nachträgliche Nominierung der Schwebefähre für die bereits geschlossene "Tentativliste" würde laut Stratmann die Anerkennung der schon angemeldeten und mit den anderen Bundesländern abgestimmten beiden niedersächsischen Vorschläge, die Oberharzer Wasserwirtschaft und das Faguswerk in Alfeld, gefährden.

Die Landesregierung sei jedoch bereit, "auf jeden Fall die Schwebefähre als eines der möglichen Objekte für die Erweiterung der Liste nach 2017 zu berücksichtigen", so Stratmann.

Einen anderen möglichen Weg in Richtung Weltkulturerbe prüft zur Zeit der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner, der Mitglied der AG Osteland ist. Dazu findet am 19. November in Rendsburg ein Gespräch mit Vertretern der Kieler Staatskanzlei, des Kieler Agrarministeriums, des Landesamtes für Denkmalpflege und des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein statt. Der Arbeitskreis Deutscher Schwebefähren der AG Osteland ist in Rendsburg durch seinen Sprecher Jochen Bölsche (Osten) vertreten.


Schwebefähre in Buenos Aires (um 1915)

Nachdem die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao im Sommer 2006 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden war, soll jetzt die Möglichkeit einer gemeinsamen Initiative der übrigen sieben Schwebefähren unter der Federführung der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires erörtert werden.


Denkmalschutz

Glückwünsche für
die Ehrenfährfrau


Dienstjubilarin Birgit Greiner (Archivfoto)

8. 11. 2008. Die Cuxhavener Bauamtsrätin Birgit Greiner konnte zur Monatswende auf eine 25-jährige Dienstzeit im Kreishaus zurückblicken (mehr über ihre Karriere auf der Kreis-Website). Für ihren Einsatz für die Sanierung der Schwebefähre war Birgit Greiner 2006 von Bürgermeister Carsten Hubert zur "Ehrenfährfrau" ernannt worden. Die AG Osteland verlieh ihr den Oste-Kulturpreis "Goldener Hecht" (Laudatio-Text hier). Auch oste.de gratuliert zum Dienstjubiläum.



 

Schwebefähre

Das Phantom
geht weiter um


Die Schwebefähre bei Nacht

1. 11. 2008. Der angebliche Schwebefähren-Erbauer und Eiffel-Schüler Louis Pinette hat, wie auf dieser Website ausführlich berichtet, nie gelebt. Dennoch treibt das Phantom in Osten weiter sein Unwesen, wie uns unser Leser Karl-Heinz Glowsky aus der Bütower Str. 9 in Castrop-Rauxel schreibt:

"Am 20. 10. 2008 hatte ich das Vergnügen, endlich mal mit der Ostener Schwebefähre zu fahren. ... Vor Fahrtantritt mit diesem filigranen Bauwerk über die Oste habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht und von dem Phantom Louis gelesen. Auf der Fähre angekommen, wollte ich nun vom Fährmann wissen, wer der Baumeister dieser Fähre war. Ich weiß nicht, ob die Antwort wider besseren Wissens gegeben wurde, aber heraus kam: Es war Louis Pinette, ein Schüler Eiffels. Als Hobbyhistoriker bin ich der Meinung, dass die Jubiläumsfeier 2009 Anlass sein müsste, mit solchen Defiziten endlich aufzuräumen, was meines Wissens wohl auch Ihre Zielsetzung ist. Ich wünsche dazu viel Erfolg."


ADFC

Spontan-Tour an
die "Traumstraße"


ADFC-Radwanderer am Ostedeich

13. 10. 2008. Die Nachricht, dass die Deutsche Fährstraße vom mdr-Publikzm zu "Deutschlands Traumstraße Nummer zwei" gewählt worden ist, hat ein Dutzende Mitglieder des ADFC Cuxhaven am Wochenende zu einer Spontantour an die Oste veranlaßt. Zur Belohnung servierten die Ostener ADFC-Tourenleiter Monika und Peter Prüß den Gästen selbstgebackene "Osteland-Torte". Zurück nach Cuxhaven ging es per Metronom und in Einzelfällen auch per Rad (insgesamt 120 Kilometer).


Zur Belohnung gibt es Osteland-Torte

Das Ehepaar Prüß organisiert, wie berichtet, zum fünfjährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße im Mai 2009 für den ADFC und die AG Osteland eine (bereits ausgebuchte) Tour von Schwebefähre zu Schwebefähre.


Osteland

"Partnerschaft
wird gelebt"


Illuminierte Schwebefähre am Nord-Ostsee-Kanal

12. 10. 2008. Die "Freundschaft im Zeichen der Schwebefähren", die Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld, ist "mit Leben erfüllt worden". Das versicherten übereinstimmend die Bürgermeister der beiden Partnergemeinden, Bernd Sienknecht und Carsten Hubert, am Sonnabend bei einem Abendessen im Rendsburger "Ships Welcome Point".


Abendessen im "Ships Welcome Point"

Anderthalb Dutzend Teilnehmer, darunter Vertreter von Rat, Verwaltung und Vereinen aus Osten, waren der Einladung der AG Osteland e. V. gefolgt, die zum viertenmal eine Fahrt zum härtesten Ruderrennen der Welt, dem Eon-Hanse-Cup, nach Rendsburg veranstaltet hatte.


Die Fährgondel - diesmal für Autos gesperrt

Optischer Höhepunkt am Samstagabend war ein imposantes Feuerwerk über der illuminierten Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld, das die Gäste von der Oste gemeinsam mit den Freunden aus Osterrönfeld betrachteten.


Mit dabei: CDU-Ratsfrau Susanne Heinsohn (r.)

Auch die unvergleichliche Atmosphäre der Hansecup-Party - Stargast diesmal: Lotto King Karl - zog die Besucher, darunter auch der AG-Osteland-Vorsitzende Gerald Tielebörger, in ihren Bann.


Unter der Schwebefähre: O'feld trifft Osten

Bereits am Samstagnachmittag hatte Osteland-Gründungsmitglied Carsten Hubert, der die Tour in diesem Jahr organisiert hatte, als Crew-Mitglied des "Bürgermeisterbootes" daran mitgewirkt, den 4. Platz im traditionellen Drachenbootrennen unter der Schwebefähre zu erringen.


DLRG-Boote sichern die Regatten

Mehr über die Partnerschaft zwischen Osten und Osterrönfeld auf dieser SONDERSEITE.

Deutschland-Achter
holte sich den Sieg


Kein Rennen ist härter: der Kanal-Cup

Bei dem Langstreckenrennen auf dem Kanal, bei dem am Sonntagmittag Deutschland siegte, traten ausschließlich Boote der Königsklasse, des Achters, gegeneinander an. "So ein renommiertes Feld hatten wir noch nie. Die Weltspitze ist vertreten. Es ist toll, wie sich der Anlass über die Jahre entwickelt hat", sagte Organisator Wolfgang Berndt.

Die Strecke beträgt 12,7 Kilometer. Weltweit gibt es kein ähnlich langes Rennen für diese Bootsklasse. Das traditionelle Rennen auf der Themse zwischen den Universitäten Cambridge und Oxford geht über 6779 Meter. Der Startpunkt  befindet sich in Breiholz, die Ziellinie wurde bei der Schwebefähre in Rendsburg festgelegt.

Osterrönfeld heißt
Osten willkommen


Hubert (r.) im Bürgermeisterboot (Archivbild)

26. 9. 2008. Auf der Website www.osterroenfeld.de schreibt Bernd Sienknecht, Bürgermeister der Ostener Partnergemeinde, über die  Hansecup-Regatta am Wochenende 11. / 12. Oktober, zu der wieder die AG Osteland nach O'feld reist: "Neben dem härtesten Runderennen der Welt ist ein schönes Rahmenprogramm vorbereitet worden. Warten wir ab, in welcher Form sich der deutsche Achter beim Eon-Hanse-Cup  präsentiert. Auch die Rennen der Vereine wird sicher wieder spannend. Besonders freut es mich, dass sich auch in diesem Jahr wieder eine Delegation aus unserer Partnergemeinde Osten mit ihrem Bürgermeister Carsten Hubert an der Spitze auf den Weg macht. Herzlich Willkommen!"


Fährjubiläum

Kaiser-Visite, Umzug
und "Oste in Flammen"


Die falsche Majestät aus Bad Bevensen

27. 9. 2008. Kaiser Wilhelm II. hat zwar den Elbtunnel eröffnet und die Wuppertaler Schwebebahn besucht, aber niemals die Ostener Schwebefähre. Dafür wird der Kaiser - genauer gesagt: sein Großvater Wilhelm I., noch genauer: ein Double aus Bad Bevensen samt Hofstaat - Osten aus Anlaß der 100-Jahr-Feier der Fähre vom 1. bis 4. Oktober 2009 beehren.

Das viertägige Fest, Höhepunkt des Jahres der Oste, wird von der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor organisiert. Vizevorsitzender Karl-Heinz Brinkmann hat schon jetzt, neben dem Kaiserbesuch, eine Reihe anderer Attraktionen auf dem Zettel.

Nach dem offiziellen Festakt am Freitag, 1. Oktober, bei dem der Vorstand in historischer Kleidung auftritt, Böllerschüssen der "Leher Salutbatterie" und dem Auftritt des falschen Kaiserdoubles folgen nachmittags ein Mitmachzirkus für Kinder (Leitung: Rilana Pass vom Jugendtreff Osten) sowie im Festzelt eine historische Modenschau, Vorführungen von alten Handwerkskünsten und das "Dinner for one" op Platt.


Führt Regie: Heimatpfleger Frank Auf dem Felde

Am Abend führen Ostener Laienspieler unter der Regie von Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde im Zelt plattdeutsche Sketche und Geschichten rund um die Schwebefähre auf.

Am Freitag, 2. Oktober, wird in der Festhalle eine Ausstellung von historischen Schwebefähren-Postkarten aus der Sammlung von Rüdiger Toborg eröffnet. Dazu zeigt das Rendsburger AG-Osteland-Mitglied Klaus Schmidt seine Briefmarkensammlung mit Brücken- und Fähren-Motiven aus aller Welt. Nach einem nachmittäglichen Kaffee-und-Kuchen-Konzert der Gruppe "Siste" steht abends die "Oste in Flammen": Fackeln leuchten auf den Deichen und auf Booten Hemmoorer Segler. Abends sind in Kooperation mit dem Culturkreis Hemmoor Konzerte im Festzelt und auf einer Open-Air-Bühne an der Festhalle geplant.

Am Sonnabendnachmittag musizieren im Festzelt die Landfrauenband Osterrönfeld und das Akkordeonorchester Eckernförde. Für den Abend ist die Folk-Rock-Band "Paddy goes to Holyhead" gebucht.

Für den Sonntag, 4. Oktober, wird ein Hafenkonzert mit Radio Bremen oder ein "Maritimer Frühschoppen" angestrebt. Nachmittags findet ein großer Festumzug mit Wagen von Vereinen und Gewerbetreibenden in historischer Tracht unter anderem aus Osten, Hemmoor und Osterrönfeld statt, unter anderem wird ein Brauerei-Vierspänner erwartet. Abends sind alle ehrenamtlichen Helfer zur After-Show-Party eingeladen.


Sonderstempel für das Fährjubiläum

An allen vier Festtagen stehen auf dem Festplatz Karussels, Oldtimer, Modellschiffe und Buden aller Art. Vieleicht steigt auch ein Heißluftballon oder ein Zeppelin über der Schwebefähre auf. Auch Traditionsschiffe werden erwartet. Auf zwei Bühnen während der Festtage sorgen Spielmannszüge, Chöre und Sportvereine für ein Rahmenprogramm. Ein Postamt stempelt Karten mit einem Sonderstempel ab.



 

Tourismus

Ferienroute aus Osten
ist eine "Traumstraße"


Das Team filmt eine Karte der "Fährienstraße"

21. 9. 2008. Das Fernsehpublikum hat entschieden: Die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel darf den Titel "Traumstraße Deutschlands" führen. Bei einer Internet-Abstimmung des Mitteldeutschen Rundfunks (mdr) wurde die maritime Themenroute, die von der Oste zur Ostsee führt, unter die "Top Ten" der deutschen Ferienstraßen gewählt. Aus diesem Anlaß wird die "Fährienstraße" am Mittwoch, 8. Oktober, 20.15 Uhr, in der populären mdr-Sendung "Top Ten" vorgestellt.

Am Wochenende hat ein mdr-Team bereits Aufnahmen von den Attraktionen der Ferienstraße entlang der Oste gedreht, unter anderem von der Kinderfähre am Vörder See in Bremervörde (Kreis Rotenburg), von den Prahmfähren in Gräpel und Brobergen (Kreis Stade), von der Schwebefähre Osten - Hemmoor sowie von der ehemaligen Ostseefähre "Ostekieker" und der Klappbrücke in Oberndorf (Kreis Cuxhaven).


Zwei "Königskinder" an der Mehe

An der Mehe bei Lamstedt (Kreis Cuxhaven) spielten zwei Laiendarsteller die Rolle der beiden Königskinder, die im Märchen das tiefe Wasser zwischen sich zu überwinden trachten - Symbol für die uralten Bemühungen des Menschen, Gewässer zu überbrücken.

Die Deutsche Fährstraße war - auf die Woche genau - fünf Jahre vor dem Votum der Fernsehzuschauer in Osten konzipiert worden, um die beiden einzigen deutschen Schwebefähre an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal gemeinsam zu vermarkten. Touristen sollen auf 250 Kilometern alle Möglichkeiten erfahren können, die der Mensch je ersonnen hat, um ein Gewässer zu überqueren - von der Furt in Bremervörde über Hochbrücken und Fähren aller Art bis zu den gigantischen "Kreuzfährschiffen" in der Kieler Förde.


Bölsche und Tielebörger im TV-Interview

In einem Interview, das in Osten aufgezeichnet wurde, brachten die als "Väter der Fährstraße" vorgestellten Vorsitzenden der AG Osteland, Gerald Tielebörger und Jochen Bölsche, ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die 2004 durch ehrenamtliches Engagement entstandene 150. Ferienstraße der Bundesrepublik beim mitteldeutschen TV-Publikum eine derart positive Resonanz gefunden hat.

Der mdr hat bislang nur publik werden lassen, dass die Fährstraße zu den zehn am besten bewerteten von insgesamt 50 nominierten Routen gehört. Das Geheimnis, auf welchem Platz unter den "Top Ten der Traumstraßen Deutschlands" sie rangiert, soll erst in der Sendung am 8. Oktober gelüftet werden.

Träger der Deutschen Fährstraße ist die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., der mittlerweile 275 Mitglieder aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein angehören, darunter 25 Bürgermeister.

Die Route war bereits vor zwei Jahren von der "Frankfurter Rundschau" unter den fünf besten deutschen Ferienstraßen aufgeführt worden. Von der Deutschen Zentrale für Tourismus wird sie weltweit in zehn Sprachen beworben, darunter auf Chinesisch und Japanisch. Als einzige deutsche Ferienstraße war sie 2007 von der japanischen Regierung eingeladen worden, sich auf einem Tourismus-Symposium in Tokio vorzustellen.


AG Osteland

100 Veranstaltungen
im "Jahr der Oste"


60-plus-Klönschnack: Viel Interesse am Festjahr

18. 9. 2008. Eine Rekordbeteiligung verzeichnete die SPD-AG 60 plus in der Samtgemeinde Hemmoor bei ihrem Klönschnack am Donnerstag in der Ostener Festhalle: Jochen Bölsche (Osten)von der AG Osteland referierte über die Pläne für das Jahr der Oste 2009. Der Vorsitzende Tage Hansen konnte fast drei Dutzend Besucherinnen und Besucher begrüßen, die sich bei Kaffee und Torte über die Entstehung der AG Osteland, die im Januar 2004 gegründet wurde, und das Festjahr unterrichten ließen. Die AG Osteland rechne, so Bölsche, für 2009 mit rund 100 Veranstaltungen von der Quelle bis zur Mündung.


AG-Osteland-Sprecher Bölsche (Foto: Archiv)

Den aktuellen Planungsstand hat kürzlich die Rotenburger Rundschauhier  - ausführlich dargestellt.

Vor kurzem hatten die Osteland-Vorstandsmitglieder Gerald Tielebörger und Curt Schuster vor den Hemmoorer CDU-Senioren über die Arbeit der "Lobby für die Oste" und das Festjahr informiert. Mehr unter www.jahr-der-oste.de


Schützen

Gastfreundschaft
in O'feld genossen


O'felder Ball: Freundschaft im Zeichen der Fähre

16. 9. 2008. Mit der bislang größten Delegation waren die beiden Schützenvereine aus Osten am Wochenende beim Schützenball in der Partnergemeinde Osterrönfeld - kurz "O'feld" - vertreten. Angereist waren erstmals ein gutes Dutzend Schützinnen und Schützen aus Osten. Die legendäre Osterrönfelder Gastfreundschaft genossen der Ostener Schützenpräsident Wilfried Röndigs mit Ehefrau Uschi und der Isenseer Vizepräsident Björn Zühlke, das Ostener Vorjahres-Königspaar Karl-Heinz und Monika Gruschka, der 1. stellvertretende Bürgermeister Gerd Wichers mit Ehefrau Helga (ebenfalls Vorjahres-Königspaar) sowie die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Silke Mahler und Ehemann Jan.


Abholen der 2007er Osterrönfelder Majestäten

Die Ostener Abordnung wurde verstärkt durch Schützenadjutant Christoph Renelt und Ehefrau Dr. Edda Renelt sowie AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Arbeitskreis deutscher Schwebefähren) und Ehefrau Renate.


Besichtigung des Leitstandes der Schwebefähre

Die Gastgeber um den Vorsitzenden Hans-Peter Wachholz und Günter Sienknecht (Festausschuß) hatten für die Besucher aus Niedersachsen ein hochinteressantes Besichtigungsprogramm vorbereitet: Nach dem vormittäglichen Abholen der Majestäten, dem Festumzug und einem Imbiß im Dorfgemeinschaftshaus wurde der Leitstand der Schwebefähre Rendsburg - Osterrrönfeld erklommen, der Kanaltunnel in Augenschein genommen und im schönen Kanal-Café die Aussicht auf die meistbefahrene künstliche Schifffahrtsstraße der Welt genossen.


Neue Majestäten Gitta Ströh, Thomas Sienknecht

Die neuen Majestäten, die abends proklamiert wurden, entstammen zwei Familien, die vielen Ostenern aus aktive Verfechter der "Partnerschaft im Zeichen der Schwebefähre" vertraut sind: Königin Gitta Ströh ist die Ehefrau des O'felder Vizebürgermeisters Klaus Ströh, Thomas Sienknecht ist Schießwart und Bruder von Bürgermeister Bernd Sienknecht.

Viele Fotos vom Schützenball stehen auf dieser SONDERSEITE.

Alles über die Gemeindepartnerschaft kann hier nachgelesen werden.


Heimatmuseum

Ein Besuch
lohnt immer


Ostener Museumsführerin Erna Rettich

8. 9. 2008. Auch am vorigen Wochenende zeigten sich wieder Touristen begeister vom Ostener Heimat- und Buddelmuseum, in dem Erna Rettich mit Humor, Freundlichkeit und Sachverstand das Osten von gestern und vorgestern und das bizarre Buddelmuseum der Familie ten Doornkaat präsentierte.


Apotheken-Utensilien im Heimatmuseum

Übrigens: In den Räumen des Museums, in dem auch alte Ostener immer wieder Neues entdecken, finden sich auch - als Leihgabe der demnächst 200 Jahre alten Dorfapotheke (siehe unten) - historische Pillendreher-Utensilien.

Mehr über das Museum hier.


Schützen

Gastfreundschaft
in O'feld genossen


O'felder Ball: Freundschaft im Zeichen der Fähre

14. 9. 2008. Mit der bislang größten Delegation waren die beiden Schützenvereine aus Osten am Wochenende beim Schützenball in der Partnergemeinde Osterrönfeld - kurz "O'feld" - vertreten. Angereist waren erstmals ein gutes Dutzend Schützinnen und Schützen aus Osten. Die legendäre Osterrönfelder Gastfreundschaft genossen der Ostener Schützenpräsident Wilfried Röndigs mit Ehefrau Uschi und der Isenseer Vizepräsident Björn Zühlke, das Ostener Vorjahres-Königspaar Karl-Heinz und Monika Gruschka, der 1. stellvertretende Bürgermeister Gerd Wichers mit Ehefrau Helga (ebenfalls Vorjahres-Königspaar) sowie die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Silke Mahler und Ehemann Jan.


Abholen der 2007er Osterrönfelder Majestäten

Die Ostener Abordnung wurde verstärkt durch Schützenadjutant Christoph Renelt und Ehefrau Dr. Edda Renelt sowie AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Arbeitskreis deutscher Schwebefähren) und Ehefrau Renate.


Besichtigung des Leitstandes der Schwebefähre

Die Gastgeber um den Vorsitzenden Hans-Peter Wachholz und Günter Sienknecht (Festausschuß) hatten für die Besucher aus Niedersachsen ein hochinteressantes Besichtigungsprogramm vorbereitet: Nach dem vormittäglichen Abholen der Majestäten, dem Festumzug und einem Imbiß im Dorfgemeinschaftshaus wurde der Leitstand der Schwebefähre Rendsburg - Osterrrönfeld erklommen, der Kanaltunnel in Augenschein genommen und im schönen Kanal-Café die Aussicht auf die meistbefahrene künstliche Schifffahrtsstraße der Welt genossen.


Neue Majestäten Gitta Ströh, Thomas Sienknecht

Die neuen Majestäten, die abends proklamiert wurden, entstammen zwei Familien, die vielen Ostenern aus aktive Verfechter der "Partnerschaft im Zeichen der Schwebefähre" vertraut sind: Königin Gitta Ströh ist die Ehefrau des O'felder Vizebürgermeisters Klaus Ströh, Thomas Sienknecht ist Schießwart und Bruder von Bürgermeister Bernd Sienknecht.

Viele Fotos vom Schützenball stehen auf dieser SONDERSEITE.

Alles über die Gemeindepartnerschaft kann hier nachgelesen werden.


Einzelhandel

Rabatt bis
Monatsende


Vor der Schließung: der Laden am Fährplatz

14. 9. 2008. Mit vielen Hoffnungen und Wünschen war erst vor gut einem Jahr am Ostener Fährplatz das Oste-Huus (Kunst, Souvenirs, Delikatessen) eröffnet worden. Jetzt hat Corinna Kolf - engagierte 1. Vorsitzende des Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen und bis vor kurzem auch noch Vorstandsmitglied in der AG Osteland - zum 30. September die Schließung des Ladens angekündigt, über die im Ort schon seit Monaten gemunkelt worden war. Bis zum Monatsende sind viele Waren mit Rabatt erhältlich.

Blick zurück: Fotos von der Eröffnung 2007 stehen hier.


Gastronomie

Festhalle in
besten Händen

14. 9. 2008. Das Rätselraten um die Zukunft der kommunalen Festhalle ist beendet: Die Gemeinde Osten kann in Kürze bekanntgeben, dass als Nachfolger von Klaus Licht , dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft, eine beliebte, hochkompetente Gastronomin aus der Wingst vorgesehen ist.


Fährmuseum

Ausschau halten
nach Exponaten


Soll Museum werden: Hammannsche Scheune

12. 9. 2008. In einem Appell an alle Ostener bitten Bürgermeister Carsten Hubert und Gemeindedirektor Dirk Brauer darum, nach möglichen Ausstellungsstücken für das geplante Fluß- und Fährmuseum Ausschau zu halten. In einem Brief an alle Ostener heißt es wörtlich:

"Wir möchten Sie einladen, sich an der Zusammenstellung und Sammlung möglicher Ausstellungsstücke für das Fähr- und Flussmuseum zu beteiligen, damit die gezeigten Exponate so authentisch und Osten-typisch wie nur möglich sind. Nur auf diese Weise haben wir die Chance, etwas Einmaliges zu schaffen, denn ein Museum 'steht und fällt' mit seiner Sammlung.


Schwebefähren-Museum in Middlesbrough

Deshalb bitten wir Sie nach möglichen Ausstellungsstücken für das Museum Ausschau zu halten. In Frage kommt alles, was in einem thematischen Bezug zur Schwebefähre und der damit verbundenen Situation der Oste steht. Von Interesse sind nicht nur 'Hochglanzstücke', sondern auch Dinge, die beinahe in Vergessenheit geraten sind und sich vielleicht auf dem Dachboden, in einem Kellerraum, in der Garage oder im Garten Ihres Hauses befinden. Dabei kann es sich um Gegenstände handeln, die in einem sachlichen Zusammenhang mit der Schwebefähre und 'ihrem' Fluss stehen, aber auch um Alltagsgegenstände aus der Zeit des Fährbaus. Wichtig sind daneben Bilder, Briefe und andere 'Dokumente', die einen Bezug zum Thema des geplanten Museums haben könnten. Stücke, die Sie der Gemeinde für eine mögliche Sammlung zur Verfügung stellen, bleiben in Ihrem Eigentum.


Schwebefähren-Museumsstube in Newport

Ebenso dankbar sind wir schließlich für Hinweise auf potentielle Exponate, von denen Sie wissen, die Sie aber selbst nicht besitzen. Die Gemeinde würde in diesen Fällen die nötigen Kontakte herstellen und sich gegebenenfalls um eine Beschaffung kümmern. Selbstverständlich werden wir auch mit Fachleuten außerhalb Ostens nach geeigneten Exponaten suchen; zunächst möchten wir uns aber auf 'unsere eigenen Funde' und unser lokales Gedächtnis konzentrieren.


Schwebefähren-Museum in Rochefort

Jedes Stück ist zunächst willkommen und kann im Gemeindebüro bei Herrn Juls zu den Büroöffnungszeiten gebracht werden. Natürlich freuen wir uns auch über die Bereitschaft älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihr Wissen aus der Zeit des Fährbaus für nachkommende Generationen bereitzustellen. Da eine verwertbare Aufnahme mündlicher Beiträge Zeit und Gründlichkeit verlangt, würden wir dann mit Ihnen einen gesonderten Termin für ein Gespräch in Ruhe verabreden."

Vor fünf Jahren konzipiert:
das Fähr- und Flußmuseum


Anstoß: Denkschrift vom 8. 9. 2003 (Text)

Der Aufruf der Gemeinde ergeht ziemlich genau fünf Jahre nach der Vorlage einer von Jochen Bölsche (Osten) verfaßten Denkschrift mit dem Titel "Projekt Deutsches Fährmuseum und Deutsche Fährstraße". Das Konzept (hier im Internet) wurde am 8. September 2003 an rund hundert Adressaten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Touristik versandt.

Die darin vorgeschlage Deutsche Fährstraße konnte bereits neun Monate später eröffnet werden. Die Forderung nach einem Fähr- und Flußmuseum gehört seit Januar 2004 zu den wichtigsten Zielen der damals gegründeten AG Osteland., über die es in Paragraph 2 der Satzung heißt:

"Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung, und zwar insbesondere a) Bewahrung des Natur- und Kulturerbes sowie des maritimen Erbes entlang der Oste, b) Förderung eines Fähr- und Flussmuseums, c) Erschließung der Natur- und Kulturgüter der Region durch einen umweltverträglichen Tourismus, insbesondere durch Förderung von Wander-, Rad- und Wasserwanderwegen im Zuge einer Ferienstraße ("Deutsche Fährstraße"), d) die Förderung der Heimatpflege in den Gemeinden entlang der Oste."


Osten

Immer Ärger mit
der Oste-Webcam


Webcam-Bild aus Osten (10. September, 21 Uhr)

10. 9. 2008. Zur Qualität der - zur Zeit kaum aktualisierten - Webcam-Bilder auf der Homepage der Samtgemeinde Hemmoor erreicht uns die folgende Zuschrift von Frau Barbara Amann aus Osten:

"Ich finde es sehr bedauerlich, dass niemand der Verantwortlichen in der Lage ist, die Bilder der Webcam besser ins Netz zu stellen. Das gezeigte Foto ist nicht nur schlecht, es ist auch alt. Ich denke bald, es ist besser, das Bild ganz von der Website zu nehmen, es macht dann wenigstens nicht mehr so einen bedauerlichen Eindruck.

Sie und viele andere bemühen sich sehr um unser Dorf, den Tourismus und den Bekanntheitsgrad. Durch die Initiative einiger Bürger haben wir eine so schöne und aktuelle Website. Mir macht es immer wieder Freude, dort reinzuschauen.


Webcam-Foto der Schwebefähre Rendsburg

Die anderen dort gezeigten Webcams haben aktuelle Bilder in guter Qualität. Vielleicht gelingt es Ihnen ja, die Verantwortlichen anzustossen!"

Aktuelle Bilder anderer Webcams an der Deutschen Fährstraße stehen auf dieser SONDERSEITE.


Wassersport

Wohnboot wieder
im Heimathafen


Der Havarist wird an Land befördert

10. 9. 2008. Das Wohnboot, das am Wochenende in Osten in "Seenot" geraten war, ist inzwischen nach der Bergung und einer gründlichen Reinigung wieder in seinem Heimathafen am Geesthof in Hechthausen-Klint. Das Boot hatte Aufsehen erregt, weil es, nur von einer Vorderleine gehalten, halb abgesoffen am Anleger des WSC Osten lag. Über die Ursache gab es unterschiedliche Darstellungen. Während der Mieter angab, sich ordnungsgemäß verhalten zu haben, erklärte der Geesthof-Eigentümer Hubertus Freiherr von Marschalck, der am Montag die Bergung des Bootes aktiv begleitete, das Boot sei an eine 14-köpfige Touristengruppe vermietet worden, die man jedoch ausdrücklich darüber belehrt habe, dass das Boot nur für maximal acht Personen zugelassen sei. Offensichtlich seien dennoch bei einer Bordparty zu viele Personen auf dem Boot gewesen.


Wegen Überbelastung abgesoffen?

Für die Bergung wurde am Montagnachmittag bei Ebbe ein Element der Schlengelanlage ausgehakt, so dass das Boot auf das Ufer gezogen und gelenzt werden konnte.


Heimatmuseum

Ein Besuch
lohnt immer


Ostener Museumsführerin Erna Rettich

8. 9. 2008. Auch am vorigen Wochenende zeigten sich wieder Touristen begeister vom Ostener Heimat- und Buddelmuseum, in dem Erna Rettich mit Humor, Freundlichkeit und Sachverstand das Osten von gestern und vorgestern und das bizarre Buddelmuseum der Familie ten Doornkaat präsentierte.


Apotheken-Utensilien im Heimatmuseum

Übrigens: In den Räumen des Museums, in dem auch alte Ostener immer wieder Neues entdecken, finden sich auch - als Leihgabe der demnächst 200 Jahre alten Dorfapotheke (siehe unten) - historische Pillendreher-Utensilien.

Mehr über das Museum hier.


Tourismus

Ein Klick für
unsere Oste


Die Fährstraße auf der mdr-Website

1. 9. 2008. Soeben ist die junge Deutsche Fährstraße, die u. a. an der Oste entlang und durch Nordkehdingen führt, vom mdr-Fernsehen als eine von 50 der insgesamt mehr als 150 Ferienrouten in Deutschland für den begehrten Titel "Top Ten der Traumstraßen Deutschlands" vorgeschlagen worden. Zu den 50 Themenstraßen, die zusammen mit der "Fährienstraße" nominiert worden sind, zählen auch Klassiker wie die Deutsche Alpenstraße oder die Deutsche Fachwerkstraße.

Per Internet-Abstimmung auf der Website www.mdr.de/topten/5730252.html kann das Publikum ab sofort (bis zum 14. September) entscheiden, welche der 50 Kandidaten am 8. Oktober um 20.15 Uhr in der mdr-Sendung "Top Ten" ausführlich vorgestellt werden.


Am 8. Oktober werden die Top Ten vorgestellt

Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., gemeinnützige "Lobby für die Oste" und Trägerin der "Fährienstraße", sieht nach den Worten ihres Sprechers Jochen Bölsche in dem Wettbewerb "eine einzigartige Chance, den Tourismus zu beleben und damit die Wirtschaftskraft der Region zu stärken".

Auf der mdr-Website wird die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel mit den Worten vorgestellt: "Eine der schönsten und aufregendsten Möglichkeiten, Norddeutschland zu entdecken, ist die Deutsche Fährstraße. Die Route zwischen Kiel und Bremervörde führt vorbei an faszinierenden Mündungen, breiten Flüssen und befahrenen Kanälen. Ob mit der Fähre, mit Hilfe einer Brücke oder einem Tunnel: wie man interessante Gewässer überwindet, kann man auf dieser Strecke erkunden."

Dazu wird auf der Website ein Foto des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor gezeigt, des demnächst 100 Jahre alten Wahrzeichens der Deutschen Fährstraße.

Die neue Ferienroute war im Oktober 2003 durch Privatinitiative und ohne Fördermittel konzipiert und bereits im Mai 2004 eröffnet worden. Mittlerweile wird sie von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) weltweit, sogar in Japan und China, beworben -  als German Ferries Route, Tyske færgerute, Route allemande des ferries, Tyska Färjevägen, Ruta alemana de los transbordadores usw.

Die Aussichten, in die Gruppe der zehn Traumstraßen vorzurücken, sind nicht schlecht. Die "Frankfurter Rundschau" hat die Fährstraße bereits 2007 in der Rubrik "Give me Five" als eine der fünf attraktivsten Themenstraßen Deutschlands empfohlen. Das Routen-Symbol, die Schwebefähre an der Oste, landete im selben Jahr bei einer ZDF-Wahl der beliebtesten Baudenkmale Deutschlands auf dem dritten Platz.


Unter den Schönsten: die Oste-Fähre

Im Januar 2008 setzte das N3-Publikum die Schwebefähre Osten - Hemmoor bei der Wahl der "schönsten Brücken Norddeutschlands" auf den 5. von 50 Plätzen, auf Platz 8 folgte das zweite Wahrzeichen der Deutschen Fährstraße, die Hochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld mit der zweitältesten Schwebefähre Deutschlands. Für ihren jüngsten Bildkalender zum Thema Brücken 2008 hat die Deutschen Stiftung Denkmalschutz als eines der zwölf schönsten Brückenmotive aus ganz Deutschland ein Foto der Schwebefähre Osten - Hemmoor des Fotografen Nikolaus Ruhl ausgewählt.

Über den Rang der Fährstraße unter den "Traumstraßen Deutschlands" kann jetzt unter www.mdr.de/topten/5730252.html abgestimmt werden.


Fährstraßen-Radeln

"Potenzial zur
großen Nummer"


Tourenradler am Sonntag in Osten

24. 8. 2008. Erstmals veranstaltete die Radsportabteilung des VfL Stade, wie berichtet, eine Radtourenfahrt (RTF) "Auf der Deutschen Fährstraße". Inzwischen hat der Verein begonnen, die Erfahrungen auszuwerten, die bei der Premiere gesammelt wurden. Statt der erwarteten 1000 Teilnehmer waren am Sonntag wegen des Schietwetters zwar nur rund 400 dabei, die zwischen vier unterschiedlichen langen Distanzen wählen konnten. Die Resonanz war aber durchweg sehr gut, wie aus dem Gästeforum des Vereins hervorgeht, auf dessen Website inzwischen Hunderte von Fotos aus Osten, Gräpel, Großenwörden und Stade zu sehen sind.

"Das wäre super
für die Region"


Tourenradler auf der Gräpeler Fähre

Die RTF sei "super organisiert" gewesen, schreibt das Race16-Radteam Bargstedt- Harsefeld: "Die Veranstaltung hat Potential, zur einer großen Nummer zu werden. Das wäre super für die Region."

Eine "Anne" bemerkt: "Die nicht immer popoglatten Straßen haben mich nicht gestört."

Die Betriebssportgruppe BSG Feuerwehr Hamburg hat im Forum den Wunsch hinterlassen: "Bis zum nächsten Jahr auf der Fährstraße" - also im Jahr der Oste 2009.

Die 111-km- und die 154-km-Strecken enthielten als Highlight das Übersetzen mit der Prahmfähre in Gräpel. Alle vier Strecken führten an der Schwebefähre Osten - Hemmoor vorbei. Gestartet wurde die 1. Stader Radtourenfahrt am Schulzentrum der Berufsbildenden Schulen in der Glückstädter Straße.

Sowohl die Kurzstrecken über 54 und 73 Kilometer als auch die Langstrecken über 111 und 154 Kilometer dienten vielen Radsportlern als gute Vorbereitung auf die Cyclassics in zwei Wochen in Hamburg.


Osteland

Zwanzig wollen zur
Rendsburger Regatta


Ruderrennen unter der Schwebefähre

28. 8. 2008. Bereits 20 Teilnehmer haben sich für die Fahrt der AG Osteland am Wochenende 11. / 12. Oktober zur  Ruderregatta an der "Schwesterfähre" zwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld angemeldet. Dabei soll wieder mit einem Info-Stand für die Deutsche Fährstraße und das Osteland geworben werden. Übernachtet wird wahrscheinlich in Rendsburg. Die Fahrt wird, wie berichtet, von Carsten Hubert (Osten), Tel. 04771-2560, organisiert.


Schwebefähre

Reparatur erst
im Oktober


Fährmann Heinz Thedrian (l.) und Kollegen

27. 8. 2008. Die ursprünglich für Anfang September vorgesehene einwöchige Sperrung der Schwebefähre wird verschoben. Wie Fährmann Heinz Thedrian mitteilt, liegen gerade für diese Woche besonders viele Bus-Anmeldungen vor. Jetzt soll der Bodenbelag der Gondel vom 13. bis 19. Oktober 2008 saniert und zu diesem Zweck gesperrt werden.


Dorfentwicklung

Neuer Anleger
nicht in Sicht


Gemeindedirektor Brauer nennt keinen Termin

26. 8. 2008. Wann endlich kommt der Fahrgastschiff- und Sportboot-Anleger, eines der zentralen Projekte der Ostener Dorfentwicklung, über das im Gemeinderat nun bereits im neunten Jahr geredet wird? Während der erst vor knapp einem Jahr beantragte Oberndorfer Anleger bereits am 9. September zu Wasser gebracht werden soll (siehe linke Spalte), ist ein Termin für Osten noch immer nicht in Sicht...


Abgängiger Schiffsanleger am Fährkrug

Wie Gemeindedirektor Dirk Brauer am Montag in der Info-Veranstaltung in der Festhalle mitteilte, sind Bedenken des Kreis-Naturschutzes gegen den neuen Standort vor den Dalben am Schilf- und Schlickgürtel südlich der blauen Brücke zwar ausgeräumt, die Einigung sei aber noch nicht schriftlich fixiert. Weil an dem Vorhaben "so viele Behörden" beteiligt seien, wolle er vorsichtshalber noch keinen Termin für eine Einweihung nennen, sagte Brauer.


Geplanter neuer Standort: vor den Dalben

Im nächsten Monat endet die Wassersportsaison 2008. Möglicherweise, so ahnt man, wird der Festakt zur Inbetriebnahme des Anlegers in das (Wahl-) Jahr 2009 fallen...

Exponate werden
noch gesucht


Fährmuseumsplanung: Bald geht's weiter

Die Planung für die inhaltliche Ausgestaltung des künftigen Fähr- und Flußmuseums in der Hamannschen Scheune ist seit den konzeptionellen Gesprächen im vorigen Winter kaum merklich vorangekommen. Das - mittlerweile nach Emden verzogene - Planungsbüro will nun gemeinsam mit der Gemeinde erst einmal einen Appell an alle Bürger vorbereiten, Exponate für das künftige Museum zur Verfügung zu stellen, und kurzfristig eine weitere Sitzung des Arbeitskreises einberufen.

Keine Sanierung
des Gammelpfeilers


Sanierungsbedürftiger Pfeiler (Archivbild: Ruhl)

Wie am Rande der Veranstaltung bekannt wurde, existieren keinerlei konkrete Absichten, zum Jubiläumsjahr der Schwebefähre den unansehnlichen Gammelpfeiler auf der Basbecker Seite des "national bedeutsamen Baudenkmals" zu sanieren. Eine solche Maßnahme werde weder vom Landkreis - dem Eigentümer der Fähre! - noch vom Amt für Landentwicklung für dringlich gehalten.

Chance für
Gemeinnützige

Gebäudesanierungen in Eigenarbeit werden bei Privaten allenfalls begrenzt (Materialkosten) gefördert. Anders sieht es bei gemeinnützigen Vereinen aus: Dort beträgt bei Eigenarbeit der Mitglieder der Fördersatz 50 Prozent des ortsüblichen Handwerkerstundensatzes. "Das ist eine Chance für unsere Schützenvereine oder den Verein Kulturmühle e. V.," sagt Bürgermeister Carsten Hubert.


Schwebefähren

Festival auf
der Gondel


Auf der Schwebefähre wird musiziert

23. 8. 2008. Im französischen Rochefort geht an diesem Sonnabend das dreitägige Musik-Festival Rochefort en Accords (Website) zu Ende. Musiziert wurde auf acht Plätzen in der Stadt, unter anderem auf der Gondel der einzigen noch erhaltenen französischen Schwebefähre. Videos vom Festival können hier abgerufen werden.


AG Osteland

Zur Regatta geht's
wieder an den Kanal


Ruderregatta unter der Kanal-Schwebefähre

Foto: Dr. Renelt12. 8. 2008. Alljährlich ist das Rendsburger Hansecup-Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal, die härteste Ruderregatta der Welt, neben der Kieler Woche das wichtigste sportliche Ereignis an der Deutschen Fährstraße. Dreimal bereits haben Reisegruppen der AG Osteland e. V. in den vergangenen Jahren aus diesem Anlaß Rendsburg und die Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld besucht. Auch in diesem Jahr, am Wochenende 11. / 12. Oktober, ist wieder eine zweitägige Tour an den Kanal vorgesehen. Interessenten werden gebeten, baldmöglichst Osteland-Gründungsmitglied Carsten Hubert (Foto), Tel. 04771-2560, zu kontaktieren.


Obstbau

Apfelsaison-Start 2009
erstmals im Osteland?

Foto: BMFSFJ
Apfelsaisonstart 2006 mit Ministerin v. d. Leyen

12. 8. 2008. Im Jahr der Oste 2009 könnte die feierliche deutsche Apfelsaisoneröffnung am Nationalen Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor und damit erstmals im Osteland stattfinden. Dafür setzt sich der Ostener Landwirt und Obstbau-Landesdelegierte des hiesigen Landvolks Torsten Wichmann ein, wie er am Montag in einer vom 1. Vorsitzenden Gerald Tielebörger geleiteten Vorstandssitzung der AG Osteland e. V. auf dem Oberndorfer Restaurantschiff "Ostekieker" vortrug. - An der alljährlichen Apfelsaisoneröffnung - die bisher gewöhnlich im Alten Land stattfand - nehmen in der Regel Bundes- bzw. Landesminister und andere Prominente teil, wie Wichmann (Foto) erläuterte. Angedacht sei für die Monatswende August/September 2009 ein Programm mit historischem Apfelmarkt und Auftritten von Apfelköniginnen auf dem Ostener Fährplatz.

Bislang liegen der AG Osteland, wie Vizevorsitzender Jochen Bölsche berichtete, bereits mehr als 60 Termine und Veranstaltungsideen für das Jubliäumsjahr vor.

Über den aktuellen Stand der Planungen für das Jahr der Oste gibt die Website www.jahr-der-oste.de Auskunft.


Radwandern

Bei Traumwetter
nach Geversdorf


Die Gruppe auf der Schwebefähre

9. 8. 2008. Bei traumhaftem Wetter endete am Sonnabend die vierte diesjährige Fahrrad-Erlebnistour, die gemeinsam vom ADFC-Kreisverband Cuxhaven und der AG Osteland veranstaltet wurde. Unter der Tourenleitung von Peter und Monika Prüß aus Osten lernten die rund 30 Teilnehmer unter anderem das Heimatmuseum in Geversdorf kennen, durch das Ortsheimatpfleger Günther Lunden führte. So begeistert waren die Teilnehmer, dass etliche versprachen, noch einmal wiederzukommen, um alle dort gesammelten Schätze in Ruhe betrachten zu können.


Sehenswert: Heimatmuseum in Geversdorf

Die Tour, an der Radler aus der gesamten Region zwischen Cuxhaven und Bremervörde teilnahmen, hatte mit einer Fahrt auf der Schwebefähre begonnen. Auf dem besonders idyllischen Teilstück der Deutschen Fährstraße zwischen Osten und Geversdorf führte die Strecke am Deich entlang. Auf der Rückfahrt zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof Hemmoor, wurde in Oberndorfeine Rast eingelegt.


Tourenleiter Peter Prüß (M.) auf dem Ostekieker

Die Radler nutzten gern die Gelegenheit zur Einkehr und ließen es sich auf dem Restaurantschiff "Ostekieker" schmecken.


"Löpel-Hans" bringt ein Ständchen

Der Aufenthalt an Bord endete mit einer Überraschung: Wirt Hans Bünning ("Löpel-Hans") und seine rechte Hand Hanni Milan brachten den Radlern ein Ständchen mit maritimen Weisen, dargebracht auf dem Schifferklavier und mit zwei Eßlöffeln. Mehr Fotos hier.


Radelspaß an der Oste (Foto: Monika Prüß)

Für das Jahr der Oste 2009 planen ADFC und AG Osteland wieder eine mehrtägige Fahrt auf der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel.

Wie gut die letzten Touren mit Peter und Monika Prüß angekommen waren, zeigen die Berichte über die jüngsten gemeinsamen Veranstaltungen von ADFC und AG Osteland auf dieser, dieser und dieser Fotosonderseite.


Touristen

"Aus Osten könnt ihr
viel mehr machen"


Szenenfoto aus "The Straight Story"

7. 8. 2006. Es war einer der schönsten Filme der letzten Jahrzehnte: In "The Straight Story" rollt ein alter Mann, der keinen Führerschein besitzt, auf einem Kleintrecker quer durch die USA, um seinen sterbenden Bruder besuchen zu können. An diese Geschichte erinnert von ferne die Reise eines Süddeutschen, der zur Zeit per Trecker Deutschland durchquert und gestern im Osteland auftauchte...


Herbert Bühler übernachtete am Ostedeich

Der Landmaschinenmechaniker Herbert Bühler, 62, ist seit vier Jahren im Vorruhestand, hat also viel Zeit. Da kam der Oldtimer-Freund aus Gutmadingen bei Überlingen auf die Idee, mit seinem Kramer-Trecker KL 350 Deutschland von Süd nach Nord zu durchqueren. Die 1100-Kilometer-Reise, mit Hilfe von Kartenmaterial und Literatur gründlich vorbereitet, führte ihn vom Bodensee über Mainz, Gütersloh und Delmenhorst bis an die Oste. Bühlers Ziel: die Flensburger Förde.

Von Osten, das er vor drei Jahren schon einmal besucht hat, ist Bühler angetan. Allerdings: "Von Osten könnt ihr viel mehr machen, fremdenverkehrsmäßig," sagt er immer wieder, als er abends durch den Ort spaziert. Verwundert blickt er auf die vielen leerstehenden "schönen alten Hauser" im Dorfkern. Merkwürdig findet er, dass am Ortseingang zwar Schilder mit der Aufschrift "Ferienort" stehen, aber (anders als zum Beispiel in Hemmoor) keine Informationstafeln mit Adressen von günstigen Fremdenzimmern.

Er selber fand ein gutes Quartier im "Gelben Haus am Deich" von Eberhard und Marianne Dittmann. Abends schrieb er im Gartencafé von Marion Tants bei einem Schlummertrunk die Erlebnisse des Tages nieder. Besonders gefallen hat ihm "die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Norddeutschen", denen oft ganz andere Eigenschaften nachgesagt würden.

Mit 20 Sachen
nach Osterrönfeld


Herbert Bühler mit dem Kramer KL 350

Die weitere Reise führt mit Navi-Hilfe und unter Nutzung eines Teilstück der Deutschen Fährstraße über die Elbe an den Nord-Ostsee-Kanal und natürlich auch an die zweitälteste deutsche Schwebefähre. In Osterrönfeld will Bühler Grüße aus der Partnergemeinde an der Oste ausrichten.

Sein KL 350 (Baujahr 1967, Höchstgeschwindigkeit 20 km/h, mehr hier) stammt aus der Maschinenfabrik Gebr. Kramer im badischen Gutmadingen, der 1925 gegründeten ältesten deutschen Spezialfabrik für kombinierte Kleinschlepper und Motormäher. Werbeslogan einst: "Kramer-Diesel - der Allesschaffer. Tausendfach bewährt, erprobt und gelobt."

Bühler ist Vorstandsmitglied im Verein Kramer-Allesschaffer-Freunde (Website).


Vereine

Mühlen-Initiative
startet durch


Der Vereinsvorstand vor der Mühle

28. 7. 2008. Die neue Initiative zur Erhaltung der ehemaligen Motormühle (Ausspann) an der Fährstraße möchte Unterstützer gewinnen. Mit einem Pressegespräch hat der Verein "Kulturmühle Osten", der frisch beim Amtsgericht eingetragen worden ist (siehe unten), die Öffentlichkeit jetzt über ihre Ziele informiert. Im Herbst soll ein Benefizkonzert in Osten folgen. Dieser Tage ist ein Aufnahmeformular entwickelt und gedruckt worden, das bei den vier Vorstandsmitgliedern erhältlich ist: dem Vorsitzenden Dr. med. Manfred Toborg, dessen Stellvertreter Pastor Dieter Ducksch, Schriftführerin Renate Bölsche und Kassenführerin Dr. Edda Renelt.


Aufnahmeformular des neuen Vereins

Der Verein hat bereits 17 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 12 Euro. Das Beitrittsformular kann auch hier im Internet heruntergeladen werden.

Kulturmühle
ist jetzt e.V.


Im Jahr der Oste wird der Ausspann 100

24. 7. 2008. Der Verein Kulturmühle Osten ist jetzt beim Amtsgericht Tostedt - Registergericht - eingetragen worden. Zweck des am 27. März gegründeten Vereins ist es, die ehemalige Ostener Mühle (Ausspann Moje) an der Fährstraße, die im Jahr der Oste 100 wird und ein "ortsbildprägendes Baudenkmal" ist, "zu erwerben, den Verfall zu verhindern und das Gebäude zu sanieren, um die darin vorhandenen Räumlichkeiten als Begegnungsstätte für kulturelle dörfliche Veranstaltungen zu nutzen". Das Verfahren zur Erlangung der Gemeinnützigkeit ist eingeleitet worden.

Alle bisherigen Berichte dieser Website (seit 2002) über das Oelrich-Haus und die Kornmühle stehen auf dieser SONDERSEITE.


Fotos der Woche

Namibia, Tansania?
No, Bwana...

21. 7. 2008. "Amazonas hinterm Deich" war im vorigen Herbst die große Oste-Reportage des "Stern"-Reporters Wolfgang Röhl überschrieben. Exotische Assoziationen stellten sich bei ihm jetzt an einem Juliabend an der Oste ein.
"Namibia? Tansania? No, Bwana, Niederstricher Deich!", schreibt der Oste-Kulturpreisträger aus Oberndorf zu diesen Fotos, die er uns für ostemarsch.de zur Verfügung stellte.


Schwebefähren

Bilbao rechnet mit
100 000 Besuchern

13. 7. 2008. Die Ernennung der ältesten Schwebefähre der Welt bei Bilbao zum Unesco-Weltkulturerbe im Jahr 2006 hat den Tourismus beflügelt. Nachdem im vorigen Jahr 86.000 Besucher gezählt worden waren, rechnen die Touristiker damit, dass in diesem Jahr 100.000 Touristen die Fähre besichtigen. Zugenommen hat dank Unesco auch die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die den Hafen Getxo an der Schwebefähre anlaufen. Bis Jahresende würden 38 Luxusliner mit 35.000 Passagieren die Schwebefähre ansteuern, meldet die spanische Presse.


Kommunalpolitik

Rat für Anleger mit
Ponton und Dalben


Mocambo: Bald wieder am uralten Liegeplatz?

10. 7. 2008. Gibt es jetzt endlich, nach fast neunjährigem Hin und Her, grünes Licht für den Ostener Fahrgastschiffanleger? Einstimmig bekräftigte der Ostener Gemeinderat am Donnerstag in der Festhalle unter starker Publikumsbeteiligung seine Absicht, einen neuen -  finanziell bereits abgesicherten - Anleger am Ostener Ufer zwischen Schwebefähre und Brücke zu platzieren, wo die "Mocambo" vor vielen Jahren schon einmal ihren Liegeplatz gehabt hat. Allerdings muss der neue Anleger wegen der dort bestehenden Verschlickungsgefahr und wegen des geschützten Schilfgürtels mit Hilfe von Dalben und eines Pontons weiter in Richtung Strommitte gelegt werden, als es zunächst aus Kostengründen beabsichtigt war.

Die etwas teurere Lösung, die mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Kreis-Naturschutz abgeklärt sei, soll nun mit Hochdruck umgesetzt werden, damit der Anleger spätestens im Jahr der Oste 2009 voll zur Verfügung steht.

"Das ist unsere
letzte Chance"


Hier soll jetzt der Schiffsanleger platziert werden

"Das ist unsere letzte Chance," hieß es in der weitgehend harmonisch verlaufenen Sitzung, die Bürgermeister Carsten Hubert souverän leitete und deren ruhige Atmosphäre durch die sachlichen und kompetenten Ausführungen von Gemeindedirektor Dirk Brauer mitbestimmt wurde.

"Horst, du warst
nicht kooperativ"


Bürgermeister Hubert (l.) sprach Klartext

Schärfe kam lediglich auf, als sich aus dem Publikum der Fährkrug-Hotelier Horst Ahlf zu Wort meldete und der Gemeindespitze die Schuld auch an den jüngsten Verzögerungen bei der Anlegerplanung anlastete.

Derart heftig attackiert, sah sich Carsten Hubert zu der Klarstellung genötigt, dass Ahlf selber es gewesen sei, der "maßgeblich" zu den Problemen der letzten Monate beigetragen habe.

Der Gastronom hatte sich aus kaum nachvollziehbaren Gründen geweigert, einer, so Hubert, vom Denkmalschutz aus Statikgründen verlangten Verschiebung des derzeitigen Anlegerzugangs am Fährkrug um einige Meterin Richtung Kirche zuzustimmen.


Jetziger Anleger: Warum nicht 10 Meter weiter?

Hubert wörtlich: "Horst, du warst nicht kooperativ." Wenn Ahlf es erlaubt hätte, vor dem Hotel-Kaffeegarten "den Landgang zehn Meter zu verschieben", betonte der Bürgermeister, "dann hätten wir längst den Anleger".

Tourismus-Chef gegen
Ostener Schiffsanleger

Ahlf, der sich ausdrücklich auf seine Ehrenämter und seine langjährige Erfahrung als 1. Vorsitzender des Ostener Tourismusvereins und der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre berief, offenbarte den mehr oder weniger erstaunten Ratsmitgliedern und Zuhörern, er sei ohnehin der Ansicht, der Fahrgastschiffanleger - "ein reiner Mocambo-Anleger" - gehöre gar nicht nach Osten, sondern nach Basbeck. Dann würde sich, fügte er als Begründung am Rande der Sitzung hinzu, auch die Parkplatzsituation vor seinem Restaurant verbessern.

Bei einigen Enthaltungen und einer Gegenstimme hatte der Rat zuvor eine Teilnahme der Gemeinde am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" und eine Übertragung der Trägerschaft des Kindergartens auf die Samtgemeinde beschlossen.


Schwebefähre

Sonderstempel
zum Fährjubiläum


Entwurf des Sonderstempels für 2009

8. 7. 2008. Ein Antrag der AG Osteland, zum Jahr der Oste 2009 eine Sondermarke herauszugeben, hat sich, wie berichtet, im zuständigen Beirat des Berliner Finanzministerium als nicht mehrheitsfähig erwiesen. Dafür wird es 2009 aber einen vom Fährverein ersatzweise beantragten Sonderstempel geben. Ein Entwurf ist dieser Tage beim 2. Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann eingegangen. Das "Erlebnis-Briefmarken-Team" der Post wird am 1. und 3. Oktober 2009 mit einer Sonderpostfiliale und dem Sonderstempel nach Osten kommen. In den nächsten Wochen entscheidet die Post darüber, ob es darüber hinaus eine "Gedenkganzsache" zum 100-jährigen Jubiläum geben wird, die vom Fährverein und vom Arbeitskreis deutsche Schwebefähren beantragt worden ist.


Rendsburger AG-Osteland-Mitglied Schmidt

Briefmarkenfreunde werden bei den Feierlichkeiten am 3. Oktober 2009 bei einer Briefmarkenbörse in der Festhalle auf ihre Kosten kommen.Dort wird der Rendsburger Philatelist und Schwebefähren-Freund Klaus Schmidt, Mitglied der AG Osteland, eine der weltweit größten Briefmarken- und Postkartensammlungen mit Schwebefähren- und Brückenmotiven ausstellen.


Presse

Eine Hymne auf
die "Stadt Osten"


Osten-Porträt der "Zeitlupe" (Ausschnitt)

5. 7. 2008. "Zeitlupe" nennt sich ein kostenloses Kulturmagazin, das seit 12 Jahren im Hamburger Umland erscheint und bis weit ins Alte Land, in Stade, Buxtehude, Sittensen, Tostedt, Zeven und an der gesamten Oste verbreitet wird; es ist mittlerweile zu einer Art Kulturinstitution geworden. Im Rahmen einer fünfteiligen Serie "Die stille Oste" beschreibt Herausgeber Hans-Joachim Noack in der soeben erschienenen Juli-Ausgabe auf sage und schreibe fünf Seiten die Gemeinde Osten, die er als "Perle der Oste" bezeichnet. Illustriert ist die Hymne auf den Schwebefährenort mit nicht weniger als 22 Fotos.

Noack schwärmt von den "reich verzierten Bürgerhäusern mit einer eigenständigen Architektur, die es nur in Osten zu geben scheint", dem Fährkrug als dem "touristischen Mittelpunkt", dem "kleinen Michel" und seiner Orgel. Er beschreibt aber auch das "Ende der goldenen Epoche" sowie den Leerstand prächtiger Häuser und kommt zu dem Ergebnis, Tourismus-Förderung sei für einen Ort wie Osten "lebenswichtig"geworden; gelobt werden in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der Fördergesellschaft, der AG Osteland und des Prahmfährenvereins.

Ein Fehler allerdings - wohl der verzeihlichste aller Fehler - zieht sich durch den gesamten, stellenweise sehr kenntnisreichen Bericht: Noack bezeichnet das (ja tatsächlich urban wirkende) Dorf immer wieder als zauberhaftes "Städtchen" und als "Stadt".


Reingefallen: NEZ-Aprilscherz 2004 - vergrößern

Irgendjemand muss ihm außerdem den Bären aufgebunden haben, der spanische König habe einmal als Schwebefähren-Ehrenpräsident Osten besucht. Das hatte der Monarch zwar mal getan - allerdings nur in einem NEZ-Jux-Artikel zum 1. April 2004 (Text hier).

Die Juli-Nummer der "Zeitlupe" ist (ist ebenso wie frühere Ausgaben mit der Oste-Serie) kostenlos im "Oste-Huus" an der Schwebefähre erhältlich, solange der Vorrat reicht.


ADFC

Hell begeistert vom
schönen Osteland


Die Radwanderer mit der Ostekutsche

4. 7. 2008. Hellauf begeistert zeigten sich die Teilnehmer der zweiten gemeinsamen Rad-Exkusion von ADFC und AG Osteland, die unter der Leitung von Peter und Monika Prüß (Osten) die Fähre in Brobergen, den Beobachtungsturm in Laumühlen und die Europa-Kutsche in Hechthausen-Bornberg zum Ziel hatte. Die älteste Teilnehmerin der Tour, Maria Kurz, war so hingerissen vom schönen Osteland, dass sie uns einen Bericht und ein Gedicht über die Tour schickte. Beides steht, zusammen mit Fotos vom Ausflug, auf dieser SONDERSEITE.


Maria Kurz schrieb ein Gedicht über die Tour

Die Tour war kurzfristig angesetzt worden, weil der vorhergegangene Termin überbucht war (siehe unten). Weitere Touren sollen folgen. Am Samstag, 9. August, 9.30 Uhr ab Bahnhof Hemmoor geht es per Rad (50 Kilometer) über Oberndorf nach Geversdorf. Ein geplanter Besuch in der einzigen niedersächsischen Fassbutter-Molkerei in Hasenfleet muss aus organisatorischen Gründen ausfallen; ein attraktives Alternativprogramm ist in Vorbereitung. Die Rückkehr ist so geplant, dass der Metronom Richtung Cuxhaven gegen 17 Uhr erreicht werden kann. Für unterwegs sollte jeder eine kleine Marschverpflegung mit sich führen.

Für das Jahr der Oste 2009 plant das Ehepaar Prüß, das 2005 die Erstbefahrung der Deutschen Fährstraße organisiert hatte, erneut eine Mehrtagestour auf der "Fährienstraße" nach Schleswig-Holstein, unter anderem in die Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld. Auch eine Fahrt durchs Krimiland ist für 2009 angedacht.

Informationen über ADFC-Veranstaltungen gibt es bei Tourenleiter Peter Prüß, Tel. 04771-580439, E-Mail: PeterPruess@online.de.


Radwandern

Vom Sattel auf
den Kutschbock


Rast in Hechthausen-Bornberg

29. 6. 2008. Voller Begeisterung kehrte am Sonnabend eine Gruppe von Mitgliedern des ADFC-Kreisverbandes Cuxhaven von der 1. Oste-Tour zurück, zu der die Tourenleiter Peter und Monika Prüß aus Osten in Kooperation mit der AG Osteland e. V. eingeladen hatten. Höhepunkte waren Besuche der Prahmfähre und der Burgstelle in Brobergen und der Europa-Kutsche von Jürgen und Christine Reimer in Hechthausen-Bornberg gewesen. Ein Bericht von Rita Glitz (Text) und Monika Prüß (Fotos) steht auf dieser SONDERSEITE.


Feuerwehr

Mit Großaufgebot
nach Osterrönfeld


Ostener Delegation in Osterrönfeld

22. 6. 2008. Mit großer Herzlichkeit hat der Bürgermeister der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld, Bernd Sienknecht, am Sonnabend eine starke Delegation begrüßt: Sechs Männer der Freiwillige Feuerwehr Ostenunter dem stellv. Ortsbrandmeister Dirk Klintworthsowie ein Dutzend Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren angereist, um das 75-jährige Bestehen der Osterrönfelder Wehr und das 25-jährige Bestehen der dortigen Jugendfeuerwehr (Website) zu feiern. Begleitet wurden die Feuerwehrmänner von den Ostener Vizebürgermeistern Gerd Wichers und Silke Mahler sowie den Fraktionsvorsitzenden Susanne Heinsohn und Lothar Klüser, außerdem der Ratsfrau Hilde Kornetzki. Die Delegation marschierte mit der Ostener Germeindefahne auch im Festumzug mit und nahm an einer Kranzniederlegung teil.


Freiwillige Feuerwehr Osterrönfeld - größer

Alle Beteiligten aus den beiden Schwebefähren-Gemeinden zeigten sich erfreut, dass die Partnerschaft so gut gedeiht. Verabredet worden sind mittlerweile auch Treffen zwischen den Sozialverband in Isensee und in O'feld, außerdem Auftritte der Landfrauenband Osterrönfeld und des Jugendorchesters des Kreises Eckernförde beim Fährjubiläum im Jahr der Oste 2009.

Mehr über Osterrönfeld auf dieser SONDERSEITEüber die Entwicklung der Gemeinde-Partnerschaft.


Ortsbild

Am Marktplatz
tut sich was


Bauarbeiten am Oelrich-Haus

17. 6. 2008. Am Oelrich-Haus am Marktplatz und an der 1909 erbauten Mühle in der Fährstraße tut sich was. Nachdem die beiden benachbarten Grundstücke kürzlich den Besitzer gewechselt haben, ist ein Bagger angerückt, um das einstige "Café Central" zunächst einmal mit einer neuen Drainage zu versehen. Die alte Mühle nebenan soll, wie berichtet, vom neu gegründeten Verein Kulturmühle e. V. unter Vorsitz von Dr. med. Manfred Toborg (siehe unten) erhalten werden, der für den Spätsommer ein Benefizkonzert in der Festhalle plant.


Oldtimer

Adler an der
Schwebefähre

Fotos: Volker Klingenberg
17. 6. 2008. Die Attraktivität Ostens und der Schwebefährescheint sich besonders in Oldtimer-Kreisen herumgesprochen zu haben: Immer wieder kommen ganze Gruppen zu Besuch. Am Wochenende war ein ganzes Dutzend besonders schöner Exemplare zu besichtigen. Der "Adler Motor Veteranen Club", Landesgruppe Hansa, kam mit Fahrzeugen aus ganz Norddeutschland und blieb über Nacht.
Fünf Adler, alle aus den Jahren 1933 bis 1939, sowie Vor- und Nachkriegsmodelle von DKW und Borgward waren zu bestaunen.
Neben der Fahrt mit der Schwebefähre standen auch die Besichtigung der St.-Petri-Kirche und des Buddelmuseums auf dem Programm, bevor am Sonntag die Heimfahrt angetreten wurde.


AG Osteland

"Projekte haben
meßbare Erfolge"


Ostseefähren in Kiel - Endpunkt der Fährstraße

12. 6. 2008. Die Hamburger Geografin Nicole Glawe hat, wie berichtet, an der Oste kürzlich die Auswirkungen der 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel studiert. Inzwischen liegt ihre Arbeit vor, die den Titel "Schwebefähren als (UNESCO-) Kulturerbe und die Tourismusdestination 'Deutsche Fährstraße'" trägt. Die Ausarbeitung wurde im Rahmen des Oberseminars "Industriearchäologie, Industriekultur und Technik-Tourismus in Europa" von Prof. Dr. Frank N. Nagel an der Universität Hamburg erstellt.

Foto: Bölsche
Geografin Glawe an der Schwebefähre

Die Arbeit von Nicole Glawe endet mit einem positiven Fazit: "Die Schwebefähren bieten in Verbindung mit der Deutschen Fährstraße Anziehungspunkte für den Tourismus, der aufgrund der sonst strukturschwachen Region gefördert werden sollte. In ihm liegt das Potential, die Gemeinden zu stärken und wirtschaftlich zu stützen."


Heu und Ahoi - Sommerstimmung an der Oste

Weiter heißt es: "Durch das Umsetzen der Idee der Ferienstraße ist es gelungen, die Aufmerksamkeit auf die bedeutenden Kultur-Denkmäler zu richten und mit zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten und der eindrucksvollen Landschaft zu verknüpfen.

Die zahlreichen Projekte, die in diesem Zusammenhang umgesetzt wurden, weisen bereits messbare Erfolge auf. Dieser Erfolg ermutigt die Einwohner der Regionen und die AG Osteland, sich verstärkt für diese und neue Projekte einzusetzen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen.

Wichtig ist dabei die Kontinuität der Durchführung. Es sollen alle Bevölkerungsgruppen angesprochen werden, wofür ein breites Spektrum an Angeboten erforderlich ist. Genau genommen bieten die Regionen, die die Ferienstraße umfassen, bereits zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit nach Belieben zu gestalten. Die Ferienstraße hat damit einen hohen Freizeit- und Erholungswert erreicht, für den es gilt, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen."


Schwebefähre

Die ersten Pläne für
das Hundertjährige


2009 in Osten: Paddy goes to Holyhead

9. 6. 2008. Wie berichtet, wird das 100-jährige Bestehen der Schwebefähre Osten - Hemmoor vom 1. bis 4. Oktober 2009 gefeiert. Wie die Fördergesellschaft in der jüngsten Ausgabe ihre Newsletters mitteilt, konnten einige Programmpunkte schon fest vereinbart werden, darunter eine Aufführung "Dinner for one" auf Plattdeutsch, Sketche und Geschichten rund um die Schwebefähre auf Platt, die Landfrauenband aus der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld und das Akkordeonorchester Eckernförde. Ein weiteres Highlight soll ein Brauerei-Vierspänner im Festumzug am Sonntag werden. Festkomiteemitglied Karl-Heinz Brinkmann ist es gelungen, die bekannteste Irish-Folk-Rock-Band in Deutschland, "Paddy goes to Holyhead", zu gewinnen.


Metallbau

Ein Jungentraum
im Maßstab 1:79


Detail-Ansicht des Dorenbeck-Modells

30. 5. 2008. Der Bauingenieur Wilfried Dorenbeck, Jahrgang 1940, aus Hofheim am Taunus betreibt auch im Rentenalter noch sein Ingenieurbüro für Baustatik. Am wohlsten fühlt er sich aber am Feierabend in seiner Metallbau-Bastelbude und im Kreise Gleichgesinnter vom "Freundeskreis Metallbaukasten". Schon jetzt freut er sich auf das Bundestreffen vom 2. bis 4. Oktober in Rostock, wo er wieder mal ein paar Tage lang "Blech reden und über Löcher quatschen" kann.

Im Internet hat Dorenbeck vor kurzem ein Foto der Oste-Fähre entdeckt und das Baudenkmal prompt nachgebaut. Jetzt steht es - Maßstab 1 : 79, also 1/2 Zoll gleich ein Meter - in seiner Schrauberbude, geschmückt mit Miniaturmenschen und froschgrün wie das große Original.

Verwendet hat Dorenbeck nicht die 12,5 Millimeter breiten Originalteile von Märklin, sondern die nur 9 Millimeter breiten Elemente eines Nachfolgeherstellers: "Das wirkt viel filigraner und echter."


Schwebefähren-Modell von Wilfried Dorenbeck

Der Bauingenieur, der seine Schwebefähre auch im Internet vorgestellt, hat sich mit seinem - dort ebenfalls vertretenen - Schrauberfreund Horst Schaay zusammengetan. Die beiden wollen am 5. oder 7. Oktober, also nach dem Bundestreffen an der Ostsee, nach Osten kommen, um dort die Modelle zu präsentieren und sie (und sich) am Originalplatz zu fotografieren.

Vielleicht lassen sich die Schrauber ja dazu überreden, ihre Modelle beim Hundertjährigen im Jahr der Oste 2009 in Osten auszustellen und auf diese Weise hiesige Bastler zur Nachahmung zu motivieren - so ein Modell würde gut ins künftige Fähr- und Flußmuseumpassen. Allerdings: Das Hobby ist gar nicht so billig: Für ein gebrauchtes 65-mm-Zahnrad wurden im Internet, wie Dorenbeck weiß, schon "bis zu 60 Euro" verlangt: "Die Preise laufen davon."

Am beliebtesten ist
die Ostener Fähre

Sammlung Bölsche
Schwebefähre im Märklin-Buch - größer

Kein Wunder, dass die Ostener Fähre besonders beliebt ist: Deutschlands zweite Schwebefähre hängt an der Eisenbahnhochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal, die dermaßen lang ist, dass die Schrauber den Materialaufwand scheuen: Die stählerne Brückenkonstruktion zwischen Rendsburg und Osterrönfeld hat eine Länge von 2.486 Metern, die Hauptbrücke mißt immerhin noch 317 Meter. Die kleine Ostener Fähre dagegen ist kinderleicht nachzubauen - ein Modell (allerdings fälschlich als Schwebefähre Bilboa tituliert) war schon vor Jahrzehnten im Trix-Anleitungsbuch abgebildet.

Sammlung Bölsche
Schwebefähre Osten im Trix-Buch - größer

Das Hobby hat Tradition. Zu Weihnachten ein Metallbaukasten, ob von Märklin (Deutschland) oder von Meccano (England) - das war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der große Traum der kleinen Jungs - weltweit.


Schwebefähren-Modell aus Meccano-Elementen

Wer sich für die Schwebefähren im Kinderzimmer von einst interessiert, braucht nur bei Google "meccano" und "transporter bridge" einzugeben, und er findet schnell Modelle wie das oben abgebildete.


Historische Bauanleitung der Firma Meccano

Eine besonders schöne britische Website zu diesem Thema mit vielen Informationen zur Geschichte der Schwebefähren steht hier.


Titelbild-Star im "Meccano Magazine"

Aber nicht nur die Schrauber begeistern sich für Schwebefähren - auch die ihnen geistesverwandten Modelleisenbahnfreunde: Im Forum des Miniatur-Wunderlands Hamburg haben sie vor längerem die Anregung diskutiert, die größte Modellbahnanlage Deutschlands um eine Schwebefähre im Maßstab H0 zu ergänzen.

Mehr Informationen aus der Welt der Schwebefähren stehen auf www.schwebefaehre.org.


Gruppenfahrten

Schwebefähre
online buchbar


Porsche-Oldtimer an der Schwebefähre

8. 6. 2008. Die Website der Schwebefähre wird immer vielfältiger nutzbar. Ab sofort können hier auch Fahrten per Online-Formular vorab gebucht werden.


Startseite von www.schwebefaehre.de

Das gilt insbesondere für Gruppenfahrten, wie sie am Wochenende zum Beispiel ein norddeutscher Porsche-Oldtimer-Club nach Osten unternommen hat.


Souvenirs

Rucksäcke für Fähr-
und Krimi-Liebhaber


In Osten erhältlich: Rucksäcke mit Logo

27. 5. 2008. Das Angebot an Souvenirs aus Osten wächst mindestens so schnell wie die Besucherzahlen. Im "Oste Huus" gibr es unter anderem ein großes Sortiment von Rucksäcken - auf Wunsch bestickt mit dem Logo der Schwebefähre, des Krimilandes oder der Deutschen Fährstraße.


Radfahren

"Uns allen ging
die Seele auf"


Mit dem ADFC von der Oste an die Schwinge

25. 5. 2008. Mit einem Tortenbüffet am Ostedeich und Dankesworten an die Tourenleiter Peter und Monika Prüß (Osten-Altendorf) endete am Sonntagnachmittag die jüngste zweitägige Radtour des ADFC-Kreises Cuxhaven durch Kehdingen und das Osteland. Im Namen der 20 Teilnehmer sprach Ingrid Weseloh den Organisatoren die Anerkennung für die "spitzenmäßige Tour" zum Berthof in Kleinwörden, in die nächtliche Stader Altstadt und in die Festung Grauerort aus: "Uns allen ging die Seele auf."


Älteste Teilnehmer: Maria (78) und Karl Kurz (81)

Die ältesten Teilnehmer waren Maria und Karl Kurz, 78 und 81 Jahre alt. Maria Kurz dankte mit einem kleinen Gedicht, in dem sich "schöne Natur" auf "Sonnenschein pur" reimte, für die beiden erlebnisreichen Tage, an denen die Radler, so eine andere Teilnehmerin, "so viel gelacht haben wie sonst in einer ganzen Woche nicht": "Es war einfach schön."

Schnappschüsse von der Tour stehen auf dieser SONDERSEITE.


Einige der Radler beim Abschlußtreffen

Drei weitere Touren, die das Ehepaar Prüß in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. vorbereitet, sind bereits weitgehend ausgebucht.


Auch eine Kutschfahrt steht auf dem Programm

"Vom Fahrrad auf den Kutschbock" ist das Motto zweier 40-Kilometer-Touren am 28. Juni und 1. Juli ab Bahnhof Hemmoor. Es geht über Lamstedt, Laumühlen bis nach Bornberg. Hier startet eine zweistündige Fahrt mit der "Europakutsche", die durch ihre Weltrekordfahrt 2006 bekannt geworden ist. Nach Besichtigung des Pferdehofes der Osteland-Mitglieder Jürgen und Christine Reimer ist eine Kaffeepause vorgesehen. Auch diese Touren sind ausgebucht.


Ziel: die ländliche Molkerei Hasenfleet

Am Samstag, 9. August, 9.30 Uhr ab Bahnhof Hemmoor geht es per Rad (50 Kilometer) über Oberndorf und Geversdorf zur einzigen niedersächsischen Fassbutter-Molkerei in Hasenfleet, wo ein Imbiß und eine Führung auf dem Programm stehen. Die Rückkehr ist so geplant, dass der Metronom Richtung Cuxhaven gegen 17 Uhr erreicht werden kann. Für unterwegs sollte jeder eine kleine Marschverpflegung mit sich führen.


Radler-Rast auf dem Ostedeich

Für das Jahr der Oste 2009 plant das Ehepaar Prüß, das 2005 die Erstbefahrung der Deutschen Fährstraße organisiert hatte, erneut eine Mehrtagestour auf der "Fährienroute".

Informationen über ADFC-Veranstaltungen gibt es bei Tourenleiter Peter Prüß, Tel. 04771-580439, E-Mail: PeterPruess@online.de.


Schwebefähre

"EU und Berlin, laßt
uns nicht im Stich"


Einer der sanierungsbedürftigen Sockel

21. 5. 2008. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. hat am Mittwoch an Landkreis, Land, Bund und EU appelliert, tatkräftig auf die "neue Herausforderung" zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor zu reagieren, die am Vormittag in der Sitzung des Hochbau-Ausschusses des Cuxhavener Kreistages bekannt geworden war (siehe unten). Die erforderlich gewordene Sanierung der Fundamente mit einem Finanzvolumen von rund 350 000 Euro darf nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft nicht allein dem Kreis Cuxhaven als Eigentümer überlassen bleiben, zumal das Bauwerk - einziges nationales Baudenkmal im Kreisgebiet - auch international bedeutsam ist. "Brüssel und Berlin dürfen das Osteland nicht im Stich lassen", fordert Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche gegenüber der Presse.

Die Schwebefähre - eines von weltweit nur noch acht erhaltenen Bauwerken dieser Art - gilt als das überragende Wahrzeichen der gesamten Oste. Der längste niedersächsische Nebenfluß der Elbe wiederum habe sich in den letzten Jahren zum touristischen Rückgrat des Elbe-Weser-Dreiecks entwickelt, erklärt die 2004 gegründete gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft, die 270 Mitglieder vereint und sich als "Lobby für die Oste" versteht.

Unverzichtbar sei die Schwebefähre auch als einer der beiden wichtigsten Besuchermagneten an der 250 Kilometer langen, länderübergreifenden Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, erklärt Osteland-Vorstandsmitglied Bölsche, der zugleich Sprecher des Arbeitskreises Deutscher Schwebefähren ist.


Die Fähre - ein Besuchermagnet ersten Ranges

Der 2003 ergangene Appell des Ehrenvorsitzenden des Schwebefähren-Weltverbandes, des spanischen Königs Juan Carlos, die verbliebenen Schwebefähren seien Besitz der gesamten Menschheit und unbedingt erhaltenswert, sei auch heute noch hochaktuell. Wie hoch die technikgeschichtliche und kulturhistorische Bedeutung der Schwebefähren einzuschätzen ist, gehe auch daraus hervor, dass das älteste Bauwerk dieser Art im spanischen Bilbao 2006 zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben worden ist.

Nicht unterschätzt werden darf nach Ansicht der AG Osteland auch die touristische Funktion des Bauwerks, das nach einer Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit in Presse, Funk und Fernsehen sowie nach Messeauftritten, der Installation einer Webcam und nächtlicher Illuminierung mittlerweile alljährlich über 60 000 Besucher anziehe; allein für diesen Sommer sind in Osten rund 350 Busse angemeldet. Auf diese Weise seien in den letzten Jahren rund um das Bauwerk Arbeitsplätze geschaffen und sei die Wirtschaftskraft spürbar gestärkt worden.

Bei einer nachhaltigen Sicherung der Fähre ist nach Ansicht der AG Osteland eine anhaltende Steigerung der Besucherzahlen in der Region zu erwarten. Bereits jetzt werde die Deutsche Fährstraße und damit die Schwebefähre weltweit beworben. Der "Eiffelturm des Nordens" ist bei mehreren TV-Publikumsbefragungen unter die zehn schönsten Bauwerke Deutschlands eingereiht worden.

Eine weitere Steigerung erwartet die AG Osteland von den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Schwebefähre im Jahr 2009 und durch das damit verbundene "Jahr der Oste", das von der Quelle bis zur Mündung begangen werden soll und unter dem Motto steht: "Ein Fluß feiert seine Fähren und Brücken."
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Die vier Fundamentkerne 
müssen verpreßt werden

Der Sachstandsbericht "Schwebefähre Osten-Hemmoor - Fundamentsanierung" des Landkreis-Amtes Wasser- und Abfallwirtschaft für den Ausschuss für Hochbau, Straßen und Verkehr am 21. 5. 2008:

Die Stahlkonstruktion der Schwebefähre Osten-Hemmoor wurde in den vergangenen Jahren mit einem erheblichen Aufwand saniert und instandgesetzt. Seitdem ist die Schwebefähre für die Nutzung wieder freigegeben und wird ihrer Funktion als bedeutendes technisches Baudenkmal und als Touristenmagnet wieder voll gerecht.

Die Sanierung eines der Betonfundamente ist bisher nicht erfolgt und ist noch nachzuholen. Vor der Erteilung eines entsprechenden Auftrages wurde das Ingenieurbüro Dr. Ropers & Partner aus Bremen, das in den vergangenen Jahren die regelmäßigen Prüfung der Kreisstraßenbrücken durchgeführt hat, aufgefordert, den genauen Umfang der erforderlichen Arbeiten zu ermitteln und eine Kostenschätzung abzugeben.

Die Prüfung des Betonfundamentes ergab, dass umfangreiche Maßnahmen erforderlich sind, um das Fundament in einen haltbaren Zustand zu versetzen und die Standsicherheit langfristig zu gewährleisten. Hierzu ist es erforderlich, den Fundamentkern mit einer Silikonmikroemulsion zu verpressen und die Außenschale zu erneuern. Insbesondere dem Verpressen kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Betonfundamente nicht nur dem Anfahrschutz dienen, sondern gemeinsam mit dem Stahlkern auch statische Funktionen erfüllen.

Da nach Feststellung des Ingenieurbüros bisher an keinem der Fundamente eine Verpressung des Kerns stattgefundenen hat, ist diese Maßnahme aus Standsicherheitsgründen letztlich an allen Betonfundamenten vorzunehmen.

Die erforderlichen Sanierungsarbeiten sind mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Pro Fundament liegt dieser nach der Schätzungen des beauftragten Büros ca. zwischen 88.000 € und 97.000 €. Da diese Mittel vom Landkreis allein nicht aufzubringen sind, wird derzeit versucht, Förderzusagen von verschiedenen Stellen zu erhalten.

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Schräge Kiefernpfähle
bis in 8 Meter Tiefe

Bauzeichnung (Ausschnitt) von 1908

In alten Berichten heißt es über den Unterbau der Schwebefähre:

Der Unterbau besteht aus vier Betonpfeilern für die Füße der Portale ... Die vier Pfeiler sind von einer Spundwand umschlossen, deren Oberkante auf -0,50 steht und deren Spitzen bis -5 m bzw. -4 m reichen. Das Material der Wand und der Zargen ist Kiefernholz, das der Pfähle ebenfalls. Die Rammtiefe der Spundwand ist -5 m bzw. -4 m. Die Pfähle stehen mit ihrer Spitze auf zirka -8 m und sind zum größten Teil schräg gerammt, um die auf die Pfeiler wirkenden Horizontalschübe möglichst direkt aufzunehmen.

Das Fundament der Pfeiler und die Widerlager bestehen aus einer Mischung von einem Teil Zement, drei Teilen Sand und sechs Teilen Hartbrandziegelbrocken. Die Pfeiler erhalten dieselbe Mischung. Die zutage tretenden Ansichtsflächen werden mit einer Mischung von einem Teil Zement und einem Teil scharfen Sand sauber abgeputzt.


Fährmarkt

Nächstes Jahr kein
"Tanz in den Markt"


Der Fährmarkt 2008 zog Tausende an

15. 5. 2008. Bei einer Abschlußbesprechung des Festausschusses, bei der Bürgermeister Carsten Hubert am Mittwoch allen ehrenamtlichen Helfern für den "wieder einmal sehr gelungenen" Fährmarkt 2008 dankte, zeigten sich die Beteiligten - auch auf Basbecker Seite - zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Die Besucher machten regen Gebrauch von der Schwebefähre die, dank einer klugen Entscheidung der Fördergesellschaft, kostenfrei genutzt werden konnte.

An der Kirche ein Markt
wie zu Kaisers Zeiten?

Beim Fährmarkt im Jahr der Oste 2009 wird es einige Veränderungen geben: Die Samstagabend-Veranstaltung "Tanz in den Markt" - zuletzt mit einer Oldie-Night - wird aufgrund mangelnder Besucherzahlen nicht wiederholt. Der nächste Fährmarkt soll mit einem Kanonenböller eröffnet werden. Rund um die Kirche könnte es einen Markt wie zu Kaisers Zeiten geben, so erste Ideen für 2009.

Die nächste Sitzung des Festausschusses findet am 3. September, 19.30 Uhr, im "Seefahrer" statt.


Tourismus

Die Wissenschaft
entdeckt die Oste

Foto: Bölsche
Thema Fährienstraße: Nicole Glawe in Osten

11. 5. 2008. Die Schwebefähren und die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel sowie das Osteland werden mehr und mehr zum Gegenstand von Forschung und Lehre. Etliche in diesen Wochen begonnene Arbeiten sollen spätestens zum Jahr der Oste 2009 abgeschlossen sein. Jüngstes Beispiel: Am Pfingstwochenende hat die angehende Hamburger Geografin Nicole Glawe in Osten und Oberndorf Recherchen für eine Arbeit über die "Fährienstraße" angestellt.

Ihr Professor Dr. Frank N. Nagel vom Institut für Geographie der Universität Hamburg hatte für sein Hauptseminar das Thema "Industriearchäologie, Industriekultur und Technik-Tourismus in Europa" gewählt. Nicole Glawe bearbeitet dabei das Thema "Schwebefähren als (UNESCO)-Kulturerbe und die Tourismusdestination 'Deutsche Fährstraße'".

Was Prof. Nagel in Kanada
über das Osteland erzählte


Forschungsgegenstand Deutsche Fährstraße

Professor Nagel hatte, wie berichtet, bereits im vorigen Jahr auf einer Fachkonferenz im kanadischen Winnipeg ausführlich die Schwebefähren und die deutsche Fährstraße vorgestellt. Auszüge aus Nagels Referat (in englischer Sprache) über die touristische Entwicklung an der Oste und die Rolle der AG Osteland stehen hier.

Wie der Geschäftsführer des Landschaftsverbands Stade, Dr. Hans-Eckardt Dannenberg, kürzlich mitteilte, wird der Deichforscher Prof. Dr. Norbert Fischer noch in diesem Jahr die Arbeit für ein geplantes Buch über die Geschichte der Ostedeiche aufnehmen.

Geplant sei ferner ein Forschungsprojekt über die Geschichte des Verkehrs zwischen Elbe und Weser, in dessen Rahmen auch die Schwebefähre Berücksichtigung finden soll.

Die Wingsterin Imke Tränkner, die zur Zeit im britischen Birmingham Tourismus studiert, will dem Thema Oste ihre Master-Arbeit widmen.


Tourismus-Forscherin Hanna Hadler

Die aus Hemmoor stammende Geografin Hanna Hadler widmet ihre Diplomarbeit der touristischen Nutzung der Ziegeleigeschichte in Kehdingen und an der Oste.


Bochmann mit Gerald Tielebörger (AG Osteland)

Bereits im Herbst 2004 war an der Universität Kiel bei Prof. Hans-Gottfried von Rohr eine mit "Sehr gut" benotete Geographie-Diplomarbeit mit dem Titel "Die Deutsche Fährstraße – Zwischen Kiel und Bremervörde" entstanden, für die Silvia Bochmann vom AG-Osteland-Vorsitzenden Gerald Tielebörger mit dem Oste-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" ausgezeichnet wurde (Laudatio hier).

Die Hemmoorer Gymnasiastin Lena Möller wählte sich kürzlich das Thema "Die Umnutzung von ehemaligen Industrieflächen am Beispiel der Museumsschute in Hemmoor".

Ihre Lamstedter Mitschülerin Friederike Hein befaßte sich unlängst mit der "Entdeckung der Oste durch die Arbeitsgemeinschaft Osteland".


Osten/Hemmoor

Berüchtigte
Schlickecke


Der Anleger soll bei diesen Dalben (links) liegen

7. 5. 2008. In Fachkreisen wachsen die Zweifel, ob der kürzlich vom Ostener Rat beschlossene Standort für den künftigen Schiffsanleger wirklich geeignet ist. Der Anleger soll nach dem Willen der Ostener Kommunalpolitiker bei den vorhandenen Dalben (Foto) zwischen Brücke und Villa festgemacht werden - in einer berüchtigten Schlick-Ecke vor einem geschützten Schilfgürtel.

Auf eine starke Verschlickungsgefahr an dieser Stelle hatte in der jüngsten Ratssitzung - als Gast - bereits Ehrenbürgermeister Siegfried Wiechmann hingewiesen.

Auch Naturschützer hätten, so ist zu hören, mittlerweile Bedenken gegen eine Nutzung des Standorts am Schilfwatt durchblicken lassen. Die rechtliche Lage sei etwas kompliziert: "Wattflächen im Bereich der tidebeeinflussten Flussläufe" stehen einerseits "unter besonderm Schutz" (§ 28 a Abs. 1 NNatG). Andererseits hat an dieser Stelle die "Mocambo" bereits früher festmachen dürfen, und "im Regelfall" dürfen geschützte Gebiete dieser Art dann "in dem in der Vergangenheit praktizierten Umfang weiter genutzt werden".

Hinzu kommt allerdings, dass es am ausgewählten Standort an Parkmöglichkeiten etwa für Busse zur Zeit mangelt und dass es - anders als an der Schwebefähre - keinen barrierefreien Zugang durch eine Deichlücke gibt.

Letzteres ist nach Informationen aus Cuxhaven nicht ganz unproblematisch, weil der Landkreis beabsichtige, "in Bezug auf Barrierefreiheit zu einer touristischen Modellregionzu werden" (mehr dazu).

Der ursprüngliche Plan, den Anleger vor dem "Fährkrug"-Kaffeegarten, 15 Meter neben der Schwebefähre, zu placieren, war, wie berichtet, an mangelnder Kooperationsbereitschaft des Eigentümers gescheitert.

Sollte es nicht gelingen, die Ostener Anleger-Pläne bis zum Jahresende zu realisieren, drohen der Gemeinde Fördergelder in beträchtlicher Höhe verloren zu gehen.

Geht der Anleger
nach Hemmoor?


Bürgermeister Saul und Hubert: Wem gelingt's?

Ergebnis könnte sein, dass der im historischen Schifffahrtsort Osten bereits im neunten Jahr diskutierte neue Anleger (Zeittafel unter OSTEN) schließlich am Basbecker Ufer zu Wasser gebracht wird. Vielleicht ist Hemmoors Bürgermeister Saul ja erfolgreicher als sein Ostener Kollege...

In der Schublade des Hemmoorer Stadtdirektors Dirk Brauer sollen bereits fertige Pläne für eine Reaktivierung der alten Basbecker Schiffstelle liegen, schräg gegenüber vom Ostener "Fährkrug"...

Die geplanten neuen Schiffsanleger für Großenwörden, Hechthausen und Oberndorf gelten unterdessen weiterhin als politisch und finanziell abgesichert. Sie sollen sämtlich zum Jahr der Oste 2009 zur Verfügung stehen.


Kommunalpolitik

Anleger-Debatte
im neunten Jahr


Seit 2000 im Gespräch: der Anleger (Archivbild)

7. 5. 2008. "Seit sieben Jahren", hieß es kürzlich auf dieser Website, diskutiere der Ostener Rat über einen neuen Anleger. Ein Leser weist uns zu Recht darauf hin, dass die peinliche Debatte bereits im neunten Jahr geführt wird, ohne dass ein Ergebnis absehbar ist. Das Urteil über die unten wiedergegebene Zeittafel überlassen wir dem geneigten Leser.


Die leidige Geschichte 
des Ostener Anlegers

Macht Druck seit 2000: SPD-Ratsherr Klüser

Im Sommer 2006 legte der Ostener SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Klüser eine Liste mit Auszügen aus Ratsprotokollen vor, in denen es um die Planungen für einen neuen Ostener Anleger ging. 

Viele Jahre waren bereits damals vergangen, seit der Ostener Rat sich erstmals mit der Notwendigkeit einer Sanierung oder Ersetzung des Bootsanlegers befaßt hatte. 

Was in all diesen Jahren (nicht) passiert ist, zeigt die damalige Datensammlung der Ostener SPD auf (Abkürzungen: TOP = Tagesordnungspunkt, Vw. = Verwaltung, Bgm. = Bürgermeister Carsten Hubert, Rh. = Ratsherr). 

29.03.00: Bericht der Verwaltung TOP 3.12: "Der alte Bootsanleger ist undicht. Sanierungskosten 10 bis 20.000 DM." 

19.12.00: Haushaltsrede des Bgm. Nr. 2 = "25.000 DM für den Bau eines Bootsanlegers drin" 

18.01.01: Bericht Vw.TOP 4.1= "Planungsauftrag für einen Neubau an das Bauamt der SG" 

07.02.02: Haushaltsrede des Bgm Punkt 4 = "Geld für Umbau und Erweiterung des Bootsanlegers für Fahrgastschiffe"

14.02.02: TOP 16 Anfragen und Anregungen = Rh Klüser: Frage - Sachstand Bootsanleger? Bgm Hubert= "Vw ist noch nicht aktiv geworden. Gespräche finden zum Stichtag 01. 06. 2002 statt" 

29.08.02: Bericht Vw, Bgm Hubert "es liegt noch kein Ergebnis der Gespräche vor" 

07.11.02: Bericht Vw, Bgm "25.000 Euro Kosten. Fertigstellung ist zum Saisonstart 2003 geplant" 

23.01.03: Bericht Vw TOP 10.7 "Zwischenzeitlich wurde Bauantrag zur Erweiterung des Anlegers beim Landkreis Cuxhaven eingereicht" 

29.09.03: Bericht Vw TOP 3.3 "Die beantragte Baugenehmigung wurde erteilt. Ein Nutzungsvertrag mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven wird demnächst abgeschlossen. Der Anleger soll zum Saisonauftakt im Frühjahr zu Wasser gelassen werden."

05.02.04: Haushaltsrede Bgm "20.000 Euro für Bau eines Bootsanlegers"

23.09.04: Bericht Vw TOP 3.1 "in den nächsten Wochen Besichtigung einer gebrauchten Anlage". Nachfrage Rh Klüser "In welcher Kalenderwoche?" Bgm "41. oder 42. KW"

02.12.04: TOP 2 Bgm "noch keine Besichtigung gewesen". TOP 10 Bgm "Besichtigungstermin im neuen Jahr. Keine Zusage über Inbetriebnahme"

27.01.05: Bericht Vw TOP 2.3 "Besichtigungstermin in Hamburg am 18.02.05" 

19.05.05: Bericht Vw TOP 4.1 "Die Pontonanlage wird nach dem Umbau 26.349,40 Euro kosten. Die Vergabe der Aufträge soll kurzfristig erfolgen. Mit der Fertigstellung im Spätsommer kann gerechnet werden"

01.11.05: Bericht Vw= auf Nachfrage d. Rh. Klüser erklärt Bgm "der Haushaltsrest kann übertragen werden. Anleger wird vom Gewicht so umgebaut, dass er im Winter rausgenommen werden kann"

07.03.06: Ratssitzung mit Haushaltsberatung = kein Ton des Bgm zum Anleger.

Kurz darauf stellt sich heraus, dass der Hamburger Gebrauchtanleger "anderweitig verkauft" ist. Die Debatte geht weiter...


Fährmarkt

Ein Vorgeschmack
aufs Jahr der Oste


Isensees Spielmannszug auf der Fähre

5. 5. 2008. Einen wunderbaren Vorgeschmack auf das kommende Jahr der Oste 2009 und das Hundertjährige der Schwebefähre vermittelte der 3. Ostener Fährmarkt. Weit über 4000 Besucher - darunter etwa 2000 Fährpassagiere - erlebten ein Fest ohnegleichen, das weit mehr war als eine rein Ostener Veranstaltung: Die Gäste strömten aus der gesamten Ostemarsch herbei, aus Brobergen und Balje, aus Geversdorf und Großenwörden - und zeigten damit, dass Osten seine traditionelle Rolle als kultureller und touristischer Mittelpunkt der Ostemarsch nach wie vor auszufüllen vermag.


Die Schwebefähre im Nonstop-Betrieb

Als Geniestreich erwies sich die Initiative der Fährvereins-Vorstandsmitglieder Curt Schuster (Hemmoor) und Karl-Heinz Brinkmann (Osten), die Schwebefähre an diesem Festtag - gegen Spende - freizugeben. Wie nie zuvor in der Geschichte des Baudenkmals querten den ganzen Tag über Aberhunderte mit der nonstop zwischen den Ufern pendelnden Fähre den Fluß.

Charme und Ideen
am Basbecker Ufer

Nie zuvor war, dementsprechend, die Verbindung zwischen Osten und der Stadt Hemmoor, deren Bürgermeister Hans-Wilhelm Saul schon morgens um 10 Uhr zu den ersten Gästen zählte,  so eng und freundschaftlich wie an diesem strahlenden Tag - vor allem dank der Initiative der IG Bahnhofstraße um Curt Schuster und des Culturkreises Hemmoor um Birte Zöllner. Mit Charme und Ideenreichtum servierten Basbeckerinnen an hübsch dekorierten Ständen an "ihrem" Fährkopf köstliche Maibowle oder naturbelassenen Apfelsaft aus dem "Obsthof an der Fährstraße" und verliehen Fährbeppel-Diplome an Jung und Alt.

Nie zuvor war auch die gesamte Ostemarsch mit ihrem kulturellen und kulinarischen Leckerbissen so umfassend präsent gewesen wie an diesem Tag. Von den  Angeboten der Isenseer Bauernkapelle, der Hüller Ohrwürmer oder der Dreschflegeltänzer über die Darbietungen der Jugendmusik- und der Grundschüler bis hin zu den Ochsenaugen der Großenwördener Landfrauen boten die Veranstalter alles auf, was die Ostemarsch zu bieten hat - eine kulturelle Leistungsschau von ganz eigenem Reiz.

Freundschaft mit
O'feld immer enger


Bürgermeister Hubert (mit Frau) und Sienknecht

Nicht zuletzt: Enger als je zuvor zeigte sich bei diesem Fährfest auch die Partnerschaft mit dem schleswig-holsteinischen Schwebefähren-Ort Osterrönfeld: Rund 20 Vertreter von Rat, Feuerwehr und Schützen waren mit Bürgermeister Bernd Sienknecht und Vize Klaus Ströh über die Elbe nach Osten gekommen, wo Bürgermeister Carsten Hubert die starke Delegation bei der Eröffnung auf dem Marktplatz herzlich begrüßte; die Osterrönfelder Sportschützen hatten sogar eigens für den Fährmarkt eine Videopräsentation über ihr Vereinsleben zusammengestellt.


Die Tanzgruppe der Hemmoorer Heimatfreunde

Gut bekam dem Fest auch, dass zwei der Hauptattraktionen der Region erneut präsent waren: die Mocambo verstärkte den maritimen Charakter des Fährmarktes, die Europa-Kutsche stand für Schnupperfahrten zu Verfügung.

Erstmals mit dabei war unter anderem das Oste-Huus von Corinna Kolf, das den so lange Zeit vakanten Hammann-Laden am Fährplatz auf höchst erfreuliche Weise belebt. Hoffnungsfroh stimmte auch, dass die neuen Eigentümer des Mühlen-Ausspanns zum Fährmarkt die jahrelang zerdepperten Fensterscheiben ersetzt haben und dass in das leerstehende einstige Café Central (Oellerich) wieder Leben eingezogen war, wenn auch zunächst nur für einige Stunden.


Alt und Jung singen das "Fährmarkt-Lied"

Kein Wunder, dass das großartige Fest auch viel Prominenz anzog. Gesehen wurden unter anderem die Oste-Kulturpreisträger Elke Loewe, Dietrich Alsdorf, Wolfgang Röhl, Berthold Polnau, Eibe und Caspar Bingemer, Nikolaus Ruhl, Gisela Tiedemann-Wingst, Christine und Jürgen Reimer sowie viele Kommunalpolitiker.

Dank an den
Marktausschuß

Schon bei der Eröffnung hatte Bürgermeister Hubert - sicher im Namen aller Ostener - den Mitgliedern des Fährmarkt-Ausschusses gedankt:
Karl-Heinz Brinkmann, Jens Thedrian, Heinrich Uthenwoldt, Bärbel Zander, Anneliese Schwenkkros, Detlef Brandt, Harald Köhler, Peter Tank, Brigitte Zühlke, Helga Dass, Thorsten Juls, Silke Mahler und Susanne Heinsohn.

Das Museum war
geschlossen...

Über ein paar größere und kleinere Ärgernisse konnte man angesichts der Feststimmung und des herrlichen Wetters hinwegschauen: dass der häßliche, defekte  Basbecker Fährenpfeiler (verantwortlich: Kai-Uwe Bielefelds Cux-Kreisverwaltung) nach zwei Jahren noch immer nicht saniert ist, dass die Mocambo den Massenverkehr nach wie vor an behelfsmäßigen Anlegestellen bewältigen musste und dass das Buddelmuseum für nicht angemeldete Gäste mal wieder geschlossen war...
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Viele Fotos vom Fährmarkt stehen auf dieser SONDERSEITE.
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In der Halle heizten
die Torpids ein

Fährmarkt-Auftakt in der Festhalle
Foto: Silke Mahler
"Tante Frieda" alias Heinrich Uthenwoldt

4. 5. 2008. Rund 150 Ostenerinnen und Ostener feierten am Sonnabend in der Festhalle in den 3. Ostener Fährmarkt hinein. Wenn auch ein paar Plätze unbesetzt blieben - die Stimmung war gut, die Torpids (Website) heizten tüchtig ein. Enttäuschung löste nur die Mitteilung aus, dass die ehemalige Deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen, die frühere Ostenerin Katharina Thomaschek, wegen einer Knieverletzung nicht antreten konnte. Den 1. Preis im Air Guitar Contest erzielte Heinrich ("Heini") Uthenwoldt als "Tante Frieda". Um die Rolle glaubhaft zu verkörpern, rasierte sich Heini kurz vor dem Auftritt noch den Bart ab (Foto)...


Flußquerungen

Wunderwerk ersetzt
alte Schwebefähre


Neue Hubbrücke in Rouen: 120 Meter breit

2. 5. 2008. Bis 1940 überquerte eine der weltweit rund 20 Schwebefähren die Seine bei Rouen, dann wurde sie von den französischen Truppen gesprengt, um den Vormarsch der Deutschen zu stoppen. An derselben Stelle wird Anfang Juli die modernste Hubbrücke der Welt eingeweiht, die "Gustave-Flaubert-Brücke" (mehr).


Vorläufer: die einstige Schwebefähre von Rouen

Zur Eröffnung mit der größten Windjammer-Regatta der Welt (5. bis 14. Juli) werden rund 30 Großsegler und rund 9 Millionen Touristen in Rouen erwartet, schreibt Georg Küffner in einer großen Reportage über den Brückenbau in der "Frankfurter Allgemeinen" (Text hier). In einem weiteren Beitrag - siehe nächsten Text - erinnert der Autor an die einstige Schwebefähre; darin weist er auch auf das Baudenkmal in Osten hin.

Ein Kriegsopfer: Die
Schwebefähre in Rouen

Brücken sind mitunter Barrieren. Das galt vor allem zu einer Zeit, als man sich für den Vortrieb der Schiffe noch auf den Wind verlassen musste und das Gros der Boote deshalb mit hoch aufragenden Masten ausgestattet war. Flach über das Wasser spannende Brücken konnten von ihnen nicht passiert werden, so dass man seit den Anfängen des Brückenbaus nicht nur "starre" Stege baute. Schwimm-, Hub- und Klappbrücken ermöglichen die Weiterfahrt selbst üppig aufgetakelter Schiffe. Sie haben aber den Nachteil, dass es vergleichsweise lange dauert, bis sie sich aus dem Weg machen und die Fahrrinne freigeben.

Deutlich schneller reagieren sogenannte Schwebefähren, von denen man Ende des 19. Jahrhunderts rund 20 Exemplare gebaut hat. Die meisten wurden abgerissen, acht sind erhalten geblieben, zwei davon in Deutschland. So kann man den Nord-Ostsee-Kanal in einer an der Rendsburger Eisenbahn-Hochbrücke hängenden Fahrkabine überqueren. Das zweite Exemplar hat in Ostenüberlebt, einem kleinen Ort bei Stade, und hilft, den Elbe-Nebenfluss Oste zu passieren.

Eine imposante Schwebefähre stand in Rouen. Errichtet hat sie 1899 der französische Ingenieur Ferdinand Joseph Arnodin, der neben Alberto Palacio als Erfinder dieses "technischen Unikums" gilt: Zwischen zwei an den Ufern der Seine 67 Meter aufragenden Masten war ein den Fluss que-render, 143 Meter langer Gitterrahmen gespannt. 50 Meter oberhalb des Wasserspiegels hing daran die zweistöckige Fahrkabine, die von einer elektrisch angetriebenen Winde gezogen wurde. Anfangs war der Antrieb auf dem Dach der 130 Quadratmeter großen Passagierplattform installiert, was unnötige Last bedeutete, so dass man ihn später ans Ufer verbannt und Zugseile zur Fahrkabine gespannt hat.

Die Schwebefähre in Rouen fuhr viele Jahre zuverlässig. Bis sie am 9. Juni 1940 von französischen Truppen gesprengt wurde. Es galt, den deutschen Vormarsch aufzuhalten.

Mehr über die Welt der Schwebefähren unter www.schwebefaehre.org.



Spirituosen

Auch Rendsburg hat
ein Buddelmuseum


Miniaturflaschen-Sammlung in Rendsburg

24. 4. 2008. Die Schwebefähren-Orte Osten und Rendsburg verbindet nicht nur die Deutsche Fährstraße, sondern auch eine weitere Gemeinsamkeit: So wie in Osten ein Buddelmuseum (Website) mit originellen Alkoholbehältnissen besteht, gibt es in Rendsburg eine Whisky-Galerie mit Flaschen aus 65 Ländern. "Herzstück der Rendsburger Whisky-Galerie sind aber nicht die großen, sondern die kleinen Flaschen - über 4.000 Miniaturen hat Thomas Krüger gesammelt. Fast jeder Whisky, der in der Welt produziert wurde, ist hier im Kleinstformat ausgestellt," heißt es in einer NDR-Reportage.


Buddelmuseum an der Ostener Kirche

Die Rendsburger Buddelsammlung (Whisky-Galerie Krüger, Holsteiner Str. 18 - 20, 24768 Rendsburg, Tel. 04331-223 24, geöffnet montags bis freitag von 8 bis 18 und sonnabends von 8.30 bis 13.30 Uhr) kann auch hier im Web besucht werden. Whiskyproben finden am Sonnabend, 21.Juni 2008, 12 Uhr, und am Freitag, 29. August, 18 Uhr, statt (je sechs Sorten, 15 Euro).

Dank für den Hinweis an Jörn Freyenhagen.


Gemeinderat

Anlegerplanung
zurück auf Null


Der Rat bei seiner Sitzung im Fährkrug

22. 4. 2008. Armes Osten! Umliegende Gemeinden - Oberndorf, Geversdorf, Hechthausen-Klint usw. - können noch in diesem Jahr mit Mocambo-Anlegern rechnen. In Osten dagegen sieht sich die Gemeinde in dieser Hinsicht seit gestern abend um sieben Jahre zurückgeworfen - ausgerechnet ein Jahr vor dem Hundertjährigen der Schwebefähre.

Seit sieben Jahren bemüht sich die Gemeinde, wie wiederholt berichtet, erfolglos um einen Anleger - gestern mußten im Fährkrug alle Planungen gleichsam  auf Null zurückgesetzt werden. Die Ratssitzung, in der die leidige, unendliche Geschichte des Schiffsanlegers verhandelt wurde, verzeichnete mit fast 40 Zuhörern den seit Jahrzehnten stärksten Besuch.


Drei Anleger-Standorte standen zur Debatte

Die SPD-Ratsmitglieder, die sich - wie auch ihre Kollegen von der CDU - über die mißlichen Vorgänge zu spät und zu schlecht informiert fühlten, hatten die Sitzung, wie berichtet, erzwungen. Auf diese Weise wurde die Blamage öffentlich. So war es zu all den Pleiten und Pannen gekommen:

> Der ursprünglich vorgesehene Standort des neuen Anlegers, unmittelbar an der Fähre vor dem Fährkrug-Kaffeegarten, war - entgegen Falschauskünften in einer der letzten Ratssitzungen - nicht rechtzeitig mit dem Denkmalschutz des Kreises abgestimmt worden.

> Der Denkmalschutz lehnte den Standort ab - die Ramm-Arbeiten so dicht an der fast 100 Jahre alten Schwebefähre könnten das nationale Baudenkmal in seiner Standsicherheit gefährden. Empfehlung: Der Standort des Anlegers solle etliche Meter weiter zum Ende des Ahlfschen Kaffeegartens verlegt werden (Variante 1 auf dem obigen Satellitenbild).

> Über diesen Standort wiederum kam die Gemeinde, wie in der Sitzung publik wurde, "nicht mit dem Grundbesitzer überein", also dem Hotelier Ahlf (der bekanntlich seit längerem beklagt, dass die Autos der Mocambo-Passagiere "seine" Gästeparkplätze auf dem Fährplatz blockieren).

> Als Ausweich-Standorte in der Nähe der Fähre wurden daraufhin eine frühere Mocambo-Anlegestelle zwischen Villa Irene und der Brücke (Variante 2) oder die alte Basbecker Fährstelle am Hemmoorer Ufer (Variante 3) diskutiert.


Hier im Schlick (l.) soll der Anleger liegen

Der Rat entschied sich gestern abend einstimmig für den Standort 2, der allerdings mit Problemen verbunden ist: Der Anleger - mitten in einem naturgeschützten Schilfgürtel -  ist für Alte und Behinderte schwer erreichbar. Der Standort ist außerdem, wie Altbürgermeister Siegfried Wichmann in der Sitzung zu bedenken gab, stark von Verschlickung bedroht. Unklar blieb für die Zuhörer, wie das Parkproblem vor dem Deich gelöst werden soll.

Fest steht: Nach sieben Jahren Anleger-Debatte muss nun völlig neu geplant werden. Ob der Mocambo-Anleger noch in diesem Jahr zu Wasser gelassen werden kann, steht in den Sternen. Das müßte er aber: "Die zugesagten Fördermittel," so Bürgermeister Carsten Hubert, "müssen noch dieses Jahr abgerufen werden."

Heftige Kritik - auch von Seiten der CDU-Fraktionsvorsitzenden Susanne Heinsohn - zielte auf die mangelnde Information des Rates zum Anleger-Debakel. Es könne nicht angehen, dass Ratsmitglieder "beim Schlachter" oder "erst im Internet und dann aus der Zeitung" von so wichtigen Vorgängen erfahren, sagte Ratsfrau Brigitte Zühlke.

Nicht minder scharf kritisierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Klüser die mangelnde Aktualität der kommunalen Website gemeinde-osten.de. Ratsprotokolle oder -vorlagen würden erst mit monatelanger Verspätung ins Netz gestellt. Von Einladungen zu Ratssitzungen, so wurde weiter bekannt, erführen Zeitungsleser eher als die Nutzer des "eigentlich schnellen Mediums Internet".


Wohin künftig mit der Mocambo?

Verärgert reagierten Ratsmitglieder aller Parteien auch darauf, dass der Rat über die Verlagerung wichtiger Aufgaben auf die Samtgemeinde - jüngster Fall: die Ferienspaß-Zuständigkeit - nicht informiert werde.

Einig waren sich die Ratsmitglieder während einer Debatte über den Nachtragshaushalt auch über die völlig unzulängliche Finanzausstattung der Gemeinde, an der wegen der ungünstigen Gewerbestruktur der Aufschwung völlig vorbei geht. Die tieferen Ursachen der Misere brachte allerdings niemand zur Sprache - die hatte am Tag zuvor, laut NEZ, der niedersächsische Städtetagspräsident und Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge thematisiert: Das Land saniert sich auf Kosten der Kreise, der Kreis auf Kosten der Gemeinden.

Die Krise der niedersächsischen Städte und Gemeinden liege auch daran, so Mädge, dass das Land seit 1987 immer wieder den kommunalen Finanzausgleich geplündert habe. "Bekämen wir noch wie in den 80er-Jahren 21 Prozent der Landessteuern statt gegenwärtig 15,5 Prozent, wären die Finanzprobleme der Kommunen gelöst."

In zwei äußerst lebhaften Bürgerfragerunden ging es unter anderem um Anliegerparkplätze am Deich sowie um angekündigte, aber immer wieder verschobene Bürgerversammlungen, um die schleppende Arbeit der hoch dotierten Planungsbüros und die weitgehend folgenlosen Ilek-Debattierrunden. Ein ausführlicher Bericht ist am Mittwoch in der NEZ zu erwarten.

Warum die SPD die
Ratssitzung erzwang

14. 4. 2008. Der ungeklärte Standort des Ostener Mocambo-Anlegers und weitere kritische Punkte haben, wie berichtet, die SPD-Fraktion in  Osten veranlaßt, eine Sitzung des Gemeinderates zu erzwingen, deren Termin jetzt feststeht: Der Rat tritt am Montag, 21. April, 20 Uhr, im Fährkrug zusammen.

Die Notwendigkeit einer baldigen Ratssitzung hat die SPD-Fraktion mit drei Punkten begründet:

"...Wie die Ratsmitglieder aus der Niederelbe-Zeitung und dem Internet entnehmen mussten, ist die Genehmigung des vom Gemeinderat beschlossenen Fahrgastanlegers durch den Einspruch der Denkmalschutzbehörde verwehrt worden. Eine Information der Ratsmitglieder fand bisher nicht statt. Mit der Planung und dem Bau sind bereits Kosten und Ausgaben verbunden, so dass eine Beratung über das weitere Vorgehen der Gemeinde im Interesse und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger dringend geboten ist.

"...Die mehrfach angekündigte Vorstellung des Dorferneuerungsplanes fand bisher nicht statt. Ein Beschluß des Planes im Rat steht noch aus. Die Mitbürger verlieren zusehens den Glauben an das Projekt, da Informationen über Möglichkeiten der Förderung privater Maßnahmen bisher in keinster Weise gegeben wurden und selbst Anträge kaum zu erhalten sind.

"... Es stehen diverse Umsetzungen von Beschlüssen aus, z. B. Bürgerversammlung, Befragung zum Blockheizkraftwerk, Kennzeichnung der Verkehrsberuhigung Lange Straße, Gewichtsbeschränkung Hofstraße, Grundsatzbeschluß Grundstücke Hofstraße, Einrichtung eines Rastplatzes am Rönndeich, Zustand denkmalgeschütztes Haus Am Markt, Aktualität der offiziellen Gemeindeseite im Internet."


Sportschiffer

Saisonstart am
Schandpfeiler


Schandfleck an der Fähre: der defekte Pfeiler

19. 4. 2008. Einheimische und auswärtige Sportschiffer, die am Sonnabend mit Hilfe eines Autokrans ihre Boote in die Oste hievten, wunderten sich über den seit zwei Jahren nicht reparierten Basbecker Fährfuß des nationalen Baudenkmals Schwebefähre (mehr siehe unten). Stärker als der Ärger über das Versagen der Kreisbürokratie war allerdings die Vorfreude auf die neue Wassersportsaison.


Auch in Hemmoor beginnt die Bootssaison

So wie in Hemmoor und Osten brachten in diesen Tagen überall am Fluß die Freizeitskipper ihre Boote zu Wasser.


Am Kran: die "Wappen von Osten"

Das prominenteste Wasserfahrzeug, das unter der Schwebefähre am Kran-Haken hing, war das "Flaggschiff" der Ostener Freizeitflotte: die "Wappen von Osten" von Walter von der Fecht, ehemals Kapitän auf dem stolzen Helgoland-Schiff "Wappen von Hamburg".



Frühling in der Fährstraße


Bürokratie

"Ein zeitlicher Ablauf
liegt noch nicht vor"


Basbecker Fährfuß im April 2008 (Foto: N. Ruhl)

17. 4. 2008. Wann wird endlich der häßliche, defekte Basbecker Pfeiler der Schwebefähre (siehe unten) saniert? Auf eine Bürgeranfrage hat Bodo Schulze vom Landkreis-Amt Wasser und Abfallwirtschaft jetzt mitgeteilt: "Zurzeit laufen noch die Untersuchungen und Planungen zur Vorgehensweise der Sanierung der Fundamente der Schwebefähre. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll mit der Instandsetzung begonnen werden. Ein zeitlicher Ablauf liegt noch nicht vor."

In gut einer Woche, am 26. April, jährt sich zum zweitenmal die feierliche Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre. Eine Woche später, am 4. Mai, werden einige tausend Besucher zum Fährmarkt rund um das nationale Baudenkmal erwartet. In acht Monaten, am 1. Januar, findet die Auftaktveranstaltung zum "Jahr der Oste" aus Anlaß des Hundertjährigen der Schwebefähre statt...

Fährausschuß
heute abend

Der Fährausschuß zur Vorbereitung des Fährmarkts tagt an diesem Freitag, 18. April, 19.30 Uhr, in der Festhalle Osten.



 

Osten

SPD-Ratsmitglieder
erzwingen Sitzung


Künftig gar kein Ostener Anleger mehr?

29. 3. 2008. Das zermürbende jahrelange Hin und Her um einen neuen Ostener Mocambo-Anleger ist jetzt endgültig zum Politikum geworden. Die Ostener SPD-Fraktion hat - weil sie mehr als ein Drittel der Ratsmitglieder umfasst - von ihrem Recht (§ 41 Abs. 2, Nr.1 NGO) Gebrauch machen können, eine Sondersitzung des Rates zu erzwingen.

Der Antrag steckte am Freitag in den Briefkästen von Bürgermeister Carsten Hubert und des Gemeindedirektors Dirk Brauer sowie der CDU-Fraktionsvorsitzenden Susanne Heinsohn.

Vorausgegangen war, wie berichtet, ein Veto des Kreis-Denkmalschutzes gegen den beabsichtigten Anleger-Liegeplatz unmittelbar neben dem nationalen Baudenkmal Schwebefähre. Völlig offen war, ob der Anleger nun im geschützten Schilfgürtel hinter der "Villa Jutta" plaziert werden soll (wo die Mocambo früher schon einmal lag) oder aber an der früheren Basbecker Schiffsstelle zwischen Fähre und Brücke, also außerhalb Ostens.


Kommunalpolitiker Klüser und Hubert

In jedem Fall verzögert sich der Bau - niemand kann garantieren, dass Osten zum Hundertjährigen der Fähre im Jahr der Oste 2009 über einen Anleger verfügt.

In ihrer jüngsten Fraktionssitzung stellte die SPD fest, "dass die Ratsmitglieder bis zu diesem Tag in keinster Weise über die Ereignisse hinsichtlich des Anlegers informiert" worden waren. Fraktionsvorsitzender Lothar Klüser: "Unseren Kenntnisstand haben wir von osten-oste.de. Da es sich aber um ein so wichtiges und gewichtiges Thema handelt, bemühen wir erstmals die Niedersächsische Gemeindeordnung und berufen eine Gemeinderatssitzung ein."

Der Wortlaut des Antrags, der auch weitere Kritikpunkte auflistet, steht unter spd-osten.de.


Denkmäler

Alte Pfarrei kommt
unter den Hammer


 Ein Denkmal mit 70 000 Euro Verkehrswert

23. 3. 2008. Der Niedergang der historischen Substanz im Ostener Ortskern scheint - trotz Aufnahme der Gemeinde in die Dorfentwicklung - kaum noch aufzuhalten. Das einstige "Café Central" (Oellrich-Haus) rottet vor sich hin, für die Mühle nebenan immerhin scheint es einen Interessenten zu geben. Das Amtsrichterhaus in der Fährstraße, frisch getüncht, wartet auf Käufer.

Die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Alte Pfarrei in der Deichstraße 7 steht am Mittwoch, 16. April, 10 Uhr, im Amtgericht Otterndorf (Website) zur Zwangsversteigerung an. Der Verkehrswert ist mit 70 000 Euro angesetzt.

Über das 1728 erbaute riesige Mehrfamilienhaus mit einer Erdgeschoßfläche von 450 Quadratmetern heißt es im Protokoll zur Ostener Dorfentwicklung, die Kosten für eine  Instandsetzung wären "erheblich".


Rückansicht von der Fährstraße

Zur Geschichte des Gebäudes haben Hartmut Quilitzsch und Thorsten Juls im Zuge des Dorfentwicklungsprozesses (DE) festgehalten: "Bis 1901 wurde das Gebäude als Pfarrhaus genutzt, danach erfolgt der Verkauf an Schlachter Waller und die damit verbundene Nutzung als Wohn- und Geschäftshaus. Bis einschließlich 1958 wurde in dem Gebäude durch Gerhard Knie eine Schlachterei betrieben, danach wurde das Gebäude nur noch zu Wohnzwecken genutzt. Im Jahr 1977 verkaufte die Erbengemeinschaft Waller das Anwesen an die Eheleute Vondenhoff aus Düsseldorf.  Frau Marga Vondenhoff verkaufte das Anwesen wiederum 1995 an die jetziger Eigentümer, die Architekten Brunke und Jaeckel, Rosengarten."


Schnäppchen mitten im Ort: die Alte Pfarrei

Weiter heißt es im DE-Protokoll: "Das Gebäude ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Große (30 m Länge, 15 m Breite), seiner massiven Bauweise sowie weiterer Details auffällig und von ortsgeschichtlicher Bedeutung. Es wurde 1728 als sogenannte 'Zweite Pfarre' erbaut. Der südliche Wohngiebel fällt durch die geschweiften Fensterstürze und die holländischen Dreiecke am Ortgang auf und weist auf die barocke Entstehungszeit des Gebäudes hin. Der rückwärtige Wirtschaftsteil ist vom dem Wohnteil durch eine Fachwerkwand getrennt. Da an dem Giebe! des Wirtschaftsteils mit seinem rundbogigen Einfahrtstor die holländischen Dreiecke fehlen, wurde dieser möglicherweise nach einem Brand 1813 im Jahr 1814 in der heutigen Form wiederaufgebaut.

Im Jahr 1988 wurde das Gebäude in die Vorausweisungsliste des Verzeichnisses der Kulturdenkmale des Landes Niedersachsen aufgenommen. Aufgrund seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung wurde das Gebäude im Sinne des § 3 (2) Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz als Einzelbaudenkmal ausgewiesen. Trotz mehrfacher denkmalbeeinträchtigender Umbauten verblieb das Gebäude nach einer Neubeurteilung im Jahr 1995 im Verzeichnis der Kulturdenkmale des Landes Niedersachsen. Von 1997 bis 2000 erfolgte unter Einbeziehung der Denkmalschutzbehörde der Umbau zu einem Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen."


Schwebefähre

Schandfleck blamiert
die Kreisbürokratie


Basbecker Fährfuß am 13. April 2008 (Foto: Ruhl)

14. 4. 2008. Am 26. April jährt sich zum zweitenmal die feierliche Wiederinbetriebnahme der Schwebefähre. Sage und schreibe 24 Monate danach hat es der Landkreis, Eigentümer des nationalen Baudenkmals, noch immer nicht geschafft, den stromaufwärts gelegenen Basbecker Fuß der Fähre zu sanieren.


Feier zur Wiederinbetriebnahme am 26. April 2006

Auch zu Beginn der dritten Tourismus-Saison nach der feierlichen Einweihung flattern noch immer Folienfetzen um den nicht sanierten Pfeiler - eine satte Blamage für die Kreisbürokratie, die zwar - dankenswerterweise - 1,4 Millionen Euro für die Runderneuerung aufgetrieben hat, aber sich nicht in der Lage zeigte, binnen zwei Jahren (!!!) die Restarbeiten zu bewältigen.

So wird der Schandfleck am Hemmoorer Osteufer von Jahr zu Jahr mehr zu einem Denkmal für die Mißachtung der Osteregion durch die Kreisverwaltung im fernen Cuxhaven. Was tun die gewählten Vertreter in den Räten und im Kreistag, um Abhilfe zu schaffen?


Schwebefähren

"Betagt, aber nicht
heruntergekommen"


Kritisierter Bericht: Falsche Gespenster gesehen

7. 4. 2008. Das Schleswig-Holsteinische Landestheater hat heute einen Bericht der "Kieler Nachrichten" dementiert, in dem es hieß, die Theaterleute hätten die Schwebefähre Osten - Hemmoor als "völlig heruntergekommen" dargestellt. Auf der Rendsburger Schwebefähre war, wie berichtet, ein Stück aufgeführt worden, in dem die acht Schwebefähren der Welt durch Geister repräsentiert wurden, darunter laut Kieler Nachrichten (hier im Netz) auf etwas abfällige Weise auch das Baudenkmal an der Oste.

Nachdem oste.de über das Veranstaltung auf der Fähre zwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld berichtet hatte, erreichte den Sprecher des Arbeitskeises Deutsche Schwebefähren, Jochen Bölsche (Osten), heute eine Mail, in der die Theatermacher erklären, die Kieler Nachrichten hätten das Oste-Gespenst mit dem Geist der (tatsächlich vernachlässigten) Schwebefähre im britischen Warrington verwechselt. In der Mail heißt es:

Sehr geehrter Schwebefähren-Freunde, besonders die aus Osten,

mit Freude haben wir gesehen, dass unser Theaterabend auf der Rendsburger Fähre gleich auf Ihrer Web-Seite erwähnt wurde. Und mussten leider feststellen, dass Sie gar nicht glücklich sind.

Deshalb möchten wir gerne korrigieren und Ihnen erzählen, dass in unserer Geschichte, in der die 8 Schwebefährengeister der noch 'lebenden' Schwebefähren sich zu einem Treffen einfanden, die Fähre Osten durch einen zwar betagten (so kurz vor dem 100. Geburtstag stehenden), aber sehr agilen, temperamentvollen und fröhlichen guten Geist vertreten wurde. Keine Spur von 'völlig heruntergekommen'.


Mit Osten verwechselt: Schwebefähre Warrington

Dieses Missverständnis ist leider durch den Artikel in den Kieler Nachrichten entstanden, die den 'kleinen Warrington', die Fähre, die ja leider seit ein paar Jahren stillsteht, mit Osten verwechselt haben.

Wir hoffen, dass Sie uns nicht weiter gram sind...

Anne Weiler, Martin Vöhringer, Roland Floegel, Katinka Springborn
- Raum Stadt Reisen -
Ein Projekt des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters."

Mehr aus der Welt der Schwebefähren - auch über Warrington - auf unserer Schwesterseite www.schwebefaehre.org.


Osterrönfeld

Gespenster auf
der Schwebefähre


Das Event heute in den KN - vergrößern

31. 3. 2008. Ausführlich berichten die Zeitungen am Nord-Ostsee-Kanal heute über ein künstlerisches Ereignis auf der Schwebefähre zwischen Rendsburg und Osterrönfeld. Dort hat das Landestheater Schauspieler auftreten lassen, von denen die acht Schwebefähren der Welt - darunter auf etwas abfällige Weise auch Osten - dargestellt wurden. Der ausführliche Bericht der Kieler Nachrichten steht hier im Netz.

Auch die Landeszeitung befaßt sich mit dem Thema. In dem Bericht, den uns Torben Gruschka übermittelt hat, heißt es unter der Überschrift "Gespenster auf der Schwebefähre" unter anderem:

Das Team des Landestheaterprojekts "Raum Stadt Reisen" (Website) hat sich für seine monatlichen Aufführungen schon immer außergewöhnliche Schauplätze ausgesucht. Am Sonnabend wurde diese Tradition fortgesetzt. Die "Märzreise" fand vor etwa 60 Zuschauern auf der Schwebefähre statt, die Rendsburg und Osterrönfeld verbindet.


Website zur Theater-Aktion

Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Hin und Her" und wurde musikalisch von Gitarren-, Saxofon- und Dudelsackmusik beleitet. "Die Schwebefähren, diese ehrwürdigen Transportmittel, müssen etwas Außergewöhnliches haben, das über sie wacht. Ein König reicht da nicht aus", erklärte Schauspieldramaturg Martin Vöhringer zum Einstieg in den Abend. Acht Laiendarsteller spielten die Geister der Schwebefähren, die auf der Welt noch existieren: Rochefort, Buenos Aires, Bilbao, Middlesbrough, Newport, Osten und Warrington.

Die Stadt Rendsburg fungierte als Gastgeberin. Die "guten Geister" trafen sich zu einer Art Konferenz auf der Rendsburger Fähre, um über ihre Sorgen und Nöte zu diskutieren. Immer wenn das Transportmittel den Kanal überquerte, was während der Vorstellung stets der Fall war, kamen einige der Geister hinzu. Jeder stellte sich mit Namen, Höhe und Spannweite vor.

"Wir waren sehr über die moderne Darstellung überrascht. Uns hat besonders gut gefallen, dass man das Thema mit einem aktuellen Zeitbezug kombiniert hat", stellte Zuschauer Hermann Goeser aus Köln fest, der gerade zu Besuch in Rendsburg ist.

Probleme bekamen die Geister, als ein ungebetener Gast auftrat, der zu keinem Ufer mehr zugehörig war. Also beschlossen die Gespenster nach langer Diskussion, den Herren, der sich ebenfalls "auf der Schwebe" befand, zu einem Assistenten-Geist zu machen. "Den gescheiterten Mann ohne Heimat haben wir deshalb eingebaut, weil er ein Verbindungselement zwischen dem Menschen- und dem Geisterleben darstellt", berichtete Martin Vöhringer. "Heutzutage gibt es ja auch Leute, die nirgendwo richtig zugehörig sind."


Schwebefähren

Pfarrer Farrer
will springen


Plant Bungee-Jump: Pater Farrer

20. 3. 2008. In Großbritannien kommen Bungee-Sprünge von Schwebefähren in Mode. Demnächst will der Pfarrer Paul Farrer aus Anlaß  seines 40. Geburtstags einen Bungee-Sprung von der Schwebefähre in Middlesbrough wagen. Er hofft, dafür von Sponsoren mit Spenden in Höhe von 40 000 Pfund zugunsten der Kinderkrebshilfe und anderer humanitärer Zwecke belohnt zu werden. Mehr in der britischen Presse.


Ostern

An der Fährienstraße
erwacht der Frühling


In der Ostener Deichreihe grasen "Kunst-Schafe"

19. 3. 2008. An der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die das idyllische Land an der Oste mit der Ostsee verbindet, ist der Frühling erwacht. Die Osterglocken blühen an den Deichen, und die meisten Fähren und Fahrgastschiffe nehmen zu Ostern den Dauerbetrieb auf. Pünktlich zum Saisonbetrieb hat auch die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) eine internationale Werbeaktion für die "Fährienstraße" gestartet.

Zur Freude der in Osten ansässigen gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die ehrenamtlich die Route betreibt, wirbt die DZT in mehreren Veröffentlichungen auch ausführlich für die Deutsche Fährstraße.


Fährstraße in der chinesischen Magazin-Version

Bereits 2007 hatte die Tourismuszentrale begonnen, in ihrem Internet-Auftritt in zehn Weltsprachen auf das "250 Kilometer lange maritime Museum" hinzuweisen. "Jetzt ist als Werbemittel ein 58-seitiges 'marktspezifisches Magazin' hinzugekommen, das in speziellen Ausgaben unter anderem für die USA, Indien, Südkorea, China, Großbritannen und den arabischen Raum erscheint," sagt AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche, der seit Jahren den Kontakt zur DZT pflegt.

Das Magazin, das je nach Zielregion "Destination Germany", "Discover Germany" oder "Deutsche Ferienwelten" heißt, enthält jeweils auch Beiträge über die 250 Kilometer lange Ferienstraße, die rund 50 Fähren, Brücken, Sperrwerke und maritime Museen verbindet.

In diesem sogenannten "Basismedium" der DZT heißt es über die "Fährienstraße" unter anderem: "Zahlreich und phantasievoll sind die Bemühungen der Menschen, die nassen Grenzen zu überwinden. An der Elbe, ihrem Nebenfluss Oste und am Nord-Ostsee-Kanal - den meistbefahrenen Kanal der Welt - liegen die Ergebnisse dieser Bemühungen so dicht beieinander wie nirgendwo anders in Deutschland. Die Deutsche Fährstraße verbindet all diese Monumente..."


Bölsche mit internationaler Fährstraßen-Werbung

Weiter schreiben die DZT-Werbetexter: "An ihrem Saum begeistern unter anderem zwei imposante Schwebefähren aus der Kaiserzeit (weltweit gibt es nur noch acht dieser Fähren) ... Dazu lassen sich ein gutes Dutzend Hoch- und Klappbrücken, Schleusen und Sperrwerke entdecken - eine faszinierende Mischung aus Technik und Natur. Als Boots-, Rad und Autoroute bietet die 2004 eröffnete Deutsche Fährstraße eine reiche Palette an maritimen Schätzen."


Fit für die Saison: Prahmfähre in Brobergen

Fast alle Attraktionen entlang der Route (Slogan: "Frohe Fährien im frischen Norden") sind bereits fit für die Saison. Von Karfreitag, 21. März, an können Besucher beispielsweise mit der fast 100 Jahre alten Schwebefähre Osten - Hemmoor, dem Wahrzeichen der Ferienstraße, täglich von 11 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde über die Oste zu schweben, wie Karl-Heinz Brinkmann vom Ostener Fährverein mitteilt.

Auch die denkmalgeschütze motorbetriebene Prahmfähre auf der Oste in Brobergen steht wieder bereit. Bis zum 30. April verkehrt sie, so die dortige Fährvereinsvorsitzende Corinna Kolf, montags bis sonnabends von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Vom 1. Mai bis 30. September ist sie dann täglich von 10 bis 18 Uhr in Betrieb (sonst nach Vereinbarung unter Tel. 0162-5688769).


Noch an Land: die Prahmfähre in Gräpel

Die letzte handbetriebene Oste-Fähre in Gräpel (Samtgemeinde Oldendorf) liegt noch an Land, in der Nähe der Fährmann-Statue. Hier beginnt die Fährsaison am 1. Mai. Wie in alten Zeiten können die Passagiere dann rufen: "Fährmann, hol öber." An allen Wochenenden steht der Fährprahm im Sommerhalbjahr ganztags, an Werktagen ab 13.30 Uhr zur Verfügung.


Öffnet Karfreitag: Ex-DDR-Fähre in Oberndorf

Bereits Karfreitag öffnet die einstige Rostocker Autofähre, die heute als Restaurantschiff mit dem Namen "Ostekieker" unterhalb der Kirche im idyllischen Oberndorf liegt.

Und am ersten April-Wochenende nimmt das älteste motorisierte Fahrgastschiff Deutschlands, die ebenfalls in Oberndorf beheimatete "Mocambo", ihren Dienst auf, die zur Zeit auf der Skadow-Werft in Neuhaus überholt wird.


 Mocambo-Überholung in der Neuhäuser Werft

Am mittleren Abschnitt der "Fährienstraße", auf der Niederelbe, startet das Entdeckungschiff "Tidenkieker" an den Ostertagen in die neue Saison (www.tidenkieker.de).


Ab Ostern: Küstenschifffahrtsmuseum Wischhafen

Das Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen, eines der attraktivsten Museen an der Fährstraße, bietet ebenfalls ab Ostersonntag ein vielfältiges Programm. Um 10.30 Uhr beginnen "Russische Tage" mit der Ausstellung "Das Schiff - vier Jahreszeiten" des Petersburger Marinemalers Andrej Tron. Zusätzlich wird die Ausstellung "Die letzte Lücke in der Brücke" mit Bildern des Fotografen Uwe Schaffrath vom Bau der Hamburger Köhlbrandbrücke vor 35 Jahren gezeigt. Ostermontag von 6.05 Uhr bis 8 Uhr sendet der NDR-Hörfunk (NDR 90,3 und Cuxhaven/Deutsche Bucht 98,4) ein Hafenkonzert aus Wischhafen.

Die Elbfähre Glückstadt - Wischhafen verkehrt zur Zeit halbstündlich, in Spitzenzeiten alle 20 Minuten.


Oberndorfer Ostedeich auf japanischer Website

Am Nordabschnitt der Fährstraße, am Nord-Ostsee-Kanal, sind sämtliche Fähren ganzjährig kontinuierlich im Einsatz und aufgrund alter Verträge aus der Kaiserzeit ausnahmslos gebührenfrei benutzbar.


Fährienstraßen-Werbung auf Chinesisch

Mit einer speziellen Veranstaltung lockt die zweitälteste deutsche Schwebefähre zwischen Rendsburg und Osterrönfeld: Am Sonnabend, 29. März, 20 Uhr, führt das Schleswig-Holsteinische Landestheater Rendsburg auf der Fährgondel ein Überraschungsstück mit dem Titel "Hin und her" auf.


Fährstraße

Sonntag große
NDR-Reportage


NDR-Mann Freyenhagen mit Horst Ahlf

15. 5. 2008. Im Mai 2004 wurde mit drei Festakten in Bremervörde (Kreis Rotenburg), Gräpel (Kreis Stade) und Osten (Kreis Cuxhaven) die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel eröffnet. Gut für den Tourismus an Oste, Niederelbe und Nord-Ostsee-Kanal: Fast genau vier Jahre nach der Eröffnung der Fährstraße widmet NDR-Info der Route an diesem Sonntag, 18. Mai, um 6.30 und 19.20 Uhr eine dreißigminütige Sendung in der Reihe "Lokaltermin".


Radler auf der Deutschen Fährstraße

Über den Inhalt teilt der NDR mit: "Von der winzigen Kinder-Seilfähre über die handbetriebene Prahmfähre und die Schwebefähre bis zur hochseetüchtigen Skandinavienfähre reicht das Spektrum an Verkehrsmitteln, die präsentiert werden. 'Übers Wasser schweben, fahren, schippern – Auf der Deutschen Fährstraße zwischen Bremervörde und Kiel' - so lautet der Titel der 30-minütigen Reportage von Jörn Freyenhagen.


Auf NDR: Jux-Weltmeister Bünning aus Oberndorf

Der Autor war an verschiedenen Stationen der 250 Kilometer langen Ferienroute. Er sprach mit Fährleuten, Ausflüglern, Schiffsansagern und Behördenvertretern und hat die Stimmung der Landschaft an Oste, Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal eingefangen. Auch Kuriositäten entlang der Fährstraße wie etwa der Weltmeister im Löffelschlagen in Oberndorf und eine Whisky-Galerie in Rendsburg werden vorgestellt."

Interviewt wurden unter anderem Bürgermeister Bernd Sienknecht und Fährmann Horst Ahlf aus den verschwisterten Schwebefähren-Orten Osterrönfeld und Osten, der Fährhistoriker Klaus Schmidt aus Rendsburg sowie der Initiator der Route und Sprecher des Trägervereins AG Osteland, Jochen Bölsche aus Osten.

Zur Eröffnung der Ferienstraße, die von der Deutschen Zentrale für Tourismus mittlerweile weltweit in zehn Sprachen beworben wird, hatte die Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz 2004 erklärt, die "Fährien"-Route sei "eine der schönsten und zugleich aufregendsten Möglichkeiten, Norddeutschland zu entdecken".


Verwaltung

Basbecker Schandfleck
demnächst im Kreistag


 Schandfleck: Basbecker Fährfuß (Foto: N. Ruhl)

15. 5. 2008. Sage und schreibe zwei Jahre nach der pompösen Wiederinbetriebnahme der kreiseigenen Schwebefähre (Gastgeber: Landrat Kai-Uwe Bielefeld) und sieben Monate vor dem Anbruch des Jubiläumsjahres des Bauwerks, der Weltkonferenz der Schwebefähren sowie des Jahres der Oste bildet, wie mehrfach auf dieser Website berichtet, einer der Basbecker Fährfüße noch immer einen Schandfleck am einzigen Baudenkmal von nationaler Bedeutung des Landkreises Cuxhaven.

Fährverein fragt:
Wie lange noch?


Auch die Fördergesellschaft protestiert

Auch die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor hat das Ärgernis aufgegriffen, das bei den rund 150.000 Fährtouristen allein seit April 2006 Verständnislosigkeit ausgelöst hat.

In der jüngsten Ausgabe seines Newsletters "SchwebeFähre" befaßt sich der über 200 Mitglieder starke Verein mit dem "Schandfleck" und fragt: "Wie lange noch?" Auf der Basbecker Seite ist die IG Bahnhofstraße bereits tätig geworden.

Jetzt endlich befaßt sich auch der Kreistag mit dem Trauerspiel um den Schandpfeiler. Der Punkt "Fundamentsanierung, Sachstandsbericht" steht auf der Tagung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Hochbau, Straße und Verkehr, zu der Landrat Bielefeld in der heutigen NEZ für Mittwoch, 21. Mai, 9 Uhr, in den Satzungsraum 2/3 des Kreishauses in Cuxhaven einlädt.


Biologie

Kommt der Urfisch
zurück in die Oste?


Stör-Modell im Natureum Niederelbe

14. 5. 2008. Störe in Oste oder Elbe? Das ist das Thema eines Vortrags am Sonntag, 18. Mai,  15  Uhr, im Natureum. Der Biologe Dr. Sven Würtz vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin spricht im Natureum über die Chancen einer Wiederansiedlung der Störe auch in unserer Region.

Noch Ende der 1950er Jahre wurden in der Oste einzelne Störe gefangen und auf dem Seefischmarkt in Bremerhaven verkauft. Wann immer ein Angler einen verirrten Stör aus der Oste zieht, keimen Spekulationen auf, dass es sich um ein Exemplar des Atlantischen Störs handeln könnte - was kaum je der Fall ist; siehe nächsten Text.

Das Natureum verfügt über mehrere Stör-Exemplare. Das mehr als 100 Jahre alte Präparat eines Atlantischen Störs von rund zwei Metern Länge ist im Museumsgebäude zu sehen. Für den Vortrag wird kein Kostenbeitrag erhoben, es muss lediglich der Museumseintritt von 5 bzw. 4 Euro bezahlt werden.

Die Story
vom Stör


Präparierter Stör aus der Oste

23. 4. 2008. Kommt der um 1900 ausgerottete Stör zurück in die Oste? Solche Wünsche weckt ein NEZ-Bericht mit der Überschrift "Gibt es bald wieder Kaviar aus der Oste?"


Stör-Bericht in der Mittwoch-NEZ

Was es mit den vereinzelten Störfängen der letzten Jahre in der Oste auf sich hat und wie die Oste-Pachtgemeinschaft die Wiederansiedlung des Fischs (in der Oder!) fördert, steht auf dieser SONDERSEITE, auf der wir die seit 2002 auf unserer Website erschienenen Berichte zum Thema Oste und Stör zusammengestellt haben.


Vereine

Touristiker planen
fürs "Jahr der Oste"


Erholungsort Osten (Foto: Niko Ruhl)

22. 2. 2008. Auch der frühere Fremdenverkehrsverein Osten - heute: Tourismus Osten e. V. - bereitet sich auf das Jahr der Oste 2009 (Website) vor. In der Hauptversammlung an diesem Mittwoch, 5. März, 20 Uhr, im Fährkrug berichtet Bürgermeister Carsten Hubert über die Pläne der Gemeinde (Anleger, Fähr- und Flußmuseums usw.) und Jochen Bölsche von der AG Osteland über die bisher vorliegenden Anregungen zum Jubiläumsjahr.


Schifffahrt

Im Frühjahr kommt
ein neuer Anleger


Hat ausgedient: der alte Schiffsanleger

26. 1. 2008. Wie der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert am Freitag in der Hauptversammlung des Fährvereins berichtete, kann der seit Jahren geplante neue Schiffsanleger im April oder Mai neben der Schwebefähre zu Wasser gelassen werden. Es handele sich um einen wartungsarmen winterfesten Daueranleger, dessen Kosten (gut 110 000 Euro) mit Hilfe von Fördergeldern in Höhe von insgesamt  87 000 Euro bestritten werden. Demnächst könne mit den Rammarbeiten für die Dalben begonnen werden. - Der alte, seit langem abgängige Schiffsanleger hatte bei Hochwasser immer wieder die Fähre blockiert, so dass auch im vorigen Jahr eine Reihe von Fahrten ausfallen musste.

Ein ausführlicher Bericht über die Jahreshauptversammlung steht unter HEMMOOR.


Spiele

Erste virtuelle
Schwebefähre


Diese moderne Schwebefähre kostet zwei Euro

14. 1. 2008. Die Zeiten ändern sich. Früher spielten Kinder (und Väter) mit der elektrischen Eisenbahn, heute bauen sie am Computer virtuelle Bahnanlagen. Die elektronische Eisenbahnsimulation nennt sich EEP (mehr bei Wikipedia).


Mit solchen Schwebefähren wurde früher gespielt

Natürlich gibt es für die virtuellen Züge auch jede Menge Zubehör - zum Herunterladen, darunter neuerdings sogar eine Schwebefähre, die hier für zwei Euro bestellt werden kann.

Mehr aus der Welt der Schwebefähren unter www.schwebefaehre.org.


Osteland

Jahr der Oste wirft
Schatten voraus


Neue Website zum Jahr der Oste 2009

14. 1. 2008. Das bevorstehende "Jahr der Oste" 2009 ist in vielen Gemeinden an der Oste zur Zeit ein wichtiges Gesprächsthema. Die Planungen für das kommende Jahr wurden zum Beispiel am Wochenende beim Neujahrsempfang der Gemeinde Oberndorf auf Einladung von Bürgermeister Detlef Horeis erörtert, dessen Teilnehmer viele neue Ideen beisteuerten.

Mittlerweile hat der Ostener Karl-Heinz Brinkmann (ostweb.de), 2. Vorsitzender des dortigen Fährvereins, in Zusammenarbeit der AG Osteland eine Website freigeschaltet, auf der künftig die Planungen für das Jahr 2009 vorgestellt werden sollen, in dem auch die Schwebefähre ihr Hundertjähriges feiert.

Zu der technisch und optisch gut gelungenen Website www.jahr-der-oste.de geht es hier.



Tourismus

Peter Prüß plant
neue Radtouren


Tourenleiter Peter und Monika Prüß

6. 1. 2007. Ein enormes Medienecho fand im Sommer 2005 die Erstbefahrung (siehe SONDERSEITE) der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die der Ostener Peter Prüß organisiert hatte. Jetzt plant Prüß, der mit Ehefrau Monika seit langem auch im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) aktiv ist, neue Touren - diesmal kreuz und quer durchs Osteland.


Prüß-Pioniertour 2005: Gewaltiges Medienecho

In Zusammenarbeit mit dem ADFC bzw. der AG Osteland sind für dieses Jahr drei Veranstaltungen vorgesehen.


Auch eine Kutschfahrt steht auf dem Programm

"Vom Fahrrad auf den Kutschbock" ist das Motto einer 40-Kilometer-Tour des ADFC am Samstag, 5. Juli, 9.45 Uhr ab Bahnhof Hemmoor. Es geht über Lamstedt, Laumühlen bis nach Bornberg. Hier startet eine zweistündige Fahrt mit der einzigartigen "Europakutsche", die durch ihre Weltrekordfahrt 2006 bekannt geworden ist. Nach Besichtigung des Pferdehofes von Jürgen und Christine Reimer ist eine Kaffeepause vorgesehen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 10 Personen.


Ziel: die ländliche Molkerei Hasenfleet

Am Samstag, 9. August, 9.30 Uhr ab Bahnhof Hemmoor geht es per Rad (50 Kilometer) über Oberndorf und Geversdorf zur einzigen niedersächsischen Fassbutter-Molkerei in Hasenfleet, wo ein Imbiß und eine Führung auf dem Programm stehen. Die Rückkehr ist so geplant, dass der Metronom Richtung Cuxhaven gegen 17 Uhr erreicht werden kann. Für unterwegs sollte jeder eine kleine Marschverpflegung mit sich führen.


Auf dem idyllischen Berthof wird Rast gemacht

Höhepunkt des Sommerprogramms ist eine Zwei-Tages-Tour "Von der Oste an die Schwinge" (insgesamt 95 Kilometer) am Wochenende 24./25. Mai. Vom Bahnhof Hemmoor  geht es um 10.45 Uhr zum Berthof in Kleinwörden, wo Fotograf Gerd Bertholdt über seine Arbeiten informiert und die kleinste Lichtdruckerei der Welt präsentiert. Über eine reizvolle Teilstrecke der Deutschen Fährstraße geht es über Hechthausen, Burweg und Hammah (Einkehr im Eiscafé) nach Stade, wo die Gruppe nach einem Abendessen in einem urigen Lokal von einer Nachtwächterin erwartet wird, die durch die abendliche Altstadt führt.


Zwischenziel: die Festung Grauer Ort

Nach der Übernachtung in einem Hotel garni fahren die Radlerinnen und Radler zur Besichtigung der Festung Grauer Ort (mit Imbiß), danach entlang der Elbe nach Dornbusch und schließlich über Hüll an den Ostedeich, wo eine Kaffeetafel die Radler erwartet. Um  17.18 Uhr oder aber um 19.18 Uhr fährt ein Metronom von Hemmoor nach Cuxhaven.


Paradies für Radfahrer: das Osteland

Die Zwei-Tages-Tour, die in Kooperation mit der AG Osteland veranstaltet wird, ist bereits ausgebucht. Die beiden Ein-Tages-Fahrten können noch gebucht werden. Informationen ab sofort bei Tourenleiter Peter Prüß, Tel. 04771-580439, E-Mail: PeterPruess@online.de.


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