Die Oste von der Quelle bis zur Mündung: 145 Kilometer Radeln an einem Fluss, der alles hat

"Die Ostegegend
ist ein Geheimtipp"

"Stern"-Reportage über die Oste

Allmählich entdecken die Medien den einstmals "unbekannten Fluss". Der "Stern", Europas größte Illustrierte, berichtete unter dem Titel "Amazonas hinterm Deich" über die Reize der Oste: "Sie ist ein Geheimtipp." Zitate aus dem Artikel von Wolfgang Röhl:

"Die Oste kennt kein Schwein. Und das ist gut so. Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren." 


Prahmfähre in Brobergen

"Da das mit der Flut einströmende Elbwasser heutzutage Badequalität hat, kann man aus der Oste praktisch trinken. 20 oder mehr Fischarten tummeln sich im Fluss; manche, wie Lachs und Meerforelle, erst in den 90er Jahren von Anglervereinen wieder eingebürgert. An der Oste und ihren Nebenflüssen, ja, sogar an den Wettern - Entwässerungskanälen - wird fanatisch gefischt." 

"Künstler wie Karl Otto Matthaei (1863-1931) schufen norddeutsche Panoramen, deren Zauber real andauert, wie jeder Ostewanderer bezeugen kann. Und der in Osten geborene Maler Diedrich Rusch (1863-1959) hat dem Fluss wunderbare Denkmäler auf Pappe und Leinwand gesetzt." 


Ostezufluss bei Weertzen

"Die eine Zeit lang eingemottete, dann mit viel Bürgerengagement und EU-Mitteln sanierte Schwebefähre im Eiffel-Stil hat längst Ikonenstatus. Von ihrer Art gibt es nur noch wenige. Der spanische König Juan Carlos, Schirmherr historischer Schwebefähren, erteilte ihr seinen Segen." 

"Sie ist ein Geheimtipp, die Ostegegend. Was auch sein Gutes hat. In der Hochsaison, wenn sie an den Stranden von Cuxhaven wie Sardinen in der Dose lagern, sich auf der Timmendorfer Promenade auf die Zehen treten und auf ganz Sylt im Stau stehen, dann hat's am braunen Fluss noch Platz ohne Ende. Hier geht sie ab, die große Freiheit! Wie sagt man auf dem Land, dem platten? "Dat hett sik annerswo man blot noch nich rümschnackt" - "Das hat sich andernorts bloß noch nicht rumgesprochen". 



 
 
 
 
 
 

 

Der Fluss, 
der alles hat

Schwebefähre Osten - Hemmoor

Kaum ein Fluss ist ähnlich vielfältig: Seeadler an der tidebewegten Mündung, Eisvögel am idyllischen Oberlauf; Segel- und Ruderreviere nahe der Elbe, Kanuparadiese an der Unteren Oste; Kultur- und Naturschätze in Städten und Dörfern; Museen und Baudenkmäler; nahebei Angel-, Wasserski- und Tauchseen - ein Fluss, der alles hat. Dennoch ist der längste niedersächsische Nebenfluss der Elbe noch weithin unbekannt. 

In dem Buch "Über die Oste" schreibt der langjährige Spiegel-Autor und AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche:

Der Fluß, zu dessen Wahrzeichen die Schwebefähre geworden ist, gibt Anlaß zu mancherlei Mißverständnissen. Das beginnt schon beim Flußnamen, den Generationen von Forschern auf die ähnlich lautende Himmelsrichtung Osten zurückgeführt haben. Mittlerweile aber scheint sich die Auffassung von Deutschlands bekanntestem Namensforscher Professor Jürgen Udolph durchzusetzen, Osten leite sich von dem vorgermanischen "ausa/austa" ab, einer Wortwurzel, die schlicht "Gewässer" oder "gießen" bedeutet und auch in Ostern steckt, dem traditionellen christlichen Tauffest. (Die Alteingesessenen übrigens sagen nie "Ossste", mit kurzem O, sondern stets "Ooost" oder "Oooste" mit langem Vokal, wie in Ostern.)


Fischkutter bei Geversdorf

Gelegentlich kommt es zu akustischen Mißverständnissen. Wer etwa in Hamburg von einem Ausflug "an die Oste" erzählt, wird bisweilen gefragt: "Wo denn da an der Ostsee?" Auf die Antwort, der Fluß sei gemeint, heißt es häufig: "Ach so, die Este..." Denn der Horizont vieler Hanseaten endet an den Kirschblütenflüssen ihrer Ausflugsregion Altes Land, während der längste und vielfältigste niedersächsische Nebenfluß der Elbe, weit draußen jenseits des Speckgürtels, lange Zeit nahezu unbekannt war. So kommt es auch, dass Kreuzworträtselfreunde auf der Suche nach einem "linken Nebenfluß der Elbe" mit vier Buchstaben gewöhnlich "Este" eintragen - und sich erst korrigieren, wenn sie bemerken, dass der „männl. Verwandte“ der Onkel ist und nicht der Enkel.

Ein hübsches Fehlurteil unterläuft gelegentlich Touristen, die eines der 4,9-PS-Wohnboote chartern, mit denen man auf der Oste ohne Sportbootführerschein fahren darf. "Der Fluß fließt ja rückwärts", entfährt es erstaunten Landratten aus Süd-, West- oder Ostdeutschland - sie können sich nicht vorstellen, dass Neptun, der Herr über Ebbe und Flut, noch so tief im Binnenland regiert, sogar bis hinauf zum ersten Wehr in Bremervörde, 75 Kilometer von der Küste entfernt.


Schifferfest in Gräpel

Weil mit den Gezeiten immer wieder auch verheerende Hochwasser die Anrainer heimsuchten, haben die Menschen an der Oste früh versucht, den Fluß bis in die Gegend um Bremervörde mit Deichen zu zähmen. Hohe Deiche erforderten Segelschiffe mit entsprechend hohen Masten, hohe Masten wiederum verboten den Bau fester Brücken. So kam es, dass die Oste bis weit ins vorige Jahrhundert hinein - bis Motorschiffe die Segler ablösten - ein Fluß der Fähren war (und 1909 zum Fluß der Schwebefähre wurde).

Von den früher rund 30 Kahn- und Prahmfähren sind gerade mal zwei Personenfähren erhalten geblieben, in Gräpel und Brobergen. Einen legendären Ruf genoß der Gräpeler Fährmann und Gastwirt Helmut Plate, der - "Fährmann, hol öber" - Jahrzehnte lang seine handbetriebene Seilfähre über den Fluß zog. Am Gräpeler Hafen erinnert heute die Holzskulptur "Ostekucker" an den 2007 verunglückten Fährmann Plate, dem zu Ehren der Volksmund die Oste "Rio de la Plate" nannte und Österreichs Post eine Sondermarke herausgab. 


Seehunde im Ostewatt

Ein Überbleibsel vergangener Zeiten, von Touristen geliebt und von Fährfreunden gepflegt, ist auch die letzte Motorfähre auf der Oste in Brobergen. Dort läßt sich erfahren, dass Fährstellen wie auch Furten früher strategisch wichtige, häufig umkämpfte Kontroll- und Zollstellen waren. Im Broberger Fährkrug sind die Relikte einer jener palisadenbewehrten Niederungsburgen ausgestellt, wie sie die gesamte Oste früher säumten - von Burgsittensen über die Karlsburg und Kranenburg bis zur einstigen "Schlickburg" an der Ostemündung bei Neuhaus. Gegenüber dem Broberger Fährhaus steht die Nachbildung einer urkundlich belegten Rolandfigur, die dort um 1600 die Machtansprüche und die Blutgerichtsbarkeit der Broberger Ritter manifestierte.

Eine Burg wachte auch über jene Furt ("vörde"), der Bremervörde, einstmals beherrscht von den Bremer Erzbischöfen, seinen Namen verdankt. Dort führte der "Ochsenweg" durch die Oste, über den alljährlich bis zu 30.000 Ochsen von Jütland nach Holland getrieben wurden. Später wurden in der Nähe des heutigen Sportboothafens Torf aus dem nahen Teufelsmoor und Buschwerk für Uferbefestigungen umgeschlagen, was der Stadt den Ruf eintrug, "größter Stackbuschhafen Europas" zu sein. Wilhelm Busch widmete ihr den Reim: "Schön ist's auf der ganzen Erde, am schönsten doch in Bremervörde."


Osteland - ein Paradies für Angler

Die Vördestadt, zu deren heutigen Attraktionen neben dem Bachmannmuseum ein Natur- und Erlebnispark am 1991 angelegten Vörder See zählt, trennt die Untere Oste von der Oberen Oste. Die beiden Flußabschnitte, obwohl ungefähr gleich lang, könnten kaum unterschiedlicher sein.

Im Norden zeigt sich die Oste als mächtiger, stellenweise 14 Meter tiefer und bis zu 200 Metern breiter Tidestrom mit schilfgesäumten Mäandern und rund fünfeinhalb Meter hohen Deichen, auf denen gemächlich Schafe grasen. Hier, wo die Luft nach Salz schmeckt, ist der maritime Charakter allgegenwärtig. 

In Gräpel, Osten, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus haben dörfliche Werften einst Segelschiffe auf Kiel gelegt, mit denen Walfänger zwischen 1766 und 1816 auf Grönlandfahrt gingen. Später wurden Ziegel, Obst und Torf über die Oste in die großen Städte geschippert. 


Tortenauswahl im Landfrauencafé

Die Einstufung der Oste als "Bundeswasserstraße" ist heute nur mehr eine Reminiszenz an jene Tage, als in Hemmoor noch Portlandzement produziert, mit einer Pferdebahn zum Hafen Schwarzenhütten transportiert und von dort aus über die Oste in alle Welt verschifft wurde - sogar nach New York, wo "Lady Liberty", die Freiheitsstatue, auf Zement von der Oste ruht. 

Seit dem Produktionsende im Jahre 1983 erinnern in Hemmoor nur noch ein Tauchrevier in der gefluteten ehemaligen Kreidegrube und das benachbarte "Deutsche Zementmuseum" mit der ehemaligen Osteschute "Hemmoor 3" an längst vergangene Zementzeiten. Der Industriehafen Schwarzenhütten dient Sportschiffern heute als Marina.


Tauchboot am Kreidesee in Hemmoor

Entlang der Unteren Oste erstecken sich zunächst Moorkolonien wie Ostendorf, angelegt von dem königlich hannoverschen Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720-1792), der in Iselersheim neben der Findorff-Kirche begraben ist. An ihn und das Schicksal der ersten Moorkolonisten-Generationen ("Der ersten der Tod, der zweiten die Not, der dritten das Brot") erinnert im benachbarten Heimatmuseum eine Dauerausstellung. Weiter stromabwärts windet sich der Fluß vorbei an Dörfern mit alten Spitzturmkirchen, an Fachwerkhäusern und an idyllischen Obsthöfen, quer durch das Zuchtgebiet der edlen Hannoveraner Pferde, für die sich auf Auktionen schon mal 400 000 Euro und mehr erzielen lassen. 

Ob die bewaldete Wingst rund um den "Deutschen Olymp", an dessen Hang ein kinderfreundlicher Zoo mit Wolfs- und Bärengehege versteckt ist; ob Osten mit seinem bizarren Buddelmuseum; ob Neuhaus mit der Traditionsfirma Ulex, wo der Kultschnaps Absinth entsteht, dem angeblich eine grüne Fee innewohnt - zu all diesen beschaulichen Orten, die ein wenig an die "Sommerfrischen" verflossener Zeiten erinnern, paßt der Slogan des Schwebefähren-Dorfes: "Dem Alltag entschweben..."


Alter Leuchtturm bei Balje

Hier an der Unteren Oste, unter Reet hinterm Deich, lebt auch der Schauspieler und Lilo-Wanders-Darsteller Ernie Reinhardt, der gern über seine wahre Liebe Auskunft gibt: "Die Weite und der Frieden, der von diesem Landstrich ausgeht, treiben mir Tränen in die Augen." Ein paar Kilometer stromabwärts hat der Journalist Wolfgang Röhl eine neue Heimat gefunden. Er schwärmt im Hamburger "Stern": "Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren."

Ganz weit weg von Salzluft und Sturmgebraus plätschert die stille, süße Obere Oste. Die stärkste ihrer sieben Quellen entspringt einer feuchten Pferdekoppel am Rande der Heide in Schillingsbostel bei Tostedt-Otter im Landkreis Harburg. 

Zunächst als unscheinbares Bächlein, dann als schmaler Fluß windet sie sich, von Libellen umschwirrt, durch Wiesen und Wälder - vorbei am Tister Bauernmoor, wo Kranich und Seeadler kreisen, flankiert von Biberbauten und Eisvogelhöhlen und den Wassermühlen in Sittensen und Eitzte.


Segelregatta auf der Oste

Während auf diesem Teil des Flusses naturgemäß nur Wassersport mit Kajak und Kanu gestattet ist (bei gutem Wasserstand von Burgsittensen an, sonst ab Sittensen oder Weertzen), harren an den Anlegern im Unterlauf rund 500 Motorboote auf ihren Einsatz - und unterhalb von Oberndorf, wo sich die Oste weitet, zunehmend auch Segelyachten. Alljährlich kämpfen die Skipper von der Oste bei der größten Regatta der Unterelberegion um den begehrten "Nordsee-Elbe-Cup", der traditionsgemäß in Oberndorf verliehen wird.

Der Ort, der sich in seiner Dorfhymne das maritime "Herz der Oste" nennt, ist nicht nur Heimathafen des gemütlichen Restaurantschiffs "Ostekieker", einer früheren Rostocker Trabbi-Fähre. In der Nähe der Klappbrücke, an der Fährpromenade unter der Flußkirche, liegt auch das älteste noch betriebsbereite Motorfahrgastschiff Deutschlands, die 1872 als Alsterdampfer in Dienst gestellte "Mocambo". 


Fahrgastschiff "Mocambo" 

Der Oldtimer läuft zu nächtlichen Krimilesungen in die Hexenbucht bei Hemmoor aus und steuert regelmäßig das Natureum Niederelbe an, das maritime Naturkundemuseum an der Ostemündung. Besonders beliebt sind die Fahrten durch die stählernen Stemmtore des 1968 fertiggestellten Ostesperrwerks - genannt "der Achtundsechziger mit der großen Klappe" - zu den Seehundbänken an der Rammelbucht im Ostewatt. 

Geversdorf wiederum ist Heimathafen des letzten noch aktiven Fischkutters am Fluß. Mit den Hamen, den rechtreckigen Seitennetzen seiner marineblauen "Ostetal", geht Fischer Walter Zeeck seinem Beruf auf umweltschonende Weise nach, vorwiegend auf der Niederelbe. Die Untere Oste hingegen dient in erster Linie als Freizeitrevier von 5600 Sportfischern, die in dem relativ sauberen Fluß - Gewässergüteklasse zwei - fast alles finden, was Flossen hat, von A bis Z, von Aal bis Zander.


Wettmelken in Hasenfleet

Sogar der jahrzehntelang verschollene Lachs gedeiht nun wieder in dem industriefernen Fluß - dank einer Ansiedlungsaktion, die von der Presse als "Wunder an der Oste" gefeiert wurde. Jetzt erhoffen sich die Artenschützer auch eine Rückkehr des Störs, mit dessen Fleisch und Kaviar Ostener Fischer bis zur Ausrottung des urtümlichen Fisches vor rund hundert Jahren die Hamburger Märkte versorgt hatten.

Doch auch ohne Stör-Eier können sich Feriengäste an der Oste durchaus wohlfühlen. Sie genießen regionale Spezialitäten wie Krabbenbrot mit Spiegelei, Labskaus, Brataal und Stint. Und ob sie nun zum Radeln in der tellerflachen Ostemarsch angereist sind, zum Reiten auf dem Geesthof in Hechthausen oder zum Wasserskifahren auf einem Altarm bei Neuhaus - Quartiere finden sich überall, nicht nur in Hotels, etwa im "Fährkrug" direkt unter der Schwebefähre oder im "Oste-Hotel" am Bremervörder Hafen, sondern auch in den vielen Ferienwohnungen und Ferienhäusern unter dem hohen Himmel der Ostemarsch.


Fischkutter auf der Oste

Wie erholsam es dort zugeht, zeigt ein Blick in das Internet-Gästebuch eines Reetdachhauses am stillen Strom: "Keine Autos, kein Lärm, kein Stress - eine Oase der Ruhe und Erholung." 

Radfahrer aus Sachsen bedanken sich für den "Urlaub im norddeutschen Nirgendwo, wo man einmal alle Fünfe gerade sein und die Seele baumeln lassen kann." Und Gäste aus dem Ruhrpott drücken es in ihrem Dialekt aus: "Hömma! Iss datt ruhich hier... Kumma! Watt datt hier schön iss... Samma! Hasse schon die Äppels probiert? Hamma uns hier pudelwohl gefühlt!!!"


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Am Wegesrand: Infos über den Oste-Stör
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Historische Ostedeich-Route,
Oste-Navi-Route und
Niedersächsische Milchstraße

Überall am Oste-Radweg finden sich nützliche Informationen zur Geschichte, Kultur und Natur des Ostelandes.

Beispiel Historische Ostedeich-Route: Rund 50 Tafeln informieren seit 2011 am Unterlauf zwischen Belum und Osten zum Beispiel über Sturmfluten, den Deichbau und die Fischerei an der Oste, in der einst der Kaviarfisch Stör heimisch war. Mehr...

Beispiel Oste-Natur-Navi-Route: In Gräpel und in Hechthausen-Klint können Radwanderer ebenfalls seit 2011 Navis ausleihen, die vor Ort Informationen zu Natur und Technik liefern. Zur Website.

Beispiel Niedersächsische Milchstraße: Verschiedene Routen im Osteland, der Region mit der höchsten Milchproduktionsdichte im Norden, führen zu Milchviehbetrieben, Molkereien und Melkhüsern. Zur Website.
 


Die Väter des
Oste-Radwegs

Die Entstehung einer
neuen Ferienroute


Prüß und Feldmann auf dem Oste-Radweg

26. 5. 2004. Die AG Osteland eröffnet die von ihr konzipierte Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel, die den Unterlauf der Oste, die Niederelbe und den Nord-Ostsee-Kanal begleitet.

23. 7. 2007.  Radwanderer regen eine Verlängerung der Fährstraße bis zur Ostequelle an. Der Pfarrer i. R. Bernhard Thiel aus Schortens in Friesland schreibt der AG Osteland: "Vor einiger Zeit kam ich auf die Idee, eine Fahrradtour längs der Oste zu unternehmen... Diese Radwanderung hat mir viel gegeben... Ich habe nun an Sie einen Vorschlag... Wie wäre es mit einem gezeichneten Oste-Radweg sowie mit einem Oste-Wanderweg? Einige Kilometer geht ja schon der Europaweg 9 an diesem Fluß."

18. 1. 2010. Der ADFC-Tourenexperte Klaus Feldmann (Grasberg) schreibt der AG Osteland: "Im Jahre 2008 und 2009 war ich (an der Oste) sehr oft mit dem Fahrrad unterwegs, daraus hat sich dann eine "Radtour von der Quelle bis zur Mündung" entwickelt, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte." Die AG Osteland antwortet und bietet ihre Zusammenarbeit an: "Sie schickt der Himmel!"

30. 3. 2010. Nachdem sich die AG Osteland den Feldmann-Vorschlag zu eigen hemacht hat, berichtet osteweb.de unter dem Titel "Oste-Trail für Radwanderer": "Viele Radwege durchqueren das Elbe-Weser-Dreieck - nur eine Route hatten Radwanderer bislang vermisst: eine radelbare Strecke entlang der Oste, von der Quelle bis zur Mündung. Bislang ist lediglich der Oste-Abschnitt der Deutschen Fährstraße zwischen Bremervörde und Balje ausgeschildert. Die Lücke hat jetzt Klaus Feldmann gefüllt, ADFC-Mitglied aus Grasberg bei Bremen. Feldmann hat der AG Osteland die Beschreibung einer 145-Kilometer-Route zur Verfügung gestellt."


Web-Präsentation des Oste-Radweges (2010)

Die AG Osteland propagiert fortan die Feldmann-Route -  zunächst als "Oste-Trail" (Website). Weil  der Arbeitskreis Reit- und Fahrwege in der Niederelberegion” ankündigt hat, einen Reitweg von Geversdorf bis in die Lüneburger Heide "Ostetrail"  zu nennen, verwendet die AG Osteland vorzugsweise die Bezeichnung Oste-Radweg.

13. 5. 2010. Die Rotenburger Rundschau berichtet unter dem Titel "Mit dem Fahrrad bis zur Mündung": "Flussbegleitende Radwanderrouten wie der Weser- und der Elberadweg zählen zu den inländischen Tourismusmagneten. Damit das Elbe-Weser-Dreieck vom Trend zum Flussradeln stärker profitieren kann, soll jetzt ein rund 145 Kilometer langer Oste-Trail den längsten Nebenfluss der Niederelbe von der Quelle bei Tostedt (Kreis Harburg) bis zur Mündung bei Balje (Kreis Stade) begleiten. Dieses Konzept präsentierte die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland jetzt auf Einladung der Lenkungsgruppe der Leader-Region Börde Oste-Wörpe im Zevener Rathaus.


Oste-Radweg im ADFC-Tourenportal (2010)

Bislang gibt es nur am Unterlauf der Oste einen flussbegleitenden Radwanderweg, nämlich den niedersächsischen Abschnitt der 2004 von der AG Osteland eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Den Oberlauf begleitet lediglich eine nicht ausgeschilderte Route, die der Radwanderer Klaus Feldmann aus Grasberg bei Bremen entworfen hat und die vom Internetportal des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) kostenpflichtig heruntergeladen werden muss.

Die beiden Teilstrecken könnten, so Osteland-Vize Jochen Bölsche (Osten), mit Hilfe von Touristikern, Kommunen und Naturschutzverbänden aktualisiert und zu einem attraktiven Oste-Trail zusammengefasst werden. ... Positiv bewertet wurde der Osteland-Plan in der Lenkungsgruppe nicht nur von den Bürgermeistern der drei Samtgemeinden an der Oberen Oste, Johann D. Klintworth (Zeven), Werner Borchers (Selsingen) und Stefan Tiemann (Sittensen), sondern auch von Dezernatsleiter Siegfried Dierken (Verden) von den Niedersächsischen Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL), der für das Projekt Fördermöglichkeiten in Aussicht stellte."


Routen-Präsentation durch AG Osteland

1. 7. 2010. Nachdem die AG Osteland das Projekt Oste-Radweg dem Regionalmanagements Börde Oste-Wörpe in Zeven präsentiert hat (Foto oben), veröffentlicht dessen Lenkungsgruppe eine Presseerklärung: Darin heißt es: "Ein Radweg entlang der gesamten Oste - von der Quelle bis zur Mündung? Das soll nun nach dem Willen der Lenkungsgruppe des Regionalmanagements Börde Oste-Wörpe Wirklichkeit werden. Bisher ist nur der Oste-Abschnitt nördlich von Bremervörde als Fahrradweg ausgewiesen und zwar als Teil des Radfernweges Deutsche Fährstraße, der sich von Bremervörde bis Kiel erstreckt. Bei einem Austausch über aktuelle Projekte und Planungen mit der AG Osteland entstand in der Lenkungsgruppe die Idee, die bestehende Karte mit dem Titel 'Frohe Fährien im frischen Norden - Deutsche Fährstraße südlicher Teil' um den Oberlauf der Oste zu ergänzen. Mit der Ausweisung eines Radweges anknüpfend an die Deutsche Fährstraße möchte die Lenkungsgruppe Radfahrern die Möglichkeit bieten, auch die Besonderheiten der Oste auch zwischen Tostedt und Bremervörde zu erleben. Ein Routenvorschlag liegt bereits vor und ist mit den Touristikern entlang der Strecke abgestimmt worden."

15. 7. 2011. Während die lokale Touristiker mit der Feintrassierung des Oste-Radwegs befasst sind, erproben die langjährigen ADFC-Tourenleiter Peter und Monika Prüß, Träger des Oste-Tourismuspreises 2011, in Zusammenarbeit mit dem Initiator Klaus Feldmann während dreier Erkundungstouren die Route, bereiten für die AG Osteland eine Gruppen-Erstbefahrung vor und veröffentlichen das Tourenprogramm (PDF-Datei hier).


Oste-Radweg in der Presse (Ausschnitt)

1. 8. 2011. Die Kreiszeitung / Wochenblatt veröffentlicht auf einer Doppelseite eine Karte des Oste-Radwegs mit Link zur Oste-Website.

1. - 3. 9. 2011. Zwölf Mitglieder der AG Osteland und des ADFC Cuxhaven unternehmen die Erstbefahrung des Oste-Radweges von Tostedt bis Neuhaus. Urteil: "Eine Superroute."


Dank an Oste-Radweg-Initiator Feldmann

16. 9. 2011. In einer öffentlichen Veranstaltung im Ostener Hotel "Fährkrug" berichten Teilnehmer in Wort und Bild über ihre Erstbefahrung des Oste-Radweges und danken dem Initiator Feldmann für die Entwicklung der Route. Auszüge aus einem Tourenbericht von Maren Schroer werden hier im Internet veröffentlicht.

20. 9. 2011. Das Regionalmanagements Börde Oste-Wörpe kündigt zum Herbst 2011 die Ausschilderung eines  Teils des Oste-Radwegs an (innerhalb der Grenzen des Landkreises Rotenburg). 


 



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