Forscht und liebt!  (Wilhelm Bölsche)


Das
Bölsche-
Lexikon
 

1. Sachregister - 2. Personenregister


Sachregister
von Bölscheade bis Bölschewisten





















 

Bölscheade

Das Schaffen von Wilhelm Bölsche erregte im Berlin der Jahrhundertwende  viel Aufsehen. Tucholsky nannte Bölsche später  in einem Atemzug mit Schiller und Goethe, Spötter wiederum mokierten sich über "Bölschetum" und "Bölscheaden", der Simplicissimus schrieb über das "Bölschewistenparadies" in Friedrichshagen bei Berlin. Dem dort ansässigen Dichterkreis sind heute eine Website und eine Zeitschrift gewidmet. Bölsches Werk findet noch immer begeisterte Anhänger, die seine fast nur noch antiquarisch erhältlichen Bücher  preisen: "Ein Bölsche ist immer einen Überziehungskredit wert."


 
 

Bölsche-Apotheke

Die Apotheke wurde vor kurzem in den Räumen der ehemaligen Bölsche-Buchhandlung in der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen eröffnet.
 
 
 


 

Bölsche-Asteroid

Auf Initiative des Astronomen André Knöfel wurde Anfang 2001 der von ihm entdeckte Asteroid "(17821) 1998 FC 127"  nach Wilhelm Bölsche benannt. Über seine Gründe informiert Knöfel in der Neuen Ruhr-Zeitung und imWeb.
 
 
 


 

Bölsche: Bibliographie
Wilhelm Bölsche hat rund 100 Bücher verfaßt oder herausgegeben. Ein Verzeichnis sämtlicher Werke in der Reihenfolge ihres Erscheinens findet sich auf dieser Website, über die Verfügbarkeit von Bölsche-Büchern in öffentlichen Bibliotheken gibt der Gemeinsame Bibliotheks-Verbund (GBV) Auskunft.
 

 


 

Bölsche: Biographie

Ausführliche biographische Angaben über Wilhelm Bölsche enthält das von Rudolf Magnus verfaßte und 1909 bei Staude erschienene Buch "Wilhelm Bölsche. Ein biographisch-kritischer Beitrag zur modernen Weltanschauung". Leider zur Zeit ebenfalls vergriffen ist das 1999 erschienene Buch "Berlin- Friedrichshagen. Literaturhauptstadt um die Jahrhundertwende" von Rolf Kauffeldt und Gertrude Cepl-Kaufmann (Auszug und Rezension). 2001 erscheint "Friedrichshagen im Wandel der Geschichte. Hinter der Weltstadt" von Rolf F. Lang (29,90 Mark, bebra-Verlag, Berlin). Aus der Feder von Rolf F. Lang stammt auch die Schrift "Wilhelm Bölsche und Friedrichshagen" (Bezugsmöglichkeit).
 
 
 
 


Bölsche-Blättchen

Zeitung des Bezirksvorstandes und der BVV-Fraktion DIE LINKETreptow-Köpenick sowie des Ortsvorstandes DIE LINKE Friedrichshagen.
 
 
 
 

Bölsche-Buchhandlung

In der Bölschestrasse in Berlin-Friedrichshagen wurde bis kurz nach der Wiedervereinigung eine "Wilhelm-Bölsche-Buchhandlung" betrieben.
 
 
 


 

Bölsche-Carree
Name eines Geschäftshauses (Foto) in der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen. 
 
 
 


 

Bölscheclub

Jugendclub in der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen mit eigener Website, die unter anderem über das Konzept,die Lage, die Mitarbeiter und die Besucher informiert.
 
 
 


 

Bölsche-Eisschale
Nach der Bölschestraße benannter Eisbecher im Friedrichskeller in Berlin-Friedrichshagen.
 
 
 


 

Bölsche-Fest
Strassenfest in Berlin-Friedrichshagen, das alljährlich im Mai "auf der Bölsche" (Bölschestraße) gefeiert wird. Mehr hier.
 
 
 


 

Bölsche-Forschung

Am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin wird eine Edition der Werke und Briefe von Wilhelm Bölsche vorbereitet. Über das Projekt informiert eine Website des Institutes. Bölsche ist 2000/2001 auch Gegenstand einer Lehrveranstaltung der Universität Potsdam. Dem Thema Bölsche widmen sich ferner die Zeitschrift Hinter der Weltstadt und die Friedrichshagener Hefte aus dem Berliner Antiquariat Brandel; der Heftreihe ist das Foto oben entnommen, das Bölsche (l.) beim Besuch seines in Friedrichshagen inhaftierten Freundes Bruno Wille zeigt. Bemerkenswert ist auch eine Schüler-Website über Richard Dehmel und die Friedrichshagener Bohème um die Jahrhundertwende.
 
 
 


 

Bölsche-Grab

Wilhelm Bölsche wurde in Schreiberhau (Szklarska Poreba) im Riesengebirge begraben, wo er bis zu seinem Tod 1939 der dortigen Künstlerkolonie angehörte. Zu den Angehörigen zählten die Brüder  Carl und Gerhart Hauptmann, der Schriftsteller Bruno Wille aus dem Friedrichshagener Dichterkreis, die Komponistin Anna Teichmüller, der Soziologe Werner Sombart sowie die Maler Hanns Fechner und Hermann Hendrich. Der Dichterkolonie im Riesengebirge sind eine Website, eine Ausstellung und ein Katalog gewidmet.
 
 
 


 

Bölsche-Grat
Zu Ehren von Wilhelm Bölsche wurde 1931 der Felsgrat zwischen Großer und Kleiner Schneegrube im Riesengebirge bei Schreiberhau (Foto) amtlich "Bölsche-Grat" benannt. Gerhart Hauptmann hielt die Geburtstagsrede auf seinen Freund Bölsche: "Als ein wahrer, freier und echter Volkslehrer hast du Hunderttausende, ja Millionen von Deutschen ... belehrt und ihnen das Walten Gottes in der Natur und der Natur in Gott erschlossen." 











 

Bölsche-Gymnasium
Die Oberschule in Berlin Friedrichshagen erhielt 1994 zur Erinnerung an die Zentralfigur des Friedrichshagener Dichterkreises den Namen Bölsche-Gymnasium. Über die Geschichte und die Schliessung der Schule 1999 informiert eine von Schülern gestaltete Website. Den Namen Bölsches führt heute die Bölsche-Oberschule.
 
 
 


 

Bölsche-Haus
Bis ca. 1930 stand in Fallersleben das historische Bölsche-Haus. In den Chroniken von Fallersleben werden unter anderem ein Pastor Ludolph Bölsche und ein Bürgermeister Antonius Bölsche erwähnt. Bilder vom Bölsche-Haus einst und jetzt hier...
 
 
 


 

Bölsche-Hotel
Familiäres Hotel in der Bölschestraße 126 in Berlin-Friedrichshagen mit eigener Website.
 
 
 


 

Bölsche-Imbiß
Döner-Laden (Foto) in der Bölschestraße 126 in Berlin-Friedrichshagen.
 
 
 


 

Bölsche-Insel

Die vor Spitzbergen (Foto) gelegene Insel wurde von dem  Geographen August Petermann bei der ersten deutschen Polar-Expedition im Jahre 1868  nach dem Kölner Journalisten und Naturschriftsteller Carl Bölsche benannt, dem Vater von Wilhelm Bölsche. 
 
 
 


 

Bölsche Island
siehe Bölsche-Insel.
 
 
 


 

Bölsche, Kurbad ~
Kurbad Bölsche (Foto), heute Kurmittelhaus Bölsche, in Hankensbüttel mit eigener Website
 
 
 


 

Bölsche-Medaille
Der Stuttgarter Kosmos-Verlag, zu dessen produktivsten Autoren einst Wilhelm Bölsche zählte, verlieh bis in die 60er Jahre an verdiente Persönlichkeiten seine "Bölsche-Medaille". Internet-Seiten verweisen auf die Bölsche-Preisträger Alexander Mitscherlich, Theo Löbsack, Carl Friedrich von Weizsäcker, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Hoimar von Ditfurth, Karl Steinbuch, Wilhelm Fröhlich und Christa Meves. Der Nobelpreisträger Konrad Lorenz berichtet in seiner Autobiographie über den Einfluß Bölsches auf seinen Werdegang.
 
 
 


 

Bölsche-Oberschule

Nach Schließung des Bölsche-Gymnasiums erhielt eine Realschule in Berlin-Friedrichshagen im Juni 2001 den Namen Bölsche-Oberschule (zur Homepage).
 
 
 


 

Bölscherei

Von Rudolf Steiner (Foto), dem Begründer der Antroposophie, geprägter Begriff. In Steiners 6. Dornacher Vortrag heisst es über die Resonanz, die der "Bierphilister" Wilhelm Bölsche fand: "... es spielte ja schließlich in alles ein wenig Bölsche hinein, und ich meine damit natürlich nicht den in Friedrichshagen wohnhaften dicken Bölsche allein, sondern ich meine die ganze Bölscherei, die ja in der Philisterwelt unserer Zeit eine außerordentlich breite Rolle spielt. Schon die ganze saftige Art der Darstellungen des Bölsche ist ja für unsere Zeitgenossen so ganz besonders geeignet. Nicht wahr, wer Bölsches Aufsätze liest, muß alle Augenblicke irgend etwas von Exkrementen oder dergleichen in die Hand nehmen. So ist sein Stil: Man nehme nur ja recht das und das in die Hand -, und es sind nicht immer bloß Quallen, die man in die Hand zu nehmen hat, wozu er einen einladet, daß man es in die Hand nehmen soll, sondern es ist wahrhaftig noch manches andere, was man da in die Hand zu nehmen hat. Aber diese Bölscherei ist so recht ein Leckerbraten für das in dieser Zeit heraufkommende Philistertum geworden."
 
 
 


 

Bölsche-Salat
Nach der Bölschestraße benannter Salatteller  im Friedrichskeller in Berlin-Friedrichshagen.
 
 
 

Bölschestrand

Mitglieder von Bürgerverein und Werbegemeinschaft Friedrichshagen (Foto) haben im September 2006 die Bölschestraße in einen "Bölschestrand" verwandelt. Liegestühle, Strandkörbe und Cocktailbars bildeten das passende Ambiente für ein Beach-Volleyball-Turnier auf dem Marktplatz. Veranstaltungen im direkt am S-Bahnhof gelegenen Kurpark erinnerten an die Zeit, als die aufstrebende Gemeinde um 1900 Kurort war. Fotos hier.
 
 
 


 

Bölschestraßen
Die bekannteste nach Wilhelm Bölsche benannte Straße ist die gut 1,1 Kilometer lange Hauptstrasse von Berlin-Friedrichshagen, der auch die Websites www.boelschestrasse.com und www.boelschestrasse.info sowie eine Bildergalerie auf www.friedrichshagen.de gewidmet sind. Weitere Bölschestrassen bzw. Wilhelm-Bölsche-Straßen gibt es in Hannover, Braunschweig, Fallersleben, Dresden, Magdeburg und Bremen, einen Bölscheweg in Nürnberg.
 
 
 


 

Bölschetum
siehe Bölscheade.
 
 
 


 

Bölsche, Tour de ~
Die Tour de Bölsche wird alljährlich im Juni in der niedersächsischen Ostheide vom dortigen Zweig der Familie veranstaltet.
 
 
 


 

Bölsche-Wanderweg
Nach Wilhelm Bölsche benannter Wanderweg am Müggelsee (Webcam)  in Friedrichshagen; der Weg führt vorbei am "Haus Bölsche" am Müggelseedamm (mit Gedenktafel für Wilhelm Bölsche).
 
 
 


 

Bölsche-Wappen

Von Beate Bölsche überliefertes Wappen der Familie, die aus dem Raum Fallersleben stammt. Die Herkunft des  Names ist nicht restlos geklärt; er wird zum Teil auf Bolzen (Gewehrteil) zurückgeführt. Der Name  lautete - so Magnus 1909 - "ursprünglich (um 1651) Bolskenn, woraus durch andere Schreibweise Bolschen wurde".
 
 
 


 

Bölscheweg
Nach Wilhelm Bölsche benannter Weg in Nürnberg.
 
 
 


 

Bölschewisten
siehe Bölscheade.
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Personenregister

 
 
 
 


 

Die Boelsches in den USA

Informationen über die etwa 20 Boelsche-Familien in den USA - vor allem in Texas und Virginia - bieten eine Website und ein Auszug aus den US-Telefonbüchern. Zu Daten über verstorbene Boelsches in den USA verhilft die Homepage www.ancestry.com.
 
 
 


 

Die Bölsches in Deutschland
Die deutschen Telefonbücher verzeichnen rund 80 Bölsches. Die meisten leben nach wie vor in Ostniedersachsen. Einen Überblick über die im Internet vertretenen Bölsches gibt diese Website.
 
 


 Bölsches von Gestern


 
 
 


 

Bölsche, Anna
siehe Bölsche, Johann
 
 
 


 

Bölsche, Arnold
Autor von "System Bölsche". Arbeitstechnik zur Anlage und Auswertung von Ahnentafeln. Verlag für Sippenforschung und Wappenkunde, Görlitz 1936.
 
 
 


 

Bölsche, Carl (Karl)
Nach Theologiestudium Redakteur der "Kölnischen Zeitung" und Schriftsteller. Vater von Wilhelm Bölsche. Veröffentlichte u. a. "Karl I. und die englische Revolution" (Philarète Chasles. Mainz 1845). Nach Carl Bölsche ist 1868 die Bölsche-Insel vor Spitzbergen benannt worden.
 
 
 


 

Bölsche, Egon
*1907, Professor und Kapellmeister in Leipzig.Verfasser von "Einheitliche deutsche Musikerziehung als Voraussetzung zum Aufbau der deutschen Musikkultur: nebst Berichten und Urteilen über Grundlegung der völkischen Musikerziehung und dem Ausgleich der Methodengegensätze" (Schauenburg,  Lahr  1939). Sohn des Musikers Franz Bölsche und Ehemann der Schriftstellerin Beate Bölsche, Autorin diverser Wanderbücher.
 
 
 


 

Bölsche, Franz
* 20. 8. 1869 in Wengenstedt bei Magdeburg, + 23. 10. 1935 in Oeynhausen. Der Musiker wirkte von 1896 an fast 30 Jahre lang am Kölner Konservatorium als Lehrer für Komposition; über die Zwölftonmusik kam es zur Kontroverse mit einem seiner Schüler. 1911 wurde er zum Professor ernannt. Er komponierte Kammermusik, Klavierwerke,  Lieder, eine Motette, eine Sinfonie und Ouvertüren. Seine Übungen und Aufgaben zum Studium der Harmonielehre finden noch heute Verwendung. Franz Bölsche ist Nachkomme von Jacob Bölsche (Organist und Komponist in Braunschweig) und ein Vetter von Wilhelm Bölsche. Er warverheiratet mit der Pianistin und Klavierlehrerin Olga Bölsche (*1880). Ihre Söhne sind Walter Bölsche (*7. 9. 1902, + 1932, Kritiker und Schriftsteller in Köln) und Egon Bölsche (*4.2.1907, + 1970, Musik-Professor in Leipzig).
 
 
 


 

Bölsche, Jacob
+ 1684, Organist in Braunschweig. Informationen aus dem Musikalischen Lexikon von 1723.
 
 
 


 

Bölsche, Johann
Johann Bölsche war Bierbrauer in Braunschweig. Eine Hochzeitszeitung aus dem Jahre 1658 kündet von Johann und Anna Bölsches Eheschließung. 
 
 
 


 

Bölsche, Rudolf
*25.10.1904 in Oelze (Kr. Schwarzburg-Rudolstadt). Holzschneider in Nürnberg.
 
 
 


 

Bölsche, Wilhelm (1)
*1843 in Braunschweig +1893, Dr. phil, Lehrer und Naturwissenschaftler in Braunschweig. Veröffentlichungen u. a. über die Korallen der norddeutschen Jura- und Kreidegebirge (1870 und 1883).
 
 
 


 

Bölsche, Wilhelm (2)

Der Schriftsteller und Naturwissenschaftler wurde am 2.1.1861 in Köln als Sohn von Carl Bölsche und Elise Kunckel geboren. In Berlin wurde er bald zur Zentralfigur des Friedrichshagener Dichterkreises. Als Verfasser von "Das Liebesleben in der Natur" (1898) gilt Bölsche als der "Schöpfer des modernen Sachbuches"; außerdem war er der Initiator von Deutschlands erster Volkshochschule und gab wichtige Impulse für die Lebensreformbewegung. Bölsche galt - neben Wille -  als  "Hauptgott des Kreises", als "Seele und Geist von Friedrichshagen".  Der Anhänger des Naturalismus verfaßte zunächst Romane und redigierte von 1890 bis 1893 für den Verleger S. Fischer die "Freie Bühne"; die grünen Hefte galten damals als die wichtigste kulturpolitische Zeitschrift Deutschlands. In Dutzenden von Büchern und "Kosmos"-Bänden popularisierte der Freidenker und Evolutionär das Wissen seiner Zeit, vor allem die Lehren Darwins und Haeckels (dessen Buch "Die Welträthsel" im Internet verfügbar ist).   Bölsches Leben ist Thema diverser Biographien und einer Website, die auch ein Verzeichnis seiner rund hundert Werke enthält. Bölsche starb am 31. 8. 1939 in Schreiberhau (Riesengebirge). Ihm zu Ehren sind ein Berggrat im Riesengebirge, eine Schule und viele Straßen in Deutschland benannt worden.
 

 

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