Tag der Oste 2005 - 2006  - 2007 - 2008
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8. Tag der Oste 2012

Flußmatinee als
Jahreshöhepunkt


Preisträger und Sponsoren beim 8. Tag der Oste

Mit 230 Teilnehmern erlebte der 8. Tag der Oste am Sonntag in der Oste-Halle in Geversdorf eine Rekordbeteiligung. Wieder wurden engagierte Bürger für ihre Verdienste um das Osteland mit dem in sieben Kategorien verliehenen und mit 3500 Euro dotierten Goldenen Hecht geehrt. Im Rahmen der Veranstaltung, des Höhepunktes im Vereinsjahr der AG Osteland, wurde eine Ausstellung zur Sturmflut 1962 an der Oste eröffnet.

An unserem Fluss
ist vieles im Fluss

Das Jahr 2011 an der Oste
Festrede von Jochen Bölsche beim
8. Tag der Oste 2012 in Geversdorf

Das Jahr an der Oste" 2011 - Thema meines Vortrags - unterscheidet sich grundlegend von den Jahren an der Oste 2005, 2006, 2007 ff.: Es war um ein Vielfaches ereignisreicher. Und dennoch will ich versuchen, wie in meinen Vorträgen 2005, 2006, 2007 ff. mit einer guten Viertelstunde auszukommen.

Ich spare alles aus, was die AG Osteland selber betrifft (das ist Thema des Rechenschaftsberichts in der Jahreshauptversammlung in knapp zwei Wochen in Großenwörden) und beschränke mich auf die zehn wichtigsten Trends.

Trend 1: Fluss der Fähren

Unsere Oste hat sich 2011 weiter als Fluss der Fähren profiliert, der Prahmfähren ebenso wie der Schwebefähre Osten - Hemmoor, des Wahrzeichens unserer Region. Unter Federführung des Rendsburger Oberbürgermeisters Andreas Breitner ist der Weltkulturerbe-Sammelantrag an die Unesco mittlerweile auf den Weg gebracht worden. Ein mögliches Hindernis, einen geplanten Windpark in der Nähe der Schwebefähre, haben Ostener Kommunalpolitiker um Bürgermeister Carsten Hubert mit Geschick beseitigt. Ebenfalls in Osten, bei einem Fährenfest, umrahmt vom Hemmoorer Shantychor mit Rainer Kupke und Gerd Drewes, haben wir das von Gisela Tiedemann verfasste und von uns herausgegebene Buch über die Geschichte der Ostefähren präsentiert.

In Oberndorf, an der Modellfähre neben unserem Stördenkmal "Hein Stör", haben Aktive wie Bürgermeister Detlef Horeis, Eddy Uhtenwoldt u. v. a. zur Erinnerung an die Fährtradition an unserem Fluss eine Fährmann- und eine Fährgast-Statue eingeweiht. In Hechthausen hat Clemens von Marschalck vom Ferienpark Geesthof mit dem "Püttenhüpper" eine weitere Ostefähre vorgestellt. Im Schwebefährenverein Osten - Hemmoor ist mit dem Übergang des Vorsitzes nach fast 37 Jahren von Horst Ahlf auf Karl-Heinz Brinkmann und dessen Stellvertreter Lothar Klüser der Generationswechsel geglückt, und inzwischen ist auch die Dienstbereitschaft der Ostener Fährstuv durch die Bewilligung einer Stelle des Bundesfreiwilligendienstes wieder gesichert.

Trend 2: Fluss des Naturerbes

Seit längerem schon gilt die Oste dank der unermüdlichen Arbeit von Artenschützern wie Egon Boschen und Ernst Peters den Medien als "Deutschlands Lachsfluss Nummer 1". Dank Wolfgang Schütz und vieler Mitstreiter wurde nun auch 2011 ein historisches Jahr: Die erste Hälfte von 1000 jungen Stören aus dem Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie wurde am Oberndorfer Stördenkmal in die Oste eingesetzt - was internationale Beachtung und ein bundesweites Echo in der Anglerpresse fand. Im Raum Sittensen haben sich Wilhelm Meyer vom Unterhaltungsverband Obere Oste, der Samtgemeinde-Bürgermeister Stefan Tiemann u. v. a. für die Beseitigung von Wehren und anderen künstlichen Wanderfischhindernissen eingesetzt, wobei es gilt, den von Andreas Rathjen aus Groß Meckelsen aufgezeigten Zielkonflikt mit dem Denkmalschutz nach Möglichkeit zu lösen. Unterdessen hat sich die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische, eingebettet in die Sportfischervereine von der Oste mit ihren insgesamt 7800 Mitgliedern, mit der AG Osteland zusammengetan. Für den Herbst wird in Oberndorf und Osten von Wolfgang Schütz und dem Landessportfischerverband ein landesweiter Stör-Aktionstag der Sportfischer vorbereitet, der aufs Neue die Chance bietet, unseren Fluss in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Trend 3: Fluss der Radwanderer

Die 2004 von uns eröffnete Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel, die mit Websites in mehr als einem Dutzend Sprachen beworben wird, kann in diesem Frühjahr ergänzt werden durch den 145 km langen "Oste-Radweg" Tostedt - Balje, den Klaus Feldmann konzipiert und den eine Gruppe erfahrener ADFC-Tourenexperten um Peter und Monika Prüß, Willi und Irma Gerst u. a. erprobt hat. Bei Selsingen ist nach einer Demonstration von rund 50 Ostefreunden um unseren Wanderführer Albertus Lemke auf Betreiben von Bürgermeister Reinhard Aufdemkamp und zur Freude der örtlichen Touristiker um Ruud van Swelm eine marode Ostebrücke repariert und wieder freigegeben worden. Die Samtgemeinde Lamstedt hat am Drei-Kreise-Eck bei Hollnseth eine Radler-Schutzhütte gebaut. Christian Schmidt hat für den Verein zur Förderung von Naturerlebnissen die neue Oste-Natur-Navi-Route Bremervörde - Hechthausen konzipiert. Henning Kuhne und seinen Heimatpfleger-Kollegen Dorothee Fetz, Ursula Schröder, Günter Lunden und Frank Auf dem Felde ist die Eröffnung der Historischen Ostedeichroute Osten - Belum zu verdanken, mit Anschluss an die von uns konzipierte und von Michael Johnen, Horst von Thaden u. v. a. erfolgreich betreute Niedersächsische Milchstraße Nord rund um Hasenfleet. In Osten konnte Bürgermeister Hubert eine Ostedeichpromenade freigeben, im Kreis Rotenburg arbeiten Ostefreunde wie Stefan Tiemann, Erika Jaschinski, Andreas Rathjens u. a. zurzeit an einem Kulturhistorischen Wanderweg bei Sittensen mit Anschluss an das geplante kreisweite Netz von Premium-Flachlandwanderwegen.

Trend 4: Erlebnisort Wasser

Der Osteland-Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer, das "Blaue Netz Oste", mit dessen Sprecher Bernd Jürgens hat sich mittlerweile etabliert, einen Oste-Hafenführer erarbeitet und mit Hilfe von Eddy Uhtenwoldt, Albertus Lemke u. a. überall im Norden verbreitet. Er hat außerdem dazu beigetragen, ein Jetski-Verbot für die neue Landeswasserstraße Oste zu erzielen. In Hemmoor hat der jetzt für die Oste zuständige NLWKN unter maßgeblicher Beteiligung von Martin Kogge einen neuen Betriebshof eingeweiht. In Großenwörden konnte Bürgermeister Bernhard Witt einen neuen Anleger für Schiffe wie die "Mocambo" von Caspar Bingemer und Eibe von Glasow einweihen; dort sind Wasserfreunde um Rainer Wassermann, Jens Lüneberg und Ewald Romund sowie Heinz Böckmann und Brigitte Sawatzki dabei, eine neue Wassersportgruppe zu gründen. Hemmoor ist für die beste Taucherbasis der deutschsprachigen Länder ausgezeichnet worden, Simone Martens u. a. treiben dort ein Taucherhotelprojekt voran und Kommunalpolitiker wie Hans Wilhelm Saul die Anlage eines Wanderwegs um den Kreidesee. Wassersportler wie Werner Breves, Bert und Marlene Frisch, Uwe Mählmann, Jürgen Hinck, Niels Dehde, Dr. Manfred Toborg u. v. a. haben auch 2011 mit Regatten, Geschwaderfahrten und sonstigen Veranstaltungen immer wieder breites Interesse für die Oste geweckt.

Trend 5: Bekannter / unbekannter Fluss

Die einstmals weitgehend unbekannte Oste gewinnt zunehmend an Prominenz. Fernsehberichte (nordstory, Nordseereport usw.), erstellt mit Hilfe von Aktiven wie Albertus Lemke, Caspar Bingemer oder Hermann Tödter, sowie Hörfunkreportagen haben starke Resonanz erzielt, ebenso wie der "Tag der Oste" 2011 und das seit fünf Jahren erscheinende "Osteland-Magazin" der Heimatzeitungen oder die Veröffentlichungen von Fotokünstlern wie Gundula Gäntgen und Nikolaus Ruhl. Die Touristiker im Osteland - jetzt auch mit einer von Manuela Köster betreuten neuen Tourist-Info im Bahnhof Hemmoor - verfügen über zunehmend professionell gestaltete Werbematerialien und Websites; besonders positiv stechen auch die Bemühungen der Wingst-Touristiker wie Dr. Rüdiger Wandrey und Michael Johnen hervor. Bekannte Künstler - Thees Uhlmann, "Liederjan", "Kaktusblüte", "Rollo333" u. a. - besingen immer häufiger die Oste, die außer auf unseren Websites jetzt nahezu täglich auch auf diversen Osteland-Accounts von Facebook und Twitter vertreten ist.

Trend 6: Ein Fluss, wie er im Buche steht

Auch 2011 ist die Region Osteland - Kehdingen ihrem Ruf gerecht geworden, das "Krimi-Mekka" im Norden zu sein. Mit neuen Büchern von Wolfgang Röhl, Wilfried Eggers, Thomas B. Morgenstern und Axel Roschen nähert sich die Zahl der Krimis, die hier spielen oder hier geschrieben worden sind, der 50er Grenze; hinzu kommen Krimierzählungen in Sammelbänden wie "Mord im Moorexpress" aus dem Fischerhuder Verlag von Wolf Dietmar Stock. Das Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste um Renate Bölsche, Gerd und Gisela Bertholdt u. a. hat die vier neuesten Romane in fünf Veranstaltungen in der Nähe der fiktiven Schauplätze in Oberndorf, Hasenfleet, Hüll und Kleinwörden vorgestellt. Der Verein Kultur auf dem Lande um Hartmut Behrens, Fred Dobrinkat u. a. hat sogar eine Krimikomödie auf die Bühne gebracht. Und auch das Fernsehen hat wieder über das Krimiland berichtet, das letztes Jahr übrigens Thema einer Forschungsarbeit war, die an der Uni Mainz entstanden ist.

Trend 7: Wir an der Oste

Das "Ostebewusstsein", das Gemeinschaftsgefühl der Anrainer der Oste von der Quelle bis zur Mündung, wächst. Im Zuge der von Albertus Lemke angeregten Aktion "Wir an der Oste" besuchen Vereine, Schulklassen und Betriebe vom Oberlauf vermehrt Ausflugsziele am Unterlauf - und umgekehrt. Gästeführerinnen von der Oberen Oste wie Elisabeth Schwanholt, Erika Jaschinski und andere machen sich verstärkt kundig über die Untere Oste; am 11. April wird Osten auf unsere Einladung hin sogar Schulungsort für Gästeführer aus dem Kreis Rotenburg sein. Die AG Osteland wird nach den Samtgemeinden Dobrock und Selsingen 2011/2012 nun für 2012/13 die Samtgemeinden Hemmoor und Sittensen gezielt als Destinationen für den von uns gewünschten "Binnentourismus" an der Oste propagieren.

Darüber hinaus haben Dutzende von Vorträgen des Fotokünstlers Hermann Tödter mit Motiven aus der gesamten Flussregion auch im vorigen Jahr das Zusammengehörigkeitsgefühl im Osteland gestärkt. "Osteland" ist übrigens eine von uns 2003 kreierte und seither beharrlich verwendete Bezeichnung für das bis dahin namenlose Zentrum des Elbe- Weser-Dreiecks. Der Begriff Osteland findet nun zunehmend Verwendung, zum Beispiel für ein Gesundheitszentrum, eine Hundezucht, eine Druckfirma, einen Gartenservice und und und. Das Wort "Osteland" ist mithin auf dem besten Wege, zum allgemein akzeptierten neuen geografischen Terminus und zur touristischen "Marke" zu werden.

Trend 8: Fluss des Bürgersinns

Der Gemeinsinn der Bürger entlang der Oste trägt immer häufiger dazu bei, Erhaltenswertes zu bewahren und Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Über 350 Persönlichkeiten, darunter 15 Bürgermeister, haben unseren gemeinsam mit Maike von Zedlitz, Rainer Leive und anderen erarbeiteten "Baljer Appell" zur nachhaltigen Sicherung des Natureums Niederelbe unterzeichnet, das unter der Leitung von Dr. Clivia Häse nach neuen Wegen zur Attraktivitätssteigerung sucht.

Am Oberlauf ist es dem 20-jährigen Kampf von geschichtsbewussten Bürgern um Dr. Klaus Volland zu verdanken, dass das lange Zeit verschwiegene Lager Sandbostel im kommenden Jahr eine würdige Gedenkstätte erhalten wird. Ohne die Aktivitäten etwa von Eckart Klitzing, dem Ehepaar Gebhardt und Bürgermeister Hermann Bösch wären die Rettung des Alten Baljer Leuchtturms (und seit 2011 auch dessen Nutzung) nicht durchgesetzt worden, ohne den Kreis um Dr. Manfred Toborg, Dr. Edda Renelt und Sabine Auf dem Felde nicht die Erhaltung der über hundertjährigen Ostener Kornmühle und deren Nutzung als lebendiges Kulturzentrum, ohne Günther Ropers u. a. nicht das kulturelle Aufblühen der Museumsziegelei Bevern, ohne Gerhard Klotz und viele Mitstreiter nicht die Rettung des Wingster Waldmuseums, ohne die Oberndorfer "Filmdiven" um Barbara Schubert nicht der Weiterbetrieb des Mobilen Kinos, ohne Menschen wie Herbert Bruns und Jörg Petersen nicht die Erhaltung des Freiburger Hafenspeichers, ohne Helmut Hudaff und seine Unterstützer und ohne das Entgegenkommen der Deichverantwortlichen um Hans Wilhelm Saul nicht die Rettung der Broberger Prahmfähre und des dortigen Fährkrugs. Und ohne die Bürger in Selsingen stünden die Aussichten weniger gut, die dort im Einzugsbereich der Oste geplante Deponie zu verhindern – allesamt Erfolge der bei uns noch lebendigen Zivilgesellschaft.

Trend 9: Fluss der erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien, mit Augenmaß und an den richtigen Standorten eingesetzt, eröffnen Zukunftsperspektiven auch für das Osteland. Sofern Windparks nicht gerade mit einer benachbarten potenziellen Weltkulturerbestätte kollidieren (wie es in Osten der Fall wäre) und sofern der Anbau von Energiemais nicht einen Großteil der landwirtschaftlichen Ertragsfläche in eine Agrarsteppe verwandelt (wie es im Kreis Rotenburg zugelassen worden ist), solange bieten die erneuerbaren Energien Auswege aus der Sackgasse der fossilen und atomaren Energieerzeugung. Erfreulich viel Widerhall finden die Initiativen von Jägern wie Gerhard Klotz für die Anlage von Blühstreifen, von Umweltschützern wie Uwe Baumert für eine Limitierung der Energiemaisproduktion sowie von tatkräftigen Solarkraft-Förderern wie Horst von Thaden, Claus Lemke und Matthias Holl, den Vorstandsmitgliedern der neuen Oberndorfer Energiegenossenschaft, die vier Wochen nach ihrer Gründung bereits drei Anlagen installiert hat. Währenddessen suchen in Oldendorf und anderswo Bürgerbus-Initiativen mit Akteuren wie Peter Wortmann nach neuen Lösungen für den Nahverkehr in der Fläche.

Trend 10: Oste - der gezähmte Fluss

50 Jahre nach der verheerenden Februarflut des Jahres 1962 wächst am Fluss erneut das Verständnis für die Bedeutung des Hochwasserschutzes. Die Öffentlichkeitsarbeit führender Vertreter der Deichverbände wie Hans Wilhelm Saul und Ulrich Gerdes sowie der Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung, Walter Rademacher und Georg Ramm, und schließlich die Forschungsarbeit von Professor Fischer haben dazu beigetragen, die Notwendigkeit von Küsten- und Hochwasserschutz im Osteland erneut ins Bewusstsein zu rufen. Erst am vorigen Wochenende hat Eddy Uhtenwoldt in Oberndorf mit Hilfe von Günther Behrens und anderen ein Sturmflut-Mahnmal errichtet. Und nächste Woche erscheint, herausgegeben vom Heimatverein Geversdorf um Günter Lunden und mit Hilfe von Elke Loewe ein Buch mit Bilddokumenten und Berichten hiesiger Augenzeugen der Sturmflut 1962.

Dieser 8. Tag der Oste bildet zugleich den Auftakt zu einer Reihe von Gedenkveranstaltungen an Elbe und Oste zur 50. Wiederkehr der großen Flut. Wir freuen uns, gleich nach der Verleihung des Jugend- Sonderpreises den Festvortrag von Prof. Fischer zu hören - aus Anlass der Premiere der von Walter Rademacher mit Hilfe vieler Heimatfreunde zusammengestellten Sturmflut-Ausstellung; die Bilderschau geht anschließend in erweiterter Form auf Wanderschaft, erst zur offiziellen Eröffnung am kommenden Wochenende ins Natureum nach Balje, dann weiter in die Kulturdiele nach Hemmoor und später in den Kornspeicher nach Nieder Ochtenhausen.

All die eben genannten 100 Menschen, die mit ihren Aktivitäten 2011 unsere Region so sehr bereichert haben, sind Mitglied der AG Osteland, die inzwischen 460 Mitstreiter umfasst und die, vielleicht, bis zum nächsten Tag der Oste die 500er Grenze erreicht haben wird.


Osteland in
der Presse


Bericht in der Zevener Zeitung

15. 2. 2012. Auch in der Wochenmitte wird in den Medien des Elbe-Weser-Dreiecks die Berichterstattung über den 8. Tag der Oste fortgesetzt. Bemerkenswert ist, dass sich auch Blätter aus Bremervörde, Zeven und Sittensen an der Oberen Oste sehr ausführlich der Verleihung der "Goldenen Hechte" in der Ostehalle in Geversdorf befassen:

> "Oste-Oscars" für Courage...
(Zevener Zeitung / Vereinsblatt)

> Freude über goldene Hechte
(Zevener Zeitung),

> Neues Zuhause für gekrönte Hechte
(Niederelbe-Zeitung),

> 8. Tag der Oste mit Rekordbeteiligung
(Treffpunkt Sittensen),

> Goldener Hecht im Mittelpunkt
(Elbe-Weser aktuell, Cuxhaven),


Preisträgerin Kuitkowski im Tageblatt

> Goldener Hecht für Autorin
(Stader Tageblatt),

> Osteland-Magazin 1/2012
(Online-Version zum Blättern).

> Die zwei Gesichter des Willi Klenck
(Bremervörder Zeitung),


100 Fotos
vom Fest

Das große Fluss-Fest ist vorüber - was bleibt, sind Fotos: 100 Aufnahmen vom 8. Tag der Oste stehen in diesem Album. Für oste.de fotografiert haben Bert Frisch, Karl-Heinz Brinkmann, Walter Rademacher, Jochen Bölsche u. v. a. -

Jahresthema Flut 1962

Auch die Hauptversammlung der AG Osteland am 27. Februar wird im Zeichen des Hochwasserschutzes an der Oste stehen. Weiterlesen...




Osteland - größer als Hamburg und Berlin

Die 2004 gegründete Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. versteht sich als "Lobby für das Osteland", das Einzugsgebiet des 150 Kilometer langen Elbnebenflusses, das etwa ein Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks umfasst und mit 1800 Quadratkilometern größer ist als Hamburg und Berlin zusammen.

Die AG Osteland ist unter anderem Trägerin der "Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel", des Literatur- und Tourismusprojekts "Krimiland Kehdingen-Oste" und der Wassersport-Initiative "Blaues Netz Oste" sowie Förderer des Oste-Radwegs und Initiator der Niedersächsischen Milchstraße Nord. Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste innerhalb der AG Osteland setzt sich für die Wiederansiedlung von Stör, Lachs und Meerforelle in der Oste ein.


Fisch mit goldener Krone
als Symbol des Ostelandes

Sage vom Oberlauf inspiriert Bildhauer, 
Zeichner, Autoren und Theatermacher

Mike Behrens mit Goldenen Hechten

10. 3. 2011. Zum fünfzigsten mal seit 2005 verpasst dieser Tage der Hemmoorer Künstler Mike Behrens einer Figur den letzten Schliff, die von der Arbeitsgemeinschaft Osteland alljährlich in sieben Exemplaren als Kulturpreis "Goldener Hecht" verliehen wird: die Bronzestatue eines Fischs mit Flügeln und goldener Krone.

Zu der Trophäe inspiriert wurde die gemeinnützige AG Osteland, so der Vorsitzende und Jury-Sprecher Jochen Bölsche, durch eine Sagenfigur vom Oberlauf des Flusses im Landkreis Rotenburg/Wümme: die Königstochter "Marie-Marei", deren goldene Krone in den Fluten der Oste versank. 


Oste-Hecht als Bilderbuch-Figur

Eine plattdeutsche Version des Märchens, überliefert von Hans Wohltmann in dem 1959 erschienenen Buch "Sagen aus dem Lande zwischen Niederelbe und Niederweser", hatte die Schriftstellerin Elke Loewe (Foto) und die Grafikerin Jo du Bosque zu ihrem Kinderbuch "Jonni Hecht" angeregt, zu deren Hauptfiguren ein gleichnamiger Oste-Hecht mit goldener Krone und eine Fährfrau aus Elm im Kreis Rotenburg zählen.


Der gekrönte Hecht im Bilderbuch

Nicht zuletzt dieses Bilderbuch, erschienen im Jahr 2000 im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus, hat dazu beigetragen, dass der sagenhafte Hecht auch an der Unteren Oste zunehmend populär geworden ist - vor allem, naheliegenderweise, in Hechthausen im Kreis Cuxhaven. 


Fliegender Hecht im Wappen

Die Oste-Gemeinde führt nicht nur den geflügelten Hecht in ihrem Wappen, die gekrönte Sagengestalt schmückt auch den Brunnen am Restaurant "Ostekrone" im Ortskern. 


Gekrönter Hecht in Marionettenspiel

Und eine Hechthausenerin, die Marionettenspielerin Franziska Ochsler, war es, die zum "Jahr der Oste" 2009 das Puppentheaterstück "Der Hecht mit der goldenen Krone" verfasst hat, das die Sagenfigur auch den Jüngsten nahebringt. 

Nachdem die Künstlerin das Stück wiederholt in Hechthausen aufgeführt hat, präsentiert sie ihre selbstgestalteten Figuren demnächst auch in Osten: Am Sonntag, 10. April, 15 Uhr, gastiert "Jonni Hecht" auf Einladung des Vereins Kulturmühle in der historischen Kornmühle des Schwebefährendorfs.

Den ersten "Goldenen Hecht" in der Kategorie Literatur hatte die AG Osteland im Frühjahr 2005 - übrigens in Hechthausen - der Hechtbuch-Autorin Elke Loewe verliehen, damals wohnhaft am Rönndeich in Drochtersen-Hüll (Kreis Stade), heute in Geversdorf (Kreis Cuxhaven) gleich hinterm Ostedeich. 

Zu den Preisträgern 2011 gehört auch eine Schulklasse aus dem Osteland - Näheres wird noch nicht verraten. - Die Namen aller bisherigen Träger des Kulturpreises stehen im Internet unter www.tag.der.oste.de.



Ein Projekt der
AG Osteland e. V.