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4. Tag der Oste 2008

"An unserem Fluß
ist vieles im Fluß"

"Goldene Hechte" nach Tostedt, Bremervörde,
Stade, Brobergen, Oberndorf und Wingst

Talk mit Landräten: Reinhard Brünjes (ROW), Hans-
Volker Feldmann (CUX) und Michael Roesberg (STD)
imit Osteland-Vorstand Johannes Schmidt (2. v. r.)

24. 2. 2008. Mit einer Rekordbeteiligung von fast 200 Vertretern aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Vereinsleben endete am 24. Februar 2008 in Cadenberge (Kreis Cuxhaven) der 4. "Tag der Oste". Zum viertenmal vergab die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. für besondere Verdienste um die Flußregion den mit insgesamt 3000 Euro dotierten Kulturpreis "Der Goldene Hecht".


Geehrt: Hudaff, Tiedemann, Röhl, Tent, Brandt, Alsdorf;
vorn: Bürgermeister Saul, Gallinat, Landrat Roesberg

Preisträger aus
vier Landkreisen

Die erste Trophäe, in der Kategorie Literatur, nahm der Stader Archäologe Dietrich Alsdorf für seinen Debütroman "Anna von Blumenthal" entgegen. Dem Historienkrimi liegen authentische Dokumente über die letzte Hinrichtung in der Region zugrunde. Wortlaut der Laudatio hier.

In den Kreis Stade ging auch der "Oste-Oscar" für Tourismus. Die AG Osteland, die sich als "Lobby für die Oste" versteht, ehrte damit den fast 80-jährigen Kommunalpolitiker Helmut Hudaff für seine Verdienste um die Erhaltung der letzten motorisierten Prahmfähre auf der Oste. Wortlaut der Laudatio hier.

Aus dem Kreis Rotenburg/Wümme wurde der Bremervörder Stadtchronist Rainer Brandt mit dem Goldhecht in der Kategorie Heimatpflege geehrt. Der frühere Erste Stadtrat hat sich um die Erforschung der Geschichte der Ostestadt verdient gemacht. Wortlaut der Laudatio hier.

Mit dem Biologen Dr. Ludwig Tent aus Tostedt nahm erstmals ein Bürger des Landkreises Harburg den Goldenen Hecht (Kategorie Naturschutz) entgegen. Tent hat Schutzkonzepte für das Quellgebiet der Oste entwickelt, das in der Nähe der Grenze zwischen den Kreisen Harburg und Rotenburg liegt. Wortlaut der Laudatio hier.

Zwei Oste-Oscars gingen in den Kreis Cuxhaven. In der Kategorie Wissenschaft wurde die Regionalhistorikerin Gisela Tiedemann (Wingst) für die Erforschung der Heimatgeschichte der Tideoste-Region geehrt. Wortlaut der Laudatio hier.

Den Medienpreis erhielt der Journalist Wolfgang Röhl aus Oberndorf-Bentwisch für eine im "Stern" veröffentliche Oste-Reportage mit dem Titel "Amazonas hinterm Deich". Wortlaut der Laudatio hier.

"Wir haben Grund
zur Hoffnung"


Schmückte den Saal: Fotokünstler Niko Ruhl (l.)

Zuvor hatte Jochen Bölsche (Osten) für den Vorstand der AG Osteland in seinem alljährlichen Festvortrag "Das Jahr an der Oste" ein leicht optimistisches Resümee gezogen, was die Entwicklung im Einzugsgebiet des längsten niedersächsischen Elbnebenflusses angeht: Die bedrohlichen Tendenzen - Strukturschwäche, Überalterung, Bevölkerungsschwund - seien zwar noch ungebrochen, "aber wir haben Grund zu der Hoffnung, dass sich das Dichterwort bewahrheitet: 'Wo die Gefahr wächst, wächst das Rettende auch.'"

Noch habe der seit langem geforderte "Aufbau Oste" nicht wirklich begonnen, sagte Bölsche, aber es gebe "Ideen und Pläne, Versprechungen und sogar erste Förderzusagen". Alle Ilek-Regionen entlang der Oste hätten sich im Leader-Wettbewerb bewährt. Die Hoffnung wachse, dass der Abwärtstrend, die Folge einer langjährigen Vernachlässigung der Region, aufzuhalten sei. Bölsche: "An unserem Fluß ist zur Zeit viel im Fluß."

Der Wortlaut der Bölsche-Rede steht hier.

AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger, der sein Grußwort dem Thema "Menschen an der Oste" wirdmete, konnte auch in diesem Jahr wieder viele Vertreter der Kommunalpolitik willkommen heißen. Der Wortlaut des Tielebörger-Grußwortes steht hier.

"Ein Osteland-
Patriotismus"


Viel Beifall: Bettina Gallinat bei ihrer Ansprache

Bettina Gallinat, Bürgermeisterin derr gastgebenden Samtgemeinde Am Dobrock, sagte in ihrer Anssprache, früher habe die Oste als "vergessener Fluß" gegolten, heute sei dank der Atrbeit der AG Osteland "das glatte Gegenteil der Fall". Presse-, Funk- und Fernseberichte über den Fluß kämen "so verläßlich wie Ebbe und Flut". Die AG Osteland schlage intellektuelle und touristische Brücken über Deiche und Grenzen hinweg und habe auf diese Weise dazu beigetragen, dass in den Anrainer-Kreisen "ein gesunder Osteland-Patriotismus" entstanden sei.

Der Wortlaut der Gallinat-Rede steht hier.

"Mit einem Herzen
voller Sympathie"

In einer Talk-Runde, moderiert von Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt, hoben Landrat Michael Roesberg (STD) und die Vize-Landräte Hans-Volker Feldmann (CUX) und Reinhard Brünjes (ROW) die Bedeutung des jährlichen "Tages der Oste" für die Region hervor. Roesberg: "Ich komme mit einem Herz voller Sympathie." Feldmann: "Eine der schönsten Veranstaltungen, die ich im Laufe des Jahres besuche." Brünjes: Die Oste muss in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns treten."

Acht Sponsoren hatten die Preise gestiftet: Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln, HJC Ship-Management in Cadenberge, Bargstedt Handlingsysteme GmbH in Hemmoor, Ferienpark Geesthof in Hechthausen-Klint, Dabrock-Werbung (Wingst), Gewerbeverein Cadenberge, Firma ROAS Schnittblumengroßhandel Cadenberge sowie Steuerberater Ewald Romund, Stade und Großenwörden.
 
 

FOTOS VOM 4. TAG DER OSTE HIER

Schwerpunkt der Vereinsarbeit wird in den nächsten Monaten die Vorbereitung des "Jahres der Oste" 2009 sein, das unter dem Motto stehen soll: "Ein Fluß feiert seine Fähren und Brücken." Anlass für das umfangreiche Veranstaltungsprogramm ist das 100-jährige Bestehen des nationalen Baudenkmals Schwebefähre Osten - Hemmoor am 1. Oktober 2009. Mehr über das Jahr der Oste hier.


FESTREDE von Jochen Bölsche über das "Jahr an der Oste" hier




Ein Projekt der
AG Osteland e. V.