Goldener Hecht
Literatur - 2012

Alexandra Kui

Aufgewachsen in Buxtehude und ausgebildet in Hamburg, macht die Lokal- und Reisejournalistin Alexandra Kui seit Ende der Neunziger Jahre mit Kriminalromanen auf sich aufmerksam, deren Handlung an der Nordseeküste und, immer häufiger, auch in Kehdingen und im Osteland angesiedelt ist.

Schon ihr 2009 erschienener Krimi "Blaufeuer" - mit Tatorten unter anderem in der Wingst und in der Niederelbebahn zwischen Otterndorf und Himmelpforten - wurde von Deutschlandradio Kultur als "unerhört subtil",
"regelrecht durchkomponiert" und "vollkommen ohne sprachliche und inhaltliche Platitüden" gerühmt.

Mit Laudatorin Renate Bölsche

Auf den ebenfalls virtuos komponierten Roman "Wiedergänger" folgte 2011 der Jugendroman "Lügensommer", der ausschliesslich im Krimiland Kehdingen-Oste angesiedelt ist. An Schauplätzen wie dem Ostesperrwerk in Balje, dem Strand von Krautsand und der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen lässt die Autorin die Region, wie ein Rezensent urteilt, "in zwielichtigem Juli-Glanz erstrahlen: Nichts ist so idyllisch, wie es scheint".

Auch dieser erste Jugendkrimi wird von der Kritik als "clever konstruiert" gefeiert, als "packender und sprachlich geschliffener Psychothriller", "knisternd von der ersten bis zur letzten Seite" - "nicht nur für Teeanager eine fesselnde Lektüre". Vor allem aber ist das Buch, wie der Deutschlandfunk schon über der Roman "Blaufeuer" urteilte, "eine tiefe Verbeugung vor der Heimat der Autorin".

Alexandra Kui hat sich um das Osteland verdient gemacht.