SFV "Oste" e.V.

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.Oste-Sportfischer
gegen Elbvertiefung

Sportfischer-Vertreter Schütz

6. 7. 2010. Aus Sicht der Sportfischer an der Oste ist eine weitere Elbvertiefung anzulehnen. Das schreibt der Ostener Wolfgang Schütz, Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft sowie Repräsentant der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der Oste und damit Vertreter von 32 Sportfischervereinen mit rund  8000 Anglern, in einer Stellungnahme zur geplanten Fahrrinnenanpassung von Unter- und Aussenelbe.

Die Sportfischer befürchten bei erneuten Baggerarbeiten eine Verlagerung von zum Teil belasteten Sedimenten in die Oste, wo eine Trübung des Wasserkörpers zu "schlechteren Ablaichbedingungen" und höherer Sauerstoffzehrung führen würde. Hinzu kämen "schlechtere Ernährungsbedingungen für ungetrübtes Wasser bevorzugende, optisch ausgerichtete Jäger (Lachs, Meerforelle, Hecht)".

Zu erwarten sei eine "Veränderung der Lebensbedingungen für Wanderformen (Aal, Stint, Lachs, Stör, Flussneunauge usw.) aufgrund der Eingriffe ins Ökosystem der Elbe". Einige Arten "könnten in ihrem Bestand gefährdet werden, andere Arten könnten sekundär betroffen sein ( z. B. fehlen mit den Stinten Beutefische für Zander und vergleichbare Arten)".

Durch die zu befürchtende stärkere Strömung werde die Ufererosion zunehmen, was zu "Sicherungsmaßnahmen" in Form von Steinschüttungen, Blocksteinwurf etc. führen werde, die wiederum "den natürlichen Charakter von Teilen der Oste weiter verschlechtern".  Dies bedeute, "dass langjährige Bemühungen der lokalen Interessenverbände zur Verbesserung der ökologischen Situation (Lachs, Meerforellen-, Schnäpel-, Quappen und neuerdings das in Vorbereitung befindliche Störwiederansiedlungsprojekt) und die damit verbundenen Aufwendungen massiv konterkariert werden, was auch einen immensen materiellen Schaden bedingen würde".

Neben einem "schweren Rückschlag" für die Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs, einer "Leuchtturmart für die nationale Biodiversitätsstrategie", drohe eine "nachhaltige Gefährdung" der in Niedersachsen auf der Roten Liste stehenden Süßwasserfische. In der Oste betroffen seien Stör, Rapfen, Zope, Ukelei, Äsche, Aal, Stint, Moderlieschen, Steinbeißer, Finte, Schlammpeizer, Meerforelle, Lachs, Flussneunauge, Quappe, Karausche, Zander und Bitterling.

Bei einer weiteren Elbvertiefung würde, so das Fazit des Sportfischer-Sprechers, "der Gefährdungsstatus der aufgeführten Kleinfischarten noch verschlechtert" und der gesetzlich verlangte "gute ökologische Zustand" der Oste gemäß den Europäischen Wasserrahmenrichtlinien nicht erreicht werden können, so Schütz abschließend. 


Stör-Gipfel in
Großenwörden


Stör als Dekoration (Foto: E. Uhtenwoldt)

6. 3. 2010. Einen Tag vor dem "Stör-Gipfel" der Ostepachtgemeinschaft am Sonnabend, 6. März, haben Oste-Angler den Saal des Großenwördener Hofs dekoriert. Unter anderem wurde dazu das frisch restaurierte Stör-Denkmal aus Oberndorf nach Großenwörden gebracht.


Schütz-Porträt auf NEZ online (lesen)

Rechtzeitig zu der Veranstaltung, in deren Mittelpunkt Vorträge namhafter Wissenschaftler zur Wiederansiedlung des Kaviarfischs stehen, hat die Niederelbe-Zeitung am Freitag den Sportfischer-Sprecher Wolfgang Schütz porträtiert. Der Artikel von Wiebke Kramp über den "Lobbyisten für Lachs und Stör" kann auch hier im Netz gelesen werden.


NEZ-Sonderseite zum Thema Stör

Die heutige Sonnabend-NEZ enthält eine Sonderseite zum Thema Wanderfische in der Oste, auf der Wiebke Kramp umfassend über "die Rückkehr des grauen Riesen in die Oste" (Überschrift) und die internationalen Dimensionen der Wiederansiedlung des Störs berichtet.


Oste

Sportfischer laden
zum "Stör-Gipfel"


Weltpräsident Rosenthal mit Stör-Zeichnungen

26. 2. 2010. Wanderfisch-Experten aus Bund und Land, darunter Wissenschaftler von internationalem Ruf, kommen auf Einladung der Sportfischer an der Oste zu einem "Störgipfel" zusammen: Am Sonnabend, 6. März, wollen die Fachleute in Großenwörden die Chancen einer Wiedereinbürgerung des vor Jahrzehnten in Deutschland ausgestorbenen Europäischen Störs erörtern.

Parallel dazu haben die Sportfischer am längsten niedersächsischen Nebenfluss der Elbe in Kooperation mit der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. eine Informationsoffensive zum Thema Wanderfische gestartet, in deren Rahmen Veranstaltungen in den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg stattfinden.

Eingeladen zum "Stör-Gipfel" im Großenwördener Hof hat Wolfgang Schütz (Osten), der Vorsitzende der 2009 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der Oste, in der Vertreter von 32 Sportfischervereinen mit 7700 Mitgliedern unter anderem mit der AG Osteland kooperieren.


Fischbiologe Geßner (M.) im Leibniz-Institut

Referieren werden in Großenwörden der Präsident der Weltgesellschaft zur Rettung des Störs, Prof. Dr. Harald Rosenthal, der Fischbiologe Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut für Binnenfischerei und Gewässerökologie sowie der Naturschutz-Experte Ralf Gros (Lüneburg) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserbau, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Das niedersächsische Umweltministerium ist durch den Gewässerexperten Dipl.-Ing Rudolf Gade vertreten. Eingeladen sind auch Bürgermeister, Vertreter von Deich- und Unterhaltungsverbänden, der Besatzgemeinschaften der Oste-Sportfischer und des Arbeitskreises Stördenkmal Oberndorf.

Hauptthemen der Tagung sind die Auswertung des im April vorigen Jahres vorgenommenen experimentellen Erstbesatzes der Oste mit rund 50 markierten Jungstören und mögliche künftige Besatzmaßnahmen. Sportfischer und Artenschützer wollen außerdem ihre Forderung darlegen, die "Fischdurchgängigkeit" der Oste für Wanderfische wie Stör, Lachs, Meerforelle, Schnäpel, Aal und Aalquappe zu erhöhen.

Bereits am Tag darauf, am Sonntag, 7. März, wird der Berliner Störexperte Dr. Geßner den Festvortrag beim diesjährigen "Tag der Oste" halten, den die AG Osteland ab 10.30 Uhr im Gasthaus Hellwege in Heinbockel-Hagenah (Kreis Stade) veranstaltet.

Bislang bereits haben Sportfischer-Sprecher Schütz und AG-Osteland-Vize Jochen Bölsche (Osten) bei Informationsabenden in Oberndorf und Osten  und in Bremervörde  zum Thema Wanderfische gesprochen. Eine weitere, noch nicht terminierte Veranstaltung ist für Sittensen (Kreis Rotenburg) geplant.


Schütz bei Zollstock-Demonstration

Der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Oste ausgerottete Europäische Stör (Acipenser sturio) hat Vorfahren, die, wie Schütz in den Informationsveranstaltungen betont, älter als die Dinosaurier sind. Mit Hilfe eines Zwei-Meter-Zollstocks demonstriert der Sportfischervertreter, dass die irdische Existenz des urzeitlichen Knorpelfischs 1,98 Metern entspreche, die des Menschen, der die Ausrottung des Kaviarfischs bewirkt hat, gerade mal zwei Zentimetern.

Für den auch international beachteten Störbesatz in Deutschland, bei dem Nachkommen von Stören aus der französischen Gironde zum Einsatz kommen, war die Oste ausgewählt worden, weil in diesem weitgehend naturbelassenen Fluss dank der Bemühungen der Sportfischervereine bereits in die 90er Jahren die Wiederansiedlung des gleichfalls verschollenen Lachses gelungen war. Die Oste gilt seither als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins".

Jetzt hoffen die Sportfischer, so Schütz, dass bis 2012 an der Oste ein "Brutcontainer" zur Aufzucht von Jungstören platziert werden kann. Als möglicher Standort ist Kleinmühlen in der Samtgemeinde Börde Lamstedt  im Gespräch, wo seit Jahrzehnten bereits Junglachse erbrütet werden.


Schütz beim Störbesatz (April 2009)

Zugleich wird in Oberndorf/Oste, wo im vorigen Jahr bereits ein "schwimmendes Stördenkmal" eingeweiht worden ist, die Einrichtung eines "Stör-Informationszentrums" angestrebt.


Kultur

Die Farben
der Oste


Gastgeber: Ostefreund Wolf-Dietmar Stock

27. 2. 2010. Unter dem Motto "Klangfarben der Oste - eine Multimediaschau mit Livemusik von Christian Rüthing am Klavier" wurde Freunden des Ostelandes am Freitag in der voll besetzten Caféteria des Bremervörder Bachmann-Museums ein literarischer, künstlerischer, historischer und naturkundlicher Leckerbissen geboten.

Veranstalter des Bunten Abends, der in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Osteland vorbereitet wurde, war der Verleger, Kurator und Oste-Kulturpreisträger Wolf-Dietmar Stock aus Fischerhude. (...)


Schütz-Vortrag in Bremervörde

Bevor der Abend mit einem Oste-Quiz endete, bei dem Wolf-Dietmar Stock die Namen von Oste-Malern erraten liess und die Gewinner mit "Ostewasser" belohnte, referierte Jochen Bölsche, Spiegel-Autor und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Osteland, über die ausgerotteten und nun wieder angesiedelten Oste-Lachse, und Wolfgang Schütz, Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft und Sprecher der Arbeitsgruppe "Wanderfische in der Oste", behandelte das Thema "Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs".


Osten feierte
die Ostefische


Mitveranstalter Dr. Toborg versteigert Aale

20. 2. 2010. So begeistert war einer der Zuhörer am Freitag von einem Vortrag von Wolfgang Schütz im gemütlichen Clubhaus des Wassersportclubs Osten (WSCO), dass er spontan 200 Euro stiftete. Der Spender, ein an der Oste lebender Hamburger Geschäftsmann, der anonym bleinen möchte, wollte damit das Engagement der von Schütz vertretenen Sportfischer an der Oste für die Wiedereinbürgerung von Wanderfischen wie Lachs und Stör unterstützen.


Hausherr Niels Dehde begrüßt die Gäste

Mit einem Fischessen (Aal, Forelle, Lachs, Garnelen), etlichen Runden zünftigen Osteland-Aquavits und einer amerikanischen Aal-Versteigerung gewann der Abend, zu dem Hausherr und WSCO-Vorsitzender Niels Dehde rund 50 Zuhörer begrüßen konnte, zeitweise die Züge eines Festes für die Oste-Fische.


Vorweg gibt's Tischteller und kühle Biere

Der Vorsitzende des mitveranstaltenden Vereins Kulturmühle e. V., Dr. Manfred Toborg, der mit Ehefrau Antje und etlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern den Benefiz-Abend perfekt organisiert hatte, freute sich, nicht nur Ostens Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) willkommen heißen zu können, sondern auch eine starke Delegation der Hemmoorer Segler, die unter anderem mit deren Vorsitzendem, dem Hemmoorer Vize-Bürgermeister Jürgen Hinck, und mit Bernd Jürgens (Sprecher der Osteland-Fachgruppe Blaues Netz Oste) erschienen waren.


Prost Osteland: Hemmoorer Hinck, Jürgens

In seinem rund anderthalbstündigen Vortrag gab Wolfgang Schütz unfassend und anschaulich Auskunft über die 37 verschiedenen Fischarten in der Oste, insbesondere aber über das Artenschutzprogramm der 7800 Sportfischer, die seit einiger Zeit mit der AG Osteland und anderen Partnern in einer Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der Oste zusammengeschlossen sind.


Wanderfisch-Experte Schütz mit Zollstock

Die Bedeutung der - weltweit beachteten - Wiederansiedlung des Störs in der Oste illustrierte Schütz mit Hilfe eines Zollstocks. 1,98 Meter entsprächen den 250 Millionen Jahren, in denen der Urzeitfisch Stör auf der Erde überlebt habe, 2 cm stellten die Zeitrechnung der Menschheit dar. Binnen weniger Jahre während im vorigen Jahrhundert sei dem Stör - einst eine der Existenzgrundlagen der Ostener - durch Überfischung sowie Gewässerverschmutzung und -verbauung die Existenzgrundlage entzogen worden.


Osteland-Preisträger Meyn und Stock

Nun versuchten Artenschützer und Sportfischer nicht mehr und nicht weniger, als diesen verhängnisvollen Prozess rückgängig zu machen. - Umfassende Informationen zum Thema Oste-Störe stehen auf der Website des SFV Oste.

Störe wichtig wie
die Schwebefähre


Aufmerksame Zuhörer im WSCO-Clubhaus

Zu Beginn des Informationsabend, an dem auch die Osteland-Kulturpreisträger Diedrich Meyn (Großenwörden) und Wolf-Dietmar Stock (Fischerhude) teilnahmen, hatte Jochen Bölsche (Foto) namens der AG Osteland hervorgehoben, dass die Bemühungen der Sportfischer die Oste bereits vor Jahren zu "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" gemacht haben - SPIEGEL-Reportage (PDF) hier.

Auf diese Weise hätten die Verantwortlichen der Angelvereine, darunter Artenschutzpioniere wie Egon Boschen (Lamstedt) und der Ostener Wolfgang Matthies, der Region nebenher zu einem auch für die Tourismuswerbung bedeutsamen "Alleinstellungsmerkmal" verholfen, das ähnlich wichtig sei wie die Schwebefähre. Nun sei die Oste auf gutem Weg, "Niedersachsens Störfluss Nummer eins" zu werden.

Mitglieder der AG Osteland unterstützten die Bemühungen der Sportfischer, sei es durch Öffentlichkeitsarbeit in der Presse oder zum Beispiel in dem 2009 erschienenen Buch "Über die Oste" (Leseprobe hier), durch das Oberndorfer Stördenkmal oder durch "Kaviarnächte" zur Information über Störschutzprojekte.

Beim Tag der Oste am 7. März werde der führende deutsche Störforscher Dr. Jörn Geßner den Festvortrag halten, kündigte Bölsche an.


Berichte und Vorträge
zum Thema Oste-Stör


Oste-Störe in der "Angelwoche"

13. 1. 2010. Die Wiederansiedlung des Störs in Elbe und Oste fasziniert seit Monaten die gesamte deutsche Sportfischer-Presse - von der Angelwoche (Ausschnitt oben) über den Blinker (Bericht hier) bis zu Fisch & Fang (Bericht hier) - und trägt damit dazu bei, den lange Zeit "vergessenen Fluss" bundesweit bekannt zu machen.


Zeitschriften mit aktuellen Stör-Berichten

Kaviarfisch im
Doppelpack


Störfischer in Osten (um 1900)

Die Hoffnung auf eine endgültige Rückkehr der riesigen Kaviarfische in die Oste ist im Februar Thema gleich zweier Veranstaltungen an der Oste.

Osten: Vortrag mit
Räucherfischteller


Spricht über Ostefische: Wolfgang Schütz

Am Freitag, 19. Februar, 19 Uhr, referiert Sportangler-Vorsitzender Wolfgang Schütz in einer öffentlichen Veranstaltung im Ostener WSCO-Klubhaus (unter der Ostebrücke) über "Wanderfische in der Oste einst und jetzt" (Themen: "Die Artenvielfalt der Fische in der Oste unter Berücksichtigung des Artenschutzprogrammes der Ostepachtgemeinschaft", "Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle", "Der experimentielle Versuchsbesatz mit dem Europäischen Stör in der Oste und seine ersten Ergebnisse").

Zuvor führt Jochen Bölsche (AG Osteland) in die Thematik ein. Den Zuhörern wird ein Räucherfischteller serviert. Der Reinerlös aus der dafür erbetenen Spende (15 Euro) kommt dem veranstaltenden WSCO zugute.

Bremervörde: Störe,
Raubritter, Fährleute


Osteland-Preisträger Alsdorf, Klempow, Stock

Eine Woche später, am Freitag, 26. Februar, 19 Uhr, sind Schütz und Bölsche zu Gast im Café des Bachmann-Museums in Bremervörde. Ihre Informationen zum Thema Lachs und Stör sind eingebettet in eine Veranstaltung mit dem Thema "Klangfarben der Oste - Ein musikalischer Bilderreigen" des Verlags Atelier im Bauernhaus in Fischerhude. Auf dem Programm stehen Lesungen und Vorträge dreier Oste-Kulturpreisträger über die Oste: Grit Klempow spricht über Fähren und Menschen am Fluss, Dietrich Alsdorf über das Treiben des Raubritters "Isern Hinnerk" auf Burg Vörde und Wolf-Dietmar Stock (Fischerhude) über sein Lieblingsbild von der Oste.

Zu einer Oste-Bilderschau mit neuen Fotos präsentiert Christian Rüthing (neue CD: "Die Klangfarben der Oste") einen musikalischen Bilderreigen am Klavier (Eintritt 5 Euro, Vorbestellungen möglich unter Tel. 04761-983 46 03).

Die Vorträge zum Thema Lachs und Stör sind Teil einer Informationsoffensive, die - wie berichtet - im März in Großenwörden und Hagenah fortgesetzt wird. Im Frühsommer ist eine weitere Stör-Veranstaltung im Handwerkermuseum in Sittensen geplant.


Stör-Fluss Oste

Schlüsselfunktion im
Uno-Artenschutzjahr


Oste-Angler im Leibniz-Institut (Foto: Bölsche)

9. 1. 2010. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen sprechen an diesem Montag, 11. Januar, in einer Festveranstaltung zum Auftakt zum "Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt", mit dem die Vereinten Nationen das Thema Artenschutz weltweit ins Bewusstsein rufen wollen. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. verweist aus diesem Anlass auf die "Schlüsselfunktion" der Oste für die Erhaltung des Europäischen Atlantischen Störs (Acipenser sturio), einer der meistbedrohten Fischarten des Kontinents.


Angela Merkel eröffnet des UN-Artenschutzjahr

Die AG Osteland stützt sich auf Erkenntnisse renommierter Fachwissenschaftler. Der urtümliche Kaviarfisch, der einst in großer Zahl auch in der Oste heimisch war, steht in seinem gesamten Verbreitungsgebiet unmittelbar vor dem Aussterben oder ist lokal bereits ausgestorben. Verschiedenen internationalen Abkommen und Konventionen zufolge zählt dieser Fisch heute zu den am stärksten bedrohten Tierarten Europas.  Daher werden für den seit 1998 streng geschützten Stör auch von der EU vorrangig Arterhaltungs- und Wiedereinbürgerungsmaßnahmen gefordert.

Das von Vertretern der Sportfischerei und der AG Osteland unlängst besichtigte Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen, das im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Vorhabens im Frühjahr 2009 einen vielbeachteten Versuchsbesatz mit Jungstören in der Oste vorgenommen hatte, sieht sich vor zwei schwierige Aufgaben gestellt: einerseits geeignete Gewässer für eine Wiedereinbürgerung ausfindig zu machen, andererseits durch Nachzucht genügend Jungtiere der bedrohten Art bereitzustellen.


Forscher Gessner ("Fisch und Fang"-Website)

Wie schwierig und wie dringlich diese Aufgaben sind, zeigt der Umstand, dass Bestände von Acipenser sturio außerhalb der Gironde in Frankreich, in der gerade noch rund 600 Tiere aller Alterklassen vermutet werden, "derzeit nicht mehr nachweisbar" sind, so der Berliner Fischerei-Experte Dr. Jörn Geßner.

Weil Frankreich nur eine "begrenzte Anzahl" von Satzfischen zur Verfügung stellen kann, kommt der "Auswahl eines möglichst optimal geeigneten Gewässersystems" nach Ansicht der Wissenschaftler besondere Bedeutung zu. Für eine Eignung der Oste spricht der Umstand, dass dieser Fluss "nach den ersten Untersuchungen offenbar längere Verweilzeiten der Störe ermöglicht", heißt es in einem der AG Osteland jetzt vorliegenden Bericht über "Erste Ergebnisse der telemetrischen Untersuchungen zu Wanderverhalten und der Habitatnutzung des Europäischen Störs in der Oste".


Stör-Experte Fredrich auf der "Acipenser"

Die Verfasser Jörn Geßner und Frank Fredrich konstatieren darin "eine gute Eignung des Flusses für die Jungfische im Rahmen der Untersuchung". Fredrich hatte auf der Oste mit Hilfe des Forschungsbootes "Acipenser" das Verhalten der ausgesetzten, zum Teil markierten und mit einem implantierten Ultraschallsender versehenen Tiere wochenlang rund um die Uhr beobachtet.

Die Tiere fühlten sich in der Oste offenbar wohl. "Die lange stationäre Phase des Aufenthaltes der Fische  wurde so in keinem anderen Gewässer beobachtet," heißt es in dem bislang unveröffentlichen Zwischenbericht. "Eine derartig intensive Nutzung des Lebensraums" lasse nur den Schluss zu, dass der Lebensraum sehr gut für die Ansprüche der beobachteten Tiere geeignet sei.

Im neuen Jahr sollte, so das Papier, "die Nutzung der mittleren Oste untersucht werden, um deren potentielle Eignung als Jungfischhabitat zu bestimmen". Eine Wiederholung der Arbeiten mit verschiedenen Größen der Tiere in den Jahren 2010 und 2011 scheine zur Absicherung der bisherigen Ergebnisse geboten. Insbesondere sei auch der Bereich der Oste oberhalb des Bremervörder Wehrs "von potentieller Bedeutung" insbesondere für frühe Lebensstadien. Daher sollte "der Mittellauf in die weiteren Untersuchungen einbezogen werden".


Bremervörder Wehr: Bedeutsamer Mittellauf

Um die Oste und ihre Zuflüsse "fischdurchgängig" zu machen, setzen die Artenschützer nicht nur auf Gemeinden wie Sittensen, das noch in diesem Jahr eine Querverbauung im Bereich der Wassermühle beseitigen will, sondern auch auf weitere staatliche und nichtstaatliche Unterstützung.

Die Niedersächsische Bingostiftung hat nach Angaben ihres Geschäftsführers, des früheren CDU-Landtagsabgeordneten Karsten Behr, für die Wiederansiedlung des Störs in der Oste kürzlich bereits rund 20.000 Euro bewilligt. Weitere Zuschussanträge laufen zur Zeit, wie der Vorsitzende des Wanderfisch-Arbeitskreises der Sportfischer, Wolfgang Schütz (Osten), mitteilt.

Auch Schwarz-Gelb will
den Wanderfischen helfen

In diesem Zusammenhang verweisen die Sportfischer und die AG Osteland auf eine entsprechende Klausel des  Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und FDP. Darin heißt es: "Frei fließende Flüsse haben einen hohen ökologischen Wert. Die Durchgängigkeit der Flüsse für wandernde Fische muss wiederhergestellt werden. Für den Natur- und Hochwasserschutz sollen natürliche Auen reaktiviert und Flusstäler, wo immer möglich, renaturiert werden."

Um für die Rettung des Europäischen Störs zu werben, planen Angler und Artenschützer für die kommenden Wochen eine Informationsoffensive in den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg.

Am Freitag, 19. Februar, 19 Uhr, referiert Sportfischer-Vorsitzender Wolfgang Schütz in Osten im Clubhaus des Wassersportclubs Osten an der Ostebrücke in einer öffentlichen Veranstaltung über die Wanderfische in der Oste einst und jetzt. Dazu liest Jochen Bölsche (AG Osteland) aus dem Buch "Über die Oste".


Störfreunde Schütz (M.) mit Kück und Tiedemann

Einen "Stör-Gipfel" mit renommierten Experten veranstaltet die Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am Sonnabend, 6. März, im Saal des "Großenwördener Hofs" in Großenwörden . Ab 16 Uhr behandelt Prof. Harald Rosenthal, Präsident der World Sturgeon Conservation Society (Weltgesellschaft zur Erhaltung des Störs), das Thema "Weltweiter Gefährdungsstatus der Störe und internationale Bemühungen zu ihrer Rettung". Jörn Geßner - unlängst zurückgekehrt von einer Stör-Weltkonferenz in Wuhan (China) - beantwortet die Frage: "Was macht die Oste so besonders?". Ralf Gros (Lüneburg) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) referiert über "Möglichkeiten zur Umsetzung des 'Nationalen Aktionsplans zur Wiederansiedlung des Störs' in Niedersachsen".

Am Sonntag, 7. März, steht das Thema Oste-Störe auch auf der Agenda des "6. Tages der Oste" im Gasthaus Hellwege in Hagenah (Kreis Stade), wo der Berliner Störforscher Geßner den Festvortrag hält. Nachdem die AG Osteland und die Sportfischer voriges Jahr in Balje (Kreis Stade) und in Oberndorf (Kreis Cuxhaven), dem Standort eines Stördenkmals, zu mehreren Stör-Infoveranstaltungen eingeladen hatten, soll ein weiterer, noch nicht terminierter Vortrag des OPG-Vorsitzenden Schütz im Frühjahr in Sittensen (Kreis Rotenburg) folgen.

Quelle: www.oste.de


"Stör-Gipfel" mit
mit Top-Experten


OPG-Vorsitzender Wolfgang Schütz 

2. 1. 2010. Experten von internationalem Rang erwartet die Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer (Website) zu ihrer Mitgliederversammlung am Sonnabend, 6. März, im Großenwördener Hof. Thema ist die Wiederbesetzung der Oste mit dem in Deutschland seit Jahrzehnten ausgestorbenen Stör. Nach dem internen Teil der Versammlung (15 Uhr) sprechen ab 16 Uhr ausgewiesene Fachleute über das weltweit beachtete Experiment.

Was macht unsere
Oste so besonders?


Zu Gast in Großenwörden: Dr. Geßner

Wie der OPG-Vorsitzende Wolfgang Schütz (Osten), Sprecher der 22 OPG-Mitgliedsvereinen, ankündigt, wird Dr. Jörn Geßner (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin, sowie Projektleiter in der Gesellschaft zur Rettung des Störs; Website), der Frage nachgehen. warum gerade die Oste für die Wiederansiedlung ausgewählt worden ist: "Was macht die Oste so besonders?" 


Stör-Experte Ralf Gros (im NDR-Interview)

Ralf Gros (Lüneburg) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), spricht über "Möglichkeiten zur Umsetzung des 'Nationalen Aktionsplans zur Wiederansiedlung des Störs' in Niedersachsen".


Weltpräsident Prof. Rosenthal (in Oberndorf)

Prof. Dr. Dr. Harald Rosenthal, Präsident der World Sturgeon Conservation Society (Weltgesellschaft zur Erhaltung des Störs, Website) behandelt das Thema "Weltweiter Gefährdungsstatus der Störe und internationale Bemühungen zu ihrer Rettung".

Zu dem "Stör-Gipfel" an der Oste werden neben den Vorständen der OPG-Mitgliedsvereine rund 30 Vertreter von Gemeinden, Medien, Wissenschaft sowie der AG Osteland erwartet, die mit den Sportfischervereinen im 2009 gegründeten Arbeitskreis Wanderfische Oste zusammenarbeitet.


Lebenshilfe für
Wanderfische


Oste-Lachs 2009 (Foto: ASV Zeven)

20. 12. 2009. Am Freitag, 19. Februar, 19 Uhr, im Clubhaus des Wassersportclubs Osten (WSCO) unter der Ostebrücke findet erstamals eine gemeinsame Veranstaltung der Kulturmühle Osten e. V. und des WSCO statt. Die beiden Vorsitzenden Dr. Manfred Toborg und Niels Dehde laden zu einem Vortrag über die Wanderfische in der Oste einst und jetzt ein. Als Referenten haben sie den Vorsitzenden der Ostepachtgemeinschaft, Wolfgang Schütz (Osten), gewinnen können. 


Störfang bei Osten (um 1900)

Sein Vortrag "Lebenshilfe für die Wanderfische in der Oste" gliedert sich in die Kapitel "Die Artenvielfalt der Fische in der Oste unter Berücksichtigung des Artenschutzprogrammes der OPG", "Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle in der Oste (Wunder an der Oste)" und "Der experimentelle Versuchsbesatz mit dem Europäischen Stör in der Oste". - Weitere Einzelheiten demnächst auf dieser Homepage.


An der Wiege 
der Oste-Störe


Stör-Experte Gessner (Foto: Bölsche)

21. 11. 2009. Der Nordsee-Stör fühlt sich in der Oste offensichtlich wohl. Wissenschaftler hatten, wie berichtet, bei Bremervörde 50 der in Deutschland lange ausgestorbenen Fische in den Fluss ausgesetzt. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte jetzt Jörn Geßner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs. "Die Tiere sind langsam stromabwärts geschwommen." Bis zur rund 85 Kilometer entfernten Elbmündung hätten sie zwei Monate gebraucht. Das weise darauf hin, dass die Fische in dem Fluss einen guten Lebensraum mit ausreichend Nahrung vorfänden.

Gäste aus dem Osteland
bei Berliner Stör-Forschern

Geßner empfing am vorigen Wochenende Tage im Leibniz-Institut für Binnenfischerei und Gewässerökologie in Berlin-Friedrichshagen eine von Wolfgang Schütz (Osten) und Egon Boschen (Lamstedt) geleitete achtköpfige Delegation von Sportfischern von der Oste sowie der AG Osteland. Die Besucher besichtigten die "Wiege" der künftigen Oste-Störe: riesige Aquarien, in denen die elf noch in Deutschland existierenden potenziellen Elterntiere jener Stör-Art gehalten werden, die vor 100 Jahren in der Oste heimisch war.


Gessner (2. v. l.) mit Gästen von der Oste

Im April hatten die Stör-Experten das Experiment gestartet. Drei der ausgesetzten Jungfische trugen einen Funksender, der die Wanderbewegungen aufzeichnet. Außerdem brachten die Biologen Unterwassermikrofone im Verlauf des Flusses an. Im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen in der Elbe und dem Fluss Stör in Schleswig-Holstein zeigte sich, dass die Tiere viel mehr Zeit in der Oste verbrachten. "Die Oste ist anscheinend gut geeignet", sagt Geßner. Denn die Aufenthaltsdauer der Tiere hänge wahrscheinlich mit der Qualität des Lebensraums zusammen.

Im Jahr 2010 sollen erneut einige der Fische ausgesetzt werden. Außerdem wollen die Experten mehr über das Fressverhalten der Tiere erfahren. Der Mageninhalt soll darüber Aufschluss geben. Dafür sollen die Störe eingefangen und nach einer Magenspülung wieder ins Wasser zurückgesetzt werden.

Stör ist nicht
gleich Stör


Ostsee-Stör in Berlin-Friedrichshagen

Parallel zum experimentellen Erstbesatz der Oste werden auch in Ostsee-Zuflüssen Störe einer anderen, früher dort heimischen Art ausgesetzt, die ebenfalls in dem Berliner Institut gezüchtet werden. Worin sich Nord- und Ostsee-Störe unterscheiden, steht hier (pdf-Datei).


Warnung vor
falschem Stör


Schütz-Vortrag am Sonnabend in Balje

19. 9. 2009. Vor Übereifer von Angelfreunden, die Gewässer mit den "in Mode gekommenen Stören" aus obskuren Quellen besetzen, hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Hegeplan Oste, Wolfgang Schütz (Osten), gewarnt. Zum Tag des Fisches im Natureum Niederelbe erklärte der Sporecher von 32 Vereinen mit 8700 Anglern, die im Handel angebotenen, nicht heimischen Störzüchtungen hätten "die falsche Genetik": "Sie gehören nicht in unsere Oste." Solche wilden Besatzmaßnahmen machten "nur das großartig angelaufene Experiment zunichte", die nahezu ausgerottete angestammte Stör-Art wieder in der Oste anzusiedeln.

Es gebe, betonte Schütz, in ganz Europa nur noch 100 Europäische Störe, die in Frankreich zwecks Weitervermehrung in Gefangenschaft leben, sowie 11 Exemplare im Berliner Leibniz-Institut, ebenfalls in einer Zuchtstation. Schütz: "Diese 111 absolut letzten Störe sind der Stamm für eine erfolgreiche Nachzucht."


Schütz (l.) mit Europäischem Stör

Artenschützer warnen seit langem vor einer "Faunenverfälschung" durch Aussetzung etwa aus Osteuropa importierter Arten, wie sie zum Beispiel m Internet und in Gartencentern angeboten werden. Die Sportfischerverbände weisen darauf hin, dass Besatzmaßnahmen gemäß dem Niedersächsischen Fischereigesetz genehmigungspflichtig sind.

Unter den Zuhörern des Schütz-Vortrages waren auch die Bürgermeister Carsten Hubert (Osten) und Hans-Wilhelm Saul (Hemmoor) sowie Vorstandsmitglieder der AG Osteland.

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Der Wortlaut des Schütz-Vortrages zum Thema Oste-Lachse und Oste-Störe sowie Fotos vom Tag des Fisches stehen auf dieser SONDERSEITE.
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Die Fischpräparatorin Anja Kempf zeigte in Balje eine Ausstellung mit kapitalen Fischen wie Hecht, Zander, Barsch, Lachs, Aal, Brassen und Karpfen. Es gab Aquarien mit einheimischen Fischen und eine Schau von seltenen Präparaten, z. B. einen der letzten in der Oste gefangenen Störe.

Werbung für den Tag des Fisches

Im Rahmen einer Angelgeräteschau präsentierten Mitglieder des ASV Neuhaus ihre neuesten Geräte, Equipment und Angelmethoden, z. B. Angeln mit Futterkorb und Federrute, Gummifisch und Wobbler. Außerdem gibt es einen großen Casting-Wettbewerb mit Ziel- und Weitwurf vom ASV Neuhaus.


Zum "Jahr der Oste"
ein "Tag der Fische"


Stör-Modell im Natureum auf der Oste-Insel

11. 9. 2009. Zu einem bunten Aktivprogramm rund um die Fische, das Angeln und die Fischerei lädt das Natureum Niederelbe aus Anlass des Jahres der Oste am Wochenende 19./20. September ein. Beim ersten "Tag der Fische" im Elbe-Küsten-Park an der Ostemündung gibt es Vorführungen, Beratungen, Vorträge, Aquarien und allerlei Fischspezialitäten vom Grill, aus der Pfanne und dem Räucherofen. Das Programm dauert an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr.


Sportfischer-Vorsitzender Schütz

Um die Wiedereinbürgerung von Stör, Lachs und Meerforelle geht es am Sonnabend und Sonntag, jeweils um 15 Uhr, in einem Vortrag von Wolfgang Schütz, Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft. Gemeinsam mit dem Verein zur Rettung der Störe und dem Berliner Institut für Binnenfischerei war es - wie ausführlich berichtet - kürzlich gelungen, 55 Exemplare des nahezu ausgestorbenen Europäischen Störs in der Oste auszusetzen. Fünf Jungtiere wurden mit einem Funksensor versehen. Ihr Weg wurde mit Hilfe von Funk-Empfängern verfolgt, von denen einer in Balje stand. Ähnliche Bemühungen sind beim Besatz von Lachs und Meerforelle erfolgreich gelaufen.

Die Fischpräparatorin Anja Kempf zeigt eine Ausstellung mit kapitalen Fischen wie Hecht, Zander, Barsch, Lachs, Aal, Brassen und Karpfen. Es gibt Aquarien mit einheimischen Fischen und eine Schau von seltenen Präparaten, z.B. einer der letzten in der Oste gefangenen Störe

Im Rahmen einer Angelgeräteschau präsentieren die Petrijünger ihre neuesten Geräte, Equipment und Angelmethoden, z.B. Angeln mit Futterkorb und Federrute, Gummifisch und Wobbler. Außerdem gibt es einen großen Casting-Wettbewerb mit Ziel- und Weitwurf vom ASV Neuhaus

Auch für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Aale und Forellen werden frisch aus dem Räucherofen angeboten, Bratfisch gibt es aus der Pfanne. Ein Reusenfischer aus Neuhaus verkauft Aale fangfrisch aus der Oste. Auch Bratheringe sind erhältlich.

Direkt vom Anleger unterhalb des Elbe-Küsten-Parks fährt das Ausflugsschiff "Mocambo“ ab zu einer Tour in die Oste- und Elbmündung mit der Chance, Seehunde zu beobachten. Auch die Mangroventiere und die im alten Sprachgebrauch größten "Fische" aller Zeiten, die Wale, die aber tatsächlich Säugetiere sind, können an beiden Tagen in ihren Ausstellungen bewundert werden.


Licht und Schatten
entlang des Flusses


Obere Oste bei Eitzmühlen

27. 7. 2009. Die Zevener Zeitung hat dieser Tageein großes Oste-Porträt veröffentlicht, in dem auch die Verdienste der Sportfischer gewürdigt werden. Leseprobe: 

"Mit etwas Glück wartet ein bunt-schillernder Eisvogel auf seinem Ansitz auf Beute, planscht ein Fischotter in Jagdlaune aufgeregt durch das Wasser oder tanzen Prachtlibellen lautlos über Deutschlands Lachsfluss Nummer eins. Dass selbst die Edelfische auf ihrer Wanderung zu den Laichgründen wieder durch die Oste ziehen, ist vor allem dem Engagement von Ernst Peters und ihm gleichgesinnten Petrijüngern zu verdanken. Ihnen ist es gelungen, Lachse und Meerforellen wieder einzubürgern. ...

Doch wie wohl überall gibt es auch entlang der Oste Licht und Schatten. An vielen Stellen reicht die landwirtschaftliche Bewirtschaftung bis dicht an das Ufer heran und zerstört den natürlichen Uferbewuchs. Dünger wird in das Gewässer geschwemmt und der Fluss immer wieder penibel von umgestürzten Bäumen, hineinwachsenden Sträuchern und anderen Hindernissen befreit, die den Gewässerquerschnitt verändern und damit den Wasserabfluss beeinträchtigen könnten. Dennoch ist die Oste noch vielfach von einer herrlichen Naturlandschaft umgeben, die man am besten zu Wasser genießt."

Der komplette Beitrag, der mit einem Zitat von Elke Loewe beginnt, steht hier.


OPG-Präsentation beim
4. Ostener Fährmarkt


Das Präsentationsteam, bestehend aus Vereinen
SFV "Oste" e.V., ASV Hemmoor e.V., ASV
Lamstedt e. V., Stippergruppe Hemmoor e.V., 
ASV Geversdorf e.V., Anglerkameradschaft 
Großenwörden, SAV Stade e.V.

27. 5. 2009. Die Ostepachtgemeinschaft (OPG) präsentierte sich anlässlich des Jahres der Oste auf dem 4. Ostener Fährmarkt erstmals in der Öffentlichkeit und zeigte einem breiten Publikum ihr vielfältiges Artenschutzprogramm, die umfangreiche Jugendarbeit sowie Renaturierungsmöglichkeiten in der Natur und an Bächen und informierte über die Vielfalt der Fische in der Oste.


Berthold Polnau von der Anglerkameradschaft
Großenwörden bei der Siegerehrung der Kinder

Das Info-Zelt war den ganzen Tag über gut besucht. Die Gäste zeigten ein reges Interesse und vertieften ihr Wissen durch viele Fragen an das Fachpersonal. Ein großer Schwerpunkt lag in der Demonstration der Jugendarbeit. Hier wurde den Kindern nicht nur die Technik des Angelns gezeigt, sondern auch in abwechslungsreicher Reihenfolge die Arbeit des Natur- und Umweltschutzes sowie einige lebende Fische und Krebse.


Mitglieder der Stippergruppe Hemmoor stellen
die hohe Kunst des Hakenbindens und des
Fliegenbindens vor

Die Ausstellung des Angelzubehörs aus den 50er Jahren wurde speziell von den älteren Besuchern mit vielen Erinnerungen an eine vergangene Zeit bestaunt. Die Ostepachtgemeinschaft möchte auf diesem Wege den Sponsoren der Firma Aktiv Markt Golly und Marktkauf ganz herzlich für die vielen Süßigkeiten und Spielgeräten danken. Durch ihre Spendenbereitschaft für die kleinen Nachwuchsangler haben sie wesentlich zum Gelingen beigetragen.


Torsten Thorhorst vom SFV "Oste" beim Aufbau 
der PPP-Präsentation zur Fischdurchgängigkeit 
von tidenabhängigen Schöpfwerken

Info-Tafel mit Flyern der Mitgliedsvereine der OPG


Mitglieder der Anglerkameradschaft Großenwörden
beim Anglerquiz für Kinder bis 14 Jahre

OPG-Vorsitzender Wolfgang Schütz am Info-Stand 
mit Prospektmaterial zum Thema Sportfischerei 
und den neuesten Broschüren über den Aal 
und mit aktuellen Tipps für Angler an der Oste

Mitglieder der Stippergruppe Hemmoor beim
Casting (Zielwerfen auf die Arnbergscheibe)

Helga Günther eng belagert von "Minianglern" 
beim Magnetfischangeln

Egon Boschen im Gespräch mit Interessierten
zum Thema Lachs- und Meerforellen-Aufzucht

Der Vorsitzende des ASV Hemmoor e.V., Heiko 
Gamlin, im Gespräch mit Egon Boschen über 
die Artenvielfalt der Fische in der Oste und 
die Wiedereinbürgerung von Nordseeschnäpel 
und Quappe, dargestellt auf vielen Schautafeln
rund um das Info-Zelt.


Angler geben
Tipps preis


Titel der Angler-Broschüre (Ausschnitt)

8. 11. 2008. Zum Jahr der Oste gibt die Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer wertvolle Tipps preis: In einer Broschüre stellt die OPG - Vorsitz: Wolfgang Schütz (Osten) - mehr als zwei Dutzend der besten Angelplätze am Fluß von Wort und Bild vor. Die PDF-Datei kann hier aufgerufen werden.


Titel der Aal-Broschüre (Ausschnitt)

Ebenfalls zum Oste-Jahr soll eine OPG-Broschüre der brandneuen Broschüre mit dem Titel "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals" erscheinen, erstellt von Hans-Dieter Kück, dem Naturschutzbeauftragten des Bezirk 15 im Landessportfischerverband Niedersachsen und Mitglied des ASV Lamstedt e.V. Texte beigesteuert haben Dr. Klaus Wysujack von der Bundesforschungsanstalt in Ahrensburg und die Aalversandstelle des Deutschen Fischereiverbandes in Halsterbeck, die auf eine 100 jährige Erfahrung im Umgang und der Aufzucht von Aalen zurückblicken kann.


Der Nordsee-Stör
vor der Rückkehr?

1. 9. 2008. Der Nordsee-Stör kehrt in seine Heimat zurück! Nach mehr als 10 Jahren intensiver Vorbereitungen erfolgt nun ein entscheidender Schritt, um seine Wiederansiedelung im deutschen Nordsee-Einzugsgebiet vorzubereiten. Der erste experimentelle Besatz in der Elbe im Rahmen der deutsch-französischen Forschungsarbeiten zur Arterhaltung und Wiederansiedlung des Störs in Westeuropa beginnt am 4. September bei Lenzen / Elbe.

Der Startschuss für die experimentelle Besatzmaßnahme wird mit einer Informationsveranstaltung um 11 Uhr am Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in der Burg Lenzen in Brandenburg fallen. Er ist der erste Schritt für die geplante mehrjährige Untersuchung des Verhaltens der Jungfische in diesem Flusssystem und für die Bestimmung und Bewertung der Gefährdungsfaktoren, die auf die Tiere einwirken. 

Diese Untersuchungen, die im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung eines Entwicklungs- und Erprobungsvorhabens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt werden, sollen die Voraussetzungen für die Auswahl geeigneter Fließgewässer für einen späteren Besatz im größeren Maßstab im Nordseeeinzugsgebiet schaffen. 

Die vorbereitenden Arbeiten, die durch der Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. und ihre Partnerinstitutionen - insbesondere das Leibniz Institut für Gewässerökologie in Kooperation mit dem französischen Cemagref - sowie die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, die Universität Potsdam, Fisch und Umwelt MV e. V. und andere realisiert wurden, wären ohne die Unterstützung des Bundesministerium für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, sowie von Sponsoren aus der Wirtschaft nicht zu realisieren gewesen.

Zu den Mitgliedern der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. zählt auch die Ostepachtgemeinschaft.


Sperrvermerke
geändert

8. 8. 2008. Aufgrund des neuen Pachtvertrages der Oste haben sich Änderungen in den Sperrvermerken unserer Pachtstrecke ergeben:

1. Gut Laumühlen, Stromkilometer 20,20 bis Stromkilometer 22,92 (das Betreten des Gutparks Laumühlen ist nicht gestattet), 

2. Gut Geesthof, Stromkilometer 22,92, bis Mühle Hechthausen, Stromkilometer 30,95 (die Zuwegung über Gut Hutloh ist ausgeschlossen), 

3. Gut Ovelgönne (von Saldern) Mühle Hechthausen, Stromkilometer 30,95 bis Mühle Kleinwörden, Stromkilometer 35,44 (Angeln auf der Hechthausener Seite Wisch, kurze Klei bis Moorschleuse durch Hinweisschilder gekennzeichnet).9. 

In der Detailkarte (hier) sind die Stromkilometer eingetragen sind und die Sperrgebiete schraffiert dargestellt. 

Auf dem Kartenausschnitt bei Geversdorf ist ein Naturschutzgebiet eingezeichnet.

Die Mitgliedsvereine der OPG werden gebeten, ihre Vereinsmitglieder in geeigneter Form zu informieren.


Neues Gewässer für 
Pachtgemeinschaft


 Abenddämmerung über dem Ostebogen

3. 6. 2008. Der Ostepachtgemeinschaft (OPG) mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Schütz ist es gelungen, vom 1. Juli an die neu entstandene Pütte im Ostebogen Schönau / Brobergen von der Fischereigenosenschaft Oste II (Vorsitz: Hubertus Freierr von Marschalck) anzupachten. 


Skizze der Pütte bei Schönau / Brobergen

Das Gewässer ist 22 Hektar groß und selbst bei Ebbe noch 1,5 bis 2 Meter tief. Die maximale Tiefe beträgt zwischen 6 und 7 Meter. Die Pütte ist begehbar, nur die drei Inseln darin stehen unter Naturschutz. Durch den direkten Zugang zur Oste können die im Fluß lebenden Fische in das neu entstandene Gewässer ziehen. 


Bei Ebbe ist die Pütte mit der Oste verbunden

Anfahrtsweg: B 73 in Richtung Hechthausen, in der Ortschaft Burweg rechts ab in Richtung Oldendorf fahren. Nach wenigen hundert Metern rechts in Richtung Kranenburg abbiegen. Dann weiter über Brobergen in Richtung Brobergen-Burg fahren. Dort führt eine neue Strasse (Anlieger frei) direkt zum Deich der Oste. Parkmöglichkeiten bestehen rechts und links auf dem Seitenstreifen. Die Zufahrten zu den Weidegrundstücken sind unbedingt frei zu halten.


Die Wasserfläche ist 22 Hektar groß

Fischereibedingungen: Das Legen von Reusen und das Beangeln vom Boot aus sind nicht gestattet. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen des Fischereierlaubnisscheines der Oste (gelb).

Ergänzende und weiterführende Informationen erteilt bei Bedarf der Vorsitzende Wolfgang Schütz unter Tel. 04771/4939 oder 0172/4264094.

Mit diesem neuen Gewässer wird auch den EU-Wasserrahmenrichtlinen Rechnung getragen. Die Umsetzung dieser Richtlinien in die Praxis interessiert uns Sportfischern im besonderen Maße. Erwähnenswert ist auch der Kompromiss des Landkreises Stade, den Naturschutz mit den Interessen der Sportfischer in Einklang zu bringen. Beim Landkreis Cuxhaven besteht bei diesen Themen noch erheblicher Nachholbedarf - siehe die Pütte in Laumühlen. 


5800 Angler feiern 
den "Lachsfluß Nr. 1" 


OPG-Vorsitzender Schütz (M.) vertritt 21 Vereine

17. 2. 2008. Am "Jahr der Oste" 2009 will sich die Ostepachtgemeinschaft (OPG), zu der sich 21 Sportfischervereine mit 5800 Mitgliedern zwischen Bremervörde und Balje zusammengeschlossen haben, mit Veranstaltungen und Veröffentlichungen beteiligen.

Einstimmig beschlossen rund 40 Vertreter der OPG am Sonntag im Ostener "Fährkrug" eine Sonderumlage zu erheben, um die geplanten Ausstellungen, Schautafeln und Broschüren zu finanzieren, mit denen 2009 am längsten niedersächsischen Elbnebenfluss für den Angelsport geworben werden soll. 

Die Vereinsvertreter billigten ein "Zehn-Punkte-Programm", das OPG-Vorsitzender Wolfgang Schütz entworfen hatte. Mit den darin aufgeführten Veranstaltungen soll das Jubiläumsjahr, in dem das Nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor sein Hundertähriges feiert, genutzt werden, um "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins", wie die Oste in der Fachpresse heißt, weit über die Region hinaus bekannt zu machen. 


In Kleinmühlen werden Jungfische erbrütet

Informieren will die OPG unter anderem über ihre Zuchtanlage in Kleinmühlen (Samtgemeinde Börde Lamstedt), wo zur Stützung gefährdeter Fischbestände junge Lachse und Meerforellen aufgezogen und in Oste-Zuflüsse ausgesetzt werden. Darüber hinaus sollen auch im Juniläumsjahr Zehntausende von Nordseeschnäpeln, Quappen und Aalen in die Oste entlassen werden. 


Besatz-Aktion der OPG in Lamstedt (2005)

Um Nachwuchs für den Artenschutz und den Angelsport zu gewinnen, wollen die OPG-Vereine über Sportfischer-Lehrgänge informieren und Vorführungen zum Zielwerfen anbieten. 


Nachtwurfübung der Ostener Jungangler

Schautafeln über die heimische Fischwelt - von Aal bis Zander - sind ebenso geplant die Herausgabe einer Broschüre "Tipps für Angler an der Oste" und eine Schrift über die Gefährdung der Aalbestände mit dem Titel "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals". Eine neue Website soll Gastanglern den Weg zu Angelplätzen an der Oste und Ausgabestellen für Tagesangelkarten weisen. 

Mit einer Video-Präsentation soll, unter anderem auf dem Ostener Fährmarkt und beim Fährfest, die Forderung der Sportfischer nach fischdurchgängigen Schöpfwerken an der Tide-Oste illustriert werden. Stader Sportfischer wollen am Beispiel der Schwinge über die Renaturierung von Gewässern informieren. 


Bölsche berichtet über die Planungen für 2009

Zu Beginn der Versammlung hatte Jochen Bölsche von der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die das "Jahr der Oste" ausgerufen hat, über den Stand der Planungen referiert. Die Arbeitsgemeinschaft zeigt sich erfreut, dass Dutzende von Vereinen, Gemeinden und Einzelpersonen helfen wollen, 2009 den einstmals "vergessenen Fluß" überregional bekannter zu machen. Interesse an dem Jubiläumsjahr - Motto: "Ein Fluß feiert seine Brücken und Fähren" - haben unter anderem Museen und Kulturinitiativen, Shantychöre und Schiffsmodellbauer, Wassersportler und Heimatvereine bekundet. 

Wie Bölsche weiter sagte, ist die AG Osteland zuversichtlich, dass bis 2009 mindestens drei Fahrgastschiff-Anleger zu Wasser gebracht werden können und das in Osten geplante Fähr- und Flußmuseum eröffnet werden kann. Ebenfalls für das kommende Jahr hat die Gemeinde Osten zu einer Konferenz des Schwebefähren-Weltverbandes eingeladen. Für Anfang Oktober 2009 ist in Osten ein dreitägiges Fest zum hundertjährigen Bestehen der Fähre geplant. 

Diese Website informiert über das Oste-Jahr

Über den Planungsstand zum Jubiläumsjahr berichtet regelmäßig die Website www.jahr-der-oste.de, die Karl-Heinz Brinkmann vom Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre eingerichtet hat. 


OPG-Vertreter im Hotel Fährkrug

Die Ostepachtgemeinschaft ist 1982 gegründet worden. Ihr gehören diese Vereine an:

AC Balje "He tütt" e.V.
Thomas Ramm
Hollmanstraße 20
21784 Geversdorf
04752 - 641

AG Auetal Ottendorf e.V.
Erich Bohmbach
Rickstücken 10
21702 Ottendorf
04166 - 841001

Angelclub Wischhafen e. V.
Siegfried Eylenfeld
Schinkelweg 12
21734 Oederquart
04779 - 8822

ASV "He bitt" Himmelpforten
Gerd Zutz
Buchenweg 7
21709 Himmelpforten
04144 - 4445

ASV Börde Lamstedt e.V.
Jörg Piegsa
Gartenstr. 24
21769 Lamstedt
04773 - 7327

ASV Cuxhaven e.V.
Harald Recht
Wilhelm-Volkmer-Weg 8
27476 Cuxhaven
04721 - 28146

ASV Hemmoor e.V.
Heiko Gamlin
Alter Postweg 11
21745 Hemmoor
04771-642770

ASV Neuhaus/Oste e.V.
Michael Volz
Niehbuhrstr. 20
21785 Neuhaus
04752 - 7459

SAV Stade e.V.
Volker Knies
Talstraße 26a
21680 Stade
04141 - 69826

AV Schwinge e.V.
Jürgen Hochmuth
Steiermarkstr. 28
21680 Stade
04141/63370

Frühauf von 1910 Hamburg e.V.
Wolf Rose
Robert-Finnern Weg 6
22297 Hamburg
040 - 5117229

SAV Hammah e.V.
Bernd Wellm
An der Lohe 15
21714 Hammah
04144 - 3399

SAV Harsefeld e.V.
Jörn Martens
Milanweg 8
21717 Fredenbeck
04149-932898

SAV SG Fredenbeck e.V.
Diedrich Tomforde
Wischhofsdamm 14
21717 Fredenbeck
04149 - 8468

SFV "Hecht" e.V. Hechthausen
Udo Finger
Sandfeld West 6
21755 Hechthausen
04774 - 1614

SFV "Oste" e.V.
Wolfgang Schütz
Am Dorffleth 9
21756 Osten
04771 - 4939

SFV Drochtersen e.V.
Günther Speck
Krautsander Hafenstraße 8c
21706 Drochtersen
04143 - 7577

SFV Oldendorf e.V.
Werner Schmidt
Zeisigweg 7
21726 Oldendorf
04144 - 7314

WSG Kranenburg e.V.
Jörg Gooßen
Blumenthaler Str. 1
21726 Kranenburg
04140-870237

ASV Geversdorf/Oste e.V.
Wilfried Bange
Dingwörden 3
21784 Geversdorf
04752-844000

Stippergruppe Hemmoor e.V.
Frank Mahler
Sethlerhemmer Str. 64 A
21745 Hemmoor
04771-3628

AV Alfstedt e.V.
Klaus Mangels
Fuhrtweg 26
27432 Alfstedt
04765-1456


Forschung

25 Euro Kopfgeld 
für markierte Aale

18. 9. 2007. Das Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow (IfB) beschäftigt sich seit langem mit den Ursachen des Bestandsrückgangs beim Aal sowie den Möglichkeiten einer gezielten Förderung der Aalbestände in unseren Gewässern.

Im Hinblick auf die nach einer neuen EU-Verordnung zu erarbeitenden Bewirtschaftungspläne für die Aalbestände in unseren Binnengewässern ist es wichtig, Informationen und Daten zur Zahl der in die Sargassosee zum Laichen abwandernden Blankaale, zu ihrem Wanderverhalten und zu den Hauptwanderwegen zu sammeln.


Aal mit orangefarbener Markierung (o.),
Lage der Markierung am Bauch (u.)

Aal mit implantiertem Sender

Von dem Institut werden deshalb auch in diesem Jahr mehrere Hundert Blankaale gefangen, markiert und zum Teil mit Sendern versehen in die Gewässer ausgesetzt, um deren Weg ins Meer zu dokumentieren. Die bisher von Berufsfischern und Anglern eingegangenen Fangmeldungen sind zwar sehr erfreulich, reichen aber für eine Einschätzung der Bestände noch nicht aus.

Wer also in der Elbe oder Oste bzw. mit ihr in Verbindung stehende Gewässer Aale fängt, sollte sich diese unbedingt genauer ansehen. Aale, die einen auffälligen orangefarbenen Markierungsstreifen in der Nähe der Afterregion tragen oder eine etwa 2 cm lange, mit blauem Garn vernähte Operationswunde an der Bauchunterseite aufweisen, bitten wir in eine Plastiktüte verpackt einzufrieren und umgehend dem Institut unter folgender Kontaktadresse zu melden: Erik Fladung oder Janek Simon, Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow, Im Königswald 2, 14469 Potsdam, Telefon 033201 / 406-0, E-mail: erik.fladung@ifb-potsdam.de.

Unser Institut setzt eine Fangprämie von 25 Euro pro markierten bzw. besenderten Aal aus. Die Vergütung erfolgt bei Aushändigung / Abholung des Aals, zu dem Fangdatum und genauer Fangort bekannt sein müssen. 


Oste-Angler fördern
Ansiedlung des Störs


OPG-Vorsitzender Schütz: Einladung an die Oder

1. 7. 2007. Die Oste-Pachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer beteiligt sich finanziell an einem aufsehenerregenden Projekt zur Wiederansiedlung des Störs - allerdings nicht in der Oste, sondern an der Ostsee.

Als Vorsitzender der OPG, die seit Jahren finanziell die Gesellschaft zur Rettung des Störs mit Sitz in Rostock unterstützt, ist Wolfgang Schütz (Osten) jetzt eingeladen worden, einem "historischen Moment" (Schütz) beizuwohnen: Nach mehr als 10 Jahren Vorbereitung wird am 14. Juni im Nationalpark Unteres Odertal bei Hohensaaten der experimentelle Erstbesatz der Oder mit jungen Stören vorgenommen.

Foto: HUBERT
Störnetz aus Osten (im Rostocker Museum)

Die Sportfischer verfolgen das Experiment mit großem Interesse, wie Schütz sagt: "Die Angler entlang der Oste sind sehr an einer Wiedereinbürgerung in unserer Oste interessiert."

An der Oste ist der Stör - entgegen anderslautenden Gerüchten - seit Jahrzehnten ausgestorben; eine sich selbst reproduzierende Population besteht seit Ewigkeiten nicht mehr.

Daran ändern auch Pressemeldungen nichts, nach denen jüngst - angeblich "zum erstenmal seit 50 Jahren" - wieder ein Stör aus der Oste an Land geholt worden ist. Abgesehen davon, dass auch Ende der 90er Jahre in der Hexenbucht ein Stör (heute im Fährkrug ausgestellt) an den Haken ging und dass im Juni 2001 der Hemmoorer Lutz Prill (Foto) ebenfalls einen Stör erbeutete - stets handelte es sich nach Ansicht von Experten um Zufallsfänge; die Tiere waren aus Zuchtanstalten entwichen oder von Hobbyisten ausgesetzt worden, die sie im Fachhandel für ihren Gartenteich erworben hatten, wie die Arge Elbe in einer Studie dokumentiert hat. Auch die Heimatforscherin Gisela Tiedemann-Wingst kommt in einem hervorragend recherchierten Aufsatz ("Hamburger Kaviar", Jahrbuch der Männer vom Morgenstern, 2000) zu dem Fazit, "daß von einem Vorkommen der Störe in Elbe und Oste nicht mehr die Rede sein kann. Geht tatsächlich noch einmal einem Fischer ein Exemplar in Netz, so handelt es sich um einen absoluten Zufallsfang."

Tiedemann: "In der freien Natur hat der Stör keine Chance mehr, da ihm die Laichmöglichkeiten genommen sind, wenn auch etwa die Oste wieder sauberer geworden ist, so daß man sich dort mit der Wiedereinbürgerung des Lachses befaßt, was aber nicht für den Stör in Frage kommt."


In Osten erbeuteter Stör (um 1900)

Eine dauerhafte Wiederansiedlung des sensiblen Urfischs in der Oste würde also eine Renaturierung des Flusses voraussetzen, für die sich Sportfischer und Naturschützer einsetzen. Daher wird noch viel Wasser den Strom herabfließen, ehe es - wie vor 100 Jahren - wieder Störfleisch zum Ostener Schützenfest geben wird und Feinschmecker sich wieder an Ostener Kaviar laben können.

Alles über die Oste und die Störe auf unserer STÖR-ARCHIVSEITE.


Angler bauen
Zaun-Übertritte


OPG-Vorsitzender Schütz (l.) in Laumühlen

22. 4. 2007. In einem vereinsübergreifenden Arbeitseinsatz hat die Ostepachtgemeinschaft (OPG), der 21 Vereine mit 5800 Sportfischern  angehören, Übergänge zum neuen Deich und zum Oste-Ufer zwischen Laumühlen und dem Mehesperrwerk hergestellt. 

Nach mehreren intensiven und konstruktiven Gespräche zwischen der OPG und dem Ostedeichverband - vertreten durch Geschäftsführer Ulrich Gerdes, Oberdeichgrefe Hans-Wilhelm Saul und Verpächter Hubertus Freiherr von Marschalck - konnten nun sechs Übergänge gebaut werden. Das Material wurde vom Ostedeichverband zur Verfügung gestellt. 


Sechs Sportfischer-Vereine kooperieren

Den Bau übernahmen Angler aus sechs OPG-Mitgliedsvereinen: SFV "Hecht" Hechthausen e.V., ASV Börde Lamstedt e.V., ASV "He bitt" Himmelpforten e.V., ASV Hemmoor e.V., Stippergruppe Hemmoor e.V. und SFV "Oste" e.V. 

Organisiert und geleitet wurden die Arbeiten vom OPG-Ehrenvorsitzenden und Osteland-Kulturpreisträger Egon Boschen aus Lamstedt.


Endlich wieder Zugang zum Pachtgewässer

"Mit dieser Maßnahme wird die Attraktivität der Oste als hervorragendes Angelgewässer in diesem Bereich wieder hergestellt," freut sich der OPG-Vorsitzende Wolfgang Schütz (Osten): "Auch der Angeltourismus wird hiervon profitieren." 


Dem Aal steht das
Wasser bis zum Hals


Auch in der Oste bricht der Aalbestand ein

25. 2. 2007. Einen ähnlich packenden Vortrag hat man in der Ostener Festhalle kaum je erlebt. Über zwei Stunden lang folgte das Publikum am Sonntag vormittag gebannt einem hochkompetenten Referenten: Dr. Klaus Wysujack vom Ahrensburger Institut für Fischereiökologie der Bundesforschungsanstalt für Fischerei ging in der Jahreshauptversammlung der Ostepachtgemeinschaft der Frage nach, wie der drohende Zusammenbuch der Aal-Bestände verhindert werden kann.


Aufmerksame Zuhörer beim Zwei-Stunden-Referat

Der Rückgang der Aalpopulation sei den Anglern an der Oste schon vor langer Zeit aufgefallen, führte OPG-Vorsitzender Wolfgang Schütz (Osten) - zugleich 1. Vorsitzender des SFV "Oste" e. V. - in das Thema ein.  Die Sportfischer versuchen, mit Vereinsmitteln den noch vorhandenen Aalbestand zu stützen, indem sie Satzaale in die Zuflüsse der Oste einbringen.

Der Rückgang des Aals - in den Details noch längst nicht erforscht - hängt nicht zuletzt mit seiner Beliebtheit als Speisefisch zusammen. Jungfische, so genannte Glasaale, werden nach der 6.000 Kilometer langen Wanderung aus der Sargasso-See am Rande der Karibik nach Europa ein Opfer der Fischereiwirtschaft. Länder wie Portugal und Frankreich fischen die winzigen Aale tonnenweise aus dem Wasser - zehn Kilogramm Glasaal sind in Asien mittlerweile genauso viel wert wie ein Kilo Gold.

Viele andere Faktoren - vom Kormoranbestand über Klimawandel, Chemiegifte und Fischseuchen bis hin zur Kanalisierung und Querverbauung von Flüssen - kommen hinzu, wie Wysujack ausführte. Einige Grundzüge seines Referates können in dieser PDF-Datei nachgelesen werden.

Das Manuskript seines Vortrages in Osten steht hier.

Über Wysujacks Forschungsarbeiten informierte kürzlich auch das Hamburger Abendblatt in diesem Bericht. "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals" ist ein Kapitel in dieser Info-Broschüre der Bundesanstalt für Fischerei überschrieben. Mehr zum Thema Aal auch hier auf einer NDR-Website.


Vorsitzender Schütz (r.), Referent Wysujack

Der Pachtgemeinschaft, die seit 2005 auch Mitglied der AG Osteland e. V. ist, gehören seit Sonntag 21 Vereine mit 5800 Sportfischern an: Einstimmig wurden der ASV Geversdorf/Oste und die Stippergruppe Hemmoor (Website)aufgenommen, nachdem deren Vertreter Wilfried Bange und Michael Dier die Vereinsarbeit vorgestellt hatten.


Neu aufgenommen: Bange und Dier

Eine erfreuliche Kompromißlösung zeichnet sich - wie zwei Ehrengästre, Oberdeichgrefe Hans Wilhelm Saul und der Vorsitzende der Fischereigenossenschaft, Hubertus Freiherr von Marschalck, bestätigten - in der Frage des Zugangs der Angler zur Oste ab: Bei Laumühlen soll eines der Tore am Deichverteidigungsweg für Sportangler zu öffnen sein; außerdem sollen die Angler dort Übergangstritte bauen können.


Ehrengäste Freiherr von Marschalck und Saul

Im vergangenen Jahr hatten die Angler, wie berichtet, in ihrer Hauptversammlung beanstandet, dass der doppelte Stacheldrahtzaun am neuen Ostedeich zwischen Laumühlen und dem Mehe-Sperrwerk über viele Kilometer nicht nur Deichwanderer behindert, sondern auch den Sportfischern den Zugang zu ihrem Pachtgewässer Oste versperrt.


 Stacheldrahtzaun am neuen Ostedeich

Daraufhin hatten Vertreter der Ostepachtgemeinschaft und des Deichverbandes Gespräche aufgenommen, um nach einer Lösung zu suchen.


Bezirksvorsitzender Egon Boschen

Eine erfreuliche Mitteilung konnte am Rande der Versammlung auch der Bezirksvorsitzende, Lehrgangsleiter und Oste-Kulturpreisträger Egon Boschen (Lamstedt) machen: Seit Freitag gibt es im Osteland 28 weitere Angler mit Sportfischerschein; alle Teilnehmer des jüngsten Kurses im Großenwördener Gasthaus Stechmann haben die Prüfung bestanden.


Ältere Beiträge zum Thema OSTE


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