Skaten an der Oste


Jugend

Skaten auf der
Langen Straße

Schwer was los war am 7. Februar 2004 auf der Langen Straße: Die Fahrbahn war vom Ordnungsamt freigegeben zum Boarden und Skaten.
Anlass war die Eröffnung des "Dschungel Skate Shop" im Blumenhaus Haack, wo die Gründerin der Skater-Initiative Osten (Skio), erika Haack, Skate-Zubehör aller Art anbietet.
Lobesworte und Orden gab es für Max, Flo, Ben und ihre Freunde, die in Eigenarbeit und von ihrem Taschengeld eine Rampe ("Fun Box") gebaut hatten.
Auch Pastor und Bürgermeister bewunderten das sportliche Talent der vielen jungen Ostener auf ihren rollenden Brettern.
Mehr Bilder und ein Video vom Skaten und Boarden auf der Langen Straße stehen auf dieser SONDERSEITE.

P.S. Für alle Ostener hat Erika Haack noch ein ganz besonderes Angebot parat: Sonntags ab 10 Uhr - wenn der Bäcker nebenan geschlossen hat - gibt es im Gemüseladen "Langschläferbrötchen" - so lange der Vorrat reicht.


Vereine

Was ist los in der
Skater-Initiative?

November 2003. Lautstarke Auseinandersetzungen prägten die jüngste Versammlung der Skater-Initiative Osten (Skio) im Hotel Fährkrug: Nach wochenlangem Krach im Vorstand trat die Gründerin und Vorsitzende Erika Haack zurück. Ihr bisheriger Stellvertreter Andreas Bürkle aus Hechthausen (Foto) rückte nach. Was ist los in der Skio? Ein Ostener Insider sagt: "Erika Haack ist kreativ, begeisterungsfähig, impulsiv, superaktiv - lauter Eigenschaften, ohne die es die Skio nie gegeben hätte. Dieselben Eigenschaften haben aber im Alltagsgeschäft die Zusammenarbeit mit anderen Vorstandsmitgliedern belastet." So könnte es sich erklären, dass der bisherigen Vorsitzenden - bei aller Anerkennung für ihre enormen Verdienste um die Jugend- und Sportförderung in der Samtgemeinde - "Alleingänge" vorgeworfen wurden, während sie selber sich "im Stich gelassen" sah.


Skate-Lauf

"Im nächsten Jahr
sind wir mehr"

2003. Die Beteiligung am Skio-Skate-Lauf von Otterndorf nach Hemmoor blieb hinter den Erwartungen zurück, einschließlich der Veranstalter absolvierten rund 50 Sportler die Strecke. Das lange Wochenende mit vielen Festen und Kurzreisen bei unbeständigem Wetter wurden als Ursachen genannt. Skio-Vorsitzende Erika Haack ist keine Frau, die sich unterkriegen lässt: "Im nächsten Jahr sind wir mehr," verspricht sie. Näheres auf der Website skio-skate-lauf.de.


Jugend

Gary groß
im "Stern"


Gary Haack im neuen "Stern" (Ausriss)

Fast eine ganze Seite im neuen "Stern" nimmt ein Foto von Gary Haack aus Osten ein. Im Rahmen einer Serie über Erziehung - Thema dieser Woche: Taschengeld und Markenklamotten - wird der 14-Jährige mit seinem Skateboard abgebildet und ausführlich zitiert. Sein Taschengeld, ist da zu erfahren, verdient er sich bei seiner "Oma im Blumenladen". Was zahlt Erika Haack ihrem Enkel? "Drei Euro in der Stunde." Das komplette Interview steht im "Stern" (41/2003) auf Seite 178.


Skio-Jubiläum

Schöne Geschenke
zum 2. Geburtstag

Auf Resonanz stieß der Appell von Erika Haack, der Vorsitzenden der Skater-Initiative Osten (Skio), den Verein zum zweijährigen Hallenjubiläum mit Geld- und Sachspenden zu unterstützen. Eine Hemmoorerin beispielsweise liefertebei Erika Haack zwei Paar Inline-Schuhe ab (Foto links), und etliche Ostener steckten Spenden in die Sammelbüchsen, mit denen die jungen Skio-Fans Sönke Toborg und Gary Haack durch den Ort rollten (Foto rechts).

Das ursprünglich zum Jubiläum geplante Fun-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor ist aus organisatorischen Gründen auf den 5. Oktober verschoben worden.

Stattdessen standen am 30. August im Rahmen des Bahnhofstraßenfestes Fingerboard-Contests und Graffiti-Aktionen (Foto) sowie ein Sportflohmarkt auf dem Programm.


SKIO

Das Fun Race
wird verschoben

Für den 31. August, zum zweijährigen Hallenjubiläum der Skater-Initiative Osten (Skio), war ein Fun-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor geplant - mit bis zu 1000 Teilnehmern wurde gerechnet. Aus organisatorischen Gründen muss der Termin auf den 5. Oktober, verschoben werden: Die Polizei, die vor allem die Überquerung der B 73 sichern muss, ist am vorgesehenen Tag auf Grund einer Reihe weiterer Veranstaltungen überlastet. Stattdessen gibt es im Rahmen des Bahnhofstraßenfestes Fingerboard-Contests, Grafitti- und Grill-Aktionen und einen Sportflohmarkt.


Serie, Teil 3:

"Immer nur dumm
durch die Gegend"

Wer wissen möchte, was Hemmoors Jugend denkt, muss nur in das virtuelle Gästebuch der Stadt schauen: "Tut mehr für die Jugend," heisst es dort einhellig. Doch niemand im Rathaus scheint auf die Jugendlichen zu hören - im Gegenteil: Das einzige attraktive Angebot, die ehrenamtlich betriebene Skaterhalle, steht jetzt vor dem finanziellen Ruin.

Er heisst Michael, ist 16, lebt in Hemmoor, und was er in seiner Freizeit unternimmt, verrät er in der eigenwilliigen Orthographie seiner Generation im Gästebuch der Rathaus-Website hemmoor.de: "Eigendlich laufe ich den ganzen Tag nur dumm durch die Gegend weil man hier relativ wenig unternehmen kann."


Erwachsene besichtigen die Skaterhalle

Ein  Schlauer aus Warstade, der sich "e=mc²" nennt, sieht es relativ ähnlich: "also das einzigste was wir jugendlichen machen können ist auf die oldie night gehen is ja auch ganz lustig wenn man da nicht auch noch seine lehrer triff!" In Grossbuchstaben appelliert er an Samtgemeinde-Chef Koch: "ÄNDERT WAS. LOS KOCH(TOPF)."

Auch der Autor mit dem Pseudonym "Geheim" meint, "das es in Hemmoor am wochenende langweilig ist da kann man etwas gegen tun und zwar das alte MGH Haus, wenn einer der viel Geld und den mut hat der kann ja den anderen Discotheken konkorenz (machen) weil Hemmoor ligt genau in der Mitte...  von überall können Leute kommen und die haben das nicht mal so weit Bremervörde, Bremerhaven, Stade, Cuxhaven und umgebung glaubt mir ich habe ahnung".

Ein "CK-Fan" ("Hallöle, Hemmoor") fordert mehr Geld für den Culturkreis. Denn: "Die Jugend schreit nach Konzerten in der Nähe." Eine "yvonne" macht einen Finanzierungsvorschlag: Sie ärgert sich zum Beispiel über "diesen 2. kreisel" in der Zentrumstrasse: Hemmoor sollte "lieber das geld für die jugendlichen ausgeben".


Ganz schön schwierig: Fingerboarding

Andernfalls, findet Manuela aus Hemmoor, könnte es mit einigen Jugendlichen ein böses Ende nehmen: "Man braucht nur zu bestimmten Orten gehen... und man sieht was aus der Jugend geworden ist..." Auch "Wiedemax aus Warstade" fordert mehr Taten für die Jugend: "Dann ist die Kriminalität auch nicht so hoch."

Den schlechten Ruf hat sich Hemmoor redlich erarbeitet - mandenke nur daran, wieviel hinhaltender Widerstand zu überwinden war, bis engagierte Erwachsene wie die Ostener Geschäftsfrau Erika Haack und ihre Mitstreiter die Skaterhalle eröffnen konnten.

Bis vor kurzem schien es so, als sei das Vorhaben geglückt. Die jugendlichen Sportler respektieren durchweg die Regelnr: "Nicht rauchen, keine Drogen, kein Alkohol..." "In zwei Jahren hatte die Polizei in der Halle keinen einzigen Einsatz," beschreibt die Vorsitzende stolz die kriminalpräventiven Auswirkungen des Skate-Angebots auf die Kids: "Die powern sich so aus, dass sie keinen Scheiss mehr im Kopf haben."


In Nöten: Initiatorin Haack

Grössere und kleinere Contests haben die Halle der Skater-Initiative Osten/Hemmoor (Skio) weit und breit bekannt gemacht. Vergleichbares gibt es erst wieder in Hannover, Hamburg und Lübeck. Fachblätter wie "Boardstein" berichten seitenlang über das Hemmoorer Musterprojekt, das immer wieder mit ausgefallenen Ideen in der Szene von sich reden macht.

Kürzlich gab es einen Wettbewerb im Fingerboarding - gar nicht mal so einfach. Für den 31. August, zum zweijährigen Hallenjubiläum, ist ein Speed-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor geplant, mit bis zu 1000 Teilnehmern ist zu rechnen.

Als Erika Haack kürzlich im Otterndorfer Rathaus Auskünfte zur Organisation des Rennens einholte, bekam die Geschäftsfrau "feuchte Augen" vor Freude: So rührig, zu zuvorkommend unterstützten die Otterndorfer ihr Anliegen.

In den Ferien, meint die Initiatorin, sei die Skio-Arbeit ganz besonders wichtig. Vier auswärtige Jugendfreizeitstätten karren ihre Ferienpass-Besitzer schon per Bus in die Halle nach Hemmoor. Auch Taucher, die den Kreidesee mit ihrer Familie besuchen, sind froh darüber, dass die Kinder in der Halle gut aufgehoben sind.


Skaterhalle: Wird der Strom abgestellt?

Doch jetzt ist das alles gefährdet. Erika Haack - die wie ihre Mitstreiterin Sigrid Beyer persönlich mit einem fünfstelligen Betrag für das Projekt gebürgt hat - sieht den Verein vor dem Ruin.

Denn nach diversen Einbrüchen und teuren Versicherungsauflagen hatte der Verein auch noch Pech mit dem Personal. Ein Mitarbeiter veruntreute 7000 Euro - entsprechend hoch sind jetzt die Skio-Schulden. Ausserdem sind noch EWE-Rechnungen offen: "Jetzt haben wir Angst, dass uns der Strom abgestellt wird."

Als die Unternehmervereinigung der Stadt Hemmoor sich dieser Tage über die Halle informierte, zeigten die Besucher ein offenes Ohr und ein offenes Portemonnaie für Erika Haacks Nöte: Spontan spendeten sie, immerhin,  97,30 Euro - genug für eine der offenen Stromrechnungen.

Auf Dauer aber muss - diese Ansicht äußert auch Johannes Schmidt, Chef der Hemmoorer SPD und des Kinderschutzbundes - die Skio-Arbeit auf eine stabile Grundlage gestellt werden, am besten durch eine Neustrukturierung der lokalen Jugendarbeit insgesamt.

Sollten Stadt und Samtgemeinde das versäumen, wird die Verdrossenheit der Jugendlichen über die Kommunalpolitik wohl noch weiter zunehmen. Und "Wiedemax" wird Recht behalten, der im Rathaus-Gästebuch seiner Resignation Ausdruck verliehen hat: Geändert werrde in Hemmoor "nur was, wenn die richtigen Leute dran verdienen".

*

Lesen Sie bitte auch die anderen Serienteile:

1. "Vom Null-Image zum Negativ-Image"

2. "Wenn die Taucher fort bleiben..."

4. Knüppel, Hunde, Stacheldraht


Turniere

Skaten mit viel
Fingerspitzengefühl

Juni 2003. Die Skater-Initiative Osten (Skio) veranstaltete jetzt erstmals einen Fingerboard-Wettbewerb - Skaten mit den Fingerspitzen auf klitzekleinen Boards. Wer sich über den neuen Trendsport informieren will, kann zum Beispiel diese Website aufrufen.  Dort ist zu erfahren, dass die Sportart in den USA entstand, wo vor Jahren Mini-Boards als Schlüsselanhänger zu Werbezwecken auf den Markt kamen: "Irgendein Skateboarder, der diesen Schlüsselanhänger kaufte, muss dann darauf gekommen sein, dass man mit den Dingern auch ollies machen kann. So wurden sie Fingerboards genannt ... Um diese Sportart voranzutreiben, veranstalteten diverse Skateboardfirmen und -shops Fingerboardcontests." Tipps und Tricks zum Fingerboarden stehen hier, ein MINI-VIDEO von einer Halfpipe gibts hier.


Jugend

Großer Tag für
die Initiative

Am Freitag, 13. Juni, 15.30 Uhr, eröffnet die Skater-Initiative Osten (Skio) in der Ostener Jahnstraße 13, gegenüber der Grundschule, ihren Jugendtreff. Am darauffolgenden Tag, 15 Uhr, steigt in der Hemmoorer Skatehalle der erste "Fingerboard Contest". Mehr unter www.skioev.de.


Bilanz

"Uns fehlt noch
eine Außenanlage"

Mai 2003. Auf einer außerordentlich lesenswerten Sonderseite resümiert die Niederelbe-Zeitung (10./11. Mai) die bisherige Arbeit der Skaterinitiative Osten (Skio) und kommt zu einem positiven Ergebnis. Die zunächst teilweise mit Skepsis betrachtete Initiative des Gründerkreises um Erika Haack (Foto) wird mittlerweile landesweit als Erfolg gewertet; die "Kritiker sind leiser geworden", schreibt die NEZ.

Samtgemeindebürgermeister Jens Koch sieht in der Halle nicht nur eine Bereicherung für die örtliche Jugend, sondern auch für den Fremdenverkehr und die umliegenden Gemeinden. Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, urteilt, die Halle habe sich im Rahmen der Prävention gegen Drogen und Gewalt "landesweit einen hervorragenden Namen gemacht" und plädiert für eine Entschuldung des Vereins durch die Kommune.

Die befragten Jugendlichen sind einhellig begeistert von der "Halle mit Herz" und ihren originellen, oft wechselnden Angeboten. Nur "eine Außenanlage fehlt noch" - für die Sommermonate.


Presse

"Mekka
für Skater"

Nur selten berichtet das Stader Tageblatt über Ereignisse aus dem Landkreis Cuxhaven. Jetzt war das der Fall. Unter der Überschrift "Das neue Mekka für Skater" informiert die Zeitung über den enormen Zuspruch, den die Skio-Skaterhalle findet. Zum Wortlaut geht's hier... Die Skio-Website ist hier zu finden.


Sport

Großer Tag für
zwei Ostenerinnen

Haack, Beier
Weit über die Kreisgrenzen hinaus findet zur Zeit Beachtung, was zwei Ostenerinnen gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in Tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit angeschoben haben: Funk und Presse - so zum Beispiel das Stader Tageblatt - berichten über die Einweihung der Hemmoorer Skatehalle durch die "Skater-Initiative Osten" (SKIO) um die Vorsitzende Erika Haack und Schriftführerin Sigrid Beyer. "Jugendliche, die in Hallen skaten möchten, mussten bisher nach Hamburg, Lübeck oder Hannover reisen. Nun können sie ihrem Freizeitvergnügen auch in der Nähe frönen", schreibt das Stader Tageblatt, das zu dem Ergebnis kommt: "Die Hemmoorer Anlage ist etwas Besonderes und im norddeutschen Raum einmalig. Sie wurde nämlich von einem Verein gebaut. Und sie soll auch von dem Verein betrieben werden."
Skater in Action
Mehr Fotos aus der SKIO-Halle auf dieser SONDERSEITE.


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