Jugend
Skaten auf
der
Langen Straße





P.S. Für alle Ostener hat Erika Haack noch ein ganz besonderes Angebot parat: Sonntags ab 10 Uhr - wenn der Bäcker nebenan geschlossen hat - gibt es im Gemüseladen "Langschläferbrötchen" - so lange der Vorrat reicht.
Vereine
Was ist los
in der
Skater-Initiative?
November
2003. Lautstarke Auseinandersetzungen prägten die jüngste
Versammlung der Skater-Initiative Osten (Skio) im Hotel Fährkrug:
Nach wochenlangem Krach im Vorstand trat die Gründerin und Vorsitzende
Erika Haack
zurück. Ihr bisheriger Stellvertreter Andreas
Bürkle aus Hechthausen (Foto) rückte
nach. Was ist los in der Skio? Ein Ostener Insider sagt: "Erika Haack ist
kreativ, begeisterungsfähig, impulsiv, superaktiv - lauter Eigenschaften,
ohne die es die Skio nie gegeben hätte. Dieselben Eigenschaften haben
aber im Alltagsgeschäft die Zusammenarbeit mit anderen Vorstandsmitgliedern
belastet." So könnte es sich erklären, dass der bisherigen Vorsitzenden
- bei aller Anerkennung für ihre enormen Verdienste um die Jugend-
und Sportförderung in der Samtgemeinde - "Alleingänge" vorgeworfen
wurden, während sie selber sich "im Stich gelassen" sah.
Skate-Lauf
"Im nächsten
Jahr
sind wir mehr"
2003.
Die Beteiligung am Skio-Skate-Lauf von Otterndorf nach Hemmoor blieb hinter
den Erwartungen zurück, einschließlich der Veranstalter absolvierten
rund 50 Sportler die Strecke. Das lange Wochenende mit vielen Festen und
Kurzreisen bei unbeständigem Wetter wurden als Ursachen genannt. Skio-Vorsitzende
Erika Haack ist keine Frau, die sich unterkriegen lässt: "Im nächsten
Jahr sind wir mehr," verspricht sie. Näheres auf der Website skio-skate-lauf.de.
Jugend
Gary groß
im "Stern"
Fast eine ganze Seite im neuen "Stern" nimmt ein Foto von Gary Haack aus Osten ein. Im Rahmen einer Serie über Erziehung - Thema dieser Woche: Taschengeld und Markenklamotten - wird der 14-Jährige mit seinem Skateboard abgebildet und ausführlich zitiert. Sein Taschengeld, ist da zu erfahren, verdient er sich bei seiner "Oma im Blumenladen". Was zahlt Erika Haack ihrem Enkel? "Drei Euro in der Stunde." Das komplette Interview steht im "Stern" (41/2003) auf Seite 178.
Skio-Jubiläum
Schöne
Geschenke
zum 2. Geburtstag
![]() |
![]() |
Das ursprünglich zum Jubiläum geplante Fun-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor ist aus organisatorischen Gründen auf den 5. Oktober verschoben worden.

SKIO
Das Fun Race
wird verschoben


Serie, Teil 3:
"Immer nur
dumm
durch die
Gegend"
Wer wissen möchte, was Hemmoors Jugend denkt, muss nur in das virtuelle Gästebuch der Stadt schauen: "Tut mehr für die Jugend," heisst es dort einhellig. Doch niemand im Rathaus scheint auf die Jugendlichen zu hören - im Gegenteil: Das einzige attraktive Angebot, die ehrenamtlich betriebene Skaterhalle, steht jetzt vor dem finanziellen Ruin.
Er heisst Michael, ist 16, lebt in Hemmoor, und was er in seiner Freizeit unternimmt, verrät er in der eigenwilliigen Orthographie seiner Generation im Gästebuch der Rathaus-Website hemmoor.de: "Eigendlich laufe ich den ganzen Tag nur dumm durch die Gegend weil man hier relativ wenig unternehmen kann."
Ein Schlauer aus Warstade, der sich "e=mc²" nennt, sieht es relativ ähnlich: "also das einzigste was wir jugendlichen machen können ist auf die oldie night gehen is ja auch ganz lustig wenn man da nicht auch noch seine lehrer triff!" In Grossbuchstaben appelliert er an Samtgemeinde-Chef Koch: "ÄNDERT WAS. LOS KOCH(TOPF)."
Auch der Autor mit dem Pseudonym "Geheim" meint, "das es in Hemmoor am wochenende langweilig ist da kann man etwas gegen tun und zwar das alte MGH Haus, wenn einer der viel Geld und den mut hat der kann ja den anderen Discotheken konkorenz (machen) weil Hemmoor ligt genau in der Mitte... von überall können Leute kommen und die haben das nicht mal so weit Bremervörde, Bremerhaven, Stade, Cuxhaven und umgebung glaubt mir ich habe ahnung".
Ein "CK-Fan" ("Hallöle, Hemmoor") fordert mehr Geld für den Culturkreis. Denn: "Die Jugend schreit nach Konzerten in der Nähe." Eine "yvonne" macht einen Finanzierungsvorschlag: Sie ärgert sich zum Beispiel über "diesen 2. kreisel" in der Zentrumstrasse: Hemmoor sollte "lieber das geld für die jugendlichen ausgeben".
Andernfalls, findet Manuela aus Hemmoor, könnte es mit einigen Jugendlichen ein böses Ende nehmen: "Man braucht nur zu bestimmten Orten gehen... und man sieht was aus der Jugend geworden ist..." Auch "Wiedemax aus Warstade" fordert mehr Taten für die Jugend: "Dann ist die Kriminalität auch nicht so hoch."
Den schlechten Ruf hat sich Hemmoor redlich erarbeitet - mandenke nur daran, wieviel hinhaltender Widerstand zu überwinden war, bis engagierte Erwachsene wie die Ostener Geschäftsfrau Erika Haack und ihre Mitstreiter die Skaterhalle eröffnen konnten.
Bis vor kurzem schien es so, als sei das Vorhaben geglückt. Die jugendlichen Sportler respektieren durchweg die Regelnr: "Nicht rauchen, keine Drogen, kein Alkohol..." "In zwei Jahren hatte die Polizei in der Halle keinen einzigen Einsatz," beschreibt die Vorsitzende stolz die kriminalpräventiven Auswirkungen des Skate-Angebots auf die Kids: "Die powern sich so aus, dass sie keinen Scheiss mehr im Kopf haben."
Grössere und kleinere Contests haben die Halle der Skater-Initiative Osten/Hemmoor (Skio) weit und breit bekannt gemacht. Vergleichbares gibt es erst wieder in Hannover, Hamburg und Lübeck. Fachblätter wie "Boardstein" berichten seitenlang über das Hemmoorer Musterprojekt, das immer wieder mit ausgefallenen Ideen in der Szene von sich reden macht.
Kürzlich gab es einen Wettbewerb im Fingerboarding - gar nicht mal so einfach. Für den 31. August, zum zweijährigen Hallenjubiläum, ist ein Speed-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor geplant, mit bis zu 1000 Teilnehmern ist zu rechnen.
Als Erika Haack kürzlich im Otterndorfer Rathaus Auskünfte zur Organisation des Rennens einholte, bekam die Geschäftsfrau "feuchte Augen" vor Freude: So rührig, zu zuvorkommend unterstützten die Otterndorfer ihr Anliegen.
In den Ferien, meint die Initiatorin, sei die Skio-Arbeit ganz besonders wichtig. Vier auswärtige Jugendfreizeitstätten karren ihre Ferienpass-Besitzer schon per Bus in die Halle nach Hemmoor. Auch Taucher, die den Kreidesee mit ihrer Familie besuchen, sind froh darüber, dass die Kinder in der Halle gut aufgehoben sind.
Doch jetzt ist das alles gefährdet. Erika Haack - die wie ihre Mitstreiterin Sigrid Beyer persönlich mit einem fünfstelligen Betrag für das Projekt gebürgt hat - sieht den Verein vor dem Ruin.
Denn nach diversen Einbrüchen und teuren Versicherungsauflagen hatte der Verein auch noch Pech mit dem Personal. Ein Mitarbeiter veruntreute 7000 Euro - entsprechend hoch sind jetzt die Skio-Schulden. Ausserdem sind noch EWE-Rechnungen offen: "Jetzt haben wir Angst, dass uns der Strom abgestellt wird."
Als die Unternehmervereinigung der Stadt Hemmoor sich dieser Tage über die Halle informierte, zeigten die Besucher ein offenes Ohr und ein offenes Portemonnaie für Erika Haacks Nöte: Spontan spendeten sie, immerhin, 97,30 Euro - genug für eine der offenen Stromrechnungen.
Auf Dauer aber muss - diese Ansicht äußert auch Johannes Schmidt, Chef der Hemmoorer SPD und des Kinderschutzbundes - die Skio-Arbeit auf eine stabile Grundlage gestellt werden, am besten durch eine Neustrukturierung der lokalen Jugendarbeit insgesamt.
Sollten Stadt und Samtgemeinde das versäumen, wird die Verdrossenheit der Jugendlichen über die Kommunalpolitik wohl noch weiter zunehmen. Und "Wiedemax" wird Recht behalten, der im Rathaus-Gästebuch seiner Resignation Ausdruck verliehen hat: Geändert werrde in Hemmoor "nur was, wenn die richtigen Leute dran verdienen".
*
1. "Vom Null-Image zum Negativ-Image"
2. "Wenn die Taucher fort bleiben..."
4. Knüppel, Hunde, Stacheldraht
Turniere
Skaten mit
viel
Fingerspitzengefühl

Jugend
Großer
Tag für
die Initiative

Bilanz
"Uns fehlt
noch
eine Außenanlage"

Samtgemeindebürgermeister Jens Koch sieht in der Halle nicht nur eine Bereicherung für die örtliche Jugend, sondern auch für den Fremdenverkehr und die umliegenden Gemeinden. Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes, urteilt, die Halle habe sich im Rahmen der Prävention gegen Drogen und Gewalt "landesweit einen hervorragenden Namen gemacht" und plädiert für eine Entschuldung des Vereins durch die Kommune.
Die befragten Jugendlichen sind einhellig begeistert von der "Halle mit Herz" und ihren originellen, oft wechselnden Angeboten. Nur "eine Außenanlage fehlt noch" - für die Sommermonate.
Presse
"Mekka
für Skater"
Nur selten berichtet das Stader Tageblatt über Ereignisse aus dem Landkreis Cuxhaven. Jetzt war das der Fall. Unter der Überschrift "Das neue Mekka für Skater" informiert die Zeitung über den enormen Zuspruch, den die Skio-Skaterhalle findet. Zum Wortlaut geht's hier... Die Skio-Website ist hier zu finden.
Sport
Großer
Tag für
zwei Ostenerinnen

