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Angeln in der Oste

Ökologie

Der Bürgermeister 
und das Pümpelgarn

Foto: HUBERT
5.4.2004. Was ist ein Pümpelgarn? Und was haben unser Bürgermeister Carsten Hubert und seine Frau Angelika (Foto) damit zu tun?
Foto: HUBERT
Pümpel sind die Schwimmer an den 60 Meter langen Netzen aus Garn, mit denen die Ostener bis vor rund 80 Jahren so lange Störe aus der Oste zogen, bis der urzeitliche Riesenfisch hier ausgestorben war - ein trauriges Beispiel für Naturzerstörung. Ein original Pümpelgarn aus Osten ist noch bis einschließlich 30. April im Meeresmuseum in Stralsund zu sehen, wo eine Sonderausstellung zum Thema Störe ("Bedrohte Giganten - lebende Fossilien") wegen großen Erfolges mehrfach verlängert werden musste (Info hier). 
Foto: HUBERT
Das Netz ist eine Leihgabe des Ostener Heimat- und Buddelmuseums. Zum Dank für die Überlassung des seltenen Exponats waren Bürgermeister Hubert und Frau Angelika zur Eröffnung nach Stralsund eingeladen worden. Für die Ausstellung in Stralsund hatte außerdem Hotelier Horst Ahlf einen Störkopf und Aufnahmen vom Störfang und der Kaviarproduktion im alten Osten zur Verfügung gestellt.
Repro: Bölsche
Mehr zum Thema steht in unserer Rubrik GESCHICHTE und auf der Website des SFV "Oste", dessen Vorsitzender Wolfgang Schütz kürzlich zu einer stark beachteten Veranstaltung zum Thema Stör eingeladen hatte. Detaillierte Informationen zur Ausrottung des Oste-Störs stehen auch in dem kürzlich erschienenen Heimatkunde-Bestseller "Die Oste", von dem letzte Exemplare noch in der Center-Buchhandlung in Hemmoor erhältlich sind. 


Sportangler

Öko-Katastrophe an
unserem Nachbarfluß?

20. 3. 2004. In unserem Nachbarfluß Este könnte sich eine ökologische Katastrophe ereignen, fürchten Sportangler und andere Naturschützer. Wird die Este für viele Fische wieder zu einer tödlichen Falle? Ein Investor will ein stillgelegtes  Wasserkraftwerk in Buxtehude wieder in Betrieb nehmen. Durch die Turbine könnten Tausende von Fischen sozusagen zu Sushi verwandelt werden. Ausführlicher Bericht im Hamburger Abendblatt


Angeln

Wie "Nemo" in
die Oste kam

Man muss sich den Fisch so ähnlich vorstellen wie den Helden aus dem neuen Film "Findet Nemo" - bunt und quergestreift. So ein Fisch, kaum zu glauben, hing mal in der Oste an der Angel. Bezeugt wird das von dem Journalisten Manfred Bissinger, der seit Jahrzehnten in Engelschoff lebt. Die Geschichte, wie sie vor einiger Zeit im Medien-Fachblatt "W+V" stand, geht so: "Der Ex-Schriftführer des Vereins 'zur Erhaltung der Schwebefähre über die Oste' angelt. "'Ich will das bald wieder intensiver tun.' In der Vergangenheit hat er darüber Geschichten zum Besten gegeben, wie sie der gemeine Angler Nichtanglern stets gern aufbindet. 

Die schönste davon ist die von Leo. 'Der war Schutenkapitän und Fischereimeister an der Oste, hatte eine Hasenscharte und hielt sich für den größten Angler unter der Sonne.' Leo erklärte dem erfahrenen Fischer Bissinger, er (Bissinger) sei 'ptsu blöhmd pstum Anngeln'; es habe 'kain Ptzwäck', es ihm beibringen zu wollen. Irgendwann habe er (Bissinger) von einem Importeur 'grüngelbgestreifte exotische Fische mit bunten Punkten' aus Israel herbeischaffen lassen, danach bei Leo angerufen und ihn um 'eine letzte Chance' gebeten. Der habe eingewilligt. Daraufhin sei er (Bissinger) vor Tau und Tag an die Oste gegangen, habe, kurz bevor Leo aufgetaucht sei, einen Exoten auf den Haken gespießt, ihn ins Wasser geworfen und so getan, als bemerke er die zuckende Angel nicht. Leo habe laut schimpfend den Fisch aus dem Wasser gezogen, gestutzt und dann gesagt: 'Ptso am happ ich ptschonn lange nich mehr gehappt!' Dieser Satz sei ihm von Stund an bis ans Lebensende in jedem Wirtshaus an der Oste entgegengeschallt.

Manfred Bissinger (*1940) ist Geschäftsführer des Hoffmann und Campe Verlags -. Bis zum 8. März 2002 - an dem "Die Woche" ihr Erscheinen einstellte - war er deren Herausgeber. Gegründet hatte der "begnadete Blattmacher" (Branchenschnack) die Zeitung 1993; bis 2000 war er ihr Chefredakteur. Er war Reporter beim TV-Magazin "Panorama". Von 1967 bis 1978 schaffte er beim "Stern"; zuletzt als  stellvertretender Chefredakteur. Er war Pressesprecher des Hamburger Senats (1978-1981), Chefredakteur von "Konkret"; von 1985 bis 1988 Chefredakteur von "Natur". Von 1989 bis 1992 war er "Merian"-Chefredakteur; von 1991 bis 1993 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums BRD. Seit 1993 ist er "Merian"-Herausgeber. Von 1996 bis 2001 war er Co-Moderator der TV-Talkshow "3-2-1 " beim HR.


Angler

Der Silberfisch
im Computer


Begeisterte Ostener Jungangler - Foto vergrößern hier

Silberfische gibt es nicht nur im Badezimmer. Das und mehr erfahren Angler in fischbase.org, der meistbenutzten Tierdatenbank der Welt (28400 Arten, 79100 Synonyme, 183300 Namen, 35600 Bilder, 32500 Referenzen, 1040 Partner, 8 Millionen Hits pro Monat). Gerade in einer Angelregion wie dem Osteland ist diese Datensammlung des Kieler Instituts für Meereskunde unentbehrlich. Mehr über das Sportfischen in der Oste unter sfv.oste.de und in unserer Rubrik ANGLER.

Geheimtipps für Osteangler

Besonders wichtig: ein 17-seitiges Heft mit guten Ratschlägen für Osteangler, konzipiert von Wolfgang Matthies und fortgeführt von Wolfgang Schütz. Die Geheimtipps (Köder, Fangplätze usw.) können als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.


Sportfischer

Professor analysierte
"Stör-Fall" in der Oste


Professor Rosenthal, SFV-Vorsitzender Schütz

Dem Vorsitzenden des Sportfischervereins "Oste" e. V., Wolfgang Schütz, war es gelungen, eine international angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Fischkunde nach Osten zu holen. Jetzt sprach der Ichthyologe Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Rosenthal in der Festhalle vor geladenen Mitgliedern des SFV über internationale Anstrengungen zum Schutz der Störe. Thema des Vortrages: "Der Stör-Fall an unseren Küsten - Natur, Kultur, Schutz". Rosenthal ist Präsident der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (Website hier).


Aufmerksame Zuhörer in der Festhalle

Veranstalter des Vortrages war die vom SFV federführend betreute Oste- Pachtgemeinschaft, die wiederum der deutschen Dachgesellschaft der Störschützer angehört.

Der Stör war bis vor ca. 90 Jahren massenhaft auch in der Oste heimisch. Ostener Störfischer versorgten Hamburg mit Störfleisch und Kaviar. Dann wurde der Stör in den heimischen Gewässern u. a. durch Überfischung ausgerottet. Ausführlicher Bericht in der NEZ. Siehe auch Website der SFV "Oste".


Vereine

Sportangler danken
Helmut Oellrich


SFV-Vorsitzender Schütz ehrt Willi Kroisandt

Seinen Dank sprach der Vorstand des Sportfischervereins Oste e.V. dem Hemmoorer Unternehmer und Neumitglied Helmut Oellrich aus. Oellrich hat dem Angelverein einen Aufsitzrasenmäher zur Pflege des Geländes am Hackemühlener See gestiftet. Mit einer Ehrennadel dankte der Verein auch dem Hemmoorer Willi Kroisandt, dem langjährigen Jugendwart des SFV. Mehr über die Hauptversammlung der Oste-Sportfischer - die besten Angler, die größten Fische - auf der Homepage des Vereins unter www.sfv.oste.de.


Sportfischer

Ostener Angler-Jahrbuch
jetzt als Download im Web

Schonzeiten, Schonmaße, Vereinsgewässer - diese Angaben und mehr, zum Beispiel die Liste der Vorstandsmitglieder, enthält das neue Jahrbuch 2004 des Sportfischervereins "Oste" e.V., das Torsten Thorhorst zusammengestellt hat und als PDF-Datei verfügbar ist: hier. Zum Betrachten der PDF-Datei ist der Acrobat-Reader erforderlich, der kostenlos heruntergeladen werden kann - hier.


Sportfischer

Umweltschutz wird 
groß geschrieben


Bürgermeister Hubert (r.) mit ausgezeichneten Anglern

Januar 2004. Bei den Oste-Anglern wird der Natur- und Umweltschutz ganz groß geschrieben. Das zeigte sich auf der Jahreshauptversammlung des SFV "Oste" e.V.(370 Mitglieder, davon 45 Jugendliche) im Ostener Hotel Fährkrug. Der Verein bemüht sich nicht nur, bedrohte Fischarten zu schützen und die Ufer seiner Gewässer sauber zu halten, sondern engagiert sich auch für waidgerechtes Angeln und die Verbesserung der Fischdurchlässigkeit von Wehren und Pumpstationen, wie Vorsitzender Wolfgang Schütz betonte.


Geehrt für langjährige Verdienste: Torsten Thorhorst (l.)

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Ehrung langjähriger Mitglieder, zum Beispiel des Schriftwarts Torsten Thorhorst, der sich nicht nur um Bauprojekte, die Vereinsorganisation und den Artenschutz kümmert, sondern auch ein exzellenter Angler ist. Am 18. Mai zum Beispiel fing er in der Oste einen 
Zander von sage und schreibe 5060 Gramm. Die Namen der besten Angler, das Gewicht der dicksten Fische steht auf der Homepage des Vereins.


Artenschutz

Vortrag über den Fisch, der
Osten den Kaviar lieferte


Störfang in Osten Anfang des 20. Jahrhunderts

Dezember 2003. Dem Vorsitzenden des Sportfischervereins "Oste" e. V., Wolfgang Schütz, ist es gelungen, eine international angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Fischkunde nach Osten zu holen. Am Sonntag, 15. Februar 2004, 10 Uhr, wird der Ichthyologe Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Rosenthal (em. Universität Kiel) über internationale Anstrengungen zum Schutz der Störe sprechen (Tagungsort wird noch mitgeteilt). Thema des Vortrages: "Der Stör-Fall an unseren Küsten - Natur, Kultur, Schutz". Rosenthal (Foto) ist Präsident der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (Website hier). Veranstalter des Vortrages ist die vom SFV federführend betreute Oste- Pachtgemeinschaft, die wiederum der deutschen Dachgesellschaft der Störschützer angehört. 

Der Stör war bis vor ca. 90 Jahren massenhaft auch in der Oste heimisch. Ostener Störfischer versorgten Hamburg mit Störfleisch und Kaviar. Dann wurde der Stör in den heimischen Gewässern u. a. durch Überfischung ausgerottet. Mehr über den Stör auf der Website des SFV "Oste".


Sportfischer

Lehrgang für
künftige Angler

Dezember 2003. Der Angelsportverein Hemmoor e.V. und der  SFV „Oste“ e.V. führen gemeinsam einen Lehrgang  zur Vorbereitung auf die Sportfischerprüfung durch. Beginn ist am 5. Januar 2004 um 19.00 Uhr in Ohl`s Gaststätte in Hemmoor an der B 73. Jeder ist herzlich eingeladen. Die Sportfischerprüfung ist für jeden Angler Pflicht. Kontaktadresse unter sfv.oste.de.


Sportfischer

Königsangeln in Osten:
Peter Ahlf wieder Nr. 1

Herbst 2003. Sie kamen von weither, zum Teil aus Berlin und aus dem Ruhrgebiet: knapp 20 Osten-Liebhaber, die sich jedes Jahr im Oktober im Fährkrug zum Königsangeln versammeln. Ein Ehepaar aus NRW ist bereits seit 29 Jahren dabei, ein Ex-Bahnmitarbeiter aus Berlin seit 33 Jahren. Am Sonnabend ging es wieder um den begehrten Wanderpokal. Am erfolgreichsten war Peter Ahlf aus Osten (Foto), der schon im vorigen Jahr der erste war, Vizekönig wurde sein Bruder, der Hotelier Horst Ahlf. Das Königsangeln, veranstaltet vom Hotel Fährkrug, gibt es seit 37 Jahren.


Ferienpaß

Viel Spaß 
am Dorffleth

Riesenspaß hatten rund 30 Kids, die jetzt an der Ferienpassaktion des Sportfischervereins "Oste" e.V. am Dorffleth teilnahmen. Organisation und Ausrichtung lagen in den Händen von Jugendwart Jens Wenhold, dessen Arbeit vom Vorstand und von den Jugendlichen gleichermaßen  geschätzt wird. 

Jens wurde unterstützt von Kassenwart Thorsten Stobbe, von Gewässerwart Gerd Wesel sowie weiteren spontanen Helfern. Die Stimmung war gut - wenn auch nicht allzu viel gefangen wurde. Kinder-Foto vergrössern? Hier klicken.

FOTOS: THORSTEN STOBBE


Fänge

Zander - Ostefisch
des Jahres 2003

Wenn osten-oste.de den Oste-Fisch des Jahres zu wählen hätte - es wäre der Zander. Keine andere Art hat in den letzten Wochen mit derart vielen spektakulären Fängen auf sich aufmerksam gemacht. Unser Foto zeigt Torsten Thorhorst mit einem Prachtexemplar aus der Oste. Weitere kapitale Fänge stehen auf der Homepage des SFV "Oste" e.V. in der Rubrik FÄNGE.

Nach Auffassung vieler Angler ist die Oste das Zandergewässer in Niedersachsen, heisst es in einer Veröffentlichung des SFV "Oste" e.V. 

Diese Einschätzung beruhe vor allen auf zwei Tatsachen: "Erstens nehmen die Fänge von Zandern von Jahr zu Jahr zu, immer mehr Sportfreunde bestätigen das. Zweitens deuten die geänderten Uferverhältnisse an der Oste auf die Richtigkeit der Annahme hin: 
Früher mußte der Zander die Flethe aufsuchen, wenn er im Frühjahr laichen wollte. Dieser Weg wurde ihm durch den Einbau der automatischen Schöpfwerke versperrt. Danach nahm der Fang von Zandern rapide ab."

Seit Jahren nun werde an vielen Stellen das Ufer durch Stackbuschanlagen und Steinböschungen gesichert. Dieses ist dem Zanderaufkommen in der Oste gut bekommen, denn als Haftlaicher hat er nun viele Möglichkeiten, seinen Laich an den Uferanlagen zu befestigen. Der SFV führt den Bestand an kleinen Zandern, der von Jahr zu Jahr zunimmt, auf diese verbesserten Lebensbedingungen zurück. 

Die besonderen Strömungsverhältnisse in der Oste haben es wohl mit sich gebracht, daß sich hier eine sehr einfache, aber auch ausgesprochen erfolgreiche Art der Zanderangelei entwickelt hat, die in einer von Wolfgang Matthies verfassten und von Wolfgang Schütz überarbeiteten Broschüre beschrieben ist (Seiten 8 und 9). Die lesenswerte Broschüre kann als PDF-Datei aus dem Internet heruntergeladen werden.

Der Zander erfreut sich als Speisefisch größter Beliebtheit. Er ist ein feiner Tafelfisch. Sein weißes, festes, dabei nicht zu trockenes und zudem grätenarmes Fleisch ist sehr geschätzt und bei sachgerechter Zubereitung eine wahre Delikatesse. Viele ziehen ihn jedem anderen Fisch vor. 

Der Zander, auch „Schill“ oder „Hechtbarsch“ genannt, ist die größte europäische Barschart. Er kann über einen Meter lang und über zwölf Kilogramm schwer werden. Bis 1880 kam er nur in Osteuropa, vornehmlich in Russland, vor. Danach wurde er zunächst in in den Flüssen Elbe, Weser und Rhein angesiedelt. Inzwischen ist er in ganz Deutschland heimisch, sowohl in Seen als auch in größeren Flüssen mit nicht zu starker Strömung. Dabei stellt er höhere Ansprüche an Wasserqualität als sein Vetter, der Flußbarsch. 

Mit jenem gemeinsam hat er die zweigeteilte Rückenflosse und die dunklen Querbänder, die vom Rücken bis zur Seitenlinie reichen. Beide haben auch die gleiche, etwas ungewöhnliche Schuppenart: Normalerweise sind die sichtbaren Ränder der dachziegelartig angeordneten Schuppen glatt und vollständig von der Schleimhaut überzogen. Man nennt diese Art der Fischschuppen „Rundschuppen“.

Bei Barsch und Zander hingegen sitzen auf den Schuppenrändern kleine Stacheln, die die Schleimhaut durchdringen, weswegen sich ein Fisch, der solche Schuppen trägt, rau anfühlt. Man spricht bei dieser Art von Fischschuppen von „Kammschuppen“. Übrigens, ganz unabhängig von der Bauart, kann man an Hand der Schuppen das Alter der Fische feststellen. Bekanntlich wächst ein Fisch in unseren Breiten nicht gleichmäßig. In der warmen Jahreszeit legt der Fisch zu, in der kalten reduziert er seine Lebensäußerungen auf das Notwendigste bis hin zur Winterruhe. Dem entsprechend zeigen auch die Schuppen radial verlaufende, unterschiedliche breite Wachstumszonen ganz ähnlich den Jahresringen an Bäumen.

Doch nun zu den Unterschieden zwischen Zander und Flußbarsch: Der Zander hat einen gestreckten, spindelförmigen und nicht hochrückigen Körperbau. Nicht nur von daher ist der Name „Hechtbarsch“ durchaus zutreffend.

Wie der Hecht ist auch er ein gewaltiger Räuber. Doch im Unterschied zu diesem lauert er seine Beute nicht auf, sondern jagt sie im freien Wasser umherstreifend. Zum  Festhalten der Beute sind Ober- und Unterkiefer des großen, spitz zulaufenden Maules mit ausgeprägten, einzelstehenden Fangzähnen besetzt, zwischen denen die spitzen Bürstenzähne sitzen. Die Jagdmethode des Zanders würde im klaren Wasser nur schwer funktionieren, weswegen er naturtrübe Gewässer bevorzugt und sich von bewachsenen Uferzonen fern hält.

Dort taucht er nach Möglichkeit nur zum Laichen zwischen April und Mai auf. Besonders günstig sind unverschlammte Uferpartien mit versunkenem Wurzel- und Astwerk. Hier spülen die Weibchen Laichgruben aus, über denen der Laich abgelegt wird. Die klebrigen Eier setzen sich an den freiliegenden Ästen und Steinen fest. Die Zandermännchen bleiben beim Gelege, sorgen dafür, dass die Laichstellen nicht verschlammen und verscheuchen mögliche Laichräuber. Die geschlüpften Larven nähren sich zunächst vom tierischen Plankton, gehen als Jungfische aber sehr schnell zu einer räuberischen Lebensweise über und wachsen bei guten Bedingungen rasch heran.

Der Zander ist ein vorzüglicher Speisefisch, der heutzutage wegen des Mangels an natürlichen Laichgründen gezielt in passende Gewässer eingesetzt wird. Zur Gewinnung von  Besatzmaterial macht man sich die Laichgewohnheiten der Zander zunutze. Man bietet ihnen an künstlichen Laichplätzen versenkt feinästige Zweige, an welche sie ihre Eier ankleben können. Danach nimmt man die Eier mitsamt ihrer Unterlage heraus, setzt sie direkt in die Aufzuchtgewässer ein oder setzt die erbrüteten Jungfische. So einfach oder so kompliziert ist das.
 
 

Blick ins Archiv


Internet

Der Ostefischer
und sein Netz

Juli 2003. Ostens Sportfischer kennen sich nicht nur mit der Angel aus, sondern auch mit dem Netz: Ihre Vereins-Website www.sfv.oste.de registrierte in der Nacht zum 2. Juli den 2000. Besucher. Berichtet wird dort nicht nur über Vereinswettkämpfe und kapitale Fänge, sondern auch zum Beispiel über das Lachsgewässer Oste und das gross angelegte Artenschutzprogramm des Vereins. 

Der Netz-Auftritt des Sportfischer-Vereins "Oste" e.V. geht auf eine Initiative des SFV-Vorsitzenden Wolfgang Schütz zurück. Auf unserem Foto, das beim jüngsten "Angeln der Damen" entstand, führt Schütz die neue Vereinsweste vor. 

Über die Sportfischerei in der Oste wird auch in unserer Rubrik ANGELN berichtet.

FOTO: TORSTEN THORHORST


Sportfischer

Oste-Angler fangen
erneut Riesen-Zander

Martin Hurz (Wingst) belegte am Sonntag, 6. Juli, beim Aal- und Zanderangeln des Sportfischervereins "Oste" e. V. den 1. Platz mit zwei Zandern im Gesamtgewicht von 4,34 Kilogramm. Anschliessend in der Gerichtsklause (Foto) ehrte Vorsitzender Wolfgang Schütz als Zweiten den Großenwördener Günter Kück (zwei Zander mit insgesamt 1,74 Kilogramm). Auf den 3. Platz kam Jörg Pallusseck mit zwei Aalen mit einem Gesamtgewicht von 540 Gramm. Die übrigen Teilnehmer fingen 18 Aale. Der große Zander von Martin Hurz hatte ein beachtliches Gewicht: 3360 Gramm bei 70 Zentimetern Länge. Damit setzt sich die Serie gefangener kapitaler Zander fort. Mehr unter sfv.oste.de, Rubrik FÄNGE anklicken.

FOTO: TORSTEN THORHORST


Sportfischer

Schon wieder ein
kapitaler Zander

Juni 2003. Diesen kapitalen Zander von 88,5 Zentimetern und 5120 Gramm hat Stephan Fischer an dritten Juni-Wochenende in der Oste gefangen. 
Mit kleineren Fischen mussten sich zur selben Zeit die Teilnehmerinnen am "Angeln der Damen" begnügen, das der Sportfischerverein "Oste" e.V. dieses Jahr erstmals auf dem neuen Vereinsgelände in Hackemühlen veranstaltete. Königin wurde Anke Hey vor Helga Günther und Doris Neumann. Mehr auf der SFV-Website.


Angler

Martin Thorhorst
fing kapitalen Zander

Schon wieder hatte ein Ostener Sportfischer einen kapitalen Zander an der Angel. Martin Thorhorst fing am 1. Juni in der Oste einen Zander von 2560 Gramm und 71 Zentimetern Länge. Mehr über kapitale Fänge Ostener Sportfischer in unserer Rubrik SPORTANGELN und unter sfv.oste.de.
Unter sfv.oste.de finden sich auch interessante Neuigkeiten über eine Aktion zur Rettung des bedrohten Nordseeschnäpels (Foto) in der Oste. Mehr über den Schnäpel steht hier.


Sportfischer

Ein Angelrekord 
und ein Rätselfisch

Einen Angelrekord galt es zu feiern und das Rätsel um einem mysteriösen Fisch zu lösen, als Wolfgang Schütz (M.), Vorsitzender des SFV "Oste" e.V., seine Sportsfreunde in Großenwörden besuchte. Worum es ging, steht auf unserer Schwesterseite grossenwoerden.oste.de.


Sportfischer

83-Zentimeter-Zander
auf Tauwurm gefangen

Mai 2003. Beim traditionellen Osteangeln ("Ostestrecke Brobergen") des Sportfischervereins "Oste" e.V. wurde ein außergewöhnlich großer Zander (5,06 kg, 83 cm) auf einem Tauwurm gefangen. Dieser Umstand trug zu folgendem Ergebnis bei: 1. Platz Torsten Thorhorst (Foto) 10.120 Punkte. 2. Platz Manfred Papke, 8.200 Punkte, 3. Platz Bernd Kloeris, 4.600 Punkte. - Mehr zum Thema auf der Homepage des SFV "Oste" e.V.


SFV

Ostener Angler
fingen 200 Schollen

Mai 2003. Rund 200 Schollen fing eine Gruppe von Mitgliedern des Sportfischervereins "Oste" e. V. jetzt bei einem Angelausflug nach Dänemark. Bericht und Fotos stehen auf der SFV-Homepage sfv.oste.de.


Vereine

Der Jäger und
die Sportfischer

Mai 2003. Weil Bürgermeister Carsten Hubert terminlich verhindert war - unter anderem wegen seines Geburtstags (Glückwunsch!) - oblag es am 1. Mai seinem Stellvertreter Gerd Wichers, die Gemeinde bei der Feier zur Eröffnung der Hackemühlener Teichanlage des Sportfischervereins "Oste" e. V. zu vertreten und einen Zuschuss von 1000 Euro anzukündigen. Der leidenschaftliche Jäger Wichers (auf dem Foto rechts) löste im Festzelt Riesenheiterheit aus, als er seine Rede versehentlich mit einem zünftigen "Weidmannsheil" beendete. 

Mehr noch: Als er sich beim SFV-Vorsitzenden Wolfgang Schütz entschuldigen und seinen Fauxpas korrigieren wollte, rutschte ihm ein zweites Mal statt "Petri heil" der Jägergruß heraus. Die Sportfischer nahmen's gelassen. "Wer uns 1000 Euro schenkt," sagte einer, "der darf auch Weidmannsheil zu uns sagen." 

Die komplette Rede von Wolfgang Schütz ist hier zu finden. 

Mehr über die neue Anlage - einhellig gelobt als landschaftliches Kleinod, touristische Bereicherung und gelungener Kompromiß zwischen Naturschutz und Anglerinteressen - steht unter www.sfv.oste.de.

Lesen Sie außerdem:

Osten wählt den Anglerwitz Nr. 1: hier.


Sportfischer

Gerd Wesel und Manni
Papke werden geehrt

Die lange erwartete Freigabe der Teichanlage des SFV "Oste" e. V. in Hackemühlen steht unmittelbar bevor. Bei der Eröffnungsfeier am 1. Mai um 11 Uhr will der 1. Vorsitzende Wolfgang Schütz vor allem den Einsatz der Firmen und Personen würdigen, die selbstlos und kostenneutral den Verein unterstützt haben.

Foto: Torsten Thorhorst
In alphabetischer Reihenfolge sind das: Helmut Göhlich, Karl Heinz Hilbert, der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert, Firma Hinrich Oellrich, Samtgemeindebürgermeister Werner Otten, Landwirt Hans Dieter Plate, Obstbaubetrieb Peter Schliecker, Firma Günter Sentker, Landwirt Heinrich Steffens, Dipl.-Ing. Heinz Wassermann und Werner Wilkens. Im Mittelpunkt der Eröffnung wird die Herausstellung der enormen Leistungen der beiden Gewässerwarte Manfred Papke und Gerd Wesel stehen, die sage und schreibe 2725 Arbeitsstunden und 270 Maschinenstunden zu koordinieren und zu begleiten hatten. Mehr über die Teichanlage und viele Fotos von Torsten Thorhorst auf der Website www.sfv.oste.de.


Fischerei

Ostener Bürgermeister
reiste zur Stör-Ausstellung

Ostens Bürgermeister Carsten Hubert war dabei, als am 13. April im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund eine grosse Ausstellung zum Thema Stör eröffnet wurde. Zu dieser Sonderschau hat Osten einige Leihgaben aus der Zeit beigesteuert, als Osten die Hamburger in großem Stil mit Kaviar belieferte, unter anderem ein Störnetz aus dem Heimatmuseum sowie einen präparierten Stör und Fotos aus dem Besitz des Hoteliers Horst Ahlf (siehe oben). Mehr über die Stralsunder Stör-Ausstellung steht hier.
 
 

Die seltenen historischen Fotos (siehe verkleinerte Kopien oben) können im Großformat hier betrachtet werden. Über den Stör- und Kaviarhandel im einstigen Osten informiert eine Website "Bald wieder Kaviar aus der Oste?", die auch zum Stör-Kapitel aus der Ostener Heimatchronik führt. Über Bemühungen zur Wiederansiedlung des Störs berichtet der SFV "Oste" e. V. auf einer speziellen Website.


Sportfischerei

Dies sind keine
Kaulquappen...

Worum es sich bei dem Getier handelt, das im Ostewasser wimmelt, verrät Wolfgang Schütz, Vorsitzender des Sportfischervereins "Oste" e. V., auf der Website des Vereins.


Sportfischer

Zwei Bruderpaare
sind die Superstars 


Bester Jungangler weit und breit: "Turbo" aus Großenwörden

Wie das Leben so spielt: Zwei Bruderpaare aus Großenwörden und Osten zählen zu den erfolgreichsten Sportfischern der Ostemarsch.

Christoph ("Turbo") Methner - siehe Foto - wurde bei der Jahreshauptversammlung des SFV Oste am 25. Januar im "Fährkrug" als bester Jungangler geehrt (König und Jahresbester), sein Bruder Dennis belegte in beiden Kategorien den zweiten Platz, gefolgt von Jessica Heinsohn. 

Ganz hervorragend schnitten bei den Erwachsenen der Ostener Peter Ahlf und sein Bruder ab, der Hotelier und SFV-Vize Horst Ahlf. Peter Ahlf, der 2002 auch Erster beim Königsangeln des Fährkrugsgeworden war (Foto links, siehe auch Rubrik ANGELN), fing im vergangenen Jahr nicht nur den größten Schuppenkarpfen, sondern auch die größte Brasse und die größte Schleie weit und breit. Bruder Horst (soeben geehrt für 40-jährige SFV-Mitgliedschaft) zog den größten Aland, die größte Plötze, die größte Güster und die größte Hasel an Land. 

Jahresbeste im SFV Oste wurden 1. Thorsten Stobbe, 2. Rainer Thoese und 3. Mirko Wassermann, der seinen Vater Helmuth Wassermann auf den vierten Platz verwies.

Praktisch der gesamte Vorstand unter Wolfgang Schütz (auf dem Foto oben rechts mit Vize Horst Ahlf) wurde einstimmig im Amt bestätigt. Nach einem "Jahr der Katastrophen" - Fischsterben in den Fleeten, Behördenärger um eine Vereinshütte - blickt der SFV zuversichtlich in die Zukunft: Die Kasse ist in Ordnung, die Besatzarbeit zahlt sich aus, die Oste ist nach wie vor ein Traumrevier, und am 1. Mai soll die Teichanlage in Hackemühlen feierlich eingeweiht werden werden.

Weitere Fotos von der Ansprache des Bürgermeisters und vom traditionellen Aalessen, die Termine 2003, das neue Angelmerkblatt, die Erfolge des Artenschutzprojekts, das Versammlungsprotokoll von Torsten Thorhorst und ein Lageplan der Vereinsgewässer werden auf der Homepage des SFV Oste veröffentlicht.


Tourismus

Königsangeln in Osten:
Peter Ahlf schlug alle

 

Sie kamen von weither, zum Teil aus Berlin und aus dem Ruhrgebiet: Osten-Liebhaber, die sich jedes Jahr im Oktober im Fährkrug zum Königsangeln versammeln. Ein Ehepaar aus NRW ist bereits seit 28 Jahren dabei. Am Sonnabend ging es wieder um den begehrten Wanderpokal. Am erfolgreichsten war Peter Ahlf aus Osten (links), Vizekönig wurde Ralf Meyer aus dem Odenwald (rechts), der seit 17 Jahren dabei ist; am Tag danach erbeutete er übrigens noch einen 45-Zentimeter-Barsch. - Das Königsangeln, veranstaltet von Horst Ahlf, gibt es seit 37 Jahren.


Freizeit

Ein Paradies 
für Sportfischer

Mit ihrem klaren Wasser, Güteklasse 2, ist die Oste ein wahres Anglerparadies: Aal, Barsch, Hecht, Rapfen, Zander, Weißfisch und Meerforelle gedeihen hier. Mehr noch: Die Oste ist der erste deutsche Fluss, der eine Lachspopulation aufweist, die sich selbst verjüngt. Fachleute sprechen von einem "Wunder an der Oste". Auch die Quappe soll wieder angesiedelt werden.

Der Elbnebenfluß bietet dem Kenner und dem Könner beste Möglichkeiten. Zum Beispiel das idyllische Osten, der Anglerort an der Oste. Im Ostener Heimatmuseum gibt es eine spezielle Ausstellung über Jagd und Fischerei. Hier kann man unter anderem erfahren, dass der Stör früher in der Oste so häufig war, dass in Osten einschwunghafter Kaviarhandel mit Hamburg betrieben wurde.

Angelerlaubnisscheine sind unter anderem im Fährkrug erhältlich. Wichtige Informationen stehen auf der Website des Sportfischervereins "Oste" eV


Umwelt 2002

Fleete wieder zum 
Angeln freigegeben

Vier Monate nach dem verheerenden Fischsterben Ende Juli gibt es jetzt gute Nachrichten für die Ostener Sportangler: Neue Gewässeruntersuchungen haben normale Laborwerte für Dorffleth und Achthöfener Fleth ergeben. Daher hat der Vorstand des Sportfischer-Vereins "Oste" e. V. unter Führung von Wolfgang Schütz (Foto) beschlossen, die Gewässer zum Beangeln auf Barsch, Hecht und Zander bis zum Beginn der Schonzeit am 31.12.2002 ab sofort wieder freizugeben. Das geht aus der Website des SFV Oste hervor.


Hochwasser 2002

Demnächst ein großes
Fischsterben in der Elbe?

Trotz der Rekordwassermenge von mehr als 4000  Kubikmetern  pro Sekunde, die an der sächsischen Mittel-Elbe (Foto) schwere Verwüstungen hervorruft, müssten die Menschen an der Niederelbe keine Angst vor einem Hochwasser haben, schreibt das Stader Tageblatt. Die herannahende Flutwelle sei aber so schmutzig, dass die  Experten ein Fischsterben im Strom unterhalb Hamburgs befürchteten. Selbst unter ungünstigsten Bedingungen, etwa bei einer zusätzlichen leichten Sturmflut, erwarten Experten ab Anfang kommender Woche bei Stade einen maximal  40 Zentimeter höheren Wasserstand. Dämpfend auf die Flutwelle wirkt sich neben dem Einfluss von Ebbe und Flut unterhalb des Wehres Geesthacht der große  Einzugsbereich des Hamburger Hafens und das vergleichsweise riesige Volumen der Elbe flussabwärts der Hansestadt aus. Wesentlich dramatischer als die Erhöhung des Wasserstandes schätzt der Leiter der  Wassergütestelle Elbe, Professor Heinrich Reincke, die ökologischen Folgen des  Hochwassers auch für die Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven ein. So würden in  den Buhnenfeldern der Mittelelbe Sedimente aufgewirbelt, die noch aus Zeiten der  DDR-Chemieindustrie unter anderem mit Schwermetallen und chlorierten  Kohlenwasserstoffen belastet sind. Die Gifte könnten mit der Flut in Richtung  Hamburger Hafen und in die Niederelbe gelangen. Reincke befürchtet außerdem eine extreme Belastung des Sauerstoffhaushaltes in der Elbe. Mögliche Folge: Ein großes Fischsterben im Strom. Mehr zum Thema:
- Der Bundeskanzler zur Hochwasser-Katastrophe
- Schwerpunkt-Thema: Die Grünen zum Klimaschutz


Umwelt

Sauerstoffmangel: Fische
krepieren in den Fleeten

Foto: Thorhorst
Tote Brassen im Dorffleet

Katastrophale Zustände herrschen nach dem Hochwasser der letzten Woche in den Fleeten im Gemeindegebiet: Obwohl die Ostener Feuerwehr in einer Blitzaktion Frischwasser in die Fleete pumpte, lässt Sauerstoffmangel viele Fische an der Oberfläche nach Luft jappsen oder sterben. Der SFV "Oste" hat, wie Vorstandsmitglied Torsten Thorhorst mitteilt,  aus Verantwortung gegenüber der Umwelt sein diesjähriges Hechtangeln abgesagt. Die Gründe stehen auf der neuen Website des Vereins. Über das "Rätselraten über das Fischsterben" berichtet auch Volker Klingenberg in der NEZ. - Wenn das lang ersehnte bessere Wetter anhält, kann sich das Problem noch verschärfen. 

Hilft Plochers Quarzmehl den Fischen?

Am Wochenende haben Ostener Sportfischer begonnen, den Dorffleet mit "sauerstoffinformiertem Quarzmehl" zu behandeln - nach der so genannten Methode Plocher, benannt nach einem süddeutschen "Bioenergetiker". Plocher wird von seinen Anhängern wegen gewisser Heilerfolge verehrt, Skeptiker dagegen fragen, ob der Mann ein "Genie oder Scharlatan" ist, wie der Südwestrundfunk in einer (wohlwollenden) Sendung über den Esoteriker berichtete. Über den Einsatz der Plocher-Methode in Osten informiert der Sportfischerverein auf seiner Website.


Fischsterben

Jungbauer Peters 
beklagt "Rufmord"

"Angel verkaufen, Jäger werden" - mit bitterem Sarkasmus reagiert Manfred Papke (auf dem Foto rechts) auf die Umweltkatastrophe in den Ostener Fleeten. Während der Gewässerwart des SFV "Oste" e.V. auf der Brücke über dem faulig zum Himmel stinkenden Dorffleeth steht, treibt unter ihm ein Graskarpfen-Kadaver vorbei. Eine schillernde Schicht aus verwesenden Bakterien bedeckt die Brühe. 

So wie hier sieht es fast überall im Einzugsbereich der beiden grossen Fleete aus (Karte siehe PDF-Datei). Seit der sintflutartige Regen in dem 28 Quadratkilometer grossen Areal Unmengen von organischen Stoffen in die Gräben geschwemmt hat, sind die Gewässer abgestorben, die Besatzarbeit von Jahren ist zunichte gemacht worden. 

Versuche der Freiwilligen Feuerwehr, durch Frischwasser-Spritzen den gegen Null tendierenden Sauerstoffgehalt zu erhöhen, und verzweifelte Sanierungsbemühungen nach der Methode Plocher (siehe unten) haben allenfalls vorübergehende Besserung gebracht. Niemand weiß zur Zeit, wie lange es dauert, bis sich die umgekippten Gewässer regeneriert haben: "Das kann zehn Jahre dauern", fürchtet der SFV-Gewässerwart.

Unbestritten, so der Stader Landkreis-Umweltdezernent Friedrich Tönjes, sei akuter Sauerstoffmangel in Folge des Hochwassers der Hauptgrund für das grosse Sterben in den vielen schwach fließenden Gewässern im Elbe-Weser-Dreieck. Manfred Baumgärtner vom Staatlichen Amt für Wasser und Abfall hat der Presse gegenüber als Ursachen den Eintrag von "Schwebstoffen" von überfluteten Flächen und aus übergelaufenen Kleinkläranlagen sowie "Nährstoffe von Wiesen und Feldern" genannt, die für "erhöhte Nitratwerte" sorgten.

Angler lernen schon bei der Vorbereitung auf die Sportfischerprüfung, dass "organische, faulende, meist landwirtschaftliche Abwässer" Sauerstoffmangel hervorrufen. Auch in einer aktuellen Pressemitteilung des Deutschen Anglerverbandes heisst es dazu: "Insbesondere Abwässer aus der Landwirtschaft induzieren vielfältige Probleme durch ihre Nährstoffbelastung. Wenn Silosickersäfte und andere landwirtschaftliche Abwässer in die Gewässer gelangen, verursachen sie Sauerstoffmangel. Fischsterben sind die Folge..." 

Soweit das Allgemeinwissen.Woher aber stammen im speziellen Ostener Fall die "organischen Stoffe", die das hiesige Fischsterben ausgelöst haben?

"Bauern zu Unrecht am Pranger"

Die örtliche Landwirtschaft weist jeden Vorwurf zurück, sie gehöre in den Kreis der Mitverursacher. Der Ostener Landwirt Odo Peters, 29,  zum Beispiel gehört selber zu den Opfern des Unwetters; tagelang standenseine Ländereien unter Wasser; 16 Hektar Silomais, 18 Hektar Weizen und acht Hektar Grünland waren betroffen (siehe NEZ-Bericht). Peters hält alle Versuche, etwa Gülle und Spritzmittelrückstände in Verbindung mit dem lokalen Fischsterben zu bringen, für "Rufmord" an der Landwirtschaft. Er sieht das Agro-Business zu Unrecht "am Pranger", obwohl zum Beispiel er selber "Fische gerettet und in die Oste geworfen" hat, während andere "auf der Brücke standen und über die Bauern geschimpft haben".

Spritzmittelrückstände, erklärt der Landwirt gegenüber osten-oste.de, habe der Landkreis seines Wissens speziell im Dorffleet nicht feststellen können. Überhaupt: Gülle sei nicht umweltschädlich, jedenfalls nicht "bei sachgemässer Anwendung". Sie habe "vielleicht zu zwei Prozent" zum Ostener Fischsterben beigetragen, spiele auf jeden Fall eine "untergeordnete Rolle", schätzt der sympathische Jungbauer, der am Dorffleet Hunderte von Bullen mästet. 

Über viele andere mögliche Ursachen werde am Biertisch leider kaum geredet, zum Beispiel über komplizierte chemische Prozesse, die sich in den Böden abspielten, oder über die menschlichen Exkremente, die aus nachweislich übergelaufenen Kleinkläranlagen ins Wasser geraten. Deren Einfluss habe "vielleicht sogar zu 6 bis 7 Prozent" zum Fischsterben in den Ostener Fleeten beigetragen, glaubt der Bullenmäster.


"Jetzt sterben
die Fische"

Das Fischsterben bleibt - neben den Schützenfesten -Thema Nummer eins für die Zeitungen an der Oste. Mit einem gross aufgemachten Bericht von Sabine Bissinger (Niederhüll) informiert das Stader Tageblatt über das katastrophale Fischsterben in der Grenzregion am Rande der Landkreise Stade und Cuxhaven. Zitiert und abgebildet wird unter anderem der Grossenwördener Kommunalpolitiker und SFV-Angler Dietrich Meyn. Der Wortlaut des Berichts (Kurzfassung)  steht hier. Die NEZ schreibt über den jüngsten Stand des Fischsterbens hier.


Vereine

Angeln der Damen
fand viel Zuspruch
Viel Zuspruch fand auch in diesem Jahr das Angeln der Damen im Dorffleet. Höhepunkt war die Siegerehrung durch den Vorsitzenden des Sportfischervereins "Oste" e.V., Wolfgang Schütz, auf dem idyllischen Vereinsgelände am Hackemühlener See. Mehr Informationen über den SFV auf dessen neuer Homepage www.sfv.oste.de, wo eine 17-seitige Broschüre mit Angeltipps für die Oste heruntergeladen werden kann.


Ökologie

Stör gefangen - bald 
Kaviar aus Osten?

Nachdem vor einiger Zeit der Atlantische Lachs wieder in der Oste aufgetaucht war, hat der Hemmoorer Angler Lutz Prill jetzt einen Stör gefangen. Der verschollen geglaubte Fisch weckt Erinnerungen an eine Zeit, in der Ostener Störfilet und Ostener Kaviar unter Hamburger Feinschmeckern einen guten Ruf genossen. Kehrt der Stör zurück in die Oste? Oder hat es sich um einen Zufallsfund gehandelt? Mehr zum Thema auf www.oste.de auf dieser Seite.


Gewässergüte

Die Oste ist am 
wenigsten belastet...

Nach dem jüngsten Bericht über die Wasserqualität der Flüsse im Einzugsbereich der Elbe ist die Oste am wenigsten belastet. Mehr...

... aber die Rönne 
ist stark verschmutzt

RönneAn der Qualität vieler kleiner Gewässer ist jedoch viel auszusetzen. Als "stark verschmutzt" wird zum Beispiel die Große Rönne klassifiziert. In dem Bericht heisst es wörtlich: "Für den Bereich Hüll-Gehrden lässt sich ... noch eine Einstufung in die Gewässergüteklasse II - III vornehmen., auch wenn der bei der Untersuchung gemessene Ammoniumgehalt... deutlich zu hoch ist. Im unteren Abschnitt bei Rönndeich ist das Gewässer bereits in die Güteklasse III einzustufen (die Verschmutzungsindikatoren Schlammröhrenwürmer waren mit vier Arten vertreten. Der Ammoniumgehalt war ... ebenfalls hoch. Ursache für die hohe Belastung sind u. a. diffuse Einträge der mehr oder weniger intensiv genutzten schluffigen Tonböden im Einzugsgebiet (Marsch). Ob und inwieweit gereinigte Abwässer aus Kleinkläranlagen in das Gewässer gelangen, bleibt offen." - Am Rönndeich ist der Bau einer Kanalisation geplant.


Das Wunder
an der Oste

Über das Lachs-Wunder an der Oste hat auch der "Spiegel" berichtet. Nachzulesen ist der Artikel hier...



 

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