Osten politisch


Gemeinderat

Der "Fährmarkt" ist
beschlossene Sache

März 2004. Die Veranstaltung eines herbstlichen Fährmarktes auf dem Ostener Fährplatz (Foto) ist beschlossene Sache. Die Gemeinde beantragt, so ein einstimmiger Ratsbeschluß vom 17. März, per "Einzelfestsetzung" eine Marktgenehmigung für den 12. September 2004, den Tag des offenen Denkmals, neben dem nationalen Baudenkmal Schwebefähre. Über weitere Märkte im kommenden Jahr soll ein Marktausschuß beraten, dem nicht nur Ratsmitglieder angehören, sondern auch Vertreter von Vereinen, Geschäftswelt, Kirche und Künstlern.


Wegebau

Reiter zerstören
den Fußpad


Der Gemeinde Osten verwehrt: Reitverbot-Schild

März 2004. Der im vorigen Jahr angelegte Fußpad vom Gasthaus Enno Sieb bis zur Tischlerei Gätcke in Schüttdamm wird immer häufiger von Reitern benutzt. Die Pferdehufe haben den neuen Grandbelag des Weges, der vor allem den Kindern junger Schüttdammer Familien zugedacht war, schwer geschädigt. Ein Reitverbot-Schild, wie es anderswo üblich ist (Foto), wurde der Gemeinde nicht genehmigt. Das ersatzweise aufgestellte Schild "Fußweg - Radfahrer zugelassen" wird von einigen Reitern nicht als Pferdeverbot interpretiert. Vor dem Gemeinderat appellierte Bürgermeister Carsten Hubert an alle Ostener, dazu beizutragen, dass der mit den bekanntlich äußerst knappen Mitteln gebaute Weg geschont wird.


Finanznot

"Starker Toback" und
"olle Karamellen"


SPD-Fraktionschef Klüser (l.): Heftige Angriffe

März 2004. CDU-Fraktionschef Rüdiger Toborg fand, sein Amtskollege Lothar Klüser habe "starken Toback" und "olle Karamellen" aufgetischt. Damit reagierte er auf heftige SPD-Angriffe gegen Bürgermeister Carsten Hubert, mit denen Fraktionsvorsitzender Klüser in der Sitzung am 17. März den in Osten sonst vorherrschenden kooperativen Kurs vorübergehend verlassen hatte.

Hubert wollte Schaden abwenden

Hubert beherrsche in seiner Funktion als Leiter der Verwaltung nicht einmal "das kleine Einmaleins" des Kommunalrechts und sei offenbar "überfordert", rügte Klüser. Der Polizeibeamte nahm damit Bezug auf einen - inzwischen zurückgezogenen - Brief, mit dem der Bürgermeister im Dezember eigenmächtig die vom Rat beschlossenen Gemeindezuschüsse an drei Vereine zurückgefordert hatte, um nicht einen sechsstelligen Zuschuß der Samtgemeinde wegen Überschreitung der von ihr festgelegten Etat-Kriterien zu gefährden. Hubert, der Klüsers Attacke zurückwies, rechtfertigte sein eiliges Vorgehen: "Ich wollte großen Schaden von der Gemeinde abwenden."

Die unglückliche Angelegenheit kam jetzt, fast ein Vierteljahr später, im Zusammenhang mit der angespannten Haushaltslage wieder auf den Tisch: Die Ausgleichszahlungen der Samtgemeinde in Höhe von über 150 000 Euro stehen auf dem Spiel, weil Osten die Summe der zulässigen freiwilligen Leistungen um vergleichsweise lächerliche 551,03 Euro überschritten hat; auf Grund vertraglicher Regelungen gezahlte Vereinszuschüsse der Gemeinde waren rechtsirrtümlich als freiwillige Leistungen rubriziert worden.

Guthahn für vorsichtige Gangart

Einig zeigte sich der Rat in der Auffassung, dass die von Samtgemeinde-Bürgermeister Jens Koch angedrohte Konsequenz völlig unverhältnismäßig sei, wie auch der Sozialdemokrat Herbert Guthahn urteilte. Über die angemessene Reaktion auf die angedrohte Verweigerung der Samtgemeindegelder waren die Kommunalpolitiker geteilter Meinung.

Während die CDU-Mehrheit ihren Bürgermeister Carsten Hubert unterstützte, der das Vorgehen des Samtgemeinde-Bürgermeisters gegen Osten schriftlich bereits als "rechtswidrig" qualifiziert hat, riet Elder Statesman Guthahn zu einer "vorsichtigeren Gangart" und zu einem Verzicht auf das scharfe Verdikt.


Terror

Bürgermeister Hubert
kondoliert dem König


Bombenopfer in Spanien: Kondolenzbrief aus Osten

März 2004. Der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert hat dem spanischen König Juan Carlos I. anläßlich des barbarischen Bombenanschlags kondoliert: "Der verabscheuungswürdige Terrorakt erfüllt auch uns - wie alle Deutschen - mit tiefer Trauer und Empörung." Absender des Schreibens ist die deutsche Sektion des Weltverbandes der Schwebefähren, dem sich der König im vorigen Jahr als Ehrenpräsident zur Verfügung gestellt hat. Mitunterzeichnet ist der Kondolenzbrief von Horst Ahlf, dem Vorsitzenden der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten, und Jochen Bölsche, dem Vizepräsidenten der "Associación Mundial de Puentes Colgantes Transbordadores". Die Delegation aus Deutschland war im Herbst mit dem Ehrenpräsidenten des Weltverbandes im königlichen Zarzuela-Palast bei Madrid zusammengetroffen.


SPD

"Zukunft in der
Zusammenarbeit"


Tagung "SPD in der Region"

März 2004. Der Ostener SPD-Distriksvorsitzende Lothar Klüser war unter den Teilnehmern eines Nachbarschaftstreffens ("SPD in der Region") von Vertretern der neun Ortsvereine und Samtgemeinde-Fraktionen zwiswchen Elbe und Oste. „So habe ich mir das vorgestellt: Freundschaftliche Kooperation und Arbeiten für die Region“. Mit diesen Worten kommentierte der Hemmoorer SPD-Ortsvorsitzende Johannes Schmidt das Ergebnis. Die beteiligten Ortsvereine wollen unter anderem einen Tourismus-Arbeitskreis gründen, an dem auch Nichtmitglieder mitarbeiten sollen. Darüber hinaus wollen die Kreistagsabgeordneten in einem Arbeitskreis „Metropolregion“ zusammenarbeiten. Einstimmig verabschiedet wurde eine Resolution an den Deutschen Bundestag: Der Wahlkreis soll in der jetzigen Form erhalten bleiben. Ausführlicher Bericht unter spd-hemmoor.de.


Patenschaften

Gemeinde Osten:
Kontakt zur "Oste"


Wann kreuzt die "Oste" auf der Oste auf?

18. 3. 2004. Osten und "Oste" - das passt gut zusammen. Bürgermeister Carsten Hubert hat jetzt eine Idee der AG Osteland fix umgesetzt. Deren Mitglied Markus Buck, Bundeswehrmann, Web-Designer und Oste-Freund aus Hechthausen, war beim Surfen im Internet auf eine Website über das Flottendienstboot "Oste" der Bundeswehr gestoßen. Warum sollte sich nicht eine Oste-Gemeinde finden, fragte er sich, die eine Patenschaft mit dem Schiff knüpft?

Bürgermeister Hubert (CDU), ebenfalls Gründungsmitglied der AG Osteland, griff die Anregung auf. Mit Zustimmung des Verwaltungsausschusses und durch Vermittlung des SFV-Vorsitzenden Wolfgang Schütz hat er Korvettenkapitän Müller von der "Oste" mittlerweile angeschrieben. In seinem Brief wies der Bürgermeister darauf hin, dass Osten vor Jahren eine erfolgreiche Patenschaft mit dem 5. Panzergrenadierbataillon 73 in Altenwalde unterhielt, diese Einheit sei aber im Zuge der Strukturreform der Bundeswehr aufgelöst worden.

Jetzt hofft die Gemeinde, dass die blauen Jungs das Angebot akzeptieren - und  die Stadt Hemmoor rasch ihren Beschluss umsetzt, neben der Straßenbrücke (osteabwärts) einen Anleger für große Schiffe zu bauen. Denn unter der blauen Straßenbrücke kommt die "Oste" ( 83,5 m lang,  14,6  m breit,  4,2 m Tiefgang) ebenso wenig hindurch wie die großen Fahrgastschiffe der Brunsbütteler Reederei PSB, die gern auch die schöne Oste ansteuern möchte.


Polizei

Arno Stabbert wird
Polizeipräsident

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat seine neuen Polizeipräsidenten ernannt. Zu ihnen gehört Arno Stabbert, bis zu seiner Berufung als Referent in das Ministerbüro Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) in Cuxhaven. Stabbert führt demnächst die Polizeidirektion "Zentrale Dienste". Er ist der Bruder von Rolf Stabbert, dem Leiter des Polizeikommissariats Hemmoor. Ein Porträt der Brüder Stabbert ist in der NEZ-Reihe "Zu Gast bei..." erschienen; der Text ist hier online verfügbar.


Parteien

Schröder gegen
"Vorverurteilung"

Der Grünen-Politiker Ulrich Schröder hat sich gegen eine "Vorverurteilung" seiner Person durch die Heimatpresse gewehrt. Seine Stellungnahme, dokumentiert von den "Cuxhavener Nachrichten", steht hier.


Kommunalpolitik

Neuer Name für
Hemmoorer Schule?

Wenn die "Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe Hemmoor" (so der offizielle Name) ihre Orientierungsstufe verliert, besteht die Chance, ihr einen neuen Namen zu geben - Stempel und Briefpapier müssen dann ohnehin neu gefertigt werden. Hinter den Kulissen der Kommunalpolitik wird schon heftig darüber nachgedacht, welchen Namen die Schule bekommen soll. An der Namenssuche sollen sich alle Hemmoorer beteiligen können, heißt es. Bislang scheint der Name "Schule an der Oste" favorisiert zu werden.


Werbung

Neuer Flyer soll
Touristen locken

Ein neuer Flyer (Produktion: Druckpartner Hemmoor) soll für die Deutsche Fährstraße werben, die an der Oste und am Nord-Ostsee-Kanal von Bremervörde nach Kiel führt und Dutzende von historischen und modernen Flußquerungen verbindet, darunter die beiden letzten deutschen Schwebefähren. Das Titelbild zeigt unter anderem die Schwebefähre zwischen Osten und Basbeck. Die Deutsche Fährstraße (Slogan: "Frohe Fährien") wird forciert von der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die sich jetzt als Verein konstituiert hat. Der Werbe-Flyer für die Fährstraße, der soeben aus der Druckerei gekommen ist, kann hier in Großaufnahme angesehen werden. Das Informationsblatt soll in großer Auflage verbreitet werden, unter anderem auf der Hamburger Reisemesse.


Kommunalpolitik

Osten bekommt
eine Postfiliale

Dezember 2003. Die Beharrlichkeit von Bürgermeister Carsten Hubert (Foto: bei der Eröffnung des Adventstreffs) und des Rates hat sich ausgezahlt. Nach diversen Vorstößen der Gemeinde hat die Post sich jetzt bereit erklärt, im neuen Jahr in Osten eine Postfiliale einzurichten. Vorgesehen ist das Papierhaus Tank.


Landkreis

Biker verspricht
neuen Schwung

Mit großen Anzeigen in der Lokalpresse hat Harm-Uwe Weber, zur Zeit Erstrer Kreisrat im ostfriesischen Aurich, den Wahlkampf um das Amt des ersten hauptamtlichen Landrats im Cuxland eröffnet. Auf der Delegiertenkonferenz der SPD war der Ostfriese (Hobby: Motorradfahren) mit großer Mehrheit für die Wahl am 14. September 2003 nominiert worden. Überzeugt hat Weber durch seine Qualifikation. "Das war das entscheidende Kriterium", betonte die Kreisvorsitzende Annette Faße (MdB): "Er ist Jurist, hat Verwaltungserfahrung und ist in einem Alter, das eine weitere Periode als Landrat ermöglicht."

Der verheiratete Familienvater hat eine 18-jährige Tochter und zwei 15 und neunjährige Söhne. Harm-Uwe Weber, der gegenwärtig beim Landkreis Aurich als Sozialdezernent fungiert, ist unter anderem auch zuständig für die beiden Kreiskrankenhäuser mit je 300 Betten. Seit zehn Jahren gehört er dem DRK-Kreisvorstand Aurich an, ist Vorsitzender des Disziplinarausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung und sitzt im Aufsichtsrat der Autoverwertungs-Aktiengesellschaft "Retek". Seine Steckenpferde, die er gemeinsam mit seiner Familie teilt, sind Lesen, Kochen und Motorradfahren. Der Bewerber für das höchste Amt im Landkreis Cuxhaven, der seit 29 Jahren der SPD angehört, ließ keinen Zweifel daran, mit allen im Kreistag vertreten Parteien zusammenzuarbeiten. Im Gegensatz zu seinem CDU-Mitbewerber ist Weber bereits im Internet vertreten. Unter www.harm-uwe-weber.de informiert er unter anderem über seinen Lebenslauf, seine Familie und die Funktion des hauptamtlichen Landrates.


Soziales

Hemmoor - ärmer,
dummer, krimineller

Die Samtgemeinde Hemmoor liegt in sozialer Hinsicht an der Spitze - im negativen Sinn. Die Menschen hier sind, krass gesagt, ärmer, dümmer und krimineller als anderswo im Landkreis. Mehr auf unserer Schwesterseite www.hemmoor.info und in unserer Serie "Was hemmt Hemmoor?"


Verkehr

Der teure Kreisel - ein
Schildbürgerstreich?

Kaum freigegeben, ist der neue Kreisel in der Zentrumsstraße - im Volksmund: "Grube-Rondeel" - ins Gerede gekommen. Mehr auf unserer Schwesterseite www.hemmoor.info.


Post

Drei Frauen kämpfen
gegen den Gilb


Es war einmal ein Postamt...

Juli 2003. Seit Monaten baut die Post - volkstümlich: "der Gilb" - auf dem flachen Land ihre Service-Leistungen ab. Viele Männer scheinen sich damit abgefunden zu haben - aber ein paar tüchtige Power-Frauen haben den Kampf gegen den arroganten gelben Riesen aufgenommen.

Dazu zählt die couragierte 74-Jährige Elisabeth Brockmann aus Höden in der Wingst, die jetzt erreicht hat, dass die Post einen in ihrem Dorf bereits demontierten Briefkasten wieder angebracht hat, wie unsere Heimatzeitung NEZ meldet. (Die Reportage von Natascha Saul, Osten, kann hier nachgelesen werden).


Powerfrau
Faße

Powerfrau
Wetzel

Powerfrau
Krogmann
Aber auch die drei Bundestagsfrauen aus Hadeln und Kehdingen machen Front gegen die Post und ihre - zum Teil offenkundig illegalen! - Praktiken.

Beispiel Osten: Hier hat die Post das Postamt geschlossen und alle Bemühungen um eine Postfiliale ignoriert oder torpediert - obwohl zwei Geschäftsleute sich beworben haben und Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) in dieser Angelegenheit zwei Briefe geschrieben hat (ohne Antwort).

Dabei hat Osten sehr wohl ein Anrecht auf eine Postfiliale!

Illegales Post-Verhalten

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Faße hat sich - aus Anlass der Post-Schließung in Cuxhaven-Altenwalde - jetzt von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ausdrücklich bestätigen lassen: Nach der von Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Post- Universal- Dienstleistungsverordnung  (PUDLV) muss in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine stationäre Einrichtung vorhanden sein. Und Osten hat sogar über 2100 Einwohner!

Jetzt will der Ostener SPD-Vorsitzende Lothar Klüser die für diese Region zuständige Stader Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel einschalten.

Bußgeld angedroht

Wetzel hat schon vor Wochen auf ihrer Website gedroht: "Keinesfalls darf die flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum - sowohl mit Postagenturen als auch mit Briefkästen -  vernachlässigt werden." Und: Bei Verstößen gegen die Post- Universal- Dienstleistungsverordnung muss die Post AG mit den gesetzlich festgelegten Bußgeldern rechnen."

Mit von der Partie ist die hiesige CDU-Abgeordnete Dr. Martina Krogmann: "Wir brauchen endlich eine Handhabe, um die Deutsche Post AG bei ihrem Abbau von Filialen und Briefkästen zu stoppen", meint sie.

Bereits im Juni hatte der Bundestag einstimmig beschlossen, die Bundesregierung als Mehrheitseignerin der Deutschen Post AG für die flächendeckende Versorgung in die Pflicht zu nehmen. Krogmann: "Die Deutsche Post AG muss ihrer Versorgungsaufgabe nachkommen. Es kann hier keine Sanierung auf Kosten des ländlichen Raums stattfinden."

Alles nur leere Worte? Das wird sich auch daran zeigen, ob und wann Osten seine Postagentur bekommt - die dem Ort  nach der PUDLV zusteht.


Landkreis

Döscher und Dubbert
informieren am besten

Juli 2003. Wer sich über die Politik im Landkreis Cuxhaven informieren möchte, ist nach dem Urteil von osten-oste.de am besten bedient, wenn er die persönlichen Websites von Landrat Martin Döscher (CDU, Foto links) und Uwe Dubbert (SPD) anklickt. Döscher informiert lückenlos über seine viel bejubelten Auftritte und seine - häufig auf Platt gehaltenen - Reden, Dubbert präsentiert auf interessante und spannende Weise - stets aktuell - Hintergründe der Kreispolitik, manchmal sogar noch schneller als die "Niederelbe-Zeitung". Offizielle Mitteilungen der Kreisverwaltung stehen unter  landkreis-cuxhaven.de.


Parteien

CDU stellt
Bielefeld auf

Juli 2003. Nicht Hilke Harms (parteilos), populäre Bürgermeisterin von Horneburg, sondern der derzeitige Erste Kreisrat von Cuxhaven, Kai-Uwe Bielefeld, wird bei der Landratswahl am 14. September im Kreis Cuxhaven für die Christdemokraten ins Rennen um die Nachfolge von Martin Döscher gehen. Von den 431 stimmberechtigten CDU-Mitgliedern votierten am 30. Juni in der Lamstedter Bördehalle im zweiten Wahlgang 170 für Harms, ihr ebenfalls parteiloser Kontrahent konnte 258 Stimmen für sich gewinnen. Der dritte Bewerber, Bremerhavens Bürgermeister Burghard Niederquell (CDU), war im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Die SPD will mit Harm-Uwe Weber (45), noch 1. Kreisrat und zweiter Mann in der Hierarchie der Auricher Kreisverwaltung,  am 14. September den Wahlkampf um das Amt des ersten hauptamtlichen Landrates gewinnen. Weber stellte sich den  Sozialdemokraten aus dem Raum Hemmoor am 1. Juli in "Eylmanns Restaurant" in Cadenberge vor. Mehr unter spd-hemmoor.de und in den Cuxhavener Nachrichten.

Als Unabhängiger will Andreas Bürkle (Hechthausen) kandidieren, wenn er die notwendige Zahl an Unterschriften gesammelt hat. Bürkle stellt sich auf seiner Website transparent-ehrlich-konsequent.de vor.


Internet

Krogmann
holt auf

Lange Zeit stand es im Internet 1:0 für die hiesige SPD-Abgeordnete Margrit Wetzel, denn die Homepage ihrer Konkurrentin Martina Krogmann war monatelang offline (siehe unten). Jetzt hat die CDU-Frau aufgeholt: Seit kurzem ist sie mit einer optisch ansprechenden Homepage wieder im Web präsent.


Osten

Ehrenbürger Wilhelm
Jonscheck gestorben

April 2003. Osten ist um eine herausragende Persönlichkeit ärmer. Am 14. April ist der ehemalige Bürgermeister (1962 bis 1972),  Ostener Ehrenbürger und Bundesverdienstkreuz- Träger Wilhelm Jonscheck im Alter von 87 Jahren gestorben. Jonscheck hat enorme kommunalpolitische Verdienste. Er gründete 1966 den Ortsverein der SPD und war 17 Jahre lang deren Vorsitzender, gehörte dem Kreistag und dem Samtgemeinderat an und kandidierte für den Landtag.

Hubert: "Vorbildlich
und zukunftsbezogen"

Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) betont, Jonscheck habe sich "in vorbildlicher und zukunftsbezogener Weise für die Belange der Gemeinde Osten eingesetzt" und erinnert daran, dass der Verstorbene zum Beispiel 1961 den Fremdenverkehrsverband gegründet hat, dessen Vorsitzender er 22 Jahre lang war.

Johannßen: "Bürgernähe
war ihm ein stets ein Anliegen"

Der TSV Osten verliert mit Jonscheck ein Ehrenmitglied, der Schützenverein sein Ehrenvorstandsmitglied. Claus Johannßen, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, hebt eine der Triebfedern des Verstorbenen hervor: "Bürgernähe war ihm stets ein großes Anliegen."

Über das Wirken ihres Ehrenvorsitzenden geben die Ostener Sozialdemokraten in ihrer virtuellen Chronik Auskunft. Die Trauerandacht findet am Mittwoch, 23. April, 14 Uhr, in der Friedhofskapelle Osten statt. Spenden erbittet die Familie des ehemaligen Rektors auf das Konto 175001499 / BLZ 29250150 (KSK Osten) des Fördervereins Grundschule Osten e. V.


Internet

Im Web steht's 1:0
für Margrit Wetzel

Vor der Wahl geben sich alle Kandidaten bürgernah, und im Internet blühen die schönsten Websites von Politikerinnen und Politikern. So war es auch bei uns im Wahlkreis: Margrit Wetzel von der SPD (margritwetzel.de) und Martina Krogmann von der CDU (martina-krogmann.de) aktualisierten ihre Website nahezu Tag für Tag. Nach der Wahl sieht's völlig anders aus: Zwar speist die fleißige Frau Wetzel speist ihre Homepage regelmäßig mit neuen Bürger-Infos, Krogmann dagegen verspricht seit sechs Monaten (!!!) auf ihrer Startseite: "Meine Homepage wird zur Zeit überarbeitet. In Kürze können Sie die Seite wieder erreichen." Peinlich: Die Frau mit der toten Seite ist vor Jahren zur Internet-Bauftragten ihrer Fraktion gewählt worden! Wie kann's nur angehen...


Frieden

Auch bei uns leuchtet
der Regenbogen

Kofi Annan hielt sie vor die laufenden Kameras, über eine Million Italiener haben sie bereits aus ihren Fenstern gehängt - und jetzt bestellen  in Deutschland Tausende die italienische Friedensfahne mit dem Wort "Pace". Auch in Osten, an der Praxis von Dr. Manfred Toborg, leuchtet die bunte Flagge. "Es scheint, als habe die Bewegung gegen den Irakkrieg ein neues Symbol: die bunte Regenbogenfahne aus Italien," schreibt die internationale Ärztevereinigung IPPNW, der auch Dr. Toborg angehört, auf ihrer höchst informativen Homepage. Die Flaggen können auch online bestellt werden über die Website friedensfahnen.de. Der Reinerlös der Aktion geht an die Kinderhilfe Irak.


Gemeinderat

Kein Bedarf
für Windkraft

Streit um Windkraft wird den Ostenern erspart bleiben. In der Gemeinde gebe es keinen Bedarf für neue Anlagen, wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Ein ablehnender Beschluss aus dem Jahre 1998 sei weiterhin gültig.


Frieden

Wetzel: Hadeln bleibt
ein Freund Amerikas

März 2003. Das Land Hadeln ist den Vereinigten Staaten eng verbunden, auch auf Grund der vielen verwandtschaftlichen Beziehungen seit der Zeit um 1880, als jede zwanzigste Familie aus unserer Region nach Amerika ausgewandert ist. Das schreibt die SPD-Abgeordnete Dr. Margrit Wetzel in einem Beitrag für die NEZ. Allerdings heisse Freundschaft nicht, dass Deutschland George W. Bush auch in einen Irak-Krieg folgen müsse, der ohne entsprechenden Beschluss der Uno völkerrechts- und verfassungswidrig sei, so Wetzel. Der lesenswerte Beitrag steht auf der Homepage der Abgeordeten, und zwar hier.

Bereits seit dem 6. Januar versammeln sich Hemmoorer und Ostener Bürgerinnen und Bürger werktags um 12 Uhr zu zehn Schweigeminuten für den Frieden auf dem Rathausplatz. "Wir werden immer mehr," freute sich am vorigen Freitag ein Teilnehmer der Veranstaltung, zu der die Ärztevereinigung IPPNW aufruft..

In der Friedensbewegung des Jahres 2003 haben Websites inzwischen die Rolle von Flugblättern übernommen. Auch in Osten kursiert zur Zeit per E-Mail (Volker, schönen Dank für den Tipp!) ein elektronisches Flugblatt, das pointiert die Sichtweise der Friedensbewegung verdeutlicht.


Frieden

Pastor Ducksch ließ
die Glocken läuten

Februar 2003. Während in Otterndorf 200 Menschen gegen einen Irak-Krieg demonstrierten, ließ Pastor Dieter Ducksch in Osten die Kirchenglocken zum Friedensgebet läuten (siehe NEZ-Bericht). An der größten Demonstration der deutschen Geschichte in Berlin nahmen unterdessen auch etliche Bürger aus dieser Region teil. Gegen einen US-Krieg hat dort unter anderem Jürgen Gerecke aus Osten protestiert, bei dem die Demonstration einen "starken Eindruck" hinterlassen hat; ein ausführlicher Bericht steht hier.

Mit dabei war auch Dr. Manfred Toborg (Foto), der sich mit einer Gruppe von Ärzten bereits seit Wochen jeden Mittag zum "Schweigen für den Frieden" vor dem Hemmoorer Rathaus trifft. Über die Motive ihres Handelns haben die Mediziner in der NEZ vom 14. Februar Auskunft gegeben (Text im Internet verfügbar). Ein US-Angriff auf den Irak, erklärt Dr. Toborg gegenüber der NEZ, wäre "ein präventiver Krieg auf Verdacht". Mehr über die Organisation der kritischen Ärzte und über weitere Protestaktionen ist auf der Homepage des Verbandes IPPNW zu finden.


Landtagswahl

Johannßen verliert -
aber nach Hannover

Februar 2003. - Auch im Wahlkreis Hadeln hat die CDU einen Sieg auf ganzer Linie eingefahren. David McAllister (Foto) bekommt 60,72 Prozent aller Erststimmen. Auf den Otterndorfer Claus Johannßen (SPD)  entfallen nur 32,61 Prozent. Er wird aber - ausgestattet mit dem sicheren Listenplatz 21 seiner Partei - dennoch in den Landtag einziehen, ebenso wie der Grüne Hans-Jürgen Klein (4,02 Prozent).

Bei der letzten Wahl hatte die damalige SPD-Kandidatin Birgit Meyn-Horeis noch 46,5 Prozent der Stimmen bekommen, David McAllister landete damals nur auf Platz zwei mit 44,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,32 Prozent. Von 47 714 Wahlberechtigten schritten 32 124 zur Wahlurne.

Auch in der Samtgemeinde Hemmoor kam SPD-Kandidat Claus Johannßen nicht gegen David McAllister an. Er erreichte 38,48 Prozent, McAllister wählten 55,32 Prozent. Dass es nahezu unmöglich werden würde, den Wahlkreis für die SPD zu halten, war Johannßen offenbar schon vor der Wahl klar gewesen. Beim Eisbeinessen der SPD Osten (Foto) sagte er am Vorabend der Wahl: "Wahlen werden mit dem Trend gewonnen und mit dem Trend verloren." Die Enttäuschung über sein katastrophales Erststimmenergebnis hielt sich zunächst in Grenzen. Gegenüber der NEZ erklärte er in der Wahlnacht in Otterndorf: "Wir haben einen guten Wahlkampf geführt. Ich habe mir eigentlich nichts vorzuwerfen."

Die Zweitstimmen verteilen sich folgendermaßen: CDU: 50,48 Prozent; SPD: 36,30 Prozent; Grüne: 4,83 Prozent; FDP: 6,39 Prozent. Mehr in der NEZ.

HINTERGRUND I: NEZ-Porträt von David McAllister hier.
HINTERGRUND II: Ein SPIEGEL-online-Kommentar hier.
HINTERGRUND III: Weitere Pressestimmen hier.


Friedensbewegung

Ärzte schweigen
für den Frieden

Januar 2003 . - Zehn Minuten Schweigen für den Frieden - damit demonstrierten Hemmoorer Ärzte für ihre Forderung "Kein Krieg im Irak". Getragen wird die Aktion, wie der Ostener Arzt Dr. Manfred Toborg mitteilt, von der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War). Auf seiner Website weist die IPPNW auf die Risiken eines Krieges hin: "Ein atomarer Angriff auf Bagdad würde bis zu 3,6 Millionen Tote kosten." Vor diesem Hintergrund verurteilen die IPPNW-Ärzte die Drohung Amerikas, Atomwaffen einzusetzen, scharf. "Die Drohung der USA, so viele Menschen zu töten, ist menschenverachtend und völkerrechtswidrig", erklärt Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der deutschen Sektion der IPPNW. - Eine Studie der Ärzteorganisation "medact" geht davon aus, dass ein konventioneller Irak-Krieg bis zu 260 000 Tote fordern könnte, berichtet SPIEGEL online.

ZUM THEMA: "Wir werden alle belogen," meint Peter Scholl-Latour. Interview hier.

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WICHTIGE ÜBERREGIONALE ADRESSEN

Der Bundespräsident
Deutscher Bundestag
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)
Bundesanstalt für Arbeit
Bundeszentrale für politische Bildung
Europäische Kommission
Behinderten-Ratgeber
Politik-digital
politikerscreen.de
Statistisches Bundesamt
Umweltbundesamt
Politik.de

Gemeinde

Wer vertritt
uns im Rat?

Carsten Hubert – Bürgermeister
Gartenstraße 5 in Osten, Tel. (04771)  25 60

Gerd Wichers – 1. Stellv. Bürgermeister
Alter Schulweg 1 in Osten, Tel. (04776) 3 19

Herbert Guthahn – 2. Stellv. Bürgermeister
Ostedeich 6 A in Osten, Tel. (04771) 48 91

Rüdiger Toborg – CDU-Fraktionsvorsitzender
Hinter den Höfen 2 in Osten, Tel. (04771) 23 44

Lothar Klüser – SPD-Fraktionsvorsitzender
Fährstraße 4 in Osten, Tel. (04771) 47 65

Ralf Ackermann – Ratsherr
Neuer Lauf 8 in Osten, Tel.( 04776) 5 35

Jürgen Buhrfeind – Ratsherr
Kranenweide 12 in Osten, Tel. (04776) 2 34

Susanne Heinsohn – Ratsfrau
Schüttdamm 42 in Osten, Tel. (04776) 3 73

Gerd Hoop – Ratsherr
Feldstraße 11 a in Osten, Tel. (04771) 5329

Hilde Kornetzki – Ratsfrau
Feldstraße 22 in Osten, Tel. (04771) 41 13

Silke Mahler – Ratsfrau
Oberkögt 13 in Osten, Tel. (04776) 5 61

Heino Schmidt – Ratsherr
Großes Wegfährels 2 in Osten, Tel. (04776) 558

Brigitte Zühlke – Ratsfrau
Deichstraße 19 in Osten, Tel. (04771) 42 25


Politik

"Baggern"
für Osten

September 2002. - Mit einem kleinen roten Bagger (Bildvordergrund) begrüßte SPD-Ortsvorsitzender Johannes Schmidt im Ostener Fährkrug die hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel. Schmidt verband mit dem Geschenk den Wunsch, die Abgeordnete möge weiterhin so fleißig wie bisher für die Belange der Region "baggern". Genau das versprach Margrit Wetzel ihren Zuhörern. Die Sozialdemokratin sparte nicht mit Kritik an einzelnen Punkten der rot-grünen Koalitionsvereinbarung (Eigenheimförderung, Tonnagesteuer), deren Verwirklichung zu Lasten der Werftindustrie und der Bauwirtschaft in der Region gehen würden. Gemeinsam mit anderen Abgeordneten von der Waterkant werde sie sich in diesen Punkten für Änderungen stark machen, kündigte Wetzel an.

Die Abgeordnete unterstrich, was sie auch auf ihrer Website erklärt: "Eigenheimzulage und auch die schwammigen Formulierung zur Veränderung der Ausnahmen für energieintensiv produzierende Betriebe bei der Ökosteuer gehen erst einmal in ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren, um dort konkretisiert zu werden - es ist also noch nicht aller Tage Abend. Und auch aus der alten Koalitionsvereinbarung wurde nicht jeder Punkt haargenau umgesetzt..."

Übrigens: Dass Dr. Margrit Wetzel besonders gern in Osten zu Gast ist, kann man ihr glauben: Im Wahlbezirk Osten hat sie ihre Mitbewerberin von der CDU, Dr. Martina Krogmann, haushoch geschlagen - mit 344 zu 173 (Erst-) Stimmen. Die Zahlen sind auf der Website der Samtgemeinde nachzulesen.
 
  Kurzvideo von der Versammlung


Hallenbad

Forum brachte
gute Vorschläge

Ein gutes Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung war das "Hallenbad-Forum" in Hemmoor, bei dem viele gute Vorschläge gesammelt werden konnten, wie sich die Attraktivität des Schwimmbads steigern lässt. Johannes Schmidt, der die Moderation des Forums übernommen hatte, war zufrieden. Die NEZ zitiert ihn mit den Worten: "Es gab konkrete Anregungen der Bürger und jetzt auch konkrete Entscheidungen aus Rat und Verwaltung." Schmidt regte an, das Forum künftig jährlich tagen zu lassen, um weitere Vorschläge der Bürger berücksichtigen zu können. Mehr in der NEZ.


Wahlen

SPD bejubelt
Wetzels Sieg

FOTO: WENDTRiesenjubel im Hemmoorer Schützenhof, wo auch Vertreter der Ostener Sozialdemokraten den Ausgang der Bundestagswahl verfolgten: Eine erste Runde "Roten" gab es, als feststand, dass SPD-Kandidatin Dr. Margrit Wetzel im Landkreis ihre CDU-Konkurrentin Dr. Martina Krogmann deutlich geschlagen hatte. SPD-Ortsvorsitzender Johannes Schmidt (unser Foto zeigt ihn am Wahlabend im Schützenhof) kommentierte: "Ein bombastisches Ergebnis." Die Resultate aus Osten und Hemmoor:

OSTEN: Erststimmen: Wetzel (SPD) 541 Stimmen, Krogmann (CDU): 416, Lantz (FDP): 50, Jersch (PDS): 11; Zweitstimmen: SPD: 521, CDU: 356, FDP: 62, Grüne: 54, PDS: 9

STADT HEMMOOR: Erststimmen: Wetzel  (SPD): 2516 Stimmen, Krogmann  (CDU): 1626 , Lantz   (FDP): 186, Jersch (PDS): 39, Hess (NPD) 27; Zweitstimmen: SPD: 2352 Stimmen, CDU: 1410, FDP:  283, Grüne: 228, PDS: 36.

Als sich dann nach irritierendem Hin und Her spät abends das Endergebnis für den Bundestag abzeichnete (Rot-Grün vorn, SPD stärkste Partei), war im "Schützenhof" die zweite Runde "Rote" fällig.

Bemerkenswert: Weil der Nachbar-Wahlkreis Cuxhaven-Osterholz von der auch in Osten seit Jahren geschätzten SPD-Frau Annette Faße direkt erobert wurde und ihr Konkurrent Enak Ferlemann, wie Martina Krogmann, trotz seiner Niederlage dank Listenabsicherung in den Bundestag einrückt, ist der Landkreis Cuxhaven durch vier Abgeordnete in Berlin vertreten. Bestens für die Region! Ein Schaubild zum Hemmoorer Ergebnis steht hier...
 


SPD-Wetzel schlägt...

... CDU-Krogmann

SPD-Faße schlägt...

... CDU-Ferlemann

Mit einem Info-Tisch unter den Blumenampeln der Gärtnerei Haack an der Langen Straße hatte die Ostener SPD am Tag vor der Wahl ihre Aktionen zur Bundestagswahl abgeschlossen. Einen sehr guten Überblick über die Positionen der Kandidaten hatte die Wochenend-NEZ geboten. Margrit Wetzel beendete die Darstellung ihrer Ziele auf Platt: "Ji köönt mi wählen, ick do wat för jo, in Hadeln und umto." Das kann sie jetzt beweisen.


Frieden

Dr. Manfred Toborg
und Kollegen warnen
vor drittem Golfkrieg

Mit einer Anzeige in der Wochenendausgabe der NEZ warnen 13 Ärztinnen und Ärzte aus unserer Region vor einem dritten Golfkrieg. Die Mediziner, darunter Dr. Manfred Toborg aus Osten und das Ärzte-Ehepaar de Greck aus Hemmoor, appellieren an die Berliner Regierung, "ihren Widerstand gegen einen von der USA ins Auge gefaßten Irak-Krieg mit uneingeschränkter Entschiedenheit zu bekräftig". Zu verhindern gelte es, dass sich der Westen "in eine große Gewaltspirale nach dem Muster Israel/Palästina verstrickt". Die Aktion geht auf eine Initiative der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Ärzteorganisation IPPNW zurück, die im Internet mit einer informativen Website vertreten ist.


Wahlen

Wetzel: "Ick
do wat för jo"

Mit einem Info-Tisch unter den Blumenampeln der Gärtnerei Haack an der Langen Straße schloss die Ostener SPD am Tag vor der Wahl ihre Aktionen zur Bundestagswahl ab. Gefeiert werden soll das Ergebnis am Sonntag im Hemmoorer Schützenhof. Die Jusos feiern in Otterndorf. Nach den Prognosen von election.de geht die SPD im Wahlkreis mit Margrit Wetzel mit einem Vorsprung vor der CDU-Kandidatin Martina Krogmann in die Wahlen. Einen sehr guten Überblick über die Positionen der Kandidaten bietet die Wochenend-NEZ. Margrit Wetzel übrigens beendet die Darstellung ihrer Ziele auf Platt: "Ji köönt mi wählen, ick do wat för jo, in Hadeln und umto" (siehe auch Gastkommentar). - Am Wahlabend stehen die frischesten Ergebnisse aus unserer Region unter www.nez.de im Web.


Frau Dr. Mar... gegen Frau Dr. Mar...

Wer hat die schönste
Website im Land?

Wahlkampf ist gut fürs Internet. Rechtzeitig zur Bundestagswahl haben die beiden örtlichen Kandidatinnen Dr. Mar...grit Wetzel (SPD) und Dr. Mar...tina Krogmann (CDU) ihre Websites noch mal frisch getönt und frisch gefönt.


Auch auf den Wahlplakaten im Schatten der
Schwebefähre sind die Web-Adressen
der beiden Wettbewerberinnen vermerkt

Die brünette SPD-Frau hat endlich ihre extrem komplizierte  Internet-Adresse http:// www.bundestag.de/ mdbhome/ wetzema0/ durch ein flottes margritwetzel.de ersetzt (aufgepasst: ohne Bindestrich!). Die blonde CDU-Frau frischt ihre perfekt durchgestylte Website martina-krogmann.de (aufgepasst: mit Bindestrich) nahezu Tag für Tag mit sehr kurzen, aber knackigen Aktualisierungen auf.

Welcher Politiker, welche Politikerin hat die schönste Website im ganzen Land? Diese Frage hat kürzlich auch das Internet-Portal politik-digital.de gemeinsam mit Emnid gestellt.

Über das (angebliche) Ergebnis informierte Martina Krogmann vorab auf ihrer Homepage, Unter der Überschrift "www. martina- krogmann.de ausgezeichnet" hiess es dort Anfang September wörtlich: "Als fünftbeste Homepage aller Bundestagsabgeordneten und Kandidaten wurde www. martina- krogmann.de ausgezeichnet!"

Das wäre, wenn es stimmte, auch kein Wunder: Die Stader Journalistin ist schliesslich ihres Zeichens offizielle "Internet- Beauftragte der CDU/CSU- Bundestagsfraktion"; das Internet ist also ihr wichtigstes Betätigungsfeld.

Pech für die Web-Expertin: Als am 4. September das offizielle Ergebnis von politik-digital.de verkündet wurde, fand der Name Krogmann sich nicht auf Platz 5 und nicht einmal unter den ersten Zehn. Peinlich für die Union: Gerade mal die Plätze 2 und 3 werden von CDU-Leuten belegt (von der früheren Familienministerin Claudia Nolte und dem Ex-Kanzleramtsminister Schmidbauer). Die übrigen acht der zehn Top-Plätze im Homepage-Vergleich haben Abgeordnete der SPD und (in einem Fall) der FDP erobert.

Indessen machte politik-digital.de - in einem anderen Beitrag - der schönen Staderin ein Kompliment spezieller Art: "Martina Krogmann hätte im Falle einer größeren politischen Aufgabe nach der Wahl wohl keine Stilberatung à la Merkel nötig."

Falschmeldung verbreitet

Offenbar war die Internet-Expertin mit der voreilig verbreiteten Falschmeldung einer Fehlinformation aufgesessen, die von der  Illustrierten "Max" verbreitet worden war. Auch über einen anderen Beitrag in der neuen "Max" wird sich die Christdemokratin nicht so recht gefreut haben haben. Dort wird über die jüngste Trendwende in der Wählerstimmung berichtet - unter der Überschrift "Schröder schwimmt oben".

Die Website von Margrit Wetzel (Foto) besticht nicht gerade durch raffiniertes Make-up oder technischen Schnickschnack, sie überzeugt aber durch eine in herzlichem Ton (Plattdeutsch!) gehaltene Startseite und durch viele, viele Seiten, auf denen die Diplom-Volkswirtin und Doktorin der Philosophie über ihren beachtlichen Einsatz fürs Elbe-Weser-Dreieck berichtet - und obendrein über ihre vielfältigen Initiativen vor allem auf dem Gebiet der Verkehrs- und Mittelstands-, Schifffahrts- und Biotechnologiepolitik. Gesamteindruck: Uneitle Website eines  politischen Schwergewichts mit tiefer Heimatverbundenheit.

Beide nach Berlin!

Fazit: Zwei sympathische Politikerinnen, zwei (jeweils auf ihre Weise) sympathische Websites.

Der Gedanke drängt sich auf: Eigentlich gehört Frau Dr. Mar... ebenso wie Frau Dr. Mar.. wieder in den nächsten Bundestag. Denn Unsere abgelegene, vernachlässigte Region hätte es bitter nötig, mit vereinten Kräften in Berlin vertreten zu sein.

Schön für Martina Krogmann: Sie ist als stellvertretende CDU-Landesvorsitzende auf Platz zwei der Landesliste abgesichert. Sie kommt also auf jeden Fall in den Bundestag.

Margrit Wetzel, ohne eine derart komfortable Absicherung, müßte in ihrem Wahlkreis wie beim letzten Mal erneut die absolute Mehrheit der Erststimmen erobern. Gut möglich ist das schon, aber absolut sicher nicht...

GASTKOMMENTAR

Ob blond, ob braun -
nimm  z w e i ...

Vielleicht finden sich ja zwischen Elbe und Weser genügend intelligente Wähler, die, bei aller Sympathie für Martina Krogmann,  mit ihrer Erststimme Margrit Wetzel wählen - im Interesse der Heimatregion, die es verdient, durch zwei tüchtige Frauen in Berlin vertreten zu sein. (Die für die Mehrheit im Bundestag - und damit für die Kanzlerwahl - entscheidende Zweitstimme möge dann jeder getrost der Partei seiner Wahl geben, sei es die Union oder die FDP, die Öko-Partei oder sonstwer.)

Nur dann, wenn viele Menschen in Hadeln und im Alten Land derart smart wählen, können beide Frauen in Berlin weiter für unsere Region kämpfen - ganz egal, ob nun Schröder oder Stoiber Kanzler wird. 

Vielleicht bilden sich ja, abseits der Parteien, unabhängige Wählerinitiativen, die für ein solches Stimmverhalten werben - die Parteien selber werden daran natürlich nicht das geringste  Interesse haben.

Ein Name für solche Wählerinitiativen böte sich an: "Nimm zwei..." Und ein Slogan vielleicht auch: "Ob blond, ob braun - ich liebe beide Frau'n..."

Spass beiseite: In unserem neu geschnittenen Wahlkreis will die Stimmabgabe diesmal ganz besonders gut überlegt sein. 


JOCHEN BÖLSCHE
Osten/Oste

Wahlkampf 2002

1000 Gespräche
und ein Hofbesuch

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist jetzt - rechtzeitig zur heissen Phase des Wahlkampfes - endlich auch die CDU Hemmoor samt ihrer Untergliederungen, zum Beispiel Osten, im Internet auffindbar. Einen Besuch wert ist auch die gut gestaltete Website der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Martina Krogmann (Foto links), die nebenher übrigens Internet-Beauftragte ihrer Fraktion ist und über ihre "Tour der 1000 Gespräche" durch den Wahlkreis berichtet. Lange schon im Netz aktiv ist Dr. Margrit Wetzel (Foto rechts), die für die SPD antritt. Auf ihrer Homepage begrüsst die die Stader Volkswirtin die Besucher zünftig auf Platt: "Moin, Moin,  kiek mol rin in miene home-päitsch un bi mi to Huus in disse wunnerscheune Gegend mittenmang de maritime Landschaft Unterelbe twischen Hamborg un de Nordsee." Unter anderem berichtet sie über ihren jüngsten Besuch auf dem Großenwördener Bauernhof von Dierk Jantzen, einem Sohn des Ostener Landwirtsehepaares Ludwig und Elke Jantzen.


Landtagswahl 2003

Zwei aus Hadeln
kämpfen um Osten

Die Würfel sind gefallen - jetzt steht fest, wer sich bei der Landtagswahl im Raum Osten um ein Mandat in Hannover bewirbt: Für die SPD tritt Claus Johannßen an (Foto links), für die CDU deren neuer Landes-Generalsekretär David McAllister (Foto rechts). Mehr auf den Websites der SPD Hemmoor und von McAllister.


Gemeinderat

"Bürgermeister
für alle Ostener"

Einstimmig (!) hat der Rat der Gemeinde Osten Carsten Hubert (CDU) zum neuen Bürgermeister gewählt. In Abwesenheit seines erkrankten Vorgängers Sigfried Wichmann erklärte Hubert: "Ich möchte Bürgermeister für alle sein." Zu Huberts Stellvertretern wählte der Rat Gerd Wichers (CDU) und Herbert Guthahn (SPD). Für 20-jährige Arbeit im Rat ehrte Samtgemeinde-Bürgermeister Jens Koch aus Hemmoor Rüdiger Toborg (CDU) sowie Erika Haack (SPD), die jetzt aus dem Rat ausgeschieden ist.


Kommunalwahl 2001

"Carsten ist der
große Sieger"

Die CDU hat mit der knappest möglichen Mehrheit von einem Ratsmandat die Kommunalwahl in der Gemeinde Osten gewonnen (Einzelergebnisse hier). Aus dem Stand qualifizierte sich der 40-jährige Baustoffkaufmann und CDU-Vorsitzende Carsten Hubert für die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Siegfried Wichmann. "Knapp verloren ist auch verloren," kommentierte SPD-Spitzenmann Herbert Guthahn das Ergebnis: "Carsten ist der grosse Sieger." Bei einer SPD-Wahlparty im Hotel Fährkrug hob Guthahn hervor, dass drei der sechs künftigen SPD-Ratsmitglieder Frauen sind. Dem Frauen-Trio Silke Mahler, Brigitte Zühlke und Hilde Kornetzki hatte womöglich das goldene Hufeisen Glück gebracht, das SPD-Vorsitzender Lothar Klüser kurz vor der Wahl bei einem Grillfest allen Kandidatinnen verehrt hatte (Foto unten). Neben Klüser und Guthahn wird auch Gerd Hoop (zweitbestes Einzelergebnis der SPD) für die SPD dem Rat angehören. Für die CDU ziehen Carsten Hubert, Gerd Wichers, Susanne Heinsohn, Heino Schmidt, Rüdiger Toborg, Jürgen Buhrfeind und Ralf Ackermann in den Rat ein.


Hufeisen brachten Glück: SPD-Bewerberinnen
Kornetzki, Patjens, Zühlke, Mahler

Bis zuletzt war der Wahlkampf in Osten - anders als in Hemmoor - vom Bemühen um Fairness geprägt. Am letzten Tag hatten einige der Ostener CDU-Spitzenleute den Info-Stand der SPD-Konkurrenz am Blumenhaus Haack besucht. Zünftig begrüßt wurden die "Schwarzen" vom SPD-Mann Horst Ahlff mit einem Glas rotem Korn (Foto unten). Weitere Wahlkampf-Infos demnächst auf der Ostener SPD-Homepage und der Website der CDU Osten.


Ein Schnäpschen für die Konkurrenz

Tourismus

Warum soll einer
nach Osten reisen?

Zukunft verschlafen - Bei einer Konferenz im Fährkrug beklagen Experten das "Trauerspiel Tourismus-Werbung" inHemmoor


Konferenzpause auf der Fährkrug-Terrasse:
Die Politiker-Delegation unter Leitung von Annette
Faße (lks.) suchte nach Wegen zur Förderung des
Tourismus im ländlichen Raum

Die Gäste kamen herangeschwebt: Mit der Fähre erschienen die Touristik-Experten der SPD-Fraktionen in Berlin und Hannover, Brunhilde Irber und Günter Peters, und 30 Fachleute aus Verbänden, Behörden und Parteigliederungen, um nach neuen Wegen der Tourismusförderung zu suchen (siehe auch Bericht unter spd-hemmoor.de).

Die hochkarätigen Gäste informierten sich über erfolgreiche Modelle eines zukunftsorientierten Tourismus wie die niedersächsischen Bauerhof-Ferien mit ihrem eindrucksvollen Internet-Angebot.

Zum Testen:  Website über den Otterndorfer Ferienhof der Konferenz-Referentin Ute Mushardt, Vorsitzende der AG Urlaub und Freizeit auf dem Land.

Ebenfalls bemerkenswert: die von der Landesregierung unterstützte nagelneue Datenbank Geolife, ein bombastisches Web-Angebot, in dem Hunderte von Wander-, Rad- und Kanu-Touren erfasst und exzellent beschrieben sind.

Zum Testen: Die Radtour Osten - Altendorf - Osten in Geolife: hierklicken.

Hotelier und Dehoga-Kreisvorsitzender Horst Ahlf vom Fährkrug - Website: www.faehrkrug.de - bestätigte, dass das Internet "das Buchungsinstrument der Zukunft" ist; schon jetzt erreichen auch ihn 20 Prozent aller Anfragen übers Web. Ahlf bestätigte die Analyse des Tourismus-Experten Peters, der dazu aufgeforderte, die spezifischen Stärken einer Region zu betonen und Themen-Touren anzubieten. An Anfang müsse, so Peters, die Frage stehen: "Warum soll einer nach Osten reisen?"

Nachdem der klassische Angeltourismus an der Oste zu Gunsten von Mecklenburg-Vorpommern weitgehend weggebrochen ist, gehört die Zukunft nach Meinung der Experten ausgefeilten Radwander- und Wassersport-Angeboten, Reit- und Wanderprogrammen wie "Bett und Box" oder "Heu-Hotels" sowie kultur- und naturkundlichen Offerten, die von Profis, ohne Rücksicht auf Gemeinde- und Kreisgrenzen, mit modernsten Mitteln vermarktet werden müssten.

Genau daran aber mangelt es in der Region Hemmoor. Der jetzigen Mehrheit in der Gemeinde Osten sei mehr an Landwirtschaft als an Tourismus gelegen, kritisiert SPD-Ratsherr Lothar Klüser. Seine Ratskollegin Erika Haack hatte - nach 20 Jahren in der Kommunalpolitik - kritisiert, dass die Samtgemeinde Hemmoor Tourismus-Initiativen eher bremse als fördere. "Die Region verkauft sich unter Wert", beklagte auch die Landtagsabgeordnete Birgit Meyn-Horeis das Trauerspiel Tourismuswerbung.

Der Konkurrenzkampf zwischen den in- und ausländischen Urlaubsregionen sei, so Experte Peters, "mörderisch". Hat Osten die Zukunft schon verschlafen?