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Literatur im Osteland

Volkssturm 1945, Schriftsteller Schütt

Zeitgeschichte

Der Mann, der 1945 die
Schwebefähre rettete

Jeder Ostener weiß: Die Schwebefähre gäbe es nicht ohne die Fördergesellschaft um Horst Ahlf, die das heutige Baudenkmal vor 30 Jahren vor dem Abriss rettete. 

Kaum einer jedoch weiß: Unsere Schwebefähre gäbe es auch nicht, wenn der Vater des Schriftstellers Peter Schütt nicht 1945 den Befehl verweigert hätte, mit drei Panzerfäusten und ein paar Volkssturm-Männern das Bauwerk zu zerstören.

Der Website www.schwebefaehre.org stellte der Autor einen neuen Text über die Ereignisse in den letzten Kriegswochen zur Erstveröffentlichung zur Verfügung. Dazu schrieb Schütt: "Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Erfolg bei der neuerlichen Rettung der Schwebefähre."

Zum Schütt-Text geht es hier.


Menschen

Der "spiritus rector"
feierte 75. Geburtstag

Der Schriftsteller Peter Schütt nannte ihn in einem Aufsatz über seine Heimat den "spiritus rector des Hemmoorer Literaturbetriebes". Am 2. Februar feierte der pensionierte Studienrat Heiko van Dieken (Foto) seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlaß widmete die NEZ  ihm (und Ehefrau Ingeborg) ein von Respekt und Zuneigung geprägtes Porträt, das in der Reihe "Cuxland persönlich" erscheint. Das Lehrerehepaar "prägt die kulturelle Landschaft" in und um Hemmoor, urteilt darin NEZ-Redaktionsleiter Hans-Henning Kruse.

Erst im herbst 2003 hat van Dieken, von dem unter dem Titel "Marschbefehl und Krippenspiel" bereits vor einiger Zeit Jugenderinnerungen erschienen sind, in der Kulturdiele mit "Bombenkrieg und Kinderjahre" (De Utrooper-Verlag, Leer) Tagebuchnotizen aus seinen Schülerjahren vorgestellt, die vom Terror des Bombenkrieges geprägt waren. Auf dem Titelbild sind Todesanzeigen von Kindern wiedergegeben - so, wie der  Vierzehnjährige sie damals für sein Tagebuch abgezeichnet hat.  Besonders wichtig war dem Autor der Hinweis, dass es auch in England Proteste gegen das so genannte "moral bombing" gegeben hat - etwa von dem anglikanischen Bischof George Bell.

Alfred-Vagts-Straße für Hemmoor?

Wahrscheinlich kann man dem Geburtstagskind keinen größeren Gefallen tun, als ihm einen Wunsch zu erfüllen, den er in seinem neuen Buch vorträgt: eine Straße in Hemmoor nach Alfred Vagts zu benennen. Der aus Basbeck stammende Windmüller-Sohn Vagts, ein "scharfsinniger Kritiker des Nazismus", war in die USA emigriert, hatte sich dort aber aus humanitären Gründen gegen eine Flächenbombardierung deutscher Großstädte ausgesprochen, wie van Dieken in seinem Buch schreibt. In den USA hatte der weltweit bekannte Wissenschaftler und Militarismuskritiker eine Reihe bedeutender militärhistorischer Werke verfaßt. Alle Bücher von Vagts hier.-
 

Wer war Alfred Vagts?

Alfred Vagts, Lyriker und Historiker, wurde 1892 als Sohn des Windmüllers in Basbeck geboren. Er besuchte zunächst die "Vossische" Lateinschule in Otterndorf, machte sein Abitur in Hannover und ging dann zum Studium nach München, wo er rasch in Kontakt mit den führenden Repräsentanten des Expressionismus kam. In der Zeitschrift "Aktion" veröffentlichte Vagts, seit 1915 Kriegsteilnehmer, regelmäßig Gedichte gegen den Krieg, die er bei Kriegsende zu einem eigenen Band zusammenstellte: "Ritt in die Not". 1917 nimmt Alfred Vagts als Vertreter des "Rates der Offiziere" an den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk teil, 1919 beteiligte er sich aktiv an der Münchner Räterepublik, brach jedoch bald mit der radikalen Linken. In der Weimarer Republik arbeitete Vagts als Historiker am Hamburger Institut für auswärtige Politik. 1933 emigrierte er in die USA und lehrte später deutsche Geschichte an der Harvard University. Seine wissenschaftlichen und essayistischen Bücher, darunter sein Hauptwerk "History of Militarism", schrieb er durchweg auf englisch. 

Quelle: "Von Dichtern und Dörfern" (Peter Schütt)


Literatur

Familiensaga aus der
Welt der Ziegeleien

Die vielen Fans der Rönndeicher Autorin Elke Loewe ("Teufelsmoor") können sich freuen: Für März kündigt Rowohlt das Erscheinen des Buches "Simon, der Ziegler" an. Es spielt in der Welt der Ziegeleien in der Region zwischen Elbe und Oste, zu der auch in unserer Rubrik GESCHICHTE viel zu erfahren ist. Der Wortlaut des Klappentextes ist bereits bekannt: "Gründerzeit herrscht. Hamburg wächst, und auf dem Land schießen die Ziegeleien aus dem Boden. Auch Georg von Rönn aus dem Kehdinger Land hat einen Ofen. Den Boden stellt sein Nachbar Julius, der dafür Georgs Tochter zur Magd und später auch zur Frau bekommen soll. Aber Rieke hat sich längst in den Ziegeleiarbeiter Simon verliebt - Simon, den Taugenichts mit den feuerroten Haaren."

Foto: Sammlung Ludwig
 Ziegelei-Schornstein an der Ostener Fähre (um 1900)

Der Verlag rechnet mit einer starken Nachfrage - schhließlich war "Teufelsmoor", ebenfalls ein aufwühlendes Famliendrama aus der Feder von Elke Loewe, schon nach 10 Wochen in der dritten Auflage. Mehr über die Autorin, die gleich hinter der Ostener Ortsgrenze am Rönndeich lebt, an der so genannten "Deutschen Krimistrasse", unter www.deutsche-krimistrasse.de.


Literatur

Hüll: Elke Loewe las
aus ihrem neuen Krimi


Loewe-Lesung in der voll besetzten ABC-Diele

Bis vor kurzem galt die Schriftstellerin Elke Loewe vom Rönndeich, bekannt auch als  Deutsche Krimistraße (so der Titel einer speziellen Website), als Geheimtipp. Doch schon vor einem Jahr schrieb osten-oste.de über die damals gerade erschienene dramatische Familien-Saga "Teufelsmoor": "Sicher wird irgendwann hier mal eine Strasse nach Elke Loewe benannt werden, die sich spätestens mit diesem Roman in die Riege der grossen niederdeutschen Heimatschriftsteller eingereiht hat." 

Mittlerweile hat Elke Loewe zwei in unserer Region angesiedelte Krimis vorgelegt, und allmählich entdecken auch mehr und mehr Hadelner und Kehdinger die Qualitäten dieser großartigen Autorin. Dankbarer Applaus belohnte sie jetzt bei einer Lesung in der voll besetzten Hüller ABC-Diele für die präzise Schilderung von Natur und Menschenschlag in unserer Region.


Jetzt schon im zweiten Krimi: Karla Ahlf aus Osten

Am 26. 9. 2003 veröffentlicht die NEZ in ihrer lesenswerten Reihe "Cuxland persönlich" ein von Wiebke Kramp liebevoll und kenntnisreich verfasstes Porträt der Autorin. Darin zitiert sie unter anderem eine Antwort Elke Loewes auf die Frage: "Wer ist denn nun wer?" in den beiden Krimis "Rosenbowle" und "Herbstprinz", die - für Eingeweihte erkennbar - durch viele Personen und Ereignisse in Osten und auf dem Hüll inspiriert sind. 

Elke Loewe gibt nur eine einzige real existierende Person als Inspirationsquelle preis - die allerdings schon voriges Jahr von osten-oste.de identifiziert worden war: "Die herzensgute Tante Marga heißt im wirklichen Leben Karla Ahlf aus Osten, 'die leider ihren Bäckerladen aufgegeben hat'". Auch der jüngste Loewe-Krimi beginnt mit einer Szene in Karlas Laden.

Inzwischen hat Elke Loewe die Arbeit an ihrem dritten Krimi abgeschlossen (siehe unten), der im Frühjahr rerscheinen soll - mehr auf unserer Schwesterseite www.huell.net. Alle Loewe-Bücher sind in Peter Mügges Hemmoorer Buchhandlung erhältlich, aber auch per Mausklick bei amazon.de.


Literatur

Neuer Oste-Roman aus
dem Ziegelei-Milieu

Die Fans von Elke Loewe können sich freuen: Die Schriftstellerin vom Rönndeich - im Drei-Dörfer-Eck zwischen Hüll, Großenwörden und Ostenzu Hause  - legt demnächst ihren neuesten Heimat-Krimi vor: "Simon, der Ziegler" spielt im historischen Ziegelei-Milieu. Das Titelbild kann osten-oste.de bereits jetzt präsentieren; eine kurze Inhaltsangabe steht hier. Ebenfalls um die Geschichte der Ziegeleien an der Niederelbe geht es in dem überaus lesenswerten Krimi "Ziegelbrand" des Drochterser Rechtsanwalts Wilfried Eggers.
In Osten erinnert lediglich noch eine Lücke im Ostedeich (Foto) an die einst blühende Ziegeleiindustrie. Durch die Lücke rollten vor über hundert Jahren die Loren der vom Volksmund so genannten "Lehmkonditoren". So hießen die Besitzer der Ziegeleien am Osteufer, deren Produkte per Ewer auf Oste und Elbe nach Hamburg geschippert wurden, wo sie unter anderem beim Bau der Speicherstadt Verwendung fanden. Eine alte Karte (ca. 1910, siehe Ausschnitt) verzeichnet allein zwischen Osten und Hemm sechs Ziegeleien ("Zgl.").
Seit einiger Zeit interessiert sich die Denkmalschützerin beim Landkreis Cuxhaven, Bauamtfrau Birgit Greiner (Foto unten), für die Ostener "Lorendeichlücke": Die Denkmalschützer wollen verhindern, dass der Deichverband das letzte Relikt der einstmals blühenden Ostener Ziegelindustrie beseitigt. Tourismusförderer denken darüber nach, in der Deichlücke mit ein paar Metern Feldbahnschienen, einer Original-Lore von einst und einer kleinen Info-Tafel eine kaum kostenträchtige, aber dennoch eindrucksvolle kleine Attraktion für Gäste zu schaffen.
Die Deichlücke erinnert an eine Industrie, die schon von Zeitgenossen als übles Beispiel für "kapitalistischen Raubbau" angeprangert wurde, so 1908 der Hamburger Professor Richard Linde, der auch in farbigen Schilderungen  überliefert, wie sich die neureichen Ziegelbauern an Elbe und Oste aufführten: 

Sie fraßen 1000-Mark-Scheine
und kegelten auf Sektflaschen

"Ihr Hals hat kaum etwas Weißes gesehen, aber wenn sie den Wertpapierkasten schließen wollen, müssen sie ihn mit dem Knie zustemmen... Daß sie statt der Kegel Sektflaschen aufgestellt, Goldstücke im Tanzsaal ausgestreut haben und einer einen Tausendmarkschein, auf ein Brötchen gelegt, fein zerschnitten in Barbarenhochmut verzehrt habe, kann man noch heute überall erzählen hören." Mehr über die spannende Geschichte der Ostener Ziegelindustrie auf dieser SONDERSEITE.

Hüll: Elke Loewe liest
aus ihrem "Herbstprinz"

Am 28. September, 17 Uhr,  präsentiert Elke Loewe im KunstRaum beim ABC in Hüll ihren Heimat-Krimi "Herbstprinz" (kann u. a. über amazon.de per Mausklick bestellt werden; alle bisher erschienenen Bücher von Elke Loewe stehen hier.) Worum es in dem Roman geht, verrät der Klappentext: "Wie die Romane 'Die Rosenbowle' und „Teufelsmoor" spielt auch 'Herbstprinz' in der näheren Umgebung. Augustenfleth zur Zeit der Apfelernte: Familie Heinssen bewirtschaftet einen großen Obsthof in den Elbmarschen. Schwarzarbeiter beschäftigt hier jeder - aber dass Tochter Katrin sich in den schönen Yuma verliebt, damit hat niemand gerechnet. Eines Tages verschwindet der junge Kurde spurlos, und in Augustenfleth ist plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war..."

Um die Lesung herum feiert der KunstRaum erin kleines Apfelfest mit Apfelwein, Apfelkuchen und mit Kisten voller "Herbstrprinzen" (Eintritt: 5 Euro). - Der Rönndeich macht also der Bezeichnung "Deutsche Krimistraße" (siehe gleichnamige Website) weiterhin alle Ehre. - Mehr über Bücher aus der Ostemarsch in unserer Rubrik LITERATUR.


Literatur

Peter Rühmkorf und
unsere Schwebefähre


Rühmkorf-Gedichte auf CD

Die Debatte über die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums an der Oste hat das Hemmoorer Ehepaar Inge und Heiko van Dieken zu der Anregung veranlaßt, osten-oste.de möge verstärkt auch "literarische Hinweise auf die Fähre" aufzugreifen. Neben den Gedichten von Peter Schütt und Richard Rüsch über die Schwebefähre - zusammengestellt auf dieser Website - gebe es auch im Tagebuch-Band "TABU I" von Peter Rühmkorf eine poetische Passage über die Schwebefähre.

Den Silvesterabend 1990 hatte der in Warstade aufgewachsene Lyriker mit Günter Graß und anderen Freunden im Haus des Jounalisten Manfred Bissinger in Neuland verbracht. Über die anschließende Übernachtung im Ostener Hotel Fährkrug notiert  Rühmkorf:

Fenster zur Oste raus - scharfer Vollmond - schneidig pfiffelnder Wind über silbrig zitternden Wassern - das Ächzen und Kreischen der graustählernen Schwebefähre - heitmatlich ungemütlich und an die Grundfesten meiner niedersächsischen Neurosen rührend.
Nach tiefem Schlaf ("Imeson, Noctamid, Adumbran und bis 10.30 durch") besuchte der Dichter am nächsten Tag das Grab seiner Mutter Elisabeth auf dem Friedhof in Warstade ("kleiner fröstelnder Feldstein im bissigen Wind"). Einen Tag nach seinem Ausflug an die Oste legte Rühmkorf letzte Hand an ein Gedicht, in dessen erstem Satz der Name seines Kindheitsflusses in überraschendem Kontext auftaucht:
Früher, als wir die großen Ströme noch
mit eigenen Armen teilten,
Ob, Lena, Jenissei, Missouri,
Mississippi, Elbe, Oste,
und mit Gesang den Hang raufgezogen
und mit Gesang auch wieder herab,
immer den Augen hinterher und Hyperions
leuchtenden Töchtern,
des Tages Anbruchs Röte
und des Mondes Aufzugs Beginn - 
Heute: drei Telefongespräche und der Tag ist gelaufen.
Weitere Hinweise auf Erwähnungen der Oste oder der Schwebefähre in der Literatur sind erbeten unter osten@oste.de.


Literatur

"Herbstprinz" - neuer
Krimi vom Rönndeich

Die Fans von Elke Loewe können sich freuen: In diesen Tagen präsentiert die Schriftstellerin vom Rönndeich - im Drei-Dörfer-Eck zwischen Hüll, Großenwörden und Osten - einen weiteren Heimat-Krimi. Der Inhalt ist noch geheim, der Titel steht fest: "Herbstprinz". Über amazon.de kann das Buch per Mausklick bereits jetzt vorbestellt werden. Übrigens: Elke Loewe arbeitet bereits an ihren nächsten Buch - Titel: "Simon, der Ziegler". Alle bisher erschienenen Bücher von Elke Loewe stehen hier. - Der Rönndeich macht also der Bezeichnung "Deutsche Krimistraße" (siehe gleichnamige Website) weiterhin alle Ehre.


Literatur

Uwe Friedrichsen
liest Tucholsky

Den 30. August sollte man sich jetzt schon merken. Uwe Friedrichsen kommt nach Hechthausen. Auf Einladung des Kulturkreises Hechthausen wird er in der Ostekrone um 20.00 Uhr eine Kostprobe seines literarischen Könnens geben und Texte von Tucholsky lesen. Die Organisatoren vom Kulturkreis Hechthausen freuen sich sehr, ihrem Publikum einen der vielseitigsten deutschen Schauspieler mit einem anspruchsvollen Programm präsentieren zu können. Uwe Friedrichsen muss man eigentlich nicht vorstellen. Er gehört zu den großen deutschen Nachkriegs-Schauspielern mit einem gewaltigen Aktionsradius, der von der Sesamstraße über Edgar Wallace bis zu Gustav Gründgens reicht. Dem vielseitigen Schauspieler, der mittlerweile auf eine über 40-jährige Karriere  zurückblicken kann, ist kein Genre unbekannt. Karten im Vorverkauf gibt es neuerdings vergünstigt bei Elektro-Patjens und in der Ostekrone in Hechthausen sowie in der Center-Buchhandlung in Hemmoor für 16,- €  (Abendkasse 18,-€ ). Mehr...


Krimis

Schlüsselromane sorgen
für Unruhe in Hadeln

Mai 2003. Als vor drei Jahren der Krimi "Die Tote, der Bauer, sein Anwalt und andere" erschien, kam unter Hadler und Kehdinger Juristen Unruhe auf: Viele meinten sich in dem justizkritischen Erstling des Drochterser Rechtsanwalts und Notars Wilfried Eggers (Foto) erkennen zu können, erinnert sich der Hemmoorer Buchhändler Peter Mügge.

Jetzt hat Eggers sein zweites Buch vorgelegt: "Ziegelbrand" ist der Titel eines großartigen Kriminal- und Zeitromans, der unverkennbar in Kehdingen, Drochtersen, Stade und auf Krautsand spielt - obwohl alle Ortsnamen verfremdet worden sind, zum Beispiel zu "Ruthensand" und "Kahdingen". Schon wird in Hadeln und Kehdingen darüber gemunkelt, wer das Vorbild für die Figur des Großbauern mit der dunklen Vergangenheit gewesen sein könnte, der im Roman unter dem Namen von Rönn auftritt. - Was das Stader "Wochenblatt" über den Roman schreibt, steht hier. Das neue Eggers-Werk, das in der Center-Buchhandlung Mügge erhältlich ist, kann auch per Mausklick  - hier - über amazon.de bestellt werden.


Thriller

Bei Osten gibt's eine
"Deutsche Krimistraße"

Juni 2003. Eine Straße wie jede andere auf dem Lande? Irrtum: Der Rönndeich entlang der Großen Rönne (Foto) hält einen deutschen Rekord: "Wohl in keiner Straße sind mehr Krimis geschrieben worden als am 2,3 Kilometer langen Rönndeich, den man gut und gern als die Deutsche Krimistraße bezeichnen könnte," heisst es auf einer gleichnamigen neuen Website. Und: "Kaum irgendwo sonst spielen zugleich mehr Krimis als in dieser sonderbaren Gegend..." 
Unter dem Titel "Morde zwischen Moor und Meer" informiert die Seite darüber, dass an der Straße - deren Anwohner teils zu Großenwörden (Samtgemeinde Himmelpforten), teils zu Osten (Samtgemeinde Hemmoor) und teils zu Hüll (Drochtersen) gehören - zum Beispiel fast jeder zweite Krimi der TV-Serie "Der Alte" (Drehbuch: Volker Vogeler) erdacht worden ist. Hingewiesen wird auch auf die Werke des Ex-Rönndeicher Thriller-Autors Jürgen Petschull, der Rönndeicherin Kriminalschriftstellerin Elke Loewe und des schreibenden Anwalts Wilfried Eggers aus Drochtersen, der im Quellgebiet der Rönne wirkt (siehe nächsten Beitrag). - Zur neuen Krimi-Website geht's hier...


Literatur

Da kommt 
der Fährmann!

"Da kommt der Fährmann!" ist der Titel eines Textes, den der Cadenberger Autor Knut-Michael Senftleben dem Ostener Mädchen Anna Luisa Philippsohn gewidmet hat, das im November 1941 in ein Vernichtungslager deportiert wurde. Der Beitrag, der die letzte Fahrt der jüdischen Familie Philippsohn mit der Ostener Schwebefähre nachzuempfinden versucht, steht hier. Einzelheiten über das Schicksal der Familie, über die der kürzlich verstorbene Ostener SPD-Gründer und Ex-Bürgermeister Wilhelm Jonscheck geforscht hat und an die heute in Osten die Philippsohnstraße (früher: Am Dubben) erinnert, stehen in unserer Rubrik GESCHICHTE.


Kunst

Ostener Deich-Idylle
ziert Lyrik-Website

Fotos aus Osten - zum Beispiel die oben abgebildete Idylle hinterm Ostedeich - illustrieren eine Lyrik-Website der Künstlerin Gerda Makarowski aus Sehnde bei Hannover, die sich bei einem Kurzurlaub an der Oste zu Fotos, Zeichnungen und Gedichten inspirieren liess. Die Website trägt den Titel www.wortgarten.de.


Lyrik

Basbecker Dichter
besingt Schwebefähre

Neben Peter Rühmkorf ist Peter Schütt (Foto) der wohl bedeutendste Schriftsteller, der in Hemmoor geboren ist; siehe dazu diesen Artikel von Schütt über die "heimliche Literaturhauptstadt" im Hamburger Abendblatt. Zweimal hat Schütt - der sich selber vom KP-Funktionär zum bekennenden Muslim gewandelt hat - die Schwebefähre zwischen Basbeck und Osten besungen. Sein Gedicht "Erinnerungen an die Schwebefähre" ist hier zu finden, ein weiteres Schütt-Gedicht über die Fähre hier.

Ein drittes Schwebefähren-Gedicht trägt den Titel "Uns Schwebefähr to Dank un Ehr!". Es ist von dem verstorbenen Ostener Chronisten und Heimatdichter Richard Rüsch 1974 verfasst worden:

Du gode Fähr büst op dien letzte Fohrt,
an 23624 Dog häst du dien Arbeit dohn.
Dien Bou is hart, von gode Oart,
dien Lebenswark häst du bestohn!

Der volle Wortlaut steht hier; Rüsch hat übrigens auch das "Oestinger Heimatleed" verfaßt. 

Mehr Informationen zur Geschichte der Schwebefähre stehen auf der Websitewww.schwebefaehre.org


Autoren

Drei Bücher aus Osten

 
Drei neu erschienene Bücher von Ostener Autoren sind in den letzten Wochen erschienen. Gleich hinter der Ortsgrenze, am Rönndeich, wohnt Elke Loewe, deren Familien-Saga "Teufelsmoor" kurz vor Weihnachten auf den Markt gekommen ist. Der in Hamburg lehrende Orientalist Gernot Rotter, bis vor kurzem in Osten wohnhaft, hat gemeinsam mit Ekkehart Rotter das Buch "Die Geschichte der Lust" vorgelegt; am Beispiel der antiken Liebesgöttin Venus, der christlichen Gottesmutter Maria und der islamischen Prophetentochter Fatima wird der Stellenwert von Sexualität und Lust in der Gesellschaft von der Antike bis in die Gegenwart analysiert - eine kritische Darstellung des historischen Prozesses der allmählichen Unterdrückung der Sexualität der Frau. Der Ostener Journalist Jochen Bölsche ist Herausgeber des Buches "Schreiben, was ist", in dem die wichtigsten Reden, Leitartikel und Kommentare des im November verstorbenen SPIEGEL- Herausgebers Rudolf Augstein dokumentiert sind.


Gastronomie

Wirt von der Oste
gibt Geheimtipps

Was tun, wenn das Hotelpersonal die Schokoriegel ißt, die eigentlich dem Gast aufs Kopfkissen gelegt werden sollen; was tun, um Umsatzeinbrüche durch den Teuro zu verhindern; was tun, um den Gast nach dem Essen auch noch einen Espresso oder einen Aquavit zu verkaufen - tausenderlei Tipps und Tricks für Wirte verraten Peter und Astrid ("Assi") Hörstensmeier von der "Linde" an der B 73 in Hechthausen / Bornberg in einem soeben erschienenen Buch mit dem Titel "Ich bin Wirt - eine Liebeserklärung an das zweitälteste Gewerbe der Welt" (121 Seiten, 11,90 Euro, ISBN 3-8311-4593-8, im Buchhandel). Eigentlich für Kollegen bestimmt, vermittelt das höchst amüsante und interessante Büchlein auch Gästen tiefe Einblicke ins Innenleben der ländlichen Gastronomie - bestens lesbar und außerordentlich lesenswert! Buch bei amazon.de bestellen.


Bücher

"Teufelsmoor": das 
ideale Geschenk

Dezember 2002 - Die Schriftstellerin Elke Loewe, die unmittelbar an der Ostener Ortsgrenze wohnt, hat ein neues Buch vorgelegt. "Teufelsmoor" ist eine fesselnde Familiensaga aus unserer Region: Die Familie Kähding aus Hüll zieht im 18. Jahrhundert über Osten ins Teufelsmoor, um eine Kolonistenstelle zu übernehmen. Wunderbare Naturbeobachtungen wechseln ab mit einfühlsamen Schilderungen des Lebens dreier Moorbauerngenerationen - selten ist die Geschichte dieser Region so detailbesessen und liebevoll zugleich beschrieben worden: Ein absolutes Muß für Heimatfreunde und heimatgeschichtlich Interessierte. 

Sicher wird irgendwann  hier mal eine Strasse nach Elke Loewe (Foto) benannt werden, die sich spätestens mit diesem Roman in die Riege der grossen niederdeutschen Heimatschriftsteller eingereiht hat. Das Buch (8,90 Euro) ist in der Buchhandlung Peter Mügge erhältlich, aber auch ganz einfach per Internet durch einen Klick auf dieses Wort: "Teufelsmoor". - Ausserdem lieferbar: Elke Loewes Krimi "Die Rosenbowle", der in Osten und am Rönndeich spielt.


Autoren

Sagenhaftes von
der Niederelbe

Geschichten über Hexen, Drachen und Klabautermänner hat die Stader Krimiautorin und Psychologin Anke Cibach für ihr neues Buch zusammengestellt: "Die schönsten Sagen - Region Hamburg und Niederelbe". Zur Bestellung über amazon.de geht's hier.


Bücher

Literarisches Denkmal
für Ostener Bäckersfrau

Frühjahr 2002 - Anfang Januar war auf dieser Website zu lesen, wie viele Ostenerinnen und Ostener die Geschäftsaufgabe von Karla Ahlf (Foto) bedauern. Jetzt ist der Bäckersfrau ein literarisches Denkmal gesetzt worden - in dem soeben erschienenen Roman "Die Rosenbowle" der Rönndeicher Schriftstellerin Elke Loewe, die unter anderem das Zeichentrick-Schwein Piggeldy erfunden und das Drehbuch für den einzigen plattdeutschen "Tatort" verfasst hat ("Watt Recht is, mutt Recht blieven") und die vor einiger Zeit erst mit dem wunderschönen Oste-Bilderbuch Jonni Hecht auf sich aufmerksam gemacht hat.

Um was geht es in Elke Loewes neuem Roman? Die Inhaltsangabe des Verlages liest sich so: "Valerie ist von Tom sitzen gelassen worden, und da kommt ihr Tante Robbies Einladung zu Ferien auf dem Lande gerade recht. Doch das Haus am Deich ist leer, und im Gartenhaus sitzt die Leiche der alten Dame. Kurz entschlossen quartiert sich Valerie in Augustenfleth ein. Bald kennt sie all die freundlich-wortkargen Leute im Ort persönlich, und sie könnte sich hier fast zu Hause fühlen - wenn nicht einige Fragen zu dem plötzlichen Todesfall offen blieben."

Am spannendsten ist für Einheimische die Frage, von welchen Plätzen und Personen sich Elke Loewe (Foto) hat inspirieren lassen. Wer die Gegend kennt, merkt schnell: Der Ort der Handlung, "Augustenfleth", ist eine Mischung aus Osten und Hüll, der Tidefluss "Stinte" zwischen Elbe und Weser unverkennbar die Oste, das "Gasthaus Zur Mühle" eine Mixtur aus dem Hotel Fährkrug und den alten "Rönndeicher Lichtspielen" ("Röli") im heutigen Gasthaus Luhrmann...

Schwieriger wird's beim Personal. Wenngleich einem manche Namen - Drewes, Schlichting, Rönndigs usw. -  bekannt vorkommen, so sind die meisten dazugehörigen Charaktere wohl frei erfunden, vom Taxifahrer mit dem Pferdeschwanz bis zum Pastor, für den die Frauen schwärmen... Unschwer identifizierbar ist nur die als stets hilfsbereit und warmherzig geschilderte Frau ("mütterlich", "gute Augen", "rote Apfelbäckchen"), die mit ihrem Bäckerwagen über Land fährt: ganz eindeutig Karla - obwohl sie im Roman Marga heisst.

Das Buch "Die Rosenbowle" kann, ebenso wie "Jonni Hecht",  auch im Internet bestellt werden, und zwar auf dieser Website, die auch über andere Bücher informiert, die in Osten oder an der Oste spielen, zum Beispiel den großartigen "Herbst der Amateure" von Jürgen Petschull.


Zeitschriften

Medien-Landschaft 
an der Oste

Warum so viele Künstler, Schriftsteller und Journalisten an der Oste leben - dieser Frage ist der Hamburger Autor Emanuel Eckardt in einem Beitrag für die Zeitschrift "Country" nachgegangen: 

"Westlich von Hamburg, jenseits der Elbe, weit draußen hinterm Deich und gut dreißig Zentimeter unter Normal Null siedelt auf schwerem Boden ein erdverbundener und wetterfester Menschenschlag, angetan mit Öljacke und Gummistiefeln. Mal ist er auf den Bäumen zu finden, mal auf sauren Wiesen, mal im dicken Morast. Diese kernigen Leute, die es selbst bei Schietwetter mit glücklichen roten Gesichtern nach draußen treibt, sind Journalisten, Kameraleute und Fotografen, Werbeleute und Künstler von Rang. Nur: was treibt Hamburgs Medienszene ausgerechnet ins Kehdinger Land?"

Zum vollen Wortlaut geht's  hier...


Literatur

"Oestinger 
Heimatleed" 

"Von de Rönn bet an de Sietwenn' / von uns' Moor bet an den Diek / reckt uns' Heimat Karkspeel Osten,  mien Tohuus, nich arm, nich riek" - mit diesen Zeilen beginnt das "Oestinger Heimatlied", das R. A. Rüsch 1983 verfasst und 1985 in seinem Buch "Tohuus an de Waterkant" veröffentlicht hat. Der Wortlaut steht jetzt erstmals im Internet.


Entertainer

Die wahre Liebe 
der Lilo Wanders

Millionen kennen Lilo Wanders. Jetzt hat der Mann, der die TV-Kunstfigur verkörpert, seine wahre Liebe geoutet: Sie gehöre der Landschaft an der Oste, vertraute er dem Wochenblatt "Elbe-Weser aktuell" (Volksmund: Else Weber) an. Mehr...


Literatur

Heimat mit 
Welthorizont

"Diese kleine Heimat hat Welthorizont: Zwischen Kehdinger und Hadelner Land waren und sind große norddeutsche Geister zu Hause." Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von Peter Schütt über die literarische Landschaft im "Zweistromland" zwischen Weser und Elbe. Hier geht's weiter...


Journalismus

Jürgen Petschulls 
Liebeserklärung

Seit zwanzig Jahren lebt der Reporter und Schriftsteller Jürgen Petschull ("Der Herbst der Amateure") an der Oste. Im "Stern" hat er unlängst eine Liebeserklärung an diese Region verfasst. Auszug:

"Ich bin in Deutschland herumgezogen und in der Weltgeschichte herumgekommen. Aber hier habe ich Wurzeln geschlagen. Hier baumelt meine Seele. Hier habe ich alte Häuser umgebaut und Bäume gepflanzt, Bücher geschrieben und eine Tochter gezeugt. Über die Jahre sind mir Land und Leute Heimat geworden.  Mein Niedersachsen - das ist ein etwa hundert Quadratkilometer großes, weitgehend entwässertes Feuchtgebiet rings um Osten an der Oste, ein stilles Örtchen, das Naherholungstouristen wegen seiner Postkartenidylle mit Spitzturmkirche, Schwebefähre und 'Fährkrug' schätzen." 

Der volle Wortlaut steht hier...


Heimatromanze

Von Peter Schütt

Die mich liebkoste
kam aus Osten an der Oste

Tief im hohen Schilfe
bat sie mich um Hilfe

Löse mir die Zöpfe
öffne mir die Knöpfe

Und so machte sie mich reich
gleich hinter dem Ostedeich


Übersicht

Ein Fluss 
in der Literatur

Die Oste in der Literatur - eine Übersicht findet sich bei www.oste.de


Bilderbuch

Die Geschichte
von Jonni Hecht

"Seit langer Zeit schon soll hoch im Norden ein seltsamer Fisch in der Oste leben, der eine goldene Krone auf dem Kopf trägt und statt der Vorderflossen zwei Flügel hat..." 

So beginnt die Geschichte von Jonni Hecht, im gleichnamigen Bilderbuch erzählt von der Rönndeicherin Elke Loewe und illustriert von Jo du Bosque. Mehr...


Alle Termine
aus Hemmoor

Alle wichtigen Termine von Veranstaltungen in Osten und Hemmoor enthält stehen auf dieser Website.
 


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