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Literatur
im Osteland
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Volkssturm
1945, Schriftsteller Schütt
Zeitgeschichte
Der
Mann, der 1945 die
Schwebefähre
rettete
Jeder Ostener weiß:
Die Schwebefähre gäbe es nicht ohne die Fördergesellschaft
um Horst Ahlf, die das heutige Baudenkmal vor 30 Jahren vor dem Abriss
rettete.
Kaum einer jedoch
weiß: Unsere Schwebefähre gäbe es auch nicht, wenn der
Vater des Schriftstellers Peter Schütt nicht 1945 den Befehl verweigert
hätte, mit drei Panzerfäusten und ein paar Volkssturm-Männern
das Bauwerk zu zerstören.
Der Website www.schwebefaehre.org
stellte der Autor einen neuen Text über die Ereignisse in den letzten
Kriegswochen zur Erstveröffentlichung zur Verfügung. Dazu schrieb
Schütt: "Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Erfolg
bei der neuerlichen Rettung der Schwebefähre."
Zum Schütt-Text
geht es hier. |
Menschen
Der
"spiritus rector"
feierte
75. Geburtstag
Der
Schriftsteller Peter Schütt nannte ihn in einem Aufsatz
über seine Heimat den "spiritus rector des Hemmoorer Literaturbetriebes".
Am 2. Februar
feierte der pensionierte Studienrat Heiko van Dieken (Foto) seinen 75.
Geburtstag. Aus diesem Anlaß widmete die NEZ ihm (und Ehefrau
Ingeborg) ein von Respekt und Zuneigung geprägtes Porträt, das
in der Reihe
"Cuxland persönlich" erscheint. Das Lehrerehepaar "prägt
die kulturelle Landschaft" in und um Hemmoor, urteilt darin NEZ-Redaktionsleiter
Hans-Henning Kruse.
Erst im herbst 2003
hat van Dieken, von dem unter dem Titel "Marschbefehl und Krippenspiel"
bereits vor einiger Zeit Jugenderinnerungen erschienen sind, in der Kulturdiele
mit "Bombenkrieg und Kinderjahre" (De Utrooper-Verlag, Leer) Tagebuchnotizen
aus seinen Schülerjahren vorgestellt, die vom Terror des Bombenkrieges
geprägt waren. Auf dem Titelbild sind Todesanzeigen von Kindern wiedergegeben
- so, wie der Vierzehnjährige sie damals für sein Tagebuch
abgezeichnet hat. Besonders wichtig war dem Autor der Hinweis, dass
es auch in England Proteste gegen das so genannte "moral bombing" gegeben
hat - etwa von dem anglikanischen Bischof George Bell.
Alfred-Vagts-Straße
für Hemmoor?
Wahrscheinlich kann man dem Geburtstagskind
keinen größeren Gefallen tun, als ihm einen Wunsch zu erfüllen,
den er in seinem neuen Buch vorträgt: eine Straße in Hemmoor
nach Alfred Vagts zu benennen. Der aus Basbeck stammende Windmüller-Sohn
Vagts, ein "scharfsinniger Kritiker des Nazismus", war in die USA emigriert,
hatte sich dort aber aus humanitären Gründen gegen eine Flächenbombardierung
deutscher Großstädte ausgesprochen, wie van Dieken in seinem
Buch schreibt. In den USA hatte der weltweit bekannte Wissenschaftler und
Militarismuskritiker eine Reihe bedeutender militärhistorischer Werke
verfaßt. Alle Bücher von Vagts hier.-
| Wer
war Alfred Vagts?
Alfred Vagts, Lyriker und Historiker, wurde
1892 als Sohn des Windmüllers in Basbeck geboren. Er besuchte zunächst
die "Vossische" Lateinschule in Otterndorf, machte sein Abitur in Hannover
und ging dann zum Studium nach München, wo er rasch in Kontakt mit
den führenden Repräsentanten des Expressionismus kam. In der
Zeitschrift "Aktion" veröffentlichte Vagts, seit 1915 Kriegsteilnehmer,
regelmäßig Gedichte gegen den Krieg, die er bei Kriegsende zu
einem eigenen Band zusammenstellte: "Ritt in die Not". 1917 nimmt Alfred
Vagts als Vertreter des "Rates der Offiziere" an den Friedensverhandlungen
in Brest-Litowsk teil, 1919 beteiligte er sich aktiv an der Münchner
Räterepublik, brach jedoch bald mit der radikalen Linken. In der Weimarer
Republik arbeitete Vagts als Historiker am Hamburger Institut für
auswärtige Politik. 1933 emigrierte er in die USA und lehrte später
deutsche Geschichte an der Harvard University. Seine wissenschaftlichen
und essayistischen Bücher, darunter sein Hauptwerk "History of Militarism",
schrieb er durchweg auf englisch.
Quelle:
"Von Dichtern und Dörfern" (Peter Schütt) |
Literatur
Familiensaga
aus der
Welt
der Ziegeleien
Die
vielen Fans der Rönndeicher Autorin Elke Loewe ("Teufelsmoor") können
sich freuen: Für März kündigt Rowohlt das Erscheinen des
Buches "Simon, der Ziegler" an. Es spielt in der Welt der Ziegeleien in
der Region zwischen Elbe und Oste, zu der auch in unserer Rubrik GESCHICHTE
viel zu erfahren ist. Der Wortlaut des Klappentextes ist bereits bekannt:
"Gründerzeit herrscht. Hamburg wächst, und auf dem Land schießen
die Ziegeleien aus dem Boden. Auch Georg von Rönn aus dem Kehdinger
Land hat einen Ofen. Den Boden stellt sein Nachbar Julius, der dafür
Georgs Tochter zur Magd und später auch zur Frau bekommen soll. Aber
Rieke hat sich längst in den Ziegeleiarbeiter Simon verliebt - Simon,
den Taugenichts mit den feuerroten Haaren."
Ziegelei-Schornstein an der Ostener
Fähre (um 1900)
Der Verlag rechnet mit einer starken Nachfrage
- schhließlich war "Teufelsmoor", ebenfalls ein aufwühlendes
Famliendrama aus der Feder von Elke Loewe, schon nach 10 Wochen in der
dritten Auflage. Mehr über die Autorin, die gleich hinter der Ostener
Ortsgrenze am Rönndeich lebt, an der so genannten "Deutschen Krimistrasse",
unter www.deutsche-krimistrasse.de.
Literatur
Hüll:
Elke Loewe las
aus
ihrem neuen Krimi
Loewe-Lesung in der voll besetzten ABC-Diele
Bis vor kurzem galt die Schriftstellerin
Elke Loewe vom Rönndeich, bekannt auch als Deutsche
Krimistraße (so der Titel einer speziellen Website), als
Geheimtipp. Doch schon vor einem Jahr schrieb osten-oste.de
über die damals gerade erschienene dramatische Familien-Saga "Teufelsmoor":
"Sicher wird irgendwann hier mal eine Strasse nach Elke Loewe benannt werden,
die sich spätestens mit diesem Roman in die Riege der grossen niederdeutschen
Heimatschriftsteller eingereiht hat."
Mittlerweile hat Elke Loewe zwei in unserer
Region angesiedelte Krimis vorgelegt, und allmählich entdecken auch
mehr und mehr Hadelner und Kehdinger die Qualitäten dieser großartigen
Autorin. Dankbarer Applaus belohnte sie jetzt bei einer Lesung in der voll
besetzten Hüller ABC-Diele für die präzise Schilderung von
Natur und Menschenschlag in unserer Region.
Jetzt schon im zweiten Krimi: Karla Ahlf aus Osten
Am 26. 9. 2003 veröffentlicht die
NEZ in ihrer lesenswerten Reihe "Cuxland
persönlich" ein von Wiebke Kramp liebevoll und kenntnisreich
verfasstes Porträt der Autorin. Darin zitiert sie unter anderem eine
Antwort Elke Loewes auf die Frage: "Wer ist denn nun wer?" in den beiden
Krimis "Rosenbowle" und "Herbstprinz", die - für Eingeweihte erkennbar
- durch viele Personen und Ereignisse in Osten und auf dem Hüll inspiriert
sind.
Elke Loewe gibt nur eine einzige real existierende
Person als Inspirationsquelle preis - die allerdings schon voriges Jahr
von osten-oste.de identifiziert worden
war: "Die herzensgute Tante Marga heißt im wirklichen Leben Karla
Ahlf aus Osten, 'die leider ihren Bäckerladen aufgegeben hat'". Auch
der jüngste Loewe-Krimi beginnt mit einer Szene in Karlas Laden.
Inzwischen hat Elke Loewe die Arbeit an
ihrem dritten Krimi abgeschlossen (siehe unten),
der im Frühjahr rerscheinen soll - mehr auf unserer Schwesterseite
www.huell.net.
Alle Loewe-Bücher sind in Peter Mügges Hemmoorer Buchhandlung
erhältlich, aber auch per Mausklick
bei amazon.de.
Literatur
Neuer
Oste-Roman aus
dem
Ziegelei-Milieu
Die Fans von Elke Loewe können sich freuen:
Die Schriftstellerin vom Rönndeich - im Drei-Dörfer-Eck zwischen
Hüll, Großenwörden und Ostenzu Hause - legt demnächst
ihren neuesten Heimat-Krimi vor: "Simon, der Ziegler" spielt im historischen
Ziegelei-Milieu. Das Titelbild kann osten-oste.de
bereits jetzt präsentieren; eine kurze Inhaltsangabe steht hier.
Ebenfalls um die Geschichte der Ziegeleien an der Niederelbe geht es in
dem überaus lesenswerten Krimi
"Ziegelbrand" des Drochterser Rechtsanwalts Wilfried Eggers.
In Osten erinnert lediglich noch eine Lücke
im Ostedeich (Foto) an die einst blühende Ziegeleiindustrie. Durch
die Lücke rollten vor über hundert Jahren die Loren der vom Volksmund
so genannten "Lehmkonditoren". So hießen die Besitzer der Ziegeleien
am Osteufer, deren Produkte per Ewer auf Oste und Elbe nach Hamburg geschippert
wurden, wo sie unter anderem beim Bau der Speicherstadt Verwendung fanden.
Eine alte Karte (ca. 1910, siehe Ausschnitt) verzeichnet allein zwischen
Osten und Hemm sechs Ziegeleien ("Zgl.").
Seit einiger Zeit interessiert sich die Denkmalschützerin
beim Landkreis Cuxhaven, Bauamtfrau Birgit Greiner (Foto unten), für
die Ostener "Lorendeichlücke": Die Denkmalschützer wollen verhindern,
dass der Deichverband das letzte Relikt der einstmals blühenden Ostener
Ziegelindustrie beseitigt. Tourismusförderer denken darüber nach,
in der Deichlücke mit ein paar Metern Feldbahnschienen, einer Original-Lore
von einst und einer kleinen Info-Tafel eine kaum kostenträchtige,
aber dennoch eindrucksvolle kleine Attraktion für Gäste zu schaffen.
Die Deichlücke erinnert an eine Industrie,
die schon von Zeitgenossen als übles Beispiel für "kapitalistischen
Raubbau" angeprangert wurde, so 1908 der Hamburger Professor Richard Linde,
der auch in farbigen Schilderungen überliefert, wie sich die
neureichen Ziegelbauern an Elbe und Oste aufführten:
Sie
fraßen 1000-Mark-Scheine
und
kegelten auf Sektflaschen
"Ihr Hals hat kaum etwas Weißes gesehen,
aber wenn sie den Wertpapierkasten schließen wollen, müssen
sie ihn mit dem Knie zustemmen... Daß sie statt der Kegel Sektflaschen
aufgestellt, Goldstücke im Tanzsaal ausgestreut haben und einer einen
Tausendmarkschein, auf ein Brötchen gelegt, fein zerschnitten in Barbarenhochmut
verzehrt habe, kann man noch heute überall erzählen hören."
Mehr über die spannende Geschichte der Ostener Ziegelindustrie auf
dieser SONDERSEITE.
Hüll:
Elke Loewe liest
aus
ihrem "Herbstprinz"
Am 28. September, 17 Uhr, präsentiert
Elke Loewe im KunstRaum
beim ABC in Hüll ihren Heimat-Krimi "Herbstprinz" (kann u. a. über
amazon.de per
Mausklick bestellt werden; alle bisher erschienenen Bücher
von Elke Loewe stehen hier.)
Worum es in dem Roman geht, verrät der Klappentext: "Wie die Romane
'Die Rosenbowle' und „Teufelsmoor" spielt auch 'Herbstprinz' in der näheren
Umgebung. Augustenfleth zur Zeit der Apfelernte: Familie Heinssen bewirtschaftet
einen großen Obsthof in den Elbmarschen. Schwarzarbeiter beschäftigt
hier jeder - aber dass Tochter Katrin sich in den schönen Yuma verliebt,
damit hat niemand gerechnet. Eines Tages verschwindet der junge Kurde spurlos,
und in Augustenfleth ist plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war..."
Um die Lesung herum feiert der KunstRaum
erin kleines Apfelfest mit Apfelwein, Apfelkuchen und mit Kisten voller
"Herbstrprinzen" (Eintritt: 5 Euro). - Der Rönndeich macht also der
Bezeichnung "Deutsche Krimistraße" (siehe gleichnamige Website)
weiterhin alle Ehre. - Mehr über Bücher aus der Ostemarsch in
unserer Rubrik LITERATUR.
Literatur
Peter
Rühmkorf und
unsere
Schwebefähre
Rühmkorf-Gedichte auf CD
Die Debatte über die Einrichtung eines
Deutschen Fährmuseums an der Oste hat das Hemmoorer Ehepaar Inge und
Heiko van Dieken zu der Anregung veranlaßt, osten-oste.de
möge verstärkt auch "literarische Hinweise auf die Fähre"
aufzugreifen. Neben den Gedichten von Peter Schütt und Richard Rüsch
über die Schwebefähre - zusammengestellt auf dieser
Website - gebe es auch im Tagebuch-Band "TABU I" von Peter Rühmkorf
eine poetische Passage über die Schwebefähre.
Den Silvesterabend 1990 hatte der in Warstade
aufgewachsene Lyriker mit Günter Graß und anderen Freunden im
Haus des Jounalisten Manfred Bissinger in Neuland verbracht. Über
die anschließende Übernachtung im Ostener Hotel Fährkrug
notiert Rühmkorf:
Fenster zur Oste raus - scharfer
Vollmond - schneidig pfiffelnder Wind über silbrig zitternden Wassern
- das Ächzen und Kreischen der graustählernen Schwebefähre
- heitmatlich ungemütlich und an die Grundfesten meiner niedersächsischen
Neurosen rührend.
Nach tiefem Schlaf ("Imeson, Noctamid, Adumbran
und bis 10.30 durch") besuchte der Dichter am nächsten Tag das Grab
seiner Mutter Elisabeth auf dem Friedhof in Warstade ("kleiner fröstelnder
Feldstein im bissigen Wind"). Einen Tag nach seinem Ausflug an die Oste
legte Rühmkorf letzte Hand an ein Gedicht, in dessen erstem Satz der
Name seines Kindheitsflusses in überraschendem Kontext auftaucht:
Früher, als wir die großen
Ströme noch
mit eigenen Armen teilten,
Ob, Lena, Jenissei, Missouri,
Mississippi, Elbe, Oste,
und mit Gesang den Hang raufgezogen
und mit Gesang auch wieder herab,
immer den Augen hinterher und Hyperions
leuchtenden Töchtern,
des Tages Anbruchs Röte
und des Mondes Aufzugs Beginn -
Heute: drei Telefongespräche und
der Tag ist gelaufen.
Weitere Hinweise auf Erwähnungen der
Oste oder der Schwebefähre in der Literatur sind erbeten unter osten@oste.de.
Literatur
"Herbstprinz"
- neuer
Krimi
vom Rönndeich
Die
Fans von Elke Loewe können sich freuen: In diesen Tagen präsentiert
die Schriftstellerin vom Rönndeich - im Drei-Dörfer-Eck zwischen
Hüll, Großenwörden und Osten - einen weiteren Heimat-Krimi.
Der Inhalt ist noch geheim, der Titel steht fest: "Herbstprinz". Über
amazon.de kann das Buch per
Mausklick bereits jetzt vorbestellt werden. Übrigens: Elke
Loewe arbeitet bereits an ihren nächsten Buch - Titel: "Simon, der
Ziegler". Alle bisher erschienenen Bücher von Elke Loewe stehen hier.
- Der Rönndeich macht also der Bezeichnung "Deutsche Krimistraße"
(siehe gleichnamige Website)
weiterhin alle Ehre.
Literatur
Uwe
Friedrichsen
liest
Tucholsky
Den
30. August sollte man sich jetzt schon merken. Uwe Friedrichsen kommt nach
Hechthausen. Auf Einladung des Kulturkreises
Hechthausen wird er in der Ostekrone um 20.00 Uhr eine Kostprobe
seines literarischen Könnens geben und Texte von Tucholsky lesen.
Die Organisatoren vom Kulturkreis Hechthausen freuen sich sehr, ihrem Publikum
einen der vielseitigsten deutschen Schauspieler mit einem anspruchsvollen
Programm präsentieren zu können. Uwe Friedrichsen muss man eigentlich
nicht vorstellen. Er gehört zu den großen deutschen Nachkriegs-Schauspielern
mit einem gewaltigen Aktionsradius, der von der Sesamstraße über
Edgar Wallace bis zu Gustav Gründgens reicht. Dem vielseitigen Schauspieler,
der mittlerweile auf eine über 40-jährige Karriere zurückblicken
kann, ist kein Genre unbekannt. Karten im Vorverkauf gibt es neuerdings
vergünstigt bei Elektro-Patjens und in der Ostekrone in Hechthausen
sowie in der Center-Buchhandlung in Hemmoor für 16,- €
(Abendkasse 18,-€ ). Mehr...
Krimis
Schlüsselromane
sorgen
für
Unruhe in Hadeln
Mai 2003. Als vor drei Jahren der Krimi
"Die
Tote, der Bauer, sein Anwalt und andere" erschien, kam unter Hadler
und Kehdinger Juristen Unruhe auf: Viele meinten sich in dem justizkritischen
Erstling des Drochterser Rechtsanwalts und Notars Wilfried Eggers (Foto)
erkennen zu können, erinnert sich der Hemmoorer Buchhändler Peter
Mügge.
Jetzt
hat Eggers sein zweites Buch vorgelegt: "Ziegelbrand"
ist der Titel eines großartigen Kriminal- und Zeitromans, der unverkennbar
in Kehdingen, Drochtersen, Stade und auf Krautsand spielt - obwohl alle
Ortsnamen verfremdet worden sind, zum Beispiel zu "Ruthensand" und "Kahdingen".
Schon wird in Hadeln und Kehdingen darüber gemunkelt, wer das Vorbild
für die Figur des Großbauern mit der dunklen Vergangenheit gewesen
sein könnte, der im Roman unter dem Namen von Rönn auftritt.
- Was das Stader "Wochenblatt" über den Roman schreibt, steht hier.
Das neue Eggers-Werk, das in der Center-Buchhandlung Mügge erhältlich
ist, kann auch per Mausklick - hier
- über amazon.de
bestellt werden.
Thriller
Bei
Osten gibt's eine
"Deutsche
Krimistraße"
Juni 2003. Eine Straße wie jede
andere auf dem Lande? Irrtum: Der Rönndeich entlang der Großen
Rönne (Foto) hält einen deutschen Rekord: "Wohl in keiner Straße
sind mehr Krimis geschrieben worden als am 2,3 Kilometer langen Rönndeich,
den man gut und gern als die Deutsche
Krimistraße bezeichnen könnte," heisst es auf einer
gleichnamigen neuen Website.
Und: "Kaum irgendwo sonst spielen zugleich mehr Krimis als in dieser sonderbaren
Gegend..."
Unter dem Titel "Morde zwischen Moor und Meer"
informiert die Seite darüber, dass an der Straße - deren Anwohner
teils zu Großenwörden (Samtgemeinde Himmelpforten), teils zu
Osten (Samtgemeinde Hemmoor) und teils zu Hüll (Drochtersen) gehören
- zum Beispiel fast jeder zweite Krimi der TV-Serie "Der Alte" (Drehbuch:
Volker Vogeler) erdacht worden ist. Hingewiesen wird auch auf die Werke
des Ex-Rönndeicher Thriller-Autors Jürgen Petschull, der Rönndeicherin
Kriminalschriftstellerin Elke Loewe und des schreibenden Anwalts Wilfried
Eggers aus Drochtersen, der im Quellgebiet der Rönne wirkt (siehe
nächsten Beitrag). - Zur neuen Krimi-Website geht's hier...
Literatur
Da
kommt
der
Fährmann!
"Da kommt der Fährmann!" ist der Titel
eines Textes, den der Cadenberger Autor Knut-Michael Senftleben dem Ostener
Mädchen Anna Luisa Philippsohn gewidmet hat, das im November 1941
in ein Vernichtungslager deportiert wurde. Der Beitrag, der die letzte
Fahrt der jüdischen Familie Philippsohn mit der Ostener Schwebefähre
nachzuempfinden versucht, steht hier.
Einzelheiten über das Schicksal der Familie, über die der kürzlich
verstorbene Ostener SPD-Gründer und Ex-Bürgermeister Wilhelm
Jonscheck geforscht hat und an die heute in Osten die Philippsohnstraße
(früher: Am Dubben) erinnert, stehen in unserer Rubrik GESCHICHTE.
Kunst
Ostener
Deich-Idylle
ziert
Lyrik-Website
Fotos aus Osten - zum Beispiel die oben abgebildete
Idylle hinterm Ostedeich - illustrieren eine Lyrik-Website der Künstlerin
Gerda Makarowski aus Sehnde bei Hannover, die sich bei einem Kurzurlaub
an der Oste zu Fotos, Zeichnungen und Gedichten inspirieren liess. Die
Website trägt den Titel www.wortgarten.de.
Lyrik
Basbecker
Dichter
besingt
Schwebefähre
Neben
Peter Rühmkorf ist Peter Schütt (Foto) der wohl bedeutendste
Schriftsteller, der in Hemmoor geboren ist; siehe dazu diesen Artikel
von Schütt über die "heimliche Literaturhauptstadt" im Hamburger
Abendblatt. Zweimal hat Schütt - der sich selber vom KP-Funktionär
zum bekennenden Muslim gewandelt hat - die Schwebefähre zwischen Basbeck
und Osten besungen. Sein Gedicht "Erinnerungen an die Schwebefähre"
ist hier
zu finden, ein weiteres Schütt-Gedicht über die Fähre hier.
Ein drittes Schwebefähren-Gedicht
trägt den Titel "Uns Schwebefähr to Dank un Ehr!". Es ist von
dem verstorbenen Ostener Chronisten und Heimatdichter Richard Rüsch
1974 verfasst worden:
Du gode Fähr büst op dien letzte Fohrt,
an 23624 Dog häst du dien Arbeit dohn.
Dien Bou is hart, von gode Oart,
dien Lebenswark häst du bestohn!
Der volle Wortlaut
steht hier; Rüsch
hat übrigens auch das "Oestinger
Heimatleed" verfaßt.
Mehr
Informationen zur Geschichte der Schwebefähre stehen auf der Websitewww.schwebefaehre.org.
Autoren
Drei
Bücher aus Osten
Drei neu erschienene Bücher von Ostener
Autoren sind in den letzten Wochen erschienen. Gleich hinter der Ortsgrenze,
am Rönndeich, wohnt Elke Loewe, deren Familien-Saga "Teufelsmoor"
kurz vor Weihnachten auf den Markt gekommen ist. Der in Hamburg lehrende
Orientalist Gernot Rotter, bis vor kurzem in Osten wohnhaft, hat gemeinsam
mit Ekkehart Rotter das Buch "Die
Geschichte der Lust" vorgelegt; am Beispiel der antiken Liebesgöttin
Venus, der christlichen Gottesmutter Maria und der islamischen Prophetentochter
Fatima wird der Stellenwert von Sexualität und Lust in der Gesellschaft
von der Antike bis in die Gegenwart analysiert - eine kritische Darstellung
des historischen Prozesses der allmählichen Unterdrückung der
Sexualität der Frau. Der Ostener Journalist Jochen Bölsche ist
Herausgeber des Buches "Schreiben,
was ist", in dem die wichtigsten Reden, Leitartikel und Kommentare
des im November verstorbenen SPIEGEL- Herausgebers Rudolf Augstein dokumentiert
sind.
Gastronomie
Wirt
von der Oste
gibt
Geheimtipps
Was
tun, wenn das Hotelpersonal die Schokoriegel ißt, die eigentlich
dem Gast aufs Kopfkissen gelegt werden sollen; was tun, um Umsatzeinbrüche
durch den Teuro zu verhindern; was tun, um den Gast nach dem Essen auch
noch einen Espresso oder einen Aquavit zu verkaufen - tausenderlei Tipps
und Tricks für Wirte verraten Peter und Astrid ("Assi") Hörstensmeier
von der "Linde"
an der B 73 in Hechthausen / Bornberg in einem soeben erschienenen Buch
mit dem Titel "Ich bin Wirt - eine Liebeserklärung an das zweitälteste
Gewerbe der Welt" (121 Seiten, 11,90 Euro, ISBN 3-8311-4593-8, im Buchhandel).
Eigentlich für Kollegen bestimmt, vermittelt das höchst amüsante
und interessante Büchlein auch Gästen tiefe Einblicke ins Innenleben
der ländlichen Gastronomie - bestens lesbar und außerordentlich
lesenswert! Buch
bei amazon.de bestellen.
Bücher
"Teufelsmoor":
das
ideale
Geschenk
Dezember
2002 - Die Schriftstellerin Elke Loewe, die unmittelbar an der Ostener
Ortsgrenze wohnt, hat ein neues Buch vorgelegt. "Teufelsmoor" ist eine
fesselnde Familiensaga aus unserer Region: Die Familie Kähding aus
Hüll zieht im 18. Jahrhundert über Osten ins Teufelsmoor, um
eine Kolonistenstelle zu übernehmen. Wunderbare Naturbeobachtungen
wechseln ab mit einfühlsamen Schilderungen des Lebens dreier Moorbauerngenerationen
- selten ist die Geschichte dieser Region so detailbesessen und liebevoll
zugleich beschrieben worden: Ein absolutes Muß für Heimatfreunde
und heimatgeschichtlich Interessierte.
Sicher
wird irgendwann hier mal eine Strasse nach Elke Loewe (Foto) benannt
werden, die sich spätestens mit diesem Roman in die Riege der grossen
niederdeutschen Heimatschriftsteller eingereiht hat. Das Buch (8,90 Euro)
ist in der Buchhandlung Peter Mügge erhältlich, aber auch ganz
einfach per Internet durch einen Klick auf dieses Wort: "Teufelsmoor".
- Ausserdem lieferbar: Elke Loewes Krimi "Die
Rosenbowle", der in Osten und am Rönndeich spielt.
Autoren
Sagenhaftes
von
der
Niederelbe
Geschichten
über Hexen, Drachen und Klabautermänner hat die Stader Krimiautorin
und Psychologin Anke Cibach für ihr neues Buch zusammengestellt: "Die
schönsten Sagen - Region Hamburg und Niederelbe". Zur Bestellung über
amazon.de geht's hier.
Bücher
Literarisches
Denkmal
für
Ostener Bäckersfrau
Frühjahr
2002 - Anfang Januar war auf dieser Website zu lesen, wie viele Ostenerinnen
und Ostener die Geschäftsaufgabe von Karla Ahlf (Foto) bedauern. Jetzt
ist der Bäckersfrau ein literarisches Denkmal gesetzt worden - in
dem soeben erschienenen Roman "Die Rosenbowle" der Rönndeicher Schriftstellerin
Elke Loewe, die unter anderem das Zeichentrick-Schwein Piggeldy erfunden
und das Drehbuch für den einzigen plattdeutschen "Tatort" verfasst
hat ("Watt Recht is, mutt Recht blieven") und die vor einiger Zeit erst
mit dem wunderschönen Oste-Bilderbuch Jonni
Hecht auf sich aufmerksam gemacht hat.
Um
was geht es in Elke Loewes neuem Roman? Die Inhaltsangabe des Verlages
liest sich so: "Valerie ist von Tom sitzen gelassen worden, und da kommt
ihr Tante Robbies Einladung zu Ferien auf dem Lande gerade recht. Doch
das Haus am Deich ist leer, und im Gartenhaus sitzt die Leiche der alten
Dame. Kurz entschlossen quartiert sich Valerie in Augustenfleth ein. Bald
kennt sie all die freundlich-wortkargen Leute im Ort persönlich, und
sie könnte sich hier fast zu Hause fühlen - wenn nicht einige
Fragen zu dem plötzlichen Todesfall offen blieben."
Am spannendsten ist für Einheimische
die Frage, von welchen Plätzen und Personen sich Elke Loewe (Foto)
hat inspirieren lassen. Wer die Gegend kennt, merkt schnell: Der Ort der
Handlung, "Augustenfleth", ist eine Mischung aus Osten und Hüll, der
Tidefluss "Stinte" zwischen Elbe und Weser unverkennbar die Oste, das "Gasthaus
Zur Mühle" eine Mixtur aus dem Hotel Fährkrug und den alten "Rönndeicher
Lichtspielen" ("Röli") im heutigen Gasthaus Luhrmann...
Schwieriger
wird's beim Personal. Wenngleich einem manche Namen - Drewes, Schlichting,
Rönndigs usw. - bekannt vorkommen, so sind die meisten dazugehörigen
Charaktere wohl frei erfunden, vom Taxifahrer mit dem Pferdeschwanz bis
zum Pastor, für den die Frauen schwärmen... Unschwer identifizierbar
ist nur die als stets hilfsbereit und warmherzig geschilderte Frau ("mütterlich",
"gute Augen", "rote Apfelbäckchen"), die mit ihrem Bäckerwagen
über Land fährt: ganz eindeutig Karla - obwohl sie im Roman Marga
heisst.
Das Buch "Die Rosenbowle" kann, ebenso
wie "Jonni Hecht", auch im Internet bestellt werden, und zwar auf
dieser
Website, die auch über andere Bücher informiert, die
in Osten oder an der Oste spielen, zum Beispiel den großartigen "Herbst
der Amateure" von Jürgen Petschull.
Zeitschriften
Medien-Landschaft
an
der Oste
Warum so viele Künstler, Schriftsteller
und Journalisten an der Oste leben - dieser Frage ist der Hamburger Autor
Emanuel Eckardt in einem Beitrag für die Zeitschrift "Country" nachgegangen:
"Westlich von Hamburg, jenseits der Elbe,
weit draußen hinterm Deich und gut dreißig Zentimeter unter
Normal Null siedelt auf schwerem Boden ein erdverbundener und wetterfester
Menschenschlag, angetan mit Öljacke und Gummistiefeln. Mal ist er
auf den Bäumen zu finden, mal auf sauren Wiesen, mal im dicken Morast.
Diese kernigen Leute, die es selbst bei Schietwetter mit glücklichen
roten Gesichtern nach draußen treibt, sind Journalisten, Kameraleute
und Fotografen, Werbeleute und Künstler von Rang. Nur: was treibt
Hamburgs Medienszene ausgerechnet ins Kehdinger Land?"
Zum vollen Wortlaut geht's hier...
Literatur
"Oestinger
Heimatleed"
"Von
de Rönn bet an de Sietwenn' / von uns' Moor bet an den Diek / reckt
uns' Heimat Karkspeel Osten, mien Tohuus, nich arm, nich riek" -
mit diesen Zeilen beginnt das "Oestinger Heimatlied", das R. A. Rüsch
1983 verfasst und 1985 in seinem Buch "Tohuus an de Waterkant" veröffentlicht
hat. Der Wortlaut steht jetzt erstmals im Internet.
Entertainer
Die
wahre Liebe
der
Lilo Wanders
Millionen kennen
Lilo Wanders. Jetzt hat der Mann, der die TV-Kunstfigur verkörpert,
seine wahre Liebe geoutet: Sie gehöre der Landschaft an der Oste,
vertraute er dem Wochenblatt "Elbe-Weser aktuell" (Volksmund: Else Weber)
an. Mehr...
Literatur
Heimat
mit
Welthorizont
"Diese kleine Heimat
hat Welthorizont: Zwischen Kehdinger und Hadelner Land waren und sind große
norddeutsche Geister zu Hause." Mit diesen Worten beginnt ein Artikel von
Peter Schütt über die literarische Landschaft im "Zweistromland"
zwischen Weser und Elbe. Hier geht's weiter...
Journalismus
Jürgen
Petschulls
Liebeserklärung
Seit zwanzig Jahren
lebt der Reporter und Schriftsteller Jürgen Petschull ("Der Herbst
der Amateure") an der Oste. Im "Stern" hat er unlängst eine Liebeserklärung
an diese Region verfasst. Auszug:
"Ich bin in Deutschland
herumgezogen und in der Weltgeschichte herumgekommen. Aber hier habe ich
Wurzeln geschlagen. Hier baumelt meine Seele. Hier habe ich alte Häuser
umgebaut und Bäume gepflanzt, Bücher geschrieben und eine Tochter
gezeugt. Über die Jahre sind mir Land und Leute Heimat geworden.
Mein Niedersachsen - das ist ein etwa hundert Quadratkilometer großes,
weitgehend entwässertes Feuchtgebiet rings um Osten an der Oste, ein
stilles Örtchen, das Naherholungstouristen wegen seiner Postkartenidylle
mit Spitzturmkirche, Schwebefähre und 'Fährkrug' schätzen."
Der volle Wortlaut
steht hier...
Heimatromanze
Von Peter Schütt
Die mich liebkoste
kam aus Osten an der Oste
Tief im hohen Schilfe
bat sie mich um Hilfe
Löse mir die Zöpfe
öffne mir die Knöpfe
Und so machte sie mich reich
gleich hinter dem Ostedeich
Übersicht
Ein
Fluss
in
der Literatur
Die Oste in der Literatur - eine Übersicht
findet sich bei www.oste.de.
Bilderbuch
Die
Geschichte
von
Jonni Hecht
"Seit langer Zeit
schon soll hoch im Norden ein seltsamer Fisch in der Oste leben, der eine
goldene Krone auf dem Kopf trägt und statt der Vorderflossen zwei
Flügel hat..."
So beginnt die Geschichte
von Jonni Hecht, im gleichnamigen Bilderbuch erzählt von der Rönndeicherin
Elke Loewe und illustriert von Jo du Bosque. Mehr...
Alle
Termine
aus
Hemmoor
Alle wichtigen Termine von Veranstaltungen
in Osten und Hemmoor enthält stehen auf dieser Website.
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