Schwebefähre
Kanzleramt
gibt
Fördergelder
frei
9.
3. 2004. Nachdem die Schwebefähre Osten bereits zum Jahresbeginn
vom Sachverständigenbeirat für das Programm "National wertvolle
Kulturdenkmäler“ als förderungswürdig eingestuft worden
war, hat soeben die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Dr.
Christina Weiß (Foto), zuständig für Medien
und Kultur, die Fördergelder für Osten freigegeben. Wie die von
der Ostener Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre
e. V. eingeschaltete Bundestagsabgeordnete Dr.
Margrit Wetzel (SPD) in Erfahrung gebracht hat, wird das Bundesverwaltungsamt
umgehend mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden in Kontakt
treten; das Bundesverwaltungsamt stehe mit der Weiß-Behörde
bereits wegen der Schwebefähre in Verbindung.
Die Cuxhavener Denkmalschutzbehörde geht davon aus, dass sich nun, nachdem die Berliner Finanzierungszusage beschlossene Sache ist, das Land Niedersachsen der Entscheidung des Bundes automatisch anschließt. Nach Mitteilung von Bauamtfrau Birgit Greiner hat der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Schwebefähre bereits von zwei Dienststellen - Gemeinsame Landesplanung und Amt für Agrarstruktur Bremerhaven - den "vorzeitigen Maßnahmebeginn" für die Bauarbeiten genehmigt bekommen.
Es fehlen jetzt lediglich Zusagen der Klosterkammer und der EWE-Stiftung über vergleichsweise kleine Beträge. Vertreter dieser und anderer Geldgeber sowie des Planungsbüros Schippke und Partner sollen am 24. März, 14 Uhr, das Baudenkmal aus der Perspektive der Fährdohlen in Augenschein nehmen; beim ersten Vor-Ort-Termin im Januar hatten die Fachleute aus Witterungsgründen das Fährgerüst nicht besteigen können.
Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre hofft, dass die ausstehenden Bewilligungen noch vor der nächsten Sitzung des Kreisausschusses am 24. März eintreffen, so dass dieses Gremium unverzüglich die Bauarbeiten einleiten lassen kann.
Für den Fall, dass alles planmäßig abläuft und die Laufräder nicht neu angefertigt werden müssen, rechnet das Planungsbüro Schippke mit einer Wiederinbetriebnahme der Fähre in der 33. Kalenderwoche, also Mitte August.
In diesem Fall könnte die Fähre spätestens am 12. September, dem Tag des offenen Denkmals und möglicherweise Termin des 1. Ostener Fährmarktes, wieder über die Oste schweben.
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Schwebefähre Die Feuerwehr
setzte
Das hatten die Ostener noch nie erlebt: Bei einer Beleuchtungsübung der Freiwilligen Feuerwehr... ![]() ![]() ![]() Die Kosten für die
Beleuchtung (weniger als 10 000 Watt) wurden von Experten auf 5 Euro pro
Abend geschätzt, also in einer Wintersaison auf insgesamt ca. 600
Euro. Sollte das nicht zu wuppen sein? (Manche private Weihnachtsbeleuchtung
in Osten kostet wahrscheinlich mehr...)
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Unsere Fotos von der Beleuchtungsübung der Ostener Feuerwehr unter Ortsbrandmeister Karsten Heilemann stehen auf dieser SONDERSEITE. Weitere Aufnahmen hat Karl-Heinz Brinkmann auf seine Familien-Website gestellt.
Weltkulturerbe
Spanische Regierung
als Vorreiter
für Osten
12. 2. 2004. Als erste der weltweit nur noch acht erhaltenen Schwebefähren soll die "Puente Vizcaya" in Portugalete bei Bilbao nach dem Willen der Regierung in Madrid in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen werden. Das hat Rafael Sarria, General Manager der Fähre, in gleichlautenden Briefen an den Bürgermeister der Gemeinde Osten, Carsten Hubert, und die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre mitgeteilt.
In dem Schreiben heißt es, "dass die Präsentation unserer Bewerbung von der spanischen Regierung unterstützt wird".
Das Land, in dem 1893 die älteste Schwebefähre der Welt gebaut worden ist, verstehe sich, schreibt Sarria, als Vorreiter für die Interessen aller anderen sieben Schwebefähren: "Mit dem grenzüberschreitenden und typenbezogenen Konzept ebnen wir den übrigen Fährbrücken, einschließlich Ihrer Brücke, den Weg für einen leichteren Zugang zu dieser weltweiten Anerkennung."
Die Ostener Fördergesellschaft ihrerseits bemüht sich zunächst gemeinsam mit dem Eigentümer, dem Landkreis Cuxhaven, um die Anerkennung der Schwebefähre als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Ein entsprechender Antrag, der vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz gestellt worden ist und zur Zeit dem Bundeskanzleramt vorliegt, hat nach Informationen der Fördergesellschaft "sehr gute Chancen".
Im Namen der Fördergesellschaft hat deren 2. Vorsitzender Jochen Bölsche der spanischen Betreibergesellschaft für ihre "Pionierarbeit" in der Unesco gedankt, "die sicherlich auch für uns von Nutzen sein wird". Bereits im vergangenen Jahr hatte der spanische König Juan Carlos I. den Ehrenvorsitz des neu gegründeten Weltverbandes der Schwebefähren übernommen, in dem auch die beiden deutschen Schwebefähren in Rendsburg und Osten vertreten sind.
Schwebefähre
Ein 52 Jahre
altes Foto
aus einer
10-Mark-Kamera

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Schwebefähre
Grün ist
die Hoffnung,
grün
ist der Kohl
Die Freunde der Schwebefähre können hoffen: Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals ausgesprochen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zu Erhaltung der Schwebefähre am Freitag im "Fährkrug" bekannt.
Erst gab es deftigen Grünkohl, dann gute Nachrichten: Vorsitzender Horst Ahlf berichtete über ein Jahr voller Aktivitäten, dessen Höhepunkt die Gründung des Weltverbandes der Schwebefähren unter dem Ehrenvorsitz von König Juan Carlos I. in Madrid gewesen sei. Schatzmeister Peter Burmester meldete einen Mitglieder-Zustrom "wie noch nie zuvor" (21 Neuaufnahmen).
Nach dem Grußwort von Bürgermeister Carsten Hubert, der kraft Amtes dem Vorstand des Fährvereins angehört, berichtete der 2. Vorsitzende Jochen Bölsche in Vertretung der Landkreis-Denkmalschützerin Bauamtfrau Birgit Greiner über erfolgversprechende Entwicklungen: Am 28. Januar habe eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen.
Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, werde nach Mitteilung der Bundestagsabgeordneten Dr. Margrit Wetzel in Kürze der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß (Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien) zur Billigung vorgelegt. Am 27. Januar hatten in Osten Vertreter verschiedener Institutionen dem Landkreis weitere Fördermittel zugesagt, so dass die Schwebefähre unter günstigen Umständen im Herbst wieder in Betrieb genommen werden könne (siehe nächsten Bericht).
Mit einer Videopräsentation berichtete 2.
Vorsitzender Bölsche über diverse Aktivitäten, die dazu
beigetragen haben, die Ostener Fähre überregional bekannt zu
machen und die Bereitschaft zur Bereitstellung von Geldern zu erhöhen.
Insbesondere nannte er die Gründung des Weltverbandes
der Schwebefähren im Herbst in Bilbao, das Projekt "Deutsche
Fährstraße / Deutsches Fährmuseum", die unter dem
Vorsitz von Gerald Tielebörger
jüngst gegründete Arbeitsgemeinschaft
Osteland, die Bemühungen um eine Sonderbriefmarke zum 100jährigen
Bestehen und den Internet-Auftritt www.schwebefaehre.org.
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Frisch aus der Druckerei: Werbeblatt der Deutschen Fährstraße mit der Ostener Schwebefähre. Mehr... |
SPD-Vorsitzender Lothar Klüser berichtete über Bemühungen, mit Hinweisschíldern verstärkt auf die Fähre hinzuweisen. Pastor Dieter Ducksch trug die Idee vor, die Fähre und die Region auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover zu präsentieren. Ortsheimatpfleger Rüdiger Toborg will weiterhin mit Fährkalendern auf das Bauwerk aufmerksam machen. Erwin Bergander - ein Enkel des ersten Ostener Fährmannes - stellte von ihm gefertigte Fährmodelle und Brandmalereien vor.
Einige Mitglieder der Fördergesellschaft wollen sich künftig gezielt um die Entwicklung von Werbeveranstaltungen und Veröffentlichungen, aber auch von neuen Schwebefähren-Souvenirs kümmern. Zur Mitarbeit für die Zukunft der Fähre und des Dorfes hat sich in der Jahreshauptversammlung eine ungemein starke Gruppe bereit gefunden: CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Toborg, SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Klüser, Pastor Dieter Ducksch, Kirchenvorstandsvorsitzende Magdalena Wassermann, Architekt Hannes Wesch, Heiko Kämmerer, Jürgen Gerecke, Heinz Thedrian sowie Renate Wendt und Irmi Riedel, die den Auftritt des Fährvereins beim jüngsten Adventstreff organisiert hatten.


Denkmalschutz
Grünes
Licht für
unsere Schwebefähre
28. 1. 2004. Wichtige Experten haben sich jetzt in Berlin für eine Restaurierung und Wiederinbetriebnahme des Baudenkmals Schwebefähre Osten ausgesprochen. Am 27. Januar hat eine Kommission im Auftrag des Bundeskanzleramtes einen Antrag des Landes Niedersachsen positiv bewertet, die Schwebefähre als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anzuerkennen und in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmale" aufzunehmen. Die Förderliste, auf der für das Ostener Objekt noch im laufenden Jahr 35 000 Euro vorgesehen sind, wird dieser Tage der Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiß, Regierungsbeauftragte für Kultur und Medien, zur Billigung vorgelegt, wie hemmoor.info von der hiesigen Bundestagsabgeordneten Dr. Margrit Wetzel erfahren hat.
Bei einem vom Landkreis Cuxhaven in Osten/Oste anberaumten Lokaltermin (Foto) hatte einen Tag zuvor ein Vertreter des Landes Niedersachsen für den Fall einer Bewilligung der Bundesmittel eine Förderung in gleicher Höhe zugesagt. Der Landkreis Cuxhaven, die Samtgemeinde Hemmoor und die Gemeinde Osten haben in ihren Haushalten bereits insgesamt 100 000 Euro eingeplant. Das Amt für Agrarstruktur in Bremerhaven hat zugesagt, aus EU-Fördergeldern 50 Prozent der Gesamtkosten beizusteuern.
Wenn jetzt weitere Finanzierungsträger, darunter die Metropolregion Hamburg und die Klosterkammer, die von ihnen erwarteten kleineren Zuschüsse rechtzeitig zusagen, kann der Landkreis Cuxhaven als Eigner der Fähre die Ausschreibung der Instandsetzungsarbeiten möglicherweise noch im Februar vornehmen. In diesem Fall liesse sich der erste Bauabschnitt, der unter anderem eine Erneuerung von Antrieb und Elektrik umfaßt, im Herbst abschließen. Daraufhin könnte die vom TÜV vor zwei Jahren stillgelegte Fähre wieder für touristische Demonstrationsfahrten verwendet werden, wie der hannoversche Brückenexperte Prof. Dr. Schippke in Osten erklärte
In einer Videopräsentation im Fährkrug (Foto oben) hatten die hannoverschen Fachleute das Ausmaß der Schäden an Elektrik, Antrieb und Fachwerkkonstruktion dargelegt. Bürgermeister Carsten Hubert unterstrich das Interesse der Gemeinde Osten, die Fähre möglichst bald wieder in Betrieb zu nehmen. Horst Ahlf und Jochen Bölsche vom Vorstand der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre berichteten über Pläne, die Fähre nicht nur für touristische, sondern auch für museumspädagogische Zwecke einzusetzen und sie verstärkt als Wahrzeichen des gesamten Ostelandes herauszustellen und in überregionale Konzepte einzubeziehen..
Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, Neß, bekräftigte, dass es sich bei der Fähre ohne Zweifel um ein Denkmal von "nationaler Bedeutung" handele. Neß ist der Verfasser des kürzlich vorgelegten wegweisenden Gutachtens (Wortlaut hier), das die Schwebefähre als Baudenkmal von nationaler Bedeutung einstuft. Auszug:
...dass es sich bei der Fähre in Osten um ein hochrangiges technikgeschichtliches Kulturdenkmal handelt, dessen denkmalpflegerische Bedeutung auf niedersächsischer Ebene zweifelsfrei ist. Auch auf Bundesebene ist festzustellen, dass die Besonderheit der technischen Konstruktion sowie der hohe Seltenheitswert und die Originalität des Objektes zweifellos eine hohe Wertigkeit darstellen. Da der reine Typus einer Schwebefähre wie dargelegt nur bei der Ostener Anlage gegeben ist, kommt dieser im Hinblick auf die bau- und technikgeschichtliche Bedeutung ein besonderer Wert zu. Hierzu ist ebenfalls im weltweiten Kontext festzuhalten, dass es sich bei der Ostener Konstruktion um eine sog. freitragende Trägerkonstruktion handelt, die im Vergleich zu den meisten noch bestehenden Schwebefährentypen als selten anzusehen ist. Die übrigen in Europa noch erhaltenen Bauten besitzen überwiegend eine abgehängte Trägerkonstruktion, die vom Prinzip her den Hängebrücken entspricht. Lediglich zwei der drei englischen Objekte zeigen eine freitragende Konstruktion (Middlesborough, Warrington). Beide sind jedoch zu späteren Zeiten als die Ostener Fähre errichtet... Somit ist die Ostener Fähre von den freitragenden erhaltenen Bauten als die älteste Konstruktion der Welt anzusehen.Der sehr hohe Seltenheitswert einerseits der grundsätzlichen Konstruktion der Schwebefähren wie auch andererseits der Ostener Schwebefähre innerhalb der Bundesrepublik Deutschland setzt das Bauwerk auch in den Rang eines national herausragenden Kulturdenkmals.Das Ostener Vorhaben - eingebunden in überregionale Projekte wie die jetzt geplante Deutsche Fährstraße - sei "gut, seriös, weitsichtig" und "hervorragend geeignet, in das Förderungsprogramm aufgenommen zu werden", urteilte der niedersächsische Repräsentant der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, Zimpel, ohne sich jedoch vorerst auf eine verbindliche Zusage festzulegen, die den Spitzengremien seiner Organisation vorbehalten sei.
Viel Anklang fand unter Denkmalschützern die Anregung, eines der vielen ungenutzten, unter Denkmalschutz stehenden Häuser im Ostener Ortskern - zum Beispiel die Hamannsche Scheune direkt an der Fähre (Foto oben) - für die Einrichtung eines Deutschen Fährmuseums oder eines Info-Centers zu nutzen, wie es zum Beispiel die CDU Osten in ihrem jüngsten Kommunalprogramm fordert; ähnliche Einrichtungen bei anderen Schwebefähren etwa in England seien außerordentlich großzügig mit EU-Mitteln gefördert worden.
Am Rande der Veranstaltung führte der NDR ein Interview mit dem Fördervereins- Vorsitzenden Horst Ahlf über den Stand des Restaurierungsvorhabens.
Sitzungsleiterin Birgit Greiner, Bauamtfrau beim Landkreis Cuxhaven, wird über die Ergebnisse der Anhörung vom Dienstag in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre an diesem Freitag dieser Woche um 20 Uhr im Fährkrug berichten (Grünkohlessen ab 19 Uhr).Wer vorher noch dem seit rund 30 Jahren bestehenden Förderverein beitreten will (Jahresbeitrag: 10 Euro), kann einen Aufnahmeantrag hier herunterladen.
Kegler
Auch die "treue
Riege"
kämpft
für die Fähre
Massive Verjüngung und Verstärkung für den Fährverein: Beim letzten Klubabend in der Gerichtsklause sind sämtliche anwesenden Kegler von "Hossis treuer Riege" (Website hier) mit ihrem Wirt Horst ("Hossi") Fiske geschlossen in die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre in Osten e.V. eingetreten. Zuvor hatte der 2. Vorsitzende des Fährvereins, Jochen Bölsche, mit einer Videopräsentation über die geplante Restaurierung und das Projekt Deutsche Fährstraße informiert. Bölsche erinnerte an den Wagemut und die Weitsicht der Ostener, die sich vor rund 100 Jahren an die Planung der Schwebefähre gemacht haben: "Dasselbe Engagement wie damals brauchen wir heute in Osten, wenn wir die Schwebefähre über die nächsten hundert Jahre bringen wollen." (Aufnahmeformular hier).
Zeitgeschichte Der Mann, der
1945 die
![]() Kaum einer jedoch weiß: Unsere Schwebefähre gäbe es auch nicht, wenn der Vater des Schriftstellers Peter Schütt nicht 1945 den Befehl verweigert hätte, mit drei Panzerfäusten und ein paar Volkssturm-Männern das Bauwerk zu zerstören. Der Website www.schwebefaehre.org stellte der Autor einen neuen Text über die Ereignisse in den letzten Kriegswochen zur Erstveröffentlichung zur Verfügung. Dazu schrieb Schütt: "Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern viel Erfolg bei der neuerlichen Rettung der Schwebefähre." Zum Schütt-Text geht es hier. |
Trends
Neue Schwebefähre
in NRW geplant
Wie schön, dass Osten und Hemmoor schon eine Schwebefähre haben! Zur Zeit kommt der Bau neuer Schwebefähren als Touristenattraktion offenbar in Mode. Die Arbeitsgemeinschaft Binnenfähren fragt sich bereits, ob ein "Boom" neuer kleiner Schwebefähren zu erwarten ist.
Jüngstes Beispiel: In der Nähe des höchsten deutschen Eisenbahn-Viadukts, der 1897 fertiggestellten Müngstener Brücke über die Wupper, ist zur Förderung des Tourismus eine neue Schwebefähre geplant. Ein entsprechender Plan, entworfen vom Berliner Landschaftsarchitekten Prof. Dipl.-Ing. Hans Loidl, bekam den ersten Preis in einem Wettbewerb zur Gestaltung eines "Bückenparks" im Rahmen der "Regionale 2006", eines vom Land NRW geförderten regionalen Entwicklungsprogramms der Städte Remscheid, Wuppertal und Solingen.
Zum Stand der Planung der neuen Schwebefähre hat Anette Kolkau von der "Regionale 2006 Agentur GmbH" in Wuppertal dem Weltverband der Schwebefähren jetzt auf Anfrage mitgeteilt: "Eine erste Machbarkeitsstudie zur Schwebefähre liegt vor. Die Realisierung mit Rampen und Seil ist tatsächlich an diesem Standort unter der Müngstener Brücke und im zukünftigen Brückenpark möglich. Jetzt sind wir aber dabei, folgendes zu überprüfen: Wie kann ein Betreiberkonzept aussehen? Wahrscheinlich wird die Fähre nur mit Personal laufen. Wir gehen jetzt Sicherheitsfragen, Finanzierung und TÜV etc. nach."
Der Bau weiterer Schwebefähren wird zur Zeit in Hamburg, London und Hessen erörtert (ausführliche Berichte auf www.schwebefaehre.org, Rubrik INTERNATIONALES anklicken).
Souvenirs
Oste-Kiesel
- nur
echt mit der
Fähre

Kommunales
Carsten Hubert
für Ostener
Frühlings-
und Fährmarkt
Die baldige Aufstellung einer Marktordnung für die Gemeinde Osten hat Bürgermeister Carsten Hubert in der Hauptversammlung der Unternehmergemeinschaft Hemmoor (siehe unten) angekündigt. Geplant seien ein Frühjahrsmarkt sowie ein herbstlicher Fährmarkt, jeweils an einem Sonntag; das biete der Ostener Unternehmerschaft laut Ladenschlußgesetz die Möglichkeit, so Hubert, an diesen Tagen "ihre Waren nicht nur zu zeigen, sondern auch zu verkaufen".
Als Termin für den Fährmarkt - auf dem Platz vor dem Technischen Baudenkmal Schwebefähre - bietet sich alljährlich der 2. Sonntag im September an: An diesem "Tag des offenen Denkmals" (World Heritage Day) finden in aller Welt Veranstaltungen rund um Baudenkmäler ab.
Wenn am 12. September dieses Jahres die Fähre wider Erwarten noch nicht in Betrieb sein sollte, könnte der Tag nach Ansicht der Cuxhavener Denkmalschützerin Birgit Greiner genutzt werden, das Publikum am "lebenden Objekt" über die Restaurierung eines Baudenkmals zu informieren.
Prost Neujahr
Motto gefällig
fürs
Neue Jahr?
"Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbour. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover”.
Übersetzt heißt dieser Ratschlag von Mark Twain so viel wie:
"Heute in zwanzig Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die Du versäumt hast, als über die, die Du getan hast. Also mach die Leinen los, verlass den sicheren Hafen, fang den Fahrtwind in Deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke."
Dieses Leitwort fanden wir auf der Website des britischen Radsportler-Pärchens Huw und Gwenaelle, die ihr Berufsleben für ein Jahr unterbrochen haben, um per Tandem vier der acht letzten Schwebefähren der Welt zu besuchen. Mehr über das große Tandem-Abenteuer weiter unten auf dieser Seite und unter www.schwebefaehre.org.
Abenteuer
Mit dem Tandem
zu
vier Schwebefähren

Vier der acht letzten Schwebefähren der Welt - in Newport, Rochefort, Bilbao und Buenos Aires - haben sie bereits besucht. In den Adventswochen radelten sie durch Argentinien in Richtung Feuerland. Weihnachten bekamen sie eine E-Mail von Jochen Bölsche aus Osten: Der Vizevorsitzende des Schwebefähren-Weltverbandes hat die Tandem-Abenteurer gebeten, im nächsten Jahr auch das Technische Baudenkmal an der Oste zu besuchen.
Folgt das sympathische Tandem-Duo der Einladung nach Deutschland? Haben die Beiden vielleicht Lust, die "Deutsche Fährstraße" zu eröffnen, die neue Ferienstraße von Bremervörde bis Kiel, an der man auf nur 250 Kilometern gleich zwei Schwebefähren besichtigen kann?
Mehr über die Erlebnisse und Pläne der Schwebefähren-Fans Huw und Gwenaelle steht unter www.schwebefaehre.org.
Jahresrückblick
Carsten Hubert
sieht
"Schub nach
vorne"
Der sehnlichste Wunsch des Ostener Bürgermeisters für 2004 ist, abgesehen von gesundheitlicher Stabilität, die Wiederinbetriebnahme der Ostener Schwebefähre. Das hat Carsten Hubert jetzt bei einer Umfrage der NEZ erklärt. Der Weg sei bereitet: "Der Besuch beim spanischen König im September zur Gründung des Welt-Fährenverbandes hat einen unwahrscheinlichen Schub nach vorne gebracht."
SPD
Op Platt: Wetzels
Neujahrswünsche
Auf Plattdeutsch hat die SPD-Abgeordnete Margrit
Wetzel (Wahlkreis Stade / Cuxhaven) ihre Wünsche zum neuen Jahr formuliert.
In den Beitrag für die Lokalpresse heißt es unter anderem: "För
ganz wichtige Vörhoben in Hadeln bünn ik nu all tätig woarn:
Dat se us Elv nich deeper mookt, dat de Schwebefähre een Kulturdenkmool
warden deiht, liggt mi ganz dull an'n Harten..." Mehr unter margritwetzel.de
und unter spd-hemmoor.de.