Osteland aktuell


Kriminalität

"Wir wollten nur
den Turm ansehen"


15. November 2003: Verwüstete Ostener Kirche

21. 4. 2004. Nach knapp dreiwöchiger U-Haft wurde er in Handschellen vor das Otterndorfer Jugendschöffengericht geführt: der 19-jährige Ex-Ostener, der im November an der Schändung der Ostener Kirche beteiligt war und der sich nun als verführter Mitläufer seines älteren Kumpanen einstufte: "Wir wollten uns nur den Turm ansehen." Der Arbeitslose kam laut NEZ - womöglich auf Grund seiner Beteuerungen, "aus dem Milieu heraus" zu wollen - mit zwei Wochen Jugendarrest davon, die angesichts der Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Das Verfahren gegen eine 24-Jährige war kürzlich gegen Arbeitsauflagen eingestellt worden, ein 32-jähriger Beteiligter, der sich dem Prozeß entzogen hatte, wird per Haftbefehl gesucht.


Feuerwehr

Der Haushund
als Rauchmelder

26. 4. 2004. Der Einsatz von fünf Feuerwehren - aus Osten, Basbeck, Hüll, Warstade und Westersode - konnte nicht verhindern, dass in der Nacht zum Montag das Anwesen eines 38-jährigen Landwirts in Schüttdamm samt Stallungen niederbrannte. Der Landwirt sei nach eigenem Bekunden nur mit dem Leben davongekommen, weil sein Hund den Brandgeruch wahrgenommen und ihn rechtzeitig geweckt habe, berichtet NEZ-Reporterin Natascha Saul (NEZ-Artikel und Foto hier). Die Brandursache galt zunächst als ungeklärt.


Internet

Geburtsanzeige
auf der Website

"Am 22. April 2004 wurde unser Sohn Leonard geboren." Mit dieser Mitteilung und einem schönen Babyfoto haben Meike und Karl-Heinz Brinkmann aus der Fährstraße in Osten am Wochenende auf ihrer Familien-Website brinkmann-osten.de die Geburt ihres vierten Kindes mitgeteilt. - Auf der Homepage können unter anderem Fotos von der illuminierten Ostener Schwebefähre und Grußkarten mit regionalen Motiven bewundert werden. - Karl-Heinz Brinkmann ist auch verantwortlich für die neue Website des Ostener Sportvereins: www.tsv-osten.de. Auch osten-oste.de gratuliert!


Vandalismus

Was ist bloß
in Osten los?


Deichstraße: Osterglocken herausgerissen

März 2004. "Ich kann es nicht fassen", sagt Elke Kirmes. Unbekannte haben in der Nacht zum Sonnabend den schönsten Deichabschnitt in Osten verwüstet: Dutzende von Osterglocken sind sinnlos herausgerissen und auf die Deichstraße geworfen worden. Was ist bloß in Osten los? In Drochtersen und anderswo werden an diesem Wochenende Frühlings- und Krokusfeste gefeiert - in Osten wütet Vandalismus.


Verkehr

In drei Jahren
S-Bahn bis Stade


Bahnhof Hemmoor: Hamburg rückt näher

Hamburg rückt näher. Die Hamburger S-Bahn wird nach einem Bericht des Stader Tageblatts bereits im Dezember 2007 stündlich bis nach Stade fahren. Diese politische Weichenstellung hätten Hamburg und Niedersachsen jetzt noch einmal bekräftigt. Montag bis Freitag sei im Berufsverkehr ein 20-Minuten-Takt ab Stade und ein 10-Minuten-Takt ab Buxtehude vorgesehen. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) werde schon im Winter 2004 sein Gebiet auf die Landkreise Harburg, Stade und Lüneburg erweitern. Mehr im Stader Tageblatt.
 
 

Justiz

Haftbefehl gegen
Kirchenschänder

März 2004. Das Jugendschöffengericht Otterndorf hat Haftbefehl gegen den 19- und den 32-jährigen Mann erlassen, die gestanden haben, die Ostener Kirche im November letzten Jahres geschändet zu haben (Foto: Röndigs). Die beiden Angeklagten haben sich zum zweiten Mal einem Verhandlungstermin entzogen, berichtet die NEZ. Das Verfahren gegen eine 24-jährige Mittäterin war mit einer Arbeitsauflage ausgegangen.

Karneval

"Osten helau,
Fähre alaaf"

"Alles redet vom Fasching in Geversdorf - aber in Osten wird viel besser gefeiert - ohne Kommerz, reiner Straßen- und Familienkarneval." In dieser Meinung sah sich Ostens Bürgermeister Carsten Hubert (Foto oben) bestärkt durch den stimmungsvollen Rosenmontag-Abend. Sein Schlachtruf: "Osten helau, Fähre alaaf!"
Von Haus zu Haus zogen die munteren Grüppchen, begleitet von Musikanten mit "Quetsche".
Nachdem man überall herzlich bewirtet worden war...
... zogen die Karnevalisten in die Festhalle, wo der Abend ausklang. Viele weitere Fotos vom wunderschönen Ostener Rosenmontag auf dieser SONDERSEITE.


Kommunales

Hubert für
Fährmarkt


Fährplatz von oben: Markttrubel im September?

März 2004. Die baldige Aufstellung einer Marktordnung für die Gemeinde Osten hat Bürgermeister Carsten Hubert in der Hauptversammlung der Unternehmergemeinschaft Hemmoor angekündigt. Geplant seien ein Frühjahrsmarkt sowie ein herbstlicher Fährmarkt, jeweils an einem Sonntag; das biete der Ostener Unternehmerschaft laut Ladenschlußgesetz die Möglichkeit, so Hubert, an diesen Tagen "ihre Waren nicht nur zu zeigen, sondern auch zu verkaufen".


Website zum Denkmalstag

Als Termin für den Fährmarkt - auf dem Platz vor dem Technischen Baudenkmal Schwebefähre - bietet sich alljährlich der 2. Sonntag im September an: An diesem "Tag des offenen Denkmals" (World Heritage Day) finden in aller Welt Veranstaltungen rund um Baudenkmäler ab.

Wenn am 12. September dieses Jahres die Fähre wider Erwarten noch nicht in Betrieb sein sollte, könnte der Tag nach Ansicht der Cuxhavener Denkmalschützerin Birgit Greiner genutzt werden, das Publikum am "lebenden Objekt" über die Restaurierung eines Baudenkmals zu informieren.


Unternehmer

Wolfgang Fels löst
Bernd Jürgens ab


Jürgens geht (3.v.l.), Fels kommt (4.v.l.)

März 2004. Ein "echtes Hadler Kind" - 52 Jahre alt, 5 Kinder, geschäftlich und familiär in drei Hemmoorer Ortsteilen verwurzelt - steht jetzt an der Spitze der Unternehmergemeinschaft Stadt Hemmoor e.V. : Wolfgang Fels, der seit Jahrzehnten einen Elektroinstallationsbetrieb mit bis zu 30 Mitarbeitern leitet, hat den Vorsitzenden Bernd Jürgens abgelöst. Zum Abschied wurde Jürgens, der den Verein seit 1996 geleitet hat, ein Präsent überreicht (Foto), tags darauf porträtierte ihn die NEZ in ihrer Reihe "Cuxland persönlich". Ausführlicher Bericht auf unserer Schwesterseite hemmoor.info.


Ehrenämter

30 Vereine - wer
bietet mehr?


 Mit Leidenschaft für die Heimatregion: Rüdiger Toborg

März 2004. Bislang schon war Rüdiger Toborg - Unternehmer, CDU-Fraktionsvorsitzender und ehrenamtlicher Ortsheimatpfleger - Mitglied in 29 Vereinen. Auf der Hauptversammlung des Fremdenverkehrsvereins unterschrieb der leidenschaftliche Sammler und Heimatfreund jetzt seine Beitrittserklärung Nummer 30. Gibt es irgend jemanden, der im hiesigen Vereinswesen vielfältiger engagiert ist? (Hinweise bitte an osten@oste.de.)

Rüdiger Toborg will durch seinen Eintritt die neue Arbeitsgemeinschaft Osteland unterstützen, die sich als "Lobby für den vergessenen Fluß" für Heimatpflege, Kulturförderung und umweltverträglichen Tourismus entlang der Oste einsetzt und zur Zeit die Einrichtung der Deutschen Fährstraße betreibt. - Der Aufnahmeantrag mit Abbuchungserklärung (pro Jahr 10 Euro) kann hier ausgedruckt werden.


Fasching

Wer geht denn
da als Lilo?

Wer hat sich denn da als Lilo Wanders verkleidet? Die tollsten Kostüme waren jetzt im "Großenwördener Hof" zu sehen, wo die Faschingsfeier des dortigen TSV stattfand. Mehr Fotos aus der Nacht der Nächte auf unserer Schwesterseite www.grossenwoerden.oste.de.


Finanzministerium

Sondermarke für
2009 "vorgemerkt"


Vorbild: Sondermarke für
die Flensburger Schwebefähre

Januar 2004. Das Bundesfinanzministerium hat jetzt zu dem Antrag Stellung genommen, zum 100-jährigen Bestehen der Ostener Schwebefähre im August 2009 eine Sondermarke herauszugeben, die das Technische Baudenkmal zeigt - nach dem Vorbild von Sondermarken, die drei anderen europäischen Schwebefähren  - in Rendsburg (Foto), Bilbao und Rochefort - gewidmet sind.


Vorbild: Sondermarke für
die Schwebefähre Rochefort

Zu einer entsprechenden Anregung des Weltverbandes der Schwebefähren wurde dem Vizevorsitzende Jochen Bölsche (Osten) mitgeteilt, der Antrag sei "für die Planung des Sonderpostwertzeichen-Programms 2009 vorgemerkt worden".


Vorbild: Sondermarke für
die Schwebefähre bei Bilbao

Alle für 2009 vorliegenden Vorschläge würden vom Programmbeirat bei einer Sitzung, die voraussichtlich im November 2007 stattfinden werde, erörtert. "Eine endgültige Entscheidung über das Ausgabeprogramm wird dann aufgrund der Empfehlung des Programmbeirats zu Beginn des Jahres 2008 getroffen". Pro Jahr würden rund 50 Sondermarken herausgegeben. - Mehr unter www.schwebefaehre.org - Rubrik OSTEN.


Havarie

Steinfrachter
lief auf Felsen


Wie ein gestrandeter Wal: die gekenterte "Rocknes"

Januar 2004. Der Frachter "Rocknes", der vor der norwegischen Westküste kenterte und 18 Seeleute in die Tiefe riss, gehört nach einerm NDR-Bericht der Reederei Hans Jürgen Hartmann Kvitnes GmbH & Co. KG in Cadenberge. Auch die norwegische Presse nennt die "tyske rederiet AB Hartmann". Mibau-Chef Hartmann ist wichtigster Mann in der Kreidesee-Betreiberfirma "Hemmoorer Grundstücks- und Freizeit GmbH & Co." (HGF). Ein ausführliches Porträt Hartmanns steht hier auf der NEZ-Website. Eine ungenaue Seekarte könnte die Ursache für die Havarie gewesen sein. Der Unterwasserfelsen, der wahrscheinlich das Schiff zum Kentern brachte, ist laut einem Bericht des "Dagbladet"  auf älteren Seekarten nicht verzeichnet. Mehr zum Thema auf unserer Schwesterseite www.hemmoor.info.


Rinderwahnsinn

22 Tiere ohne BSE-
Test geschlachtet


Wie groß ist das BSE-Risiko im Landkreis?

Januar 2004. Im Cuxland gibt es nach Recherchen des Landtagsabgeordneten Claus Johannßen (Foto) in Sachen BSE-Prophylaxe "84 ungeprüfte Fälle" - nach Ansicht des wachsamen Sozialdemokraten schlicht ein Skandal. Die Zahl resultiert, wie die Kreisverwaltung soeben auf ihrer Website zu dem Schlamperei-Vorwurf erklärt, aus einem Datenabgleich zwischen den im Landkreis Cuxhaven geschlachteten und verendeten Rindern, soweit sie 24 Monate alt und älter sind und damit auch BSE-untersuchungspflichtig, und den für diese Rinder tatsächlich in einem Veterinärinstitut durchgeführten BSE-Tests. Von den 84 Rindern wurden 52 tatsächlich geschlachtet, die anderen sind verendet und in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt unschädlich entsorgt worden. 30 von diesen 52 Rindern konnten laut Kreisverwaltung inzwischen zuverlässig als BSE-getestet identifiziert werden, da die Unklarheiten auf Zahlendrehern beruhten.

"Das hätte nicht passieren dürfen"

Im Ergebnis sei also festzustellen, dass Fleisch von maximal 22 geschlachteten Rindern ohne die vorgeschriebene BSE-Untersuchung in den Verkehr gekommen ist, und zwar bei zwei Schlachtbetrieben und zwei Hausschlachtungen. Diesen "Versäumnisfällen" geht der Landkreis Cuxhaven mit Nachdruck nach, um eventuelle Schwachstellen sofort zu beseitigen. Kreisveterinär Dr. Dietrich Voß räumte gegenüber der Niederelbe-Zeitungein: "Das hätte nicht passieren dürfen."

Drei Amtstierärzte suspendiert

In Norddeutschland wurden weit mehr Rinder ohne BSE-Test geschlachtet und weiter verarbeitet als bislang angenommen. Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums  in Hannover mitteilte, wurden in Niedersachsen bislang 228 Fälle ermittelt. 50 der insgesamt 1.250 Verdachtsfälle müssten noch geprüft werden. Drei Amtstierärzte wurden vom Dienst suspendiert, weil sie versäumt hatten, die vorgeschriebenen Untersuchungen einzuleiten. Mehr auf der Website des NDR.

Siehe auch: SPD will Fachausschuß einberufen - www.spd-hemmoor.de.


Parteien

Schröder gegen
"Vorverurteilung"

Der Grünen-Politiker Ulrich Schröder hat sich gegen eine "Vorverurteilung" seiner Person durch die Heimatpresse gewehrt. Seine Stellungnahme, dokumentiert von den "Cuxhavener Nachrichten", steht hier.


Kommunalpolitik

Neuer Name für
Hemmoorer Schule?

Wenn die "Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe Hemmoor" (so der offizielle Name) ihre Orientierungsstufe verliert, besteht die Chance, ihr einen neuen Namen zu geben - Stempel und Briefpapier müssen dann ohnehin neu gefertigt werden. Hinter den Kulissen der Kommunalpolitik wird schon heftig darüber nachgedacht, welchen Namen die Schule bekommen soll. An der Namenssuche sollen sich alle Hemmoorer beteiligen können, heißt es. Bislang scheint der Name "Schule an der Oste" favorisiert zu werden.


Justiz

Kirchenschändung:
Verfahren eingestellt


Verunreinigte Ostener Kirche (Foto: Wilfried Röndigs)

12. 2. 2004. Die Schändung der Ostener Kirche hatte jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Zwei der Angeklagten blieben dem Prozeß fern, der 24-jährigen Mittäterin wurden mildernde Umstände zugebilligt. Der Staatsanwalt sprach sich für eine Einstellung des Verfahrens aus. Ein aufschlußreicher NEZ-Gerichtsbericht von Frank Lütt - allerdings mit rätselhaften Andeutungen über "unmoralisches Verhalten" in der Kirche, "auf das hier bewusst nicht näher eingegangen wird" - steht in der Online-Ausgabe unserer Heimatzeitung.


Landkreis

Dreifache Gebühr
für Schwarzbauer

Für die nachträgliche Genehmigung einer ohne Baugenehmigung errichteten Baumaßnahme fällt zukünftig die dreifache Gebühr der für Neubauten festgelegten Genehmigungsgebühr an. Diese neue Regelung der Baugebührenordnung gilt für alle niedersächsischen Bauaufsichtsbehörden seit dem 1. Dezember 2003 und wird auch vom Landkreis Cuxhaven künftig angewendet, wie der Kreis auf seiner Website mitteilt.

Die Landesregierung hat diese Neuregelung der Baugebührenordnung damit begründet, dass der finanzielle Vorteil ausgeglichen werden soll, den die Bauherren solcher "illegaler" Baumaßnahmen aus dem frühzeitigen Baubeginn gegenüber anderen Bauherren haben. Außerdem soll der zusätzliche Prüfungsaufwand der Bauaufsichtsbehörden abgedeckt werden, der dadurch entsteht, dass diese neben der Zulässigkeit des Bauantrags auch die Vereinbarkeit der bereits errichteten Baumaßnahme mit den vorgelegten Unterlagen prüfen müssen. Nicht zuletzt erhofft sich die Landesregierung auch einen Abschreckungseffekt für künftige "illegale" Baumaßnahmen.


Kriminalität

Polizei erwischt
sieben Diebe

4. 3. 2004. In Hamburg hat die Polizei sieben Männer - darunter drei Hemmoorer - festgenommen, die  gerade einen Container mit Zigaretten im Verkaufswert von 1,8 Millionen  Euro stehlen wollten. Die Diebesbande steht offenbar  in enger Verbindung zu den kürzlich in Hemmoor ermittelten Kosovo-Albanern. Mehr unter www.nez.de.


Schulen

Schmidt will Anti-
Mobbing-Programm


Kinderschutzbund-Vorsitzender Schmidt (in Hemmoor)

Nach den Gewaltattacken gegen einen Berufsschüler in Hildesheim fordert der Kinderschutzbund Niedersachsen ein Programm gegen Mobbing an Schulen. Nach Untersuchungen habe jeder sechste Schüler bereits Erfahrungen mit Mobbing gemacht, sagte der Landesvorsitzende Johannes Schmidt (Hemmoor) in Hannover gegenüber Pressevertretern. Schul-Mobbing gehöre auf den Lehrplan etwa mit Anti-Aggressions-Training und Projekttagen. Unterdessen forderte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) bei einem Besuch in der Hildesheimer Werner-von-Siemens-Schule, alle Schulen in Niedersachsen sollten ein Sicherheitskonzept aufstellen. In Hildesheim hatten 17jährige Schüler einen Klassenkameraden Monate lang gequält, Videoaufnahmen davon gemacht und ins Internet gestellt.

Warum Schmidt, von Beruf Familienberater und Organisationsentwickler und im Ehrenamt Vorsitzender der SPD Hemmoor, sich für den Kinderschutz einsetzt, steht in diesem NEZ-Porträt.


Post

Jetzt gibt's in Osten
wieder Briefmarken


Nachmittags kamen die letzten Utensilien

Die Ostener müssen nicht mehr nach Hemmoor fahren, wenn sie Briefmarken brauchen. Im Papiergeschäft Tank ist am Montag ein Postshop eröffnet worden.


Frisch eingewiesen: die Drei von der Poststelle

Nachmiitags wurden Marianne Tank und ihre Mitarbeiterinnen von Post-Vertretern in die neue Arbeit eingewiesen. Seither hat Osten postalisch - immerhin - wieder den Zustand von 1762 erreicht, als hier laut Ortschronik erstmals die Existenz eines "Postbüros" oder einer "Poststube" nachgewiesen war.


Kaiserliches Postamt in Osten

Für die Zeit um 1870 wird die Existenz einer Postanstalt bezeugt, wahrscheinlich im Haus Fährstraße 24 (Schlachterei Guthahn). 1893 wurde das Kaiserliche Postamt in den Neubau des Kaufmanns Hermann Krome verlegt (jetzt: Fährstraße 4), siehe Fotos.

An die einstige postalische Nutzung des Gebäudes, das heute die BHW-Filiale von Doris Klüser beherbergt, erinnert nur noch der sorgfältig restaurierte Adler in der Fassade.


Polizei

Stabbert wird
Polizeipräsident

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat seine neuen Polizeipräsidenten ernannt. Zu ihnen gehört Arno Stabbert, bis zu seiner Berufung als Referent in das Ministerbüro Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) in Cuxhaven. Stabbert führt demnächst die Polizeidirektion "Zentrale Dienste". Er ist der Bruder von Rolf Stabbert, dem Leiter des Polizeikommissariats Hemmoor. Ein Porträt der Brüder Stabbert ist in der NEZ-Reihe "Zu Gast bei..." erschienen; der Text ist hier online verfügbar.


Kriminalität

Großer Erfolg der
Hemmoorer Polizei

Die Einbruchserie (mehr als 100 Delikte) in Hemmoor ist womöglich aufgeklärt. Am Wochenende nahm die Polzei zwei Kosovo-Albaner als mutmaßliche Täter fest, wie es in einem Exklusivbericht der NEZ (Montagsausgabe) heisst. Der Artikel von Frank Lüth steht auf der Homepage unserer Heimatzeitung. - Auch im Kreis Stade wurden jetzt drei Kosovo-Albaner festgenommen. Auch dort heißt es, eine Einbruchsserie stehe möglicherweise vor der Aufklärung, meldet das Stader Tageblatt.


Literatur

Das Oste-Buch -
fast vergriffen

Januar 2004. „Die Oste – Lebensader zwischen Elbe und Weser" heißt das vom Heimatbund Männer vom Morgenstern herausgegebene 280-Seiten-Buch, das kurz vor Weihnachten erschienen ist und in 22 Aufsätzen ein Bild des früheren und gegenwärtigen Lebens entlang des grössten Flusses der Elbe-Weser-Region entwirft. Sofort nach Erscheinen war die gesamte Auflage von 600 Exemplaren vergriffen. Jetzt ist eine kleine 2. (und wahrscheinlich letzte) Auflage in den Handel gekommen - aber auch die war am Wochenende fast schon wieder vergriffen. In der Hemmoorer Center-Buchhandlung liegen nur noch wenige Exemplare (19,90 Euro). Unser Tipp: Nix wie hin!


Post

Osten bald auf dem
Stand von 1762


Kaiserliches Postamt in Osten

Januar 2004. Jetzt steht es fest: Vom 2. Februar an müssen die Ostener nicht mehr nach Hemmoor fahren, wenn sie Briefmarken brauchen. Im Papiergeschäft Tank wird ein Postshop eröffnet. Damit erreicht Osten postalisch - immerhin - wieder den Zustand von 1762, als hier laut Ortschronik erstmals die Existenz eines "Postbüros" oder einer "Poststube" nachgewiesen war.

Für die Zeit um 1870 wird die Existenz einer Postanstalt bezeugt, wahrscheinlich im Haus Fährstraße 24 (Schlachterei Guthahn). 1893 wurde das Kaiserliche Postamt in den Neubau des Kaufmanns Hermann Krome verlegt (jetzt: Fährstraße 4), siehe Fotos.

An die einstige postalische Nutzung des Gebäudes, das heute die BHW-Filiale von Doris Klüser beherbergt, erinnert nur noch der sorgfältig restaurierte Adler in der Fassade.


Kirche

Zwei Täter haben
sich entschuldigt

FOTO: RÖNDIGS
Dezember 2003. Zwei der drei Kircheneinbrecher, die unlängst im Ostener Gotteshaus ihr Unwesen getrieben haben (Foto) und von der Polizei gefaßt wurden, haben sich beim Pastor und beim Kirchenvorstand entschuldigt. "Sie werden die Kosten für Reinigung und mehhr tragen," heißt es im Gemeindebrief. "Wir dürfen auf die gerichtliche Verhandlung gespannt sein und darauf, ob die Reue nicht nur ihre Lippen bewegt, sondern auch Hand und Herz, ja, zu einer Veränderung führt."


Verkehr

Fahrgastverband
für Hadeln gegründet

Dezember 2003. Der 38-jährige Stephan Genandt engagiert er sich beim Fahrgastverband Pro Bahn - als Vorsitzender des jungen Regionalverbandes Elbe-Weser, der auch in Hadeln aktiv werden will. Mehr im Online-Angebot unserer Heimatzeitung NEZ. Der Fahrgastverband, der jede Unterstützung von Hadler Bahnpendlern verdient,  ist  im Web mit einer höchst informativen Homepage vertreten.


Vereine

Sozialverband
feierte Advent

FOTO: W. RÖNDIGS
Dezember 2003. Bei Kaffee, Kuchen und Kerzenschein feierte der Sozialverband Deutschland - noch immer am besten bekannt unter seinem alten Namen Reichsbund - in der Ostener Festhalle Advent. Vorsitzende Irmgard Riedel (2.v.r.) und ihre Vorstandskollegen konnten unter anderem Bürgermeister Carsten Hubert begrüßen. Weitere Fotos von der vorweihnachtlichen Feier stehen auf dieser SONDERSEITE. Zur Website des Sozialverbandes geht es hier.


Feste

Adventstreff war
ein Riesenerfolg

Dezember 2003. Hunderte von Besuchern machten auch den 22. Ostener Adventstreff (Foto) bei winterlich klarem und trockenem Wetter zu einem Riesenerfolg.
Auch Ehrenbürgermeister Siegfried Wiechmann, der den Adventstreff 1981 als nichtkommerzielle Alternative zu den üblichen Märkten begründet hatte, feierte mit.
Das 4. Schuljahr der Grundschule hatte aus Abfallmaterial eine vier Meter lange Schwebefähre gebastelt - als Kulisse für die Kettbahn-Strecke.
Rechtzeitig zum Adventstreff eröffnete die neue Antik-Galerie "Die Segelfähre" der Familie Schwenkkros in der Fährstraße - ein Gewinn für Osten.
Besonders gut kam bei den Besucherinnen und Besuchern Apfelgrog mit oder ohne Schuß an, serviert von netten Nikolausas.
Die schönsten Schnappschüsse  von der Veranstaltung stehen auf dieser SONDERSEITE.


Kegeln

"Hossis treue Riege"
mit 1000. Besucher

Viel Zuspruch findet die Website des Kegelclubs "Hossis treue Riege" (Foto), benannt nach Horst Fiske vom Keglerlokal "Gerichtsklause". Dieser Tage wurde auf der Homepage, die zur Zeit gründlich überarbeitet wird, der 1000. Besucher begrüßt.


Kriminalität

"Ständig neue
Einbrüche"

Dezember 2003. Die Geschäftswelt in der Samtgemeinde Hemmoor ist in großer Sorge. "Ständig neue Einbrüche in Hemmoor und Umgebung! Wie können sich Bürger und Betriebe besser schützen?" Mit diesen Worten ist eine Einladung überschrieben, mit der die Interessengemeinschaft Bahnhofstraße Hemmoor, die  Unternehmergemeinschaft Stadt Hemmoor e.V. und die Interessengemeinschaft „Rauher Berg“ auf eine Veranstaltung am Mittwoch, 3. Dezember, 19.30 Uhr, in der Schlemmerbörse Fritsche, Stader Straße 107, aufmerksam machen. "Wie kann der Schutz verbessert werden? Was muss beachtet werden, um das Eigentum besser zu schützen? Wie können wir Hemmoorer wieder besser schlafen?" - Antworten auf diese Fragen erhoffen sich die Unternehmer vom Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven, Polizeidirektor Friedhold Schacht, dem Leiter des Hemmoorer Kommissariats, Kriminalhauptkommissar  Ralf Stabbert, dem Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Kriminalhauptkommissar  Hans-Jürgen Böhm, und dem Beauftragten für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Cuxhaven, Polizeioberkommissar Jürgen Seeger.


Polizei

5000 Beamte
demonstrierten

FOTO: GDP
Mehr als 50 Polizisten aus dem Kreis Stade - darunter auch Lothar Klüser aus Osten - haben gemeinsam mit 5000 Kollegen aus ganz Niedersachsen in  Hannover gegen die Sparpläne der Landesregierung demonstriert. In einem eindrucksvollen Demonstrationszug durch die hannoversche Innenstadt zeigten sie ihre Wut und Enttäuschung gegenüber nicht erfüllten Versprechungen der Politiker.

Insbesondere gegen die mangelnde Bereitschaft der Landesregierung, mit den Gewerkschaften in einen konstruktiven Dialog einzutreten, ging es auf der Kundgebung an der Marktkirche. Konrad Freiberg von der Gewerkschaft der Polizei erinnerte an die verletzten und getöteten Kolleginnen und Kollegen, die das gerede vom sicheren Arbeitsplatz ad absurdum führten. Bernhard Witthaut (GdP) verlangte von der Landesregierung, insbesondere vom Ministerpräsidenten Christian Wulff, endlich den versprochenen Dialog mit den Gewerkschaften zu führen. Während der Kundgebung stiegen symbolisch 110 schwarze Luftballons auf, die Bernhard Witthaut als "Notruf gen Himmel" bezeichnete.

Auf Grund einer  Wiederbesetzungssperre werden ausscheidende Kollegen nicht ersetzt. Langzeitkranke oder Kollegen auf Lehrgängen oder im Mutterschutz reduzieren die Belegschaft. Nun sollen die Beamten auch finanzielle Lasten tragen. Die freie Heilfürsorge wurde unlängst aufgekündigt. Trotz hohem Verletzungsrisiko im Beruf müssen Polizisten künftig dazu bezahlen. Wie bei allen Beamten wird auch das Weihnachtsgeld gekürzt. Außerdem steigt die Wochenarbeitszeit. Doch das Einkommen sinkt um zwei Prozent.


Kriminaliät

Kircheneinbruch:
drei Verdächtige

November 2003. Wenige Tage nach der Tat hat die Polizei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung drei Ostener Tatverdächtige ermittelt, die für die Schändung der Ostener Kirche verantwortlich gemacht werden. Zwei Männern im Alter von 19 und 34 Jahren sowie einer 23-jährigen Frau wird vorgeworfen, die wertvolle Bibel sowie Kerzen vom Altar entwendet und das Gotteshaus mit einem Feuerlöscher verschmutzt zu haben.

FOTO: RÖNDIGS
Fahnenabordnungen der Schützen an der Festhalle

Der Gottesdienst am Volkstrauertag mußte wegen der aufwendigen Reinigungsarbeiten (Kosten: rund 2000 Euro) in die Festhalle verlegt werden.

In Hemmoor liegen
die Nerven blank

Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) hatte in der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins auf den Vorfall mit den Worten reagiert: "In welcher Zeit leben wir eigentlich?" Der Kreistagsabgeordnete Herbert Guthahn (SPD) zeigte sich in derselben Versammlung "schockiert, dass so etwas möglich ist", und forderte die Anwesenden zur Mithilfe auf: "Haltet die Augen offen." Denn, so Guthahn: "Die Polizei wird der Lage offenbar nicht mehr Herr."

Verärgert über das Guthahn-Zitat äußerte sich gegenüber der NEZ jetzt der Leiter des Polizeikommissariats Hemmoor, Kriminalhauptkommissar Ralf Stabbert. Der Beamte kleidete seinen Unmut laut NEZ  in Kritik an "einigen ,reißerischen' Schlagzeilen einer Internetplattform der Region", wo "noch am Abend nach der Tat mit den Worten ,Die Polizei wird der Lage offenbar nicht mehr Herr' Stimmung gemacht worden" sei.

Die merkwürdige - und unzutreffende - Äußerung deutet darauf hin, dass angesichts der seit Wochen anhaltenden Einbruchsserie im Raum Hemmoor bei einigen Beamten offenbar die Nerven blank liegen.

Was ist denn in dieser Lage so falsch daran, an die Bürger zu appellieren, selber die Augen offen zu halten?


Verkehr

Neuer Kreisfahrplan
jetzt erschienen

Dezember 2003. Pünktlich zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG und zum Start der Nordseebahn am 14.12.2003 lag der Kreisfahrplan 2004 vor. Der Kreisfahrplan bietet wie seine Vorgänger einen Überblick über das gesamte Bus- und Bahnangebot im Landkreis Cuxhaven. Allen Interessierten stehen außerdem umfangreiche Informationen auf der Homepage des Landkreises Cuxhaven unter www.landkreis-cuxhaven.de/oepnv zur Verfügung.


Rekorde

Schlagzeilen um
Fußgängerzone


Schützenumzug  in der Mini-Fußgängerzone

August 2003. Wie schön: Unser Hinweis darauf, dass Osten womöglich die kürzeste Fussgängerzone der Welt besitzt (hier nachzulesen), zieht Kreise. Erst (14. 8. 2003) berichtete die NEZ, der "800-Seelen-Ort Osten" besitze neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch " - was selbst einigen Einheimischen bisher entgangen ist - die wahrscheinlich kürzeste Fußgängerzone Deutschlands". NEZ-Reporter Volker Klingenberg hatte, wie es seine Art ist, sorgfältig recherchiert und zum Zollstock gegriffen: Er kam auf "weniger als 20 Meter Länge (exakt: 19,45 Meter von Kübelrand zu Kübelrand)". - osten-oste.de hat den NEZ-Bericht umgehend der Redaktion des "Guinness Buchs der Rekorde" übermittelt.


Der Guinness-Redaktion zugeschickter NEZ-Bericht

Inzwischen hat auch der Hadler Kurier (27. 8. 2003) auf seiner Titelseite das Thema aufgegriffen.

Der nahezu eine Seite füllende Beitrag (siehe Ausriß) steht unter der Überschrift: "Weitere kuriose Attraktion des beschaulichen Ortes: Die kürzeste Fußgängerzone". Der Beitrag hebt am Rande hervor, dass die Kübel seit langem von den Anwohnern gepflegt und von Heini Uthenwold jedes Jahr zum Schützenfest frisch geweißt werden.


Bahnhofstraßenfest

"Halb Osten"
auf den Beinen

Eine hölzerne Schwebefähre und auch sonst allerlei Selbstgebasteltes offerierte der Ostener Erwin Bergander an seinem Stand auf dem 15. Hemmoorer Bahnhofstraßenfest. Wie er war am Sonnabend "halb Osten" auf den Beinen, um sich zwischen Ständen und Bühnen zu informieren und zu amüsieren. Das Hemmoorer Bahnhofstraßenfest ist eben auch ein Ostener Fest.
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NEU: Kurz-Videos vom Fest

Bilder anklicken

Ein bunter Bilderbogen aus der Bahnhofstraße steht auf dieser SONDERSEITE.


Skio-Jubiläum

Schöne Geschenke
zum 2. Geburtstag
 

Auf Resonanz stieß der  Appell von Erika Haack, der Vorsitzenden der Skater-Initiative Osten (Skio), den Verein zum zweijährigen Hallenjubiläum mit Geld- und Sachspenden zu unterstützen. Eine Hemmoorerin beispielsweise lieferte bei Erika Haack zwei Paar Inline-Schuhe ab (Foto links), und etliche Ostener steckten Spenden in die Sammelbüchsen, mit denen die jungen Skio-Fans Sönke Toborg und Gary Haack durch den Ort rollten (Foto rechts).

Das ursprünglich zum Jubiläum geplante Fun-Rennen über 40 Kilometer von Otterndorf nach Hemmoor ist aus organisatorischen Gründen auf den 5. Oktober verschoben worden.

Statt dessen standen am 30. August im Rahmen des Bahnhofstraßenfestes - siehe unsere Schwesterseite hemmoor.info - Fingerboard-Contests und Graffiti-Aktionen (Foto) sowie ein Sportflohmarkt auf dem Programm.


Prominenz

Schlagerstar an
Ostens Ortsgrenze

Eine der populärsten Künstlerinnen der spanischsprachigen Welt - sie sang unter anderem bei "Lateinamerikas ABBA" - wohnt neuerdings unweit der Ostener Ortsgrenze in der Hörne: Die gebürtige Chilenin Patricia Salas hat ein ehemaliges Ferienhaus der Unternehmer-Familie Sentker bezogen. Herma Sentker stellte die Künstlerin bei einem stimmungsvollen Fest  jetzt ihren Nachbarn vor. Eine Hörprobe von Patricia Salas ("Ave maria" im MP3-Format) gibt's hier, mehr Informationen auf unserer Schwesterseite www.grossenwoerden.oste.de.


Brauchtum

Nachbarn lassen
sich was einfallen

August 2003. Wenn Ostener heiraten, lassen sich die Nachbarn regelmäßig was einfallen. Zur kirchlichen Trauung von Frank und Sabine Auf dem Felde nahmen diese Strohpuppen auf der Haus-Bank auf dem Deich Platz. Auch osten-oste.de gratuliert!


Umwelt

Jungbauer Peters
ergreift das Wort

September 2003. Der Ostener Jungbauer Odo Peters sieht seinen Betrieb in unserem Bericht "Hunderte bei Gluthitze unter der Gülle-Glocke" zu Unrecht kritisiert. In einer Mail an osten-oste.de erklärt er: "Wir haben extra Schützenfestmontag keine Gülle gefahren; wir sind extra mit drei Fässern gefahren, damit es nicht so lange riecht, obwohl es teurer war; wir haben extra schnell die Gülle eingearbeitet, damit es nicht so riecht; wir haben extra keine Gülle direkt an Osten gefahren." Der komplette Wortlaut der Stellungnahme steht unter LESERPOST.

Der Landvolk-Verband Hadeln hatte die Bevölkerung bereits vor zwei Wochen um Verständnis dafür gebeten, dass die "bei der aktuellen außergewöhnlichen Wärme" ausgebrachte Gülle zu einer "stärkeren Geruchsbeeinträchtigung" führt.


Umwelt

Hunderte unter
der Gülle-Glocke


Gülle-Tankwagen in Osten

August 2003. Nachdem Hunderte von Ostenern drei Tagen lang unter Gluthitze und Gülleschwaden gelitten haben, scheint die Geruchsbelästigung in diesem "Ferienort" jetzt allmählich wieder abzuklingen. Während sich einige hartgesottene Alteingesessene damit trösten, dass Rindergülle nicht ganz so schlimm stinkt wie Schweine- und Hühnergülle und dass immerhin nicht das Schützenfest verstänkert worden ist, fragen sich andere, ob - bei allem Verständnis für die Nöte der Landwirtschaft - eine derartige Umweltbelastung in Wohnregionen auf Dauer überhaupt zulässig ist, aber auch, ob die Emissionen gesundheitsgefährdend sind.

Was der Gesetzgeber sagt

Juristische Orientierung bietet die Düngeverordnung des Bundes - hier klicken. Kernsatz:

Beim Ausbringen von Gülle, Jauche, Geflügelkot oder stickstoffhaltigen  flüssigen Sekundärrohstoffdüngern ist Ammoniakverflüchtigung insbesondere durch bodennahe Ausbringung soweit wie möglich zu vermeiden. Hierbei sind  auch Vegetationsstand und Witterung, vor allem Temperatur und Sonneneinstrahlung, zu berücksichtigen.

Die "Gute landwirtschaftliche Praxis" im Umgang mit Düngemitteln ist hier definiert. In der umweltbewussten Schweiz wird seit 1998 die bodennahe Gülleausbringung mit Schleppschlauchsystem bzw. Schleppschuhsystem und gleichzeitiger Einarbeitung mit einer Scheibenegge gefordert ("Gülleinjektion" statt Versprühung). Der außerdem  vorgeschriebene Einsatz eines Bordcomputers zur Regelung der aufgebrachten Güllemenge, je nach Geschwindigkeit des Traktors und Stickstoff-Gehalt der Gülle, soll eine Überdüngung des Bodens verhindern.

Die Agrarmeteorologen des Deutschen Wetterdienstes weisen auf die alarmierende Rolle hin, die das durch Gülledüngung zum falschen Zeitpunkt freigesetzte Ammoniak als Treibhausgas und Klimakiller spielt - mehr hier.

Mit Gesundheitsrisiken, die von Güllelagerstätten in Wohngebieten ausgehen, befasst sich eine neuere Untersuchung des Umweltbundesamtes.

Dort heisst es unter anderem: "Ein generelles erhöhtes gesundheitliches Risiko beim Betreiben der Gülleanlage für die Anwohner ergaben die Untersuchungen nicht. Bei ungünstigen Wetterlagen besteht jedoch die Möglichkeit erhöhter Emissionen von Bakterien wie Escherchia coli, coliforme Bakterien, Salmonellen, Leptospiren, Mycobakterien und Chlamydien.. ." Wie weit sich diese Aussagen über die Risiken einer offenen Lagerung auf die offene Ausbringung von Gülle übertragen lassen, wäre zu klären. Zum Wortlaut des Papiers geht's hier...

Wie machen's die anderen?

"Die aktuelle Häufung von Beschwerden über die Gülleausfuhr" hat beispielsweise im Landkreis Fulda die Behörden veranlasst, "an die Vernunft der Bürger, insbesondere der Landwirte, zu appellieren, um mögliche Belästigungen so gering wie möglich zu halten". In einer Amtlichen Bekanntmachung heißt es:

Das Bundesimmissionsschutzgesetz verpflichtet grundsätzlich auch Betreiber nicht genehmigungsbedürftiger Anlagen - wie dies bei einem landwirtschaftlichen Betrieb gegeben ist - diese so zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen verhindert werden, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind und nach dem Stand der Technik unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Als schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Gesetzes sind Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen, zu verstehen.

Im Hinblick auf die allgemeine Sensibilisierung im Umweltbereich und im Interesse aller Bürger des Landkreises werden deshalb unter Hinweis auf das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme folgende Verhaltensregeln formuliert:

1. Keine Ausfuhr von Gülle bei schwül-warmer Witterung bzw. Inversionswetterlagen.

2. Verzicht auf Düngung von Wiesen in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung bei hohen Außentemperaturen und Witterungsverhältnissen wie unter Punkt 1 beschrieben.

3. Direktes Einarbeiten bei Ackerland durch Umpflügen, so dass Geruchsimmissionen (Ammoniakverflüchtigung) fast vollständig vermieden werden und eine optimale Düngewirkung erreicht wird.

 4. Ausbringung der Gülle in bedarfsgerechter Menge....

Wir meinen dazu:

Gesundheitsrisiken hin oder her - dass Dutzende und (in den letzten Tagen) Hunderte von Menschen belästigt worden sind, steht außer Zweifel. Kern des Problems bleibt, dass schon vor Jahrzehnten versäumt worden ist, durch eine vernünftige, vorausschauende Raumordnung störende Betriebsstätten der Agrarindustrie in allseitigem Einvernehmen aus Ferienorten auszulagern - und auf diese Weise auch Osten zu desodorieren.


Friedensbewegung

Pace-Flagge
über der Oste

August 2003. Die bunte Friedensflagge mit dem Schriftzug "Pace" (ital. für Frieden) schmückt diesen Segler auf der Oste bei Oberndorf.  Der Irak-Krieg ist zwar offiziell für beendet erklärt worden - für Friedensbekundungen gibt es jedoch noch immer reichlich  Anlässe, wie zum Beispiel der tägliche Blick auf die stets aktuelle alternative Newsseite www.feldpolitik.de zeigt.


Post

Drei Frauen
gegen den Gilb


Es war einmal ein Postamt...

August 2003. Seit Monaten baut die Post - volkstümlich: "der Gilb" - auf dem flachen Land ihre Service-Leistungen ab. Viele Männer scheinen sich damit abgefunden zu haben - aber ein paar tüchtige Power-Frauen haben den Kampf gegen den arroganten gelben Riesen aufgenommen.

Dazu zählt die couragierte 74-Jährige Elisabeth Brockmann aus Höden in der Wingst, die jetzt erreicht hat, dass die Post einen in ihrem Dorf bereits demontierten Briefkasten wieder angebracht hat, wie unsere Heimatzeitung NEZ meldet. (Die Reportage von Natascha Saul, Osten, kann hier nachgelesen werden).
 


Powerfrau
Faße

Powerfrau
Wetzel

Powerfrau
Krogmann
Aber auch die drei Bundestagsfrauen aus Hadeln und Kehdingen machen Front gegen die Post und ihre - zum Teil offenkundig illegalen! - Praktiken.

Beispiel Osten: Hier hat die Post das Postamt geschlossen und alle Bemühungen um eine Postfiliale ignoriert oder torpediert - obwohl zwei Geschäftsleute sich beworben haben und Bürgermeister Carsten Hubert (CDU) in dieser Angelegenheit zwei Briefe geschrieben hat (ohne Antwort).

Dabei hat Osten sehr wohl ein Anrecht auf eine Postfiliale!

Illegales Post-Verhalten

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Annette Faße hat sich - aus Anlass der Post-Schließung in Cuxhaven-Altenwalde - jetzt von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ausdrücklich bestätigen lassen: Nach der von Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Post- Universal- Dienstleistungsverordnung (PUDLV) muss in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine stationäre Einrichtung vorhanden sein. Und Osten hat sogar über 2100 Einwohner!

Jetzt will der Ostener SPD-Vorsitzende Lothar Klüser die für diese Region zuständige Stader Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Wetzel einschalten.

Bußgeld angedroht

Wetzel hat schon vor Wochen auf ihrer Website gedroht: "Keinesfalls darf die flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum - sowohl mit Postagenturen als auch mit Briefkästen -  vernachlässigt werden." Und: Bei Verstößen gegen die Post- Universal- Dienstleistungsverordnung muss die Post AG mit den gesetzlich festgelegten Bußgeldern rechnen."

Mit von der Partie ist die hiesige CDU-Abgeordnete Dr. Martina Krogmann: "Wir brauchen endlich eine Handhabe, um die Deutsche Post AG bei ihrem Abbau von Filialen und Briefkästen zu stoppen", meint sie.

Bereits im Juni hatte der Bundestag einstimmig beschlossen, die Bundesregierung als Mehrheitseignerin der Deutschen Post AG für die flächendeckende Versorgung in die Pflicht zu nehmen. Krogmann: "Die Deutsche Post AG muss ihrer Versorgungsaufgabe nachkommen. Es kann hier keine Sanierung auf Kosten des ländlichen Raums stattfinden."

Alles nur leere Worte? Das wird sich auch daran zeigen, ob und wann Osten seine Postagentur bekommt - die dem Ort  nach der PUDLV zusteht.


Ehrungen

Höchste Medaille
für Allround-Herbert

August 2003. Handwerksmeister, Kommunalpolitiker, Pferdezüchter, Feuerwehrmann, Verwaltungsrichter, Wahlkämpfer, Bankexperte, Landwirt, Schützenpräsident (auf unserem Foto 2002 mit Carsten Hubert) - der Ostener Herbert Guthahn hat sich als Allround-Mann schon in vielen Sätteln bewährt. Und als informeller Sprecher der Ostener Vereine hat der geschätzte Redner schon bei Dutzenden von Jubiläen, aber auch bei Beerdigungen die Verdienste anderer gewürdigt.

Jetzt wurde Ostener Vize-Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete mal selber geehrt: Für seine vielfältige ehrenamtliche Arbeit überreichte ihm in einer Feierstunde in Bremerhaven der Verbandsvorsteher des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes, Thomas Mang, die höchste Auszeichnung, die er zu vergeben hat: die letztes Jahr landesweit nur viermal verliehene "Sparkassenmedaille in Gold".

Der Vorstandsvorsitzende der KSK Wesermünde-Hadeln,  Dr. Rainer Huismans, schloss sich den Glückwünschen für das langjährigen KSK-Verwaltungsratsmitglied mit einem prächtigen Buchpräsent ("Deutsche Erinnerungsorte") an und dankte für gute Zusammenarbeit: Er schätze den beruflich wie politisch gleichermaßen erfahrenen 64-jährigen Ostener vor allem als "kritischen Fragesteller".

Guthahn selber erinnerte daran, dass ihn der unlängst verstorbene SPD-Lokalpolitiker Wilhelm Jonscheck 1976 angesprochen und für den Verwaltungsrat der Kasse vorgeschlagen hatte. Der KSK ist Guthahn im übrigen durch seinen Sohn Burkhard auch familiär verbunden: "Es war eine schöne Erfahrung, den Berufsweg meines Sohnes so hautnah vom Lehrling bis zum stellvertretenden Vorstand miterlebt zu haben."

Guthahn, Goethe,
Fontane, Tizian...

Wegen der generellen Bedeutung der Ausführungen Mangs über die Rolle des Ehrenamtes dokumentieren wir die Laudatio auf Herbert Guthahn auf dieser Sonderseite mit Fotos von den diversen Aktivitäten des Allround-Talents. Dort ist auch zu erfahren, warum Mang den Ostener Fleischermeister in einem Atemzug mit Goethe, Fontane, Tizian und Michelangelo erwähnt hat. Weiter...


Ökologie

Umweltberater:
Wiesen im Trend

Blumenwiesen statt ödem Rasen liegen "voll im Trend", schreibt der Ökoberater der Kreisverwaltung, Michael Marek, auf deren Website. Dort gibt es auch Tipps, wie sich aus jetzt gesammelten Samen im nächsten Jahr bunte Wiesen im Garten anlegen lassen.


Feste

"Voll goil" - das
Bikerfest in Hüll

Während in Hamburg das große Harley-Davidson-Fest (Foto unten) stattfand...

... stand Hüll im Zeichen des 21. Biker-Fests des MC Hüll.
"Voll goil", schwärmte ein Biker aus Dithmarschen. Das  Motorradfest auf dem Hüll, zwischen Kuhweiden und Maisäckern, war wieder ein voller Erfolg: Rund um das top renovierte Clubheim des MC Hüll fanden sich am letzten Juli-Wochenende über 1000 Biker ein - mehr als normalerweise zum Hüller Schützenfest. Besonders spaßig: der Weitwurf mit wassergefüllten Gummistiefeln (Video hier). Lesen Sie dazu bitte auch unsere Schwesterseite www.huell.net.

Rekorde

Die vielleicht
kleinste der Welt...

Neulich fiel uns ein beim Aufräumen ein SPIEGEL-Heft aus dem Frühjahr in die Hand. In Heft 11/2003 lasen wir unter der Überschrift "Schnell denken, scharf schiessen" über den hiesigen CDU-Spitzenmann David McAllister unter anderem, in seinem ländlichen Wahlkreis Cuxhaven gebe es "kein Kino und keine Fussgängerzone"... Sieh an, dachten wir uns, da irrt sich der SPIEGEL aber gewaltig.

Denn Osten an der Oste gehört zweifellos zu McAllisters Wahlkreis. Und in Osten gibt es zweifellos eine Fussgängerzone, gleich neben der Festhalle.

Nun ja, es mag die kleinste Fussgängerzone der Welt sein - aber um eine Fussgängerzone handelt es sich allemal. Vielleicht sollte man sie ja fürs Guinness-Buch der Rekorde vorschlagen...


Hygiene

So viele Hundeklos
wie Briefkästen...

Juli 2003. Zur Freude vieler Anwohner sind in Osten dieser Tage an zentralen Punkten Hundeklos aufgestellt worden: am Fährplatz (Foto) und an der Festhalle. "Hoffentlich," sagt eine Nachbarin und dreifache Mutter aus der Fährstrasse, "werden die auch genutzt." In Alt-Osten, übrigens, gibt es nun genau so viele Hundeklos wie Briefkästen...


Gemeinden

Von Osten
nach Westen

Es war einmal ein kleiner niedersächsischen Ort mit einer berühmten Fähre und mit einer mächtigen Kirche, mit einem Schützenverein und einem Wassersportclub, gelegen in einer idyllischen, aber strukturschwachen Gegend inmitten einer  Flussaue - und dieses Dorf heisst ... Osten? Irrtum: Westen!

Westen war kürzlich Ausflugsziel einiger Ostener, denen in der "Gegenwelt" einiges bekannt vorkam, manches nachahmenswert, etliches aber auch fremd. Was die Ostener  in Westen vorfanden, steht hier.


Post

Briefkasten an
der Verwaltung

22. Juli 2003. So klammheimlich, wie die Post zwei Briefkästen demontiert hat, darunter am ehemaligen Postamt, hat sie jetzt einen Kasten neben der Gemeindeverwaltung angebracht (Foto oben).
Die Postkunden, denen der Kasten am Postgebäude genommen worden ist (Foto oben), sind noch immer nicht über den Ersatzstandort informiert worden - eine Praxis, die kaum ein anderes Dienstleistungsunternehmen seiner Kundschaft zumuten würde.


Arroganz der Macht

Post raubt uns den
Zentral-Briefkasten

21. Juli 2003. Nicht zu fassen: Jetzt hat die Post die Ostener eines weiteren Briefkastens beraubt. Ausgerechnet der gelbe Kasten, der Jahrzehnte lang am ehemaligen Postamt hing, wurde am Montagmorgen in aller Stille demontiert, ohne dass die Kommune vorinformiert und den Kunden ein Hinweis auf den nächsten errreichbaren Kasten hinterlassen worden wäre!

Vor wenigen Wochen war in ähnlichem Stil bereits der Briefkasten in der Mitte der Fährstrasse entfernt worden.

osten-oste.de meint:

"Ja, das ist die Post. Aus Liebe zu den alten Menschen hat sie diesen Briefkasten entfernt. Die brauchen Bewegung!" So sakastisch kommentiert der Kabarettist Hans Scheibner die bundesweite Aktion, der weit über 40 000 Kästen zum Opfer fallen (Scheibner-Text hier.)

In Osten hat die Post jetzt ein zweites Mal demonstriert, zu welcher Arroganz Marktmacht führen kann. Nach der Schliessung des Ostener Postamtes hatte es das Unternehmen - wie berichtet - beharrlich unterlassen, zwei Briefe zu beantworten, in denen Bürgermeister Carsten Hubert die Einrichtung einer Postagentur in Osten vorschlägt.

Die klammheimliche Entfernung des Ostener Zentral-Briefkastens spricht ihre eigene Sprache. Jeder andere Dienstleistungsbetrieb hätte seine Kunden rechtzeitig informiert und ihnen mitgeteilt, wo sie in Zukunft die Briefe einstecken können.

Erneut zeigt sich - ebenso wie bei der zunehmenden Kundenfeindlichkeit und Borniertheit der Bahn - wohin Privatisierung führen kann: Statt Entbürokratisierung und mehr Kundennähe, wie versprochen, lautet das Ergebnis: schlechterer Service für mehr Geld.

Der berühmte Rationalisierungsexperte Parkinson hat schon vor 50 Jahren bitter bemerkt: "Die Post ist eine Institution zur verteuerten Verlangsamung der Briefzustellung mit dem Ziel der Selbstabholung gegen zehnfache Gebühr."

Die Post führt sich zur Zeit auf, als wollte sie ihren bösartigsten Gegnern Recht geben.


Ortsbild

Frank und Jens
verschönern Osten

Juli 2003. Wenige Tage erst sind vergangen, seit osten-oste.de mit dem obigen Foto auf den angefaulten Schützen-Schaukasten und das Schaukastenskelett in der Fährstrasse hingewiesen und geschrieben hat: "Da sollte mal ein Zuständiger zum Kuhfuß greifen..."

Jens ("Thedy") Thedrian aus der Nachbarschaft war zwar nicht zuständig, fühlte sich aber angesprochen und demontierte den Kasten rechts  - "zwar nicht mit einer Brechstange, sondern durch Lösen von drei Schrauben".

Wenige Stunden später wurde auch der Schaukasten des Schützenvereins Osten erneuert. Hintergrund: Der Verein hatte schon seit einem Jahr versucht, kostengünstig einen Schaukasten zu bekommen. Zufällig hatte Frank Bergander dieser Tage einen neuen Kasten fertiggestellt, der von Jens Thedrian am Donnerstag montiert wurde.

So sieht die einstige Schmuddelecke hinter der Telefonzelle jetzt aus - besten Dank, Jens und Frank. Andere Nachbarn, die Ostener Immobilien zu Spekulationszwecken erworben haben und Häuser und Grundstücke seit Jahren  verkommen lassen, sollten sich ein Beispiel an Euch nehmen.


Ortsbild

So'ne und solche
Visitenkarten...

Juli 2003. Schaukästen sind Visitenkarten. Und da gibt es so'ne und solche... Sehr ansprechend wirkt der neue Schaukasten samt Veranstaltungstipps, Ortsplan und wichtigen Adressen, den die Gemeinde vor wenigen Tagen am Campingmobil-Platz aufgestellt hat.
Einen ganz anderen Eindruck von unserem Ort vermittelt der angefaulte Schützen-Schaukasten in der Fährstrasse, ganz zu schweigen von dem Schaukastenskelett direkt daneben. Da sollte mal ein Zuständiger zum Kuhfuß greifen...


Kriminalität

Osten: Jugendliche
plündern Motorboot

Juni 2003. Auf frischer Tat erwischt wurden vier ca. 17 Jahre alte  Jugendliche, die nachts auf der Oste ein Motorboot plünderten. Bei den polizeibekannten Tätern wurden ein elektronischer Kompass sowie eine Haschpfeife entdeckt. Zuvor hatte eie Anwohnerin die Polizei gerufen, weil die Jugendlichen auf dem Gelände der Grundschule gelärmt hatten.


Sicherheit

"Elbvertiefung -
Gefahr für Deiche"


Sturmflut (1962 in Osten)

Juni 2003. Dr. Achim Taubert, Experte in Sachen Wasserbau - er arbeitete unter anderem für die Wasserstraßenverwaltung und auch den Landkreis Cuxhaven - sieht bei einer weiteren Elbvertiefung vor allem in einer verstärkten Seegangsbelastung Gefahren für den Elbdeich und damit für Kehdingen und Hadeln. Dieser Aspekt sei in der Diskussion um die möglichen Folgen bislang unberücksichtigt geblieben. Größere Wellen könnten durch das tiefere Wasser quasi ungebremst auf das Ufer prallen - mit Folgen, die man jetzt noch nicht voraussagen könne, sagt Taubert laut NEZ. Der Experte geht von einer stärkeren Erosion am Ufer aus. Die Deiche seien allerdings nur für Gefahren gebaut worden, die sich voraussagen ließen. "Ich will keine Panikmache betreiben, aber die Gefahr für die Deichsicherheit besteht", so Taubert. Ausführlicher Artikel in der NEZ.

Die geplante Elbvertiefung sei "heller Wahnsinn". Mit diesen Worten hatte Thomas Wieken (Foto) aus Hechthausen, Kapitän auf Großer Fahrt, bereits vor Monaten in einer öffentlichen Veranstaltung der SPD im Ostener Fährkrug vor den Plänen des Hamburger Senats gewarnt. "Wir hier an der Niederelbe sollen ausbaden, was Hamburg versäumt hat." Der volle Wortlaut des dramatischen Wieken-Appells kann hier nachgelesen werden.


Feiern

Drei Hochzeiten und
zwei Straßenfeste

Juni 2002. Was für ein Tag! Kurz vor Pfingsten - am 6. 6. - heirateten gleich drei Ostener Paare. In allen Fällen stammte die Braut bzw. der Bräutigam vom Ostedeich.
Vor dem Hotel Fährkrug brachten die Altendorfer Jagdhornbläser (Foto vergrößern) der Braut Silke - Tochter des Ostener SPD-Kreispolitikers Herbert Guthahn - und ihrem Angetrauten ein Ständchen...
... bevor das Paar in Gisela Ahlfs Garten unter der Schwebefähre die Glückwünsche der Hochzeitsgesellschaft entgegennahm.
Schon am Tag zuvor war im Zentrum von Osten groß gefeiert worden. Einer der Anlässe war die neue Dauerausstellung der Galerie Nordmann aus Osten-Isensee in den Räumen des Textilhauses von Lena Wassermann (Foto).
Zwar war der Künstler wegen Krankheit nicht dabei - dennoch war die Stimmung bestens, siehe SONDERSEITE.
Für das leibliche Wohl der Besucher von Lena Wassermann (2. v. r.) sorgten Heiko Kämmerer (2. v. r.) und  Ehefrau Erika, die leichte Sommerweine aus Franken servierten. (Mehr über die Ostener Weinhandlung Kämmerer in unserer Rubrik MENSCHEN). Detlef und Iris Brandt (Bild unten) offerierten ihre stets vorzüglichen Bratwürste.
Viele Ostener Geschäftsleute gaben dem Tag ein spezielles Gepräge. Unter ihrem Motto "Ob Norden, Süden oder Westen - in Osten kaufen Sie am besten" lockten sie mit "Super-Schnäppchen" (Peter Tank) und "Grillpaketen zum Sonderpreis" (Fleischerei Guthahn) oder "50 Prozent Rabatt" (Möbel-Toborg).
Höhepunkt des Tages war das Fällen und Aufrichten des Pfingstbaumes - am anderen Ende der Fährstraße, vor dem Fährkrug der Familie Ahlf. Dort wurde abends das traditionelle Pfingstbaumfest der SPD Osten gefeiert, wie immer mit Freibier und Verlosung, Musik und Kinderprogramm.
Auch die politische Konkurrenz (auf Bild links: CDU-Fraktionschef Rüdiger Toborg) liess es sich nicht nehmen, mit den Genossen zu feiern. Weitere Fotos vom SPD-Fest stehen auf der Website der SPD Osten.


Kriminalität

Mordverdächtiger
auf Helgoland gestellt

Juni 2003. Ganz Hadeln verfolgt den Fall der Cuxhavener Rentnerin, die in ihrer Wohnung erschlagen wurde. Jetzt hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder auf der Flucht nach Helgoland ergriffen, berichtet die NEZ.


Ausländerrecht

Wie ein Dealer
den Kreis narrt

Juni 2003. Wie es dazu kommen kann, dass ein mehrfach überführter ausländischer Drogen-Dealer seit Jahren den Landkreis Cuxhaven narrt und seine Abschiebung verhindert, beispielsweise mit Hilfe immer neuer Scheinehen, schildert die Kreisverwaltung auf ihrer Website.




Unfälle

Hochzeitsglocken
und Martinshörner

Mai 2003. Ein tragischer Unfall überschattete vor der Ostener St.-Petri-Kirche eine Hochzeit. Während das Brautpaar Marco Plath und Karen Horeis vor den Traualtar trat, verlor draußen ein 23-jähriger Freund vom MC Hüll die Gewalt über seine neue Suzuki, riss Augenzeugen zufolge einen Zuschauer mit und raste in die Eingangstür des Oellrich-Hauses (früher Café Central).
Anwohnerin Karla Ahlff alarmierte den Notarzt und kam mit einer Wolldecke zu Hilfe. Während die Mitglieder des MC Hüll - einige zur Feier des Tages ohne Schalldämpfer - betroffen davonknatterten, rückten Polizei, Rettungswagen und Rettungshubschrauber an.
Als das Brautpaar aus der Kirche trat, waren die beiden Verletzten bereits geborgen. Im Gotteshaus hatte die Hochzeitsgesellschaft von dem tragischen Geschehen "nichts bemerkt", wie Pastor Dieter Ducksch sagte. (Siehe auch unsere Schwesterseite huell.net.)

Ein kritischer Leserbrief zu diesem Thema steht hier.


Biker-Hochzeit

Wie cool ist
ein Wheelie?

Augenzeugen wollen beobachtet haben, dass vor dem Motorrad-Unglück in Osten (siehe oben) einen "Wheelie" probiert wurde - auf Deutsch: Das Motorrad macht Männchen. Ob der verunglückte Fahrer wirklich auf dem Hinterreifen gefahren ist, um auf der  belebten Fährstraße Eindruck zu schinden, müssen dazu berufene Instanzen prüfen. Schon jetzt hat in Biker-Kreisen die Diskussion darüber begonnen, ob solche akrobatischen Kunststücke in der Nähe von ungeschütztem Publikum angebracht sind. Zweifel äußert ein Biker aus NRW, der zufällig in Osten dabei war, in einem Leserbrief an unsere Schwesterseite www.huell.net (hier). Was ein Wheelie (Foto) ist und wie gefährlich es ist, wenn ein "Stoppie" misslingt, steht auf der "Mopped"-Kultsite www.wheelen.de.


Marktplatz

"Toll, unsere
neuen Laternen"
 

April 2003. Diese beiden Steppkes waren die ersten Ostener, die am Mittwoch die neuen Laternen am Marktplatz begutachteten. Ihr Urteil: "Toll, unsere neuen Laternen." Finden wir auch...


April 2003. Vandalismus gibt es auch im stillen Osten, gleich neben der Schwebefähre...


Frieden

"Irak-Krieg bringt
maßloses Elend"


"Schweigen für den Frieden" vorm Hemmoorer Rathaus

März 2003. Auch Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Hemmoor wollen jetzt mitmachen bei der Aktion "Schweigen für den Frieden" vor dem Rathaus. Aus diesem Grund treffen sich die Teilnehmer montags erst nach Schulschluss, um von 13.30 bis 13.40 Uhr schweigend zu demonstrieren. Dienstags und freitags findet die Aktion weiterhin, wie bisher, von 12 bis 12.10 Uhr statt, teilen Dr. de Greck und Dr. Toborg von der veranstaltenden Ärztevereinigung IPPNW mit.

Schon seit Jahren starben im Irak jeden Monat Tausende von Kindern, weil die notwendigen Medikamente nicht eingeführt werden konnten. "Ein neuer Krieg wird das Elend maßlos machen," hat der Ostener Arzt Dr. Manfred Toborg von der Ärztevereinigung IPPNW in einem Beitrag für die Märzausgabe des Gemeindebriefes von St. Petri gewarnt. "Nur wenn wir Konflikte politisch lösen, auch wenn es schwierig erscheint, und dem Gegner oder Partner dabei auch seine Würde lassen, können wir Menschen auf Dauer erträglich zusammenleben und überleben," schrieb Dr. Toborg, der zu den Initiatoren der Aktion Schweigen für den Frieden gehört (jeden Werktag um 12 Uhr auf dem Hemmoorer Rathausmarkt).


Weltweite Reaktionen
auf Serie aus Osten

März 2003. Die Kriegspolitik der USA war das Thema einer 13-teiligen Serie auf SPIEGEL online. Darin analysierte der Ostener Journalist Jochen Bölsche die Hintergründe der Irak-Politik. Die Serie hat ein weltweites Echo gefunden - siehe hier.


Teil 1: "Vorsicht mit dem Wort Vasallen",
Teil 2: Das Imperium americanum schlägt zurück,
Teil 3: "Amerikaner kommen vom Mars"
Teil 4: Vom UN-Sicherheitsrat zum Unsicherheitsrat
Teil 5: Bushs Alleingang gegen die Welt
Teil 6: Mit Stimmenkauf zur Stimmenmehrheit
Teil 7: Der Ex-Agent und die diplomatische A-Bombe
Teil 8: Der Krieg, der aus dem Think Tank kam
Teil 9: Wenn Kriegsgründe erfunden werden
Teil 10: "Ekelerregend wie Arafats Unterhosen"
Teil 11: Die PR-Kampagne der Bush-Krieger
Teil 12: Angst vorm Dolchstoß aus der Heimat
Teil 13: Widerstand gegen "Brainwashington"
Teil 14: Reaktionen von "Großes Lob" bis "Shut up"


Veranstaltungen

Wochenende für
Skipper und Skater

März 2003. Auf dem diesjährigen Skipperball des Wassersportclubs Osten (WSCO) - am 15. März, 20 Uhr, in der Festhalle, wie immer mit Grünkohl mit Speck und Tombola  - konnte ein besonderes Jubiläum gefeiert werden: Vor genau 25 Jahren wurde der Verein gegründet. An der Spitze steht als 1. Vorsitzender seither ununterbrochen Hans König. Besonderer musikalischer Leckerbissen war der Auftritt des Shantychors aus Hemmoor. Ein ausführlicher Bericht steht hier.

"Sei da oder stirb!" Mit diesem Motto warb die Skater-Initiative (Skio) für einen Skateboard-Wettbewerb an diesem  Wochenende in Hemmoor. Berichte demnächst  auf der Skio-Website von Jens Thedrian: hier.



Feste

Fasching: Schöner
Brauch lebt auf

FOTO: WENDT
Nirgendwo weit und breit wurde früher so schön Rosenmontag gefeiert wie in Osten - bis Rabaukentum und Vandalismus überhand nahmen und der legendäre Fasching unter der Schwebefähre eingestellt werden musste. Seit ein paar Jahren lebt der schöne alte Brauch wieder auf. Vor der Kindermaskerade von TSV und Schützenverein Osten, die wieder mit Hingabe von Erich Meier aufgezogen wurde...
FOTO: STROHSCHEIN
...zogen die Kleinen in bunten Kostümen von Haus zu Haus. Abends machten die Großen es ihnen nach.
FOTO: BÖLSCHE
Viel Beifall fand auch in diesem Jahr das Akkordeonspiel von Günther Beckmann. Nach vielen Zwischenstationen in gastlichen Häusern ging's dann in Klaus Lichts Festhalle...
FOTO: BÖLSCHE
... wo die Stimmung nach Mitternacht ihren Höhepunkt erreichte.
 
Fotos von der Kindermaskerade stehen
hier,
Bilder von den Umzügen und aus Halle
hier,
Fotos von Hossis treuer Riege
hier.

Zukunft

"Fleet-Street"
für Osten?

Der Ostener Peter Köhler (Foto) hat einen Stein ins Rollen gebracht. Vor kurzem hat er auf osten-oste.de über seine Vision berichtet, am Ortsrand, hinterm Dorffleet, eine Art Wasserviertel zu errichten (Einzelheiten hier). Bürgermeister Carsten Hubert hat daraufhin zugesagt, dass der Gemeinderat den Plan prüfen werde. Jetzt hat sich auch die Unternehmergemeinschaft der Stadt Hemmoor e. V. des Köhler-Plans angenommen. Auf ihrer zunehmend um Aktualität bemühten Website www.hemmoor.com stellt sie "Peter's Fleet Streets" vor. Am Rande: Auf derselben Seite empfehlen die Hemmoorer Unternehmer osten-oste.de als "Web des Monats". Dankeschön!




Dorfentwicklung

Carsten Hubert will
Köhler-Plan prüfen

Der Ostener Gemeinderat soll den Vorschlag von Peter Köhler prüfen, am Ortsrand eine Wassersiedlung bauen zu lassen (siehe unten). In einer Stellungnahme von Bürgermeister Carsten Hubert gegenüber osten-oste.de heißt es wörtlich: "Hallo liebe Ostener und Gäste der Osten-Oste Seite, zum Beitrag von Herrn Peter Köhler bleibt mir nur so viel zu sagen: Lieber Peter, ich würde dich gern für eine der nächsten Ratssitzungen einladen, um mir und meinen neuen Kollegen im Rat dein Projekt einmal vorzustellen zu lassen. Ich kenne es leider noch nicht. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien und Ihren Freunden ein gutes Neues Jahr 2003. Mit freundlichen Grüßen Ihr Bürgermeister Carsten Hubert."




Köhler-Plan

Ideen für das
Osten der Zukunft

Jahreswende - das ist Anlaß für Rückblick und Vorschau. Das Jahr 2002 hat für Osten viel Mißliches parat gehabt: Schließung der Post, Sperrung der Schwebefähre, Aufgabe von Geschäften... Wie soll es weitergehen?

Interessante Ideen zur Dorfentwicklung sind in den letzten Monaten präsentiert worden: Osten als Kunstdorf (siehe Archiv: KUNST), Osten als Drehscheibe des Wassersports (siehe Archiv: WASSERSPORT).

Der Ostener Peter Köhler (Foto) hat schon vor Jahren Ideen für die Zukunft seiner Heimatgemeinde produziert - und die damals entstandenen Pläne jetzt, aus aktuellem Anlass, wieder aus der Schublade geholt. Köhler schlägt vor, Osten "unter Ausnutzung der Gewässerlage durch ein außergewöhnliches Baugebiet noch interessanter zu machen".

"Fleet Street" am Ortsrand

Gemeint ist ein neues Fleetviertel, von künstlichen Wasserläufen durchzogen, jenseits des Dorffleets, auf dem Areal der (auszusiedelnden) jetzigen Bullenmastanlage von Bauer Peters.

Entstehen könnten entlang der "Fleet Streets" viele Bauplätze "sowohl für den normalen als auch den volleren Geldbeutel". Vorteil für den Ort: "Bestandssicherung für die vorhandenen kleineren Geschäfte durch zahlreichere Kundenkontakte". Köhler: "Arzt, Apotheker, Bäcker, Buchladen, Gärtner, Gastronom, Möbelhändler, Schlachter usw. könnten ihre Existenz halten".
Enttäuscht ist Köhler darüber, dass sein Vorschlag nicht aufgegriffen worden ist. Gegenüber osten-oste.de erklärt er: "Ich habe den Eindruck, dass sich die Ratsmitglieder mehr an den 'Vorbildern' der großen Parteien orientieren, als dass hier für den Ort das Machbare durchgezogen wird - zum Wohle des Ortes und seiner Bürger. Diese Aussage gilt für beide Parteien des Rates."

Hat Köhler recht? Was sagen die Kommunalpolitiker zur Wiedervorlage seiner Ideen? Man darf gespannt sein... Stellungnahmen gern an osten@oste.de.


Wetter

Osten im
Winterkleid

Januar 2003: Osten im Winterkleid. Zu Foto-Impressionen von VOLKER KLINGENBERG geht's hier.
Spaß im Schnee: Lena und Jan rodeln auf dem Ostedeich.
Am Ostener Dorffleet (o.), an der Oste (u.)
Fotos: Bölsche (2), Buck (2)



Verkehr

Ostener erlitt
tödlichen Unfall

Januar 2003. - Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 113 zwischen Hüll und Großenwörden ist Ende Januar 2003 ein 68 Jahre alter Mann aus Osten bei einem Verkehrsunfall so schwer verletzt worden, dass er auf dem Transport ins Krankenhaus im Rettungswagen starb.  Der Ostener war von Großenwörden in Richtung Hüll gefahren, als er mit seinem VW-Golf zunächst auf die Gegenfahrbahn kam. Dann sei der Wagen ins Schlingern geraten, seitlich mit der Fahrertür gegen einen Straßenbaum geprallt und in den Straßengraben gerutscht, berichtet die Polizei. Der Fahrer war im Autowrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.  Im Fußraum auf der Beifahrerseite entdeckten die Helfer einen Hund, der vermutlich aber nur leicht verletzt wurde. Ein Feuerwehrmann nahm ihn zunächst mit nach Hause, um ihn später der Familie des tödlich verunglückten Mannes zu übergeben. In dem Hund sieht die Polizei auch eine mögliche Ursache des Unfalls. „Wahrscheinlich ist der 68-jährige während der Fahrt in irgendeiner Form von dem Tier abgelenkt worden“, vermutet die Polizei.


Gewalt

Silvester: Ostener
schwer verletzt

Schwer verletzt wurde laut NEZ ein 25-jähriger Ostener, der in einem Privathaus im Hemmoorer Stadtteil Westersode an einer Silvesterparty teilnahm. Gegen 5.30 Uhr früh eskalierte ein Streit mit einem 28-jährigen Wischhafener. Dieser griff zu einer Flasche und schlug sie dem Ostener auf den Kopf. Das 25-jährige Opfer musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei veranlasste von beiden Männern eine Blutprobe.


Verbrechen

Neun Jahre für
Ostener Mord

Wegen heimtückischen Mordes wurde der 32-jährige Ostener, der in den frühen Morgenstunden des 19. Juni dieses Jahres einen 29-jährigen Türken umgebracht hat, zu neun Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ausführlicher Bericht in der NEZ.

Im Prozess um den Ostener Drogenmord  kam es am zweiten Verhandlungstag zu Tumulten im Gerichtssaal, als die Schwester des Opfers mit einem Regenschirm auf den Täter zuging, wie die NEZ berichtet (Wortlaut hier). Am dritten Verhandlungstag befand die Staatsanwältin: "Es war Mord" (Bericht im Stader Tageblatt).

Am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte Oliver Z. aus der Langen Straße die Bluttat gestanden. Aus Habgier und heimtückisch habe Oliver Z. gehandelt, als er den Mann tötete, der als „Murat“ bekannt war, lautete die Anklage.

Oliver Z. gab die Tat zu, aber sein Motiv schilderte er anders: Er habe gewöhnlich nur Haschisch konsumiert, Murat habe ihm aber immer wieder Kokain und Heroin aufgedrängt. Obwohl er Murat gebeten habe, ihm keine Drogen anzubieten und ihn des Hauses verwiesen habe, sei Murat immer wieder mit Stoff aufgetaucht.

"Murat war wie eine Klette“, erklärte Mitbewohner Daniel D. laut Stader Tageblatt. Das Geld für die Drogen habe er mit eigenem Haschischhandel verdient oder sich geliehen. Ungefähr 20000 Mark  habe er an Murat gezahlt, gibt Oliver Z. an. Im Juni allerdings sei das Geld zu Ende gewesen. Murat habe unter Drohungen angebliche Schulden eingefordert und das Ultimatum 19. Juni gesetzt.

An dessen Morgen starb der Türke. Nach durchkokster Nacht und „voller Hass und Angst“ habe er sich um etwa sechs Uhr mit Messer, Hammer und Schraubendreher auf den Schlafenden  gestürzt, habe den Leichnam in den Bettkasten „gestopft“, ihn später noch in eine Zeltplane gewickelt, sagt Oliver Z. Vor der Tat habe er noch seine  Untermieter Daniel D. und dessen Schlafgast Stephan L. geweckt und gesagt, er wolle Murat „totmachen“, gaben die beiden jungen Männer als Zeugen an. Durch die offene Kammertür hätten sie gesehen, dass Oliver Z. seine Ankündigung wahr gemacht habe. Der Täter habe ihn und Daniel aufgefordert, die Spuren mit zu beseitigen, sonst geschähe ihnen dasselbe wie Murat. Da habe er die Tatwaffen in die Oste  geworfen, gestand Stephan L. Mit dem Zug ab Hemmoor sei er davongefahren. Auf Anraten eines Bekannten, den er im Zug traf, meldete er zwei  mitfahrenden Grenzschutzbeamten die Tat.

Über die Verhandlung, die am Montag vor dem Stader Landgericht begann und auf vier Tage terminiert ist, berichtet ausführlich auch die NEZ (Wortlaut hier). Zur Erinnerung: frühere Presseberichte über die Entdeckung der Tat und die Ermittlungen.


Dieses Foto vom Abtransport der Leiche des 29-jährigen
türkischen Drogendealers veröffentlichte die "NEZ".


Lichterzauber

Zwischen Las Vegas
und Märchenwald

Mal fühlt man sich fast ein wenig an Las Vegas erinnert, mal glaubt man sich in einen Märchenwald versetzt: Mit vielen Bastelstunden (und manchmal auch mit vielen Kilowattstunden) haben Ostener auch in diesem Jahr in ihrem Ort für vorweihnachtlichen Lichterglanz gesorgt.

Rekordverdächtig: Lichterschmuck in der Gartenstrasse


Schwebefähre

Ein Baum schmückt
"unseren Eiffelturm"

Jetzt kann es Weihnachten werden - seit dem ersten Adventswochenende schmückt wieder ein Baum "unseren Eiffelturm". Weil Fährkrug-Wirt und Schwebefähren-Förderer Horst Ahlf nicht schwindelfrei ist, übernahm die Kletterarbeit Stefan Buck, der im Sommer bereits das Baumskelett vom vorigen Jahr geborgen hatte (siehe SCHÜTZEN).


Sport

Neue Trikots für
Ostens Tigerinnen

Ein Plüschtiger ist das Maskottchen der Ostener Korbballdamen, und entsprechend nennen sie sich auch: "Tigers". Kürzlich wurden den Damen neue Trikots gesponsert - von Edda und Christoph Renelt von der Ostener Einhorn-Apotheke. Wie die Mädels im neuen Outfit aussehen und wann man sie sehen kann, steht unter Sport.


Post

Briefmarken bald
beim Zusteller

Nach 100 Jahren hat die Ostener Post zum 3. November ihre Tore geschlossen. Angeblich lohnt in Osten nicht einmal mehr der Betrieb einer Postagentur. Briefmarken gibt's künftig beim Zusteller, bei dem auch Pakete abgegeben werden sollen. Das nächste Postamt ist in der Hemmoorer Bahnhofstrasse. Apropos Bahnhof: Wie lange in Hemmoor noch ein Bahnschalter geöffnet sein wird, ist fraglich. Die Vernsachlässigung des flachen Landes durch Post und Bahn hält an - ein Trauerspiel.


Plattdeutsch

"Mannslüüd
sünd Pack"

Das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen hat eine Liste plattdeutscher Lebensweisheiten zusammengetragen und ins Internet gestellt hat. Per E-Card, der elektronischen Tochter der guten alten Postkarte, lässt sich solch "deepdenkern Raat" (tiefsinniger Rat) bei Bedarf weltweit versenden. Allerdings ist dazu ein wenig plattdeutsche Sprachkenntnis vonnöten. Denn auch die Benutzerführung erfolgt konsequent "op Platt". Egal, ob die frisch Entliebte ihrem Ex ein "Mannslüüd sünd Pack!" hinterher schicken oder ein guter Freund schon vor dem Knall die Warnung "Leev maakt blind" aussprechen möchte - unter www.platt-card.de finden sich versandfertige Redensarten und geflügelte Worte für fast alle Lebenslagen. Wer in einem Meinungsstreit nicht den Kürzeren ziehen möchte, mag sich mit dem Hinweis "Wat den een sin Uhl, is den andern sein Nachtigall" (Des einen Eule ist des andern Nachtigall) aus der Affäre ziehen.


Drogen

Noch ein Cannabis-
Züchter aufgeflogen

Zum zweiten Mal binnen 14 Tagen ist in Osten eine Cannabis-Plantage entdeckt worden. In einem Mehrfamilienhaus in der Deichstrasse hatte ein 31-Jähriger in einer Abseite im Obergeschoss ein Gewächshaus mit Belüftung, Kunstlicht und 42 Pflanzen angelegt. Zuvor hatte die Hemmoorer Polizei bereits in einem Einfamilienhaus in der Langen Strasse eine Marihuana- Plantage entdeckt. Bei dem 42-jährigen Ostener wurden 122 Cannabis-Pflanzen sichergestellt. Eine Verbindung zwischen den Drogenfunden und dem kürzlich begangenen Dealer-Mord in Osten bestehe nicht, versichert die Polizei.


Unwetter

Pro Sekunde 800
Liter in die Oste

Sommer 2002. Sandsäcke, Pumpen - mit aller Kraft kämpft Osten mit den Folgen des Unwetters der vergangenen Woche, als pro Tag  pro Quadratmeter fast 100 Liter Regen niedergingen - macht 3 Milliarden Liter auf dem 3000 Hektar grossen Areal, das entwässert werden muss. Weil das Schöpfwerk am Dorffleet wegen Reparatur stillgelegt ist, installierten Landwirte in Eigeninitiative Pumpen, darunter ein Monstrum, das pro Sekunde 300 Liter in die Oste schiessen läßt (Foto oben). Dennoch: Bis Osten wieder trockengelegt ist, kann es dauern...


Verbrechen

Mordwerkzeug
versenkt

Der grausame Mord, der ganz Osten erschüttert hat (siehe NEZ), ist weitgehend aufgeklärt. Ein 32-jähriger Ostener hat gestanden, einen wegen Drogendelikten gesuchten 29-jährigen Türken mit 19 Stichen in die Brust getötet und die Leiche im Bettkasten seiner Wohnung Lange Straße / Ecke Deichstrasse versteckt zu haben. Die Tatwerkzeuge - Messer, Schraubenzieher, Hammer - fanden sich am Grund der Oste, unterhalb der Schwebefähre. Über den Stand der Ermittlungen berichtet die NEZ...