Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Ökologisch Nummer 1

10. 7. 2012. "Die Oste ist das ökologisch wichtigste Fließgewässer in unserem Gebiet." Dieses Urteil äußerte Volker Rebehn (Foto) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) anlässlich des Umbaubeginns am Sittenser Oste-Wehr. Sinn sei es, für Fische und Kleinstlebewesen die ökologische Durchgängigkeit des Flusses herzustellen und dabei die Durchwanderbarkeit des Gewässers in beide Richtungen zu gewährleisten. - Ausführlicher Bericht in der Rotenburger Rundschau.


Natureum nutzt Winterpause


Zum Umbau wird das Hauptgebäude geräumt

29. 10. 2012. Hunderte von Freunden der AG Osteland, die Initiative "Pro Küstenwelten" und viele Kommunalpolitiker von der gesamten Oste haben im vorigen Winter für eine Zukunft für das Natureums Niederelbe, das "Tor zur Oste", gekämpft (siehe unsere gleichnamige SONDERSEITE). Das von vielen favorisierte Projekt Küstenwelten musste aus Finanzgründen abgespeckt werden, die Alternativlösung wird nun  realisiert: In diesen Tagen startet das Naturkundemuseum in der Ostemündung in die Phase der Umgestaltung.


Auch der Stör überwintert im Magazin

Über das Winterhalbjahr 2012/13  wird die Dauerausstellung "Landschaften der Niederelbe" im Museumsgebäude komplett erneuert. Daher schließt das Natureum ab 5. November seine Pforten. Das Ergebnis des Umbaus können Besucher ab Mitte März 2013 besichtigen. Im Blickpunkt der neuen Hauptausstellung steht auch in Zukunft die Elbmündung, allerdings unter anderen Akzenten.

Noch bis zum 4. November bleibt die Sonderausstellung "Abenteuer Erdgeschichte – Expedition in die Urzeit" in der Rundbogenhalle geöffnet. Auch der Elbe-Küstenpark, der Küstenzoo, die Bernsteinausstellung und der Museumsshop sind bis zu diesem Tag noch zugänglich.


Auch das Osteland kämpfte für das Natureum

Die vorbereitenden Arbeiten für das Bauprojekt haben inzwischen begonnen. So sind viele Exponate der alten Dauerausstellung ins Magazin gebracht worden. Was jetzt im Hauptgebäude passiert, ist aber erst der Anfang einer umfassenden Erneuerung im Naturkundemuseum mit dem weitläufigen Erlebnispark an der Ostemündung: Das in diesem Jahr verabschiedete Gesamtkonzept, das noch unter dem Arbeitstitel  "Küstenwelten"  läuft, geht nun in die Umsetzungsphase. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Dauerausstellung. Im Laufe des Jahres 2013 ist als zweite Stufe  ein Neubau mit Fahrradstation geplant.

Das Projekt "Küstenwelten" sollte - wie ausführlich berichtet - ursprünglich komplett in einem Neubau entstehen, musste aus finanziellen Gründen aber umgeplant werden. "Dankenswerterweise waren alle beteiligten Förderinstitutionen bereit, die Umplanung zu unterstützen", erklärt die Geschäftsführerin des Natureums, Dr. Clivia Häse. Das Ergebnis sei eine Zweiteilung des Vorhabens. Die neue Ausstellung werde nun im bestehenden Museumsgebäude realisiert, das sich von den Räumlichkeiten in idealer Weise dafür anbiete.

Die neue Dauerausstellung stellt den einzigartigen Reiz der Elbmündung mit ihrer faszinierenden Tierwelt in den Mittelpunkt. Dazu zählen Meeressäuger, Wanderfische und Zugvögel. Thematisiert wird u.a. auch die Bedeutung der Elbe als Lebensader für den Seehandel mit seinen Verflechtungen in die ganze Welt. Für die kleinen Besucher gibt es eine eigene Kinderebene mit lehrreichen Aktionszonen.

Direkt am Elberadweg, dem beliebtesten Fernradweg Deutschlands, sowie an der Deutschen Fährstraße und am Oste-Radweg gelegen, soll vor dem Natureum ein Eingangsgebäude mit Kasse, Sanitäranlagen und Fahrradstation errichtet werden. Der Neubau bietet darüber hinaus auch eine Ausstellungsfläche sowie einen dringend benötigten Mitmachbereich für Gruppenaktionen. Losgehen soll es, sobald die letzten Fördermittel bewilligt sind und das Wetter den Baubeginn erlaubt.

Finanzielle Unterstützung erhält das Natureum vom Förderfonds der Metropolregion Hamburg/Niedersachsen, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Kreissparkasse Stade, dem Förderverein des Natureums sowie voraussichtlich von der NBank, bei der das Antragsverfahren noch läuft. "Das Natureum stellt Schülerinnen und Schülern wichtige themenorientierte Lernmodule zur Verfügung, die in den Kontext Bildung für nachhaltige Entwicklung passen", kommentierte der Landtagsabgeordnete Kai Seefried (CDU) die Entscheidung von Kultusministeriums, dass das Natureum jetzt ein offizieller außerschulischer Lernort wird. Seefried hatte sich dafür besonders engagiert.


Beifall für die "Oste-Welle"


Neue Pläne: Oste-Halbinsel mit Natureum

22. 6. 2012. Als "Schlüsselprojekt für die gesamte Osteregion" mit positiver Ausstrahlung bis hinein in den Landkreis Rotenburg wertet die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ein neues touristisches Vorhaben an der Mündung des längsten Nebenflusses der Niederelbe: Am Natureum Niederelbe in Balje, unmittelbar an der Grenze zwischen den Landkreisen Stade und Cuxhaven, werden zurzeit Pläne für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes mit Fahrradstation unter dem Namen "Oste-Welle" erarbeitet.

Geplant ist neben einer neuen Dauerausstellung, deren Kernthema das Elbästuar sein wird, ein Fahrradstützpunkt mit Rastmöglichkeit, Shop, WC- und Duschanlagen, für das sich das Natureum zurzeit ebenfals um Fördergelder bemüht - mit ausdrücklicher Unterstützung der rund 500 Mitglieder starken AG Osteland: Der Verein verspricht sich von einem attraktiven "Tor zur Oste" gute Chancen, den noch vor einiger Zeit weithin unbekannten Fluss zum "touristischen Rückgrat des Elbe-Weser-Dreiecks" zu entwickeln.

In einer Stellungnahme zu dem Bauvorhaben auf der Ostehalbinsel hebt die "Lobby für die Oste" hervor, dass das Natureum heute bereits wichtiges Etappenziel stark frequentierter Fahrradrouten sei, darunter des Elberadwegs und der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Zusätzliche Bedeutung im Wachstumssegment Fahrradtourismus komme, so Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche, dem Natureum als Start- bzw. Zielpunkt des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Neuhaus (Natureum) bei.


Natureum-Geschäftsführerin Dr. Häse

Die im Mai offiziell freigegebene "Seelenbaumelroute" ist von Mitgliedern des ADFC und der Arbeitsgemeinschaft Osteland entwickelt und in Kooperation mit dem TouROW Rotenburg/Wümme, der Gemeinde Tostedt (Landkreis Harburg) sowie den Samtgemeinden Sittensen, Zeven und Selsingen und der Stadt Bremervörde (Landkreis Rotenburg) ausgeschildert worden. Beworben wird die Route von der Quellregion bis zum Natureum unter anderem mit einer jüngst in einer Auflage von 35.000 Exemplaren erschienenen, kostenlos abgegebenen Radwanderkarte der AG Osteland und auf der Website www.oste-radweg.de.

Jede Attraktivierung des Natureums als Ausgangs- bzw. Endpunkt dient nach Auffassung der AG Osteland zugleich der Weiterentwicklung des 145 Kilometer langen Flussradwegs und damit dem sanften Tourismus im gesamten Osteland, also dem landschaftlich reizvollen, aber strukturschwachen mittleren Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks.

Zugleich bewirke ein Fahrradstützpunkt an der Flussmündung eine Aufwertung der 2004 von der AG Osteland eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren Streckenverlauf zwischen Balje und Bremervörde identisch ist mit dem Nordteil des neuen Oste-Radwegs. Das Natureum Niederelbe bildet, ebenso wie die Elbfähre Glückstadt - Wischhafen und die Brunsbütteler und Kieler Kanalschleusen, eine der vier wichtigsten "Drehscheiben" der 250 Kilometer langen maritimen Route, die Oste und Ostsee verbindet.

Zugleich mit der Fahrradstation bereitet das Natureum derzeit eine Neukonzeption der Dauerausstellung vor, die außer der Elbmündung auch dem Vogelzug gewidmet sein soll. Damit will das Naturkundemuseum, so Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse, ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln: "Das Thema einer gezeitenbeeinflussten Flussmündung ist in keiner vergleichbaren Einrichtung bisher bearbeitet worde."


Neu: Fotos voller Poesie


Soeben erschienen: der neue Fotoband

2. 11. 2012. "Dieses Buch braucht auf seinen 200 Seiten nicht viele Worte", schreibt die Geversdorfer Autorin, Fotografin und Oste-Preisträgerin Elke Loewe in ihrem Vorwort zu einem neuen Fotoband von Manfred Below, der jetzt im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus erschienen ist. Prall gefüllt mit Fotos voller Poesie, schätzungsweise knapp ein Drittel aus dem Osteland, ist der Prachtband bestens geeignet, sich und andere zu beschenken.


Die Ostemündung - aus dem Elbe-Weser-Buch

Immer wieder gelingt es dem 65-jährigen Fotografen, seine Leser mit ungewöhnlichen Perspektiven zu bekannten Szenen oder Objekten zu überraschen - ob es die Sicht von der Orgelempore ins Mittelschiff des Verdener Doms ist oder das Überschwemmungsbild im Teufelsmoor. Der Bremervörder See aus der Luft läßt an Herrenchiemsee denken, von faszinierender Schönheit ist auch die Ziegelei in Bevern.

Überhaupt sind dem Osteland im Herzen des Landes überraschende Perspektiven gewidmet: von der Mehe, die sich als silberne Schlange durch die Wiesen schlängelt, der Schwebefähre Osten - Hemmoor in einer wunderschönen Abendstimmung und dem Hemmoorer Kreidesee aus der Luft bis zum Fischkutter "Ostetal" in Geversdorf und zur Ostemündung bei Belum in einer faszinierenden Gegenlichtaufnahme.

Die Pinette-Legende lebt...

Begleittexte erschießen dem Leser die Reize der Region - ein kleiner Fehler fällt da kaum ins Gewicht: die offenbar nicht auszurottende Legende vom angeblichen Schwebefähren-Baumeister und "Eiffel-Schüler Louis Pinette" (der nie existiert hat).

Immer wieder hat Manfred Below in den letzten fünf Jahren Stippvisiten im nassen Dreieck zwischen Elbe und Weser gemacht und die Besonderheiten der Landschaft entdeckt. So ist ihm nicht entgangen, wie viele Krimis im Osteland entstanden oder angesiedelt sind (siehe Zitat unten).

Below möchte, wie er sagt, "die verborgenen unspektakulären Schönheiten des Flachlandes nicht mehr missen": "Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Und wenn es die wechselnden Stimmungen in den verschiedenen Jahreszeiten sind. Aber auch die kulturellen Schätze sind bedeutsam hier. Und sie werden wertgeschätzt."

Manfred Below: "Unser Land zwischen Elbe und Weser," Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude, 200 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-88 132- 334-5.


Oste-Wissen für Gästeführer


Osteland-Vorstand Bölsche, Kursleiterin Klemme

25. 10. 2012. Zum zweitenmal binnen weniger Monate haben sich angehende Gästeführer von der AG Osteland über die Reize der Unteren Oste informieren lassen.

Eine 160 Stunden umfassende Ausbildung zum/r qualifizierten Gästeführer/in für das Cuxland hat in diesem Herbst im Rahmen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Beverstedt begonnen. Am Mittwoch besuchten zwölf angehende Touristiker die Samtgemeinde Am Dobrock, wo Michael Johnen und weitere Mitglieder der AG Osteland über die Region informierten.

Während Ex-Heimatvereinsvorsitzender Henning Kuhne (Oberndorf) die von ihm initiierte Historische Ostedeich-Route vorstellte, präsentierte AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) die von seinem Verein geschaffene Deutsche Fährstraße, den Oste-Radweg und die Nordtrasse der Niedersächsischen Milchstraße einschließlich der Schwebefähre, der Molkerei Hasenfleet, der Mocambo, der Wingst und vieler anderer Attraktionen.


Stör und Lachs werben für die Oste

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die Arbeit der Osteland-AG Wanderfische und die Wiederansiedlung von Lachs und Stör in der Oste. Die Artenschutzbemühungen haben, so Bölsche, dazu beigetragen, das Interesse der Sportfischerpresse und damit auch der deutschen Angler wieder auf die Ferienregion an der Oste.


Gästeführer an der Schwebefähre (April 2012)

Am Mittwoch, 19. Dezember, 14 Uhr, kommen den angehenden Gästeführer erneut an die Oste, um sich im Café Kunstwerk in Hechthausen von Osteland-Vorstandsmitglied und Dipl.-Bibliothekarin Renate Bölsche über die Literaturlandschaft an der Oste und speziell das Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste informieren zu lassen. Dazu wird Krimiautor Dr. Reinhold Friedl eine Kostprobe aus "Tödliche Schriftrollen vom Nil" vortragen, dem 50. Krimi, der am Fluss spielt oder entstanden ist.

Der Kursus unter der Leitung von Frauke Klemme, zugleich Vorsitzende des Heimatvereins Gnarrenburg, vermittelt neben Grundlagen der Heimatkunde, der Wirtschafts- und Sozialstruktur im Cuxland, der Natur und Umwelt auch Führungstechniken, Rhetorik und Kenntnisse im Marketing und Management.


Dobrock-Touristiker Johnen informiert

Der Lehrgang wird gefördert von der Stiftung der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverein (mittwochs, 14 bis 17.30 Uhr, bis Mai 2013 sowie an sieben Samstagen von 9 bis 16 Uhr, Kursgebühr 495 Euro).


Henning Kuhne an der Ostedeich-Meile

Ein Bericht über den Vorjahreskursus steht in der Rotenburger Rundschau, ein Bericht über den jüngsten Kursus im April steht in Treffpunkt Sittensen.


Per Tandem zur Mündung


Manuela und Celina Köster mit Begleitteam

23. 7. 2012. Mit einer medienwirksamen Tandem-Tour wirbt die Metropolregion Hamburg dieser Tage für 36 Gruppen-Radtouren im Hamburger Umland, darunter für die von der AG Osteland bzw. der Wingst-Touristik entwickelte Niedersächsische Milchstraße Nord und die Oste-Wingst-Route.


Tandem-Eskortenmitglied mit Osteland-Logo

Unterwegs gewesen war das knallrote Tandem in den letzten Tagen bereits in Schleswig-Holstein, u. a. auf einem Teilstück der Deutschen Fährstraße Bremervörde- Kiel. Am Fähranleger in Wischhafen wurde das Rad von zwei AG-Osteland-Mitgliedern übernommen, dem Stader Landrat Michael Roesberg und Bianka Zydek, der Geschäftsführerin des Tourismusverband Landkreis Stade / Elbe. Auch die Bürgermeister Edgar Goedecke (Samtgemeinde Nordkehdingen) und Hans-Wilhelm Bösch (Gemeinde Drochtersen) waren vor Ort.


Osteland-Mitglieder Dede und Johnen

Michael Johnen von der Tourismuszentrale Wingst und Manuela Köster von der Tourist-Info Hemmoor übernahmen am Freitag im Cuxland das Tandem samt "Staffelpumpe" von den Stadern.


Bodo Neumann mit der Osteland-Fahrradkarte

Zum Empfang eingefunden hatte sich in Hechthausen-Klint auch Altbürgermeister Bodo Neumann, der Pionierarbeit für den dortigen Anleger geleistet hatte und der sich über den Tandem-Besuch und den neuen Osteland-Kartenprospekt zum Oste-Radweg freute.


Landrat Bielefeld trägt sich ins Gästebuch ein

Nachdem sich Landrat Kai-Uwe Bielefeld ins Gästebuch eingetragen hatte, radelte das Team vom Geesthof in Klint auf dem Oste-Radweg - hier streckengleich mit der Deutschen Fährstraße - über Hechthausen zur Schwebefähre Osten - Hemmoor, wo Johnen und Dieter Dede das Tandem weiter nach Oberndorf fuhren.


Per "Püttenhüpper" quert das Tandem die Oste

Auf dem Restaurantschiff "Ostekieker" belohnten sich die Radlerinnen und Radler zum Ende der ersten Etappe im Osteland mit einem Eisbecher mit frischen Erdbeeren.


Zum Abschluss Eisbecher mit Erdbeeren

Auch der Initiator des Oste-Radwegs und Ostepreisträger Klaus Feldmann aus dem Kreis Osterholz liess es sich nicht nehmen, zur andem-Tour an die Oste zu kommen.


Radweg-Initiator Feldmann mit Monika Prüß

Viel Vorarbeit für die Tour geleistet hatte Osteland-Vorstandsmitglied und Wingst-Touristiker Michael Johnen, der wesentlich daran mitgewirkt hat, dass die Metropolregion in einem neuen Prospekt für Gruppentouren auch die Oste-Wingst-Route und die Niedersächsische Milchstraße Osten - Geversdorf präsentiert.


Wingst-Touristiker Michael Johnen (in Osten)

An diesem Sonnabend, 28. Juli, 9.45 Uhr, ab Schleusenplatz in Neuhaus begleitet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das Tandem im Rahmen einer Radtour. Geplant ist eine Rundfahrt mit der Barkasse "Bärbel", deren Crew dieses Jahr mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet worden war.

Ein 30-minütiger Rundgang durch den Ort soll Lust auf die inszenierten historischen Führungen der "Neuhäuser Lumpenhunde" machen. Anschließend hat jeder die Chance, selber das Tandem auszuprobieren.
.


Weg frei bis Hackemühlen


Gerdes (l.) beim Festakt im Schöpfwerk

19. 9. 2012. Naturfreunde an der Oste und insbesondere die Aktiven von der Osteland-Arge Wanderfische freuen sich über ein ökologisches "Pioniervorhaben", wie es NLWKN-Vertreter Heinrich Pudimat nennt: Wanderfische wie Aal, Lachs, Meerforelle und Stör können das hiesige Fliessgewässersystem erstmals seit Jahrzehnten zwischen der Elbe und den Laichgründen im Hackemühlener Bach bei Lamstedt barreriefrei passieren.


Oste-Wanderfische Lachs und Meerforelle

Dafür sorgt eine neue, fischdurchgängige Gestaltung des Oste-Mündungsschöpfwerk Basbecker Schleusenfleth in Hemmoor, das am Dienstag offiziell durch Behördenvertreter in Betrieb genommen wurde (siehe auch NEZ-Bericht). Mit einer Druckkammer und einer sogenannten Lockstrompumpe (Gesamtkosten 160.000 Euro, 90 % Landeszuschuss) soll den Fischen der Auf- bzw. Abstieg ermöglicht werden.


Jetzt fischgerecht: Basbecker Schöpfwerk

Für den Unterhaltungsverband Untere Oste hob Geschäftsführer Ulrich Gerdes unter anderem den Einsatz der 7800 Sportfischer an der Oste für die Renaturierung der Fliessgewässer im Einzugsbereich des Flusses hervor.


Wanderfisch-Experten Knoll, Thorhorst (2006)

Bereits Mitte des vorigen Jahrzehnts hatte, wie oste.de damals ausführlich.berichtete, der aus der Wingst stammende Wasserbau-Ingenieur Dr. Sören Knoll (Wiesbaden) mit dem früheren Hemmoorer Dr. Andreas Müller-Belecke (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin-Friedrichshagen) und dem ehrenamtlich aktiven Ostener Artenschützer und AG-Osteland-MitgliedTorsten Thorhorst (SFV "Oste") ein Konzept für fischdurchgängige Ostezuflüsse verfasst, vorgestellt mit einer exzellenten Powerpoint-Präsentation (hier ansehen!).


Bahnbrechend: Powerpoint-Präsentation...

... der Artenschützer von der Oste (ansehen)

Mit der Umgestaltung des Basbecker Schleusenfleths leistet das Land Niedersachsen einschlägigen EU-Richtlinien Folge. Im Zuge der Umsetzung werden derzeit - wie mehrfach berichtet - auch diverse Querverbauungen im Raum Sittensen beseitigt.


Fischbarrieren (kleine Kreise) - vergrössern

Doch viel ist noch zu tun - nicht nur am Fischhindernis Nummer 1, dem Bremervörder Wehr, sondern auch an einer Vielzahl von Zuflüssen der Tide-Oste, an denen künstliche Barrieren Wanderfische hindern, ihre traditionellen Laichgründe zu verlassen bzw. zu erreichen (Liste aller Querverbauungen hier).


Für Verbote am Oberlauf


Kanufahrer auf der Oste bei Eitzmühlen

15. 11. 2012. Um einen Kompromiss zwischen Belangen des Wassersports und des Naturschutzes bemüht sich derzeit der Landkreis Rotenburg. Für die flache und ökologisch sensible Obere Oste ist eine Einschränkung des Bootstourismus vorgesehen. Unter anderem im Bremervörder Stadtgebiet soll das Bootfahren in jeglicher Form untersagt werden. Ausnahmen sind lediglich für gekennzeichnete Boote in bestimmten Abschnitten der Oste vorgesehen, sofern der Pegel in Rockstedt einen ausreichend hohen Mindestwasserstand aufweist. Eine Missachtung der Bestimmungen ziehe ein Ordnungsgeld nach sich, kündigte Baudezenent Wilhelm Gathmann jetzt während einer Sitzung des Bremervörde Ratsausschusses für Umwelt, Bauwesen und Energie an.


Fischerfamilie im TV


NDR-Website mit Fischer Zeeck

Eine Reportage über die Geversdorfer Oste- und Elbfischer-Familie Zeeck und die fatalen Auswirkungen der Elbvertiefung hat NDR Info gestern ausgestrahlt. Der Beitrag kann hier in der Mediathek des NDR angehört werden. Fischer Walter Zeeck war dieses Jahr von der AG Osteland mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" in der Kategorie Umweltschutz ausgezeichnet worden.


Neue Bilder von der Oste


Fotokalender von Gundula Gäntgen

11. 11. 2012. Seit einigen Jahren hat die Hechthausener Profifotografin Gundula Ida Gäntgen ihre schönsten Aufnahmen von der Oste zu einem Kalender für ihre Freunde zusammengestellt. Jetzt hat die AG-Osteland-Mitstreiterin erstmals einen Oste-Kalender herstellen lassen, der auch im Handel - in "Vogels Schatztruhe" in Hechthausen - von jedermann erworben werden kann. Einen Einblick in das fotografische Schaffen von Gundula Gäntgen ermöglicht ihre Seite auf fotocommunity.de, wo auch der neue Kalender beim fachkundigen Publikum ein begeistertes Echo findet.

Typische Urteile von fotocommunity-Mitgliedern: "Wunderschönes Geschenk", "Klasse Fotos, es lockt einen, dort Urlaub zu machen, viel Natur und Ruhe", "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Meisterwerk!!! Super, wenn man diese Motive fast vor der Haustüre findet."


Fast 1 Million für Ostewelle


Das Natureum auf der Ostehalbinsel

8. 11. 2012. Unter dem Arbeitstitel "Oste-Welle" rangiert nach wie vor der geplante Neubau einer Fahrradstation samt Seminarräumen und Ausstellungsgebäude auf dem Gelände des Natureums Niederelbe, dem Ausgangs- bzw. Endpunkt des Oste-Radwegs Balje - Tostedt. Das Bauprojekt wird nach Mitteilung des hannoverschen Wirtschaftsministeriums mit 181.428 Euro gefördert. Ergänzt werden die Landesmittel durch EU-Fördergelder aus dem regionalisierten Teilbudget des Landeskreises Stade. Die Gesamtinvestition beträgt rund 900.000 Euro.


Die Oste, historisch


Ostepreisträger Hermann Tödter

3. 11. 2012. Der Fotograf Hermann Tödter, ausgezeichnet mit dem Kulturpreis "Der Goldene Hecht" der AG Osteland (Laudatio hier), hält am Dienstag, 13. November, 20 Uhr, im Landgasthof Martin einen Bildervortrag über "Die historische Oste". Veranstalter sind die Heimatfreunde Selsingen, Gäste willkommen.


Renaturierung kommt voran


Schöpfwerk am Basbecker Schleusenfleth

1. 10. 2012. Die Mitglieder der Gebietskooperation Oste bilanzierten jetzt vor Ort die aktuellen Renaturierungsmaßnahmen an der Oste und an ihren Nebengewässern. Erstes Ziel war das Schöpfwerk am Basbecker Schleusenfleth (wir berichteten ausführlich). "Die Anlage wurde so umgebaut, dass die vorhandene Druckkammer den auf- bzw. abwandernden Fischen als Fischschleuse dient", erläuterte Ulrich Gerdes vom Unterhaltungsverband Untere Oste.

Zweiter Anlaufpunkt war das Ostewehr in Bremervörde, das erste große Wanderfischhindernis in diesem Flusslauf. "Auch wenn im Hafenumfluter bereits eine Sohlgleite besteht, so ist der Lockstrom leider zu gering, um die Fische auf die Umleitung hinzuweisen. Daher sind weitere Maßnahmen in Planung, um hier die Durchgängigkeit des Gewässers weiter zu verbessern", berichtete Volker Rebehn vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).


Oste-Kenner Gerdes, Meyer, Rebehn

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserlebewesen war in diesem Jahr auch das Leitmotiv von fünf weiteren Renaturierungsmaßnahmen im Raum Sittensen: "Drei Querbauwerke in der Oste sowie zwei weitere am Alpershausener Mühlenbach wurden erfolgreich in Sohlgleiten umgebaut und durch Arbeiten zur naturnahen Gestaltung der Uferbereiche flankiert", meldet der Leiter der Gebietskooperation Oste, Wilhelm Meyer vom Unterhaltungsverband Obere Oste.

Einig waren sich die Exkursionsteilnehmer, dass die besichtigten positiven Beispiele Ansporn sind, auch in den kommenden Jahren die regionalen Gewässer zu verbessern. "Neben der Durchgängigkeit der Gewässer werden dann auch verstärkt Vorhaben zur Optimierung der Gewässerstruktur wie die Anlage von Laichbetten im Mittelpunkt stehen," kündigt der NLWKN an.


Weg frei bis Hackemühlen


Gerdes (l.) beim Festakt im Schöpfwerk

19. 9. 2012. Naturfreunde an der Oste und insbesondere die Aktiven von der Osteland-Arge Wanderfische freuen sich über ein ökologisches "Pioniervorhaben", wie es NLWKN-Vertreter Heinrich Pudimat nennt: Wanderfische wie Aal, Lachs, Meerforelle und Stör können das hiesige Fliessgewässersystem erstmals seit Jahrzehnten zwischen der Elbe und den Laichgründen im Hackemühlener Bach bei Lamstedt barreriefrei passieren.


Oste-Wanderfische Lachs und Meerforelle

Dafür sorgt eine neue, fischdurchgängige Gestaltung des Oste-Mündungsschöpfwerk Basbecker Schleusenfleth in Hemmoor, das am Dienstag offiziell durch Behördenvertreter in Betrieb genommen wurde (siehe auch NEZ-Bericht). Mit einer Druckkammer und einer sogenannten Lockstrompumpe (Gesamtkosten 160.000 Euro, 90 % Landeszuschuss) soll den Fischen der Auf- bzw. Abstieg ermöglicht werden.


Jetzt fischgerecht: Basbecker Schöpfwerk

Für den Unterhaltungsverband Untere Oste hob Geschäftsführer Ulrich Gerdes unter anderem den Einsatz der 7800 Sportfischer an der Oste für die Renaturierung der Fliessgewässer im Einzugsbereich des Flusses hervor.


Wanderfisch-Experten Knoll, Thorhorst (2006)

Bereits Mitte des vorigen Jahrzehnts hatte, wie oste.de damals ausführlich.berichtete, der aus der Wingst stammende Wasserbau-Ingenieur Dr. Sören Knoll (Wiesbaden) mit dem früheren Hemmoorer Dr. Andreas Müller-Belecke (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin-Friedrichshagen) und dem ehrenamtlich aktiven Ostener Artenschützer und AG-Osteland-MitgliedTorsten Thorhorst (SFV "Oste") ein Konzept für fischdurchgängige Ostezuflüsse verfasst, vorgestellt mit einer exzellenten Powerpoint-Präsentation (hier ansehen!).


Bahnbrechend: Powerpoint-Präsentation...

... der Artenschützer von der Oste (ansehen)

Mit der Umgestaltung des Basbecker Schleusenfleths leistet das Land Niedersachsen einschlägigen EU-Richtlinien Folge. Im Zuge der Umsetzung werden derzeit - wie mehrfach berichtet - auch diverse Querverbauungen im Raum Sittensen beseitigt.


Fischbarrieren (kleine Kreise) - vergrössern

Doch viel ist noch zu tun - nicht nur am Fischhindernis Nummer 1, dem Bremervörder Wehr, sondern auch an einer Vielzahl von Zuflüssen der Tide-Oste, an denen künstliche Barrieren Wanderfische hindern, ihre traditionellen Laichgründe zu verlassen bzw. zu erreichen.


McAllister: "Notre 
belle rivière Oste"

Aus französischer Nachzucht stammt der 1000. Stör, der am Sonntag in Oberndorf an der Oste ausgewildert worden ist. Ministerpräsident David McAllister (CDU) - ebenso "Störpate" wie sein SPD-Gegenkandidat im Wahlkreis, Oberndorfs Bürgermeister Detlef Horeis - nahm die Herkunft des Störs von der Atlantikküste zum Anlass, den Vorgang auf seiner Facebook-Seite auf französisch zu kommentieren: "Que l'esturgeon sera naturalisé de nouveau dans notre belle rivière Oste!" - Möge der Stör wieder heimisch werden in unserer schönen Oste.


Anlaufpunkte für Touristen


Heutiger Natureum-Eingangsbereich

10. 8. 2012. Am Anfang und am Ende der Tide-Oste sind neue touristische Anlaufpunkte geplant. Während am Natureum auf der Oste-Halbinsel, wie berichtet, die Fahrradstation namens "Ostewelle" entstehen soll, will Bremervörde die Gäste seiner "Welt der Sinne" in einem Neubau am Vörder See empfangen; die Ostestadt hofft auf 75 Prozent Zuschüsse. Beide Projekte würden auch den neuen Oste-Radweg aufwerten. Ausführlicher Bericht heute in der Bremervörder Zeitung.


Otter und Eisvögel

19. 7. 2011. Von den Reizen der Oberen Oste schwärmt die Rotenburger Rundschau: "Auf diesem Abschnitt gehört die Oste mit ihren Seitenbächen zu einem der bedeutendsten Fließgewässer der niedersächsischen Geestlandschaft mit besonders geschützten Lebensräumen. Dort gibt es Natur pur zu erleben, denn der Fluss dient vielen Tieren als Wohn- und Brutgebiet. So gibt es beispielsweise Fischotter, Eisvögel und unterschiedliche Libellenarten zu entdecken." - Hinweise für Naturfreunde und für naturverträgliches Wasserwandern stehen hier.


Neue Bilder von der Oste


Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter (2.v.r.)

13. 5. 2012. Der Heimatverein Hechthausen lädt zu einem Vortrag im Anschluss an seine Mitgliederversammlung am Freitag, 18. Mai, 19 Uhr, im Landhaus "Ostekrone" in Hechthausen. Ab 20 Uhr zeigt der Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter eine Powerpoint-Präsentation zum Thema "Historisches und Aktuelles an der Oste". "Hierzu sind auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei," teilt der Vorsitzende und AG-Osteland-Mitstreiter Klaus Torborg mit.

Nach dem großen Erfolg seiner Präsentation "Die Oste - Faszination einer Landschaft" betrachtet der Zevener Fotokünstler den Fluss jetzt aus einem anderen Blickwinkel: Der Naturfotograf stellt historische Bauwerke in den Dörfern und Städten entlang der Oste in den Mittelpunkt seiner musikalisch untermalten Fotoschau. Zu  den Motiven zählen neben den Überresten von Ziegeleien auch Wind- und Wassermühlen, Brücken, Stauwehre sowie Bewässerungsanlagen. Selbstverständlich kommen aber auch die Freunde der Naturfotografie wieder auf ihre Kosten: Hermann Tödter hat seltene Tiere und Pflanzen in der Osteniederung in wunderschönen Bildern festgehalten.


Pauline heißt der Seehund


Kiebitzkinder bei der Namensschild-Enthüllung

14. 5. 2012. Der hölzerne Seehund am Oberndorfer Anleger, von dem aus die "Mocambo" zu den Seehundbänken in der Mündung startet, hat einen Namen: Pauline. Das gab am Montag in Anwesenheit aller rund 65 Schülerinnen und Schüler der Kiebitzschule eine Jury bekannt, der die Sponsoren Bert und Marlene Frisch (S. Y. "Heimkehr Hamburg"), Schulleiterin Christiane Möller, Touristik-Chef Nils Uhtenwoldt und Osteland-Vorstandsmitglied Renate Bölsche angehörten. Der Preis für die Namensfindung, ein Plüsch-Seehund, ging an Schülerin Lilith Ahlf, ein Frisch-Scheck für die Veranstaltung eines Projekttages an die Leitung der Kiebitzschule. Die Kinder dankten den Sponsoren mit einem Kanon.


Als Taufpatin verewigt: Schülerin Lilith Ahlf

Der hölzerne Seehund war von dem Nordholzer Künstlerpaar Dieter Holst und Sigrid Naujoks dem Dorf geschenkt und unlängst zwecks Instandhaltung und Pflege von den Oberndorfer Transatlantik-Skippern und Osteland-Mitstreitern Bert und Marlene Frisch "adoptiert" worden.

Bei der Namensgebung hob der Vereinsvorsitzende Uhtenwoldt die Bedeutung der quicklebendigen und beliebten Grundschule und des Bürgersinns der Oberndorfer Einwohner für die Ostegemeinde hervor. Uhtenwoldt: "So was gibt's nirgendwo sonst."


Wie soll er heißen?


Hölzerner Seehund am Oberndorfer Anleger

4. 5. 2012. Wie soll der noch namenlose hölzerne Seehund am Oberndorfer Schiffsanleger heißen, von dem aus die "Mocambo"zu ihren Fahrten zu den Seehundbänken in der Ostemündung startet? Darüber haben sich jetzt die Kinder der Kiebitzschule Gedanken gemacht. Nachdem die Abgabefrist für die Namensvorschläge heute abgelaufen ist, tagt demnächst auf der Segelyacht "Heimkehr" eine Oberndorfer Jury unter Leitung von Preis-Sponsor und AG-Osteland-Mitglied Bert Frisch.

Der Name Hein scheidet übrigens aus - so heißt seit einem Namenswettbewerb vor zwei Jahren schon das benachbarte schwimmende Stördenkmal ("Hein Stör").


Meisterhaft komponiert


Neues Info-Heft für "Püttenhüpper"-Gäste

27. 4. 2012. Als kleines Meisterwerk über die Untere Oste zwischen Gräpel und Osten stellt sich ein 34-seitiges Heft dar, das künftig allen "Püttenhüpper"-Passagieren ausgehändigt wird. Edel gestaltet und elegant getextet, bietet die Schriftmit dem Titel "Mit dem Püttenhüpper auf Ostetour" kompakte und zuverlässige Informationen über Geografie und Geschichte sowie Flora und Fauna des Ostelandes.


Informationen auch über die Oste-Vogelwelt

Verantwortlich für die Gestaltung des von EU und Land geförderten Schrift  zeichnet der in Osten-Achthöfen lebende freie Fotograf, Diplom-Designer und Verleger Nikolaus Ruhl (Website), der für seine Verdienste um das Osteland mit dem "Goldenen Hecht" ausgezeichnet worden ist (Laudatio).

Die Texte hat der Journalist und Diplom-Biologe Christian C. Schmidt (Website) aus Fredenbeck komponiert, der zuletzt auch die Oste-Natur-Navi-Route konzipiert hatte; beide sind, ebenso wie der Herausgeber und Geesthof-Chef Freiherr von Marschack, Mitglied der AG Osteland.


Vierte Fähre auf der Oste


McAllister heute auf dem "Püttenhüpper"

26. 4. 2012. "Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" wünschte die vierjährige Taufpatin Ella von Marschalck, dann klirrte eine Sektflasche, und das Flachbodenschiff "Püttenhüpper" legte in Hechthausen-Klint zur offiziellen Premierenfahrt ab. Mit an Bord: David McAllister.


Unternehmer von Marschalck bei seiner Rede

Zuvor hatte am Donnerstagmittag der Ministerpräsident in seinem Grusswort daran erinnert, dass die Oste noch vor wenigen Jahren ein weithin unbekannter Fluss gewesen sei - bis "ehrenamtlich Tätige, allen voran die AG Osteland, dazu beigetragen haben, sie ins Bewusstsein zu rücken". Mit dem "Püttenhüpper" sei es nun gelungen, "die Belange des Natur- und Artenschutzes mit den Belangen eines modernen Tourismus in Einklang zu bringen".


Der "Püttenhüpper" auf Jungfernfahrt

Geesthof-Chef und AG-Osteland- Gründungsmitglied Hubertus von Marschalck, dem Hechthausens Bürgermeister Jan Tiedemann für "unternehmerischen Mut" dankte, freute sich über die Bootstaufe und die "erfolgreiche Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinaus" mit Politik, Naturschutz und Deichbau: "Für uns wird eine Vision wahr."


Neu: Schutzhütte in Kranenburg (Kreis Stade)

Kurz vor der Taufe war an der Anlegestelle in der Gemeinde Kranenburg eine Schutzhütte fertiggestellt worden. Mit der Inbetriebnahme des Naturerlebnisboots, so die AG Osteland, weise die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel nunmehr eine vierte Personenfähre über die Oste auf. Zugleich stelle die Fährverbindung zwischen Klint und Kranenburg eine Bereicherung des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Neuhaus (Natureum) dar. Ein ausführlicher Bildbericht über die Püttenhüpper-Taufe steht in unserem Kanal FÄHRSTRASSE. Lesen Sie dort bitte unter anderem: Ein Schotten-Shanty aus Hemmoor für David McAllister.

Für oste.de fotografierten Gundula Ida Gäntgen, Ewald Romund und Jochen Bölsche.


Beifall für Ostefotos


Hermann Tödter in Offensen (Foto: Brandt)

21. 1. 2012. Mit viel Beifall dankte das Publikum im Ostedorf Offensen am Freitag dem Zevener Fotokünstler und Ostepreisträger Hermann Tödter für dessen neue Fotopräsentation vom Fluss. Sogar Alteingesessene, schreibt der Gastgeber, Funkredakteur und AG-Osteland-Mitstreiter Harald-Gerd Brandt auf Facebook, hätten auf den Bildern des Fotokünstlers "Tiere und Ansichten entdeckt, die ihnen bislang verborgen geblieben waren".

Am Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr, im Restaurant "Ostekrone" in Hechthausen zeigt der vielfach preisgekrönte Naturfotograf (mehr) beim örtlichen Heimatverein seinen Vortrag "Die Oste – Faszination einer Landschaft, 2. Teil: Von Bremervörde bis zur Mündung". Wie der Vereinsvorsitzende Klaus J. Torborg mitteilt, ist der Eintritt frei. Gäste sind willkommen.

Lesetipp:

> Hermann Tödter - Historisches an der Oste
(Zevener Zeitung)


Stör Stups
lockt Kids


Jung-Stör vor Auswilderung in der Oste

7. 1. 2011. Das im vorigen Jahr erfolgreich gestartete Projekt "Oste-Natur-Navi" wird ausgebaut: In der kommenden Saison gibt es für die ausleihbaren Geräte eine Erweiterung für 6- bis 14-Jährige. Die Kids sollen mit einer kindgerechten Leitfigur namens "Stör Stups" für Naturerkundungen zwischen Bremvervörde und Hechthausen gewonnen werden.


Bald mit Stör-Version: Oste-Natur-Navi-Gerät

Wie das Stader Tageblatt (Wochenendausgabe) weiter berichtet, ist der Verein für Naturerlebnisse (Tidenkieker, Vogelkieker, Moorkieker usw.) Träger des 25.000-Euro-Vorhabens, das mit 20.000 Euro von der Vattenfall-Umweltstiftung gefördert wird.

Die Oste-Natur-Navis können auf dem Geesthof in Hechthausen und im Gasthof Zum Osteblick (Plate) in Gräpel ausgeliehen werden. Mehr steht auf der Website zum Projekt.


Gefahr für Gewässer


Gülle-Spuren im Schnee: Geldbußen drohen

9. 2. 2012. Den Behörden werden zurzeit Dutzende von Fällen gemeldet, in denen Landwirte trotz strikten Verbots und scharfer Strafandrohungen Gülle auf Frostböden aufbringen. Die Giftstoffe landen auf diese Weise letztlich in Gräben und in Flüssen wie Oste und Wümme. Allein im Kreis Stade werden nach jüngsten Presseberichten zur Zeit drei Dutzend Fälle verfolgt, es drohen Geldbußen bis zu 15.000 Euro (mehr).


Schlagzeile der Stader Kreiszeiung - lesen

Anwohner rümpfen die Nase, Sportfischer sind alarmiert, umweltbewusste Landwirte warnen seit längerem ihre Berufskollegen vor den illegalen Praktiken: Die Umweltsünder riskierten neben Geldbußen auch noch den Verlust von bis zu 30 Prozent ihrer diesjährigen Direkten Einkommensübertragungen. Dabei "könnte die 'überlaufende'  Menge sogar kostenfrei an Biogas-Anlagenbetreiber abgegeben werden", erklärt ein Fachmann aus dem Kreis Rotenburg gegenüber oste.de.

Die Aufbringung von Gülle auf gefrorenem und schneebedecktem Boden sei im Übrigen "betriebswirtschaftlicher Unsinn": "Der Temperaturunterschied des Flüssigmistes zur Grünlandnarbe bzw. zum Wintergetreide schädigt irreparabel." Folge: "Im Grünland  nimmt u. a. der Löwenzahndruck zu, im Wintergetreide werden zusätzliche Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich."

Der Experte fragt sich: "Wo blieb bei den Betrieben, die in den letzten Tagen wahnsinnigerweise Flüssigmist ausbrachten, die (vom Gesetzgeber verlangte) Lagerkapazität für sechs Monate?" Und er fügt hinzu: "Ähnliche Auflagen gelten für Klärschlamm!" Er frage sich: "Wohin wurde der im Januar abgefahrene Klärschlamm gekarrt?"

Zum Thema:

> Umweltgerechte Lagerung von Gülle
(Infoblatt der Maschinenringe Niedersachsen)


Schonung für die Laichbetten


Meyer (l.) bei einer Gewässerschau

20. 8. 2010. Dem Naturschutz wird bei der Gewässerunterhaltung zunehmend Bedeutung eingeräumt. EU-weit werde eine "angepasste Gewässerunterhaltung" angestebt, deren Konsequenz es sein könne, dass Bäche, Gräben und Flüsse wie die Oste nicht mehr durchgängig geräumt werden. Das sagte Wilhelm Meyer, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes (UHV) Obere Oste, jetzt bei einem Treffen  mit Sportfischer, Naturschützern und Vertretern von Räumfirmen in Zeven.

Der Rotenburger Kreisnaturschutzbeauftrage Werner Burkart erklärte, Ziel aller Beteiligten müsse es sein, das Wasser länger in der Fläche zu halten, um Überschwemmungen zu vermeiden. Ostekulturpreisträger und "Lachsvater" Ernst Peters (Zeven) von der AG Wanderfische Oste plädierte für eine Laichbettmarkierung, um die Kinderstube der Wanderfische bei Baggerarbeiten zu schonen. Das Gespräch wurde allgemein als konstruktiv empfungen, es soll fortgesetzt werden. - Der UHV Obere Oste (Vorsitz: Angelus Pape) ist Mitglied der AG Osteland.


Oberoste soll naturnah bleiben


Gewässerschau auf dem Oberlauf

4. 6. 2010. Die Obere Oste soll durch Unterhaltungsarbeiten nichts von ihrem Charakter als naturnaher Wasserlauf einbüßen. Nur punktuell sollen zum Beispiel tote Bäume aus dem Flusslauf entfernt werden.


Wilder Schwan auf der Oberen Oste

Das versicherten Experten von NLWKN und Unterhaltungsverband bei der diesjährigen Gewässerschau. 


Naturschutz an der Oste funkt SOS


Illegale Grünlandvernichtung am Oste-Zufluss Bever

28. 5. 2010. Seit 25 Jahren wirkt Werner Burkart als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Kreises Rotenburg; damit ist er auch für den größten Teil des Einzugsbereichs der Oste verantwortlich. Als der besonnene Fachmann jetzt dem ROW-Kreistag seinen Jahresbericht vorlegte, fand er ungewöhnlich scharfe Worte für Negativtrends wie die "beängstigende Verarmung und Trivialisierung" der Agrarlandschaft, vor allem durch Fehlentwicklungen in der Landwirtschaftspolitik, die u. a. zur Belastung der Gewässer im Oste- und Wümmesystem führen.


Das Osteland - größtenteils im Kreis ROW

Parallel zur Verbesserung der chemischen Gewässergüte zeige sich, "dass gerade die Quellbereiche und Oberläufe kleiner und kleinster Fließgewässer, die noch vor 30 Jahren nahezu unbelastet waren, durch das Vordringen landwirtschaftlicher Nutzung dramatische Qualitätsverluste erlitten haben" (Quelle: www.oste.de).


Der Fischotter rückt an die Oste vor


Fischotter (Foto: Wikipedia)

April 2010. Der Fischotter erobert das Elbe-Weser-Dreieck. Wie Sigrid Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Rotenburg mitteilt, besteht in Niedersachsen eine "Ausbreitungstendenz vom Osten in den Nordwesten“. Die seltene Art bewege sich aus dem Raum Gifhorn kommend Richtung Oste und Landkreis Cuxhaven. Zwar sei bislang nicht belegt, dass Fischotter die Oste bereits für sich entdeckt haben. Jedenfalls aber wäre, so Vogt, die Oste "ein idealer Lebensraum". Mehr in der Rotenburger Rundschau.


Die Hüter der Oste


Gewässerschau mit Prahm (Fotos: Bölsche)

4. 6. 2010. Libellen, Wasserrosen, wilde Schwäne - die Obere Oste ist einer der schönsten Teile Deutschlands. Dass der Oberlauf naturnah bleibt, ist Ziel des Unterhaltungsverbandes (UHV) Obere Oste mit seinem Vorsitzenden Angelus Pape aus Granstedt (Foto) und Geschäftsführer Wilhelm Meyer (Zeven), der jetzt auf einem stählernen Arbeitsprahm an der alljährlichen Gewässerschau teilnahm. 


Der Oberlauf soll naturnah bleiben

Eingeladen hatte Oste-Experte Martin Kogge (Stade) vom Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Kogge - seit kurzem übrigens Mitglied der AG Osteland - ist seit Monatsbeginn nicht mehr nur mit dem Oberlauf, sondern auch mit dem in niedersächsische Zuständigkeit übergegangenen Unterlauf zwischen Bremervörde und Belum befasst.


Oste-Experten W. Meyer, Meier, Kogge (r.)

Gemeinsam mit dem NLWKN-Wasserbauer Meier (Kehdingbruch) und begleitet von Landkreis-Fachleuten Jörg Seidel (Wasser) sowie Rainer Rahlfs und Janine Käding (Naturschutz) notierte Kogge während der Gewässerschau Arbeitsaufträge für die Mitarbeiterschaft.

NLWKN und Unterhaltungsverband steuern gleichermaßen das Ziel an, möglichst schonend vorzugehen. In der naturnahen Oste von Tiste bis nach Brauel wird der Gewässerquerschnitt vom UHV  nur punktuell von Baum- und Buschhindernissen freigeräumt. 


Naturschützer Rahlfs (M.), Käding (r.)

Von Brauel bis nach Mintenburg wird die Oste als Landesgewässer durch das Land Niedersachsen (NLWKN-Bauhof Langenhausen) ebenfalls nur punktuell von Hindernissen freigehalten; der UHV Obere Oste ist für diesen Gewässerabschnitt gegenüber dem Land Niedersachsen kostenpflichtig.

Das Verbandsgebiet des UHV (95.544 Hektar) entspricht dem Einzugsgebiet der Oste von der Quelle in der Nähe von Schillingsbostel bei Tostedt bis nach Bremervörde und erstreckt sich auf die Landkreise Rotenburg, Harburg und Stade. 


Der UHV unterhält 136 Wasserläufe

Zuständig ist der UHV damit für 136 Wasserläufe II. Ordnung mit einer Gesamtlänge von 516 Kilometern. Geschäftsführer Meyer (auch er gehört der AG Osteland an) hat den Ehrgeiz, sie alle abgewandert zu haben - weshalb Kollegen den Wasserbau-Ingenieur gelegentlich liebevoll als "Bachläufer" titulieren...


Wilhelm Meyer (l.) kennt jeden Bach

Gute Zusammenarbeit pflegt der UHV mit den Sportfischern und Artenschützern am Fluss. So wurde jüngst bei Tiste ein Laichbett für Lachs und Meerforelle eingerichtet - siehe Pressebericht.

Mehr über den UHV Obere Oste auf dessen sehr informativer Website.


Notruf des Naturschutzes an der Oste


Grünlandumbruch am Oste-Zufluss Bever

28. 5. 2010. Seit 25 Jahren wirkt Werner Burkart als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Kreises Rotenburg; damit ist er auch für den größten Teil des Einzugsbereichs der Oste verantwortlich. Als der besonnene Fachmann jetzt dem ROW-Kreistag seinen Jahresbericht vorlegte, fand er ungewöhnlich scharfe Worte für Negativtrends wie die "beängstigende Verarmung und Trivialisierung" der Agrarlandschaft, vor allem durch Fehlentwicklungen in der Landwirtschaftspolitik, die u. a. zur Gewässerbelastung führen.


Das Osteland - größtenteils im Kreis ROW

Parallel zu spektakulären Erfolgen wie der Rückkehr des Kranichs verliefen "beispiellose Bestandseinbußen" bei "volkstümlichen" Arten wie Feldlerche und Kiebitz, heißt es in dem Bericht, der sich wie ein Notschrei des Naturschutzes liest: "Der 'stumme Frühling' ist über weiten Bereichen der freien Landschaft bereits Realität." Und parallel zur Verbesserung der chemischen Gewässergüte zeige sich, "dass gerade die Quellbereiche und Oberläufe kleiner und kleinster Fließgewässer, die noch vor 30 Jahren nahezu unbelastet waren, durch das Vordringen landwirtschaftlicher Nutzung dramatische Qualitätsverluste erlitten haben."

Bereits im Frühjahr hatte Burkart heftige Kritik an der Amtsführung des inzwischen abgelösten hannoverschen Agrarministers Heiner Ehlen (CDU) geübt (mehr hier). Die Landesregierung wolle die "Welle von Grünlandumbrüchen" nicht wahrnehmen. Jetzt resümiert er, es gebe mittlerweile zwar eine Grünlandschutzregelung, "in der Praxis" zeige sich aber zunehmend, "dass trotz hohen bürokratischen Aufwandes durch fragwürdige Regelauslegung sich an der Misere kaum etwas geändert hat und der Grünlandschwund, meist zugunsten des Maisanbaues für Biogasanlagen, weiter anhält." 


Im Osteland auf dem Rückzug: Kiebitz

Mehr als der Landwirtschaft lastet Burkart die Negativentwicklungen der schwarzgelben Landesregierung an, die den Naturschutz seit Jahren vernachlässige: "Dass sich unser Land hiermit schwer tut, haben mehrfache Ermahnungen und Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof bewiesen. Es entspricht nicht nur meiner persönlichen Einschätzung, dass der niedersächsische Naturschutz seit Jahren eine tiefe Talsohle durchschreitet."

Auch in der Schlusspassage seines Jahresberichts spricht Burkart Klartext: Die "aktuell herrschende Naturschutzpolitik in Niedersachsen" sei "Ausdruck eines Banausentums", "dem es freilich an populistischer, selbstgefälliger Schläue nicht mangelt".


Lob für Sportfischer: Zevener Angler-Website

Allerdings gebe es auch Lichtblicke: Der Moorschutz sei voran gekommen, und Oste und Wümme seien von  schutzbedürftigen Arten wie dem Lachs und der Meerforelle "in erfreulicher Weise - zumindest streckenweise - wieder besiedelt worden". Burkart: "Dies ist allerdings weniger auf eine allgemeine Lebensraumverbesserung zurückzuführen als auf gezielte Maßnahmen zur Durchgängigkeit sowie die beharrliche Arbeit u. a. engagierter Sportfischer".

Ähnlich kritisch hatte sich kurz zuvor der Nabu-Vize und Bremervörder Kreisvorsitzender Uwe Baumert (Deinstedt) geäußert. Geschütztes Grünland wird weiter umgebrochen, als gäbe nicht es die niedersächsische Verordnung zur Erhaltung von Dauergrünland vom 6. Oktober 2009. So sei am Ufer eines Ostezuflusses Mutterboden abgetragen und zum Auffüllen einer Feuchtwiese verwendet worden, dann sollte der gesamte Bereich umgebrochen werden. "An einem Tag wird eine Wiese kartiert und schon am nächsten Abend erscheinen mehrere Schlepper, pflügen tief; anschließend wird neu eingesät. Eine ehemalige Wollgraswiese wird umgebrochen und Drainage eingebaut. Extensiv genutztes Grünland wird umgebrochen, tiefe Gräben werden eingezogen." - Weiterlesen ...


Osteufer: Gefahr durch Viehtritt


Viehweide an der Oste (Foto: NLWKN)

23. 4. 2010. Wenn - voraussichtlich zum 1. Juli - die Zuständigkeit für die Untere Oste vom Bund auf das Land übergeht, ist Martin Kogge vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade der zuständige Mann für die jüngste Landeswasserstraße. Dieser Tage äußerte sich Kogge, der bisher schon für die Obere Oste verantwortlich war, besorgt über den Zustand mancher Uferstrecken.

"Wer Vieh hält, muss Vieh hüten," appelliert Kogge an die Grundstücksbesitzer an der Oste. Er erinnert daran, dass bei Viehbeweidung die Grundstücke so eingezäunt sein müssen, dass die Tiere nichts ans Wasser können: "Zum Schutz des Ufers und der Vegetation ist ein Abstand von zwei Metern optimal."

"Bei den jährlichen Gewässerschauen und auch anlässlich der Unterhaltungsarbeiten stellen wir immer wieder fest, dass Uferabschnitte der Oste, an denen Vieh weidet, häufig nicht eingezäunt sind. Dies führt zu Uferschäden durch Viehverbiss und Viehtritt", kritisiert der künftige Herr der gesamten Oste, der kürzlich sein neues Revier erstmals von Bord der Mocambo aus in Augenschein nahm und auch der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. angehört.

Die Ufervegetation, die das Ufer schützt und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bildet, werde beeinträchtigt und zerstört. Die Folge seien Uferabbrüche.


Der Fischotter rückt an die Oste vor


Fischotter (Foto: Wikipedia)

29. 3. 2010. Der Fischotter erobert das Elbe-Weser-Dreieck. Wie Sigrid Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Rotenburg mitteilt, besteht in Niedersachsen eine "Ausbreitungstendenz vom Osten in den Nordwesten“. Die seltene Art bewege sich aus dem Raum Gifhorn kommend Richtung Oste und Landkreis Cuxhaven. Zwar sei bislang nicht belegt, dass Fischotter die Oste bereits für sich entdeckt haben. Jedenfalls aber wäre, so Vogt, die Oste "ein idealer Lebensraum". Mehr in der Rotenburger Rundschau.


Natur-Dias von der Oste


Gefragter Referent: Naturfotograf Tödter

April 2010. Rund 20 mal hat der Zevener Fotograf Hermann Tödter seit vorigem Jahr einen mit viel Beifall bedachten Diavortrag über die Oste gehalten. Heimat- und andere Vereine, die den empfehlenswerten Vortrag buchen möchten, finden die Kontaktdaten des Naturfotografen auf dessen Website.






Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste