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Die
Oste - der Fluss, der alles hat *****,,
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Schonung
für die Laichbetten
Meyer (l.) bei einer Gewässerschau 20. 8. 2010. Dem Naturschutz wird bei der Gewässerunterhaltung zunehmend Bedeutung eingeräumt. EU-weit werde eine "angepasste Gewässerunterhaltung" angestebt, deren Konsequenz es sein könne, dass Bäche, Gräben und Flüsse wie die Oste nicht mehr durchgängig geräumt werden. Das sagte Wilhelm Meyer, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes (UHV) Obere Oste, jetzt bei einem Treffen mit Sportfischer, Naturschützern und Vertretern von Räumfirmen in Zeven. Der Rotenburger Kreisnaturschutzbeauftrage Werner Burkart erklärte, Ziel aller Beteiligten müsse es sein, das Wasser länger in der Fläche zu halten, um Überschwemmungen zu vermeiden. Ostekulturpreisträger und "Lachsvater" Ernst Peters (Zeven) von der AG Wanderfische Oste plädierte für eine Laichbettmarkierung, um die Kinderstube der Wanderfische bei Baggerarbeiten zu schonen. Das Gespräch wurde allgemein als konstruktiv empfungen, es soll fortgesetzt werden. - Der UHV Obere Oste (Vorsitz: Angelus Pape) ist Mitglied der AG Osteland.
Oberoste soll naturnah bleiben
Gewässerschau auf dem Oberlauf 4. 6. 2010. Die Obere Oste soll durch Unterhaltungsarbeiten nichts von ihrem Charakter als naturnaher Wasserlauf einbüßen. Nur punktuell sollen zum Beispiel tote Bäume aus dem Flusslauf entfernt werden.
Wilder Schwan auf der Oberen Oste Das versicherten Experten von NLWKN und Unterhaltungsverband bei der diesjährigen Gewässerschau.
Naturschutz an der Oste funkt SOS
Illegale Grünlandvernichtung am Oste-Zufluss Bever
Das Osteland - größtenteils im Kreis ROW Parallel zur Verbesserung der chemischen Gewässergüte zeige sich, "dass gerade die Quellbereiche und Oberläufe kleiner und kleinster Fließgewässer, die noch vor 30 Jahren nahezu unbelastet waren, durch das Vordringen landwirtschaftlicher Nutzung dramatische Qualitätsverluste erlitten haben" (Quelle: www.oste.de).
Der Fischotter rückt an die Oste vor
Fischotter (Foto: Wikipedia) April 2010. Der Fischotter erobert das Elbe-Weser-Dreieck. Wie Sigrid Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Rotenburg mitteilt, besteht in Niedersachsen eine "Ausbreitungstendenz vom Osten in den Nordwesten“. Die seltene Art bewege sich aus dem Raum Gifhorn kommend Richtung Oste und Landkreis Cuxhaven. Zwar sei bislang nicht belegt, dass Fischotter die Oste bereits für sich entdeckt haben. Jedenfalls aber wäre, so Vogt, die Oste "ein idealer Lebensraum". Mehr in der Rotenburger Rundschau.
Die Hüter der Oste
Gewässerschau mit Prahm (Fotos: Bölsche)
Der Oberlauf soll naturnah bleiben Eingeladen hatte Oste-Experte Martin Kogge (Stade) vom Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Kogge - seit kurzem übrigens Mitglied der AG Osteland - ist seit Monatsbeginn nicht mehr nur mit dem Oberlauf, sondern auch mit dem in niedersächsische Zuständigkeit übergegangenen Unterlauf zwischen Bremervörde und Belum befasst.
Oste-Experten W. Meyer, Meier, Kogge (r.) Gemeinsam mit dem NLWKN-Wasserbauer Meier (Kehdingbruch) und begleitet von Landkreis-Fachleuten Jörg Seidel (Wasser) sowie Rainer Rahlfs und Janine Käding (Naturschutz) notierte Kogge während der Gewässerschau Arbeitsaufträge für die Mitarbeiterschaft. NLWKN und Unterhaltungsverband steuern gleichermaßen das Ziel an, möglichst schonend vorzugehen. In der naturnahen Oste von Tiste bis nach Brauel wird der Gewässerquerschnitt vom UHV nur punktuell von Baum- und Buschhindernissen freigeräumt.
Naturschützer Rahlfs (M.), Käding (r.) Von Brauel bis nach Mintenburg wird die Oste als Landesgewässer durch das Land Niedersachsen (NLWKN-Bauhof Langenhausen) ebenfalls nur punktuell von Hindernissen freigehalten; der UHV Obere Oste ist für diesen Gewässerabschnitt gegenüber dem Land Niedersachsen kostenpflichtig. Das Verbandsgebiet des UHV (95.544 Hektar) entspricht dem Einzugsgebiet der Oste von der Quelle in der Nähe von Schillingsbostel bei Tostedt bis nach Bremervörde und erstreckt sich auf die Landkreise Rotenburg, Harburg und Stade.
Der UHV unterhält 136 Wasserläufe Zuständig ist der UHV damit für 136 Wasserläufe II. Ordnung mit einer Gesamtlänge von 516 Kilometern. Geschäftsführer Meyer (auch er gehört der AG Osteland an) hat den Ehrgeiz, sie alle abgewandert zu haben - weshalb Kollegen den Wasserbau-Ingenieur gelegentlich liebevoll als "Bachläufer" titulieren...
Wilhelm Meyer (l.) kennt jeden Bach Gute Zusammenarbeit pflegt der UHV mit den Sportfischern und Artenschützern am Fluss. So wurde jüngst bei Tiste ein Laichbett für Lachs und Meerforelle eingerichtet - siehe Pressebericht. Mehr über den UHV Obere Oste auf dessen sehr informativer Website.
Notruf des Naturschutzes an der Oste
Grünlandumbruch am Oste-Zufluss Bever
Das Osteland - größtenteils im Kreis ROW Parallel zu spektakulären Erfolgen wie der Rückkehr des Kranichs verliefen "beispiellose Bestandseinbußen" bei "volkstümlichen" Arten wie Feldlerche und Kiebitz, heißt es in dem Bericht, der sich wie ein Notschrei des Naturschutzes liest: "Der 'stumme Frühling' ist über weiten Bereichen der freien Landschaft bereits Realität." Und parallel zur Verbesserung der chemischen Gewässergüte zeige sich, "dass gerade die Quellbereiche und Oberläufe kleiner und kleinster Fließgewässer, die noch vor 30 Jahren nahezu unbelastet waren, durch das Vordringen landwirtschaftlicher Nutzung dramatische Qualitätsverluste erlitten haben." Bereits im Frühjahr hatte Burkart heftige Kritik an der Amtsführung des inzwischen abgelösten hannoverschen Agrarministers Heiner Ehlen (CDU) geübt (mehr hier). Die Landesregierung wolle die "Welle von Grünlandumbrüchen" nicht wahrnehmen. Jetzt resümiert er, es gebe mittlerweile zwar eine Grünlandschutzregelung, "in der Praxis" zeige sich aber zunehmend, "dass trotz hohen bürokratischen Aufwandes durch fragwürdige Regelauslegung sich an der Misere kaum etwas geändert hat und der Grünlandschwund, meist zugunsten des Maisanbaues für Biogasanlagen, weiter anhält."
Im Osteland auf dem Rückzug: Kiebitz Mehr als der Landwirtschaft lastet Burkart die Negativentwicklungen der schwarzgelben Landesregierung an, die den Naturschutz seit Jahren vernachlässige: "Dass sich unser Land hiermit schwer tut, haben mehrfache Ermahnungen und Verurteilungen durch den Europäischen Gerichtshof bewiesen. Es entspricht nicht nur meiner persönlichen Einschätzung, dass der niedersächsische Naturschutz seit Jahren eine tiefe Talsohle durchschreitet." Auch in der Schlusspassage seines Jahresberichts spricht Burkart Klartext: Die "aktuell herrschende Naturschutzpolitik in Niedersachsen" sei "Ausdruck eines Banausentums", "dem es freilich an populistischer, selbstgefälliger Schläue nicht mangelt".
Lob für Sportfischer: Zevener Angler-Website Allerdings gebe es auch Lichtblicke: Der Moorschutz sei voran gekommen, und Oste und Wümme seien von schutzbedürftigen Arten wie dem Lachs und der Meerforelle "in erfreulicher Weise - zumindest streckenweise - wieder besiedelt worden". Burkart: "Dies ist allerdings weniger auf eine allgemeine Lebensraumverbesserung zurückzuführen als auf gezielte Maßnahmen zur Durchgängigkeit sowie die beharrliche Arbeit u. a. engagierter Sportfischer". Ähnlich kritisch hatte sich kurz zuvor der Nabu-Vize und Bremervörder Kreisvorsitzender Uwe Baumert (Deinstedt) geäußert. Geschütztes Grünland wird weiter umgebrochen, als gäbe nicht es die niedersächsische Verordnung zur Erhaltung von Dauergrünland vom 6. Oktober 2009. So sei am Ufer eines Ostezuflusses Mutterboden abgetragen und zum Auffüllen einer Feuchtwiese verwendet worden, dann sollte der gesamte Bereich umgebrochen werden. "An einem Tag wird eine Wiese kartiert und schon am nächsten Abend erscheinen mehrere Schlepper, pflügen tief; anschließend wird neu eingesät. Eine ehemalige Wollgraswiese wird umgebrochen und Drainage eingebaut. Extensiv genutztes Grünland wird umgebrochen, tiefe Gräben werden eingezogen." - Weiterlesen ...
Osteufer: Gefahr durch Viehtritt
Viehweide an der Oste (Foto: NLWKN) 23. 4. 2010. Wenn - voraussichtlich zum 1. Juli - die Zuständigkeit für die Untere Oste vom Bund auf das Land übergeht, ist Martin Kogge vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade der zuständige Mann für die jüngste Landeswasserstraße. Dieser Tage äußerte sich Kogge, der bisher schon für die Obere Oste verantwortlich war, besorgt über den Zustand mancher Uferstrecken. "Wer Vieh hält, muss Vieh hüten," appelliert Kogge an die Grundstücksbesitzer an der Oste. Er erinnert daran, dass bei Viehbeweidung die Grundstücke so eingezäunt sein müssen, dass die Tiere nichts ans Wasser können: "Zum Schutz des Ufers und der Vegetation ist ein Abstand von zwei Metern optimal." "Bei den jährlichen Gewässerschauen und auch anlässlich der Unterhaltungsarbeiten stellen wir immer wieder fest, dass Uferabschnitte der Oste, an denen Vieh weidet, häufig nicht eingezäunt sind. Dies führt zu Uferschäden durch Viehverbiss und Viehtritt", kritisiert der künftige Herr der gesamten Oste, der kürzlich sein neues Revier erstmals von Bord der Mocambo aus in Augenschein nahm und auch der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. angehört. Die Ufervegetation, die das Ufer schützt und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bildet, werde beeinträchtigt und zerstört. Die Folge seien Uferabbrüche.
Der Fischotter rückt an die Oste vor
Fischotter (Foto: Wikipedia) 29. 3. 2010. Der Fischotter erobert das Elbe-Weser-Dreieck. Wie Sigrid Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Rotenburg mitteilt, besteht in Niedersachsen eine "Ausbreitungstendenz vom Osten in den Nordwesten“. Die seltene Art bewege sich aus dem Raum Gifhorn kommend Richtung Oste und Landkreis Cuxhaven. Zwar sei bislang nicht belegt, dass Fischotter die Oste bereits für sich entdeckt haben. Jedenfalls aber wäre, so Vogt, die Oste "ein idealer Lebensraum". Mehr in der Rotenburger Rundschau.
Natur-Dias von der Oste
Gefragter Referent: Naturfotograf Tödter April 2010. Rund 20 mal hat der Zevener Fotograf Hermann Tödter seit vorigem Jahr einen mit viel Beifall bedachten Diavortrag über die Oste gehalten. Heimat- und andere Vereine, die den empfehlenswerten Vortrag buchen möchten, finden die Kontaktdaten des Naturfotografen auf dessen Website.
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