Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Promi-Bilder für
die Seenotretter

"HF 73" von Jürgen Geier

29. 10. 2012. Schon mal vormerken: Am Sonnabend, 24. November, veranstaltet das Küstenschiffahrtsmuseum (Leitung: Volker von Bargen) die erste jemals in Wischhafen abgehaltene Kunstauktion. Diese einmalige Veranstaltung, für die viele Prominente Bilder mit maritimen Motiven beigesteuert haben, beginnt um 14 Uhr in der Wischhafener Schützenhalle, Fährstraße, am Yachthafen, mit der Besichtigung der Kunstwerke.


"Nis Randers" von Achim Reichel

Die Versteigerung zugunsten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) beginnt um 15 Uhr unter der Leitung des der bekannten Auktionators Johannes Wallow aus Norden in Ostfriesland. Der Katalog zur Auktion kann schon vorab beim Museum unter Tel. 04770 7179 oder per E-Mail zum Preise von 9,95 Euro plus Porto bestellt werden.


"Lange genug gebadet?" von Joachim Fielitz

"Am 24. November sind es nur noch vier Wochen bis Weihnachten, da kann man auch Kunst verschenken, besonders wenn diese Kunst für ein gutes Werk steht, denn der Erlös kommt vollständig der DGzRS zugute. Das Museum hat nichts davon, nicht einmal zusätzliche Besucher durch die Werbung, denn zu der Zeit befindet es sich in der Winterpause," teilt Volker von Bargen mit.


Thema Seenot im Wischhafener Museum

Das Küstenschifffahrtsmuseum ist Mitglied der AG Osteland.


Fotos voller Poesie


Soeben erschienen: der neue Fotoband

2. 11. 2012. "Dieses Buch braucht auf seinen 200 Seiten nicht viele Worte", schreibt die Geversdorfer Autorin, Fotografin und Oste-Preisträgerin Elke Loewe in ihrem Vorwort zu einem neuen Fotoband von Manfred Below, der jetzt im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus erschienen ist. Prall gefüllt mit Fotos voller Poesie, schätzungsweise knapp ein Drittel aus dem Osteland, ist der Prachtband bestens geeignet, sich und andere zu beschenken.


Die Ostemündung - aus dem Elbe-Weser-Buch

Immer wieder gelingt es dem 65-jährigen Fotografen, seine Leser mit ungewöhnlichen Perspektiven zu bekannten Szenen oder Objekten zu überraschen - ob es die Sicht von der Orgelempore ins Mittelschiff des Verdener Doms ist oder das Überschwemmungsbild im Teufelsmoor. Der Bremervörder See aus der Luft läßt an Herrenchiemsee denken, von faszinierender Schönheit ist auch die Ziegelei in Bevern.

Überhaupt sind dem Osteland im Herzen des Landes überraschende Perspektiven gewidmet: von der Mehe, die sich als silberne Schlange durch die Wiesen schlängelt, der Schwebefähre Osten - Hemmoor in einer wunderschönen Abendstimmung und dem Hemmoorer Kreidesee aus der Luft bis zum Fischkutter "Ostetal" in Geversdorf und zur Ostemündung bei Belum in einer faszinierenden Gegenlichtaufnahme.

Die Pinette-Legende lebt...

Begleittexte erschießen dem Leser die Reize der Region - ein kleiner Fehler fällt da kaum ins Gewicht: die offenbar nicht auszurottende Legende vom angeblichen Schwebefähren-Baumeister und "Eiffel-Schüler Louis Pinette" (der nie existiert hat).

Immer wieder hat Manfred Below in den letzten fünf Jahren Stippvisiten im nassen Dreieck zwischen Elbe und Weser gemacht und die Besonderheiten der Landschaft entdeckt. So ist ihm nicht entgangen, wie viele Krimis im Osteland entstanden oder angesiedelt sind (siehe Zitat unten).

Below möchte, wie er sagt, "die verborgenen unspektakulären Schönheiten des Flachlandes nicht mehr missen": "Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Und wenn es die wechselnden Stimmungen in den verschiedenen Jahreszeiten sind. Aber auch die kulturellen Schätze sind bedeutsam hier. Und sie werden wertgeschätzt."

Manfred Below: "Unser Land zwischen Elbe und Weser," Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude, 200 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-88 132- 334-5.


Kunst am Kanal
zum Jubiläum


Die Kanal-Schwebefähre soll illuminiert werden

3. 11. 2012. Im Jahr der Oste 2009 feierte das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor bekanntlich sein 100-jähriges Bestehen. Im September kommenden Jahres folgt das gleiche Jubiläum am Nord-Ostsee-Kanal: Ein Jahrhundert alt ist dann die jüngere "Schwesterfähre" an der Eisenbahnhochbrücke zwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld.

Geplant sind unter anderem eine Ausstellung und eine Buchveröffentlichung über das Bauwerks, das Rendsburg mit der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld verbindet.

Bölsche spricht zum
Hundertjährigen

Darüber hinaus widmet die traditionsreiche, 1910 gegründete und 650 Mitglieder umfassende Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte ihre Jahresversammlung am Sonnabend, 27. April, dem Thema Schwebefähren, wie der 1. Vorsitzende Hans Kaack mitteilt.

Den Festvortrag zum Schwebefähren-Jubiläum hält der Journalist Jochen Bölsche (Osten) vom Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland, in dem auch den zur Zeit laufende supranationalen Weltkulturerbe-Antrag an die Unesco initiiert worden ist.


Geplante Lichterführung an der Hochbrücke

Das imposante Bauwerk, Symbol der Kanalregion und zugleich eines der überragenden Wahrzeichen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, soll aus Anlass des Jubelfestes von einem Künstler illuminiert werden, sofern Sponsoren für die Finanzierung sorgen.


Nowak-Entwurf für die Brücken-Illuminierung

Über das Lichtkunst-Projekt schreibt die Lokalpresse: "Der Hamburger Künstler Till Nowak (Foto), der schon den Neumünsteraner Wasserturm in Licht tauchte, hat ein einzigartiges Konzept vorgelegt. Teil eins: Die Schwebefähre wird mit einem LED-Strahler ausgestattet. Fährt sie von einer Kanalseite auf die andere, trägt sie das Licht, das auf die Unterseite der Brücke gerichtet ist, mit sich. Auf beiden Seiten des Kanals wird eine robuste Stele mit einem Rad aufgestellt - Nutzer der Fähre können dort die gewünschte Farbe für 'ihre' Fahrt einstellen, das jeweils die Hälfte der Brücke anstrahlt. Das Lichtkunstwerk wird so zum Mitmachobjekt für die Menschen am Kanal. Nicht computergesteuert, sondern per Hand. Die Farbwahl funktioniert übrigens auch während der Stehzeiten der Fähre. Dann werden die Hauptpfeiler von Land aus beleuchtet - und auf beiden Seiten besteht die Möglichkeit, Farben nach Wahl einzustellen. So entsteht immer ein lebendiger Farbdialog zwischen den beiden Ufern."

Susanne Mau, die das Projekt im Rendsburger Rathaus koordiniert, beziffert die Installationskosten auf bis zu 200.000 Euro, überwiegend aus Fördermitteln. Die laufenden Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr sollen von Spendern aufgebracht werden.


Der Himmel über
der Ostemarsch


Karl-Otto Matthaei (1863-1931)
Ewer auf der Oste

1. 7. 2012. Noch bis zum 15. Juli ist donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr die soeben eröffnete Ausstellung "Maler hinterm Deich" s in Neuhaus im Schleusenhaus zu sehen. Zusammengestellt worden ist die Sammlung, die zu einem großen Teil aus Werken im Privatbesitz besteht, durch die Karl-Otto-Matthaei Gesellschaft um Osteland-Preisträger Wolf-Dietmar Stock. Die Ostener Künstlerin und Galeristin Sigrid Beyer hat die Ausstellung besucht. Sie schreibt:

Ölgemälde, Aquarelle, Kreidezeichnungen, Federzeichnungen zeigen die Landschaft in und um Neuhaus aus einer Zeit, die in manchen Betrachtern die Sehnsucht nach einer vergangenen Idylle weckt. Die Werke von Karl-Otto Matthaei (1863-1931), Leo Stüven (1905-1957), Hans Winter (1896-1970), Kurt Bonnet (1911-1971) und dem ersten Fleckenmaler Till Warwas (1962) tragen etliche Gemeinsamkeiten: Oste und Aue, den Flecken Neuhaus mit seinem dörflichen Ortsbild, die Menschen dieser Region bei ihrer Arbeit auf Feldern oder Schiffen - und über allem schwebt der hohe Himmel mit seinen luftigen Wolken.


"An der Ostemündung" von Till Warwas

Karl-Otto Matthaei soll einmal gesagt haben: "Die Landschaft ist kaum mehr als ein Strich, aber sie hat eine himmlische Atmosphäre."  Die ausgestellten Bilder stimmen ihm zu. Selten gezeigte Werke von Karl Otto Matthaei sowie Gemälde, die von Mitgliedern der Karl-Otto-Matthaei-Gesellschaft neu erworben worden sind, werden in der Ausstellung gezeigt.


Leo Stüven (1905-1957)
Haus unter hohem Himmel

Von Leo Stüven weiß man wenig, er lebte in den Zwanziger und Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in Neuhaus. Er ist der Karl-Otto-Matthaei-Gesellschaft erst 2011 durch einen kunstliebenden Verwandten des Malers bekannt geworden. Den Namen seines Bruders findet man auf dem Gefallenen-Denkmal des Ersten Weltkriegs. Leo Stüven soll in Paris studiert haben, seine von 1934 bis 1936 datierten Bilder erzählen vom dörflichen Leben in der Ostemarsch mit solch leichten Wolken und sensiblen Farben, dass sie sehr dafür sprechen, dass er sich vom französischen Impressionismus inspirieren ließ.


Hans Winter (1896-1970)
Deichstraße

Hans Winter arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg als Rendant beim Amt Neuhaus und hat eine Kunstausbildung bei Prof. Otto M. Schmidt in französischer Kriegsgefangenschaft erhalten. Vielen Neuhäuser Familien ist er mit seinen Aquarellen und Tuschzeichnungen bekannt, die bis heute in vielen Privatwohnungen zu finden sind.

Kurt Bonnet, ein Neffe der Marinemaler Carl und Helmut Marthiensen aus Westerland/Sylt, malte in den Dreißiger Jahren Aquarelle und später Ölbilder. Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft kam er nach Neuhaus zurück und hinterließ im naturalistischen Stil Bilder von der Ostelandschaft, die heute so nicht mehr zu sehen ist. Gleichzeitig war er ein leidenschaftlicher Blumenmaler.

Till Warwas war 2007 der erste Fleckenmaler in Neuhaus. Ein Bild aus der Reihe der damals entstandenen Werke zeigt die Ostemündung. Die Worte von Karl Otto Matthaei sind darauf zu Farben geworden.

Es sind oftmals die Maler, die den Menschen zeigen und ins Bewusstsein rufen, wie schön die Landschaft ist, in der sie leben. Aber gleichzeitig mahnen sie auch, welche Schönheit immer mehr verlorengeht, wenn wir diese Einzigartigkeit nicht schützen. Es ist das Schlichte, das Einfache, das Wesentliche, das diese Maler einst auf der Leinwand für uns festgehalten haben.


Boot von der Oste
für Neuseeland


Bungard mit dem Einbaum (Foto: Bölsche)

22. 9. 2012. Ein Einbaum, gebaut von Schülerinnen und Schülern der quicklebendigen Kiebitzschule in Oberndorf, hat eine weite Reise nach Neuseeland angetreten. Mit Unterstützung der Spedition Reimler worldwide logistics wird das Boot "Kiebitz 3" zur Zeit zur Taipa Area School in der Doubtless Bay ganz im Norden der Nordinsel Neuseelands transportiert.


Das Frachtgut wird an der Schule abgeholt

Der Einbaum ist Ergebnisse eines Schulprojekts, das der Oberndorfer Dipl.-Kunsttherapeut Michael Bungard ("Kunstwerk Grün") mit den Grundschülern realisiert hat und über das inzwischen auch ein sehenswertes  Youtube-Video informiert.


Oberndorfer Einbaum-Projekt auf Youtube

Das originelle Kunstprojekt umfasst die aus einer Eiche gefertigten Objekte

> "KIEBITZ 1", ein auf zwei Stangen aufgespießtes, von der Tide bewegtes Landart-Objekt im "Blauen Klassenzimmer" im Oste-Vordeich,

> "KIEBITZ 2", ein auf dem Schulhof der Kiebitzschule errichtetes Kunst-Spielgerät, und die

> "KIEBITZ 3", die mit ihrem geschnitzten Kiebitzkopf als Gallionsfigur als "Botschafter der Schule" am anderen Ende der Welt "unsere Achtung vor den vielen Kulturen ausdrücken soll, die schon lange vor uns Einbäume gebaut haben und Inspirationsquelle zu diesem Projekt waren" (Bungard).


Kiebitzschüler beim Abtransport des Einbaums

Dem Einbaum für Neuseeland liegt ein Memorystick mit einer viersprachigen Dokumentation des "Kiebitz im Boot"-Projekts bei.


Osteland-Wissen
für Gästeführer


Osteland-Vorstand Bölsche, Kursleiterin Klemme

25. 10. 2012. Zum zweitenmal binnen weniger Monate haben sich angehende Gästeführer von der AG Osteland über die Reize der Unteren Oste informieren lassen.

Eine 160 Stunden umfassende Ausbildung zum/r qualifizierten Gästeführer/in für das Cuxland hat in diesem Herbst im Rahmen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Beverstedt begonnen. Am Mittwoch besuchten zwölf angehende Touristiker die Samtgemeinde Am Dobrock, wo Michael Johnen und weitere Mitglieder der AG Osteland über die Region informierten.

Während Ex-Heimatvereinsvorsitzender Henning Kuhne (Oberndorf) die von ihm initiierte Historische Ostedeich-Route vorstellte, präsentierte AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) die von seinem Verein geschaffene Deutsche Fährstraße, den Oste-Radweg und die Nordtrasse der Niedersächsischen Milchstraße einschließlich der Schwebefähre, der Molkerei Hasenfleet, der Mocambo, der Wingst und vieler anderer Attraktionen.


Stör und Lachs werben für die Oste

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die Arbeit der Osteland-AG Wanderfische und die Wiederansiedlung von Lachs und Stör in der Oste. Die Artenschutzbemühungen haben, so Bölsche, dazu beigetragen, das Interesse der Sportfischerpresse und damit auch der deutschen Angler wieder auf die Ferienregion an der Oste.


Gästeführer an der Schwebefähre (April 2012)

Am Mittwoch, 19. Dezember, 14 Uhr, kommen den angehenden Gästeführer erneut an die Oste, um sich im Café Kunstwerk in Hechthausen von Osteland-Vorstandsmitglied und Dipl.-Bibliothekarin Renate Bölsche über die Literaturlandschaft an der Oste und speziell das Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste informieren zu lassen. Dazu wird Krimiautor Dr. Reinhold Friedl eine Kostprobe aus "Tödliche Schriftrollen vom Nil" vortragen, dem 50. Krimi, der am Fluss spielt oder entstanden ist.

Der Kursus unter der Leitung von Frauke Klemme, zugleich Vorsitzende des Heimatvereins Gnarrenburg, vermittelt neben Grundlagen der Heimatkunde, der Wirtschafts- und Sozialstruktur im Cuxland, der Natur und Umwelt auch Führungstechniken, Rhetorik und Kenntnisse im Marketing und Management.


Dobrock-Touristiker Johnen informiert

Der Lehrgang wird gefördert von der Stiftung der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverein (mittwochs, 14 bis 17.30 Uhr, bis Mai 2013 sowie an sieben Samstagen von 9 bis 16 Uhr, Kursgebühr 495 Euro).


Henning Kuhne an der Ostedeich-Meile

Ein Bericht über den Vorjahreskursus steht in der Rotenburger Rundschau, ein Bericht über den jüngsten Kursus im April steht in Treffpunkt Sittensen.


Neue Bilder
von der Oste


Fotokalender von Gundula Gäntgen - größer

11. 11. 2012. Seit einigen Jahren hat die Hechthausener Profifotografin Gundula Ida Gäntgen ihre schönsten Aufnahmen von der Oste zu einem Kalender für ihre Freunde zusammengestellt. Jetzt hat die AG-Osteland-Mitstreiterin erstmals einen Oste-Kalender herstellen lassen, der auch im Handel - in "Vogels Schatztruhe" in Hechthausen - von jedermann erworben werden kann. Einen Einblick in das fotografische Schaffen von Gundula Gäntgen ermöglicht ihre Seite auf fotocommunity.de, wo auch der neue Kalender beim fachkundigen Publikum ein begeistertes Echo findet.

Typische Urteile von fotocommunity-Mitgliedern: "Wunderschönes Geschenk", "Klasse Fotos, es lockt einen, dort Urlaub zu machen, viel Natur und Ruhe", "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Meisterwerk!!! Super, wenn man diese Motive fast vor der Haustüre findet."


Gottesdienst
mit Shantys


Seefahrtsgottesdienst in Oberndorf

4. 11. 2012. Zu einem guten Brauch entwickelt sich der Seefahrtsgottesdienst in der Oberndorfer St.-Georgs-Kirche (Website), den Dr. Jürgen Heimer und seine Frau Rosi (mehr) aus Cadenberge gemeinsam mit Pastor Klaus Volkhardt an diesem Sonntag für rund 100 Gläubige gestalteten. Die Eheleute Heimer waren über 20 Jahre "Port Chaplains" (Hafen-Diakone) der deutschen Seemannsmission im nordostenglischen Middlesbrough gewesen, unweit der dortigen Schwebefähre. In dem maritimen Gottesdienst berichteten sie - wie schon im Vorjahr - von ihrer Arbeit mit den Seeleuten.


Geistliche Jürgen Heimer und Klaus Volkhardt

Vom Oberndorfer Chor "Shanty und Lerchen" unter der Leitung von Fred Dobrinkat wurde der Gottesdienst in der Flusskirche musikalisch begleitet.


Kulturelles Kleinod


Jan Graf begeistert mit plattdeutschen Liedern

23. 9. 2012. Spätestens seit 2011, der Gründung des hochaktiven Geversdorfer Heimatvereins "De Osten Strom" um Günter Lunden, Elke Löwe, Anja Hellwege, Hille Born und viele andere Aktive, hat sich das Museum im Rathaus des Ostedorfes zu einem attraktiven und lebendigen kulturellen Kleinod am Fluss entwickelt. Das zeigte sich erneut am Wochenende, als der NDR-Journalist, Verleger (Verlag "Plaggenhauer") und Plattdeutsch-Liedermacher Jan Graf (Porträt) in einem Gartenzelt vor der mit viel Fleiß renovierten neuen Dependance des Heimatmuseums das Publikum begeisterte.

Graf ist an der Oste kein Unbekannter. Sein voriges Jahr gesendetes Hörbild "Op Platt langs de Oost", hier in der NDR-Mediathek abrufbar, zählt zu den schönsten Reportagen vom Fluss.


Graf-Reportage über die Oste - anhören

Anlass des Graf-Auftritts war die Finissage einer umfangreichen Ausstellung filigraner Bleistiftzeichnungen aus dem Osteland ("An de Oost un umto") des Geversdorfer Künstlers Volker Born, dem sich Jan Graf nicht nur "seelenverwandt" fühlt - er ist sein Neffe. Angetan zeigte sich Graf von dem Heimatmuseum als "wunderbarem Rahmen" für seinen Auftritt und von den "herzwärmenden" Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden Günter Lunden.


Lunden mit Born, Buchbinder, Hellwege, Loewe

Lunden und sein Team bereiten bereits eine weitere Ausstellung vor: Vom 22. Oktober bis zum 3. November zeigen Babette Salewski und Monika Brunner Kachelkunst und Kiebitzmotive.


Bald zu sehen: Bild von Monika Brunner

Auskunft über das Museum gibt die immer wieder ansehenswerte Website, für die die Geversdorfer Autorin, Fotografin und Ostepreisträgerin Elke Loewe regelmäßig Texte und Fotos beisteuert.

Ebenfalls unter den Gästen der Finissage: Oste-Preisträgerin und Ortsheimatpflegerin Ursula Schröder (Neuhaus), Osteland-Vorstandsmitglied Albertus Lemke (Oberndorf), Ex-Schulleiter und Videojournalist Claus List (Freiburg) und Ferienwohnungsvermieterin Andrea Buchbinder (Ostewerft Geversdorf).


Die Oste als TV-Star


TV-Autorin Schulz (3.v.r) mit Lilo Wanders

Erst im August war erneut der einstündige N3-Film "Eine Sommerreise entlang der Oste" von Kerstin Schulz gesendet worden, der wieder starke Resonanz fand, wie auch die Gastronomen am Fluss registierten. Aus Anlass der erneuten Ausstrahlung dankte die Autorin jetzt dem 1. Vorsitzenden der AG Osteland für die Empfehlung von Drehorten und die Vermittlung von Akteuren: "Ohne Sie hätten wir die vielen wundervollen Menschen und Orte gar nicht kennengelernt," schreibt Kerstin Schulz: "Der Dreh hat uns alle nachhaltig beschäftigt - wir denken zu gern an die Sommer-Nordstory 2012 zurück."

Abschießend schreibt die Autorin: "Wer weiß - vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung... An Themen dürfte es nicht mangeln." Sie ertappe sich dabei, fügt die TV-Macherin hinzu, "dass ich immer mal wieder auf Ihren Seiten im Internet lande. Ein gutes Zeichen, oder?!"

Und immer noch
ein Geheimtipp...


Eine Stunde Oste-Vergnügen - ansehen

Wer den wunderbaren Schulz-Film (Ankündigung: "Ein Paradies für Angler und Wassertouristen und immer noch ein Geheimtipp") verpasst hat, kann ihn hier in der Mediathek ansehen.


Wieder eine
Oste-Schau


Akteure Born, Lunden, Graf (Fotos: Bölsche)

22. 8. 2012. "Ein Dorf und sein Fluss" heißt die alljährliche Ausstellung des Geversdorfer Heimat- und Kulturvereins "De Osten Strom" (sehr sehenswerte Website hier). An diesem Donnerstag, 23. August, 19 Uhr, beginnt im Heimatmuseum die Vernissage einer Ausstellung von Bleistiftzeichnungen ("An de Oost und umto") des Geversdorfer Künstlers Volker Born, die auch am 25./26. August von 14 bis 18 Uhr und bis zum 22. September, täglich außer dienstags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr, geöffnet ist.

Am 22. September endet die Ausstellung mit plattdeutschen Liedern des bekannten Radiomoderators Jan Graf, wie der Vorstand um Oste-Kulturpreisträger Günter Lunden mitteilt.


Schulprojekt
auf Youtube


Video über die Kiebitz-Boote - ansehen

19. 6. 2012. Bereits im Mai 2009 begann an der Oberndorfer Kiebitzschule unter der Leitung des Diplom-Kunsttherapeuten/-pädagogen und Künstlers Michael Bungard (Foto, Website) ein Kunstprojekt mit Oste-Bezug, bei dem aus einem großen Eichenstamm drei Einbäume geschnitzt wurden. Über das in jeder Hinsicht beispielhafte Projekt der engagierten Schule berichtet nicht nur eine Dokumentation auf der Website der Schule, sondern auch ein fast zehnminütiges Video auf Youtube. Der Film kann hier betrachtet werden.


Kunst von der Oste


"Ewer auf der Oste" von Karl Otto Matthaei

30. 5. 2012. Absolut sehenswert: Noch bis zum 15. Juli ist die soeben eröffnete Ausstellung "Maler hinterm Deich" im Schleusenhaus in Neuhaus zu sehen.

Ein Bericht der Ostener Künstlerin und Galeristin Sigrid Beyer über die Bilderschau steht auf OSTELAND.


Neue Bilder von der Oste


Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter (2.v.r.)

13. 5. 2012. Der Heimatverein Hechthausen lädt zu einem Vortrag im Anschluss an seine Mitgliederversammlung am Freitag, 18. Mai, 19 Uhr, im Landhaus "Ostekrone" in Hechthausen. Ab 20 Uhr zeigt der Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter eine Powerpoint-Präsentation zum Thema "Historisches und Aktuelles an der Oste". "Hierzu sind auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei," teilt der Vorsitzende und AG-Osteland-Mitstreiter Klaus Torborg mit.

Nach dem großen Erfolg seiner Präsentation "Die Oste - Faszination einer Landschaft" betrachtet der Zevener Fotokünstler den Fluss jetzt aus einem anderen Blickwinkel: Der Naturfotograf stellt historische Bauwerke in den Dörfern und Städten entlang der Oste in den Mittelpunkt seiner musikalisch untermalten Fotoschau. Zu  den Motiven zählen neben den Überresten von Ziegeleien auch Wind- und Wassermühlen, Brücken, Stauwehre sowie Bewässerungsanlagen. Selbstverständlich kommen aber auch die Freunde der Naturfotografie wieder auf ihre Kosten: Hermann Tödter hat seltene Tiere und Pflanzen in der Osteniederung in wunderschönen Bildern festgehalten.


Kultur auf
der Gondel

10. 2. 2012. Der frisch gewählte Vorsitzende des Ostener Fährvereins, Karl-Heinz Brinkmann (Foto), will neue Akzente setzen, wie er in der Niederelbe-Zeitung (Freitag-Ausgabe) ankündigt. Unter anderem denkt er an kulturelle Veranstaltungen auf der Gondel der Schwebefähre und an attraktive Präsentationen in der Fährstuv. NEZ-Autor Thomas Schult - selber übrigens ehrenamtlicher Prahm-Fährmann in Brobergen - beschreibt den "Tatendrang" des Neuen und zitiert ihn zu seinem Verhältnis zu Vorgänger Horst Ahlf: "Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren."


Assel
adieu


Landrat Roesberg (beim Tag der Oste 2010)

9. 2. 2012. Eine schlechte und eine gute Nachricht für die Freunde des Natureums Niederelbe, des Küstenmuseums auf der Halbinsel in der Ostemündung. Die schlechte: der seit zehn Jahren verfolgte Plan, einen Neubau ("Küstenwelten") in Form einer Meerassel (Foto)zu errichten, ist offenbar aus Sicht des Landkreises Stade finanziell nicht realisierbar - die Assel scheint tot. Die gute Nachricht: Für das Projekt zugesagte Zuschüsse bleiben erhalten, wenn die "Küstenwelten"-Ausstellung in den bisherigen Gebäudebestand integriert wird.

Wie das Hamburger Abendblatt heute meldet, hat die Kreissparkasse Stade einen Zuschuss von 200 000 Euro auch ohne Hallenneubau zugesagt, ebenso wie der Landkreis Stade, der mit Hilfe von EU-Mitteln 350 000 Euro investieren wolle. Unter Berufung auf Landrat Michael Roesberg schreibt Abendblatt-Autor Lars Koch, dass auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihre Förderzusage aufrecht erhalte. Bislang waren rund eine Million Euro für die "Küstenwelten" eingeworben worden.

Am Montag, 13. Februar, soll das vom Landkreis eingesetzte Kuratorium Stiftung Natureum Niederelbe, wie berichtet, über ein mögliches Konzept der neuen Ausstellung ohne einen Neubau beraten.


Küstenwelten-Verfechterin von Zedlitz

Die private Baljer Initiative "Pro Küstenwelten" um Maike von Zedlitz und Marlies Oschmann, die bislang das Neubau-Projekt bevorzugte, trifft sich am Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Post" in Oederquart zu ihrer 8. Sitzung.

Bei einer Unterschriftensammlung der AG Osteland hatten sich rund 350 Persönlichkeiten, darunter 15 Bürgermeister, dafür eingesetzt, die Zukunft des Natureums nachhaltig zu sichern. Als unabdingbar gilt unter den Natureum-Freunden eine komplette Neugestaltung des Eingangsbereichs. Mehr auf der Seite www.tor.zur.oste.de.



 
 

Das Buch
zur Flut


Titelbild des neuen Sturmflut-Buches

4. 2. 2012. Angeregt von drei Oste-Preisträgern, der Autorin Elke Loewe, dem Verleger Wolf-Dietmar Stock und dem Ortsheimatpfleger Günter Lunden, erscheint zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 ein Buch mit Fotos und Augenzeugenberichten aus Geversdorf. Der von Renate Schnabel und Hille Born zusammengestellte Band mit dem Titel "Das Wasser stand bis oben an der Deichkrone...", herausgegeben vom Geversdorfer Heimatverein "De Osten Strom", erscheint im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus, soll 14,90 Euro kosten (ISBN 978-3-88 132 -342-0) und in der zweiten Februarhälfte lieferbar sein; ein Ansichtsexemplar wird beim "Tag der Oste" am 12. Februar in der Geversdorfer Oste-Halle ausliegen (Vorbestellungen dort möglich).


Unterspülte Deichkrone in Geversdorf (1962)

Die Augenzeugen haben, so Renate Schnabel und Hille Born, "bereitwillig von ihren Ängsten, Hoffnungen und ihrem Einsatz berichtet. In fast jedem Gespräch sagte jemand: 'Das habe ich schon ganz wieder vergessen! Es ist ja auch schon fünfzig Jahre her.'" - Mehr über das bevorstehende Sturmflut-Jubiläum auf unserer Sonderseite www.wilde.oste.de.


Seebär liest
im Ostewatt


"Mocambo"-Ziel Ostewatt

13. 6. 2011. Am kommenden Sonntag, 19. Juni, liest der Autor Jürgen Coprian (Foto) auf der "Mocambo" aus seinem Buch "Salzwasserfahrten". Dabei handelt es sich, wie "Mocambo"-Käpt'n Caspar Bingemer schwärmt, um "authentische Seefahrergeschichten" und um "einen echten Leckerbissen". Zur Lesung fährt die Mocambo ins Ostewatt, wo sie vor Anker geht. Abfahrt ist um 9.30 Uhr in Oberndorf, Rückkehr um 14.30 Uhr, Preis 18 Euro. Um Voranmeldung unter Tel. 04772-861084 wird gebeten. Mehr über Coprian hier.


40. Krimi an 
Bord gefeiert


Röhl (M.) mit Horeis und Renate Bölsche

11. 6. 2011. Oberndorfs Bürgermeister Detlef Horeis und Renate Bölsche vom AG-Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste gratulierten am Freitag auf dem Oberndorfer Fahrgastschiff "Mocambo" dem Niederstricher Krimiautor Wolfgang Röhl: Der "Stern"-Reporter stellte bei einer abendlichen  Lesung ("Mord an Bord im Abendrot") in der Hexenbucht bei Hemmoor seinen neuesten Krimi "Straßenkampf" vor - den 40. Krimimalroman, der entweder in der Krimi-Region angesiedelt und/oder hier geschrieben worden ist.


Stimmungsvoll: Nachtfahrt auf der Oste

Auf der voll besetzten Mocambo würdigte AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche die touristische Bedeutung des vor 5 Jahren gegründeten Krimiland-Projekts, das viele Auswärtige neugierig mache auf das reizvolle, aber abgelegene Osteland. Bölsche: "Jeder Regionalkrimi ist ein Stück Werbung für die Region."

Während die "Mocambo" zu einer stimmungsvollen Fahrt in den Sonnenuntergang ablegte, begrüßte Bölsche an Bord unter anderem die Hemmoorer Tourismus-Managerin Manuela Köster, die Mainzer Krimitourismus-Forscherin Carolin Heymann, den Bürgermeister des Mocambo-Heimathafens Oberndorf, Detlef Horeis, und sogar Gäste aus der Oste-Quellregion, darunter Dr. Hans Lefevre und Ehefrau Inge aus Sittensen, Osteland-Wanderführer Andreas Rathjens aus Groß Meckelsen und Osteland-Vorstandsmitglied Hans-Hermann Steiger aus Schneverdingen.


Gebannt: Krimifreunde in der Hexenbucht

Aufgrund mehrerer spontaner Eintritte in die AG Osteland - die seit fünf Jahren Trägerin des Krimiland-Projekts ist - konnte Bölsche auf der Mocambo das 444. Mitglied der "Lobby für die Oste" begrüßen: Ulrike Bosselmann aus Bremervörde. Die "Schnapszahl" wurde mit einem zünftigen Schluck "Osteland-Aquavit" gefeiert.


Die Oste als Jordan


Tauf-Ort Ostesteg des TSV Bremervörde

Pfingsten 2011. Vor gut zwei Jahren stand der Bremervörder TSV-Steg an der Oste im Blickpunkt der Öffentlichkeit, als dort der experimentelle Störbesatz des Flusses gestartet wurde. Am Pfingstmontag, 13. Juni, 11 Uhr, findet dort nun erneut ein bemerkenswertes Ereignis statt: Vier Kirchengemeinden feiern auf dem Oste-Steg ein gemeinsames Tauffest für 17 Kinder und Jugendliche; dabei predigt Suprerintendent Wilhelm Helmers.

Bremervörde liegt mit einer Taufe in der freien Natur im Trend, wenngleich andere Pastoren - so in den Samtgemeinden Hemmoor und Am Dobrock - bislang einer Zeremonie im stehenden Gewässer den Vorzug vor einer Flusstaufe gegeben haben.


Per Ostefähre zum Burgfest


Broberger Ritter begrüßen die Gäste

10. 6. 2011. In Brobergen an der Deutschen Fährstraße werden die Ritter wieder lebendig. Rund um die Burg- und Fährstelle in Brobergen, exakt im "Dreiländereck" der Kreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg gelegen, findet auch in diesem Jahr am Pfingstwochenende ein mittelalterliches Burgfest statt. Die Besucher können erleben, wie es im 13. Jahrhundert auf der Burg derer zu Brobergen an der heutigen Fährstelle wohl zugegangen sein mag. Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und Umgebung e. V., der seit 2008 an dieser Stelle die historische Prahmfähre (um 1924 gebaut) betreibt, weist damit auf die besondere Geschichte des Ortes hin, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. - Mehr auf der Website des Vereins


Neue Lieder für die Oste


"Liederjan" vor der Ostelied-Premiere

22. 5. 2011. Was für ein Mai-Wochenende! Bei strahlendem Sonnenschein erlebten begeisterte Gäste in den Oste-Orten Estorf und Neuhaus die Präsentation zweier Lieder für und über das Osteland.

Bei einem Open-Air-Konzert an der Grundschule Estorf (Samtgemeinde Oldendorf), die 2010 mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden war, erfolgte am Samstagabend die Premiere eines großartigen, fünf Minuten dauernden Schwebefähren-Liedes der prominenten norddeutschen Folk-Gruppe "Liederjan", angeregt von AG-Osteland-Mitglied Peter Wortmann.


Kehdinger Kinderchor singt das Balje-Lied

Zuvor, am Nachmittag, hatte der Kinderchor Kehdingen in der Neuhäuser Festhalle ein von Chorleiter Christian Clasen verfasstes Lied auf den kürzlich durch Bürgerinitiative vor dem Verfall geretteten alten Leuchtturm in Balje vorgetragen.


Umjubelte Leuchtturm-Revue in Neuhaus

Die Kinder sangen im Vorprogramm der mit starkem Beifall aufgenommenen Schlager- und Pop-Revue "Leuchtfeuer" der Neu-Wulmstorfer Theatergruppe "Caramba". Veranstaltet wurde der Nachmittag vom Altenbrucher Förderverein "Dicke Berta e. V." und von der 2009 mit dem Ostekulturpreis bedachten Baljer Leuchtturm-Fördergesellschaft um Eckard Klitzing sowie Waltraud und Gerhard Gebhardt.

In Estorf dankten die AG-Osteland-Vorstandsmitglieder Jochen und Renate Bölsche (Osten) am Sonnabend dem "Liederjan"-Sänger/Songwriter Jörg Ermisch für das brandneue Schwebefähren-Lied: "Ein weiterer wunderschöner Werbeträger für die Oste und für unser Osteland."


Künstler inspiriert: Peter Wortmann

Liederjan liegt voll im Trend: Die Oste, die noch vor wenigen Jahren als "unbekannter Fluss" galt, wird in jüngster Zeit zunehmend auch von Kulturschaffenden entdeckt.


Frauenband "Kaktusblüte" in Gräpel

Dazu zählt die Buxtehuder Frauen-Band "Kaktusblüte", die - ebenfalls angeregt von Peter Wortmann - im Sommer 2009 auf der Gräpeler Prahmfähre ein stimmungsvolles Oste-Lied präsentierte; weitere Auftritte u. a. im Osten und Hechthausen folgten (Liedtext hier, Video auf Youtube).


Liedertafel "Störtebecker" in Iselersheim

Ebenfalls 2009, beim 5. Tag der Oste in Iselersheim, stellten der Oberndorfer Uwe Mählmann und seine "Liedertafel Störtebeker" ein Lied auf den Oste-Hecht mit dem Titel "De Hero in de Oost..." vor (Text des Liedes hier, Übersetzung ins Hochdeutsche hier, Youtube-Video hier).


Cover der Rollo333-CD "Twee"

Der aus Hemmoor stammende plattdeutsche Sänger "Rollo 333" - mit bürgerlichem Namen Rolf Peters - fühlt sich ebenfalls seiner Heimat verbunden. Sein CD-Album "Twee" enthält das Lied "Mit'n Boot op'e Oost", das sich fast wie eine Hymne des "Blauen Netzes Oste" anhört. Reinhören in Rollos Oste-Lied (gesungen nach der Melodie "Dirty Old Town") kann man hier auf der Amazon-Website.

Daneben hat der Komponist Christian Rüthing im Verlag Atelier im Bauernhaus (Fischerhude) von Ostepreisträger Wolf Dietmar Stock eine CD mit dem Titel "Die Klangfarben der Oste" herausgebracht.

Neue Lieder
hier anhören

Nachdem es nunmehr fünf Osteland-Lieder gibt - und dazu (noch) unvertonte Oste-Gedichte von Elke Loewe (Text hier) sowie von Peter Schütt (Texte hier) - sollte es sich bald lohnen, all diese Stücke auf einer eigenen CD zusammenzufassen.


"Mord an Bord im Abendrot"


Das Krimischiff legt in Oberndorf ab

20. 5. 2011. Im Krimiland Kehdingen-Oste, einer durch Presse und Fernsehen bundesweit bekannt gewordenen Brutstätte literarischer Verbrechen, ist ein weiterer Krimi entstanden. Der in Oberndorf-Bentwisch lebende langjährige "Stern"-Autor Wolfgang Röhl legt nach seinen erfolgreichen  Krimikömödien "Im Norden stürmische Winde" und "Inselkoller" in Kürze seinen dritten Roman vor, der unter dem Titel "Straßenkampf" kriminelles Treiben im Umfeld von Autobahnplanungen zum Inhalt hat und der wiederum durch die Landschaft an Elbe und Oste, zwischen Moor und Meer, inspiriert ist.

Präsentieren wird Röhl sein neues Werk auf einer nächtlichen Fahrt mit dem Oste-Oldtimer "Mocambo", dem ältesten aktiven Fahrgastschiff Deutschlands, das am Freitag, 10. Juni, 19.30 Uhr, in Oberndorf/Oste ablegt und die Hexenbucht bei Hemmoor ansteuert. 

Veranstalter ist die vor fünf Jahren gegründete Projektgruppe Krimilandder gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V., die unter dem Motto "Mord an Bord im Abendrot" für die Literaturlandschaft am längsten Nebenfluß der Niederelbe wirkt.

Zur Röhl-Lesung auf der "Mocambo" (begrenzte Platzzahl) bittet die AG Osteland um rechtzeitige Anmeldungen bei Renate Bölsche per E-Mail renate.boelsche@gmx.de. Die Teilnahme einschließlich Schifffahrt kostet 15 Euro pro Person.

Der Krimi "Straßenkampf" erscheint in Kürze im Drochterser MCE-Verlag. Autor Röhl, Jahrgang 1947, arbeitet seit 1980 als Autor für das Hamburger Magazin "Stern". Zuvor war der Hamburger mit Reetdach-Bauernhaus an der Oste als freier Publizist und Redakteur tätig gewesen.


Osteland- Preisträger Röhl (r.) mit Sponsor
Ewald Romund und Laudatorin Christine Reimer

Für seine Oste-Reportage "Amazonas hinterm Deich" (Wortlaut) wurde Röhl 2008 mit dem Oste-Kulturpreis "Der goldene Hecht" ausgezeichnet.


Förderverein plant Leuchtturm-Revue


Werbung für das Benefiz-Projekt

16. 5. 2011. Am Sonnabend, 21. Mai, 15 Uhr, findet in der Festhalle Neuhaus ein besonderes Ereignis statt: Gemeinsam planen der Altenbrucher Förderverein "Dicke Berta e. V.“ und der "Förderverein Baljer Leuchtturm von 1904 e. V." eine Schlager- und Pop-Revue mit dem Titel "Leuchtfeuer", dargeboten von dem Ensemble "Caramba". Autorin und Regisseurin Birgit Steinhart widmet das Projekt der Unterstützung und Erhaltung der Leuchttürme Alte Liebe (Cuxhaven), Sylter Turm (Kampen/Sylt) Dicke Berta (Altenbruch), Schlanke Anna (Altenbruch) und  Westerheversand (Eiderstedt).


Blick auf die Baljer Leuchttürme

Im ersten Akt erwecken die Darsteller die über zwei Meter großen Nachbauten dieser Leuchttürme zum Leben. Den Zuschauer erwarten über 40 bekannte, mit neuen  Texten versehene Musiktitel aus Schlager, Rock, Pop und Musical.


Martime Bilder aus dem Osteland



Werke von Ulrich Kirschstein (Bentwisch)

14. 5. 2011. Erstmals findet in Oberndorf eine Kunstausstellung auf der Empore der St.-Georgs-Kirche statt. Noch bis Mitte Juli zeigt der Bentwischer Künstler Ulrich Kirschstein in der schönen Kirche am Fluss täglich von 15 bis 18 Uhr Holzschnitte und Radierungen, darunter maritime Motive. Am Sonnabend, 28. Mai, 11 Uhr, gibt es eine Einführung in die Ausstellung mit Musik von Hannah Louise Winzentsen auf der klassischen indischen Slidegitarre.
 


Ostefotos in der Ostekrone


Tödter (2. v. r.) mit Goldenem Hecht

22. 4. 2011. Der Ostepreisträger Hermann Tödter zeigt seine meisterhaften Oste-Fotos demnächst in Hechthausen. Der Heimatverein Hechthausen e. V. lädt, wie Vorsitzender Klaus Torborg mitteilt, zu dem Vortrag "Die Oste – Faszination einer Landschaft" am Freitag, 6. Mai, 20 Uhr, im Restaurant "Ostekrone" in Hechthausen ein. Der Eintritt ist frei.


Prachtstücke aus den Kellerwerften


Gratulierte dem SMC: Bürgermeister Saul

9. 4. 2011. Nicht nur wegen des Frühjahrsmarktes lohnt an diesem Wochenende ein Stadtbummel in Hemmoor. Nur 150 Meter weiter, im Mehrgenerationenhaus in der Schützenstraße 17, veranstaltet der Schiffs-Modellbau-Club Hemmoor e.V. zu seinem 25-jährigen Bestehen am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr eine große Schiffsmodellbau-Ausstellung mit Prachtstücken aus den heimischen "Kellerwerften". Der Bürgermeister der Stadt Hemmoor, Hans Wilhelm Saul, der die Schirmherrschaft übernommen hat, überbrachte zur Eröffnung am Sonnabendmorgen die Glückwünsche der Ostestadt, während die Vorstandsmitglieder Bernd Jürgens und Renate Bölsche im Namen der AG Osteland gratulierten, Jürgens zugleich auch als Vertreter des Blauen Netzes Oste und der Seglervereinigung Oste Hemmoor.


Lothar Peterskeit mit Buddelschiffen

Gezeigt werden Schiffsmodelle aller Art, die in den "Kellerwerften" der Mitglieder entstanden sind, unter anderem aus den Bereichen Marine, Fischerei, Fracht und Container, Schlepper, Freizeit. Präsent ist auch Lothar Peterskeit, der "Herr der 1000 Buddelschiffe" (siehe SONDERSEITE). Die Indianergruppe des SMC ist mit ihren Kanus, die nur mit den Paddeln der Indianerpuppen angetrieben werden, und dem großen Floß, das eine Häuptlingsbestattung zeigt, vertreten.


Bernd Jürgens gratuliert zum Jubiläum

Der rund 35 Mitglieder starke SMC wurde 1986 gegründet. Sechs Gründungmitglieder, die immer noch aktiv im Verein mitarbeiten, wurden von Gerd Drewes mit Urkunde und Präsent geehrt: Günter Altmann, Ingmar Hellweg, Heino Jäger, Horst Köncke, Rolf Petersjohann und Herbert Stelling.

Die ersten 15 Jahre bis zu seinen Tod war Ernst Erfurt Vorsitzender. In den 25 Jahren seines Bestehens ist der Verein weit über die Grenzen von Hemmoor bekannt geworden. Die ersten Veranstaltungen (Schaufahren mit Modellschiffen) fanden im Heidestrandbad statt. Dann erhielt der Verein von der Stadt Hemmoor die Zusage, den See am Baumarkt nutzen zu dürfen. Nach einigen Auseinandersetzungen wurde vom Landkreis ein Materialcontainer genehmigt; im Gegenzug hält der Verein den See und das Ufer sauber.


Glückwünsche von Bürgermeister Saul

Am Vereinssee veranstaltet der SMC drei- bis viermal ein Schaufahren, außerdem ein weiteres alle zwei Jahre im September zum Tag der offenen Tür der Lebenshilfe Cuxhaven, Standort Hemmoor. Darüber hinaus beteiligt sich der SMC an den Ausstellungen und Schaufahren der benachbarten und befreundeten Vereine sowie in unregelmäßigen Abständen am Bahnhofstraßenfest und am Fährfest. 

Aufsehen erregt immer wieder die von Volker Hagenmeyer und dem verstorbenen Heinz Bunge gegründete Kanugruppe, die einzige ihrer Art im Elbe-Weser-Dreieck. Seit mehreren Jahren tüfteln Mitglieder unter Anleitung von  Hagenmeyer an den mechanisch, sowie auch elektronisch sehr aufwendigen Modellen. "Die Kanugruppe will zeigen, dass es auch andere Modelle als Arbeitsschiffe oder Fischereifahrzeuge gibt und was im Schiffsmodellbau alles möglich ist," erläuterte Gerd Drewes. bei der Eröffnung der Ausstellung. Abschliessend führte der Vorsitzende aus: "Zum Schiffsmodellbau gehören handwerkliches Geschick, Kenntnis von Holz- und Kunststoffbearbeitung, Elektrokenntnisse, technisches Verständnis und Ausdauer. Dies alles haben unsere Mitglieder in den letzten 25 Jahren bewiesen."

An einem Info-Tisch der AG Osteland ist unter anderem der neue Oste-Hafenführer des Blauen Netzes Oste kostenlos erhältlich. Außerdem gibt es eine Tombola mit vielen schönen Preisen.


Das ist das neue Fähren-Lied


"Liederjan"-Werbebanner in Estorf

24. 5. 2011. Erstmals seit der Eröffnung der Ostener Schwebefähre im Jahre 1909 hat mit der Folk-Formation "Liederjan" eine prominente Gruppe deutscher Musiker dem markanten maritimen Bauwerk über dem Ostestrom ein Lied gewidmet (siehe unten). "Liederjan"-Texter, -Komponist, -Musiker und -Sänger Jörg Ermisch hat uns dankenswerterweise den stimmungsvollen und historisch stimmigen Text zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:
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Die fliegende Fähre

Premiere in Estorf - Video auf youtube

Die Oste floss ruhig durch ein Land voller Grün
von Deichen umrahmt an den Seiten.
Den Fluss auf und ab sah man Lastschiffe ziehn
in lang vergangenen Zeiten.
Bei Osten gab es einen Fährprahm
seit hunderten von Jahren.
Und wenn ein Fuhrwerk ans Ufer kam
und sollte nach drüben fahren 
rief der Kutscher: Fährmann, hal över!
Fohr mi mol röber, fohr mi mol röber,
fohr mi mol röber na de anner Siet he,n
fohr mi mol röber, fohr mi mol röber, 
röber na de anner Siet hen.

Doch bei Eisgang und Sturm wurd' es ruhig am Fluss.
Da gab's nur eins, das war Warten.
Und wenn einer meinte: "Ich muss rüber, ich muss!"
hatte der ganz schlechte Karten.
Im Lande ging's mit der Wirtschaft voran
doch Osten drohte die Pleite.
Man hatte zwar schon die Eisenbahn -
doch leider auf der falschen Seite. 
Und immer noch rief man: Hal över!...

"Wi brukt een Brüch" sahen einige ein.
Doch die Masten der Ewer sind lang.
Es müsste eine zum Aufklappen sein.
"Da föhrt se denn dörch, mittenmang."
Man rechnete hin, man rechnete her,
man erwog das Wider und Für.
Doch am Ende ging überhaupt nichts mehr.
Es war klar: Dat Ding is to dür,
da möt wi allwedder ropen: Hal över!...

Doch da hörten die Bürger, was noch möglich ist
mit einem anderen Plan:
Aus eisernen Trägern ein hohes Gerüst
mit einer Gondel daran.
Man heuerte Nietenklopper an,
die bauten sonst Schiffe aus Stahl.
Und das Klingen der Hämmer zeigte an:
Bald hört man zum letzten Mal:
Fährmann, hal över!...

Bei der Einweihungsfeier für den mächtigen Bau
war die Stimmung zunächst leicht beklommen.
Es wa'rn alle da: Mann, Kind und Frau,
nur der Kaiser, der war nicht gekommen.
Doch nach ein paar Bieren war das einerlei.
Die Stimmung kam mächtig in Gang.
Und ein Männerchor brachte frisch, fröhlich und frei
einen seltsam vertrauten Gesang: 
Fährmann, hal över!...


Ode an ein Oste-Kleinod


Wortmann begrüßt das Publikum

22. 5. 2011. Weit über Norddeutschland hinaus bekannt ist die vor über 35 Jahren gegründete Folk-Gruppe "Liederjan" (Website). Die, wie Spötter sagen, "dienstälteste deutsche Boygroup mit Dame" (Michael Lampelius, Jörg Ermisch, Hanne Balzer) reüssierte nicht nur mit irischen Stücken und altbekanntem deutschem Liedgut, sondern auch mit fast vergessenen Liedern. Später textete und komponierte Liederjan immer häufiger eigene Werke. Dabei verwendet das Trio, das mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden ist, auch ungewöhnliche Zupf- und Streichinstrumente.


Fünf Minuten lang besungen: Ostens Fähre

Für den jüngsten Auftritt am Sonnabend zum Auftakt der 900-Jahr-Feier im Oste-Dorf Estorf hat die Gruppe auf Anregung von AG-Osteland-Mitglied und Veranstalter Peter Wortmann ("Kultur in der Aula") eine fünfminütige Ode an ein maritimes Kleinod getextet und komponiert: ein wunderbares Stück über die 102-jährige Geschichte der Schwebefähre.

Dazu hat sich Jörg Ermisch - der nach der Uraufführung die Glückwünsche des Vorstands der AG Osteland entgegen nahm - gründlich mit der Vergangenheit des Baudenkmals befasst, vor allem durch die Lektüre des Bild- und Textbandes "Über die Oste" von Gisela Tiedemann und Jochen Bölsche.


Aufmarsch der Gruppe Liederjan in Estorf

Bevor das Trio das neue Schwebefähren-Lied intonierte, stimmte Michael Lampelius das Publikum mit einem Gedicht  des in Basbeck aufgewachsenen Schriftstellers Peter Schütt ein, das mit den Zeilen beginnt: "Die Sonne geht im Orient auf. / Der Mond nimmt in Osten seinen Lauf. / Gottes himmlische Galeere / fährt am liebsten Schwebefähre" (voller Wortlaut hier).

Dutzende von Liederjan-Stücken aus dem 35-jährigen Schaffen der Gruppe sind mittlerweile als Video auf youtube.de verfügbar - seit diesem Wochenende auch die Estorfer Uraufführung des Schwebefähren-Liedes, von dem zu hoffen ist, dass es noch viele Menschen entlang der Oste in Live-Konzerten erleben können.


Revue für einen alten Leuchtturm


Leuchtturm-Revue in der Festhalle Neuhaus

22. 5. 2011. Ein schönerer Rahmen war kaum denkbar für den Auftritt des Kinderchors Kehdingen, der unter anderem ein Lied auf den kleinen alten Leuchtturm in Balje darbot: Im Vorprogramm der fetzigen Leuchtturm-Revue "Leuchtfeuer" der Neu-Wulmstorfer Theatergruppe Caramba waren die Chorkinder mit ihrem Leiter Christian Clasen am Sonnabend in der Festhalle in Neuhaus genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.


Christian Clasen (l.) mit Kinderchor

Mitveranstalter des Nachmittags war die Fördergesellschaft für den bis vor kurzem vom Verfall bedrohten kreiseigenen Baljer  Leuchtturm aus dem Jahre 1904.


Alter und neuer Baljer Leuchtturm

Das Baudenkmal wird mit dem Refrain besungen: "Kleiner alter Leuchtturm, / stehst du da schon 100 Jahr', / kannst uns viel erzählen / von Fischern und Matrosen und Piraten auf der Fahrt."

Balje-Lied steht als
MP3-Datei im Web


Hemmoorer Liedermacher Clasen

Weil nun Schiffe "riesig wie eine große Stadt" auf der Elbe schwimmen, habe - so der Text weiter - ein "großer Bruder, lang und schlank" her gemusst. "Alter Leuchtturm, hast jetzt Ruh', unser Wahrzeichen, das bleibst du," endet das  Lied, das in einer Solo-Version als MP3-Datei im Internet steht und hier gehört werden kann.


In der Festhalle sind alle Stühle besetzt

Der Kinderchor Kehdingen (mehr) entspringt einer privaten Initiative von Clasen sowie Nordkehdinger Kindern und Eltern mit Unterstützung der Grundschulen Balje, Freiburg, Oederquart und Wischhafen. Clasen, Jahrgang 1968, ist als Pädagoge bei der "Musikschule an der Oste e. V." tätig (mehr). Er und der Kinderchor wurden vom Publikum in der nahezu voll besetzten Festhalle ebenso mit Beifall bedacht wie die "Caramba"-Truppe, in der Birgit Steinhart (Foto) für Buch, Regie und Choreographie verantwortlich zeichnet.

Fetziges Stück - "erfrischend
und bewegend wie das Meer"


Werbung für das Leuchtturm-Stück

Gewidmet hat die Autorin das von einer versierten Truppe aufgeführte und perfekt inszenierte Stück der Unterstützung und Erhaltung der Leuchttürme "Alte Liebe" (Cuxhaven), "Sylter Turm" (Kampen/Sylt) "Dicke Berta" (Altenbruch), "Schlanke Anna" (Altenbruch) und dem "Westerheversand" (Eiderstedt). Als nicht übertrieben erwies sich die Ankündigung, das Stück sei "erfrischend und bewegend wie das Meer". Im ersten Akt erwecken die Darsteller die über zwei Meter großen Nachbauten dieser Leuchttürme mit witzig-spritzigen Texten zum Leben. Dazu intonierten sie über 40 bekannte, mit neuen Texten versehene Musiktitel aus Schlager, Rock, Pop und Musical.


Witzig und fetzig: die Neuhäuser Revue

"Leuchttürme üben eine besondere, ja majestätische Faszination aus. Sie stehen als Symbol und geben dem Menschen ein Gefühl von Heimat. Deshalb soll der Drei-Akter nicht nur kurzweilige Unterhaltung bieten, sondern auch auf die Dringlichkeit des Denkmalschutzes aufmerksam machen," heisst es auf der "Caramba"-Website - ein Anliegen, das der Baljer Förderverein als Mitveranstalter unterstützen wollte.

Die Akteure um Eckard Klitzing sowie Waltraut und Gerhard Gebhardt hatten, wie berichtet, fünf Jahre lang, letztlich erfolgreich, für die Rettung des maritimen Denkmals an der Deutschen Fährstraße gekämpft - siehe auch Begründung für die Verleihung des Ostekulturpreises 2009 an den Baljer Verein.


Fähr-Denkmal findet Resonanz


Artikel der "Wolfsburger Allgemeinen"

Der Ort Fallersleben, Namensgeber des deutschen Freiheitsdichters Hoffmann von Fallersleben, gehört heute zu Wolfsburg. Und so widmete die "Wolfsburger Allgemeine" - wie ein uns jetzt zugesandter Artikel belegt - Mitte April einen großen, farbig bebilderten Artikel der Einweihung des Oberndorfer Doppel-Denkmals, das den berühmten Fährgast aus Fallersleben und einen traditionellen Fährmann darstellt.


Eine Seefahrt, gar nicht lustig


Geffken-Buch zur Seefahrtsgeschichte

"Schifffahrt aus der Sicht der Seeleute oder Seefahrtsromantik für Reeder?" Das ist der Titel eines Vortrags, den der Cadenberger Anwalt und Autor Dr. Rolf Geffken am Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr, in Bremerhaven-Mitte in der Goethe-Schule, Deichstrasse 37, hält. Bereits vor 25 Jahren hatte Geffken, Autor einer alternativen Geschichte der deutschen Seeschifffahrt mit dem Titel "Jammer & Wind" zum Deutschen Schifffahrtsmseum Bremerhaven eine kritische Denkschrift vorgelegt und mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine "kritische Begehung" des Museums veranstaltet.

In seinem Vortrag am 12. Mai will Geffken auf Einladung des "Arbeitskreises Literatur & Politik" darlegen, ob sich seither etwas sichtbar am Inhalt und Konzept des Deutschen Schifffahrtsmseums verändert hat. Zuvor hatte Geffken auch zum Internationalen Maritimen Museum ("Tamm-Museum) in Hamburg eine kritische Denkschrift ("Schifffahrt ohne Leben") veröffentlicht.



 

Festival zur Industriekultur am Wasser


"Abendblatt"-Bericht mit Schwebefähre

23. 2. 2011. Auch an der Oste sind die Vorbereitungen für eine überregionale Veranstaltung angelaufen, die vom 19. bis 21. August stattfinden soll und die gesamte Metropolregion Hamburg einschließt. Die "Tage der Industriekultur am Wasser" stellen unter anderem 68 geschichtlich bedeutsame Denkmale der Industriegeschichte zwischen Elbe und Oste vor, die vielen Menschen bisher weitgehend unbekannt sind.

Neben der Schwebefähre Osten-Hemmoor, deren Foto einen Vorbericht des Hamburger Abendblatts illustriert, wird beispielsweise  Einblick in das Museumsschiff Cap San Diego und den Dampfeisbrecher Elbe ermöglicht. Einbezogen sind aber auch überregional weniger bekannte Zeitzeugnisse im Osteland, etwa  die Torfabbauanlagen bei Gnarrenburg und die  Prahmfähre bei Gräpel. 

Mehr auf der Website zur Veranstaltung.


Blaue Jungs an der Oste


Der Bremerhavener Marinechor rückt an

6. 3. 2011. Auf dieses Konzert kann sich das Osteland freuen: Am Sonnabend, 19. März, 15 Uhr, kommt der "Original Marinechor Blaue Jungs aus Bremerhaven" auf Einladung des Vereins Kulturmühle (Vorsitz: Dr. Manfred Toborg) in die Ostener Festhalle. Zu den Seemannsliedern servieren die Landfrauen an der Oste ihren vielgerühmten Kuchen (Eintritt: 12 Euro).

Der "Original Marinechor Blaue Jungs aus Bremerhaven" (Website) wurde bereits 1960 gegründet, ursprünglich als reiner Freizeitchor der damaligen Technischen Marineschule II in Bremerhaven. Er ist bis heute eine dienstliche Einrichtung zur Freizeitgestaltung für Soldaten an der Marineoperationsschule in Bremerhaven und finanziert sich allein durch Auftrittsgagen und Notengeld, wie Kulturmühlen- Schriftführer Michael Hermann auf der Website des Vereins mitteilt. 

Nach dem ersten - und eigentlich einzigen - damals geplanten Auftritt war die Resonanz so groß, dass der Chor weitermachte. Inzwischen sind es mehr als 1600 Auftritte geworden. Der Marinechor ist kein Shantychor, sondern ein vielseitig orientierter Seemannschor. Das Repertoire spannt einen weiten musikalischen Bogen, der vom Seemannslied und Shanty über Evergreens, Schlager, Volkslied bis hin zum Popsong reicht.


Doppeldenkmal für Oberndorf


Die Figuren treffen ein

5. 3. 2011. Große Freude in Oberndorf: Die von Sponsoren finanzierten überlebensgroßen Figuren sind da! Am Sonnabend rollten die beiden Holzstatuen, die beiderseits des Flusses an der historischen Fährlücke aufgestellt werden sollen, per Kleintransporter aus dem Nordholzer Künstler-Atelier an die Oste. Kommende Woche beginnt dann der Malerbetrieb Dieter Stelling in Wingst mit seiner Arbeit: Dann werden die Fährmann-Statue und die Fährgast-Figur, die dem Freiheitsdichter und Oberndorf-Gast Heinrich Hoffmann von Fallersleben nachempfunden worden ist, nach historischen Vorlagen koloriert.


Noch roh: Fährmann- und Fährgast-Statue

Mehr über den Festakt zur Einweihung am Sonnabend, 2. April, 14.30 Uhr - übrigens der 213. Geburtstag des Dichters - steht auf unserer SONDERSEITE zum Thema Hoffmann in Hadeln.


Ostefotos in der Ostekrone


Tödter (2. v. r.) mit Goldenem Hecht

22. 4. 2011. Der Ostepreisträger Hermann Tödter zeigt seine meisterhaften Oste-Fotos demnächst in Hechthausen. Der Heimatverein Hechthausen e. V. lädt, wie Vorsitzender Klaus Torborg mitteilt, zu dem Vortrag "Die Oste – Faszination einer Landschaft" am Freitag, 6. Mai, 20 Uhr, im Restaurant "Ostekrone" in Hechthausen ein. Der Eintritt ist frei.


Neuhaus plant ein Bärbel-Fest


So soll die "Bärbel" bald wieder aussehen

21. 4. 2011. Die 75 Jahre alte Barkasse "Bärbel", die zur Zeit in Neuhaus restauriert wird, soll im Mittelpunkt eines Barkassenfests stehen, das der Förderverein aus Anlass Wiederinbetriebnahme der musealen Rarität am Sonnabend, 4. Juni, ab 10 Uhr plant. Beginnen soll das Fest mit einem Frühschoppen im Hafen, mittags wird Bratfisch serviert, nachmittags folgen Gästefahrten, und nach einem Tauziehen über dem Wasser soll der Tag mit einer Party im Hafenschuppen endet, wie Alfred Bücker von der Fördergesellschaft mitteilt.


Barkassenfreund Alfred Bücker

Kapitän Bücker gehört zu einem Kreis von Aktiven, die nicht am Schiff arbeiten, sondern sich auch mit Werbeaktionen - etwa dem Verkauf von "Bärbelade" - bemühen, Geld für die aufwändige Restaurierung zu beschaffen.


Prachtstücke aus den Kellerwerften


Gratulierte dem SMC: Bürgermeister Saul

9. 4. 2011. Nicht nur wegen des Frühjahrsmarktes lohnt an diesem Wochenende ein Stadtbummel in Hemmoor. Nur 150 Meter weiter, im Mehrgenerationenhaus in der Schützenstraße 17, veranstaltet der Schiffs-Modellbau-Club Hemmoor e.V. zu seinem 25-jährigen Bestehen am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr eine große Schiffsmodellbau-Ausstellung mit Prachtstücken aus den heimischen "Kellerwerften". Der Bürgermeister der Stadt Hemmoor, Hans Wilhelm Saul, der die Schirmherrschaft übernommen hat, überbrachte zur Eröffnung am Sonnabendmorgen die Glückwünsche der Ostestadt, während die Vorstandsmitglieder Bernd Jürgens und Renate Bölsche im Namen der AG Osteland gratulierten, Jürgens zugleich auch als Vertreter des Blauen Netzes Oste und der Seglervereinigung Oste Hemmoor.


Lothar Peterskeit mit Buddelschiffen

Gezeigt werden Schiffsmodelle aller Art, die in den "Kellerwerften" der Mitglieder entstanden sind, unter anderem aus den Bereichen Marine, Fischerei, Fracht und Container, Schlepper, Freizeit. Präsent ist auch Lothar Peterskeit, der "Herr der 1000 Buddelschiffe" (siehe SONDERSEITE). Die Indianergruppe des SMC ist mit ihren Kanus, die nur mit den Paddeln der Indianerpuppen angetrieben werden, und dem großen Floß, das eine Häuptlingsbestattung zeigt, vertreten.


Bernd Jürgens gratuliert zum Jubiläum

Der rund 35 Mitglieder starke SMC wurde 1986 gegründet. Sechs Gründungmitglieder, die immer noch aktiv im Verein mitarbeiten, wurden von Gerd Drewes mit Urkunde und Präsent geehrt: Günter Altmann, Ingmar Hellweg, Heino Jäger, Horst Köncke, Rolf Petersjohann und Herbert Stelling.

Die ersten 15 Jahre bis zu seinen Tod war Ernst Erfurt Vorsitzender. In den 25 Jahren seines Bestehens ist der Verein weit über die Grenzen von Hemmoor bekannt geworden. Die ersten Veranstaltungen (Schaufahren mit Modellschiffen) fanden im Heidestrandbad statt. Dann erhielt der Verein von der Stadt Hemmoor die Zusage, den See am Baumarkt nutzen zu dürfen. Nach einigen Auseinandersetzungen wurde vom Landkreis ein Materialcontainer genehmigt; im Gegenzug hält der Verein den See und das Ufer sauber.


Glückwünsche von Bürgermeister Saul

Am Vereinssee veranstaltet der SMC drei- bis viermal ein Schaufahren, außerdem ein weiteres alle zwei Jahre im September zum Tag der offenen Tür der Lebenshilfe Cuxhaven, Standort Hemmoor. Darüber hinaus beteiligt sich der SMC an den Ausstellungen und Schaufahren der benachbarten und befreundeten Vereine sowie in unregelmäßigen Abständen am Bahnhofstraßenfest und am Fährfest. 

Aufsehen erregt immer wieder die von Volker Hagenmeyer und dem verstorbenen Heinz Bunge gegründete Kanugruppe, die einzige ihrer Art im Elbe-Weser-Dreieck. Seit mehreren Jahren tüfteln Mitglieder unter Anleitung von  Hagenmeyer an den mechanisch, sowie auch elektronisch sehr aufwendigen Modellen. "Die Kanugruppe will zeigen, dass es auch andere Modelle als Arbeitsschiffe oder Fischereifahrzeuge gibt und was im Schiffsmodellbau alles möglich ist," erläuterte Gerd Drewes. bei der Eröffnung der Ausstellung. Abschliessend führte der Vorsitzende aus: "Zum Schiffsmodellbau gehören handwerkliches Geschick, Kenntnis von Holz- und Kunststoffbearbeitung, Elektrokenntnisse, technisches Verständnis und Ausdauer. Dies alles haben unsere Mitglieder in den letzten 25 Jahren bewiesen."

An einem Info-Tisch der AG Osteland ist unter anderem der neue Oste-Hafenführer des Blauen Netzes Oste kostenlos erhältlich. Außerdem gibt es eine Tombola mit vielen schönen Preisen.


Doppeltes Fährdenkmal ziert Ostedeiche


Einweihung der neuen Fährmann-Statue

2. 4. 2011. Der alte Fährort Oberndorf hat zwei neue Attraktionen: Am Sonnabend wurden an der historischen Fährstelle ein Fährmanndenkmal und ein Fährgastdenkmal eingeweiht. Die Fährmann-Statue, die am Restaurantschiff "Ostekieker" steht, wurde von Lore Jarck, der Witwe des legendären Oberndorfer Fährmanns Friedrich-Wilhelm Jarck, und dem Sponsor Wilmer Uhtenwoldt enthüllt.


Einweihung der Fährgast-Statue

Die Fährgaststatue vis-à-vis am Bentwischer Ufer soll an den berühmten Oberndorf-Gast und Freiheitsdichter Hoffmann von Fallersleben erinnern. Sie wurde von Jörg Hoffmann (links) vom Heimatverein Fallersleben sowie den Sponsoren Albertus Lemke und Kati und Rike van der Weerd aus Oberndorf enthüllt.

Dank an "heimlichen
Oberbürgermeister"


Bürgermeister Horeis vor der Enthüllung

Eingebettet war die Einweihung in ein Volksfest, bei dem Schirmherr und Bürgermeister Detlef Horeis rund 800 Besucher begrüßen konnte, darunter als Vertreter der Samtgemeinde auch seinen Kollegen Georg Martens aus Neuhaus (Foto). In Vertretung von SG-Bürgermeisterin Bettina Gallinat hob Martens her, dass sich Oberndorf mit seinen vielen "besonderen Aktivitäten" um die "touristische Inwertsetzung" der gesamten Region verdient gemacht habe. Besonders begrüßt wurden von Bürgermeister Horeis unter anderem die Holzkünstler Dieter Holst und Sigrid Naujoks, die bereits das benachbarte Stördenkmal geschaffen haben, sowie der letzte Oberndorfer Fährmann Werner Meier, die Deichverbandsvertreter Ulrich Gerdes und Heino Schmidt und der Wingster Eddy Uhtenwoldt, dem Oberndorf immer wieder neue Anregungen verdanke und dem manch einer, so Horeis launig, schon als heimlichen Oberbürgermeister tituliere.

Zum Dichter-Geburtstag
Lieder vom Kinderchor


Mit Horeis an der Fallersleben-Eiche

Der aus Fallersleben angereiste Jörg Hoffmann zeigte sich gerührt darüber, dass genau an diesem Tag, dem 213. Geburtstag des großen Dichters, in Oberndorf, wo er einst Asyl vor politischer Verfolgung durch die hannöversche Obrigkeit fand, die Kiebitzschule einige von Hoffmanns Liedern vortrug. Im Herbst werde Hoffmanns berühmteste Dichtung 170 Jahre alt: das partiell zur Nationalhymne erhobene "Lied der Deutschen", das von Einigkeit und Recht und Freiheit kündet. Bereits am Vorabend hatte sich das Gast von Bürgermeister Horeis die den dem Dichter gepflanzte Oberndorfer Fallersleben-Eiche zeigen lassen (siehe auch HOFFMANN IN HADELN).

Dank für Ideen, Tatkraft,
Wagemut und Bürgersinn

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Osteland, Jochen Bölsche, hob in seiner Festansprache hervor, dass es Oberndorf trotz finanzieller Enge gelinge, mit Ideen und Tatkraft, Wagemut und Bürgersinn immer neue Attraktionen für seine Bürger und für seine Gäste zu schaffen. So wie nach dem Bau der Fährpromenade und der Modellfähre nun mit dem Doppeldenkmal die Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel erneut bereichert worden sei, habe Oberndorf zuvor bereits mit viel Kreativität den Milchtourismus voran gebracht (Gläserne Molkerei Hasenfleet, Niedersächsische Milchstraße Nord), das Osteland-Projekt Krimiland gestärkt (Mocambo-Lesungen), die Wanderfisch-Initiative unterstützt (Kaviarnächte, Stördenkmal) und an die Deichhistorie erinnert (Initiative zum Historischen Deichwanderweg). Der Wortlaut der Bölsche-Rede steht hier im Netz.


Feuerwehr-Ständchen auf der Modellfähre

Am Nachmittag, den die Segler-Gemeinschaft Oberndorf und die Oberndorfer Touristiker ausrichteten, kam bei strahlendem Sonnenschein rasch Volksfeststimmung auf zwischen Hüpfburg und Festzelt, Bierstand und Hasenfleeter Molkereiwagen. Zum Gelingen trugen nicht zuletzt der Schulchor und die Cheerleaders, die Feuerwehrkapelle, der Shantychor und DJ Uwe Prüss bei.

Standbilder wiegen
insgesamt 702 Kilo

Mit Spannung erwartet wurde das Ergebnis des Wettschätzens: Wieviel wiegen die beiden neuen Statuen? 283 Tipps wurden abgegeben, um 18 Uhr gab Wettleiter Eddy Uhtenwoldt das Resultat bekannt: Die beiden Standbilder wiegen insgesamt 702 Kilo, am dichtesten dran war der Ostener Jochen Bölsche (701 Kilo), gefolgt von den Oberndorfern Renate Lemke, Heino Küth und Detlef Horeis aus Moorstrich, dem Namensvetter des Bürgermeisters. Der Sieger erhielt einen 50-Euro-Gutschein für das am 1. April eröffnete Restaurant "53 Grad Nord", ehemals Dorfgemeinschaftshaus.

Viele Fotos vom Fährfest stehen auf dieser SONDERSEITE.


Welterbe-Antrag ist in Arbeit


Referentin Greiner, Vorsitzender Ahlf

29. 1. 2011. Gut voran kommen die Arbeiten an einem internationalen Sammelantrag mit dem Ziel, nach dem Vorbild der Schwebefähre in Bilbao auch den übrigen sieben Schwebefähren in Großbritannien, Deutschland, Argentinien und Frankreich den begehrten Titel Unesco-Weltkulturerbe zu verleihen. Das berichtete in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor am Freitag im Ostener Fährkrug die Cuxhavener Ingenieurin Birgit Greiner, Denkmalschützerin beim Landkreis Cuxhaven, dem das nationale Baudenkmal gehört.

Der Welterbetitel wäre "die Krone meines Schaffens", bemerkte der Vorsitzende Horst Ahlf, der dem Verein seit 35 Jahren vorsteht und der in der Versammlung seinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit ankündigte: "Im nächsten Jahr ist Wachablösung."

Ausführliche Berichte unter www.schwebefaehre.org.


Fotokünstler zeigt die Oste


Oberndorf-Foto von Paul

28. 1. 2010. Farbbild-Vorträge über die Oste finden immer mehr Anhänger (siehe unten). "Typisch untere Oste" heißt eine neue Bilderschau, die Dirk Paul vom Fotokreis Stade am Montag, 14. Februar, 19.30 Uhr, in der Villa von Issendorff in Himmelpforten zeigt. Veranstalter ist der Kulturkreis Himmelpforten (Karten für 6 Euro an der Abendkasse). - Wer sich vorab einen Eindruck von Pauls Arbeiten verschaffen möchte, findet brillante Bildbeispiele von der Oste auf der Fotokreis-Website.


Industriekultur an der Oste


Metropolregion-Seite mit Fährstraße (rot)

4. 1. 2011. Das Osteland, die Niederelbe und die Deutsche Fährstraße sind einbezogen in das größte denkmalschützerische Projekt des neuen Jahres: die "Tage der Industriekultur am Wasser", die vom 19. bis 21. August erstmals in der Metropolregion Hamburg veranstaltet werden. Wie der bereits freigeschalteten Website zu entnehmen ist, empfehlen die Veranstalter unter anderem die Nutzung der von der AG Osteland konzipierten "Fährienstraße".


Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen

An der Route können eine Reihe von Zeugnissen maritimer Industriekultur besucht werden, so das Detlefsen-Museum in Glückstadt, der Zollkreuzer "Rigmor von Glückstadt",das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum in Wischhafen, das Küstenmotorschiff "Iris-Jörg", die Schwebefähre Osten - Hemmoor und die Prahmfähre Brobergen. 


Logo des Industriekultur-Projekts

Alle diese Ziele werden auf gesonderten Seiten in Wort und Bild vorgestellt.


Freude über Fähren-Pläne


Oberndorf-Gast Hoffmann von Fallersleben

23. 11. 2010. Die Absicht, in der Nähe des neuen Fährmodells in Oberndorf aus Spendengeldern neben einer hölzernen Fährmannfigur auch eine Fährgaststatue mit den Zügen des deutschen Nationaldichters Hoffmann von Fallersleben aufzustellen, ist in Wolfsburg - zu dem Fallersleben heute gehört - auf Zustimmung gestoßen.


Oberndorfer Fallersleben-Eiche

Ein Nachfahre des Freiheitsdichters, der auf der Flucht vor der hannöverschen Obrigkeit in Oberndorf und anderswo in Hadeln Unterschlupf fand und u. a. vom Ostener Notar Hurtzig finanziell unterstützt wurde, hat sich zu einem Besuch in Oberndorf angesagt. Außerdem will er den Oste-Ort, in dem bereits eine Straße und eine Eichengruppe nach einem Ahnherrn benannt sind, in dem von ihm herausgegebenen Fallersleben-Kalender 2011 vorstellen.


Fallersleben-Straße in Oberndorf

Begrüßt wird das geplante Fallersleben-Standbild, wie die NEZ meldet, auch von der Vizepräsidentin der von-Fallersleben-Gesellschaft,Brigitte Blankenburg aus Wolfsburg.

Erfreut zeigen sich auch die drei jungen Wolfsburger Fussballer Thorsten Sawatzki, Rouven Schrock und Björn Stiller: Sie hatten, wie berichtet, beim N3-TV-Quiz "Stadt gegen Land" das Oberndorfer Rate-Team - die Zwillinge Kati und Rike van der Weerd und den Kaufmann Albertus Lemke - nur knapp geschlagen und den Oberndorfern großzügigerweise ein Zehntel der 20.000-Euro-Siegprämie überlassen.


N3-Ratespiel Oberndorf gegen Wolfsburg

Dass die 2.000 Euro aus der Heimat des Nationaldichters nun an der Oberndorfer Fähre für ein Fallersleben-Standbild Verwendung finden sollen, halten die Fussballer aus Wolfsburg-Reislingen für eine gute Idee. Unser Foto zeigt Thorsten Sawatzki, Rouven Schrock und  Björn Stiller vom FC Wolfsburg-Reislingen (r.) mit N3-Moderator Alexander Bommes (M.) und dem Team Oberndorf mit Kati und Rike van der Weerd und Albertus Lemke.

Die Figuren des berühmten Fährgasts und eines Fährmanns werden zur Zeit von dem Nordholzer Künstler-Paar Dieter Holst und Sigrid Naujoks geschnitzt, die auch schon das schwimmende Stör-Denkmal für Oberndorf gestaltet haben.


Einbäume fürs "Blaue Klassenzimmer"


Kiebitzschüler transportieren ihr Werk

21. 6. 2010. Das wohl originellste Kunstprojekt, das 2009 zum Jahr der Oste gestartet wurde, fand am heutigen Montag seinen vorläufigen Abschluss: Kinder der Oberndorfer Kiebitzschule (Leitung: Christiane Möller) haben unter Anleitung des Diplom-Kunsttherapeuten Michael Bungard eine Eiche aus der Wingst in monatelanger Arbeit in drei Einbäume verwandelt.


Jana tauft "Kiebitz 1" mit Ostewasser

Im "Blauen Klassenzimmer" im Bentwischer Vordeichgelände feierten die Kinder mit Liedern ("Ich lieb' die Oste") und mit Orangeneis-Cocktail der Abschluss der Bauarbeiten.


Das K steht für "Blaues Klassenzimmer"

In Anwesenheit von Bürgermeister Detlef Horeis, Vertretern von Deichverband und AG Osteland sowie etlicher Sponsoren, etwa der KSK-Kulturstiftung, wurden zwei der Einbäume auf die Namen "Kiebitz 1" und "Kiebitz 3" getauft.


Die Kiebitzkinder besingen die Oste

Das Boot "Kiebitz 2", noch in Arbeit, soll demnächst als "Schiffsschaukel" an der Schule installiert werden.

Welchen zum Teil abenteuerlichen Zwecken "Kiebitz 1" und "Kiebitz 3" dienen, steht unter KULTUR.


Brobergen: Fährentaufe unter Tränen


Geehrter Helmut Hudaff mit Taufpatin

20. 6. 2010. Die letzte Motorfähre auf der Oste bei Brobergen – eine der Hauptattraktionen der Deutschen Fährstraße – heißt seit Sonntag "Helmut Hudaff". Mit der feierlichen Taufe, eingebettet in ein zweitägiges Mittelalterfest und auf Plattdüütsch vollzogen von der jungen Taufpatin Ann Katrin Rieckmann, wurden die Verdienste des Ehrenbürgermeisters der Gemeinde Brobergen gewürdigt, dem ganz wesentlich die Rettung der historischen Fähre zu verdanken ist.

"Am Anfang stand
ich ganz allein"


Ausgelassene Stimmung an der Fähre

Während sich viele Zuhörer verstohlen Tränen aus den Augen wischten, dankte der 82-jährige Hudaff – ebenfalls sichtlich bewegt – für diesen "schönsten Tag meines Lebens". Im Kampf um die Erhaltung der Fähre "stand ich anfangs ganz allein", erinnerte sich der verdiente Kommunalpolitiker – bis ihm dank der AG Osteland die spätere Fährvereinsgründerin Corinna Kolf zur Hilfe gekommen sei.


Vorsitzende Kolf, Festrednerin Klempow

An die Adresse des Deichverbandes und einiger Kommunalpolitiker gerichtet, sagte Hudaff, "die Behörden" hätten Fährhaus und Fährstelle zunächst abreißen wollen – aber "das  haben wir verhindert". Unter Tränen versprach der Geehrte, der für seine Verdienste auch mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden ist (Begründung hier): "Ich bleibe so lange auf der Fähre, bis sie untergeht."

"Nicht alle zogen
an einem Strang"


Glückwünsche von Osteland-Vize Bölsche

In Abwesenheit des Oldendorfer Samtgemeindebürgermeisters Thomas Scharbatke, der wegen mangelnder Unterstützung für die Fähre mehrfach massiv öffentlich kritisiert worden war, äußerte der Stader Vize-Landrat Hans-Jürgen Detje (Horneburg) seine Verwunderung darüber, dass in dieser für die Region so wichtigen Angelegenheit "nicht alle an einem Strang" gezogen hätten.


Vize-Landrat Detje dankt dem Fährverein

"Dank und Respekt" zollte Detje der "Beharrlichkeit und Ausdauer" der Fährvereinsvorsitzenden Kolf, die geholfen habe, eine Fähr- und Burgstelle zu erhalten, die nicht nur als "tolle touristische Attraktion" bedeutsam sei: "Diese Fähre gehört zu unserer Heimat", rief Detje aus und stellte dem Fährverein eine 2000-Euro-Zuwendung des Kreises Stade in Aussicht.


Mehr Fotos von Sönke Franz auf Facebook

Fortsetzung unter GESCHICHTE.


Ein Lied auf den alten Leuchtturm


Alter und neuer Baljer Leuchtturm

4. 6. 2010. Riesenfreude bei Denkmalschützer Gerhard Gebhardt und den mit dem "Oste-Oscar" ausgezeichneten Kehdinger Leuchtturmfreunden: Der Hemmoorer Musikpädagoge Christian Clasen (Website) hat ein Lied auf den alten Baljer Leuchtturm, direkt an der Deutschen Fährstraße, getextet und komponiert, für dessen Erhaltung die Seezeichenfreunde seit Jahren kämpfen. Ausführlicher Bericht unter www.kehdingen.org.



Ritterfest zur Rettung einer Oste-Fähre

Ritter auf der Oste-Fähre Brobergen

1. 6. 2010. Die Fähre Brobergen ist gerettet! Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und Umgebung hat durch viel ehrenamtliches Engagement seiner Fährmänner und die Unterstützung durch zahlreiche Firmen und Sponsoren den Weiterbetrieb gesichert. Diesen Erfolg will der Verein, so die Vorsitzende Corinna Kolf, am 19. und 20. Juni mit einem Mittelalterfest auf dem historischen Burggelände am alten Fähranleger feiern. Am Sonntag, 20. Juni, 14.30 Uhr, wird die Fähre getauft und in das Schiffsregister eingetragen. Es folgt ein Gottesdienst. 

Der Taufe werden auch der Landrat des Landkreises Stade, Michael Roesberg, und der Vorsitzende der Niedersächsischen Bingostiftung, Karsten Behr, beiwohnen.

10.000 Euro von
zwei Stiftungen


Fährbetrieb in Brobergen

Anlass zum Feiern bieten die Übernahme der Fähre durch den Fährverein und die erfolgreiche Instandsetzung des denkmalgeschützten Fahrzeugs. Neben dem enormen Einsatz der Vereinsmitglieder haben auch zahlreiche Sponsoren dazu beigetragen, dass die 1924 gebaute Fähre weiterhin die Gäste aus Nah und Fern über die Oste setzen kann. 

Zu den größten Spendern zählte die Maschinenfabrik "Hatlappa" aus Uetersen, die 1924 die Seilwinde der Fähre gebaut und sie jetzt kostenlos für den Verein überholt hat. Die Bingostiftung und die Marion-Köser-Stiftung aus Beverstedt spendeten dem Verein jeweils 5.000 Euro. Ihnen zollt der Verein im Rahmen des Festes besonderen Dank.

Damit bleibt dem Verein zurzeit ein Eigenanteil von 10.000 Euro. Beim Landkreis Stade wird noch über eine angemessene Beteiligung nachgedacht. Hier hofft der Verein auf gute Neuigkeiten durch den Landrat am Tag des Fährfestes.

Feuerschlucker, Pestumzug
und Mittelalter-Modenschau


Werbung für das Fährenfest

Mittelalterliche Heerlager, Marktleute, Tänzerinnen und Musiker erwarten die Gäste. Heiß und kalt dürfte es den Besuchern werden, wenn der Feuerschlucker seine Künste darbietet oder die vom Kampf erhitzten Ritter im kühlen Badezuber Erfrischung suchen. Für Unterhaltung und Abwechslung sorgt unter anderem eine Modenschau mit mittelalterlichen Gewandungen. 

Spielszenen versetzen das Publikum in die Zeit um 1300, als in Brobergen eine mächtige Burg die Schifffahrt auf der Oste kontrollierte. Ein Blidenmeister führt seine historische Steinschleuder vor. "Skadis Wachen" bieten Alt und Jung Gelegenheit, sich im Wettkampf mit Pfeil und Bogen zu messen. Johann von Brobergen wird neue Truppen aus den angereisten Heerlagern rekrutieren. Bei einem Pestumzug kann man schließlich das Mittelalter noch einmal hautnah erleben.

Kinder "unter Schwertmaß"
müssen keinen Eintritt zahlen

Für die kleinen Gäste sind zahlreiche Spiele vorbereitet, während sich Eltern und Großeltern am Kuchenbüfett, beim Fischmann oder am Bratwurststand stärken können. Und auch gegen den Durst bietet der Markt so manche Erfrischung.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, 19. Juni, von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 20. Juni, von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt inklusive Fährfahrt 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Jugendliche; Kinder "unter Schwertmaß" haben freien Eintritt. Mehr Infos unter: www.faehre-brobergen.de (Quelle: www.oste.de),


Wieder Tauziehen über dem Fluss


Duell Hechthausen - Burweg (2009)

1. 6. 2010. Die Vorfreude ist groß: Das erfolgreiche "Fest an der Oste" an der Mühle Hechthausen soll im vorigen Jahr auf Wunsch vieler Bürger wiederholt werden. Der Termin steht bereits fest: der Sonnabend, 21. August. Hauptattraktion wird wieder ein Tauziehen über die Oste zwischen Hechthausen und Burweg sein. 

Oste soll zwei Stunden
lang gesperrt werden

Zur Zeit bemüht sich Krista Reibe, Vorsitzende des Gewerbevereins Hechthausen / Oste e.V., um eine schifffahrtspolizeiliche Genehmigung zur Sperrung der Oste eine Stunde vor bis eine Stunde nach Hochwasser, das laut Tidenkalender um 14.25 Uhr zu erwarten ist (Quelle: www.oste.de). - Mehr vom Fluss unter www.blaues-netz-oste.de.


Mord an Bord in Oberndorf


Oberndorfer Restaurantschiff "Ostekieker"

29. 5. 2010. Die alte Geversdorfer Fähre war auf dem Titelbild des Krimi-Erstlings ("Tödliches Tabu") von Dr. Reinhold Friedl (Foto) zu sehen, ein Elbschiff ziert den Titel des zweiten Friedl-Krimis "Die große Hochzeit". Maritim ist auch das Ambiente der Premieren-Lesung: Krimifreunde aus dem Osteland können den neuen Roman erstmals am Freitag, 18. Juni, 19.30 Uhr, im Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" kennenlernen. Friedl liest auf Einladung der AG Osteland im Salon der ehemaligen Ostsee-Fähre, mit Blick auf die Oste. 

Karten gibt es ab sofort
an Bord des "Ostekieker"

Wegen der begrenzten Platzzahl sollte der Vorverkauf genutzt werden. Karten gibt es ab sofort auf dem Ostekieker für 6 Euro (einschliesslich Grillwurst und Kartoffelsalat), mehr über das neue Buch steht auf www.krimiland.de.


Osteland, Märchenland


Gäntgen-Foto auf fotocommunity.com

2. 10. 2010. Hellauf begeistert äußern sich in- und ausländische Mitglieder von fotocommunity.com immer wieder über die prächtigen Oste-Bilder der Fotografin und AG-Osteland-Mitstreiterin Gundula Ida Gäntgen aus Hechthausen. Einige der jüngsten Urteile: "Eine Stimmung wie im Märchenland. Klasse Foto!", "Wow, einfach traumhaft anzuschauen!", "Kaum zu fassen, solche Bilder von der Oste zu bekommen." Mehr...


Ein Dorf und sein Fluss


Ortsheimatpfleger Günter Lunden

17. 8. 2010.  Aufgrund des Erfolges ähnlicher Veranstaltungen im Jahr der Oste lädt das Team des Geversdorfer Heimatmuseums um Ortsheimatpfleger Günther Lunden vom Freitag, 27. August, bis Sonntag, 29. August, jeweils von 14 bis 17 Uhr wieder zu einem umfangreichen Programm ein. Eines der Hauptthemengebiete ist diesmal die Landwirtschaft, unter anderem mit einer Ausstellung alter bäuerlicher Maschinen von Wilfried von der Fecht, aber auch Exponaten zur "Landwirtschaft heute" und einer Hofbesichtigung bei Herrmann van Rossum, Gut Geversdorf (Samstag und Sonntag).

Gezeigt werden außerdem Ausstellungen im Heimatmuseum im alten Rathaus zum Thema "Erlebnisse an, auf und mit der Oste", darunter Erinnerungsstücke von der Sturmflut 1962. Zu sehen sind ferner  "Fundstücke", eine nicht ganz ernst gemeinte Sammlung archäologischer Besonderheiten der Autorin, Fotografin und Neu-Geverstorferin Elke Loewe, ferner Schmetterlinge, Falter und andere Fluggäste aus der Sammlung von Amandus Ahlf. Kirchenbesichtigungen bieten die Möglichkeit, Geversdorf einmal vom Turm der St.-Andreas-Kirche aus zu betrachten. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.


Wattwurmtorte für die Malerin


Seelke-Arbeiten in Neuhaus (2007)

17. 8. 2010. Anja Seelke (Foto), die neue Fleckenmalerin von Neuhaus, ist in der Kunstszene an Medem und Oste keine Unbekannte. Erst im Mai ging ihre Porträt-Ausstellung "facebook" in der Otterndorfer Altstadt-Buchhandlung zu Ende, und bereits 2007 war sie in Neuhaus mit der Ausstellung "ZOO-M" zu Gast gewesen, die das Mensch-Tier-Verhältnis illustrierte (Eröffnungsrede hier). Eingeladen von der in Neuhaus ansässigen Karl-Otto-Matthaei-Gesellschaft, macht sich die Künstlerein zur Zeit auf langen Spaziergängen mit dem Ort und seiner Umgebung vertraut. Ihr Interesse an den Menschen im Osteland scheint mindestens ebenso groß wie das an der Landschaft.


Kurt Bonnet: Ostemündung bei Ebbe

Vertreten ist Anja Seelke auch in der Sommerausstellung der Matthaei-Gesellschaft, die unter dem Titel "Die Kunst und das Wattenmeer" noch bis zum 25. September donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr im Schleusenhaus, Schleusenplatz 8, sowie gegenüber im Kornspeicher zu sehen ist.

Neben dem Namensgeber der neuen Kunstgesellschaft, Karl Otto Matthaei (1863 – 1936), und anderen Klassikern wie etwa Kurt Bonnet (1911- 1971) sind auch viele Gegenwartskünstlerinnen und -künstler mit Werken zum Thema Watt vertreten, darunter Raimund Adametz, Ursula Kirchberg, Elke Loewe, Heidi Poser-Waller, Brigitta von Richmar und Till Warwas, der erste Neuhäuser Fleckenmaler.


B. von Richmar: Watt aus Watt (Ausschnitt)

Nicht zuletzt um die Warwas-Nachfolgerin geht es bei der Finissage am 29. September, 15 Uhr, in der Festhalle Neuhaus. In der Veranstaltung, in der auch Krimiautor Dr. Reinhold Friedl liest, wird auch Anja Seelke vorgestellt und das enorm vielfältige Oeuvre der erfolgreichen Keramikerin und Malerin zur Sprache kommen, von dem die schöne Website anjaseelke.de einen guten Eindruck vermittelt.

Im Eintrittspreis der Finissage (10 Euro) sind übrigens "Kaffee und Wattwurmtorte" inbegriffen, wie Matthaei-Vorsitzender und Oste-Kulturpreisträger Wolf-Dietmar Stock mitteilt. - Mehr auf der Site der Karl-Otto-Matthaei-Gesellschaft.


Ein Oste-Einbaum für den Amazonas?


Oberndorfer Kunsttherapeut Bungard

21. 6. 2009. Nicht erst seit dem Jahr der Oste 2009 bezieht die Oberndorfer Kiebitzschule den Fluß mit in den Unterricht ein. Schon 2008 wurde gemeinsam mit dem Oberndorfer Diplom-Kunsttherapeuten Michael Bungard, der mit Ehefrau Angela das Kunstwerk Grün betreibt (Website hier), das Projekt "Blaues Klassenzimmer" gestartet.


Direkt am Fluss: das Blaue Klassenzimmer

Ein blaues "K" im Bentwischer Vordeichgelände, das von der Familie Scheske zur Verfügung gestellt wurde, markiert ein Areal, auf dem naturnaher Unterricht praktiziert werden kann. Voriges Jahr begann Bungard, mit den Kiebitz-Grundschülerinnen und -schülern drei Einbäume zu bauen.


Steigt und fällt mit der Tide: "Kiebitz 1"

Eines der Boote, noch in Arbeit, soll als "Schiffsschaukel" auf dem Schulhof aufgestellt werden. Das zweite wurde heute vormittag als "Kunstinstallation, die mit dem Wasserstand auf und ab geht" (Bungard), an zwei Stangen im Vordeichgelände installiert und mit bunten Tüchern geschmückt.


Der Einbaum "Kiebitz 3" wird enthüllt

Die spannendste Aufgabe ist dem Boot "Kiebitz 3" zugedacht: Es soll als "Botschafter der Schule in die weite Welt geschickt werden" - etwa an eine Schule in einem anderen Land, vielleicht "nach Japan oder an den Amazonas", wie Bungard zur Freude der Kinder vorschlug.


Rektorin Christiane Möller

Die Schüler hatten - unter dem Eindruck der Fussball-WM - gleich noch ganz andere Vorschläge parat: "Serbien!", "Kamerun!", "Ghana!" Noch sei die Zukunft des Bootes, so Bungard, "völlig offen".


Bürgermeister Horeis (l.) bestaunt das Werk

Bei der Arbeit an dem Einbäumen hätten viele Kinder, wie Rektorin Möller sagte, "Selbstwertgefühl aufgetankt", aber laut Bungard auch "gemeinsames Handeln" und den Umgang mit "hartem Holz und scharfem Werkzeug" eingeübt.


Lieder über die Oste....

... umrahmten die Bootstaufe

Zugleich wachse beim geduldigen und langwierigen Werken an einem Einbaum - entstanden in der Jungsteinzeit - "die Achtung vor der Leistung der Menschen, die vor uns mit einfachsten Werkzeugen solche Boote gebaut haben".

Mehr über Bungard und sein Kunstwerk Grün hier.


Mord an Bord in Oberndorf 


Oberndorfer Restaurantschiff "Ostekieker"

29. 5. 2010. Die alte Geversdorfer Fähre war auf dem Titelbild des Krimi-Erstlings ("Tödliches Tabu") von Dr. Reinhold Friedl zu sehen, ein Elbschiff ziert den Titel des zweiten Friedl-Krimis "Die große Hochzeit". Maritim ist auch das Ambiente der Premieren-Lesung: Krimifreunde aus dem Osteland können den neuen Roman erstmals am Freitag, 18. Juni, 19.30 Uhr, im Salon des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker" kennenlernen. Friedl liest auf Einladung der AG Osteland im Salon der ehemaligen Ostsee-Fähre, mit Blick auf die Oste. Wegen der begrenzten Platzzahl sollte der Vorverkauf genutzt werden. Karten gibt es ab sofort auf dem Ostekieker für 6 Euro (einschliesslich Grillwurst und Kartoffelsalat), mehr über das neue Buch steht auf www.krimiland.de.


150 Kinder singen auf der Oste-Halbinsel


Zuckowski mit Elbkinder-Chor (Archivbild)

15. 5. 2010.  Der beliebte Hamburger Liedermacher und Sänger Rolf Zuckowski gibt am Sonntag, 6. Juni, ein Konzert im Elbe-Küsten-Park des Natureums Niederelbe in der Ostemündung. Zusammen mit 170 Kindern tritt er dort im Rahmen seiner neuen Tournee "Singen im  Elbkinderland" auf.  Es ist das einzige Gastspiel, das der Künstler am niedersächsischen Ufer der Unterelbe geben wird. 

Die Elbe in Tschechien mit ihrem viel besungenen Nebenfluss Moldau, das Elbsandsteingebirge, Dresden, Magdeburg und die weiten Niederungen über Hamburg bis Cuxhaven geben den roten Faden für das Programm. Die Lieder handeln von den Kindern und Menschen an der Elbe mit ihren Hoffnungen und Wünschen, von der Natur und dem Fluss selbst. In internationaler Besetzung bestreiten insgesamt 200 Mitwirkende das Programm. 

Das große Open-Air-Konzert mit mehr als 1000 erwarteten Besuchern steht im Zeichen der fröhlichen Begegnung von Menschen entlang der Elbe, die ihre Verbundenheit über Grenzen hinweg demonstrieren wollen. Das Motto „Hallo Elbe -  Hallo Europa“ begleitet die Teilnehmer und Besucher. So werden die Lieder „Europa Kinderland“ und „Children of Europe“ auch im Elbe-Küsten-Park in Balje erklingen. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Kinder ihren Fluss von der Mündung bei Cuxhaven bis zur Quelle im Riesegebirge als lebendiges und verbindendes Band erkennen“, betont Rolf Zuckowski, Gründer und Schirmherr des gemeinnützigen Vereins „Elbkinderland“ mit derzeit 26 Mitgliedern. Er wurde 2005 mit dem „Deutschen Einheitspreis“ ausgezeichnet. 


Zuckowski im Natureum Niederelbe

Die kleinen Sängerinnen und Sänger aus fünf Chören wirken mit, darunter die Buxtehuder Stieglitze, der Chor der Elbtal-Grundschule Bleckede, ein Chor und eine Folkloregruppe aus Tschechien und der dem Natureum verbundene Kehdinger Kinderchor. Jeder Chor und jede Gruppe gestaltet ein eigenes Programm und singt außerdem ein Lied mit Rolf Zuckowski. Gemeinsam sind alle Chöre in deutscher und tschechischer Sprache zu hören. 

Balje steht am Anfang einer Sommertournee mit insgesamt 17 Konzerten der 30 Kinder- und Jugendchören vom tschechischen Podebrady elbabwärts bis Balje und Brunsbüttel. Die Darbietungen spielen sich auf einer 8 mal 16 Meter großen, fahrbaren Bühne ab, auf der nicht nur gesungen, sondern dank der Folkloregruppe aus Melnik auch getanzt wird. Vor 10 Jahren gab es schon einmal eine Elbtournee mit Zuckowski und den Elbkindern, die von 25 000 Kindern und Eltern besucht wurde.

Das Bewusstsein für die Vielfalt der Natur entlang der Elbe zu stärken, ist nach den Worten von Zuckowski ein wichtiger Bestandteil der Tournee. Elbe-Küsten-Park und Natureum Niederelbe bieten an diesem Tag ab 10 Uhr ein Ganztagsprogramm mit verbilligter Eintrittskarte. Das Tagesprogramm schließt neben dem Parkbesuch ab 13 Uhr das „Elbkinderlandspiel“ und ab 16 Uhr das Konzert ein. Im Spiel können Kinder unter freiem Himmel an zwölf Stationen Natur und Kultur an der Elbe mit Hand und Herz erfahren.

Tageskarten für die Veranstaltung am 6. Juni einschließlich Elbkinderlandspiel und Konzert sind im Vorverkauf zum reduzierten Preis von 14,90 € für Erwachsene, 9,90 € für Kinder erhältlich. Vorverkaufsstellen sind alle Zweigstellen der Kreissparkasse Stade sowie viele Touristinformationen im Landkreis Cuxhaven. Tageskarten und Karten nur für das Konzert  können im Internet unter www.natureum-niederelbe.de gebucht werden, wo es auch ausführliche Informationen zur Veranstaltung am 6. Juni gibt. An der Tageskasse sind nur Karten mit dem Tagesaufschlag von je 1 € zu erhalten.


Fluss-Maler Stock stellt in Sittensen aus


Stock-Ausstellung im Handwerker-Museum

April 2010. An der Oste kennt man ihn als Vorsitzenden des Neuhauser Matthaei-Kunstvereins, als Verleger der beiden Oste-Bücher der AG Osteland, als Kurator vieler Ausstellungen am Fluss und als Träger des Oste-Kulturpreises. Dass Wolf-Dietmar Stock aber "auch malt - das wissen viele nicht", sagte Dr. Klaus Lefèvre (Sittensen, früher Hemmoor) am Sonntag bei der Eröffnung einer großen Ausstellung von Stock-Gemälden im Handwerkermuseum in der Sittenser Oste-Wassermühle.


Maler Wolf-Dietmar Stock (2. v. r.)

Auch Museumsleiterin Birgit Weiden (2. v. l.) und Bürgermeister Heinz-Hermann Evers (l.) würdigten das Schaffen des "Kunstliebhabers und Heimatgeschichtlers", der "immer ein Freigeist" (Lefèvre) gewesen sei.


Festredner Dr. med. Klaus Lefèvre

"Wolf-Dietmar, ich halte Deine Lebensleistung für großartig und wunderschön" - mit diesen Worten beendete Lefèvre eine launige Ansprache, in der er auch auf Stocks erste künstlerische Regungen einging: Als Kind zeichnete er Comics ("Roland der Ritter"), mit 13 Jahren verkaufte er sein erstes Ölgemälde für 20 Mark an den Pastor seiner Heimatgemeinde.


Mit 13 Jahren: Stocks erstes Ölgemälde

Heute kann der Fischerhuder Verleger (seit 1975), der in Paris Kunst und in Tübingen, Göttingen und Hamburg Theologie und Pädagogik studiert hat, für seine Werke - zumeist Landschaftsbilder aus dem Elbe-Weser-Raum, vor allem von Oste und Wümme - jeweils bis zu 4800 Euro ("An der Oste bei Eitzmühlen") verlangen.

Einen Namen gemacht hat sich der Verleger als Kurator zahlreicher Wanderausstellungen, darunter Die Wümme (2005), Die Oste (2006), Große Deutsche Kunstausstellung 1927 (2007) und Hugo Friedrich Hartmann (2008 - 2010) in Bremervörde, Neuhaus, Fischerhude, Balje, Scheeßel, Winsen, Sittensen und Lüneburg. Zusammen mit Elke Loewe gab er für die AG Osteland zwei Oste-Bücher heraus.


Tiemann, Ehepaar Oppermann, Loewe (2.v.r.)

Unter den Vernissage-Gästen war viel Prominenz aus dem Osteland, darunter der Bürgermeister der Samtgemeinde Sittensen, Stefan Tiemann, der soeben mit dem "Goldenen Hecht" ausgezeichnet worden ist, mit seiner Touristikerin Erika Jaschinski, Oste-Literaturpreisträgerin Elke Loewe (Geversdorf, früher Rönndeich) sowie Alexander Oppermann, Vizevorsitzender des ebenfalls preisgekrönten Bremervörder Kultur- und Heimatkreises e. V., mit Ehefrau Barbara Oppermann, Organisatorin von Bremervörder Kunstausstellungstouren. Auch der Vorstand der AG Osteland gratulierte.

Die Ausstellung mit dem Titel "Lichtblicke" ist vom 28. März bis zum 27. Juni im Handwerkermuseum in der Oste-Wassermühle in Sittensen, Mühlenweg 8 a, zu sehen (sonnabends 15 bis 17, sonntags 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung).


Kleinode aus den Kellerwerften


Am 1. Mai im Einsatz: ein Heringslogger

27. 4. 2010. Der Schiffs-Modellbau-Club Hemmoor e. V. veranstaltet am Sonnabend, 1. Mai, von 13 bis 17.30 Uhr ein An- und Schaufahren der Modellschiffe am See im Hemmoorer Gewerbegebiet. Was an maritimen Kleinoden im vergangenen Winter in den Kellerwerften der Modellbauer neu gebaut und repariert wurde, wird dann den interessierten Zuschauern gezeigt.

Auch die Kanugruppe wird wieder ihre um ihr Land kämpfenden Indianer zeigen. Zu sehen ist unter anderem das Modell eines indianischen Birkenrinden-Kanu, nach historischen Unterlagen von den Hemmoorer Bastlern im Maßstab 1:5 detailgetreu gebaut. Das Original wurde aus der Rinde der Schwarzbirke gebaut, das Modell aus GFK. Die Puppen wurden nach historischem Vorbild mit der Lederbekleidung der Waldland-Indianer ausgestattet. Angetrieben werden die Modelle über eine ausgeklügelte Mechanik, die in die Körper der Puppen integriert ist.

Von April bis September veranstaltet der SMC jeden Monat ein Schaufahren, wie der 1. Vorsitzende Gerd Drewes (Foto) mitteilt. Dazu wird das Vereinszelt aufgebaut, in dem sich Mitglieder und Zuschauer in entspannter Atmosphäre unterhalten können. Um das Interesse an dem schönen Hobby Schiffsmodellbau zu wecken, wird ein vereinseigenes Modellschiff eingesetzt. Das Modellboot können interessierte Zuschauer unter fachlicher Anleitung fernsteuern.


3000 Gäste im Kempowski-Haus


Kempowski in Nartum (2007)

April 2010. Zwei der größten deutschen Schriftsteller, beide vor zwei Jahren gestorben, waren dem Osteland eng verbunden: Walter Kempowski und Peter Rühmkorf. Das Kempowski-Erbe am Oberlauf der Oste ist bereits zum Tourismusmagneten geworden.


Tourismus-Werbung mit Kempowskihier

Bereits seit Juni 2004 findet an jedem ersten Mittwochnachmittag im Monat in Kempowskis "Haus Kreienhoop" in Nartum ein Literaturnachmittag statt. Inzwischen haben über 3.000 Kulturinteressierte aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland an diesen Veranstaltungen teilgenommen.

Regelmäßig finden in Nartum seit langem auch Kempowski-Konzerte statt. Ein Begleitprospekt zum Thema Kempowski mit allen Terminen ist beim Touristikverband Landkreis Rotenburg (Tourow) in Rotenburg, Telefon 04261/81960, oder über info@tourow.de erhältlich. Im Internet informiert Tourow hier über alle Kempowski-Gedenkveranstaltungen.


Das neue Lied der Oste-Skipper


Website von Rollo333 (Ausschnitt)

März 2010Der aus Hemmoor stammende plattdeutsche Sänger "Rollo 333" - mit bürgerlichem Namen Rolf Peters - fühlt sich seiner alten Heimat noch immer verbunden. In seinem jüngsten CD-Album "Twee" ist auch ein Lied mit dem Titel "Mit'n Boot op'e Oost" enthalten, mit dem der in Bützfleth lebende Rollo einen Beitrag zum Jahr der Oste leisten wollte und das sich fast wie eine Hymne des neuen "Blauen Netzes Oste" anhört.

Reinhören in das neue Oste-Lied (gesungen nach der Melodie "Dirty Old Town") kann man hier auf der Amazon-Website.


Cover der Rollo333-CD "Twee"

Auf Rollos Website steht nicht nur, woher der Namensbestandteil 333 stammt ("Ein gutes Lied ist immer 3.33 Minuten lang"), wo seine Karriere begann (1990 als Schlagzeuger der Bands "Snowiovls" und "Cräx" in Osten). Im Netz findet sich auch der Text des Liedes "Mit'n Boot op de Ost":

Ik sing een Leed, vun de olten Ost
un fohr so giern, mit nen lütten Boot
vun Bremervörd bit Neehus an de Elv
fohr ik mit'n Boot mit'n Boot op de Ost

Ik fohr liekut, kiek mi Gräpel an
kumm dör Hechthusen, un dor leg ik an
eet een Krabbenbrot an dien scheunen Diek
un fohr mit'n Boot, mit'n Boot op de Ost

In Osten steiht, de old Sweevfähr
de is nu - hundert Johr al dor
Ik hebb as Jung, an dien Övern speelt
nu fohr ik mit'n Boot, mit'n Boot op de Ost

In dissen Johr, is dat nu sowiet
un wi fiern -  uns olt Sweevfähr
wenn mi een froogt,  wat ik giern mok
segg ik fohr mit'n Boot, mit'n Boot op de Ost...


Frauenband "Kaktusblüte" in Gräpel

Bereits im vorigen Jahr war die Buxtehuder Frauenband "Kaktusblüte" mit einem Oste-Lied an die Öffentlichkeit getreten, das an der Gräpeler Fähre uraufgeführt wurde (Liedtext hier, Video auf Youtube).


Liedertafel "Störtebecker" in Iselersheim

Beim 5. Tag der Oste im Frühjahr 2009 in Iselersheim stellten der Oberndorfer Uwe Mählmann und seine "Liedertafel Störtebeker" eine Hymne auf den Oste-Hecht ("De Hero in de Oost...") vor (Text des Liedes hier, Übersetzung ins Hochdeutsche hier, Youtube-Video hier).

Mittlerweile hat, wie berichtet, der Komponist Christian Rüthing im Verlag Atelier im Bauernhaus (Fischerhude) eine CD mit dem Titel "Die Klangfarben der Oste" herausgebracht.






Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste