Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Verein zeigt 75 Jahre
Angelgeschichte

Neue Oste-Angler-Chronik - hier blättern

Mit einem Ball in der Ostener Festhalle haben in Osten gut 130 Sportfischer das 75-jährige Bestehen des  SFV Oste gefeiert. Dabei verlieh der Hamburger ASV-Präsident Mathias Ripperger die Ehrennadel in Silber demGroßenwördener Günter Kück, die Ehrennadel in Gold Volkmar von Bargen.  Osteland-Vorstandsmitglied und "Störvater" Wolfgang Schütz stellte den Gästen eine brillant gemachte Vereinschronik (Gestaltung: Karl-Heinz Brinkmann, Mitarbeit: Helga Günther u. a.) vor und hob in seiner Festrede insbesondere die bundesweit verfolgten Bemühungen der Oste-Sportfischer an der Oste um die Wiederansiedlung ausgerotteter oder verschollener Fischarten und die enge Zusammenarbeit mit der AG Osteland hervor.

"Die AG Osteland hat allen
Sportfischern Gutes getan"

Schütz: "Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle unter der Federführung  von Ostekulturpreisträger Egon Boschen, das hervorragend professionell ausgearbeitete Konzept zur Fischdurchgängigkeit von tideabhängigen Schöpfwerken unter Mitwirkung unseres langjährigen Vorstandsmitgliedes Torsten Thorhorst und letztendlich der Eintritt von uns Anglern in die Gesellschaft zur Rettung des Störs mit den jetzigen Wiedereinbürgerungsversuchen zeigen in der Öffentlichkeit, aber auch unseren Verpächtern, dass wir nicht nur Jäger der Fische sind, sondern in erster Linie Natur- und Artenschützer," sagte Schütz.

Schütz fügte hinzu: "Das negativ behaftete Image der Sportfischer in der Öffentlichkeit in früheren Jahren hat sich deutlich geändert. Einen wesentlichen Anteil hieran hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland. Sie hat es verstanden, die Arbeit von uns Sportfischern immer wieder in der Presse und im Internet zu präsentieren." Die AG Osteland habe "damit nicht nur unserem Verein  Gutes getan, sondern allen Sportfischervereinen entlang unseres Flusses".

Über die jahrelangen Bemühungen zur Wiederansiedlung des Oste-Störs informiert bis 2001 zurückreichende Sonderseite STÖR-ARCHIV.


"Seit Mai 2004 eine
Touristen-Attraktion"


VW-Magazin empfiehlt die Fährstraße

23. 10. 2012. An der Schwelle zum Jubiläumsjahr 2013, in dem die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld 100 Jahre alt wird, stellt die Zeitschrift "Dialog" ihren Lesern die imposante Hochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal als Teil der von der AG Osteland entwickelten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel vor. In einem doppelseitigen Farbbericht weist das VW-Servicemagazin darauf hin, dass die "Fährienstraße" bereits "seit 2004 eine touristische Attraktion" und "ein maritimes Erlebnis" ist.


Reiseführer zur Deutschen Fährstraße

Weiter heißt es: "Nirgendwo sonst ballen sich historische und moderne Wege über dem Wasser wie an der Deutschen Fährstraße. Ein einmaliges Abenteuer für jeden, der schon immer einmal mit seinem Gefährt mitten durch einen reißenden Strom kreuzen oder an Drähten und Seilen zum anderen Ufer schweben wollte."


Mumienschiff-Film
in der Mediathek


AG-Osteland-Mitglied Leive (l., Foto: ZDF)

29. 10. 2012. Vor zwei Jahren stand die 1822 vor der Ostemündung gesunkene Galeasse "Gottfried" im Blickpunkt einer vielbeachteten Ägypten-Ausstellung im Natureum Niederelbe auf der Osteinsel bei Balje (Motto: "Versunken in der Elbe – Schätze vom Nil").


Vor 190 Jahren versank die "Gottfried"

Der Schriftsteller und Oste-Preisträger Dr. Reinhold Friedl setzte dem Schiff soeben mit dem 50. Oste-Krimi "Tödliche Schriftrollen vom Nil" ein literarisches Denkmal (siehe unseren Kanal KRIMILAND).

Nun kam das Schicksal der "Gottfried" ins Fernsehen: Das ZDF berichtete unter dem Titel "Geisterschiff im Wattenmeer" am Sonntag, 28. Oktober, in der Sendereihe "Terra X" über das Wrack und die Forschungsarbeiten von Männern wie dem AG-Osteland-Mitglied Rainer Leive (Porträt siehe unten), einem langjährigen Vorstandsmitglied im Natureum Niederelbe.

Der Film steht hier in der ZDF-Mediathek zur Verfügung. Ausserdem hat ZDF online ein Interview mit Leive und Karig über ihr "Lebensziel" veröffentlicht, das Auffinden des Wracks - Interview bitte hier lesen.


Mumien-Röntgenbild aus "Terra X"

Leive hat, ebenso wie Dr. Joachim Karig vom Ägyptischen Museum in Berlin, fast dreißig Jahre seines Lebens der Suche nach dem Geisterschiff im Wattenmeer gewidmet  - laut ZDF "nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit": "Sie werten alte Seekarten aus und stellen mit Hilfe von Wind- und Strömungsmodellen zahlreiche Berechnungen der Sturmnacht an, in der das Schiff unterging. Dann glauben sie sich endlich am Ziel. Die Fundstelle liegt inmitten des weiten Mündungstrichters der Elbe, ein gefährliches Suchgebiet mit massenhaftem Schiffsverkehr und ständiger Bewegung des Meeresbodens durch Ebbe und Flut.

Elbvertiefung gefährdet
Mumienschiff-Bergung


Altägyptische Mumie (aus dem "TerraX"-Film)

Die Zeit drängt, denn wenn mit dem Elbausbau begonnen wird, sind die Schätze aus Ägypten vermutlich endgültig verloren. Im Sommer 2011 ist es soweit. Das Lebenswerk von Joachim Karig und Rainer Leive steht auf dem Spiel. Unterwasserarchäologen unter der Führung von Dr. Martin Segschneider vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein machen die Probe aufs Exempel. Stimmen die Berechnungen der beiden Männer oder entzieht sich die Fracht aus Ägypten für immer dem Zugriff? "Terra X" ist bei der Suche dabei und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von zwei gegensätzlichen Männern, die fest entschlossen sind, die kostbare Fracht zu finden."

Die "Gottfried" war im März 1822 von Triest nach Hamburg unterwegs mit hunderten altägyptischen Kunstgegenständen, die für die Königlich Preußischen Sammlungen in Berlin bestimmt waren. Der Frachtensegler lief auf Grund. Die Besatzung kam in einem schweren Orkan bis auf einen Mann ums Leben, die Ladung ging über Bord. Kurz nach dem Untergang waren zwischen Otterndorf und Balje sieben von acht Mumien sowie andere Ladungsteile angeschwemmt und zunächst in der Nähe des heutigen Natureums verwahrt worden. Am 4. September 1822 wurden die Mumien und ein Prunkzelt in Hamburg versteigert. Sie gelten seitdem als verschwunden.

Im Laufe der Zeit gerieten Schiff und Fracht in Vergessenheit. Erst in den 1990er Jahren gab es wieder eine heiße Spur: der vergoldete Kopf einer Mumie. Im Sommer 2011 machten Unterwasserarchäologen mit dem Forschungsschiff "Ludwig Prandtl" des Helmholtz-Zentrums Geesthacht die Probe aufs Exempel. Sie gingen der Frage nach: Stimmen die Berechnungen der Forscher oder entziehen sich die Schätze aus Ägypten für immer dem Zugriff? Antworten darauf liefert nun der Film.

Ein Filmteam von "Terra X" verfolgte die Wracksuche und erzählt nun die außergewöhnliche Geschichte von zwei gegensätzlichen Männern, die fest entschlossen sind, die Kunstgegenstände zu finden. Autoren des rund 45-minütigen Berichts mit Spielszenen sind Robert Schotter und Friedrich Steinhardt, die sich seinerzeit auch im Natureum auf der Osteinsel über die ausgestellten Schätze aus Ägypten informierten.
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Rainer Leive und die
Schriftrollen vom Nil

AG-Osteland-Mitglied Rainer Leive

Als der Bundespräsident 2004 Rainer Leive die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik verlieh, umfasste die Laudatio eine Fülle von "beispielhaften dienstlichen und ehrenamtlichen Engagements" des damaligen Bediensteten der Standortverwaltung der Bundeswehr in Schwanewede. Die Bandbreite reicht vom "leidenschaftlichen" Einsatz des Technischen Regierungshauptsekretärs für Küstenschutz und Sturmflutforschung über seine Unterstützung eines Missionskrankenhauses in Indonesien und die Planung der Vogelstation an der Ostemündung bei Balje bis hin zu seiner langjährigen Arbeit als ehrenamtlicher Vorstand der Stiftung "Natureum Niederelbe"; er gilt als einer der Väter des Küstenmuseums


Ägypten-Ausstellung 2010 im Natureum

Eng mit dem Natureum verbinden ist auch die wissenschaftliche Arbeit des Freizeit-Küstenhistorikers und Ägyptologen, die in den letzten Jahren mehrfach öffentliche Aufmerksamkeit erfuhr: Leive und seinen Mitstreitern des Ägyptischen Museums Berlin ist es zu verdanken, dass der Verbleib einer aus Ägypten verschifften Altertümer-Sammlung erhellt werden konnte, die mit der Greifswalder Hukergaleasse "Gottfried" 1822 im Orkan vor der Ostemündung bei Balje versank.

Detektiv mit Entdeckerherz
auf Schatzsuche in der Elbe

Die detektivische Suche nach den einst von Preußen-General Heinrich von Minutoli für das Königshaus zusammengetragenen "Sammlung Minutoli" - darunter Mumien, Stelen, Büsten und ein Granit-Sarkophag - war nicht nicht nur Gegenstand einer von Leive initiierten Ausstellung im Natureum (siehe auch diesen Beitrag von NEZ-Chef Ulrich Rohde). Die Exponate sind  mittlerweile auch in Greifswald gezeigt worden, dem Herkunftshafen der "Gottfried". 

Dort wurde ein Leive-Vortrag im November 2011 mit den Worten angekündigt: "Nicht nur materielle Schätze liegen auf dem Grund der Elbe, sondern vor allem auch Teile des kulturellen Erbes der Menschheit. Die der Minutolischen Sammlung entstammenden ägyptischen Altertümer haben bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Rainer Leive, der seit Jahrzehnten über die Sammlung Minutolis, den Untergang der 'Gottfried' und das weitere Schicksal des Strandungsguts forscht, spannt den Bogen vom Verlauf der Expedition Minutolis in Ägypten bis zum Verlust des größten Teils der Erwerbungen beim Schiffbruch der 'Gottfried' 1822 in der Elbmündung."

Das ZDF zeigt die Fahndung
nach den Pretiosen vom Nil

ILeives abenteuerliche Suche nach den Preziosen vom Nil soll auch Thema in der ZDF-Reihe "Terra X" sein; mehr über den Film steht hier

Dem Mann mit dem "Entdeckerherzen", dessen Verdienste 2010 auch von Landrat Michael Roesberg. gerühmt und von Natureum-Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse.gewürdigt worden sind, liegt die Zukunft des Küstenmuseums natürlich ganz besonders am Herzen. Das zeigte er im vorigen Winter mit seiner Teilnahme an den Rettungaktionen von Mitgliedern der Initiative "Pro Küstenwelten" und der AG Osteland. Über die Deutsche Wasserhistorische Gesellschaft - Mitglied der AG Osteland - ist Leive der "Lobby für die Oste" eng verbunden.

Dieser Text erschien erstmals am 15. 12. 2011 auf oste.de. 


3.465 Gäste auf
dem Leuchtturm


Klitzing bei der Hauptversammlung in Hörne

20.10. 2012. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte hat sich in den letzten Wochen - unweit der Deutschen Fährstraße in Nordkehdingen - um den alten Baljer Leuchtturm von 1904 entwickelt, den der Kreis Stade zunächst dem Verfall preisgegeben hatte.


Vom Verein gerettet: Baljer Leuchtturm

Nicht zuletzt dank der Beharrlichkeit einer Baljer Bürgerinitiative - geehrt mit dem Osteland-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" - war das maritime Denkmal im Vogelschutzgebiet schließlich restauriert und außerhalb der Brutzeiten für beaufsichtigte Besuchergruppen freigegeben worden.


Osteland-Kulturpreisträger Klitzing (M.) 2009

Die Resonanz war enorm, wie Eckhard Klitzing, der Vorsitzende der Fördergesellschaft zur Erhaltung des Leuchtturms, am Freitag auf der Hauptversammlung des Vereins im Gasthaus "Zwei Linden" in Balje-Hörne berichtete.

"Die über 50 ehrenamtlichen Leuchtturmwärter konnten in den Monaten Juli und August  insgesamt 3.465 Besucher zählen," meldete bereits vorigen Monat  die von Evelin Helenius-Scharten gepflegte Website des Vereins: "Allein diese Zahl macht deutlich, wie richtig es war, den alten Baljer Leuchtturm vor dem Verfall zu retten und die Möglichkeit zu schaffen, direkt an der Elbe nicht nur die Natur zu genießen, sondern sich auch mit der Leuchtturmtechnik, die für die Schifffahrt von erheblicher Bedeutung war, zu beschäftigen."


Fotoausstellung im "Kleinen Baljer"

Klitzing: "Trotz der großen Zahl der Besucher ist es aus unserer Sicht nicht zu einer Beeinträchtigung der Belange des Naturschutzes gekommen. Eher im Gegenteil. Bei den Diskussionen über die nur beschränkte Öffnungsmöglichkeit des Leuchtturms bestand die Möglichkeit, auf die besondere Lage des Leuchtturms im internationalen Naturschutzgebiethinzuweisen. Darüber hinaus haben sich fast alle Besucher problemlos an die vorgeschriebenen Wege gehalten. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Radwanderer, die zufällig am Turm vorbeikamen und bei uns eine kurze Rast gemacht haben. Gefreut haben sich aber auch die Radwanderer, die völlig überrascht waren, dass ihnen plötzlich die Möglichkeit geboten wurde, die Elbe und die Natur aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dabei auch noch etwas zu lernen."

Abschließend heisst es: "Besonders stolz sind wir, dass es uns gelungen ist, den Turm in 9 Wochen an 5 Tagen pro Woche von 10 Uhr bis 18  Uhr für Besucher offen zu halten. Dies haben ca. 50 Turmwächter mit je 4-Stunden-Schichten möglich gemacht. Diesem Engagement gilt unser besonderer Dank."


Die Oste,
historisch


Ostepreisträger Hermann Tödter

3. 11. 2012. Der Fotograf Hermann Tödter, ausgezeichnet mit dem Kulturpreis "Der Goldene Hecht" der AG Osteland (Laudatio hier), hält am Dienstag, 13. November, 20 Uhr, im Landgasthof Martin einen Bildervortrag über "Die historische Oste". Veranstalter sind die Heimatfreunde Selsingen, Gäste willkommen.


Mumien online


Osteland-Mitglied Leive gestern im ZDF-Film

29. 10. 2012. Am Sonntag den ZDF-Film über die 30-jährige Suche von AG-Osteland-Mitglied und Natureum-Mitbegründer Rainer Leive (Basdahl) nach dem Wrack des Mumienschiffs "Gottfried" in der Elbe versäumt? Macht nichts: Der Film "Geisterschiff im Wattenmeer" aus der Reihe "TerraX" kann jetzt hier in der ZDF-Mediathek gesehen werden.


TV-Ereignis des Monats


AG-Osteland-Mitglied Leive, Kollege Karig

28. 10. 2012. Der Sonntagabend, 28. Oktober, 19.30 Uhr, bietet für Ostefreunde das TV-Ereignis des Monats: Das ZDF berichtet unter dem Titel "Geisterschiff im Wattenmeer" in der Sendereihe "Terra X" über die 30-jährige detektivische Suche des AG-Osteland-Mitglieds Rainer Leive (Basdahl) und seines Kollegen Joachim Karig nach dem Wrack des Mumienschiffs "Gottfried", das 1822 vor der Ostemündung versunken ist (Trailer zum ZDF-Film hier).
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Der Film steht in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.
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>>> Soeben hat ZDF online ein Interview mit Leive und Karig über ihr "Lebensziel" veröffentlicht, das Auffinden des Wracks. Interview bitte hier lesen.


Film- und Krimithema: Mumienschiff "Gottfried"

"Ich hoffe, dass die Wellen, die durch die große Aufmerksamkeit erzeugt werden, auch einen positiven Effekt auf unsere Region haben werden," erklärte Leive heute gegenüber oste.de.

Abzuwarten bleibe, ob durch den Film "eine weitere Welle ausgelöst wird, die geeignet ist, das Sediment aus mangelnder Unterstützung durch unsere Kulturbehörden, die bleiern über den Artefakten liegt, zu beseitigen". Leive: "Ich habe da meine Zweifel. Wie auch immer, wenn wir auch unser Lebensziel noch nicht erreicht haben, so doch zumindest ein Etappenziel."

Der "Gottfried"-Untergang stellt, wie mehrfach berichtet, auch den historischen Hintergrund des neuesten Oste-Krimis "Tödliche Schriftrollen vom Nil" von Reinhold Friedl dar. Das Buch wird als ZDF-Literaturtipp zu Sendung empfohlen: "Das hat es so auch noch nicht gegeben: Zur aktuellen Terra X-Folge 'Geisterschiff im Wattenmeer' entstand ein Krimi. Buchautor Reinhold Friedl hat die Geschichte vom Untergang der 'Gottfried', ihrer wertvollen Ladung und der Suche danach zum Aufhänger seines neuen Heimatkrimis gemacht..."


3.465 Gäste auf dem Turm


Klitzing gestern bei der Versammlung in Hörne

20.10. 2012. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte hat sich in den letzten Wochen - unweit der Deutschen Fährstraße in Nordkehdingen - um den alten Baljer Leuchtturm von 1904 (Foto) entwickelt, den der Kreis Stade zunächst dem Verfall preisgegeben hatte. Nicht zuletzt dank der Beharrlichkeit einer Baljer Bürgerinitiative - geehrt mit dem Osteland-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" - war das maritime Denkmal im Vogelschutzgebiet schließlich restauriert und außerhalb der Brutzeiten für beaufsichtigte Besuchergruppen freigegeben worden.

Die Resonanz war enorm, wie Eckhard Klitzing, der Vorsitzende der Fördergesellschaft zur Erhaltung des Leuchtturms, am Freitag auf der Hauptversammlung des Vereins im Gasthaus "Zwei Linden" in Balje-Hörne berichtete. Die vom Verein gestellten rund 50 ehrenamtlichen Leuchtturmwärter konnten binnen zwei Monaten 3465 Besucher auf dem Turm begrüssen.


Dank an die Helfer


Koordinator Rademacher mit Ursula Schröder

19. 10. 2012. In Nieder Ochtenhausen bei Bremervörde endete diesen Monat, wie berichtet, die Ausstellung von Bilddokumenten zur Sturmflut 1962, die von den Heimatpflegern und Heimatfreunden an der Oste zusammengestellt worden war. Veranstalter der Abschlussausstellung im Kornspeicher war der Kultur- und Heimatverein Nieder Ochtenhausen unter Vorsitz von AG-Osteland-Mitglied Birgit Martins. Ein Bericht aus der Lokalpresse kann hier nachgelesen werden.


Ausstellungsmacher am Donnerstag in Hemmoor

Bei einem Nachbereitungstreffen am Donnerstag in Hemmoor dankten die Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche und Walter Rademacher, der die Arbeiten koordiniert hatte, allen Mitwirkenden, darunter Natureum-Chefin Dr. Clivia Häse (Balje; Foto), Ursula Schröder (Neuhaus), Dorothee Fetz (Belum), Birgit Patjens (Hemmoor), Renate Schnabel (Geversdorf), Gerald Bruns (Neuhaus), Günter Lunden (Geversdorf), Tjark Petrich (Hemmoor), Frank Auf dem Felde (Osten), Henning Kuhne (Oberndorf), Dieter Köpke (Oberndorf) und Heino Grantz (Hemmoor).

Die erfolgreiche Wanderausstellung war außer in Hemmoorund Nieder Ochtenhausen auch in Geversdorf und im Natureum Niederelbe in Balje gezeigt worden. Die Heimatfreunde innerhalb der AG Osteland wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen, wie Rademacher ankündigte.


Fotos wecken Erinnerungen an die Februarflut

Mehr über die Aktivitäten der AG Osteland zum 50. Jahrestag der Sturmflut 1962 an der Oste steht auf unserer SONDERSEITE "Wilde Oste".


ZDF-Film zum Mumienschiff


ZDF-Ankündigung der TerraX-Sendung

4. 10. 2012. Schon mal vormerken: Am Sonntag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, zeigt das ZDF den Film über den AG-Osteland-Mitstreiter Reiner Leive und dessen 30-jährige Suche nach dem vor der Ostemündung versunkenen Mumienschiff , das auch Thema des jüngsten Krimis von Reinhold Friedl ist. Ausführlicher Bericht auf www.krimiland.de.


Elb-Ewer für alten Hafen


Fast vergessen: der alte Hafen auf Krautsand

1. 10. 2012. Der nach dem Deichbau 1977 geschlossene, heute fast vergessene  ehemalige Hafen auf Krautsand soll restauriert, ausgebaggert, neu umpflastert und mit einem Traditionsschiff, dem alten Elb-Ewer "Catharina", aufgewertet werden.


Krautsander Dorferneuerer Grotheer

Das 150.000-Euro-Projekt- das nur mit Fördermitteln realisiert werden kann - hat Günter Grotheer, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung, auf einem Infostand am Sonntag beim Erntefest auf der Insel der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterstützt wird das Vorhaben unter anderem vom Inselrat. Die Unterhaltung des alten Hafens wollen Mitglieder des Vereins "Hafengemeinschaft Krautsand" übernehmen.


Ostemumien im ZDF-Film


Szenenfoto aus "Geisterschiff im Wattenmeer"

1. 10. 2012. Das Rätsel um das Mumienschiff, das einst vor der Ostemündung versunken ist, steht nicht nur im Zentrum des neuesten Krimis aus dem Osteland, dem Roman "Tödliche Schriftrollen vom Nil" von Oste-Literaturpreisträger Dr. Reinhold Friedl. Der Untergang der "Gottfried" war auch Gegenstand von Forschungsarbeiten von AG-Osteland-Mitglied Reiner Leive aus Basdahl und einer von Dr. Clivia Häse eröffneten Ägypten-Ausstellung im Natureum Niederelbe - und zuletzt Thema von Recherchen des ZDF-Magazins "terra X".


Ostefreunde Häse, Friedl, Leive (Foto: Grewe)

Daraus ist der Film "Geisterschiff im Wattenmeer" (Regie: Robert Schotter) entstanden, dessen ursprünglich für Anfang 2013 geplanter Sendetermin soeben vorgezogen worden ist: Der Beitrag wird am 28. Oktober, 19.30 Uhr, im ZDF ausgestrahlt (Wiederholung: 29. Oktober, 2.40 Uhr).


Mumien-Röntgenbild aus "Terra X"

Ausführliche Berichte über den neuen ZDF-Film, Friedls Mumien-Krimi und die Leive-Forschungen stehen auf www.krimiland.de.


Roland im Radio


Rolandstatue in Brobergen (Foto: Bölsche)

1. 10. 2012. Nicht nur am Rathaus von Bremen gibt es eine Rolandfigur. Auch an der Oste, nördlich von Bremervörde, mitten im freien Gelände, entdeckte der Bremer Nordwestradio-Reporter Jens Schellhass zu seiner Verwunderung eine solche Statue. Eine Rundfunkreportage über den geschichtsträchtigen Fährort und den rührigen Fährvereinkann hier im Web gehört werden. - Die Geschichte der Rettung der Broberger Fähre (seit 2005) ist auf unserer SONDERSEITE nachgezeichnet.


Flutbilder in Bremervörde


Deichbruch 1962 in Bremervörde-Elm

4. 9. 2012. Die auf Initiative der AG Osteland unter der Leitung ihres 2. Vorsitzenden Walter Rademacher zusammengestellte Wanderausstellung zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 wird jetzt auch im Kreis Rotenburg gezeigt. Nach der Premiere beim Tag der Oste in Geversdorf und nach erfolgreichem Aufenthalt im Natureum Niederelbe in Balje und in der Kulturdiele in Hemmoor ist die Ausstellung ab Freitag, 7. September, 19 Uhr (Vernissage), im Kornspeicher des Bremervörder Ortsteils Nieder Ochtenhausen zu sehen.


Bis Bremervörde reichte die Sturmflut

Veranstalter ist der dortige Kultur- und Heimatverein unter Vorsitz von Birgit Martins, die auch der AG Osteland angehört. Mehr über die Wanderausstellung steht auf unserer SONDERSEITE.


Ehrenamtler gewürdigt


Schönster Blick in STD: Alter Baljer Leuchtturm

17. 8. 2012. Die Leistung der ehrenamtlichen Aktiven des Baljer Leuchtturmvereins (Website) würdigt das Stader Tageblatt heute in einer Reportage von Redakteurin Susanne Helfferich. Überschrift: "Der schönste Blick im ganzen Kreis / Vom Baljer Leuchtturm sind Kugelbake in Cuxhaven und Nord-Ostsee-Kanal zu erkennen / Schon 2000 Menschen genossen die Weite."

Die von den Fördervereinsmitgliedern um Gerhard und Waltraud Gebhardt sowie Eckhard Klitzing (Foto, v. l. n. r.)  erkämpfte zeitweise Öffnung des Baljer Leuchtturms mitten im Vogelschutzgebiet sei, so das Tageblatt, "eine Erfolgsgeschichte". Sechs Jahre lang hatte der Förderverein, der für sein Engagement mit dem Osteland-Kulturpreis "Der goldene Hecht" ausgezeichnet worden ist, für die Erhaltung und eine touristische Nutzung des Bauwerks aus dem Jahre 1904 gekämpft. In diesem Jahr nun ist der Leuchtturm immerhin zwei Monate lang an fünf Tagen die Woche geöffnet.

Weit über 2000 Gäste haben das Kleinod an der Elbe bereits besucht. Vorsitzender Klitzing bezeichnet in dem Tageblatt-Artikel die Leuchtturmfreunde Waltraud und Gerhard Gebhardt als das "Ur-Ehepaar des Vereins": "Durch deren Engagement wurde erst all das möglich."


Schwebefähre ist nominiert!


Neuer Kieler Innenminister Breitner (SPD)

7. 8. 2012. Die rot-grüne Kieler Landesregierung, der als Innenminister der bisherige Rendsburger Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Andreas Breitner (SPD) angehört, macht Ernst: Das Kabinett hat soeben beschlossen, neben der Schlosskapelle Gottorf die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld ins Rennen um einen Platz auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO zu schicken.


Breitner (3. v. l.) im Schwebefähren-Arbeitskreis

Die Landesregierung werde den Vorschlag als Teil einer "seriellen transnationalen Bewerbung" an die Kultusministerkonferenz melden. Der Antrag zur Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld wird unter der Federführung von Argentinien die noch existierenden Schwebefähren Rendsburg - Osterrönnfeld und Osten - Hemmoor sowie die "Schwesterfähren" in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Argentinien umfassen.

Damit folgt die Kieler Regierung einen Konzept, das 2008 für den Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland und für den Weltverband der Schwebefähren entwickelt worden war.

Über die Schwebefähre am Kanal schreibt die Tageszeitung "Die Welt": "Die Kombination aus Eisenbahn-Hochbrücke und Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal macht die Anlage in Rendsburg weltweit einzigartig. Die Fähre besteht im kommenden Jahr seit 100 Jahren. Sie wurde eingerichtet, um einen Ersatz für die ehemalige Wegverbindung zwischen Osterrönfeld und Rendsburg zu schaffen, die durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals entfallen war.

Die von der Unesco geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 962 Denkmäler in 157 Ländern. Davon sind nach Angaben der Deutschen Unesco-Kommission 745 Kulturdenkmäler und 188 Naturdenkmäler. Weitere 29 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an."


Leuchtturm zugänglich


Einladung des Baljer Fördervereins

21. 6. 2012. Grund zum Feiern - am Sonntag, 1. Juli, ab 11 Uhr - haben die Mitglieder  des rührigen Fördervereins Baljer Leuchtturm um Oste-Kulturpreisträger Eckhard Klitzing (Foto): Ihnen ist es 2010 nicht nur gelungen, den Kreis Stade zu bewegen, das dem Verfall preisgegebene maritime Baudenkmal aus dem Jahre 1904 zu erhalten, sondern es auch im Sommer interessierten Besuchern - darunter den Radwanderern auf der Deutschen Fährstraße - zugänglich zu machen.

Der Verein hat für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. August ausreichend Mitglieder für die Aufsicht gefunden. "Der Turm wird jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Ausnahmen sind die Montage und Freitage, da dann das Ostesperrwerk gesperrt ist. Der Turm wird jeweils mit zwei Personen besetzt sein," heißt es auf der von Evelyn Helenius-Scharten (Foto) betreuten Website des Vereins.

Neu im Leuchtturm ist eine Leuchtfeuer-Ausstellung, die von Waltraud und Gerhard Gebhardt (Balje) zusammengestellt und von Fotokünstler und Ostepreisträger Nikolaus Ruhl (Osten) gestaltet worden ist. - Alle Genannten sind zugleich in der AG Osteland aktiv.


Traditionsfest in Neuhaus


Am 2. Juni wird die Barkasse "Bärbel" gefeiert

30. 5. 2012. An diesem Sonnabend, 2. Juni, 10 Uhr, beginnt in Neuhaus das Fest um die Traditionsbarkasse "Bärbel" mit einem Frühschoppen im Hafen, gefolgt von Tauziehen und Oldtimer-Schau. Ab 12 Uhr gibt's Bratfisch, ab 16 Uhr Kaffee und Kuchen.

Die "Bärbel"-Crew war dieses Jahr für die Erhaltung der über 75 Jahre alten Barkasse mit den Oste-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" ausgezeichnet worden.



Neue Bilder
von der Oste


Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter (2.v.r.)

13. 5. 2012. Der Heimatverein Hechthausen lädt zu einem Vortrag im Anschluss an seine Mitgliederversammlung am Freitag, 18. Mai, 19 Uhr, im Landhaus "Ostekrone" in Hechthausen. Ab 20 Uhr zeigt der Oste-Kulturpreisträger Hermann Tödter eine Powerpoint-Präsentation zum Thema "Historisches und Aktuelles an der Oste". "Hierzu sind auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei," teilt der Vorsitzende und AG-Osteland-Mitstreiter Klaus Torborg mit.

Nach dem großen Erfolg seiner Präsentation "Die Oste - Faszination einer Landschaft" betrachtet der Zevener Fotokünstler den Fluss jetzt aus einem anderen Blickwinkel: Der Naturfotograf stellt historische Bauwerke in den Dörfern und Städten entlang der Oste in den Mittelpunkt seiner musikalisch untermalten Fotoschau. Zu  den Motiven zählen neben den Überresten von Ziegeleien auch Wind- und Wassermühlen, Brücken, Stauwehre sowie Bewässerungsanlagen. Selbstverständlich kommen aber auch die Freunde der Naturfotografie wieder auf ihre Kosten: Hermann Tödter hat seltene Tiere und Pflanzen in der Osteniederung in wunderschönen Bildern festgehalten.


Flutbilder auf Wanderschaft


Rademacher (r.) mit Ausstellungsteam

12. 5. 2012. Die auf Anregung der AG Osteland unter der Leitung ihres 2. Vorsitzenden Walter Rademacher zusammengestellte Wanderausstellung zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 ist nach der Premiere beim Tag der Oste in Geversdorf und nach erfolgreichem Aufenthalt im Natureum Niederelbe jetzt in der Kulturdiele in Hemmoor zu sehen.


Bundeswehr-Fluteinsatz 1962 in Hemmoor

Aus diesem Anlass ist sie unter Mitwirkung der Ortsheimatpfleger Heino Grantz und Tjark Petrich vom AK für Kultur und Geschichte um Deichmodelle und rund ein Dutzend Exponate mit lokalem Bezug erweitert worden. Bei der Eröffnung am Freitag sprach unter anderem Bürgermeister und Oberdeichgrefe Hans Wilhelm Saul, der beeindruckende eigene Erinnerungen an die Katastrophe beisteuern konnte. Anschließend wird die Ausstellung in Nieder Ochtenhausen zu sehen sein.


Sandsäcke in der Hemmoorer Ausstellung

Wie Osteland-Vize Rademacher, zugleich Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung,  am Rande der Eröffnungsveranstaltung mitteilte, werden am Sonnabend, 19. Mai, 12 Uhr, Krabbenfischer auf der Elbe vor Cuxhaven gegen die Zerstörung ihrer Fanggründe durch die Elbvertiefung demonstrieren. - Mehr auf unserer SONDERSEITE www.wilde.oste.de.


Land unter
in Hemmoor


Hemmoorer Heimatpfleger Petrich und Grantz

9. 5. 2012. Die Orkanflut vor 50 Jahrenzählt zu den Themen, die dieses Jahr die Menschen am Fluss besonders stark bewegen. Zurzeit werden teils unbekannte Bilddokumente von der Februarflut 1962 zu einer Ausstellung zusammengestellt, die an diesem Freitag, 11. Mai, 17 Uhr, in der Hemmoorer Kulturdiele eröffnet wird. Veranstalter ist die städtische AG Kunst und Geschichte, der unter anderem die Ortsheimatpfleger Heino Grantz und Tjark Petrich angehören.

Schwerpunkt werden Fotos aus Hemmoor sowie viele Bilder vom Flusslauf sein, die für die Sturmflut-Ausstellung der AG Osteland aufbereitet  worden waren. Nachdem sie in Hemmoor Station gemacht hat, soll sie nach Nieder Ochtenhausen (bei Bremervörde) weiterwandern.


Werft rettet Yacht-Juwel


Die "Andromeda" in der Oste

8. 5. 2012. Die Zeitschrift "Yacht classic" nannte es das "größte Restaurierungsprojekt eines privaten Eigners": die Wiedergeburt der 90 Jahre (!) alten Kreuzeryacht "Andromeda" (Website) auf der Bootswerft in Neuhaus an der Oste. Gerettet worden sei an der Oste mit dieser dieser Kanuheck-Ketsch "tatsächlich ein Stück Yachtgeschichte".


Website zur "Andromeda"-Projekt

Am Wochenende war es jetzt so weit: Nach zweijähriger Restaurierung ist aus dem Wrack der "Andromeda" wieder eine wunderschöneKreuzeryacht geworden. Mehr...


Die Oste bleibt
ein Risikofluss


Osteland-Thema des Jahres: das Flutjubiläum

4. 5. 2012. Die Oste zählt zu den 29 Flüssen in Niedersachsen, an denen bei Hochwasser ein besonders hohes Schadensrisiko besteht - umso wichtiger ist es, dass die Anwohner sich frühzeitig informieren können. "Ab sofort" werden daher die Daten der Wasserstände von 49 Binnenpegeln alle 15 Minuten gemessen und zeitnah im Internet dargestellt, kündigte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner am Donnerstag, rund 50 Jahre nach der Hochwasserkatastrophe von 1962, vor Journalisten in Norden an.

Bis Ende 2013 sollen Gefahren- und Risikokarten für die genannten Risikogewässer erstellt werden, bis Ende 2015 außerdem sogenannte Hochwasserrisiko- Managementpläne.

Neben der Oste gehören zu den Risikogewässern auch Hase, Hunte, Weser, Aller, Leine, Innerste, Oker, Vechte, Dinkel, Ems, Ochtum, Große Aue, Emmer, Fulda, Werra, Hamme, Wümme, Böhme, Wietze, Örtze, Fuhse, Lachte, Schunter, Westaue, Rhume, Elbe, Ilmenau-Oberlauf und Jeetzel.

Bei Risikogewässern werde von einem "potentiellen signifikanten Hochwasserrisiko" ausgegangen. Das heiße jedoch "praktisch nicht", dass hier eine höhere Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Hochwassers besteht, sondern nur, dass das Risiko von Schäden hier besonders hoch wäre.


Preis für Retter
der "Bärbel"


"Bärbel"-Team, Sponsoren, Laudator Jürgens

14. 2. 2012. Anerkennung erfuhr die "Barkassengemeinschaft Bärbel" aus Neuhaus durch die Vergabe des Goldenen Hechts 2012 in der Kategorie Heimatpflege. In der Laudatio von Bernd Jürgens (Blaues Netz Oste) hiess es, dem "kleinen, aber sehr aktiven Verein" um Hans-Joachim Frank, Alfred Bücker und Herms Pröpper sei es gelungen, die letzte auf der Oste verkehrende Barkasse zu restaurieren und der Nachwelt zu erhalten. 


Traditionsbarkasse Bärbel in Neuhaus

Die rund 75 Jahre alte frühere Werftbarkasse "Bärbel" wurde von den Aktiven in mehrjähriger Arbeit auf der Neuhäuser Lühmannwerft komplett entkernt und vollständig restauriert. Seit der Wiederindienststellung im Rahmen eines Hafenfests im Sommer 2011 steht das Traditionsschiff wieder für Gäste- und Demonstrationsfahrten zur Verfügung. 


Alfred Bücker als Spendensammler

Mit der einstigen Werftbarkasse wurde nicht nur ein schifffahrtshistorisch bedeutsames Wasserfahrzeug erhalten und eine touristische Attraktion geschaffen, sondern zugleich die Erinnerung an die Geschichte des Schiffbaus an der Oste wachgehalten, wo einst Werften in Bremervörde, Gräpel, Großenwörden, Laumühlen, Achthöfen, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus existierten. Die Barkassengemeinschaft "Bärbel" hat sich um das Osteland verdient gemacht."

Preis-Sponsoren waren Guido Griemsmann (Lütt Mandus) und Ulf Jacobi (Versicherungen, Hemmoor).


Sturmflut-Schau
auch im Natureum


Bundeswehr in Osten 1962 (Foto: Erich Meyer)

12. 2. 2012. Die große Sturmflut-Ausstellung der AG Osteland erlebte ihre Premiere am Sonntag beimTag der Oste in Geversdorf mit einem Vortrag des Deichforschers und Ostepreisträgers Prof. Dr. Norbert Fischer. In Kürze sind die über 100 Bilddokumente auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich: Eine erweiterte Version der Ausstellung "Land unter an der Oste" wird am Sonntag, 19. Februar, 14.30 Uhr, im Natureum Niederelbe in einer Veranstaltung vorgestellt, in der ebenfalls Prof. Fischer zum Thema spricht. Die unter der Federführung von Osteland-Vize Walter Rademacher organisierte Ausstellung bleibt bis zum 15. April im Natureum Niederelbe und wandert anschließend in die Kulturdiele Hemmoor und in den Kornspeicher Nieder Ochtenhausen


Ausstellungsteam Heino Grantz, Dorothee Fetz,
Renate Schnabel, Ursula Schroeder, Günter 
Lunden, Gisela Tiedemann, Walter Rademacher

Die Ausstellung zeigt mehr als 100 bisher teilweise unveröffentlichte Fotos von Zeitzeugen von Sturmflut und Deichbrüchen entlang der Oste. 


Website zum Osteland-Sturmflutprojekt hier

Die Besucher erhalten einen guten Einblick in das damalige Leben. Dazu gibt es Radio- und Zeitzeugenberichte, Original-Schulaufsätze von 1962 über die Sturmflut sowie Informationen über den Katastrophenschutz heute und das Sturmflut-Warnsystem.

Fernsehaufnahmen von den Tagen der Sturmflut und den Folgen, Erklärungen zur Entstehung einer Sturmflut und zum Deichbau sowie Kunst zur Sturmflut runden das breite Spektrum der Ausstellung ab.

Stader Sturmflut-Programm (Ausschnitt)

10. 2. 2012. Nicht nur an der Oste wird der Februarflut des Jahres 1962 gedacht. Für die niedersächsische Unterelbe hat der Stader Geschichts- und Heimatverein zum 50. Jahrestag der Katastrophe ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vorgelegt. Ein Flyer mit vielen Terminen steht hier zum Download bereit.
 .
Der "Blanke Hans"
kam bis in die Oste

Die Sturmflut von 1962 zählt zu den schwersten Naturkatastrophen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Sie forderte 347 Todesopfer, davon allein 315 in Hamburg, sowie 4000 Stück ertrunkenes Vieh. 75 000 Menschen wurden obdachlos, und es entstand ein Sachschaden von fast drei Milliarden Mark. Als "Hamburger Flut" ist die Katastrophe in die Geschichte eingegangen. Doch nicht nur in der Hansestadt  waren die Schäden groß und viele Einwohner betroffen. Auch in den Kreisen Stade und Cuxhaven kam es zu verheerenden Überschwemmungen. Die Flut wirkte damals wie ein Schock mitten in der Zeit des so genannten Wirtschaftswunders. Die Oste wurde besonders schwer getroffen. Es gab zahllose Deichbrüche, weite Flächen der Flussmarschen wurden überschwemmt. Sogar die obere Tideoste bei Bremervörde war noch betroffen. 

Als Lehren aus der Sturmflutkatastrophe wurden die Deiche erhöht und verstärkt sowie das 1968 eröffnete Sperrwerk an der Oste-Mündung errichtet. Im Zuge dieser Arbeiten ist übrigens auch das Natureum Niederelbe entstanden.  Außerdem haben die Behörden das Frühwarnsystem erheblich verbessert. Doch eine absolute Sicherheit vor dem "Blanken Hans" wird es wohl nie geben. Der steigende Meeresspiegel als Folge des Klimawandels erfordert auch in Zukunft gewaltige Anstrengungen beim Küstenschutz. 

Zum Thema:

> Youtube-Video "Die Nacht, als die Deiche brachen"

Teil 1, Teil 2


Das Wasser stand bis
"Oberkante Oberlippe"


Uhtenwoldt (l.) am Sturmflut-Denkmal (größer)

4. 2. 2012. Die Idee, Einheimischen und Oberndorf-Besuchern die Macht der Fluten bildhaft vor Augen zu führen, hatte Eddy Uhtenwoldt schon länger. Jetzt, im Vorfeld des 50. Jahrestages der Februarflut von 1962, hat der Mitbegründer des Arbeitskreises Blaues Netz Oste der AG Osteland und Vizevorsitzende der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) seinen Plan verwirklicht: Am Wochenende wurde im Oberndorfer Vordeich zwischen "Ostekieker" und "Mocambo"-Anleger mit Hilfe des Bauunternehmers und Ratsherrn Günther Behrens ein Stahlmast errichtet, an dem Schilder über die Wasserstände der Oste bei früheren Sturmfluten informieren.


Katastrophengebiete bei der Februarflut 1962

Im März 1906 zum Beispiel reichte das Hochwasser den Anrainern bis zum Hals, wenn nicht gar, je nach Körpergröße, bis "Oberkante Oberlippe", wie die ersten Betrachter staunten, darunter Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche. Im Januar 1976 (Wasserstand vor der Mündung 6,10 Meter über NN) verhinderte nur das acht Jahre zuvor eingeweihte Ostesperrwerk eine erneute Katastrophe. 


Wenn es das Sperrwerk nicht gäbe...

Am Sonnabend stellte Eddy Uhtenwoldt den von ihm gespendete Flutmast seinen Mitstreitern von der AG Osteland vor. Besonders informativ: eine spezielle Alu-Tafel mit Angaben über alle früheren Sturmfluten in Oberndorf zwischen 1539 und 1976 - hier ansehen.

FOTO: BERT FRISCH
Osteland-Vorsitzender Bölsche am Info-Mast

Mehr zum Thema auf unserer Sonderseite zum Flutjubiläum: www.wilde.oste.de.


Das Buch
zur Flut


Titelbild des neuen Sturmflut-Buches

4. 2. 2012. Angeregt von drei Oste-Preisträgern, der Autorin Elke Loewe, dem Verleger Wolf-Dietmar Stock und dem Ortsheimatpfleger Günter Lunden, erscheint zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 ein Buch mit Fotos und Augenzeugenberichten aus Geversdorf. Der von Renate Schnabel und Hille Born zusammengestellte Band mit dem Titel "Das Wasser stand bis oben an der Deichkrone...", herausgegeben vom Geversdorfer Heimatverein "De Osten Strom", erscheint im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus, soll 14,90 Euro kosten (ISBN 978-3-88 132 -342-0) und in der zweiten Februarhälfte lieferbar sein; ein Ansichtsexemplar wird beim "Tag der Oste" am 12. Februar in der Geversdorfer Oste-Halle ausliegen (Vorbestellungen dort möglich).


Unterspülte Deichkrone in Geversdorf (1962)

Die Augenzeugen haben, so Renate Schnabel und Hille Born, "bereitwillig von ihren Ängsten, Hoffnungen und ihrem Einsatz berichtet. In fast jedem Gespräch sagte jemand: 'Das habe ich schon ganz wieder vergessen! Es ist ja auch schon fünfzig Jahre her.'" - Mehr über das bevorstehende Sturmflut-Jubiläum auf unserer Sonderseite www.wilde.oste.de.


Jahrbuch zur
Sturmflut '62


Logo des AG-Osteland-Projekts

30. 1. 2012. Aus Anlass des 50. Jahrestages der großen Flut hat der Stader Geschichts- und Heimatverein unter dem Titel "50 Jahre Sturmflut 1962 - Ereignisse, Geschichten, Gedenken" sein Jahrbuch 2011 der damaligen Katastrophe  gewidmet. Der Band enthält Texte von Historikern und Experten, aber auch von Zeitzeugen wie Gunter Armonat, Ex-Landrat in Stade und amtierender Oberdeichgraf, und von Ostepreisträger Prof. Dr. Norbert Fischer, dem Festredner beim diesjährigen Tag der Oste der AG Osteland. Der Band ist ab sofort im Buchhandel für 17,50 Euro erhältlich.

Von der kommenden Woche wird - ebenso wie die Niederelbe-Zeitung - auch das Stader Tageblatt über die Flut '62 berichten. Eine Tageblatt-Sonderausgabe soll am 17. Februar erscheinen.

Mehr zum Thema auf der Osteland-Sonderseite www.wilde.oste.de.


Angst hinter
den Deichen

8. 1. 2012. Unter der Überschrift "Angst hinter den Deichen" schildert die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) den aktuellen Stand der Debatte über die Elbvertiefung an der Schwelle des Entscheidungsjahres 2012. Zitiert wird unter anderem Walter Rademacher (Foto) aus Neuhaus, der Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung und 2. Vorsitzende derAG Osteland. Der SZ-Artikel steht hier im Netz. - Nach Informationen des Wedel-Schulauer Tageblatts plant der Bund, für Schiffe auf der Unterelbe ein Tempolimit einzuführen. Die auf der Elbe bisher empfohlenen Richtgeschwindigkeiten für alle Schiffsgrößen sollen im Zuge der geplanten Elbvertiefung als verbindliche Maximalgeschwindigkeiten festgeschrieben werden, damit Schäden an der Uferbefestigung (Foto hier) vermieden werden. Mehr...


Neues Buch über
die Ostedeiche


Deichforscher Dr. Fischer (Foto: Gäntgen)

12. 11. 2011. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Hamburger Prof. Dr. Norbert Fischer mit der Geschichte der Deiche im Elbe-Weser-Dreieck. Für seine Forschungsarbeit wurde er 2011 mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet. Sein neuestes Buch trägt den Titel "Der wilde und der gezähmte Fluss - Zur Geschichte der Deiche an der Oste". Es erscheint - rechtzeitig zum 50. Jahrestag der Februar flut 1962 - Ende November in der Schriftenreihe des Landschaftsverbands (368 Seiten, 29,80 Euro).

Vorgestellt wird das Buch von AG-Osteland-Mitglied, Bürgermeister und Oberdeichgräfe Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) vom Ostedeichverband, der das Erscheinen der Arbeit unterstützt hat, und vom Präsidenten des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, am 30. November und am 1. Dezember in Hemmoor bzw. Gräpel. - Prof. Fischer hat zugesagt, im kommenden Jahr beim "Tag der Oste" der AG Osteland einen Festvortrag über den Deichbau an der Oste zu halten. 


Wochenende 
der Oste-Fähren


Autorin Grit Klempow (in Osten)

17. 8. 2011. Im Rahmen der "Tage der Industriekultur am Wasser" finden entlang der Deutschen Fährstraße zwei Vorträge und drei Lesungen statt. An diesem Freitag, 15 Uhr, spricht Heinrich Mahler im Broberger "Fährkrug" am Westufer der Oste bei Nindorf zum Thema "Vom Fährknüppel zum Dieselmotor – Technische Entwicklung der Ostefähren". Am Sonnabend ab 15 Uhr liest die Journalistin Grit Klempow dort aus ihrem Buch "Hol över – Von Fähren und Menschen an der Oste". 

Am Sonntag, 11 Uhr, beginnt ebenfalls in Brobergen eine Lesung der Heimatforscherin Gisela Tiedemann  - sie ist wie auch Grit Klempow Trägerin des Oste-Kulturpreises "Der Goldene Hecht" - aus dem Osteland-Buch "Die Geschichte der Fähren an der Oste". Um 15 Uhr folgt ein  Vortrag von Herbert Meyer zum Thema "Von den Zugbrücken des Mittelalters bis zu den Fähren von heute". Der Eintritt zu allen Veranstaltungen an der Fähre in Brobergen ist frei. 

Eine weitere Lesung mit Gisela Tiedemann findet am Sonntag um 15 Uhr in der "Fährstuv" an der Schwebefähre in Osten statt.


Hundert feiern 
neues Fährenbuch


Tiedemann in der Festhalle Osten

13. 8. 2011. Über 100 Gäste haben am Sonnabend an einer Veranstaltung der AG Osteland zum Erscheinen des neuen Oste-Fährenbuches von Gisela Tiedemann-Wingst in der Ostener Festhalle teilgenommen. Begrüßt wurden die Gäste vom Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Grusswort hier) und vom Ostener Bürgermeister Carsten Hubert.


Druckfrisch: das Ostefähren-Buch

Das "Fest der Fähren" wurde musikalisch umrahmt vom Shantychor Hemmoor. Gewinner eines (gar nicht so einfachen) Ostefähren-Rätsels aus der Feder von Verleger Wolf-Dietmar Stock (Fischerhude) waren Ingrid Meyer und Ingrid Schlichtmann-Ott, beide Osten.


Nachwort zum Fährenbuch: Leseprobe

Das Schlusskapitel des Buches über die aktuelle Bedeutung des Fährwesens an der Oste steht hier im Netz.


Bericht in der Niederelbe-Zeitung

15. 8. 2011. In der Niederelbe-Zeitung berichtet Redakteurin Wiebke Kramp umfassend und mit etlichen Fotos über das "Fest der Fähren" (Text hier).


Ein Fest für alle
Oste-Fähren


Tiedemann-Buch: In Kürze Premiere

20. 7. 2011. Schon mal vormerken: Am Sonnabend, 13. August, ab 15.30 Uhr feiert die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. bei Shantys und "Prahmfährenkuchen" in der Ostener Festhalle von Sascha und Imke Dick ein Fest für den "Fluss der Fähren". Anlass ist die Premiere eines von der AG Osteland herausgegebenen neuesten Buches der Regionalforscherin Gisela Tiedemann-Wingst (Foto) mit dem Titel "Die Geschichte der Fähren an der Oste", in dem das historische und aktuelle Fährwesen an der Oste zwischen Ober Ochtenhausen (Landkreis Rotenburg) und Balje (Landkreis Stade) umfassend behandelt wird.


Vor Fährkulisse: Shantychor Hemmoor

Umrahmt wird die Premiere des druckfrischen Buches auf der Ostener Festhallenbühne mit ihrer traditionellen Schwebefährenkulisse vom Shantychor Hemmoor unter Leitung von Rainer Kupke und Gerd Drewes vom Blauen Netz Oste mit einem bunten Reigen maritimer Weisen. Bevor Buchverleger Wolf-Dietmar Stock (Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude) eine "Beamershow mit Fährenrätsel" präsentiert und die Autorin aus ihrem Werk liest, führt AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche in die Thematik des neuen Buches ein, dessen Veröffentlichung durch den Landschaftsverband gefördert worden ist.

Die AG Osteland sieht sich seit ihrer Gründung den Ostefähren eng verbunden, denen auch die 2004 vom Verein eröffnete Deutschen Fährstraße gewidmet ist. Eine Einladung zum "Fest der Fähren" ergeht in Kürze an die Mitglieder der AG Osteland. - Die Regionalhistorikerin Tiedemann-Wingst war 2008 für ihre Verdienste um die Oste mit dem Oste-Kulturpreis "Der Goldene Hecht", Kategorie Wissenschaft, ausgezeichnet worden (Laudatio hier).


Tage der 
Industriekultur 


Eine der Attraktionen: die Schwebefähre

25. 6. 2011. Soeben angelaufen ist eine Werbekampagne der Metropolregion Hamburg für die "1. Tage der Industriekultur am Wasser" vom 19. bis zum 21. August. Mit attraktiven und informativen Broschüren, Plakaten und einer Website wirbt die Metropolregion für ihr erstes großes gemeinsames Kulturprojekt, das Dutzende von Denkmalen der maritimen Industriegeschichte vorstellt. Thema ist die "Technik, die das Wasser nutzt und das Wasser beherrscht."


Interaktive Karte: Viele Ziele an der Oste

Verbunden sind die Ziele durch verschiedene "Routen der Industriekultur" wie die von der AG Osteland entwickelte Deutsche Fährstraße an Oste und Elbe, an der acht der propagierten Zielpunkte liegen: das Detlefsen-Museum und der Zollkreuzer "Rigmor von Glückstadt" in Glückstadt, das Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum mit dem Küstenmotorschiff "Iris-Jörg" in Wischhafen, das Deutsche Zementmuseum in Hemmoor, die Schwebefähre Osten - Hemmoor sowie die Prahmfähren in Brobergen und in Gräpel.


Detailkarte zur Oste-Schwebefähre

Viele Fotos, Erläuterungen und Detailkarten stellen im Web die einzelnen Denkmale und Zeugnisse der Industriekultur vor, unter anderem Beispiel die Ziele an der "Fährienstraße".


Auf der Spur 
der Oste-Walfänger


Kuhne am Thumann-Grab (Fotos: Bölsche)

28. 5. 2011. Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen veranstaltet Anfang September eine Exkursion auf den Spuren der Walfänger. Der ganztägige Ausflug zu den historischen Plätzen in den Orten Osten, Neuhaus und Geversdorf wird begleitet von Vorträgen, Lesungen und Spielszenen, wie die Vorsitzende Corinna Kolf mitteilt.


Walkinnladen im Museum Geversdorf

Der Walfang war im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Elbe-Weser-Dreieck. Viele Männer aus den Elbmarschen des Alten Landes und der damaligen Länder Kehdingen, Hadeln und Wursten suchten ihr Glück auf den Segelschiffen, die damals vor allem von Hamburg aus ins Nordmeer aufbrachen. Doch auch in den Elbmarschen selbst gab es risikofreudige Unternehmer wie den in seinem Heimatort bestatteten Geversdorfer Reeder Johann Thumann, der eigene Schiffe ausrüstete und auf die gefahrvolle "Grönlandfahrt" schickte.


Walkiefer im Museum Geversdorf

Zur Finanzierung dieser Fahrten wurden Gewinnanteile an wohlhabende Bauern der Umgebung verkauft. Auch wenn das Osteland vom Walfang nicht so stark geprägt ist wie beispielsweise die friesischen Inseln, so sind doch einige der Orte an der Unterelbe auf diese Weise zu einem gewissen Wohlstand gelangt.

Zu diesem Thema spricht auf der Exkursion der Geversdorfer Heimatforscher und Kapitän Holger Kuhne, der sich seit vielen Jahren mit den Grönlandfahrern von der Oste befasst (siehe unsere SONDERSEITE). Außerdem wird es Lesungen aus dem Walfänger-Roman "Moby Dick" geben und in einer Spielszene wird ein Grönlandfahrer in der Kleidung des 18. Jahrhunderts erzählen, wie eine solche Seefahrt zu den Fanggründen zwischen Spitzbergen und Grönland ablief. Dabei können die Exkursionsteilnehmer einige der verwendeten Werkzeuge wie Harpunen, Flensmesser und Speckmesser betrachten und anfassen.

Mehr über diese und weitere Exkursionen (u. a. ins Teufelsmoor) auf der Website des Broberger Fährvereins.


Historische Ostedeichroute jetzt komplett


Info-Tafel am Ostener Deichtunnel

11. 5. 2011. Als letzte Gemeinde hat Osten jetzt zehn Info-Tafeln entlang seines Abschnitts der neuen Historischen Ostedeichroute aufgestellt. Zum Teil schon Monate vorher war die entsprechende Beschilderung in Belum, Neuhaus, Geversdorf und Oberndorf abgeschlossen worden. 


Deichrouten-Karte (Ausschnitt)

Damit ist die 2009 angeregte Route nunmehr komplett. Eine bereits zum Jahresbeginn fertiggestellte Faltkarte mit den Standorten der insgesamt 50 Tafeln gibt es gratis in den Tourist-Infos der Region (Online-Bestellung hier). 


Oberndorfer AG-Osteland-Mitstreiter Kuhne

Die Idee zu dem Projekt, die von Bürgermeister Detlef Horeis (Oberndorf) und Samtgemeinde-Bürgermeisterin Bettina Gallinat (Am Dobrock) rasch aufgegriffen und in den Leader-Prozess eingebracht worden war, geht zurück auf den Oberndorfer AG-Osteland-Mitstreiter Henning Kuhne. Realisiert wurde das Projekt dann mit Unterstützung des Wingster Touristikers Michael Johnen und der örtlichen Heimatfreunde Dorothee Fetz, Walter Rademacher, Günther Lunden und Frank Auf dem Felde. 

In Wort und Bild vorgestellt werden in dem informativen Faltblatt die fünf beteiligten Gemeinden sowie die Deutsche Fährstraße, die den Auto-, Radel- und Wanderweg begleitet.


Eine Seefahrt, gar nicht lustig


Geffken-Buch zur Seefahrtsgeschichte

"Schifffahrt aus der Sicht der Seeleute oder Seefahrtsromantik für Reeder?" Das ist der Titel eines Vortrags, den der Cadenberger Anwalt und Autor Dr. Rolf Geffken am Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr, in Bremerhaven-Mitte in der Goethe-Schule, Deichstrasse 37, hält. Bereits vor 25 Jahren hatte Geffken, Autor einer alternativen Geschichte der deutschen Seeschifffahrt mit dem Titel "Jammer & Wind" zum Deutschen Schifffahrtsmseum Bremerhaven eine kritische Denkschrift vorgelegt und mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine "kritische Begehung" des Museums veranstaltet.

In seinem Vortrag am 12. Mai will Geffken auf Einladung des "Arbeitskreises Literatur & Politik" darlegen, ob sich seither etwas sichtbar am Inhalt und Konzept des Deutschen Schifffahrtsmseums verändert hat. Zuvor hatte Geffken auch zum Internationalen Maritimen Museum ("Tamm-Museum) in Hamburg eine kritische Denkschrift ("Schifffahrt ohne Leben") veröffentlicht.


Oste-Deichroute bald eröffnungsreif


Deichrouten-Tafel am Hafen Neuhaus

4. 3. 2011. In Kürze ist sie eröffnungsreif, die "Historische Ostedeichroute". Die Idee zu dem Projekt, die von Bürgermeister Detlef Horeis (Oberndorf) und Samtgemeinde-Bürgermeisterin Bettina Gallinat (Am Dobrock) rasch  aufgegriffen und in den Leader-Prozess eingebracht worden ist, geht zurück auf den Oberndorfer Heimatfreund und AG-Osteland-Mitstreiter Henning Kuhne, der in seinem Ort Pionierarbeit für das Vorhaben geleistet hat. 

Die touristische Route macht an gut 50 Stationen historische Bezüge der Ostedörfer zu ihrem Fluss sichtbar. Anhand prägnanter Texte und historischer Bilder und Fotos auf einheitlich gestalteten Schautafeln wird die Vergangenheit an Ort und Stelle in Bezug zur Gegenwart gesetzt. 


Deichrouten-Tafel für Geversdorf

Nachdem die Schautafeln für Belum, Neuhaus und Oberndorf bereits 2010 installiert worden sind, folgen dieser Tage die Tafeln für Geversdorf.


Deichrouten-Tafel für Osten - größer

Zum Abschluss des in Oberndorf initiierten und von der EU geförderten Projektes sollen in Osten die letzten zehn Info-Tafeln, betextet von Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde, aufgestellt werden. "Im Ergebnis wird sich für alle historisch interessierten Urlauber und Einwohner eine fortlaufende Route ergeben, die sich ideal mit der Deutschen Fährstraße und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten vor Ort ergänzt," urteilt der Wingster Touristik-Manager und Routenkoordinator Michael Johnen (Foto) auf www.wingst.de.

Schon Ende vorigen Jahres hatten sich Touristiker sowie Vertreter von Heimatvereinen und der AG Osteland in Cadenberge getroffen, um zu beratschlagen, wie die neue Deichtour touristisch genutzt werden kann. Angedacht wurden unter anderem geführte Rundgänge durch die beteiligten Orte, möglichst eingepasst in den "Mocambo"-Fahrplan. Ein attraktiver 12-seitiger Flyer (kleines Foto), der die Standorte aller Tafeln zeigt, ist unter Mitarbeit von Henning Kuhne und Frank Auf dem Felde sowie von Dorothee Fetz (Belum), Walter Rademacher (Neuhaus) und Günter Lunden (Geversdorf) bereits erstellt worden. 


Touristikertreffen in Cadenberge (Foto: Bölsche)

Vorgestellt werden darin die Orte am Deich, aber auch die Deutsche Fährstraße, die alle beteiligten Gemeinden außer Belum berührt.


Deichrouten-Tourenführer (Ausschnitt)

Spezielle Führungen könnten, so ist vorgesehen, unter anderem am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, angeboten werden.


Auf der Spur der Oste-Walfänger


Kuhne am Thumann-Grab (Fotos: Bölsche)

28. 5. 2011. Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen veranstaltet Anfang September eine Exkursion auf den Spuren der Walfänger. Der ganztägige Ausflug zu den historischen Plätzen in den Orten Osten, Neuhaus und Geversdorf wird begleitet von Vorträgen, Lesungen und Spielszenen, wie die Vorsitzende Corinna Kolf mitteilt.


Walkinnladen im Museum Geversdorf

Der Walfang war im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Elbe-Weser-Dreieck. Viele Männer aus den Elbmarschen des Alten Landes und der damaligen Länder Kehdingen, Hadeln und Wursten suchten ihr Glück auf den Segelschiffen, die damals vor allem von Hamburg aus ins Nordmeer aufbrachen. Doch auch in den Elbmarschen selbst gab es risikofreudige Unternehmer wie den in seinem Heimatort bestatteten Geversdorfer Reeder Johann Thumann, der eigene Schiffe ausrüstete und auf die gefahrvolle "Grönlandfahrt" schickte.


Walkiefer im Museum Geversdorf

Zur Finanzierung dieser Fahrten wurden Gewinnanteile an wohlhabende Bauern der Umgebung verkauft. Auch wenn das Osteland vom Walfang nicht so stark geprägt ist wie beispielsweise die friesischen Inseln, so sind doch einige der Orte an der Unterelbe auf diese Weise zu einem gewissen Wohlstand gelangt.

Zu diesem Thema spricht auf der Exkursion der Geversdorfer Heimatforscher und Kapitän Holger Kuhne, der sich seit vielen Jahren mit den Grönlandfahrern von der Oste befasst (siehe unsere SONDERSEITE). Außerdem wird es Lesungen aus dem Walfänger-Roman "Moby Dick" geben und in einer Spielszene wird ein Grönlandfahrer in der Kleidung des 18. Jahrhunderts erzählen, wie eine solche Seefahrt zu den Fanggründen zwischen Spitzbergen und Grönland ablief. Dabei können die Exkursionsteilnehmer einige der verwendeten Werkzeuge wie Harpunen, Flensmesser und Speckmesser betrachten und anfassen.

Mehr über diese und weitere Exkursionen (u. a. ins Teufelsmoor) auf der Website des Broberger Fährvereins.


Eine Seefahrt, gar nicht lustig


Geffken-Buch zur Seefahrtsgeschichte

"Schifffahrt aus der Sicht der Seeleute oder Seefahrtsromantik für Reeder?" Das ist der Titel eines Vortrags, den der Cadenberger Anwalt und Autor Dr. Rolf Geffken am Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr, in Bremerhaven-Mitte in der Goethe-Schule, Deichstrasse 37, hält. Bereits vor 25 Jahren hatte Geffken, Autor einer alternativen Geschichte der deutschen Seeschifffahrt mit dem Titel "Jammer & Wind" zum Deutschen Schifffahrtsmseum Bremerhaven eine kritische Denkschrift vorgelegt und mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine "kritische Begehung" des Museums veranstaltet.

In seinem Vortrag am 12. Mai will Geffken auf Einladung des "Arbeitskreises Literatur & Politik" darlegen, ob sich seither etwas sichtbar am Inhalt und Konzept des Deutschen Schifffahrtsmseums verändert hat. Zuvor hatte Geffken auch zum Internationalen Maritimen Museum ("Tamm-Museum) in Hamburg eine kritische Denkschrift ("Schifffahrt ohne Leben") veröffentlicht.


Oste-Deichroute bald eröffnungsreif


Deichrouten-Tafel am Hafen Neuhaus

4. 3. 2011. In Kürze ist sie eröffnungsreif, die "Historische Ostedeichroute". Die Idee zu dem Projekt, die von Bürgermeister Detlef Horeis (Oberndorf) und Samtgemeinde-Bürgermeisterin Bettina Gallinat (Am Dobrock) rasch  aufgegriffen und in den Leader-Prozess eingebracht worden ist, geht zurück auf den Oberndorfer Heimatfreund und AG-Osteland-Mitstreiter Henning Kuhne, der in seinem Ort Pionierarbeit für das Vorhaben geleistet hat. 

Die touristische Route macht an gut 50 Stationen historische Bezüge der Ostedörfer zu ihrem Fluss sichtbar. Anhand prägnanter Texte und historischer Bilder und Fotos auf einheitlich gestalteten Schautafeln wird die Vergangenheit an Ort und Stelle in Bezug zur Gegenwart gesetzt. 


Deichrouten-Tafel für Geversdorf

Nachdem die Schautafeln für Belum, Neuhaus und Oberndorf bereits 2010 installiert worden sind, folgen dieser Tage die Tafeln für Geversdorf.


Deichrouten-Tafel für Osten - größer

Zum Abschluss des in Oberndorf initiierten und von der EU geförderten Projektes sollen in Osten die letzten zehn Info-Tafeln, betextet von Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde, aufgestellt werden. "Im Ergebnis wird sich für alle historisch interessierten Urlauber und Einwohner eine fortlaufende Route ergeben, die sich ideal mit der Deutschen Fährstraße und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten vor Ort ergänzt," urteilt der Wingster Touristik-Manager und Routenkoordinator Michael Johnen (Foto) auf www.wingst.de.

Schon Ende vorigen Jahres hatten sich Touristiker sowie Vertreter von Heimatvereinen und der AG Osteland in Cadenberge getroffen, um zu beratschlagen, wie die neue Deichtour touristisch genutzt werden kann. Angedacht wurden unter anderem geführte Rundgänge durch die beteiligten Orte, möglichst eingepasst in den "Mocambo"-Fahrplan. Ein attraktiver 12-seitiger Flyer (kleines Foto), der die Standorte aller Tafeln zeigt, ist unter Mitarbeit von Henning Kuhne und Frank Auf dem Felde sowie von Dorothee Fetz (Belum), Walter Rademacher (Neuhaus) und Günter Lunden (Geversdorf) bereits erstellt worden. 


Touristikertreffen in Cadenberge (Foto: Bölsche)

Vorgestellt werden darin die Orte am Deich, aber auch die Deutsche Fährstraße, die alle beteiligten Gemeinden außer Belum berührt.


Deichrouten-Tourenführer (Ausschnitt)

Spezielle Führungen könnten, so ist vorgesehen, unter anderem am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, angeboten werden.


Festival zur Industriekultur am Wasser


"Abendblatt"-Bericht mit Schwebefähre

23. 2. 2011. Auch an der Oste sind die Vorbereitungen für eine überregionale Veranstaltung angelaufen, die vom 19. bis 21. August stattfinden soll und die gesamte Metropolregion Hamburg einschließt. Die "Tage der Industriekultur am Wasser" stellen unter anderem 68 geschichtlich bedeutsame Denkmale der Industriegeschichte zwischen Elbe und Oste vor, die vielen Menschen bisher weitgehend unbekannt sind.

Neben der Schwebefähre Osten-Hemmoor, deren Foto einen Vorbericht des Hamburger Abendblatts illustriert, wird beispielsweise  Einblick in das Museumsschiff Cap San Diego und den Dampfeisbrecher Elbe ermöglicht. Einbezogen sind aber auch überregional weniger bekannte Zeitzeugnisse im Osteland, etwa  die Torfabbauanlagen bei Gnarrenburg und die  Prahmfähre bei Gräpel. 

Mehr auf der Website zur Veranstaltung.


Pläne für einen Oste-Elbe-Kanal


Einst geplant: Wasserweg durchs Moor

29. 3. 2011. Dass Google in jüngster Zeit Zehntausende sonst kaum auffindbarer alter Bücher eingescannt und zugänglich gemacht hat, ermöglicht immer wieder neue Entdeckungen.


Entdeckungen dank Google-Büchersuche

Selbst heimatgeschichtlich Interessierten war bislang weithin unbekannt, dass einmal ein Oste-Elbe-Kanal von Osten durch das Kehdinger Moor nach Wischhafen geplant war.


Notiz über einen Oste-Elbe-Kanal (1839)

Über dieses Projekt berichtet Friedrich Wilhelm Freiherr von Reden in seinem 1839 erschienenen statistischen Handbuch für das Königreich Hannover.

Schleuse in Basbeck oder
Sperrwerk in Hechthausen


Ausriss aus "Historischer Küstenschutz"

Und in Vergessenheit geraten ist auch, was in dem 1992 erschienenen Handbuch "Historischer Küstenschutz", herausgegeben vom Deutschen Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau, festgehalten worden ist: "In Verhandlungen über Bedeichungsprojekte an der Oste unterhalb von Bremervörde wurde 1914 erstmals der Vorschlag gemacht, die Oste in der Nähe von Basbeck-Osten abzuschleusen oder eine Sperrstelle bei Hechthausen anzulegen."


Oberndorfer Fährmodell eingeweiht


Oberndorfs Fährmodell wird eingeweiht

20. 10. 2010. "Das ist eine runde Sache", freute sich der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis (SPD) am Sonnabend, als er in Anwesenheit von über 60 Gästen das eichenhölzerne 1:2-Modell der historischen Oberndorfer Prahmfähre einweihte, das jetzt zwischen der Flusskirche und dem "Ostekieker", einer ehemaligen DDR-Fähre, liegt und neben dem benachbarten "Mocambo"-Anleger und dem geplanten Stör- und Sportfischer-Infozentrum als weitere Touristenattraktion dienen soll.

Das Modell sei geeignet, die Erinnerung an die Ära der Prahmfähren wiederzubeleben, urteilte in einer Festrede SG-Bürgermeisterin Bettina Gallinat. Die Fähre, die als Steg über die Erosionsrinne an der Deichlücke dient, füge sich in die touristische Linie des Cuxlandes und der Samtgemeinde Am Dobrock. Neben der Landwirtschaft sei der Tourismus in der Region die wichtigste Möglichkeit, Geld zu verdienen. Besonders bedeutsam seien übergreifende Tourismusprodukte wie der neue Ostedeichweg und die Verlängerung der Niedersächsischen Milchstraße bis in die Wingst und nach Hasenfleet.


Auch die AG Osteland gratuliert

Zuvor hatte Bürgermeister Horeis in seiner Begrüßungsansprache dem Ostedeichverband - vertreten durch den Oberdeichgrefe und Hemmoorer Bürgermeister Hans Wilhelm Saul - für "hervorragende Zusammenarbeit" und den ortsansässischen Firmen Behrens und Meyer für deren "tolle Arbeit" gedankt.


Horeis mit SG-Bürgermeisterin Gallinat

Jochen Bölsche (AG Osteland) dankte der Gemeinde für die erneute Bereicherung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel mit ihren rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerken und sonstigen maritimen Sehenswürdigkeiten, die nun eine weitere Ergänzung erfahre. Bölsche überreichte dem Bürgermeister ein Exemplar des Buches "Über die Oste", das auch die Geschichte der Flussquerungen in Oberndorf behandelt.


Gemälde der ehemaligen Fähre

Im Anschluss an die Einweihung bewirtete die Gemeinde ihre Gäste - alle Bürgermeister der Samtgemeinde waren eingeladen - im Dorfgemeinschaftshäus mit köstlicher Hochzeitssuppe aus der Küche von Wirt Jan Nachtigall. Getafelt wurde übrigens unter einem Gemälde des Achthöfener Hobbymalers Jan Leineweber, das die frühere Oberndorfer Prahmfähre zeigt.


Sekt auf den Erfolg 


Seezeichen-Freunde Klitzing und Gebhardt

20. 11. 2010. Mit einer Runde Sekt auf Kosten der Vorsitzenden Eckard Klitzing und Gerhard Gebhardt feierten rund 30 Mitglieder der Fördergesellschaft Baljer Leuchtturm von 1904 am Sonnabend den größten Erfolg ihrer über sechsjährigen Vereinsgeschichte: In der Hauptversammlung im Gasthaus "Zwei Linden" in Balje berichteten Klitzing und Gebhardt - beide Ostepreisträger (Laudatio hier) - über die kürzlich erfolgte Sanierung des Seezeichens, für die sich auf Drängen der Vereins insbesondere der Landkreis Stade und die Gemeinde Balje mit Bürgermeister Hermann Bösch (CDU) stark gemacht haben. Für die Sanierung (Gesamtkosten 125.000 Euro) konnten rund 67.000 Euro an LEADER-Fördergeldern eingeworben werden


Baljer Bürgermeister Bösch (M.)

In den kommenden Monaten will sich der Verein um eine Nutzung des kreiseigenen Leuchtturms bemühen. Während die Gemeinde Balje das im Naturschutzgebiet gelegene Gebäude im Sommer drei Monate lang - nach der Brutzeit, vor den Vogelzügen - etwa für Trauungen, Seminare und Lesungen nutzen möchte, hält der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde allenfalls eine gelegentliche Öffnung per Ausnahmegenehmigung für geführte Gruppen für möglich.

Der Förderverein will sich nun im Kontakt mit Kreis, Natureum und Naturschutzverbänden um eine Kompromisslösung bemühen, die allen Interessen gerecht wird.


Neue Fähre an der Fährstraße


Originell: Modellfähre als Steg

13. 11. 2010. An der Deutschen Fährstraße gibt es eine neue Fähre: Am Freitag wurde in Oberndorf ein 1:2-Modell der einstigen Prahmfähre auf dem Vordeichgelände platziert, das als Steg über der Erosionsrinne unterhalb der Fährdeichlücke an der Flußkirche dienen und die Fährpromenade bis hin zu einem geplanten Rastplatz verlängern soll.

Die in der Tischlerei Frank Meyer in Niederstrich im Auftrag der Gemeinde Oberndorf aus altem Eichenholz gebaute Konstruktion, die in unmittelbarer Nähe einer ehemaligen Ostseefähre (heute "Ostekieker") liegt, wird von Bürgermeister Detlef Horeis am kommenden Sonnabend, 20. November, 11 Uhr, eingeweiht. 


Lesenswert: NEZ-Seite (Ausschnitt)

13. 11. 2010. Die Niederelbe-Zeitung hat die vielfältigen Oberndorfer Aktivitäten zum Anlass genommen, dem putzmunteren Dorf in der heutigen Wochenend-Ausgabe eine von Redakteurin Wiebke Kramp bunt und meinungsstark gestaltete Sonderseite zu widmen.

"In dem 1500-Seelen-Ort an der Fährstraße im Osteland ist von Winterruhe nichts zu spüren. Hier herrscht jede Menge Bewegung," heisst es da unter Hinweis auf den Dorferneuerungsprozess, das neue Fährmodell, das Gedenken an den Nationaldichter Hoffmann von Fallersleben, den bevorstehenden 33. Weihnachtsmarkt und viele andere Aktivitäten.

NEZ-Fazit: "Eine über 600 Jahre alte Geschichte wird hier nicht als Ruhekissen verstanden, sondern als Herausforderung für die Zukunft inklusive touristischer Ausrichtung."


Oberndorf plant "Tor zur Oste


Ins Auge gefasster Standort (x)

8. 11. 2010. Oberndorf soll ein "Tor zur Oste" bekommen. Für die Aufstellung eines Fachwerkbogens mit entsprechener Inschrift am Zugang zum Kirchplatz setzte sich jetzt eine gut besuchte Bürgerrunde ein, die in Anwesenheit von Bürgermeister Detlef Horeis und unter der Moderation von Hans Heinrich Katt über die Verwendung der Siegprämie aus dem Pro7-Spiel "Crazy Competition" diskutierte.

Der Torbogen soll nach den Vorstellungen der Oberndorfer AG-Osteland-Mitglieder Albertus Lemke und Henning Kuhne (Vorsitzender des Heimatvereins) an der Stelle eines einstigen Torhauses errichtet werden und mit seiner Inschrift die enge Verbindung des Ortes mit dem Fluss bekunden.


Bereits im Bau: Modell der alten Fähre

Ebenfalls in Kirchennähe soll das 1:2-Modell der alten Ostefähre aufgestellt werden, das zur Zeit in Niederstrich im Bau ist und am Sonnabend, 20. November, 11 Uhr, eingeweiht werden soll.



 

Schwebefähre macht Winterpause


Fährmänner Erich Meyer, Heinz Thedrian, 
Walter Funk, Werner Funk, Robert Braune
und Gerd-Michael Wilwert (größer)

4. 11. 2010. Zum Beginn der Winterpause blickt die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor auf eine erfolgreiche Saison zurück. Neben dem Baudenkmal  sei auch die "FährStuv" ein beliebtes Ziel gewesen, resümiert der Vize-Vorsitzenden Karl-Heinz Brinkmann. Mit vier neuen Fährmännern war gestartet worden, und am 1. Mai wurde der 2. Oste-Fähren-Tag mit einem Konzert von Jan de Grooth gefeiert. In der "FährStuv" fand eine Krimilesung mit Reinhold Friedl statt, und beim Fährmarkt war die Fähre im Dauereinsatz. Erstes Ziel einer japanischen Tourismus-Expertengruppe, die im September die Deutsche Fährstraße bereiste, war die Schwebefähre. 

Erfolgreich war die Teilnahme beim Tag des offenen Denkmals am 12. September. Die Sonderausstellung "Der Stör - Die Rückkehr des grauen Riesen - Ausrottung und Rettungsversuch" in der "FährStuv" fand viel Beachtung. Zu einem beliebten Mitbringsel entwickelte sich die erstmals per Automat angebotene Schwebefähren-Medaille. 

Für die Saison 2011 stehen bereits zwei Termine fest: vom 19. bis 21. August die Tage der Industriekultur in der Metropolregion Hamburg und am 11. September der Tag des offenen Denkmals. Auch wenn jetzt Winterpause ist, öffnet die Schwebefähre im Rahmen des Ostener Adventstreff am 5. Dezember ihre Schranken, und auch die "FährStuv" kann an diesem Tag besucht werden. 

Nach vorheriger Anmeldung, unter Telefon 04771 – 2338 oder per E-Mail (info@schwebefaehre-osten.de) sind auch Fährfahrten in den Wintermonaten möglich.



32.000 Euro für Weltkulturerbe

Politiker Sienknecht und Wiemer-Hintz

5. 10. 2010. Schleswig-holsteinische Kommunalpolitiker haben ihre Absicht bekräftigt, für die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld und zugleich für die "Schwesterfähre" in Osten - Hemmoor einen "supranationalen Sammelantrag" an die Unesco formulieren zu lassen. 

Der Antrag hat zum Ziel, dass nach der ältesten Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao auch alle übrigen sieben noch existierenden Baudenkmale dieser Art in Argentinien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland als Weltkulturerbe anerkannt werden.

In Anwesenheit der Rendsburger Bürgervorsteherin Karin Wiemer-Hintz teilte der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht bei einem Besuch der AG Osteland mit, die Kommunalpolitiker am Nord-Ostsee-Kanal hätten für die Unesco-Antragstellung (ein "historisches Ereignis") "32.000 Euro in die Hand genommen". Mit der Erarbeitung des Antrags ist der Darmstädter Industriearchäologe Rolf Höhmann beauftragt worden. 

Sienknecht bei einem Empfang im Alten Rathaus in Rendsburg: "Das Verfahren läuft, und wir hoffen, dass es 2014, zum hundertjährigen Bestehen unserer Schwebefähre, abgeschlossen ist." - Mehr in der Zeitung "Die Welt".


Welterbe: Breitner ist zuversichtlich


Schwebefähren-Freund Andreas Breitner

19. 9. 2010. Rendsburgs Bürgermeister Andreas Breitner - seit Jahren auch Mitglied der AG Osteland - hat sich gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) zuversichtlich gezeigt, dass der internationale Antrag auf die Erhebung der beiden deutschen Schwebefähren zum Uneso-Weltkulturerbe im kommenden Jahr gestellt werden kann. 

"Wir würden daraus einen erheblichen touristischen Nutzen ziehen", sagte Breitner (kompletter Bericht hier). Der am vorigen Wochenende mit 87 Prozent wiedergewählte SPD-Politiker hofft auf ein bis zwei Millionen Euro aus dem Weltkulturerbe-Topf der Bundesregierung. 

Im Verbund der
Oste-Schwebefähre

Die Schwebefähre im spanischen Bilbao ist, wie in dem dpa-Bericht hervorgehoben wird, bereits als Weltkulturerbe anerkannt worden: "Nun sollen es auch die anderen im Verbund werden, in Deutschland außer der Rendsburger auch jene im niedersächsischen Osten."


Breitner (r.), Berater Höhmann (2009)

Den Industrie-Archäologen Rolf Höhmann, der den Unesco-Antrag vorbereitet, zitiert die Presseagentur zu dem Gemeinschaftantrag mit den Worten: "Es ist ein in sich geschlossenes Sammelgebiet." Höhmann bemüht sich zur Zeit um weitere finanzielle Unterstützung für den Antrag aus Argentinien, Frankreich und Großbritannien.


Eine Modellfähre für Oberndorf


Die Baustelle ist schon markiert

13. 9. 2010. An der Deutschen Fährstraße wird es demnächst eine weitere Fähre geben. Um die Oberndorfer Fährpromenade zu verlängern und die Erosionsrinne unterhalb der Fährdeichlücke an der Kirche zu überbrücken, läßt die Gemeinde zur Zeit einen Steg in Form der historischen Flussfähre bauen.


Postkarte mit dem früherem Fährprahm

Das neun Meter lange Modell der einstigen Oberndorfer Prahmfähre (Maßstab 1:2) wird zur Zeit in der Niederstricher Firma Frank Meier hergestellt. Die Grundsteinlegung durch Bürgermeister Detlef Horeis und seine Mitstreiter im Rat kann in Kürze erfolgen. Der Platz ist bereits mit Pflöcken und Flatterbändern markiert; mit den Arbeiten beauftragt ist die Baufirma Günter Behrens.


Originalfähre: Verrottet in Großenwörden

Das Original der früheren Fähre verwittert, wie berichtet, seit Jahren auf dem Außendeichgelände der Großenwördener Baufirma Sentker. Versuche der Gemeinde Oberndorf, ihre einstige Fähre als museales Schaustück an den früheren Standort zurückzuholen, sind am Widerstand des Bauunternehmers gescheitert.


Japaner besuchen die "Fährienstraße"


Japanische Experten in Gräpel (2006)

13. 9. 2010. Eine bestimmte Themenstraße unter den rund 150 deutschen Ferienrouten stößt bei japanischen Tourismusfachleuten seit einigen Jahren auf besonders starkes Interesse: Fremdenverkehrsexperten aus dem fernöstlichen Inselreich zeigen sich fasziniert von der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die dem Thema Gewässerquerungen gewidmet ist und 55 Fähren, Brücken, Schleusen und maritime Museen zwischen Oste und Ostsee verbindet.


Gerald Tielebörger in Japan (2007)

Ende September wird die maritime Themenroute zum drittenmal Gegenstand von deutsch-japanischen Fachgesprächen sein.

Eine sechsköpfige Delegation von der japanischen Nord-Insel Hokkaido informiert sich bei Gerald Tielebörger und Jochen Bölsche, den Vorsitzenden der AG Osteland, des Trägervereins der Fährstraße, vor Ort in Hemmoor, Osten, Oberndorf, Wischhafen, Glückstadt, Rendsburg und Kiel über die Erfolgsroute, die vom mdr-Publikum auf Platz 2 unter den "Traumstraßen Deutschlands" gewählt worden ist.

Ein ausführlicher Bericht über den bevorstehenden Besuch steht auf www.osteland.de.


Ostewerbung in Oberndorf


Seit Mittwoch steht das Großplakat

30. 6. 2010. Eine großformatige Werbetafel, auf der die Osteland-Fachgruppe Blaues Netz Oste mit 19 Fotos für den Fluss wirbt, "der alles hat", steht seit Mittwoch auch im Oberndorfer Ortskern, an "Radlers Rast". Über das schmucke Grossplakat freuten sich neben Bürgermeister Detlef Horeis (2. v. l.) auch die Oberndorfer Osteland-Mitstreiter Albertus Lemke und Eddy Uhtenwoldt. Werbetafeln dieser Art stehen bereits in Hemmoor, weitere sollen in Bremervörde, Selsingen, Sittensen und Zeven für Urlaub im Osteland werben und das "Flussbewusstsein" der Anrainer stärken.
 Quelle: www.oste.de


Ein Robin Hood von der Oste?


Isern-Hinnerk-Darsteller (in Beckdorf)

27. 5. 2010. Der legendäre Oste-Ritter "Isern Hinnerk" wird im zu neuem Leben erweckt. Der Stader Autor und Oste-Kulturpreisträger Dietrich Alsdorf, bekannt geworden mit dem historischen Kriminalroman "Anna aus Blumenthal" (SPIEGEL-Rezension hier), hat dem Volkshelden - laut Alsdorf eine Art Robin Hood von der Oste - ein neues Buch gewidmet, das am 12. Juni in allen Buchhandlungen zwischen Elbe und Weser erhältlich sein soll (Quelle: www.oste.de).


Schwalben bringen der Fähre Glück


Schwalbennest auf der "Helmut Hudaff"

20. 6. 2010. Wer sagt's denn: Schwalben bringen Glück. Nachdem eine Schwalbe ihr Nest im Motorraum der Broberger Prahmfähre gebaut hatte, in dem sie ihre Jungen versorgt, war klar: Das große Mittelalterfest mit Fährtaufe mußte einfach gelingen... Seit Sonntag nun trägt die letzte Motor-Prahmfähre auf der Oste in Brobergen – eine der Hauptattraktionen der Deutschen Fährstraße – den Namen "Helmut Hudaff". Mit der feierlichen Taufe, eingebettet in ein zweitägiges Mittelalterfest,  wurden die Verdienste des Ehrenbürgermeisters der Gemeinde Brobergen gewürdigt, dem ganz wesentlich die Rettung der historischen Fähre zu verdanken ist.

"Am Anfang stand
ich ganz allein"


Mittelalter-Flair an der alten Burgstelle

Während sich viele Zuhörer verstohlen Tränen aus den Augen wischten, dankte der 82-jährige Hudaff – ebenfalls sichtlich bewegt – für diesen "schönsten Tag meines Lebens". Im Kampf um die Erhaltung der Fähre "stand ich anfangs ganz allein", erinnerte sich der verdiente Kommunalpolitiker – bis ihm dank der AG Osteland die spätere Fährvereinsgründerin Corinna Kolf zur Hilfe gekommen sei.

An die Adresse des Deichverbandes und einiger Kommunalpolitiker gerichtet, sagte Hudaff, "die Behörden" hätten Fährhaus und Fährstelle zunächst abreißen wollen – aber "das  haben wir verhindert". Unter Tränen versprach der Geehrte, der für seine Verdienste auch mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" ausgezeichnet worden ist (Begründung hier): "Ich bleibe so lange auf der Fähre, bis sie untergeht."

"Nicht alle zogen
an einem Strang"


Stilecht: Akteure des Mittelalterfests

In Abwesenheit des Oldendorfer Samtgemeindebürgermeisters Thomas Scharbatke, der wegen mangelnder Unterstützung für die Fähre mehrfach massiv öffentlich kritisiert worden war, äußerte der Stader Vize-Landrat Hans-Jürgen Detje (Horneburg) seine Verwunderung darüber, dass in dieser für die Region so wichtigen Angelegenheit "nicht alle an einem Strang" gezogen hätten.

"Dank und Respekt" zollte Detje der "Beharrlichkeit und Ausdauer" der Fährvereinsvorsitzenden Kolf, die geholfen habe, eine Fähr- und Burgstelle zu erhalten, die nicht nur als "tolle touristische Attraktion" bedeutsam sei: "Diese Fähre gehört zu unserer Heimat", rief Detje aus und stellte dem Fährverein eine 2000-Euro-Zuwendung des Kreises Stade in Aussicht.

"Angst vor riesigen
Wellen der Bürokratie"


Vize-Landrat Detje bei seiner Festrede

Ostekulturpreisträgerin und Buchautorin Grit Klempow ("Hol över") wies in einer kurzen Festrede darauf hin, dass die Fähre, die zuvor fünf Jahrzehnte lang die Oste bei Geversdorf gequert hatte, eines der letzten Überbleibsel der einstmals rund 30 Fähren zwischen Bremervörde und Neuhaus sei. Klempow: "Dieser Verein bewahrt auf höchst lebendige Weise ein Stück Geschichte des gesamten Ostelandes."

Zum Abschluss der Feuerstunde stellte die Oldendorfer Pastorin Susanne Franz die Fähre, die kurz vor der Taufe den TÜV passiert hatte und nun auch ins Schiffsregister eingetragen worden ist, unter den Schutz und Segen Gottes. Überwunden sei dank vieler Helfer und Sponsoren die „Angst, dass riesige Wellen der Bürokratie und der Deichverlegung die Fähre überspülen", zeigte sich die Pastorin dankbar, bevor sie ein Trompetensolo darbot: „Lay down your burden down by the riverside…“

Erinnerungen an
den "Isern Hinnerk"


Pastorin Franz: "Down by the riverside"

Während des gelungenen Festes, das auch Ziel einer Sonderfahrt der "Mocambo" war, nutzten Hunderte von Besuchern die Angebote eines Mittelaltermarktes, den Vorstandsmitglied Holger Göbel organisiert hatte. Ritter und Marketenderinnen erinnerten an die bewegte Vergangenheit der Burgstelle derer von Brobergen und an jene Zeiten, in denen auch der jüngst erschienene Historienroman "Isern Hinnerk" spielt, der auf dem Fest von Autor und Ostepreisträger Dietrich Alsdorf vorgestellt wurde.

Die Gäste erwarten im mittelalterliche Heerlager bunt gewandete Marktleute, Handwerker, Tänzerinnen und Musiker. Heiß und kalt wurde es den Besuchern, als ein Feuerschlucker seine Künste darbot oder die vom Kampf erhitzten Ritter im kühlen Badezuber Erfrischung suchten. Für Unterhaltung und Abwechslung sorgte auch eine Modenschau mit mittelalterlichen Gewandungen.

Bratwurst, Torten
und Pestumzug

Spielszenen versetzten das Publikum in die Zeit um 1300, als in Brobergen eine mächtige Burg die Schifffahrt auf der Oste kontrollierte. "Skadis Wachen" boten Alt und Jung Gelegenheit, sich im Wettkampf mit Pfeil und Bogen zu messen. Johann von Brobergen rekrutierte neue Truppen aus den angereisten Heerlagern. Bei einem Pestumzug konnte man schließlich das Mittelalter noch einmal hautnah erleben. Für die kleinen Gäste waren zahlreiche Spiele vorbereitet, während sich Eltern und Großeltern am Kuchenbüfett, beim Fischmann oder am Bratwurststand stärken konnten.

"Die Fähre ist gerettet" – mit diesen Worten hatte der  Fähr- und Geschichtsverein zum Fest geladen: Viele Sponsoren hatten nach der Finanzblockade durch die Samtgemeinde Oldendorf geholfen, die Sanierung der Fähre zu ermöglichen. Kolf dankte unter anderem der Maschinenfabrik "Hatlappa" aus Uetersen, die 1924 die Seilwinde der Fähre gebaut und sie jetzt kostenlos für den Verein überholt hat, sowie der Bingostiftung und die Marion-Köser-Stiftung aus Beverstedt, die dem Verein jeweils 5.000 Euro spendeten.

Über den langjährigen Kampf des Fährvereins und der AG Osteland um die Erhaltung der Fähre berichtet diese SONDERSEITE.


Ein Robin Hood des Ostelandes?


Isern-Hinnerk-Spektakel in Beckdorf

27. 5. 2010. Der legendäre Oste-Raubritter "Isern Hinnerk" wird im zu neuem Leben erweckt. Der Stader Autor und Oste-Kulturpreisträger Dietrich Alsdorf, bekannt geworden mit dem historischen Kriminalroman "Anna aus Blumenthal" (SPIEGEL-Rezension hier), hat dem Volkshelden ein neues Buch gewidmet, das am 12. Juni in allen Buchhandlungen zwischen Elbe und Weser erhältlich sein soll. Das sind die historischen Hintergründe: Der erst 22-jährige Knappe Hinrich (Hinnerk), Sohn des Horneburger Burgmannes Hinnerk III., eroberte 1307 in Zeiten der Vakanz des Bremer Erbistums die Burg Bremervörde, verwaltete sie über drei Jahre und wurde dann aus ihr vertrieben. Er konnte in seine Burg Dannsee bei Beckdorf flüchten, die aber mit schwerem mittelalterlichem Geschütz, einer Blide, belagert wurde. Hinnerk floh ins Moor und wurde von den Verfolgern gefasst.

Für sechs Jahre sollte der etwa 25jährige Knappe ins Verlies der Bremervörder Burg  wandern, er wurde aber frühzeitig wieder freigelassen, weil sie die Zeiten inzwischen geändert hatten und die ehemaligen Bündnispartner des Bremer Erzbischofs Johann Grand, genannt "Fürsaat" (Feuersäer) zu seinen Feinden wurden. Isern Hinnerk wurde rehabilitiert und erhielt die wichtige Grenzbastion Ottersberg als Lehen. Auch als Amtmann von Horneburg taucht Isern Hinnerk in den Quellen auf.


Rekonstruktion der Dannsee-Burg

Obwohl der Isern Hinnerk in den Annalen der Erbischöfe schlecht wegkommt – er wird dort als unmenschlich und grausam geschildert – muss er nach Auffassung des Autors Alsdorf ein "Robin Hood" des Ostelandes gewesen sein.  Legenden zufolge soll er seine Feínde in die Irre geführt haben, indem er die Hufe seiner Pferde verkehrt herum beschlagen ließ. Das bezeugen jedenfalls Notgeldscheine aus Horneburg aus der Zeit um 1925. In Bremervörde hielt sich bis 1900 die Sage von der "Witten Fro op‘n Slottbarg von Vör", die der um die Regionalgeschichte verdiente August Bachmann aufzeichnete. Im Ersten Weltkrieg wurde "Isern Hinnerk" vom Bremervörder Landrat Wiedenfeld sogar als Heldenfigur benutzt, in die man gegen eine Spende Nägel in die harte Eichenfigur einschlagen konnte. Isern Hinnerk wurde zum "Deutschen Krieger".


Romanautor Dietrich Alsdorf

Dietrich Alsdorf schrieb über den legendären Mann einen Roman, weil er das Bedürfnis hatte, dessen Image zu retten. Vieles musste fiktiv bleiben, weil die historischen Unterlagen über diese Zeit knapp sind. So  erfindet derAutor einen Anwärter auf die Ritterschaft, dem der Bremer Erzbischof Giselbert nach der für ihn erfolgreichen Schlacht bei Uetersen die Ritterwürde und die Burg Bremervörde versprochen hat. Nach dem unerwarteten Tod des Bischofs will dessen Nachfolger von dieser Zusage nichts mehr wissen und übergibt die Burg Bremervörde dem Giselbert von Wohlde, einem Freund des Johann von Brobergen, der zu dieser Zeit die Herrschaft an der Oste ausübt. Als Antwort auf zahlreiche Einschüchterungen, die Isern Hinnerk schmerzvoll zur Kenntnis nimmt, wagt er einen Angriff auf die Burg Bremervörde und nimmt sie im Handstreich.

Eine im wahrsten Sinne vertiefte Beziehung zu dem Stoff ergab sich für Alsdorf erstmals im Jahr 2003, als er als Grabungstechniker an einer Grabung zur Rekonstruktion von Resten der Burg Isern Hinnerks im Moor bei Beckdorf beteiligt war. Die zahlreichen am Dannsee verstreut gefundenen Steinkugeln der Blide, mit der die Burg Hinnerks beschossen worden war, gaben - wie berichtet - den Beckdorfer Heimatfreunden Anlass, diese Riesenzwille neu zu bauen und sie jährlich im Mai vorzuführen.

Dietrich Alsdorf: "Isern Hinnerk", Verlag Atelier im Bauernhaus,  ISBN 978-3-132 88-321-5, 368 Seiten, 45 Abbildungen, 12,90 Euro.


Die Geheimnisse des Mumienschiffs


Geöffnet vom 28. Februar bis zum 15. Juni

April 2010. Die Suche nach Mumien, die in der Elb- und Ostemündung verschwunden sind, zählt zu den Themen der Ausstellung "Versunken in der Elbe – Schätze vom Nil" (bis Ende Juni im Natureum Niederelbe).  Über die Ereignisse, die der Ausstellung zugrunde liegen, hatte im vorigen Herbst NEZ-Chefredakteur Ulrich Rohde ausführlich berichtet; der Artikel ist hier zugänglich.


NEZ-Sonderseite zum Thema - größer

Und darum geht es: Im Auftrag des preußischen Königs hatte Generalleutnant Heinrich Menu von Minutoli auf einer Expedition zwischen 1820 und 1821 antike Kunstgegenstände erworben, bestimmt für die Königlich Preußischen Sammlungen in Berlin. Ein Teil der Schätze erreichte, verpackt in 20 Kisten, auf dem Landweg sein Ziel und bildet heute den Grundstock des Neuen Museums. Der aus 97 Kisten bestehende Seetransport wurde mit dem Segler "Gottfried" von Triest nach Hamburg geschickt.

In einem schweren Orkan sank die "Gottfried" in der Nacht zum 12. März 1822 in der Elbmündung mit ihrer kostbaren Fracht. Bis heute liegen die jahrtausendealten Exponate, darunter ein Granit-Sarkophag und hundert Stelen, im Wrack auf dem Grund der Elbe.

Kurz nach dem Untergang waren zwischen Otterndorf und Balje sieben von acht an Bord befindlichen Mumien sowie andere Ladungsteile angeschwemmt und zunächst in der Nähe des heutigen Natureums verwahrt worden. Am 4. September 1822 wurden die Mumien und ein Prunkzelt in Hamburg versteigert. Sie gelten seitdem als verschwunden.


Mumienporträt eines jungen Mannes

Nicht zuletzt dank jahrzehntelanger Forschungsarbeit des Ägyptologen Dr. Joachim Karig und Rainer Leive, ehrenamtlicher Vorstand des Natureums, kehren 188 Jahre nach ihrer Strandung Teile der Mumien symbolisch an ihren Fundort zurück. 2003 hatte die Ägyptologin Dr. Renate Germer im Archiv des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe zufällig einen Umschlag mit Mumienbinde, Mumien-Haarlocke und Fundhinweise zu einer weiblichen Mumie gefunden. Diese Exponate sind in der Ausstellung des Natureums ebenso zu sehen wie ein Mumienschädel und eine mumifizierte Hand sowie Statuen, Amulette und Präparate, die verschiedene Tiere in der ägyptischen Hochkultur als Gottheiten darstellen.

Sämtliche Gegenstände stammen aus einer Zeit, als Menschen in unseren Breiten die ersten Großsteingräber errichteten und Ackerbau und Viehzucht ihren Anfang nahmen. Die Leihgaben wurden vom Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, vom Neuen Museum Berlin und von der Hobby-Ägyptologischen Gemeinschaft in Bremervörde (HAGIB) unter Leitung von Dieter Hein und Wolfgang Mahnke zur Verfügung gestellt.


Tiere in Gottgestalt mit Natureum-Gästen

Besucher können in einem Querschnitt erahnen, was im Wrackgebiet der "Gottfried" noch verborgen liegt. Vom Turm des Natureum lässt sich mit Ferngläsern der ungefähre Ort der Strandung ausmachen. Außerdem zeigt die Ausstellung lebende Tiere aus Ägypten wie z. B. ein Chamäleon, eine Gottesanbeterin (Fangschrecke), Sandboas (Schlangen) sowie niltypische Fische. Gleich nebenan sind Vergleiche mit der Tierwelt an der Niederelbe möglich.

Die Ausstellung "Versunken in der Elbe – Schätze vom Nil" bleibt bis Ende Juni im Natureum Niederelbe. Am 11. April ist eine Bauchtanzvorführung geplant.






Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste