Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Die Oste?
Nie gehört!

Erfreuliche Post erhielt Hartmut Jungclaus, Webmaster der Heimatseite ostechronik.de
Ein Leser schrieb ihm: 

"Seit ich Eure Seite kenne, weiss ich, dass es sich lohnt, in Deutschland zu leben - weil es sehr, sehr schön ist.  Ja, ja natürlich - Deutschland hatte schon immer schöne Flecken. Ich habe mir viel angeschaut, bin oft im Harz gewandert und habe die Wälder von Brandenburg durchstreift. Habe über den Brocken gestaunt und mir einen ganz speziellen Briefmarken-Stempel auf der Zugspitze geholt. 

Aber die Oste??? Nein - nie was von gehört!!! Aber jetzt - Eure Seiten haben mir die Schönheiten von Deutschland wieder gezeigt. Vielen, vielen Dank dafür. 

Gruß Uwe Mangelsdorff - ein neuer Oste-Fan."


Aktuelle Meldungen 
weiter unten

"Sie ist ein Geheimtipp, die Ostegegend"


Prahmfähre in Brobergen

Allmählich entdecken die Medien den einstmals "unbekannten Fluss". Der "Stern", Europas größte Illustrierte, berichtete unter dem Titel "Amazonas hinterm Deich" über die Reize der Oste: "Sie ist ein Geheimtipp." Zitate aus dem Artikel von Wolfgang Röhl:

"Die Oste kennt kein Schwein. Und das ist gut so. Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren." 


Angler auf der Unteren Oste

"Da das mit der Flut einströmende Elbwasser heutzutage Badequalität hat, kann man aus der Oste praktisch trinken. 20 oder mehr Fischarten tummeln sich im Fluss; manche, wie Lachs und Meerforelle, erst in den 90er Jahren von Anglervereinen wieder eingebürgert. An der Oste und ihren Nebenflüssen, ja, sogar an den Wettern - Entwässerungskanälen - wird fanatisch gefischt." 

"Künstler wie Karl Otto Matthaei (1863-1931) schufen norddeutsche Panoramen, deren Zauber real andauert, wie jeder Ostewanderer bezeugen kann. Und der in Osten geborene Maler Diedrich Rusch (1863-1959) hat dem Fluss wunderbare Denkmäler auf Pappe und Leinwand gesetzt." 


Ostezufluss bei Weertzen

"Die eine Zeit lang eingemottete, dann mit viel Bürgerengagement und EU-Mitteln sanierte Schwebefähre im Eiffel-Stil hat längst Ikonenstatus. Von ihrer Art gibt es nur noch wenige. Der spanische König Juan Carlos, Schirmherr historischer Schwebefähren, erteilte ihr seinen Segen." 

"Sie ist ein Geheimtipp, die Ostegegend. Was auch sein Gutes hat. In der Hochsaison, wenn sie an den Stranden von Cuxhaven wie Sardinen in der Dose lagern, sich auf der Timmendorfer Promenade auf die Zehen treten und auf ganz Sylt im Stau stehen, dann hat's am braunen Fluss noch Platz ohne Ende. Hier geht sie ab, die große Freiheit! Wie sagt man auf dem Land, dem platten? "Dat hett sik annerswo man blot noch nich rümschnackt" - "Das hat sich andernorts bloß noch nicht rumgesprochen". 


Aktuelle Meldungen aus der Flussregion weiter unten.


Die Oste – der Fluß, der alles hat


Seehunde im Ostewatt

Kaum ein Fluss ist ähnlich vielfältig: Seeadler an der tidebewegten Mündung, Eisvögel am idyllischen Oberlauf; Segel- und Ruderreviere nahe der Elbe, Kanuparadiese an der Unteren Oste; Kultur- und Naturschätze in Städten und Dörfern; Museen und Baudenkmäler; nahebei Angel-, Wasserski- und Tauchseen - ein Fluss, der alles hat. Dennoch ist der längste niedersächsische Nebenfluss der Elbe noch weithin unbekannt. In dem Buch "Über die Oste" schreibt der langjährige Spiegel-Autor Jochen Bölsche

Der Fluß, zu dessen Wahrzeichen die Schwebefähre geworden ist, gibt Anlaß zu mancherlei Mißverständnissen. Das beginnt schon beim Flußnamen, den Generationen von Forschern auf die ähnlich lautende Himmelsrichtung Osten zurückgeführt haben. Mittlerweile aber scheint sich die Auffassung von Deutschlands bekanntestem Namensforscher Professor Jürgen Udolph durchzusetzen, Osten leite sich von dem vorgermanischen "ausa/austa" ab, einer Wortwurzel, die schlicht "Gewässer" oder "gießen" bedeutet und auch in Ostern steckt, dem traditionellen christlichen Tauffest. (Die Alteingesessenen übrigens sagen nie "Ossste", mit kurzem O, sondern stets "Ooost" oder "Oooste" mit langem Vokal, wie in Ostern.)


Fischkutter bei Geversdorf

Gelegentlich kommt es zu akustischen Mißverständnissen. Wer etwa in Hamburg von einem Ausflug "an die Oste" erzählt, wird bisweilen gefragt: "Wo denn da an der Ostsee?" Auf die Antwort, der Fluß sei gemeint, heißt es häufig: "Ach so, die Este..." Denn der Horizont vieler Hanseaten endet an den Kirschblütenflüssen ihrer Ausflugsregion Altes Land, während der längste und vielfältigste niedersächsische Nebenfluß der Elbe, weit draußen jenseits des Speckgürtels, lange Zeit nahezu unbekannt war. So kommt es auch, dass Kreuzworträtselfreunde auf der Suche nach einem "linken Nebenfluß der Elbe" mit vier Buchstaben gewöhnlich "Este" eintragen - und sich erst korrigieren, wenn sie bemerken, dass der „männl. Verwandte“ der Onkel ist und nicht der Enkel.

Ein hübsches Fehlurteil unterläuft gelegentlich Touristen, die eines der 4,9-PS-Wohnboote chartern, mit denen man auf der Oste ohne Sportbootführerschein fahren darf. "Der Fluß fließt ja rückwärts", entfährt es erstaunten Landratten aus Süd-, West- oder Ostdeutschland - sie können sich nicht vorstellen, dass Neptun, der Herr über Ebbe und Flut, noch so tief im Binnenland regiert, sogar bis hinauf zum ersten Wehr in Bremervörde, 75 Kilometer von der Küste entfernt.


Schifferfest in Gräpel

Weil mit den Gezeiten immer wieder auch verheerende Hochwasser die Anrainer heimsuchten, haben die Menschen an der Oste früh versucht, den Fluß bis in die Gegend um Bremervörde mit Deichen zu zähmen. Hohe Deiche erforderten Segelschiffe mit entsprechend hohen Masten, hohe Masten wiederum verboten den Bau fester Brücken. So kam es, dass die Oste bis weit ins vorige Jahrhundert hinein - bis Motorschiffe die Segler ablösten - ein Fluß der Fähren war (und 1909 zum Fluß der Schwebefähre wurde).

Von den früher rund 30 Kahn- und Prahmfähren sind gerade mal zwei Personenfähren erhalten geblieben, in Gräpel und Brobergen. Einen legendären Ruf genoß der Gräpeler Fährmann und Gastwirt Helmut Plate, der - "Fährmann, hol öber" - Jahrzehnte lang seine handbetriebene Seilfähre über den Fluß zog. Am Gräpeler Hafen erinnert heute die Holzskulptur "Ostekucker" an den 2007 verunglückten Fährmann Plate, dem zu Ehren der Volksmund die Oste "Rio de la Plate" nannte und Österreichs Post eine Sondermarke herausgab. 


Schwebefähre in Osten

Ein Überbleibsel vergangener Zeiten, von Touristen geliebt und von Fährfreunden gepflegt, ist auch die letzte Motorfähre auf der Oste in Brobergen. Dort läßt sich erfahren, dass Fährstellen wie auch Furten früher strategisch wichtige, häufig umkämpfte Kontroll- und Zollstellen waren. Im Broberger Fährkrug sind die Relikte einer jener palisadenbewehrten Niederungsburgen ausgestellt, wie sie die gesamte Oste früher säumten - von Burgsittensen über die Karlsburg und Kranenburg bis zur einstigen "Schlickburg" an der Ostemündung bei Neuhaus. Gegenüber dem Broberger Fährhaus steht die Nachbildung einer urkundlich belegten Rolandfigur, die dort um 1600 die Machtansprüche und die Blutgerichtsbarkeit der Broberger Ritter manifestierte.

Eine Burg wachte auch über jene Furt ("vörde"), der Bremervörde, einstmals beherrscht von den Bremer Erzbischöfen, seinen Namen verdankt. Dort führte der "Ochsenweg" durch die Oste, über den alljährlich bis zu 30.000 Ochsen von Jütland nach Holland getrieben wurden. Später wurden in der Nähe des heutigen Sportboothafens Torf aus dem nahen Teufelsmoor und Buschwerk für Uferbefestigungen umgeschlagen, was der Stadt den Ruf eintrug, "größter Stackbuschhafen Europas" zu sein. Wilhelm Busch widmete ihr den Reim: "Schön ist's auf der ganzen Erde, am schönsten doch in Bremervörde."


Osteland - ein Paradies für Angler

Die Vördestadt, zu deren heutigen Attraktionen neben dem Bachmannmuseum ein Natur- und Erlebnispark am 1991 angelegten Vörder See zählt, trennt die Untere Oste von der Oberen Oste. Die beiden Flußabschnitte, obwohl ungefähr gleich lang, könnten kaum unterschiedlicher sein.

Im Norden zeigt sich die Oste als mächtiger, stellenweise 14 Meter tiefer und bis zu 200 Metern breiter Tidestrom mit schilfgesäumten Mäandern und rund fünfeinhalb Meter hohen Deichen, auf denen gemächlich Schafe grasen. Hier, wo die Luft nach Salz schmeckt, ist der maritime Charakter allgegenwärtig. 

In Gräpel, Osten, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus haben dörfliche Werften einst Segelschiffe auf Kiel gelegt, mit denen Walfänger zwischen 1766 und 1816 auf Grönlandfahrt gingen. Später wurden Ziegel, Obst und Torf über die Oste in die großen Städte geschippert. 


Tortenauswahl im Landfrauencafé

Die Einstufung der Oste als "Bundeswasserstraße" ist heute nur mehr eine Reminiszenz an jene Tage, als in Hemmoor noch Portlandzement produziert, mit einer Pferdebahn zum Hafen Schwarzenhütten transportiert und von dort aus über die Oste in alle Welt verschifft wurde - sogar nach New York, wo "Lady Liberty", die Freiheitsstatue, auf Zement von der Oste ruht. 

Seit dem Produktionsende im Jahre 1983 erinnern in Hemmoor nur noch ein Tauchrevier in der gefluteten ehemaligen Kreidegrube und das benachbarte "Deutsche Zementmuseum" mit der ehemaligen Osteschute "Hemmoor 3" an längst vergangene Zementzeiten. Der Industriehafen Schwarzenhütten dient Sportschiffern heute als Marina.


Tauchboot am Kreidesee in Hemmoor

Entlang der Unteren Oste erstecken sich zunächst Moorkolonien wie Ostendorf, angelegt von dem königlich hannoverschen Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720-1792), der in Iselersheim neben der Findorff-Kirche begraben ist. An ihn und das Schicksal der ersten Moorkolonisten-Generationen ("Der ersten der Tod, der zweiten die Not, der dritten das Brot") erinnert im benachbarten Heimatmuseum eine Dauerausstellung. Weiter stromabwärts windet sich der Fluß vorbei an Dörfern mit alten Spitzturmkirchen, an Fachwerkhäusern und an idyllischen Obsthöfen, quer durch das Zuchtgebiet der edlen Hannoveraner Pferde, für die sich auf Auktionen schon mal 400 000 Euro und mehr erzielen lassen. 

Ob die bewaldete Wingst rund um den "Deutschen Olymp", an dessen Hang ein kinderfreundlicher Zoo mit Wolfs- und Bärengehege versteckt ist; ob Osten mit seinem bizarren Buddelmuseum; ob Neuhaus mit der Traditionsfirma Ulex, wo der Kultschnaps Absinth entsteht, dem angeblich eine grüne Fee innewohnt - zu all diesen beschaulichen Orten, die ein wenig an die "Sommerfrischen" verflossener Zeiten erinnern, paßt der Slogan des Schwebefähren-Dorfes: "Dem Alltag entschweben..."


Alter Leuchtturm bei Balje

Hier an der Unteren Oste, unter Reet hinterm Deich, lebt auch der Schauspieler und Lilo-Wanders-Darsteller Ernie Reinhardt, der gern über seine wahre Liebe Auskunft gibt: "Die Weite und der Frieden, der von diesem Landstrich ausgeht, treiben mir Tränen in die Augen." Ein paar Kilometer stromabwärts hat der Journalist Wolfgang Röhl eine neue Heimat gefunden. Er schwärmt im Hamburger "Stern": "Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren."

Ganz weit weg von Salzluft und Sturmgebraus plätschert die stille, süße Obere Oste. Die stärkste ihrer sieben Quellen entspringt einer feuchten Pferdekoppel am Rande der Heide in Schillingsbostel bei Tostedt-Otter im Landkreis Harburg. 

Zunächst als unscheinbares Bächlein, dann als schmaler Fluß windet sie sich, von Libellen umschwirrt, durch Wiesen und Wälder - vorbei am Tister Bauernmoor, wo Kranich und Seeadler kreisen, flankiert von Biberbauten und Eisvogelhöhlen und den Wassermühlen in Sittensen und Eitzte.


Segelregatta auf der Oste

Während auf diesem Teil des Flusses naturgemäß nur Wassersport mit Kajak und Kanu gestattet ist (bei gutem Wasserstand von Burgsittensen an, sonst ab Sittensen oder Weertzen), harren an den Anlegern im Unterlauf rund 500 Motorboote auf ihren Einsatz - und unterhalb von Oberndorf, wo sich die Oste weitet, zunehmend auch Segelyachten. Alljährlich kämpfen die Skipper von der Oste bei der größten Regatta der Unterelberegion um den begehrten "Nordsee-Elbe-Cup", der traditionsgemäß in Oberndorf verliehen wird.

Der Ort, der sich in seiner Dorfhymne das maritime "Herz der Oste" nennt, ist nicht nur Heimathafen des gemütlichen Restaurantschiffs "Ostekieker", einer früheren Rostocker Trabbi-Fähre. In der Nähe der Klappbrücke, an der Fährpromenade unter der Flußkirche, liegt auch das älteste noch betriebsbereite Motorfahrgastschiff Deutschlands, die 1872 als Alsterdampfer in Dienst gestellte "Mocambo". 


Fahrgastschiff "Mocambo" 

Der Oldtimer läuft zu nächtlichen Krimilesungen in die Hexenbucht bei Hemmoor aus und steuert regelmäßig das Natureum Niederelbe an, das maritime Naturkundemuseum an der Ostemündung. Besonders beliebt sind die Fahrten durch die stählernen Stemmtore des 1968 fertiggestellten Ostesperrwerks - genannt "der Achtundsechziger mit der großen Klappe" - zu den Seehundbänken an der Rammelbucht im Ostewatt. 

Geversdorf wiederum ist Heimathafen des letzten noch aktiven Fischkutters am Fluß. Mit den Hamen, den rechtreckigen Seitennetzen seiner marineblauen "Ostetal", geht Fischer Walter Zeeck seinem Beruf auf umweltschonende Weise nach, vorwiegend auf der Niederelbe. Die Untere Oste hingegen dient in erster Linie als Freizeitrevier von 5600 Sportfischern, die in dem relativ sauberen Fluß - Gewässergüteklasse zwei - fast alles finden, was Flossen hat, von A bis Z, von Aal bis Zander. 


Wettmelken in Hasenfleet

Sogar der jahrzehntelang verschollene Lachs gedeiht nun wieder in dem industriefernen Fluß - dank einer Ansiedlungsaktion, die von der Presse als "Wunder an der Oste" gefeiert wurde. Jetzt erhoffen sich die Artenschützer auch eine Rückkehr des Störs, mit dessen Fleisch und Kaviar Ostener Fischer bis zur Ausrottung des urtümlichen Fisches vor rund hundert Jahren die Hamburger Märkte versorgt hatten.

Doch auch ohne Stör-Eier können sich Feriengäste an der Oste durchaus wohlfühlen. Sie genießen regionale Spezialitäten wie Krabbenbrot mit Spiegelei, Labskaus, Brataal und Stint. Und ob sie nun zum Radeln in der tellerflachen Ostemarsch angereist sind, zum Reiten auf dem Geesthof in Hechthausen oder zum Wasserskifahren auf einem Altarm bei Neuhaus - Quartiere finden sich überall, nicht nur in Hotels, etwa im "Fährkrug" direkt unter der Schwebefähre oder im "Oste-Hotel" am Bremervörder Hafen, sondern auch in den vielen Ferienwohnungen und Ferienhäusern unter dem hohen Himmel der Ostemarsch.


Hafen Hemmoor-Schwarzenhütten

Wie erholsam es dort zugeht, zeigt ein Blick in das Internet-Gästebuch eines Reetdachhauses am stillen Strom: "Keine Autos, kein Lärm, kein Stress - eine Oase der Ruhe und Erholung." 

Radfahrer aus Sachsen bedanken sich für den "Urlaub im norddeutschen Nirgendwo, wo man einmal alle Fünfe gerade sein und die Seele baumeln lassen kann." Und Gäste aus dem Ruhrpott drücken es in ihrem Dialekt aus: "Hömma! Iss datt ruhich hier... Kumma! Watt datt hier schön iss... Samma! Hasse schon die Äppels probiert? Hamma uns hier pudelwohl gefühlt!!!"



Oste aktuell

Werbung für
Oste und Wingst


Titel (Ausschnitt) des neuen Urlaubsmagazins

15. 11. 2012. Nicht der Bergwald, sondern die Oste bildet das Hauptmotiv auf der Titelseite des neuen, reich bebilderten Urlaubsmagazins 2013 für die Wingst. Das 60 Seiten starke Heft enthält neben einem großzügigen Freizeitteil mit einer Übersicht der Ausflugsziele und Attraktionen interessante Zusatzinformationen, beispielsweise Veranstaltungstipps, Erlebnisangebote und natürlich ein Gastgeberverzeichnis. Zum Einzugsgebiet zählt neben der Wingst auch der maritim geprägte Unterlauf der Oste.

Das Magazin wird unter anderem von der metronom-Eisenbahngesellschaft vertrieben. Es ist erstmals interaktiv nutzbar: Via "QR-Code" und mit einer entsprechenden Gratis-App (etwa dem "barcodesanner") kann der Leser per Smartphone oder Tablet nun den aktuellen Infofilm über Wingst und Oste direkt auf youtube aufrufen, wie Dobrock-Touristiker und AG-Osteland-Vorstandsmitglied Michael Johnen (Foto) mitteilt. Mehr...


"Fährmann"
abonnieren


Titelseite mit Dieter König in Bremervörde

15. 11. 2012. Wichtige Information für die Oste, den "Fluss der Fähren": Die von Dieter König (Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremen) gestaltete Zeitschrift "Der Fährmann", die 2005 eingestellt worden ist, erscheint jetzt als kostenloser "Newsletter für Freunde der Fähren in Deutschland", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Binnenfähren in Deutschland.

Der Newsletter steht hier zum Download (PDF) bereit. Die Titelseite zeigt Dieter König auf der Spielfähre am Vörder See unweit des Startpunktes der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Wer ihn auch in Zukunft erhalten will, schickt eine Mail an an faehrmann@binnenfaehren.de.


Dr. Wittes
Wahrheit


Elbbaggerung: Immer tiefer, immer teurer

12. 11. 2012. Wegen der Baggerarbeiten in der Niederelbe braucht man sich keine Sorgen zu machen - jedenfalls wenn man dem Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Dr. Hans-Heinrich Witte (Foto), glaubt, den Redakteurin Frauke Heidtmann jüngst für die Niederelbe-Zeitung interviewte (Interview-Wortlaut hier). Der Wasserbauer Dipl.-Ing. Walter Rademacher (Neuhaus) vom Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung, zugleich 2. Vorsitzender der AG Osteland, sieht das anders: Witte betreibe Verharmlosung, was Umfang und Kosten der Unterhaltungsbaggerungen betreffe, schreibt Rademacher auf der Bündnis-Website. Dazu präsentiert er die kompletten Zahlen zur Entwicklung seit 1965.


NDR-Reportage über
Fischerfamilie Zeeck


NDR-Website mit Fischer Zeeck

Eine Reportage über die Geversdorfer Oste- und Elbfischer-Familie Zeeck und die fatalen Auswirkungen der Elbvertiefung hat NDR Info gestern ausgestrahlt. Der Beitrag kann hier in der Mediathek des NDR angehört werden. Fischer Walter Zeeck war dieses Jahr von der AG Osteland mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" in der Kategorie Umweltschutz ausgezeichnet worden.


Neue Bilder
von der Oste


Fotokalender von Gundula Gäntgen - größer

11. 11. 2012. Seit einigen Jahren hat die Hechthausener Profifotografin Gundula Ida Gäntgen ihre schönsten Aufnahmen von der Oste zu einem Kalender für ihre Freunde zusammengestellt. Jetzt hat die AG-Osteland-Mitstreiterin erstmals einen Oste-Kalender herstellen lassen, der auch im Handel - in "Vogels Schatztruhe" in Hechthausen - von jedermann erworben werden kann. Einen Einblick in das fotografische Schaffen von Gundula Gäntgen ermöglicht ihre Seite auf fotocommunity.de, wo auch der neue Kalender beim fachkundigen Publikum ein begeistertes Echo findet.

Typische Urteile von fotocommunity-Mitgliedern: "Wunderschönes Geschenk", "Klasse Fotos, es lockt einen, dort Urlaub zu machen, viel Natur und Ruhe", "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Meisterwerk!!! Super, wenn man diese Motive fast vor der Haustüre findet."


Fast 1 Million
für Ostewelle


Das Natureum auf der Ostehalbinsel

8. 11. 2012. Unter dem Arbeitstitel "Oste-Welle" rangiert nach wie vor der geplante Neubau einer Fahrradstation samt Seminarräumen und Ausstellungsgebäude auf dem Gelände des Natureums Niederelbe, dem Ausgangs- bzw. Endpunkt des Oste-Radwegs Balje - Tostedt. Das Bauprojekt wird nach Mitteilung des hannoverschen Wirtschaftsministeriums mit 181.428 Euro gefördert. Ergänzt werden die Landesmittel durch EU-Fördergelder aus dem regionalisierten Teilbudget des Landeskreises Stade. Die Gesamtinvestition beträgt rund 900.000 Euro.


Die Welt der
Fähren im Bild


Schwebefähre in Newport auf flickr.com

7. 11. 2012. Fast 800 Fotos von rund 200 Mitgliedern aus aller Welt umfasst bereits die flickr-Gruppe "Schwebefähre". Die faszinierenden Bilder aus der Welt der transporter bridges sind immer mal wieder einen Besuch wert.


Vortrag zum
100-Jährigen


AG-Osteland-Vorsitzender Bölsche in Rendsburg

3. 11. 2012. In vollem Gange sind in Rendsburg die Vorbereitungen für die Feiern zum 100-jährigen Bestehen der 1913 eröffneten Hochbrücke mit Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal. Geplant sind unter anderem eine Ausstellung, eine Buchveröffentlichung und eine Illuminierung des Bauwerks, das Rendsburg mit der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld verbindet.

Darüber hinaus widmet die traditionsreiche, 1910 gegründete und 650 Mitglieder umfassende Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte ihre Jahresversammlung am Sonnabend, 27. April, dem Thema Schwebefähren, wie der 1. Vorsitzende Hans Kaack mitteilt.

Den Festvortrag zum Schwebefähren-Jubiläum hält der Journalist Jochen Bölsche (Osten) vom Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland, in dem auch der zur Zeit laufende supranationalen Weltkulturerbe-Antrag an die Unesco initiiert worden ist.

Mehr zum Thema auf der internationalen Website schwebefaehre.org.


Geld für
die Fähre


Tourismusmagnet Schwebefähre

3. 11. 2012. Über eine 3500-Euro-Spende der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln freut sich die Ostener Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre. Mit dem Geld sollen Rostnester beseitigt und weiterer Raum für die "Fährstuv" angemietet werden, wie Vorsitzender Karl-Heinz Brinkmann mitteilt.


Mumien
online


Osteland-Mitglied Leive gestern im ZDF-Film

29. 10. 2012. Am Sonntag den ZDF-Film über die 30-jährige Suche von AG-Osteland-Mitglied und Natureum-Mitbegründer Rainer Leive (Basdahl) nach dem Wrack des Mumienschiffs "Gottfried" in der Elbe versäumt? Macht nichts: Der Film "Geisterschiff im Wattenmeer" aus der Reihe "TerraX" kann jetzt hier in der ZDF-Mediathek gesehen werden.


TV-Ereignis
des Monats


AG-Osteland-Mitglied Leive, Kollege Karig

28. 10. 2012. Der Sonntagabend, 28. Oktober, 19.30 Uhr, bietet für Ostefreunde das TV-Ereignis des Monats: Das ZDF berichtet unter dem Titel "Geisterschiff im Wattenmeer" in der Sendereihe "Terra X" über die 30-jährige detektivische Suche des AG-Osteland-Mitglieds Rainer Leive (Basdahl) und seines Kollegen Joachim Karig nach dem Wrack des Mumienschiffs "Gottfried", das 1822 vor der Ostemündung versunken ist (Trailer zum ZDF-Film hier).
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Der Film steht hier in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.
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>>> Soeben hat ZDF online ein Interview mit Leive und Karig über ihr "Lebensziel" veröffentlicht, das Auffinden des Wracks. Interview bitte hier lesen.


Film- und Krimithema: Mumienschiff "Gottfried"

"Ich hoffe, dass die Wellen, die durch die große Aufmerksamkeit erzeugt werden, auch einen positiven Effekt auf unsere Region haben werden," erklärte Leive heute gegenüber oste.de.

Abzuwarten bleibe, ob durch den Film "eine weitere Welle ausgelöst wird, die geeignet ist, das Sediment aus mangelnder Unterstützung durch unsere Kulturbehörden, die bleiern über den Artefakten liegt, zu beseitigen". Leive: "Ich habe da meine Zweifel. Wie auch immer, wenn wir auch unser Lebensziel noch nicht erreicht haben, so doch zumindest ein Etappenziel."

Der "Gottfried"-Untergang stellt, wie mehrfach berichtet, auch den historischen Hintergrund des neuesten Oste-Krimis "Tödliche Schriftrollen vom Nil" von Reinhold Friedl dar. Das Buch wird als ZDF-Literaturtipp zu Sendung empfohlen: "Das hat es so auch noch nicht gegeben: Zur aktuellen Terra X-Folge 'Geisterschiff im Wattenmeer' entstand ein Krimi. Buchautor Reinhold Friedl hat die Geschichte vom Untergang der 'Gottfried', ihrer wertvollen Ladung und der Suche danach zum Aufhänger seines neuen Heimatkrimis gemacht..."


Rückenwind
für die Pilger

17. 10. 2012. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die die geplante Elbvertiefung vorläufig gestoppt. Es habe dem Eilantrag von Natur- und Umweltschutzvereinigungen, dem Naturschutzbund (NABU) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), gegen den Planfeststellungsbeschluss der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord stattgegeben, teilte das Gericht mit. Ausführlicher Bericht auf ndr.de.

18. 10. 2012. Während die Handelskammer von einem "Rückschlag" und die CDU von einer "schlechten Nachricht" spricht, begrüsst der WWF den Gerichtsentscheid als "große Chance für den Naturschutz an der Elbe". Der NABU bekräftigt: "Die Elbtiefe kann nicht ausschließlich an den Interessen der Reeder orientiert werden." Der BUND erklärt: "Offensichtlich haben unsere Argumente in einem ersten Prüfdurchgang das Gericht überzeugen können." Walter Rademacher (Foto), AG-Osteland-Vize und Sprecher des  Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung, erwartet aufgrund der Entscheidung eine vier- bis fünfjährige Verzögerung und sieht Rückenwind für die Elbpilgerer (siehe nächsten Text).

Von Cuxhaven
bis Hamburg

15. 10. 2012. Am Mittwoch, 24. Oktober, startet der "Pilgerweg zum Schutz der Elbe", den das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung zurzeit vorbereitet. Der Weg beginnt um 8.30 Uhr an der Alten Liebe in Cuxhaven mit einer Andacht von Pastor Kurt Schaefer und führt dann in fünf Tagen bis nach Hamburg. Bisher haben sich 23 Personen dafür angemeldet, den Pilgerweg komplett oder in Teilen mitzugehen.

Abends wird es jeweils um 20 Uhr Gesprächsrunden zur Elbvertiefung geben. 24.10 (Neuhaus): Gespräch mit dem Fischer und Ostepreisträger Walter Zeeck. 25.10. (Freiburg): Folgen der Elbvertiefung für Landwirtschaft und Ökologie, 26.10. (Stade):  Friedensforscher Martin Arnold über die Erfolgsfaktoren friedlichen Widerstands, 27.10. (Cranz): Elbe und Atomkraft mit Karsten Hinrichsen von Brokdorf Akut, 28.10.: Abschlussveranstaltung in Hamburg.

Mit dabei: Elbfischer und Ostepreisträger Zeeck

"Wir möchten den Austausch mit den Menschen vor Ort suchen – und natürlich auch weiter zum Spenden für die gemeinsame Klage von BUND und NABU gegen die Elbvertiefung aufrufen, die auch vom WWF unterstützt wird", sagt Georg Ramm (Foto) vom Vorstand der BUND-Kreisgruppe Cuxhaven. "Diese Spenden sind wichtig, um unsere Argumente mit weiteren wissenschaftlichen Gutachten untermauern zu können." Weiterlesen bitte hier.

Wer an dem Pilgergang teilnehmen oder in irgendeiner Form Unterstützung anbieten möchte, ist herzlich willkommen. "Wir freuen uns auch über eine tage- oder stundenweise Begleitung", betont Rademacher. Diejenigen, die eine längere Strecke mitgehen möchten und daher auch Übernachtungsmöglichkeiten brauchen, bittet das Regionale Bündnis um Anmeldungen unter fuerdieelbe@yahoo.de.  - Die Pilgerwegveranstalter informieren auch auf facebook.


Pilgern für
die Niederelbe


Gibt Auskunft: Oste- und Elbfischer Zeeck

1. 10. 2012. Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung lädt zu einem Gang auf einem rund 130 Kilometer langen "Pilgerweg zum Schutz der Elbe", der vom 24. bis zum 28. Oktober entlang des Elbe-Radwanderweges zu Fuß von Cuxhaven nach Hamburg stattfinden soll. "Wir wollen damit auch gegen die Mutlosigkeit angehen, die viele Menschen an der Unterelbe ergriffen hat", sagt Bündnissprecher und AG-Osteland-Vize Walter Rademacher (Foto).

Zurzeit sind es immerhin 16 Personen, die den Weg komplett oder in Abschnitten mitgehen. Die erste Tagesroute soll bis Neuhaus führen, die zweite bis Freiburg, am dritten Tag geht es nach Stade und von dort mit einer Übernachtung in Cranz bis ins Hamburger Zentrum. "Für alle diese Orten haben wir bereits Übernachtungsangebote erhalten, aber wir freuen uns natürlich über jede weitere Unterstützung, auch für Kaffeepausen, Verpflegung oder Gepäcktransport", sagt Rademacher.


Protestplakat im Elbe-Weser-Dreieck

Abends wird es jeweils um 20 Uhr Gesprächsrunden zur Elbvertiefung geben. 24.10 (Neuhaus): Gespräch mit dem Fischer und Ostepreisträger Walter Zeeck. 25.10. (Freiburg): Folgen der Elbvertiefung für Landwirtschaft und Ökologie, 26.10. (Stade):  Friedensforscher Martin Arnold über die Erfolgsfaktoren friedlichen Widerstands, 27.10. (Cranz): Elbe und Atomkraft mit Karsten Hinrichsen von Brokdorf Akut, 28.10.: Abschlussveranstaltung in Hamburg.

"Wir möchten den Austausch mit den Menschen vor Ort suchen – und natürlich auch weiter zum Spenden für die gemeinsame Klage von BUND und NABU gegen die Elbvertiefung aufrufen, die auch vom WWF unterstützt wird", sagt Georg Ramm (Foto) vom Vorstand der BUND-Kreisgruppe Cuxhaven. "Diese Spenden sind wichtig, um unsere Argumente mit weiteren wissenschaftlichen Gutachten untermauern zu können."

Wer an dem Pilgergang teilnehmen oder in irgendeiner Form Unterstützung anbieten möchte, ist herzlich willkommen. "Wir freuen uns auch über eine tage- oder stundenweise Begleitung", betont Rademacher. Diejenigen, die eine längere Strecke mitgehen möchten und daher auch Übernachtungsmöglichkeiten brauchen, bittet das Regionale Bündnis um Anmeldungen unter fuerdieelbe@yahoo.de.  - Die Pilgerwegveranstalter informieren auch auf facebook.


Natureum nutzt
die Winterpause


Zum Umbau wird das Hauptgebäude geräumt

29. 10. 2012. Hunderte von Freunden der AG Osteland, die Initiative "Pro Küstenwelten" und viele Kommunalpolitiker von der gesamten Oste haben im vorigen Winter für eine Zukunft für das Natureums Niederelbe, das "Tor zur Oste", gekämpft (siehe unsere gleichnamige SONDERSEITE). Das von vielen favorisierte Projekt Küstenwelten musste aus Finanzgründen abgespeckt werden, die Alternativlösung wird nun  realisiert: In diesen Tagen startet das Naturkundemuseum in der Ostemündung in die Phase der Umgestaltung.


Auch der Stör überwintert im Magazin

Über das Winterhalbjahr 2012/13  wird die Dauerausstellung "Landschaften der Niederelbe" im Museumsgebäude komplett erneuert. Daher schließt das Natureum ab 5. November seine Pforten. Das Ergebnis des Umbaus können Besucher ab Mitte März 2013 besichtigen. Im Blickpunkt der neuen Hauptausstellung steht auch in Zukunft die Elbmündung, allerdings unter anderen Akzenten.

Noch bis zum 4. November bleibt die Sonderausstellung "Abenteuer Erdgeschichte – Expedition in die Urzeit" in der Rundbogenhalle geöffnet. Auch der Elbe-Küstenpark, der Küstenzoo, die Bernsteinausstellung und der Museumsshop sind bis zu diesem Tag noch zugänglich.


Auch das Osteland kämpfte für das Natureum

Die vorbereitenden Arbeiten für das Bauprojekt haben inzwischen begonnen. So sind viele Exponate der alten Dauerausstellung ins Magazin gebracht worden. Was jetzt im Hauptgebäude passiert, ist aber erst der Anfang einer umfassenden Erneuerung im Naturkundemuseum mit dem weitläufigen Erlebnispark an der Ostemündung: Das in diesem Jahr verabschiedete Gesamtkonzept, das noch unter dem Arbeitstitel  "Küstenwelten"  läuft, geht nun in die Umsetzungsphase. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Dauerausstellung. Im Laufe des Jahres 2013 ist als zweite Stufe  ein Neubau mit Fahrradstation geplant.

Das Projekt "Küstenwelten" sollte - wie ausführlich berichtet - ursprünglich komplett in einem Neubau entstehen, musste aus finanziellen Gründen aber umgeplant werden. "Dankenswerterweise waren alle beteiligten Förderinstitutionen bereit, die Umplanung zu unterstützen", erklärt die Geschäftsführerin des Natureums, Dr. Clivia Häse. Das Ergebnis sei eine Zweiteilung des Vorhabens. Die neue Ausstellung werde nun im bestehenden Museumsgebäude realisiert, das sich von den Räumlichkeiten in idealer Weise dafür anbiete.

Die neue Dauerausstellung stellt den einzigartigen Reiz der Elbmündung mit ihrer faszinierenden Tierwelt in den Mittelpunkt. Dazu zählen Meeressäuger, Wanderfische und Zugvögel. Thematisiert wird u.a. auch die Bedeutung der Elbe als Lebensader für den Seehandel mit seinen Verflechtungen in die ganze Welt. Für die kleinen Besucher gibt es eine eigene Kinderebene mit lehrreichen Aktionszonen.

Direkt am Elberadweg, dem beliebtesten Fernradweg Deutschlands, sowie an der Deutschen Fährstraße und am Oste-Radweg gelegen, soll vor dem Natureum ein Eingangsgebäude mit Kasse, Sanitäranlagen und Fahrradstation errichtet werden. Der Neubau bietet darüber hinaus auch eine Ausstellungsfläche sowie einen dringend benötigten Mitmachbereich für Gruppenaktionen. Losgehen soll es, sobald die letzten Fördermittel bewilligt sind und das Wetter den Baubeginn erlaubt.

Finanzielle Unterstützung erhält das Natureum vom Förderfonds der Metropolregion Hamburg/Niedersachsen, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Kreissparkasse Stade, dem Förderverein des Natureums sowie voraussichtlich von der NBank, bei der das Antragsverfahren noch läuft. "Das Natureum stellt Schülerinnen und Schülern wichtige themenorientierte Lernmodule zur Verfügung, die in den Kontext Bildung für nachhaltige Entwicklung passen", kommentierte der Landtagsabgeordnete Kai Seefried (CDU) die Entscheidung von Kultusministeriums, dass das Natureum jetzt ein offizieller außerschulischer Lernort wird. Seefried hatte sich dafür besonders engagiert.


Landräte wollen
die Oste fördern


Landräte Bielefeld und Roesberg (Foto: Schult)

20. 9. 2012. Lange Zeit war die Osteregion - Randgebiet mehrerer Landkreise - von den jeweiligen Kreispolitikern massiv vernachlässigt worden. Politik und Touristik in Stade konzentrierten ihr Augenmerk vor allem auf das Alte Land, die Verantwortlichen in Cuxhaven auf die Küste. Das Osteland ragierte nur unter "ferner liefen". Hat sich eine Wende vollzogen?


Hechthausener Ostefähre "Püttenhüpper"

Bei einer Art Gipfeltreffen in Hechthausen-Klint und auf der Hechthausener Ostefähre "Püttenhüpper" legten jetzt die Landräte Michael Roesberg (Stade) und Kai-Uwe Bielefeld (Cuxhaven) ein Bekenntnis zur Oste und zu deren weiterer touristischer Erschließung ab.

Gegenüber der NEZ (Donnerstag) zeigten sie sich von der Entwicklung der letzten Jahre im nördlichen Osteland angetan: Die Gemeinden zwischen Bremervörde und Balje hätten durch touristische Investitionen gezeigt, "daß die Oste keine Grenze darstellt, sondern verbindet": "Dies gilt es weiter zu fördern."


Am Lenkrad: das Oste-Natur-Navi

Auf Einladung von AG-Osteland-Gründungsmitglied Hubertus Freiherr von Marschalck (Foto) besuchten die Gäste den Ferienpark Geesthof. Zu weiteren Stationen der "Drei-Fähren-Tour" per Rad - mit dem neuen Oste-Natur-Navi auf einem der schönsten Abschnitte des Oste-Radwegs und der Deutschen Fährstraße - zählten die Prahmfähren in Gräpel und Brobergen.


Neu im Buchhandel:
Fotos voller Poesie


Die Ostemündung - aus dem Elbe-Weser-Buch

2. 11. 2012. "Dieses Buch braucht auf seinen 200 Seiten nicht viele Worte", schreibt die Geversdorfer Autorin, Fotografin und Oste-Preisträgerin Elke Loewe in ihrem Vorwort zu einem neuen Fotoband von Manfred Below, der jetzt im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus erschienen ist. Prall gefüllt mit Fotos voller Poesie, schätzungsweise knapp ein Drittel aus dem Osteland, ist der Prachtband bestens geeignet, sich und andere zu beschenken.

Immer wieder gelingt es dem 65-jährigen Fotografen, seine Leser mit ungewöhnlichen Perspektiven zu bekannten Szenen oder Objekten zu überraschen - ob es die Sicht von der Orgelempore ins Mittelschiff des Verdener Doms ist oder das Überschwemmungsbild im Teufelsmoor. Der Bremervörder See aus der Luft läßt an Herrenchiemsee denken, von faszinierender Schönheit ist auch die Ziegelei in Bevern.

Überhaupt sind dem Osteland im Herzen des Landes überraschende Perspektiven gewidmet: von der Mehe, die sich als silberne Schlange durch die Wiesen schlängelt, der Schwebefähre Osten - Hemmoor in einer wunderschönen Abendstimmung und dem Hemmoorer Kreidesee aus der Luft bis zum Fischkutter "Ostetal" in Geversdorf und zur Ostemündung bei Belum in einer faszinierenden Gegenlichtaufnahme.

Die Pinette-Legende lebt...

Begleittexte erschießen dem Leser die Reize der Region - ein kleiner Fehler fällt da kaum ins Gewicht: die offenbar nicht auszurottende Legende vom angeblichen Schwebefähren-Baumeister und "Eiffel-Schüler Louis Pinette" (der nie existiert hat).

Immer wieder hat Manfred Below in den letzten fünf Jahren Stippvisiten im nassen Dreieck zwischen Elbe und Weser gemacht und die Besonderheiten der Landschaft entdeckt. So ist ihm nicht entgangen, wie viele Krimis im Osteland entstanden oder angesiedelt sind (siehe Zitat unten).

Below möchte, wie er sagt, "die verborgenen unspektakulären Schönheiten des Flachlandes nicht mehr missen": "Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Und wenn es die wechselnden Stimmungen in den verschiedenen Jahreszeiten sind. Aber auch die kulturellen Schätze sind bedeutsam hier. Und sie werden wertgeschätzt."

Manfred Below: "Unser Land zwischen Elbe und Weser," Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude, 200 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-88 132- 334-5.


Die Oste fließt
bis Osterrönfeld


Schwebefähren-Bild in Osterrönfeld

17. 11. 2012. Die Oste fließt in den Landkreisen Harburg, Rotenburg, Stade und Cuxhaven - aber auch durch Schleswig-Holstein, wenn man einem prächtigen Wandbild glaubt, das jetzt in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal vorgestellt worden ist: Das Kunstwerk zeigt, dicht hintereinander, scheinbar über demselben Gewässer, die beiden letzten deutschen Schwebefähren, die den Nord-Ostsee-Kanal und die Oste überspannen.


Auch das Ostener Wappen ist verewigt

Über das Wandbild an der Trafostation in einem kleinen Park im Ortskern, das von der Schleswig-Holstein Netz AG finanziert worden ist, freut sich insbesondere der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht. Als Mitglied der in Osten ansässigen gemeinnützigen AG Osteland e. V. setzt sich Sienknecht auf vielfältige Weise über die Landesgrenzen hinweg für eine Kooperation der beiden Schwebefährengemeinden ein.


Bürgermeister Hubert und Sienknecht

So wurde vor sieben Jahren eine von der AG Osteland angeregte kommunale  Partnerschaft zwischen Osten und "O'feld" besiegelt, die seither mit vielen Besuchen und Gegenbesuchen gepflegt wird. Über die bereits 2003 bei der Gründung des Schwebefähren-Weltverbands angebahnten herzlichen Beziehungen informiert seit Jahren eine spezielle Website: www.partnerschaft.schwebefaehre.org

Eng verbunden sind die Partnergemeinden durch die Deutsche Fährstraße: Die 2003 in Osten konzipierte "Fährienstraße" führt von Bremervörde über Osten/Hemmoor und Osterrönfeld/Rendsburg bis nach Kiel, wo bis 1923 eine dritte deutsche Schwebefähre in Betrieb war.


Die Künstler in O'feld bei der Arbeit

Im Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren der AG Osteland hat Bürgermeister Sienknecht gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Breitner (Rendsburg), Carsten Hubert (Osten) sowie Dirk Brauer und Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) auch den supranationalen Antrag auf eine Einbeziehung der beiden deutschen Schwebefähren in das Unesco-Weltkulturerbe mit auf den Weg gebracht.

Und so wie starke Delegationen aus Osterrönfeld nicht nur bei allen Ostener Schützenfesten vertreten waren, sondern natürlich auch bei der Hundertjahrfeier der Schwebefähre an der Oste im Herbst 2009, so sind in der AG Osteland jetzt die Vorbereitungen für die Mitwirkung an dem entsprechenden Jubiläum am Kanal angelaufen: Die gigantische Eisenbahnhochbrücke mit angehängter Schwebefähre, die Osterrönfeld und Rendsburg verbindet, feiert 2013 ebenfalls ihr Hundertjähriges.


Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren

Der bisherige Rendsburger Bürgermeister und neue Kieler Innenminister Andreas Breitner, Mitbegründer des Schwebefähren-Weltverbandes und ebenfalls Mitglied der AG Osteland, hat noch gegen Ende seiner Amtszeit im Rendsburger Rathaus erste Gespräche über die Gestaltung des Jubiläumsjahrs geführt. Wenn sich genügend Sponsoren finden, sollen Hochbrücke und Schwebefähre von dem Hamburger Künstler Till Nowak in ein einzigartiges Lichtkunstwerk und "Mitmachobjekt" verwandelt werden, dessen Illuminierung das Publikum per Steuerpult regeln kam.

An den Jubiläumsfeiern am Kanal, bei denen die Stadt Rendsburg durch ihren neu gewählten Bürgermeister Pierre Gilgenast repräsentiert werden wird, sind auch die Freunde der "Schwesterfähre" an der Oste und die AG Osteland präsent.

Deren Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) wird am 27. April auf Einladung der Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte von 1910 den Festvortrag zum Thema "Die Welt der Schwebefähren" halten.


Hemmoorer reisten
zur 'Schwesterfähre'


Hemmoorer in Rochefort (Fotos: Bernd Brauer).

1. 11. 2012. Einen fünftägigen Besuch der Gewerbeaustellung in Hemmoors französischer Partnerstadt Couhé nutzte eine Delegation der Unternehmergemeinschaft der Ostestadt zu einer Stippvisite der letzten Schwebefähre Frankreichs, die in der Hafenstadt Rochefort über die Charente führt.


Besuch im Fährmuseum Rochefort

Die Delegation unter Leitung des Vereinsvorsitzenden Wolfgang Fels, der auch Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens und -Mitbegründer Bernd Brauer angehörten, besuchte natürlich auch das Fährmuseum ("maison du transbordeur"), dessen Exponate Gästeführerin Julie Chobelet mit Charme und Sachkunde erläuterte.


Julie Chobelet informiert die deutschen Gäste

Am gegenüberliegenden Ufer der Charente steht den Besuchern ein Café zur Verfügung. Ins Auge sticht ein vorzügliches Informationssystem, das auch Tafeln in Blindenschrift und ein Smartphone-App mit Daten zur Schwebefähre umfasst.


Auch auf Osten wird hingewiesen

Den Sommer über brachten Theateraufführungenden Besuchern die Geschichte der Fähre nahe.


Vorbildlich: das Informationssystem

Rochefort ist der Ostefähre seit Jahren eng verbunden. Die Stadt war bereits Gastgeber einer Weltkonferenz der Schwebefähren und unterstützt den gemeinsamen Antrag auf Einbeziehung in das Unesco-Weltkulturerbe.


Die Schwebefähre aus der Froschperspektive

Mehr über die Schwebefähre in Rochefort auf unserer Website schwebefaehre.org.


Kunst am Kanal
zum Jubiläum


Die Kanal-Schwebefähre soll illuminiert werden

3. 11. 2012. Im Jahr der Oste 2009 feierte das nationale Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor bekanntlich sein 100-jähriges Bestehen. Im September kommenden Jahres folgt das gleiche Jubiläum am Nord-Ostsee-Kanal: Ein Jahrhundert alt ist dann die jüngere "Schwesterfähre" an der Eisenbahnhochbrücke zwischen Rendsburg und der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld.

Geplant sind unter anderem eine Ausstellung und eine Buchveröffentlichung über das Bauwerks, das Rendsburg mit der Ostener Partnergemeinde Osterrönfeld verbindet.

Bölsche spricht zum
Hundertjährigen

Darüber hinaus widmet die traditionsreiche, 1910 gegründete und 650 Mitglieder umfassende Gesellschaft für Rendsburger Stadt- und Kreisgeschichte ihre Jahresversammlung am Sonnabend, 27. April, dem Thema Schwebefähren, wie der 1. Vorsitzende Hans Kaack mitteilt.

Den Festvortrag zum Schwebefähren-Jubiläum hält der Journalist Jochen Bölsche (Osten) vom Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren in der AG Osteland, in dem auch den zur Zeit laufende supranationalen Weltkulturerbe-Antrag an die Unesco initiiert worden ist.


Geplante Lichterführung an der Hochbrücke

Das imposante Bauwerk, Symbol der Kanalregion und zugleich eines der überragenden Wahrzeichen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, soll aus Anlass des Jubelfestes von einem Künstler illuminiert werden, sofern Sponsoren für die Finanzierung sorgen.


Nowak-Entwurf für die Brücken-Illuminierung

Über das Lichtkunst-Projekt schreibt die Lokalpresse: "Der Hamburger Künstler Till Nowak (Foto), der schon den Neumünsteraner Wasserturm in Licht tauchte, hat ein einzigartiges Konzept vorgelegt. Teil eins: Die Schwebefähre wird mit einem LED-Strahler ausgestattet. Fährt sie von einer Kanalseite auf die andere, trägt sie das Licht, das auf die Unterseite der Brücke gerichtet ist, mit sich. Auf beiden Seiten des Kanals wird eine robuste Stele mit einem Rad aufgestellt - Nutzer der Fähre können dort die gewünschte Farbe für 'ihre' Fahrt einstellen, das jeweils die Hälfte der Brücke anstrahlt. Das Lichtkunstwerk wird so zum Mitmachobjekt für die Menschen am Kanal. Nicht computergesteuert, sondern per Hand. Die Farbwahl funktioniert übrigens auch während der Stehzeiten der Fähre. Dann werden die Hauptpfeiler von Land aus beleuchtet - und auf beiden Seiten besteht die Möglichkeit, Farben nach Wahl einzustellen. So entsteht immer ein lebendiger Farbdialog zwischen den beiden Ufern."

Susanne Mau, die das Projekt im Rendsburger Rathaus koordiniert, beziffert die Installationskosten auf bis zu 200.000 Euro, überwiegend aus Fördermitteln. Die laufenden Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr sollen von Spendern aufgebracht werden.


Osteland-Wissen
für Gästeführer


Osteland-Vorstand Bölsche, Kursleiterin Klemme

25. 10. 2012. Zum zweitenmal binnen weniger Monate haben sich angehende Gästeführer von der AG Osteland über die Reize der Unteren Oste informieren lassen.

Eine 160 Stunden umfassende Ausbildung zum/r qualifizierten Gästeführer/in für das Cuxland hat in diesem Herbst im Rahmen der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Beverstedt begonnen. Am Mittwoch besuchten zwölf angehende Touristiker die Samtgemeinde Am Dobrock, wo Michael Johnen und weitere Mitglieder der AG Osteland über die Region informierten.

Während Ex-Heimatvereinsvorsitzender Henning Kuhne (Oberndorf) die von ihm initiierte Historische Ostedeich-Route vorstellte, präsentierte AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) die von seinem Verein geschaffene Deutsche Fährstraße, den Oste-Radweg und die Nordtrasse der Niedersächsischen Milchstraße einschließlich der Schwebefähre, der Molkerei Hasenfleet, der Mocambo, der Wingst und vieler anderer Attraktionen.


Stör und Lachs werben für die Oste

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die Arbeit der Osteland-AG Wanderfische und die Wiederansiedlung von Lachs und Stör in der Oste. Die Artenschutzbemühungen haben, so Bölsche, dazu beigetragen, das Interesse der Sportfischerpresse und damit auch der deutschen Angler wieder auf die Ferienregion an der Oste.


Gästeführer an der Schwebefähre (April 2012)

Am Mittwoch, 19. Dezember, 14 Uhr, kommen den angehenden Gästeführer erneut an die Oste, um sich im Café Kunstwerk in Hechthausen von Osteland-Vorstandsmitglied und Dipl.-Bibliothekarin Renate Bölsche über die Literaturlandschaft an der Oste und speziell das Osteland-Projekt Krimiland Kehdingen-Oste informieren zu lassen. Dazu wird Krimiautor Dr. Reinhold Friedl eine Kostprobe aus "Tödliche Schriftrollen vom Nil" vortragen, dem 50. Krimi, der am Fluss spielt oder entstanden ist.

Der Kursus unter der Leitung von Frauke Klemme, zugleich Vorsitzende des Heimatvereins Gnarrenburg, vermittelt neben Grundlagen der Heimatkunde, der Wirtschafts- und Sozialstruktur im Cuxland, der Natur und Umwelt auch Führungstechniken, Rhetorik und Kenntnisse im Marketing und Management.


Dobrock-Touristiker Johnen informiert

Der Lehrgang wird gefördert von der Stiftung der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverein (mittwochs, 14 bis 17.30 Uhr, bis Mai 2013 sowie an sieben Samstagen von 9 bis 16 Uhr, Kursgebühr 495 Euro).


Henning Kuhne an der Ostedeich-Meile

Ein Bericht über den Vorjahreskursus steht in der Rotenburger Rundschau, ein Bericht über den jüngsten Kursus im April steht in Treffpunkt Sittensen.


"Seit Mai 2004 eine
Touristen-Attraktion"


VW-Magazin empfiehlt die Fährstraße

23. 10. 2012. An der Schwelle zum Jubiläumsjahr 2013, in dem die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld 100 Jahre alt wird, stellt die Zeitschrift "Dialog" ihren Lesern die imposante Hochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal als Teil der von der AG Osteland entwickelten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel vor. In einem doppelseitigen Farbbericht weist das VW-Servicemagazin darauf hin, dass die "Fährienstraße" bereits "seit 2004 eine touristische Attraktion" und "ein maritimes Erlebnis" ist.


Reiseführer zur Deutschen Fährstraße

Weiter heißt es: "Nirgendwo sonst ballen sich historische und moderne Wege über dem Wasser wie an der Deutschen Fährstraße. Ein einmaliges Abenteuer für jeden, der schon immer einmal mit seinem Gefährt mitten durch einen reißenden Strom kreuzen oder an Drähten und Seilen zum anderen Ufer schweben wollte."


Erkundungstour
startet in Klint


Tourismus-Experten in Hechthausen-Klint

28. 9. 2012. Im Rahmen des Projektes "Radland Niedersachsen" starteten Pressevertreter und Fachleute - darunter AG-Osteland-Mitglied Clemens von Marschalck (3.v.l.) und TouROW-Touristiker Udo Fischer (l.) - in Hechthausen-Klint zu einer dreitägigen Pressereise per Fahrrad, die sie vom Cuxland über das Osteland und das Teufelsmoor bis an die ostfriesische Küste führt. Anke Fiedler, Radtouristikerin der Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven, begrüßte die radelfreudige Gruppe auf dem Geesthof in  Hechthausen, am "Tor zum Cuxland". Radfernwege mit maritimem Charakter wie der Nordseeküstenradweg, der Oste-Radweg und die Deutsche Fährstraße, aber auch der vom NABU konzipierte Radwanderweg "Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer" führen hier vorbei.


Oste-Überfahrt mit dem "Püttenhüpper"

"Auch für radbegeisterte Touristen aus der näheren Umgebung ist das Osteland ein beliebtes Ziel, um auf einer der zahlreichen Tagestouren entweder mit dem eigenen Rad oder per Mietrad die Ruhe und Schönheit der Landschaft zu erkunden. Die Osteregion ist in nur etwas über einer Stunde Fahrtzeit bequem mit dem metronom ab Hamburg zu erreichen," teilt die Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven in einem Pressetext mit.


Historische Prahmfähre in Gräpel

Einen ersten Eindruck der einzigartigen Landschaft konnten die Gäste bereits bei einer Fahrt mit dem "Püttenhüpper" gewinnen, dem Naturbeobachtungsboot, das auf Anfrage Gäste und Räder ab der Anlegestelle des Geesthofs in Hechthausen auf der Oste transportiert. Nach einer anschaulichen Einweisung in die neuartigen Oste-Natur-Navis, die an den Fahrradlenkern installiert werden und zugleich Fahrradkarte und Naturkundelexikon ersparen, machte sich die Gruppe auf die Räder, um auf der ersten Tagesetappe auf einem Teilstück der Niedersächsischen Milchstraße Besonderheiten der Region wie die historische Pramfähre in Gräpel und die für die Elbe-Weser- Region berühmten Melkhüs kennenzulernen.

Dank für Fotos und Informationen an Anke Fiedler.


Fährkopf bald fit
für Unesco-Titel


 Das Ufer wird verschönert (Foto: Rademacher)

18. 9. 2012. Der 2006 vom Osteland-Arbeitskreis Deutsche Schwebefähren initiierte Antrag, die Schwebefähre Osten - Hemmoor und weitere sechs "Schwesterfähren" zum Unesco-Weltkulturerbe zu erheben, ist mittlerweile erarbeitet worden (wir berichteten mehrfach) - jetzt geht es darum, das Umfeld das nationalen Baudenkmals zu attraktivieren. Wie Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Brauer (Foto) am Dienstag mitteilte, plant die Stadt Hemmoor, den Fährkopf auf der Basbecker Seite der Schwebefähre einschließlich Deichlücke - einen der wichtigsten Anlaufpunkte direkt am neuen Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus (Natureum) und an der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel - durch Granitpflaster und Bau eines Radler-Schutzpavillons mit Tischen und Bänken umzugestalten und aufzuwerten.


Noch wirkt die Basbecker Seite...

...der Fähre nicht sonderlich einladend

Der Hemmoorer Fachausschuss hat dem Projekt am Donnerstag letzter Woche bereits zugestimmt. Die Maßnahme könnte nächstes Jahr umgesetzt werden.


So ein Rasthaus ist an der Fährlücke geplant

In einer von Brauer (Foto) präsentierten Vorlage heißt es: "Bekanntlich wird für die Schwebefähre Osten-Hemmoor der Status 'Unesco-Weltkulturerbe' angestrebt. Die Vorbereitungen dazu sind mittlerweile weiter fortgeschritten. Im Rahmen einer geplanten seriellen transnationalen Bewerbung unter Einschluss der Fähren Rendsburg-Osterrönfeld und in Großbritannien, Spanien, Frankreich und Argentinien hat das Land Schleswig-Holstein das Büro für Industriearchäologie Rolf Höhmann, Darmstadt, für die Ausarbeitung und Begleitung des Antrages beauftragt. In die Bewertung des Vorschlages wird auch das unmittelbare Umfeld einbezogen. Auf der Ostener Seite wird die kurzfristige Umgestaltung des Fährplatzes angestrebt. Dazu liegen ausgearbeitete Pläne bereits vor. Gespräche zur Finanzierung werden zur Zeit mit dem AfL, dem Landkreis Cuxhaven und der Metropolregion Hamburg (Förderfond Hamburg/Niedersachsen) geführt.

Notwendig ist vor dem Hintergrund der Bewerbung auch die maßvolle denkmalgerechte Umgestaltung des Fährkopfes auf der Hemmoorer Seite... Vorgesehen ist eine Neupflasterung mit Granitpflaster. Selbst wenn die Attraktivierung des Umfeldes letztlich nicht entscheidungserheblich sein sollte, ist spätestens bei Erhalt des begehrten Titels eine vorzeigbare Gestaltung geboten.


Seit 2009: die Weltschwebefähren-Infomeile

Weiter heisst es in der Ratsvorlage: "Auch die schon heute hohe touristische Bedeutung der Schwebefähre mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern erfordert eine der Bedeutung des regionalen Wahrzeichens angemessene Gestaltung des Umfeldes. Ebenso bedingt die Einrichtung der Infomeile der Weltschwebefähren in der Fährstraße eine attraktive Anbindung zur Schwebefähre.

Dazu ist eine erste Grobplanung mit Kostenschätzung durch das Bauamt der Samtgemeinde Hemmoor erstellt worden. Die Kosten können voraussichtlich aus LEADER-Mitteln mit 75 % der Nettokosten gefördert werden (Förderbetrag ca. 39.000 Euro). Für einen Anteil von 25 % der Bruttokosten können Mittel aus dem Förderfond Hamburg-Niedersachsen in Höhe von 50% Förderung (Förderbetrag ca. 9.550 Euro) beantragt werden. Ob die letztgenannte Förderung zu erzielen ist, ist jedoch ungewiss, insbesondere wenn lediglich ein Austausch des Oberflächenbeleges erfolgt. Für die Neupflasterung des Fährkopfes einschließlich Deichlücke sind Bruttokosten von etwa 62.000 Euro zu veranschlagen.

Wünschenswert wäre außerdem die Aufstellung eines Wetterschutzpavillons sowie von Bänken und Tischen im Umfeld des Fährkopfes, da die Fähre eine beliebte Anlaufstelle für Radfahrer darstellt. Hierfür wären etwa 14.300 Euro in Ansatz zu bringen. Auch hierfür können entsprechende Fördermittel beantragt werden. Die Maßnahme könnte bei Bereitstellung der notwendigen Mittel im Haushaltsjahr 2013 umgesetzt werden.

Die entsprechenden Anträge würden wegen der durch das Amt für Landentwicklung, Bremerhaven, vorgegebenen 75%igen Mittelbindung des der LEADER-Region zur Verfügung stehenden Mittelkontingents bis zum Jahresende 2012 umgehend gestellt werden."


Ehrenzeichen für
"Oste-Jochen"


 Bölsche (2.v.l.) mit Bielefeld (r.) und Götjen (l.)

28. 7. 2011. Durch seine ehrenamtliche Arbeit für unter anderem für die Schwebefähre Osten - Hemmoor und die Konzipierung der Deutschen Fährstraße habe Jochen Bölsche die "Attraktivität der Region gesteigert" und "das Osteland im Landkreis Cuxhaven bekannt gemacht". Mit dieser Begründung haben Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Kreistagspräsident Claus Götjen dem Gründer und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. das Ehrenzeichen des Kreises verliehen.

In seiner Laudatio wies Bielefeld darauf hin, dass Bölsche - "genannt Oste-Jochen" -  sich seit 2004 mit der AG Osteland für die Bewahrung von Natur und Kultur sowie die Förderung der Heimatpflege einsetze und sich als Vizepräsident des Weltverbandes der Schwebefähren und 2. Vorsitzender der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten - Hemmoor für die Ernennung der noch erhaltenen Schwebefähren zum Unesco-Weltkulturerbe engagiert habe.



Dieses meisterhafte Foto gelang - nach einem
Sommergewitter - Jürgen Lange aus Hemmoor



 

3.465 Gäste auf
dem Leuchtturm


Klitzing bei der Hauptversammlung in Hörne

20.10. 2012. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte hat sich in den letzten Wochen - unweit der Deutschen Fährstraße in Nordkehdingen - um den alten Baljer Leuchtturm von 1904 entwickelt, den der Kreis Stade zunächst dem Verfall preisgegeben hatte.


Vom Verein gerettet: Baljer Leuchtturm

Nicht zuletzt dank der Beharrlichkeit einer Baljer Bürgerinitiative - geehrt mit dem Osteland-Kulturpreis "Der Goldene Hecht" - war das maritime Denkmal im Vogelschutzgebiet schließlich restauriert und außerhalb der Brutzeiten für beaufsichtigte Besuchergruppen freigegeben worden.


Osteland-Kulturpreisträger Klitzing (M.) 2009

Die Resonanz war enorm, wie Eckhard Klitzing, der Vorsitzende der Fördergesellschaft zur Erhaltung des Leuchtturms, am Freitag auf der Hauptversammlung des Vereins im Gasthaus "Zwei Linden" in Balje-Hörne berichtete.

"Die über 50 ehrenamtlichen Leuchtturmwärter konnten in den Monaten Juli und August  insgesamt 3.465 Besucher zählen," meldete bereits vorigen Monat  die von Evelin Helenius-Scharten gepflegte Website des Vereins: "Allein diese Zahl macht deutlich, wie richtig es war, den alten Baljer Leuchtturm vor dem Verfall zu retten und die Möglichkeit zu schaffen, direkt an der Elbe nicht nur die Natur zu genießen, sondern sich auch mit der Leuchtturmtechnik, die für die Schifffahrt von erheblicher Bedeutung war, zu beschäftigen."


Fotoausstellung im "Kleinen Baljer"

Klitzing: "Trotz der großen Zahl der Besucher ist es aus unserer Sicht nicht zu einer Beeinträchtigung der Belange des Naturschutzes gekommen. Eher im Gegenteil. Bei den Diskussionen über die nur beschränkte Öffnungsmöglichkeit des Leuchtturms bestand die Möglichkeit, auf die besondere Lage des Leuchtturms im internationalen Naturschutzgebiethinzuweisen. Darüber hinaus haben sich fast alle Besucher problemlos an die vorgeschriebenen Wege gehalten. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Radwanderer, die zufällig am Turm vorbeikamen und bei uns eine kurze Rast gemacht haben. Gefreut haben sich aber auch die Radwanderer, die völlig überrascht waren, dass ihnen plötzlich die Möglichkeit geboten wurde, die Elbe und die Natur aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dabei auch noch etwas zu lernen."

Abschließend heisst es: "Besonders stolz sind wir, dass es uns gelungen ist, den Turm in 9 Wochen an 5 Tagen pro Woche von 10 Uhr bis 18  Uhr für Besucher offen zu halten. Dies haben ca. 50 Turmwächter mit je 4-Stunden-Schichten möglich gemacht. Diesem Engagement gilt unser besonderer Dank."


Neues Video wirbt
für Reize der Oste


Maaike Hoop zeigt Hannes die Wingst

5. 10. 2012. Ein knapp fünfminütiges neues Video weckt viel Sympathie für die Untere Oste von Oberndorf bis Neuhaus und für den benachbarten schönen Bergwald. Rahmenhandlung des Films: Maaike Hoop, Wingster Tourismusfee, zeigt einem plietschen kleinen Jungen namens Hannes die Reize der familienfreundlichen und naturreichen Samtgemeinde Am Dobrock.


"Lumpenhunde" auf Schmuggeltour in Neuhaus

Die Deutsch-Holländerin aus Hemmoor im Dienst der Tourismus GmbH Wingst präsentiert nicht nur die "blauen Themen" wie die "Mocambo", die Reeperbahn hinterm Oberndorfer Deich, das Mündungsmuseum Natureum und die vielversprechenden Angelplätze (im Bild: Samtgemeinde-Touristiker Michael Johnen). Gezeigt wird vor allem die lange Zeit imagekranke und - obwohl mittlerweile touristisch aufgewertet -  noch immer von vielen unterschätzte Wingster Waldregion.


Dieter Köpke in der Oberndorfer Reeperbahn

Zu sehen sind in dem Video unter anderem der Zoo mit seinen weißen Tigern, .. .


Maaike Hoop stellt den Wingster Zoo vor

der Spielpark mit dem überraschend vielfältigen Angebot, Wingster Turnierpferde und Streichelponys, der Kameliengarten und ...


Auf der Riesenrutsche im Spielpark Wingst

... auch ein ganz neue Attraktion: die Neuhäuser "Schmuggeltouren", die szenischen Geschichtsführungen der Initiative "Lumpenhunde".


Zum Abschluss Torte im Kamelienpark

Das Video aus dem Angebot des Internetportals tipdoo kann hier auf Youtube angesehen werden.


Geld für
Deiche


McAllister im April in Klint (Foto: Romund)

13. 8. 2012. Die Bauarbeiten am Ostedeich zwischen Nindorf und Ostendorf können zügig weitergehen. Das hat heute Ministerpräsident David McAllister mitgeteilt: "Es freut mich, dass damit die notwendigen Arbeiten ohne zeitliche Verzögerung fortgeführt werden können, um die Deichsicherheit an der Oste auch zukünftig zu gewährleisten." Die Deichbaumaßnahmen am Ostebogen hatte das Land im Jahre 2010 in die Förderung aufgenommen. Die Arbeiten laufen seit Mitte 2011. Vorgesehen ist, den Deich zum Teil auf der bestehenden Trasse zu verstärken und teilweise im Rahmen einer Rückdeichung neu zu bauen, um die Deichlinie zu verkürzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro.

Der Ministerpräsident hatte sich bereits Ende April, an Tag der "Püttenhüpper"-Einweihung in Hechthausen-Klint, über den Stand der Bauarbeiten informiert. Der Ostedeichverband unter Führung des Hemmoorer Bürgermeisters Hans-Wilhelm Saul hatte dabei einen zusätzlichen Finanzbedarf für das laufende und die beiden Folgejahre angemeldet, um einen fortlaufenden Baubetrieb in sinnvollen Bauabschnitten sicherstellen zu können.


Oste Modell
für die Elbe


Vorbildlich: ausgedeichter Oste-Bogen

4. 8. 2012. Aus der Sicht von Wasserbauern und Ökologen ist die Oste in Sachen Ausdeichung "gewissermaßen ein Modell für die große Schwester Elbe". Diese Ansicht vertritt Professor Dr. Heinrich Reincke (Foto) vom Vorstand der Hamburger Stiftung Lebensraum Elbe heute im Interview mit dem Stader Tageblatt. Im Gespräch mit dem Fachjournalisten und AG-Osteland-Mitglied Christian C. Schmidt sagt Reincke: "Wir wollen ja den Siedlungsraum nicht unter Wasser setzen. Aber durch gezielte Rückdeichungen können Win-Win-Situationen eintreten, die sowohl dem Lebensraum von Tieren und Pflanzen zugutekommen als auch den Schutz der Menschen vor Sturmfluten verbessern. Dafür gibt es bereits viele Beispiele. Im Kleinen geschieht dies gerade am Elbe-Nebenfluss Oste. Gewissermaßen ein Modell für die große Schwester Elbe.

Fakt ist: Angesichts des Klimawandels und steigender Wasserstände benötigen wir Pufferflächen. Wir müssen Flutraum schaffen, der vor allem in den 1970er Jahren durch Vordeichungen im Kehdinger Land und in der Harseldorfer Marsch in großem Maße verlorengegangen ist. Die Stiftung wird deshalb eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, wie und wo wir der Elbe wieder mehr Raum geben und den Küstenschutz zusätzlich verbessern können."


In Sorge um
Grundwasser


Gülle-Schlagzeilen (Bremervörder Zeitung)

2. 8. 2012. Die Qualität des Grundwassers ist seit vielen Jahren in der Debatte. "Die Fachleute mahnen seit langem auch in unserer Region Schutzmaßnahmen an. Denn Grundwasser ist die wichtigste Ressource zur Gewinnung von Trinkwasse", sagt Daniela Behrens. Die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete fordert ein Umdenken der Landesregierung und einen aktiven Grundwasserschutz.

"In Niedersachsen haben die Intensivierung der Tierproduktion, der Biogas-Boom, die starke Zunahme des Maisanteils, massive Grünlandumbrüche und ein stark steigender Wirtschaftsdüngereinsatz dazu geführt, dass das Grundwasser in fast allen Regionen zu stark mit Nitraten belastet ist", erklärt Behrens. Auch in weiten Teilen des Landkreises Cuxhaven weise das oberflächennahe Grundwasser punktuell zu hohe Nitratwerte auf.


Elbe fließt
im Internet


Elb-Film des NABU (ansehen)

1. 8. 2012.  Warum die Tideelbe leben muss, zeigt der Naturschutzbund (NABU) in einem 12-minütigen Video, das hier im Web zur Verfügung steht. - Der NABU Niedersachsen ist Mitglied der AG Osteland.


Ein Tandem
für die Oste


Manuela und Celina Köster starten in Klint

27. 7. 2012. Das knallrote Tandem, mit dem die Metropolregion Hamburg für Gruppentagesausflüge per Rad ins Umland wirbt, hat am Freitagmittag nach Durchquerung des Landkreises Stade und einer Oste-Querung mit dem "Püttenhüpper" Hechthausen und damit das Cuxland erreicht.


Auf dem Tandem: Cuxhavens Landrat Bielefeld

Am Anleger in Hechthausen-Klint, am Geesthof der Familie von Marschalck, übernahm Cux-Landrat Kai-Uwe Bielefeld das Tandem von der Stader Touristik-Chefin Bianka Zydek.


Osteland-Mitglieder Zydek, von Marschalck

Begrüßt von Altbürgermeister Bodo Neumann und vier Vorstandsmitgliedern der AG Osteland, überführten Hemmoor-Touristikerin Manuela Köster und Tochter Celina das Tandem auf der Deutschen Fährstraße bzw. dem Oste-Radweg erst nach Hemmoor und dann per Schwebefähre nach Osten, wo es Wingst-Touristiker Michael Johnen und Dieter Dede (Oberndorf) übernahmen.


Das Tandem an der Schwebefähre

Eine Begleitgruppe aus ADFC- und/oder AG-Osteland-Mitgliedern um Peter und Monika Prüß, Albertus und Renate Lemke und Willi Gerst flankierte die Tandem-Fahrer.


Ewig lockt
das Wasser


Badefreuden in Geversdorf

25. 7. 2012. Das Sommerwetter beschert nicht nur den Schwimmbädern guten Besuch. Auch und in der Oste suchen Kinder und Jugendliche Erfrischung.


Sportboote auf der Oste

Aber auch auf der Oste herrscht sommerliches Leben: Deutlich mehr Sportbootfahrer als in den Wochen zuvor sind unterwegs auf dem "Fluss, der alles hat", wie das Blaue Netz Oste wirbt.


Schaf-Rettung bei Oberndorf

Besonderen Einsatz zeigten beim Spielen am Osteufer gestern die Oberndorfer Lemke-Jungs Christopher und John. Nachdem ein aufmerksamer Kajakfahrer am Braaker Fleet ein Schaf im Schlick entdeckt hatte, ließen die beiden nicht locker, bis der Besitzer ausfindig gemacht worden war, so dass er unverzüglich aktiv werden konnte. Resultat: Schaf gerettet, Besitzer verschlickt...


Osteland-Skipper am Osteturm

Knapp ein Dutzend Skipper nutzten das traumhafte Wetter für eine Tagesfahrt über Oste und Elbe in den Krabbenfischerhafen Neufeld. Mit an Bord: jede Menge Oste-Hafenführer und Oste-Radwegkarten, die nun in Schleswig-Holstein für den Fluss "gegenüber" werben (Gratis-Radwegkarte online ordern hier).


Lebensband
statt Kloake


"Tidenkieker" mit Flagge der Elbfreunde

21. 7. 2012. Landschaftliche Schönheiten, aber auch Gefährdungsfaktoren an der Elbe erkundeten fast 50 Freunde des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung am Sonnabend von Stade aus mit dem "Tidenkieker" auf der Elbe und den Nebenelben.

Flankiert von Schilfwäldern, Seehundbänken und Vogelkolonien steuerte das grasgrüne Flachbodenschiff zum Landgang die Insel Pagensand mit ihren weißen Stränden an, um dann die Haseldorfer Nebenelbe zu passieren.


Gästeführer Ramm (r.), Elbexperte Rademacher

Gästeführer Rüdiger Ramm beschrieb die Verwandlung der Elbe binnen 30 Jahren von einer Industriekloake zu einem "Lebensband" - für die anwesenden Naturschützer Ermutigung zu weiterem beharrlichem Handeln. Die Wasserqualität sei - auch dank neuer Klärwerke - so gut, dass selbst Störe wieder aufstiegen. Ramm: "Umweltverbesserung ist zu schaffen."

Über die aktuellen Risiken für die Elbe - etwa weitere Verschlickung und Versalzung des Stoms und seiner Zuflüsse - zeigten sich die Teilnehmer, darunter bekannte Umweltschützer wie der Neuhäuser Elbbündnis-Sprecher, Osteland-Vize und Wasserbauingenieur Walter Rademacher, ohnehin bestens informiert.


"1000 Dank"
vom Oberlauf


Rotenburger Cheftouristiker Fischer

20. 7. 2012. Für eine enge und gute Zusammenarbeit ehren- und hauptamtlicher Touristiker an der Oste hat sich Udo Fischer, Geschäftsführer der überaus produktiven Tourismusorganisation TouROW, ausgesprochen. Nach der Veröffentlichung des von der AG Osteland erstellten und finanzierten Kartenprospekts zur Deutschen Fährstraße und zum neuen Oste-Radweg, der viele Informationen auch aus Bremervörde, Selsingen, Zeven und Sittensen enthält und von der Oberndorfer Firma einfach-schön-Design ansprechend gestaltet worden ist, schrieb der Chef-Touristiker im Oste- und Wümme-Kreis Rotenburg jetzt dem Vorstand der AG Osteland: "Wir und auch die Kommunen sowie Verkehrsvereine sehen Ihr großes Engagement für die Oste und auch für den Oste-Radweg. Daher nochmals: TAUSEND DANK."


Online bestellbar: neuer Gratis-Flyer

Der Kartenflyer im Maßstab 1:100.000, der die gesamte Oste von der Quelle bis zur Mündung zeigt, wird kostenlos abgegeben. Geordert werden kann er, wie Osteland-Vorstandsmitglied und Wingst-Touristiker Michael Johnen mitteilt, auch online bei www.wingst.de.


Zukunft des
Ostelands


Zeitungsinterview zum Thema Osteland

19. 7. 2012. "An der Oste geht's jetzt nach oben" ist ein Interview überschrieben, das NEZ-Redaktionsleiter Ulrich Rohde mit dem AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche über die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für das Elbe-Weser-Dreieck geführt hat.

Der Beitrag ist heute in der Nordsee-Zeitung, den Cuxhavener Nachrichten, der Niederelbe-Zeitung, dem Stader Tageblatt, der Bremervörder Zeitung und der Zevener Zeitung erschienen und hierauch online verfügbar.


Fährfotos
weltweit


Flickr-Foto von Gundula Ida Gäntgen

10. 7. 2012. Mehr als 180 Fotografen aus aller Welt haben bereits eindrucksvolle Fotos zu einer Schwebefähren-Gemeinschaftsseite auf flickr.com beigesteuert. Die deutschen Fähren sind noch unterrepräsentiert. Zu den Flickr-Mitgliedern aus dem Osteland zählt die Hechthausener Fotokünstlerin Gundula Ida Gäntgen (Foto). Zur Schwebefähren-Gruppe...


Leuchtturm
zugänglich


Einladung des Baljer Fördervereins

21. 6. 2012. Grund zum Feiern - am Sonntag, 1. Juli, ab 11 Uhr - haben die Mitglieder  des rührigen Fördervereins Baljer Leuchtturm um Oste-Kulturpreisträger Eckhard Klitzing (Foto): Ihnen ist es 2010 nicht nur gelungen, den Kreis Stade zu bewegen, das dem Verfall preisgegebene maritime Baudenkmal aus dem Jahre 1904 zu erhalten, sondern es auch im Sommer interessierten Besuchern - darunter den Radwanderern auf der Deutschen Fährstraße - zugänglich zu machen.

Der Verein hat für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. August ausreichend Mitglieder für die Aufsicht gefunden. "Der Turm wird jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Ausnahmen sind die Montage und Freitage, da dann das Ostesperrwerk gesperrt ist. Der Turm wird jeweils mit zwei Personen besetzt sein," heißt es auf der von Evelyn Helenius-Scharten (Foto) betreuten Website des Vereins.

Neu im Leuchtturm ist eine Leuchtfeuer-Ausstellung, die von Waltraud und Gerhard Gebhardt (Balje) zusammengestellt und von Fotokünstler und Ostepreisträger Nikolaus Ruhl (Osten) gestaltet worden ist. - Alle Genannten sind zugleich in der AG Osteland aktiv.


Es wird
geklagt!


Elbvertiefungsgegner Walter Rademacher

19. 6. 2012. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund (NABU) und der Umweltstiftung WWF wollen vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die Elbvertiefung klagen. Das teilten die Verbände am heutigen Dienstag gemeinsam in Hamburg mit. Ausführlicher Bericht auf ndr.de.

Gegenüber dem Stader Tageblatt begrüsste der Neuhäuser Wasserbauingenieur Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung (und zugleich 2. Vorsitzender der AG Osteland), die Klage: "Wir werden die Kläger fachlich und finanziell unterstützen."

Zum Thema:

> Auch Cuxhaven will klagen
(Niederelbe-Zeitung)


Betrug an
Fischern?


Aufgebracht: Elbfischer Hinners und Zeeck

20. 5. 2012. Aus Fliegenberg bei Winsen, Jork im Alten Land, Fedderwardersiel und sogar aus Husum waren die Fischer mit über 30 Kuttern angereist. Gemeinsam mit fast 20 Sportbooten und rund 150 Teilnehmern haben sie am Sonnabend gegen die geplante Elbvertiefung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel demonstriert.


Fischer bremsen drei Containerriesen aus

Das Ausflugsschiff "Störtebecker" begleitete die Kutter auf der Elbe. Während die Kutter-Armada auslief, näherten sich drei große Containerschiffe, die ihre Fahrt erheblich verlangsamen mussten, weil die Fischer die Fahrrinne ständig kreuzten.

Zeeck: Hamburg
verletzt Vertrag


Vertrag aus dem Jahr 1998 -lesen

Für das große Presseaufgebot lieferten die aufgebrachten Fischer - darunter als Versammlungsleiter der diesjährige OstepreisträgernWalter Zeeck (Geversdorf) sowie Hans-Robert Hinners - viele Informationen über ihre ohnehin schon stark beeinträchtigte harte und gefährliche Arbeit. Aufgrund der nächsten Elbvertiefung befürchten sie existenzgefährdende Einbußen.

Dem Hamburger Senat und dem Bund werfen Zeeck und Kollegen vor, gegen eine vertragliche Vereinbarung zu verstoßen, die am 25. Februar 1998,  zur letzten Elbvertiefung, unterschrieben worden ist. oste.de dokumentiert hierden Wortlaut des Vertrages mit den Fischern, die sich nun verraten und verkauft fühlen.


Fluss-Demo
der Fischer


Kutterblockade der Elbe (Mai 2007)

13. 5. 2012. Ein geheimes Gutachten stellt die Existenz der Elbfischerei in Frage. Aus diesem Anlass wollen die Kutterfischer am Sonnabend,  19. Mai, 12 Uhr, von Cuxhaven aus zu einer großen Kutterdemonstration auf der Elbe starten. Unterstützt werden sie dabei von Sportschiffern und dem Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung. Wie dessen Sprecher Walter Rademacher mitteilt, lautet das Motto der Protestveranstaltung: "Das Wasser steht uns bis zum Hals." Die Situation soll mit einem blauen Schleifenband um den Hals symbolisiert werden.


Für Wikipedia
hoch hinaus


AG-Osteland-Vize Walter Rademacher

8. 5. 2012. Eine Serie eindrucksvoller Luftaufnahmen vom deutschen Norden, speziell der Küstenlinie und den Inseln, aber auch von Landmarken wie der Schwebefähre Osten - Hemmoor, ist am Wochenende dem Neuhäuser Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher gelungen. Der 2. Vorsitzende der AG Osteland war für die Internet-Enzyklopädie Wikipedia in die Lüfte gegangen, um einschlägige Textbeiträge mit informativen Fotos anzureichern.

Rademachers ehrenamtliche Arbeit für das internationale Mitmach-Lexikon ist bereits dem Wikipedia-Text über die Deutsche Fährstraße zugute gekommen, der nun etliche seiner Fotos von Fähren an Oste, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal enthält.

Ein perfekt gelungenes Wikipedia-Foto von Osten steht in unserem Kanal FÄHRSTRASSE.


Die Oste bleibt
ein Risikofluss


Osteland-Thema des Jahres: das Flutjubiläum

4. 5. 2012. Die Oste zählt zu den 29 Flüssen in Niedersachsen, an denen bei Hochwasser ein besonders hohes Schadensrisiko besteht - umso wichtiger ist es, dass die Anwohner sich frühzeitig informieren können. "Ab sofort" werden daher die Daten der Wasserstände von 49 Binnenpegeln alle 15 Minuten gemessen und zeitnah im Internet dargestellt, kündigte Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner am Donnerstag, rund 50 Jahre nach der Hochwasserkatastrophe von 1962, vor Journalisten in Norden an.

Bis Ende 2013 sollen Gefahren- und Risikokarten für die genannten Risikogewässer erstellt werden, bis Ende 2015 außerdem sogenannte Hochwasserrisiko- Managementpläne.

Neben der Oste gehören zu den Risikogewässern auch Hase, Hunte, Weser, Aller, Leine, Innerste, Oker, Vechte, Dinkel, Ems, Ochtum, Große Aue, Emmer, Fulda, Werra, Hamme, Wümme, Böhme, Wietze, Örtze, Fuhse, Lachte, Schunter, Westaue, Rhume, Elbe, Ilmenau-Oberlauf und Jeetzel.

Bei Risikogewässern werde von einem "potentiellen signifikanten Hochwasserrisiko" ausgegangen. Das heiße jedoch "praktisch nicht", dass hier eine höhere Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Hochwassers besteht, sondern nur, dass das Risiko von Schäden hier besonders hoch wäre.


Preis für Retter
der "Bärbel"


"Bärbel"-Team, Sponsoren, Laudator Jürgens

14. 2. 2012. Anerkennung erfuhr die "Barkassengemeinschaft Bärbel" aus Neuhaus durch die Vergabe des Goldenen Hechts 2012 in der Kategorie Heimatpflege. In der Laudatio von Bernd Jürgens (Blaues Netz Oste) hiess es, dem "kleinen, aber sehr aktiven Verein" um Hans-Joachim Frank, Alfred Bücker und Herms Pröpper sei es gelungen, die letzte auf der Oste verkehrende Barkasse zu restaurieren und der Nachwelt zu erhalten. 


Traditionsbarkasse Bärbel in Neuhaus

Die rund 75 Jahre alte frühere Werftbarkasse "Bärbel" wurde von den Aktiven in mehrjähriger Arbeit auf der Neuhäuser Lühmannwerft komplett entkernt und vollständig restauriert. Seit der Wiederindienststellung im Rahmen eines Hafenfests im Sommer 2011 steht das Traditionsschiff wieder für Gäste- und Demonstrationsfahrten zur Verfügung. 


Alfred Bücker als Spendensammler

Mit der einstigen Werftbarkasse wurde nicht nur ein schifffahrtshistorisch bedeutsames Wasserfahrzeug erhalten und eine touristische Attraktion geschaffen, sondern zugleich die Erinnerung an die Geschichte des Schiffbaus an der Oste wachgehalten, wo einst Werften in Bremervörde, Gräpel, Großenwörden, Laumühlen, Achthöfen, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus existierten. Die Barkassengemeinschaft "Bärbel" hat sich um das Osteland verdient gemacht."

Preis-Sponsoren waren Guido Griemsmann (Lütt Mandus) und Ulf Jacobi (Versicherungen, Hemmoor).


Oste-Radweg
jetzt digitalisiert


Oste-Radweg im TouROW-Navigator

10. 2. 2012. Eine gute Nachricht hat die AG Osteland rechtzeitig zum 8. Tag der Oste am Sonntag erreicht: Soeben ist die Digitalisierung des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje (Natureum) abgeschlossen worden, wie der Geschäftsführer des Touristikverbandes Landkreis Rotenburg Rotenburg/Wümme (TouROW), Udo Fischer, mitteilt.

Die 80 Kilometer lange Strecke von der Oste-Quellregion im Kreis Harburg bis Bremervörde ist jetzt auf dem TouROW-Freizeit-Navigator einsehbar: Einfach bei Region "LK Rotenburg" eingeben und "Oste-Radweg" auswählen.


In Kürze werden 80 Kilometer ausgeschildert

Die Ausschilderung durch die Anrainergemeinden soll, so Fischer, bis März abgeschlossen sein. Die Einsteckschilder mit dem Routen-Logo sind bereits an die Kommunen ausgeliefert worden.


Deutsche Fährstraße im TouROW-Navigator

Von Bremervörde an folgt der Weg der von der AG Osteland konzipierten, bereits 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, der er bis zum Küstenmuseum "Natureum" auf der Ostehalbinsel bei Balje (Kreis Stade) folgt. Auch die "Fährienstraße" ist im TouROW-Navigator abrufbar ("Radfernwege < 200 km" und "Deutsche Fährstraße Südteil" auswählen).


Oste-Radweg-Planer Feldmann

Der Oste-Radweg, Deutschlands jüngste flussbegleitende Route, geht auf eine Idee des ADFC-Tourenexperten und AG-Osteland-Mitglieds Klaus Feldmann aus Grasberg (Kreis Osterholz-Scharmbeck) zurück, die mit Hilfe der Touristiker in den Landkreisen Harburg und Rotenburg realisiert worden ist. Im vorigen Jahr war eine  organisierte Erstbefahrung unter Leitung der Osteland-Tourenleiter und Oste-Preisträger Monika und Peter Prüß (Osten) erfolgt.

Alles über den neuen Oste-Radweg auf der Osteland-Website www.oste-radweg.de und bei Facebook.


Oscar für
Hemmoor


Schmoldt mit Tauch-Award

28. 1. 2012. Die Hemmoorer Tauchbasis Kreidesee ist gestern auf der Düsseldorfer Bootsmesse mit dem Award "Beste Tauchbasis Heimische Gewässer" der Zeitschrift "tauchen" ausgezeichnet worden. Damit ging der begehrte "Oscar der Tauchbranche" zum wiederholten Male nach Hemmoor. Tauchbasis-Chef Holger Schmoldt verspricht seinen Kunden: "Diese Auszeichnung soll auch weiterhin Ansporn sein, um für Euch 'die Beste im Norden' zu bleiben." Auf der Bootsmesse war auch das Kreidesee-U-Boot "Euro-Sub" (Foto) vorgestellt worden; Video von der Messe hier.


Vorfreude auf
Oste-Lektüre


Zurzeit in Arbeit: Lesestoff zum Thema Oste

19. 1. 2012. Ostefreunde können sich freuen auf frischen Lesestoff zur Flussregion. Auf dem Weg in die Druckerei ist die neueste Ausgabe des "Osteland-Magazins", das am 3. Februar - rechtzeitig zum Tag der Oste 2012 - jeweils einer Teilauflage der Lokalzeitungen aus Otterndorf, Stade und Bremervörde beiliegen wird. Diesmal hat NEZ-Journalist Thomas Schult, Ostefreund und -kenner aus Lamstedt, eine bunte, kleinteilige Mischung aus Bildern und Berichten über die Osteregion komponiert.


"Püttenhüpper" auf Probefahrt (Foto: Bölsche)

Ebenfalls bereits in der Produktion ist ein exzellent getextetes und von Ostepreisträger Nikolaus Ruhl ansprechend gestaltetes 36-seitiges Heft mit dem Titel "Mit dem Püttenhüpper auf Ostetour - Beobachtungen zwischen Gräpel und Osten".

Der Reiseführer, den der Hechthausener Ferienpark Geesthof der Familie von Marschalck in einer Auflage von 10.000 Exemplaren herausgibt, soll vom April an den Fahrgästen des neuen "Püttenhüpper" überreicht werden; das Flachbodenschiff verkehrt künftig als fünfte Ostefähre (nach Gräpel, Schönau, Brobergen und Osten) zwischen Klint und Kranenburg und steht außerdem für naturkundliche Ausflüge auf den neuen Oste-Pütten zur Verfügung. Ein ausführlicher Bericht folgt zum Saisonbeginn.


Wieder Schifferball
in Hechthausen


Maritime Dekoration gehört dazu

4. 1. 2012. Für Heiko Brunke, den Vorsitzenden des Schiffervereins "Vergissmeinnicht" in Hechthausen, und seine Mitstreiter ist der alljährliche Schifferball "das maritime Ereignis an der Oste". 

Zum Ball am Sonnabend, 14. Januar, in der "Ostekrone" erbittet der Vorsitzende Anmeldungen unter heiko.brunke@freenet.de bis zum 11. Januar.


Mehr Service für
Angelurlauber


Spannendes Revier: Sportfischer im Osteland

23. 11. 2011. Ihre Angebote für Angeltouristen an der Oste haben die Ostener Sportfischer jetzt ausgeweitet: Künftig stehen, wie Wolfgang Schütz (Foto) vom SFV "Oste" mitteilt, den Osteurlaubern sieben Ausgabestellen für Gastkarten zur Verfüpgung: das Hotel Fährkrug in Osten, Ohl's Gasthaus in Hemmoor, das Feinkostgeschäft Lemke in Oberndorf, das Gasthaus Golsch in Hechthausen, der Großenwördener Hof und das Autohaus von Holten in Großenwörden und die Zoohandlung Regina Lange in Hemmoor, Alter Postweg 14.

Gastkarten werden nur an Angler ausgegeben, die außerhalb des Elbe-Weser-Dreiecks wohnen (zwischen Elbe, Weser und A1), und nur gegen Nachweis der abgelegten Sportfischerprüfung. Eine Tageskarte für die Vereinsgewässer kostet 6 Euro, eine Wochenkarte 25 Euro. Für die Nutzung der Oste sind Tageskarten für 6 Euro, Wochenkarten für 20 Euro und Monatskarten für 35 Euro erhältlich. 

Ihre Jahreshauptversammlung - wieder mit dem traditionellen Aalessen - halten die Ostener Sportfischer am Sonnabend, 28. Januar, 16 Uhr, im Ostener Fährkrug ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen.


Bonbon für
die Skipper


Wird ersetzt: Kanalschleuse in Otterndorf

17. 11. 2011. Das Wassersportrevier Oste wird ab 2016 von der Weser her besser erreichbar sein. Eine neue Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf, in Sichtweite der alten Schleuse, soll künftig tideunabhängig passiert werden können. "Baubeginn ist frühestens in zwei Jahren", erklärte gestern Heinrich Pudimat vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

"Schildbürgerstreich -
doch nichts passiert"

Der "Bonbon für die Sportschifffahrt", so der NLWKN, ist aber nur ein Nebeneffekt des Projekts. Vor allem soll mit dem 20-Millionen-Euro-Neubau endlich der - sträflich vernachlässigte - Hochwasserschutz im Raum Otterndorf gewährleistet werden.

Beseits im Januar 2007 hatte ein SPIEGEL-Autor schwere "Versäumnisse der niedersächsischen Küstenschützer" in Otterndorf beanstandet. Damals hiess es in dem Nachrichtenmagazin: "Eine Kanalschleuse bildet die flachste Stelle im gesamten dortigen Verlauf des Elbdeichs. 'Links und rechts der Schleuse ist der Deich rund 150 Zentimeter höher,' weist Torsten Heitzsch, Geschäftsführer des örtlichen Deich- und Uferbauverbandes, immer wieder auf den Schildbürgerstreich hin – doch nichts passiert." Erst neun Jahre nach diesem Bericht, im Jahr 2016, soll das Problem laut Pudimat endlich entschärft und der Schleusenneubau abgeschlossen sein.

NLWKN-Projektleiter Andreas Kosch bestätigte gestern in Otterndorf, dass "der im Bereich der Schleuse vorhandene Deich etwa 130 cm zu niedrig ist". Die alte Schleuse jedoch verkrafte aus statischen Gründen keine weitere Deicherhöhung: "Deshalb bauen wir eine neue Schleuse." Dabei werde im Zuge der Verstärkung des Elbdeiches die dortige Deichkrone um rund 130 cm erhöht. 


Neues Buch über
die Ostedeiche


Deichforscher Dr. Fischer (Foto: Gäntgen)

12. 11. 2011. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Hamburger Prof. Dr. Norbert Fischer mit der Geschichte der Deiche im Elbe-Weser-Dreieck. Für seine Forschungsarbeit wurde er 2011 mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet. Sein neuestes Buch trägt den Titel "Der wilde und der gezähmte Fluss - Zur Geschichte der Deiche an der Oste". Es erscheint - rechtzeitig zum 50. Jahrestag der Februar flut 1962 - Ende November in der Schriftenreihe des Landschaftsverbands (368 Seiten, 29,80 Euro).

Vorgestellt wird das Buch von AG-Osteland-Mitglied, Bürgermeister und Oberdeichgräfe Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) vom Ostedeichverband, der das Erscheinen der Arbeit unterstützt hat, und vom Präsidenten des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, am 30. November und am 1. Dezember in Hemmoor bzw. Gräpel. - Prof. Fischer hat zugesagt, im kommenden Jahr beim "Tag der Oste" der AG Osteland einen Festvortrag über den Deichbau an der Oste zu halten. 


"Hein Stör" im
Winterschlaf


Osteland-Mitglieder mit Stördenkmal (Foto: Frisch)

11. 11. 2011. Alle Jahre wieder kommt ein Oberndorfer "Ehrenbürger" ins Winterquartier. Auf dem Deck des Restaurantschiffs "Ostekieker" der Wirtsleute Hans und Christiane Bünning wird das schwimmende Stördenkmal "Hein Stör", geschützt vor Treib- und Packeis, seinen Winterschlaf halten - ein schwerer Junge übrigens. Deswegen werden jedesmal kräftige Oberndorfer gebraucht, um ihn zu bewegen. In diesem Jahr halfen Henning Kuhne, Heino Küther, Manfred Heinisch, Albertus Lemke, Hermann Hagenah und Eddy Uhtenwoldt, durchweg Mitglieder der AG Osteland, in deren Reihen 2009 das Geld für eines der mittlerweile meistfotografierten Motive an der Oste gesammelt worden war. Auch Fernsehen, Hörfunk und die Anglerpresse haben wiederholt über "Hein Stör" berichtet, der an die Ausrottung des Kaviarfischs in die Oste erinnern und für dessen jetzt anlaufende Wiederansiedlung werben soll.


TSV Großenwörden
gründet blaue Sparte


Großenwördener Kanuten in Oberndorf

10. 11. 2011. Die seit längerem vorbereitete Gründung einer Wassersportsparte im TSV Großenwörden soll in Kürze vollzogen werden, wie die Initiatoren Jens Lüneberg und Brigitte Sawatzki vom "Team Wassersport" mitteilen. Die Gründungsversammlung findet am 23. November, 19.30 Uhr, im Großenwördener Hof statt. Auf der Tagesordnung stehen Beratung und Verabschiedung einer Satzung und Gebührenordnung sowie der Sportbetrieb 2012. 

Die Gründung der Sparte war durch den neuen Schiffsanleger in Großenwörden beflügelt worden, Unterstützung leistete die Fachgruppe Blaues Netz der AG Osteland. Im Sommer hatten das Team Wassersport bereits zu einer Kanutour Oberndorf - Großenwörden mit starker Beteiligung eingeladen (siehe SONDERSEITE).


"Wanderer brauchen Brücken und Stege"


Demonstration auf gesperrter Ostebrücke

25. 4. 2011. Das hat es an der 150 Kilometer langen Oste noch nie gegeben: Fünfzig Sportfreunde vom Unterlauf des Elbe-Nebenflusses reisten Ostermontag an den Oberlauf, um Pläne der dortigen Gemeinde Selsingen (Landkreis Rotenburg) zu unterstützen, eine baufällige, zur Zeit gesperrte Ostebrücke zu erneuern und für den sanften Tourismus zu öffnen. "Ein Fluss braucht Brücken", stand auf einem der Transparente, die von den Wanderfreunden des TSV Oberndorf und dessen Mitveranstalter, der Arbeitsgemeinschaft Osteland, in der idyllischen Flußniederung zwischen Rockstedt und Ober Ochtenhausen entrollt wurden.


Sportler von der Unteren Oste demonstrieren
für Erhaltung einer Flussquerung am Oberlauf


14 Kilometer Wandern an der Oste

In seinen Begrüßungsworten zeigte sich der Selsinger Gemeindebürgermeister Reinhard Auf dem Kamp erfreut über die Unterstützung der Ostefreunde vom Unterlauf, die sich ebenso wie seine Gemeinde und 150 Anwohner für eine Rettung der Brücke in der Granstedter Heide einsetzen.


Lemke mit Bürgermeister Auf dem Kamp (r.)

Wenn der Wandertourismus in einem der landschaftlich schönsten Gebiete der Samtgemeinde gefördert werden solle, müsse die Flussquerung als Fußgänger- oder Radfahrerbrücke erhalten bleiben. Schon zu Jahresbeginn hatte der Bürgermeister eine Verengung der Brücke vorgeschlagen, so dass dort kein Fahrzeugverkehr mehr möglich ist, und um finanzielle Unterstützung des Landkreises gebeten.


Stärkung am Hasenfleeter Milchbüffet

Zustimmung fand der Gemeindevertreter bei der gemeinnützigen AG Osteland, die durch ihre Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten) und Walter Rademacher (Neuhaus) vertreten war. "Wanderer brauchen Brücken und Stege", sagte Bölsche, der den Tourismus neben der Landwirtschaft als einen der wichtigsten Zukunftsfaktoren der Osteregion bezeichnete.


Hügelgrab am Wegesrand bei Granstedt

Die AG Osteland teile die Hoffnung des Bürgermeisters, dass dieser Teil der Region, in der die Oste aus der Nähe erlebbar ist, in einen der geplanten "Premiumwanderwege" einbezogen wird. Es sei nicht hinnehmbar, dass die öffentliche Hand einen so wichtigen Teil der touristischen Infrastruktur im Osteland wie diese Brücke dem Verfall preisgebe.

Die Organisatoren der begeistert aufgenommenen 14-Kilometer-Rundwanderung, die Oberndorfer Albertus und Renate Lemke, sehen den Ausflug an den Oberlauf als Teil der Bemühungen der AG Osteland, den "Binnentourismus" an der Oste durch Schul-, Betriebs- und Vereinsausflüge an den jeweils anderen Abschnitt des längsten Nebenflusses der Niederelbe zu fördern.

Lemke, der mit der Oste-Tour bereits den 35. Jahresausflug  für den TSV Oberndorf vorbereitet hatte, nahm durch Hans-Heinrich Katt (Oberndorf) den Dank der Teilnehmer entgegen.


Osteland-Mitglieder Rathjens und Lemke

Bereits für Mitte Juni plant Lemke eine weitere "Expedition in die Nachbarschaft": Die nächste Reise des TSV, organisiert von AG-Osteland-Mitglied und Gästeführer Andreas Rathjens (Groß Meckelsen), soll in die Nähe der Quellregion des Flusses in der Samtgemeinde Sittensen führen.


Pause am Angelgewässer des SFV Oste

Der jüngste Ausflug, bei dem die Wanderer auf freier Strecke mit einem leckeren Milchprodukte-Büffet der Molkerei Oberndorf-Hasenfleet überrascht wurden, klang bei Ostener Grillwürsten und Steaks auf dem Vereinsgelände des gastlichen Sportfischervereins (SFV) "Oste" an dessen Vereinssee in Hackemühlen bei Lamstedt aus.


Ausklang an den Hackemühlener Teichen

Dort hatten zuvor SFV-Vorsitzender Wolfgang Schütz und Gewässerwart Andreas Ucke die Wanderer willkommen geheißen. - Mit Dank für Fotos an Walter Rademacher.



Versalzungsdaten
unterschlagen

Protestplakat in Ihlienworth

7. 8. 2011. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) haben der EU-Kommission im Zusammenhang mit ihrer im Dezember 2010 eingereichten "Unterrichtung der Europäischen Kommission" zur Elbvertiefung wichtige Gutachten vorenthalten. Darin gehe es um die Frage, wie stark die Salzkonzentration der Elbe durch die Vertiefung der Fahrrinne ansteigt, berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

Dem bei der EU vorgelegten Behördenpapier zufolge sei mit einer "Stromauf-Verschiebung der Brackwasserzone", in der sich Süß- und Salzwasser mischen, zu rechnen. "Je nach Höhe des jeweiligen Salzgehalts" verschiebe sich diese Zone um 1000 bis 1900 Meter landeinwärts. Dass diese Prognose fragwürdig ist, wurde Wirtschaftsbehörde und WSD bereits im Mai 2007 mitgeteilt - und zwar von dem in Stade ansässigen Chemieunternehmen Dow, das Elbwasser für seine Produktion braucht und aufbereitet. 

Hydrologen der Technischen Universität Delft hatten in einem Gutachten eine Verschiebung der Brackwasserzone um 13 Kilometer stromaufwärts vorhergesagt, wenn die Vertiefung der Fahrrinne auf 14,50 Meter realisiert werde. In diesem Fall, schrieben Dow-Manager im Juli 2010 an die WSD, seien Millioneninvestitionen notwendig, um die negativen Folgen des Salzwassers für ihre Anlagen auszugleichen. Doch ihre "in den Jahren 2007 und 2008 erhobenen Einwendungen" seien "nicht hinreichend berücksichtigt" worden. 

Auch Rolf Lühmann, Bürgermeister der Gemeinde Jork im Alten Land, hat im Planfeststellungsverfahren Einwendungen erhoben, die der EU-Kommission nicht mitgeteilt wurden. In einem Brief an die EU-Generaldirektion Umwelt vom 11. Mai hat Lühmann deshalb "einen Mangel in der Unterrichtung" der Kommission gerügt, "da die von uns genannten Gutachten auch den Planfeststellungsbehörden bekannt sind". Durch den in der Dow-Delft-Studie errechneten Anstieg der Salzkonzentration im Elbwasser um bis zu 40 Prozent sei "die Zukunft einer konkurrenzfähigen Obstwirtschaft erheblich gefährdet".


Oste-Brücke wieder frei


Ostermontag-Aktion bei Granstedt

23. 6. 2011. Schöner Erfolg für die AG Osteland: Am Ostermontag hatte die "Lobby für die Oste" für eine Reparatur der wegen Baufälligkeit gesperrten Ostebrücke bei Granstedt demonstriert (siehe Foto; der damalige Bericht der Bremervörder Zeitung über die Aktion steht hier). Der Tourismusverein Gnarrenburg sagte der AG Osteland daraufhin Dank für die öffentlichkeitswirksam erhobene Forderung (Bericht hier).


Osteland-Parole: "Ein Fluss braucht Brücken"

Jetzt hat die Kommunalpolitik reagiert: Wie die Lokalpresse (siehe Ausschnitt) heute meldet, hat die Gemeinde Selsingen die Brücke reparieren lassen, so dass sie nun für Fussgänger und Radler wieder nutzbar ist. Die Reparatur habe, so Bürgermeister Reinhard Aufdemkamp, weniger als 10.000 Euro gekostet.


Von der Quelle bis zur Mündung


Radeln am Fluss: Tourenleiter-Ehepaar Prüß

9. 6. 2011. Im Sommer 2005 organisierten die Ostener Fahrrad-Fans Peter und Monika Prüss  - unlängst ausgezeichnet mit dem Osteland-Preis "Der Goldene Hecht" (Begründung) - für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Erstbefahrung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel entlang der Oste, der Elbe und des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Jetzt haben die Radwanderpioniere eine neue Gruppenfahrten-Premiere vorbereitet.


Oste-Radweg im ADFC-Tourenportal

Vom 1. bis zum 3. September leiten die Ostener eine AG-Osteland-Tour auf dem von ADFC-Mitglied Klaus Feldmann (Grasberg) erarbeiteten Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus. Die mit mehreren Probetouren gründlich vorbereitete Gruppen-Erstbefahrung (mit Hotel-Übernachtungen in Zeven und Bremervörde) ist bereits jetzt ausgebucht.


Programm der Ostetour - Download

Die AG Osteland bereitet zurzeit die Herausgabe einer Radwanderkarte für die gesamte Osteroute von der Quelle bis zur Mündung vor.


Meerassel als Magnet


Idotea soll Touristen an die Oste locken

9. 6. 2011. Die Meerassel ist, im Gegensatz zum Seehund, nicht gerade ein maritimer Sympathieträger. Dennoch soll Idotea, so der lateinische Gattungsname, künftig Touristen an die Ostemündung locken - genauer gesagt: eine neue Ausstellungshalle für das Naturkunde-Museum Natureum Niederelbe bei Balje, deren Architektur von der Meerassel inspiriert ist.


Natureum-Chefin Dr. Haese in Balje

Das 1,5-Millionen-Euro-Projekt, mit dessen Bau im Spätsommer auf der Oste-Halbinsel begonnen und das möglichst schon 2012 eröffnet werden soll, präsentierte Natureum-Chefin Dr. Clivia Haese gestern abend vor dem Kehdinger Tourismusverein im Baljer Gasthof "Alter Ritter".


Modell der neuen Meerassel-Halle

Die 2100 Quadratmeter große Halle bietet Platz für Dauer- und Sonderausstellungen zum Thema Elb-Ästuar, laut Haese eine ökonomische und ökologische "Drehscheibe" für Waren, Zugvögel und Wanderfische. Trotz starken Konkurrenzdrucks etwa durch das Klima- und das Auswandererhaus in Bremerhaven erhoffen sich die Planer durch die Investition alljährlich anfangs 100.000, langfristig 75.000 zusätzliche Besucher in Balje.


Im Innern eine begehbare Elbmündung

Das Innere der Meerassel-Halle am Natureum-Eingang (Lage siehe kleine Karte oben) soll als begehbare Elbmündung gestaltet werden und mit Leuchtturm- und Tiermodellen "Intensiverlebnisse" ermöglichen, etwa eine nächtliche Schifffahrt auf der Elbe.

Vereinschef Heinrich von Borstel erhofft sich von dem Vorhaben einen "erheblichen Schub für unsere Region". 


Oste-Fest 2011 ohne Tauziehen


Neues Plakat des Gewerbevereins

9. 6. 2011. Der Gewerbeverein Hechthausen wird sein 3. Oste -Fest am Sonnabend, 30. Juli, ausrichten, wie die 1. Vorsitzende und AG-Osteland-Mitstreiterin Krista Reibe mitteilt. Das Programm für das Fest steht seit gestern unter www.hechthausen-aktuell.de.


Oste-Tauziehen 2009 (Foto: Gäntgen)

"Das Tauziehen fällt dieses Jahr leider aus," bedauert Krista Reibe: "An den eigentlich vorgesehenen Terminen um den 20. August haben wir hier Niedrigwasser. Der 30. Juli mit Hochwasser liegt in der Urlaubszeit und einige entscheidend wichtige Mitmacher stehen nicht zur Verfügung."


Mittersommernacht am Oberlauf


Laden ein: Rathjens und Lemke

20. 5. 2011.  Eine Veranstaltung von ganz besonderem Reiz haben die AG-Osteland-Mitglieder Albertus Lemke (Oberndorf) und Andreas Rathjens (Groß Meckelsen) vorbereitet: Zu einem gewässerkundlichen "1. Mittsommernacht-Spaziergang" an der Oste am Dienstag, 21. Juni, laden die Wandergruppe des TSV Oberndorf und die Arbeitsgemeinschaft Osteland gemeinsam ihre Mitglieder und Freunde ein.


Frühlingsgrün: der Oberlauf der Oste

"Wir sehen Nebenflüsse der Oste, eine Oste-Furt, Oste-Staustufen, ein Oste-Wehr, eine Oste-Wassermühle und viel, viel Natur", kündigt Wanderführer Lemke den Spaziergang in der Samtgemeinde Sittensen an. Die Abfahrt mit dem Bus erfolgt um 14 Uhr an der Grundschule Oberndorf, Rückkehr ist gegen 23 Uhr. Ein Abendimbiss wird vorbereitet. 

Die Kosten betragen 10 Euro pro Person, für Kinder 5 Euro. Anmeldungen nimmt Albertus Lemke unter Tel. 04772-238 oder 696 entgegen, solange die Busplätze reichen.


Umweltminister testet "Oste-Navi"


Minister Sander (2.v.l.) an der Oste

11. 5. 2011. Neue Programme für digitale Endgeräte sollen, siehe unten sowie unter OSTEN, den Tourismus an der Oste fördern. Ein "Oste-Natur-Navi", das - wie berichtet - Touristen zwischen Hechthausen und Bremervörde begleiten soll, wird demnächst von einem prominenten Gast vorgestellt: Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (unser Archivbild) wird aus diesem Anlass am Mittwoch, 1. Juni, in Gräpel erwartet. Mehr auf der AG-Osteland-Website www.osteland.de


Massenhaft Proteste am Oberlauf

11. 5. 2011. Der Vorsitzende des Unterhaltungsverbandes Untere Oste, AG-Osteland-Mitstreiter und Rotenburger CDU-Kreistagsabgeordnete Angelus Pape (Foto) sieht sein Vertrauen in die ROW-Kreisverwaltung durch deren Informationspolitik zur geplanten Bauschuttdeponie in Haaßel im südlichen Osteland "erschüttert" (mehr). Über 300 Einwendungen sind mittlerweile bei den Behörden gegen die Deponiepläne eingegangen. Protest eingelegt hat jetzt auch der  Kreislandvolkverband Bremervörde, der zahlreiche Landwirte "unter Umständen langfristig sogar in ihrer Existenz" bedroht sieht (mehr). Zuvor hatten, wie berichtet, auch die Sportfischer-Sprecher und Osteland-Preisträger Wolfgang Schütz (Osten) und Ernst Peters (Zeven) Bedenken gegen das Vorhaben geäußert. 


Oste-Infos auch am Oberlauf


Werbung für Blaues Netz Oste in Selsingen

6. 5. 2011. Auch am Oberlauf der Oste werben die Gemeinden mit dem von der AG Osteland entwickelten Slogan "Die Oste. Der Fluss, der alles hat". Stelltafeln mit Fotos vom gesamten Verlauf des 150 Kilometer langwen Flusses informieren unter anderem in Selsingen, Sittensen und Zeven über Möglichkeiten, an der Oste zu wandern, zu angeln und Wassersport zu treiben. Alle Plakate verweisen auf die Homepage des von Bernd Jürgens (Hemmoor) betreuten Osteland-Arbeitskreises Schifffahrt und Gewässer.


Demonstration für Oste-Brücken


Wanderer auf gesperrter Brücke bei Granstadt

25. 4. 2011. Das hat es an der 150 Kilometer langen Oste noch nie gegeben: Fünfzig Sportfreunde vom Unterlauf des Elbe-Nebenflusses reisten Ostermontag an den Oberlauf, um Pläne der dortigen Gemeinde Selsingen (Landkreis Rotenburg) zu unterstützen, eine baufällige, zur Zeit gesperrte Ostebrücke zu erneuern und für den sanften Tourismus zu öffnen. "Ein Fluss braucht Brücken", stand auf einem der Transparente, die von den Wanderfreunden des TSV Oberndorf und dessen Mitveranstalter, der Arbeitsgemeinschaft Osteland, in der idyllischen Flußniederung zwischen Rockstedt und Ober Ochtenhausen entrollt wurden.



Unesco-Titel in Gefahr?

Bürgermeister Breitner (auf N3)

26. 7. 2011. Mit Besorgnis reagiert die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. im niedersächsischen Osten (Landkreis Cuxhaven) auf jüngste Meldungen aus Schleswig-Holstein, denen zufolge der angestrebte Weltkulturerbe-Status für die 102 Jahre alte Schwebefähre Osten - Hemmoor ebenso gefährdet ist wie die Vergabe des Unesco-Titels für die zweitälteste deutsche Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld und für fünf weitere Bauwerke dieser Art in Argentinien, Frankreich und Großbritannien.

Ursache der Befürchtungen ist eine Novellierung des schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetzes, das nach Auffassung von Kritikern "reine Makulatur" ist, den Schutzstatus von Welterbestätten vermindert und negative Reaktionen der Unesco provozieren könnte.

Aus Sicht des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner (SPD) gefährdet das Land nicht nur die bereits existierenden und beantragten Unesco-Weltkulturerbestätten in Schleswig-Holstein wie die Altstadt von Lübeck, das Dannewerk und die Rendsburger Schwebefähre samt Eisenbahnhochbrücke. Betroffen seien auch alle anderen Schwebefähren, die auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung Rendsburgs einen gemeinsamen Antrag an die Unesco erarbeiten.

Lesen Sie bitte weiter auf www.schwebefaehre.org. - Ausführlicher Bericht auch in Treffpunkt Sittensen.


Weltkulturerbe: Die Chancen steigen


Website von Andreas Breitner (2010)

22. 6. 2011. "Unsere Chancen steigen!" Mit diesen Worten hat sich der Rendsburger Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Andreas Breitner (SPD) am heutigen Mittwochnachmittag über die Aussichten der Schwebefähren am Kanal und an der Oste geäußert, zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben zu werden (siehe www.schwebefaehre.org).

Nach einem Gespräch mit dem Kieler Kulturminister Dr. Ekkehard Klug (FDP) erklärte Breitner auf Facebook, das Land Schleswig-Holstein stehe dem gemeinsamen Projekt "sehr positiv" gegenüber: "Der Minister wird es gemeinsam mit Niedersachsen in die Kultusministerkonferenz einbringen. Die Technik ist anerkannt und eine serielle Bewerbung wird federführend aus Buenos Aires eingebracht." - Ein aktueller Zeitungsbericht über den Welterbe-Vorstoß zugunsten der Fähren in Rendsburg und Osten steht hier.


Schwebefähren-Regatta auf der Biskaya


Segler unter der Schwebefähre bei Bilbao

23. 6. 2011. Am Sonnabend, 2. Juli, starten in Frankreich 16 Yachten zu einer 36-Stunden-Regatta über die Biskaya. Start und Ziel der Regatta sind die einzigen Schwebefähren Frankreichs und Spaniens in Rochefort und bei Bilbao. Mehr...

Hallo, Wassersportler vom Fluss: Wie wär's mit einem deutschen Schwebefähren-Törn von Osten nach Rendsburg?


Schwebefähren auf Expertenliste


Bereits Welterbe: Schwebefähre Bilbao

8. 6. 2011. Die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco-Welterbestätten ist heute Thema einer Tagung der Denkmalpflegereferenten der Bundesländer in Erfurt. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, macht sich Schleswig-Holstein - neben einem Projekt zum Wikinger-Kulturerbe mit Dänemark, Island und Norwegen - für die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld als Teil eines transnationalen Vorhabens stark, während Niedersachsen die Schwebefähre Osten - Hemmoor in dieses Projekt einbringen will.

Wilhelm Lucka vom Kulturministerium in Hannover weist der Presse gegenüber darauf hin, dass die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao bereits Weltkulturerbe ist. - Die Welterbeliste der Unesco umfasst bisher 911 Denkmäler in 151 Ländern.

Mehr auf der Website des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Osteland.


Schwebend in die Saison


Brinkmann im NDR-Interview - ansehen

2. 4. 2011. Am Freitag um 11 Uhr startete im Beisein von Kameraleuten von "NDR online" und "Heimat live" die Schwebefähre Osten-Hemmoor in die neue Saison. Im NDR-Interview äußerte sich Fährvereinsvize Karl-Heinz Brinkmann auch über die jüngst beschlossenen Antragstellung zum Weltkulturerbe. Der Beitrag von Silke Rudolph ist online abrufbar


Osten/Oberndorf: Saisonstart und Fest


Plakat zum Fährfest am Sonnabend

29. 3. 2011. Am Sonnabend, 2. April, 14 Uhr, wird in Oberndorf/Oste ein Doppeldenkmal zur Erinnerung an die Fährleute von einst und deren berühmten Fährgast Hoffmann von Fallersleben eingeweiht. Mehr...

Bereits am Freitag, 1. April, 11 Uhr, startet die Schwebefähre Osten-Hemmoor in die neue Saison. Auch die "FährStuv", der museale Fährinformationsraum an der Schwebefähre, wird dann wieder geöffnet sein. Am 5. Juni, 11 bis 18 Uhr, folgt dann der Fährmarkt, und vom 19. bis 21. August beteiligt sich der Schwebefährverein an den "Tagen der Industriekultur am Wasser" in der Metropolregion Hamburg. Am 21. August wird die Wingster Regionalhistorikerin Gisela Tiedemann ihr von der AG Osteland herausgegebenes neues Buch "Die Fähren an der Oste" n der "FährStuv" vorstellen. Der Tag des offenen Denkmals am 11. September steht dieses Jahr unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". - Die Website des Fährvereins gibt es jetzt auch in einer Handy-Version.


Mit Albertus Lemke zum Oberlauf


Tourenleiter Lemke: Erstmals am Oberlauf

15. 3. 2011. Seit rund 35 Jahren organisiert der Kaufmann Albertus Lemke für seine Sportfreunde vom TSV Oberndorf / Oste Maiwanderungen an der Unteren Oste. In diesem Jahr hat er erstmals - für den TSV und zugleich für die AG Osteland - eine Tour mit dem Titel "Wandern in den Frühling" an der Mittleren Oste vorbereitet. Am Ostermontag, 25. April, 8 Uhr, geht es zunächst per Bus vom Treffpunkt an der Grundschule Oberndorf nach Ober Ochtenhausen.


Ostebrücke bei Granstedt (Fotos: Bölsche)

Dort beginnt eine Rundwanderung am rechten und linken Ufer der Oste, die dort ganz besonders idyllisch ist. In der Samtgemeinde Selsingen - die im Rahmen der Aktion "Wir an der Oste" diesjähriger Tourismuspartner der Samtgemeinde Am Dobrock ist - werden drei Ostebrücken besucht. Dazu zählt auch eine zur Zeit baufällige Holzbrücke an der Granstedter Heide, für deren Sanierung sich neben dem Selsinger Gemeindebürgermeister Reinhard Auf dem Kamp und 140 Anwohnern (siehe Nordsee-Zeitung) auch die Arbeitsgemeinschaft Osteland einsetzt.


Wandern mit Lemke bei Balje (2008)

Nach mehreren Pausen, bei denen Milchdelikatessen aus der ländlichen Molkerei Hasenfleet serviert werden, treffen die Wanderer gegen 16 Uhr wieder in Oberndorf ein. - Alle Teilnehmer sollten, so rät Albertus Lemke, ihren Fotoapparat mitnehmen, denn die besten Aufnahmen von der Wanderung werden prämiert. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder. Wegen der begrenzten Platzzahl empfiehlt sich baldige Anmeldung bei Albertus Lemke, Tel. 04772-696 oder 238, Telefax 04742-860420.

Unsere Berichte über Ostewanderungen in den Vorjahren:

Marsch durch die Marsch - Mit Albertus Lemke an der Oste (2010)

Von Fähre zu Fähre - Mit Albertus Lemke an der Oste (2009)

Durch Nordkehdingen - Mit Albertus Lemke an den Frühlingsfluss (2008)


Echo auch an der Oberen Oste


Vereinsblatt (Zeven), 23. 2. 2011 - größer

1. 3. 2011. Die Arbeit des Blauen Netzes findet zunehmend auch am Oberlauf der Oste mediale Resonanz. So berichtete das in Zeven erscheinende "Vereindsblatt" sehr ausführlich über die jüngste Veranstaltung des Blauen Netzes in Cadenberge - mehr hier.


Zevener Zeitung, 19. 2. 2011 - größer

Auch die Ehrung der AG Osteland durch die Sportfischer und die Jahreshauptversammlung in Wingst fanden ein Echo an der Oberen Oste. Einen umfangreichen Bericht veröffentlichte zum Beispiel die Zevener Zeitung - hier lesen. - Dank für den Hinweis an Andreas Rathjens, Groß Meckelsen.


"Der Fluss tendiert zum Kanal"


AG-Osteland-Vize Walter Rademacher

19. 2. 2011. Bereits die Auswirkungen der bisherigen Elbvertiefungen - von Uferschäden über Grundwasserversalzung bis zur Hafenversandung - reichen bis ins Osteland hinein. Die von Hamburg derzeit geforderte erneute Ausbaggerung der Elbe sei nicht nur schifffahrtspolitisch überflüssig, sondern forciere eine fatale, "sich selbst verstärkende Eigendynamik", warnte der neugewählte 2. Vorsitzende der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus/Oste), am Wochenende in Cadenberge.

Der eindrucksvoll bebilderte, faktenreiche Vortrag Rademachers, der auch Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung ist, bildete den Höhepunkt einer Tagung der Osteland-Fachgruppe "Blaues Netz" zum Thema Wassersport im Saal des Cadenberger "MarC 5". Mit Beifall bedachten die Zuhörer, darunter auch Segler-Prominenz wie die Oberndorfer Transatlantik-Skipper Bert und Marlene Frisch (Website), die Mahnungen des Osteland-Vertreters.


Sachkundig: Atlantikskipper Bert Frisch

Jede weitere Elbvertiefung beschleunige, warnte der Wasserbauer, eine Art Teufelskreis. Typische Abfolge der "Kausalkette zwischen Vertiefung und Schäden" laut Rademacher: "Tiefere Fahrrinne - größerer Querschnitt - größere Wassermenge - höhere Fließgeschwindigkeit - größere Erosionskraft - mehr und gröberes Sediment - stärkere Sedimentation in Fahrrinne, Häfen und Flachwasserzonen - erhöhte Unterhaltungsbaggerungen und erhöhter Reparaturaufwand - Verlust der biologisch wertvollen Flachwasserzonen - Unterbrechung der Nahrungsketten von Schlick zu Wasser - schleichender Verlust der Selbstreinigungskraft der Elbe" - und schließlich die "Entstehung einer sich selbst verstärkenden Eigendynamik".


Verschlickter Hafen in Neuhaus

Die schon jetzt zu beobachtende Folge sei ein immenser, stetig wachsender Aufwand, um die angestrebte Fahrrinnentiefe zu halten. Die Elbe tendiere auf diese Weise zum Kanal, die Deichsicherheit sei gefährdet, Baggern werde zum Dauerzustand. "Die Wasserbauer werden wir nicht los," sagte Rademacher in Anspielung auf Goethes "Zauberlehrling": "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los."


Jürgens (M.) mit Nickel und Prof. Döscher

Aufgrund der zunehmenden Verschlickung von Sportboothäfen wie etwa in Neuhaus sei ein regelmäßiges "Ausbaggern auf Kosten der Verursacher unabdingbar", forderte als weiterer Referent der Umweltbeauftragte des Segler-Verbandes Niedersachsen (SVN), Professor Dipl.-Ing. Peter Döscher (Hannover). Döscher, der zur Zeit mit der Untersuchung der "gesamträumlichen Wirkungszusammenhänge" im Elbe-Ästuar befasst ist, sprach sich für einen Ausbau von Sporthäfen und für die Erhaltung von Anker- und Ruheplätzen sowie für eine Selbstverpflichtung der Wassersportler aus, das Revier nur "im Einklang mit der Natur" zu nutzen.


Oberndorfer Regatta-Organisatoren

Abgerundet wurde der Informationsabend, den Bernd Jürgens (Hemmoor) leitete, vom Sportwart See des SVN, Jens Nickel (Stade), der über Vermessungssysteme für Segelyachten wie Yardstick und ORC referierte, sowie durch einen unterhaltsamen Vortrag des Vorsitzenden der Segler-Gemeinschaft Oberndorf, Uwe Mählmann, zum Thema "Lust auf Oste, Lust auf Regatten".


Regatta-Plakatmalerin Kerstin Mählmann

Mählmann berichtete, unterstützt von Kerstin Mählmann (Regattaplakate) und Henning Kuhne (Regattafotos), über die zwanzigjährige Geschichte der Oberndorfer Regatta.


Osteland-Vorsitzender Bölsche

Eingangs hatte der 1. Vorsitzende der AG Osteland, Jochen Bölsche, dem Fachgruppensprecher Jürgens eine Mini-Geburtstagstorte mit einer Kerze überreicht, um dem im Februar 2009 gegründeten "Blauen Netz" zu dessen einjährigem Bestehen zu gratulieren.


Wassersportrevier Obere Oste

Die Fachgruppe sei bereits jetzt die aktivste Untergliederung der AG Osteland und ihre bisherige Arbeit "eine Erfolgsgeschichte", sagte Bölsche, der einen Überblick über die 2011 am gesamten Flusslauf stattfindenden wassersportlichen und kulturellen Veranstaltungen gab: "Die Oste brodelt vor Aktivität."


Fackel-Demo gegen Elbvertiefung


Fackeln am Lüheanleger (Foto: Bündnis)

30. 1. 2011. Mit brennenden Fackeln entlang der Elbe haben Umweltschützer am Sonnabend gegen geplante Bauprojekte protestiert. Die Lichter wurden unter anderem in Cuxhaven, Balje, Hamburg und Hitzacker entzündet, um gegen Vorhaben wie die Elbvertiefung zu demonstrieren. Allein in Grünendeich haben am Sonnabend rund 1000 Bürger rund um den Lühe-Anleger gegen die geplante Elbvertiefung demonstriert. Bündnis-Sprecher und Oste-Preisträger Walter Rademacher (Foto) sprach bei klirrender Kälte von einem Erfolg der Aktion. Mehr...

Der Protest war Teil einer Aktion an Elbe, Saale und Donau in sieben Bundesländern. Statt in einen nachhaltigen Wasserschutz zu investieren und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben, würden Millionen Euro in "unsinnige Wasserstraßenprojekte" gesteckt, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. 


Full House in Niederstrich


Zum zweitenmal rappelvoll: Segler-Vortrag

29. 1. 2011. Voll besetzt war erneut der schöne Saal des historischen Gasthauses "Zur Sietwende" von Uschi Henning in Oberndorf-Niederstrich, als dort die Transatlantik-Segler Bert und Marlene Frisch am Freitag zum zweitenmal faszinierende Bilder von ihrem Ozean-Törn mit dem Kutter "Heimkehr" zeigten.


"Heimkehr" auf Großer Fahrt

Auf Einladung der AG Osteland - Arbeitskreis Blaues Netz Oste - erlebten erneut rund 100 Wassersportfreunde, teils angereist aus Bremen und Hamburg, jenen Mix aus Heim- und Fernweh, der schon drei Wochen zuvor das Publikum hoch erfreut und tief berührt hatte. Abermals liess die "Heimkehr"-Crew mit der etwas ungewöhnlichen Rollenverteilung (sie Maschine, er Kombüse) die Zuhörer nicht nur ins Schiff, sondern auch in ihre Gefühlswelt blicken.


Am Beamer: Bert und Marlene Frisch

Eine von Eddy Uhtenwoldt (Oberndorf) vom Blauen Netz gestartete Spendensammlung zugunsten einer Neuauflage des erfolgreichen Osteland-Hafenführers ("Die - Oste, der Fluss, der alles hat") ergab 318,10 Euro.

Im Logbuch ihrer Website www.heimkehr-hamburg.de berichten die Eheleute Frisch heute über ihre Zukunftspläne: "Erstmal müssen wir die 'Heimkehr' über den Atlantik zurück nach Oberndorf segeln. Im Laufe des September wollen wir dann wieder in der Oste sein. Da liegt noch ein weiter, schwieriger Weg vor uns." - Unter @heimkehr7 senden die Frischs seit gestern auch über Twitter.


Oste in der Segel-Bibel


Bremervörde auf der Sejlerens-Website

27. 1. 2010. Verstärkte Werbung für das international noch weithin unbekannte Wassersportrevier Oste - dieses Ziel verfolgte der Osteland-Arbeitskreis Blaues Netz, als er voriges Jahr einen Oste-Hafenführer herausbrachte. Unter Hinweis auf das Blaue Netz (Website) und dessen Aktivitäten hat jetzt der in Dänemark erscheinende mehrsprachige Segelführer "Sejlerens" sein Oste-Kapitel erweitert.

In der 2011er Ausgabe der "Segler-Bibel", die kostenlos in allen Sportboothäfen an Nord- und Ostsee erhältlich ist, soll - neben Berichten über Neuhaus und Bremervörde - erstmals ausführlich auch über die Oste insgesamt sowie über Liege- und Freizeitmöglichkeiten in Oberndorf, Wingst und Osten berichtet werden. (Der internationale Marina Guide ist auch im Web vertreten.)


Oste-Kapitel (Ausschnitt) in Sejlerens

Für eine Erweiterung des Oste-Kapitels von "Sejlerens" haben sich unter anderem Holger Bomm (SNVO Neuhaus), Eddy Uhtenwoldt (SGO Oberndorf) und Dr. Manfred Toborg (WSC Osten) eingesetzt. - Anzeigen für die neue Ausgabe können kurzfristig noch über den Deutschland-Repräsentanten von Sejlerens, Hans-Jürgen Berger, Tel. 0170-221 56 99, gebucht werden.


Farbbild-Vortrag wird wiederholt


Ehepaar Frisch nach der Ozean-Überquerung

16. 1. 2011. Mit fast 100 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt war kürzlich, wie berichtet, der Saal des Gasthauses "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich, als die Oberndorfer Atlantik-Überquerer Bert und Marlene Frisch über ihr Ozean-Abenteuer mit dem Kutter "Heimkehr" berichteten. Wegen der großen Nachfrage wird die mit sehr viel Beifall bedachte Ton- und Video-Präsentation wiederholt. Wer an der ersten Vorstellung - etwa wegen der damaligen Eisglätte - nicht teilnehmen konnte, kann die  Wiederholung am Freitag, 28. Januar, ab 19 Uhr, ebenfalls in dem wunderschönen alten Gasthaus "Zur Sietwende", direkt hinterm Ostedeich, erleben.


Marlene Frisch als Maschinistin

Wie Eddy Uhtenwoldt vom AG-Osteland-Arbeitskreis "Blaues Netz Oste" mitteilt, sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die AG Osteand willkommen.

Im März wollen die Hochleistungssegler - er fungiert auch als Smutje, sie als Maschinistin -  die Rückreise von den USA nach Deutschland antreten. Über die Vorgeschichte des Atlantik-Törns berichten die beiden Oberndorfer zur Zeit auf ihrer (kürzlich preisgekrönten) Website www.heimkehr-hamburg.de.


MLU will die Gelbe Welle


Gelbe Welle in Bremervörde

20. 1. 2011. Für die Markierung von Sportboothäfen nach dem System Gelbe Welle - bislang bereits in Bremervörde praktiziert und unter Federführung der Gemeinde Oberndorf für die gesamte Untere Oste angestrebt - hat sich jetzt die Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) ausgesprochen. Die MLU weist in einer ausführlichen Stellungnahme zu Trends im Wassersport darauf hin, dass die auch vom Blauen Netz Oste vorgeschlagene Beschilderung mit der Gelben Welle dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dient, den Hafenbetreibern "klare Marketingvorsprünge" bringt und die Voraussetzung dafür ist, dass der Deutsche Tourismusverband die Häfen mit den "Blauen Sternen" versieht, die als "das Signet" gelten. 

Der Download des MLU-Papiers, in dem unter anderem auch auf die abschreckende Wirkung von "unfreundlichen Hafenmeistern" hingewiesen wird, ist hier möglich.


Tisch-Set als Werbemittel


Demnächst bei der AG Osteland erhältlich

12. 1. 2010. Ein neues Werbemittel für die Oste hat die AG Osteland e. V. entwickelt. Demnächst wird ein Tisch-Set aus Kunststoff (Format DIN A 3) mit 20 Oste-Motiven vom Ober- und Unterlauf erhältlich sein, gestaltet von dem Ostener Fotokünstler und Ostepreisträger Nikolaus Ruhl. Der Stückpreis beträgt 9 Euro. Vorbestellungen nimmt AG-Osteland-Vorstandsmitglied Renate Bölsche per E-Mail entgegen. 


Am 18. Februar "Lust auf Regatten"


20. Oberndorfer Regatta 2010

8. 1. 2011. Die nächste Veranstaltung des Blauen Netzes Oste ist dem Thema "Lust auf Osteland - Lust auf Regatten" gewidmet. Am Freitag, 18. Februar, 19.30 Uhr, im "MarC 5" in Cadenberge berichten Uwe Mählmann und Henning Kuhne von der Segler-Gemeinschaft Oberndorf über "20 Jahre Regatten auf der Oste". Außerdem spricht Jens Nickel von der Segelwerkstatt Stade zum Thema "Vermessung von Kielschiffen". Mitveranstalter sind der Segler-Verband Niedersachsen und die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor. Der Eintritt ist frei.


2010 - Erfolgsjahr für das Blaue Netz


Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche

7. 1. 2010. Für den Vorstand der AG Osteland würdigte Jochen Bölsche (Osten) die Arbeit des "Blauen Netzes" in dessen Januar-Versammlung. Es sei einmalig in Deutschland, dass unter einem Dach Vertreter von Wassersport und Wassertouristik, Naturschutz und Deichbau, Sportfischerei und maritimer Traditionspflege vereint seien. 


Arbeitskreis mit erfreulicher Bilanz - lesen

Der Arbeitskreis und dessen Mitglieder könnten auf ein "Jahr der Erfolge" zurückschauen - Stichworte: Rettung des Leuchtturms in Balje, Sicherung der Prahmfähre Brobergen, historischer Deichwanderweg, Weltkulturerbe-Initiative für die Schwebefähre, erfolgreiche Segel- und Ruderregatten und vieles mehr. Der Wortlaut des Vortrags kann hier als Osteland-Text 19/2011 heruntergeladen werden.


Segeln: Hinterm Horizont geht's weiter 


Fast 100 Ostefreunde folgen dem Vortrag

8. 1. 2010. Erst geht's "nach Süden, bis die Butter schmilzt", dann westwärts gen Karibik auf den Spuren des "Kollegen Kolumbus": Farbig und humorvoll versteht es das Oberndorfer Segler-Ehepaar Bert und Marlene Frisch, über seine Atlantik-Überquerung mit dem Segelkutter "Heimkehr Hamburg" zu berichten. Ein nahezu hundertköpfiges Publikum dankte den Hochleistungsseglern am Wochenende im vollbesetzten Saal des Gasthauses "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich mit lang anhaltendem Beifall für die mehr als einstündige, professionell gestaltete Präsentation "Von der Oste an die Ostküste der USA". Faszinierende Fotos, Videosequenzen und Logbuch-Zitate wechselten sich ab, stimmungsvoll untermalt von maritimen Klängen wie "I am sailing" oder Udo Lindenbergs "Hinterm Horizont geht's weiter".


Marlene Frisch mit "Maschinistin"-T-Shirt

Eingeladen hatte das Blaue Netz Oste, der Schifffahrts- und Gewässerarbeitskreis der gemeinnützigen AG Osteland. Unweit des Veranstaltungslokals gleich achtern Diek hatten Osteland-Mitglieder im Jahr 2009 die Skipper mit dem Abspielen der Oberndorf-Hymne "Das Herz der Oste" zu dem Rekord-Törn verabschiedet, mit dem sich Marketingexperte Frisch und seine Frau einen lang gehegten Ruhestandstraum erfüllten (siehe Frisch-Logbuch im Internet).

Alarmstufe Rot im Atlantik

Interessiert verfolgten die Zuhörer aus dem Osteland - darunter die Vorsitzenden etlicher Wassersportvereine aus den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg - die Informationen über die Ausrüstung des Fischkutters, den die beiden bekennenden "Sicherheitsfanatiker" mit modernster Kommunikations- und Navgationselektronik vollgestopft und mit zwei 100-PS-Maschinen ausgestattet hatten. Und gebannt vernahmen sie die Berichte über die Risiken der Reise - von tückisch unter Wasser treibenden Stahlcontainern über Wirbelstürme, denen es auszuweichen gilt, bis hin zum defekten Passatsegel ("Alarmstufe Rot") und zum Ausfall des Autopiloten, der das Paar tagelang rund um die Uhr ans Ruder zwang.

Als Augenschmaus erwiesen sich opulente Fotos etwa von den weißen Kanalklippen bei Dover und von der wilden Natur des Madeira-Archipels, vom unendlichen Blau des Ozeans, in dem Delfine der Yacht folgten, und von der Karibik-Insel St. Lucia, wo die Oberndorfer schließlich - "fix und fertig" - die Ankunft nach 22-tägiger Nonstop-Überfahrt mit Rumpunsch feierten.

Was tun gegen Kakerlaken?


Kehrt 2011 heim: Frischs "Heimkehr"

Abgerundet wurden die Bilderschau durch Ringelnatz-Verse, aber auch durch Einblicke in die Rollenverteilung an Bord - sie leidenschaftliche Maschinistin, er versierter Küchenchef - und durch Döntjes und praktische Tipps: Wie bereitet man eine selbstgefangene Golddorade zu? Wie läßt sich der Außenbordmotor gegen Diebstahl sichern? Was tun bei Kakerlakenbefall?

Immer wieder scheinen die beiden Segler hin- und hergerissen zwischen Fernweh und Heimweh. Nachdem Bert Frisch sogar noch fern in der Karibik die "Magnetkraft des Ostewassers" gespürt hatte, drängt es ihn nun, nach einem gerade überstandenen Klinikaufenthalt in Deutschland, wieder in "dieses unglaubliche Blau": Im März will das Paar an die US-Ostküste fliegen, wo die "Heimkehr" überwintert, um dort zur zweiten Atlantiküberquerung aufzubrechen, nach der die Skipper im Herbst wieder in Oberndorf eintreffen wollen.


Dank von Bernd Jürgens und Eddy Uhtenwoldt

"Kommt gesund und heil wieder," wünschten Bernd Jürgens (Hemmoor) und Eddy Uhtenwoldt (Wingst) vom "Blauen Netz Oste" den beiden Skippern, denen sie mit Blumen und Oste-Bildern für den packenden Vortrag dankten.

Quelle: www.oste.de


"Blaues Netz" mit Frisch-Vortrag


Halten Vortrag: Marlene und Bert Frisch

28. 12. 2010. Dem Transatlantik-Törn der Skipper Bert und Marlene Frisch aus Oberndorf ist ein Farbbildvortrag gewidmet, der im Mittelpunkt einer Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Schifffahrt und Gewässer ("Blaues Netz Oste") der AG Osteland steht. Unter dem Titel "Von der Oste zur Ostküste der USA" berichtet das Ehepaar am Freitag, 7. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf- Niederstrich über seine abenteuerliche Reise mit dem Kutter "Heimkehr Hamburg".

Auf dem Weg von Oberndorf über den Atlantischen Ozean haben die Frischs rund 10.000 Seemeilen (18.500 Kilometer) zurückgelegt. Nach einer winterlichen Zwangspause mit Klinikaufenthalt in Deutschland wollen die Oberndorfer Mitte Januar weiter nach Süden zu den Bahamas und in die Karibik segeln, um dann im Mai 2011 zum zweiten Mal den Atlantik zu überqueren. Erster Stopp soll nach etwa 2200 Seemeilen auf den Azoren sein. Für den Herbst ist die Rückkehr der "Heimkehr" nach Oberndorf geplant.

Neben dem Farbbildvortrag erwartet die Teilnehmer des Abends ein vielfältiges Info-Programm mit aktuellen Themen rund um den Fluss. Auf der Tagesordnung der Versammlung stehen, wie Sprecher Bernd Jürgens (Hemmoor) mitteilt, unter anderem Kurzberichte über die neuen Oste-Anleger und das Projekt "Gelbe Welle" zur einheitlichen Auszeichnung der Sportboothäfen. 

Wolfgang Schütz (Osten) von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste informiert über den Fortgang der Störbesatz-Aktion. Weitere Themen sind die Osteland-Werbekampagne "Der Fluss, der alles hat" sowie eine Neuauflage des bereits mit 3000 Exemplaren verbreiteten "Oste-Hafenführers" und der neue Internet-Auftritt www.blaues-netz-oste.de, der sich an die Wassersport-, Angel- und Shantyfreunde am längsten niedersächsischen Elbnebenfluss wendet. 

Speziell auf Segler zielt eine weitere Veranstaltung am Freitag, 18. Februar, 19.30 Uhr, im "MarC 5" am Marktplatz in Cadenberge: Jens Nickel von der Segelwerkstatt Stade informiert über die zunehmend komplizierten Vermessungsregeln für Kielschiffe. Behandelt werden Themen wie die Unterschiede zwischen den Systemen ORC, ORCi und Yardstick, die Entstehung der Formeln und ihre Eignung für bestimmte Boote. Veranstalter sind, wie Bernd Jürgens mitteilt, die Segler-Vereinigung Niederelbe und die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor.

Das  "Blaue Netz Oste", ein im Frühjahr 2010 gegründeter Arbeitskreis der 420 Mitglieder starken AG Osteland, vereint Ostefreunde mit Interesse an Wassersport, Wassertourismus, Sportfischerei und maritimer Tradition.


Vortrag: Von der Oste in die Karibik


Oberndorfer Skipper-Ehepaar Frisch

14. 12. 2010. Einen besonderen Leckerbissen bietet der AG-Osteland-Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz Oste) bei seinem nächsten Mitgliedertreffen am Freitag, 7. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich: Die Osteland-Mitglieder  Bert und Marlene Frisch halten einen Farbbildvortrag ("Von der Oste an die Ostküste der USA") über ihren abenteuerlichen Transatlantik-Törn mit dem Kutter "Heimkehr Hamburg", der sie von Oberndorf in die Karibik und weiter an die US-Küste führte. 

Außerdem auf der Tagesordnung des Arbeitskreises (Kontakt: Bernd Jürgens, Tel. 04771-4444): aktuelle Kurzberichte zu den Themen Osteschiffahrt, neue Schiffsanleger, Projekt Gelbe Welle, Liegeplatz-Entgelte, Störbesatz, Hafenführer 2011, Wassertourismus und Oste-Werbung.

Im neuen Jahr will das "Blaue Netz" seinen Hafenführer "Die Oste - Der Fluss, der alles hat" aktualisieren. Daher werden die Sportboot-Vereine und Touristiker an der Oste gebeten, Änderungen gegenüber der Erstauflage möglichst bis zum Jahresende mitzuteilen (Kontakt: Eddy Uhtenwoldt, E-mail: eddy.uhtenwoldt@t-online.de).

Der Arbeitskreis, dem rund 60 Vertreter von Wassersport-, Angel- und Tourismusvereinen sowie Shantychören aus der Osteregion angehören, ist im Frühjahr gegründet worden.


Oste in neuer Zuständigkeit


NEZ-Sonderseite zum Kompetenzwechsel

1. 5. 2010.Zum 1. Juli soll die Oste, wie berichtet, von einer Bundeswasserstraße in ein Landesgewässer I. Ordnung umgewandelt werden. Zu diesem Termin tritt auch eine neue Befahrensordnung in Kraft, die mit Verbänden und Kommunen abgestimmt ist und auf Drängen von Segler-, Angler- und Jagdorganisationen unter anderem das Jetski-Fahren auf dem Fluss untersagt. 


Zuständig in Stade: Wasserbauer Kogge (M.)

Bereits zum 1. Mai wurde die behördliche Zuständigkeit für die Ufersicherung am Unterlauf vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) auf den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) übertragen. Zu diesem Zweck wurde gestern, wie NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp auf einer Sonderseite der Heimatzeitung dokumentiert, der Basbecker Betriebshof des WSA an die NLWKN-Betriebsstätte Stade übergeben. In Stade ist der Wasserbau-Experte Martin Kogge unter der Regie des Betriebsstätten-Chefs Heinrich Pudimat jetzt nicht nur für die Unterhaltung des Unterlaufs, sondern auch für die Obere Oste zuständig.


Pfingsten unterwegs auf der Oste


"Smooky" begegnet der "Mocambo"

23. 5. 2010. Die Sonne lockte am Pfingstsonntag Wassersportler wie Wassertouristen auf den stillen Fluss. Hier Foto-Impressionen vom Unterlauf:


Beliebtes Ziel: der malerische Fährort Gräpel

Ruhige Liegplätze am Gräpeler "Osteblick"

Auch Kanuten sind wieder unterwegs

Am Ostedeich: eine Kanadagans

Sportbootfahrer-Ziel Fähre Brobergen

Bootsanleger unweit des Fährhauses Brobergen

Pfingstliche Idylle am Unterlauf



Neue Brücken braucht der Fluss.

Abrissarbeiten bei Rockstedt (Foto: Bölsche)

April 2010. Nachdem im vorigen Jahr zwei Fußgängerbrücken über die Oste in Bremervörde erneuert worden sind, haben die Arbeiten für den Bau einer neuen Oste-Brücke zwischen Granstedt und Rockstedt am Oberlauf des Flusses begonnen. Der Abriss der maroden, 1957 errichteten Straßenbrücke steht vor dem Abschluss. Für den Neubau müssen 48 Stahlbetonpfähle in den Flussboden gerammt werden. Die Bauarbeiten werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. - Mehr dazu in der Bremervörder Zeitung.


Selsingen: Ideen für Ostedörfer


Oste-Wassermühle bei Selsingen

April 2010. Die Diplom-Freizeitwissenschaftlerin Isabel Kaiser, 34, ist für zwei Jahre als Tourismusberaterin bei der Samtgemeinde Selsingen angestellt und soll für den dortigen Verein Landtouristik ein Tourismuskonzept entwickeln. Welche Ideen die Expertin für die Dörfer an der Oberen Oste parat hat, verrät sie im Gespräch mit der Nordsee-Zeitung. - Die AG Osteland hat Selsingen im Rahmen ihrer Aktion "Wir an der Oste" als Ausflugsziel 2010/2011 empfohlen.
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Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste