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Die
Oste - der Fluss, der alles hat *****,,
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weiter unten "Sie ist ein Geheimtipp, die Ostegegend"
Prahmfähre in Brobergen Allmählich entdecken die Medien den einstmals "unbekannten Fluss". Der "Stern", Europas größte Illustrierte, berichtete unter dem Titel "Amazonas hinterm Deich" über die Reize der Oste: "Sie ist ein Geheimtipp." Zitate aus dem Artikel von Wolfgang Röhl: "Die Oste kennt kein Schwein. Und das ist gut so. Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren."
Angler auf der Unteren Oste "Da das mit der Flut einströmende Elbwasser heutzutage Badequalität hat, kann man aus der Oste praktisch trinken. 20 oder mehr Fischarten tummeln sich im Fluss; manche, wie Lachs und Meerforelle, erst in den 90er Jahren von Anglervereinen wieder eingebürgert. An der Oste und ihren Nebenflüssen, ja, sogar an den Wettern - Entwässerungskanälen - wird fanatisch gefischt." "Künstler wie Karl Otto Matthaei (1863-1931) schufen norddeutsche Panoramen, deren Zauber real andauert, wie jeder Ostewanderer bezeugen kann. Und der in Osten geborene Maler Diedrich Rusch (1863-1959) hat dem Fluss wunderbare Denkmäler auf Pappe und Leinwand gesetzt."
Ostezufluss bei Weertzen "Die eine Zeit lang eingemottete, dann mit viel Bürgerengagement und EU-Mitteln sanierte Schwebefähre im Eiffel-Stil hat längst Ikonenstatus. Von ihrer Art gibt es nur noch wenige. Der spanische König Juan Carlos, Schirmherr historischer Schwebefähren, erteilte ihr seinen Segen." "Sie ist ein Geheimtipp, die Ostegegend. Was auch sein Gutes hat. In der Hochsaison, wenn sie an den Stranden von Cuxhaven wie Sardinen in der Dose lagern, sich auf der Timmendorfer Promenade auf die Zehen treten und auf ganz Sylt im Stau stehen, dann hat's am braunen Fluss noch Platz ohne Ende. Hier geht sie ab, die große Freiheit! Wie sagt man auf dem Land, dem platten? "Dat hett sik annerswo man blot noch nich rümschnackt" - "Das hat sich andernorts bloß noch nicht rumgesprochen".
Aktuelle Meldungen aus der Flussregion weiter unten.
Die Oste – der Fluß, der alles hat
Seehunde im Ostewatt Kaum ein Fluss ist ähnlich vielfältig: Seeadler an der tidebewegten Mündung, Eisvögel am idyllischen Oberlauf; Segel- und Ruderreviere nahe der Elbe, Kanuparadiese an der Unteren Oste; Kultur- und Naturschätze in Städten und Dörfern; Museen und Baudenkmäler; nahebei Angel-, Wasserski- und Tauchseen - ein Fluss, der alles hat. Dennoch ist der längste niedersächsische Nebenfluss der Elbe noch weithin unbekannt. In dem Buch "Über die Oste" schreibt der langjährige Spiegel-Autor Jochen Bölsche Der Fluß, zu dessen Wahrzeichen die Schwebefähre geworden ist, gibt Anlaß zu mancherlei Mißverständnissen. Das beginnt schon beim Flußnamen, den Generationen von Forschern auf die ähnlich lautende Himmelsrichtung Osten zurückgeführt haben. Mittlerweile aber scheint sich die Auffassung von Deutschlands bekanntestem Namensforscher Professor Jürgen Udolph durchzusetzen, Osten leite sich von dem vorgermanischen "ausa/austa" ab, einer Wortwurzel, die schlicht "Gewässer" oder "gießen" bedeutet und auch in Ostern steckt, dem traditionellen christlichen Tauffest. (Die Alteingesessenen übrigens sagen nie "Ossste", mit kurzem O, sondern stets "Ooost" oder "Oooste" mit langem Vokal, wie in Ostern.)
Fischkutter bei Geversdorf Gelegentlich kommt es zu akustischen Mißverständnissen. Wer etwa in Hamburg von einem Ausflug "an die Oste" erzählt, wird bisweilen gefragt: "Wo denn da an der Ostsee?" Auf die Antwort, der Fluß sei gemeint, heißt es häufig: "Ach so, die Este..." Denn der Horizont vieler Hanseaten endet an den Kirschblütenflüssen ihrer Ausflugsregion Altes Land, während der längste und vielfältigste niedersächsische Nebenfluß der Elbe, weit draußen jenseits des Speckgürtels, lange Zeit nahezu unbekannt war. So kommt es auch, dass Kreuzworträtselfreunde auf der Suche nach einem "linken Nebenfluß der Elbe" mit vier Buchstaben gewöhnlich "Este" eintragen - und sich erst korrigieren, wenn sie bemerken, dass der „männl. Verwandte“ der Onkel ist und nicht der Enkel. Ein hübsches Fehlurteil unterläuft gelegentlich Touristen, die eines der 4,9-PS-Wohnboote chartern, mit denen man auf der Oste ohne Sportbootführerschein fahren darf. "Der Fluß fließt ja rückwärts", entfährt es erstaunten Landratten aus Süd-, West- oder Ostdeutschland - sie können sich nicht vorstellen, dass Neptun, der Herr über Ebbe und Flut, noch so tief im Binnenland regiert, sogar bis hinauf zum ersten Wehr in Bremervörde, 75 Kilometer von der Küste entfernt.
Schifferfest in Gräpel Weil mit den Gezeiten immer wieder auch verheerende Hochwasser die Anrainer heimsuchten, haben die Menschen an der Oste früh versucht, den Fluß bis in die Gegend um Bremervörde mit Deichen zu zähmen. Hohe Deiche erforderten Segelschiffe mit entsprechend hohen Masten, hohe Masten wiederum verboten den Bau fester Brücken. So kam es, dass die Oste bis weit ins vorige Jahrhundert hinein - bis Motorschiffe die Segler ablösten - ein Fluß der Fähren war (und 1909 zum Fluß der Schwebefähre wurde). Von den früher rund 30 Kahn- und Prahmfähren sind gerade mal zwei Personenfähren erhalten geblieben, in Gräpel und Brobergen. Einen legendären Ruf genoß der Gräpeler Fährmann und Gastwirt Helmut Plate, der - "Fährmann, hol öber" - Jahrzehnte lang seine handbetriebene Seilfähre über den Fluß zog. Am Gräpeler Hafen erinnert heute die Holzskulptur "Ostekucker" an den 2007 verunglückten Fährmann Plate, dem zu Ehren der Volksmund die Oste "Rio de la Plate" nannte und Österreichs Post eine Sondermarke herausgab.
Schwebefähre in Osten Ein Überbleibsel vergangener Zeiten, von Touristen geliebt und von Fährfreunden gepflegt, ist auch die letzte Motorfähre auf der Oste in Brobergen. Dort läßt sich erfahren, dass Fährstellen wie auch Furten früher strategisch wichtige, häufig umkämpfte Kontroll- und Zollstellen waren. Im Broberger Fährkrug sind die Relikte einer jener palisadenbewehrten Niederungsburgen ausgestellt, wie sie die gesamte Oste früher säumten - von Burgsittensen über die Karlsburg und Kranenburg bis zur einstigen "Schlickburg" an der Ostemündung bei Neuhaus. Gegenüber dem Broberger Fährhaus steht die Nachbildung einer urkundlich belegten Rolandfigur, die dort um 1600 die Machtansprüche und die Blutgerichtsbarkeit der Broberger Ritter manifestierte. Eine Burg wachte auch über jene Furt ("vörde"), der Bremervörde, einstmals beherrscht von den Bremer Erzbischöfen, seinen Namen verdankt. Dort führte der "Ochsenweg" durch die Oste, über den alljährlich bis zu 30.000 Ochsen von Jütland nach Holland getrieben wurden. Später wurden in der Nähe des heutigen Sportboothafens Torf aus dem nahen Teufelsmoor und Buschwerk für Uferbefestigungen umgeschlagen, was der Stadt den Ruf eintrug, "größter Stackbuschhafen Europas" zu sein. Wilhelm Busch widmete ihr den Reim: "Schön ist's auf der ganzen Erde, am schönsten doch in Bremervörde."
Osteland - ein Paradies für Angler Die Vördestadt, zu deren heutigen Attraktionen neben dem Bachmannmuseum ein Natur- und Erlebnispark am 1991 angelegten Vörder See zählt, trennt die Untere Oste von der Oberen Oste. Die beiden Flußabschnitte, obwohl ungefähr gleich lang, könnten kaum unterschiedlicher sein. Im Norden zeigt sich die Oste als mächtiger, stellenweise 14 Meter tiefer und bis zu 200 Metern breiter Tidestrom mit schilfgesäumten Mäandern und rund fünfeinhalb Meter hohen Deichen, auf denen gemächlich Schafe grasen. Hier, wo die Luft nach Salz schmeckt, ist der maritime Charakter allgegenwärtig. In Gräpel, Osten, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus haben dörfliche Werften einst Segelschiffe auf Kiel gelegt, mit denen Walfänger zwischen 1766 und 1816 auf Grönlandfahrt gingen. Später wurden Ziegel, Obst und Torf über die Oste in die großen Städte geschippert.
Tortenauswahl im Landfrauencafé Die Einstufung der Oste als "Bundeswasserstraße" ist heute nur mehr eine Reminiszenz an jene Tage, als in Hemmoor noch Portlandzement produziert, mit einer Pferdebahn zum Hafen Schwarzenhütten transportiert und von dort aus über die Oste in alle Welt verschifft wurde - sogar nach New York, wo "Lady Liberty", die Freiheitsstatue, auf Zement von der Oste ruht. Seit dem Produktionsende im Jahre 1983 erinnern in Hemmoor nur noch ein Tauchrevier in der gefluteten ehemaligen Kreidegrube und das benachbarte "Deutsche Zementmuseum" mit der ehemaligen Osteschute "Hemmoor 3" an längst vergangene Zementzeiten. Der Industriehafen Schwarzenhütten dient Sportschiffern heute als Marina.
Tauchboot am Kreidesee in Hemmoor Entlang der Unteren Oste erstecken sich zunächst Moorkolonien wie Ostendorf, angelegt von dem königlich hannoverschen Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720-1792), der in Iselersheim neben der Findorff-Kirche begraben ist. An ihn und das Schicksal der ersten Moorkolonisten-Generationen ("Der ersten der Tod, der zweiten die Not, der dritten das Brot") erinnert im benachbarten Heimatmuseum eine Dauerausstellung. Weiter stromabwärts windet sich der Fluß vorbei an Dörfern mit alten Spitzturmkirchen, an Fachwerkhäusern und an idyllischen Obsthöfen, quer durch das Zuchtgebiet der edlen Hannoveraner Pferde, für die sich auf Auktionen schon mal 400 000 Euro und mehr erzielen lassen. Ob die bewaldete Wingst rund um den "Deutschen Olymp", an dessen Hang ein kinderfreundlicher Zoo mit Wolfs- und Bärengehege versteckt ist; ob Osten mit seinem bizarren Buddelmuseum; ob Neuhaus mit der Traditionsfirma Ulex, wo der Kultschnaps Absinth entsteht, dem angeblich eine grüne Fee innewohnt - zu all diesen beschaulichen Orten, die ein wenig an die "Sommerfrischen" verflossener Zeiten erinnern, paßt der Slogan des Schwebefähren-Dorfes: "Dem Alltag entschweben..."
Alter Leuchtturm bei Balje Hier an der Unteren Oste, unter Reet hinterm Deich, lebt auch der Schauspieler und Lilo-Wanders-Darsteller Ernie Reinhardt, der gern über seine wahre Liebe Auskunft gibt: "Die Weite und der Frieden, der von diesem Landstrich ausgeht, treiben mir Tränen in die Augen." Ein paar Kilometer stromabwärts hat der Journalist Wolfgang Röhl eine neue Heimat gefunden. Er schwärmt im Hamburger "Stern": "Würden die Massen Wind davon bekommen, wie schilfwogend und nordseefrisch und wundergrün es im Osteland zugeht, sie würden ihre Mallorca-Tickets verbrennen und geschlossen an die Oste fahren." Ganz weit weg von Salzluft und Sturmgebraus plätschert die stille, süße Obere Oste. Die stärkste ihrer sieben Quellen entspringt einer feuchten Pferdekoppel am Rande der Heide in Schillingsbostel bei Tostedt-Otter im Landkreis Harburg. Zunächst als unscheinbares Bächlein, dann als schmaler Fluß windet sie sich, von Libellen umschwirrt, durch Wiesen und Wälder - vorbei am Tister Bauernmoor, wo Kranich und Seeadler kreisen, flankiert von Biberbauten und Eisvogelhöhlen und den Wassermühlen in Sittensen und Eitzte.
Segelregatta auf der Oste Während auf diesem Teil des Flusses naturgemäß nur Wassersport mit Kajak und Kanu gestattet ist (bei gutem Wasserstand von Burgsittensen an, sonst ab Sittensen oder Weertzen), harren an den Anlegern im Unterlauf rund 500 Motorboote auf ihren Einsatz - und unterhalb von Oberndorf, wo sich die Oste weitet, zunehmend auch Segelyachten. Alljährlich kämpfen die Skipper von der Oste bei der größten Regatta der Unterelberegion um den begehrten "Nordsee-Elbe-Cup", der traditionsgemäß in Oberndorf verliehen wird. Der Ort, der sich in seiner Dorfhymne das maritime "Herz der Oste" nennt, ist nicht nur Heimathafen des gemütlichen Restaurantschiffs "Ostekieker", einer früheren Rostocker Trabbi-Fähre. In der Nähe der Klappbrücke, an der Fährpromenade unter der Flußkirche, liegt auch das älteste noch betriebsbereite Motorfahrgastschiff Deutschlands, die 1872 als Alsterdampfer in Dienst gestellte "Mocambo".
Fahrgastschiff "Mocambo" Der Oldtimer läuft zu nächtlichen Krimilesungen in die Hexenbucht bei Hemmoor aus und steuert regelmäßig das Natureum Niederelbe an, das maritime Naturkundemuseum an der Ostemündung. Besonders beliebt sind die Fahrten durch die stählernen Stemmtore des 1968 fertiggestellten Ostesperrwerks - genannt "der Achtundsechziger mit der großen Klappe" - zu den Seehundbänken an der Rammelbucht im Ostewatt. Geversdorf wiederum ist Heimathafen des letzten noch aktiven Fischkutters am Fluß. Mit den Hamen, den rechtreckigen Seitennetzen seiner marineblauen "Ostetal", geht Fischer Walter Zeeck seinem Beruf auf umweltschonende Weise nach, vorwiegend auf der Niederelbe. Die Untere Oste hingegen dient in erster Linie als Freizeitrevier von 5600 Sportfischern, die in dem relativ sauberen Fluß - Gewässergüteklasse zwei - fast alles finden, was Flossen hat, von A bis Z, von Aal bis Zander.
Wettmelken in Hasenfleet Sogar der jahrzehntelang verschollene Lachs gedeiht nun wieder in dem industriefernen Fluß - dank einer Ansiedlungsaktion, die von der Presse als "Wunder an der Oste" gefeiert wurde. Jetzt erhoffen sich die Artenschützer auch eine Rückkehr des Störs, mit dessen Fleisch und Kaviar Ostener Fischer bis zur Ausrottung des urtümlichen Fisches vor rund hundert Jahren die Hamburger Märkte versorgt hatten. Doch auch ohne Stör-Eier können sich Feriengäste an der Oste durchaus wohlfühlen. Sie genießen regionale Spezialitäten wie Krabbenbrot mit Spiegelei, Labskaus, Brataal und Stint. Und ob sie nun zum Radeln in der tellerflachen Ostemarsch angereist sind, zum Reiten auf dem Geesthof in Hechthausen oder zum Wasserskifahren auf einem Altarm bei Neuhaus - Quartiere finden sich überall, nicht nur in Hotels, etwa im "Fährkrug" direkt unter der Schwebefähre oder im "Oste-Hotel" am Bremervörder Hafen, sondern auch in den vielen Ferienwohnungen und Ferienhäusern unter dem hohen Himmel der Ostemarsch.
Hafen Hemmoor-Schwarzenhütten Wie erholsam es dort zugeht, zeigt ein Blick in das Internet-Gästebuch eines Reetdachhauses am stillen Strom: "Keine Autos, kein Lärm, kein Stress - eine Oase der Ruhe und Erholung." Radfahrer aus Sachsen bedanken sich für den "Urlaub im norddeutschen Nirgendwo, wo man einmal alle Fünfe gerade sein und die Seele baumeln lassen kann." Und Gäste aus dem Ruhrpott drücken es in ihrem Dialekt aus: "Hömma! Iss datt ruhich hier... Kumma! Watt datt hier schön iss... Samma! Hasse schon die Äppels probiert? Hamma uns hier pudelwohl gefühlt!!!"
"Wanderer brauchen Brücken und Stege"
Demonstration auf gesperrter Ostebrücke
für Erhaltung einer Flussquerung am Oberlauf
14 Kilometer Wandern an der Oste In seinen Begrüßungsworten zeigte sich der Selsinger Gemeindebürgermeister Reinhard Auf dem Kamp erfreut über die Unterstützung der Ostefreunde vom Unterlauf, die sich ebenso wie seine Gemeinde und 150 Anwohner für eine Rettung der Brücke in der Granstedter Heide einsetzen.
Lemke mit Bürgermeister Auf dem Kamp (r.) Wenn der Wandertourismus in einem der landschaftlich schönsten Gebiete der Samtgemeinde gefördert werden solle, müsse die Flussquerung als Fußgänger- oder Radfahrerbrücke erhalten bleiben. Schon zu Jahresbeginn hatte der Bürgermeister eine Verengung der Brücke vorgeschlagen, so dass dort kein Fahrzeugverkehr mehr möglich ist, und um finanzielle Unterstützung des Landkreises gebeten.
Stärkung am Hasenfleeter Milchbüffet Zustimmung fand der Gemeindevertreter bei der gemeinnützigen AG Osteland, die durch ihre Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten) und Walter Rademacher (Neuhaus) vertreten war. "Wanderer brauchen Brücken und Stege", sagte Bölsche, der den Tourismus neben der Landwirtschaft als einen der wichtigsten Zukunftsfaktoren der Osteregion bezeichnete.
Hügelgrab am Wegesrand bei Granstedt Die AG Osteland teile die Hoffnung des Bürgermeisters, dass dieser Teil der Region, in der die Oste aus der Nähe erlebbar ist, in einen der geplanten "Premiumwanderwege" einbezogen wird. Es sei nicht hinnehmbar, dass die öffentliche Hand einen so wichtigen Teil der touristischen Infrastruktur im Osteland wie diese Brücke dem Verfall preisgebe. Die Organisatoren der begeistert aufgenommenen 14-Kilometer-Rundwanderung, die Oberndorfer Albertus und Renate Lemke, sehen den Ausflug an den Oberlauf als Teil der Bemühungen der AG Osteland, den "Binnentourismus" an der Oste durch Schul-, Betriebs- und Vereinsausflüge an den jeweils anderen Abschnitt des längsten Nebenflusses der Niederelbe zu fördern. Lemke, der mit der Oste-Tour bereits den 35. Jahresausflug für den TSV Oberndorf vorbereitet hatte, nahm durch Hans-Heinrich Katt (Oberndorf) den Dank der Teilnehmer entgegen.
Osteland-Mitglieder Rathjens und Lemke Bereits für Mitte Juni plant Lemke eine weitere "Expedition in die Nachbarschaft": Die nächste Reise des TSV, organisiert von AG-Osteland-Mitglied und Gästeführer Andreas Rathjens (Groß Meckelsen), soll in die Nähe der Quellregion des Flusses in der Samtgemeinde Sittensen führen.
Pause am Angelgewässer des SFV Oste Der jüngste Ausflug, bei dem die Wanderer auf freier Strecke mit einem leckeren Milchprodukte-Büffet der Molkerei Oberndorf-Hasenfleet überrascht wurden, klang bei Ostener Grillwürsten und Steaks auf dem Vereinsgelände des gastlichen Sportfischervereins (SFV) "Oste" an dessen Vereinssee in Hackemühlen bei Lamstedt aus.
Ausklang an den Hackemühlener Teichen Dort hatten zuvor SFV-Vorsitzender Wolfgang Schütz und Gewässerwart Andreas Ucke die Wanderer willkommen geheißen. - Mit Dank für Fotos an Walter Rademacher.
Versalzungsdaten unterschlagen
Protestplakat in Ihlienworth 7. 8. 2011. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord (WSD) haben der EU-Kommission im Zusammenhang mit ihrer im Dezember 2010 eingereichten "Unterrichtung der Europäischen Kommission" zur Elbvertiefung wichtige Gutachten vorenthalten. Darin gehe es um die Frage, wie stark die Salzkonzentration der Elbe durch die Vertiefung der Fahrrinne ansteigt, berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Dem bei der EU vorgelegten Behördenpapier zufolge sei mit einer "Stromauf-Verschiebung der Brackwasserzone", in der sich Süß- und Salzwasser mischen, zu rechnen. "Je nach Höhe des jeweiligen Salzgehalts" verschiebe sich diese Zone um 1000 bis 1900 Meter landeinwärts. Dass diese Prognose fragwürdig ist, wurde Wirtschaftsbehörde und WSD bereits im Mai 2007 mitgeteilt - und zwar von dem in Stade ansässigen Chemieunternehmen Dow, das Elbwasser für seine Produktion braucht und aufbereitet. Hydrologen der Technischen Universität Delft hatten in einem Gutachten eine Verschiebung der Brackwasserzone um 13 Kilometer stromaufwärts vorhergesagt, wenn die Vertiefung der Fahrrinne auf 14,50 Meter realisiert werde. In diesem Fall, schrieben Dow-Manager im Juli 2010 an die WSD, seien Millioneninvestitionen notwendig, um die negativen Folgen des Salzwassers für ihre Anlagen auszugleichen. Doch ihre "in den Jahren 2007 und 2008 erhobenen Einwendungen" seien "nicht hinreichend berücksichtigt" worden. Auch Rolf Lühmann, Bürgermeister der Gemeinde Jork im Alten Land, hat im Planfeststellungsverfahren Einwendungen erhoben, die der EU-Kommission nicht mitgeteilt wurden. In einem Brief an die EU-Generaldirektion Umwelt vom 11. Mai hat Lühmann deshalb "einen Mangel in der Unterrichtung" der Kommission gerügt, "da die von uns genannten Gutachten auch den Planfeststellungsbehörden bekannt sind". Durch den in der Dow-Delft-Studie errechneten Anstieg der Salzkonzentration im Elbwasser um bis zu 40 Prozent sei "die Zukunft einer konkurrenzfähigen Obstwirtschaft erheblich gefährdet".
Oste-Brücke wieder frei
Ostermontag-Aktion bei Granstedt 23. 6. 2011. Schöner Erfolg für die AG Osteland: Am Ostermontag hatte die "Lobby für die Oste" für eine Reparatur der wegen Baufälligkeit gesperrten Ostebrücke bei Granstedt demonstriert (siehe Foto; der damalige Bericht der Bremervörder Zeitung über die Aktion steht hier). Der Tourismusverein Gnarrenburg sagte der AG Osteland daraufhin Dank für die öffentlichkeitswirksam erhobene Forderung (Bericht hier).
Osteland-Parole: "Ein Fluss braucht Brücken" Jetzt hat die Kommunalpolitik reagiert: Wie die Lokalpresse (siehe Ausschnitt) heute meldet, hat die Gemeinde Selsingen die Brücke reparieren lassen, so dass sie nun für Fussgänger und Radler wieder nutzbar ist. Die Reparatur habe, so Bürgermeister Reinhard Aufdemkamp, weniger als 10.000 Euro gekostet.
Von der Quelle bis zur Mündung
Radeln am Fluss: Tourenleiter-Ehepaar Prüß 9. 6. 2011. Im Sommer 2005 organisierten die Ostener Fahrrad-Fans Peter und Monika Prüss - unlängst ausgezeichnet mit dem Osteland-Preis "Der Goldene Hecht" (Begründung) - für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Erstbefahrung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel entlang der Oste, der Elbe und des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Jetzt haben die Radwanderpioniere eine neue Gruppenfahrten-Premiere vorbereitet.
Oste-Radweg im ADFC-Tourenportal Vom 1. bis zum 3. September leiten die Ostener eine AG-Osteland-Tour auf dem von ADFC-Mitglied Klaus Feldmann (Grasberg) erarbeiteten Oste-Radweg Tostedt - Neuhaus. Die mit mehreren Probetouren gründlich vorbereitete Gruppen-Erstbefahrung (mit Hotel-Übernachtungen in Zeven und Bremervörde) ist bereits jetzt ausgebucht.
Programm der Ostetour - Download Die AG Osteland bereitet zurzeit die Herausgabe einer Radwanderkarte für die gesamte Osteroute von der Quelle bis zur Mündung vor.
Meerassel als Magnet
Idotea soll Touristen an die Oste locken 9. 6. 2011. Die Meerassel ist, im Gegensatz zum Seehund, nicht gerade ein maritimer Sympathieträger. Dennoch soll Idotea, so der lateinische Gattungsname, künftig Touristen an die Ostemündung locken - genauer gesagt: eine neue Ausstellungshalle für das Naturkunde-Museum Natureum Niederelbe bei Balje, deren Architektur von der Meerassel inspiriert ist.
Natureum-Chefin Dr. Haese in Balje Das 1,5-Millionen-Euro-Projekt, mit dessen Bau im Spätsommer auf der Oste-Halbinsel begonnen und das möglichst schon 2012 eröffnet werden soll, präsentierte Natureum-Chefin Dr. Clivia Haese gestern abend vor dem Kehdinger Tourismusverein im Baljer Gasthof "Alter Ritter".
Modell der neuen Meerassel-Halle Die 2100 Quadratmeter große Halle bietet Platz für Dauer- und Sonderausstellungen zum Thema Elb-Ästuar, laut Haese eine ökonomische und ökologische "Drehscheibe" für Waren, Zugvögel und Wanderfische. Trotz starken Konkurrenzdrucks etwa durch das Klima- und das Auswandererhaus in Bremerhaven erhoffen sich die Planer durch die Investition alljährlich anfangs 100.000, langfristig 75.000 zusätzliche Besucher in Balje.
Im Innern eine begehbare Elbmündung Das Innere der Meerassel-Halle am Natureum-Eingang (Lage siehe kleine Karte oben) soll als begehbare Elbmündung gestaltet werden und mit Leuchtturm- und Tiermodellen "Intensiverlebnisse" ermöglichen, etwa eine nächtliche Schifffahrt auf der Elbe. Vereinschef Heinrich von Borstel erhofft sich von dem Vorhaben einen "erheblichen Schub für unsere Region".
Oste-Fest 2011 ohne Tauziehen
Neues Plakat des Gewerbevereins 9. 6. 2011. Der Gewerbeverein Hechthausen wird sein 3. Oste -Fest am Sonnabend, 30. Juli, ausrichten, wie die 1. Vorsitzende und AG-Osteland-Mitstreiterin Krista Reibe mitteilt. Das Programm für das Fest steht seit gestern unter www.hechthausen-aktuell.de.
Oste-Tauziehen 2009 (Foto: Gäntgen) "Das Tauziehen fällt dieses Jahr leider aus," bedauert Krista Reibe: "An den eigentlich vorgesehenen Terminen um den 20. August haben wir hier Niedrigwasser. Der 30. Juli mit Hochwasser liegt in der Urlaubszeit und einige entscheidend wichtige Mitmacher stehen nicht zur Verfügung."
Mittersommernacht am Oberlauf
Laden ein: Rathjens und Lemke 20. 5. 2011. Eine Veranstaltung von ganz besonderem Reiz haben die AG-Osteland-Mitglieder Albertus Lemke (Oberndorf) und Andreas Rathjens (Groß Meckelsen) vorbereitet: Zu einem gewässerkundlichen "1. Mittsommernacht-Spaziergang" an der Oste am Dienstag, 21. Juni, laden die Wandergruppe des TSV Oberndorf und die Arbeitsgemeinschaft Osteland gemeinsam ihre Mitglieder und Freunde ein.
Frühlingsgrün: der Oberlauf der Oste "Wir sehen Nebenflüsse der Oste, eine Oste-Furt, Oste-Staustufen, ein Oste-Wehr, eine Oste-Wassermühle und viel, viel Natur", kündigt Wanderführer Lemke den Spaziergang in der Samtgemeinde Sittensen an. Die Abfahrt mit dem Bus erfolgt um 14 Uhr an der Grundschule Oberndorf, Rückkehr ist gegen 23 Uhr. Ein Abendimbiss wird vorbereitet. Die Kosten betragen 10 Euro pro Person, für Kinder 5 Euro. Anmeldungen nimmt Albertus Lemke unter Tel. 04772-238 oder 696 entgegen, solange die Busplätze reichen.
Umweltminister testet "Oste-Navi"
Minister Sander (2.v.l.) an der Oste 11. 5. 2011. Neue Programme für digitale Endgeräte sollen, siehe unten sowie unter OSTEN, den Tourismus an der Oste fördern. Ein "Oste-Natur-Navi", das - wie berichtet - Touristen zwischen Hechthausen und Bremervörde begleiten soll, wird demnächst von einem prominenten Gast vorgestellt: Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (unser Archivbild) wird aus diesem Anlass am Mittwoch, 1. Juni, in Gräpel erwartet. Mehr auf der AG-Osteland-Website www.osteland.de.
Massenhaft Proteste am Oberlauf
Oste-Infos auch am Oberlauf
Werbung für Blaues Netz Oste in Selsingen 6. 5. 2011. Auch am Oberlauf der Oste werben die Gemeinden mit dem von der AG Osteland entwickelten Slogan "Die Oste. Der Fluss, der alles hat". Stelltafeln mit Fotos vom gesamten Verlauf des 150 Kilometer langwen Flusses informieren unter anderem in Selsingen, Sittensen und Zeven über Möglichkeiten, an der Oste zu wandern, zu angeln und Wassersport zu treiben. Alle Plakate verweisen auf die Homepage des von Bernd Jürgens (Hemmoor) betreuten Osteland-Arbeitskreises Schifffahrt und Gewässer.
Demonstration für Oste-Brücken
Wanderer auf gesperrter Brücke bei Granstadt
Unesco-Titel in Gefahr?
Bürgermeister Breitner (auf N3) 26. 7. 2011. Mit Besorgnis reagiert die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. im niedersächsischen Osten (Landkreis Cuxhaven) auf jüngste Meldungen aus Schleswig-Holstein, denen zufolge der angestrebte Weltkulturerbe-Status für die 102 Jahre alte Schwebefähre Osten - Hemmoor ebenso gefährdet ist wie die Vergabe des Unesco-Titels für die zweitälteste deutsche Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld und für fünf weitere Bauwerke dieser Art in Argentinien, Frankreich und Großbritannien. Ursache der Befürchtungen ist eine Novellierung des schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetzes, das nach Auffassung von Kritikern "reine Makulatur" ist, den Schutzstatus von Welterbestätten vermindert und negative Reaktionen der Unesco provozieren könnte. Aus Sicht des Rendsburger Bürgermeisters Andreas Breitner (SPD) gefährdet das Land nicht nur die bereits existierenden und beantragten Unesco-Weltkulturerbestätten in Schleswig-Holstein wie die Altstadt von Lübeck, das Dannewerk und die Rendsburger Schwebefähre samt Eisenbahnhochbrücke. Betroffen seien auch alle anderen Schwebefähren, die auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung Rendsburgs einen gemeinsamen Antrag an die Unesco erarbeiten. Lesen Sie bitte weiter auf www.schwebefaehre.org. - Ausführlicher Bericht auch in Treffpunkt Sittensen.
Weltkulturerbe: Die Chancen steigen
Website von Andreas Breitner (2010) 22. 6. 2011. "Unsere Chancen steigen!" Mit diesen Worten hat sich der Rendsburger Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Andreas Breitner (SPD) am heutigen Mittwochnachmittag über die Aussichten der Schwebefähren am Kanal und an der Oste geäußert, zum Unesco-Weltkulturerbe erhoben zu werden (siehe www.schwebefaehre.org). Nach einem Gespräch mit dem Kieler Kulturminister Dr. Ekkehard Klug (FDP) erklärte Breitner auf Facebook, das Land Schleswig-Holstein stehe dem gemeinsamen Projekt "sehr positiv" gegenüber: "Der Minister wird es gemeinsam mit Niedersachsen in die Kultusministerkonferenz einbringen. Die Technik ist anerkannt und eine serielle Bewerbung wird federführend aus Buenos Aires eingebracht." - Ein aktueller Zeitungsbericht über den Welterbe-Vorstoß zugunsten der Fähren in Rendsburg und Osten steht hier.
Schwebefähren-Regatta auf der Biskaya
Segler unter der Schwebefähre bei Bilbao 23. 6. 2011. Am Sonnabend, 2. Juli, starten in Frankreich 16 Yachten zu einer 36-Stunden-Regatta über die Biskaya. Start und Ziel der Regatta sind die einzigen Schwebefähren Frankreichs und Spaniens in Rochefort und bei Bilbao. Mehr... Hallo, Wassersportler vom Fluss: Wie wär's mit einem deutschen Schwebefähren-Törn von Osten nach Rendsburg?
Schwebefähren auf Expertenliste
Bereits Welterbe: Schwebefähre Bilbao 8. 6. 2011. Die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco-Welterbestätten ist heute Thema einer Tagung der Denkmalpflegereferenten der Bundesländer in Erfurt. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, macht sich Schleswig-Holstein - neben einem Projekt zum Wikinger-Kulturerbe mit Dänemark, Island und Norwegen - für die Schwebefähre Rendsburg - Osterrönfeld als Teil eines transnationalen Vorhabens stark, während Niedersachsen die Schwebefähre Osten - Hemmoor in dieses Projekt einbringen will. Wilhelm Lucka vom Kulturministerium in Hannover weist der Presse gegenüber darauf hin, dass die älteste Schwebefähre der Welt im spanischen Bilbao bereits Weltkulturerbe ist. - Die Welterbeliste der Unesco umfasst bisher 911 Denkmäler in 151 Ländern. Mehr auf der Website des Arbeitskreises deutsche Schwebefähren innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Osteland.
Schwebend in die Saison
Brinkmann im NDR-Interview - ansehen 2. 4. 2011. Am Freitag um 11 Uhr startete im Beisein von Kameraleuten von "NDR online" und "Heimat live" die Schwebefähre Osten-Hemmoor in die neue Saison. Im NDR-Interview äußerte sich Fährvereinsvize Karl-Heinz Brinkmann auch über die jüngst beschlossenen Antragstellung zum Weltkulturerbe. Der Beitrag von Silke Rudolph ist online abrufbar.
Osten/Oberndorf: Saisonstart und Fest
Plakat zum Fährfest am Sonnabend 29. 3. 2011. Am Sonnabend, 2. April, 14 Uhr, wird in Oberndorf/Oste ein Doppeldenkmal zur Erinnerung an die Fährleute von einst und deren berühmten Fährgast Hoffmann von Fallersleben eingeweiht. Mehr...
Mit Albertus Lemke zum Oberlauf
Tourenleiter Lemke: Erstmals am Oberlauf 15. 3. 2011. Seit rund 35 Jahren organisiert der Kaufmann Albertus Lemke für seine Sportfreunde vom TSV Oberndorf / Oste Maiwanderungen an der Unteren Oste. In diesem Jahr hat er erstmals - für den TSV und zugleich für die AG Osteland - eine Tour mit dem Titel "Wandern in den Frühling" an der Mittleren Oste vorbereitet. Am Ostermontag, 25. April, 8 Uhr, geht es zunächst per Bus vom Treffpunkt an der Grundschule Oberndorf nach Ober Ochtenhausen.
Ostebrücke bei Granstedt (Fotos: Bölsche) Dort beginnt eine Rundwanderung am rechten und linken Ufer der Oste, die dort ganz besonders idyllisch ist. In der Samtgemeinde Selsingen - die im Rahmen der Aktion "Wir an der Oste" diesjähriger Tourismuspartner der Samtgemeinde Am Dobrock ist - werden drei Ostebrücken besucht. Dazu zählt auch eine zur Zeit baufällige Holzbrücke an der Granstedter Heide, für deren Sanierung sich neben dem Selsinger Gemeindebürgermeister Reinhard Auf dem Kamp und 140 Anwohnern (siehe Nordsee-Zeitung) auch die Arbeitsgemeinschaft Osteland einsetzt.
Wandern mit Lemke bei Balje (2008) Nach mehreren Pausen, bei denen Milchdelikatessen aus der ländlichen Molkerei Hasenfleet serviert werden, treffen die Wanderer gegen 16 Uhr wieder in Oberndorf ein. - Alle Teilnehmer sollten, so rät Albertus Lemke, ihren Fotoapparat mitnehmen, denn die besten Aufnahmen von der Wanderung werden prämiert. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder. Wegen der begrenzten Platzzahl empfiehlt sich baldige Anmeldung bei Albertus Lemke, Tel. 04772-696 oder 238, Telefax 04742-860420. Unsere Berichte über Ostewanderungen in den Vorjahren: Marsch durch die Marsch - Mit Albertus Lemke an der Oste (2010) Von Fähre zu Fähre - Mit Albertus Lemke an der Oste (2009) Durch Nordkehdingen - Mit Albertus Lemke an den Frühlingsfluss (2008)
Echo auch an der Oberen Oste
Vereinsblatt (Zeven), 23. 2. 2011 - größer 1. 3. 2011. Die Arbeit des Blauen Netzes findet zunehmend auch am Oberlauf der Oste mediale Resonanz. So berichtete das in Zeven erscheinende "Vereindsblatt" sehr ausführlich über die jüngste Veranstaltung des Blauen Netzes in Cadenberge - mehr hier.
Zevener Zeitung, 19. 2. 2011 - größer Auch die Ehrung der AG Osteland durch die Sportfischer und die Jahreshauptversammlung in Wingst fanden ein Echo an der Oberen Oste. Einen umfangreichen Bericht veröffentlichte zum Beispiel die Zevener Zeitung - hier lesen. - Dank für den Hinweis an Andreas Rathjens, Groß Meckelsen.
"Der Fluss tendiert zum Kanal"
AG-Osteland-Vize Walter Rademacher 19. 2. 2011. Bereits die Auswirkungen der bisherigen Elbvertiefungen - von Uferschäden über Grundwasserversalzung bis zur Hafenversandung - reichen bis ins Osteland hinein. Die von Hamburg derzeit geforderte erneute Ausbaggerung der Elbe sei nicht nur schifffahrtspolitisch überflüssig, sondern forciere eine fatale, "sich selbst verstärkende Eigendynamik", warnte der neugewählte 2. Vorsitzende der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland, Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus/Oste), am Wochenende in Cadenberge. Der eindrucksvoll bebilderte, faktenreiche Vortrag Rademachers, der auch Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung ist, bildete den Höhepunkt einer Tagung der Osteland-Fachgruppe "Blaues Netz" zum Thema Wassersport im Saal des Cadenberger "MarC 5". Mit Beifall bedachten die Zuhörer, darunter auch Segler-Prominenz wie die Oberndorfer Transatlantik-Skipper Bert und Marlene Frisch (Website), die Mahnungen des Osteland-Vertreters.
Sachkundig: Atlantikskipper Bert Frisch Jede weitere Elbvertiefung beschleunige, warnte der Wasserbauer, eine Art Teufelskreis. Typische Abfolge der "Kausalkette zwischen Vertiefung und Schäden" laut Rademacher: "Tiefere Fahrrinne - größerer Querschnitt - größere Wassermenge - höhere Fließgeschwindigkeit - größere Erosionskraft - mehr und gröberes Sediment - stärkere Sedimentation in Fahrrinne, Häfen und Flachwasserzonen - erhöhte Unterhaltungsbaggerungen und erhöhter Reparaturaufwand - Verlust der biologisch wertvollen Flachwasserzonen - Unterbrechung der Nahrungsketten von Schlick zu Wasser - schleichender Verlust der Selbstreinigungskraft der Elbe" - und schließlich die "Entstehung einer sich selbst verstärkenden Eigendynamik".
Verschlickter Hafen in Neuhaus Die schon jetzt zu beobachtende Folge sei ein immenser, stetig wachsender Aufwand, um die angestrebte Fahrrinnentiefe zu halten. Die Elbe tendiere auf diese Weise zum Kanal, die Deichsicherheit sei gefährdet, Baggern werde zum Dauerzustand. "Die Wasserbauer werden wir nicht los," sagte Rademacher in Anspielung auf Goethes "Zauberlehrling": "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los."
Jürgens (M.) mit Nickel und Prof. Döscher Aufgrund der zunehmenden Verschlickung von Sportboothäfen wie etwa in Neuhaus sei ein regelmäßiges "Ausbaggern auf Kosten der Verursacher unabdingbar", forderte als weiterer Referent der Umweltbeauftragte des Segler-Verbandes Niedersachsen (SVN), Professor Dipl.-Ing. Peter Döscher (Hannover). Döscher, der zur Zeit mit der Untersuchung der "gesamträumlichen Wirkungszusammenhänge" im Elbe-Ästuar befasst ist, sprach sich für einen Ausbau von Sporthäfen und für die Erhaltung von Anker- und Ruheplätzen sowie für eine Selbstverpflichtung der Wassersportler aus, das Revier nur "im Einklang mit der Natur" zu nutzen.
Abgerundet wurde der Informationsabend, den Bernd Jürgens (Hemmoor) leitete, vom Sportwart See des SVN, Jens Nickel (Stade), der über Vermessungssysteme für Segelyachten wie Yardstick und ORC referierte, sowie durch einen unterhaltsamen Vortrag des Vorsitzenden der Segler-Gemeinschaft Oberndorf, Uwe Mählmann, zum Thema "Lust auf Oste, Lust auf Regatten".
Regatta-Plakatmalerin Kerstin Mählmann Mählmann berichtete, unterstützt von Kerstin Mählmann (Regattaplakate) und Henning Kuhne (Regattafotos), über die zwanzigjährige Geschichte der Oberndorfer Regatta.
Osteland-Vorsitzender Bölsche Eingangs hatte der 1. Vorsitzende der AG Osteland, Jochen Bölsche, dem Fachgruppensprecher Jürgens eine Mini-Geburtstagstorte mit einer Kerze überreicht, um dem im Februar 2009 gegründeten "Blauen Netz" zu dessen einjährigem Bestehen zu gratulieren.
Wassersportrevier Obere Oste Die Fachgruppe sei bereits jetzt die aktivste Untergliederung der AG Osteland und ihre bisherige Arbeit "eine Erfolgsgeschichte", sagte Bölsche, der einen Überblick über die 2011 am gesamten Flusslauf stattfindenden wassersportlichen und kulturellen Veranstaltungen gab: "Die Oste brodelt vor Aktivität."
Fackel-Demo gegen Elbvertiefung
Fackeln am Lüheanleger (Foto: Bündnis)
Der Protest war Teil einer Aktion an Elbe, Saale und Donau in sieben Bundesländern. Statt in einen nachhaltigen Wasserschutz zu investieren und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben, würden Millionen Euro in "unsinnige Wasserstraßenprojekte" gesteckt, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit.
Full House in Niederstrich
Zum zweitenmal rappelvoll: Segler-Vortrag 29. 1. 2011. Voll besetzt war erneut der schöne Saal des historischen Gasthauses "Zur Sietwende" von Uschi Henning in Oberndorf-Niederstrich, als dort die Transatlantik-Segler Bert und Marlene Frisch am Freitag zum zweitenmal faszinierende Bilder von ihrem Ozean-Törn mit dem Kutter "Heimkehr" zeigten.
"Heimkehr" auf Großer Fahrt
Am Beamer: Bert und Marlene Frisch Eine von Eddy Uhtenwoldt (Oberndorf) vom Blauen Netz gestartete Spendensammlung zugunsten einer Neuauflage des erfolgreichen Osteland-Hafenführers ("Die - Oste, der Fluss, der alles hat") ergab 318,10 Euro. Im Logbuch ihrer Website www.heimkehr-hamburg.de berichten die Eheleute Frisch heute über ihre Zukunftspläne: "Erstmal müssen wir die 'Heimkehr' über den Atlantik zurück nach Oberndorf segeln. Im Laufe des September wollen wir dann wieder in der Oste sein. Da liegt noch ein weiter, schwieriger Weg vor uns." - Unter @heimkehr7 senden die Frischs seit gestern auch über Twitter.
Oste in der Segel-Bibel Bremervörde auf der Sejlerens-Website 27. 1. 2010. Verstärkte Werbung für das international noch weithin unbekannte Wassersportrevier Oste - dieses Ziel verfolgte der Osteland-Arbeitskreis Blaues Netz, als er voriges Jahr einen Oste-Hafenführer herausbrachte. Unter Hinweis auf das Blaue Netz (Website) und dessen Aktivitäten hat jetzt der in Dänemark erscheinende mehrsprachige Segelführer "Sejlerens" sein Oste-Kapitel erweitert. In der 2011er Ausgabe der "Segler-Bibel", die kostenlos in allen Sportboothäfen an Nord- und Ostsee erhältlich ist, soll - neben Berichten über Neuhaus und Bremervörde - erstmals ausführlich auch über die Oste insgesamt sowie über Liege- und Freizeitmöglichkeiten in Oberndorf, Wingst und Osten berichtet werden. (Der internationale Marina Guide ist auch im Web vertreten.)
Oste-Kapitel (Ausschnitt) in Sejlerens Für eine Erweiterung des Oste-Kapitels von "Sejlerens" haben sich unter anderem Holger Bomm (SNVO Neuhaus), Eddy Uhtenwoldt (SGO Oberndorf) und Dr. Manfred Toborg (WSC Osten) eingesetzt. - Anzeigen für die neue Ausgabe können kurzfristig noch über den Deutschland-Repräsentanten von Sejlerens, Hans-Jürgen Berger, Tel. 0170-221 56 99, gebucht werden.
Farbbild-Vortrag wird wiederholt
Ehepaar Frisch nach der Ozean-Überquerung
Marlene Frisch als Maschinistin Wie Eddy Uhtenwoldt vom AG-Osteland-Arbeitskreis "Blaues Netz Oste" mitteilt, sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die AG Osteand willkommen. Im März wollen die Hochleistungssegler - er fungiert auch als Smutje, sie als Maschinistin - die Rückreise von den USA nach Deutschland antreten. Über die Vorgeschichte des Atlantik-Törns berichten die beiden Oberndorfer zur Zeit auf ihrer (kürzlich preisgekrönten) Website www.heimkehr-hamburg.de.
MLU will die Gelbe Welle
Gelbe Welle in Bremervörde 20. 1. 2011. Für die Markierung von Sportboothäfen nach dem System Gelbe Welle - bislang bereits in Bremervörde praktiziert und unter Federführung der Gemeinde Oberndorf für die gesamte Untere Oste angestrebt - hat sich jetzt die Maritime Landschaft Unterelbe (MLU) ausgesprochen. Die MLU weist in einer ausführlichen Stellungnahme zu Trends im Wassersport darauf hin, dass die auch vom Blauen Netz Oste vorgeschlagene Beschilderung mit der Gelben Welle dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dient, den Hafenbetreibern "klare Marketingvorsprünge" bringt und die Voraussetzung dafür ist, dass der Deutsche Tourismusverband die Häfen mit den "Blauen Sternen" versieht, die als "das Signet" gelten. Der Download des MLU-Papiers, in dem unter anderem auch auf die abschreckende Wirkung von "unfreundlichen Hafenmeistern" hingewiesen wird, ist hier möglich.
Tisch-Set als Werbemittel
Demnächst bei der AG Osteland erhältlich 12. 1. 2010. Ein neues Werbemittel für die Oste hat die AG Osteland e. V. entwickelt. Demnächst wird ein Tisch-Set aus Kunststoff (Format DIN A 3) mit 20 Oste-Motiven vom Ober- und Unterlauf erhältlich sein, gestaltet von dem Ostener Fotokünstler und Ostepreisträger Nikolaus Ruhl. Der Stückpreis beträgt 9 Euro. Vorbestellungen nimmt AG-Osteland-Vorstandsmitglied Renate Bölsche per E-Mail entgegen.
Am 18. Februar "Lust auf Regatten"
20. Oberndorfer Regatta 2010
2010 - Erfolgsjahr für das Blaue Netz
Osteland-Vorstandsmitglied Jochen Bölsche 7. 1. 2010. Für den Vorstand der AG Osteland würdigte Jochen Bölsche (Osten) die Arbeit des "Blauen Netzes" in dessen Januar-Versammlung. Es sei einmalig in Deutschland, dass unter einem Dach Vertreter von Wassersport und Wassertouristik, Naturschutz und Deichbau, Sportfischerei und maritimer Traditionspflege vereint seien.
Arbeitskreis mit erfreulicher Bilanz - lesen Der Arbeitskreis und dessen Mitglieder könnten auf ein "Jahr der Erfolge" zurückschauen - Stichworte: Rettung des Leuchtturms in Balje, Sicherung der Prahmfähre Brobergen, historischer Deichwanderweg, Weltkulturerbe-Initiative für die Schwebefähre, erfolgreiche Segel- und Ruderregatten und vieles mehr. Der Wortlaut des Vortrags kann hier als Osteland-Text 19/2011 heruntergeladen werden.
Segeln: Hinterm Horizont geht's weiter
Fast 100 Ostefreunde folgen dem Vortrag 8. 1. 2010. Erst geht's "nach Süden, bis die Butter schmilzt", dann westwärts gen Karibik auf den Spuren des "Kollegen Kolumbus": Farbig und humorvoll versteht es das Oberndorfer Segler-Ehepaar Bert und Marlene Frisch, über seine Atlantik-Überquerung mit dem Segelkutter "Heimkehr Hamburg" zu berichten. Ein nahezu hundertköpfiges Publikum dankte den Hochleistungsseglern am Wochenende im vollbesetzten Saal des Gasthauses "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich mit lang anhaltendem Beifall für die mehr als einstündige, professionell gestaltete Präsentation "Von der Oste an die Ostküste der USA". Faszinierende Fotos, Videosequenzen und Logbuch-Zitate wechselten sich ab, stimmungsvoll untermalt von maritimen Klängen wie "I am sailing" oder Udo Lindenbergs "Hinterm Horizont geht's weiter".
Marlene Frisch mit "Maschinistin"-T-Shirt Eingeladen hatte das Blaue Netz Oste, der Schifffahrts- und Gewässerarbeitskreis der gemeinnützigen AG Osteland. Unweit des Veranstaltungslokals gleich achtern Diek hatten Osteland-Mitglieder im Jahr 2009 die Skipper mit dem Abspielen der Oberndorf-Hymne "Das Herz der Oste" zu dem Rekord-Törn verabschiedet, mit dem sich Marketingexperte Frisch und seine Frau einen lang gehegten Ruhestandstraum erfüllten (siehe Frisch-Logbuch im Internet). Alarmstufe Rot im Atlantik Interessiert verfolgten die Zuhörer aus dem Osteland - darunter die Vorsitzenden etlicher Wassersportvereine aus den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg - die Informationen über die Ausrüstung des Fischkutters, den die beiden bekennenden "Sicherheitsfanatiker" mit modernster Kommunikations- und Navgationselektronik vollgestopft und mit zwei 100-PS-Maschinen ausgestattet hatten. Und gebannt vernahmen sie die Berichte über die Risiken der Reise - von tückisch unter Wasser treibenden Stahlcontainern über Wirbelstürme, denen es auszuweichen gilt, bis hin zum defekten Passatsegel ("Alarmstufe Rot") und zum Ausfall des Autopiloten, der das Paar tagelang rund um die Uhr ans Ruder zwang. Als Augenschmaus erwiesen sich opulente Fotos etwa von den weißen Kanalklippen bei Dover und von der wilden Natur des Madeira-Archipels, vom unendlichen Blau des Ozeans, in dem Delfine der Yacht folgten, und von der Karibik-Insel St. Lucia, wo die Oberndorfer schließlich - "fix und fertig" - die Ankunft nach 22-tägiger Nonstop-Überfahrt mit Rumpunsch feierten. Was tun gegen Kakerlaken?
Kehrt 2011 heim: Frischs "Heimkehr" Abgerundet wurden die Bilderschau durch Ringelnatz-Verse, aber auch durch Einblicke in die Rollenverteilung an Bord - sie leidenschaftliche Maschinistin, er versierter Küchenchef - und durch Döntjes und praktische Tipps: Wie bereitet man eine selbstgefangene Golddorade zu? Wie läßt sich der Außenbordmotor gegen Diebstahl sichern? Was tun bei Kakerlakenbefall? Immer wieder scheinen die beiden Segler hin- und hergerissen zwischen Fernweh und Heimweh. Nachdem Bert Frisch sogar noch fern in der Karibik die "Magnetkraft des Ostewassers" gespürt hatte, drängt es ihn nun, nach einem gerade überstandenen Klinikaufenthalt in Deutschland, wieder in "dieses unglaubliche Blau": Im März will das Paar an die US-Ostküste fliegen, wo die "Heimkehr" überwintert, um dort zur zweiten Atlantiküberquerung aufzubrechen, nach der die Skipper im Herbst wieder in Oberndorf eintreffen wollen.
Dank von Bernd Jürgens und Eddy Uhtenwoldt "Kommt gesund und heil wieder," wünschten Bernd Jürgens (Hemmoor) und Eddy Uhtenwoldt (Wingst) vom "Blauen Netz Oste" den beiden Skippern, denen sie mit Blumen und Oste-Bildern für den packenden Vortrag dankten. Quelle: www.oste.de
"Blaues Netz" mit Frisch-Vortrag
Halten Vortrag: Marlene und Bert Frisch 28. 12. 2010. Dem Transatlantik-Törn der Skipper Bert und Marlene Frisch aus Oberndorf ist ein Farbbildvortrag gewidmet, der im Mittelpunkt einer Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Schifffahrt und Gewässer ("Blaues Netz Oste") der AG Osteland steht. Unter dem Titel "Von der Oste zur Ostküste der USA" berichtet das Ehepaar am Freitag, 7. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf- Niederstrich über seine abenteuerliche Reise mit dem Kutter "Heimkehr Hamburg". Auf dem Weg von Oberndorf über den Atlantischen Ozean haben die Frischs rund 10.000 Seemeilen (18.500 Kilometer) zurückgelegt. Nach einer winterlichen Zwangspause mit Klinikaufenthalt in Deutschland wollen die Oberndorfer Mitte Januar weiter nach Süden zu den Bahamas und in die Karibik segeln, um dann im Mai 2011 zum zweiten Mal den Atlantik zu überqueren. Erster Stopp soll nach etwa 2200 Seemeilen auf den Azoren sein. Für den Herbst ist die Rückkehr der "Heimkehr" nach Oberndorf geplant. Neben dem Farbbildvortrag erwartet die Teilnehmer des Abends ein vielfältiges Info-Programm mit aktuellen Themen rund um den Fluss. Auf der Tagesordnung der Versammlung stehen, wie Sprecher Bernd Jürgens (Hemmoor) mitteilt, unter anderem Kurzberichte über die neuen Oste-Anleger und das Projekt "Gelbe Welle" zur einheitlichen Auszeichnung der Sportboothäfen. Wolfgang Schütz (Osten) von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste informiert über den Fortgang der Störbesatz-Aktion. Weitere Themen sind die Osteland-Werbekampagne "Der Fluss, der alles hat" sowie eine Neuauflage des bereits mit 3000 Exemplaren verbreiteten "Oste-Hafenführers" und der neue Internet-Auftritt www.blaues-netz-oste.de, der sich an die Wassersport-, Angel- und Shantyfreunde am längsten niedersächsischen Elbnebenfluss wendet. Speziell auf Segler zielt eine weitere Veranstaltung am Freitag, 18. Februar, 19.30 Uhr, im "MarC 5" am Marktplatz in Cadenberge: Jens Nickel von der Segelwerkstatt Stade informiert über die zunehmend komplizierten Vermessungsregeln für Kielschiffe. Behandelt werden Themen wie die Unterschiede zwischen den Systemen ORC, ORCi und Yardstick, die Entstehung der Formeln und ihre Eignung für bestimmte Boote. Veranstalter sind, wie Bernd Jürgens mitteilt, die Segler-Vereinigung Niederelbe und die Seglervereinigung "Oste" Hemmoor. Das "Blaue Netz Oste", ein im Frühjahr 2010 gegründeter Arbeitskreis der 420 Mitglieder starken AG Osteland, vereint Ostefreunde mit Interesse an Wassersport, Wassertourismus, Sportfischerei und maritimer Tradition.
Vortrag: Von der Oste in die Karibik
Oberndorfer Skipper-Ehepaar Frisch 14. 12. 2010. Einen besonderen Leckerbissen bietet der AG-Osteland-Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz Oste) bei seinem nächsten Mitgliedertreffen am Freitag, 7. Januar, 20 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich: Die Osteland-Mitglieder Bert und Marlene Frisch halten einen Farbbildvortrag ("Von der Oste an die Ostküste der USA") über ihren abenteuerlichen Transatlantik-Törn mit dem Kutter "Heimkehr Hamburg", der sie von Oberndorf in die Karibik und weiter an die US-Küste führte. Außerdem auf der Tagesordnung des Arbeitskreises (Kontakt: Bernd Jürgens, Tel. 04771-4444): aktuelle Kurzberichte zu den Themen Osteschiffahrt, neue Schiffsanleger, Projekt Gelbe Welle, Liegeplatz-Entgelte, Störbesatz, Hafenführer 2011, Wassertourismus und Oste-Werbung. Im neuen Jahr will das "Blaue Netz" seinen Hafenführer "Die Oste - Der Fluss, der alles hat" aktualisieren. Daher werden die Sportboot-Vereine und Touristiker an der Oste gebeten, Änderungen gegenüber der Erstauflage möglichst bis zum Jahresende mitzuteilen (Kontakt: Eddy Uhtenwoldt, E-mail: eddy.uhtenwoldt@t-online.de). Der Arbeitskreis, dem rund 60 Vertreter von Wassersport-, Angel- und Tourismusvereinen sowie Shantychören aus der Osteregion angehören, ist im Frühjahr gegründet worden.
Oste in neuer Zuständigkeit
NEZ-Sonderseite zum Kompetenzwechsel 1. 5. 2010.Zum 1. Juli soll die Oste, wie berichtet, von einer Bundeswasserstraße in ein Landesgewässer I. Ordnung umgewandelt werden. Zu diesem Termin tritt auch eine neue Befahrensordnung in Kraft, die mit Verbänden und Kommunen abgestimmt ist und auf Drängen von Segler-, Angler- und Jagdorganisationen unter anderem das Jetski-Fahren auf dem Fluss untersagt.
Zuständig in Stade: Wasserbauer Kogge (M.) Bereits zum 1. Mai wurde die behördliche Zuständigkeit für die Ufersicherung am Unterlauf vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) auf den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) übertragen. Zu diesem Zweck wurde gestern, wie NEZ-Redakteurin Wiebke Kramp auf einer Sonderseite der Heimatzeitung dokumentiert, der Basbecker Betriebshof des WSA an die NLWKN-Betriebsstätte Stade übergeben. In Stade ist der Wasserbau-Experte Martin Kogge unter der Regie des Betriebsstätten-Chefs Heinrich Pudimat jetzt nicht nur für die Unterhaltung des Unterlaufs, sondern auch für die Obere Oste zuständig.
Pfingsten unterwegs auf der Oste
"Smooky" begegnet der "Mocambo" 23. 5. 2010. Die Sonne lockte am Pfingstsonntag Wassersportler wie Wassertouristen auf den stillen Fluss. Hier Foto-Impressionen vom Unterlauf:
Beliebtes Ziel: der malerische Fährort Gräpel
Ruhige Liegplätze am Gräpeler "Osteblick"
Auch Kanuten sind wieder unterwegs
Am Ostedeich: eine Kanadagans
Sportbootfahrer-Ziel Fähre Brobergen
Bootsanleger unweit des Fährhauses Brobergen
Pfingstliche Idylle am Unterlauf
Neue Brücken braucht der Fluss.
Abrissarbeiten bei Rockstedt (Foto: Bölsche) April 2010. Nachdem im vorigen Jahr zwei Fußgängerbrücken über die Oste in Bremervörde erneuert worden sind, haben die Arbeiten für den Bau einer neuen Oste-Brücke zwischen Granstedt und Rockstedt am Oberlauf des Flusses begonnen. Der Abriss der maroden, 1957 errichteten Straßenbrücke steht vor dem Abschluss. Für den Neubau müssen 48 Stahlbetonpfähle in den Flussboden gerammt werden. Die Bauarbeiten werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. - Mehr dazu in der Bremervörder Zeitung.
Selsingen: Ideen für Ostedörfer
Oste-Wassermühle bei Selsingen April 2010. Die Diplom-Freizeitwissenschaftlerin
Isabel
Kaiser, 34, ist für zwei Jahre als Tourismusberaterin bei der
Samtgemeinde
Selsingen angestellt und soll für den dortigen Verein Landtouristik
ein Tourismuskonzept entwickeln. Welche Ideen die Expertin für die
Dörfer an der Oberen Oste parat hat, verrät sie im Gespräch
mit der Nordsee-Zeitung.
- Die AG Osteland hat Selsingen im Rahmen ihrer Aktion "Wir an der Oste"
als Ausflugsziel 2010/2011 empfohlen.
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