Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Einsatz für Aal,
Lachs und Stör

Aufmerksame Zuhörer: Blaues Netz Oste

7. 12. 2012. Vor fast hundert Mitgliedern des Blauen Netzes Oste der AG Osteland berichtete Wolfgang Schütz, Sprecher der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische, im Oberndorfer Gasthaus "Zur Sietwende" über Erfolge auf dem Weg zur Wiederansiedlung des in Deutschland ausgerotteten  Europäischen Störs und zur Bestandsstützung von Aal, Lachs und Meerforelle

"Wir stehen am Anfang eines
erfolgversprechenden Projekts"

Aus dem Vortrag von Wolfgang Schütz am 7. 12. 2012 beim Blauen Netz Oste

Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste, mittlerweile ein Teil der AG Osteland, kann auch in diesem Jahr positive Ereignisse verzeichnen. Im Juli haben im Osteland, gemeinsam mit der Besatzgemeinschaft Wümme, 80.000 Farmaale in Oste, Schwinge, Mehe, Wümme und Nebengewässer eingesetzt. Diese Maßnahmeund  die freiwillige Erhöhung des Aalschonmaßes von 40 auf 45 Zentimeter waren dringend notwendig, um den extrem gefährdeten Bestand zu stützen. Die angefallenen Kosten wurden zu 60 Prozent mit Regierungsgeldern bezuschusst. 


Aal-Infoblatt der Oste-Sportfischer

Das von der Regierung verhängte Exportverbot nach Fernost hat den Glasaalbestand an der europäischen Westküste mittlerweile um 7 Prozent gesteigert. Bevor wir dies allerdings hier in der Oste sichtbar spüren, werden aber noch einige Jahre vergehen. 

Im Zuge des Kooperationsvertrages mit Frankreich hat Deutschland im Frühsommer 10.000 Störlarven bekommen. Dies ist die bislang größte Transaktion dieser Art. Leider sind die Störweibchen im Berliner Leibniz-Institut noch nicht geschlechtsreif. Im Rahmen des Naturschutztages der Alfred-Töpfer-Akademie am 16. September wurde durch den Ministerpräsidenten David McAllister der 1000. Stör aus der Nachzucht von 2011 in Oberndorf besetzt. Am gleichen Tag wurden auch ca. 1000 Jungstöre von 10 cm Größe aus der französischen Nachzucht 2012 an der oberen Oste bis hin zum Bootsclub in Elm verteilt. Im Rahmen eines Störfestes in Oberndorf konnte jeder Besucher  Patenschaftsurkunden erwerben und somit das Projekt unterstützen. Aufgrund dieses enormen Besatzes konnten  Berufs- und Krabbenfischer schon zehn Wiederfänge in der Elbe und im nordfriesischen Wattenmeer melden. Die so gewonnenen Daten über die einzelnen Fische und deren Wanderwege lieferten den Experten eine Menge Informationen für die weiteren Arbeiten.


Jetzt fischgerecht: Basbecker Schöpfwerk

Die Bestandsstützung sowie die Wiedereinbürgerung der verschiedensten Wanderfischarten durch die Sportfischer können langfristig aber nur dann erfolgreich sein, wenn deren Wanderwege, beginnend in der Kinderstube der Oste, durchgängig werden, sodass sie ungehindert ins Meer abwandern können und bei Geschlechtsreife auch den selben Weg zurück nehmen können. Zur großen Freude der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische konnte im September ein ökologisches Highlight fertig gestellt und eingeweiht werden. Der Bauherr, der Unterhaltungsverband Untere Oste, konnte nun das umgebaute, fischdurchgängige Basbecker Schleusenfleth seiner Bestimmung übergeben. Die Oste kam damit ein Stück weit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie näher, die bis 2015 einen "guten ökologischen Zustand" der Gewässer fordert.

Das größte Hindernis in der Oste, das Bremervörder Wehr, soll in naher Zukunft ebenfalls so umgebaut werden, dass auch hier die Wanderfische ungehindert bzw. noch besser aufsteigen können, um ihre Laichplätze zu erreichen. Fünf kleinere Querverbauungen im Bereich der oberen Oste bei Sittensen sind bereits bzw. werden noch fischdurchgängig gestaltet. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Entwicklung unserer Oste zu einem guten ökologischen Zustand raumgreifend hervorragende Fortschritte macht und die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland gemeinsam mit Biologen und anderen Wissenschaftlern in ihrer Arbeit bestätigt wird.

An der Oste und an der Eider lebt es jeweils noch ein Störfischer aus alten Zeiten. Weil es aus der früheren Störfischerei wenige Fotos und sonstige Dokumente gibt, planen wir gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung des Störs Videointerviews mit diesen beiden Fischern zu führen, um ihnen gezielt detaillierte Fragen zu stellen. Wir hoffen, damit Antworten auf noch offene Fragen zu finden. Der nächste Störbesatz wird am 11. Mai bei einem großen Störfest auf dem Gelände des Bootsclubs Elm stattfinden. Auch dort wird wieder die Möglichkeit bestehen, Patenschaftsurkunden zu erwerben und somit die Wiedereinbürgerung zu unterstützen. Der Vorstand des BC Elm unterstützt dieses neue Projekt gemeinsam mit dem Elmer Bürgermeister in besonderer Weise. 

Die erfolgreiche Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle, die zu 600 bis 700 Rückkehreren geführt hat, hatte einen Vorlauf von ca. 10.000.000 aufgelegten Eiern. In unsere Oste haben wir seit dem Beginn des Versuchs, den Europäischen Stör wieder einzubürgern, ungefähr 2.000 Jungstöre eingesetzt. Es ist also noch viel zu tun. Wir stehen erst am Anfang eines erfolgversprechenden Projektes. Packen wir es an.


Großes Störfest
im Mai in Elm


Planungsgespräch beim BC Elm

16. 11. 2012. Der schön gelegene Oste-Ort Elm, heute Teil von Bremervörde, wird zunehmend zu einem beliebten Anlaufpunkt auch von Radwanderern und Wassersportlern. Der gastliche Bootsclub Elm engagiert sich stark in der Jugendarbeit, trägt im Blauen Netz Oste zur überörtlichen Kooperation der Wasserfreunde bei und unterstützt - unter starker Anteilnahme von Presse, Funk und Fernsehen - die Artenschutzbemühungen der Arge Wanderfische innerhalb der AG Osteland, die in Elm übrigens einen überproportionalen Mitgliederzuwachs verzeichnet hat.


Bürgermeister Gajdzik, Spardel, Reinhard Mayer

Diese Gründe haben dazu beigetragen, dass die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.  zwei ihrer wichtigsten Veranstaltungen 2013 nach Elm gelegt hat, wie Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) am Donnerstag in Anwesenheit des Elmer Bürgermeisters Erich Gajdzik sowie dessen Vize Knud Spardel ankündigte: Am Sonntag, 17. Februar, wird der 9. Tag der Oste in Schomakers Landgasthof stattfinden. Und am Sonnabend, 11. Mai, wird die von Wolfgang Schütz geleitete Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische zum "1. Störfest" des BC Elm auf dessen Hafengelände an der Oste einladen (siehe Kasten unten).


Spardel mit heimatLIVE-Bericht aus Elm

In dem vom 2. BC-Vorsitzenden Hermann Wiebke geleiteten Planungsgespräch hob Ortsbürgermeister Gajdzik die "super Zusammenarbeit" mit der AG Osteland und den "enormen Werbefaktor" hervor, den das Störprojekt für Elm (Wappen lks.) und die Oste bedeute. Sein Stellvertreter Knud Spardel, Manager beim TV-Sender heimatLIVE, überreichte den Organisatoren des Störfests eine Kassette mit der Fernsehreportage über den jüngsten Elmer Störbesatz, in der auch der Berliner Projektleiter, Fischereiwissenschaftler und Ostepreisträger Dr. Jörn Gessner im Interview zu Wort kommt.
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Am 11. Mai werden Hunderte
von Jungstören ausgewildert

Schütz informiert über das Stör-Projekt

Zur Planung des "1. Störfests in Elm" auf dem Hafengelände des Bootsclubs in Elm trafen sich die Vorstände der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V und ihrer Arge Wanderfische im Bootsclub Elm/Oste e. V. Unterstützt wird das Projekt vom Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik sowie dessen Vertreter Knud Spardel. 

Bereits 2010 hatte der Bootsclub im Beisein des NDR-Fernsehens den Besatz des zehnten mit einem Sender versehenen Störs "Wolfgang" organisiert. In diesem Jahr wurden auf dem Elmer Hafengelände 200 weitere Störe in die Oste entlassen. Zahlreiche Besucher wohnten dem Ereignis bei.

Geplant ist nun, im Rahmen des Störfestes am 11. Mai erneut Hunderte von Jungstören im Rahmen des nationalen Besatzprojekts in die Oste auszuwildern.


BC-Vize Wiebke (2.v.l.), Vorstandskollegen

Kooperationspartner sind der Bootsclub Elm und die Arge Wanderfische in der AG Osteland sowie die Gesellschaft zur Rettung des Störs. Dabei soll auf dem Hafengelände des Bootsclubs Elm/Oste, An der Oste 20 a in Elm, ein "Störfest" gefeiert werden, dessen Gäste erneut, wie bereits kürzlich bei der Auswilderung des 1000. Jungstörs durch Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf, "Störpatenschaften" erwerben können, wie Bootsclub-Pressesprecherin Hella Neugebauer mitteilt.

Die bisherigen Bemühungen der deutschen Artenschützer zur Wiederansiedlung des nahezu ausgestorbenen Europäischen Störs zeigen erste Erfolge. Wie Projektleiter Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei mitteilt, sind aufgrund des bisherigen Besatzes in der Elbe und Nebengewässern wie Oste, Stör und Havel in diesem Herbst bereits 10 Wiederfänge zu verzeichnen, das sind von Fischern  gefangene und wieder zu Wasser gelassene Störe aus dem Besatz. "Eine tolle Sache," freut sich der Ostener "Störvater" Schütz.

Pressemitteilung des BC Elm.

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Am 17. Februar 2013 verleiht im Elmer Landgasthof Schomakers die AG Osteland bei ihrem 9. Tag der Oste erneut den Kulturpreis "Der Goldene Hecht". Nicht jeder weiss, dass die Schriftstellerin Elke Loewe das literarische Vorbild des legendären geflügelten Hechts mit der Krone in Elm angesiedelt hat.

Darüber war bereits 2004 auf oste.de in der Rubrik "Ausflugstipps" dieser Beitrag zu lesen:
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Heimat von Jonni Hecht und 
dem "elmonesischen Kuss"

"Jonni Hecht", die Geschichte über den Hecht mit der goldenen Krone, ist ohne Zweifel das schönste Buch, das je der Oste gewidmet wurde. Jetzt hat Text-Autorin Elke Loewe mitgeteilt, wer Vorbild für die Zentralfigur der "Tante Tine" ist, die Illustratorin Jo du Bosque mit blauer Schürze und blauer Kanne verewigt hat: Modell stand "Tante Sophie" Wöltjen, die inzwischen verstorbene Fährfrau und Gastwirtin aus Elm bei Bremervörde. Dort, an der "Unteren Schiffstelle", wo laut Bilderbuch-Tine schon "mein Ururgroßvater die Fähre über die Oste stakte", betreibt mittlerweile Sophie Wöltjens Sohn die Schankwirtschaft an der ehemaligen Kahn-Fährstelle, an der heute die Deutsche Fährstraße vorbei führt.
Unter einem Gemälde, das den Fährkrug in alten Zeiten zeigt (Foto oben), schmeckt der Kaffee noch immer so gut wie einst aus der blauen Kanne von "Tante Tine". 
Gastwirt Wöltjen, auch nicht mehr der Jüngste, weiss die schönsten Geschichten von der Oste zu erzählen - und auch vom Elmer Karnevalsverein Elmona, in dem schon Mutter Sophie "Elmona tara" rief und wo man den Schlager singt: "In Elm küsst man nur elmonesich..."
In Elm lohnt eine Besichtigung der alten Windmühle "Henriette" ebenso...
... wie ein Spaziergang auf den Elmer Berg mit seiner urtümlichen, in dieser Gegend kaum zu erwartenden Heidelandschaft. 

Quelle: oste.de, 2004


Reportage über
Familie Zeeck


NDR-Website mit Fischer Zeeck

1. 11. 2012. Eine Reportage über die Geversdorfer Oste- und Elbfischer-Familie Zeeck und die fatalen Auswirkungen der Elbvertiefung hat NDR Info ausgestrahlt. Der Beitrag kann hier in der Mediathek des NDR angehört werden.

Fischer Walter Zeeck war dieses Jahr von der AG Osteland mit dem Ostekulturpreis "Goldener Hecht" in der Kategorie Umweltschutz ausgezeichnet worden.


Butter bei
die Fische


Carola Maass am Hasenfleet-Stand in Bremen

10. 11. 2012. Die deutschlandweit ersten Bio-Muscheln aus der Ostsee, Karpfen aus der Oberlausitz, Wels aus einer Kreislaufanlage in Niedersachsen - Fisch und Meeresfrüchte kommen groß raus bei der Öko- und Delikatessenmesse "SlowFisch" vom 9. bis 11. November in der Messe Bremen. Die Gaumenfreuden sind bei der führenden Messe im Norden Deutschlands, die sich der Slow-Food-Philosophie "gut, sauber, fair" verpflichtet fühlt (siehe SPIEGEL-Bericht), allerdings nicht auf Fisch und Meeresfrüchte beschränkt. Auch Fleisch, Gewürze oder Milchprodukte locken an diesem Wochenende all die in die Messe Bremen, die Lust haben auf Delikates, Sinn für Qualität und ein Gefühl für Tradition und Verantwortung. Das Osteland ist durch die ländliche Molkerei Oberndorf-Hasenfleet auf der Messe vertreten. Die von Horst von Thaden geleitete Delikatess-Molkerei ist einer der zentralen Anlaufpunkte der Niedersächsischen Milchstraße, die auf Anregung der AG Osteland 2010 um einen Nordabschnitt im Osteland erweitert worden ist (siehe SONDERSEITE). Schon beim Messestart am Freitag war der Stand, an dem PR-Profi Carola Maass (Hasenfleet) über die Produktpalette der Molkerei informierte, ständig von Besuchern umlagert. Grüße von der Oste überbrachten Vorstandsvertreter der AG Osteland, die sich auf der Slowfish- und der zeitgleich stattfindenden Bremer Reisemesse über neue Gastronomie- und Tourismustrends informierten. Vertreten war die Osteregion an der Weser auch durch das erfolgreiche touristische Melkhus-Projekt (kl. Foto).


Die Lizenz
zum Angeln


Fische in der Oste: Alles von Aal bis Zander

7. 11. 2012. Um Sportfischer auszubilden, haben sich zwei traditionsreiche Vereine an der Oste zusammengetan. Einen gemeinsamen Vorbereitungskursus für die Sportfischerprüfung starteten heute in Großenwörden der SFV Oste und der ASV Hemmoor (beide Mitglied der AG Osteland). Der Lehrgang ist eine der Voraussetzungen für den Erwerb der Lizenz zum Angeln - etwa in der Oste, die eine nahezu beispiellose Artenvielfalt, von Aal bis Zander, aufweist. - Mehr in unserem Kanal OSTELAND.


Knowhow für
Angler ab 12


Sportfischer mit Oste-Lachs (Foto: ASV Zeven)

9. 10. 2012. Der Sportfischerverein Oste e. V. und der Angelsportverein Hemmoor e. V. veranstalten gemeinsam einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Sportfischerprüfung, der am Freitag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, im Großenwördener Hof in Großenwörden beginnt. Dazu sind Interessierte vom 12. Lebensjahr an willkommen.

Voraussetzung für die Ausübung des Angelsports sowie die Mitgliedschaft in einem anerkannten Angelverein ist die erfolgreiche Ablegung der Sportfischerprüfung. Der Lehrgang umfasst im theoretischen Teil die Fisch- und Gewässerkunde, Gerätekunde, Natur-, Tier- und Umweltschutz und Gesetzeskunde. Im praktischen Teil stehen die Handhabung der Rute (Wurftechniken) und die gerätebezogene Ausbildung im Vordergrund. Auskünfte erteilen die Vorsitzenden Heiko Gamlin (Tel. 04771/642770 und 0160/3767986) und Wolfgang Schütz (Tel. 04771/4939 und 0172/4264094).


Störe auch
für die Elbe


Dr.Gessner im NDR-Video - abspielen

1. 10. 2012. Nach der großen Besatzaktion an der Oste, wo kürzlich unter Mitwikung der Osteland-AG Wanderfische der 1000. Stör ausgewildert wurde, wurden jetzt auch in der Elbe Jungfische dieser höchst bedrohten Art ausgesetzt. Federführend war wieder der von der AG Osteland 2011 mit dem Goldenen Hecht ausgezeichnete Biologe Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Das Vorhaben wird durch das Bundesamt für Naturschutz sowie die Bundesministerien für Umwelt und Forschung gefördert. Ein NDR-Video über die Aktion an der Elbe steht hier, eine Bildergalerie hier.

Mit Dank für Hinweise an Kurt Ringen.


Renaturierung
kommt voran


Schöpfwerk am Basbecker Schleusenfleth

1. 10. 2012. Die Mitglieder der Gebietskooperation Oste bilanzierten jetzt vor Ort die aktuellen Renaturierungsmaßnahmen an der Oste und an ihren Nebengewässern. Erstes Ziel war das Schöpfwerk am Basbecker Schleusenfleth (wir berichteten ausführlich). "Die Anlage wurde so umgebaut, dass die vorhandene Druckkammer den auf- bzw. abwandernden Fischen als Fischschleuse dient", erläuterte Ulrich Gerdes vom Unterhaltungsverband Untere Oste.

Zweiter Anlaufpunkt war das Ostewehr in Bremervörde, das erste große Wanderfischhindernis in diesem Flusslauf. "Auch wenn im Hafenumfluter bereits eine Sohlgleite besteht, so ist der Lockstrom leider zu gering, um die Fische auf die Umleitung hinzuweisen. Daher sind weitere Maßnahmen in Planung, um hier die Durchgängigkeit des Gewässers weiter zu verbessern", berichtete Volker Rebehn vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).


Oste-Kenner Gerdes, Meyer, Rebehn

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserlebewesen war in diesem Jahr auch das Leitmotiv von fünf weiteren Renaturierungsmaßnahmen im Raum Sittensen: "Drei Querbauwerke in der Oste sowie zwei weitere am Alpershausener Mühlenbach wurden erfolgreich in Sohlgleiten umgebaut und durch Arbeiten zur naturnahen Gestaltung der Uferbereiche flankiert", meldet der Leiter der Gebietskooperation Oste, Wilhelm Meyer vom Unterhaltungsverband Obere Oste.

Einig waren sich die Exkursionsteilnehmer, dass die besichtigten positiven Beispiele Ansporn sind, auch in den kommenden Jahren die regionalen Gewässer zu verbessern. "Neben der Durchgängigkeit der Gewässer werden dann auch verstärkt Vorhaben zur Optimierung der Gewässerstruktur wie die Anlage von Laichbetten im Mittelpunkt stehen," kündigt der NLWKN an.


Sonniges Störfest -
ein voller Erfolg


Störbesatz in Oberndorf (Foto: W. Rademacher)

17. 9. 2012. Als vollen Erfolg wertete am Sonntag der Sprecher der AG-Osteland-Arge Wanderfische, Wolfgang Schütz, den von strahlendem Sonnenschein begünstigten Naturschutztag samt Störfest und einer Radtour von Osten nach Oberndorf. Am Mocambo-Anleger wurde in Anwesenheit von Ministerpräsident  David McAllister und der Bürgermeister Hubert und Horeis der 1000. Stör ausgewildert - rund 100 Jahre, nachdem dort die einst üppigen Bestände des Kaviarfischs in der Oste zusammengebrochen waren.


Uwe Mählmann rezitiert sein Störgedicht

Eingebettet war die Besatzaktion unter der Leitung von Ostepreisträger Dr. Jörn Gessner (Liebniz-Institur für Gewässerökoologie, Berlin) in ein buntes Rahmenprogramm (hier).


Die Kiebitzschule begrüßt den 1000. Stör

Mitgewirkt haben unter anderem die Kiebitzschul-Kinder mit Liedern, Gäste vom BC Elm mit zwei Booten, SGO-Vorsitzender Uwe Mählmann mit einer Störgedicht-Rezitation, die Feuerwehren Osten und Oberndorf und viele andere Ostefreunde mit Darbietungen und Ständen mitwirkten.


Hier gibt's die Patenschaftsurkunden

Jeder der über 300 Gäste hatte am Nachmittag Gelegenheit, für eine 5-Euro-Spende eine von Osteland-Mitstreiter Albertus Lemke angeregte Patenschaft über einen der (markierten) Störezu erwerben. Die Besitzer der rund 100 ausgegebenen Patenschaftsurkunden werden informiert, sobald "ihr" Stör irgendwo von den Forschern identifiziert wird.


Störfest an der Oberndorfer Fährpromenade

Hervorgehoben wurde der Einsatz der Sportfischer für den Artenschutz unter anderem vom Oberndorfer Bürgermeister (und SPD-Landtagskandidaten) Detlef Horeis, dessen quicklebendige Gemeinde die Artenschützer schon vor Jahren nicht nur als Standort des schwimmenden Stördenkmals ausgewählt haben, sondern unter anderem auch als Veranstaltungsstätte literarischer "Kaviarnächte" zum Thema Störrettung.


Detlef Horeis bei seinem Grusswort

Horeis ging in seinem Grusswort auch auf die vielfältigen Aktivitäten der AG Osteland und deren Arge Wanderfische ein - ein Lob, dem sich in seiner Rede auch Ministerpräsident McAllister anschloss, der im Osteland-Zelt die Ausstellung "Die Rückkkehr des grauen Riesen" ansah und sich von Henning Kuhne über die Vereinsarbeit informieren ließ.


Vor rund 100 Jahren: Störfang in Osten

Bei der vorangegangenen Radtour auf den Spuren der Wanderfische hatte der Ostens Bürgermeister Carsten Hubert die Radler auf der Schwebefähre begrüßt.


Eröffnung auf der Schwebefähre

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, historisch verbürgte Stör-Laichplätze (bei Schwarzenhütten) zu sehen und sich von Ulrich Gerdes (Unterhaltungsverband Untere Oste) über fischdurchgängige Tideschöpfwerke informieren zu lassen.


McAllister und Horeis am AG-Osteland-Stand

Bei einer Pause im Gasthaus Henning referierten Geßner und Schütz über Wesen und Wege von Wanderfischen wie Stör, Lachs und Meerforelle.

"Wir sind nicht nur Jäger,
sondern auch Artenschützer"


Neue Oste-Angler-Chronik - hier blättern

Mit einem Ball in der Ostener Festhalle (exzellente Gastronomie: Imke und Sascha Dick, Musik: Combo petite) hatten bereits am Sonnabend in Osten gut 130 Sportfischer das 75-jährige Bestehen des  SFV Oste gefeiert. Dabei verlieh der Hamburger ASV-Präsident Mathias Ripperger die Ehrennadel in Silber demGroßenwördener Günter Kück, die Ehrennadel in Gold Volkmar von Bargen (mehr hier).

Osteland-Vorstandsmitglied und "Störvater" Wolfgang Schütz stellte den Gästen eine brillant gemachte Vereinschronik (Gestaltung: Karl-Heinz Brinkmann, Mitarbeit: Helga Günther u. a.) vor und hob in seiner Festrede insbesondere die bundesweit verfolgten Bemühungen der Oste-Sportfischer an der Oste um die Wiederansiedlung ausgerotteter oder verschollener Fischarten und die enge Zusammenarbeit mit der AG Osteland hervor.

"Die AG Osteland hat allen
Sportfischern Gutes getan"

Schütz: "Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle unter der Federführung  von Ostekulturpreisträger Egon Boschen, das hervorragend professionell ausgearbeitete Konzept zur Fischdurchgängigkeit von tideabhängigen Schöpfwerken unter Mitwirkung unseres langjährigen Vorstandsmitgliedes Torsten Thorhorst und letztendlich der Eintritt von uns Anglern in die Gesellschaft zur Rettung des Störs mit den jetzigen Wiedereinbürgerungsversuchen zeigen in der Öffentlichkeit, aber auch unseren Verpächtern, dass wir nicht nur Jäger der Fische sind, sondern in erster Linie Natur- und Artenschützer," sagte Schütz.

Schütz fügte hinzu: "Das negativ behaftete Image der Sportfischer in der Öffentlichkeit in früheren Jahren hat sich deutlich geändert. Einen wesentlichen Anteil hieran hat die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland. Sie hat es verstanden, die Arbeit von uns Sportfischern immer wieder in der Presse und im Internet zu präsentieren." Die AG Osteland habe "damit nicht nur unserem Verein  Gutes getan, sondern allen Sportfischervereinen entlang unseres Flusses".

Über die jahrelangen Bemühungen zur Wiederansiedlung des Oste-Störs informiert bis 2001 zurückreichende Sonderseite STÖR-ARCHIV.


Weg frei bis
Hackemühlen


Gerdes (l.) beim Festakt im Schöpfwerk

19. 9. 2012. Naturfreunde an der Oste und insbesondere die Aktiven von der Osteland-Arge Wanderfische freuen sich über ein ökologisches "Pioniervorhaben", wie es NLWKN-Vertreter Heinrich Pudimat nennt: Wanderfische wie Aal, Lachs, Meerforelle und Stör können das hiesige Fliessgewässersystem erstmals seit Jahrzehnten zwischen der Elbe und den Laichgründen im Hackemühlener Bach bei Lamstedt barreriefrei passieren.


Oste-Wanderfische Lachs und Meerforelle

Dafür sorgt eine neue, fischdurchgängige Gestaltung des Oste-Mündungsschöpfwerk Basbecker Schleusenfleth in Hemmoor, das am Dienstag offiziell durch Behördenvertreter in Betrieb genommen wurde (siehe auch NEZ-Bericht). Mit einer Druckkammer und einer sogenannten Lockstrompumpe (Gesamtkosten 160.000 Euro, 90 % Landeszuschuss) soll den Fischen der Auf- bzw. Abstieg ermöglicht werden.


Jetzt fischgerecht: Basbecker Schöpfwerk

Für den Unterhaltungsverband Untere Oste hob Geschäftsführer Ulrich Gerdes unter anderem den Einsatz der 7800 Sportfischer an der Oste für die Renaturierung der Fliessgewässer im Einzugsbereich des Flusses hervor.


Wanderfisch-Experten Knoll, Thorhorst (2006)

Bereits Mitte des vorigen Jahrzehnts hatte, wie oste.de damals ausführlich.berichtete, der aus der Wingst stammende Wasserbau-Ingenieur Dr. Sören Knoll (Wiesbaden) mit dem früheren Hemmoorer Dr. Andreas Müller-Belecke (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin-Friedrichshagen) und dem ehrenamtlich aktiven Ostener Artenschützer und AG-Osteland-MitgliedTorsten Thorhorst (SFV "Oste") ein Konzept für fischdurchgängige Ostezuflüsse verfasst, vorgestellt mit einer exzellenten Powerpoint-Präsentation (hier ansehen!).


Bahnbrechend: Powerpoint-Präsentation...

... der Artenschützer von der Oste (ansehen)

Mit der Umgestaltung des Basbecker Schleusenfleths leistet das Land Niedersachsen einschlägigen EU-Richtlinien Folge. Im Zuge der Umsetzung werden derzeit - wie mehrfach berichtet - auch diverse Querverbauungen im Raum Sittensen beseitigt.


Fischbarrieren (kleine Kreise) - vergrössern

Doch viel ist noch zu tun - nicht nur am Fischhindernis Nummer 1, dem Bremervörder Wehr, sondern auch an einer Vielzahl von Zuflüssen der Tide-Oste, an denen künstliche Barrieren Wanderfische hindern, ihre traditionellen Laichgründe zu verlassen bzw. zu erreichen (Liste aller Querverbauungen hier).

Dank für Fotos und Hinweise an Wolfgang Schütz und Kurt Ringen.

Zum Thema:

> Sittensen: Sohlgleite statt Stau
(Zevener Zeitung)


Oste-Stör
als "Star"


Oste-Störe im "Blinker"

24. 9. 2012. Seit der weltweit nahezu ausgerottete Urzeitfisch Stör in die Oste zurückkehrt, macht der lange Zeit "unbekannte Fluss" wieder Schlagzeilen in der deutschen Angelpresse - zur Freude auch der hiesigen Touristiker, Gastronomen und Ferienhausvermieter. "Der bei uns verschollene Europäische Stör (Apicenser sturio) wird zunehmend der Star unter den Fischen, die, verschwunden wie er, in unsere Gewässer zurück geholt werden", schreibt heute das Angler-Fachblatt "Blinker" über die jüngste Besatzaktion in Oberndorf/Oste.


Störbesatz in Oberndorf (Foto:Brinkmann)

Dort hatte - wie ausführlich berichtet - Ministerpräsident David McAllister auf Einladung der Osteland-Arge Wanderfische den 1000. Stör ausgewildert. Zum "Blinker"-Artikel...


Elbfische
ersticken


Demonstration gegen Elbvertiefung (2011)

3. 9. 2012. Die Elbe bei Hamburg leidet zurzeit unter einem ungewöhnlich massiven Sauerstoffloch. Schon seit Anfang August lag der Sauerstoffgehalt unter den gesetzlich festgelegten Grenzwert von 6 Milligramm pro Liter (mg/l). Ende August lagen die Werte des Hamburger Wassergütemessnetzes sogar unter 2 mg/l. Zurzeit werden Werte zwischen 2 bis 3 mg/l gemessen."Für Fische sind diese Werte absolut tödlich," sagt Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Foto), einer der Sprecher der Aktion Rettet die Elbe und 2. Vorsitzender der AG Osteland.

Trotzdem lässt die Hamburg Port Authority (HPA) seit dem 30. August 2012 in Höhe Nienstedten Baggerarbeiten durchführen. Das verschlechtert die ohnehin gravierende Situation noch. "Die Daten zeigen ein enormes Sauerstoffloch, das von den Elbbrücken abwärts mehrere Dutzend Elbkilometer betrifft", sagt der Gewässerbiologe und Ostepreisträger Dr. Ludwig Tent (wir berichteten), der seine Doktorarbeit zur Hamburger Hafenelbe geschrieben hat: "Wenn infolgedessen die Fischpopulationen sterben, dauert es drei bis fünf Jahre, bis sich die Bestände davon erholen."


Fischer-Protest gegen Elbvertiefung

Nach Aussagen von Fischern ist ein derart großes Sauerstoffloch um diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich. "Das ist total erschreckend – sonst haben wir derartige Sauerstofflöcher in der Zeit von Anfang Mai bis Juni erlebt, aber noch nie Anfang September", sagt Berufsfischer Lothar Buckow aus Jork. Seine Netze vor Wedel auszulegen, habe er aufgegeben: "Alle Fische, die man rausholt, sind tot, sogar Stinte und Zander, die sich dieses Jahr ganz gut entwickelt hatten."

Der Kaulbarsch, der für Wissenschaftler als so genannter "Parameterfisch" gilt, sei überhaupt nicht mehr zu finden. Und als besonders besorgniserregend schätzt Buckow die Lage bei den Stinten ein: Sie machen rund 90 Prozent aller Fische in der Elbe aus und dienen als Nahrungsgrundlage für alle anderen Fischarten.

Ursache für das Sauerstoffloch ist ein hohes Algensterben, das durch die seit der letzten Elbvertiefung 1999 erreichte Tiefe der Fahrrinne und des Hafenbeckens begünstigt wird. Hilfreich wäre in dieser Situation ausschließlich, alle für die Elbe belastenden Arbeiten einzustellen, meint Gewässerbiologe Tent.

Besonders erbost ihn, dass der Hamburger Hafen als Verursacher dieser Situation nicht für die Schäden aufkommt: "In den siebziger und achtziger Jahren wurden mehrere hundert Millionen Steuergelder ausgegeben, um durch verbesserte Abwasserreinigung die Wasserqualität der Elbe zu verbessern, doch die Erfolge dieser jahrzehntelangen Bemühungen werden durch die Elbvertiefungen zunichte gemacht."

Weitere Datenquellen zur Wasserqualität hier.

Neu im Netz:

> Segeln: Neue Jugendgruppe in Osten
(de-oestinger.de),

> Schwebefährverein verabschiedet BuFDi
(de-oestinger.de)


Weg frei für
Lachs & Co.


Artenschützer mit Oste-Lachs bei Zeven

2. 9. 2012. Die Sohlgleite an der Wassermühle in Sittensen, die eine künstliche Fischbarriere ersetzt, nimmt Formen an. Damit wird die Oste ab Oktober auch dort durchgängig für aufsteigende Wanderfische wie Aal, Lachs und Meerforelle. "Da das Wetter den Bauarbeitern keinen Strich durch die Rechnung macht, kommen diese gut voran. Nur noch ein paar Meter noch, und das steinerne Flussbett mit den zahlreichen Findlingen darin ist fertig," meldet die Zevener Zeitung. Kompletter Bericht hier.


Tent gibt
Elbalarm


Oste-Preisträger Dr. Ludwig Tent

31. 8. 2012. Der Tostedter Ostepreisträger und Gewässerkundler Dr. Ludwig Tent schlägt Alarm: An der Elbe existiert zurzeit "ein Sauerstoffloch wie lange nicht mehr, und die Situation wird durch die nächste Elbvertiefung noch weiter verschlechtern," warnt er. "Durchgängigkeit für Wanderfische, wie sie z.B. das Wasserrecht auf der Grundlage der EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert, scheint kein Entwicklungsziel (mehr?) zu sein," urteilt Tent.

Mehr im informativen Blog des Gewässerkundlers.


Das Land der
großen Fische


Frank Hahmann (Hüll) mit dem kapitalen Hecht

9. 8. 2012. Das Osteland ist das Land der großen Fische. In dem Angelparadies im Herzen des Elbe-Weser-Dreeiecks fing jetzt Frank Hahmann aus Drochtersen-Hüll, Mitglied des SFV Oste, einen kapitalen Hecht von 1,04 Metern und 6350 Gramm aus dem Ostener Dorffleet. "Mit Beginn der Raubfischsaison am 1. August wollte er eigentlich nur den vorangegangenen Arbeitstag ausklingen lassen. Doch einer toten Brasse als Köder wollte der Hecht nicht widerstehen," berichtet SFV-Vorsitzender und AG-Osteland-Vorsitzender Wolfgang Schütz (Foto): "Nach 20 Minuten Drill lag der Hecht sicher im Unterfangkescher."


Revier vor der Haustür: Ostener Dorffleet

Die Sportfischer am Ostestrom freuen sich nicht nur über kapitale Fänge, sondern auch über Erfolge ihrer Hegebemühungen. Nach der geglückten Wiederansiedlung des ausgestobenen Ostelachses und jüngsten Besatzaktionen zugunsten des Aals und des Nordseeschnäpels (wir berichteten) folgt am Sonntag, 16. September, ein Großereignis: ein Störfest in Oberndorf mit Aussetzung des 1000. Jungstörs durch Landeschef David McAllister  samt Radwanderung "auf den Spuren der Wanderfische" von Osten nach Oberndorf (Programm hier).


Werbung für das Störfest

Zugleich registriert die AG Wanderfische Oste, dass ihre langjährigen Forderungen nach einer "barrierefreien Oste" in diesem Sommer Stück für Stück realisiert werden. Gerade haben die Arbeiten an der dritten Baustelle an der Oste innerhalb der Samtgemeinde Sittensen begonnen, um die ökologische Durchgängigkeit des Flusses für Wanderfische und Kleinlebewesen wiederherzustellen.

Nach der Schleifung des Mühlenwehrs in Sittensen und der - von Denkmalschützern mit gemischten Gefühlen begleiteten - Beseitigung der Relikte eines historischen Bewässerungsstaus in Groß Meckelsen weicht nun am Sittenser Golfplatz eine Kaskade mit einem Höhenunterschied von rund 80 Zentimetern. Ersetzt wird sie durch eine rund 60 Meter lange Sohlgleite aus Kies, Sand, Stein und Felsbrocken.

Für die Baumaßnahmen an der Sittenser Mühle ist die Samtgemeinde Sittensen zuständig, die dafür bereits 2009 mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet wurde (Laudatio). Am Golfplatz (ebenso wie in Groß Meckelsen) ist der Unterhaltungsverband Obere Oste aktiv. In der Rotenburger Rundschau erläutert heute Wilhelm Meyer, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbands: "Die ersten fünf Meter sind der Anstrombereich, dann folgt die mehr als 40 Meter lange Rampe und den Abschluss bildet der etwa zehn Meter lange Beruhigungsbereich, in dem die Energie des Wasser abgebaut werden soll." Weiterlesen...


UHV-Geschäftsführer Meyer (l.) auf der Oste

Der Unterhaltungsverband Obere Oste ist ebenso wie die Samtgemeinde Sittensen und die AG Wanderfische Mitglied der AG Osteland.


NDR wirbt für
Ostestör-Tag


Vorbericht auf der NDR-Website

29. 8. 2012. Großes Medieninteresse weckt der Ostestör-Aktionstag am Sonntag, 16. September, in Osten und Oberndorf - nicht nur wegen der Radwanderung für Jedermann "Auf den Spuren der Wanderfische" und öffentlicher Vorträge von kompetenten Referenten wie dem Ostepreisträger Dr. Jörg Gessner (Berlin), sondern auch wegen der Auswilderung des 1000. Ostestörs durch Ministerpräsident David McAllister und die Bürgermeister und AG-Osteland-Mitstreiter Detlef Horeis (Oberndorf) und Carsten Hubert (Osten).


Plakat zum Stör-Radeln

NDR Niedersachsen bewirbt den Aktionstag bereits jetzt auf seiner Website. Dort heisst es unter anderem: "Im Rahmen des Aktionstages "Natur aktiv erleben" sollen die bislang geleisteten Arbeiten zu Schutz und Wiedereinbürgerung der heimischen Wanderfischarten vorgestellt werden. Mit dem Rad werden wir entlang der Oste radeln, vorbei an historisch verbrieften Laichplätzen, aber auch an Wanderhindernissen, immer auf den Spuren der faszinierenden Wanderfische. Zudem werden Vorträge über die Wiedereinbürgerungsprogramme informieren. Anschließend werden wir gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. und der ARGE Wanderfische Oste am Stördenkmal in Oberndorf, exemplarisch für alle gefährdeten Wanderfische, einige der extrem selten gewordenen Europäischen Störe in die Oste aussetzen. Die Hoffnung besteht, diese Fische in vielen Jahren als ausgewachsene Tiere wieder in der Oste begrüßen zu dürfen."

Das komplette Programm des Aktionstages, das von der Osteland-Arge Wanderfische um Wolfgang Schütz ausgerichtet wird und zu dem alle Natur- und Ostefreunde eingeladen sind, und des anschließenden Störfest in Oberndorf steht hier im Netz zum Ausdrucken bereit.


Großer
Auftritt


Schütz (r.) und Horeis (2.v.r.) mit AK Umwelt

28. 8. 2012. Einen großen Auftritt absolvierten der Ostener Wolfgang Schütz von der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische und der Oberndorfer Bürgermeister Detlef Horeis (Website) am Dienstag am schwimmenden Stör-Denkmal in der Oste.


Schwimmendes Stördenkmal in Oberndorf

Der AK Umwelt der SPD-Landtagsfraktion war auf Einladung des Landtagskandidaten Horeis angereist, um sich von Schütz über das international beachtete Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Störs in der Oste informieren zu lassen (siehe unsere SONDERSEITE).

Im September werden Ministerpräsident David McAllister (CDU) und die Bürgermeister Horeis und Carsten Hubert (Osten) in Oberndorf, wie berichtet, den 1000. Jungstör aus französischer Nachzucht in der Oste aussetzen. - Ein weiterer Bericht folgt.

Dank für Foto an Ursula Holthausen.


Oste-Angeln
im Kommen


Sportfischer mit Oste-Aal (bei Brobergen)

11. 8. 2012. Nach Jahren der Stagnation ist der Angeltourismus in der Region "wieder im Kommen". Zu diesem Ergebnis kommt Redakteur Jens-Christian Mangels (Foto) in seiner großen Reportage "Tourismus hat die Angler am Haken" in der Niederelbe-Zeitung (Wochenend-Ausgabe). Eine der Ursachen der Trendwende, so die NEZ: "Die Oste beispielsweise ist durch die Wiederansiedlung des Oste-Störs in der Presse zurzeit sehr präsent."


NEZ-Bericht: Stör-Aktion fördert Angeltourismus

Weiter heißt es: "Größter Konkurrent im Ringen um die Petrijünger ist Mecklenburg-Vorpommern mit seinen mehr als 2000 Seen und rund 25 000 Kilometern Fließgewässern. Angelreviere wie die Oste haben’s da schwer, mitzuhalten. 'Nach der Wende sind viele Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern abgewandert', weiß Gerd Winter aus Geversdorf, der Ferienunterkünfte an der Oste anbietet. Vor dem Jahr 1990 wären rund 80 Prozent seiner Gäste Angler gewesen. 'Heute sind es vielleicht noch 20 Prozent', so Winter.

Jochen Bölsche, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland, bestätigt: 'Nach der Wiedervereinigung ist der traditionelle Angeltourismus an der Oste teilweise weggebrochen. Eine ganze Sportfischer-Generation hat die wieder offenen Reviere in Mecklenburg erkundet; die Oste geriet darüber zeitweise in Vergessenheit.'


Angelzeitschrift "Blinker" mit Oste-Reportage

Doch seit einigen Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab: Ursache sind die deutschlandweit beachteten Bemühungen der 7800 Sportfischer an der Oste, die hier ausgestorbenen Wanderfische wieder heimisch zu machen. 'Berichte in der überregionalen Presse, zum Beispiel über die erfolgreiche Lachs-Wiederansiedlung im Raum Lamstedt und Sittensen, riefen die Oste und ihr breites Angebot von Aal bis Zander wieder in das Bewusstsein von Sportfischern in ganz Deutschland', erläutert Bölsche.


Stör-Schlagzeilen locken Angeltouristen

Seit etwa zwei Jahren berichtet die Angelpresse vom 'Blinker' bis 'Rute und Rolle' über eine zweite erfolgversprechende Aktion an der Oste: den Großversuch zur Wiederansiedlung des Oste-Störs und die Aktivitäten des Arbeitskreises Wanderfische. Folge: In der Samtgemeinde Hemmoor entwickelt sich das Segment des Angeltourismus positiv, was auch Hemmoor-Touristikerin Manuela Köster bestätigt. Und auch in anderen Angelrevieren im Cuxland geht es aufwärts."


Die Zukunft
des Osteaals


Aal-Besatzaktion in Hechthausen (Foto: Elser)

10. 8. 2012. "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals", warnt seit langem die Arge Wanderfische in der AG Osteland, in der aktive Sportfischer um Wolfgang Schütz (Osten) sich für die die Verschärfung des Schutzmaßes  einsetztem und deren Mitstreiter jüngst 80 000 Jungaale ausgesetzt  haben (siehe den hochinformativen NEZ-Report von Wiebke Kramp). Genügt das, um die Art zu retten?


Osteland-Wanderfischexperte Schütz

Die Zukunft des Aals ist Thema in der  Sendung "Logo - Das Wissenschaftsmagazin" auf NDR Info heute zwischen 21.05 und 22.00 Uhr (Wiederholung am Sonntag, 12. August, 15.05-16 Uhr). Autor ist Jörn Freyenhagen (Foto) aus Deinste, der für seine Funkberichterstattung mit dem Ostekulturpreis ausgezeichnet worden ist. Interviewt hat der Journalist den Wissenschaftler Dr. Reinhold Hanel vom Johann-Heinrich von Thünen-Institut für Fischereiökologie in Hamburg.

Wissenschaftler-Kritik
an Aalbesatzaktionen

Hanel war 2011 Fahrtleiter einer internationalen Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff "Walther Herwig III" in die Sargasso-See, die Geburts- und Sterbestätte des Europäischen Aals. "Hanel wird sich in meinem Beitrag heute abend auch zur Aalbesatz-Aktion in Oste, Schwinge und Wümme äußern. Die Aktion wird von der Wissenschaft kritisch gesehen," verrät Freyenhagen über die Sendung (Website).



Törn zum Fest am
Störstein an der Stör

Lemke (l.) beim Itzehoer Störschifferfest

27. 5. 2012. Freunde schöner alter Schiffe hatten sich monatelang gefreut auf den Besuch des Großseglers "Amphitrite" (Foto), der zu Pfingsten in Oberndorf zu Gast sein sollte. Doch wegen mangelnder Wassertiefe musste der Trägerverein, das "Jugendwerk zur See Clipper", den Oste-Törn absagen und die "Grand Old Lady" unter den Traditionsschiffen auf einen anderen Kurs schicken, nach Cuxhaven.


Segler "Amphitrite" in Cuxhaven (Foto: Schmidt)

Dort wurde die Hadler Gast-Crew - darunter die Osteland-Aktiven Rainer Beckmann, Fred Dobrinkat und Dieter Köpke - am Helgoland-Kai von den Osteland-Vorstandsmitgliedern Johannes Schmidt und Bernd Jürgens sowie von Eddy Uhtenwoldt (Blaues Netz Oste) begrüsst.


Traditionssegler und Störfreunde auf der Stör

Schwimmende Oldtimer bewundern ließen sich Pfingsten jedoch auf dem "Schwesterfluss" der Oste, der Stör. Zum 8. Störschipperfest fuhren am Sonnabend anderthalb Dutzend gaffelgetakelte Segelschiffe die Stör von Wewelsfleth bis Itzehoe hinauf.


Störschützer Lützen und Dr. Geßner

Veranstalter war der Verein "Freunde des Ewers Gloria" (Website) um dessen Vorsitzenden Ulrich Grobe und den ehrenamtlichen Organisator Uwe Jens Lützen.


Störstein an der Stör in Hafen von Itzehoe

Der ehemalige Marineoffizier setzt sich auch als "Störvater" an der Stör für die Wiederansiedlung des gleichnamigen Fischs einsetzt.


150 Jungstöre für die Stör

Gemeinsam mit Stör-Projektleiter Dr. Jörn Geßner (Berlin/Rostock) setzten Sportfischer und Sportschiffer am Pfingstsonnabend am "Störstein" in Itzehoe 150 Jungstöre aus französischer Nachzucht frei; ähnliche Besatzaktionen haben wiederholt auch in der Oste stattgefunden.

McAllister entlässt den
1000. Stör in die Oste

Beim Störschiffertreffen und beim Störbesatz in Itzehoe war auch der Vorstand der AG Osteland vertreten, die sich seit langem (siehe SONDERSEITE STÖR-ARCHIV) für die Rückkehr des Störs in die Oste einsetzt. Die Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische plant für diesen September ein Rahmenprogramm für die geplante Freisetzung des 1000. Störs in der Oste am Oberndorfer Stördenkmal, dem Gegenstück zum Itzehoer Störstein.


Vorbereitungstreffen zur Störfest im September

Ein erstes Vorbereitungstreffen zu dieser Aktion, an der auch Ministerpräsident David McAllister teilnehmen wird, hat am vergangenen Freitag unter Leitung von Wolfgang Schütz (Osteland-AG Wanderfische) und in Anwesenheit u. a. der Bürgermeister Carsten Hubert (Osten) und Detlef Horeis (Oberndorf) in Oberndorf stattgefunden.


Er galt bereits
als ausgestorben


Junge Nordseeschnäpel gelangen...

... per Schlauch in ihr neues Zuhause

15. 7. 2012. Am Oste-Nebenfluss Mehe hat die Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer eine Rettungsaktion für eine weitere bedrohte Fischart gestartet, wie Wolfgang Schütz von der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische mitteilt: Gestützt werden soll der Bestand des in den 70er Jahren ausgestorbenen Nordseeschnäpels. Ursache des Verschwindens dieser Art waren die zunehmende Verschmutzung der Flußmündungsgebiete, die Schiffbarmachung der Flüsse, die Vernichtung von Laichplätzen und Überfischung der Nordseeschnäpels.

Das Besatzmaterial wird seit Beginn der Bestandsstützung vom Kieler Züchter Tassilo Jäger-Kleinichen geliefert. Die Kosten trägt der Landesverband Hamburg. Bereits im Mai wurden erneut im Beisein des Gewässerwarts Wolfgang Buck vom ASV Lamstedt e.V. 10.000 Schnäpel in die Mehe bei Iselersheim eingesetzt.


Die Setzlinge passieren den Besatzschlauch

Die Setzlinge waren ca. 5 bis 7cm groß und wurden mit einem durchsichtigem Besatzschlauch schonend in ihr neues Zuhause entlasssen. Obwohl diese Fischart für die Sportfischer von keinem anglerischen Interesse ist, versuchen sie, den Schnäpel zu erhalten. Einzelne zufällige Wiederfänge belegen eine rege Wandertätigkeit nicht nur in der Oste, sondern auch im Hadelner Kanal. Dabei sind Größen von 30 bis 50 Zentimetern keine Seltenheit.


Nordseeschnäpel (Coregonus oxyrinchus)

Der Nordseeschnäpel gehört zur Ordnung der Lachsartigen. Der Fisch galt im Nordseebereich bereits als ausgestorben, konnte aber 1987 mit Hilfe eines Restelternbestands in Dänemark wieder eingebürget werden. Er wird bis heute mit Hilfe jährlicher Laichfischfänge, künstlicher Aufzuchten und Besatzmaßnahmen kontinuierlich in überlebensfähige Populationseinheiten überführt.

Die Schwarmfisch lebt in der Freiwasserregion vor den Küsten der Nordsee lebt und kommt zum Laichen im November und Dezember in die Flussmündungen. Er hat einen langgestreckten, flachen Körper mit silbrigen Schuppen und einer Fettflosse und ein heringsähnliches Aussehen mit nasenförmiger Kopfspitze und unterständigem Maul.


80.000 Jungaale
für das Osteland


Aal-Besatzaktion in Hechthausen (Foto: Elser)

6. 7. 2012. "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals." Das ist der Titel einer Broschüre, mit der die Sportfischer an der Oste seit drei Jahren auf die Bedrohung dieses Wanderfischs hinweisen. An diesem Freitag, 6. Juli, starteten die Artenschützer der beiden Oste-Besatzgemeinschaften sowie mehrerer Angelvereine  in den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg an der Schwebefähre Osten - Hemmoor eine großangelegte Aktion zur Stützung der Aalbestände im Osteland.


Diese Jungaale schwimmen jetzt in der Oste

Wie Wolfgang Schütz (Osten), Wanderfisch-Experte und Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., mitteilt, werden  rund 80.000 Farmaale im Osteland ausgesetzt. Einbezogen waren Oste, Schwinge, Mehe, Wümme und Nebengewässer: "Diese Maßnahme und die Erhöhung des Schonmaßes auf 45 Zentimeter sind notwendige Naturschutzbemühungen.


Osteland-Wanderfischexperte Schütz

Für den Rückgang der Aalbestände auch in der Oste gibt es verschiedene Ursachen, darunter Verschiebungen atlantischer Strömungen infolge der Klimaveränderung, der Export von Glasaalen als Delikatesse nach Asien, natürliche Feinde wie den Kormoran, eingeschleppte Parasiten sowie Wasserkraftwerke, die den Wanderfischen den Weg vom Meer in die Binnengewässer versperren. Bereits 2009 ist der Aal auf die sogenannte CITES-Liste gesetzt worden, die den internationalen Handel mit gefährdeten Arten regelt.

Um dazu beizutragen, die Aalbestände wieder zu stablisieren, haben Vertreter von 22 Sportfischervereinen mit rund 5700 Mitgliedern bereits im Februar - wie berichtet - bei der jüngsten Jahresversammlung der Ostepachtgemeinschaft (OPG) in Osten/Oste eine freiwillige Selbstbeschränkung beschlossen. Im längsten Nebenfluss der Niederelbe werden seither nur noch Aale mit einem Mindestmaß von 45 Zentimetern
gefangen.


Delikatesse Aal: Fangbeschränkung an der Oste

Der nun als zusätzliche Stützungsmaßnahme geplante Jungfisch-Besatz wird überregional organisiert von dem Biologen Ralf Gerken vom Landessportfischerverband in Hannover. Finanziert wird die Aktion von den Sportfischern an der Oste und dem Geversdorfer Berufsfischer Walter Zeeck mit Zuschüssen des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Wenn die jungen Aale in die Osteregion gelangen, haben sie einen weiten Weg hinter sich: Begonnen hat die Reise vor der Küste von Florida in der Sargassosee. Von dort aus drifteten sie als "Weidenblattlarven" bis zu drei Jahre lang mit dem Golfstrom ostwärts. Als sie schließlich nach über 5.000 Kilometern die europäischen Küsten erreicht hatten, gingen sie Fischern als Glasaale in die Netze, die sie in Aalfarmen brachten. Dort wurden die Tiere gehegt, bis sie per Spezialtransporter an die Oste gelangten. In sechs bis zehn Jahren werden sie zu großen Blankaalen herangewachsen sein und in ihre Kinderstube in der Sargassosee zurückkehren, um dort zu laichen und damit den Fortbestand der Art sichern.

Unterstützt wird die Besatzaktion an der Oste von den regionalen Pachtgemeinschaften unter Leitung von Ernst Peters (Zeven) und Wolfgang Schütz (Osten) sowie vom Angelverein Alfstedt, zuständig für den Bereich Mehe/Wallbeck, vom ASV Börde (Mehe/Mühlenbach zwischen Iselersheim und Brobergen), vom Verein "He bit" Himmelpforten (Horster Beck) und vom Sportanglerverein Stade (Schwinge).

Zuvor bereits hatten die Bremervörder Sportfischer 12.000 Stück Jungaale besetzt.


Urkunde für
Stör-Paten


Schütz mit Urkunde - vergrößern

26. 7. 2012. Wenn am Sonntag, 16. September, nach einer Radwanderung auf den Spuren der Wanderfische Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf den 1000. Stör in die Oste entlässt, haben alle Teilnehmer des dort gefeierten Störfests Gelegenheit, die Artenschutzarbeit der 7800 Sportfischer an der Oste zu unterstützen: Jedermann kann die Patenschaft über einen der (numerierten) Jungstöre übernehmen.

Gestern bereits präsentierte Wolfgang Schütz, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland, eine schmucke Urkunde (Sponsor: Osteland-Mitbegründer Bernd Brauer, Druckpartner Hemmoor), die allen Stör-Paten verliehen werden soll. Das Programm des Wanderfisch-Tages steht hier.


Schnäpel für
das Osteland


Oste-Zufluss Mehe, Nordseeschnäpel
15. 7. 2012. Der Einsatz der Sportfischer an der Oste für bedrohte Fischarten wie Stör und Lachs macht seit langem Schlagzeilen. Am Oste-Nebenfluss Mehe wurde kürzlich, wie Wolfgang Schütz von der Osteland-AG Wanderfische mitteilt, eine Aktion zur Rettung einer weniger prominenten Art gestartet: des lachsartigen Nordseeschnäpels. - Mehr in unserem Kanal OSTELAND.


Fischsterben
macht Furore


Im neuen SPIEGEL: die toten Oste-Fische

15. 7. 2012. Die spektakulären Fälle von Fischsterben durch Gülle und Mais-Gärrückstände, die unlängst im Osteland Schlagzeilen machten (oste.de berichtete mehrfach), sind Thema im neuen SPIEGEL (erscheint diesen Montag). Unter einem Foto des zurückgetretenen Wümme-Gewässerwarts Ralf Gerken wird nicht nur das jüngste Öko-Debakel in den Oste- und Wümmezuflüssen geschildert. Minutiös belegt SPIEGEL-Redakteurin Laura Höflinger, dass "Schlamperei und Unwissen der Landwirte" kein Einzelfall sind, sondern bundesweit serienweise zu Biogas-Haverien führen. Fachleute fordern eine "Art Führerschein für den Betrieb von Biogasanlage" (Lesetipp: SPIEGEL 29/2012, S. 122 ff.).


Fischer und
Jäger klagen


Geversdorfer Fischer Walter Zeeck

13. 7. 2012. Zur angestrebten Elbvertiefung liegen dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig 13 Klagen und ein Eilantrag vor. Ebenso wie die großen Naturschutzverbände haben sich die Städte Cuxhaven und Otterndorf sowie verschiedene Deichverbände, Privatpersonen und Gewerbetreibende zur Klage entschlossen, darüber hinaus ein starkes Aufgebot an Fischern und Jägern.

Zu den Klägern zählen, wie der Fischer Walter Zeeck (Kutter "Ostetal") im Gespräch mit oste.de erklärt, insgesamt 53 Fischereibetriebe zwischen der Region Geesthacht und der Mündung in die Nordsee sowie seine Geversdorfer Firma..

Angriff auf
drei Ebenen


Containerschiff bei Balje (Foto: Bölsche)

Gleich auf drei Ebenen klagen die Jäger, wie der Vorsitzende der Jägerschaft Hadeln/Cuxhaven, Gerhard Klotz aus Hemmoor (Foto), bestätigt: Zum einen hat der DJV, Dachverband aller jagdlichen Unterorganisationen für ganz Deutschland, eine Klage eingereicht. Zum anderen klagen die Landesjägerschaften Schleswig-Holstein und Niedersachsen als Elbanlieger in eigener Regie. Als Unterkläger treten schliesslich die Anliegerjägerschaften Stade und Land Hadeln/Cuxhaven auf, die von der Landesjägerschaft Niedersachsen hoheitlich mit in die Klage einbezogen sind und die Anliegen vor Ort vertreten.

Klotz und Zeeck sind 2011 bzw. 2012 mit dem Oste-Kulturpreis ausgezeichnet worden und Mitglied der AG Osteland, deren 2. Vorsitzender, der Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Foto), zu den mußgeblichen Wortführern des Regionales Bündnisses gegen die Elbvertiefung zählt. Der Zusammenschluss unterstützt die Klage des Aktionsbündnisses "Lebendige Tideelbe", dem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund (Nabu) und der Umweltstiftung WWF angehören.

Zu einer Entscheidung über den Eilantrag könnte es nach Informationen aus Leipzig in drei Monaten kommen - vorher darf keinesfalls gebaggert werden. Mit dem Beginn des Hauptverfahrens wird frühestens in einem Jahr gerechnet.


Ökologisch
Nummer 1

10. 7. 2012. "Die Oste ist das ökologisch wichtigste Fließgewässer in unserem Gebiet." Dieses Urteil äußerte Volker Rebehn (Foto) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) anlässlich des Umbaubeginns am Sittenser Oste-Wehr. Sinn sei es, für Fische und Kleinstlebewesen die ökologische Durchgängigkeit des Flusses herzustellen und dabei die Durchwanderbarkeit des Gewässers in beide Richtungen zu gewährleisten. - Ausführlicher Bericht in der Rotenburger Rundschau.


Sonderseite
zum Oste-Aal


Oste-Aalaktion in der NEZ - lesen

6. 7. 2012. Unter großer Beteiligung von Presse, Funk und Fernsehen wurden an diesem Freitag rund 80.000 Farmaale im Osteland ausgesetzt. Einbezogen waren Oste, Schwinge, Mehe, Wümme und Nebengewässer. "Diese Maßnahme und die Erhöhung des Schonmaßes auf 45 Zentimeter sind notwendige Naturschutzbemühungen," erklärte Wolfgang Schütz (Osten), Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste in der AG Osteland. - Ausführlicher Bericht in der rechten Spalte.


Bericht über Oste-Aale auf N3

Am Freitag, 6. Juli, ab 19.30 Uhr berichtete N3 in "Hallo Niedersachsen" über die Aal-Aktion im Osteland.


TV-Aufnahmen beim Aalbesatz in Hechthausen

Wer die Sendung verpasst hat: Der Beitrag kann hier in der NDR-Mediathek abgerufen werden.


Osteland-Wanderfischexperte Schütz auf N3

Unbedingt lesenswert: Eine von der Cuxhavener Journalistin Wiebke Kramp zusammengestellte Sonderseite der Niederelbe-Zeitung (PDF-Datei) ist dem bedrohten Oste-Aal und den Artenschutzaktivitäten der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische gewidmet. Dazu: ein großes Interview mit AG-Sprecher Wolfgang Schütz. Sowohl Wiebke Kramp als auch Wolfgang Schütz sind übrigens Träger des Osteland-Kulturpreises (Begründungen hier).

Auch das Hamburger Abendblatt schreibt heute über den Hintergrund der Aktion an der Oste: "In jüngster Zeit lesen Verbraucher in Fischgeschäften immer häufiger Hinweise, dass Aal nicht mehr verkauft wird. Mehrere Handelsketten haben ihn aus dem Sortiment genommen. Der Grund: Die Bestände sind in den letzten Jahren so stark dezimiert worden, dass der Aal akut vom Aussterben bedroht ist. Niedersachsens Sportfischer wollen diesen Trend stoppen."

An der oberen Oste in Sittensen hat unterdessen, wie mehrfach angekündigt, der Umbau des Ostewehrs zur "wanderfischgerechten" Sohlgleite begonnen. Mehr auf Treffpunkt Sittensen und auf der NLWKN-Website.


Gülle als
Gefahrgut


Fischsterben durch Gülle bei Bademühlen

21. 6. 2012. Bewirken die jüngsten Gülle- und Gärmasse-Havarien an Oste und Wümme ein Umdenken? Die Einführung eines "Güllekatasters" könnte die Überdüngung des Bodens durch die Landwirtschaft eindämmen, erklärte jetzt der Agrargeograf Prof. Werner Klohn von der Universität Vechta gegenüber der Presse.

Die Grünen wollen an diesem Freitag eine entsprechende Forderung nach Einführung eines Güllekatasters in den hannoverschen Landtag einbringen. Der gut begründete Antrag trägt den Titel "Überdüngung durch Gülle und Kot wirksam verhindern – Umweltbelastung reduzieren" und ist hier online im Wortlaut verfügbar.


Es wird
geklagt!


Elbvertiefungsgegner Walter Rademacher

19. 6. 2012. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund (NABU) und der Umweltstiftung WWF wollen vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die Elbvertiefung klagen. Das teilten die Verbände am heutigen Dienstag gemeinsam in Hamburg mit. Ausführlicher Bericht auf ndr.de.

Gegenüber dem Stader Tageblatt begrüsste der Neuhäuser Wasserbauingenieur Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung (und zugleich 2. Vorsitzender der AG Osteland), die Klage: "Wir werden die Kläger fachlich und finanziell unterstützen."

Zum Thema:

> Auch Cuxhaven will klagen
(Niederelbe-Zeitung)


23.000 Aale
für die Oste


Osteland-Wanderfischexperte Schütz

2. 6. 2012. "Dem Aal steht das Wasser bis zum Hals." Das ist der Titel einer Broschüre, mit der die Sportfischer an der Oste seit drei Jahren auf die Bedrohung dieses Wanderfischs hinweisen. Am Freitag, 6. Juli, starten die Artenschützer der beiden Oste-Besatzgemeinschaften sowie mehrerer Angelvereine  in den Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg an der Schwebefähre Osten - Hemmoor eine großangelegte Aktion zur Stützung der Aalbestände im Osteland.

Wie Wolfgang Schütz (Osten), Wanderfisch-Experteund Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., mitteilt, werden 23.000 sogenannte Farmaale à 10 Gramm in die Oste und angeschlossene Stand- und Fließgewässer eingesetzt.

Ausführlicher Bericht in unserem Kanal BLAUES NETZ.


Die Angler
am Haken


Hemmoorer Touristikerin Manuela Köster

24. 5. 2012. Entgegen dem generellen lokalen Trend entwickelt sich das Segment des Angeltourismus in der Samtgemeinde Hemmoor positiv, hat Manuela Köster von der dortigen Tourist-Info beobachtet.



.
Thema Oste-Stör in der Anglerpresse

Die Samtgemeinde hat in jüngster Zeit verstärkt in der Angelpresse inseriert. In diversen Sportfischer-Zeitschriften ist darüber hinaus in den letzten Monaten aus Anlass des Stör-Besatzes seitenweise über den lange Zeit "vergessenen Fluss" und dessen Fischreichtum berichtet worden.

Zum Thema:

> Regen trübt Urlaubsstatistik
(Niederelbe-Zeitung).


Sohlgleite
statt Stau


Oste-Wassermühle in Sittensen

24. 5. 2012. Klarheit nach langem Hin und Her: Zur Freude von Sportfischern und Artenschützern ist die Beseitigung des künstlichen Staus an der Sittenser Oste-Wassermühle beschlossene Sache. Der Auftrag zum Bau einer Sohlgleite sei soeben fertiggestellt worden, erklärte Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann gestern gegenüber der Arbeitsgemeinschaft Osteland, deren AG Wanderfische sich für einen Rückbau der Barrieren einsetzt.


Klartext vom
Ökoexperten


Zurückgetretener Gerken (mit Fischleichen)

21. 5. 2012. Als "Weckruf an die Behörden" den den jüngsten dramatischen Fischsterben will der Wissenschaftler Ralf Gerken seinen kürzlich erfolgten Rücktritt als Gewässerwart verstanden wissen. In einem umfangreichen  Interview der Zevener Zeitung redet der wissenschaftliche Mitarbeiter des Landessportfischerverbands und Fischereibeauftragte für den Oste- und Wümme-Landkreis Rotenburg jetzt Klartext.

Gerken will "die schleichende Verseuchung der Gewässer" nicht länger hinneehmen, deren Umfeld und Struktur sich "dramatisch verschlechtert" hätten. Als Gründe nennt er "die zunehmend intensivere Landnutzung, den dramatischen Grünlandverlust und die riesigen Maisflächen". Gerken im Interview: "Die aktuellen Gülle-Havarien sind nur besonders markante Ereignisse. Langfristig viel gravierender sind die steigende, für Fische katastrophale Sandfracht in allen Bächen, der illegale Grünlandumbruch an Gewässerrandstreifen, die vielfache Missachtung von Abstandsregelung bei der Gülle- und Pestizidaufbringung sowie die zahlreichen ungenehmigten Gewässerausbaumaßnahmen. ... In der Summe haben besonders die kleineren Bäche und Vorfluter ihre frühere Bedeutung als Kinderstube und Lebensraum zahlreicher Fischarten fast vollständig verloren."

Bitte weiterlesen auf der Website der Zevener Zeitung.


Graue
Riesen


Weckt Erinnerungen an der Oste: China-Stör

21. 5. 2012. Bis zu fünf Meter lang, zehn Zentner schwer - so gigantisch waren ausgewachsene Exemplare des Europäischen Störs, der einst in der Oste heimisch war und hier nun wieder angesiedelt werden soll. Die Dimensionen einer ähnlich monströsen anderen Störart zeigen aktuelle Filmaufnahmen aus China, die hier auf spiegel.de zu sehen sind.


Betrug an
Fischern?


Aufgebracht: Elbfischer Hinners und Zeeck

20. 5. 2012. Aus Fliegenberg bei Winsen, Jork im Alten Land, Fedderwardersiel und sogar aus Husum waren die Fischer mit über 30 Kuttern angereist. Gemeinsam mit fast 20 Sportbooten und rund 150 Teilnehmern haben sie am Sonnabend gegen die geplante Elbvertiefung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel demonstriert.


Fischer bremsen drei Containerriesen aus

Das Ausflugsschiff "Störtebecker" begleitete die Kutter auf der Elbe. Während die Kutter-Armada auslief, näherten sich drei große Containerschiffe, die ihre Fahrt erheblich verlangsamen mussten, weil die Fischer die Fahrrinne ständig kreuzten.

Zeeck: Hamburg
verletzt Vertrag


Vertrag aus dem Jahr 1998 -lesen

Für das große Presseaufgebot lieferten die aufgebrachten Fischer - darunter als Versammlungsleiter der diesjährige OstepreisträgernWalter Zeeck (Geversdorf) sowie Hans-Robert Hinners - viele Informationen über ihre ohnehin schon stark beeinträchtigte harte und gefährliche Arbeit. Aufgrund der nächsten Elbvertiefung befürchten sie existenzgefährdende Einbußen.

Dem Hamburger Senat und dem Bund werfen Zeeck und Kollegen vor, gegen eine vertragliche Vereinbarung zu verstoßen, die am 25. Februar 1998,  zur letzten Elbvertiefung, unterschrieben worden ist. oste.de dokumentiert hierden Wortlaut des Vertrages mit den Fischern, die sich nun verraten und verkauft fühlen.


Fluss-Demo
der Fischer


Kutterblockade der Elbe (Mai 2007)

13. 5. 2012. Ein geheimes Gutachten stellt die Existenz der Elbfischerei in Frage. Aus diesem Anlass wollen die Kutterfischer am Sonnabend,  19. Mai, 12 Uhr, von Cuxhaven aus zu einer großen Kutterdemonstration auf der Elbe starten. Unterstützt werden sie dabei von Sportschiffern und dem Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung. Wie dessen Sprecher Walter Rademacher mitteilt, lautet das Motto der Protestveranstaltung: "Das Wasser steht uns bis zum Hals." Die Situation soll mit einem blauen Schleifenband um den Hals symbolisiert werden.


Geßner im
Interview


Heute im Blatt: Der ganzseitige CN/NEZ-Beitrag

10. 5. 2012. "Die Oste wird wieder zum Stör-Fluss. Wissenschaftler, Angler und Fischer helfen dem  in den 60er Jahren in Deutschland ausgestorbenen Riesenfisch auf die Sprünge," schreibt die Journalistin Wiebke Kramp in der Online-Ausgabe der Cuxhavener Heimatblätter: "Der neuerliche Störbesatz (am 11. Mai) ist Anlass für die Niederelbe-Zeitung und die Cuxhavener Nachrichten, in ihrer Freitags-Printausgabe ein großes Interview über Hintergründe zu bringen. Dr. Jörn Geßner, Fischereibiologe am Leibniz-Institut für Binnenfischerei und Gewässerökologie (Berlin) bezieht in einem Interview Stellung über die Besonderheiten des urzeitlichen Riesenfisches, die überregionale Bedeutung des Wiederansiedlungsprojektes und die Eignung der Oste als Stör-Fall." Mehr...


Dr. Geßner in der Online-Ausgabe der CN

So ausführlich und sachkundig wie bislang keine andere Zeitung befassen sich CN und NEZ in dem ganzseitigen Beitrag mit der Rettung  des grauen Riesen, der früher in der Oste über fünf Meter lang und über 100 Jahre alt werden konnte. Für die Auswahl der Oste für das Projekt sprächen, so Geßner, deren günstige Struktur und ihr schwacher Nutzungsdruck sowie "die Begeisterung und die Unterstützung vor Ort" durch die Arge Wanderfische der AG Osteland, ein "nicht zu unterschätzender Faktor".

Dr. Geßner begrüßt in dem Interview, dass das Land Niedersachsen aktuell an der Passierbarkeit des Wehrs in Bremervörde arbeitet, dem "wichtigsten Hindernis für alle Fischarten auf dem Weg in die mittlere und obere Oste". Wünschenswert seien "Untersuchungen zu der Verfügbarkeit von Laichplätzen im Bereich zwischen Elm und Oberndorf" sowie die Einrichtung einer Stör-Aufzuchtstation an der Oste (ähnlich wie seit Jahrzehnten schon bei Lamstedt und in Sittensen für den Lachs).


Oste-Kulturpreisträgerin Wiebke Kramp (2012)

Interviewerin und Interviewter haben übrigens etwas gemeinsam: Sowohl die Journalistin Kramp auch auch der Biologe Dr. Geßner sind von der AG Osteland für ihre Verdienste um die Flußregion mit dem Goldenen Hecht ausgezeichnet worden.

Eine offizielle Presseinformation der Bundesregierung zu Wiederansiedlung der Störe in Nord- und Ostsee steht hier.


Stör macht
Schlagzeilen


Aktuelle Stör-Berichte in der Presse

11. 5. 2012. Die Oste-Störe machen auch anderswo Schlagzeilen. Anlass: An diesem Sonnabend tagt die Rostocker  Gesellschaft zur Rettung des Störs auf Einladung von Wolfgang Schütz von der Arge Wanderfische der AG Osteland erstmals an der Oste. Bereits an diesem Freitag ab 14 Uhr werden unter starker Medienbeteiligung - unter anderem haben sich vier TV- und Hörfunksender angesagt - 200 Jungstöre beim Bootsclub Elm in die Oste eingesetzt.


Logo des nationalen Oste-Stör-Projekts

Im September will Ministerpräsident David McAllister, wie berichtet, in Oberndorf den 1000. Jungstör auswildern. - Lesen Sie bitte weiter in unserem Kanal ARBEITSGEMEINSCHAFT OSTELAND: McAllister und der Jungstör Nr. 1000
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Bereits seit mehr als zehn Jahren berichtet Jochen Bölsche auf oste.de über das Thema Oste-Stör. Alle bisherigen Beiträge stehen auf der SONDERSEITE STÖR-ARCHIV.
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Tickende
Bomben


Biogas-Gülle-Havarie in der Wümmeregion

1. 5. 2012. Ein Havariekommando für Biogas-Gülleunfälle fordert heute erneut der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen. Im Stader Tageblatt weist Nabu-Landesvize Wolfgang Baumert (Foto) darauf hin, dass sich nach Angaben der Kommission für Anlagensicherheit pro Jahr bundesweit 40 bis 60 Störfälle in Biogasanlagen ereignen, von denen viele, so Baumert, "tickende Zeitbomben" seien. Der Nabu-Landesverbands gehört der AG Osteland an.

Nach einer einer aktuellen Statistik der Landwirtschaftskammer sind im Landkreis Stade 34 Biogasanlagen in Betrieb, im Kreis Cuxhaven 43  und im Kreis Rotenburg sogar 129 - also insgesamt 200 Anlagen in den von der Oste durchflossenen Kreisen.

Anlass der Debatte über die Anlagensicherheit waren die jüngsten Störfälle im Elbe-Weser-Dreieck, die zu massiven Fischsterben im Einzugsbereich von Wümme und Oste führten. 


Senat will
baggern


Ministerpräsident McAllister (in Hechthausen)

27. 4. 2012. Während David McAllister am Donnerstag zur "Püttenhüpper"-Taufe in Hechthausen und zur Deich-Inspektion in Brobergen an der Oste weilte (siehe unten), genehmigte in Hamburg die Wirtschaftsbehörde die umstrittene nächste Elbvertiefung, die ohne die Zustimmung des niedersächsischen Ministerpräsidenten kaum möglich wäre: Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und die Hamburger Wirtschaftsbehörde erliessen den sogenannten Planfeststellungsbeschluss, der auch Maßnahmen zum Naturschutz umfassen soll.


Sandsack-Protest gegen Elbvertiefung (2010)

Ob mit den Baggerarbeiten noch in diesem Jahr angefangen werden kann, ist laut NDR ungewiss. Der Beschluss wird vom 25. Mai bis zum 7. Juni in den Gemeinden entlang der Unter- und Außenelbe öffentlich ausgelegt. WWF, Nabu und BUND prüfen eine gemeinsame Klage, die innerhalb eines Monats beim Bundesverwaltungsgericht angestrengt werden kann.


200 Störe
für die Oste


Starkes Medieninteresse am Störbesatz

200 Störe
für die Oste

11. 5. 2012. Unter starker Medienanteilnahme - vier TV- und Funk-Teams waren angerückt - übergaben der Berliner Fischereibiologe Dr. Jörn Geßner und seine Mitstreiter aus derArbeitsgemeinschaft Wanderfische der AG Osteland am Freitag 200 junge Störe von 15 bis 20 Zentimetern Länge der Unteren Oste. Am Steg des Bootsclubs Elm bei Bremervörde sagte Geßner, der Kaviarfisch, der vor rund 100 Jahren in Deutschland ausgestorben war, sei ein "kulturhistorisches Denkmal" und ein "verlorener Schatz", den es dem Osteland zurückzugeben gelte.


Störbesatz-Publikum in Bremervörde-Elm

"Europaweit beobachtet" werde der Wiederansiedlungsversuch, zeigte sich der Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik stolz darauf, dass die Wahl des Besatzortes auf den gastfreundlichen örtlichen Bootsclub gefallen war. Ebenso wie der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste, Wolfgang Schütz, sprach Gajdzik die Hoffnung aus, dass es eines Tages möglichst vielen der ausgesetzten Jungfische aus französischer Nachzucht gelingen möge, nach den Jahren im Meer in die Oste zurückzukehren und sich dort zu vermehren.

Ministerpräsident David McAllister hat zugesagt, im Herbst den 1000. Jungstör in die Oste zu entlassen. Die Verdienste der Sportfischer am Fluss um die Wiederansiedlung bedrohter Wanderfischarten wurden am Sonnabend, 12. Mai, in der Jahresversammlung  der nationalen Gesellschaft zur Rettung des Störs gewürdigt, die erstmals im Osteland - im Ostener Hotel "Fährkrug" - stattfindet. 

Bitte weiterlesen unter PRESSETEXTE und auf www.oste.de.


Fischbiologe
schmeißt hin


Zurückgetreten: Gerken mit verendeten Fischen

3. 5. 2012. Einer der profiliertesten Arten- und Gewässerschützer der Region, der Scheeßeler Ralf Gerken, hat sein Amt als Gewässerwart von vier Angelvereinen niedergelegt - aus Protest gegen die wasserwirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und behördlichen Reaktionen auf die jüngsten Fischsterben nach Gülle- und Maisgas-Havarien an Oste und Wümme (wir berichteten ausführlich).

Die "Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Weiterführung" des Projekts zur Wiederansiedlung von Wanderfischen seien "nicht mehr gegeben", so der Biologe, der neben seiner Tätigkeit für den Landessportfischerverband unter anderem die vorzügliche Website wuemme-meerforelle.de betreut hat; auch als Webmaster zieht er sich zurück.

Gülle- und Pestizideinträge
bis in die Gewässerböschung


TV-Bericht über Biogas-Havarie - VIDEO

Seiner Begründung mangelt es nicht an Schärfe: "Der Zustand fast aller Gewässer im oberen Wümmegebiet zeigt seit Jahren einen eindeutig negativen Trend in Richtung schlechter Zustand. Die Sandfrachten erreichen inzwischen derartige Ausmaße, dass viele einst inidividuen- und artenreiche Gräben und Nebenbäche fast fischleer geworden sind. Gesetzliche Abstandsregelungen bei der Dünge- und Pestzidaufbringung werden in der Praxis der Bewirtschaftung durchgehend ingnoriert. Wo früher erosionsarmes Grünland die Bäche säumte, wurde in unzähligen Fällen selbst im gesetzlich geschützten Randstreifen verbotenerweise Ackerland umgebrochen, wo nun auf großer Länge Mais bis in die Gewässerböschung angebaut wird und Sand-, Gülle- und Pestizideinträge auf der Tagesordnung stehen."

"Renaturierung Tropfen
auf den heißen Stein"

Der Biologe weiter: "Unsere jahrelangen Versuche, hier auf dem Wege der Überzeugung Verbesserungen im behördlichen Vollzug herbeizuführen, müssen als vollständig gescheitert angesehen werden. Die vereinzelten von uns durchgeführten Gewässerrenaturierungen sind angesichts dieser Umstände ein Tropfen auf dem heißen Stein."


Fischsterben am Oste-Zufluss Bade

Aufgrund eindeutiger Aussagen der zuständigen Behörden gehe er weiterhin davon aus, dass die zahlreichen Biogasanlagen, Güllebehälter und Silagelagerflächen nicht im ausreichenden Maße im Sinne des Gewässerschutzes nachgerüstet werden: "Ich erwarte daher für die nächsten Jahre ähnliche schwere katastrophale Havarien, die ganze Gewässersysteme und deren Fischbestände auslöschen werden."

Keine Behörde
war zuständig

Besonders frustrierend sei zudem die Erkenntnis, dass sich im Zuge der aktuellen Gülle-und Biogashavarien "nicht eine staatliche Stelle für die biologische Qualitätskompente Fischfauna zuständig fühlte": "Es scheint so, dass ohne unsere ehrenamtliche Tätigkeit selbst schwerste Gewässerverunreinigungen in Bezug auf die Fischfauna völlig undokumentiert und unbearbeitet bleiben."


Haarsträubend: TÜV-Biogas-Bericht - lesen

Unmittelbar nach dem spektakulären Schritt des bekannten Biologen ließ der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) heute eine Erfolgsmitteilung mit der Überschrift "Lachse und Flussneunaugen tummeln sich in der Wümme" verbreiten (Wortlaut), in der der Oste-Schwesterfluss als "beispielhaft für viele andere erfolgreiche Projekte" des staatlichen Gewässerschutzes bewertet wird.

Anlagen-Betreiber
für Selbstkontrolle...

Im Kreis Rotenburg sind Landvolk und CDU gestern mit dem bemerkenswerten Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, statt behördlicher Kontrollen von Biogasanlagen eine Selbstkontrolle der Betreiber einzuführen.


Stör-Tagung
im Osteland


Landeschef McAllister (in Hechthausen-Klint)

3. 5. 2012. Ministerpräsident David McAllister hat zugesagt, im Herbst den 1000. Jungstör in die Oste zu entlassen. Die Verdienste der Sportfischer am Fluss um die Wiederansiedlung bedrohter Wanderfischarten werden bereits am Sonnabend, 12. Mai, in der Jahresversammlung  der nationalen Gesellschaft zur Rettung des Störs gewürdigt, die erstmals im Osteland - im Ostener Hotel "Fährkrug" - stattfindet. Am Freitag, 11. Mai, 15 Uhr, sollen im Hafen des Bootsclubs Elm (BCE) bei Bremervörde weitere 200 Jungstöre von 15 bis 20 Zentimetern Länge aus französischer Nachzucht in die Oste entlassen werden; Zuschauer sind willkommen.


Saugbagger
als Fischkiller


Fischer Zeeck (M., beim Tag der Oste)

15. 2. 2012. Viel Aufmerksamkeit erregte der Geversdorfer Elbfischer Walter Zeeck am Sonntag beim 8. Tag der Oste, als er in seinen Dankesworten zur Verleihung des Goldenen Hechts für Naturschutz (Begründung) auf die Rolle der Saugbagger in der Elbe zu sprechen kam. Deren zerstörerische Wirkung hatte der Fischwirtschaftsmeister unlängst auch in seiner Stellungnahme zu den Plänen für eine weitere Elbvertiefung aktenkundig gemacht.

In seinem Brief (Wortlaut) wies Kapitän Zeeck darauf hin, dass die Saugbaggerei zu einer "einer enormen Einbuße für die Artenvielfalt und Fischerei auf der Elbe" führe. Während bei den Einlaufbauwerken der geplanten Kohlekraftwerke eine Einlaufgeschwindigkeit unter 3 Metern pro Sekunde vorgesehen sei, werde die Ansauggeschwindigkeit am Saugrüssel der Saugbagger mit 7 Metern pro Sekunde angegeben. Hier stelle sich die Frage, "ob bei den Saugbaggern ein Umweltgutachten erstellt wurde".


Zeeck-Fischkutter "Ostetal" in Geversdorf

Zeeck: "Wird bei den Baggerarbeiten auf Artenschutz und Schonzeiten der Fische geachtet? Wird z. B. das Baggergut auf lebende Fische beprobt, wie wird mit untermaßigen Fischen (Rote Liste Arten) und die Vielzahl der anderen Fische verfahren? Befindet sich ein unabhängiger Biologe mit an Bord, welcher die Beprobungen überwacht?"

Bagger sollen 35 Mio.
Kubikmeter ansaugen

Welche gewaltigen Mengen an Sedimenten aus der Elbe gebaggert werden müssten, hat jetzt der Umweltgutachter Dr. Walter Feldt errechnet, Verfechter einer "Elbvertiefung light" (siehe heutigen NEZ-Bericht): Nach Feldts Vorschlägen müsste die Elbe bei Otterndorf nur um maximal 1,10 Meter vertieft werden (gegenüber geplanten 2,42 Metern). Auf diese Weise könnten bis zu 14 Meter tiefgehende Schiffe nach Hamburg verkehren, und statt 35 Millionen Kubikmetern Sediment müssten dann nur 1,8 Millionen Kubikmeter  gebaggert werden.


Osteland-Neumitglied Elke Twesten

Gegen die geplante Elbvertiefung geäußert hatte sich beim 8. Tag der Oste auch die Vize-Vorsitzende der Niedersachsen-Grünen und stellvertretende Rotenburger Landrätin Elke Twesten. Eine detaillierte Stellungnahme des AG-Osteland-Neumitglieds Twesten zum Thema steht hier.

"Hamburg will die
Bauern rauskaufen"

Am Wochenende hatte Osteland-Vize Walter Rademacher, zugleich Sprecher des "Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung", erneut vor negativen Folgen für den Obstbau im Alten Land gewarnt. Im Vorfeld des jüngsten Gesprächs des niedersächsischen Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) - das laut NDR ergebnislos verlief - hatte Rademacher den Verdacht geäußert, Hamburg wolle auf das Einvernehmen des Landes Niedersachsen Einfluss nehmen und die Obstbauern "rauskaufen". Mehr...


Assel
adieu


Landrat Roesberg (beim Tag der Oste 2010)

9. 2. 2012. Eine schlechte und eine gute Nachricht für die Freunde des Natureums Niederelbe, des Küstenmuseums auf der Halbinsel in der Ostemündung. Die schlechte: der seit zehn Jahren verfolgte Plan, einen Neubau ("Küstenwelten") in Form einer Meerassel (Foto)zu errichten, ist offenbar aus Sicht des Landkreises Stade finanziell nicht realisierbar - die Assel scheint tot. Die gute Nachricht: Für das Projekt zugesagte Zuschüsse bleiben erhalten, wenn die "Küstenwelten"-Ausstellung in den bisherigen Gebäudebestand integriert wird.

Wie das Hamburger Abendblatt heute meldet, hat die Kreissparkasse Stade einen Zuschuss von 200 000 Euro auch ohne Hallenneubau zugesagt, ebenso wie der Landkreis Stade, der mit Hilfe von EU-Mitteln 350 000 Euro investieren wolle. Unter Berufung auf Landrat Michael Roesberg schreibt Abendblatt-Autor Lars Koch, dass auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihre Förderzusage aufrecht erhalte. Bislang waren rund eine Million Euro für die "Küstenwelten" eingeworben worden.

Am Montag, 13. Februar, soll das vom Landkreis eingesetzte Kuratorium Stiftung Natureum Niederelbe, wie berichtet, über ein mögliches Konzept der neuen Ausstellung ohne einen Neubau beraten.


Küstenwelten-Verfechterin von Zedlitz

Die private Baljer Initiative "Pro Küstenwelten" um Maike von Zedlitz und Marlies Oschmann, die bislang das Neubau-Projekt bevorzugte, trifft sich am Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Post" in Oederquart zu ihrer 8. Sitzung.

Bei einer Unterschriftensammlung der AG Osteland hatten sich rund 350 Persönlichkeiten, darunter 15 Bürgermeister, dafür eingesetzt, die Zukunft des Natureums nachhaltig zu sichern. Als unabdingbar gilt unter den Natureum-Freunden eine komplette Neugestaltung des Eingangsbereichs. Mehr auf der Seite www.tor.zur.oste.de.


Oste wird
barrierefrei


Lachsvater Ernst Peters mit Oste-Lachs

4. 2. 2012. Nachdrücklich begrüsst wird vom Arbeitskreis Wanderfische der AG Osteland um den Sportfischer-Sprecher Wolfgang Schütz (Osten) eine Entscheidung der Gemeinde Sittensen, ein wichtiges Hindernis für Wanderfische wie Lachs und Stör zu beseitigen. Für die Herstellung einer Sohlgleite statt des bisherigen Wehrabsturzes an der Sittenser Wassermühle hat der Haushaltsausschuss des Rates am Donnerstag 350.000 Euro in den Etat eingestellt, von denen 300.000 als Zuschuss von der EU getragen werden; damit folgt die Kommune einer EU-Richtlinie zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Oste.


Sittenser Wehr: Barriere für den Oste-Lachs

Auf einer Länge von 160 Oste-Metern wird der Höhenunterschied von 1,60 Metern durch ein leicht abfallendes Flussbett ausgeglichen. Dazu wird ein Gewässerbett mit Kies- und Steinmaterial erstellt, in das auch eine Niedrigwasserrinne integriert wird, um bei geringen Wasserständen die Möglichkeit des Durchwanderns zu gewährleisten, wie die Rotenburger Rundschau berichtet.


Ostepreisträger Evers (M.) beim Ostetag 2010

Eingesetzt hat sich für den Bau der Sohlgleite im AK Wanderfische in der Arbeitsgemeinschaft Osteland unter anderem der Zevener "Lachsvater" Ernst Peters, der für seinen jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz für die Wiederansiedlung des Lachses in der Oste bereits 2005 mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden ist (Begründung hier), sowie vom Sittenser Bürgermeister Heinz-Hermann Evers, der an der Seite von Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann ebenfalls Ostepreisträger ist und sich trotz vereinzelter Bedenken im Rat (siehe Zevener Zeitung) für die Umsetzung der EU-Vorgabe stark gemacht hat.


Kaviar aus
Loxstedt?

Foto (M): Saibo/Wikipedia
So könnte er aussehen

1. 2. 2012. Der Plan Bremerhavener Meeresforscher, Kaviar mit Hilfe von Zuchtstören zu produzieren, soll nach einer heute verbreiteten Meldung von Radio Bremen anders als zunächst geplant nicht in der Hansestadt verwirklicht werden, sondern in Loxstedt im Cuxland - ausführlicher Bericht hier.

Bei den Zuchtstören soll es sich um Exemplare einer noch relativ häufig vorkommende Spezies unter den weltweit 26 Arten handeln, keinesfalls aber um den einst in der Oste heimischen Europäischen Stör (Acipenser sturio). Diese Art hatin freier Wildbahn lediglich in der südfranzösischen Gironde überlebt; sie soll, wie mehrfach berichtet, in ihrem ursprünglichen Habitat im Einzugsbereich der Elbe wieder angesiedelt werden soll - siehe auch www.oste-stoer.de.


Das Jahr
des Störs


Bürgermeister Hubert mit seinem Ehren-Aal

29. 1. 2012. In der deutschen Angelszene flammt neues Interesse am Sportfischerrevier Osteland auf; der aktive Sportfischer-Verein "Oste" bereitet sein 75-jähriges Bestehen vor; die regionalen Wanderfischschützer haben eine Fusion  mit der AG Osteland vereinbart; im Herbst findet in Oberndorf und Osten eine landesweite, repräsentative Stör-Veranstaltung statt: Mit diesen und anderen guten Nachrichten warteten die Ostener Sportfischer am Wochenende bei ihrer Hauptversammlung im Ostener "Fährkrug" auf.


VDSF-Vize Ripperger, SFV-Vorsitzender Schütz

Zu den Gästen der Artenschützer von der Oste zählte auch der Vizepräsident des Verbandes der deutschen Sportfischer (VDSF), Matthias Ripperger. Auch ihm ließ Sportfischer-Vorsitzender Wolfgang Schütz - ebenso wie dem Ostener Bürgermeister Carsten Hubert und den anderen Ehrengästen - einen schmackhaften "Ehren-Aal" servieren.

Grauer Riese
im Stellnetz


Störfang in der "Norddeutschen Rundschau"

Unterdessen machte in Eckernförde ein spektakulärer Störfang Schlagzeilen. Dem 69-jährigen Fischer Hans-Joachim Vick ging in der Eckernförder Bucht ein 155 cm langer Stör ins Stellnetz - "der größte Fisch, den ich jemals gefangen habe". Laut Norddeutscher Rundschau handelt es sich vermutlich um einen der fast ausgerottenen Atlantischen Störe, wie sie einst auch in Oste und Elbe heimisch waren, wo jetzt ihre Wiederansiedlung betrieben wird. Jetzt sollen Fischereibiologen den Fund untersuchen.

Ein ausführlicher Bericht über die Versammlung der Oste-Sportfischer steht in unserem Kanal BLAUES NETZ OSTE.

Zum Thema Sportfischer:

> Grußwort der AG Osteland zum
Jubiläumsjahr des SFV "Oste"


Echo am
Oberlauf


Zevener Pressebericht - vergrößern

25. 1. 2012. Die Arbeit des Blauen Netzes Oste, der Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., findet auch am Oberlauf des Flusses Resonanz. Über das "blaue Erfolgsjahr" berichtet heute ausführlich u. a. das Vereinsblatt der Zevener Zeitung. Mehr...


Oste-Störe
füllen Saal


"Störvater" Schütz (r.) in Sittensen

19. 1. 2012. Bis zum letzten Platz gefüllt war am gestrigen Mittwoch der Saal des Sittenser Landhauses de Buhr. "So viele Leute waren nicht mal da, als David McAllister hier gesprochen hat," urteilte Vize-Bürgermeisterin und AG-Osteland-Mitstreiterin Ingrid Lefevre (CDU). Thema der vom SPD-Ortsverein Sittensen einberufenen und mit mehreren hochkarätigen Experten besetzten Info-Veranstaltung waren die aktuellen Bemühungen, die Oste bis 2015 gemäss EU-Vorgaben in einen "guten ökologischen Zustand" zu versetzen, also durch Beseitigung von Querverbauungen passierbar zu machen für bedrohte Wanderfische wie Lachs, Meerforelle, Aal und Stör.


Wanderfisch-Barriere Oste-Stau in Sittensen

Den Zweck des Abends hatten die Veranstalter um Diskussionsleiter Ulrich Stabenau (Foto) zuvor mit den Worten umrissen: "Insbesondere während der Kommunalwahl ist das Thema 'Durchgängigkeit der Oste' vielfach in der Presse gewesen. Meistens ging es um das Stauwehr in Groß Meckelsen, das abgebrochen werden soll. Aber auch die Kaskade am Abenteurspielplatz/Golfplatz in Sittensen steht zur Disposition. Und auch an der Wassermühle in Sittensen soll etwas geschehen. Zudem sind auch kleine Maßnahmen an den Nebenflüssen der Oste geplant. Schließlich ist als 'große Maßnahme' auch der Abbruch des Stauwehres in Bremervörde ein Thema. Die SPD der Börde Sittensen will dazu beitragen, das interessierte Bürger sich darüber informieren können, was wie genau geplant ist. Auch den Kritikern soll Gehör verschafft werden."

Unter den Zuhörern waren auch "Lachsvater" Ernst Peters aus Zeven und "Störvater" Wolfgang Schütz aus Osten; beide sind für ihre Verdienste um den Artenschutz mit dem Oste-Kulturpreis der AG Osteland ausgezeichnet worden.

Zum Thema:

> Wanderweg kann Wehr retten
(Zevener Zeitung),

> Kontroverse zu Oste-Wasserbauvwerken
(Treffpunkt Sittensen).

20 Millionen für
Elb-Fischtreppe


Stör-Treppe in Geesthacht im Youtube-Video

12. 1. 2012. Ein guten Eindruck von den Bemühungen, die Elbe mit Hilfe einer Fischaufstiegsanlage wieder für Stör und Lachs passierbar zu machen, bietet dieser Youtube-Film über Europas größte Fischtreppe, die für 20 Millionen Euro in Geesthacht in Betrieb genommen worden ist. Die 550 Meter lange Anlage mit 45 Becken ist so konzipiert, dass auch der bis zu 3,50 Meter lange Stör den Aufstieg in die Laichgebiete schaffen kann. Fachleute erwarten daher, dass der Fischtreppe von Vattenfall eine entscheidende Bedeutung beim Wiederansiedlungsprojekt zukommt. Bereits 90 Minuten nach dem ersten Fluten der Anlage hatten rund 500 Fische den Aufstieg geschafft.


Mehr Service für
Angelurlauber


Spannendes Revier: Sportfischer im Osteland

23. 11. 2011. Ihre Angebote für Angeltouristen an der Oste haben die Ostener Sportfischer jetzt ausgeweitet: Künftig stehen, wie Wolfgang Schütz (Foto) vom SFV "Oste" mitteilt, den Osteurlaubern sieben Ausgabestellen für Gastkarten zur Verfüpgung: das Hotel Fährkrug in Osten, Ohl's Gasthaus in Hemmoor, das Feinkostgeschäft Lemke in Oberndorf, das Gasthaus Golsch in Hechthausen, der Großenwördener Hof und das Autohaus von Holten in Großenwörden und die Zoohandlung Regina Lange in Hemmoor, Alter Postweg 14.

Gastkarten werden nur an Angler ausgegeben, die außerhalb des Elbe-Weser-Dreiecks wohnen (zwischen Elbe, Weser und A1), und nur gegen Nachweis der abgelegten Sportfischerprüfung. Eine Tageskarte für die Vereinsgewässer kostet 6 Euro, eine Wochenkarte 25 Euro. Für die Nutzung der Oste sind Tageskarten für 6 Euro, Wochenkarten für 20 Euro und Monatskarten für 35 Euro erhältlich. 

Ihre Jahreshauptversammlung - wieder mit dem traditionellen Aalessen - halten die Ostener Sportfischer am Sonnabend, 28. Januar, 16 Uhr, im Ostener Fährkrug ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen.


Bonbon für
die Skipper


Wird ersetzt: Kanalschleuse in Otterndorf

17. 11. 2011. Das Wassersportrevier Oste wird ab 2016 von der Weser her besser erreichbar sein. Eine neue Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf, in Sichtweite der alten Schleuse, soll künftig tideunabhängig passiert werden können. "Baubeginn ist frühestens in zwei Jahren", erklärte gestern Heinrich Pudimat vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

"Schildbürgerstreich -
doch nichts passiert"

Der "Bonbon für die Sportschifffahrt", so der NLWKN, ist aber nur ein Nebeneffekt des Projekts. Vor allem soll mit dem 20-Millionen-Euro-Neubau endlich der - sträflich vernachlässigte - Hochwasserschutz im Raum Otterndorf gewährleistet werden.

Beseits im Januar 2007 hatte ein SPIEGEL-Autor schwere "Versäumnisse der niedersächsischen Küstenschützer" in Otterndorf beanstandet. Damals hiess es in dem Nachrichtenmagazin: "Eine Kanalschleuse bildet die flachste Stelle im gesamten dortigen Verlauf des Elbdeichs. 'Links und rechts der Schleuse ist der Deich rund 150 Zentimeter höher,' weist Torsten Heitzsch, Geschäftsführer des örtlichen Deich- und Uferbauverbandes, immer wieder auf den Schildbürgerstreich hin – doch nichts passiert." Erst neun Jahre nach diesem Bericht, im Jahr 2016, soll das Problem laut Pudimat endlich entschärft und der Schleusenneubau abgeschlossen sein.

NLWKN-Projektleiter Andreas Kosch bestätigte gestern in Otterndorf, dass "der im Bereich der Schleuse vorhandene Deich etwa 130 cm zu niedrig ist". Die alte Schleuse jedoch verkrafte aus statischen Gründen keine weitere Deicherhöhung: "Deshalb bauen wir eine neue Schleuse." Dabei werde im Zuge der Verstärkung des Elbdeiches die dortige Deichkrone um rund 130 cm erhöht. 


Neues Buch über
die Ostedeiche


Deichforscher Dr. Fischer (Foto: Gäntgen)

12. 11. 2011. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Hamburger Prof. Dr. Norbert Fischer mit der Geschichte der Deiche im Elbe-Weser-Dreieck. Für seine Forschungsarbeit wurde er 2011 mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet. Sein neuestes Buch trägt den Titel "Der wilde und der gezähmte Fluss - Zur Geschichte der Deiche an der Oste". Es erscheint - rechtzeitig zum 50. Jahrestag der Februar flut 1962 - Ende November in der Schriftenreihe des Landschaftsverbands (368 Seiten, 29,80 Euro).

Vorgestellt wird das Buch von AG-Osteland-Mitglied, Bürgermeister und Oberdeichgräfe Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) vom Ostedeichverband, der das Erscheinen der Arbeit unterstützt hat, und vom Präsidenten des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, am 30. November und am 1. Dezember in Hemmoor bzw. Gräpel. - Prof. Fischer hat zugesagt, im kommenden Jahr beim "Tag der Oste" der AG Osteland einen Festvortrag über den Deichbau an der Oste zu halten. 


"Hein Stör" im
Winterschlaf


Osteland-Mitglieder mit Stördenkmal (Foto: Frisch)

11. 11. 2011. Alle Jahre wieder kommt ein Oberndorfer "Ehrenbürger" ins Winterquartier. Auf dem Deck des Restaurantschiffs "Ostekieker" der Wirtsleute Hans und Christiane Bünning wird das schwimmende Stördenkmal "Hein Stör", geschützt vor Treib- und Packeis, seinen Winterschlaf halten - ein schwerer Junge übrigens. Deswegen werden jedesmal kräftige Oberndorfer gebraucht, um ihn zu bewegen. In diesem Jahr halfen Henning Kuhne, Heino Küther, Manfred Heinisch, Albertus Lemke, Hermann Hagenah und Eddy Uhtenwoldt, durchweg Mitglieder der AG Osteland, in deren Reihen 2009 das Geld für eines der mittlerweile meistfotografierten Motive an der Oste gesammelt worden war. Auch Fernsehen, Hörfunk und die Anglerpresse haben wiederholt über "Hein Stör" berichtet, der an die Ausrottung des Kaviarfischs in die Oste erinnern und für dessen jetzt anlaufende Wiederansiedlung werben soll.


TSV Großenwörden
gründet blaue Sparte


Großenwördener Kanuten in Oberndorf

10. 11. 2011. Die seit längerem vorbereitete Gründung einer Wassersportsparte im TSV Großenwörden soll in Kürze vollzogen werden, wie die Initiatoren Jens Lüneberg und Brigitte Sawatzki vom "Team Wassersport" mitteilen. Die Gründungsversammlung findet am 23. November, 19.30 Uhr, im Großenwördener Hof statt. Auf der Tagesordnung stehen Beratung und Verabschiedung einer Satzung und Gebührenordnung sowie der Sportbetrieb 2012. 

Die Gründung der Sparte war durch den neuen Schiffsanleger in Großenwörden beflügelt worden, Unterstützung leistete die Fachgruppe Blaues Netz der AG Osteland. Im Sommer hatten das Team Wassersport bereits zu einer Kanutour Oberndorf - Großenwörden mit starker Beteiligung eingeladen (siehe SONDERSEITE).
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Spannendes Revier: Sportfischer im Osteland

23. 11. 2011. Ihre Angebote für Angeltouristen an der Oste haben die Ostener Sportfischer jetzt ausgeweitet: Künftig stehen, wie Wolfgang Schütz (Foto) vom SFV "Oste" mitteilt, den Osteurlaubern sieben Ausgabestellen für Gastkarten zur Verfüpgung: das Hotel Fährkrug in Osten, Ohl's Gasthaus in Hemmoor, das Feinkostgeschäft Lemke in Oberndorf, das Gasthaus Golsch in Hechthausen, der Großenwördener Hof und das Autohaus von Holten in Großenwörden und die Zoohandlung Regina Lange in Hemmoor, Alter Postweg 14.

Gastkarten werden nur an Angler ausgegeben, die außerhalb des Elbe-Weser-Dreiecks wohnen (zwischen Elbe, Weser und A1), und nur gegen Nachweis der abgelegten Sportfischerprüfung. Eine Tageskarte für die Vereinsgewässer kostet 6 Euro, eine Wochenkarte 25 Euro. Für die Nutzung der Oste sind Tageskarten für 6 Euro, Wochenkarten für 20 Euro und Monatskarten für 35 Euro erhältlich. 

Ihre Jahreshauptversammlung - wieder mit dem traditionellen Aalessen - halten die Ostener Sportfischer am Sonnabend, 28. Januar, 16 Uhr, im Ostener Fährkrug ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen.


"Hein Stör" im
Winterschlaf


Osteland-Mitglieder mit Stördenkmal (Foto: Frisch)

11. 11. 2011. Alle Jahre wieder kommt ein Oberndorfer "Ehrenbürger" ins Winterquartier. Auf dem Deck des Restaurantschiffs "Ostekieker" der Wirtsleute Hans und Christiane Bünning wird das schwimmende Stördenkmal "Hein Stör", geschützt vor Treib- und Packeis, seinen Winterschlaf halten - ein schwerer Junge übrigens. Deswegen werden jedesmal kräftige Oberndorfer gebraucht, um ihn zu bewegen. In diesem Jahr halfen Henning Kuhne, Heino Küther, Manfred Heinisch, Albertus Lemke, Hermann Hagenah und Eddy Uhtenwoldt, durchweg Mitglieder der AG Osteland, in deren Reihen 2009 das Geld für eines der mittlerweile meistfotografierten Motive an der Oste gesammelt worden war. Auch Fernsehen, Hörfunk und die Anglerpresse haben wiederholt über "Hein Stör" berichtet, der an die Ausrottung des Kaviarfischs in die Oste erinnern und für dessen jetzt anlaufende Wiederansiedlung werben soll.


Ausgesetzte Störe
sind putzmunter


Forschungsboot auf der Oste bei Brauel

17. 10. 2011. Die 500 am Wochenende in der Oste ausgesetzten Jung-Störe sind putzmunter. Das vermuten die Wissenschaftler, die zur Zeit die Signale auswerten, die mit Mini-Sendern bestückte Jungtiere (Foto) senden. Die Berliner Störexperten Frank Fredrich und Axel Fredrich, die auf dem flachen Oberlauf der Oste das Experiment rund um die Uhr von einem Schlauchboot aus verfolgen, stellten Beispiel fest, dass ein "besenderter", in Brauel ausgesetzter 15 Zentimeter großer Stör von Samstagabend an bis Sonntagmorgen zwölf Kilometer stromabwärts  zurückgelegt hat. 


Experten Axel Fredrich, Frank Fredrich

Gestern Abend wurde das Jungtier in der Höhe von Granstedt bei Selsingen geortet, wo erwartet wurde, dass der nachtaktive Fisch seine Wanderung in Richtung Bremervörder Wehr fortsetzt.

Oste in den Schlagzeilen


Biologe Dr. Geßner beim Störbesatz

17. 10. 2011. Die einst nahezu vergessene Oste macht Schlagzeilen. Das historische Ereignis der Rückkehr des Störs in die Oste findet heute auch überregionale Beachtung. Rundfunksender und Zeitungen in Hamburg und Schleswig-Holstein berichten über die Artenschutz-Aktion, die der Berliner Fischbiologe und Osteland-Preistrager Dr. Jörn Geßner leitet. 


Stör-Seite der Niederelbe-Zeitung

Eine ganze Seite widmet die Niederelbe-Zeitung (NEZ) dem Stör-Projekt. In einem Kommentar schreibt Redaktionsleiter Ulrich Rohde unter anderem: "Der Stör ist nicht irgendein Fisch. Er ist ein Symbol für Artenreichtum, sauberes Wasser, eine gesunde Umwelt. Es ist fast hundert Jahre her, dass der letzte Stör in der Oste, in der es einst vor diesen imposanten Knochenfischen nur so wimmelte, gefangen wurde. ... Doch ebenso wie es mit beeindruckendem Einsatz zum Schutz bedrohter und zur Wiedereinbürgerung verschollener Arten gelungen ist den Lachs wieder in der Oste anzusiedeln, kehrt jetzt auch der Stör – gewonnen aus französischem Bestand – zurück in seine angestammten Laichgebiete. Die nur wenige Zentimeter großen Jungtiere werden noch viele Jahre benötigen, um eine eigene, stabile Population zu begründen. Eine Gewissheit für ihr Überleben gibt es noch nicht. Aber es gibt die begründete Hoffnung...


Markierter Oste-Besatzstör

Die schleswig-holsteinische Landeszeitung berichtet auf der Titelseite über das Ereignis. Auch die Sportfischer-Fachpresse, die seit Jahren das Oste-Projekt begleitet, war bei der jüngsten Besatzaktion mit ihrem Altmeister Carl Werner Schmidt-Luchs wieder prominent vertreten. 

Das Hamburger Abendblatt stellt heute den Zusammenhang zum nationalen Aktionsplan zur Rettung des Störs her: "Wissenschaftler und Umweltschützer haben 500 Jungstöre aus Frankreich im Kreis Cuxhaven in die Oste ausgesetzt. Weitere 500 Jungstöre sollen im kommenden Frühjahr hinzukommen, teilte Jochen Bölsche von der Arbeitsgemeinschaft Osteland mit. Die Aktion wurde vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei geleitet.

Der Europäische Stör (Acipenser sturio) ist in Deutschland um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts dezimiert worden, die letzten Exemplare besiedelten bis Ende der 1960er-Jahre die Eider, bevor die Art in hiesigen Gewässern ausstarb. Weltweit hat der Fisch allein in Südfrankreich überleben können, und auch dort leben nur noch wenige Hundert Tiere. 'Die Oste ist für die Störe gut geeignet', sagte Bölsche. Zu Forschungszwecken sind in den vergangenen zwei Jahren bereits 62 teils mit Minisendern versehene Störe in den Fluss gebracht worden. Im Rahmen des 'Nationalen Aktionsplans Stör' sollen Störe in Oder, Elbe und Rhein sowie in deren Nebenflüssen wieder heimisch werden. Die erste Aussetzaktion lief im Mai 2007 an der Oder. Auch dort trugen einige Tiere Sender, um ihr Verhalten beobachten zu können. Da die ehemaligen Ostseestöre jedoch Nachfahren des vor etwa 1000 Jahren eingewanderten Amerikanischen Atlantischen Störs (Acipenser oxyrinchus) sind, wurde hier diese Art freigelassen. 2008 folgten die ersten Europäischen Störe, die bei Lenzen in die Elbe gesetzt wurden."



1000 Störe für die Oste -
"ein historischer Moment"

Start der Besatzaktion am Stördenkmal

15. 10. 2011. Rund hundert Jahre nach der Ausrottung des Oste-Störs haben Berliner Wissenschaftler heute in Oberndorf das bislang größte Projekt zur Wiederansiedlung des ausgestorbenen Kaviarfischs gestartet. Die ersten 500 von 1000 Jungfischen aus französischer Nachzucht wurden in die Untere und Obere Oste entlassen.


Jungstöre für die Oste (im Leibniz-Institut)

Unter dem 2009 eingeweihten schwimmenden Stördenkmal "Hein Stör" in Oberndorf und anschließend an drei Stellen im Oberlauf der Oste zwischen Bremervörde und Zeven (Landkreis Rotenburg/Wümme) wurden die ersten Tiere ihrem Element übergeben. Weitere 500 Jungfische sollen sich vom kommenden Frühjahr an in der Oste tummeln können.

"Das ist ein historischer Moment," sagte in Oberndorf der Vorsitzende des Arbeitskreises Wanderfische, Wolfgang Schütz (Osten), in Anwesenheit vieler Vertreter aus Kommunalpolitik, Wassersport und Sportfischerei. Schütz erinnerte daran, dass die früher hier vertretene Stör-Art (Acipenser sturio) in der Oste wie überall in Deutschland bereits vor dem Ersten Weltkrieg durch Überfischung sowie Gewässerverbau und -verschmutzung ausgerottet worden war. Weltweit hat diese Spezies lediglich im südfranzösischen Gironde-, Garonne- und Dordogne-Becken überleben können. 


Stör-Transfer per Spezialtransporter

Der Diplom-Biologe Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut zeigte sich erfreut, dass es seinen Kollegen vom französischen Umweltforschungsinstitut Cemagref in diesem Sommer gelungen ist, mit Hilfe von fünf Störweibchen und sieben Störmännchen - einem Dutzend Vertretern der Letzten ihrer Art - Abertausende von Larven zu reproduzieren. Einen kleinen Teil davon hat Frankreich der Bundesrepublik aufgrund eines Kooperationsabkommens zur Verfügung gestellt.


Bürgermeister Horeis (l.), Dr. Geßner (2. v. r.)
mit Störfreunden Lemke,  Neugebauer, Schütz

Zugleich sagte Geßner den Sportfischern an der Oste sowie der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland Dank, die sich mit "viel Enthusiasmus" für das Stör-Projekt einsetzten und ein "phänomenales Klima" für den Artenschutz geschaffen hätten. Ein Stör-Emblem überreichte Geßner neben dem Sportfischer-Sprecher Schütz und dem AG-Osteland-Mitstreiter Albertus Lemke (Oberndorf) auch Uwe Neugebauer vom Vorstand des Bootsclubs Elm bei Bremervörde, der technische Hilfe bei den Forschungsarbeiten geleistet hatte und der mit Vereinsfreunden per Boot nach Oberndorf gekommen war.

Vom Engagement der Oste-Anrainer für den Artenschutz zeugte auch ein Gedicht auf den Oste-Stör, das AG-Osteland-Mitglied Uwe Mählmann (Foto) vortrug ("Der Stör, das ist ein armes Tier... Ausgerottet haben wir dich, ein schlechtes Gewissen kannten wir nicht"), sowie das Grußwort des mit einer starken Ratsabordnung erschienenen Bürgermeisters Detlef Horeis ("Oberndorf ist begeistert"), bevor Geßner und Schütz die ersten 20 Jungfische in die Fluten entließen.

Die drei Monate alten Störe aus Frankreich waren am Donnerstag nach 18-stündiger Nonstop-Fahrt mit einem französischen Spezialtransporter zunächst im Forschungsinstitut in Berlin-Friedrichshagen eingetroffen. Dort eingefunden hatten sich aus diesem Anlass auch der Ostener Wanderfisch-Experte Schütz sowie Jochen Bölsche, der Vorsitzender der AG Osteland.


Schütz und Bölsche im Leibniz-Institut

Auf dem Institutsgelände am Müggelsee konnten die Besucher von der Oste beobachten, wie die Wissenschaftler die ersten 500 handverlesenen Jungtiere für das Oste-Projekt zusammenstellten und jeden zehnten Stör mit einem Markierungsfähnchen versahen. Weitere 500 Exemplare der 7 bis 15 Zentimeter großen Fische sollen im Berliner Institut zunächst weiter aufgezogen und dann im Frühjahr in der Oste ausgesetzt werden. 

Bei dem jetzt angelaufenen Versuch mit insgesamt 1000 Tieren handelt es sich um das bislang umfangreichste Vorhaben zur Rückkehr des "grauen Riesen" in die Oste. In den letzten beiden Jahren hatten die Wissenschaftler in dem Fluss bei Einzelaktionen lediglich insgesamt 62 Störe - zum Teil versehen mit Mini-Sendern - ausgesetzt, um deren Verhalten mit Hilfe des Berliner Forschungsboots "Acipenser" zu ergründen.

In der Rettungsaktion für den Stör sieht Sportfischer-Sprecher Schütz eine "letzte Chance" für die hochgradig gefährdete Fischart. Schütz: "Es ist fünf vor zwölf." Als Versuchsrevier ausgewählt worden ist die Oste von den Berliner Wissenschaftlern nicht nur wegen ihrer Gewässerqualität und der relativ wenigen Querverbauungen, sondern auch wegen des Engagements der Anrainer für bedrohte oder verschollene Arten. 


Zur Feier des Tages ein Prost "op de Oost"

Bereits um das Jahr 2000 herum war Sportfischern um die Artenschutz-Pioniere Ernst Peters (Zeven) und Egon Boschen (Lamstedt) die Wiederansiedlung des in der Oste ebenfalls ausgerotteten Lachses gelungen. Das damalige "Wunder an der Oste", das, so die Presse, die Oste zu "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" machte, ermutigte die Sportangler, sich fortan auch dem Stör zu widmen. In Zusammenarbeit mit der AG Osteland veranstalteten sie Vortragsabende ("Kaviarnächte") in Oberndorf, eine Ausstellung ("Die Rückkehr des grauen Riesen") in Osten, einen "Störgipfel" in Großenwörden und Informationsabende unter anderem in Balje (Kreis Stade).

Aus Anlass des jüngsten Besatzversuchs hat "Störvater" Schütz an seine Sportfischerkollegen appelliert, gefangene Störe vor dem Wiederaussetzen zu fotografieren, etwaige Markierungsnummern zu notieren und den Fang mitzuteilen (wolfgangschuetz@gmx.net, Tel. 04771/4939 oder 0172/4264094).

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Weltweit gibt es nur noch 
wenige hundert Elterntiere

Dr. Geßner mit Schütz in Berlin

Wissenschaftlich betreut wird das Wiederansiedlungsprojekt von dem Berliner Diplom-Biologen Dr. Jörn Geßner, der für seine Arbeit - ebenso wie Wolfgang Schütz und die Artenschutz-Pioniere Ernst Peters und Egon Boschen - mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet worden ist. Der Europäische Stör hat, so Geßner, in den letzten 100 Jahren einen massiven Rückgang seiner Populationen erlitten. In Mitteleuropa ist er fast überall ausgestorben. Die gegenwärtige Bestandssituation mit weltweit nur einer verbliebenen Population in Frankreich im Gironde-, Garonne- und Dordogne-Becken sei "sehr kritisch". Auf der Basis von Markierungsexperimenten und Fangmeldungen wird geschätzt, dass diese Population auf nur noch wenige hundert Individuen beschränkt ist. Der Europäische Stör ist deshalb als "critically endangered" klassifiziert worden. 

Aus diesem Rückgang leitet sich die Notwendigkeit ab, massive Maßnahmen für die Arterhaltung einzuleiten und wenn möglich eine zweite "backup"-Population zu begründen. Dies wird zurzeit mit Unterstützung der Umweltministerien in Berlin und Paris versucht. Die insgesamt 3000 nach Deutschland transferierten Jungtiere aus der Vermehrung am Cemagref-Institut werden, so Geßner, teils für den Ausbau eines eigenen Elterntierbestandes in Berlin, teils für Besatzversuche bereitgestellt. Solche Versuche sollen außer in der Oste nächstes Jahr auch in der Stör, der Mittelelbe und der Havel vorgenommen werden.


An der Oberen Oste scheint
der Artenschutz im Aufwind


Protestplakat an der Oste - vergebens?

20. 9. 2011. Der Konflikt um die Zukunft der Reste eines alten Oste-Stauwehrs bei Groß Meckelsen (Samtgemeinde Sittensen) scheint entschieden: Der Abriss ist offenbar nicht zuvermeiden, die Artenschützer scheinen im Aufwind, die Bremervörder Zeitung (kl. Foto) jedenfalls titelt heute: "Freie Fahrt für die Fische." Wie auf oste.de ausführlich berichtet, waren monatelang die Meinungen von Denkmalschützern und von Naturschützern aufeinandergeprallt: 

Die einen, vorneweg Landwirt und AG-Osteland-Mitglied Andreas Rathjens (Foto), wollen die Reste von "Opas Stau" - als Zeugen der einstigen bäuerlichen Berieselungswirtschaft - erhalten. Die anderen, darunter Sprecher der Sportfischer, der Naturschützer und des Unterhaltungsverbandes, allesamt ebenfalls Mitglieder der AG Osteland, wollen den Fluss zugunsten der Wiederansiedlung von Wanderfischen wie Lachs und Stör im Einklang mit EU-Empfehlungen barrierefrei gestalten.

Zuletzt hat am Wochenende der Vorsitzende des Heimatvereins Sittensen, Wilhelm Gohde (Foto), ebenfalls Mitglied der AG Osteland, zum Streit um "Opas Stau" Stellung genommen: "Die Würfel sind gefallen, das haben wir zu akzeptieren." Obwohl sich der Heimatverein grundsätzlich für die Erhaltung kulturhistorisch bedeutsamer Bauwerke einsetze, werde er in dieser Sache keine weiteren Schritte unternehmen (ausführlicher Bericht in derZevener Zeitung).


Oste-Experte Wilhelm Meyer (l.)

In der Lokalpresse kündigt heute Wilhelm Meyer, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Obere Oste, den Abbau der Wehr-Relikte zugunsten der "ökologischen Durchlässigkeit" für August 2012 an. Fördergelder in Höhe von 132.000 Euro seien belligt, die Genehmigung der Wasserbehörde liegt vor.



 

3. "Tag des Fisches"
auf der Ostehalbinsel


Veranstaltungsgelände im Natureum (2009)

24. 8. 2011. Seinen "3. Tag des Fisches" begeht am 4. September von 10 bis 18 Uhr das Natureum Niederelbe auf der Oste-Halbinsel bei Balje. Das Programm wird in Kooperation u. a. mit dem Angelsportverein Neuhaus/Oste organisiert und vom Blauen Netz Oste und dem Arbeitskreis Wanderfische Oste unterstützt. 


50 Prozent Rabatt für geprüfte Angler

Im Rahmen einer Angelgeräteschau präsentieren Spezialisten des ASV Neuhaus/Oste ihre neuesten Geräte, Equipment und Angelmethoden, z. B. Karpfen- und Meeresangeln, Angeln mit Pose, Futterkorb und Feederrute, mit Gummifisch oder Wobbler  und geben dabei nützliche Tipps für die Praxis am Gewässer.


Casting beim Tag des Fisches (2009)

Das Natureum informiert über Störe, Lachse und Meerforellen in der Oste und zeigt eine Sonderausstellung zum Thema "Geheimnisvolle Aale“.  Dazu gibt es Aquarien mit einheimischen Fischen und eine Schau mit seltenen Präparaten, etwa eine in der Oste gefangene Meerforelle, einen ausgewachsenen Stör usw. Außerdem wird ein Casting-Wettbewerb mit Ziel- und Weitwurf veranstaltet.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist am Tag des Fisches gesorgt: Es gibt Bratfisch gibt es aus der Pfanne und Bratwurst vom Grill. Alle Besucher mit gültiger Fischereierlaubnis und deren Familienmitglieder bekommen einen 50 % Rabatt auf ihre Eintrittskarte.

Direkt vom Anleger unterhalb des Elbe-Küsten-Parks fährt am Sonntag das Ausflugsschiff Mocambo zu einer Tour in die Oste- und Elbmündung mit der Chance, Seehunde zu beobachten. Den Besuchern stehen alle Angebote, Dauer- und Sonderausstellungen im Natureum Niederelbe offen, etwa "Hund und Katz - vom Raubtier zum besten Freund des Menschen“ und "Wilder Norden - Cartoons von Tetsche".

Quelle: www.oste.de


Lehrgang für Sportfischer

18. 8. 2011. Der Angelsportverein (ASV) Hemmoor e.V. und der Sportfischerverein (SFV) Oste e.V. vernstalten demnächst gemeinsam einen Sportfischerlehrgang. Der Kursus beginn amt 6. Oktober, 19 Uhr, in Ohl's Gasthof, Hauptstr. 46, Hemmoor. Ausbilder ist Nils von Kroge. Jeder ist herzlich eingeladen, an diesem Lehrgang teilzunehmen. Die Sportfischerprüfung ist für jeden Angler Pflicht. Weitere Infos bei den beiden Vorsitzenden Heiko Gamlin (ASV Hemmoor), Tel: 04771/642770 oder 0160/3767986, und Wolfgang Schütz (SFV Oste), Tel: 04771/4939 oder 0172/4264094.



 

"Wolfgang" passiert die Schwebefähre


Aus der Bremervörder Zeitung - größer

14. 7. 2011. Der am Montag in Elm ausgesetzte, mit einem Sender versehene Stör "Wolfgang" hat die Schwebefähre Osten - Hemmoor passiert. Das heben das Berliner Wissenschaftler Frank Fredrich und Jan Hallermann festgestellt, deren Forschungsboot "Acipenser" letzte Nacht am Steg des Wassersportclubs Osten Station machte. - Mehr über den Versuchsbesatz des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei steht auf www.oste-stoer.de sowie in der heutigen Ausgabe der Bremervörder Zeitung.


In Elm ausgesetzt: Stör "Wolfgang"

Auch weitere auswärtige Gäste waren am Donnerstag in Osten angerückt: Das fünfköpfige TV-Team des NDR setzte  die Dreharbeiten für das geplanten großen Oste-Porträt mit nächtlichen Aufnahmen von der beleuchteten Schwebefähre fort - mit freundlicher Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Osten, die mit ihrem Boot "Florian Geeste 14/70" Hilfestellung leistete. - Als Sendetermin vorgesehen ist Freitag, 9. September, 20.15 Uhr.


Jung-Stör "Wolfgang" funkt aus der Oste


Das Forschungsboot im Elmer Hafen

12. 7. 2011. Beobachtet von zwei Fischbiologen und einem Team des NDR-Fernsehens, verschwand der urtümliche, etwa 40 Zentimeter lange Fisch in den glitzernden Fluten der Oste bei Bremervörde. Der mit einem eingepflanzten Minisender versehene zweijährige Europäische Stör (Acipenser sturio) war der zehnte seiner Art, der seit dem Beginn des großangelegten Versuchsbesatzes in der Oste im Frühjahr 2009 ausgewildert worden ist. 

Am Anleger des Bootsclubs Elm (bei Bremervörde) hatten Vertreter der Besatzgemeinschaften Oste I und Oste II, in denen insgesamt 32 anerkannte Sportfischervereine mit 7700 Anglern organisiert sind, zuvor das in Rostock beheimatete Forschungsboot "Acipenser" begrüßt. An Bord waren Frank Fredrich und Jan Hallermann vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen.

Die Forscher wollen mit Hilfe empfindlicher Sensoren und von Unterwassermikrofonen den Weg des Jungstörs verfolgen, dem einige Sportfischer spontan den Namen "Wolfgang" verpaßten - nach dem Ostener 
Wolfgang Schütz, dem als "Störvater" bekannt gewordenen Vorsitzenden der "Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste", zu der sich 2009 unter anderem die Sportfischervereine und die AG Osteland zusammengeschlossen haben.


Zehn Störe dieser Art wurden ausgewildert

Mit den Besatzversuchen wollen die Berliner Wissenschaftler das Verhalten jener Störe ergründen, deren Bestände vor rund hundert Jahren auch in der Oste zusammenbrachen - wie überall in Europa mit Ausnahme der französischen Gironde. Mit nachgezüchteten Wildstören aus Südfrankreich läßt die Bundesregierung nun untersuchen, in welchen deutschen Flüssen sich am ehesten wieder eine neue Population der raren Kaviarfischs  aufbauen lässt. Dabei sind Elbe, Stör und Oste in der engeren Wahl.

Bis in gut einem Monat die Batterie des Minisenders erschöpft ist, will die Crew der "Acipenser" versuchen, den Weg des Wanderfischs und dessen bevozugten Habitate zu erfassen und zu analysieren, unter anderem durch Entnahme von Bodenproben. Nachdem zuvor überwiegend einjährige Störe in der Oste freigesetzt worden waren, soll mit Hilfe ihres zweijährigen Artgenossen beispielsweise herausgefunden werden, wie mit steigendem Alter und zunehmender Küstennähe die Fähigkeit zunimmt, Salzwasser zu tolerieren.


Wanderfisch-Pioniere Schütz und Peters

Die Artenschützer müssen langen Atem beweisen: Ob eine Wiederansiedlung erfolgreich ist, lasse sich erst "in einer bis anderthalb Generationen" ermessen, so Schütz. Doch die Sportfischer von der Oste zeigen sich optimistisch: Ihnen ist es schließlich, unter der Leitung von Artenschutz-Pionieren wie dem Ostepreisträger Ernst Peters (Zeven), in drei Jahrzehnte währenden Bemühungen gelungen, das viel zitierte "Wunder an der Oste" zu bewerkstelligen, den hier ebenfalls ausgestorbenen Lachs wieder heimisch zu machen. Natürlich verfolgte auch "Lachsvater" Peters am Montag in Elm den erneuten Versuch, in der Oste eine weitere Wanderfischart vor der Ausrottung zu retten.


Was tun mit "Opas Stau"?


Landwirt Rathjens (l.) am Stauwehr

30. 6. 2011. Ziel Nummer eins der rund 450 Mitglieder starken Arbeitsgemeinschaft Osteland ist laut Satzung die "Bewahrung des Natur- und Kulturerbes" entlang der Oste. Was aber tun, wenn die Bewahrung des Naturerbes und die Bewahrung des Kulturerbes im Einzelfall zu kollidieren scheinen?

Vor einer schwierigen Abwägungsfrage stehen derzeit etliche Verantwortungsträger an der Oberen Oste, die fast alle auch der AG Osteland angehören.

Der Zielkonflikt betrifft das im Kreis Rotenburg gelegene historische Stauwehr der 1923 gegründeten "Staugenossenschaft Gr. Meckelsen II", das jüngst auch von einer Wandergruppe der AG Osteland besucht worden war (siehe SONDERSEITE und Bericht der Rotenburger Rundschau).

Für die Erhaltung der alten Ziegelflanken des mittlerweile funktionslosen Bauwerks - eines der letzten Relikte der traditionellen Berieselungswirtschaft am Oberlauf des Flusses - setzt sich unter anderem Osteland-Wanderführer Andreas Rathjens ein, Landwirt und Enkel des einstigen Stau-Erbauers.


Zevener Lachsvater Ernst Peters

Gleichzeitig liegt die Querverbauung im Visier von Artenschützern wie dem hochverdienten Zevener "Lachsvater" und Ostepreisträger Ernst Peters oder dem Bremervörder Diplom-Biologen Axel Roschen vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Der Nabu, ebenfalls Mitglied der AG Osteland, engagiert sich für den Rückbau der Staustufe (ca. 40 Zentimeter Gefälle) und deren Ersatz durch eine wanderfischgerechte "Sohlgleite". Damit verbinden will der Nabu als Projektträger den Bau einer stabilen Oste-Fussgängerbrücke im Zuge eines seit langem geplanten "Kulturhistorischen Wanderwegs" in der Samtgemeinde Sittensen; bislang führt an dieser Stelle nur ein Behelfssteg über den Fluss.


Abrissbeschluss: Stauwehr an der Oste

Gestützt auf ein technisches Gutachten, das einen Abriss der statisch fragwürdigen und dauerhaft reparaturbedürftigen alten Ziegelflanken empfiehlt, setzen die beauftragte Zevener Baufirma und die zur Unterhaltung verpflichteten Gewässerverantwortlichen auf eine Neubaulösung - zum Bedauern von Heimatfreunden wie dem Groß Meckelser Rathjens, der die Überbleibsel von "Opas Stau" für die Nachwelt bewahrt wissen möchte.

Unterdessen hat der Gemeinderat von Groß Meckelsen am Dienstagabend eine Entscheidung getroffen: Er votierte einstimmig für einen Abriss des Stauwehrs. Im Internet-Portal Treffpunkt Sittensen zitiert Lokalredakteurin Heidrun Meyer heute den Bürgermeister Dirk Detjen (CDU) mit dem Argument, die "notwendige Räumbreite" für den Unterhaltungsverband Obere Oste sowie der Fischlauf könnten "nicht mehr gewährleistet" werden.

Detjen: "Wir hätten das Stauwehr gern erhalten, zumal es auch eine historische Bedeutung hat, es ist aber auch nicht möglich, ein neues Bauwerk zu errichten, weil das die Statik auf dem bestehenden Fundament nicht hergibt. Außerdem müsste die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht übernehmen, was wir aber nicht möchten."

Rathjens will weiter für die Erhaltung des historischen Wasserbauwerks kämpfen und den Sittenser Heimatverein unter Vorsitz von Wilhelm Gohde (Foto) für dessen Rettung gewinnen. Wanderfischexperten sagen, mit dem Bau einer Sohlgleite lasse sich die "Fischdurchgängigkeit" gewährleisten, ohne dass ein Abriss des Mauerwerks zwingend erforderlich wäre. Bereichern würden die Stau-Relikte, meint Rathjens, auf jeden Fall den in Kooperastion mit dem Rotenburger Kreisarchäologen Dr. Stefan Hesse geplanten kulturhistorischen Wanderweg entlang der Oste.


Burgwall des Sittenser Königshofs

Die Route soll die Wälle des Sittenser "Königshofs" aus dem 9. Jahrhundert unter anderem verbinden mit Grabhügeln der älteren Bronzezeit und mit der Ausgrabungsstätte einer Siedlung der römischen Kaiserzeit. Für den Weg sprächen die Dichte der dort anzutreffenden archäologischen Elemente und die auch unter dem Gesichtspunkt des Naturerlebnisses "reizvolle Lage" an der Oste.

Aus für Stau?

In einem Leserbrief an die Zevener Zeitung schreiben Dr. Christiane und Joachim Looks aus Ahausen-Eversen zum obigen Thema:

"Überrascht erfuhren wir, dass der Überrest eines alten Staus in der Gemarkung Groß Meckelsen, den eine interessierte Gruppe der Arbeitsgemeinschaft Osteland, der wir angehören durften, im Rahmen einer Mittsommer-Tour unter fachkundiger Führung des Osteland-Führers Andreas Rathjens besichtigen konnte, abgerissen werden soll.

Das Stauwehr der Staugenossenschaft Gr. Meckselsen II aus dem Jahre 1923 ist eines der wenigen erhaltenen Überreste einer Agrartechnik, der Berieselung von Wiesen zum Zweck der Düngung, die bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts eingesetzt und auf landwirtschaftlichen Schulen noch vermittelt wurde. Friedrich Freudenthal, einer der wichtigsten Heimatschriftsteller Norddeutschlands, hat in seinem 1953 veröffentlichten Kindheitserinnerungen "Meine Kindheit" der Berieselungstechnik ein unvergessliches Denkmal gesetzt.

Mit wunderbaren Worten beschreibt er, wie Bäche durch Wehre, Schleusen und Dämme aufgehalten und abgeleitet werden, um Wiesen zu berieseln und zu düngen. Eine Luftbildaufnahme aus dem Jahre 1930 von der Scheeßeler Mühle am Mittellauf der Wümme zeigt eine Wiese, die noch bis in die 50er Jahre als Rieselwiese genutzt wurde. Übrig geblieben ist davon nichts außer dem Everinghausen-Scheeßeler-Kanal, der kilometerweit schnurgerade durch das Gebiet entlang der Wümme zwischen Scheeßel und Everinghausen, Samtgemeinde Sottrum, führt.

Es ist bedauerlich, das Industriedenkmale heute, wo das Bewusstsein für den Stellenwert von Zeugnissen der Arbeitswelt wächst, erhalten werden, während Überresten bäuerlicher Arbeit nur zu gern lediglich ein Erhalt im Freilichtmuseum, Heimathaus oder Museumsbauernhof zugewiesen wird, wo sie nicht stören. Außerhalb dieser zugewiesenen Orte werden sie nur zu schnell "platt" gemacht, weil sie nicht in heutige Zeiten und Vorschriften passen. Rieselfelder gibt es schon nicht mehr.

Überreste historischer Staus sind ebenfalls kaum noch erhalten. Groß Meckelsen ist noch im Besitz solchen historischen Schatzes. Die Verantwortlichen der Gemeinde sollten sich bewusst sein, dass sie mit dem vorgesehenen Abriss des Stauwehrs der Staugenossenschaft Gr. Meckelsen II beitragen zum Kahlschlag historischer Zeugnisse bäuerlicher Arbeitskultur. Dieses Stein gewordene Ringen um besseres Auskommen sollte uns mehr wert sein."


Störe zum Download

9. 6. 2011. Neben der Schwebefähre ist der zur Wiederansiedlung vorgesehene Europäische Stör der überregional wohl wichtigste Werbeträger für das Osteland. Eine Broschüre mit dem Text des "Nationalen Aktionsplans" zur Rettung des urzeitlichen Kaviarfischs (Foto) steht jetzt zum Download im Web. Weitere Informationen bieten die Homepages des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz.


Sportfischer klären auf


Stör-Experten Lützen und Schütz

20. 4. 2011. Die Sportfischer an Elbe,Oste und Stör setzen ihre Öffentlichkeitsarbeit für eines der größten deutschen Artenschutz-Projekte fort: Nachdem kürzlich bereits der Ostener Wolfgang Schütz (Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste) in einer SPD-Veranstaltung über die Wiederansiedlung des Europäischen Störs referiert hatte, sprach jetzt sein Itzehoer Kollege Jens Lützen im "Haus der Vereine" in Brokdorf zum selben Thema. Ein Bericht der Wilsterschen Zeitung über den Vortrag steht hier.


"Wolfgang" passiert die Schwebefähre


Aus der Bremervörder Zeitung - größer

14. 7. 2011. Der am Montag in Elm ausgesetzte, mit einem Sender versehene Stör "Wolfgang" hat die Schwebefähre Osten - Hemmoor passiert. Das heben das Berliner Wissenschaftler Frank Fredrich und Jan Hallermann festgestellt, deren Forschungsboot "Acipenser" letzte Nacht am Steg des Wassersportclubs Osten Station machte. - Mehr über den Versuchsbesatz des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei steht auf www.oste-stoer.de sowie in der heutigen Ausgabe der Bremervörder Zeitung.


In Elm ausgesetzt: Stör "Wolfgang"

Auch weitere auswärtige Gäste waren am Donnerstag in Osten angerückt: Das fünfköpfige TV-Team des NDR setzte  die Dreharbeiten für das geplanten großen Oste-Porträt mit nächtlichen Aufnahmen von der beleuchteten Schwebefähre fort - mit freundlicher Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Osten, die mit ihrem Boot "Florian Geeste 14/70" Hilfestellung leistete. - Als Sendetermin vorgesehen ist Freitag, 9. September, 20.15 Uhr.


Jung-Stör "Wolfgang" funkt aus der Oste


Das Forschungsboot im Elmer Hafen

12. 7. 2011. Beobachtet von zwei Fischbiologen und einem Team des NDR-Fernsehens, verschwand der urtümliche, etwa 40 Zentimeter lange Fisch in den glitzernden Fluten der Oste bei Bremervörde. Der mit einem eingepflanzten Minisender versehene zweijährige Europäische Stör (Acipenser sturio) war der zehnte seiner Art, der seit dem Beginn des großangelegten Versuchsbesatzes in der Oste im Frühjahr 2009 ausgewildert worden ist. 

Am Anleger des Bootsclubs Elm (bei Bremervörde) hatten Vertreter der Besatzgemeinschaften Oste I und Oste II, in denen insgesamt 32 anerkannte Sportfischervereine mit 7700 Anglern organisiert sind, zuvor das in Rostock beheimatete Forschungsboot "Acipenser" begrüßt. An Bord waren Frank Fredrich und Jan Hallermann vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen.

Die Forscher wollen mit Hilfe empfindlicher Sensoren und von Unterwassermikrofonen den Weg des Jungstörs verfolgen, dem einige Sportfischer spontan den Namen "Wolfgang" verpaßten - nach dem Ostener 
Wolfgang Schütz, dem als "Störvater" bekannt gewordenen Vorsitzenden der "Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste", zu der sich 2009 unter anderem die Sportfischervereine und die AG Osteland zusammengeschlossen haben.


Zehn Störe dieser Art wurden ausgewildert

Mit den Besatzversuchen wollen die Berliner Wissenschaftler das Verhalten jener Störe ergründen, deren Bestände vor rund hundert Jahren auch in der Oste zusammenbrachen - wie überall in Europa mit Ausnahme der französischen Gironde. Mit nachgezüchteten Wildstören aus Südfrankreich läßt die Bundesregierung nun untersuchen, in welchen deutschen Flüssen sich am ehesten wieder eine neue Population der raren Kaviarfischs  aufbauen lässt. Dabei sind Elbe, Stör und Oste in der engeren Wahl.

Bis in gut einem Monat die Batterie des Minisenders erschöpft ist, will die Crew der "Acipenser" versuchen, den Weg des Wanderfischs und dessen bevozugten Habitate zu erfassen und zu analysieren, unter anderem durch Entnahme von Bodenproben. Nachdem zuvor überwiegend einjährige Störe in der Oste freigesetzt worden waren, soll mit Hilfe ihres zweijährigen Artgenossen beispielsweise herausgefunden werden, wie mit steigendem Alter und zunehmender Küstennähe die Fähigkeit zunimmt, Salzwasser zu tolerieren.


Wanderfisch-Pioniere Schütz und Peters

Die Artenschützer müssen langen Atem beweisen: Ob eine Wiederansiedlung erfolgreich ist, lasse sich erst "in einer bis anderthalb Generationen" ermessen, so Schütz. Doch die Sportfischer von der Oste zeigen sich optimistisch: Ihnen ist es schließlich, unter der Leitung von Artenschutz-Pionieren wie dem Ostepreisträger Ernst Peters (Zeven), in drei Jahrzehnte währenden Bemühungen gelungen, das viel zitierte "Wunder an der Oste" zu bewerkstelligen, den hier ebenfalls ausgestorbenen Lachs wieder heimisch zu machen. Natürlich verfolgte auch "Lachsvater" Peters am Montag in Elm den erneuten Versuch, in der Oste eine weitere Wanderfischart vor der Ausrottung zu retten.


Warten auf ein zweites Wunder

Wolfgang Schütz über die Wiedereinbürgerung
des Europäischen Störs in der Oste


Schütz-Vortrag beim Blauen Netz Oste

Wenn man von der Wiedereinbürgerung des Europäischen Störs in der Oste spricht, darf und kann man dessen Ausrottung, schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, nicht vergessen oder gar übersehen. Nicht nur die Begradigung des Flusslaufs, der zunehmende Schiffsverkehr und die Verschmutzung des Gewässers, sondern auch die unkontrollierte Überfischung durch den Menschen haben diesen urtypischen Fisch, der älter als die Dinosaurier ist, aus unserer Oste verschwinden lassen. Leider hat er nun den Status "verschollen" bzw. "ausgestorben"...

Nach der erfolgreichen Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle, bei der der Mensch der Natur unter die Arme gegriffen hat und das vielzitierte "Wunder an der Oste" vollbracht wurde, muss dieser nun ein weiteres Mal aktiv werden, um diesem Fisch hier in unserer Oste wieder einen Lebensraum zu geben.

Das Bundesumweltministerium hat mittlerweile acht Millionen Euro in die Wiedereinbürgerung des Ostseestörs, welcher im Oder-Einzugsgebiet vorkommt, und des Europäischen Störs, im Elbe-Einzugsgebiet, investiert. Im Rahmen des Versuchsbesatzes in der Oste wurden bislang sieben Tiere telemetrisch verfolgt. Das Verhalten der besenderten Störe war sehr unterschiedlich. Einzelne Tiere zeigten nur wenig Bewegung. So wurde ein Fisch über drei Wochen lang in unmittelbarer Nähe des Besatzgebietes geortet, in unserer Pütte Schönau/Brobergen. Andere Tiere zeigten langsame Wanderbewegungen in Richtung Mündung.

Diese langsame Wanderung, die tidenabhängig auch flussaufwärts erfolgte, wird dahingehend interpretiert, dass die Tiere eine intensive Nutzung des Lebensraumes der Oste zeigten. Die begleitende Entnahme von Bodenproben an den Aufenthaltsorten der Tiere ergab eine Vielzahl von wirbellosen Tieren, wobei Muscheln verschiedener Arten, bezogen auf die Individuenzahl, nach den Würmern die dominierende Faunengruppe darstellten.

Wenn man davon ausgeht, dass keine Einschränkung der Abwanderung durch den zunehmenden Salzgehalt im Mündungsbereich der Oste gegeben ist, kann für die untersuchten Lebensphasen die Qualität des Lebensraumes mit der Nutzungsdauer gleichgesetzt werden. Bezüglich der Nutzungsdauer liegt die Oste auf dem Niveau der ersten Ergebnisse aus der Tideelbe.

Für den Bereich unterhalb von Bremervörde kann auf dieser Basis eine gute Eignung des Lebensraums für die einjährigen Fische angenommen werden, wobei hier Wiederfänge zur Verifizierung der Nahrungsaufnahme und des Zuwachses benötigt werden. Einschränkend sind die nachgewiesenen Verluste zu berücksichtigen, die 40 % der in den Jahren 2009 und 2010 besenderten Fische erreichten, was auf eine große Häufigkeit von Räubern schließen lässt.

Für die Umsetzung des Bestandsaufbaus ist derzeit der limitierende Faktor die relativ begrenzte Verfügbarkeit der Elterntiere, die das Aufkommen an Besatzfischen stark einschränkt. Diese Situation wird sich erst mit der Geschlechtsreife der Nachzuchten aus den Jahrgängen 2007 bis 2009 ändern. Bis zu diesem Zeitpunkt, in frühestens fünf Jahren, wird die Umsetzung der Planungen bezüglich des Besatzes massiv von der Kooperation mit dem französischen Umweltministerium und vor allem dem französischen Forschungszentrum Cemagref abhängen.

An dieser Stelle sei gesagt, dass es Ende Juni in Deutschland in der Experimentalstation in Born auf Darß erstmals gelungen ist, von drei geschlechtsreifen Ostseestör-Weibchen rund 250.000 Eier zu gewinnen und diese mit verschiedenen Männchen zu befruchten.

Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, die Oste unter anderem durch eine Renaturierung mit Mäandern und Sandfängen sowie durch Beseitigung oder Umgehung von Querverbauungen wieder wanderfischgerecht zu gestalten. Eingebettet sind diese Maßnahmenplanungen in die Entwicklung von Schutz- und Förderstrategien zur Erhaltung und zur Verbesserung der Bestandsentwicklung gefährdeter Wanderfischarten in der Oste. In diesem Zusammenhang soll der Stör für viele der Wanderfische und der typischen Flussfische als Schirmart dienen.

Für die Umsetzung der Arbeiten wird eine langfristige finanzielle Absicherung sowohl der Laichfischhaltung als auch der Besatzmaßnahmen und des Monitorings sowie der notwendigen Habitatverbesserungen benötigt. Sinnvoll ist eine solche Maßnahme nur, wenn diese Voraussetzungen nachhaltig zu sichern sind. Vor diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, dass neben dem langfristigen Engagement des Bundesamtes für Naturschutz auch das Land Niedersachsen sein Engagement für das Projekt bekräftigt und sich für einen eigenen Projektanteil eingesetzt hat.

Abschließend sei gesagt, dass es in diesem Jahr weitergeht mit dem Versuchsbesatz, denn wir Menschen haben ja etwas gutzumachen. Zum Abschluss eines jeden Sportfischerlehrganges entlassen wir die neuen Angler mit den Worten: Denkt daran, wir sind nur Gast in der Natur!

Referat in der Versammlung des Blauen Netzes Oste am 7. Januar 2011 in Oberndorf.


Zwei der letzten Störnetze Europas


Sportfischer Herbert und Helga Günther

29. 11. 2010. Der Europäische Stör ist - bis auf einen winzigen Restbestand in der französischen Gironde - radikal ausgerottet worden. Zwei der einst gebräuchlichen Störnetze, schätzungsweise 130 Jahre alt, sind jedoch noch erhalten. Die Ostener Sportfischer Herbert und Helga Günther haben die seltenen Relikte, die sie vor Jahren vor der Müllabfuhr gerettet haben, heute mittag in einer Feierstunde in der Ostener "Fährstuv" dem Fischwissenschaftler, Artenschützer und Oste-Kulturpreisträger Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei übergeben.

"Vor Freude fast an
die Decke gegangen"


Berliner Störforscher Dr. Jörn Geßner

Er sei "vor Freude fast an die Decke gegangen", sagte Geßner, als er die Rarität übernahm, die demnächst restauriert und im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund ausgestellt werden soll. Mit dem Netz seien wahrscheinlich vor rund 50 Jahren die letzten Störe von einem Berufsfischer aus der Oste geholt worden.

Beim Aufräumen in
der "Bombe" gefunden

"Ich hätte nicht geglaubt, dass das alte Ding soviel Begeisterung wecken kann," sagte Helga Günther, die wie auch ihr Mann seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den SFV Oste wirkt und die das Netz samt hölzernen Schwimmern und tönernen Gewichten beim Aufräumen im ehemaligen Großenwördener Gasthaus Stechmann (später "Bombe") gefunden und aufbewahrt hatte.


Albertus Lemke und Carsten Hubert

Der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert bezeichnete die feierliche Übergabe als "tollen Abschluss" eines Jahres, in dem er in Osten bereits eine viel beachtete Stör-Ausstellung hatte eröffnen können, die Wolfgang Schütz und Jochen Bölsche von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste zusammengestellt hatten. Er unterstütze, so Hubert, die Bemühungen der Nachbargemeinde Oberndorf, ein Stör- und Sportfischer-Infozentrum einzurichten.

"Mit einem Kuss
wieder aussetzen"

Auch Albertus Lemke vom Oberndorfer Arbeitskreis Stördenkmal unterstrich die Bedeutung einer engen Kooperation zwischen den Oste-Kommunen bei der Rettung des ausgerotteten Kaviarfischs. Er hoffe, so der Kaufmann und Fischer, es noch erleben zu können, dass ihm ein wiederangesiedelter Oste-Stör ins Netz geht - den er dann "mit einem Kuss wieder auszusetzen" werde.


Osteland-Preisträger Peters, Schütz

Zuvor hatte Wolfgang Schütz viele Gäste begrüßen können - unter anderem Jochen Bölsche vom Vorstand der AG Osteland und der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische, Horst Ahlf und Karl-Heinz Brinkmann vom Fährverein,  Siegfried Spratte von der Gesellschaft zur Rettung des Störs und den Ostepreisträger und Artenschutzpionier Ernst Peters aus Zeven.

Störe - für Wolfgang Schütz
"fast eine Lebensaufgabe"

So wie sich "Lachsvater" Peters für die Wiederansiedlung einer gleichfalls ausgestorbenen Fischart verdient gemacht habe, sehe er selber es, so Schütz, "fast als Lebensaufgabe" an, zur Rettung des Störs beizutragen (siehe Schütz-Rede weiter unten).


Verbandsvertreter Gerken und Klasing

Besonders herzlich willkommen geheißen wurden Werner Klasing und Ralf Gerken vom Landessportfischerverband Niedersachsen, die dem Osteland ihre Unterstützung beim Stör-Projekt zusagten. Einen entsprechenden Beschluss habe der Landesvorstand bereits gefasst, sagte Klasing.

Fischereiverband lobt
"ungeheure Dynamik"

Gerken fügte hinzu, die "tolle Vorarbeit" an der Oste sei eine "Steilvorlage" für den Landesverband, der die "ungeheure Dynamik" der Störfreunde an der Oste nutzen wolle.

In diesem Zusammenhang erwähnte Gerken die STÖR-WEBSITE von www.oste.de, die bereits seit 2001 für eine Wiederansiedlung des Störs in der Oste wirbt. "Ich habe neulich fünf Stunden am Stück in dieser Homepage gelesen," sagte der wissenschaftliche Mitarbeiter des Landesfischereiverbandes.


Ostener Netz in Stralsund (Foto: C. Hubert)

Das vom Ehepaar Günther gerettete Störnetz war vor Jahrzehnten von dem Fischer Karl Nikolaus Stürenberg aus Neuland benutzt worden, der die Fischereirechte gepachtet hatte.

Die letzten Störe im
Birnbaum geschlachtet

In der Neuland-Chronik des Heimatforschers Henry Jungclaus werden Augenzeugen zitiert, denen zufolge Stürenberg noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen Treibnetzen in der Oste gefischt und gelegentlich noch einen Stör erbeutet hat; kleinere Exemplare habe er an sein Fahrrad gebunden, nach Hause befördert, an einem Birnbaum gehängt und geschlachtet.

Ein weiteres Original-Netz ist im Besitz des Ostener Heimatvereins. Es war als Leihgabe schon im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund und während der von SFV und AG Osteland veranstalteten Stör-Ausstellung "Die Rückkehr des grauen Riesen" in der Ostener Fährstuv zu sehen.
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"Dieses Unikat für die
Nachwelt erhalten"

Auszüge aus der Rede von Wolfgang Schütz (AG Wanderfische)


Schütz (l.) bei seinem Grußwort

Getreu dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut" freue ich mich, dass heute vom Landessportfischerverband Niedersachsen zwei Vertreter anwesend sind und wir uns nun endlich kennen lernen können. Dass das langfristige Störprojekt in der Oste nicht ohne öffentliche finanziellen Hilfen auskommt, dürfte allen hinreichend bekannt sein. Der Landesverband Niedersachsen ist hierfür der Antragsteller, und gemeinsam wollen wir versuchen, das Projekt zu realisieren.

Wir, die AG Osteland und die AG Wanderfische in der Oste, sind stolz darauf, mit Biologen und Wissenschaftlern gemeinsam dieses einmalige und weltweit beachtete Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Störs hier in unserer Oste gemeinsam auf den Weg zu bringen. Wir sind zwar 'nur' die Ehrenamtlichen, aber fühlen uns bei diesem Projekt als gleichwertige Partner. Deshalb hier und heute einmal einen großen Dank an die Gesellschaft zur Rettung des Störs, vertreten durch Herrn Spratte, und an Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut, für euer Vertrauen, das ihr dem Osteland und speziell uns - Jochen Bölsche und meiner Wenigkeit  - entgegenbringt.

Unsere Aufgabe sehen wir in der Sensibilisierung der Menschen hier vor Ort - sei es durch die praktische Unterstützung des Telemetriebootes bei dessen Tag- und Nacht-Einsatz auf der Oste, sei es durch eine Vielzahl von Vorträgen, die von der AG Osteland medial begleitet werden, sei es durch die zeitnahe und aktuelle Berichterstattung in Presse und Internet, die von der AG Osteland mit Jochen Bölsche vorbildlich praktiziert wird.


Helga Günther mit Jochen Bölsche 

Bei den vielen Gesprächen, aber auch durch den guten Kontakt zu den Menschen vor Ort konnte ich in Erfahrung bringen, dass Herbert und Helga Günter, beide Mitglieder unseres Sportfischervereins, im Besitz eines originalen Störnetzes mit handgeschnitzten Pümpern sind. Glücklicherweise ist die Herkunft dieses Unikates bekannt, und unser Vereinswirt Horst Ahlf konnte berichten, dass er noch mit dem früheren Eigentümer des Netzes, Karl Stürenberg, in den Jahren 1948 und 1949 gemeinsam auf Störfang in der Oste gegangen war.

Wahrscheinlich sind mit diesem Netz die letzten Störe in der Oste durch einen gewerblichen Störfischer gefangen worden. Näheres kann in der Chronik der Ortschaft Neuland von Henry Jungclaus nachgelesen werden. In einem kurzem, aber intensiven Gespräch konnte ich meine beiden Vereinsmitglieder, die über Jahrzehnte das Vereinsgeschehen in vielfältiger Weise mitgestaltet haben, überzeugen, dass dieses Störnetz der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben muss und der beste Platz bei der Gesellschaft zur Rettung des Störs ist. So haben sich denn Helga und Herbert Günther bereit erklärt, dieses historische Gut heute zu übergeben.

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Lesen Sie bitte auch auf NEZ online: Stör-Netz für Stör-Retter


Hotelier Ahlf wieder Angelkönig


Ein toller Hecht: 5500 Gramm

10. 10. 2010. Mit einem kapitalen Hecht von 84 Zentimetern Länge und einem Gewicht von 5500 Gramm, den er im Ostener Dorffleet fing, verteidigte Horst Ahlf, "Fährkrug"-Hotelier und 2. Vorsitzender des SFV "Oste, am Wochenende beim traditionellen Königsangeln seinen Titel als Ostener Angelkönig. - Mehr unter www.sfv.oste.de. - Fotos von den besten Fängen der letzten zehn Jahre sind hier zu sehen.


Kontakte über die Elbe geknüpft


Mit an Bord: Sportfischer-Sprecher Schütz

30. 6. 2010. Die Oste und die Stör haben vieles gemeinsam: Sie sind der letzte größere linke beziehungsweise rechte Nebenfluss der Elbe vor der Mündung; beide sind als einziger Fluss in ihrem jeweiligen Bundesland für eine Wiederansiedlung des in Deutschland verschollenen Urzeitfischs Stör vorgesehen; am Ufer beider Flüsse haben Sportfischer und Artenschützer im vorigen Jahr ein Denkmal für den Stör errichtet - Gründe genug für die in Osten ansässige gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., erste Kontakte zu den Störfreunden jenseits der Elbe zu knüpfen.


Das Osteland-Geschwader auf Stör-Kurs

Mit vier Kajütbooten unternahmen Mitglieder des Osteland-Arbeitskreises "Blaues Netz Oste" zu diesem Zweck jetzt eine Geschwaderfahrt nach Beidenfleth an der Stör. Startpunkt war der Yachthafen der Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO) unweit des schwimmenden Stördenkmals an der Fährpromenade. Ziel war - nach einem fünfstündigen Törn bei traumhaft schönem Sommerwetter - der idyllische Stör-Hafen von Beidenfleth.


Lützen (r.) zeigt den Itzehoer Störstein

Dort wurde die Delegation vom Itzehoer "Störvater" Uwe Jens Lützen empfangen und per Bus zum Itzehoer Suderhafen gebracht, wo Artenschützer zur Erinnerung an den 2009 erfolgten Erstbesatz der Stör mit dem gleichnamigen Fisch einen Findling mit Gedenktafel aufgestellt haben. Die Störfreunde von der jeweils anderen Elbseite wussten übrigens nichts von den nahezu zeitgleich ablaufenden Aktivitäten.


Renaturiert: ein Abschnitt der Mittleren Stör

Die Besucher aus Niedersachsen - darunter auch Wolfgang Schütz (Osten), Sprecher der Arge Wanderfische Oste - zeigten sich stark beeindruckt von einem 1,2-Millionen-Euro-Projekt zur Renaturierung der Mittleren Stör, das auch Anregungen für eine "wanderfischgerechte" Gestaltung anderer Flüsse bietet.


Projekt für die Kinderstube der Fische

Auf einer zehn Kilometer langen Strecke zwischen Neumünster und Bünzaumündung ist der einstmals brutal begradigte Flusslauf von Gewässerbau-Ingenieuren "remäandriert" und durch das Einbringen von Gesteinsbrocken und Totholz sowie durch die Anlage von Laichbetten und Sandfängen zu einer Kinderstube für Lachs, Meerforelle, Stör und andere Wanderfische umgestaltet worden.


Stör in der Windfahne von Nordoe

Bei einer vierstündigen Tour durch den reizvollen Landstrich beiderseits der Stör stiessen die Gäste von der Oste auch auf historische Spuren des gleichnamigen Fischs. Über dem sogenannten Tempel von Nordoe, einem 1578 im Auftrag von Heinrich Rantzau errichteten Obelisken in der Nähe des Schlosses Breitenburg, kreist eine Wetterfahne mit der wohl ältesten an der Elbe bekannten bildlichen Darstellung eines Störs.


Beidenflether Traditionsgebäck Störkringel

Im gastlichen Fähr- und Hafenort Beidenfleth entdeckten die Gäste von der Oste die einzige Bäckerei, in der noch die legendären "Störkringel" gebacken werden: mit Anis und Sirup hergestellte, extrem haltbare brezelförmige Hartkekse, die, auf Band gezogen, im 19. Jahrhundert von auslaufenden Segelschiffen als Proviant auf große Fahrt mitgenommen wurden.

Nach dem Zwei-Tage-Törn versprachen die Störfreunde - darunter auch Uwe Mählmann, 1. Vorsitzender der Segler-Gemeinschaft Oberndorf, Renate und Jochen Bölsche vom Vorstand der AG Osteland sowie Eddy Uhtenwoldt, Eybe Schönteich und Albertus und Renate Lemke (Blaues Netz / AK Stördenkmal) - eine Fortsetzung der Kontakte über die Elbe.


Haben viel gemeinsam: die beiden Störflüsse

Auch Gastgeber Lützen zeigte sich erfreut, dass nun "die ersten Bande für eine gemeinsame Bewältigung der großen Aufgabe" geknüpft worden seien: "Der Stör verdient es, von allen an allen Orten gestützt zu werden."

Erster Ausdruck der Kooperation war die Übergabe einiger Exponate aus Itzehoe für die jüngst angelaufene Stör-Ausstellung in der Ostener "Fährstuv". Zu den Leihgaben zählen auch die Flaggen von drei schleswig-holsteinischen Gemeinden, die den Kaviarfisch in ihrem Wappen führen.

Die Osteland-Vertreter wurden von "Störvater" Lützen außerdem zum nächsten "Störschipperfest" eingeladen, das seit einigen Jahren in der Nähe des Itzehoer "Stör-Steins" gefeiert wird - nicht zuletzt zur Erinnerung an den größten und meistgefährdeten europäischen Wanderfisch, für dessen Rettung sich nun Sportfischer und Artenschützer beiderseits der Elbe gemeinsam engagieren.


Oste als "Eckpfeiler"der Stör-Rettung


Schütz und Rosenthal mit Störkopf

26. 6. 2010. Die Oste, mit mehr als 150 Kilometern der längste Nebenfluss der Niederelbe, könnte zu einem "Eckpfeiler" der internationalen Bemühungen werden, den massiv gefährdeten Europäischen Stör vor der endgültigen Ausrottung zu retten. Das betonten der Präsident der Weltgesellschaft zur Rettung des Störs, Professor Dr. Harald Rosenthal, und der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste, Wolfgang Schütz, am Wochenende bei der Eröffnung einer Ausstellung mit dem Titel "Die Rückkehr des grauen Riesen" in der musealen "Fährstuv" an der Schwebefähre Osten - Hemmoor.


V. l. n. r.: Bölsche, Hubert, Rosenthal, Schütz

In den vergangenen Jahrzehnten war der Europäische Stör (Acipenser sturio) in Deutschland so "selten wie die Blaue Mauritius" und so "wertvoll wie die englische Königkrone" geworden, so ein Experten-Zitat in der von Jochen Bölsche (Arbeitsgemeinschaft Osteland) gestalteten Ausstellung. Die Störart, mit deren Fleisch bis vor 100 Jahren noch das Gesinde abgespeist wurde und dessen Eier, das "schwarze Gold", als "Hamburger Kaviar" vermarktet wurden, existiert heute weltweit in freier Natur nur noch in der französischen Gironde, wo Elterntiere für die Nachzucht genutzt werden, auf die sich die Hoffnungen der Artenschützer an Oste und Elbe richten.


Stark vertreten: der Ostener Rat

Der Fischbiologe Rosenthal - vorgestellt als Wissenschaftler mit sieben Doktortiteln - bestätigte in seiner Ansprache die dramatische Lagebeurteilung im neuen "Nationalen Aktionsplan zum Schutz und zur Erhaltung des Europäischen Störs". Demnach ist der einst in der Oste heimisch gewesene Stör "jetzt eine der am meisten gefährdeten Fischarten in Europa": "Die gegenwärtige Situation mit weltweit nur einer bekannten Restpopulation in Frankreich ist ernst."

Laut Aktionsplan gilt es, auch im Elbeeinzugsbereich gegen die Hauptursachen des Bestandsrückgangs anzugehen: "Neben den vom Menschen verursachten Veränderungen der Flüsse wie Eindämmung, Errichtung von Querbauwerken und Gewässerbelastung stellt die Überfischung einen Schlüsselfaktor für die drastische Abnahme der Populationen dar."


Tod durch Gier nach dem "schwarzen Gold"

Er sei, sagte Rosenthal an die Adresse der Artenschützer in den Angelvereinen an der Oste, "begeistert von Ihrer Begeisterung". Er empfahl den Sportfischern und der AG Osteland einen "langen Atem", denn bis zu einer erfolgreichen Wiederanstedlung des Störs müsse mit einem "Mindestzeitraum von 30 Jahren" gerechnet werden.


Bürgermeister Saul (Hemmoor) informiert sich

In einem Grußwort zur Ausstellungseröffnung hatte auch die in Rostock ansässige "Gesellschaft zur Rettung des Störs" die Bemühungen der Oste-Anrainer gewürdigt: "Offenbar ist hier, genauso wie an der Stör und der Unterelbe, der Bezug zu diesem Fisch mehr als lebendig beblieben. Als ein Zeichen  dieser fortwährenden Verbindung ist - neben dem Oberndorfer Stördenkmal, der Störkonferenz von Großenwörden und der Unterstützung der 'Gesellschaft zur Rettung des Störs' - die Eröffnung dieser Ausstellung zum Stör zu sehen. Die AG Osteland, die Ostepachtgemeinschaft und die AG Wanderfische der Osteanrainer setzen somit wieder ein Zeichen, dass es ihnen ernst ist mit dem Versuch, die Bevölkerung zu aktivieren und einzubinden, wenn es um Schutzmaßnahmen zur Erhaltung des kulturellen Erbes der Region geht", erklärten die Vorstandsmitglieder Jörn Geßner und Gerd-Michael Arndt.

Sportfischer-Vertreter Schütz hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Oste für die internationalen Ansiedlungsbemühungen mit dem Hinweis auf Daten aus dem Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei hervor. Danach war die einstmals blühende professionelle Störfischerei in der Oste zwar bereits um 1910 zusammengebrochen, Einzelfische jedoch wurden noch bis 1986 in der Oste gefangen, die damit als "der letzte deutsche Fluss mit einem Störnachweis" gegolten habe. Das erlaube Zuversicht in Bezug auf eine Eignung gerade dieses Flusses für das nationale Wiedereinbürgerungsprojekt.


Störforscherin Gisela Tiedemann-Wingst

Auf den Stör, erklärte Schütz, treffe ebenso wie auf Lachs und Meerforelle der Erfahrungssatz zu: "Ist die Gewässerqualität auch noch so gut, es wird sich niemals alleine eine neue Population entwickeln. Hier muss, zum wiederholten Male, der Mensch der Natur unter die Arme greifen und Wiedergutmachung für die Sünden der Vergangenheit leisten" - also geeignete Jungfische in geeignete Gewässer einbringen.


Ehepaar Mählmann vom AK Stördenkmal

Schütz hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der engen Kooperation zwischen französischen und deutschen Fischbiologen hervor. Diesen Kontakten zu verdanken sei die Lieferung von Jungfischen aus der Gironde für Nachzuchtzwecke und Besatzmaßnahmen unter anderem in der Oste und in der schleswig-holsteinischen Stör.

Im Zuge dieser Zusammenarbeit wird am 6. Juli eine Delegation französischer Wissenschaftler die Oste besuchen. Dort wollen die Forscher die Störausstellung in Osten und das 2009 eingeweihte schwimmende Stördenkmal in Oberndorf besichtigen. Außerdem nehmen die Franzosen das auf der Oste eingesetzte Forschungsboot "Acipenser" in Augenschein, von dem aus das Verhalten der kürzlich zu Versuchszwecken im Oberlauf bei Zeven ausgesetzten, mit einem implantierten Sender versehenen Jungstöre verfolgt wird.


Schuf eine Stör-Hymne: Hanni Milan

Auf eine enge Kooperation mit den Störschützern an der Stör, die bei der Ausstellungseröffnung durch den "Störvater" Jens Uwe Lützen und dessen Mitstreiter Jonni Kostbade aus Itzehoe vertreten waren, zielt eine in der AG Osteland organisierte "Geschwaderfahrt" von Sportbootfahrern und Sportanglern von der Oste nach Beidenfleth / Stör.


Gäste von der Stör: Kostbade und Lützen

Am "Schwesterfluss" Stör informieren sich die Gäste aus Niedersachsen über die schleswig-holsteinischen Bemühungen, auch dieses Gewässer "wanderfischgerecht" zu gestalten. Besichtigt werden soll auch ein Stördenkmal, das voriges Jahr im Suderhafen von Itzehoe aufgestellt worden ist und das an den Urzeitfisch erinnern soll, dem der
Fluss möglicherweise seinen Namen verdankt.


Horeis im Gespräch mit Prof. Rosenthal

Zu Beginn hatte der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert den Ausstellungsmachern gedankt, dass sie dem Publikum an der Oste zum Teil "weltweit einzigartige Exponate" zugänglich gemacht zu haben. 


Kaviar-Verpackungen aus vielen Ländern

Hubert, der rund 40 Vertreter aus der Kommunalpolitik sowie von Sportfischer-, Wassersport- und Heimatvereinen begrüßen konnte, gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass in der Nachbargemeinde Oberndorf, die durch Bürgermeister Detlef Horeis vertreten war, nach dem "schwimmenden Stördenkmal" auch ein Stör-Informationszentrum angedacht ist.

Geöffnet ist die Stör-Ausstellung bis 7. August täglich von 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei.

Ein ausführlicher Bericht über die Rede von Wolfgang Schütz steht auf www.sfv.oste.de.


"Meilenstein für den Artenschutz"


Der erste Stör für die Obere Oste

19. 6. 2010. In Anwesenheit vieler Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen, Kommunalpolitik und Sportfischerei ist am Sonnabend erstmals der Oberlauf der Oste mit jungen Stören besetzt worden. Bei Offensen (Samtgemeinde Zeven) startete damit die zweite Etappe des Versuchs, den in Deutschland ausgestorbenen Kaviarfisch im längsten Nebenfluss der Niederelbe wieder heimisch zu machen.

Nachdem bereits im April vorigen Jahres 55 Jungstöre versuchsweise im Unterlauf der Oste bei Bremervörde ausgesetzt worden waren, sei nun ein "neuer Meilenstein für den Artenschutz" gesetzt worden, urteilt die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische Oste, zu der sich Sportfischervereine und die AG Osteland zusammengeschlossen haben. 

Die in Offensen ausgesetzten Störe sind mit Miniatursendern bestückt, mit deren Hilfe Berliner Fischereiforscher das Verhalten der Tiere während der nächsten Wochen zunächst von einem Kahn, dann von einem Kajütboot aus verfolgen können.

Die Aktion ist Bestandteil eines internationalen Projekts zur Wiedereinbürgerung des im 20. Jahrhundert auch in der Oste ausgerotteten Urzeitfischs, über das eine Ausstellung mit dem Titel "Die Rückkehr des grauen Riesen" Auskunft gibt, die ab kommenden Sonnabend, 26. Juni, 15 Uhr, in der "Fährstuv" am Fährplatz in Osten zu sehen sein wird. 


Bürgermeister Klintworth, Sportfischer Schütz

Die Ausstellung, zu der Wolfgang Schütz (AG Wanderfische) und Jochen Bölsche (AG Osteland) historische Fotos, Gerätschaften der einstigen Störfischer von der Oste sowie Störpräparate zusammengetragen haben, wird vom Vorsitzenden der Weltgesellschat zur Erhaltung des Störs, Prof. Dr. Harald Rosenthal, eröffnet. Der Fischereiforscher wird darlegen, inwiefern er die relativ naturnahe Oste als einen "Eckpfeiler" bei dem Versuch ansieht, die Existenz des nur noch in der französischen Gironde in freier Wildbahn vertretenen Europäischen Störs (Acipenser sturio) zu sichern.

Bei der Besatzaktion in Offensen begrüßte der Bürgermeister der Samtgemeinde Zeven, Johann-D. Klintworth, das Artenschutzvorhaben und wünschte den Tieren "viel Lebenskraft und viele Nachkommen". Klintworths Stellvertreter Dirk Glaß, zugleich Vizevorsitzender des Angelsportvereins Zeven, setzte die Jungstöre daraufhin gemeinsam mit dem Projektleiter Dr. Jörn Geßner in das Wasser der Oste.


Fischbiologen verfolgen den Funk-Stör

Versuchsleiter Geßner zeigte sich erfreut über das "positive Echo in der gesamten Region", das der Versuchsbesatz gefunden habe, und insbesondere über die Unterstützung durch die Sportfischer und die AG Osteland, die sich "in den letzten Jahren ein Bein für den Stör ausgerissen" hätten. 

Dank sagte der Fischereiwissenschaftler auch dem Sponsor Eddy Meyer-Rochow für eine 1000-Euro-Spende zugunsten der Telemetrietechnik zur Verfolgung der Versuchsstöre (wir berichteten) sowie der Offenser Dorfgemeinschaft um deren Ehrenvorsitzenden Karl-Walter Bluhm; zur Ehre dieser beiden Männer erhielten die ausgesetzten Störe die Namen "Eddy" und "Karl-Walter".

Zuversichtlich äußerte sich Projektleiter Geßner über die Eignung der Oste für eine Wiederansiedlung des Störs. An dem Elbnebenfluss war es den Sportfischern in den vergangenen Jahrzehnten bereits gelungen, den ebenfalls ausgestorbenen Lachs wieder heimisch zu machen, so dass die Oste in Fachkreisen heute als "Deutschlands Lachsgewässer Nummer eins" gilt. 

Die aktuelle Besatzmaßnahme erfolgt im Rahmen eines seit 1996 gemeinsam von Deutschland und Frankreich durchgeführten internationalen Projektes zur Arterhaltung und Wiederansiedlung des Europäischen Störs. Damit werde, so Geßner, "nach den ersten erfolgreichen Untersuchungen zur Wanderung und Habitatnutzung des Europäischen Störs in der Oste versucht, die bislang bestehenden Wissenslücken zu schließen". 

Das Projekt wird, wie Dr. Henning von Nordheim vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) erklärt, als ein "wichtiger Beitrag zur Rückkehr der Störe in den Nordseeraum und zu den Bemühungen zum Schutz der globalen Biodiversität" eingeschätzt. Das Bundesamt für Naturschutz fördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) seit Mitte der 1990er Jahre Projekte zum Wiederaufbau von Beständen des Europäischen und des Atlantischen Störs in deutschen Flüssen und Meeresgebieten der Nord- und Ostsee. 


Interessiertes Publikum auf dem Ostesteg

Diese Projekte werden, unterstützt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern, federführend von der Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V. in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin und der französischen Cemagref seit 1996 durch den Austausch von Tieren und durch enge wissenschaftliche Zusammenarbeit realisiert. 

Das Projekt ist Bestandteil einer langfristigen Strategie zum Aufbau sich selbst reproduzierender Bestände heimischer Störarten, nachdem diese durch intensive Fischerei sowie zunehmende Gewässerverbauung und -verschmutzung seit Mitte des 19. Jahrhunderts einen massiven Bestandseinbruch erfahren haben. 

Ziel des aktuellen experimentellen Besatzes ist es, für den zurzeit im deutschen Nordseeeinzugsgebiet als ausgestorben bzw. als verschollen geltenden Stör wichtige Informationen zu Lebensraumansprüchen und Gefährdungsfaktoren zu erheben, die wesentliche Grundlagen für die weiteren Arbeiten zur Wiederansiedelung in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet der Nordsee und ihren Zuflüssen darstellen. 

Eine weitere Voraussetzung für die Rückkehr des Störs ist - neben der Verfügbarkeit intakter Lebensräume - die Passierbarkeit der Ströme und ihrer wichtigsten Nebengewässer, um die Wanderung dieser Art zwischen ihren Laichgebieten im Oberlauf der Flüsse und der Hauptnahrungsgebiete im Meer zu gewährleisten. Hierfür muss auch nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Osteland und der Sportfischervereine an der Oste durch die Errichtung von artgerechten Aufstiegshilfen für eine verbesserte Passierbarkeit der Flüsse für Störe und andere Wanderfischarten gesorgt werden.

Die Bedeutung von naturnahen Flussgebieten für den Artenschutz kommt auch in der Wahl des jetzigen Besatzortes zum Ausdruck, wie Dr. Geßner und Dr. von Nordheim betonen: "Die Oste ist ein Fluss mit einer in weiten Teilen überdurchschnittlichen Gewässergüte und -struktur, die naturnahe Lebensräume bietet. Bei positiver Entwicklung des Projektes könnte sie zukünftig die Kinderstube für junge Störe darstellen. Dies wird auch von der Niedersächsischen Landesregierung im Rahmen ihrer Artenschutzstrategie unterstützt."

Sich selbst erhaltende Bestände des Störs sollen in Zukunft als Leit- und Indikatorart für naturnahe Gewässer auch in anderen deutschen Flüssen und Meeresgebieten wieder aufgebaut werden. Maßnahmen zum Schutz der Störe werden aber auch anderen, weniger bekannten Wanderfischarten helfen, indem wichtige Lebensräume erhalten oder wiederhergestellt werden. Eine wesentliche Vorraussetzung zum Schutz wandernder Fischarten bilden die Passierbarkeit der Flüsse sowie ein Netzwerk von Schutzgebieten zur Erhaltung der wichtigsten Lebensräume der Arten.

Quelle: www.oste.de


Die Stör, die Oste und die Störe


Stördenkmal im Hafen Itzehoe / Stör

Stördenkmal im Hafen Oberndorf / Oste

14. 5. 2010. Die enormen Chancen, die eine Wiederansiedlung des Störs für den Tourismus bietet, sind auch an dem schleswig-holsteinischen Fluss Stör erkannt worden, in dem - ebenso wie in der Oste - derzeit ein Versuchsbesatz mit dem urzeitlichen Kaviarfisch läuft. An der Hafenstraße am Suderhafen in Itzehoe ist mittlerweile, wie auch in Oberndorf, ein Stördenkmal errichtet worden.


Schwesterflüsse: Oste und Stör

Nach einem Bericht der Lokalzeitung shz soll die Stör mit ihren Nebenflüssen (Gesamtlänge: 44 Kilometer) mit Millionenaufwand renaturiert werden. Gefördert werde das Projekt vom Land Schleswig-Holstein.


Wappen von Bahrenfleth und Bekmünde

In erheblichem Umfang sei, so die Medienberichte, auch rund um Itzehoe in Sachen Stör "das Bewusstsein der Bevölkerung gestiegen". So wird an diesem Wochenende, 15./16. Mai, in Itzehoe wieder ein großes Störschipperfest gefeiert (Programm hier).

Zwei Gemeinden an der Stör haben den Fisch in ihre neu gestalteten Wappen aufgenommen, ferner gebe es  Vorträge und Rundfunkbeiträge zum Thema.


Stör auf der Windfahne in Nordoe

Nach historischem Vorbild ist die Windfahne es 1578 erbauten sogenannten Tempels von Nordoe (Gemeinde Breitenburg) restauriert worden - mit einem stilisierten Stör; er gilt als der älteste bildliche Nachweis des archaischen Fisches in der Region (mehr im Stör-Anglerforum, dem auch das gelungene Windfahnen-Foto entstammt, und bei den Itzehoer Sportfischern).

Über die zunehmende touristische Bedeutung der Stör berichtete Olaf Prüß (Region Nord, Büro für Regionalentwicklung). Der Experte wünschte sich eine "noch bessere touristische Vernetzung mit dem ganzen Bereich der Unterelbe". Dabei könne der Stör als länderübergreifendes Element dienen.

In Oberndorf wird, wie berichtet, die Einrichtung eines Stör-Informationszentrums angestrebt.


Weitere Funk-Störe für die Oste


Sportfischer Schütz (2. v. l.) in Büsum

11. 5. 2010. Der Versuchsbesatz der Oste mit dem nahezu ausgestorbenen Europäischen Stör (Acipenser sturio) wird wahrscheinlich am Sonnabend, 29. Mai, in der Nähe von Zeven fortgesetzt. Die beteiligten Wissenschaftler setzen grosse Hoffnungen in die Eignung des längsten Nebenflusses der Niederelbe als Störgewässer. Das wurde jetzt in Fachtagungen in Hannover und Büsum deutlich, bei denen die Sportfischer von der Oste durch ihren Vorsitzenden Wolfgang Schütz (Osten) vertreten waren.


Thema auch hier: die Oste-Störe

Bei einem Gespräch im hannoverschen Umweltministerium wurde, so Schütz, "deutlich gesagt, dass der Versuch der Wiedereinbürgerung zügig vorangetrieben werden soll". Weiterhin seien die Vorzüge der Oste deutlich hervorgehoben sowie eine Reihe von fachlichen Detailfragen geklärt worden - zum Beispiel habe Einigkeit bestanden, "dass das Wehr bei Bremervörde nicht wegen des Versuchsbesatzes zurückgebaut werden muss".

Schütz weiter: "Die hervorragende Pressearbeit vor Ort wurde ebenso hervorgehoben wie die langjährige Erfahrung der Oste-Sportfischer bei der Wiedereinbürgerung von Lachs, Meerforelle, Schnäpel und Aalquappe."

Ein Bericht über die Jahreshauptversammlung der Störschützer in Husum steht auf der Sportfischer-Website sfv.oste.de. Ein NEZ-Bericht von Wiebke Kramp über das Stör-Projekt steht hier.


Der Urfisch wirbt für die Oste


Angelwoche-Bericht - grösser: S. 1, S. 2

14. 5. 2010. Die Wiederansiedlung des Störs in Elbe und Oste fasziniert seit Monaten die gesamte deutsche Sportfischer-Presse - von der Angelwoche (Ausschnitt oben) über den Blinker (Bericht hier) bis zu Fisch und Fang (Bericht hier).

So trägt das Stör-Projekt dazu bei, den lange Zeit "vergessenen Fluss" unter Sportfischern bundesweit bekannt zu machen - und vielleicht auch den einst blühenden Angeltourismus im Osteland wiederzubeleben.


Zeitschriften mit aktuellen Stör-Berichten

Unter der Überschrift "Der Stör kommt wieder" berichtet jetzt die "Angelwoche" erneut über die Wiederansiedlung des europaweit nahezu ausgestorbenen Urzeit-Fisches sowie den "Stör-Gipfel" in Großenwörden (Download von Seite 1, Seite 2 als PDF-Datei). Ausführlich kommt Sportfischer-Sprecher Wolfgang Schütz zu Wort.


Januar-Bericht in der "Angelwoche"

Bereits zu Jahresbeginn hatte die "Angelwoche" über die Aktivitäten an der Oste berichtet, beispielsweise über den "Tag der Fische" im Natureum.

Sehr viel ausführlicher ist ein aktueller NEZ-Bericht von Wiebke Kramp steht hier.

Unterstützt wird das Oste-Stör-Projekt von der ARGE Wanderfische Oste, in der unter anderem die Ostepachtgemeinschaften der Sportfischer und die AG Osteland kooperieren.


Achtes Laichbett für Oste-Lachse


Zevener Lachsvater Ernst Peters

10. 5. 2010. Dank guter Zusammenarbeit zwischen Zevener Anglern und dem Unterhaltungsverband Obere Oste ist jetzt im Fluss bei Tiste das achte "Laichbett" für Lachse und Meerforellen zwischen Brauel und Burgsittensen angelegt worden. "Lachsvater" Ernst Peters, Vorsitzender der Besatzgemeinschaft Oste I und Oste-Preisträger, sowie Verbandsgeschäftsführer Wilhelm Meyer - beide Mitglieder der AG Osteland - lobten die gute Zusammenarbeit.

Peters betonte, die die Lachs- und Forellenpopulation in der Oste müsse so weit vergrößert werden, dass sich die Fische eigenständig erhalten können. Dazu sei es nötig, das Ostewehr an der Sittenser Wassermühle mit einem Umgehungsgerinne zu versehen.

Ausführlicher Bericht in der Nordsee-Zeitung.


"Oste-Oscar" für Artenschützer


Geßner und Schütz mit "Goldenem Hecht"

März 2010. Einen Tag nach dem von ihm organisierten großen Störgipfel in Großenwörden erfuhr der Ostener Sportfischer-Vorsitzende Wolfgang Schütz eine besondere Ehrung: Gemeinsam mit dem Berliner Fischbiologen Dr. Jörn Geßner wurde er beim 6. Tag der Oste in Hagenah mit dem "Goldenen Hecht" in der Kategorie Naturschutz ausgezeichnet. In der von Bernd Jürgens (AG Osteland / Blaues Netz Oste) vorgetragenen Laudatio heißt es wörtlich:

Fünf Jahre nach der Verleihung des "Goldenen Hechts" an Egon Boschen und Ernst Peters für ihre Verdienste um die Wiederansiedlung des verschollenen Lachses in der Oste hat ein neues Kapitel in der Ökologiegeschichte des Flusses begonnen. Die Oste, die dank der Bemühungen der hiesigen, über 7800 Mitglieder starken Sportfischervereine heute als „Deutschlands Lachsfluss Nummer eins" anerkannt ist, wird sich, so ist zu hoffen, als Paradegewässer auch für die Wiedereinbürgerung des in Deutschland seit Jahrzehnten ausgestorbenen Europäischen Atlantischen Störs (Acipenser sturio) erweisen.


Schütz und Geßner beim Stör-Gipfel

Der Wissenschaftler Dr. Jörn Geßner hat als Mitglied der Gesellschaft zur Rettung des Störs und durch seine Arbeit im Berliner Leibniz-Institut für Binnenfischerei und Gewässerökologie die Wiederansiedlung des Störs in internationaler Kooperation maßgeblich vorangetrieben und insbesondere den stark beachteten experimentellen Erstbesatz der Oste mit 55 Jungstören im April 2009 im Rahmen eines Vorhabens des Bundesamtes für Naturschutz vorbereitet undwissenschaftlich begleitet.


Schütz (r.) im Kreis der Preisträger

Der Ostener Sportfischer Wolfgang Schütz hat als Vorsitzender der Ostepachtgemeinschaft I  und als Sprecher des 2009 in Zusammenarbeit mit der AG Osteland gegründeten Arbeitskreises Wanderfische Oste dievielfältigen Bemühungen gefördert, in der Osteregion für eines der bedeutendsten europäischen Artenschutz-Projekte der Gegenwart zu werben – sei es durch die Errichtung eines Stördenkmals und einer Stör-Infostelle am Fluss, sei es durch den  "Tag der Fische" im Natureum Niederelbe, ein Infozelt beim Ostener Fährmarkt und eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen, sei es durch seinen unablässigen Einsatz für eine wanderfischgerechte Oste. -Dr. Jörn Geßner und Wolfgang Schütz haben sich um die Oste verdient gemacht.

Ein ausführlicher Bericht über den 6. Tag der Oste und die übrigen Preisträger steht auf dieser SONDERSEITE.


Zeitung porträtiert Angler-Sprecher


Schütz-Porträt auf NEZ online (lesen)

März 2010. Die Niederelbe-Zeitung hat den Oste-Sportfischersprecher Wolfgang Schütz porträtiert. Der Artikel von Wiebke Kramp über den "Lobbyisten für Lachs und Stör" kann hier im Netz gelesen werden.


Oste als Eckpfeiler für Welt-Programm


Störschützer Rosenthal (Foto: C. Schmidt)

März 2010. "Der Stör ist kein lokaler Fall, sondern die Wiederansiedlung in der Oste im Kontext weltweiter Bemühungen zu sehen." So resümierte die Niederelbe-Zeitung die Botschaft von Prof. Dr. Harald Rosenthal (Neu Wulmstorf), Präsident der 2003 gegründeten Weltgesellschaft zum Schutz der Störe, auf dem von Wolfgang Schütz (Osten) geleiteten Stör-Gipfel im Großenwördener Hof. Im vollbesetzten Saal, in dem das Oberndorfer Stördenkmal aus Blickfang diente, entwarf Rosenthal einen Schlachtplan zur Rettung des Riesenfischs: "Getrennt marschieren, vereint schlagen – und das auf allen Ebenen."


Aufmerksame Zuhörer im vollbesetzten Saal

Vor rund 100 Zuhörern - darunter die Bürgermeister Detlef Horeis (Oberndorf), Carsten Hubert (Osten) und Bernhard Witt (Großenwörden) sowie Vertreter von Funk, Fach- und Lokalpresse - machte Weltpräsident Rosenthal den Sportfischern und der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der Oste Mut: "Ihre Arbeit ist absolut wichtig, Ihre Informationen und Zuarbeit für uns essenziell." Der Professor zeigte sich beeindruckt von der "Lichtgeschwindigkeit", mit der an der Oste das Stör-Projekt seit seinem letzten Besuch 2004 fortgeschritten sei (mehr).


Referenten Geßner, Groß (Fotos: C. Schmidt)

Wenn der Aktionsplan Europäischer Stör demnächst nationale Aufgabe wird, könnte die Oste ein Eckpfeiler für ein Wiederansiedlungsprogramm werden, zeigte sich Dr. Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut und der Gesellschaft zur Rettung des Störs (Rostock) zuversichtlich. Der Projektleiter für den im vorigen Jahr begonnenen Wiederbesatzversuch Oste stellte dar, dass bisher gesammelte Daten sowie die Vor-Ort-Unterstützung dafür sprächen. In den nächsten zwei Jahren werde die Eignung der Oste weiterhin untersucht.

Einen ausführlichen Bericht des Öko-Fachjournalisten Christian C. Schmidt (ccs-media) über Geßners Referat und den Stör-Gipfel steht hier.

Geplant sei zunächst, bis 2012 pro Jahr 50 Jungtiere plus wenige mit Funksendern ausgestattete Störe versuchsweise auszusetzen, weil unverzügliches Handeln angezeigt sei: Von den weltweit 27 Störarten seien fast alle hochgradig gefährdet.

Der Gewässerexperte Dipl.-Ing Rudolf Gade vom niedersächsische Umweltministerium hatte zuvor versichert, das Problem des Bremervörder Wehrs - Wanderfisch-Hindernis Nummer eins in der Oste - sei ekannt, man arbeite an einer Lösung. Ralf Groß vom NLWKN gab erschöpfend Auskunft über die verschiedenen Fördermöglichkeiten für eine Umsetzung des Stör-Projekts.

Mehr zum Thema Wanderfische in der Oste auf derWebsite der Ostener und Großenwördener Sportfischer.


Schlüsselfunktion im Artenschutzjahr


Oste-Angler im Leibniz-Institut (Foto: Bölsche)

Januar 2010. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen sprechen an diesem Montag, 11. Januar, in einer Festveranstaltung zum Auftakt zum "Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt", mit dem die Vereinten Nationen das Thema Artenschutz weltweit ins Bewusstsein rufen wollen. Die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. verweist aus diesem Anlass auf die "Schlüsselfunktion" der Oste für die Erhaltung des Europäischen Atlantischen Störs (Acipenser sturio), einer der meistbedrohten Fischarten des Kontinents.


Angela Merkel eröffnet des UN-Artenschutzjahr

Die AG Osteland stützt sich auf Erkenntnisse renommierter Fachwissenschaftler. Der urtümliche Kaviarfisch, der einst in großer Zahl auch in der Oste heimisch war, steht in seinem gesamten Verbreitungsgebiet unmittelbar vor dem Aussterben oder ist lokal bereits ausgestorben. Verschiedenen internationalen Abkommen und Konventionen zufolge zählt dieser Fisch heute zu den am stärksten bedrohten Tierarten Europas.  Daher werden für den seit 1998 streng geschützten Stör auch von der EU vorrangig Arterhaltungs- und Wiedereinbürgerungsmaßnahmen gefordert.

Das von Vertretern der Sportfischerei und der AG Osteland unlängst besichtigte Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen, das im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Vorhabens im Frühjahr 2009 einen vielbeachteten Versuchsbesatz mit Jungstören in der Oste vorgenommen hatte, sieht sich vor zwei schwierige Aufgaben gestellt: einerseits geeignete Gewässer für eine Wiedereinbürgerung ausfindig zu machen, andererseits durch Nachzucht genügend Jungtiere der bedrohten Art bereitzustellen.


Forscher Gessner ("Fisch und Fang"-Website)

Wie schwierig und wie dringlich diese Aufgaben sind, zeigt der Umstand, dass Bestände von Acipenser sturio außerhalb der Gironde in Frankreich, in der gerade noch rund 600 Tiere aller Alterklassen vermutet werden, "derzeit nicht mehr nachweisbar" sind, so der Berliner Fischerei-Experte Dr. Jörn Geßner.

Weil Frankreich nur eine "begrenzte Anzahl" von Satzfischen zur Verfügung stellen kann, kommt der "Auswahl eines möglichst optimal geeigneten Gewässersystems" nach Ansicht der Wissenschaftler besondere Bedeutung zu. Für eine Eignung der Oste spricht der Umstand, dass dieser Fluss "nach den ersten Untersuchungen offenbar längere Verweilzeiten der Störe ermöglicht", heißt es in einem der AG Osteland jetzt vorliegenden Bericht über "Erste Ergebnisse der telemetrischen Untersuchungen zu Wanderverhalten und der Habitatnutzung des Europäischen Störs in der Oste".


Stör-Experte Fredrich auf der "Acipenser"

Die Verfasser Jörn Geßner und Frank Fredrich konstatieren darin "eine gute Eignung des Flusses für die Jungfische im Rahmen der Untersuchung". Fredrich hatte auf der Oste mit Hilfe des Forschungsbootes "Acipenser" das Verhalten der ausgesetzten, zum Teil markierten und mit einem implantierten Ultraschallsender versehenen Tiere wochenlang rund um die Uhr beobachtet.

Die Tiere fühlten sich in der Oste offenbar wohl. "Die lange stationäre Phase des Aufenthaltes der Fische  wurde so in keinem anderen Gewässer beobachtet," heißt es in dem bislang unveröffentlichen Zwischenbericht. "Eine derartig intensive Nutzung des Lebensraums" lasse nur den Schluss zu, dass der Lebensraum sehr gut für die Ansprüche der beobachteten Tiere geeignet sei.

Im neuen Jahr sollte, so das Papier, "die Nutzung der mittleren Oste untersucht werden, um deren potentielle Eignung als Jungfischhabitat zu bestimmen". Eine Wiederholung der Arbeiten mit verschiedenen Größen der Tiere in den Jahren 2010 und 2011 scheine zur Absicherung der bisherigen Ergebnisse geboten. Insbesondere sei auch der Bereich der Oste oberhalb des Bremervörder Wehrs "von potentieller Bedeutung" insbesondere für frühe Lebensstadien. Daher sollte "der Mittellauf in die weiteren Untersuchungen einbezogen werden".


Bremervörder Wehr: Bedeutsamer Mittellauf

Um die Oste und ihre Zuflüsse "fischdurchgängig" zu machen, setzen die Artenschützer nicht nur auf Gemeinden wie Sittensen, das noch in diesem Jahr eine Querverbauung im Bereich der Wassermühle beseitigen will, sondern auch auf weitere staatliche und nichtstaatliche Unterstützung.

Die Niedersächsische Bingostiftung hat nach Angaben ihres Geschäftsführers, des früheren CDU-Landtagsabgeordneten Karsten Behr, für die Wiederansiedlung des Störs in der Oste kürzlich bereits rund 20.000 Euro bewilligt. Weitere Zuschussanträge laufen zur Zeit, wie der Vorsitzende des Wanderfisch-Arbeitskreises der Sportfischer, Wolfgang Schütz (Osten), mitteilt.

In diesem Zusammenhang verweisen die Sportfischer und die AG Osteland auf eine entsprechende Klausel des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und FDP. Darin heißt es: "Frei fließende Flüsse haben einen hohen ökologischen Wert. Die Durchgängigkeit der Flüsse für wandernde Fische muss wiederhergestellt werden. Für den Natur- und Hochwasserschutz sollen natürliche Auen reaktiviert und Flusstäler, wo immer möglich, renaturiert werden."

Um für die Rettung des Europäischen Störs zu werben, planen Angler und Artenschützer für die kommenden Wochen eine Informationsoffensive in den Oste-Landkreisen Cuxhaven, Stade und Rotenburg.

Am Freitag, 19. Februar, 19 Uhr, referiert Sportfischer-Vorsitzender Wolfgang Schütz in Osten im Clubhaus des Wassersportclubs Osten an der Ostebrücke in einer öffentlichen Veranstaltung über die Wanderfische in der Oste einst und jetzt. Dazu liest Jochen Bölsche (AG Osteland) aus dem Buch "Über die Oste".


Störfreunde Schütz (M.) mit Kück und Tiedemann

Einen "Stör-Gipfel" mit renommierten Experten veranstaltet die Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischer im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am Sonnabend, 6. März, im Saal des "Großenwördener Hofs" in Großenwörden . Ab 16 Uhr behandelt Prof. Harald Rosenthal, Präsident der World Sturgeon Conservation Society (Weltgesellschaft zur Erhaltung des Störs), das Thema "Weltweiter Gefährdungsstatus der Störe und internationale Bemühungen zu ihrer Rettung". Jörn Geßner - unlängst zurückgekehrt von einer Stör-Weltkonferenz in Wuhan (China) - beantwortet die Frage: "Was macht die Oste so besonders?". Ralf Gros (Lüneburg) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) referiert über "Möglichkeiten zur Umsetzung des 'Nationalen Aktionsplans zur Wiederansiedlung des Störs' in Niedersachsen".

Am Sonntag, 7. März, steht das Thema Oste-Störe auch auf der Agenda des "6. Tages der Oste" im Gasthaus Hellwege in Hagenah (Kreis Stade), wo der Berliner Störforscher Geßner den Festvortrag hält. Nachdem die AG Osteland und die Sportfischer voriges Jahr in Balje (Kreis Stade) und in Oberndorf (Kreis Cuxhaven), dem Standort eines Stördenkmals, zu mehreren Stör-Infoveranstaltungen eingeladen hatten, soll ein weiterer, noch nicht terminierter Vortrag des OPG-Vorsitzenden Schütz im Frühjahr in Sittensen (Kreis Rotenburg) folgen.






Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste