Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Schipper-Ball mit 
Rekordbeteiligung

Ostener Shantysänger im Osteland-Festhaus

22. 3. 2015. Grünkohl, Shantys, Tombola, Polonaise – das bewährte Programm des Schipper-Balls des Wassersportclubs Osten (WSCO) lockte am Sonnabend die Rekordzahl von 120 Gästen ins Osteland-Festhaus nach Osten.

Mit dem Traditionsgruß "Godewind ahoi" begrüßte WSCO-Vorsitzender Niels Dehde Delegationen aus Freiburg, Wischhafen, Drochtersen, Oberndorf und Hechthausen sowie vom Blauen Netz der Arbeitsgemeinschaft Osteland

Für maritime Stimmung sorgte die Shanty-Gruppe des Gemischten Chors Osten um WSCO-Vize Dr. Manfred Toborg (Video "Einmal noch nach Bombay" hier - das Original mit Hans Albers hier).

Bei der Tombola ging die 3-Liter-Flasche Wodka an Georg und Christel Mix aus Cadenberge
Ostefreunde an der Bar: Transatlantiksegler Bert und Marlene Frisch, Festwirt Jan Nachtigall und Ostens Bürgermeister Carsten Hubert.
Am Tisch mit Christel und Dieter Dede und dem schönsten Vereinswimpel an der Oste…
… feiert eine starke Delegation des Blauen Netzes der AG Osteland. 


Mit Festflagge
über die Elbe


Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens

8. 3. 2014. An der Festdekade zum Zehnjährigen der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel im Mai beteiligt sich auch die Segler-Vereinigung Oste Hemmoor (SVOH). Am Sonnabend, 10. Mai, um 7.30 Uhr starten die Skipper in Geversdorf, um die Jubiläumsflagge auf der Blauen Route der "Fährienstraße" nach Brunsbüttel zu bringen, wo der Hafen für die Gäste von der Oste reserviert ist. Abends wird gefeiert. Am nächsten Tag geht's zurück nach Geversdorf. Gastschiffe sind willkommen, Anmeldungen erbittet Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens vom Blauen Netz Oste unter Tel. 0170-8021421 oder b.juergens.hemmoor@t-online.de.

Ebenfalls am Sonnabend, 10. Mai, starten Wassersportler von der Mittleren Oste in Bremervörde zu einer Geschwaderfahrt in Richtung Kiel. Am Vorabend, dem 9. Mai, 19 Uhr, wird die Festdekade im Bremervörder Oste-Hotel mit einem Konzert eröffnet.


Neu: Ostelotse 
und Hafenführer


Ausgabe 2014 (Titelbild: Gundula Gäntgen)

28. 2. 2014.  Bereits in 3. Auflage erscheint im März der Oste-Hafenführer, den die gemeinnützigen AG Osteland wieder kostenlos an der Küste verbreitet, um Sportbootkapitänen und Kanuten das reizvolle, aber noch immer weithin unbekannte Revier nahezubringen.

Das vom AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten/Oste) zusammengestellte und mit Hilfe der Mitglieder des Blauen Netzes Oste aktualisierte 20-Seiten-Heft informiert über die neuen Kanu-Vorschriften und die Bootsverleiher am reizvollen Oberlauf ebenso wie über die Häfen und die vielen Sehenswürdigkeiten an der Tide-Oste zwischen Bremervörde und Neuhaus. 


Hafenführer-Autor Jochen Bölsche

Unter der Überschrift "Ich bin zwei Flüsse..." weist der reich bebilderte Revierführer auf die beiden "jeweils rund 75 km langen Flussabschnitte gänzlich unterschiedlicher Natur" hin: "Im Norden fließt die maritime Untere Oste, eingedeicht und von Ebbe und Flut beherrscht, in deren Mündung Seeadler und Seehund heimisch sind - ein ideales Gewässer für Yachten aller Art und Tidenruderer. Im Süden fließt die stille Obere Oste, an der sich Eisvögel und Kraniche beobachten lassen und die über weite Strecken ein wunderbares Revier ist für Kajakfahrer und Kanuten."

Zitiert wird in dem Hafenführer unter anderem der an der Oste lebende Autor Wolfgang Röhl, der den Fluss als "schilfwogend, nordseefrisch, wundergrün" und als "Geheimtipp" preist.


Ostelotse-Autoren Bert und Marlene Frisch

Neu ist in der jüngsten Auflage des Revierführers eine Beilage mit den optimalen Reisezeiten für Skipper aus Richtung Cuxhaven bzw. Hamburg-Wedel. Dieser "Ostelotse" - speziell geeignet für Törns zu Ostern, am 1. Mai, zu Himmelfahrt und zu Pfingsten - ist unter Berücksichtigung der Tidenzeiten für Elbe und Oste von dem Oberndorfer Segler-Ehepaar Bert und Marlene Frisch entwickelt worden.


Ausschnitt aus dem Ostelotsen

Der Hafenführer 2014/15 mit dem Ostelotsen ist demnächst bei ausgewählten Bootsclubs und weiterhin u. a. bei den Tourist-Infos www.wingst.de und www.hemmoor.de erhältlich und steht hier zum Download zur Verfügung:

> Hafenführer         > Ostelotse


Treffpunkt
Skipper-Ball


Shanty-Fest im
Alten Hafen


Alter Hafen in Neuhaus

18. 2. 2014. De Entscheidung ist gefallen, ein Veranstaltungsort gefunden: Das große Shanty-Festival zum10-jährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße - mit Chören von der gesamten Route zwischen Bremervörde und Kiel - wird am Sonntag, 18. Mai, im Alten Hafen in Neuhaus stattfinden. Das wurde jetzt mit Bürgermeister Georg Martens vereinbart, wie Gerd Drewes (Shantychor Hemmoor) mitteilt, der schon das Schwarzenhütten-Festival 2009 organisiert hatte.


Festival-Organisator Gerd Drewes

Osteland-Mitglied Drewes: "Wir hoffen, dass sich noch einige Sponsoren bereit erklären, uns zu unterstützen. Ansonsten wünschen wir uns gutes Wetter und viele Zuschauer." 

Am Tag zuvor wird im neuen Hafen die Barkasse "Bärbel" gefeiert.


Das wollte die
Kutter-Crew sagen


Jugendkutter-Freunde beim Tag der Oste

20. 2. 2014. So begeistert war die Mannschaft des Oberndorfer Wanderkutters "Onkel Ernst" am Wochenende beim 10. Tag der Oste über die Verleihung des Goldenen Hechts in der Kategorie Jugend, "dass wir es ganz vergessen haben, eine Dankesrede zu halten", wie Mitinitiator Harald Säland vom Blauen Netz hinterher der AG Osteland mitteilte.


Sponsoren Kuhne/Milan mit Jugendkutter-Team

"Wir sehen die Auszeichnung als Ansporn für die kommenden Jahre. Wir haben viel vor in diesem Jahr," schreibt seine Mitstreiterin Petra Reese auf Facebook. Beiden ist daran gelegen, aus Anlass der Preisverleihung auf den "starken Rückhalt aus dem Dorf" hinzuweisen.


Petra Reese (r.) mit Jugendlichen

Harald Säland schreibt: "Einer alleine ist da gar nichts. Als zum Beispiel das Schwert zum Entrosten ausgebaut werden sollte, brauchten wir zwei 'Schrauber'. Da niemand wusste, wie schwer so ein Kutterschwert ist (wir rechneten mit ca. 200 kg), brauchten wir noch einen Heber. Ich bin zum Bauern gegangen und fragte nach dem Frontlader vom Trecker. Kommentar: 'Trecker fahren kannst du? Dann fahr man los.' So konnte ich das Schwert aus dem Kutter herausheben. Ja, gerade von solchen Menschen profitieren wir bei unserem Projekten hier in Oberndorf. Natürlich bekam ich kurze Zeit später noch einmal den Trecker, um das Schwert wieder einzubauen. Das nur als Beispiel, wie bei uns gehandelt wird."

Um der Dorfgemeinschaft zu danken, will die Kutter-Crew "versuchen, in der 'Kombüse 53° Nord' einen Vitrinenplatz für die schöne Auszeichnung zu bekommen". Säland: "Das Dorf hat zu diesem Preis beigetragen - also soll auch das Dorf den Oste-Hecht und die Urkunde ansehen können."

Säland weiter: "So ein Preis verpflichtet auch - das ist uns klar. Mit unserem Programm für dieses Jahr brauchen wir uns aber wohl nicht zu verstecken. Mit zwölfmal Mittwochsegeln und drei Übernachtungsfahrten nach Cuxhaven, Freiburg (Jugendsegeltreffen) und Brunsbüttel sowie einem einwöchigen Segeltörn nach Hamburg und der Medemgrund-Rundregatta ist unser Kalender gut gefüllt."


Harald Säland auf der "Onkel Ernst"

In der von Osteland-Vorstandsmitglied Johannes Schmidt verlesenen Laudatio zur Verleihung des Goldenen Hechts (Sponsoren: Hanni Milan und Henning Kuhne) hiess es:

Unter Beteiligung Oberndorfer Jugendlicher ist es einem Team von Ostefreunden um Petra Reese und Harald Säland, unterstützt durch Bürgermeister Detlef Horeis und beraten durch den Nautiker Fred Dobrinkat, gelungen, den traditionsreichen gemeindeeigenen Jugendwanderkutter "Onkel Ernst" nach jahrelangem Garagenschlaf zu reaktivieren.

Auf diese Weise ist das Leben auf dem Fluss wieder durch einen lange Zeit verkannten Bootstyp bereichert worden, der von Experten als "marinehistorische Rarität", als "echter Oldtimer" und als "liebenswerter Saurier" geschätzt wird, wie es in dem Magazin "Yachtsportmuseum" heißt.

Die gut 50 Jahre alte, neun Meter lange, anderthalb Tonnen schwere und nach dem Bremer Bootsbauer und Mäzen Ernst Burmester benannte "Onkel Ernst" ist durch den Einsatz der Oberndorfer Ehrenamtlichen aufwändig restauriert worden.

Es ist darüber hinaus gelungen, durch Werbe- und Spendensammelaktionen etwa auf dem Weihnachtsmarkt, beim Neuhäuser 1813-Festival und bei der Regatta "Rund Medemgrund" sowie mit einer Tagesfahrt zum Cuxhavener Schwesterkutter "Hugo Rose" neue Akzente in der maritimen Jugendarbeit zu setzen und Mitstreiter für das Projekt zu finden. - Das Jugendwanderkutter-Team hat sich um die Oste verdient gemacht."


Aal auf der
Bliev Sinnig


Clubschiff im Bremervörder Hafen

18. 2. 2013.  Mit viel Lokalprominenz und Vertretern befreundeter Wassersportvereine unter anderem aus Osten und Elm feierte der Bremervörder Oste-Yacht-Club (OYC) sein traditionelles Aalessen auf der "Bliev Sinnig" im Hafen der Ostestadt. Nach einem viel belachten Vortrag des Alleinunterhalters Klaus ("Lauschi") Plate griff am späten Abend der OYC-Vorsitzende Stefan Thomann zur Gitarre. - Der OYC gehört auch der AG Osteland und deren Blauem Netz an.

Superfest im
Traditionshafen

Schon mal notieren: Das nächste "phänomenale, größte ländliche Hafenfest der Unterelbe" findet vom 22. bis 24. August in Wischhafen statt, wie Ostepreisträger Volker v. Bargen, Vorsitzender des Vereins Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum, mitteilt. Die Hafeninteressentenschaft, die den Gemeindehafen verwaltet, der heute Traditionshafen genannt wird, ist dann 175 Jahre alt.


Oste-Skipper
feiern mit 


SGO-Hauptversammlung in Niederstrich

20. 2. 2014. Rund 110 Mitglieder, ein reichhaltiges Programm und gesunde Finanzen – so präsentierte sich die Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO) heute bei ihrer Hauptversammlung im Gasthaus "Zur Sietwende" hinterm Deich in Niederstrich. Höhepunkt des neuen Vereinsjahrs ist, so Vorsitzender Eddy Uhtenwoldt, neben der alljährlichen Nordsee-Elbe-Regatta die Teilnahme an der Geschwaderfahrt der AG Osteland zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die am Sonnabend, 10. Mai, in Bremervörde - nach der Auftaktveranstaltung mit der Gruppe "Kaktusblüte" am Vorabend, dem 9. Mai, im Oste-Hotel - beginnt.

Mit einem Blumenstrauß dankte der Vorstand Christel Dede für die Mitorganisation der beliebten Abendschoppen, die ab März wieder an jedem 1. Freitag im Monat ab 19 Uhr im "Ostekap" auf dem SGO-Anleger stattfinden sollen.

Auch in diesem Jahr soll gemeinsam mit Wassersportfreunden vom gesamten Fluss gefeiert werden, unter anderem auf dem Ball des Ostener WSCO am 22. März, 19.30 Uhr, im Osteland-Festhaus in Osten.

Bekräftigt wurde in der Hauptversammlung die Entschlossenheit, gemeinsam mit der AG Osteland und ihrem Blauen Netz Oste unter dem Vorsitz von Bernd Jürgens jede Verschlechterung der Brückenöffnungszeiten an der Oste zu Lasten des Wassersports zu verhindern.


Die Wasserschutzpolizei informiert

Die gut besuchte Versammlung klang mit Vorträgen von Vertretern der Wasserschutzpolizei Cuxhaven und des Atlantikseglers Dirk Mennewisch aus.


Kanuregeln
überprüft

22. 2. 2014. Ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Kanu-Verordnung für die Obere Oste und Wümme ist das Urteil überwiegend positiv. Das zeigte sich bei einem Diskussionstermin mit Wassersportlern im Rotenburger Kreishaus.

Den Kompromiss zwischen Interessen des Wassersports und des Naturschutzes beurteilte der Präsident des Niedersächsischen Landeskanuverbandes, Dr. Albert Emmerich, als "vernünftig" und "hervorragend umgesetzt".

Kanuten dürfen die Flüsse, wie mehrfach berichtet, seit vorigem Jahr nur mit gekennzeichneten und angemeldeten Booten, an bestimmten Ein- und Ausstiegstellen und bei bestimmten Mindestpegelständen befahren. Mehr...


Hemmoor ehrt
Werner Breves


Engagiert für den Wassersport: Werner Breves

22. 1. 2014. Werner Breves, Mitbegründer und Vorsitzender der Wasserfreunde Hemmoor, Mitstreiter im Blauen Netz der AG Osteland und Organisator der bundesweit beachteten alljährlichen Ruderregatten auf der Oste, zählt zu den Hemmoorern, deren ehrenamtliche Arbeit beim Neujahrsempfang der Ostestadt gewürdigt worden ist. Weil Breves verhindert war, wird die Ehrung selber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.



Blauer Ball mit
grünem Kohl

Wassersportler Begemann und Hinck

2. 2. 2014. In gewohnt freundlicher, fast familiärer Atmosphäre feierte am Wochenende die Segler-Vereinigung Oste Hemmoor in Ohls Gasthof ihren Schipperball mit Grünkohlessen, Tanzmusik von DJ "Schippi" und einer gut bestückten, von Sportwart Bernd Jürgens mit Hilfe der Glücksfeen Antje Toborg und Katrin Malau moderierten Tombola.


SVOH-Sportwart Jürgens mit Glücksfeen

In seinem Grußwort zog der 2. Vorsitzende Heinz Begemann (Cadenberge) kurz Bilanz der über 25-jährigen Arbeit des von Jürgen Hinck (Hemmoor) geleiteten Vereins: Finanziell gesund, habe die SVOH alle größeren baulichen Maßnahmen - Sanitärgebäude, Winterlager, Kran, Steganlagen - abgeschlossen und optimale Bedingungen für die Wassersportler geschaffen. Nun gehe es darum, das Erreichte zu sichern, was nur mit gemeinsamen Anstrengungen aller Mitglieder gelingen könne.


Gute Stimmung an allen Tischen

Erfreut zeigte sich Begemann darüber, dass es gelungen sei, im Verbund mit allen anderen Wassersportvereinen (www.blaues-netz-oste.de) den Versuch zunächst zurückzuschlagen, die Öffnungszeiten der Oste-Brücken zu reduzieren.


Themen der Festrede: Osteland und Fährstraße

Dem zehnjährigen Bestehen der AG Osteland und der Deutschen Fährstraße war der 1000-Sekunden-Festvortrag mit Beamer-Präsentation des Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche gewidmet (Wortlaut hier). - In guter Stimmung feierten mit den Hemmoorer Seglern auch die Vertreter von SVN, WSCO und SGO, Professor Dipl.-Ing Peter Döscher (Cuxhaven/Hannover), Dr. Manfred Toborg (Osten) und Henning Kuhne (Oberndorf) mit ihren Damen. 

Am 9. Februar lädt die SVOH zu einem Familienwandertag nach Ringstedt, den Bernd Jürgens und Doris von Lehe organisieren.


"Onkel Ernst" mit
starkem Programm


Petra Reese und Harald Säland in Oberndorf

7. 1. 2014. Jahrelang gammelte der gemeindeeigene Oberndorfer Jugendkutter "Onkel Ernst" vor sich hin, ehe sich eine kleine Gruppe von AG-Osteland-Mitgliedern um Petra Reese und Harald Säland fand, die den Oldtimer reaktivierte. Für das neue Jahr hat die Crew ein umfangreiches Programm mit rund 40 Terminen zusammengestellt, das hier im Netz steht.

Jugendkutter
auf Youtube


Jugendliche auf dem Oberndorfer Wanderkutter

15. 10. 2013. Neu auf Youtube ist eine Bilderschau über das erste Segeljahr mit dem Oberndorfer Jugendwanderkutter "Onkel Ernst", der durch eine Initiative von Ehrenamtlichen um Petra Reese und Harald Säland restauriert und für die Mehrgenerationen- und Jugendarbeit reaktiviert worden ist. Ansehen...


Veranstaltungen mit
Thema Fährstraße


Auch hier geht's um die Fährstraße

20. 1. 2024. Um das Jubiläum an der Oste ging es auf dem Neujahrdempfang der Gewerkschaft verdi und des DGB in Hechthausen, wo Jochen Bölsche über die Route und die AG Osteland sprach. Dieses Thema steht auch auf der Tagesordnung der Hauptversammlung des Sportfischer-Vereins "Oste" (siehe Logo) am Sonnabend, 25. Januar, im Ostener "Fährkrug". Beim Schipperball der Seglervereinigung Oste (SVOH) am Sonnabend, 1. Februar, 19.30 Uhr, in Ohl's Gasthof in Hemmoor spricht Osteland-Vorsitzender  Bölsche über die Deutsche Fährstraße und den Weltverband der Schwebefähren; der Ball steht aus Anlass des Jubiläums unter dem Motto "Fährmann, hol öber".


Asterix in
der Oste


Bericht im Wochenend-Abendblatt

13. 1. 2014. Seit der Stör zum "Fisch des Jahres 2014" ernannt worden ist, sorgt er für bundesweit für Schlagzeilen. Das Hamburger Abendblatt berichtet am Wochenende in großer Aufmachung über den "Asterix der Fische" und die Bemühungen um seine Wiedereinbürgerung. Was hat der Oste-Stör mit dem kleinen Gallier zu tun? Abendblatt-Autorin Kerstin Viering zitiert in ihrem informativen Bericht den Berliner Fischereiwissenschaftler und Osterland-Kulturpreisträger Dr. Jörn Gessner (Foto):

"Die Gallier haben lange Nasen. Sie erreichen eine eindrucksvolle Größe von bis zu fünf Metern und hüllen ihren Körper in Knochenplatten. Wenn Jörn Geßner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) die Geschichte des Europäischen Störs erzählt, fühlt man sich unweigerlich an Asterix und seine Kumpane erinnert.

Die sturköpfigen Helden in den bekannten Comic-Geschichten leisten in einem kleinen Dorf im heutigen Frankreich hartnäckigen Widerstand gegen die Römer. 'Und genau so hat auch ein letzter kleiner Störbestand in der französischen Gironde den Gefahren der modernen Zivilisation getrotzt', sagt der Biologe. Überall sonst in Europa ist der einst so häufige Fisch ausgestorben.”


Stör ging vor
Belum ins Netz


Zeeck und Gessner beim Störfest in Elm

22. 1. 2014. Zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ist dem Elbfischer und Ostepreisträger Walter Zeeck aus Geversdorf ein heranwachsender Stör ins Netz gegangen. Wie Zeeck im Gespräch mit www.oste.de mitteilte, war das als Jungfisch in der Havel ausgesetzte Tier 40 cm lang, als es von der Crew des Fischkutters "Ostetal" am Montag vor der Ostemündung bei Belum gefangen, registriert und wieder freigesetzt wurde.

Über den Fang wurde auch der Leiter des Wiedereinbürgerungsprojekts, Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Berliner für Gewässerökologie und Binnenfischerei, informiert.


Klicken für
den Stör


Stördenkmal: Schule als Winterquartier

11. 1. 2014. Das schwimmende Stör-Denkmal aus Oberndorf überwindert, wie berichtet, in der dortigen Kiebitzschule. Schulleiterin Christiane Möller nimmt das zum Anlass, die Kinder über den einst in der Oste heimischen, nahezu ausgestorbenen Kaviarfisch zu informieren. Dazu hat sie den Sprecher der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische, "Störvater" Wolfgang Schütz, dafür gewonnen, am Montag, 20. Januar, 11 Uhr, vor den Grundschulkindern über den "Fisch des Jahres 2014" zu sprechen. Schütz: "Das mache ich doch gern."

Lesetipp: Der Oste-Stör ist Thema eines sehr fundierten und ausführlichen Berichts von Oste-Preisträgerin Wiebke Kramp in der Wochenend-NEZ. Der Artikel ist auf nez.de online verfügbar nach Überwindung der vom Verlag soeben eingeführten Bezahlschranke für Premium-Angebote.

Übrigens: Die international beachtete Wiedereinbürgerung des Störs hat gute Chancen, auch UN-Projekt des Monats zu werden - wenn genügend Leser hier klicken.


Starkes Team
auf Oslo-Törn


Per "Kreuzfährschiff" geht's nach Norwegen

9. 1. 2013. Nahezu täglich gehen bei der AG Osteland neue Ideen und Termine für die Festdekade zum Zehnjährigen der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel (mit Verlängerung nach Oslo) ein. Rund 40 Ostefreunde (aktueller Stand), darunter rund 20 Teilnehmer vom Shantychor Hemmoor,  haben bereits jetzt eine Tour Kiel - Oslo - Kiel mit dem Kreuzfährschiff Color Fantasy von Mittwochmittag, 14. Mai, bis Freitagmorgen, 16. Mai, gebucht.

Bus- und Schiffreise
schon jetzt buchen


Bereist die "Fährstraße": Shantychor Hemmoor

Der Shantychor, der Auftritte an Land und auf See und eine Stadtrundfahrt in Oslo plant, will einen Bus für die Strecke Lamstedt - Kiel - Lamstedt (Zustieg in Hemmoor) einsetzen. Wer den Bus mit nutzen will, kann sich bei Chorleiter Rainer Kupke (E-Mail, Tel. 04771-3371) anmelden. Die Oslo-Reise mit zwei Bordübernachtungen (zur Zeit 89 Euro pro Person) muss hier individuell gebucht werden (jeweils in eigener Verantwortung).


Beispielhaft
im Osteland


Ausschnitt aus dem Flyer - Gesamtansicht

8. 1. 2014. Als "beispielhaft" beurteilt der Landessportfischerverband Niedersachsen die Artenschutzbemühungen der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische. Das geht aus einem neuen Faltblatt über die Wiederansiedlung des Störs hervor, das zurzeit in hoher Auflage verbreitet wird. Anlass ist die Ausrufung des vom Aussterben bedrohten Europäischen Störs zum Fisch des Jahres 2014. - Der komplette Flyer steht hier.


Proteststurm gegen
Einsparversuche


Wassersport-Revier Oste bei Oberndorf

3. 12. 2013. Während Meteorologen Orkanwarnungen für Norddeutschland verbreiteten, erlebten Behördenvertreter am Dienstag im Hemmoorer Rathaussaal einen Proteststurm: Zwei Dutzend Vertreter von Sport- und Berufsschifffahrt sowie der Fischerei entlang der Tide-Oste zwischen Bremervörde und der Mündung bei Balje waren vom Kreis Cuxhaven zu einem Informationsgespräch eingeladen worden. Heiß umstrittenes Thema: eine vorgesehene "Änderung im Betrieb der Brücken hinsichtlich der Besetztzeiten".

Während sich Behördenvertreter von einem zeitweisen Ersatz der Brückenwärter-Präsenz durch eine Rufbereitschaft Einsparungen erhoffen, fürchten Wassersportler, aber auch "Mocambo"-Kapitän Caspar Bingemer (Oberndorf) und "Ostetal"-Berufsfischer Walter Zeeck (Geversdorf) eine erschwerten Zugang zur Oste und damit eine Attraktivitätsminderung für das Revier - mit Auswirkungen bis hinauf nach Bremervörde.


Wassersport-Vertreter im Hemmoorer Rathaus

Schon jetzt sei die Oste aufgrund einer Untiefe in Mündungsnähe, des Sperrwerks bei Neuhaus und der Klappbrücken in Geversdorf und Oberndorf für Gastschiffe zeitweise nicht leicht erreichbar. Jede weitere Beeinträchtigung des Zugangs etwa durch Anmelde- und Wartezeiten sei - auch angesichts fehlender Warteschlengel und Informationstafeln sowie der Funklöcher zwischen den Deichen - "nicht hinnehmbar", erklärte Bernd Jürgens (Hemmoor) vom "Blauen Netz Oste", dem Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer der AG Osteland.

Die rückläufige Zahl der Wassertouristen auch auf der Oste erfordere statt Einschränkung der Passierbarkeit - ganz im Gegenteil - mehr Service, mehr Information und mehr Werbung für die Flussregion, meint die AG Osteland, die schon im Frühjahr Sparmaßnahmen auf Kosten des Wassertourismus als Schildbürgerstreich bezeichnet hatte.

Als "kompliziert" gelte die Oste vielen auswärtigen Seglern schon jetzt, warnte Bert Frisch (Oberndorf), Beiratsvorsitzender des Vereins "Transocean", davor, "die Dinge noch weiter zu komplizieren". Dr. Manfred Toborg vom Vorstand des Wassersportclubs Osten (WSCO) bestätigte, er habe "solche Schwierigkeiten mit Brücken wie an der Oste noch nie erlebt", obwohl er "weltweit rumgesegelt" sei.


AG-Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens

Vertreter verschiedener Vereine warnten davor, um tatsächlicher oder vermeintlicher Einsparungen willen neue "Nadelöhre" zu schaffen. Damit würden die in den letzten Jahren erkämpften Millionen-Investitionen von EU und Kommunen entwertet, mit denen neue Schiffsanleger in Balje, Oberndorf, Osten, Großenwörden, Hechthausen-Klint, Brobergen und demnächst Kranenburg (ab Mai 2014) geschaffen worden sind.

Wenn Wassersportler künftig einfacher zu erreichende Reviere bevorzugten, hätte dies nicht nur für die Flussgastronomie, sondern auch für die Vereine schmerzliche Folgen. Die heimischen Wassersportler nämlich haben mit erheblichem Aufwand neue Sanitärgebäude (Geversdorf) und Tourismusstege (Oberndorf) gebaut. Viele sind wie die Neuhäuser Segler auf die Einnahmen von Gastliegern angewiesen, um etwa die regelmäßig anfallenden Baggerarbeiten vornehmen zu können.

Zugunsten erhoffter Einsparungen in einem Behörden-Teilhaushalt drohe darüber hinaus auch jahrelang erbrachtes ehrenamtliches Engagement konterkariert zu werden. Als Beispiel genannt wurden von den Vereinen geschalteten Annoncen in Skippermagazinen oder die spendenfinanzierten Osteland-Werbeaktionen mit Flaggen ("Lust auf Osteland") und auf Stellwänden ("Der Fluss, der alles hat") sowie mit insgesamt rund 150.000 "Oste-Hafenführern" und Faltblättern über die "Blaue Route" der Deutschen Fährstraße zwischen Oste und Ostsee.


SGO-Vorsitzender Eddy Uhtenwoldt

AG-Osteland-Vize und Wasserbau-Ingenieur Walter Rademacher (Neuhaus) und Wassersportler wie Eddy Uhtenwoldt und Eybe Schönteich von der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) kritisierten, dass die Möglichkeit langfristiger Einsparungen durch eine Fernbedienbarkeit der Klappbrücken nach dem Vorbild Dutzender in- und ausländischer Flüsse offenbar nicht ernsthaft erwogen und geprüft worden sei.

Angesichts dieser Umstände seien die behördlichen Absichten für die Vereine nicht akzeptabel, erklärte Jürgen Hinck, Vorsitzender der Segler-Vereinigung Oste Hemmoor (SVOH): "Freiwillig werden wir unsere Seele und unsere Osteheimat nicht verkaufen."

Der Hemmoorer Samtgemeinde-Bürgermeister, Oberdeichgrefe und Kreispolitiker Hans Wilhelm Saul (SPD) erklärte dazu, er teile die Sorgen der Wassersportler. Er kündigte an, das hannoversche Wirtschaftsministerium einzuschalten, das für eine Stärkung des Wassertourismus eintritt.


Hemmoorer Ostefreunde Hinck und Saul

Außerdem will Saul sich im Kreistag dafür einzusetzen, dass der besonders teure Geversdorfer Brückenbetrieb unter Beibehaltung der bewährten Öffnungskonditionen ausgeschrieben und gegebenenfalls an einen günstigeren Anbieter neu vergeben wird. Diese Vorgehensweise, die nun von der Verwaltung geprüft werden soll, fand auch die Zustimmung der Vereinsvertreter.


Scheck für
die Retter


Uhtenwoldt (M.) und Jürgens in Cuxhaven

26. 11. 2013. Eine Spende in Höhe von 200 Euro für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben heute Bernd Jürgens und Eddy Uhtenwoldt vom Blauen Netz Oste der AG Osteland auf dem Rettungskreuzer "Vormann Jantzen" übergeben. 

Der Betrag stammt von den Teilnehmern der Aktion "Absegeln mit Freunden", zu der die AG Osteland in diesem Jahr erstmals in die Ostehäfen Neuhaus und Oberndorf eingeladen hatte.


Von Osten
nach Oslo


Auf Norwegenkurs: Fährschiff Color Fantasy

26. 11. 2013. Das wird einer der Höhepunkte der zehntägigen Feier zum Zehnjährigen der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel: Zum Jubiläum (Programm) wird die "Fährienstraße" gleichsam von der Oste über die Ostsee verlängert bis Oslo. Von Mittwochmittag, 14. Mai, bis Freitagmorgen, 16. Mai, ist eine Kurzreise auf einem der norwegischen Colorline-"Kreuzfährschiffe" mit zwei Bordübernachtungen (zur Zeit 89 Euro pro Person) vom Fährhafen Kiel - dem Endpunkt der Deutschen Fährstrasse - bis Oslo und zurück geplant. 

Der Shantychor Hemmoor möchte auf der Fähre ein Konzert geben. Wer mitfahren möchte, sollte möglichst bald den Oslo-Törn vom 14. bis 16. Mai hier individuell buchen (jeweils in eigener Verantwortung). Gerechnet wird mit rund 100 Teilnehmern von der Oste.


Fantasie und
Flussfähren


Fährmodell im Museum Geversdorf

26. 11. 2013. Auch das Heimatmuseum Geversdorf wird die Festdekade zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Fährstrasse (9. bis 18. Mai 2014) bereichern. - Am Sonnabend, 17. Mai, 15 bis 17 Uhr, wird bei Kaffee und Kuchen die Ausstellung "Norddeutsche Landschaften und Fantasiewelten" mit Werken von Dietmar Kriegel aus Ebersdorf eröffnet. An diesem Tag - und ebenso am 18. Mai - soll im Museum außerdem über die frühere Geversdorfer Ostefähre informiert werden.


Bild von Dietmar Kriegel

Der 1941 in Schneidwitz (Schlesien) geborene Kriegel hat nach dem Studium zum Realschullehrer für Mathematik und Kunst lange als Fachseminarleiter Kunst am Ausbildungsseminar Cuxhaven gearbeitet. Seine Werke wurden bisher vor allem im Bremervörder Raum ausgestellt. Die Ausstellung zeigt die Vielfältigkeit des Künstlers, es werden wirklichkeitsnahe Aquarelle, Fantasiegestalten und -welten, aber auch nicht Gegenständliches auf sogenannten Abklatschbildern (Decalkomanie) präsentiert.

Auch am Internationalen Museumstag am 18. Mai sind Ausstellung, Museum und Kaffeebar von 13 bis 17 Uhr geöffnet. So sind an den beiden letzten Tagen der Fährstrassen-Festdekade auch die Exponate zur einstigen Geversdorfer Fähre verfügbar, wie Anja Hellwege vom Museum mitteilt.


Skipper (81)
tot auf Juist


Gestrandete "Globetrotter" aus Neuhaus

19. 10. 2013. Ein 81-jähriger Einhandsegler aus Wingst ist mit seinem Zweimaster "Globetrotter II" in der Nacht zum Freitag bei Juist gestrandet und tödlich verunglückt

Am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr entdeckten Spaziergänger auf der Insel ein gestrandetes und verlassenes Segelboot aus Neuhaus/Oste. Wie das Europäische Segler-Informationssystem esys.org weiter meldet, entedeckten Rettungskräfte in der Umgebung des Schiffes die Leiche des Skippers.

Wie ein Polizeisprecher erklärte, muss der beschädigt aufgefundene Zweimaster bei extremen Windbedingungen mit bis zu 10 Beaufort in Schwierigkeiten gekommen sein. Experten halten es laut esys.org für möglich, dass er sich von der offenen Nordsee in die ruhigere See südlich Juist retten wollte und deshalb die knapp drei Kilometer breite Passage zwischen Juist und Norderney wählte.

Suchtrupps fanden einige Kilometer vom Unglücksort entfernt am Ostufer der Insel die Leiche des Schiffseigners. Mit vier Booten von Norderney und Juist sowie drei Hubschraubern wurde vergebens nach möglichen weiteren Crewmitgliedern gesucht. Gegen 14 Uhr wurde die Suche am Freitag eingestellt. Es habe keine Hinweise auf weitere Mitsegler gegeben, hiess es. 

Dank für Hinweise an Eddy Uhtenwoldt.


Absegeln mit
60 Freunden


Bernd Jürgens begrüsst die Gäste

22. 9. 2013. Rund 60 Wassersportfreunde aus der Elbe/Oste-Region - von Mühlenberg bis Cuxhaven - waren der Einladung des Blauen Netzes der AG Osteland zum "Absegeln/Abmotoren unter Freunden" auf der Oste gefolgt. Bericht und viele Fotos auf unserer SONDERSEITE.


Geversdorf feiert 
25 Jahre Brücke


Die Geversdorfer Brücke löste 1988 die Fähre ab

21. 8. 2013. Durch den Bau der Ostebrücke - heute Teil der Deutschen Fährstrasse - wurde 1988 die Geversdorfer Ostefähre abgelöst. Am Sonnabend, 7. September, vom vormittäglichen Gottesdienst (11 Uhr) bis in die Nacht, feiert der Heimatverein mit Musik und Dörferkampf Geversdorf - Balje an der Werft im Hafen das 25. Brückenjubiläum.


Modell der alten Geversdorfer Prahmfähre

Gezeigt wird dort auch eine von den Heimatfreunden um Ostepreisträger Günter Lunden angebotene Ausstellung über den Bau der Brücke. Vom 10. bis 24. Oktober wird jeweils donnerstags ab 14 Uhr oder nach Absprache Gelegenheit sein, die Bilder im Heimatmuseum zu sehen sein.

In Frühjahr ihres Jubiläumsjahres hatte die Ostebrücke Schlagzeilen gemacht: Wassersportler und AG Osteland protestierten gegen den vom Landkreis Cuxhaven geplanten "Schuldbürgerstreich", die Öffnungszeiten der Klappbrücke zum Nachteil der Sportschifffahrt zu reduzieren.

Wie die Brücke vor 25 Jahren eröffnet wurde und was daraufhin mit der Fähre geschah, wird in dem 2009 erschienenen Buch "Über die Oste" (MCE, Drochtersen) von Jochen Bölsche unter anderem so beschrieben:

"... Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche weiht damals, vor einem Vierteljahrhundert, die 30 Meter lange und 110 Tonnen schwere Klappbrücke ein, die von Bürgermeister Heinz Behrens bei einer Riesen-Fete mit Heißluftballonstart und Feuerwerk als "Jahrhundertbauwerk" gepriesen wird.


Geversdorfs Werft erlebte einst viele Stapelläufe

Den alten Fährleuten werden neue Jobs als Brückenwärter angeboten, die über 500 Jahre alte Fährverbindung ist Geschichte. Die 1949 in Stade gebaute Motorseilfähre gilt nun als Inbegriff des Gestrigen.

Sie "rostet am Oste-Ufer still und leise vor sich hin", schreibt die "Niederelbe-Zeitung" (NEZ) – bis die Ostener Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre den Oldtimer Anfang 1989 vom Besitzer Ferdinand Lühmann erwirbt.

Ein Motorseilzug-Fährprahm hatte dem Vereinsvorsitzenden und Hotelier Horst Ahlf noch in der Sammlung gefehlt. Doch die "Fähre Geversdorf" bringt dem Verein nur Unglück.

Zwar genehmigt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) 1990 einen Liegeplatz am Hemmoorer Osteufer, doch der Kreis verweigert die Baugenehmigung. Provisorische Liegeplätze am WSA-Anleger und im Hafen Schwarzenhütten werden wegen Eigenbedarfs gekündigt. Die Akten über einschlägige Rechtsstreitigkeiten füllen einen dicken Ordner.

Als die undicht gewordene Fähre im Januar 1997 bei Eisgang sinkt, weil die Lenzpumpen ausgefallen sind, ordnet das WSA unter Androhung von Zwangsmitteln die sofortige Bergung an, die auf 130.000 Mark veranschlagt wird. Der Landkreis verfügt obendrein die Auslegung von Ölsperren - dem ehrenamtlich arbeitenden Verein droht das Aus.

Immerhin gelingt es, die Bergungskosten auf knapp ein Zehntel der veranschlagten Summe zu begrenzen – 30 heimische Feuerwehrmänner und 20 Stader DLRG-Mitarbeiter pumpen am 2. Februar die Schwimmkörper leer, Taucher bringen am Rumpf Auftriebskissen an. Nach neunstündiger Arbeit beginnt die Museumsfähre langsam aufzuschwimmen.

Doch dann kommt neuer Ärger auf den Verein zu, die "Dauerfehde" (NEZ) mit den Behörden nimmt kein Ende. Das WSA verlangt ein Gutachten zum Nachweis der Schwimmfähigkeit, die Kosten für einen neuen befestigten Liegeplatz werden auf 180.000 Mark geschätzt – den Mitgliedern reicht's.

Wegen der unkalkulierbaren finanziellen Risiken beschließt die Hauptversammlung der Fördergesellschaft Anfang 1998, den Unglücksprahm zu "verwerten". Die alte Geversdorfer Fähre wird daraufhin verschrottet."


Die Könige der
Elbmündung


Wimpel der Segler-Gemeinschaft Oberndorf

3. 9. 2013. Die dritte und entscheidende Wertung im Rahmen des Nordsee Elbe Cups 2013 der Segler erfolgt mit der Oberndorfer Herbstregatta "Rund Medemgrund" an diesem Sonnabend, 7. September. Die erste Runde hatte Anfang Juni mit der Cuxhavener Vogelsand-Regatta stattgefunden, dier zweite im August mit der Brunsbütteler Elbewettfahrt in Richtung Cuxhaven. 

Wenn am Sonnabend bei der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) - Mitglied der AG Osteland - die diesjährigen Könige der Elbmündung gekrönt sind, wird in der Bentwischer Schützenhalle gefeiert. Bereits um 17 Uhr beginnt dort die Regattafete. "Dazu gibt's wieder ein Grillbuffet, frisches Fassbier und fruchtige Cocktails an der Bar, außerdem eine Tombola mit attraktiven Preisen für Segler und Nichtsegler," sagt Vorstandsmitglied Lothar Beisenherz: "Da könnt Ihr alte und neue Freunde treffen, auch aus den anderen Vereinen an Elbe und Oste."

Schon am Freitagabend ab 19 Uhr können die Wasserfreunde in der Schützenhalle in Bentwisch bei einem frisch gezapften Bier und leckerer Grillwurst mit Freunden über Sommer, Urlaub oder die aktuellen Themen an der Oste klönen. 


Alles dreht sich
um die Fische


Meister-Angler Willy Frosch

3. 9. 2013. Zum fünften Mal dreht sich am Sonntag, 8. September, im Natureum Niederelbe einen Tag lang alles um Fische und Angeln. In Kooperation mit dem ASV Neuhaus/Oste und weiteren Interessierten wird von 10 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit Willy Frosch gibt sich ein echter Angelchampion die Ehre. 

An Infoständen des ASV Neuhaus/Oste geben Spezialisten ihr Wissen weiter. Themen sind u. a. Kunstköder, Fischen mit der Kopfrute, Meeresfischen, Ansitz auf Karpfen und andere Friedfische. Dabei präsentieren sie neuste Geräte, Equipment und Angelmethoden - z. B. Angeln mit Pose, „Drop-Shot“ oder die „Faulenzermethode“ - und geben nützliche Tipps für die Praxis am Gewässer. Selbst mit Hand anlegen können Besucher in dem Workshop „Wobbler selbstgebaut“. Philipp Eereveld zeigt Interessierten ab 11 Uhr, wie mit relativ wenig Aufwand Wobbler aus Balsaholz in Eigenarbeit hergestellt werden können. 

Mit Willy Frosch ist ein ehemaliger Weltklasse-Wettkampfangler im Natureum zu Gast. Der Vize-Weltmeister und mehrfache Deutsche Meister stellt interessierten Anglern von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr das moderne Feederfischen vor und verrät nützliche Tricks zu Futterkörben und Montagen, Futtermischungen sowie Geräten. 

Außerdem findet ein großer Casting-Wettbewerb mit Angelziel- und -weitwurf statt. Den glücklichen Gewinnern winken als Preise bunt gefüllte Präsentkörbe. Auch bei der Fisch-Tombola gibt es mit ein wenig Glück viele interessante Preise für kleine und große „Petri-Jünger“ zu gewinnen. Der Kiebitzmarkt Otterndorf und Cadenberge bietet an seinem Verkaufstand Top-Sonderangebote. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen neben dem Café/Bistro Mitglieder des ASV Neuhaus und des Fördervereins Natureum Niederelbe, die fangfrische Makrelen aus Norwegen und Würstchen auf dem Grill zubereiten. 

Selbstverständlich können alle Ausstellungen im Natureum Niederelbe besichtigt werden. Die großformatigen Fotos aus der Reihe "Seamore" von Betty Schöner passen perfekt in das Konzept des Tages, zeigen sie doch Meereslebewesen aller Art aus ungewöhnlicher Perspektive. Und auch in der Anfang des Jahres neu gestalteten Dauerausstellung „Lebensader Elbstrom – Brücke zwischen den Welten“, kommen Besucher naturgemäß nicht um den Fisch herum. Wer zwischendrin eine Pause von Kiemen, Flossen und Angelruten benötigt, kann um 11.50 Uhr mit der „Mocambo“ in See stechen. Mit etwas Glück sind auf der Fahrt zahlreiche Watvögel und Seehunde beim Sonnenbad zu beobachten. 

Am Tag des Fisches erhalten alle Besucher mit gültiger Fischereierlaubnis sowie deren Familienmitglieder 50 % Rabatt auf den Natureums-Eintritt. 


Leuchtturm-Tag 
mit dem "Baljer"


Ausflug der SPD Balje zum alten Leuchtturm

31. 8. 2013. An diesem Sonntag, 1. September, von 10 bis 17 Uhr öffnen acht Seezeichen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und drei Museumsleuchttürme ihre Türen, darunter der "Kleine Baljer" in Nordkehdingen, der nur durch Bürgermut vor dem Verfall gerettet wurde. Bereits am Freitag zuvor hatten sich auf Einladung des neuen agilen SPD-Ortsvorsitzenden von Balje, Christian Otten, 25 Sympathisanten per Fahrrad auf den Weg zum alten Leuchtturm aufgemacht. Nach einer Führung durch den Turm, Informationen von Gerhard Gebhardt und ausgiebigem Genuss der herrlichen Aussicht traf sich die lustige Gesellschaft in Leuchtturmnähe zum Klönschnack und Gedankenaustausch am Rosenbeet, bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. 


Kaffee und Kuchen in Leuchtturmnähe

Das Natureum hat am Sonntag den Baljer Turm in sein Programm aufgenommen. In dem denkmalgeschützten ehemaligen Leit- und Quermarkenfeuer erwartete die Teilnehmer eine Ausstellung zur Leuchtturmtechnik sowie über die Natur- und Landschaftsgeschichte der Kehdinger Marsch. Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen bereitsteht, empfiehlt sich eine schnelle Ticketreservierung online unter oder unter Tel.  0 47 53 / 84 21 10. Der Fahrpreis ab Natureum beträgt 8 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder. Der Eintritt ins Natureum ist nicht im Preis enthalten, mit den Tickets erhalten die Teilnehmer jedoch reduzierten Eintritt zum Gruppenpreis.


Buddelschiffbauer Peterskeit in Neuhaus

Im Natureum selber stehen anlässlich des Elbe-Leuchtturmtages während der öffentlichen Führung durch die Ausstellung "Lebensader Elbstrom" um 13.15 Uhr die Leuchtfeuer der Elbmündung im Mittelpunkt. Im Rahmen des etwa halbstündigen Rundgangs wird speziell auf Seezeichen, Fahrwasserbezeichnung, Leitfeuer und Richtfeuer, Tonnen und Baken sowie Feuerschiffe eingegangen.


Buddel-Leuchtturm von Lothar Peterskeit

In der Galerie im Turm ist neben weiteren Seezeichen und diversen Schiffen der Alte Baljer Leuchtturm in einer Buddel zu bewundern. Die Kunstwerke werden nach historischen Vorbildern von Lothar Peterskeit, dem "Herrn der tausend Buddelschiffe",  angefertigt, der seit über 50 Jahren Buddelschiffe bastelt. Am Leuchtturmtag gibt er sein Wissen an die Natureumsbesucher weiter und zeigt Kindern und Erwachsenen, wie das Schiff in die Buddel kommt.

Im Vortragsraum stellt der Film "Der Alte Baljer Leuchtturm" von Osteland-Mitglied Claus List das maritime Denkmal im Kehdinger Land vor. 

Auf eine Exkursion lädt der Vogelkieker ein, der um 10.30 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr vom Natureum zum Baljer Leuchtturm startet, einem der 56 Leuchtfeuer, die von Hamburg bis zur Nordsee am Ufer der Elbe stehen. 

Diese Leuchttürme sind außer dem "Kleinen Baljer" am 1. September geöffnet: das Oberfeuer Tinsdal aus dem Jahr 1899 am Hamburger Stadtrand, das Unterfeuer Somfletherwisch nahe Jork, das Leitfeuer Twielenfleth im Alten Land, das Oberfeuer Kollmar auf der schleswig-holsteinischen Elbseite, das Oberfeuer Krautsand, das Unterfeuer Scheelenkuhlen in St. Margarethen, das Oberfeuer Otterndorf, das Oberfeuer Wehldorf, das Unterfeuer „Dicke Berta“ sowie das Oberfeuer in Cuxhaven-Altenbruch.

Ein Veranstaltungsflyer mit den Leuchttürmen inklusive Lageplan ist hier im Internet zu finden.


Freie Fahrt
für Skipper


Erneuerungsbedürftig: Schleuse in Otterndorf

24. 8. 2013. Entwarnung für Skipper: Bei der Sanierung der Ottendorfer Kanalschleuse sollen zwar die Kosten reduziert werden. Die Schleusenfunktion für die Freizeitschifffahrt soll jedoch - bis auf die Bauphase - erhalten bleiben. Das ergab laut NEZ ein Gespräch mit Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), zu dem der Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen (SPD) eingeladen hatte. Auch die AG Osteland hatte vor einer Sperrung des touristisch bedeutsamen Wasserwegs gewarnt.


Per Wanderkutter
nach Cuxhaven


"Onkel Ernst" in Cuxhaven (Facebook/Bruns)

12. 8. 2013. Jahrelang rottete der gemeindeeigene Oberndorfer Jugendwanderkutter "Onkel Ernst" ungenutzt vor sich hin. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen hat im vorigen Jahr das Boot restauriert, damit es Interessierten als Mehrgenerationenboot zur Verfügung stehen kann. Jetzt haben die Bootsretter um Harald Säland, Petra Reese, Dr. Maja Wiegemann und Jörn Möller - alle Genannten sind Mitglied der AG Osteland - erstmals einen größeren Törn zu einem baugleichen Schwesterkutter nach Cuxhaven organisiert. 

Über 30 Fotos von Rüdiger Bruns vom Wochenende stehen auf der Facebook-Seite von Petra Reese.

Lesetipp:Große Reportage von Ostepreisträgerin Wiebke Kramp ("Spaßtörn mit 'Onkel Ernst'") heute in der Niederelbe-Zeitung.


Blaue Wochen an
und auf der Oste


Plakat zum Deichfest in Oberndorf

7. 8. 2013. Eine lange Kette wassersportlicher Veranstaltungen lockt in den nächsten Wochen in die Osteregion. Am Sonnabend, 10. August, ab 18 Uhr wurde ein großes Lichterfest am historischen Kornspeicher in Freiburg gefeiert - siehe unten.

Am Sonnabend, 24. August, finden an der Oste gleichzeitig vier "blaue" Feste statt. In Oberndorf beginnt um 14 Uhr das große Sommerfest mit dem traditionellen Kanustaffelrennen


Kanustaffelrennen in Oberndorf

Beim Kanurennen sind auch Gastmannschaften von auswärts herzlich willkommen, so Ostepreisträger Nils Uhtenwoldt (Tel. 04772-358) vom veranstaltenten Tourismusverein.


Plakat zum Hafenfest

Am selben Tag, dem 24. August, findet in Neuhaus ein weiteres Jux-Event statt: das 20. Internationale Pappbootrennen, kreiert von Ostepreisträger Gerald Bruns, im Rahmen des großen Hafenfests des Tourismus- und Gewerbevereins Ostemündung. 


Flaggen des WSCO und der AG Osteland

Lichterfahrt des WSCO auf der Oste

Um 19 Uhr veranstaltet der Wassersport-Club Osten (WSCO) seine traditionelle Bootslampionfahrt auf der Oste. Es schliesst sich ein Grillabend am WSCO-Vereinsheim unter der Ostebrücke an.


Website zum Vörder Seefest

Und noch ein weiteres Ereignis am Wochenende 24./25. August: Bremervörde lädt unmittelbar an der Oste zum 1. Vörder Seefest.

"Das neue eintrittsfreie Event-Highlight für die ganze Familie bietet spannende Mitmachaktionen für Jung und Alt, kulinarische und musikalische Leckerbissen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm," verspricht die Programm-Website.

Plakat zur Oste-Regatta

Weiter geht es an der blauen Oste vom 6. bis 8. September mit der 23. Segelregatta der Oberndorfer Seglergemeinschaft.


Flyer zum Absegeln an der Oste

Am 20 bis 22. September lädt Bernd Jürgens vom Blauen Netz der AG Osteland zum gemeinsamen "Absegeln / Abmotoren" an die Oste. 


Plakat zur 200-Jahr-Feier

Maritime Elemente enthält auch das Neuhäuser Fest am 3. bis 6. Oktober zum Ende der Franzosenzeit vor 200 Jahren (siehe www.1813.oste.de): In Neuhaus werden Shantysänger und Kutter-Crews erwartet, die ein Landemanöver an der Oste nachstellen - eine von vielen Veranstaltungen in den nächsten Wochen, die der von Renate Bölsche zusammengestellte Osteland-Terminkalender aufführt.


Traumhaftes Fest 
am Hafenspeicher


"C. A. B." dem Publikum heizen ein - VIDEO

11. 8. 2013. Hunderte begeisterter Besucher aus der Region Kehdingen-Oste, darunter viele per Boot angereiste Gäste, feierten am Sonnabend am Historischen Kornspeicher (Website) im Hafen von Freiburg/Elbe ein traumhaft schönes Lichterfest. 


Herbert Bruns mit The Three Of Us

Zur Live-Musik der Band C. A. B. - mit starkem Musiker-Anteil aus Osten und Neuhaus (VIDEO) - und The Three Of Us genoss das gut gelaunte Publikum der Atmosphäre an dem schönen alten Hafenspeicher, der vor Jahren durch Bürgersinn vor dem Abriss gerettet worden war, und die Angebote der von den Ehrenamtlichen liebevoll eingerichteten Zelt- und Budenmeile.

Manch einer gab gern eine Spende für den Förderverein, als Vorstandsvorsitzender Herbert Bruns und Schriftführer Jörg Petersen mit Zylinder und Milchkanne durch die Besucherreihen gingen.


Spendensammler Petersen und Bruns

Der Freiburger Hafen kann von fast allen Sportschiffen (bis 2 m Tiefgang) über den Prickenweg und Hafenpriel angelaufen werden. Dabei ist die neue Ausprickung mit Beginn auf Höhe des Pumpenhauses ca. 900m elbabwärts von der Mündung des Hafenpriels zu beachten. Die Tide ist für An- und Abreise günstig (HW I 6:09; HW II 18:21 Uhr). Liegeplätze gibt es in ausreichendem Maße.

Der Speicher ist ein wertvolles Zeugnis der Maritimen Landschaft. Schon in seiner ersten Zeit, vor ungefähr 200 Jahren, stellte das Gebäude neben Lager- und Handelsplatz eine Stätte der Begegnung und Kommunikation zwischen Seeleuten, Landwirten, Fuhr- und Kaufleuten dar. Hier wurden in Zeiten ohne schnelle Kommunikationsmittel die neuesten Nachrichten ausgetauscht.


Webung für das Kornspeicher-Fest

Nachdem der Verein mit etwa 400.000 Euro erfolgreich den 1. Bauabschnitt (Sanierung der Außenhaut) abgeschlossen hat, wird zurzeit mit dem Innenausbau begonnen, wie Schriftwart Jörg Petersen mitteilt: "Ganz sicher ist, dass es im Erdgeschoss eine vielfältige öffentliche Nutzung geben wird. Das Konzept für den Speicher sieht eine soziale und kulturelle Begegnungsstätte für die Menschen der Region vor und erhält damit wieder eine Funktion als Ort der Kommunikation."

Petersen rät den Wassersportlern: "Schauen Sie sich unser Projekt an und bringen Sie Ihre Vorschläge ein, wie das Haus gerade auch von Wassersportlern genutzt werden kann. In Kürze schon steht der Speicher für Vereinsveranstaltungen wie An- oder Absegeln zur Verfügung."


Neue Heimat 
auf der Insel


Einer der Störe aus Berliner Nachzucht

29. 7. 2013. Erstmals in Norddeutschland können gleich zwei lebende Störe der einst auch in der Oste heimischen Art (Acipenser sturio) öffentlich bestaunt werden: Die über einen Meter langen urzeitlichen Knochenfische ziehen seit kurzem ihre Runden im zentralen Becken des Meeresaquariums auf Helgoland, wo sie am Montag von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische der AG Osteland in Augenschein genommen wurden.


Stör-Infos am Aquarium Helgoland

Zur Verfügung gestellt wurden die beiden Störe, die vom weltweit letzten wildlebenden Bestand dieser Art in der französischen Gironde abstammen, vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Sie wurden von Aquarium-Chefin Prof. Dr. Karen Wiltshire eingetauscht gegen das letzte überlebende "deutsche" Exemplar von Acipenser sturio, das vor rund 50 Jahren vor der Ostemündung gefangen worden und seither auf Helgoland beherbergt worden war.


Stör im Aquarium Helgoland

Mehr zum Thema steht auf unserer Sonderseite STÖR-ARCHIV sowie auf NEZ online.

Neu: die Helgoländer Störe im Video.


Neue Schipper
mit Scheinen

29. 7. 2013. Einen Kursus zum Erlangen der Sportbootführerscheine See und Binnen hat auch in diesem Jahr der Bootsclub Elm angeboten. Ebenfalls unter der Leitung von Reinhold Grasbeunder aus Gräpel wurde auch die Prüfung für den Fachkundenachweis für Seenotrettungsmittel, kurz Pyroschein genannt, in Bremen abgenommen.

Lehrgangsleiter für die Funkscheine Küste (Short Range Certificate) und Binnenfunk UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenfunk) war Joachim Hill aus Buxtehude. Vor dem Prüfungsausschuss Bremen haben bestanden: Helmut Buck (Estorf); Angela Dietrich (Stade); Hildburg Geyer, (Horneburg); Reinhard Geyer, (Horneburg); Matthias Holst, (Steinkirchen); Friedo Meyer (Bremervörde); Wolfgang Reuther (Buxtehude). Die Kurse für den Sportbootführerschein See und Binnen sowie den Fachkundenachweis für Seenotrettungsmittel haben alle Teilnehmer haben mit dem Erwerb der Scheine abgeschlossen: Bernhard Bos, Selsingen (Binnen), Jan Broschk, Bremervörde (See, Binnen, Fachkunde), Gerald Krug, Selsingen (See, Binnen, Fachkunde), Hans-Wilhelm Schwarz, Breddorf/Hanstedt (See, Binnen, Fachkunde).

Termine und Infos über neue Funk- und Führerscheinkurse können bei Reinhold Grasbeunder unter der Telefonnummer 04140/88003 oder per E-Mail (schulung@bc-elm.com) erfragt werden.

Dank für Fotos und Informationen an Hella Neugebauer.


Oste-Yacht
in der Yacht


Werbung für Reportage über "Heimkehr"

29. 7. 2013. In seiner Rubrik "Das besondere Boot" berichtet das renommierte Segel-Magazin "Yacht" in seiner am Mittwoch erschienenen neuen Ausgabe auf acht Seiten über die Oberndorfer Extrem-Segler und Osteland-Mitstreiter Bert und Marlene Frisch und ihre Yacht "Heimkehr VII" (Website), mit der sie zweimal den Atlantik überquert haben und zurzeit die Ostsee erkunden.

Der Autor des Betrages "Ein Kutter für alle Fälle", "Yacht"-Redakteur Johannes Erdmann, ist übrigens ebenfalls Oberndorfer und Ostefreund. Der Auszug aus der Erdmann-Reportage, der hier online verfügbar ist, beginnt so:

"Tuuuuuuuuut. Das laute Hupen lässt so manchen Spaziergänger aufschrecken, der am alten Fährhafen in Cuxhaven den Vormittag verbringt. Eine große Ketsch, die allerdings sehr an einen Fischkutter erinnert, macht die anderen Yachten darauf aufmerksam, dass sie aus dem Yachthafen in die Elbe einbiegt. Auf dem Heck ist in großen Lettern 'Heimkehr VII' zu lesen. Dann geht der Kutter auf Kurs West, Richtung Nordsee. Bert Frisch steht im Ruderhaus seines Schiffes, umgeben von vielen Anzeigen, Plottern und Radarschirmen, das dicke Steuerrad in der Hand. Er greift nach dem Fernglas, das in einer Fischkiste liegt, schaut in die Ferne, orientiert sich an den Tonnen, die das Fahrwasser hinaus auf die See markieren. Auf dem Kopf trägt er die rote Mütze, die ihm seine Mutter gestrickt hat und die zu allen feierlichen Momenten aufgesetzt wird. Heute ist so einer. Es geht wieder los. Zurück auf die See. Darauf haben er und seine Frau Marlene sich schon den ganzen Winter gefreut.

Ein Krabbenkutter zieht in Gegenrichtung vorbei, begleitet von einem Schwarm Möwen. Ein Indiz, dass der Laderaum voller Fisch ist. "Das ist genau meine Welt", sagt der 64-Jährige und greift das Fernglas fester. "Ist er nicht herrlich, der Kutter? Auf so einem habe ich als Zehnjähriger mein Taschengeld verdient." Weiterlesen bitte hier.

Mehr zum Thema Oste und Wassersport auf www.blaues-netz-oste.de.


Letzter Oste-Stör
wechselt Aquarium


Hat die Insel verlassen: ältester "deutscher" Stör

Neues Stör-Quartier in Berlin-Friedrichshagen

25. 7. 2013. Um 1850 lebte der Europäische Stör (Acipenser sturio)in fast allen europäischen Flüssen, gut 150 Jahre später nur noch in der französischen Gironde. Auch in Deutschland war er in freier Wildbahn ausgerottet, nur ein einziges heimisches Exemplar aus alten Zeiten konnte im Helgoländer Aquarium überleben.


Niedergang der Störbestände 1850 - 2008

Wie 2004 der Ichthyologe Prof. Dr. Harald Rosenthal in Osten vor der Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer berichtete, stammt dieser letzte originär deutsche Stör aus der Oste (oste.deberichtete). Er selber, so Rosenthal damals, habe einst als Berliner Student "im Mündungsbereich der Oste ein Stör-Weibchen gefangen, um es nach Helgoland ins Aquarium zu bringen". Inzwischen ist die "bemooste Dame" (Rosenthal), die er während seiner Tätigkeit auf der Hochseeinsel intensiv betreut habe, weit über ein halbes Jahrhundert alt.


Fing einst den letzten Stör: Prof. Rosenthal

Jetzt ist der der letzte "deutsche" Stör, wie im Mai angekündigt, aus Helgoland per DGzRS-Rettungsboot und Kleinbus überführt worden in das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei am Müggelsee in Berlin-Friedrichshagen, wo er in die Nachzuchtversuche einbezogen werden soll.

Im Gegenzug bekommt Helgoland zwei französischstämmige Jungstöre aus Berliner Nachzucht. Weitere Jungstöre aus diesem Bestand sollen im Herbst in der Oste freigesetzt werden, wo zuletzt im Mai in Elm beim 2. Oste-Stör-Fest der AG Osteland eine Besatzaktion vorgenommen worden war.


Cuxhavener Journalistin Wiebke Kramp

Lesetipp: Auf einer Sonderseite der Niederelbe-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) berichtet Oste-Preisträgerin Wiebke Kramp über die Stör-Überführung. 


Kramp-Reportage in der NEZ

Zu Wort kommen in dem Beitrag auch der Vorsitzende der Wanderfisch-Arbeitsgemeinschaft in der AG Osteland, "Störvater" Wolfgang Schütz, und der Berliner Projektleiter Dr. Jörn Gessner. Der hochinformative NEZ-Text ist hier online verfügbar.


Eine Seefrau zeigt 
Maritimes mit Aha


1988 durch Brücke ersetzt: Geversdorfs Fähre

5. 7. 2013.  Einen "exzellenten Ruf" erworben habe sich das Geversdorfer Heimatmuseum, urteilte Samtgemeinde-Bürgermeisterin Bettina Gallinat am Freitag bei der Eröffnung einer neuen Ausstellung über die "Schipperslüd" von der Oste in der Museumsdependance neben dem alten Rathaus des Dorfes (bis 10. August, donnerstags bis sonntags 14 bis 17 Uhr).


A. Hellwege, C. Hamann, H. Born mit G. Lunden

Eine riesige Fülle maritimer Exponate ist dafür von der "Seefrau" Christiane Hamann (Cuxhaven) und Anja Hellwege (Geversdorf) zusammengetragen worden, denen der 1. Vorsitzende des Heimatvereins, Ortsheimatpfleger und Ostepreisträger Günter Lunden ebenso wie Helle Born mit Blumensträußen für ihr Engagement dankte.


Sachkundiger Besucher: Volker von Bargen

Ein fachkundiges Publikum - darunter die Ostepreisträger Gisela Tiedemann (Regionalforscherin, Wingst), Waltraud und Gerhard Gebhardt (Baljer Leuchtturmverein) und Volker von Bargen (Küstenschiffahrtsmuseum Wischhafen) - zeigten sich angetan von der Ausstellung und einer Begleitbroschüre mit Texten unter anderem über die Geversdorfer Werft, die alte Ostefähre, die Fischerfamilie Zeeck und die Zementschuten aus Hemmoor. 


Geversdorfs Werft erlebte viele Stapelläufe

Im Vorwort beschreibt Christiane Hamann, wie die Idee zum Projekt "Geversdorfer Schiffergeschichten" im Zusammenwirken mit der Geversdorfer SPD-Ratsfrau und Museumsmitarbeiterin Anja Hellwege entstand, nämlich "eher zufällig":


Modell der alten Geversdorfer Prahmfähre

"Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Spurensuche nach einer Geversdorfer 'Seefrau', deren Seefahrtsbuch ich bei ebay ersteigerte. Auch ich bin eine ehemalige 'Seefrau' und eine leidenschaftliche Sammlerin alter Seefahrtsbücher. 


Gehört zu Geversdorf: Fischerfamilie Zeeck

So'n Schiet: Zeecks Kutter sitzt fest

Die bunten Stempel der unscheinbar aussehenden Ausweise der Seeleute erzählen viel aus deren Berufsleben. Ein Leben voller Entbehrungen, aber auch spannende Geschichten von Land, Leuten und Wetterunbill. Wahrlich kein leichter 'Job'!


Raddampfer "Elbe" 1928 vor Geversdorf

Das ersteigerte amtliche Dokument der Käthe llse Heinsohn war für mich Anlass genug, um endlich einmal das kleine Heimatmuseum an der Oste zu aufzusuchen. Vor Ort stieß ich auf Frau Anja Hellwege, eine hilfsbereite Sachbearbeiterin, die mit gutem Gespür und einem stets offenen Ohr versuchte, meine Fragen zur Recherche der Schifferfamilie Heinsohn aus Geversdorf zu beantworten. 


Immer wieder: Schiffsunglücke bei Geversdorf

Wir Frauenslüd waren uns sympathisch, kamen schnell ins Gespräch. So snakten wir över ole Tieden, Land un Lüd, un mittenmang würen stets die Schipperslüd ut Geversdörp.


Zeugnisse einer reichen Schipper-Tradition

Mit gefiel das kleine, urige Museum mit dem morbiden Charme auf Anhieb, so dass ich dort öfters zu Gast war. Während dieser Besuche wurde die Idee geboren, eine Ausstellung ins Leben zu rufen, in der Seeleute, Seefahrtsbücher, Schiffe und der Oste-Fluß die Hauptakteure sind. 


"Osteland" rammt "Santa Fee"

Anja Hellwege und ich haben die Geschichten der ausgestellten Schipperslüd frei und anhand der vorliegenden Museumsbestände gewählt. Die Auswahl an Personen und deren Geschichten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


MS Geversdorf, einst Patenschiff der Gemeinde

Wir möchten mit dieser Ausstellung an Menschen erinnern, die auf irgendeine Weise mit der Oste bzw. mit dem einst blühenden Geversdort verbandelt waren - und noch sind. 


Fahrscheine der einstigen Geversdorfer Fähre

Es sind Geschehnisse mit einem Aha-Effekt, interessant, spannend, unterhaltsam und zuweilen traurig, Geschichten, die das Leben schrieb."


Freiburg lädt
zum Lichterfest


Historischer Kornspeicher in Freiburg

15. 7. 2013. Am Sonnabend, 10. August, ab 18 Uhr findet das 9. Lichterfest am historischen Kornspeicher in Freiburg statt, zu dem Herbert Bruns vom "Förderverein Historischer Kornspeicher" alle Wassersportfreunde von der Niederelbe einlädt. 

Das Fest beginnt um 18 Uhr mit Livemusik. Bier vom Fass und preiswerte Speisen sind ausreichend eingeplant. Eintritt wird nicht erhoben, eventuelle Überschüsse gehen in die weitere Sanierung.

Der Freiburger Hafen kann von fast allen Sportschiffen (bis 2 m Tiefgang) über den Prickenweg und Hafenpriel angelaufen werden. Dabei ist die neue Ausprickung mit Beginn auf Höhe des Pumpenhauses ca. 900m elbabwärts von der Mündung des Hafenpriels zu beachten. Die Tide ist für An- und Abreise günstig (HW I 6:09; HW II 18:21 Uhr). Liegeplätze gibt es in ausreichendem Maße.

Der Speicher ist ein wertvolles Zeugnis der Maritimen Landschaft. Schon in seiner ersten Zeit, vor ungefähr 200 Jahren, stellte das Gebäude neben Lager- und Handelsplatz eine Stätte der Begegnung und Kommunikation zwischen Seeleuten, Landwirten, Fuhr- und Kaufleuten dar. Hier wurden in Zeiten ohne schnelle Kommunikationsmittel die neuesten Nachrichten ausgetauscht.

Nachdem der Verein mit etwa 400.000 Euro erfolgreich den 1. Bauabschnitt (Sanierung der Außenhaut) abgeschlossen hat, wird zurzeit mit dem Innenausbau begonnen, wie Schriftwart Jörg Petersen mitteilt: "Ganz sicher ist, dass es im Erdgeschoss eine vielfältige öffentliche Nutzung geben wird. Das Konzept für den Speicher sieht eine soziale und kulturelle Begegnungsstätte für die Menschen der Region vor und erhält damit wieder eine Funktion als Ort der Kommunikation."

Petersen rät den Wassersportlern: "Schauen Sie sich unser Projekt an und bringen Sie Ihre Vorschläge ein, wie das Haus gerade auch von Wassersportlern genutzt werden kann. In Kürze schon steht der Speicher für Vereinsveranstaltungen wie An- oder Absegeln zur Verfügung."


Kiebitzboote 
auf Youtube


Kunstpädagoge Michael Bungard

5. 7. 2013. Ein wunderbarer 10-Minuten-Film auf YouTube ruft das internationale Kunstprojekt "Kiebitz im Boot" in Erinnerung, das an der - jetzt fatalerweise zur Schließung vorgesehenen - Grundschule in Oberndorf/Oste verwirklicht worden ist: 


Video über das Oberndorfer Kiebitzschul-Projekt

Aus einer Eiche bauten die Kinder unter Anleitung des Kunstpädagogen Michael Bungard drei Einbäume, einer davon wurde auf die Reise nach Neuseeland geschickt. Ansehen...


Wiedersehen in
Nordjütland


Ehepaar Frisch, Jürgens, Ahlff in Jütland

19. 7. 2013. Glyngoere, Dänemark. Sie sind überall, die Skipper von der Oste. Hier trafen sich gestern zufällig im nordjütländischen Glyngoere  Osteland- Vorstandsmitglied Bernd Jürgens aus Hemmoor, Sprecher des Blauen Netzes Oste, Dieter Ahlff aus Hechthausen und die Crew der "Heimkehr", die Osteland- Mitstreiter Marlene und Bert Frisch aus Oberndorf, zum Erinnerungsfoto unter der Vereinsflagge "Lust auf Osteland".


Geburtstagsfeier
für Küstenpoeten


Plakat zur Ringelnatz-Ausstellung

19. 7. 2013. Noch bis zum 1. Oktober ist in Cuxhaven eine große Ringelnatz-Ausstellung zu sehen (siehe Plakat). Wie AG-Osteland-Mitglied Erika Fischer (Foto), Sozialdemokratin, Kreistagsmitglied und Leiterin des Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-Museums, mitteilt, wird der Rostocker Liedermacher Wolfgang Rieck sich anlässlich des 130. Geburtstages des Küsten-Poeten mit der Freundschaft zwischen Ringelnatz und den Geigerinnen Tula und Maria Reemy in einer musikalischen Lesung auseinander setzen. Der Abend findet am Dienstag, 6. August, 20 Uhr, im Schloss Ritzebüttel statt (Eintrittskarten in der Kulturinformation, Tel.  04721- 62213, oder im Joachim-Ringelnatz-Museum, Tel. 04721-394411, zum Preis von 10 / 8 Euro). 


Osten Drehscheibe
für 94.000 Jungaale


Die Jungaale werden auf die Vereine verteilt

18. 7. 2013. In Anwesenheit von Presse und TV sind heute Vormittag 94.000 junge Aale an der Schwebefähre in Osten an Vertreter der Sportfischervereine der Flussregion verteilt worden. 


Osteland-Wanderfischexperte Schütz

Mit dem Besatz soll der Bestand des Aals im längsten Nebenfluss der Niederelbe gestützt werden, wie Wolfgang Schütz mitteilt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland, von der die Hilfsaktionen für Aal, Stör, Lachs und Meerforelle koordiniert werden. 


Artenschutzexperte Gerken (M.) in Osten

Die Besatzaktion wird wie im letzten Jahr zu 60 Prozent aus EU- und Landesmitteln gefördert. Organisator ist der Landessportfischerverband Niedersachsen, verantwortlich der Biologe Ralf Gerken. Über den Landesverband Niedersachen werden in diesem Jahr insgesamt über 4000 Kilogramm Aal besetzt, das entspricht rund 570.000 Stück. Hinzu kommen noch ein erheblicher Besatz an Weser und Aller über die dortigen Fischereigenossenschaften sowie der Aalbesatz des Landesfischereiverbandes Weder-Ems. Der Angelsportverband Hamburg besetzte in diesem Jahr in seine Verbandsgewässer insgesamt 800 Kilogramm Farmaale, dies entspricht ungefähr 115.000 Stück.Die Sportfischervereine und deren Verbände leisten so mit ihren privaten Geldern (Mitgliedsbeiträge) einen erheblichen Beitrag zur Bestandsstützung. 


Jungaale werden in die Oste entlassen

Insgesamt werden von den Mitgliedsvereinen der Ostepachtgemeinschaft  sowie vom FSV Bremervörde und von der ARGE Wanderfische insgesamt 468 Kilo Farmaale mit einem Einzelgewicht von etwa 5 Gramm  in die Oste selbst und in das Einzugsgebiet der Oste besetzt, also insgesamt ungefähr 93.600 Stück Farmaale. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die mit der Oste verbundenen Nebengewässer gelegt. - Mehr auf der Website der Osteland-Arge Wanderfische.


Ehrenamtliche
Leuchtturmwärter


Renate Bölsche als Leuchtturm-Wärterin

16. 7. 2013. Fast 100 ehrenamtliche Leuchtturmwärterinnen und Leuchtturmwärter sorgen auch in diesem Sommer dafür, dass ein wunderbares maritimes Denkmal in Kehdingen für Besucher geöffnet werden kann. Heute Nachmittag hatte Osteland-Vorstandsmitglied Renate Bölsche aus Osten Dienst auf dem 1904 errichteten Turm bei Balje an der Elbe.


Neuer und alter Baljer Leuchtturm

Unter den letzten Besuchern waren Radfahrer, die in Prag aufgebrochen waren, den Elberadweg und die Deutsche Fährstraße genutzt hatten und dann Cuxhaven ansteuerten.

Die ehrenamtlichen Türmer werden von der Baljer Fördergesellschaft um Eckhardt Klitzing und Waltraud und Gerhard Gebhardt gestellt, die für ihre Verdienste um die Rettung des alten Leuchtturms von der AG Osteland mit dem Goldenen Hecht ausgezeichnet worden ist.


Neckarmöwen
an der Oste


Die "Neckarmöwen" singen in Hemmoor

15. 7. 2013. Beim Shantychortreffens am Sonntag, 21.Juli, ab 14 Uhr an der Kulturdiele Hemmoor ist - dank persönlicher Beziehungen - erstmals der Shantychor "Neckarmöwen" aus Mannheim zu Gast bei den Hemmoorer Shantysängern. Die Mannheimer, untergebracht im Hotel Peter in der Wingst, verbringen vier Tage an der Oste. Nach Ausflügen nach Bremerhaven, Cuxhaven und Stade gestalten die sie gemeinsam mit den "Klammrebellen" aus Düdenbüttel und dem Gastgeberchor aus Hemmoor das 2. Backfest  und  Shantychortreffen.

Neben Kaffee und Butterkuchen aus dem Steinofen bietet der Geschichts- und Heimatverein in diesem Jahr auch Backfisch an. Die Organisatoren, die der AG Osteland eng verbunden sind, freuen sich wieder auf viele Besucher, die kräftig das eine oder andere Seemannslied mitsingen. 

Dank für Hinweise an Rainer Kupke.


Baljer Leuchtturm:
Start mit 32 Torten


Die Baljer Frauen haben fleißig gebacken

29. 6. 2013. Mit 32 köstlichen selbstgebackenen Torten ist am heutigen Sonnabend im Baljer Außendeich die Leuchtturm-Saison eröffnet worden. 


Alter und neuer Baljer Leuchtturm

Der Förderverein um die Oste-Kulturpreisträger Eckart Klitzing und das Ehepaar Gerhard und Waltraud Gebhardt will mit Hilfe ehrenamtlicher Aufsichtspersonen den vor dem Verfall geretteten alten Leuchtturm von 1904 wieder acht Wochen lang für Besucher geöffnet halten.


Osteland-Kulturpreisträger Eckart Klitzing

Die Gäste können im Naturschutzgebiet jetzt wieder, nach dem Ende der Brut- und Setzzeit, auf vorgegebenen Wegen den Turm aufsuchen. Auf drei Etagen informieren zwei aktualisierte Ausstellungen über die Kehdinger Vogelwelt und die Leuchttürme an der Elbe.Auf dem obersten Stockwerk lässt sich die faszinierende Aussicht auf die Unterelbe genießen - bis weit ins Brunsbütteler Land. An den Außenmauern informieren neue Flutmarkenüber einstige Sturmfluten.

Nicht nur mit Feldstechern, sondern auch mithilfe eines Computers mit AIS-System (kl. Foto) kann nun erstmals auch auf dem Bildschirm der Schiffsverkehr auf der Elbe verfolgt werden. - Zum Saisonstart gratulierte der Fördergesellschaft neben Jochen und Renate Bölsche vom Vorstand der Aarbeitsgemeinschaft Osteland auch der aus dem Nachbarkreis angereiste stellvertretende Cux-Landrat und SPD-Bundestagskandidat Gunnar Wegener (Cuxhaven).


Vize-Landrat Wegener mit Ehepaar Gebhardt

Die Öffnungszeiten stehen auf der von Siw-Evelin Helenius-Scharten gestalteten Website des Fördervereins.


18. Juli: 100.000
Aale für die Oste


Aalbesatz in der Oste (2012)

28. 6. 2013. Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland besetzt auch in diesem Jahr wieder den vom Aussterben bedrohten Aal in der Oste. Insgesamt werden von den Mitgliedsvereinen der Ostepachtgemeinschaft  sowie vom FSV Bremervörde und von der ARGE Wanderfische insgesamt 468 Kilo Farmaale mit einem Einzelgewicht von etwa 5 Gramm  in die Oste selbst und in das Einzugsgebiet der Oste besetzt, also insgesamt ungefähr 93.600 Stück Farmaale. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die mit der Oste verbundenen Nebengewässer gelegt.


Osteland-Wanderfischexperte Schütz auf N3

Die Besatzaktion, die im vorigen Jahr starkes Medieninteresse fand , beginnt am 18. Juli um 10 Uhr. Treffpunkt ist wieder der Fährplatz an der Schwebefähre. Die Besatzaktion wird wie im letzten Jahr zu 60 Prozent aus EU- und Landesmitteln gefördert. Organisator ist der Landessportfischerverband Niedersachsen, verantwortlich der Biologe Ralf Gerken

Über den Landesverband Niedersachen werden in diesem Jahr insgesamt über 4000 Kilogramm Aal besetzt, das entspricht rund 570.000 Stück. Hinzu kommen noch ein erheblicher Besatz an Weser und Aller über die dortigen Fischereigenossenschaften sowie der Aalbesatz des Landesfischereiverbandes Weder-Ems. 

Der Angelsportverband Hamburg besetzte in diesem Jahr in seine Verbandsgewässer insgesamt 800 Kilogramm Farmaale, dies entspricht ungefähr 115.000 Stück.Die Sportfischervereine und deren Verbände leisten so mit ihren privaten Geldern (Mitgliedsbeiträge) einen erheblichen Beitrag zur Bestandsstützung. - Mehr auf der Website der Ostepachtgemeinschaft.
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Aal-Schutz: Ostefischer
sind richtungweisend

>>> Am 25. April fand in Hamburg eine Internationale Aalkonferenz statt. Themen dieser Konferenz waren die Bedrohung des Aals und die gewaltigen Anstrengungen der Angelfischerei zum Erhalt dieser Art. Während einige Naturschützer der Meinung sind, dass man die Aalbestände völlig sich selbst überlassen sollte - was ein striktes Fangverbot aber auch ein komplettes Hegeverbot bedeuten würde -, sehen andere die Zukunft des Aals eher durch regelmäßige Besatzmaßnahmen gesichert - zumindest so lange, bis die Glasaal-Anladungen an unseren Küsten wieder ansteigen. 

Auch Mitglieder des Europäischen Parlaments setzten sich nachdrücklich für die bestehende EG-Aalverordnung und die Befolgung der nationalen Aal-Managementpläne ein. Inzwischen berichten Experten der "Sustainable Eel Group" (SEG) von überaus guten Glasaalfängen an der gesamten Atlantik-Küste. Nach ihren Aussagen ist das Aufkommen in den letzten vier Jahren drastisch gestiegen. 

Allein im Winter 2012/2013 (die jungen Aale kommen an unseren Küsten hauptsächlich während der Wintermonate an) lag die Fangmenge im Gegensatz zu 2007 um 600  bis 1000 Prozent  höher. Zwar ist es noch zu früh, von einer nachhaltigen Erholung der Art zu sprechen, aber die akute Gefahr des Aussterbens scheint gebannt zu sein.

Die freiwillige Erhöhung des Aal-Mindestmaßes von zwei Jahren auf 45 cm durch die Oste-Pachtgemeinschaft (OPG) war richtungsweisend für alle Sportfischervereine entlang des Flusses. Unmittelbar nach Bekanntgabe des neuen Schonmaßes durch die OPG haben alle anderen Vereine nachgezogen. Darüber hinaus wurde im Frühjahr die Niedersächsische Küstenfischereiordnung geändert. Die Sportfischer sind also nicht nur Jäger der Fische sondern in erster Linie Natur- und Artenschützer.

Dank für Hinweise an Wolfgang Schütz.


Blaue Route
ist markiert


Fährstraßen-Stationsschild in Neuhaus

18. 6. 2013. Am Anfang stand eine Vision: Die im Mai 2004 eröffnete Deutsche Fährstraße Bremervörde - Kiel sollte nicht nur eine Grüne Route (Radler) und eine Rote Route (Autofahrer, Biker und Wohnmobilisten) umfassen, sondern auch eine Blaue Route für Wassersportler und Wassertouristen. 


Bei Balje fehlt noch die Ausschilderung

In ihrer Juni-Vorstandssitzung am Anleger Großenwörden zog die AG Osteland Bilanz.


Vorstandssitzung am Anleger Großenwörden

Seit Eröffnung der "Fährienstraße" sind mit Hilfe der Osteland-Gemeinden neben den bestehenden Fahrgastschiffanlegern in Neuhaus und Gräpel neue Anlagen in Balje, Oberndorf, Osten, Großenwörden, Hechthausen-Klint und Brobergen geschaffen worden. 


Fahrgastschiff am Anleger Oberndorf

Sieben dieser acht Oste-Anleger (zuletzt Brobergen) hat die AG Osteland bereits dank der Elbfähren-Chefin und Sponsorin Hildegard Both-Walbergmit Stationsschildern samt Fährstraßen-Logo ausstatten können. Dasselbe soll nun am Natureum-Anleger in Balje, dem ältesten in dieser Serie, geschehen, wie Osteland-Schatzmeister Johannes Schmidt (Hemmoor) ankündigte.


Kiebitz-Kids
sagen Tschüß


Schüler sagen "Heimkehr" Tschüß (Video hier)

30. 5. 2013. Mit einem Überraschungsständchen (VIDEO) auf dem Ostedeich haben am Donnerstag die 62 Oberndorfer Schulkinder mit ihren Lehrkräften den Seglern und Schulförderern Bert und Marlene Frisch Tschüß gesagt, die mit ihrer Segelyacht "Heimkehr" (Logbuch hier) erneut in See stechen. Die beiden Skipper, die u. a. bei Benefiz-Vorträgen für das Blaue Netz der AG Osteland Spenden für die Schule und darüber hinaus viele Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen Schulschliessungen gesammelt hatten, reagierten sichtlich gerührt und versprachen der von Schließung bedrohten Schule weitere Unterstützung.


Ausflug der Kiebitz-Kids auf den Ostedeich

Die anwesenden Elternvertreter um Marita Gramm und den Ratsherrn Oliver Elsen sowie Albertus Lemke und weitere Vorstandsvertreter der AG Osteland wünschten den Ostefreunden, die in den letzten Jahren zweimal den Atlantik überquert haben, "allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel". 


Marlene Frisch und Oliver Elsen mit Präsent

Die Kiebitzschule dankte mit einem Oberndorf-Bild von Sarah Mahler "als Ausdruck unseres Dankes für Ihren großen, unermüdlichen Einsatz im Interesse unserer Schule" (Widmung).


Die "Heimkehr" passiert die Ostebrücke

Beim Auslaufen am Nachmittag flatterte die Flagge "S. O. S. Dorfschulen" am Mast der "Heimkehr", vom Restaurantschiff "Ostekieker" liess Hanni Milan die Akkordeon-Melodie "Muss i denn" herüberklingen, auf der  Ostebrücke machten Oberndorfer Winkewinke. Mit an Bord am ersten Tag: Elternvertreter und Ratsherr Oliver Elsen und Lokalreporter Thomas Schult (siehe auch Vorbericht im Hadler Kurier).


Schlick
happens


Die "Adler Princess" in der Ostemündung

3. 5. 2013. "Schlick happens" - so kommentieren die oste.de-Leser und Ozean-Skipper Bert und Marlene Frisch das obige Foto, das ihr Segelkamerad Andreas Hülsenberggemacht hat, als die "Adler Princess"  am Dienstagmittag auf der Rückfahrt von Oberndorf hoch und trocken in der Ostemündung lag, einem, wie man sieht, nicht immer ganz  einfachen Revier.

Für den Landkreis Cuxhaven sollten solche Ereignisse ein Anlass sein, darauf zu verzichten, die Zugang zur Oste für große und kleine Schiffe durch eine Reduzierung von Brückenöffnungen weiter zu erschweren und damit alle Bemühungen zu konterkarieren, Wassersport und -tourismus auf der Oste zu fördern.

Gegen derartige Pläne haben Vertreter der Sportbootvereine jetzt bei einem Treffen in Osten auf Einladung des Blauen Netzes der AG Osteland erneut schwerwiegende Bedenken geäußert.


Fischer, 93, setzt
junge Störe aus


Schütz (3. v. l.) mit Ludwig, Meyer und Ratjens

2. 5. 2013. Mit einem eindrucksvollen symbolischen Akt soll beim "2. Oste-Stör-Fest" am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr in Bremervörde-Elm (siehe unten) der Bogen geschlagen werden von der Ausrottung des urtümlichen Kaviarfischs vor rund 80 Jahren bis hin zu dem international beachteten Versuch, den Europäischen Stör in seinem einstigen Heimatgewässer wieder anzusiedeln.


Sportfischer wollen den Kaviarfisch retten

Drei der letzten Oste-Störfischer von einst werden auf dem Steg des Bootsclubs in Elm (Landkreis Rotenburg), An der Oste 20a, den diesjährigen Jungfischbesatz starten: Der 93-jährige Oberndorfer Karl Ludwig sowie seine Weggefährten Hermann Meyer (94) und Herbert Rathjens (83) werden - Seite an Seite mit dem Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik - den Anfang machen, wenn diesmal insgesamt 250 Jungtiere aus französischer Nachzucht in die Oste ausgewildert werden.


Hermann Wiebke, Reinhard Mayer, Carsten Holst

Nachdem im vorigen Jahr der damalige Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf (Kreis Cuxhaven) den 1000. Jungstör in die Oste entlassen hatte, kontaktierte die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. die drei alten Herren, die sich noch gut daran erinnern, dass 1934 der letzte Stör von Friedrich Stelling, Gastwirt aus Oberndorf, in der "Hexenbucht" bei Hemmoor gefangen und für 200 Reichsmark verkauft wurde. Damit war der Bestand aufgrund von Gewässerverschmutzung und Überfischung vollends zusammengebrochen.


Wieder im Wasser: Oberndorfer Stördenkmal

Die westeuropäische Version des urtümlichen Knorpelfischs, der älter ist als die Dinosaurier, wäre von der Erde verschwunden, wenn nicht vor der französischen Gironde-Mündung ein weltweit allerletztes Vorkommen der betreffenden Art (Acipenser sturio) eine Nachzucht ermöglicht hätte. Aufgezogen im Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen, sollen diese Jungfische den Grundstock für die Rückkehr des grauen Riesen in die Oste und in andere Elbzuflüsse bieten.

Wie im vorigen Jahr in Oberndorf ist die Auswilderung der Störe, überwacht von dem Fischereibiologen Dr. Jörn Gessner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs, in ein Volksfest eingebunden. Die Veranstaltung wird vom Bootsclub Elm ausgerichtet. Der Festausschuss um Carsten Holst und Benjamin Horst hat viele Anbieter von Leckereien und eine Reihe von Vereinen gewonnen, die für ein buntes Programm sorgen.


Paten können den Fisch eigenhändig aussetzen

Für Kinder veranstaltet der Drochterser Modellbauclub ein Wasserballturnier mit Modellbooten. Für Unterhaltung sorgen der Spielmanns- und Musikzug Elm und "Die Elmbachtaler" sowie die Kinder des Elmer Kindergartens. Die Tourist-Info Bremervörde, die Jägerschaft Elm und die AG Osteland sind mit Informationsständen vertreten, auch DLRG und Feuerwehr sind mit von der Partie.

Gegen eine Spende können die Teilnehmer "Störpaten" werden und den von ihnen benannten Jungfisch eigenhändig aussetzen. Eine Urkunde bestätigt die Patenschaft, bei einem Wiederfang der markierten Tiere werden die Forscher den jeweiligen Paten informieren. Mittlerweile haben  Berufsfischer bereits 20 Jungtiere entdeckt (und nach der Registrierung wieder ausgesetzt), davon vier Störe aus der Oste, so dass sich die Wege der Wanderfische nachvollziehen lassen.


Artenschützer Schütz und Dr. Gessner

Eingeladen zum 2. Störfest sind - ebenso wie im vorigen Jahr - Vertreter aus Politik, Sportfischerei und Naturschutz von der gesamten Oste. Außerdem erwarten der Vorstand des BC Elm um Hermann Wiebke, Reinhold Grasbeunder und Reinhard Mayer und Hafenmeister Uwe Neugebauer etliche Sportboote der Skipper aus Oberndorf, mit denen die Elmer eine freundschaftliche Verbindung pflegen.

Auskunft über die einstige Störfischerei geben nicht nur die Letzten ihrer Zunft, bei denen sich auch schon das Fernsehen angesagt hat und deren Erinnerungen die Osteland-Aktiven Schütz und Lemke aufgezeichnet haben. Ausrottung und Wiederkehr der Oste-Störe sind auch Thema einer in Elm gezeigten Ausstellung, für die der Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) viele Dokumente aus alten Zeiten zusammengetragen hat.


Stör-Vitrine im Natureum Niederelbe

Über den Stör informieren darüber hinaus auch etliche Exponate der neuen Dauerstellung im Natureum Niederelbe an der Ostemündung in Balje (Landkreis Stade) sowie die AG-Osteland-Website www.oste-stoer.de.


DVD begeistert
Baljer Publikum


Hülle der neun DVD-Hülle (Ausschnitt)

1. 6. 2013. Rund 80 Gäste erlebten am Sonnabend in Balje eine Premiere besonderer Art: Der leidenschaftliche Filmemacher und frühere Lamstedter Schulleiter Claus List (avantourfilm.com, Bremervörde) präsentierte im Restaurant "Zwei Linden" eine 25-Minuten-DVD über den durch Bürgermut und eine kämpferische Gemeinde vor dem Verfall geretteten alten Baljer Leuchtturm von 1904, unweit der Deutschen Fährstrasse im Kehdinger Außendeich gelegen.


Chorleiter Clasen und Filmemacher List

Die begeisterten Zuschauer - darunter Baljer Prominenz wie der tüchtige Bürgermeister Hermann Bösch (CDU) und Natureum-Chefin Dr. Clivia Häse, die Heimatpfleger und Ostepreisträger Ursula Schröder (Neuhaus) und Günter Lunden (Geversdorf) sowie mehrere Vorstandsvertreter der AG Osteland - spendeten bereits dem Rahmenprogramm viel Applaus: Der Kehdinger Kinderchor unter der Leitung von Christian Clasen intonierte maritime Weisen, unter anderem das Balje-Lied "Kleiner alter Leuchtturm", das auch in dem Film eine Hauptrolle spielt (siehe unser Facebook-Video).


Claus List dankt Waltraud Gebhardt

DVD-Produzent List, der voriges Jahr einen seiner Filme der ebenfalls durch Bürgerengagement geretteten Broberger Oste-Fähre gewidmet hatte, fand für sein jüngstes Projekt sechs hochkompetente Mitstreiter   (die in den letzten Jahren sämtlich mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden waren): 


Ideengeber und Leuchtturmfreund Gebhardt

Als Ideengeber und Texter wirkten die Leuchtturm-Experten und Denkmalretter Gerhard und Waltraud Gebhardt mit. Unterstützung leisteten der Fördervereinsvorsitzende Rechtsanwalt Eckhard Klitzing, die Schauspieler Wolfgang Gellert und Fried Wolff als Sprecher sowie die Schriftstellerin Elke Loewe, die ein wunderschönes Leuchtturmgedicht beisteuerte.


Klitzing mit Kehdinger Chorkindern

Mehr zum Thema Leuchtturm steht auf der von Siw-Evelin Helenius-Scharten gestalteten Website des Fördervereins.


Der Kanal
zur Oste


Neues Polizei-Faltblatt (Ausschnitt)

29. 5. 2013. Auch viele Oste-Freunde unter den Freizeitschippern nutzen zur An- und Abreise den Hadler Kanal, offiziell "Schifffahrtsweg Elbe - Weser". Wichtige Informationen bietet ein neuer Flyer der Polizeien in Niedersachsen und Bremen, der hier zum Download (PDF) bereitsteht. - Mehr zum Thema Wassersport auf www.blaues-netz-oste.de.


Aus für die
Elbvertiefung?


Neuhäuser Wasserbau-Experte Rademacher

28. 5. 2013. Ist die Elbvertiefung gescheitert? Aufgrund jüngster Entwicklungen herrschen bei den Befürwortern in Hamburg Wut und "Katzenjammer"  (Abendblatt), die Gegner einer weiteren Elbvertiefung, unter anderem im Osteland, dagegen triumphieren. Das Vorhaben steht nach übereinstimmenden Medienberichten vom Dienstag vor einer mehrjährigen Verzögerung, wenn nicht vor dem endgültigen Aus.

"Viele Jahre und Tausende von Stunden tragen so ihre Früchte," freut sich Walter Rademacher, Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung und 2. Vorsitzender der AG Osteland, über den "Grossartigen Etappensieg". Rademacher heute früh: "Unser und mein Dank geht an alle, die dafür gekämpft und uns unterstützt haben. Besonders Beatrice Claus, Walter Feldt, Manfred Braasch, Alexander Porschke und Herbert Nix möchte ich namentlich erwähnen."

Hintergrund: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will die Bedeutung einer europäischen Richtlinie zur Wasserqualität durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) klären lassen, bevor es größere Baumaßnahmen in deutschen Gewässern - auch der Weser -genehmigt. Für die Elbvertiefung bedeutet dieser Schritt mindestens weitere Verzögerungen von bis zu zwei Jahren. bereits am Freitag trafen sich die Projektverantwortlichen zu einer Krisensitzung in Kiel. - Mehr auf Google News.


Alternative Jade-Weser-Port (Foto: Bölsche)

Als Alternative zur Vertiefung fordern Umweltschützer eine norddeutsche Hafenkooperation unter Einbeziehung des niedersächsisachen Tiefwasserhafens an der Jade.


Angler kartieren
ihre Gewässer


Bei der Arbeit: Thomas Klefoth und Nils v. Kroge

28. 5. 2013. Die Angelsportvereine in Hemmoor und Lamstedt haben kürzlich mit Hilfe des Landessportfischerverbandes Niedersachsen insgesamt acht ihrer Standgewässer kartiert: Tonsee, Hemmer See, Ziegelkamper See, Heidestrandbad, Rahdener See sowie die Ziegeleiseen Nindorf und Lamstedt. Die entstehenden Tiefenkarten sollen den Vereinen und den Gewässerwarten dabei helfen, ihre Seen nachhaltig und naturnah zu bewirtschaften.

Mit Hilfe von moderner Echolottechnik wurden von Thomas Klefoth (Landesverband) und Gewässerwart Nils von Kroge detaillierte zwei- und dreidimensionale Karten erstellt, um die Bodenstruktur der Gewässer abzubilden. Anhand der Karten kann dann unter anderem abgeschätzt werden, ob die Seen strukturelle Defizite aufweisen, wie viel Schlamm sich über die Jahre am Gewässergrund gebildet hat und welche Fisch- und sonstigen Tierarten im Gewässer einen geeigneten Lebensraum vorfinden. Mit Hilfe der Tiefenkarten ist es zudem möglich, besonders gefährdete Gewässer frühzeitig zu erkennen. Bei kritischen Witterungsbedingungen kann dann ein besonderes Augenmerk auf diese Gewässer gelegt werden.


Kartierungsarbeiten bei Hemmoor

Gerade in ehemaligen Bodenabbaugewässern, sogenannten Baggerseen, finden sich häufig steil abfallende Uferkanten mit wenigen oder gar keinen Unterwasserpflanzen. Diese Strukturen sind aber für viele Fisch-, Amphibien- und Insektenarten wie Libellen von großer Bedeutung als Lebensraum und vor allem auch als Kinderstube. Die Gewässerkartierung für die Angelvereine erlaubt es nun, mögliche Lebensraumdefizite zu erkennen und die Bewirtschaftung der Gewässer danach auszurichten.

Dank für Hinweise an Heiko Gamlin.


Ein Anleger
für Brobergen


Hochgelobt: der Anleger auf tageblatt.de

25. 5. 2013. Mit der Einweihung eines 40 Meter langen neuen Boots- und Schiffsanlegers in Brobergen an der Oste sowie eines weiteren Stationschildes für die Blaue Route der Deutschen Fährstrasse wurde am Donnerstag ein maritimes "Schmuckstück" ("Stader Tageblatt") seiner Bestimmmung übergeben.


 Neuer Anleger: Fit für Wassersportler

Gelobt wurden bei der Einweihung der 50.000-Euro-Anlage das Himmelpfortener Planungbüro Cappel, die Ausführung durch die Cadenberger Schlosserei Walter Schlüer und die Hagener Haustechnik, die drei Geldgeber (EU-Projekt Leader, Samtgemeinde Oldendorf und Gemeinde Kranenburg) sowie der für Bewirtschaftung und Unterhaltung zuständige Fähr- und Geschichtsverein Brobergen.


Both-Walberg, Wartner, Hudaff, Lemke

Der Kranenburger Bürgermeister Horst Wartner, dessen Gemeinde die Federführung in Sachen Anleger innehatte, hob die Rolle ehrenamtlich Aktiver u. a. in der Arbeitsgemeinschaft Osteland hervor, denen die Initiative zur touristischen Inwertsetzung der Flussregion zu verdanken sei. Bis dahin hätten die politisch Tätigen – "selbstverständlich zähle auch ich mich dazu" – nicht verstanden, die "erforderlichen Aktivitäten" zu entwickeln, merkte Wartner laut "Tageblatt" selbstkritisch an.

Viel Lob erfuhren insbesondere die Ehrenamtlichen vom Fährvereins, die seit sechs Jahren den Betrieb der historischen Fähre "Helmut Hudaff" in Brobergen und des Fährkrugs gewährleisten und dafür unlängst mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden sind.

Ehrenbürgermeister Hudaff, der Namensgeber der Fähre, erinnerte an den jahrelangen Kampf um die Erhaltung der Fährstelle und des Fährkruges - siehe oste.de-SONDERSEITE.

Bei der Enthüllung des neuen Stationsschildes dankte Albertus Lemke vom Vorstand der AG Osteland der Sponsorin, Hildegard Both-Walberg von der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen, die seit fast zehn Jahren den Aufbau der Blauen Route der "Fährienstrasse" unterstützt.


Störfischer wecken
Medieninteresse


Störfischer Ludwig (l.) und Freunde

8. 5. 2013. Hochbetagte einstige Oste-Störfischer, zwei davon im zehnten Lebensjahrzehnt, haben das Interesse von Presse, Funk und Fernsehen an der Flussregion und an dem international beachteten Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen (Atlantischen) Störs geweckt. 


Karl Ludwig in jungen Jahren...

... im väterlichen Fischerkahn auf der Oste

Begehrte Interviewpartner sind zurzeit der 93-jährige Oberndorfer Karl Ludwigsowie seine Weggefährten Hermann Meyer (94) und Herbert Rathjens (83), die noch die Ausrottung des Kaviarfischs in der Oste miterlebt haben und die nun mit dabei sein möchten, wenn an diesem Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr beim Störfest in Bremervörde-Elm, An der Oste 2a, an die 300 Jungtiere aus französischer Nachzucht von "Störpaten" in die Oste ausgewildert werden.


Messholz, Netzreparaturnadel, Handschutz

Karl Ludwig stand gestern mit seinen alten Freunden auf dem "Ostekieker" in Oberndorf nicht nur der Journalistin, Buchautorin und Ostepreisträgerin Grit Klempow (Stader Tageblatt) zum Interview über die einstige Störfischerei zur Verfügung. Auch ein TV-Interview ist auf Vermittlung der Osteland-Aktiven Albertus Lemke und Wolfgang Schütz bereits terminiert. 

Vorzeigen kann der Zeitzeuge Ludwig dabei einige seltene Originalgegenstände aus seiner Störfischerzeit: einen Handschutz und eine Nadel zur Reparatur und ein Messholz zur Kontrolle der Maschenweite der Störnetze.

Außerdem: ein 1808 gedrucktes Originalkochbuch aus dem Haushalt seiner Urgroßmutter Margarete Blöte mit Störrezepten sowie Fotos, die ihn als Jungen und als jungen Mann im Fischerboot seines Vaters auf der Oste bei Oberndorf zeigen - etwa auf der Höhe eines Gebäudes, das Osteland-Mitglied und Medienbetreuer Bert Frisch als sein heutiges Wohnhaus identifizierte.
Unsere früheren Berichte (seit 2001) zur Rückkehr des Oste-Störs stehen auf dieser Archivseite (etwas längere Ladezeit).

Für www.oste.de fotografierten in Oberndorf Wolfgang Schütz und Bert Frisch.


Minister würdigen
Oste-Störprojekt


Stör-Vitrine im Natureum Niederelbe

7. 6. 2013. Aus Anlass des 2. Oste-Stör-Fests am 11. Mai in Elm würdigen zwei niedersächsische Regierungsmitglieder, Landwirtschaftsminister Christan Meyer und Umweltminister Stefan Wenzel, die "gute Arbeit" der Angelvereine und der Osteland-AG Wanderfische Oste  und würdigen die ökologische Bedeutung  des Flusses für das international beachtete Stör-Projekt.

Umweltminister Stefan Wenzel (Foto)erklärt, bereits in den vergangenen Jahren habe das Niedersächsische Umweltministerium mit Rückdeichungen bei Hechthausen und Kranenburg erste konkrete Schritte in dieser Richtung unternommen. Eine von der Stiftung Lebensraum Elbe vorgesehene Machbarkeitsstudie zur ökologischen Verbesserung der Tide-Oste werde nach Ansicht der Fachleute des Ministeriums "weitere Ergebnisse und wichtige Impulse zur Verbesserung des Gewässers" bringen. Der Minister zeigt sich "zuversichtlich, dass, wenn Behörden und Verbände eng zusammenarbeiten, der Grundstein für eine erfolgreiche Wiederansiedlung gelegt werden kann": "Die Zeiten, wo Störe zum Ablaichen in die Elbe und Oste zogen, mögen zwar lange her sein, sie sind aber nicht vergessen. Das Niedersächsische Umweltministerium unterstützt ausdrücklich die Initiative der ARGE Wanderfische Oste zur Wiederansiedlung des Atlantischen Störs in Oste und Elbe."


Niedersächsischer Landwirtschaftsminister Meyer

Landwirtschaftsminister Christian Meyer (ebenfalls Bündnisgrüne) betont die Bedeutung der Oste für die Wiederansiedlung des Störs. "Unter den zur Diskussion stehenden deutschen Flüssen weist die Oste stromab von Bremervörde die insgesamt günstigsten Bedingungen für einen Versuchsbesatz mit Jungstören auf, zumal dieser Flussabschnitt bis 1920 noch ein wichtiges Laichgewässer für diese Fischart war," hebt der Minister hervor.

Außerdem würden die Aktivitäten zur Wiedereinbürgerung des Störs in der Oste durch eine "sehr engagierte regionale Berufsfischerei und Angelfischerei" unterstützt. Besonders hervorzuheben sei die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische in der AG Osteland, die aus 32 Fischereivereinen entlang der Oste besteht und insgesamt etwa 8.000 Angelfischer repräsentiert.

Deren Arbeit würdigt der Minister mit dem Hinweis auf "jahrzehntelange Erfahrungen bei der Restaurierung der Oste und ihrer Nebenbäche im Rahmen von erfolgreichen Wiedereinbürgerungsbemühungen von Lachs und Meerforelle": "Das anhaltende und rege öffentliche Interesse an dem Störprojekt zeugt davon, dass entlang der Oste bisher gute Arbeit geleistet wurde und geleistet wird."

Zur Bedeutung des Ansiedlungsprojekts erklärt der Minister: "Während der Europäische Stör vor mehr als einhundert Jahren noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei hatte, sind mit Ausnahme einer sich nur noch sporadisch fortpflanzenden Population in der Gironde (Südwest-Frankreich) zwischenzeitlich sämtliche Bestände erloschen - der letzte deutsche Bestand in der Eider vermutlich im Jahr 1969. Als maßgebliche Ursachen für den Bestandsrückgang werden die Verschlechterung der Wasserqualität durch die fortschreitende Industrialisierung, der Ausbau der großen Flüsse, der Bau von Wehren sowie die Fischerei auf Störe angesehen.


Sportfischer wollen den Kaviarfisch retten

Aufgrund seiner akuten Gefährdung wird der Europäische Stör mittlerweile durch verschiedene internationale Übereinkommen geschützt. So unterliegt die Fischart nicht nur dem Washingtoner Artenschutzabkommen, sondern ist auch als streng zu schützende Tierart von gemeinschaftlichem Interesse in Anhang IV zur FFH-Richtlinie gelistet. Da bei einem möglichen Erlöschen des letzten verbliebenen Bestandes diese eindrucksvolle, bis zu 3,5 m lange und über 300 kg schwer werdende Fischart endgültig auszusterben droht, sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union verschiedene Verpflichtungen eingegangen, die auch eine Wiederansiedlung in Schlüsselregionen des ehemaligen Verbreitungsgebietes fordern.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung 2010 einen mit den Ländern abgestimmten 'Nationalen Aktionsplan zum Schutz und zur Erhaltung des Europäischen Störs' aufgestellt, durch den die notwendigen Grundlagen für die Arterhaltung und Wiederansiedlung in Deutschland geschaffen werden sollen.
Langfristige Ziele des Aktionsplans sind die Wiederherstellung eines sich selbst erhaltenden Störbestandes in deutschen Gewässern, sowie zur Zukunftssicherung im gesamten historischen Verbreitungsgebiet beizutragen."

Der volle Wortlaut der Stellungnahmen der beiden Minister ist hier verfügbar.


Fischer, 93, setzt
junge Störe aus


Schütz (3. v. l.) mit Ludwig, Meyer und Ratjens

2. 5. 2013. Mit einem eindrucksvollen symbolischen Akt soll beim "2. Oste-Stör-Fest" am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr in Bremervörde-Elm (siehe unten) der Bogen geschlagen werden von der Ausrottung des urtümlichen Kaviarfischs vor rund 80 Jahren bis hin zu dem international beachteten Versuch, den Europäischen Stör in seinem einstigen Heimatgewässer wieder anzusiedeln.

Drei der letzten Oste-Störfischer von einst werden auf dem Steg des Bootsclubs in Elm (Landkreis Rotenburg), An der Oste 20a, den diesjährigen Jungfischbesatz starten: Der 93-jährige Oberndorfer Karl Ludwig sowie seine Weggefährten Hermann Meyer (94) und Herbert Rathjens (83) werden - Seite an Seite mit dem Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik - den Anfang machen, wenn diesmal insgesamt 250 Jungtiere aus französischer Nachzucht in die Oste ausgewildert werden.


Hermann Wiebke, Reinhard Mayer, Carsten Holst

Nachdem im vorigen Jahr der damalige Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf (Kreis Cuxhaven) den 1000. Jungstör in die Oste entlassen hatte, kontaktierte die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. die drei alten Herren, die sich noch gut daran erinnern, dass 1934 der letzte Stör von Friedrich Stelling, Gastwirt aus Oberndorf, in der "Hexenbucht" bei Hemmoor gefangen und für 200 Reichsmark verkauft wurde. Damit war der Bestand aufgrund von Gewässerverschmutzung und Überfischung vollends zusammengebrochen.


Wieder im Wasser: Oberndorfer Stördenkmal

Die westeuropäische Version des urtümlichen Knorpelfischs, der älter ist als die Dinosaurier, wäre von der Erde verschwunden, wenn nicht vor der französischen Gironde-Mündung ein weltweit allerletztes Vorkommen der betreffenden Art (Acipenser sturio) eine Nachzucht ermöglicht hätte. Aufgezogen im Leibniz-Institut für Gewässerkunde und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen, sollen diese Jungfische den Grundstock für die Rückkehr des grauen Riesen in die Oste und in andere Elbzuflüsse bieten.

Wie im vorigen Jahr in Oberndorf ist die Auswilderung der Störe, überwacht von dem Fischereibiologen Dr. Jörn Gessner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs, in ein Volksfest eingebunden. Die Veranstaltung wird vom Bootsclub Elm ausgerichtet. Der Festausschuss um Carsten Holst und Benjamin Horst hat viele Anbieter von Leckereien und eine Reihe von Vereinen gewonnen, die für ein buntes Programm sorgen.


Paten können den Fisch eigenhändig aussetzen

Für Kinder veranstaltet der Drochterser Modellbauclub ein Wasserballturnier mit Modellbooten. Für Unterhaltung sorgen der Spielmanns- und Musikzug Elm und "Die Elmbachtaler" sowie die Kinder des Elmer Kindergartens. Die Tourist-Info Bremervörde, die Jägerschaft Elm und die AG Osteland sind mit Informationsständen vertreten, auch DLRG und Feuerwehr sind mit von der Partie.

Gegen eine Spende können die Teilnehmer "Störpaten" werden und den von ihnen benannten Jungfisch eigenhändig aussetzen. Eine Urkunde bestätigt die Patenschaft, bei einem Wiederfang der markierten Tiere werden die Forscher den jeweiligen Paten informieren. Mittlerweile haben  Berufsfischer bereits 20 Jungtiere entdeckt (und nach der Registrierung wieder ausgesetzt), davon vier Störe aus der Oste, so dass sich die Wege der Wanderfische nachvollziehen lassen.


Artenschützer Schütz und Dr. Gessner

Eingeladen zum 2. Störfest sind - ebenso wie im vorigen Jahr - Vertreter aus Politik, Sportfischerei und Naturschutz von der gesamten Oste. Außerdem erwarten der Vorstand des BC Elm um Hermann Wiebke, Reinhold Grasbeunder und Reinhard Mayer und Hafenmeister Uwe Neugebauer etliche Sportboote der Skipper aus Oberndorf, mit denen die Elmer eine freundschaftliche Verbindung pflegen.

Auskunft über die einstige Störfischerei geben nicht nur die Letzten ihrer Zunft, bei denen sich auch schon das Fernsehen angesagt hat und deren Erinnerungen die Osteland-Aktiven Schütz und Lemke aufgezeichnet haben. Ausrottung und Wiederkehr der Oste-Störe sind auch Thema einer in Elm gezeigten Ausstellung, für die der Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) viele Dokumente aus alten Zeiten zusammengetragen hat.

Über den Stör informieren darüber hinaus auch etliche Exponate der neuen Dauerstellung im Natureum Niederelbe an der Ostemündung in Balje (Landkreis Stade) sowie die AG-Osteland-Website www.oste-stoer.de.


Ostebrücken: Das
geht so gar nicht!


Wassersportler-Sprecher Bernd Jürgens

25. 4. 2013. Die Wassersportler an der Oste wollen die behördlich angedachte Reduzierung der Ostebrücken-Öffnung (wir berichteten) nicht akzeptieren. Um Alternativen zu entwickeln, laden Bernd Jürgens und Eddy Uthenwoldt von der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Blaues Netz Oste Vertreter aller Wassersportvereine für Montag, 29. April, 19 Uhr, in das WSCO-Clubheim in Osten ein. 

"Nur gemeinsam sind wir stark," heisst es in der Einladung: "Es kann nicht sein, dass die Brücken nicht mehr besetzt werden, noch auf Rufbereitschaft. Wenn die Schiffe von See kommen, zuerst Sperrwerk anrufen, dann die Brücken Geversdorf und  Oberndorf jeweils eine Stunde vorher anrufen, damit sie geöffnet werden, das Gleiche wenn wir die Oste runter fahren - wir sind der Meinung, das geht so nicht." 

Die Bemühungen unter anderem der AG Osteland, den Tourismus zu stärken, würden konterkariert. Die Lage in vielen Orten sei ernst: "Es sind in den letzten Jahren neue Anleger gebaut worden, Wassersportvereine haben sich gegründet, in Geversdorf wurde ein neues Hafenhaus mit Duschen und Toiletten für die Gäste gebaut, Neuhaus ist auf Tageslieger angewiesen, damit die jährliche Beseitigung der Verschlickung bezahlt werden kann."


Oste-Pegelstände
unbedingt beachten


Oste-Pegelstände auf kanuwelt.de

16. 4. 2013. Strikte und strafbewehrte Vorschriften für Kanutouren auf der Oberen Oste enthält eine neue, am 1. April in Kraft getretene Verordnung des Landkreises Rotenburg (siehe unten). 

Geregelt werden Fahrzeiten, Bootskennzeichnung und der Umgang mit den offiziellen Pegelständen. Aktuelle Informationen, die unbedingt Beachtung finden sollten, bietet die Website kanuwelt.de


Proteststurm gegen
Ostebrücken-Pläne


Behördenvertreter bei der Skipper-Anhörung

15. 4. 2013. Einer Flut von Einwänden und Bedenken von rund 30 Wassersportlern und Wassertouristikern sowie von Berufsschiffern von der Oste sahen sich am Montag acht Behördenvertreter ausgesetzt, die über geplante Sparmaßnahmen bei der Öffnung der Geversdorfer Ostebrücke informierten. 


Streitpunkt Geversdorfer Oste-Brücke

Ergebnis: In dieser Saison wird es, wie ein Landkreis-Vertreter im Cadenberger Rathaus versicherte, keine Änderung der Öffnungspraxis geben. 


Teilnehmer der Info-Veranstaltung in Cadenberge

Vor einer für 2014 angestrebten Neuregelung soll ein weiteres Gespräch mit den Betroffenen und eine einvernehmliche Lösung gesucht werden.

"Dann können wir den Wassertourismus an der Oste begraben," warnte Jürgen Hinck, Vorsitzender der Seglervereinigung Oste Hemmoor (SVOH), davor, den Zugang zum Fluss und seinen Häfen weiter zu erschweren, der ohnehin beeinträchtigt ist durch eine nicht weggebaggerte Barre an der Mündung, durch das nicht immer zuverlässig geöffnete Ostesperrwerk und, sowieso, durch den Einfluss von Wetter und Gezeiten.


Neues Hafenhaus (l.) an der Klappbrücke (r.)

Hincks Verein, dessen für über 150.000 Euro gebautes Sanitär- und Hafenhaus in Geversdorf gerade fertiggestellt worden ist, sieht sich "hinters Licht geführt". Segler aus Cuxhaven, Otterndorf und anderswo würden, so Hinck, die Gastliegeplätze oberhalb der Geversdorfer Brücke meiden, wenn es "immer problematischer" wird, in die Oste zu gelangen.

Auch Dr. Manfred Toborg vom Wassersport-Club Osten (WSCO) warnte vor einer Reduzierung der Brückenbesetzungszeiten und vor dem damit verbundenen Verzicht, "auf Sicht" und ohne allzu lange Wartezeit die Brücke passieren zu können: "Das Gefühl verstärkt sich, dass man abgesperrt ist."

Für "Mocambo"-Käpt'n Caspar Bingemer wäre die angedachte Regelung - Brückenöffnung nur nach Anmeldung mit einstündiger Frist - "schlichtweg eine Katastrophe": "Ich weiß nicht, wie ich dann mein Geschäft auf Dauer noch betreiben kann."

Rolf Lückhoff von der Seglervereinigung Neuhaus/Oste (SVNO), die finanziell durch Entschlickungsarbeiten stark belastet ist, erwartet bei einem Rückgang des Wassertourismus auf der Oste einen Einbruch der Einnahmen durch Gastlieger. Lückhoff: "Dann fürchte ich um unseren Verein."

Oste- und Elbfischer Walter Zeeck wies darauf hin, dass beim Bau der Geversdorfer Brücke vor 25 Jahren den Schiffern im Einklang mit der Gesetzeslage versichert worden sei, jederzeit ohne Behinderung das Bauwerk passieren zu können. Dennoch sei er im Laufe der Jahre durch immer mehr Einschränkungen "gequält" worden.

Bernd Jürgens, Sprecher des Blauen Netzes der AG Osteland, befürchtet einen Rückschlag für die vielfältigen Werbebemühungen für das Osterevier und wünschte - ebenso wie Manfred Heinisch von der Seglergemeinchaft Oberndorf - klare Regelungen und abgestimmte Öffnngszeiten: "Sonst wird das für Gäste zu kompliziert."

Gerhard Reibe (AG Osteland) aus Hechthausen wies auf Auswirkungen bis hinauf nach Bremervörde hin - dessen Vereine nicht geladen worden waren - sowie für die Firma Hahn mit ihren Schleppzügen. Die Behörden seien im übrigen offenbar außerstande, die im Falle einer Ruf- statt Dauerbereitschaft zu erzielenden Einsparungen zu beziffern. Reibe: "Sie haben keine vernünftige Lösung." 

Für die SG Oberndorf wies Eybe Schönteich auf Auswirkungen auf die großen Fahrgastschiffe aus Brunsbüttel hin, die in den letzten Jahren erfreulicherweise die Oste in ihr Programm aufgenommen haben, aber den Fluss meiden könnten, wenn - wie im Dezember vor dem Sperrwerk geschehen - "ein großes Schiff mit 100 Touristen eine Stunde warten muss".
Mehrere Skipper, darunter die Oberndorfer Transozeansegler Bert und Marlene Frisch, regten an, wie etwa in Holland oder Skandinavien, die Brückenöffnung per Kamera und Fernsteuerung zu regeln - was von den Behördenvertretern unter Hinweis auf "wahnsinnige Investitionskosten" abgelehnt wurde.

Zweifel wurden im Saal laut an der amtlich genannten Zahl der Wasserfahrzeuge, für die alljährlich die Geversdorfer Brücke geöffnet werden muss (angeblicher Rückgang seit 1998 von rund 1300 auf 500 pro Jahr) - was sonderbar anmutet angesichts einer anderen Statistik, nach der weiter stromaufwärts in Oberndorf bei der Zahl der Brückenöffnungen kein derartiger Rückgang zu verzeichnen ist.

Nur am Rande zur Sprache kamen andere Ärgernisse - darunter der diesjährige Rekordanfall von Treibsel unter anderem durch das Freischneiden der amtlichen Kilometrierungsschilder im Schilfgürtel, das SGO-Vorsitzender Edfried Uhtenwoldt (Blaues Netz Oste) beklagte. Uhtenwoldt regte im übrigen jährliche Treffen der Behördenvertreter mit den Skippern an, um gemeinsam Problemlösungen zu erarbeiten.

Im Vorfeld der Informationsveranstaltung hatte die AG Osteland die Behörden vor einem "Schildbürgerstreich" und vor Einbrüchen beim Wassertourismus gewarnt, der in den letzten Jahren erst durch Millioneninvestitionen für Schiffsanleger gefördert worden war  - siehe unten.


Ein Volksfest
für den Stör

AG Osteland feiert am 11. Mai die Wiederansiedlung des Kaviarfischs / Blasmusik, Hüpfburg und Modellbooten / Europaweit beachtetes Artenschutzprojekt 


Jungstör: Neue Heimat in der Oste

5. 4. 2013. Das kleine Dorf Elm bei Bremervörde, unweit des "Drei-Länder-Ecks" der Oste-Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg, ist demnächst erneut Schauplatz eines Ereignisses von überregionaler Bedeutung: Nach dem 9. Tag der Oste im Februar findet in dem Bremervörder Ortsteil am Sonnabend, 11. Mai, ab 14 Uhr das "2. Oste-Störfest" statt.

Ein Jahr nach der Premiere in Oberndorf (Kreis Cuxhaven), wo der seinerzeitige Ministerpräsident David McAllister den 1000. Jungstör in die Oste ausgewildert hat, soll die Wiederansiedlung des hier einst ausgerotteten urzeitlichen Kaviarfischs mit einem Volksfest gefeiert werden.

Als Veranstalter hat die Arbeitsgemeinschaft Wanderfische der AG Osteland den Bootsclub Elm gewonnen, der Vereinshaus, Gelände und Anleger an der Oste zur Verfügung stellt. 


Titel der Wanderausstellung zum Oste-Stör

Im Mittelpunkt steht die erneute Auswilderung von mehreren hundert Stören der einstmals auch in der Oste heimisch gewesenen Art Acipenser sturio, die europaweit lediglich in der südfranzösischen Gironde überlebt hat. 

Von den "Franzosen" abstammende und im Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei nachgezüchtete Jungstöre werden unmittelbar vor der Veranstaltung in Spezialbehältern an die Oste gebracht, wo der Fischereibiologe Dr. Jörn Geßner von der Gesellschaft zur Rettung des Störs den Besatz leitet.

Die Festteilnehmer erwartet ein besondere Attraktion: Gegen eine kleine Spende können Besucher eigenhändig Jungtiere in die Oste einsetzen und auf diese Weise, durch eine Urkunde bescheinigt, "Störpate" werden. 

Den ersten Stör des Tages wird Schirmherr und Ortsbürgermeister Erich Gajdzik auswildern, wie AG-Osteland-Wanderfischexperte Wolfgang Schütz ankündigt; Schütz ist zugleich Sprecher der Ostepachtgemeinschaft, der am längsten Nebenfluss der Niederelbe 22 Vereine mit 5700 Sportfischern angehören.


Stör als Symbol der Kinder-Navi-Route

Der Festausschuss um die Elmer Carsten Holst und Benjamin Horst hat viele Anbieter von Leckereien und eine Reihe von Vereinen gewonnen, die für ein buntes Programm sorgen. Für Kinder steht eine Hüpfburg bereit, ausserdem veranstaltet der Drochterser Modellbauclub ein Wasserballturnier mit Modellbooten. Für Unterhaltung sorgen der Spielmanns- und Musikzug Elm und "Die Elmbachtaler" sowie die Kinder des Elmer Kindergartens. Die Tourist-Info Bremervörde, die Jägerschaft Elm und die AG Osteland sind mit Informationsständen vertreten, auch DLRG und Feuerwehr sind mit von der Partie.

Eingeladen zum 2. Störfest sind - ebenso wie im vorigen Jahr - Vertreter aus Politik, Sportfischerei und Naturschutz von der gesamten Oste. Außerdem erwarten der Vorstand des BC Elm um Hermann Wiebke, Reinhold Grasbeunder und Reinhard Mayer und Hafenmeister Uwe Neugebauer etliche Sportboote der Skipper aus Oberndorf, mit denen die Elmer eine enge Verbindung pflegen.


Viele Angebote rund um den Störbesatz

Während des Störfests zeigt die AG Osteland eine von ihrem Vorsitzenden Jochen Bölsche gestaltete Wanderausstellung mit dem Titel "Die Rückkehr des grauen Riesen", die der Ausrottung und der Wiederansiedlung des Störs in der Oste gewidmet ist. Informiert werden soll auch über das neue GPS-Navi-Projekt "Stör Stups und Reiher Ralf" des Stader Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen e.V., das von diesem Sommer an Kindern die Oste-Natur in Bild und Ton nahebringen soll.


Logo des Oste-Störprojekts

Nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Osteland, die das Ostestör-Projekt seit fünf Jahren begleitet, begründen die bisherigen Wiederfangergebnisse die Hoffnung, dass sich der Ansiedlungsversuch eines Tages als ebenso erfolgreich erweisen wird wie ein anderes Vorhaben der Sportfischer: Um die Jahrtausendwende ist es ihnen gelungen, den hier ebenfalls einst ausgerotteten Lachs wieder heimisch zu machen. In Fachkreisen gilt die Oste heute als "Deutschlands Lachsfluss Nummer eins"


Besatzaktion am Oberndorfer Stördenkmal

Auch das aktuelle Artenschutzprojekt findet Beachtung in der internationalen Fachwelt, aber auch in der deutschen Angelpresse sowie immer wieder in Funk und Fernsehen. "Auf diese Weise," freut man sich in der AG Osteland, "trägt der Stör auch dazu bei, bundesweit Interesse für den einstmals 'vergessenen Fluss' zu wecken und den sanften Tourismus am Fluss zu beleben."


Schildbürgerstreich
im Jubiläumsjahr?


Geversdorfer Brücke: Öffnung zur Disposition

3. 4. 2013. Unter Wassersportlern und -touristikern an der Oste herrscht Unruhe: Nach Informationen aus Hannover sollen aus finanziellen Gründen "Änderungen im Betrieb" der Oste-Klappbrücke in Geversdorf (Landkreis Cuxhaven) vorgenommen werden, die nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ein "Nadelöhr für den blauen Tourismus" am längsten Nebenfluss der Niederelbe darstellt.

AG Osteland in 
"Alarmstimmung"

Die über 500 Mitglieder starke "Lobby für die Oste" ist in Alarmstimmung. Sie befürchtet, dass sich ein "Schildbürgerstreich" anbahnen könnte. Nachdem in den vergangenen Jahren weit über eine Million Euro in eine Kette neuer Schiffsanleger investiert worden ist und nachdem der Osteland-Arbeitskreis "Blaues Netz Oste"  das Revier an der gesamten Küste und auf Bootsmessen mit einem ehrenamtlich erstellten 24seitigen "Hafenführer" beworben hat, könnte eine Reduzierung der Brückenöffnungszeiten einenRückschlag für alle Bemühungen bedeuten, wieder Wassersportler für den lange Zeit "unbekannten Fluss" zu begeistern.

Der Einschnitt droht ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Klappbrücke: Am Sonntag, 8. September, will die Gemeinde Geversdorf mit einem "Brückenfest" das 25-jährige Bestehen der Flussquerung feiern, die seit 1988 die alte Fährverbindung ersetzt und die zu den Etappenzielen der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel und des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje zählt.

"Nadelöhr für den 
blauen Tourismus"

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die als Eigentümerin für den Betrieb der Brücke zuständig ist, weist auf "rückläufige Brückenöffnungen" hin. Eine Reduzierung der Öffnungszeiten oder die Einführung umständlicher Anmeldeprozeduren aber würde nach Auffassung des "Blauen Netzes", so dessen Sprecher Bernd Jürgens (Hemmoor), die Bemühungen erschweren, Segelsportler für spontane Abstecher in die Oste zu gewinnen. Betroffen wären in erster Linie die - seit Jahren auch um Gastlieger werbenden - Sportboothäfen oberhalb der Brücke in Geversdorf (Foto), wo gerade erst ein neues Hafen- und Sanitärhaus gebaut worden ist, sowie in Oberndorf, Hemmoor-Schwarzenhütten und Osten.

Gerade für das laufende Jahr hat die AG Osteland ihre Bemühungen intensiviert, den reizvollen Fluss mit einer breit gestreuten Kampagne zu bewerben. Mitgliedsvereine werben für ihre Häfen und Heimatorte nicht nur im international verbreiteten Seglerhandbuch "Sejleren's", dessen 2013er Ausgabe bereits auf dem Markt ist. Vom 6. bis 8. September findet im Rahmen des "Nordsee-Elbe-Cups" die Oberndorfer Regatta "Rund Medemgrund" statt.


Regattateilnehmer im Oberndorfer Hafen

Bereits zur Jahreswende sind Vereine überall im Norden mit Info-Blättern der AG Osteland außerdem zu einem großen "Absegeln / Abmotoren bei Freunden an der Oste" vom 20. bis 22. September eingeladen worden. Erwartet werden bis zu 165 Boote, für deren Crews die Touristiker der Samtgemeinden Am Dobrock und Hemmoor Sonderprogramme in Neuhaus (60 Liegeplätze) sowie in Oberndorf (45 Liegeplätze), Hemmoor-Schwarzenhütten (20 Liegeplätze) und Osten (40 Liegeplätze) vorbereitet haben.


Traditionssegler "Albatros" in Oberndorf

Die AG Osteland befürchtet - wenn neben der Tide auch wechselnde Öffnungszeiten berücksichtigt werden müssen - einen Rückschlag für die seit einigen Jahren mit Erfolg unternommenen Versuche, Großsegler wie die "Albatros" oder schleswig-holsteinische Fahrgastschiffe wie die "Adler Princess" und die "Germania" für Oste-Touren zu gewinnen. Beeinträchtigt werden könnte unter Umständen auch der Betrieb des Oste-Fahrgastschiffs "Mocambo".

Nachdem die Oste ihren Status aus Bundeswasserstraße verloren hat, ist der Landkreis Cuxhaven zuständig für den Vollzug der neuen "Verordnung über das Befahren der Oste". Das Landkreis-Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft, das vom Land um Zustimmung zu einer Neuregelung gebeten worden ist, will die geplanten Änderungen in einer Informationsveranstaltung am Montag, 15. April, 10 Uhr, im Cadenberger Ratssaal vorstellen.

Seit die Geversdorfer Klappbrücke vor einem Vierteljahrhundert die dort verkehrende Oste-Fähre ersetzt hat, gilt die Regelung, dass sie zu jeder Zeit passiert werden kann. Die Durchfahrtsbreite beträgt 22 Meter, die Durchfahrtshöhe bei geschlossener Brücke 3,8 Meter bei Mittlerem Tidenhochwasser. Auf Anforderung über UKW-Seefunk (Kanal 69), über Tel. 04752-7121 oder mit Signalhorn (zwei lange Töne) wurde die Brücke zur vollen und halben Stunde geöffnet.




Neue Regeln für
die Obere Oste

Wasserwanderer bei Eitzmühlen

2. 4. 2013. Seit 1. April sind sie in Kraft: die neuen Regeln für das Befahren der Oberen Oste und der Wümme mit Kanu, Kajak und Schlauchboot (wir berichteten mehrfach). 

Der Touristikverband des Landkreises (Tourow) teilt dazu mit: "Wichtigster Anhaltspunkt für Kanuten und Paddler sind weiterhin die Mindestwasserstände der beiden Flüsse. Die Oste darf bei zulässigem Wasserstand ab Heeslingen flussabwärts befahren werden, für die Wümme gilt dies ab Lauenbrück."

Die neue Verordnung schreibt Wasserwanderern außerdem vor, ihre Boote zu kennzeichnen (mit Namen oder Nummern). Diese Kennzeichnung gilt es vorher beim Amt für Naturschutz des Landkreises registrieren zu lassen. Darüber hinaus müssen die vorgegebenen Zeiten zum Befahren der Flussläufe eingehalten werden: eine Stunde nach bis eine Stunde vor dem jeweiligen kalendarischen Sonnenauf- beziehungsweise -untergang.

Die Kreisverwaltung teilt dazu mit: "Das Befahren der Wümme oberhalb von Lauenbrück, der Oste oberhalb von Heeslingen sowie ihrer Nebenbäche und der übrigen Fließgewässer im Landkreis wird durch die Verordnung eingeschränkt, um die wegen geringerer Breite und Tiefe besonders gefährdeten Ufer- und Sohlstrukturen zu schützen. Diese Gewässerabschnitte sind in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli gesperrt. Außerhalb dieses Zeitraumes ist es möglich, sie unter den in der Verordnung dargelegten Voraussetzungen zu befahren, wenn dieses dem Landkreis mindestens 24 Stunden vorher angezeigt wird und dieser in dieser Frist nicht widerspricht."

Wer eine solche Genehmigung braucht, kann sich an wasserwandern@lk-row.de wenden. Weitere Informationen gibt es unter www.wasserwandern-row.de.


2013 - fix was
los an der Oste


Vorstandsmitglied Bernd Jürgens in Gräpel

21. 3. 2013. In der Jahreshauptversammlung der AG Osteland am 18. März gab Vorstandsmitglied Bernd Jürgens einen Überblick zur Arbeit des AK Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz Oste). Auszug:

"Auch im letzten Jahr fand wieder eine Veranstaltung im Gasthaus "Zur Sietwende" in Oberndorf-Niederstrich statt. Hier gab es einige interessante Neuigkeiten und Vorträge über Oste und Schifffahrt. Anschließend berichteten die Ostelandfreunde Marlene und Bert Frisch über ihren Transatlantik-Törn mit der "Heimkehr". Alle hatten wieder glänzende Augen, und jeder träumte schon wieder von einem schönen Segeltörn in der neuen Saison 2013.

Was passiert im Jahr 2013 an der Oste, welche Änderungen kommen auf uns zu? An der Oberen Oste ist eine neue Verordnung für die Kanuwanderer durch den Kreistag in Kraft getreten. Die Gruppen müssen eine Person mitnehmen, der oder die dem Landeskanuverband angehört. Außerdem darf die Bootslänge der Kanus 4,50 m nicht überschreiten. Jede Gruppe muss sich 24 Stunden vorher über die E-Mail-Adresse wasserwandern@lk-row.de anmelden. An der Unteren Oste haben wir keine neuen Verordnungen, hier sind die Kanuten und Paddler jederzeit willkommen. 

Gerhard Reibe von der Mühle in Hechthausen hat sich viel Arbeit gemacht und einen Gezeitenkalender für die Oste erstellt.* Unser neuer Hafenführer. Der Hafenführer geht in eine neue überarbeitete Auflage, diesmal mit Anzeigen von den einzelnen Häfen, hier können die Gaststätten, Cafes oder touristische Anziehungspunkte Anzeigen schalten. Wir sind der Meinung, das Osteland hat viel zu bieten und braucht sich nicht zu verstecken. 

Unser diesjähriger Höhepunkt ist Absegeln oder Abmotoren bei Freunden an der Oste vom 20. bis 22. September. Wir würden uns freuen, wenn sich viele aufmachen und an den Veranstaltungen in den Orten Neuhaus – Oberndorf – Hemmoor-Schwarzenhütten – Osten teilnehmen. Die gesamten Elbvereine von Cuxhaven bis Hamburg und die Ostevereine von Großenwörden bis Bremervörde sind schriftlich eingeladen worden.

Weitere interessante Veranstaltungen der Vereine an der Oste: 12. Mai  Fährmarkt an der Schwebefähre in Osten; 24. August Hafenfest mit internationalem Pappbootrennen in Neuhaus, 6. bis 8. September Oberndorfer Regatta "Rund Medemgrund", 2. bis 6. Oktober Historienfest der Neuhäuser Lumpenhunde, 30. November bis 1. Dezember Weihnachtsmarkt an der Flusskirche in Oberndorf und Busfahrt zum Schiffstörn auf Elbe und Oste."

* Gezeitenkalender für die Oste: Auf Basis des weiterhin erforderlichen BSH-Gezeitenkalenders (dadurch lizenzfrei) kann per Programm Excel für jeden Tag in 2013 ab Mündung bis Bremervörde für nahezu jede Anlegestelle/Hafen mit den neuen Fluß-Km-Angaben die Tide automatisch ermittelt / angezeigt werden. Das komplette Regelwerk /Verordnungen zum Befahren der Oste ist zudem auf dieser Seite enthalten,  auch Durchfahrtshöhen u.a. unter Brücken. Diese Information / Datei wird kostenlos weitergegeben und kommt auch in den neuen Hafenführer. Die Zusendung der Information/Datei kann auch bei krista.reibe@arcor.de erbeten werden. Dann können auch künftig eventuelle Änderungen/Korrekturen an dieser Seite/Datei per Mail direkt durchgegeben werden.


Ehrung für
den Käpt'n


Verdienste um den WSCO: Walter von der Fecht

14. 3. 2013. Früher war er Kapitän des  Seebäderschiffs "Wappen von Hamburg", in seiner Freizeit segelt er seine "Wappen von Osten" (Foto), das schöne und stolze "Flaggschiff" des Wassersportclubs Osten (WSCO), das seit Jahren unweit der Schwebefähre liegt und dessen Anblick die Besucher erfreut. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert gehört Walter von der Fecht nunmehr dem WSCO an. Viele Gäste von auswärts lernten den stets freundlichen und hilfsbereiten Fahrensmann kennen, wenn er Gastlieger am Vereinsanleger begrüßte, wo der Käpt'n des großen Helgolandfahrers in seiner Freizeit das Liegegeld von den Skippern der kleinen Hobbyboote kassierte und den Oste-Besuchern gute Tipps gab. Am Donnerstag beschloss die WSCO-Jahreshauptversammlung im Clubhaus am Fluss einstimmig, den 79-Jährigen zum Ehrenmitglied zu ernennen. 


Neu gestaltet: die Website der Wassersportler

Mit derselben Ehrung überraschte Versammlungsleiter Dr. Manfred Toborg (Foto, r.) den AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche (Osten), der in der Versammlung über die Arbeit des Blauen Netzes Oste informierte - vom 2. Störfest, das im Mai gemeinsam mit dem Bootsclub in Bremervörde-Elm gefeiert wird, über das große "Absegeln / Abmotoren" mit Freunden von der gesamten Niederelbe im Herbst bis hin zu einer Neuauflage des Osteland-"Hafenführers" für Wassersportler.

Zuvor hatte Dr. med. Toborg als Stellvertreter des erkrankten Vorsitzenden Niels Dehde über das vielfältige Vereinsjahr berichtet. Daraus ragten hervor der von Ursel Freistadt maßgeblich mitorganisierte Skipperball 2013 im Osteland-Festhaus mit einem Rekordbesuch, der Aufbau einer Jugendgruppe durch Segelwart Norbert Gausling, die traditionelle Lampionfahrt und ein Fachvortrag des renommierten Wassersportjournalisten Michael Herrmann

Dem Kassenwart Andreas Schläfer bescheinigte der nahezu schuldenfreie Verein ebenso hervorragende Arbeit wie dem Schriftführer Johann Bohmbach. Mehr auf der von Karl-Heinz Brinkmann ansprechend gestalteten Website des Vereins und auf der Osteland-Seite Blaues Netz Oste.


Verschärfte Regeln
für Oste und Wümme

14. 3. 2013. Strenge - vielleicht sogar zu strenge? - Regeln für Bootsfahrer auf der Oberen Oste und der Wümme hat jetzt der Rotenburger Kreistag verabschiedet. Betrunkene, gröhlende Horden von nichtorganisierten Paddlern in nicht gekennzeichneten Booten, die trotz roten Pegelstands bei Niedrigst- oder Höchstwassers die Fluss-Flora und Fauna schädigen - das soll der Vergangenheit angehören. Ausführlicher Bericht und Leserdiskussion auf der Website der Rotenburger Rundschau.


Großenwörden mit
Wassersportsparte


Frisch gewählt: der Wassersport-Vorstand

3. 3. 2013. Die Wassersportvereine an der Oste haben Zuwachs bekommen. Beflügelt durch den 2011 eingerichteten neuen Fahrgastschiff- und Sportbootanleger in Großenwörden, hatte der dortige TSV unter Vorsitz von Reinhard Schlichtmann beschlossen, in der kleinen Gemeinde (440 Einwohner) eine eigene Wassersportsparte einzurichten, die erste einschlägige Neugründung im Osteland seit Jahrzehnten.

In der Gründungsversammlung der TSV-Wassersportsparte wurde jetzt ein siebenköpfiger Vorstand unter Führung von Heinz Heinsohn und von Ewald Romund (zugleich im Vorstand der AG Osteland) gewählt. 

Unser Foto zeigt v. l. n. r. Mario Guthahn, Sportwart, Dietmar Reimers, Schriftführer, Heinz Heinsohn, 1.Vorsitzender, Helmut Kammann, Platzwart und Hafenmeister, Bürgermeister Bernhard Witt, Öffentlichkeitsbeauftragter, Bernd Reimers, Kassenwart, und Ewald Romund, 2. Vorsitzender. - Auch oste.de gratuliert zur Neugründung!


"Wasserqualität 
ist sehr fragil"


Gewässerwart Lengner, OPG-Vorsitzender Schütz

3. 3. 2013. Noch gelte die Oste als ein "durchschnittlich gesundes Gewässer", doch die Gewässerqualität sei "sehr fragil". Diese Warnung äußerte Gewässerwart Karl-Heinz Lengner (Otterndorf) am Sonntag in der Hauptversammlung der Ostepachtgemeinschaft (OPG) der Sportfischervereine der Elbe-Oste-Region im Ostener Hotel "Fährkrug", die vom 1. Vorsitzenden Wolfgang Schütz geleitet wurde.

Lengner hat eigene Messungen im längsten Nebenfluss der Niederelbe angestellt. Der langjährige Brandenburger Landesverbandsgewässerwart sieht die Wasserqualität der Oste bedroht durch Versandung und andere Belastungsfaktoren, die mit zunehmendem Maisanbau und Grünlandumbrüchen am Oberlauf im Landkreis Rotenburg einhergehen und die angelaufene Wiedereinbürgerung empfindlicher Fischarten wie des Europäischen Störs gefährden könnten.

"Was von oben runterkommt, ist nicht so schön," urteilte Lengner. "Wir müssen die Vermaisung im Auge behalten - das kann gefährlich werden für empfindliche Fischarten." Damit unterstrich Lengner Warnungen des Diplom-Biologen Ralf Gerken (Scheeßel) vom Landessportfischerverband Niedersachsen, der bereits letztes Jahr erklärt hatte, die teilweise bis an die Ufer reichende Vermaisung bewirke eine verstärkte Versandung von Laichgewässern: "Wenn wir die Sandeinträge nicht in den Griff kriegen, scheitert die Wiederansiedlung."


OPG-Mitglieder in der Hauptversammlung

Auf positive Auswirkungen des europaweit beachteten Oste-Stör-Vorhabens wies Jochen Bölsche hin, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. Das im Funk und Fernsehen sowie in der gesamten deutschen Anglerpresse präsentierte Artenschutzprojekt habe - ebenso wie die zuvor geglückte Rettung des Lachses - das Interesse von Sportfischern und anderen Naturfreunden an der Oste belebt und sei daher auch für die Tourismuswirtschaft bedeutsam. Erfreulich sei auch, dass es mittlerweile gelungen sei, Wanderfischbarrieren am Oberlauf im Raum Sittensen zu beseitigen und am Unterlauf das Basbecker Mühlenfleet in Hemmoor fischdurchgängig zu machen.

Nach dem Oberndorfer Störfest im vorigen Jahr, bei dem der damalige Ministerpräsident David McAllister den 1000. Jungstör aus französischer Nachzucht der Oste übergab, ist, wie der OPG-Vorsitzende Schütz mitteilte, ein ähnliches Ereignis am 11. Mai in Bremervörde-Elm geplant. Dort sollen beim "2. Oste-Stör-Fest", veranstaltet vom Bootsclub Elm in "sehr guter Zusammenarbeit" mit dem AG-Osteland-Arbeitkreis Wanderfische, weitere Jungfische freigesetzt werden, für die Naturfreunde gegen eine Spende "Störpatenschaften" übernehmen können.


"Störvater" Schütz mit Projektleiter Dr. Gessner

Wie Schütz weiter berichtete, scheinen die bisherigen Stör-Besatzaktionen erfolgversprechend zu verlaufen. Den Tieren, die im Einzugsbereich der Elbe wieder angesiedelt worden sind, gehe es offenbar gut. Das zeigten 23 Jungfische aus französischer Nachzucht, die allein in letzter Zeit an der Nordseeküste zwischen Dänemark und Holland von Berufsfischern wie dem Geversdorfer Walter Zeeck gefangen (und wieder freigelassen) worden sind, darunter vier Exemplare, die in der Oste ausgewildert worden waren. 


Auswilderung von Jungstören in Elm (2012)

Die Störe, die der Freisetzung 20 bis 25 Zentimeter lang waren, sind mittlerweile auf 45 Zentimeter angewachsen. An den urtümlichen Knorpelplatten, die ihren Körper bedecken, haben sich in freier Wildbahn, nach dem Verlassen der Aufzuchtbecken, kleine Spitzen ausgebildet, die den Tieren einen gewissen Schutz gegen natürliche Feinde wie Hecht und Kormoran bieten können. Das berichtete der Projektleiter Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei kürzlich bei einem Besuch an der Oste.


OPG-Versammlung im Ostener Fährkrug

Auch in diesem Jahr wird die OPG erneut Bestände bedrohter Arten stützen, zum Beispiel durch die Auswilderung junger Aale sowie von Meerforellen aus der Zuchtanlage in Kleinmühlen bei Lamstedt. Allerdings konnten dort in dieser Saison nur 20.000 Meerforelleneier aufgelegt werden, weil beim Elektrofischen fast nur Milchner gefangen worden seien, wie Egon Boschen in der OPG-Versammlung mitteilte.


"Lachsvater" Boschen (mit Schütz und Lengner)

Sorgen bereitet den rund 6000 Sportfischern der Region der Zugang zu ihren Pachtgewässern, der im Zuge von Deich- und Befestigungsarbeiten zunehmend durch Uferzäune versperrt wird. Mit Hilfe des Unterhaltungsverbandes Untere Oste wollen die Angler nun in Eigenarbeit Tore und Übertritte schaffen.

Unzufrieden zeigen sich die Vertreter einiger Vereine darüber, dass die "Pütten", die etwa bei Kranenburg, Brobergen und Blumenthal im Landkreis Stade bei Ausdeichungen und durch Bodenentnahme entstehen, nicht zum Beangeln freigegeben werden sollen. Hier strebt die OPG an, dass ein Teil der neuen Gewässer zur Hege und Pflege den anerkannten Sportfischerverbänden überlassen wird.


OPG-Schatzmeister Thorsten Stobbe

Über eine zufriedenstellende Finanzlage konnte Thorsten Stobbe (Osten) berichten, dem die Rechnungsprüfer eine exzellente Kassenführung bescheinigten. Als neues Mitglied erwartet die OPG demnächst den Angelsportverein Horneburg. Damit werden dem Zusammenschluss insgesamt 23 Vereine aus der Elbe-Oste-Region angehören. 

Den Abschluss der Versammlung bildete ein Vortrag des Otterndorfer Chemikers und Fischereisachverständigen Dipl.-Ing. Egon Prexl Foto) über einen von ihm entwickelten und mittlerweile patentierten "Fischretter". Mit Hilfe dieses Gerätes können Feuerwehren, so Prexl, im Notfall den Sauerstoffgehalt eines Gewässers schnell und effizient erhöhen, um so einem Fischsterben vorzubeugen.


Skipperball 2013
mit Rekordbesuch


Auch Oberndorf ist stark vertreten

3. 3. 2013. Den wohl stimmungsvollsten Skipperball seit Jahren erlebten am Sonnabend die Gäste des Wassersportclubs Osten (WSCO) im maritim geschmückten Osteland-Festhaus


Begrüßung: Manfred Toborg und Ursel Freistadt

Ursel Freistadt - in Vertretung ihres Lebensgefährten, des erkrankten Vorsitzenden Niels Dehde - und der 2. Vorsitzende Dr. Manfred Toborg begrüßten die Rekordzahl von 130 Teilnehmern.

Mit dabei samt ihren Damen: der Ostener Bürgermeister Carsten Hubert, der Fährvereinsvorsitzende und WSCO-WebmasterKarl-Heinz Brinkmann sowie Bernd Jürgens vom Blauen Netz Oste, außerdem Vertreter von Wassersportclubs aus Oberndorf, Hemmoor, Freiburg, Drochtersen, Hechthausen und Bremervörde, die Transatlantiksegler Bert und Marlene Frisch sowie zwei Dutzend weitere Mitglieder der AG Osteland mit den Vorstandsmitgliedern Albertus Lemke, Renate Bölsche und Jochen Bölsche.


Shantys vom Gemischten Chor - VIDEO HIER

"Freudig überrascht" zeigte sich Manfred Toborg über "so viele Gäste", die - nicht zuletzt wegen des legendären Grünkohlessens, diesmal aus der Küche des neuen Pächters Jan Nachtigall - in das Schwebefährendorf gekommen waren. Zur guten Stimmung trugen auch wieder die Shantysänger des Gemischten Chors Osten bei. 


Bürgermeister-Tisch: Jürgens, Brinkmann, Hubert

Die Mitglieder der Seglergemeinschaft Oberndorf (SGO), angeführt von ihrem neuen Vorsitzenden Eddy Uhtenwoldt und dessen Vorstandskollegen Klaus Meyer, Dieter Dede und Eybe Schönteich, brachten, auf dem Schifferklavier begleitet von Hanni Milan, in einer Pause die Oberndorf-Hymne und das inzwischen TV-bekannte Lied vom Stör zu Gehör.


Neuer Vorsitzender Uhtenwoldt mit SGO-Wimpel

Eine wassersportliche Premiere wird, wie Dr. Toborg ankündigte, der September dieses Jahres bringen: Das Blaue Netz Oste der AG Osteland hat Skipper aus dem gesamten Niederelbegebiet zum gemeinsamen Absegeln / Abmotoren auf der Oste eingeladen (mehr hier).


Hemmoorer Liedermacherin Hanni Milan

Der Ball klang aus mit der Ausgabe der Preise aus der gut bestückten Tombola und mit dem traditionellen gemeinsamen Essen von Schwarzbrot mit kalter Schweinebacke - schmackhaft mit viel Senf.


Alle Mann für 
Jürgen Hinck

2. 3. 2013. In der Hauptversammlung der Seglervereinigung Oste Hemmoor (SVOH) in Ohl's Gasthof in Hemmoor wurde der 1. Vorsitzende Jürgen Hinck (auf unserem Archivbild mit Bürgermeister Hans Wilhelm Saul) einstimmig in seinem Amt bestätigt. Stellvertreter ist Heinz Begemann, Kassenwart Dieter Ahlff, Sportwart Bernd Jürgens, Pressewart Walter Licht, Schriftführer Hartmut Ravski, neuer Kassenprüfer Hans Elmer. Schwerpunkt des vorigen Jahres war der Bau des neuen Hafenmeisterhauses in Geversdorf. Mehr auf der Website des Vereins und auf blaues-netz-oste.de.


Stör Stups lockt
Kids an die Oste


Oste-Preisträger Schmidt(M.), Sponsor, Laudator

25. 2. 2013. In Kürze startet an der Oste ein neues Projekt, das der diesjährige Ostepreisträger und neue Stader Landkreis-Pressesprecher Christian C. Schmidt entwickelt hat: Nachdem der Biologe und Journalist bereits für das Oste-Natur-Navi-Projekt des Naturerlebnis-Vereins mehrere GPS-Routen am Fluss entwickelt hat, folgt nun ein spezielles Angebot für Kinder

"Stör Stups" und "Reiher Ralf", gezeichnet von Jonas Kötz (Krautsand) und zum Sprechen gebracht von AG-Osteland-Mitglied Schmidt, führen die Kids von Saisonbeginn an per Leih-Navi (gibt's auf dem Geesthof in Hechthausen und bei Plate in Gräpel) durch die Oste-Natur. Was der Stör den Kids erzählt, ist auf dieser Website beschrieben:

Unter dem Titel "Stör Stups kommt" wird das neue touristische Angebot so angekündigt: "Liebe Kinder, Stör Stups, ein Fisch aus dem großen Ozean, ist auf dem Weg in unseren kleinen Oste-Fluss. Wenn es Frühling wird, ist es so weit: Dann könnt Ihr mit Stups und seinem Freund Reiher Ralf viele tolle Sachen an der Oste entdecken. Dafür leiht Ihr Euch bei uns ein Navi fürs Fahrrad aus und los geht's!"


Oste-Natur-Navi-Leihgerät

Bei der von Michael Johnen (AG Osteland) und Sponsor Olaf Schlichtung (Fa. Ulex) vorgenommenen Laudatio auf den Ostepreisträger Christian C. Schmidt hiess es in der Laudatio: "Seit 30 Jahren gelingt es dem Biologen und Journalisten, mit Zeitungsartikeln und Buchbeiträgen sowie mit umweltpädagogischen Konzepten einem breiten Publikum die Naturschätze und das Kulturerbe der Niederelbe und des Ostelandes nahezubringen.

Präzise Recherche und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte spannend zu erzählen, kennzeichnen die Arbeit des in Freiburg/Elbe aufgewachsenen und in Fredenbeck lebenden studierten Meereszoologen und langjährigen Tageszeitungsredakteurs.


Schmidt mit Navi-Förderer Seggermann

Dazu zählen Beiträge für das Stader Tageblatt - etwa über die Wiederkehr des Wolfs oder die Wiederansiedlung des Störs in der Oste - ebenso wie populärwissenschaftliche Texte für Informationstafeln und -hefte zum Hohen Moor in Oldendorf, zum Elbästuar (für eine Dauerausstellung im alten Baljer Leuchtturm) und zur Flora und Fauna des Ostelandes (für den Umweltkalender 2012 des Landkreises Stade sowie für die Passagiere des Flachbodenschiffs "Tidenkieker" und des neuen Hechthausener Naturerkundungsbootes "Püttenhüpper"). 

Von großer touristischer Bedeutung für das Osteland sind sechs von Christian Schmidt konzipierte Rundtouren von 12 bis 90 Kilometern Länge entlang des Unterlaufs, bei denen ein "Oste-Natur-Navi", ein GPS-Leihgerät, an 45 Erlebnispunkten Text-, Bild- und Toninformationen liefert, darunter ein 100-minütiges Audioprogramm und ein Oste-Naturlexikon mit 200 Einträgen.

Ergänzt wird dieses Projekt des Stader "Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen" unter der Regie von Uwe Seggermann durch ein neues "Oste-Natur-Navi für Kinder" mit dem Titel "Mit Stör Stups die Oste entdecken". Auch dieses Angebote trägt dazu bei, den sanften Tourismus an der Oste zu beleben. Christian Schmidt hat sich um das Osteland verdient gemacht."

Alle oste.de-Beiträge von Jochen Bölsche zum Thema Stör seit 2001 stehen hier.


Werben für das
Fest der Störe


Demnächst wird an der Oste plakatiert

25. 2. 2013. Die Vorbereitungen sind schon weit gediehen: Die Plakate (PDF) und Flyer für das 2. Oste-Störfest, veranstaltet vom Bootsclub Elm mit Unterstützung der AG Osteland, sind in Druck. An der gesamten Oste soll für das Ereignis geworben werden, wie Wolfgang Schütz von der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische mitteilt. Nächste Gelegenheit ist das Treffen der Ostepachtgemeinschaft der Sportfischer (22 Vereine) an diesem Sonntag im Ostener Fährkrug.


Ende einer Ära
in Oberndorf


Eddy Uhtenwoldt (M.) mit Vorstandskollegen

23. 2. 2013. Wachablösung in der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO): Nach 35 Jahren Vereins- und Vorstandsarbeit wurde Uwe Mählmann am Wochenende durch seinen bisherigen Stellvertreter Eddy Uhtenwoldt im Amt des 1. Vorsitzenden abgelöst. Beide zählen auch zu den Aktiven des Blauen Netzes Oste der AG Osteland.


SGO-Hauptversammlung in Niederstrich

Mit der Amtszeit Mählmanns, eines der SGO-Gründer, und seiner Frau, der bisherigen Schriftführerin Kerstin Mählmann, gehe, wie mehrere Versammlungsredner bedauerten, eine äusserst erfolgreiche Ära zu Ende, die gekennzeichnet sei durch "exzellente Vorstandsarbeit" und "soziale Kompetenz" sowie durch viele Neuerungen - von der Matchrace-Regatta der Jugend über die beliebte "Hafenbar" beim Oberndorfer Weihnachtsmarkt bis hin zum 1999 gestarteten Nordsee-Elbe-Cup. Kerstin Mählmanns seit 1996 alljährlich liebevoll gestalteten Regattaplakate seien überall an der Küste bekannt. 


Kerstin Mählmann mit Regattaplakat (2010)

Einstimmig gewählt wurden, ebenso wie Eddy Uhtenwoldt, der neue 2. Vorsitzende Markus Meyer, Lothar Beisenherz (weiterhin Schatzmeister), Klaus Meier (neuer Schriftführer) sowie, erstmals im Amt, Pressesprecher Bert Frisch und die Verantwortlichen für die Steganlagen, Dieter Dede und Eybe Schönteich.


Osteland-Vorstandsmitglied Jürgens (l.)

Nahezu alle Vorstandsmitglieder gehören auch der AG Osteland an, deren Vorstandsmitglied Bernd Jürgens über die vom Blauen Netz für die Zeit vom 20. bis 22. September geplante Oste-Werbeveranstaltung "Absegeln mit Freunden" berichtete. Gemeinsam mit den örtlichen Touristikern ist bereits ein buntes Programm in den Häfen Neuhaus, Oberndorf, Schwarzenhütten und Osten aufgestellt worden.


Oberndorfer Jugendkutter "Onkel Ernst"

Erfreulich such: Über die Wiederbelebung des gemeindeeigenen Jugendkutters "Onkel Ernst" als Mehrgenerationenprojekt (www.jugendkutter.eu) berichtete Harald Säland. Gemeinsam mit Petra Reese und rund zehn weiteren Interessierten plant er ein Jahresprogramm, das unter anderem Schnuppertöns für Jugendliche, die Teilnahme am 2. Oste-Störfest am 11. Mai in Elm und am 1813-Festival vom 2. bis 6. Oktober in Neuhaus umfasst.


Wasser-Ball
im Festhaus


Der WSCO lädt wieder ein (Foto: Brinkmann)

25. 2. 2013. Der traditionelle Ostener Skipperball des Wassersportclubs Osten an diesem Sonnabend, 2. März, ab 19.30 Uhr im Osteland-Festhaus verspricht auch in diesem Jahr einer der Höhepunkte der Saison zu werden. Erstmals lädt Festwirt Jan Nachtigallzum legendären Grünkohlessen (Eintritt 16 Euro). Erwartet werden wieder Wasserfreunde von Nah und Fern. Allein die AG Osteland hat sich mit rund 20 Teilnehmern angesagt. Einen Vorgeschmack vom Ball vermittelt diese Oste.de-Fotoseite.


Ans Grab
der Titanic


Die "Heimkehr" in New York

25. 2. 2013. Bereits im Dezember 2012 hatte das Skipper-Ehepaar Bert und Marlene Frisch in einer Veranstaltung des Blauen Netzes der Arbeitsgemeinschaft  Osteland e. V. über den dritten Teil ihrer Atlantik-Rundreise mit ihrem Motorsegler "Heimkehr" berichtet. Jetzt wird der Multimediavortrag wiederholt, und alle Interessierten können am Freitag, 1. März, 19 Uhr,  im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) in Oberndorf-Niederstrich, Niederstricher Deich 2, die Reise von New York über Bermuda zurück nach Oberndorf, dem Heimathafen der beiden Segler und ihrer "Heimkehr", miterleben.

Aufregend war die Reise allemal, es gab Seenotfälle, die Segler haben das Grab der Titanic passiert, und der Atlantik hatte dann plötzlich keinen Wind mehr - 1000 Meilen Flaute. Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Oberndorfer Kiebitzschule ist willkommen.


Brücke wird
im Herbst 25


Wird 25 Jahre alt: Ostebrücke in Geversdorf

25. 2. 2013. Jubiläum im Osteland: Am Sonntag, 8. September, will Geversdorf das 25-jährige Bestehen seiner Klappbrücke feiern, einer der Sehenswürdigkeiten an der Deutschen Fährstraße. Das wurde am Wochenende in der Hauptversammlung des Geversdorfer Heimatvereins mitgeteilt.

Die Brücke, die seit 1988 doppelspurig die Oste überquert, ersetzt an der über 500 Jahre alten Fährstelle seit 1988 die frühere Prahmfähre.

Ein ausführlicher Bericht über die Versammlung und ein Beitrag des AG-Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche über die Geversdorfer Ostequerung steht unter FÄHRSTRASSE.


"Vereine lassen
die Oste leben"


Osteland-Vorsitzender Bölsche (r.) gratuliert

16. 2. 2013. Vereine wie der Oste Yacht Club (OYC) "tragen dazu bei, dass die Oste lebt", gratulierte am Freitag der Bremervörder Bürgermeister Eduard Gummich (CDU) den Aktiven des OYC um den 1. Vorsitzenden Stefan Thomann (Foto) zum 40-jährigen Bestehen. Das komme, so Gummich, vor allem der Stadt Bremervörde zugute, in der "Tourismus vor zehn Jahren zwar noch nicht so groß geschrieben" wurde, nun aber zum "Standbein" geworden sei. Gummich, dessen Stadt bereits seit 2004 Mitglied der AG Osteland, betonte: "Wenn wir die Oste weiter so vermarkten, ist das gut für uns alle."


Sorgen für Stimmung: Bremervörder Hafensänger

Umrahmt wurde das Aal- und Forellenessen auf dem Clubschiff "Bliev sinnig" von Darbierungen der "Bremervörder Hafensänger" und einem Vortrag des Osteland-Vorsitzenden Jochen Bölsche, der dem OYC-Vorsitzenden Thomann für die Mitwirkung an den gemeinsamen Aktivitäten für die Flussregion dankte, die in der Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer (Blaues Netz Oste) um Bernd Jürgens gebündelt werden.


Auch Bürgermeister Gummich singt mit

Vor Delegationen von Wassersportclubs aus Elm, Hemmoor, Osten, Buxtehude sowie des Bremervörder Nachbarvereins VYC um Frank Pingel hob der Osteland-Vorsitzende Bölsche hervor, dass es gemeinsam mit Mitgliedsvereinen und -gemeinden gelungen sei, seit 2004 den Wassertourismus durch sieben Fahrgastschiff-Anlegern mit einheitlichem Stationsschild zu beleben und für den Wassersport zu werben - unter anderem mit Flaggen ("Lust auf Osteland"), Plakatwänden ("Der Fluss, der alles hat") sowie dem erstmals 2012 herausgegebenen "Oste-Hafenführer"


Eine Forelle für Bernd Jürgens

Auch der Weltkulturerbe-Antrag der Osteland-Arbeitskreises Deutsche Schwebefähren, das Stör-Projekt der Osteland-Fachgruppe Wanderfische sowie die Gründung der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, die Propagierung des neuen Oste-Radwegs und die Tage der Oste hätten dazu beigetragen, auf den einstmals "vergessenen Fluss" aufmerksam zu machen und damit auch den Bootsclubs Chancen auf Besucher und Gastlieger zu eröffnen. Der 2004 geprägte Begriff "Osteland" für den bis dahin namenlosen1800 Quadratkilometer großen Einzugsbereich des Flusses sei inzwischen zur werbewirksamen und identitätsstiftenden "Marke" geworden. Das Blaue Netz Oste veranstaltet im Herbst erstmals ein gemeinsames Absegeln / Abmotoren auf der Unteren Oste mit Mehrtagesprogramm, zu dem Skipper von der gesamten Niederelbe eingeladen sind.


Clubschiff "Bliev sinnig" im Bremervörder Hafen

Der OYC Bremervörde e. V. war Ende 1972 gegründet worden. Er hat zur Zeit 93 Mitglieder, davon 62 Erwachsene und 31 Jugendliche. Besonderes Interesse gilt dem Bootssport im Allgemeinen und der Förderung der Jugend. Im Bremervörder Hafen unterhält der Club eine holländische 22-Meter-Tjalk "Bliev sinnig" als schwimmendes Vereinsheim. Hier finden am 2. und 4. Freitag im Monat regelmäßig Club- und Klönabende statt. Der Hafen Bremervörde ist zertifiziert durch die Gelbe Welle. Über das Vereinsleben berichtet eine gut gepflegte Website.


Ball mit Tombola,
Tanz und Grünkohl


SVOH-Anleger in Geversdorf

4. 2. 2013. Mit leckerem Grünkohl und Kassler, Kohlwurst und Schweinebacke hat die Seglervereinigung Oste Hemmoor (SVOH) am Wochenende ihren Schipperball gefeiert. Der Vorsitzende Jürgen Hinck (Foto) begrüßte 50 Wassersportler und ehrte den 2. Vorsitzenden Heinz Begemann mit einem Buchpräsent. Begemann hat sich verdient gemacht, indem er sich seitens des Vereins um die Bauleitung des neu erstellten Sanitärhauses am Hafen in Geversdorf intensiv kümmerte. Hier sei es leider nicht ohne Meinungsverschiedenheiten mit der Samtgemeinde Cadenberge ausgegangen.

Zu Gast waren vom Wassersportclub Osten der 2. Vorsitzende Dr. Manfred Torborg und Gattin Antje, vom Oste Yacht Club (OYC) Bremervörde waren der 1. Vorsitzende Stefan Thomann und seine beiden Jugendwarte gekommen, vom Niedersächsischen Seglerverband der 1. Vorsitzende Peter Döscher mit Frau Sabine. 

Der Abend stand unter dem Motto "Wir segeln nach Dänemark bis Kopenhagen". Dazu hatte Bernd Jürgens,der auch Sprecher des Blauen Netzes Oste ist, einen Fragebogen erstellt, und alle Anwesenden konnten ihr Wissen unter Beweis stellen. Eine Tombola erfreute viele Anwesende mit tollen Preisen, die zum Teil von Geschäften aus Hemmoor und Neuhaus gespendet worden waren. Anschließend wurde ausgelassen gefeiert und kräftig das Tanzbein bis in die Morgenstunden geschwungen. Alle freuen sich schon wieder auf den Schipperball im nächsten Jahr. 


Schwarze Schwäne
auf der weißen Oste


Raritäten - fotografiert von Dieter Dede 

25. 1. 2013. Kaum einer kennt die Oste so gut wie der Oberndorfer Dieter Dede, gemeinsam mit Ehefrau Christel langjähriger Freizeitskipper auf der "Roaring Forties" und einer der Aktivsten im Blauen Netz Oste um AG-Osteland-Vorstandsmitglied Bernd Jürgens sowie in der Segler-Gemeinschaft Oberndorf. Umso mehr überrascht war der Flusskenner über eine "seltene Begegnung mit zwei schwarzen Schwäne auf dem Fleet in Osten-Achthöfen". Wenn das Foto, das er uns soeben per Smartphone übermittelte, zwei Trauerschwäne (Cygnus atratus) zeigt, würde es sich um eine ursprünglich vorwiegend in Australien heimische Art handeln, dessen hiesiger "Bestand unterschätzt wurde", wie es in einer Studie des Umweltbundesamtes ("Bewertung von Neozoen in Deutschland") heisst. 

Rätselhafte Vögel mit
Migrationshintergrund


Ostefreunde Dieter Dede und Bernd Jürgens

Auszug: "Es ist nicht bekannt, wie viele Trauerschwäne es in Deutschland gibt. Gerade an kleineren Stadtgewässern, an denen Trauerschwäne z.T. flugunfähig angesiedelt oder ausgesetzt wurden, finden Bruten statt. Nur selten werden die Jungen daran gehindert, nach dem Flüggewerden in die Freiheit zu gelangen. Bruttradition besteht manchmal über Jahrzehnte (z.B. in Dessau). Wie unsere Beringungsergebnisse gezeigt haben, sind Trauerschwäne recht mobil. Ansonsten ist bisher extrem wenig über die freilebenden Trauerschwäne in Deutschland bekannt... 

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Trauerschwans ist Australien und Tasmanien, in Neuseeland ist der Trauerschwan eingebürgert. In Europa kommen ausschließlich ausgesetzte und verwilderte Trauerschwäne vor. Eine selbsttragende Population, die im Jahr 2000 sechzig bis siebzig Brutpaare umfasste, gibt es wohl nur in den Niederlanden und möglicherweise auch in Nordrhein-Westfalen. Die Gesamtpopulation des Trauerschwans wird von der IUCN auf 100.000 bis eine Million geschlechtsreifer Individuen geschätzt. Die Art gilt als nicht gefährdet." 

Trauerschwäne erreichen ausgewachsen eine Körperlänge von 110 bis 140 Zentimeter und sind damit insgesamt etwas kleiner als der Höckerschwan. Mehr in der Wikipedia...

Ist der Trauerschwan im Begriff, im Osteland heimisch zu werden


11. Mai: Osteland 
feiert seine Störe


Oste-Stör: Wasserqualität gefährdet

22. 2. 2013. Am Sonntag, 11. Mai, feiert das Osteland sein 2. Störfest - acht Monate nach dem 1. Störfest in Oberndorf. Das Ereignis wird veranstaltet vom außerordentlich aktiven Bootsclub Elm unter dessen neuem Vorsitzenden Hermann Wiebke und seinem Stellvertreter Reinhold Grasbeunder. Eng kooperiert wird mit der Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische um Wolfgang Schütz. Anlass ist die erneute Freisetzung von Jungstören. 


Neuer BC-Elm-Vorsitzender Hermann Wiebke (l.)

Im Clubheim des gastlichen BC Elm trafen sich jetzt anderthalb Dutzend Aktive aus der Gemeinde Elm, angeführt von Ortsbürgermeister Erich Gajdzik (CDU) und seinem Stellvertreter Knud Spardel, sowie Vertreter von DLRG, Feuerwehr und AG Osteland zur Vorbereitung des großen Festes.


Wanderfisch-Experte Wolfgang Schütz (r.)

Wie beim 1. Störfest voriges Jahr in Oberndorf, wo David McAllister den 1000. Jungstör in die Oste einsetzte, kann wieder jedermann für 5 Euro die Patenschaft über einen der Kaviarfische erwerben, die unter der Leitung des Fischereiwissenschaftlers und Ostepreisträgers Dr. Jörn Gessner im Berliner Leibniz-Institut herangezogen werden.


Störfest 2012 in Oberndorf (Foto: Brinkmann)

Ein Festausschuss um Carsten Holst, unterstützt u. a. durch Uwe und Hella Neugebauer, Reinhard Mayer, Kay Dohm und Hans Hermann Tiedemann (sämtlich auch Osteland-Mitglieder), ist weit fortgeschritten in der Vorbereitung des Rahmenprogramms mit Tanz und Musik, Bier-, Eis-, Fisch- und Wurstbuden, Infoständen von Jägerschaft und AG Osteland, Stör-Ausstellung und Kuchenangebot, Pressebetreuung und Absperrung, Rettungsdienst und Parkplatzeinweisung. 


Festausschuss-Sprecher Carsten Holst (r.)

Zu Beginn des Festes gegen 14 Uhr wird Bürgermeister Gajdzik den ersten Stör einsetzen. Er kennt die Prozedur: Bereits 2011 waren in Elm - unter großer Anteilnahme der Medien - Jungstöre ausgewildert worden. - Weitere Infos auf unserer seit 2001 geführten SONDERSEITE zum Thema Oste-Störe und auf der Website der Osteland-Wanderfisch-AG.


Gewässerschutz:
Rot-Grün packt an

20. 1. 2013. In Niedersachsen sind, auch im Osteland, immer mehr Gewässerschutzstreifen geschrumpft (siehe unten). Es geht auch anders: Schleswig-Holsteins neuer Umwelt- und Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne; Foto) und der Bauernverband des Landes wollen mit einer gemeinsamen Allianz die Gewässer im Land besser schützen. Ziel der Allianz ist es vor allem, den Eintrag von Nährstoffen in die Seen und Fließgewässer und in das Grundwasser möglichst zu vermeiden. Randstreifen schützen Gewässer vor direkten Einträgen an Schad- und Nährstoffen und ermöglichen eine natürliche Gewässerentwicklung. 

Künftig soll rechtlich verbindlich ein 5-Meter-Gewässerrandstreifen umgesetzt werden, auf dem Dauergrünland nicht umgebrochen werden darf und außerdem standortgerechte Gehölze stehen gelassen werden müssen. Darüber hinaus soll ebenfalls ins Landeswassergesetz aufgenommen werden, dass es im ersten Meter von der Böschungsoberkante an zusätzlich nicht erlaubt ist, zu pflügen, zu düngen oder Pflanzenschutzmittel anzuwenden.

Um eine natürliche Entwicklung insbesondere empfindlicher Gewässer zu ermöglichen, haben sich Bauernverband und Ministerium gemeinsam auf eine weitere Maßnahme verständigt: Landwirte können künftig freiwillig Gewässerrandstreifen von 10 Metern und mehr gegen Entschädigung an die Wasser- und Bodenverbände abgeben. Ausführliche Darstellung hier.


Kreis Stade: Konflikt
um die Schutzstreifen


Gewässerkundler Dr. Ludwig Tent

20. 1. 2013. An niedersächsischen Flüssen ist - zuletzt im "Natura 2000"-Schutzgebiet an der Schwinge - offener Streit um die Gewässerrandstreifen entbrannt, die aus Naturschutzgründen nicht bewirtschaftet und gedüngt werden dürfen. Landwirte drohen mit Klagen.


NABU-Experte Martin Kogge (M.)

Hintergrund: Die schwarzgelbe Landesregierung hat zugunsten der Agrar-Lobby die Schutzstreifen von fünf Meter auf 2,50 Meter verringert. "2,50 Meter sind ein Witz und viel zu wenig," urteilt Martin Kogge (NABU Stade). "Das ist immer noch zu viel", schimpft dagegen Landwirt Peter Tiemann aus Mulsum im Stader Tageblatt: "Die 2,5 Meter ungenutzter Randstreifen sind eine Enteignung unserer Flächen."

Jan Hauschildt vom dortigen Kreisbauernverband wirbt gegenüber dem Tageblatt um Verständnis für versehentliche Verstöße und für Verzicht auf hohe Bußgelder: "Vielleicht wird es den einen oder anderen Landwirt geben, der den Streifen auf zwei Meter abmäht."

Für Kooperation und eine Suche nach Kompromissen wirbt der Stader Kreisnaturschutzbeauftragte Georg Ramm (Foto), der ebenso wie Kogge auch Mitglied der AG Osteland ist. Ramm im Tageblatt: "Im Gespräch lässt sich vieles klären." Beim Bewuchs von ungewünschten Pflanzen, die nur durch eine vollständige Erneuerung des Grünlandes beseitigt werden können, könnten Ausnahmen zugelassen werden. Unterdessen liegt eine Erklärung der Elbe-Minister samt einer dazugehörigen Broschüre vor, über die der Tostedter Gewässerkundler Dr. Ludwig Tent urteilt, dass sie sich "besser lesen, als sich die Realität darstellt".

Tent, ausgezeichnet mit dem Oste-Kulturpreis "Goldener Hecht", kritisiert die "harte Gewässerunterhaltung" durch die zuständigen Verbände und weist darauf hin, dass die Gefährdung der Wasserqualität die Erfolge konterkariere, die durch die Beseitigung von Wanderfischbarrieren erzielt wurden. Der Gewässerkundler  ist auch ein Mann der Praxis: Er fungiet als 1. Vorsitzender des Angelsportvereins Harburg-Wilhelmsburg  e.V., der in Niedersachsen eigene Gewässer sowie Pachtungen von Still- und Fliegewässern hat, sowie  als  Ansprechpartner Fließgewässer der Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg, die Fließgewässerschutz im Norddeutschen Tiefland seit vielen Jahren durch Vorträge, Exkursionen, praktische und finanzielleUnterstützung fördert:

Der Wissenschaftler schreibt: "Zu begrüßen ist, dass für den kommenden WRRL-Bewirtschaftungszeitraum endlich Schritte ergriffen werden sollen, die die heutige exzessive, durch Subventions-Fehldefininitionen falsch gesteuerte Landnutzung  und damit provozierte Gewässerbelastung in jeglicher Hinsicht von der Quelle bis zum Meer in akzeptable Bahnen lenken soll. Wenn  die  Elbe-Minister-Erklärung  ernst  gemeint  ist - und die WRRL bezieht sich ja auf alle Gewässer - , dann steht für Niedersachsen als erstesdie vollständige Veränderung des § 58 Gewässerrandstreifen (1) des Niedersächsischen  Wassergesetzes  an. Ohne  Schutz der hier bisher schutzlos gestellten Quellbäche (ökologisch so ziemlich  das Wertvollste überhaupt!) bleibt Gewässerschutz Fiktion.

Zum § 58 (2) steht eine Weisung an die Landkreise an, diesen Passus in der  Realität  umzusetzen. Die Realität zeigt, dass die Notwendigkeit nahezu überall gegeben ist.

Zur  Erleichterung des Verständnisses der vorstehenden Äußerungen hier das Zitat des derzeit geltenden Niedersächsischen Wassergesetzes:

§ 58 Gewässerrandstreifen

(1) An Gewässern dritter Ordnung besteht kein Gewässerrandstreifen.

(2) Soweit dies im Hinblick auf die Funktionen der Gewässerrandstreifen nach § 38 Abs. 1 WHG erforderlich ist, kann die Wasserbehörde anordnen, dass Gewässerrandstreifen mit standortgerechten Gehölzen bepflanzt oder sonst mit einer geschlossenen Pflanzendecke versehen werden, die Art der Bepflanzung und die Pflege der Gewässerrandstreifen regeln und die Verwendung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln auf Gewässerrandstreifen untersagen.

Darüber hinaus sind die Unterhaltungsverbände zu verpflichten, sofort die weiterhin in ca. 90 % der Strecken durchgeführte  harte Unterhaltung, beginnend im Quellbereich in streckenhafter Lebensraumzerstörung, zu beenden.

Die bisher wenigen - auf die Gewässergesamtstrecken bezogen - positiven Ansätze  zur  Lebensraumverbesserung ("Gewässerstruktur") werden durch das fortgesetzt gestrige Handeln der Unterhaltungsverbände täglich konterkariert.

Die punktuell anlagenbezogen hohen Mitteleinsätze zum Schaffen der Gewässerdurchgängigkeit bleiben vergeudetes Geld, solange die Unterhaltungsverbände der Lebensraumverbesserung weiter entgegenstehen.

Der Wasserverbandstag ist, ggf. über Rechtsänderung im Verbandsgesetz, zu verpflichten, darauf hinzuwirken. Bisher spielt er in der Beibehaltung harter Gewässerunterhaltung eine unglückselige Führungsrolle. Ansätze Richtung Fortbildung der Unterhaltungsverbände, die anderswo längst üblich ist, verlaufen allzu schleppend und vermitten den Eindruck, lediglich Feigenblattfunktion haben zu sollen."


Anleger auch
für Kranenburg


Oste-Erkundungsboot "Püttenhüpper"

11. 1. 2013. In den letzten Jahren ist der Wassertourismus auf der Oste aufgeblüht. Für Fahrgastschiffe geeignete Anleger entstanden in Balje, Oberndorf, Osten, Großenwörden, Hechthausen-Klint und Gräpel. Bereits in Planung ist ein Anleger in Brobergen. 

Die Gemeinde Kranenburg will nun spätestens 2014 in ihrer Gemarkung, gegenüber dem "Geesthof" in Hechthausen-Klint, einen weiteren Oste-Anleger errichten, ähnlich dem für Brobergen vorgesehenen Modell. Genutzt werden kann er unter anderem für das neue Oste Fähr- und Erkundungsboot "Püttenhüpper". Die Gemeinde Kranenburg will jetzt Fördermittel aus dem LEADER-Programm beantragen.


Atlantik-Vortrag
wird wiederholt


Frischs Osteland-Flagge weht in New York

1. 1. 2013. Am Freitag, 1. März, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" in Oberndorf-Niederstrich wiederholen Bert und Marlene Frisch ihren mit viel Beifall aufgenommenen Vortrag über den letzten Teil ihres zweifachen Transatlantik-Törns (siehe unten) mit der MY Heimkehr (Website). Der Eintritt ist frei. 


Blaues Netz plant
"Absegeln 2013"


Bernd Jürgens bittet um Anmeldung

1. 1. 2013. Das Blaue Netz Oste hat an die Wassersportorganisationen in der Elbe-Weser-Region appelliert, in ihr Jahresprogramm 2013 die Teilnahme an einem gemeinsamen "Absegeln oder Abmotoren bei Freunden an der Oste" aufzunehmen. Das Anmeldeformular steht hier im Netz.


Einladung zum Absegeln (Titelseite)

Für die Zeit vom 20. bis 22. September 2013 laden das Blaue Netz Oste und die Wassersportvereine an der unteren Oste alle Segler und Motorbootfahrer und deren Vereine ein, zum Saisonabschluss an die Oste zu kommen: "Hier findet Ihr Häfen in reizvoller naturnaher Umgebung und herzliche Aufnahme und Betreuung bei Freunden", heißt es in dem Aufruf.

Geplant ist beispielsweise in Neuhaus, nahe der Mündung, ein zünftiges Beisammensein im Hafenschuppen bei Bratfisch und Ostespirituosen sowie die Teilnahme an der historischen "Schmugglertour" mit anschließender Rum-Probe oder ein "Kneipenbummel durch die drei Neuhäuser Kneipen". 

Wer in Oberndorf festmacht, kann an einer Besichtigung der gläsernen Molkerei Hasenfleet, der alten Seilerei und der St.-Georgs-Kirche sowie an einem maritimen Gottesdienst mit dem Chor Oberndorfer "Shanty und Lerchen" teilnehmen. 

Besucher des Hafens Hemmoor-Schwarzenhütten führt eine Besichtigungstour zur Hemmoorer Kulturdiele, dem Heimatmuseum, dem Zementfabrikmuseum oder zum Tauchrevier am Kreidesee. 

In Osten wird für die Bootsgäste eine Fahrt mit der historischen Schwebefähre und eine Besichtigung des Buddelmuseums, der Fährstuv und der St.-Petri-Kirche angeboten. 

Das Liegegeld für Gastschiffe beträgt an diesem Wochenende nur 5 Euro pro Tag. Eswird der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gespendet.
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Die 500 Mitglieder starke AG Osteland, der Lobby für die Oste, geht Anfang 2013 in das 10. Jahr ihres Bestehens. Ihr Arbeitskreis Schifffahrt und Gewässer, besser bekannt als Blaues Netz Oste, wird im Februar immerhin drei Jahre alt. Dieser Arbeitskreis, das haben die bisherigen sechs Treffen in Hechthausen-Bornberg, Neuhaus, Cadenberge und (dreimal)  in Oberndorf gezeigt, ist offen nicht nur für Interessierte aus Wassersport und Wassertourismus, sondern auch aus Deichverbänden, Sportfischerei, Naturschutz, Shantychören:  eine landkreisübergreifende ehrenamtlich betriebene Flussgebietskooperation, wie sie in dieser Form deutschlandweit einzigartig ist.

Insulaner feiern
wieder Hafenball 


Krautsand: Fest mit Tradition

26. 12. 2012. Der Krautsander Hafenball findet am Sonnabend, 12. Januar, ab 20 Uhr auf dem Traditionssaal der Elbinsel im "Art Café Krautsand" statt. Auf dem Programm: Matthias Rambow und Band, Tombola mit Tombo-Didi und der Krautsander Kusswalzer. Veranstalter ist die 77 Jahre alte Hafengemeinschaft Krautsand. - Fotos vom Ball 2012 stehen hier.


Stern von
Oberndorf


Über der Oste leuchtet ein Stern

25. 12. 2012. Man sieht ihn schon von weitem, wenn man an den Weihnachtstagen durch Oberndorf fährt: Der Stern guckt zwischen den Häusern durch, am Ende der Bahnhofstraße - ein Weihnachtsgruß der Segelyacht "Heimkehr"

Die Skipper und AG-Osteland-Mitstreiter Bert und Marlene Frisch schreiben dazu ihrem Online-Logbuch: "Für uns waren die Sterne im Atlantik ein besonderes Erlebnis, das Kreuz des Südens und der Skorpion unsere liebsten Sternbilder. Am allerschönsten war es aber in der großen Flaute zwischen Bermuda und den Azoren. Spiegelglatte See, keine Wolke und alle Sterne spiegeln sich im Ozean. Da die Sterne so am Himmel und im Wasser sind, gibt es keinen Horizont. Es war ein Flug mit Heimkehr durch das All. Hinter uns das Kielwasser als meerleuchtender, hellgrüner Streifen."


Neue Gruppe
auf Facebook

25. 12. 2012. Wenige Tage nach ihrer Gründung hat die neue Facebook-Gruppe "Blaues Netz Oste" bereits 46 Abonnenten gewonnen. (Es handelt sich um die fünfte Osteland-Gruppe bzw. -Seite auf Facebook.) Titelbild des Monats ist eine Luftaufnahme des Ostesperrwerks, die Walter Rademacher im Auftrag von Wikipedia gefertigt hat. 

Wer über das Blaue Netz immer auf dem Laufenden sein will: Einfach facebook.com/BlauesNetzOste ansteuern und "Gefällt mir" anklicken.

Die AG Osteland auf Facebook:

> facebook.com/groups/Osteland (262 FB-Mitglieder),
> facebook.com/BlauesNetzOste (46 FB-Mitglieder,
> facebook.com/groups/krimiland (207 FB-Mitglieder),
> facebook.com/groups/schwebefaehren (190 FB-Mitglieder),
> facebook.com/osteradweg (70 FB-Mitglieder).


Ostekieker-Historie
zu Papier gebracht


Titel und Rückseite der neuen Fähren-Chronik

15. 12. 2012. Große Freude bei Hans und Christiane Bünning, den Wirtsleuten des Oberndorfer Restaurantschiffs "Ostekieker", einem der Hingucker an der Deutschen Fährstraße Bremervörde-Kiel: In der Post fanden die Gastronomen eine Druckschrift der Rostocker Nahverkehrsfreunde, die unter anderem der einstigen Warnow-Fähre "Willi Schröder" gewidmet ist, die nach der Wende ins Osteland geholt und zum Restaurantschiff umgestaltet worden ist. Autor des Hefts mit dem Titel "Die Fähren der Rostocker Straßenbahn" ist Ulrich Rohde, Vorsitzender des Vereins der Nahverkehrsfreunde. 


Früher Trabbi-Fähre, jetzt Restaurantschiff

An der Warnow ist nicht nur das Interesse der Lokalhistoriker am heutigen "Ostekieker" groß. Auch den Schiffsmodellbauern hat es der knapp dreißig Meter lange Fähren-Oldtimer angetan, der neben Fahrgästen einst vor allem Trabbis über den Fluss transportierte (siehe ddr-binnenschifffahrt.de).


Modellschiff eines Rostocker Bastlers

So stellte der Rostocker Modellbauer Michael Hagen während einer Hanse-Sail-Messe ein aus Sperrholz und Messing gefertigtes Modell des Ostekieker-Vorläufers aus, der von 1955 bis zur Wende zwischen Rostock-Kabutzenhof und Gehlsdorf im Fährdienst verkehrte. Sogar die kleinen Schranken an Bug und Heck der Modellfähre funktionierten, freute sich "Rostock heute". 

Der "Ostekieker" macht bis Ostern Winterpause. Ganzjährig bewirtschaftet die Familie Bünning ihre Gaststätte "Störtebeker" im Oberndorfer Ostelandring.


Fulminanter Vortrag
für das Blaue Netz


Meeresbiologin Dr. Wiegemann in Oberndorf

7. 12. 2012. Voll besetzt war der Saal des Gasthauses "Zur Sietwende" in Oberndorf-Niederstrich, wo das "Blaue Netz Oste" (Website) einen fulminanten Beamer-Vortrag der Ozeansegler Bert und Marlene Frisch über die dritte Etappe ihrer doppelten Atlantiküberquerung sowie Aktuelles aus der Flussregion präsentierte.


Beide Autoren waren zu Gast beim Blauen Netz

Unter den Gästen waren auch zwei bekannte Ozeansegler und Buchautoren, Dirk W. Mennewisch und Johannes Erdmann. Die Bücher von Mennewisch, der einhand parallel mit den Frischs über den Ozean gesegelt ist, und des Oberndorfer Neubürgers Erdmann, der 2005 direkt nach seinem Abi den Atlantik überquert hat, waren am Büchertisch der AG Osteland erhältlich.


Bert und Marlene Frisch, Wolfgang Schütz

In Anwesenheit vieler Vertreter und Wassersportvereinen sowie des Oberndorfer Bürgermeisters und SPD-Landtagskandidaten Detlef Horeis referierten die AG-Osteland-Mitglieder über das Oste-Störprojekt, die Oberndorfer Kutterinitiative und die Entwicklung eines umweltverträglichen Bootsbeschichtung.

Eine möglicherweise epochale Innovation präsentierte die Meeresbiologin Dr. Maja Wiegemann aus Oberndorf. Viele Sportbootfahrer klagen über die aus wärmeren Gefilden eingeschleppten, auch in Teilen der Unteren Oste heimisch gewordenen Brackwasser-Seepocken, die Schiffsrümpfe befallen, Treibstoffmehrverbrauch und Geschwindigkeitsminderung bewirken und gewöhnlich mit gifthaltigen, umweltbelastenden Antifouling-Anstrichen bekämpft werden. Als Alternative hat die Wissenschaftlerin und AG-Osteland-Mitstreiterin eine "absolut nichttoxische Beschichtung" entwickelt, die auf der Website ihrer Firma MAReCOAT vorgestellt wird.


Harald Säland und Petra Reese

Viel Sympathien für das Oberndorfer Projekt Mehrgenerationenkutter weckten Harald Säland und Petra Reese mit einem kompakten, informativen Referat. Vorgestellt wird das Vorhaben auf der schönen neuen Oberndorfer Webbsite die-oberndorfer.de.

Wolfgang Schütz bilanzierte erste Erfolge auf dem Weg zur Wiederansiedlung des in Deutschland ausgerotteten Europäischen Störs und zur Bestandsstützung von Aal, Lachs und Meerforelle. Der Wortlaut seines Vortrags steht in unserer Rubrik FISCHE.

AG-Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche und Arbeitskreissprecher Bernd Jürgens (Foto) hatten eingangs über wichtige Ereignisse der letzten Monate im Osteland referiert. Dazu zählt nicht zuletzt der Kampf gegen die Elbvertiefung, um den sich vor allem der 2. Vorsitzende der AG Osteland, Walter Rademacher, in hohem Maße verdient gemacht hat, in in dem bekanntlich ein wichtiges Etappenziel erreicht werden konnte: Das Bundesverwaltungsgericht gab dem Eilantrag der Umweltschutzverbände statt und stoppte vorläufig das Bauvorhaben. Die AG Osteland will der Thematik 2013 einen eigenen Termin widmen. 

> Nicht verhindert werden konnte eine bundesweite Neuregelung, die von der Freizeitindustrie gefordert und von den Wassersportverbänden bekämpft worden war: Ohne Bootsführerschein dürfen nun schon 16-Jährige ans Steuer von Booten bis zu 15 PS; bislang galt dies erst ab 18 und nur für Boote bis 5 PS. Die bundesweit geltende Neuregelung wird auch auf dem Landesgewässer Untere Oste Anwendung finden.

> Am ökologisch sensiblen Oberlauf der Oste ist vorgesehen, das dort künftig generell untersagte Kanufahren dann zu gestatten, wenn der Pegel bei Rockstedt einen ausreichenden Wasserstand signalisiert. Mit diesem Kompromiss können sich auch die Wassersportler einverstanden erklären, wie eine entsprechende Stellungnahme der Abteilung Kanu im TSV Bremervörde zeigt.


Voller Saal: Versammlung des Blaue Netzes Oste

> Als beschlossene Sache gilt der Bau eines neuen Anlegers in Brobergen, wo dem sehr aktiven Fähr- und Geschichtsverein vor fünf Jahren die Rettung der Fährstelle und des Fährhauses gelungen ist. Bei diesem Vorhaben handelt sich - nach den Fahrgastschiff-Anlegern in Balje, Oberndorf, Osten, Hechthausen-Klint und Großenwörden - um das sechste derartige Projekt an der Unteren Oste.

> Nach der gelungenen Wiederansiedlung des Lachses in der Oste kommt ein zweites, ähnliches Jahrhundertprojekt weiter voran, die Rettung des nahezu ausgestorbenen Europäischen Störs. Die Freisetzung des 1000. Jungstörs im September in Anwesenheit von Ministerpräsident McAllister in Oberndorf fand auch außerhalb des Ostelandes Beachtung. Über die nächsten Besatzaktionen und über ein großes Störfest im Mai zusammen mit dem sehr aktiven Bootsclub Elm berichtete Osteland-Vorstandsmitglied und "Störvater" Wolfgang Schütz, der Sprecher der AG Wanderfische Oste.

> Große Fortschritte machen die Bemühungen um eine Fischdurchgängigkeit der Oberen Oste. Nach dem im Sommer erfolgten Abbau von vier Wanderfischbarrieren am Oberlauf steht jetzt nur noch eine Entschärfung des Bremervörder Wehrs aus, um den gesamten Fluss barrierefrei passierbar zu machen. In Hemmoor wurde - eine Pioniertat des Unterhaltungsverbandes - das erste Tideschöpfwerk an einem Oste-Zufluss wanderfischgerecht umgestaltet.


Neu auf der Oste: der "Püttenhüpper"

> Den Osteland-Mitgliedern Hubertus und Clemens von Marschalck ist es gelungen, mit dem "Püttenhüpper" in Hechthausen-Klint eine vierte Personenfähre auf der Oste (nach Osten, Gräpel und Brobergen) in Dienst zu stellen. Das bedeutet auch eine Aufwertung der Deutschen Fährstrasse und des neuen Oste-Radwegs, dessen Erstbefahrung die AG Osteland im Mai organisiert und den sie mit 35.000 Gratis-Faltkarten bewirbt, die auch auf die Wassersportmöglichkeiten an  der Oste hinweisen.

> Erfolgreich zu Ende gegangen ist im September im Kornspeicher in Nieder Ochtenhausen eine Serie von vier Ausstellungen zum 50. Jahrestag der Februar-Sturmflut 1962. Die unter Federführung von Walter Rademacher zusammengestellte Bilderschau war zuvor in der Ostehalle in Geversdorf, im Natureum Niederelbe in Balje und in der Kulturdiele der Stadt Hemmoor gezeigt und durch eine Expertendiskussion in Großenwörden ergänzt worden.

> Sehr positiv hat sich 2012 die Vereinsarbeit am Fluss entwickelt, von Traditionsveranstaltungen wie der Oberndorfer Regatta und dem Hemmoorer Rudermarathon über den Bau des SVOH-Sanitärhauses in Geversdorf und die Gründung einer Wassersportsparte des TSV Großenwörden bis hin zu vielversprechenden Entwicklungen in der Jugendarbeit zum Beispiel in Elm und in Osten

> Eine wassersportliche Premiere bereitet das "Blaues Netz" für das nächste Jahr vor: Zum "Absegeln" oder "Abmotoren" sollen Wassersportler aus der gesamten Niederelberegion zu einer Art Sternfahrt in die Häfen an der Oste eingeladen werden, wie  Bernd Jürgens berichtete (siehe unten).


Ehepaar Frisch auf den Bermudas

Höhepunkt des Abends war der mit Video-und Audio-Sequenzen angereicherte Beamer-Vortrag des Oberndorfer Skipper-Ehepaars Bert und Marlene Frisch über dessen jüngste Atlantik-Reisen mit der Segelyacht "Heimkehr". 

Nach den vorangegangenen Vorträgen "Nach Süden, bis die Butter schmilzt" und "Vom Vulkan zum Hurrikan" folgte nun der Bericht über die dritte Etappe unter dem Titel "'Heimkehr' kehrt heim - New York, Bermuda, Oberndorf". Wer die Vorträge versäumt hat: Die Reise kann nachverfolgt werden auf der Website der "Heimkehr".


Weg frei für
Lachs & Stör


Lachs auf der Website des ASV Zeven

4. 12. 2012. Nach der Fertigstellung der wanderfischgerechten Sohlgleite in der Oste an der Sittenser Wassermühle ist jetzt auch die im Zuge der Bauarbeiten neu erstellte Brücke eröffnet worden.Zwischen dem Oste-Quellgebiet bei Tostedt (Kreis Harburg) und dem Bremervörder Wehr ist nun der Weg frei für Lachs, Stör & Co. Für seinen Einsatz für das mustergültige Artenschutzprojekt war der parteilose Sittenser Samtgemeinde-Bürgermeister Stefan Tiemann (Foto) Anfang 2010 mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland (Laudatio hier) ausgezeichnet worden. Ein aktueller Bericht steht heute auf Treffpunkt Sittensen.

Nach der Oberen Oste jetzt auch der Nachbarfluss Wümme dank einer neuen Sohlgleite "fischdurchgängig", wie die Rotenburger Rundschau ausführlich berichtet.

Sorge bereitet an beiden Flüssen jedoch, wie Sportfischer beklagen, die anhaltende Verschlechterung der Wasserqualität durch landwirtschaftliche Immissionen.

Mehr zum Thema Oste-Stör auf seit 2001 geführten Sonderseite STÖR-ARCHIV.


Großes Störfest
im Mai in Elm


Planungsgespräch beim BC Elm

16. 11. 2012. Der schön gelegene Oste-Ort Elm, heute Teil von Bremervörde, wird zunehmend zu einem beliebten Anlaufpunkt auch von Radwanderern und Wassersportlern. Der gastliche Bootsclub Elm engagiert sich stark in der Jugendarbeit, trägt im Blauen Netz Oste zur überörtlichen Kooperation der Wasserfreunde bei und unterstützt - unter starker Anteilnahme von Presse, Funk und Fernsehen - die Artenschutzbemühungen der Arge Wanderfische innerhalb der AG Osteland, die in Elm übrigens einen überproportionalen Mitgliederzuwachs verzeichnet hat.


Bürgermeister Gajdzik, Spardel, Reinhard Mayer

Diese Gründe haben dazu beigetragen, dass die Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V.  zwei ihrer wichtigsten Veranstaltungen 2013 nach Elm gelegt hat, wie Vorsitzender Jochen Bölsche (Osten) am Donnerstag in Anwesenheit des Elmer Bürgermeisters Erich Gajdzik sowie dessen Vize Knud Spardel ankündigte: Am Sonntag, 17. Februar, wird der 9. Tag der Oste in Schomakers Landgasthof stattfinden. Und am Sonnabend, 11. Mai, wird die von Wolfgang Schütz geleitete Osteland-Arbeitsgemeinschaft Wanderfische zum "1. Störfest" des BC Elm auf dessen Hafengelände an der Oste einladen (siehe Kasten unten).


Spardel mit heimatLIVE-Bericht aus Elm

In dem vom 2. BC-Vorsitzenden Hermann Wiebke geleiteten Planungsgespräch hob Ortsbürgermeister Gajdzik die "super Zusammenarbeit" mit der AG Osteland und den "enormen Werbefaktor" hervor, den das Störprojekt für Elm (Wappen lks.) und die Oste bedeute. Sein Stellvertreter Knud Spardel, Manager beim TV-Sender heimatLIVE, überreichte den Organisatoren des Störfests eine Kassette mit der Fernsehreportage über den jüngsten Elmer Störbesatz, in der auch der Berliner Projektleiter, Fischereiwissenschaftler und Ostepreisträger Dr. Jörn Gessner im Interview zu Wort kommt.
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Am 11. Mai werden Hunderte
von Jungstören ausgewildert

Schütz informiert über das Stör-Projekt

Zur Planung des "1. Störfests in Elm" auf dem Hafengelände des Bootsclubs in Elm trafen sich die Vorstände der Arbeitsgemeinschaft Osteland e.V und ihrer Arge Wanderfische im Bootsclub Elm/Oste e. V. Unterstützt wird das Projekt vom Elmer Ortsbürgermeister Erich Gajdzik sowie dessen Vertreter Knud Spardel. 

Bereits 2010 hatte der Bootsclub im Beisein des NDR-Fernsehens den Besatz des zehnten mit einem Sender versehenen Störs "Wolfgang" organisiert. In diesem Jahr wurden auf dem Elmer Hafengelände 200 weitere Störe in die Oste entlassen. Zahlreiche Besucher wohnten dem Ereignis bei.

Geplant ist nun, im Rahmen des Störfestes am 11. Mai erneut Hunderte von Jungstören im Rahmen des nationalen Besatzprojekts in die Oste auszuwildern.


BC-Vize Wiebke (2.v.l.), Vorstandskollegen

Kooperationspartner sind der Bootsclub Elm und die Arge Wanderfische in der AG Osteland sowie die Gesellschaft zur Rettung des Störs. Dabei soll auf dem Hafengelände des Bootsclubs Elm/Oste, An der Oste 20 a in Elm, ein "Störfest" gefeiert werden, dessen Gäste erneut, wie bereits kürzlich bei der Auswilderung des 1000. Jungstörs durch Ministerpräsident David McAllister in Oberndorf, "Störpatenschaften" erwerben können, wie Bootsclub-Pressesprecherin Hella Neugebauer mitteilt.

Die bisherigen Bemühungen der deutschen Artenschützer zur Wiederansiedlung des nahezu ausgestorbenen Europäischen Störs zeigen erste Erfolge. Wie Projektleiter Dr. Jörn Gessner vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei mitteilt, sind aufgrund des bisherigen Besatzes in der Elbe und Nebengewässern wie Oste, Stör und Havel in diesem Herbst bereits 10 Wiederfänge zu verzeichnen, das sind von Fischern  gefangene und wieder zu Wasser gelassene Störe aus dem Besatz. "Eine tolle Sache," freut sich der Ostener "Störvater" Schütz.

Pressemitteilung des BC Elm.







Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste