Die Oste - der Fluss, der alles hat *****,,




Ostener Skipper mit
buntem Programm

Segler Dr. Toborg (beim Ostener Skipperball)

16. 2. 2012. Ein buntes Jahresprogramm hat der Wassersportclub Osten (WSCo) unter dem Vorsitz von Niels Dehde vorgelegt. Neben den Routineterminen sind zwei Vortragsabende vorgesen. Am Freitag, 24. Februar, 19 Uhr, spricht im Klubhaus unter der Ostener Brücke der "Palstek"-Redakteur Michael Hermann (Foto) über "Gefahren von Kraftstoffanlagen durch Mikroben". Anschließend hält Dr. med. Manfred Toborg einen Bildervortrag über eine Segelreise von Island über die Westmänner, Färöer und Shetland-Inseln nach Bremerhaven.

Am Sonnabend, 3. März, 19.30 Uhr, folgt in der Festhalle Osten der 34. Skipperball des WSCO mit Grünkohlessen, Tombola und Livemusik (Unkostenbeitrag 16 Euro, Anmeldung bis zum 27. Februar unter Tel. 04771-5395 / Dehde).

Zur Jahreshauptversammlung lädt dNiels Dehde zu Mittwoch, 14. März, 20 Uhr, in das WSCO-Clubhaus. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Wahlen.

Am Freitag, 23. März, 19 Uhr, spricht Ortsheimatpfleger Frank Auf dem Felde über "Schifffahrt und Werften an der Oste im Wandel der Zeiten" (mit Räucherfischteller, Unkostenbeitrag ca. 12.50 Euro, Anmeldung erforderlich unter Tel. 04771-2025 oder 5211 / Toborg).


Preis für Retter
der "Bärbel"


"Bärbel"-Team, Sponsoren, Laudator Jürgens

14. 2. 2012. Anerkennung erfuhr die "Barkassengemeinschaft Bärbel" aus Neuhaus durch die Vergabe des Goldenen Hechts 2012 in der Kategorie Heimatpflege. In der Laudation von Bernd Jürgens (Blaues Netz Oste) hiess es, dem "kleinen, aber sehr aktiven Verein" um Hans-Joachim Frank, Alfred Bücker und Herms Pröpper sei es gelungen, die letzte auf der Oste verkehrende Barkasse zu restaurieren und der Nachwelt zu erhalten. 


Traditionsbarkasse Bärbel in Neuhaus

Die rund 75 Jahre alte frühere Werftbarkasse "Bärbel" wurde von den Aktiven in mehrjähriger Arbeit auf der Neuhäuser Lühmannwerft komplett entkernt und vollständig restauriert. Seit der Wiederindienststellung im Rahmen eines Hafenfests im Sommer 2011 steht das Traditionsschiff wieder für Gäste- und Demonstrationsfahrten zur Verfügung. 


Alfred Bücker als Spendensammler

Mit der einstigen Werftbarkasse wurde nicht nur ein schifffahrtshistorisch bedeutsames Wasserfahrzeug erhalten und eine touristische Attraktion geschaffen, sondern zugleich die Erinnerung an die Geschichte des Schiffbaus an der Oste wachgehalten, wo einst Werften in Bremervörde, Gräpel, Großenwörden, Laumühlen, Achthöfen, Oberndorf, Geversdorf und Neuhaus existierten. Die Barkassengemeinschaft "Bärbel" hat sich um das Osteland verdient gemacht."

Preis-Sponsoren waren Guido Griemsmann (Lütt Mandus) und Ulf Jacobi (Versicherungen, Hemmoor).


Sturmflut-Schau
auch im Natureum


Bundeswehr in Osten 1962 (Foto: Erich Meyer)

12. 2. 2012. Die große Sturmflut-Ausstellung der AG Osteland erlebte ihre Premiere am Sonntag beim Tag der Oste in Geversdorf mit einem Vortrag des Deichforschers und Ostepreisträgers Prof. Dr. Norbert Fischer. In Kürze sind die über 100 Bilddokumente auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich: Eine erweiterte Version der Ausstellung "Land unter an der Oste" wird am Sonntag, 19. Februar, 14.30 Uhr, im Natureum Niederelbe in einer Veranstaltung vorgestellt, in der ebenfalls Prof. Fischer zum Thema spricht. Die unter der Federführung von Osteland-Vize Walter Rademacher organisierte Ausstellung bleibt bis zum 15. April im Natureum Niederelbe und wandert anschließend in die Kulturdiele Hemmoor und in den Kornspeicher Nieder Ochtenhausen


Ausstellungsteam Heino Grantz, Dorothee Fetz,
Renate Schnabel, Ursula Schroeder, Günter 
Lunden, Gisela Tiedemann, Walter Rademacher

Die Ausstellung zeigt mehr als 100 bisher teilweise unveröffentlichte Fotos von Zeitzeugen von Sturmflut und Deichbrüchen entlang der Oste. 


Website zum Osteland-Sturmflutprojekt hier

Die Besucher erhalten einen guten Einblick in das damalige Leben. Dazu gibt es Radio- und Zeitzeugenberichte, Original-Schulaufsätze von 1962 über die Sturmflut sowie Informationen über den Katastrophenschutz heute und das Sturmflut-Warnsystem.

Fernsehaufnahmen von den Tagen der Sturmflut und den Folgen, Erklärungen zur Entstehung einer Sturmflut und zum Deichbau sowie Kunst zur Sturmflut runden das breite Spektrum der Ausstellung ab.

Stader Sturmflut-Programm (Ausschnitt)

10. 2. 2012. Nicht nur an der Oste wird der Februarflut des Jahres 1962 gedacht. Für die niedersächsische Unterelbe hat der Stader Geschichts- und Heimatverein zum 50. Jahrestag der Katastrophe ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vorgelegt. Ein Flyer mit vielen Terminen steht hier zum Download bereit.
 .
Der "Blanke Hans"
kam bis in die Oste

Die Sturmflut von 1962 zählt zu den schwersten Naturkatastrophen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Sie forderte 347 Todesopfer, davon allein 315 in Hamburg, sowie 4000 Stück ertrunkenes Vieh. 75 000 Menschen wurden obdachlos, und es entstand ein Sachschaden von fast drei Milliarden Mark. Als "Hamburger Flut" ist die Katastrophe in die Geschichte eingegangen. Doch nicht nur in der Hansestadt  waren die Schäden groß und viele Einwohner betroffen. Auch in den Kreisen Stade und Cuxhaven kam es zu verheerenden Überschwemmungen. Die Flut wirkte damals wie ein Schock mitten in der Zeit des so genannten Wirtschaftswunders. Die Oste wurde besonders schwer getroffen. Es gab zahllose Deichbrüche, weite Flächen der Flussmarschen wurden überschwemmt. Sogar die obere Tideoste bei Bremervörde war noch betroffen. 

Als Lehren aus der Sturmflutkatastrophe wurden die Deiche erhöht und verstärkt sowie das 1968 eröffnete Sperrwerk an der Oste-Mündung errichtet. Im Zuge dieser Arbeiten ist übrigens auch das Natureum Niederelbe entstanden.  Außerdem haben die Behörden das Frühwarnsystem erheblich verbessert. Doch eine absolute Sicherheit vor dem "Blanken Hans" wird es wohl nie geben. Der steigende Meeresspiegel als Folge des Klimawandels erfordert auch in Zukunft gewaltige Anstrengungen beim Küstenschutz. 

Zum Thema:

> Youtube-Video "Die Nacht, als die Deiche brachen"

Teil 1, Teil 2


Das Wasser stand bis
"Oberkante Oberlippe"


Uhtenwoldt (l.) am Sturmflut-Denkmal (größer)

4. 2. 2012. Die Idee, Einheimischen und Oberndorf-Besuchern die Macht der Fluten bildhaft vor Augen zu führen, hatte Eddy Uhtenwoldt schon länger. Jetzt, im Vorfeld des 50. Jahrestages der Februarflut von 1962, hat der Mitbegründer des Arbeitskreises Blaues Netz Oste der AG Osteland und Vizevorsitzende der Segler-Gemeinschaft Oberndorf (SGO) seinen Plan verwirklicht: Am Wochenende wurde im Oberndorfer Vordeich zwischen "Ostekieker" und "Mocambo"-Anleger mit Hilfe des Bauunternehmers und Ratsherrn Günther Behrens ein Stahlmast errichtet, an dem Schilder über die Wasserstände der Oste bei früheren Sturmfluten informieren.


Katastrophengebiete bei der Februarflut 1962

Im März 1906 zum Beispiel reichte das Hochwasser den Anrainern bis zum Hals, wenn nicht gar, je nach Körpergröße, bis "Oberkante Oberlippe", wie die ersten Betrachter staunten, darunter Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche. Im Januar 1976 (Wasserstand vor der Mündung 6,10 Meter über NN) verhinderte nur das acht Jahre zuvor eingeweihte Ostesperrwerk eine erneute Katastrophe. 


Wenn es das Sperrwerk nicht gäbe...

Am Sonnabend stellte Eddy Uhtenwoldt den von ihm gespendete Flutmast seinen Mitstreitern von der AG Osteland vor. Besonders informativ: eine spezielle Alu-Tafel mit Angaben über alle früheren Sturmfluten in Oberndorf zwischen 1539 und 1976 - hier ansehen.

FOTO: BERT FRISCH
Osteland-Vorsitzender Bölsche am Info-Mast

Mehr zum Thema auf unserer Sonderseite zum Flutjubiläum: www.wilde.oste.de.


Saugbagger
als Fischkiller


Fischer Zeeck (M., beim Tag der Oste)

15. 2. 2012. Viel Aufmerksamkeit erregte der Geversdorfer Elbfischer Walter Zeeck am Sonntag beim 8. Tag der Oste, als er in seinen Dankesworten zur Verleihung des Goldenen Hechts für Naturschutz (Begründung) auf die Rolle der Saugbagger in der Elbe zu sprechen kam. Deren zerstörerische Wirkung hatte der Fischwirtschaftsmeister unlängst auch in seiner Stellungnahme zu den Plänen für eine weitere Elbvertiefung aktenkundig gemacht.

In seinem Brief (Wortlaut) wies Kapitän Zeeck darauf hin, dass die Saugbaggerei zu einer "einer enormen Einbuße für die Artenvielfalt und Fischerei auf der Elbe" führe. Während bei den Einlaufbauwerken der geplanten Kohlekraftwerke eine Einlaufgeschwindigkeit unter 3 Metern pro Sekunde vorgesehen sei, werde die Ansauggeschwindigkeit am Saugrüssel der Saugbagger mit 7 Metern pro Sekunde angegeben. Hier stelle sich die Frage, "ob bei den Saugbaggern ein Umweltgutachten erstellt wurde".


Zeeck-Fischkutter "Ostetal" in Geversdorf

Zeeck: "Wird bei den Baggerarbeiten auf Artenschutz und Schonzeiten der Fische geachtet? Wird z. B. das Baggergut auf lebende Fische beprobt, wie wird mit untermaßigen Fischen (Rote Liste Arten) und die Vielzahl der anderen Fische verfahren? Befindet sich ein unabhängiger Biologe mit an Bord, welcher die Beprobungen überwacht?"

Bagger sollen 35 Mio.
Kubikmeter ansaugen

Welche gewaltigen Mengen an Sedimenten aus der Elbe gebaggert werden müssten, hat jetzt der Umweltgutachter Dr. Walter Feldt errechnet, Verfechter einer "Elbvertiefung light" (siehe heutigen NEZ-Bericht): Nach Feldts Vorschlägen müsste die Elbe bei Otterndorf nur um maximal 1,10 Meter vertieft werden (gegenüber geplanten 2,42 Metern). Auf diese Weise könnten bis zu 14 Meter tiefgehende Schiffe nach Hamburg verkehren, und statt 35 Millionen Kubikmetern Sediment müssten dann nur 1,8 Millionen Kubikmeter  gebaggert werden.


Osteland-Neumitglied Elke Twesten

Gegen die geplante Elbvertiefung geäußert hatte sich beim 8. Tag der Oste auch die Vize-Vorsitzende der Niedersachsen-Grünen und stellvertretende Rotenburger Landrätin Elke Twesten. Eine detaillierte Stellungnahme des AG-Osteland-Neumitglieds Twesten zum Thema steht hier.

"Hamburg will die
Bauern rauskaufen"

Am Wochenende hatte Osteland-Vize Walter Rademacher, zugleich Sprecher des "Regionalen Bündnisses gegen Elbvertiefung", erneut vor negativen Folgen für den Obstbau im Alten Land gewarnt. Im Vorfeld des jüngsten Gesprächs des niedersächsischen Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) - das laut NDR ergebnislos verlief - hatte Rademacher den Verdacht geäußert, Hamburg wolle auf das Einvernehmen des Landes Niedersachsen Einfluss nehmen und die Obstbauern "rauskaufen". Mehr...


Oste-Radweg
jetzt digitalisiert


Oste-Radweg im TouROW-Navigator

10. 2. 2012. Eine gute Nachricht hat die AG Osteland rechtzeitig zum 8. Tag der Oste am Sonntag erreicht: Soeben ist die Digitalisierung des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje (Natureum) abgeschlossen worden, wie der Geschäftsführer des Touristikverbandes Landkreis Rotenburg Rotenburg/Wümme (TouROW), Udo Fischer, mitteilt.

Die 80 Kilometer lange Strecke von der Oste-Quellregion im Kreis Harburg bis Bremervörde ist jetzt auf dem TouROW-Freizeit-Navigator einsehbar: Einfach bei Region "LK Rotenburg" eingeben und "Oste-Radweg" auswählen.


In Kürze werden 80 Kilometer ausgeschildert

Die Ausschilderung durch die Anrainergemeinden soll, so Fischer, bis März abgeschlossen sein. Die Einsteckschilder mit dem Routen-Logo sind bereits an die Kommunen ausgeliefert worden.


Deutsche Fährstraße im TouROW-Navigator

Von Bremervörde an folgt der Weg der von der AG Osteland konzipierten, bereits 2004 eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, der er bis zum Küstenmuseum "Natureum" auf der Ostehalbinsel bei Balje (Kreis Stade) folgt. Auch die "Fährienstraße" ist im TouROW-Navigator abrufbar ("Radfernwege < 200 km" und "Deutsche Fährstraße Südteil" auswählen).


Oste-Radweg-Planer Feldmann

Der Oste-Radweg, Deutschlands jüngste flussbegleitende Route, geht auf eine Idee des ADFC-Tourenexperten und AG-Osteland-Mitglieds Klaus Feldmann aus Grasberg (Kreis Osterholz-Scharmbeck) zurück, die mit Hilfe der Touristiker in den Landkreisen Harburg und Rotenburg realisiert worden ist. Im vorigen Jahr war eine  organisierte Erstbefahrung unter Leitung der Osteland-Tourenleiter und Oste-Preisträger Monika und Peter Prüß (Osten) erfolgt.

Alles über den neuen Oste-Radweg auf der Osteland-Website www.oste-radweg.de und bei Facebook.


Kultur auf
der Gondel

10. 2. 2012. Lesenswert: Der frisch gewählte Vorsitzende des Ostener Fährvereins, Karl-Heinz Brinkmann (Foto), will neue Akzente setzen, wie er in der Niederelbe-Zeitung (Freitag-Ausgabe) ankündigt. Unter anderem denkt er an kulturelle Veranstaltungen auf der Gondel der Schwebefähre und an attraktive Präsentationen in der Fährstuv. NEZ-Autor Thomas Schult - selber übrigens ehrenamtlicher Prahm-Fährmann in Brobergen - beschreibt den "Tatendrang" des Neuen und zitiert ihn zu seinem Verhältnis zu Vorgänger Horst Ahlf: "Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren."


Assel
adieu


Landrat Roesberg (beim Tag der Oste 2010)

9. 2. 2012. Eine schlechte und eine gute Nachricht für die Freunde des Natureums Niederelbe, des Küstenmuseums auf der Halbinsel in der Ostemündung. Die schlechte: der seit zehn Jahren verfolgte Plan, einen Neubau ("Küstenwelten") in Form einer Meerassel (Foto)zu errichten, ist offenbar aus Sicht des Landkreises Stade finanziell nicht realisierbar - die Assel scheint tot. Die gute Nachricht: Für das Projekt zugesagte Zuschüsse bleiben erhalten, wenn die "Küstenwelten"-Ausstellung in den bisherigen Gebäudebestand integriert wird.

Wie das Hamburger Abendblatt heute meldet, hat die Kreissparkasse Stade einen Zuschuss von 200 000 Euro auch ohne Hallenneubau zugesagt, ebenso wie der Landkreis Stade, der mit Hilfe von EU-Mitteln 350 000 Euro investieren wolle. Unter Berufung auf Landrat Michael Roesberg schreibt Abendblatt-Autor Lars Koch, dass auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihre Förderzusage aufrecht erhalte. Bislang waren rund eine Million Euro für die "Küstenwelten" eingeworben worden.

Am Montag, 13. Februar, soll das vom Landkreis eingesetzte Kuratorium Stiftung Natureum Niederelbe, wie berichtet, über ein mögliches Konzept der neuen Ausstellung ohne einen Neubau beraten.


Küstenwelten-Verfechterin von Zedlitz

Die private Baljer Initiative "Pro Küstenwelten" um Maike von Zedlitz und Marlies Oschmann, die bislang das Neubau-Projekt bevorzugte, trifft sich am Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Post" in Oederquart zu ihrer 8. Sitzung.

Bei einer Unterschriftensammlung der AG Osteland hatten sich rund 350 Persönlichkeiten, darunter 15 Bürgermeister, dafür eingesetzt, die Zukunft des Natureums nachhaltig zu sichern. Als unabdingbar gilt unter den Natureum-Freunden eine komplette Neugestaltung des Eingangsbereichs. Mehr auf der Seite www.tor.zur.oste.de.


Gefahr für
Gewässer


Gülle-Spuren im Schnee: Geldbußen drohen

9. 2. 2012. Den Behörden werden zurzeit Dutzende von Fällen gemeldet, in denen Landwirte trotz strikten Verbots und scharfer Strafandrohungen Gülle auf Frostböden aufbringen. Die Giftstoffe landen auf diese Weise letztlich in Gräben und in Flüssen wie Oste und Wümme. Allein im Kreis Stade werden nach jüngsten Presseberichten zur Zeit drei Dutzend Fälle verfolgt, es drohen Geldbußen bis zu 15.000 Euro (mehr).


Schlagzeile der Stader Kreiszeiung - lesen

Anwohner rümpfen die Nase, Sportfischer sind alarmiert, umweltbewusste Landwirte warnen seit längerem ihre Berufskollegen vor den illegalen Praktiken: Die Umweltsünder riskierten neben Geldbußen auch noch den Verlust von bis zu 30 Prozent ihrer diesjährigen Direkten Einkommensübertragungen. Dabei "könnte die 'überlaufende'  Menge sogar kostenfrei an Biogas-Anlagenbetreiber abgegeben werden", erklärt ein Fachmann aus dem Kreis Rotenburg gegenüber oste.de.

Die Aufbringung von Gülle auf gefrorenem und schneebedecktem Boden sei im Übrigen "betriebswirtschaftlicher Unsinn": "Der Temperaturunterschied des Flüssigmistes zur Grünlandnarbe bzw. zum Wintergetreide schädigt irreparabel." Folge: "Im Grünland  nimmt u. a. der Löwenzahndruck zu, im Wintergetreide werden zusätzliche Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich."

Der Experte fragt sich: "Wo blieb bei den Betrieben, die in den letzten Tagen wahnsinnigerweise Flüssigmist ausbrachten, die (vom Gesetzgeber verlangte) Lagerkapazität für sechs Monate?" Und er fügt hinzu: "Ähnliche Auflagen gelten für Klärschlamm!" Er frage sich: "Wohin wurde der im Januar abgefahrene Klärschlamm gekarrt?"

Zum Thema:

> Umweltgerechte Lagerung von Gülle
(Infoblatt der Maschinenringe Niedersachsen)


Das Buch
zur Flut


Titelbild des neuen Sturmflut-Buches

4. 2. 2012. Angeregt von drei Oste-Preisträgern, der Autorin Elke Loewe, dem Verleger Wolf-Dietmar Stock und dem Ortsheimatpfleger Günter Lunden, erscheint zum 50. Jahrestag der Februarflut 1962 ein Buch mit Fotos und Augenzeugenberichten aus Geversdorf. Der von Renate Schnabel und Hille Born zusammengestellte Band mit dem Titel "Das Wasser stand bis oben an der Deichkrone...", herausgegeben vom Geversdorfer Heimatverein "De Osten Strom", erscheint im Fischerhuder Verlag Atelier im Bauernhaus, soll 14,90 Euro kosten (ISBN 978-3-88 132 -342-0) und in der zweiten Februarhälfte lieferbar sein; ein Ansichtsexemplar wird beim "Tag der Oste" am 12. Februar in der Geversdorfer Oste-Halle ausliegen (Vorbestellungen dort möglich).


Unterspülte Deichkrone in Geversdorf (1962)

Die Augenzeugen haben, so Renate Schnabel und Hille Born, "bereitwillig von ihren Ängsten, Hoffnungen und ihrem Einsatz berichtet. In fast jedem Gespräch sagte jemand: 'Das habe ich schon ganz wieder vergessen! Es ist ja auch schon fünfzig Jahre her.'" - Mehr über das bevorstehende Sturmflut-Jubiläum auf unserer Sonderseite www.wilde.oste.de.


Oste wird
barrierefrei


Lachsvater Ernst Peters mit Oste-Lachs

4. 2. 2012. Nachdrücklich begrüsst wird vom Arbeitskreis Wanderfische der AG Osteland um den Sportfischer-Sprecher Wolfgang Schütz (Osten) eine Entscheidung der Gemeinde Sittensen, ein wichtiges Hindernis für Wanderfische wie Lachs und Stör zu beseitigen. Für die Herstellung einer Sohlgleite statt des bisherigen Wehrabsturzes an der Sittenser Wassermühle hat der Haushaltsausschuss des Rates am Donnerstag 350.000 Euro in den Etat eingestellt, von denen 300.000 als Zuschuss von der EU getragen werden; damit folgt die Kommune einer EU-Richtlinie zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Oste.


Sittenser Wehr: Barriere für den Oste-Lachs

Auf einer Länge von 160 Oste-Metern wird der Höhenunterschied von 1,60 Metern durch ein leicht abfallendes Flussbett ausgeglichen. Dazu wird ein Gewässerbett mit Kies- und Steinmaterial erstellt, in das auch eine Niedrigwasserrinne integriert wird, um bei geringen Wasserständen die Möglichkeit des Durchwanderns zu gewährleisten, wie die Rotenburger Rundschau berichtet.


Ostepreisträger Evers (M.) beim Ostetag 2010

Eingesetzt hat sich für den Bau der Sohlgleite im AK Wanderfische in der Arbeitsgemeinschaft Osteland unter anderem der Zevener "Lachsvater" Ernst Peters, der für seinen jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz für die Wiederansiedlung des Lachses in der Oste bereits 2005 mit dem Goldenen Hecht der AG Osteland ausgezeichnet worden ist (Begründung hier), sowie vom Sittenser Bürgermeister Heinz-Hermann Evers, der an der Seite von Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann ebenfalls Ostepreisträger ist und sich trotz vereinzelter Bedenken im Rat (siehe Zevener Zeitung) für die Umsetzung der EU-Vorgabe stark gemacht hat.


Kaviar aus
Loxstedt?

Foto (M): Saibo/Wikipedia
So könnte er aussehen

1. 2. 2012. Der Plan Bremerhavener Meeresforscher, Kaviar mit Hilfe von Zuchtstören zu produzieren, soll nach einer heute verbreiteten Meldung von Radio Bremen anders als zunächst geplant nicht in der Hansestadt verwirklicht werden, sondern in Loxstedt im Cuxland - ausführlicher Bericht hier.

Bei den Zuchtstören soll es sich um Exemplare einer noch relativ häufig vorkommende Spezies unter den weltweit 26 Arten handeln, keinesfalls aber um den einst in der Oste heimischen Europäischen Stör (Acipenser sturio). Diese Art hatin freier Wildbahn lediglich in der südfranzösischen Gironde überlebt; sie soll, wie mehrfach berichtet, in ihrem ursprünglichen Habitat im Einzugsbereich der Elbe wieder angesiedelt werden soll - siehe auch www.oste-stoer.de.


Das Jahr
des Störs


Bürgermeister Hubert mit seinem Ehren-Aal

29. 1. 2012. In der deutschen Angelszene flammt neues Interesse am Sportfischerrevier Osteland auf; der aktive Sportfischer-Verein "Oste" bereitet sein 75-jähriges Bestehen vor; die regionalen Wanderfischschützer haben eine Fusion  mit der AG Osteland vereinbart; im Herbst findet in Oberndorf und Osten eine landesweite, repräsentative Stör-Veranstaltung statt: Mit diesen und anderen guten Nachrichten warteten die Ostener Sportfischer am Wochenende bei ihrer Hauptversammlung im Ostener "Fährkrug" auf.


VDSF-Vize Ripperger, SFV-Vorsitzender Schütz

Zu den Gästen der Artenschützer von der Oste zählte auch der Vizepräsident des Verbandes der deutschen Sportfischer (VDSF), Matthias Ripperger. Auch ihm ließ Sportfischer-Vorsitzender Wolfgang Schütz - ebenso wie dem Ostener Bürgermeister Carsten Hubert und den anderen Ehrengästen - einen schmackhaften "Ehren-Aal" servieren.

Grauer Riese
im Stellnetz


Störfang in der "Norddeutschen Rundschau"

Unterdessen machte in Eckernförde ein spektakulärer Störfang Schlagzeilen. Dem 69-jährigen Fischer Hans-Joachim Vick ging in der Eckernförder Bucht ein 155 cm langer Stör ins Stellnetz - "der größte Fisch, den ich jemals gefangen habe". Laut Norddeutscher Rundschau handelt es sich vermutlich um einen der fast ausgerottenen Atlantischen Störe, wie sie einst auch in Oste und Elbe heimisch waren, wo jetzt ihre Wiederansiedlung betrieben wird. Jetzt sollen Fischereibiologen den Fund untersuchen.

Ein ausführlicher Bericht über die Versammlung der Oste-Sportfischer steht in unserem Kanal BLAUES NETZ OSTE.

Zum Thema Sportfischer:

> Grußwort der AG Osteland zum
Jubiläumsjahr des SFV "Oste"


Jahrbuch zur
Sturmflut '62


Logo des AG-Osteland-Projekts

30. 1. 2012. Aus Anlass des 50. Jahrestages der großen Flut hat der Stader Geschichts- und Heimatverein unter dem Titel "50 Jahre Sturmflut 1962 - Ereignisse, Geschichten, Gedenken" sein Jahrbuch 2011 der damaligen Katastrophe  gewidmet. Der Band enthält Texte von Historikern und Experten, aber auch von Zeitzeugen wie Gunter Armonat, Ex-Landrat in Stade und amtierender Oberdeichgraf, und von Ostepreisträger Prof. Dr. Norbert Fischer, dem Festredner beim diesjährigen Tag der Oste der AG Osteland. Der Band ist ab sofort im Buchhandel für 17,50 Euro erhältlich.

Von der kommenden Woche wird - ebenso wie die Niederelbe-Zeitung - auch das Stader Tageblatt über die Flut '62 berichten. Eine Tageblatt-Sonderausgabe soll am 17. Februar erscheinen.

Mehr zum Thema auf der Osteland-Sonderseite www.wilde.oste.de.


Oscar für
Hemmoor


Schmoldt mit Tauch-Award

28. 1. 2012. Die Hemmoorer Tauchbasis Kreidesee ist gestern auf der Düsseldorfer Bootsmesse mit dem Award "Beste Tauchbasis Heimische Gewässer" der Zeitschrift "tauchen" ausgezeichnet worden. Damit ging der begehrte "Oscar der Tauchbranche" zum wiederholten Male nach Hemmoor. Tauchbasis-Chef Holger Schmoldt verspricht seinen Kunden: "Diese Auszeichnung soll auch weiterhin Ansporn sein, um für Euch 'die Beste im Norden' zu bleiben." Auf der Bootsmesse war auch das Kreidesee-U-Boot "Euro-Sub" (Foto) vorgestellt worden; Video von der Messe hier.


Oberndorfer
im Interview


Beitrag über die "Heimkehr" - hier anhören

26. 1. 2012. Ganz neu im Netz ist die Website www.segelradio.de. An den Start gegangen ist das Podcast-Programm mit einem 90-minütigen Interview mit den Oberdorfer Transatlantik-Seglern Bert und Marlene Frisch (Foto) - hier anhören. Die Skipper (Website) haben letzte Woche, wie berichtet, unter großem Beifall von mehr als 100 Gästen beim Blauen Netz Oste der AG Osteland über ihre karibischen Segelabenteuer berichtet. Der Beamer-Vortrag "Vom Vulkan zum Hurrikan" von Marlene und Bert Frisch wird am Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr, im Gasthaus "Zur Sietwende" in Oberndorf-Niederstrich wiederholt. Der Eintritt ist frei.


Echo am
Oberlauf


Zevener Pressebericht - vergrößern

25. 1. 2012. Die Arbeit des Blauen Netzes Oste, der Fachgruppe Schifffahrt und Gewässer der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., findet auch am Oberlauf des Flusses Resonanz. Über das "blaue Erfolgsjahr" berichtet heute ausführlich u. a. das Vereinsblatt der Zevener Zeitung. Mehr...


Erfolg auf
Elmonesisch


BC- Vorsitzender Storm (2. v. l.) und Aktive

22. 1. 2012. Der Oste-Ort Elm bei Bremervörde ist bekannt durch seine historische Windmühle, die rauschenden "Elmonesischen Nächte" im Karneval und für einen außerordentlich aktiven Wassersportverein. Der Bootsclub (BC) Elm (Website) hielt jetzt unter dem Vorsitz von Hauke Storm in seinem schmucken Klubhaus an der Oste Rückschau auf ein ereignisreiches Jahr. Zu den Höhepunkten zählten eine Stör-Besatzaktion mit einem Drehtermin des NDR-Fernsehens und ein Bootstörn nach Oberndorf, der durch die guten Kontakte zur AG Osteland zustande gekommen war. - Ein ausführlicher Bericht über die Versammlung steht hier.

Toiletten
für Segler

23. 1. 2012. Am Hafen in Geversdorf, am Anleger der Seglervereinigung Oste Hemmoor, soll ein öffentliches Sanitärgebäude für Gastsegler und Fahrradtouristen entstehen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Kehdingen/Oste hatte im April vergangenen Jahres einen Förderantrag zur Finanzierung des 108.000-Euro-Vorhabens gestellt. Das Land Niedersachsen fördert das Vorhaben mit 80.800 Euro, wie das Wahlkreisbüro von David McAllister am Montag mitteilte.


Ansturm auf
Blaues Netz


Bert und Marlene Frisch in Niederstrich

20. 1. 2012. Über hundert Besucher konnte Jochen Bölsche, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., am Freitag bei der jüngsten Veranstaltung des Arbeitskreises Blaues Netz Oste im Gasthaus "Zur Sietwende" (Henning) hinterm Ostedeich in Oberndorf-Niederstrich begrüßen. Im Mittelpunkt stand ein Beamer-Vortrag der Oberndorfer Transatlantiksegler Bert und Marlene Frisch über eine weitere abenteuerliche Etappe (Karibik - New York)  ihrer Reise mit der Segelyacht "Heimkehr" - Titel: "Zwischen Vulkan und Hurrikan."

Segel-Vortrag
wird wiederholt


Über hundert gespannte Zuhörer

Wegen des starken Interesses wird der Vortrag am Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr, am selben Ort wiederholt. Der Eintritt ist wieder frei.


Arbeitskreis-Sprecher Bernd Jürgens

Zu Beginn des Abends hatten unter anderem Arbeitskreis-Sprecher Bernd Jürgens (Hemmoor) und Sportfischer-Vertreter Wolfgang Schütz (Osten) über Aktuelles aus der Flussregion berichtet. Andreas Hülsenberg (Foto) aus Neuhaus/Oste, amtierender Vorsitzender von "Trans-Ocean", stellte die Arbeit des in Cuxhaven ansässigen, aber weltweit tätigen Seglervereins vor, dem gut 6.000 Mitglieder angehören, darunter einige hundert Weltumsegler.

Ein ausführlicher Bericht steht in unserem Kanal BLAUES NETZ OSTE.


Beifall für
Ostefotos


Hermann Tödter in Offensen (Foto: Brandt)

21. 1. 2012. Mit viel Beifall dankte das Publikum im Ostedorf Offensen am Freitag dem Zevener Fotokünstler und Ostepreisträger Hermann Tödter für dessen neue Fotopräsentation vom Fluss. Sogar Alteingesessene, schreibt der Gastgeber, Funkredakteur und AG-Osteland-Mitstreiter Harald-Gerd Brandt auf Facebook, hätten auf den Bildern des Fotokünstlers "Tiere und Ansichten entdeckt, die ihnen bislang verborgen geblieben waren".

Am Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr, im Restaurant "Ostekrone" in Hechthausen zeigt der vielfach preisgekrönte Naturfotograf (mehr) beim örtlichen Heimatverein seinen Vortrag "Die Oste – Faszination einer Landschaft, 2. Teil: Von Bremervörde bis zur Mündung". Wie der Vereinsvorsitzende Klaus J. Torborg mitteilt, ist der Eintritt frei. Gäste sind willkommen.

Lesetipp:

> Hermann Tödter - Historisches an der Oste
(Zevener Zeitung)


Vorfreude auf
Oste-Lektüre


Zurzeit in Arbeit: Lesestoff zum Thema Oste

19. 1. 2012. Ostefreunde können sich freuen auf frischen Lesestoff zur Flussregion. Auf dem Weg in die Druckerei ist die neueste Ausgabe des "Osteland-Magazins", das am 3. Februar - rechtzeitig zum Tag der Oste 2012 - jeweils einer Teilauflage der Lokalzeitungen aus Otterndorf, Stade und Bremervörde beiliegen wird. Diesmal hat NEZ-Journalist Thomas Schult, Ostefreund und -kenner aus Lamstedt, eine bunte, kleinteilige Mischung aus Bildern und Berichten über die Osteregion komponiert.


"Püttenhüpper" auf Probefahrt (Foto: Bölsche)

Ebenfalls bereits in der Produktion ist ein exzellent getextetes und von Ostepreisträger Nikolaus Ruhl ansprechend gestaltetes 36-seitiges Heft mit dem Titel "Mit dem Püttenhüpper auf Ostetour - Beobachtungen zwischen Gräpel und Osten".

Der Reiseführer, den der Hechthausener Ferienpark Geesthof der Familie von Marschalck in einer Auflage von 10.000 Exemplaren herausgibt, soll vom April an den Fahrgästen des neuen "Püttenhüpper" überreicht werden; das Flachbodenschiff verkehrt künftig als fünfte Ostefähre (nach Gräpel, Schönau, Brobergen und Osten) zwischen Klint und Kranenburg und steht außerdem für naturkundliche Ausflüge auf den neuen Oste-Pütten zur Verfügung. Ein ausführlicher Bericht folgt zum Saisonbeginn.


Oste-Störe
füllen Saal


"Störvater" Schütz (r.) in Sittensen

19. 1. 2012. Bis zum letzten Platz gefüllt war am gestrigen Mittwoch der Saal des Sittenser Landhauses de Buhr. "So viele Leute waren nicht mal da, als David McAllister hier gesprochen hat," urteilte Vize-Bürgermeisterin und AG-Osteland-Mitstreiterin Ingrid Lefevre (CDU). Thema der vom SPD-Ortsverein Sittensen einberufenen und mit mehreren hochkarätigen Experten besetzten Info-Veranstaltung waren die aktuellen Bemühungen, die Oste bis 2015 gemäss EU-Vorgaben in einen "guten ökologischen Zustand" zu versetzen, also durch Beseitigung von Querverbauungen passierbar zu machen für bedrohte Wanderfische wie Lachs, Meerforelle, Aal und Stör.


Wanderfisch-Barriere Oste-Stau in Sittensen

Den Zweck des Abends hatten die Veranstalter um Diskussionsleiter Ulrich Stabenau (Foto) zuvor mit den Worten umrissen: "Insbesondere während der Kommunalwahl ist das Thema 'Durchgängigkeit der Oste' vielfach in der Presse gewesen. Meistens ging es um das Stauwehr in Groß Meckelsen, das abgebrochen werden soll. Aber auch die Kaskade am Abenteurspielplatz/Golfplatz in Sittensen steht zur Disposition. Und auch an der Wassermühle in Sittensen soll etwas geschehen. Zudem sind auch kleine Maßnahmen an den Nebenflüssen der Oste geplant. Schließlich ist als 'große Maßnahme' auch der Abbruch des Stauwehres in Bremervörde ein Thema. Die SPD der Börde Sittensen will dazu beitragen, das interessierte Bürger sich darüber informieren können, was wie genau geplant ist. Auch den Kritikern soll Gehör verschafft werden."

Unter den Zuhörern waren auch "Lachsvater" Ernst Peters aus Zeven und "Störvater" Wolfgang Schütz aus Osten; beide sind für ihre Verdienste um den Artenschutz mit dem Oste-Kulturpreis der AG Osteland ausgezeichnet worden.

Zum Thema:

> Wanderweg kann Wehr retten
(Zevener Zeitung),

> Kontroverse zu Oste-Wasserbauvwerken
(Treffpunkt Sittensen).

20 Millionen für
Elb-Fischtreppe


Stör-Treppe in Geesthacht im Youtube-Video

12. 1. 2012. Ein guten Eindruck von den Bemühungen, die Elbe mit Hilfe einer Fischaufstiegsanlage wieder für Stör und Lachs passierbar zu machen, bietet dieser Youtube-Film über Europas größte Fischtreppe, die für 20 Millionen Euro in Geesthacht in Betrieb genommen worden ist. Die 550 Meter lange Anlage mit 45 Becken ist so konzipiert, dass auch der bis zu 3,50 Meter lange Stör den Aufstieg in die Laichgebiete schaffen kann. Fachleute erwarten daher, dass der Fischtreppe von Vattenfall eine entscheidende Bedeutung beim Wiederansiedlungsprojekt zukommt. Bereits 90 Minuten nach dem ersten Fluten der Anlage hatten rund 500 Fische den Aufstieg geschafft.


Alles ist
noch offen


Bremervörder Osteinsel mit Hafen und Wehr

17. 1. 2012. Das mit Spannung erwartete Gutachten der Uni Hannover zur Zukunft von Ostewehr und -schleuse in Bremervörde liegt seit gestern zwar vor, aber es erleichtert kaum die Entscheidung. Als "Gutachten, das nicht viel sagt", bezeichnet heute die Bremervörder Zeitung das Papier, das mögliche Varianten aufzeigt, aber keine bestimmte Lösung nahelegt.

Denkbar sei es, entweder das Wehr oder die Schleuse oder aber beide Barrieren durch eine Sohlgleite bzw. ein Umgehungsgerinne zu ersetzen, um  den Weg für Wanderfische wie Lachs und Stör wieder frei zu machen. Wie hoch die Obere Oste angestaut werden soll, ist zwischen Landwirten und Sportfischern umstritten. Im April wollen die Behörden das Gespräch mit den Beteiligten suchen und über ihre Pläne informieren. - Ausführlicher Bericht in der Bremervörder Zeitung.

Infoabend zu
Oste-Wehren


Wanderfisch-Hindernis Bremervörder Wehr

11. 1. 2012. Der SPD-Ortsverein Sittensen lädt alle interessierten Bürger zu einem Informationsabend am Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, im Landhaus de Bur in Sittensen ein. Thema ist die Durchgängigkeit der Oste für Wanderfische wie Lachs und Stör. Geplant ist unter anderem eine Diskussion über die Entschärfung von Querverbauungen am Golfplatz und an der Wassermühle in Sittensen, die Zukunft von "Opas Stau" in Groß Meckelsen sowie des  Stauwehrs in Bremervörde. Eingeladen sind u. a.  Wilhelm Meyer vom Unterhaltungsverband Obere Oste und Volker Rebehn vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Mehr zum Thema auch auf der Website des Osteland-Arbeitskreises Wanderfische und auf unserer seit 2001 betriebenen SONDERSEITE zum Thema Oste-Stör.

Dank für Hinweise an Kurt Ringen und Wolfgang Schütz.


Angst hinter
den Deichen

8. 1. 2012. Unter der Überschrift "Angst hinter den Deichen" schildert die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) den aktuellen Stand der Debatte über die Elbvertiefung an der Schwelle des Entscheidungsjahres 2012. Zitiert wird unter anderem Walter Rademacher (Foto) aus Neuhaus, der Sprecher des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung und 2. Vorsitzende derAG Osteland. Der SZ-Artikel steht hier im Netz. - Nach Informationen des Wedel-Schulauer Tageblatts plant der Bund, für Schiffe auf der Unterelbe ein Tempolimit einzuführen. Die auf der Elbe bisher empfohlenen Richtgeschwindigkeiten für alle Schiffsgrößen sollen im Zuge der geplanten Elbvertiefung als verbindliche Maximalgeschwindigkeiten festgeschrieben werden, damit Schäden an der Uferbefestigung (Foto hier) vermieden werden. Mehr...


Stör Stups
lockt Kids


Jung-Stör vor Auswilderung in der Oste

7. 1. 2011. Das im vorigen Jahr erfolgreich gestartete Projekt "Oste-Natur-Navi" wird ausgebaut: In der kommenden Saison gibt es für die ausleihbaren Geräte eine Erweiterung für 6- bis 14-Jährige. Die Kids sollen mit einer kindgerechten Leitfigur namens "Stör Stups" für Naturerkundungen zwischen Bremvervörde und Hechthausen gewonnen werden.


Bald mit Stör-Version: Oste-Natur-Navi-Gerät

Wie das Stader Tageblatt (Wochenendausgabe) weiter berichtet, ist der Verein für Naturerlebnisse (Tidenkieker, Vogelkieker, Moorkieker usw.) Träger des 25.000-Euro-Vorhabens, das mit 20.000 Euro von der Vattenfall-Umweltstiftung gefördert wird.

Die Oste-Natur-Navis können auf dem Geesthof in Hechthausen und im Gasthof Zum Osteblick (Plate) in Gräpel ausgeliehen werden. Mehr steht auf der Website zum Projekt.


Bald Bußgeld
für Flachpaddler


Wassersportler auf der Oberen Oste

4. 1. 2012. Der Landkreis Rotenburg will sich für einen besseren Interessenausgleich zwischen Wassersport und Naturschutz einsetzen. Weil Kanuten häufig das Fahrverbot auf der Oste bei rotem Pegelstand (Niedrigstwasser!) missachten, sollen Zuwiderhandlungen künftig als Ordnungswidrigkeit geahndet werden können. Das kündigt Landrat Hermann Luttmann heute in der Bremervörder Zeitung an, nachdem der Artenschutzbeauftragte der Sportfischer, Ostepreisträger Ernst Peters (Zeven), darüber Klage geführt hat, dass zahlreiche Bootstouristen sich über die eindeutige Regelung hinwegsetzen. 

Begrüßt wird die Ankündigung des Landrats, der im Frühjahr ein Gespräch mit allen Beteiligten führen will, auch von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfische innerhalb der AG Osteland. Durch das verbotswidrige Paddeln bei Niedrigwasser in Flachwasserzonen werden in der Oste, die durch die Wiederansiedlung von Lachs und Stör international bekannt geworden ist, Laichgründe für Fische zerstört und Uferzonen beschädigt. 

Über die "Goldenen Regeln für naturverträgliches Wasserwandern", die an Oste und Wümme gelten, informiert der Tourismusverband des Landkreises in einem Flyer (PDF hier), über den aktuellen Pegelstand auf dieser Website.


Wieder Schifferball
in Hechthausen


Maritime Dekoration gehört dazu

4. 1. 2012. Für Heiko Brunke, den Vorsitzenden des Schiffervereins "Vergissmeinnicht" in Hechthausen, und seine Mitstreiter ist der alljährliche Schifferball "das maritime Ereignis an der Oste". 

Zum Ball am Sonnabend, 14. Januar, in der "Ostekrone" erbittet der Vorsitzende Anmeldungen unter heiko.brunke@freenet.de bis zum 11. Januar.


Mehr Service für
Angelurlauber


Spannendes Revier: Sportfischer im Osteland

23. 11. 2011. Ihre Angebote für Angeltouristen an der Oste haben die Ostener Sportfischer jetzt ausgeweitet: Künftig stehen, wie Wolfgang Schütz (Foto) vom SFV "Oste" mitteilt, den Osteurlaubern sieben Ausgabestellen für Gastkarten zur Verfüpgung: das Hotel Fährkrug in Osten, Ohl's Gasthaus in Hemmoor, das Feinkostgeschäft Lemke in Oberndorf, das Gasthaus Golsch in Hechthausen, der Großenwördener Hof und das Autohaus von Holten in Großenwörden und die Zoohandlung Regina Lange in Hemmoor, Alter Postweg 14.

Gastkarten werden nur an Angler ausgegeben, die außerhalb des Elbe-Weser-Dreiecks wohnen (zwischen Elbe, Weser und A1), und nur gegen Nachweis der abgelegten Sportfischerprüfung. Eine Tageskarte für die Vereinsgewässer kostet 6 Euro, eine Wochenkarte 25 Euro. Für die Nutzung der Oste sind Tageskarten für 6 Euro, Wochenkarten für 20 Euro und Monatskarten für 35 Euro erhältlich. 

Ihre Jahreshauptversammlung - wieder mit dem traditionellen Aalessen - halten die Ostener Sportfischer am Sonnabend, 28. Januar, 16 Uhr, im Ostener Fährkrug ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen.


Bonbon für
die Skipper


Wird ersetzt: Kanalschleuse in Otterndorf

17. 11. 2011. Das Wassersportrevier Oste wird ab 2016 von der Weser her besser erreichbar sein. Eine neue Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf, in Sichtweite der alten Schleuse, soll künftig tideunabhängig passiert werden können. "Baubeginn ist frühestens in zwei Jahren", erklärte gestern Heinrich Pudimat vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

"Schildbürgerstreich -
doch nichts passiert"

Der "Bonbon für die Sportschifffahrt", so der NLWKN, ist aber nur ein Nebeneffekt des Projekts. Vor allem soll mit dem 20-Millionen-Euro-Neubau endlich der - sträflich vernachlässigte - Hochwasserschutz im Raum Otterndorf gewährleistet werden.

Beseits im Januar 2007 hatte ein SPIEGEL-Autor schwere "Versäumnisse der niedersächsischen Küstenschützer" in Otterndorf beanstandet. Damals hiess es in dem Nachrichtenmagazin: "Eine Kanalschleuse bildet die flachste Stelle im gesamten dortigen Verlauf des Elbdeichs. 'Links und rechts der Schleuse ist der Deich rund 150 Zentimeter höher,' weist Torsten Heitzsch, Geschäftsführer des örtlichen Deich- und Uferbauverbandes, immer wieder auf den Schildbürgerstreich hin – doch nichts passiert." Erst neun Jahre nach diesem Bericht, im Jahr 2016, soll das Problem laut Pudimat endlich entschärft und der Schleusenneubau abgeschlossen sein.

NLWKN-Projektleiter Andreas Kosch bestätigte gestern in Otterndorf, dass "der im Bereich der Schleuse vorhandene Deich etwa 130 cm zu niedrig ist". Die alte Schleuse jedoch verkrafte aus statischen Gründen keine weitere Deicherhöhung: "Deshalb bauen wir eine neue Schleuse." Dabei werde im Zuge der Verstärkung des Elbdeiches die dortige Deichkrone um rund 130 cm erhöht. 


Neues Buch über
die Ostedeiche


Deichforscher Dr. Fischer (Foto: Gäntgen)

12. 11. 2011. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Hamburger Prof. Dr. Norbert Fischer mit der Geschichte der Deiche im Elbe-Weser-Dreieck. Für seine Forschungsarbeit wurde er 2011 mit dem "Goldenen Hecht" der AG Osteland ausgezeichnet. Sein neuestes Buch trägt den Titel "Der wilde und der gezähmte Fluss - Zur Geschichte der Deiche an der Oste". Es erscheint - rechtzeitig zum 50. Jahrestag der Februar flut 1962 - Ende November in der Schriftenreihe des Landschaftsverbands (368 Seiten, 29,80 Euro).

Vorgestellt wird das Buch von AG-Osteland-Mitglied, Bürgermeister und Oberdeichgräfe Hans Wilhelm Saul (Hemmoor) vom Ostedeichverband, der das Erscheinen der Arbeit unterstützt hat, und vom Präsidenten des Niedersächsischen Landesarchivs, Dr. Bernd Kappelhoff, am 30. November und am 1. Dezember in Hemmoor bzw. Gräpel. - Prof. Fischer hat zugesagt, im kommenden Jahr beim "Tag der Oste" der AG Osteland einen Festvortrag über den Deichbau an der Oste zu halten. 


"Hein Stör" im
Winterschlaf


Osteland-Mitglieder mit Stördenkmal (Foto: Frisch)

11. 11. 2011. Alle Jahre wieder kommt ein Oberndorfer "Ehrenbürger" ins Winterquartier. Auf dem Deck des Restaurantschiffs "Ostekieker" der Wirtsleute Hans und Christiane Bünning wird das schwimmende Stördenkmal "Hein Stör", geschützt vor Treib- und Packeis, seinen Winterschlaf halten - ein schwerer Junge übrigens. Deswegen werden jedesmal kräftige Oberndorfer gebraucht, um ihn zu bewegen. In diesem Jahr halfen Henning Kuhne, Heino Küther, Manfred Heinisch, Albertus Lemke, Hermann Hagenah und Eddy Uhtenwoldt, durchweg Mitglieder der AG Osteland, in deren Reihen 2009 das Geld für eines der mittlerweile meistfotografierten Motive an der Oste gesammelt worden war. Auch Fernsehen, Hörfunk und die Anglerpresse haben wiederholt über "Hein Stör" berichtet, der an die Ausrottung des Kaviarfischs in die Oste erinnern und für dessen jetzt anlaufende Wiederansiedlung werben soll.


TSV Großenwörden
gründet blaue Sparte


Großenwördener Kanuten in Oberndorf

10. 11. 2011. Die seit längerem vorbereitete Gründung einer Wassersportsparte im TSV Großenwörden soll in Kürze vollzogen werden, wie die Initiatoren Jens Lüneberg und Brigitte Sawatzki vom "Team Wassersport" mitteilen. Die Gründungsversammlung findet am 23. November, 19.30 Uhr, im Großenwördener Hof statt. Auf der Tagesordnung stehen Beratung und Verabschiedung einer Satzung und Gebührenordnung sowie der Sportbetrieb 2012. 

Die Gründung der Sparte war durch den neuen Schiffsanleger in Großenwörden beflügelt worden, Unterstützung leistete die Fachgruppe Blaues Netz der AG Osteland. Im Sommer hatten das Team Wassersport bereits zu einer Kanutour Oberndorf - Großenwörden mit starker Beteiligung eingeladen (siehe SONDERSEITE).






Ein Projekt der

Die Lobby für die Oste