Natureum Niederelbe für... Kulturleben,.Naturfreunde,Wissenschaft,.Familien,Tourismus.- und für das ganze Osteland
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Das Natureum für das Osteland: www.tor.zur.oste.de

Auch der Stör überwinterte während des Umbaus im Magazin

Februar 2014: Richtfest für
das neue Natureum-Entree


Dr. Häse (M.) beim Richtfest im Natureum

7. 2. 2014.  Richtfest wurde gestern gefeiert für das neue, auf 900.000 Euro veranschlagte Empfangsgebäude des Naturkundemuseums Natureum Niederelbe an der Ostemündung, Der wellenförmige Bau – zunächst sollte er "Ostewelle" heißen, bis das Hemmoorer Schwimmbad diesen Namen mit Beschlag belegte - soll u. a. eine Fahrradstation mit Auflademöglichkeit für E-Bikes, Snackverkauf und sanitären Anlagen beherbergen und wird als wichtiges Etappenziel am Elbe- und Osteradweg und an der Deutschen Fährstraße fungieren. 

Mit dem traditionellen Richtspruch und dem darauf folgenden Zerschlagen eines Schnapsglases wünschte Zimmermann Bernd Schütt der Natureum-Chefin Dr. Clivia Häse und dem neuen Hause "recht viel Glück". Der von Architekt Uwe Schüch aus Stade entworfene Neubau wird gefördert u. a. von der Kreissparkasse Stade und der N-Bank. 

In den Neubau soll nach seiner Fertigstellung neben der Kasse auch der KüstenZoo einziehen, der im Hauptgebäude der neuen Bernsteinausstellung weichen muss. Neu errichtet wird ein Schülerlabor im Obergeschoss des Gebäudes, dazu kommen Büro- und Versorgungsräume. Als besonders Highlight wird das Skelett des 1997 in Cuxhaven gestrandeten Pottwals in einem Glasbau zu sehen sein. - Wer sich selbst von dem Fortschritt des Neubaus überzeugen möchte, hat dazu sonntags Gelegenheit. Das Natureum Niederelbe hat von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


Im Mai Grundsteinlegung
für den Eingangsbereich


Entwurf des neuen Natureum-Eingangsgebäudes

25. 4. 2013. Nach der Einweihung der neuen Dauerausstellung im Haupthaus des Natureums Niederelbe im März soll in Anwesenheit des Stader Landrats Michael Roesberg am Freitag, 3. Mai, der Grundstein gelegt werden für eine neue Fahrradstation im Eingangsbereich mit Toiletten, Dusche, Snack-Shop, Terrasse, Ladestation für E-Bikes und einigen Tiergehegen.

Der u. a. mit EU-Mitteln geförderte neue Eingangsbereich (Gesamtkosten: 850.000 Euro) ist Start bzw. Ziel des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje und liegt am Elbradweg und an der Deutschen Fährstrasse Bremervörde - Kiel.


Viel Vorfreude auf 
das Natureum 2.0


Presseberichte über die Natureum-Neugestaltung

9. 2. 2013. Auf der Osteinsel in der Flussmündung bei Balje herrscht Vorfreude auf die Wiedereröffnung der runderneuerten Natureum-Ausstellung am 15. März. Museumschefin Dr. Clivia Häse gab jetzt Einblick in den Stand der Umbauarbeiten.


AG-Osteland-Unterschriftenaktion für Natureum

Nachdem das Modernisierungsprojekt noch vor einem Jahr als massiv gefährdet galt, kam es, wie die Niederelbe-Zeitung heute die damalige AG-Osteland-Aktion in Erinnerung ruft, "nicht zuletzt durch eine Kampagnenoffensive zu einer ausfinanzierten, zukunftsweisenden Entscheidung der Neugestaltung" - gemeint: die erfolgreiche Unterschriftensammlung zum "Baljer Appell" und die Osteland-Aktion "... natürlich Natureum - Herz der Ostemündung".


Umbauarbeiten auf der Osteinsel (Foto: Natureum)

Die jetzt angelaufene Umgestaltung umfasst unter anderem - direkt am Elbe-Radweg und am Start- bzw. Zielpunkt des Oste-Radwegs Tostedt - Balje - einen Eingangskomplex mit Fahrrad und E-Bike-Ladestation, Sanitäranlagen, einen Mitmachbereich und Minizoo für Kinder sowie eine völlig neue Ausstellung im Haupthaus, die vor allem der Elbmündung, dem Meer, der Schifffahrt und den Gezeiten gewidmet sein wird.


Natureum-Chefin Dr. Häse, Störvater Schütz

Alles sei "heller, übersichtlicher und stringenter konzipiert", urteilt das Stader Tageblatt. Die Zeitung hebt auch den künftigen Bereich Wasserwelt  hervor, der sich "in Kooperation mit der AG Osteland und der Oste-Pachtgemeinschaft primär mit den Wanderfischen beschäftigt", also unter anderem mit ausgestorbenen Arten Stör, Lachs und Meerforelle, die in der Oste wieder angesiedelt werden sollen. Die Sportfischer um Osteland-Vorstandsmitglied und "Störvater" Wolfgang Schütz hatten wiederholt zu Natureum-Veranstaltungen wie dem "Tag des Fisches" beigetragen.


Am 15. März wird der
Grundstein gelegt


Wellenförmig: das geplante Eingangsgebäude

10. 12. 2012. Noch vor einem Jahr lag die Zukunft des Natureums Niederelbe im Nebel. Die AG Osteland und ihre Mitstreiter sammelten Hunderte von Unterschriften unter einem "Baljer Appell" für das "Tor zur Oste", die Vize-Vorsitzender Walter Rademacher den Kreistagsvertretern übergab.

Seither sind zwölf Monate vergangen. Jetzt steht fest: Die Finanzierung einer reduzierten Lösung ist endgültig gesichert. Das Kuratorium hat daher grünes Licht für Um- und Neubaumaßnahmen gegeben, wie am Montagabend bekannt wurde. Für den 15. März 2013 sind die Eröffnung der umgebauten Dauerausstellung - mit Informationen auch zurm Oste-Stör und anderen Oste-Themen - und die Grundsteinlegung für ein komplett neues Eingangsgebäude (Arbeitstitel: "Ostewelle") vorgesehen.


Skizze des neuen Eingangsbereichs

"Einer weiteren positiven Entwicklung des Natureums steht somit nichts mehr im Wege," erklärt das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Stiftung, Dr. Clivia Häse. Sie stellte dem Kuratorium zunächst das neue Konzept vor, das der Vorstand im Interesse einer  nachhaltigen Entwicklung des gesamten Natureum nach dem Scheitern des Baus der ursprünglich geplanten Küstenwelten-Halle in Form einer Meerassel entworfen hat. Dies ist auch bei den Förderern und Geldgebern auf so breite Zustimmung gestoßen, dass sie grünes Licht zur Finanzierung des Gesamtvorhabens gaben. 


Zu den Akten: Modell der früheren "Meerassel"

Das Konzept bezieht den vorhandenen Bestand des Natureums ein. Dadurch bleibt die Grundstruktur der Einrichtung als Mitmachmuseum mit Erlebnispark erhalten. Die unmittelbare Verbindung zu dem, was im Museum dargestellt wird, nämlich der Natur der Elbmündung, wird als Schwerpunkt gestärkt. 

Der Elbe-Küstenpark mit Schiffsanleger, Tiergehegen, Vogelbeobachtungshaus und anderen Erlebnis-Stationen wird schrittweise weiter entwickelt. Für die jährlichen Sonderausstellungen, die erfahrungsgemäß zahlreiche Besucher anziehen, steht seit der letzten Saison dauerhaft die Rundbogenhalle zur Verfügung. 

Die erste Maßnahme zur Umsetzung des Konzepts sieht zunächst eine vollständig erneuerte, zusammen mit einem professionellen Ausstellungsgestalter entwickelte Dauerausstellung in dem vorhandenen Gebäude des Natureums vor. Die Ausstellung wird das Elbeästuar, die Besonderheit der Elbemündung mit Ebbe und Flut, den Vogelzug, die geologische Entstehung der Niederelbe- und Osteregion und auch der Natureumsinsel im Zusammenhang mit dem Bau des Ostesperrwerkes darstellen.

Ab Frühjahr 2013 wird das Natureum ein neues Eingangsgebäude direkt am Elbe-Radweg errichten, das die Aufmerksamkeit der Gäste schon dadurch auf sich zieht, dass über dem Eingang in einer Glas-Stahl-Konstruktion ein 14 Meter langes Pottwalskelett schweben wird. In dem in Form einer Welle von einem Stader Architektenbüro geplanten Haus, das sich optimal in die Landschaft einfügt, werden neben der  Kasse und einem Schulungsraum für Gruppen und Schulklassen eine Fahrradstation mit entsprechenden sanitären Einrichtungen und Kiosk untergebracht.

Das Natureum ist bekanntlich Ausgangs- bzw. Endpunkt des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Balje und eine der wichtigsten Stationen an der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Der Vorstand des Natureums ist sich sicher, mit den geplanten Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Attraktivität des strukturschwachen Nordkehdingen zu leisten. Gerade das Radwandern als gesundheitsfördernde und ökologisch nachhaltige Urlaubsform bietet erhebliche Potenziale in der Region, die genutzt werden sollten. Die Entwicklung der Besucherzahlen in der Sommersaison 2012 bestätige diese Auffassung, denn in den Ferienmonaten hat sich eine deutliche Erhöhung der Besucherzahlen im Natureum ergeben.

Der Vorstand des Natureums konnte dem Kuratorium weiter die erfreuliche Mitteilung machen, dass das Kultusministerium das Natureum als außerschulischen Lernstandort im Bereich "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet hat. Dies hat zur Folge, dass dem Natureum vom Land fünf Lehrerstunden pro Woche zuerkannt werden. 

Die jüngste Kuratoriumssitzung, die von Landrat Michael Roesberg geleitet wurde, erwies sich nach Angaben von Teilnehmern als "eine der erfreulichsten der letzten Jahre und Jahrzehnte". Einen ganz besonderen Dank sprachen Vorstand und Kuratorium der Kreissparkasse Stade aus, die durch direkte Zuwendung von 200.000 Euro die Antragstellung für weitere öffentliche Mittel wegen der Notwendigkeit, hinreichende Eigenmittel nachzuweisen, überhaupt erst ermöglichte. Der Vorstand bemüht sich, entsprechende Reaktionen auch im Landkreis Cuxhaven auszulösen, der ebenso wie der Landkreis Stade von der Einrichtung profitiert.


Vorstand Schmidt und Geschäftsführerin Dr. Häse

Die Metropolregion Hamburg fördert die Erneuerung der Dauerausstellung mit 349.800 Euro. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte dafür bereits im Mai 2010 eine Zuwendung Höhe von150.000 Euro bewilligt. Ebenfalls im November erließ die N-Bank einen Zuwendungsbescheid für den Bau des neuen Eingangsgebäudes in Höhe von 647.790 Euro.

Einstimmig wählte das Kuratorium den ehrenamtlichen Vorstand der Stiftung Natureum Niederelbe, Eike Ingwer Schmidt, für weitere zwei Jahre wieder. Der frühere Präsident des Stader Verwaltungsgerichtes leitet gemeinsam mit der Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse als Vorstand die Geschicke des Natureum.


Im November beginnt
die Verjüngungskur


Zum Umbau wird das Hauptgebäude geräumt

29. 10. 2012. Nach monatelangen Diskussionen um die Zukunft des Natureums Niederelbe , startet das Naturkundemuseum in der Ostemündung  in eine Phase der Umgestaltung. Über das Winterhalbjahr 2012/13  wird die Dauerausstellung "Landschaften der Niederelbe" im Museumsgebäude komplett erneuert. Daher schließt das Natureum ab 5. November seine Pforten. Das Ergebnis des Umbaus können Besucher ab Mitte März 2013 besichtigen. Im Blickpunkt der neuen Hauptausstellung steht auch in Zukunft die Elbmündung, allerdings unter anderen Akzenten. 

Noch bis zum 4. November bleibt die Sonderausstellung "Abenteuer Erdgeschichte – Expedition in die Urzeit" in der Rundbogenhalle geöffnet. Auch der Elbe-Küstenpark, der Küstenzoo, die Bernsteinausstellung und der Museumsshop sind bis zu diesem Tag noch zugänglich. 

Die vorbereitenden Arbeiten für das Bauprojekt haben inzwischen begonnen. So sind viele Exponate der alten Dauerausstellung ins Magazin gebracht worden. Was jetzt im Hauptgebäude passiert, ist aber erst der Anfang einer umfassenden Erneuerung im Naturkundemuseum mit dem weitläufigen Erlebnispark an der Ostemündung: Das in diesem Jahr verabschiedete Gesamtkonzept, das noch unter dem Arbeitstitel  "Küstenwelten"  läuft, geht nun in die Umsetzungsphase. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Dauerausstellung. Im Laufe des Jahres 2013 ist als zweite Stufe  ein Neubau mit Fahrradstation geplant.

Das Projekt "Küstenwelten" sollte - wie ausführlich berichtet - ursprünglich komplett in einem Neubau entstehen, musste aus finanziellen Gründen aber umgeplant werden. "Dankenswerterweise waren alle beteiligten Förderinstitutionen bereit, die Umplanung zu unterstützen", erklärt die Geschäftsführerin des Natureums, Dr. Clivia Häse. Das Ergebnis sei eine Zweiteilung des Vorhabens. Die neue Ausstellung werde nun im bestehenden Museumsgebäude realisiert, das sich von den Räumlichkeiten in idealer Weise dafür anbiete.

Die neue Dauerausstellung stellt den einzigartigen Reiz der Elbmündung mit ihrer faszinierenden Tierwelt in den Mittelpunkt. Dazu zählen Meeressäuger, Wanderfische und Zugvögel. Thematisiert wird u.a. auch die Bedeutung der Elbe als Lebensader für den Seehandel mit seinen Verflechtungen in die ganze Welt. Für die kleinen Besucher gibt es eine eigene Kinderebene mit lehrreichen Aktionszonen.

Direkt am Elberadweg, dem beliebtesten Fernradweg Deutschlands, sowie an der Deutschen Fährstraße und am Oste-Radweg gelegen, soll vor dem Natureum ein Eingangsgebäude mit Kasse, Sanitäranlagen und Fahrradstation errichtet werden. Der Neubau bietet darüber hinaus auch eine Ausstellungsfläche sowie einen dringend benötigten Mitmachbereich für Gruppenaktionen. Losgehen soll es, sobald die letzten Fördermittel bewilligt sind und das Wetter den Baubeginn erlaubt.

Finanzielle Unterstützung erhält das Natureum vom Förderfonds der Metropolregion Hamburg/Niedersachsen, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Kreissparkasse Stade, dem Förderverein des Natureums sowie voraussichtlich von der NBank, bei der das Antragsverfahren noch läuft. "Das Natureum stellt Schülerinnen und Schülern wichtige themenorientierte Lernmodule zur Verfügung, die in den Kontext Bildung für nachhaltige Entwicklung passen", kommentierte der Landtagsabgeordnete Kai Seefried (CDU) die Entscheidung von Kultusministeriums, dass das Natureum jetzt ein offizieller außerschulischer Lernort wird. Seefried hatte sich dafür besonders engagiert. 


Eine Million Euro für 
das Projekt "Oste-Welle"

9. 7. 2012. Ein großer Schritt für das Osteland: 460 000 Euro EU-Mittel hat der Stader Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung für das Projekt "Oste-Welle" freigegeben, den Neubau eines Ausstellungsgebäudes mit Fahrradstation im Eingangsbereich des Natureum Niederelbe. Die Gesamtkosten für Investitionen am "Tor zur Oste" betragen rund eine Millionen Euro. Für die Neukonzeption und Aktualisierung der vorhandenen Dauerausstellung sind  600 000 Euro vorgesehen.

Das Vorhaben "Oste-Welle" direkt am Start-/Zielpunkt des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Neuhaus ist nach Auffassung der AG Osteland ein "touristisches Schlüsselprojekt für die gesamte Osteregion" (siehe nächsten Text). 


AG Osteland befürwortet
Pläne für die "Oste-Welle"


Neue Pläne: Oste-Halbinsel mit Natureum

22. 6. 2012. Als "Schlüsselprojekt für die gesamte Osteregion" mit positiver Ausstrahlung bis hinein in den Landkreis Rotenburg wertet die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. ein neues touristisches Vorhaben an der Mündung des längsten Nebenflusses der Niederelbe: Am Natureum Niederelbe in Balje, unmittelbar an der Grenze zwischen den Landkreisen Stade und Cuxhaven, werden zurzeit Pläne für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes mit Fahrradstation unter dem Namen "Oste-Welle" erarbeitet.

Geplant ist neben einer neuen Dauerausstellung, deren Kernthema das Elbästuar sein wird, ein Fahrradstützpunkt mit Rastmöglichkeit, Shop, WC- und Duschanlagen, für das sich das Natureum zurzeit ebenfals um Fördergelder bemüht - mit ausdrücklicher Unterstützung der rund 500 Mitglieder starken AG Osteland: Der Verein verspricht sich von einem attraktiven "Tor zur Oste" gute Chancen, den noch vor einiger Zeit weithin unbekannten Fluss zum "touristischen Rückgrat des Elbe-Weser-Dreiecks" zu entwickeln.

In einer Stellungnahme zu dem Bauvorhaben auf der Ostehalbinsel hebt die "Lobby für die Oste" hervor, dass das Natureum heute bereits wichtiges Etappenziel stark frequentierter Fahrradrouten sei, darunter des Elberadwegs und der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel. Zusätzliche Bedeutung im Wachstumssegment Fahrradtourismus komme, so Osteland-Vorsitzender Jochen Bölsche, dem Natureum als Start- bzw. Zielpunkt des neuen Oste-Radwegs Tostedt - Neuhaus (Natureum) bei.


Natureum-Geschäftsführerin Dr. Häse

Die im Mai offiziell freigegebene "Seelenbaumelroute" ist von Mitgliedern des ADFC und der Arbeitsgemeinschaft Osteland entwickelt und in Kooperation mit dem TouROW Rotenburg/Wümme, der Gemeinde Tostedt (Landkreis Harburg) sowie den Samtgemeinden Sittensen, Zeven und Selsingen und der Stadt Bremervörde (Landkreis Rotenburg) ausgeschildert worden. Beworben wird die Route von der Quellregion bis zum Natureum unter anderem mit einer jüngst in einer Auflage von 35.000 Exemplaren erschienenen, kostenlos abgegebenen Radwanderkarte der AG Osteland und auf der Website www.oste-radweg.de. 

Jede Attraktivierung des Natureums als Ausgangs- bzw. Endpunkt dient nach Auffassung der AG Osteland zugleich der Weiterentwicklung des 145 Kilometer langen Flussradwegs und damit dem sanften Tourismus im gesamten Osteland, also dem landschaftlich reizvollen, aber strukturschwachen mittleren Drittel des Elbe-Weser-Dreiecks.

Zugleich bewirke ein Fahrradstützpunkt an der Flussmündung eine Aufwertung der 2004 von der AG Osteland eröffneten Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel, deren Streckenverlauf zwischen Balje und Bremervörde identisch ist mit dem Nordteil des neuen Oste-Radwegs. Das Natureum Niederelbe bildet, ebenso wie die Elbfähre Glückstadt - Wischhafen und die Brunsbütteler und Kieler Kanalschleusen, eine der vier wichtigsten "Drehscheiben" der 250 Kilometer langen maritimen Route, die Oste und Ostsee verbindet.

Zugleich mit der Fahrradstation bereitet das Natureum derzeit eine Neukonzeption der Dauerausstellung vor, die außer der Elbmündung auch dem Vogelzug gewidmet sein soll. Damit will das Naturkundemuseum, so Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse, ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln: "Das Thema einer gezeitenbeeinflussten Flussmündung ist in keiner vergleichbaren Einrichtung bisher bearbeitet worde."


Natureum: So soll es
jetzt weitergehen


Natureum-Leiterin Dr. Clivia Häse

15. 3. 2012. Das Natureum Niederelbe erhält eine neue Dauerausstellung: Im Hauptgebäude des Museums können Besucher künftig eine begehbare Landschaft der Elbmündung erkunden und die Routen der heimischen Zugvögel an ferne Küsten verfolgen. Auch der Eingangsbereich zum Gelände wird attraktiver gestaltet. Direkt am Elberadwanderweg gelegen, soll dort eine Fahrradstation für Radwanderer entstehen. 

Nachdem das neue Konzept für die Weiterentwicklung des Natureums bereits vom Kuratorium grünes Licht erhielt, stellte Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse es am Mittwoch dem Kulturausschuss des Landkreises Stade in seiner jüngsten Sitzung vor. "Der neue Entwurf ist ein Gesamtkonzept für die ganze Einrichtung Natureum Niederelbe und bezieht auch das Gelände und den jetzigen Bestand mit ein", betonte Häse, die das Konzept gemeinsam mit ihrem ehrenamtlich tätigen Vorstandskollegen Eike Ingwer Schmidt entwickelt hat. 

Das Projekt, das noch den Arbeitstitel "Küstenwelten" trägt, werde fortgesetzt, so Häse. Der Plan, einen Neubau für die geplante Ausstellung zu errichten, sei nun aber endgültig aufgegeben worden. Stattdessen werde die attraktive neue Ausstellung im bestehenden Gebäude realisiert. Alle Fraktionen im Ausschuss sicherten ihre Unterstützung für den neuen Kurs zu.

Für das Kuratorium und den Kreiskulturausschuss hatte Häse eine gute Nachricht: "Alle Geber von Fördergeldern sind weiterhin grundsätzlich bereit, Mittel für das Projekt auch bei geändertem Konzept zur Verfügung zu stellen." Das Konzept sieht vor, die in Aussicht gestellten Fördergelder auch künftig für die touristische Aufwertung der strukturschwachen Region einzusetzen. Als besonders reizvoll für den Standort des Natureums zeige sich die einmalige Kombination von Vogelbeobachtung, Schiffstourismus und Radwandern

Die Pläne für die neue Fahrradstation vor dem Eingang würden mit dem Tourismusverband des Landkreises abgestimmt, sagte Häse. Darüber hinaus werde der gesamte  Eingangsbereich zum Gelände, zu dem künftig  auch Kasse und Shop gehören, verbessert. 

Im übrigen soll die pädagogische Arbeit des Natureums durch zusätzliche Maßnahmen gestärkt werden. In diesem Zusammenhang werden ein Schülerlabor sowie ein attraktiver Mitmachbereich auf dem Gelände entstehen.  Momentan laufe ein Antrag auf Anerkennung als außerschulischer Lernort, berichtete Häse den Kulturausschussmitgliedern.

Doch zunächst geht die Leitung des Natureums an die Umsetzung des Konzepts. Im Herbst dieses Jahres soll der Umbau starten. Dafür muss das Museum im Winter 2012/13 voraussichtlich komplett geschlossen werden. Im Frühjahr 2013 soll das Natureum nach erfolgtem Um- und  Ausbau wiedereröffnet werden. Voraussetzung dafür sei die zügige Realisierung der einzelnen Planungs- und Bauschritte, sagte Clivia Häse: "Wir dürfen nun keine Zeit mehr verlieren."


Neubeginn nach dem
Nein zur Meerassel

22. 2. 2012. Zehn Jahre lang waren im Kreis Stade Pläne geschmiedet worden für eine Modernisierung und Erweiterung des Natureums Niederelbe in der Ostemündung (Projekt "Küstenwelten"). Als unmittelbar vor dem Baubeginn der "Küstenwelten"-Halle die Kreissparkasse Stade wegen mangelnder Sicherheiten einen Kredit verweigerte, wurde das 2,5-Millionen-Vorhaben jäh gestoppt - zum Verdruss vieler Natureum-Freunde vor allem aus dem Osteland, die das Natureum als wichtigen Tourismusmagneten schätzen. Die breite Sympathiewelle für das Naturkundemuseum weckte um die Jahreswende Hoffnungen, dass der Landkreis doch noch eine Lösung finden könnte.

Doch die jüngste Kreistagssitzung brachte nun das Aus für die geplante "Küstenwelten"-Halle in Form einer Meerassel (Foto). Ein Antrag der Grünen, den Bau der neuen Halle in Balje mit 200 000 Euro aus der Kreiskasse zu unterstützen, wurde am Montag mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Mehrheit des Kreistages setzt auf ein verschlanktes Modernisierungskonzept: Die "Küstenwelten"-Ausstellung soll nicht in einem Hallen-Neubau, sondern im Gebäudebestand eingerichtet werden. 

"Wir brauchen solche 
Leuchtturmprojekte"

Wichtige Geldgeber wollen mitziehen. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Heino Baumgarten zeigt sich in einer Erklärung zuversichtlich, dass mit einem Kreis zuschuss von 350.000 Euro sowie Geldern u. a. von EU und Bundesumweltministerium insgesamt eine Million Euro zur Verfügung stehen. Für die Region Nordkehdingen sei es wichtig, dass die Umgestaltung des Museums nun richtig Fahrt aufnehme: "Wir brauchen für die Region solche Leuchtturmprojekte."

Begründet worden war die Ablehnung des Hallenneubaus  im Kreistag mit Finanzproblemen. "Mit Blick auf den Haushalt müssen wir gemeinsam auf die Spaßbremse treten", erklärte der Finanzausschuss-Vorsitzende Johann Schlichtmann (Freie Wählergemeinschaft). Für seine Wortwahl wurde der Bürgermeister von Oldendorf von etlichen Rednern gerügt: "Ich weiß nicht, wo dieser Haushalt Spaß macht", sagte Klaus Quiatkowsky, Finanzexperte der SPD-Fraktion. - Zum Neustart der Planungen hat der Kreistag am Montag seine Plätze im Kuratorium neu besetzt. Die CDU schickt Horst Wilkens aus Wischhafen und Landrat Michael Roesberg. Die SPD wird weiterhin durch Heinrich von Borstel und die Newcomerin Martina Pfaffenberger (Foto) in der Natureum-Stiftung vertreten. Die Grünen-Fraktion entsendet Ursula Männich-Polenz.

"Natureum und Kreis
vergeben Chancen" 


Küstenwelten-Verfechterin von Zedlitz

24. 2. 2012. In einer Presseerklärung - verantwortlich: Maike von Zedlitz und Marlies Oschmann - beklagt die private Initiative "Pro Küstenwelten" das Nein des Stader Kreistages zur ursprünglich geplanten Form der Natureum-Erweiterung. In der Erklärung heißt es wörtlich: 

"Das Natureum Niederelbe in Balje ist weit über den Landkreis Stade hinaus beliebt. Aus dem Kreis seiner Freunde bildete sich im vergangenen Jahr die Initiative Pro Küstenwelten, um das gleichnamige große Neubauprojekt für die Zukunft des Natureums zu retten. Jetzt hat die Stiftung Natureum in einem dritten Anlauf statt des Projekts Küstenwelten drei kleine Teilprojekte beschlossen. Die Initiative befürchtet den Beginn einer Schrumpfkur für die Einrichtung an der Ostemündung.

Ursprünglich war ein attraktiver Neubau (Meerrassel) mit einer überregional bedeutsamen Ausstellung (Küstenwelten und Elbmündung) geplant. Damit sollten das Natureum und der Elbe-Küsten-Park eine nachhaltige Zukunft und ein betriebswirtschaftlich sicheres Fundament bekommen. Das Natureum sollte ein 'Deutsches Küstenmuseum' werden. Davon ist wenig übrig geblieben. Eine große Chance für das Elbe-Weser-Dreieck, die einmal zu Greifen nah war, ist aufgegeben. 

Im Sommer 2010 hatte die Stiftung für ihr Projekt Küstenwelten die Zusage von über einer Million Euro Fördergelder erhalten. Gebäude (Meerassel) und Ausstellung 'Küstenwelten und Elbmündung' waren finanziert und genehmigt. Aufgrund personeller Veränderungen plante  die Stiftung jedoch im Winter 2010 das Projekt und die Ausstellung neu. Das Ergebnis wurde ein Jahr später im November 2011 bekannt: Der Vorstand musste das endgültige Aus für das Projekt Küstenwelten erklären, weil die Kosten davon gelaufen waren. In einem dritten Anlauf werden jetzt Teile des Projekts auf den Weg gebracht: eine Eingangshalle mit Shop, die Teilentkernung des Natureums mit dem Einbau der Ausstellung  'Elbmündung' als Ersatz für die bisherige Dauerausstellung und schließlich ist ein Café im Einfamilienhaus am Sperrwerk geplant.

Nach dem Scheitern des attraktiven Neubauprojekts (Meerassel mit Küstenwelten und Elbmündung) hat der Landkreis Stade leider seine Stiftung nicht unterstützt und sich nicht an einer Finanzierung beteiligt. Die Haltung der Kreisgremien, keine zusätzlichen Gelder bereitzustellen ist aus unserer Sicht kurzsichtig. Denn ohne attraktiven Neubau wird das Natureum langfristig nicht im Wettbewerb der Freizeiteinrichtungen bestehen und Besucher an sich binden können. Wir befürchten als Konsequenz des kurzfristigen Sparens ein langfristiges Zahlen für den Kreis: Die Einrichtung wird mit mehr Geld subventioniert werden müssen. 

Die Initiative Pro Küstenwelten hat den großen Neubau einer Halle angestrebt, um die langfristige Zukunft der Einrichtung zu sichern. Trotz der neuen Beschlüsse schaut die Initiative aber nun nach vorne und wird selbstverständlich die weitere Entwicklung der Einrichtung mit Interesse und entsprechend ihren Möglichkeiten begleiten. Sie fühlt sich mit dem Natureum verbunden. Auch in den zu erwartenden schwierigen Zeiten werden wir das Natureum Niederelbe weiter unterstützen. Die Initiative pro Küstenwelten hat mit der AG Osteland bereits eine Welle der Sympathie für das Natureum in Gang gesetzt. Diese sollte nicht die letzte sein."


Kuratorium vom
Kreistag brüskiert


Grünen-Fraktionschef Ulrich Hemke

8. 2. 2011. Mit Unverständnis hat der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stader Kreistag, Ulrich Hemke, auf einen am Montag gefaßten Beschluss reagiert: Der Stader Kreisausschuss hat, wie schon zuvor der Finanzausschuss, die Anträge der Grünen zum Natureum Niederelbe (wie auch gegen einen zusätzlichen Autobahnanschluss über die Rübker Straße in Buxtehude) abgelehnt. Hemke: "Damit erhält das Natureum vom Landkreis kein Geld für jene Investitionen, welche das Kuratorium - in welchem die Grünen bisher nicht vertreten sind - seit mehr als einem Jahrzehnt für unabdingbar gehalten hat." 

Laut Hemke ist die Absage an die vom Kuratorium befürwortete Investition "im Grunde ein Affront gegen die Mitglieder des Kuratoriums – dabei wird sonst vom Landrat und von den Vertretern der CDU und SPD gefordert, man solle den vom Kreistag in Aufsichtsräte entsandten Mitgliedern, zumeist von CDU und SPD, vertrauen" (weiterlesen hier).

Am Montag, 13. Februar, will das durch den Beschluss brüskierte Kuratorium des Natureums unter Vorsitz von Heinrich von Borstel (SPD) über das weitere Vorgehen beraten. 

Die Baljer Initiative "Pro Küstenwelten" um Maike von Zedlitz und Marlies Oschmann, die an dem Hallenneubau-Projekt festhält, sich am Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr, im Gasthaus "Zur Post" in Oederquart zu ihrer 8. Sitzung. 

Unterdessen wird hinter den Kulissen des Natureums dem Vernehmen nach darüber beraten, wie statt der vom Kreisausschuss verworfenen Küstenwelten-Halle eine "kleine Lösung" zur Attraktivierung des Küstenmuseums realisiert werden kann, ohne die für die "große Lösung" bereits avisierten Fördergelder aufs Spiel zu setzen.

Bei einer Unterschriftensammlung der AG Osteland hatten sich rund 350 Persönlichkeiten, darunter 15 Bürgermeister, dafür eingesetzt, die Zukunft des Natureums durch Erweiterung und Modernisierung nachhaltig zu sichern. Mehr auf unserer Seite www.tor.zur.oste.de.


Natureum am 16. Januar 
Thema im Stader Kreistag


Heimat-live-Reporter Wagner in Osten

11. 1. 2012. Der Kampf um das Natureum Niederelbe nähert sich einer entscheidenden Phase: In wenigen Tagen, am Montag, 16. Januar, 8.30 Uhr, befasst sich der Finanzausschuss des Stader Kreistags mit der kürzlich auf Eis gelegten Erweiterung des Naturkundemuseums in der Ostemündung um das Projekt "Küstenwelten".

Entsprechend stark ist das Medieninteresse. Gegenüber dem TV-Sender Heimat live unterstrich der Vorsitzende der AG Osteland, Jochen Bölsche, am Mittwoch in Osten die Bedeutung des Natureums "als - neben der Schwebefähre - wichtigster Tourismusmagnet des Ostelandes" und als "kultureller Leuchtturm" der Region. Im Interview mit Reporter Matthias Wagner forderte er, der Landkreis Stade müsse seiner Verantwortung nicht nur für den "Speckgürtel" nahe Hamburg, sondern auch für die strukturschwache Region Kehdingen-Oste gerecht werden.

Unter der Überschrift "Initiative kämpft für Küstenwelten" berichtet das Hamburger Abendblatt über den "Baljer Appell" der AG Osteland und die Aktivitäten der Initiative "Pro Küstenwelten" für ein zukunftsfähiges Natureum. In einem Kommentar fordert Abenblatt-Autor Lars Koch, "im Mittelpunkt aller Überlegungen" der Kreispolitiker müsse stehen, "das Natureum wieder attraktiver zu machen". Außerdem dürften "die bereits zugesagten Fördermittel, immmerhin eine Million Euro, nicht verloren gehen".


"Ratzfatz aus - das 
versteht kein Bürger"


Mahnt zur Gemeinsamkeit: Heinrich von Borstel

3. 1. 2012. Heinrich von Borstel, der große alte Mann der Kehdinger Politik, redet Klartext: Das Natureum Niederelbe habe dann eine Zukunft, wenn die Unterstützer über die Parteigrenzen hinweg "eine gemeinsame Sprache sprechen" und sich im Kreis Stade für die baldige Umsetzung des bereits vorliegenden Erweiterungskonzepts ("Küstenwelten") einsetzen. Damit warnte der langjährige Bürgermeister, Landtags- und Kreistagsabgeordnete am Dienstagabend davor, weitere Jahre in Planungsarbeiten zu investieren - mit unklaren Kosten und mit ungewissem Ausgang.

Starke Unterstützung fand der Sozialdemokrat von Borstel, Vorsitzender des Tourismusvereins Kehdingen, bei der jüngsten Sitzung der Natureum-Freunde im Oederquarter Gasthof "Zur Post" bei dem kämpferischen Baljer Bürgermeister Hermann Bösch (CDU): Der Landkreis Stade müsse jetzt sein "Wort halten" und die vorliegenden Natureum-Pläne umsetzen, statt das strukturschwache Kehdingen "fallen zu lassen". Bösch: "Da wurde 10 Jahre geplant, plötzlich heisst es - ratzfatz - keine Bürgschaft möglich, das versteht kein Bürger."


Aufmerksamer Zuhörer: CDU-MdL Seefried (l.)

Vor dem "größten anzunehmenden Schildbürgerstreich" warnte namens der AG Osteland deren Vorsitzender Jochen Bölsche in der von Maike von Zedlitz (l.) und Marlis Oschmann (r.) geleiteten Sitzung der Initiative "Pro Küstenwelten": Werde das fertig durchgeplante und schon baugenehmigte Projekt jetzt zu den Akten gelegt, seien nicht nur die Planungskosten perdu (rund 200.000 Euro) und die zwar bewilligten, aber befristeten Fördermittel (über eine Million Euro) gefährdet. 

Angesichts bereits jetzt rückläufiger Besucherzahlen stehe, wenn es nicht rasch zu der dringend notwendigen Neugestaltung komme, sogar die Zukunft des Küstenmuseums auf dem Spiel, das als Tourismusmagnet und kultureller Leuchtturm für die strukturschwache Region nicht ersetzbar sei.


SPD-Politikerinnen Tiemann und Pfaffenberger

Während der Abgeordnete Kai Seefried (CDU) unter Hinweis auf die Finanzlage des Kreises "Wasser in den Wein" der Hoffnung auf rasche Realisierung des Projekts Küstenwelten in der vorliegenden Form goss, machte sich seine Landtagskollegin Petra Tiemann (SPD), flankiert von der Parteifreundin und Kreistagsabgeordneten Martina Pfaffenberger, dafür stark, alternative Finanzierungsquellen zu sondieren. 

Der Grünen-Kreisfraktionschef Ulrich Hemke (Foto) wiederum forderte den Landkreis auf, "Farbe zu bekennen" und - nicht zuletzt wegen seiner Ausgleichsfunktion - das vorliegende Konzept zeitnah umzusetzen. In der Runde der Natureum-Freunde wuchs - auch angesichts der breiten Zustimmung zum Baljer Appell - die Hoffnung, dass das vor zwei Monaten konstatierte "endgültige Aus" für die Küstenwelten-Erweiterung vorschnell verkündet worden ist. Nach dem Kulturausschuss könnte auch der Finanzausschuss des Kreises am 16. Januar ein positives Votum abgeben, hofft der Grüne Hemke. 

Er zitierte dazu eine leicht optimistisch stimmende schriftliche Äußerung des parteilosen Landrats Michael Roesberg: "Vielleicht geht ja doch noch alles gut." 


Warum droht das Projekt
Küstenwelten zu platzen?


Fehlentscheidungen bedrohen das Natureum

22. 12. 2011. Massives politisches Versagen der Stader Kreispolitik bedroht - wie ausführlich berichtet - die Existenz des Natureums Niederelbe, des kulturellen Leuchtturms im nördlichen Osteland. In einer Stellungnahme für die Regionalpresse äußert sich Gunter Gärtner aus Balje (siehe NEZ-Porträt "Vom Boxer zum Grundschullehrer") zum aktuellen Kampf vieler Bürger um die Zukunft des Küstenmuseums

"Viele Jahre habe ich mit meiner Familie und Freunden das Natureum in Balje besucht und wir erlebten immer einen rundum gelungenen Ausflugstag. Seit einiger Zeit verfolge ich die Berichte über das Naturkundemuseum und muss meiner Veränderung darüber Ausdruck geben, dass hier neuerdings seltsame Wege beschritten werden. 

Wie ist es möglich, dass nach zehnjähriger Planung das Projekt "Küstenwelten" als Neubau einer Ausstellungshalle und neuer attraktiver Impuls im Eingangsbereich des Natureums platzen konnte? Die Einrichtung hat in den letzten Tahren Einsparungen durchgeführt, um Eigenmittel von rund  350.000 Euro bereitstellen zu können - als Voraussetzung für Fördergelder. Diese stehen seit einem Jahr in Höhe von einer Million Euro zum Abruf bereit.

Was seitdem folgte, ist wirklich erstaunlich: Obgleich alle Genehmigungen für Hallenbau und Ausstellung vorlagen, wurde ein Großteil der Eigenmittel durch eine veranlasste Neuplanung aufgebraucht und die Kosten für den Neubau stiegen erheblich. Dies führte schließlich zu seiner Absage.

Im Eingangsbereich bleibt eine Schneise der Verwüstung durch bereits abgeholzte Bäume an der Stelle, an der die Halle "Küstenwelten" geplant war. Das Schild mit dem Hinweis darauf wurde abgebaut. Glücklicherweise haben sich viele Bürger der Initiative Pro Küstenwelten, die AG Osteland, Gewerbetreibende und Politiker aller Parteien für den Neubau entschieden und kämpfen gegen seine Versenkung.

Was könnte der Neubau bewirken?

> Den Tourismus in der Region fördern.

> Als Besuchermagnet für unsere Region attraktiver werben.

> Das Natureum nachhaltig stärken und zu seiner Wertschöpfung beitragen.

Als Einwohner von Balje fühle ich mich sehr betroffen von den derzeit negativen Maßnahmen und hoffe auf eine gute Wendung für die Halle "Küstenwelten". Das Natureum hätte eine außerordentliche finanzielle  Unterstützung durch den Landkreis für den Neubau verdient. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die zuständige Verwaltung bewusst unsere Region ins Abseits stellen möchte."


Kreispolitik soll dem
Küstenmuseum helfen


Rademacher, Bösch, von Borstel, Hemke

13. 12. 2011. "Die auf Tourismus und Strukturhilfe angewiesene Region Kehdingen-Oste braucht dringend ein attraktives Natureum Niederelbe, das in die gesamte Osteregion ausstrahlt." Mit diesen Worten appelliert die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V. an die Mitglieder des Stader Kreistages, die im neuen Jahr über die Zukunft des Küstenmuseums in Balje befinden wollen, sich für eine nachhaltige Sicherung und Erweiterung des größten Naturkundemuseums im Elbe-Weser-Dreieck einzusetzen.


Grünen-Spitzenpolitiker Hemke (Interview hier)

Der 2. Vorsitzende der AG Osteland, Walter Rademacher aus Neuhaus (Landkreis Cuxhaven), überreichte am Nikolaustag im Baljer Gasthaus "Zwei Linden" den bereits von 240 Bürgern - darunter Dutzende von Vereinsvorsitzenden aus dem Osteland - unterzeichneten Baljer Appell an drei prominente Kommunalpolitiker aus der Region, denen er zugleich für Unterstützung dankte: Hermann Bösch (CDU), Bürgermeister der Natureum-Gemeinde Balje, Heinrich von Borstel (SPD) aus Wischhafen, Vorsitzender des Natureum-Kuratoriums des Stader Kreistags, sowie Ulrich Hemke, Fraktionschef der Grünen im Stader Kreistag.

Hemke hatte sich im November im Finanzausschuss des Kreistages mit Unterstützung der SPD dafür eingesetzt, mit Hilfe von Kreisgeldern und eines von Fördermittelgebern schon genehmigten Millionenzuschusses die Erweiterung des Natureums um eine bereits baugenehmigte "Küstenwelten"-Halle zügig zu realisieren. 

Zu den Initiatoren des "Baljer Appells", der die Kreistagsinitiative unterstützt, zählen unter anderem der Natureum-Vorsitzende und Verwaltungsgerichtspräsident a. D. Eike Ingwer Schmidt (Stade), Maike Freifrau von Zedlitz (Balje-Hörne) von der Initiative "Pro Küstenwelten" und der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten).


Warum wir für das
Natureum kämpfen


Von Jochen Bölsche, Vorsitzender der AG Osteland

Das Natureum Niederelbe ist durch seine einmalige Lage an der Elb- und Ostemündung von der Natur aufs Schönste begünstigt, zugleich aber von der Politik massiv benachteiligt. Denn das Küstenmuseum ist zwar das Tor zum Osteland, dem Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks, aber gefühlte Lichtjahre weit entfernt von den Entscheidungsträgern in den Kreisstädten Stade und Cuxhaven. Es läuft daher Gefahr, von Kreispolitikern als Randerscheinung vernachlässigt zu werden - bis hin zur Existenzgefährdung.


Natureum (x): Weit weg von den Kreisstädten

Der Grund dafür, dass das Natureum links des Grenzflusses Oste liegt und dennoch zum Kreis Stade zählt, liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück: Für den Bau des Ostesperrwerks (fertiggestellt 1968) wurde die Mündung des Flusses um ein paar hundert Meter nach Osten verlegt - nicht aber die Kreisgrenze, die weiterhin im alten Flussbett verläuft.


Natureum (x): Linkes Ufer, trotzdem STD

Diese Kuriosität fördert in der Kreispolitik das Kirchturmdenken. Trotz der enormen Bedeutung des Natureums für beide Nachbarregionen weigert sich der Landkreis Cuxhaven seit Anbeginn, zur Unterhaltung des Tourismusmagneten beizutragen. In dem von den Abgeordneten aus dem Süd- und Westkreis dominierten CUX-Kreistag hatte das Natureum bislang nie eine Lobby. 

Auch im Kreis Stade, in dem die Vertreter des Speckgürtels im Hamburger Umland häufig den Ton angeben, hält sich, zumal in Zeiten verstärkter Konkurrenz um kommunale Gelder, die Bereitschaft in Grenzen, die notwendigen Zukunftsinvesitionen in der abgelegenen "Kehdinger Prärie" (Stader Tageblatt) zu tätigen - obgleich EU, Bund und anderen Fördermittelgeber zugesagt haben, über 85 Prozent (!) der Baukosten zu tragen. 

So viel Schinken
und keine Wurst

Damit bahnt sich ein Schildbürgerstreich an: Der Kreis Stade scheint ausgerechnet an jener sprichwörtlichen Wurst sparen zu wollen, die er braucht, um nach dem Schinken zu werfen... Leidtragende der Lage im politischen Niemandsland der Oste-Halbinsel sind die Menschen in der ohnehin wirtschaftsschwachen Flussregion. 


Von Behörden aufgegeben, dennoch gerettet:
Schwebefähre Osten, Alter Leuchtturm Balje

Von Behörden aufgegeben, dennoch gerettet:
Prahmfähre Brobergen, Kornspeicher Freiburg

Dass sich ihre Vertreter jetzt so einmütig für eine Sicherung und für eine Auffrischung des in die Jahre gekommenen Natureums einsetzen, hat gute Gründe. Sie alle haben in den letzten Jahren die Erfahrung gesammelt: Ohne ein starkes Engagement mutiger Bürger gerade am Rande der Landkreise, am Ufer von Oste und Elbe, hätten die politisch Verantwortlichen in Cuxhaven bzw. Stade den weiteren Niedergang hingenommen. Ja, sie hätten

> den schon zum Abriss ausgeschriebenen historischen Hafenspeicher in Freiburg aufgegeben, 

> das wegen Baufälligkeit bereits stillgelegte potentielle Weltkulturerbe Schwebefähre verkommen lassen, 

> die von Ausdeichung massiv bedrohte Prahmfähre in Brobergen dem Schrott überlassen,

> den von Verfall gezeichneten historischen Baljer Leuchtturm von 1904 vollends zur Ruine werden lassen.

In allen genannten Fällen (die Reihe ließe sich verlängern) haben die Verantwortlichen in der Ferne erst reagiert, als sich Bürger vor Ort gewehrt haben. 

Möglichst bald die 
Perle aufpolieren

Heute sind die geretteten Bauwerke allesamt Schmuckstücke und Anziehungspunkte in einer Region, die, neben der Landwirtschaft, mehr und mehr auf den Tourismus angewiesen sein wird - und damit auch auf die Perle von Ostemünde, ein Natureum, das nicht kaputtgespart, sondern baldmöglichst liebevoll aufpoliert wird für die gewachsenen Ansprüche einer neuen Generation von Feriengästen im Cux- und Osteland.


Natureum: Was
bislang geschah

Erst totgesagt, jetzt neue Hoffnung? - Eine Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Wochen im Kampf um die Zukunft des Natureums, des wohl wichtigsten touristischen Entwicklungsprojekts für die Region Kehdingen-Oste


Erst gefeiert, dann verraten: Heinrich von Borstel

4. 12. 2011. Zu den engagiertesten und renommiertesten Förderern des Natureums Niederelbe zählt seit Anbeginn Heinrich von Borstel, 75, Vorsitzender des Tourismusvereins Kehdingen, langjähriger Landtags- und Kreistagsabgeordneter sowie erst jüngst verabschiedeter Bürgermeister von Wischhafen und Vorsitzender des Natureum-Kuratoriums. 

Noch vor vier Wochen, als sich der populäre Sozialdemokrat aus Altersgründen nach vier Jahrzehnten aus der aktiven Kreispolitik zurückzog, wurde er als hochverdientes "Kehdinger Urgestein" gefeiert.

Wenige Tage später jedoch erreichte ihn die überraschende Nachricht, dass das Natureum-Projekt "Küstenwelten", das er seit zehn Jahren gefordert und gefördert hatte und das kurz vor der Verwirklichung stand, hinter seinem Rücken abrupt gestoppt worden war. 

"Mr. Natureum" muss diesen Rückschlag als einen Verrat an seinem Lebenswerk empfunden haben. Was war da gelaufen?

Weiterlesen bitte hier.


Aufmerksamkeit 
auch an der Quelle


Auch 150 Kilometer stromaufwärts weckt das
Thema Natureum Aufmerksamkeit: 
Ausschnitt aus "Treffpunkt Sittensen" - lesen


Sympathie-Tsunami
erfasst Cadenberge


Cadenberger Bürgermeister Wolfgang Heß

2. 12. 2011. Der vielzitierte "Tsunami der Sympathie" für ein lebendiges, zukunftssicheres Natureum Niederelbe hat auch den rührigen Gewerbeverein Cadenberge ("Cadenberge - alles da, alles nah") erfasst. Der Verein tagte jetzt unter seinem Vorsitzenden, dem neuen Bürgermeister Wolfgang Heß, der selber zu den Erstunterzeichnern des "Baljer Appells" (Wortlaut) zählt. Binnen 24 Stunden kamen in Cadenberge und umzu über 50 weitere Unterschriften für den Aufruf zusammen, die der Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister Matthias Holl (Foto)  der AG Osteland übergab.

Ersttagsunterzeichner des "Baljer Appells" aus dem Raum Cadenberge: Stefan Hesse (CCV-Computer-Service), Olaf Rath (Tischlerei), Volker Hellweg (Rechtsanwalt und Notar), Bernd Hunger (Drogerie), Ralf Drossner (Wingst), Christiane Pape (Stroffart), Dagmar Stelling (Kfz-Meisterin), Birgit Mahler (Büroangestellte / Küchenstudio), Norbert Mahler (Geschäftsführer / Küchenstudio), Eva Wirth (Haku), de Vries (Landwirt), Dörte Ramm (selbständige Floristin), Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister Matthias Holl und Margret Holl, Florian Holl, Benjamin Holl (EP:Holl), Monika und Söhnke Sandmeyer (Elektro Sandmeyer), Sascha Schlüer (Fahrrad-Halle), Bernd Pape, Michael Diehr (Versicherungskaufmann), Inge und Bernd Liewke (Taxi), Werner Sietas (Raumausstattermeister), Jens Heller (Fliesenlegermeister), Knut Senftleben (Klavierbaumeister), Gudula Senftleben (Diplommusiklehrerin, Pianistin), Michael Fernandes Lomba / Marc Jakobigk (Elbe-Weser aktuell), Peter Raufer (Wingst), Dirk Blockhaus (Fischräucherei), Heinz Söhl (Küster) und Marita Söhl, Lutz Küther (Angestellter), Jörn Nagel (Landwirt), Harro Taube, Dirk Umlandt (Angestellter), Ulrike Umlandt (Pflegefachfrau), Gabriele Kölln (Angestellte), Gastwirt Jörg Kaphingst (Restaurant Luv, Krummendeich), Werner Schmidt, Patrick Fastert (Fleischerei-Azubi), Hannelore und Erich Jacob, Birgit Gerdts, Inge Meyn, Gudrun Käsler, Karin Jungclaus, Anke Maler, Anna Söhl (Kauffrau für Bürokommunikation), Dipl.-Kauffrau Tanja Quaas (Steuerberaterin), Marlit Schmidt (Buchhalterin).


Weitere Unterzeicher
der ersten Stunden

Weitere Unterzeichner: Gerd Drewes (Hemmoor; Foto), Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Cuxhaven, Radio-Fernsehtechniker Bernd Gooß (Geversdorf), Verwaltungsangestellte Helga Müller (Wischhafen), Kaufmann Claus Lemke (Oberndorf), Hans Gerhard Alstedt (Hechthausen), Rentner Emil Schildt (Oberndorf), Jürgen Behrens (Osten), Fachanwältin Ilse Rohr (Oberndorf), Barbara Behrens (Hamburg), Beamter a. D. Manfred Heinisch (Oberndorf), Grundschullehrerin Ilona Appel (Wingst), Rentner Hannes Schwäger (Oberndorf), Uli Beushausen (Cadenberge), Immobilienmakler Reinhard M. Broden(Hechthausen), Steuerberater Ewald Romund (Großenwörden), Wolfgang Rühlmann (Wingst),

Die Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor e.V. hat ssich, so der Vizevorsitzende Karl-Heinz Brinkmann (Foto), der Initiative angeschlossen. Weitere Unterzeichner aus dem Elbe-Weser-Dreieck: Ellen Schaal (Wingst), Kaufmann Friedrich W. Neumann (Geversdorf), Organisationsprogrammierer Walter Zehm (Neuhaus), Rechtsanwalt Peter von Heygendorff (Cuxhaven), Diplom-Sozialpädagoge / Sozialarbeiter und Ratsherr Jan Boris Bollhorn (Neuhaus), Gisela Weidner (Hamburg), Michael Hecke (Neuhaus), Sabina Beushausen (Wingst), Traute Richters-Marunde, kfm. Angestellte (Neuhaus), Peter Richters, Jurist (Neuhaus), Bildhauer und Grafik-Designer Michael Jalowczarz (Horneburg), Günther Behrmann, Museumsleiter a. D. (Bremerhaven), Eybe Schönteich, Handwerker (Hemmoor), Egon und Lisa Junge (Cadenberge), Jörg von See, Freiberufler (Cadenberge).

"Tag der Suppe"
für das Museum?

Unterstützt wird der Appell auch von Anette Minners (Foto) aus Neuhaus (die Mitorganisatorin der "Kulinarischen Meilen" in dem Osteflecken bietet an, mit einem "Tag der Suppe" für das Küstenmuseum zu werben) sowie von Claus Bachmann, Physiotherapeut und Tierphysiotherapeut (Otterndorf), Ursula Kindler, Verwaltungsangestellte (Veringenstadt), Olaf Rennebeck, Archiv- und Museumsangestellter (Cuxhaven), Werksleiter Dipl.-Ing. Michael Heimberg (Stockelsdorf), ehemaliger ehrenamtlicher Vorstand der Stiftung Natureum Niederelbe, Margit Mühlisch (Balje), Mitglied der Fördervereine Baljer Leuchtturm und Natureum, Jörg Anders (Hollern-Twielenfleth), Thomas Schütt (Lamstedt), Barbara Weischer (Neuhaus), Büroangestellte und Moderatorin, Diplom-Bauingenieur (FH) Jens Lüneberg (Großenwörden), Eva Rademacher, Abiturientin (Otterndorf), Britta Morgenstern (Drochtersen), Hofgemeinschaft Aschhorn, Alfred Skarneck, Kaufmann (Langen), Inge Lefevre, Herbert Gronau, Adda Gronau, Dieter Klindworth, Dr. Klaus Lefevre (alle aus der Börde Sittensen), Barbara Oppermann (Bremervörde), Verwaltungsfachangestellter Nils Rust (Cadenberge), Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister, Ferienwohnungsvermieter Heinz-Jürgen Teilmann (Hemmoor), Grafikerin Madeleine Tödter und Cartoonist Tetsche Tödter (Steinkirchen), Gerd Mahler (Neuhaus), Gartenbautechniker, Rentner Heino Nagel (Krautsand), Gerd Bergmann, Bautrocknung (Balje-Hörne), Margot Bergmann, Ferienwohnungen (Balje-Hörne), Sandra und Jacqueline Maciej (Krautsand), Ute Mahler (Drochtersen-Dornbusch), Maike und Kuno von Zedlitz (Balje), Marlis Oschmann (Balje), Gerd Reyelts, Betriebsschlosser (Ihlienworth), ChristianeSchott-Falksohn (Balje), Martina und JensMählmann (Oberndorf-Bentwisch).

Kämpfen für das
Küstenmuseum!


Einige der Initiatoren des "Baljer Appells"

30. 11. 2011. Das Natureum Niederelbe, das wunderbare Küstenmuseum in der Ostemündung, braucht Hilfe! Eine zeitgemäße Erweiterung (Projekt "Küstenwelten") des größten Naturkundemuseums der Region, das für das gesamte Osteland von unschätzbarer Bedeutung ist, scheint gefährdet. Ein gigantischer Schildbürgerstreich bahnt sich an: Alle Baugenehmigungen sowie (fristgebundene) Fördermittel-Zusagen von EU-, Bundes- und Landesinstitutionen in Millionenhöhe liegen vor, aber die vergleichsweise minimale Gegenfinanzierung durch Dritte ist noch nicht gesichert, so dass das Projekt zunächst auf Eis gelegt werden musste.

Für nachhaltige Stärkung
des Naturkundemuseums


Natureum-Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse

Eine Bürgerinitiative "Pro Küstenwelten" hat am Dienstag im Oederquarter Gasthof "Zur Post" beschlossen, einen "Baljer Appell" an die Öffentlichkeit zu richten, der auf eine nachhaltige Stärkung und Zukunftssicherung des Natureums zielt.

Zu den Initiatoren zählen unter anderem der ehrenamtliche Natureum-Vorsitzende und Verwaltungsgerichtspräsident a. D. Eike Ingwer Schmidt (Stade; Foto), Natureum-Geschäftsführerin Dr. Clivia Häse (Balje), Maike Freifrau von Zedlitz (Hörne) vom Förderverein des Natureums sowie der AG-Osteland-Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten).
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Pro Küstenwelten
gab den Anstoß

Das nächste Treffen der Initiative Pro Küstenwelten findet am Dienstag, 6. Dezember, 19 Uhr, im Hotel Zwei Linden in Balje-Hörne statt. Am 15. November hatte sich eine Initiativegegründet. In einer von Maike von Zedlitz (Foto, E-Mail) übermittelten Erklärung werden die Ziele so beschrieben: "Am 7. 11. erreichte uns die Pressemitteilung, dass der geschäftsführende Vorstand der Stiftung Natureum Niederelbe 'das endgültige Ende der neuen Attraktion Küstenwelten' verkündete. Diese Presseerklärung hat uns aufgeschreckt und aktiviert. Dabei ist die einmalige Chance zum Umsetzen des Projekts zum Greifen nah. So stehen seit über einem Jahr eine Million Fördergelder bereit. Diese Million darf nicht für die Museums-Umwelteinrichtung und unsere Region Nordkehdingen verloren gehen.

Mit dem attraktiven Projekt Küstenwelten, einem neuen Ausstellungsgebäud zum Thema Elbmündung und ihrer Verbindung zu anderen Küsten der Welt, können die Besucherzahlen wieder auf 65.000 und mehr gesteigert werden. Dem Natureum und dem Elbeküstenpark gelänge dadurch eine nachhaltige Aufwertung. Zur Realisierung diese großartigen Projekts fehlen ca. 250.000 Euro. Das entspricht ca. 12,5 Prozent des Gesamtbedarfs. Hieran darf Küstenwelten nicht scheitern. Wir appellieren an alle Freunde des Natureums,  gemeinsam mit uns aktiv zu werden."


Kulturausschuss für
Natureum-Stärkung


Stör-Modell im Natureum Niederelbe

Der Kulturausschuss des Stader Kreistages hat sich kürzlich mehrheitlich für das Projekt und damit für eine nachhaltige Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Natureums Niederelbe ausgesprochen. Im Februar entscheidet der Kreistag - siehe Stader Tageblatt. An der jüngsten Kulturausschuss-Sitzung berichtete Karsten Wisser im Tageblatt unter dem Titel "Natureum in Gefahr" unter anderem: "'Der Patient hatte einen Infarkt, aber vielleicht können wir ihn mit ärztlicher Hilfe retten', sagte Hans-Uwe Hansen, SPD-Kreistagsfraktionschef und Mitglied im Kulturausschuss. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen war noch einen Schritt weiter gegangen und hatte die Bereitstellung von 600 000 Euro verteilt auf zwei Jahre beantragt, um den seit zehn Jahren debattierten Hallenneubau zu ermöglichen. ... SPD und Grüne begründeten ihre Bereitschaft, notfalls Geld des Landkreises in das Projekt zu stecken - neben dem Wunsch, dass strukturschwache Nordkehdingen zu stärken - mit finanziellen Erwägungen. 'Rein wirtschaftlich gesehen wäre es sträflich, zugesagte Zuschüsse von einer Million Euro abzulehnen', so Grünen-Fraktionschef Ulrich Hemke." 

In einem Kommentar schrieb Wisser am 24. November: "Die Situation des Natureums Niederelbe ist dramatisch. 40 Prozent Besucher-Rückgang in sechs Jahren und das Projekt, dass den Absturz stoppen soll, ist erst einmal gescheitert – dazu kommt eine veraltete Hauptausstellung und ein Investitionsstau in unbekannter Höhe in den anderen Gebäuden... Wer das Natureum erhalten will, braucht sofort ein Konzept, in dem die inhaltliche Neuausrichtung, die Sanierung der alten Gebäude und die Finanzierung des Neubaus geregelt ist. Wer nur eine dieser Maßnahmen umsetzt, nimmt in Kauf, das in Balje eine Tourismus-Ruine und ein Millionengrab öffentlicher Gelder entstehen kann."

Das Osteland für das Natureum
Osteland-Bürgermeister
unterzeichnen Baljer Appell

Lefèvre (Sittensen), Oppermannn (Bremervörde)

Der Baljer Appell der AG Osteland, der von der privaten Initiative "Pro Küstenwelten" (siehe unten) angeregt worden ist und der hier im Wortlaut steht, ist von vielen Kommunalpolitiker von der Oste - bis hinauf in den Kreis Rotenburg/Wümme - unterzeichnet worden.


Heß (Cadenberge), Schmidt (Hemmoor)

Nahe der Quellregion, in Sittensen, unterstützt  Vize-Bürgermeisterin Ingrid Lefèvre den Appell, in Bremervörde der Zweite Ortsbürgermeister Alexander Oppermann. Im Raum Bremervörde, dessen Einwohner in jüngster Zeit zunehmend die Untere Oste mit Wingster Zoo, Mocambo, Seehundbänken, Natureum und Schwebefähre als Kurzausflugsziel entdeckt haben, engagiert sich Oppermann auch im Vorstand des Kultur- und Heimatkreises.


Schlobohm (Wingst), Schmidt (Hemmoor)

Unterstützt wurde der Aufruf bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung im Internet vom neuen Cadenberger Bürgermeister Wolfgang Heß, von seinen Kollegen Michael Schlobohm (Wingst) und Detlef Horeis (Oberndorf) sowie vom Hemmoorer Vize-Bürgermeister Johannes Schmidt (Bürgerforum), der auch dem geschäftsführenden Vorstand der AG Osteland angehört.


Bauer (SG Hemmoor), Saul (Stadt Hemmoor)

Nicht fehlen darf da Bürgermeister Dirk Brauer (Samtgemeinde Hemmoor). Brauer schreibt:  "Das Natureum ist für alle Gemeinden an der Unterelbe von durchaus großer touristischer Bedeutung. Daher unterstütze ich im Namen der Samtgemeinde Hemmoor die Initiative ausdrücklich. Gleiches versichere ich, gemeinsam mit Bürgermeister Hans Wilhelm Saul, auch im Namen der Stadt Hemmoor. Wir hoffen, dass wir mit unserer öffentlichen Unterstützung ein wenig dazu beitragen können, das Natureum auch zukünftig als touristische Attraktion zu erhalten." 

Hans Wilhelm Saul unterstützt den Appell zugleich in seiner Eigenschaft als Oberdeichgräfe des Ostedeichverbandes, gemeinsam mit dessen Geschäftsführer Ulrich Gerdes (l.). Der Verband  hat zur Zeit 11.500 Einzelmitglieder und betreut 65 Kilometer Ostedeich (Schutzdeich) und 5 Kilometer Elbdeich (Hauptdeich).

"Kultureller
Leuchtturm"


Heinrich von Borstel (Wischhafen)

"Ich unterstütze den Baljer Appell," mailt auch Heinrich von Borstel, Vorsitzender des Touristikvereins Kehdingen und langjähriger Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Wischhafen. Ebenfalls mit dabei: Ehefrau Sigrid von Borstelvom Fördervereins des Natureums. 


Hubert (Osten), Tiedemann (Hechthausen)

Unterschrieben haben den Appell auch Bürgermeister Carsten Hubert aus Osten und sein Kollege Jan Tiedemann aus Hechthausen.Die Gemeinde ist zudem durch den Kreistagsabgeordneten Uwe Dubbert unter den Unterzeichnern vertreten.


Dubbert (Hechthausen), Witt (Großenwörden)

Bürgermeister Bernhard Witt aus Großenwörden (Kreis Stade) verbindet sein Ja zum "Baljer Appell"  mit dem Hinweis, "dass es sicherlich nicht ausreichen wird, wenn sich nur der Stader Kreistag mit dem Thema beschäftigt".

Witt: "Finanzierungen von Projekten dieser Größenordnung kann ein Kreis über seine Mitgliedsgemeinden unmöglich alleine tragen. Daher ist es wichtig, das auch die anderen Kreise im Elbe-Weser-Dreieck das Natureum mit unterstützen." 


Bösch (Drochtersen), Bösch (Balje)

Diese Ansicht vertreten auch viele Politiker aus Kehdingen wie die Bürgermeister (und Brüder) Hans-Wilhelm Bösch aus Drochtersen und Hermann Bösch aus Balje, dem Sitz des Natureums.

Einigkeit über
Grenzen hinweg


Pfaffenberger (SPD), Lafrenz (CDU)

Generell sind sich die Unterstützer über Kreis-, Partei- und Altersgrenzen hinweg einig in der Ansicht, dass das Natureum langfristig erhalten wrrden muss. Die Bandbreite reicht vom Abiturienten Jan Lafrenz (Hemmoor), dem Vorsitzenden der Jungen Union im Land Hadeln, bis zu Martina Pfaffenberger (Wischhafen), Ratsfrau, SPD-Fraktionschefin in der Samtgemeinde Nordkehdingen und Mitglied des Stader Kreistags. 

Martina Pfaffenberger findet die Aktivitäten für das Natureum "ganz toll": "Hoffentlich beteiligen sich noch viel mehr Persönlichkeiten. Vielleicht kann der Landkreis Cuxhaven wenigstens mal über eine Bürgschaft nachdenken!"

Weit entfernt vom
reichen Speckgürtel

In vielen Gesprächen bringen Bürger und Kommunalpolitiker aus der Osteregion zum Ausdruck, dass das Natureum nicht nur ein "kultureller Leuchtturm" mit großer Strahlkraft ist, sondern auch das "Herz der Ostemündung".

Leider ist der Tourismusmagnet - unmittelbar an der Kreisgrenze STD / CUX - weit entfernt von der zuständigen Kreisstadt Stade, wo der Landkreis bislang weitgehend allein für alle Kosten aufgekommen ist, obwohl einige Verantwortliche aus dem "Speckgürtel" im Südkreis um Buxtehude den Wert des Natureums noch nicht so recht zu schätzen wissen.

Zugleich aber liegt das "Tor zur Oste" auch weit weg von Cuxhaven, wo der Kreis sich bislang jeder Mitverantwortung entziehen konnte - obwohl das Natureum viele Besucher aus dem Cuxland verzeichnet.

Solidarität mit der
"Kehdinger Prärie"

Das bisherige Kirchturmdenken in der Kreispolitik müsse überwunden werden, um die "Perle" an der Oste neu zu polieren, ist von einsichtigen Politikern zunehmend zu hören. Die Abseitslage im "entlegensten Winkel des Landkreises Stade, sozusagen in der Kehdinger Prärie" (so das "Stader Tageblatt"), dürfe keinesfalls einer Einrichtung zum Verhängnis werden, die von unschätzbarer touristischer Bedeutung für die gesamte strukturschwache Regionim Kern des Elbe-Weser-Dreiecks ist.

>>> Zum Thema: Unterschriften zum Fortbestand des Natureums (NEZ).


Anhaltender
Zuspruch


Mitinitiatorin Maike Freifrau von Zedlitz

Natureum-Unterstützer List, Prüß, Wesch

10. 12. 2011. Auch nach der symbolischen Übergabe des Baljer Appells an Stader Politiker hält der Strom der Unterstützerbekundungen an. Weitere Unterzeichner: Dipl.-Ing. Hannes Wesch, Architekt (Hemmoor), Peter Prüß, Ostepreisträger und Osteland-/ADFC-Tourenleiter (Osten), Realschulrektor i. R. Claus List (Freiburg/Elbe), Ferienwohnungsvermieterin Frauke Dralle (Krautsand), Martin Schuster (Stade), Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung bei der Lebenshilfe Cuxhaven, Hannelore Böttcher und Heinz-Ulrich Böttcher, Rentner (Cuxhaven), Christel Drews (Osten), Ferienwohnungen im Speicher Osten, Hermann Schlichting, Vorstandsmitglied des VCD-Kreisverbandes, und Hannelore Schlichting (Cuxhaven), Diplom-Kaufmann Michael Johnen (Cadenberge), Jan-Ole Klucke (Oederquart), Arne-T. Fischer, Produzent und Komponist (Osten), Thomas Ogermann, Fa. PC-Health (Oederquart), Simon Puck, EDV-Techniker (Cadenberge), Ines Hesse, Angestellte (Cadenberge), Jörn Wieboldt, EDV-Techniker (Cadenberge), Renate und Manfred Gabelt, Rentner (Elbinsel Krautsand), Inga Müller (Stade), Lehrerin an der Grundschule Bevern, Hermann Kleist, Töpfer, Mitglied des Samtgemeinderates (Otterndorf), Gerd Bertholdt (Kleinwörden) und 47 weitere Unterzeichner aus Hechthausen, Dipl.-Ing. (FH) Guido Strangmann, Architekt (Tübingen). Damit unterstützen jetzt 309 Unterzeichner den Baljer Appell. 


Wer spart
was kaputt?


Landräte Bielefeld (CUX), Roesberg (STD)

2. 12. 2011. An den Kosten für das erneuerungs- und erweiterungsbedürftige Natureum in der Ostemündung, das unmittelbar an der Kreisgrenze auf Stader Kreisgrund steht, will sich der benachbarte Landkreis Cuxhaven weiterhin nicht beteiligen. Grund sei ein schuldenbedingtes faktisches "Verbot, neue freiwillige Leistungen zu erbringen", zitiert das Stader Tageblatt (Freitagausgabe) den Cuxhavener Landrat Kai-Uwe Bielefeld.

Der Stader Landrat Michael Roesberg wiederum verspricht - ebenfalls im heutigen Tageblatt - zwar eine "Bestandsgarantie" für den Museumsstandort in Balje und weitere laufende Zuschüsse. Er hält aber das aktuell diskutierte, seit zehn Jahren vorbereitete Modernisierungs- und Erweiterungsprojekt "Küstenwelten" für "nur schwer umzusetzen" (alle Baugenehmigungen liegen bereits vor, Drittgelder u. a. der EU in Millionenhöhe sind dem Kreis zugesagt und drohen zu verfallen). Dabei beteuertt Roesberg, das Natureum solle nicht "kaputtgespart" werden.

Die Stader Kreistagsfraktionen von SPD und Grünen dagegen plädieren für die Freigabe von Kreisgeldern zur Schließung der vergleichsweise geringfügigen Finanzierungslücke für den "Küstenwelten"-Hallenneubau. Nur so könne der von Besucherschwund bedrohte Tourismusmagnet in der strukturschwachen Osteregion wieder attraktiver gestaltet werden.


Sympathiewelle
wie ein Tsunami


Nordkehdinger Bürgermeister Edgar Goedecke

Währenddessen nimmt die Zahl der Unterstützer des "Baljer Appells" weiter zu, die - ebenso wie Bürgermeister Edgar Goedecke (Nordkehdingen) und eine Reihe seiner Kollegen am Fluss - eine nachhaltige Sicherung des Küstenmuseums fordern. Der Zuspruch aus der Bevölkerung für das "Tor zur Oste" habe inzwischen "Tsunami-Stärke" erreicht, freut sich eine Ostener Künstlerin (siehe rechte Spalte) über die positive Resonanz.

Unter Hinweis auf unsere Website www.oste.de berichtet das Tageblatt heute auch über den "Baljer Appell" der AG Osteland, aus dem der Kernsatz zitiert wird: "Die Unterzeichner appellieren an alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, sich - über politische und kommunale Grenzen hinweg - gemeinsam dafür einzusetzen, dass das Natureum Niederelbe, das größte Naturkundemuseum im Elbe-Weser-Dreieck, weiter ausgebaut, noch attraktiver gestaltet und damit nachhaltig gesichert werden kann."




Der Baljer Appell

Die Unterzeichner appellieren an alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, sich - über politische und kommunale Grenzen hinweg - gemeinsam dafür einzusetzen, dass das Natureum Niederelbe, das größte Naturkundemuseum im Elbe-Weser-Dreieck, weiter ausgebaut, noch attraktiver gestaltet und damit nachhaltig gesichert werden kann.

Das Küstenmuseum Natureum samt dem Elbe-Küsten-Park und der geplanten Erweiterung ("Küstenwelten") liegt in der ländlich geprägten Grenzregion zwischen den Landkreisen Cuxhaven und Stade. Doch nicht nur aus Gründen der Strukturpolitik, sondern auch als umweltpädagogischer Lernort und Tourismusmagnet mit Anziehungskraft auf das gesamte Elbe-Weser-Dreieck und darüber hinaus verdient das Natureum Unterstützung auf allen politischen Ebenen.

Unverzichtbar ist ein weiterhin lebendiges Natureum zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und als touristische Drehscheibe im Schnittpunkt überregionaler Radwanderwege wie dem Elbe-Radweg, dem Oste-Radweg und der Deutschen Fährstraße Bremervörde - Kiel sowie als Anlaufpunkt für Wassersport und Wassertourismus an der Elb- und Ostemündung. 

Die Unterzeichner rufen daher alle Vertreter von Politik und Gesellschaft dazu auf, ihren Einfluss zugunsten des Natureums Niederelbe geltend zu machen.

Begründung:

Eine zeitgemäße Erweiterung (Projekt "Küstenwelten") des größten Naturkundemuseums der Region, das für das gesamte Osteland von unschätzbarer Bedeutung ist, scheint gefährdet: Zwar liegen bereits alle Baugenehmigungen sowie sämtliche Fördermittel-Zusagen von EU-, Bundes- und Landesinstitutionen in Millionenhöhe vor, aber die vergleichsweise geringfügige Gegenfinanzierung durch Dritte ist noch nicht gesichert, so dass das Projekt zunächst auf Eis gelegt werden musste. 

Der Kulturausschuss des Stader Kreistages hat sich bereits im November für das Projekt und damit für eine nachhaltige Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Natureums Niederelbe ausgesprochen; im Februar entscheidet der Kreistag. 

Um den Aufruf zu unterzeichnen, genügt eine Mail an osteland@gmx.de mit dem Text: Ich unterstütze den Baljer Appell. Vorname/Name, Wohnort, Beruf/Funktion

Unterschriftenlisten stehen hier zum Ausdrucken bereit.



Der Anlass

Gegenüber der Presse hatte das Natureum am 4. November 2011 erklärt: 

Natureum ändert seine Ausbaupläne

Enttäuscht, aber dennoch auch zuversichtlich teilt der Vorstand der Stiftung Natureum Niederelbe mit, dass es ihm aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, das lange geplante Projekt „Küstenwelten“  in Balje zu verwirklichen. 

In der neuen mehr als 2000 qm großen, in Form einer Meerassel geplanten Halle sollte die Elbmündung und ihre Beziehungen zur Welt in moderner Form interaktiv dargestellt werden. Damit sollte die Attraktivität der von der Verkehrslage her nicht begünstigten Einrichtung an der Ostemündung in Kehdingen erhöht werden. Zugleich wurde die Maßnahme auch als Förderung der strukturschwachen Region gesehen. Mehr als zehn Jahre lang hat der Vorstand und das vom Kreistag gebildete Kuratorium der Stiftung Natureum  auf die Planung und Finanzierung des Vorhabens verwandt. Dabei wurden erhebliche Fördermittel in Höhe von etwa 1 Million Euro aus Mitteln der Bundesumweltstiftung, der Metropolregion und der EU eingeworben. Für die nach Vorlage der Ausschreibungsergebnisse fehlenden Mittel der insgesamt etwa 2 Mio Euro erfordernden Maßnahme konnte die Stiftung geforderte Sicherheiten nicht beibringen, so dass das Vorhaben nicht finanziert werden kann.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Dr. Clivia Häse bedauert das endgültige Ende der neuen Attraktion für das Natureum, weil sie sich dadurch einen erheblichen Anstieg der Besucherzahlen von derzeit jährlich 40000 versprochen hatte. Viele Jahre lang sei nicht nur für das Vorhaben gearbeitet worden, sondern es sei insbesondere in so erheblichem Umfang gespart worden, dass die Pflege der vorhandenen Einrichtung und des Elbe-Küsten-Parks nicht in dem erforderlichen Umfang möglich war. Insoweit ist sie sich mit dem ehrenamtlichen Vorstand der Stiftung Eike Ingwer Schmidt einig, dass das Ende der Neubauplanungen den Vorteil mit sich bringt, dass nunmehr jedenfalls Klarheit besteht.  Der Vorstand könne sich jetzt darauf konzentrieren, die  bestehende Einrichtung und  den Park neu und attraktiver zu gestalten. Dazu seien wegen der langjährigen Sparmaßnahmen nicht unerhebliche Aufwendungen erforderlich. Der Vorstand hofft dafür einen Teil der für den Neubau zugesagten Fördermittel aufwenden zu dürfen. Die Einrichtung bemüht sich derzeit um Anerkennung als außerschulischer Lernort und möchte es noch mehr als bisher ermöglichen, Natur durch Mitmachstationen und  attraktive Ausstellungen hautnah zu erleben.  Die kürzlich errichtete neue Rundbogenhalle, der eigene Schiffsanleger an der Oste, neue Angebote zur Vogelbeobachtung sowie eine Ausweitung des Tierbestandes sollen die Erlebnismöglichkeiten erweitern.

Für die Verschönerung und Erweiterung der Einrichtungen innerhalb  des Parkes ist ein erster Schritt getan. Die Erneuerung der erdgeschichtlichen Ausstellung im Park und die damit zusammenhängenden Mitmachstationen sollen mit einem Aufwand von 36.000 Euro erneuert werden. Auf Antrag des Vorstandes bewilligte die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung einen Betrag in Höhe von 25.000 Euro. Zudem erwartet der Vorstand weitere Förderungen für Verbesserungsmaßnahmen durch seine langjährigen Stifter, namentlich den Landkreis Stade und die Kreissparkasse. Der Vorstand bemüht sich darüber hinaus auch um Förderungen aus dem Landkreis Cuxhaven, der von der Einrichtung vielfältig profitiert.

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