Die Deutsche Krimistraße
Morde zwischen Moor und Meer (3)


In der Nachbarschaft, unter dem Dach einer ländlichen Apfelmosterei, braut Elke Loewe raffinierte Plots wie in ihrem Giftmord-Krimi "Die Rosenbowle". 

Leseprobe: "Das Dorf, von dem ich erzählen will, soll Augustenfleth heißen. Auguste, weil der zweite Vorname meiner Tante so lautet, und Fleth, weil das umliegende Land von einem dieser schnurgeraden, dort weit verbreiteten künstlichen Wasserläufe, Flethe, Rönnen oder Wettern genannt, in den tiefen Gezeitenfluss entwässert wird, der den Ort in zwei ungleiche Hälften teilt. Diesen Fluss möchte ich Stinte nennen, wie die kleinen Fische, die im Frühjahr zum Laichen den Fluss aufwärts ziehen, und mit Kopf, Schwanz und Gräten gebacken in den umliegenden Gasthäusern serviert und verzehrt werden."

Der einzige "Tatort" auf Platt

Natürlich ist die Stinte in Wahrheit die Oste (ein Fluß, der eine eigene Website hat), und Augustenfleth ähnelt stark dem Rönndeich, teils aber auch den nahen Dörfern Osten und Hüll. In dieser Umgebung verfasste Elke Loewe auch den bisher einzigen plattdeutschen "Tatort": "Wat Recht is, mutt Recht bliewen", eine Familien-Saga mit dem Titel "Teufelsmoor" und ein wunderbares Kinderbuch über den sagenhaften Oste-Fisch "Jonni Hecht".

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