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Dieses Bild hat überhaupt nichts mit dem Deutschen Erotik-Wanderweg zu tun!
Deutscher Erotik-Wanderweg

Drangstedt - Hymendorf - Fickmühlen - Flögeln

Warum Fickmühlen Fickmühlen heißt
 

Fickmühlen. Die Bezeichnung Fickmühle - ein früher gebräuchliches Wort - hat allenfalls mittelbar etwas mit Sexualität zu tun. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine 1994 erschienene Dokumentation der Geschichtswerkstatt Köllertal mit dem Titel "Mühlen im Köllertal", in der es heißt: "Der Name 'Fickmühle', manchmal auch 'Vickmühle' oder 'Vicmühle' geschrieben, ... bezieht sich auf ein technisches Detail. Das Wort 'ficken' bezeichnete ... eine Vor- und Zurückbewegung, woraus wir schließen können, daß an der Fickmühle ein Gestänge angebracht war, das die kreisende Bewegung des Wasserrades auf eine vor- und zurückstoßende Stange übertrug, mit der sich beispielsweise eine Säge antreiben ließ". 

Das Wort "ficken" kommt vom Mittelhochdeutschen fucken, fuchsen, was soviel wie "reiben" und "hin und her laufen" oder auch "ärgern" und "reizen" bedeutet. In dem Althochdeutschen bedeutet vikchit etwa "jucken". Eine andere Bedeutung wäre noch "in die Tasche stecken" ("Ficke" gleich "Tasche"). 

Der Begriff gilt seit dem 16. Jahrhundert als obszön. Martin Luther veränderte den vorbelasteten Begriff "Fickmühle", der auch eine Situation im Mühlespiel bezeichnet, bei der ein Spieler aus einer Mühle in eine weitere zieht, ins heute weithin gebräuchliche Wort "Zwickmühle". Im Schweizerdeutschen ist immer noch der Begriff “Figgimühli” in Gebrauch. Mehr im Wiktionary.

Drangstedt. Der Ort und der Name Drang-Stede wird um 500 v. Chr. bis 300 v. Chr. entstanden und auf eine früher dort existierende Viehtränke zurückzuführen sein, denn nur zu dieser Zeit bekamen Orte auf der Geest einen Namen mit der Endung -stedt. Urkundlich erwähnt wird Drangstedt erstmals im Jahr 1312. 

Flögeln. In bremischen Urkunden erscheint der Name Flögeln erstmals 1204, in der Schreibweise "Vlogeling", es verweist auf "Flügel". Das Jahr 1204 kann deshalb als Geburtsjahr des Dorfes gelten. Die Besiedlung des Raumes lässt sich bis in die Steinzeit, 3000 Jahre v.Chr. nachweisen. Das Gemeindewappen zeigt zwei Kranichflügel auf blauem Grund und einen Wellenfluss.

Reitwiesen. Der Name leitet sich von Reit (Reet, Riet) ab.

Hymendorf. Der Ortsname geht keineswegs zurück auf Hymen, den griechischen Gott der Hochzeiten und der Ehe und die lat. Bezeichnung der Jungfernhaut. Das Dorf müßte eigentlich Hemendorf (Wiesendorf) heißen, da der sicherlich uralte und im niederdeutschen Raum sehr verbreitete Ausdruck Hem oder Heem bzw. Ham oder Hamm Wiese oder Weide bedeutet. Dafür spricht auch, daß die Ortschaft in der plattdeutschen Sprache von vielen Eingesessenen alter Nachbargemeinden als »Hemendörp« benannt wird. Auch im Lande Wursten spricht man noch heute nur von »Heerndorp«. Vermutlich schrieben Kartographen statt Hemensee irrtümlich Hiemensee oder Hymensee. Diesem Schreibfehler zufolge erhielt das Moor am genannten See die Bezeichnung Hymenmoor und die 1829 gegründete Moorkolonie den Namen Hymendorf. Mehr...

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