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Ostener Schwebefähre vorerst stillgelegt Auf der Versammlung der Fördergesellschaft sorgte Riss einer Eisenschiene für Diskussionsstoff / Ursache noch nicht gefunden
Osten (tor). Ist es das Aus für Deutschlands einzige Schwebefähre? Auf der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft der Schwebefähre Osten verkündete Vorsitzender Horst Ahlf die schlechte Nachricht, dass aufgrund eines gravierenden Konstruktionsschadens das Baudenkmal vorerst gesperrt ist.
"Schnell reagieren und handeln", so lautet nun der Vorsatz des Vorstandes der Fördergesellschaft. ,Es ist wichtig, dass die Schwebefähre schon bald wieder in Betrieb ist", betonte der Vorsitzende am Freitagabend bei der Versammlung im Hotel Fährkrug. Birgit Greiner, Architektin und Vorstandsmitglied, erklärte den Mitgliedern die aktuelle Situation. Bei einer Begehung mit dem TÜV sei der Mangel festgestellt worden. Auf der Ostener Seite sei eine dicke Eisenschiene der Fähre aus bisher noch ungeklärter Ursache gerissen. Da diese erst vor einiger Zeit erneuert wurde, stieß diese Aussage auf Verwunderung. Jedoch birgt dieser Schaden eine enorme Gefährdung für die Fährgäste, sodass die Fähre sofort stillgelegt wurde. Der Vorstand und die Mitglieder waren sich einig, der Schaden müsse schnellstmöglich behoben werden. Doch eine Mängelbehebung könne erst vollzogen werden, wenn die konkreten Ursachen für den Schienenbruch ermittelt worden sind, so Greiner. Ein Vermessungsteam habe festgestellt, dass die vier Sockel unterschiedliche Höhen aufweisen. Wobei drei Sockel eine Höhe von 12,37 Meter bis 12,40 Meter haben, weicht der vierte Sockel um rund neun Zentimeter ab. Es könne sein, dass durch die unterschiedlichen Höhen eine so starke Spannung entstanden sei und sich die Konstruktion dadurch verdreht oder verkantet habe. Eine anderer Punkt sei, dass die Schiene bei der Erneuerung in einem Stück festgeschweißt worden ist. In der Vergangenheit hingegen war die Schiene mit mehreren Stößen versehen worden. Doch welches nun die genaue Ursache ist oder ob vielleicht mehrere Mängel aufeinandertreffen ist noch offen, berichtete Greiner. Der Gutachter habe seine Bestandsaufnahme noch nicht abgeschlossen, und konkrete Aufträge für gutachterliche Lösungsvorschläge könnten ihm erst erteilt werden, wenn auch die nötigen finanziellen Mittel bereitstehen. Und die Kosten für die Behebung der Mängel seien auch noch unübersehbar. Nach diesem Bericht von Birgit Greiner meldeten sich auch die Mitglieder zu Wort und stellten zahlreiche Vermutungen und mögliche Erklärungen an. Rege emotionale Diskussionen zeigten, wie groß die Nachdenklichkeit beziehungsweise die Betroffenheit unter ihnen war. Das nächste Ziel von Horst Ahlf wird es sein, sich mit allen zuständigen Fachleuten zu beraten und auf finanzielle Unterstützung des Landkreises Cuxhaven zu hoffen. ,Ganz Deutschland kennt die Schwebefähre. Sie ist eine wichtige Touristenattraktion. Wir müssen jetzt schnell handeln." Neben dieser eher erschreckenden Nachricht, gab es auch noch Erfreulicheres zu berichten. ,Die letzte Fähr-Saison war eine unserer besten", freute sich der Vorsitzende. Viele Gäste aus der hiesigen Region, aber auch von außerhalb suchten das Baudenkmal im vergangenen Jahr auf. Alleine an Himmelfahrt wurden rund 500 Passagiere gezählt. Durch das gute Betriebsjahr habe sich auch die Kassenlage des Vereins sehr gefestigt. Der Vorstand habe sich durch seine gute Arbeit bewährt, sodass es an diesem Abend zu einer einstimmigen Wiederwahl kam. Jetzt wird der Vorstand die nicht eingeplante Herausforderung aufnehmen. Horst Ahlf ist zuversichtlich: ,Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir Pfingsten wieder fahren werden." |