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Saisonstart ohne die Schwebefähre

Weiter Rätselraten über die Ursache für die Risse in der Fährkonstruktion /
"Ostern ist als Starttermin nicht mehr zu halten"



Osten (es). In Osten wächst der Druck, das Wahrzeichen der Gemeinde wieder auf Vordermann zu bringen: Nach der Stilllegung der Schwebefähre, die für Touristen ein besonderer Anziehungspunkt ist, steht der Saisonbeginn in dem Fremdenverkehrsort unter keinem guten Stern.

40 000 Übernachtungen hatte es im vergangenen Jahr in Osten gegeben. ,Damit lagen wir auf dem Vorjahresniveau", so Horst Ahlf, der Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins ist. Die Vereinsmitglieder, die sich in dieser Woche zur Hauptversammlung trafen, sehen der bevorstehenden Saison mit gemischten Gefühlen entgegen, nachdem noch immer nicht feststeht, wann - und ob überhaupt - der Landkreis die Sanierung der Schwebefähre forciert.

Wie berichtet, hatte der TÜV die Fahrten mit der Fähre gestoppt, nachdem Risse in einer Eisenschiene festgestellt worden waren. Die Konsequenzen dieses Defektes sind mit der Stilllegung der Fähre schnell gezogen worden. Aber wo liegen die Ursachen? Erste Untersuchungsergebnisse liegen zwar nach Ahlfs Angaben schon vor, doch die Zwischenresultate lassen anscheinend noch keine genauen Schlüsse zu. Die Verwunderung über die Mängel ist übrigens deshalb so groß, da das technische Baudenkmal erst Mitte der 90er Jahre für rund 450 000 Euro saniert worden war.

Ahlf bekräftigte gestern gegenüber der NEZ, dass aus Sicht des Fremdenverkehrs die Sanierung möglichst kurzfristig erfolgen muss. Normalerweise beginne die Fährsaison bereits zu Ostern: ,Dieser Termin ist nicht zu halten."

Die Hoffnung sei, dass spätestens Himmelfahrt der Schwebezustand wieder hergestellt ist: ,Allein am Himmelfahrtstag hatten wir im vergangenen Jahr 500 fahrende Gäste." Pro Jahr würden insgesamt zwischen ,8000 und 10 000 Touristen" mit der Fähre auf Tour sein.

Man dürfe den Stellenwert der Schwebefähre für die Gemeinde Osten nicht unterschätzen. Der Ort lebe von den Tagesausflüglern. Und ein unverzichtbarer Bestandteil des Tagesprogrammes sei - neben dem Besuch des Buddelmuseums und der Kirche - die 1909 gebaute Schwebefähre.

Angesichts des Dilemmas der stillgelegten Schwebefähre setzt Ahlf große Hoffnungen in die Wiederaufnahme der Fahrten mit dem Fahrgastschiff ,Mocambo". Ahlf ist ,froh", dass sich wieder etwas auf der Oste bewegt - und das gerade in einer Phase, in der die Fähre zur Bewegungslosigkeit verdammt sei...