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Wie geht es nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter ?

Brigitte Zühlke versieht jetzt den Sozialen Dienst zur Beratung 
der Patienten im Kreiskrankenhaus

Brigitte Zühlke in ihrem Beratungszimmer des neuen Sozialen Dienstes 
im Otterndorfer Kreiskrankenhaus.                                     Foto: Rohde
 
 

Otterndorf (ur). Was geschieht, wenn die Entlassung aus dem Krankenhaus bevorsteht? Wer kümmert sich um die häusliche Betreuung, wer regelt die Formalitäten mit Sozialämtern, Krankenkassen, Pflegeversicherung, kümmert sich um Hilfsmittel und andere Notwendigkeiten des Alltags?

Im Otterndorfer Kreiskrankenhaus gibt es seit dem 1. Februar eine neue Institution, die als Schnittstelle zwischen Klinik und häuslicher Betreuung einspringt, den Sozialen Dienst. Dieser wird vom DRK-Kreisverband Land Hadeln betrieben.

Brigitte Zühlke berät Patienten, die vor ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus stehen, wie es danach weitergehen kann. Zwei Mal in der Woche, am Montag von 14 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, hält sie in einem vom Kreiskrankenhaus zur Verfügung gestellten Büro ihre Sprechstunde ab. Brigitte Zühlke ist vom Fach. Sie ist als ausgebildete Krankenschwester seit vielen Jaren in der Altenpflege tätig und hat die Hemmoorer Sozialstation des DRK geleitet.

Oft stehen Patienten und ihre Angehörigen ratlos vor der Frage, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt weitergehen soll. Ist ambulante Betreuung zu Hause notwendig, muss für eine Haushaltshilfe gesorgt werden oder gar für die Unterbringung in einem Altenheim? Wie kann die Finanzierung geregelt werden? Fragen, die bisher von den Stationsärzten und Pflegekräften im Einzelfall beantwortet werden mussten.

Probleme und Fragen bündeln

Brigitte Zühlkes Aufgabe besteht nun darin, diese Probleme und Fragen zu bündeln, den Kontakt zu den unterschiedlichen Institutionen herzustellen, zu informieren und eine auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Lösung zu finden.

15 stationär behandelte Patienten hat sie bislang betreut, von denen sie 13 in die häusliche Pflege übergeben hat und für zwei Plätze in Altenheimen gesucht hat. Auch Probleme wie geistige Verwirrtheit oder Vereinsamung und das Fehlen von Angehörigen spielen manchmal eine Rolle.

Brigitte Zühlke stellt den Kontakt zu Betreuern her, sorgt für Begleitung, damit die Patienten wieder in den häuslichen Bereich eingegliedert werden können. Sie kümmert sich darum, dass nötigenfalls eine Einstufung bei der Pflegekasse erfolgt. Um ihre Beratungs- und Vermittlungstätigkeit aufnehmen zu können, muss Brigitte Zühlke von den Patienten bevollmächtigt werden. Das heißt die Schweigepflichtsentbindung muss vorher erfolgt sein.

Für Kontinuität sorgen

Entscheidend ist, dass durch den Sozialen Dienst nun Kontinuität im Umgang mit den Versorgungsstellen, den pflegerischen Einrichtungen und den Behörden gewährleistet ist. Ihre berufliche Erfahrung kommt Brigitte Zühlke bei dieser Arbeit natürlich entgegen und wird von den Ärzten und dem Pflegepersonal des Kreiskrankenhauses hoch geschätzt. Für sie ist es von besonderer Bedeutung, dass der Informationsfluss für Patienten und Angehörige gebündelt und verbessert wird und dass der Übergang vom Kreiskrankenhaus beispielsweise zu einem ambulanten Dienst nun reibungslos vonstatten gehen kann.

Die Beratungstätigkeit des Sozialen Dienstes ist für die Patienten, die ihn in Anspruch nehmen wollen, übrigens kostenlos. Das DRK erhebt mit der Übernahme dieser Aufgabe überdies keinen Ausschließlichkeitsanspruch. ,Jeder Anbieter, der diesen Service mit uns gemeinsam übernehmen möchte, ist herzlich eingeladen", sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Hartmut Ahlf. ,Wir wollen keinen Dritten ausschließen, der sich personell und finanziell beteiligen will."