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Osten: Polizei entdeckte Leiche im Bettkasten 32-jähriger Ostener hat vermutlich in seiner Wohnung einen 20 bis 25 Jahre alten Türken namens "Murat" mit Hammer erschlagen Osten (flü). Grausame Tat im idyllischen Osten: Ein 32-Jähriger steht im dringenden Verdacht, in seiner Wohnung einen jungen Mann türkischer Abstammung umgebracht zu haben. Die Polizei fand gestern Morgen die blutüberströmte Leiche im Bettkasten des Beschuldigten. Morgens gegen 9 Uhr meldete sich ein Zeuge bei Polizeibeamten und schilderte ihnen, dass er die Tötung eines jungen Türken beobachtet habe. Offensichtlich teilte er der Polizei auch mit, wo sie suchen muss. Beamte des Hemmoorer Kommissariats fuhren nach Osten und überprüften eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Ecke Deichstraße/Lange Straße. Das von der Kirche nur einen Steinwurf entfernte alte Backsteingebäude hat zur Langen Straße hin einen Anbau, in dem der 32-jährige Beschuldigte in einer Wohnung zur Miete wohnt. Die Ermittler durchsuchten das Haus und wurden schließlich im Bettkasten eines Schlafsofas fündig. Als sie den Kasten öffneten, entdeckten sie die in einer Zeltplane verschnürte, blutüberströmte mit dem Gesicht nach unten liegende Leiche. Die Polizei nahm daraufhin sofort den Wohnungsmieter fest, weil dieser vermutlich das Opfer mit einem Hammer erschlagen hat. Die Beamten stellten schnell fest, dass der Fundort wohl auch der Tatort war. Sofort wurden mehrere Dienststellen informiert, sodass sowohl das erste Fachkommissariat der Polizeiinspektion Cuxhaven als auch die beiden Kommissariate aus Hemmoor und Cuxhaven sowie Beamte des Erkennungsdienstes aus der Kreisstadt und aus Stade im Einsatz waren. Während der Beschuldigte sich gegenüber den Beamten in Schweigen hüllte, standen vor dem Haus mehrere Polizeifahrzeuge inder Langen Straße, die die Aufmerksamkeit der wegen der prallen Sonne wenigen Passanten auf sich zogen. Doch niemand ahnte wirklich, was sich hinter der zum Teil renovierten Fassade ereignet haben muss. Eine Außenrolllade zur Straßenseite war noch gestern Mittag während der Tatortaufnahme fast ganz herunter gelassen. Durch den Spalt war zu erkennen, dass die Wohnung unaufgeräumt, mehr oder weniger rumpelig war. Der Eingang zu dieser Wohnung ist nur über einen schmalen Gang von der Langen Straße aus zu erreichen. Kaum jemand hatte in dem idyllischen Osten gestern Mittag mitbekommen, wie der Leichnam aus dieser schmalen Gasse von zwei Bestattern in einen Bestattungswagen getragen wurde. Die Polizei glaubt nach ersten Feststellungen, dass sich die Bluttat bereits in den frühen Morgenstunden ereignet haben muss. Die Motivlage und der genaue Tatablauf sind noch völlig unklar. Der Täter dürfte aber vorher sein Opfer vorübergehend bei sich aufgenommen haben. Der 32-jährige Ostener soll zur Tatzeit erheblich unter Alkohol- und Drogeneinwirkung gestanden haben. Der Mann ist zwar polizeilich bekannt, doch nicht wegen schwerer Gewaltdelikte. Er wird heute dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Bis
zum Redaktionsschluss dauerten die Vernehmungen des Beschuldigten und Zeugen
an. Auch die Obduktion der Leiche in der Gerichtsmedizin war noch nicht
abgeschlossen, ebenso die Identifizierung des jungen Türken. Die Polizei
teilte mit, dass der etwa 20 bis 25 Jahre alte Mann möglicherweise
"Murat" mit Vornamen hieß.
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