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Die Gastronomen hoffen auf den Aufschwung Jahreshauptversammlung des Hadler Dehoga-Kreisverbandes in Abbenseth Hollnseth (ur). Ein außerordentlich bewegtes Jahr liegt hinter dem Dehoga-Kreisverband Land Hadeln. Der Verband der Gastronomen aus dieser Region feierte bekanntlich sein 100-jähriges Jubiläum mit zahlreichen gelungenen Aktionen und Veranstaltungen im vorigen Jahr.
Dehoga-Bezirksgeschäftsführer Rolf Knetemann (links) berichtete über die wirtschaftlichen, politischen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen für die Gastronomen in diesem Jahr, rechts neben ihm Vorsitzender Horst Ahlf. Foto: Rohde Eine ,hervorragende Bilanz", freute sich Kreisvorsitzender Horst Ahlf, der seine Standeskollegen zur Jahreshauptversammlung am Montag im Gasthaus Kohrs in Abbenseth begrüßte. Allerdings hat die Vielzahl von Jubiläumsveranstaltungen, an denen sich die Bevölkerung stark beteiligt hat, ein ordentliches Leck in die Kasse des vergleichsweise kleinen Verbandes geschlagen. Dabei wären etliche Aktionen ohne das Engagement und die privaten Mittel vieler Gastwirte gar nicht umsetzbar gewesen, lobte Ahlf. Gleichwohl gelte es, in diesem Jahr zu überlegen wie die angespannte finanzielle Lage des 80 Mitglieder starken Hadler Dehoga wieder entschärft werden kann. Gelungenes Jubiläumsjahr Aber es gab auch Aktionen, die unabhängig vom Jubiläumsjahr mit großem Erfolg gelaufen sind, so zum Beispiel die Kampagne ,Schlemmen und Sparen", an der wieder gut 4000 Gäste teilgenommen haben. Der Erlös aus der Aktion, mehr als 13 000 Mark, kam wieder einem sozialen Zweck zu- gute. Empfänger der bedeutenden Spende war diesmal die Lebenshilfe Land Hadeln in Hemmoor. Derzeit laufen auch die Wildwochen, für deren Durchführung in verschiedenen Hadler Gastronomiebetrieben der Dehoga-Kreisverband und die Jägerschaft Land Hadeln-Cuxhaven gemeinsam verantwortlich sind. Seit dem 15. November bringen die beteiligten 13 Hadler Wirte heimische Wildgerichte auf den Tisch. Diese Aktion, die mit einem attraktiven Gewinnspiel verbunden ist, läuft noch bis zum 28. Februar. Die Resonanz auf die zum zweiten Mal durchgeführten Wildwochen, so Horst Ahlf, sei schon jetzt ausgesprochen positiv, ein deutliches Zeichen, dass es sich lohne, heimische Produkte anzubieten. Die Federführung bei dieser Aktion hat seitens der Gastronomie übrigens der ,Junge Dehoga". Dorfgasthöfe machen Sorgen Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hatte Hollnseths Bürgermeister Cord-Johann Otten die Anwesenden in seiner Gemeinde im südlichsten Zipfel des Landes Hadeln begrüßt. Hier sei die Welt noch in Ordnung, zumindest was die dörfliche Gastronomie angehe. Auf die Problematik der fast überall zurückgehenden Zahl der Landgasthöfe machte der Geschäftsführer des Dehoga-Bezirksverbandes Stade, Rolf Knetemann, aufmerksam. Vielerorts sei die traditionelle Struktur empfindlich gestört. Der Niedergang der dörflichen Gasthöfe sei derzeit allgemein das größte Problem in der Gastronomie. Dabei sei der traditionelle Gasthof ein Bindeelement für die dörfliche Gemeinschaft. Er hoffe, dass es in diesem Jahr mit der Gastronomie wieder aufwärts gehe. Insgesamt, so Knetemann, habe sich das Hotelgewerbe besser als die Gaststätten entwickelt. Allerdings leide die gesamte Branche zunehmend unter einer ,kleinkarierten Reglementierungswut" von Politik und Bürokratie. Erdrückende Verordnungsflut Die Flut von Gesetzen und Verordnungen, die in jüngster Zeit auf die mittelständischen Betriebe, zu denen im Wesentlichen auch die Unternehmen der Gastronomie gehören, niedergegangen sei, sei erdrückend. Der Mittelstand werde allein durch das Arbeitsrecht in ein starres Korsett gezwängt, sagte Knetemann, das ihm die Luft zum Atmen nehme. Die dringend gebotene Flexibilisierung rücke damit in weite Ferne. Ein anderes Problem der Gastronomie ist der Abfall und seine Beseitigung. Dazu hatte der Dehoga-Kreisverband Vertreter des Wischhafener Entsorgungsunternehmens Karl Meyer Umweltdienste eingeladen. Die stellten einige Möglichkeiten vor, den lästigen Umgang mit gelben Säcken zu erleichtern. Gerade in der Gastronomie fällt viel Abfall an, natürlich auch Verpackungsmüll, der in die gelben Säcke gehört. Die
Säcke sind kein schöner Anblick, besonders nicht vor einer Gaststättentür.
Um diesen den Gästen zu ersparen, Geruchsbelästigungen, Ungeziefer
und umherfliegende Verpackungen zu vermeiden, bietet die Firma Meyer den
Gastronomen neuerdings einen 1,1 Kubikmeter fassenden gelben Rollcontainer
an, der auch abschließbar ist. Dieser Mietcontainer fasst bis zu
20 gelbe Säcke und löst dieses Problem so auf einen Schlag.
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